News-Artikel 2019

03.01.2019
11.11.2019

BZ-Artikel: Wählen und Abstimmen im Wochentakt

Manfred Waibel, Gemeindepräsident. Foto: bm

Münchenbuchsee ruft das Stimmvolk zweimal in Folge an die Urne.


Vor der Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee stehen zwei Briefkästen. Hier können die Stimmberechtigten ihre Stimme abgeben. Die Kästen haben auch eine symbolische Bedeutung. Denn Buchsis Stimmvolk entscheidet innert acht Tagen zweimal: Am 17. November steht der zweite Gang der Ständeratswahlen an, eine Woche später geht es um zwei kommunale Vorlagen.

Auf falschem Fuss erwischt

Für Münchenbuchsees Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) ist diese Konstellation «doof». Der Termin für den kommunalen Urnengang habe sich nach dem Blanko-Abstimmungstermin des Bundes gerichtet, dem 24. November. Der Regierungsrat setzte im Mai jedoch den zweiten Wahlgang für den Ständerat eine Woche früher an, damit bei Sessionsbeginn im Bundeshaus die Resultate für den Ständerat rechtskräftig sind.

Wie Münchenbuchsee hatten auch andere Gemeinden ursprünglich den 24. November festgelegt. Die meisten konnten ihre Abstimmungen nach dem Entscheid des Regierungsrats eine Woche vorverschieben. Ihre Reglemente sind flexibel. Die Bestimmungen lehnen sich ans Musterreglement des Kantons an. Der entsprechende Artikel legt fest, dass bei gleichzeitig stattfindenden eidgenössischen oder kantonalen Urnengängen kürzere Zustellfristen gelten.

Diese Bestimmung fehlt in Münchenbuchsee. Dort müssen die Stimmberechtigten die Unterlagen mindestens drei Wochen vorher erhalten. «Wegen dieser Fristen war es nicht möglich, unseren Termin vorzuverschieben», sagt Manfred Waibel. Oder die Sitzung des Gemeindeparlaments zum Budget hätte in die Herbstferien vorverlegt werden müssen. Damit muss Münchenbuchsee zwei Postversande machen und zweimal das Abstimmungsbüro aufbieten. Das kostet ein paar Tausend Franken zusätzlich. Der Gemeinderat gedenke nun, das Reglement anzupassen, sagt Waibel.

«Ich kann verstehen, dass sich Leute darüber ärgern», ergänzt Waibel. Er hofft, dass sie trotzdem stimmen werden. Denn es gehe um wichtige Themen, zum Beispiel um das Gemeindebudget. «Ich hoffe nicht, dass es deswegen mehr ungültige Stimmen gibt. Aber das Risiko ist höher», sagt Waibel.

2015 keine Probleme

In Biglen werden die Stimmberechtigten auch zweimal innert Wochenfrist an die Urne gebeten. Hier finden am 24. November die Gemeindewahlen statt. Vor vier Jahren habe es bei der gleichen Konstellation keine Probleme gegeben, erklärt Gemeindepräsident Peter Habegger (FDP). Deshalb halte der Gemeinderat am 24. November für die Gemeindewahlen fest.

Am 1. Dezember wählt Bremgarten seine Behörden. Die Wahlen und der zweite Wahlgang der Ständeratswahlen kommen sich nicht in die Quere. Die Gemeinde verschickt die Unterlagen für die Gemeindewahlen am Montag, dem 18. November.

Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

08.11.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Jubiläums-Konzert: 50 Jahre Kirchenchor Münchenbuchsee

Gesamtchor in der Kirche Münchenbuchsee

Als erste Abendmusik der Saison 2019/2020 fand am Samstag, 26. Oktober, um 18 Uhr in der gut besetzten Kirche Münchenbuchsee das Konzert zum 50. Geburtstag des Kirchenchors statt. Musiziert wurden weder eine Messe noch Kantaten – es gab gar keine Kirchenmusik. Das Programm bestand aus Liebesliedern von Johannes Brahms.

Der Kirchenchor Münchenbuchsee und sein Partnerchor, der Kirchenchor St. Josef Köniz, sangen die «Zigeunerlieder» von Johannes Brahms. Die Mezzosopranistin Amanda Schweri und der Tenor Jan-Martin Mächler interpretierten Solostücke und Duette aus Brahms Volksliedern. Die beiden Chöre hatten dieses besondere Programm mit deutlicher Mehrheit gewählt. Der Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer sowie deren Kommentare zeigten, dass die für Kirchenchöre aussergewöhnliche Musik sehr gut angekommen war.

