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Ortsplanung Münchenbuchsee: Politiker wenden Schlappe ab

1. Dezember 2008
 
Die Strahmmatte im Dorfzentrum von Münchenbuchsee soll nun überbaut werden.
(Bild: Urs Baumann)

Münchenbuchsees Politiker haben ihre Vorlage beim Volk durchgebracht. Die Gemeinde schafft 5,3 Hektaren zusätzliches Bauland.

Das Ergebnis ist knapp ausgefallen. 51,2 Prozent der Stimmbürger Münchenbuchsees sagen Ja zur Ortsplanung. Sie sprechen sich dafür aus, dass die Gemeinde 5,3 Hektaren Kulturland in Bauland verwandelt. Eingezont werden fünf Flächen, die sich im Dorfzentrum oder am Rand von Siedlungen befinden.

Heftiger Widerstand

Münchenbuchsees Politiker wenden damit eine Schlappe ab. Im Gemeindeparlament wurde die Vorlage mit 37 Ja-Stimmen und nur 2 Gegenstimmen verabschiedet. Doch in der Bevölkerung stiess das Geschäft auf Widerstand. Die Interessengemeinschaft Riedli/Egg bekämpfte die Vorlage. Sie kritisierte unter anderem, dass der Gemeinderat die Folgen der Einzonungen ungenügend aufgezeigt habe und die Verkehrsprobleme zunehmen würden. Hans-Kaspar Dick, der sich in der Interessengemeinschaft der Gegner engagierte, sagt: «Wir sind enttäuscht. Das knappe Ergebnis zeigt aber, dass eine grosse Anzahl Leute unsere Meinung vertritt.» Dick findet, die Gemeindepolitiker seien mit «einem blauen Auge» davongekommen. Sie müssten ihre Lehren ziehen und in Zukunft «ein Ohr für das Volk» haben. Der neue Zonenplan ist noch nicht rechtskräftig. Gegen die Einzonungen sind 43 Einsprachen hängig, über die das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) befinden wird. Laut Hans-Kaspar Dick behalten sich die Einsprecher die Möglichkeit offen, den Entscheid des AGR weiterzuziehen, falls dieses die Einsprachen ablehne.

«Gutes Bauland»

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) ist ob dem Abstimmungsresultat erleichtert. Sie sagt, Münchenbuchsee könne nun gutes Bauland für Wohnungen und Einfamilienhäuser anbieten. «Wir können uns weiterentwickeln und bleiben konkurrenzfähig.» In Bolligen und Ittigen verhinderten die Bürger Einzonungen an den Gemeindeversammlungen. Münchenbuchsee hat dagegen an der Urne über die Ortsplanung abgestimmt. Maring-Walther sagt, an der Gemeindeversammlung hätte auch Münchenbuchsee ein Nein gedroht, weil die Gegner der Vorlage besser mobilisieren könnten. Für sie ist klar: «Über Einzonungen muss an der Urne abgestimmt werden.»

[i]
Ja-Stimmen: 1'777 (51,2 Prozent)
Nein-Stimmen: 1'695 (48,8 Prozent)
Stimmbeteiligung: 50,4 Prozent

Der Artikel aus der

(Berner Zeitung BZ / SBI)

 
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