Problempflanzen und Schädlinge - Invasive Neophyten

Gebietsfremde Pflanzenarten verdrängen seit einigen Jahren auch in unserm Dorf verstärkt die einheimischen Pflanzen. Solche fremden Pflanzenarten bezeichnet man als Invasive Neophyten, eindringende neue Pflanzen. Sie werden invasiv, weil sie ihre Feinde in ihrer ursprünglichen Heimat zurückgelassen haben, andere Pflanzen durch die Abgabe von chemischen Substanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigen oder von Klima- und Landnutzungsänderungen profitieren. Zu ihnen gehören z. B. die Kanadische Goldrute, der Japanische Staudenknöterich und der Riesenbärenklau. Sie verursachen oft ökologische, ökonomische oder gesundheitliche Probleme. Invasive Neophyten stellen ein weltweites Problem dar. In Nordamerika und Australien z. B. haben Pflanzenarten aus Europa auf grossen Flächen die einheimische Flora verdrängt. Die Staatengemeinschaft hat sich deshalb in der Konvention von Rio 1992 verpflichtet, Invasive Neophyten zu bekämpfen.

Angesichts der beunruhigenden Zunahme von Problempflanzen müssen auch wir deren Ausbreitung bekämpfen. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr!

  • Pflanzen Sie keine invasiven Neophyten. Verwenden Sie stattdessen heimische und standortgerechte Pflanzen für die Gartengestaltung im Siedlungsgebiet welche zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen bieten.

Merkblatt Umgebungsgestaltung
Liste standortheimische Pflanzen - nach botanischem Namen sortiert
Liste standortheimische Pflanzen - nach deutschem Namen sortiert

  • Beseitigen Sie kleine Bestände rechtzeitig. Massnahmen wie Jäten, Schneiden oder Ausgraben müssen meist wiederholt und eventuell über mehrere Jahre angewendet werden, bis die Bestände vollständig erloschen sind. Vorsicht: Wurzelrückstände und Samen können auch nach Jahren wieder austreiben. Wenn Sie auf die Goldrute, das Einjährige Berufkraut und den Sommerflieder in ihrem Garten nicht verzichten möchten, bitten wir Sie, die Blütenstände vor dem Versamen abzuschneiden und im brennbaren Kehricht zu entsorgen. Es gilt die weitere Ausbreitung dieser Problempflanzen durch Flugsamen zu verhindern!
  • Deponieren Sie keine invasiven Neophyten. Das Pflanzenmaterial gehört in die Kehrichtabfuhr oder muss professionell kompostiert werden (Grünabfuhr).


Bei Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee:
Charlotte Bühlmann, Tel. 031 869 29 79 / Erich Lang, Tel. 031 869 31 38


Melden Sie bitte Fundorte Invasiver Neophyten ausserhalb von gepflegten Gärten an Katharina Wüthrich, Bauabteilung, Tel. 031 868 82 34

Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora
Neophyt.ch
Biodiversitätsförderung
Ressort Planung / Umwelt / Energie
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