Nach einem intensiven Probe-Wochenende in der Propstei Wislikofen (AG) waren die Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre von den Liedern selber begeistert – und diese Freude spürte man offensichtlich auch beim Konzert. Dasselbe galt für die Solistin und den Solisten. Zum Erfolg trug auch Imre Gajdos, u.a. Organist in Münchenbuchsee, bei. Er begleitete die Chöre und das Duo bei allen Werken auf dem Flügel und spielte zudem das Intermezzo A-Dur op. 118 von Brahms.

Am Sonntagabend, 27. Oktober, wurde das Konzert in der katholischen Kirche Köniz genau gleich wiederholt – dort zum 70. Geburtstag des Kirchenchors. Die Vorbereitungen und die Leitung beider Konzerte lagen beim gemeinsamen Dirigenten, dem Kirchenmusiker Dominik Nanzer. Er hatte vor mehr als einem Jahr die musikalische Idee und stellte die für Laiensängerinnen und -sänger gute Qualität der Konzerte sicher.

Im Rahmen des feinen Apéros nach dem Konzert erinnerte Karl Widmer, Präsident des Kirchenchors, an die vergangenen 50 Jahre. Dazu konnte er auch die beiden Vorgänger von Dominik Nanzer mit ihren Gemahlinnen begrüssen: Eugen Stähli, den ersten Dirigenten, Lehrer in Münchenbuchsee und Peter Gimmel, Chordirigent von 1972 bis 2000, Seminarmusiklehrer in Hofwil. Der Präsident erinnerte an die Aufführung grosser Werke im Rahmen von Konzerten, früher oft mit Promotionen aus Hofwil, seit 2002 mit dem Könizer Chor. Einige Beispiele: Weihachtshistorie und Motetten von Schütz, Weihnachtsoratorium, Johannes-Passion und Himmelfahrtsoratorium von Bach, Die Schöpfung von Hayd, Weihnachtskantate «Der Stern von Bethlehem» und doppelchörige Messe Es-Dur von Rheinberger, Messe E-Moll von Bruckner, Misa Tango von Palmeri, Latin Jazz Mass von Völlinger, Toggenburger Passion von Roth. Zum Repertoire des Chors gehören Messen verschiedener Komponisten (Charpentier, Dvorak, Gounod, Haydn, Mozart, Schubert usw.), Kantaten, Motetten, Werke von Janacek, Liszt, Mendelssohn, Telemann, Vivaldi u.a.m.

Der Kirchenchor Münchenbuchsee zählt etwa 35 Sängerinnen und Sänger. Er probt wöchentlich (ausser in den Sommerferien) am Dienstagabend von 19.30 bis 21.30 Uhr im Kirchgemeindehaus in Münchenbuchsee. Er gestaltet jährlich 10 bis 12 reformierte und ökumenische Gottesdienste mit. Dazu kommen gelegentlich Abendmusiken, Konzerte, Chor-Wochenende und Ausflüge. Neue Sängerinnen und Sänger sind sehr willkommen!

Chorleiter: Dominik Nanzer, nanzer@gmx.ch, 031/791 3951
Präsident: Karl Widmer, karl.widmer@gmail.com, 031/869 06 40

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Karl Widmer / Fotos: Hannes Bhend
Solistin und Solist
Imre Gajdos am Flügel
Dirigent Dominik Nanzer
Gesamtchor in der Kirche Münchenbuchsee
23.10.2019

BZ-Artikel: Neubau für bessere Zukunftschancen

Der Neubau mit der Turnhalle (rechts) und den Schul- und Therapieräumen vor dem historischen Ensemble der Klostermatte und der Kirche. Foto: PD (AGG Kanton Bern)

Am Pädagogischen Zentrum für Hören und Sprache ist der Erweiterungsbau eingeweiht worden. Er bietet Platz für Basisstufe, Therapie und Sportunterricht.

Der Applaus der Gäste tönt irgendwie verhalten. Sowohl nach den Vorstellungen der Schulkinder als auch nach der Ansprache von Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP). Das liegt nicht an der Qualität der Darbietungen oder am Inhalt der Rede, sondern an der Konstruktion der neuen Turnhalle am Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee (HSM). Das mit viel Holz ausgekleidete Gebäude dämpft den Schall sehr gut. Das gleiche System wurde im benachbarten Trakt mit den Schul- und Therapieräumen angewandt. «Die Kinder mit ihrer Hörbeeinträchtigung würden sonst wahnsinnig», erklärt Christian Trepp, HSM-Gesamtleiter, auf einem Rundgang durch das neue Gebäude.

Die gestern eingeweihten Infrastrukturen seien sehr wichtig für die Zukunft des HSM, betont Trepp. «Es ist wichtig, die Kinder möglichst früh und intensiv zu therapieren.» Das führe zu den besten Resultaten bei der Integration in die Regelklasse. Doch für die Eröffnung von Basisstufenklassen fehlten die Räumlichkeiten. Auch der Turnunterricht war am HSM nur begrenzt möglich. Es hatte nur eine Kleinhalle für 19 Klassen.

Lange Planung

So richtig sei die Planung für die Erweiterung im Jahr 2007 losgegangen, blickt Trepp zurück. Damals habe er die kantonalen Stellen auf dieses Raumdefizit hingewiesen. Und er weist auf die Bedeutung des HSM hin. Das Zentrum ist die einzige Sonderschule für hörbeeinträchtigte Kinder in Kanton Bern. Es bietet 160 Schul-, 35 Wohn- und 130 Mittagstischplätze an. Dazu betreut der Audiopädagogische Dienst 540 Kinder nicht nur aus dem Kanton Bern, sondern auch aus Deutschfreiburg und dem Oberwallis.

Das Geld sei gut investiert, sagt Regierungsrat Neuhaus, ein «stylisher Neubau» sei herausgekommen. Von der Infrastruktur profitierten die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien. Sie seien unverschuldet benachteiligt und hätten es manchmal wirklich schwer, führte Neuhaus aus. Gegen das Bauprojekt sei keine einzige Einsprache eingegangen, sagt der kantonale Baudirektor.

Anspruchsvolle Aufgabe

Die Aufgabe der Rykart Architekten AG, der Siegerin des Wettbewerbs, war sehr anspruchsvoll. Sie mussten den Neubau in das historische Ensemble der Klostermatte integrieren, wobei ein Teil des Geländes für den Neubau wegen des Ortsbilds tabu war. Dazu kam die Hanglage. Die Devise habe gelautet, den Neubau an den Rand des Geländes zu stellen und möglichst tief zu halten, erklärt Oliver Sidler von den Rykart Architekten. Der Neubau wurde in den Hang hineingebaut. Von unten wirkt er zweigeschossig, von oben eingeschossig. Die Aussenhülle sei in Beton gehalten, der Oberbau aus Holz wie bei einer Schachtel hineingesetzt worden, beschreibt Oliver Sidler. «Das Wettbewerbsprojekt konnte eins zu eins umgesetzt werden.»

Mit dem nun eingeweihten Neubau ist erst die Hälfte des Projekts am Zentrum für Hören und Sprache abgeschlossen. Bis 2022 werden die bestehenden Gebäude saniert. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat im März 2017 einen Kredit von gut 32 Millionen Franken beschlossen. Die Kosten für die erste Etappe betragen 16,7 Millionen Franken. Damit ist man im Budget.

Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

21.10.2019

Projekt Bauinventar 2020; teilrevidiertes Bauinventar: Öffentliche Einsichtnahme


Gemeinden Diemerswil, Fraubrunnen, Jegenstorf, Mattstetten, Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl, Zuzwil (BE)

Bauinventar nach Art. 10d Abs. 1 Bst. a BauG, Revision Bau- und Strukturgruppen, öffentliche Einsichtnahme

Die Bauinventare der genannten Gemeinden sind von der kantonalen Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit den Gemeinden überarbeitet worden. Es handelt sich um Teilrevisionen. Die Aktualisierungen betreffen ausschliesslich

  • die Bau- und Strukturgruppen (Ensembles),
  • abgegangene Inventarobjekte und
  • Objekte, die über die Gemeindegrenzen hinweg versetzt worden sind.  

Vor der Inkraftsetzung durch das kantonale Amt für Kultur werden die teilrevidierten Bauinventare gemäss Art. 13d in Verbindung mit Art. 13a Abs. 1 BauV veröffentlicht. Es besteht die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Entwürfe von Montag, 21. Oktober bis und mit Dienstag, 19. November 2019 während den ordentlichen Öffnungszeiten auf dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland an der Poststrasse 25 in Ostermundigen.

Die Entwürfe sind zudem auf den Webseiten der genannten Gemeinden aufgeschaltet.

Nach Art. 13a BauV können sich die in Art. 35 Abs. 2 und Art. 35a BauG genannten Personen, Organisationen und Behörden zum Entwurf äussern und Anträge stellen. Äusserungen und Anträge sind schriftlich und begründet innert der Auflagefrist (Datum der Postaufgabe) bei der kantonalen Denkmalpflege, Schwarztorstrasse 31, Postfach, 3001 Bern einzureichen.

Alle erhaltenswerten Inventarobjekte werden zurzeit von der kantonalen Denkmalpflege kantonsweit überprüft. Die öffentliche Einsichtnahme im Zusammenhang mit diesen Objekten wird zu einem späteren Zeitpunkt in separaten Revisionsverfahren erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt behalten die Bauinventare bezüglich der Inventarobjekte ihre Gültigkeit. 

Im Übrigen wird auf Art. 13a-c BauV verwiesen.
 
Bern, 7. Oktober 2019
Amt für Kultur, Denkmalpflege des Kantons Bern
   

18.10.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: «Bei uns ist immer etwas los»

Nadine Genovese mit ihrem Ehemann Marco und den gemeinsamen Kindern Fabio und Marina. (Foto: Stefan Bichsel)

Nadine Genovese ist eine engagierte Frau, die ein grosses Herz für Kinder hat. Das ist auf den ersten Blick sicht- und spürbar. Die 37-jährige Frau, die mit ihrem Ehemann und den zwei Kindern Fabio und Marina in Münchenbuchsee lebt, ist seit fast fünf Jahren Tagesmami für den Tageselternverein TaMü der Gemeinden Münchenbuchsee und Moosseedorf. Eine Aufgabe, die ihr jede Woche viel Freude bereitet und für die ganze Familie eine Bereicherung ist. Als Ausgleich zur Familienarbeit unterstützt sie die örtliche Feuerwehr als Fourier.

Was war Ihre Motivation Tagesmutter zu werden?
Ich habe mir immer gewünscht, eine grosse Familie und einen vollen Mittagstisch zu haben. Als mein Mann und ich uns entschieden haben, dass wir zu viert bleiben wollen, entstand die Idee, andere Familien zu unterstützen. Ich wollte Eltern und alleinerziehenden Müttern helfen, die auf externe Betreuung angewiesen sind, um ein Familieneinkommen zu haben. Dass ich dabei Geld verdiene, stand für mich nie im Vordergrund. Vielmehr freut es mich, dass ich den Kindern Wärme geben und sie auf einem Stück ihres Lebenswegs begleiten kann.

Und dann haben Sie sich beim Tageselternverein gemeldet…
Ja genau. Ich habe telefonisch Kontakt aufgenommen. Danach kam jemand vom Verein TaMü zu uns nach Hause, um zu prüfen, ob wir uns als Tagesfamilie eignen. Sie haben sich alles angeschaut und mit uns gesprochen. Dann ging es ganz schnell, und die ersten Tageskinder waren bei uns…

Wie hat sich dadurch Ihr Leben verändert?
Unser Leben wurde bereichert, und mein Traum ging in Erfüllung: Unser Mittagstisch ist immer voll. Ich habe viel gelernt, denn als Tagesfamilie kommt man automatisch in Berührung mit anderen Kulturen und Familiensystemen. Anderes ist gleichgeblieben, denn bei meinem Tagesablauf mache ich grundsätzlich keinen Unterschied, ob wir an diesem Tag zu viert sind oder ob Tageskinder da sind. So waren auch meine Tageskinder schon dabei, wenn ich in der Feuerwache kurz etwas erledigen musste oder wir bräteln waren.

Haben auch Ihre Kinder profitiert?
Ja ganz klar. Ich sehe nur Vorteile. Marina hat eine Freundin dazugewonnen und mit unserem jüngsten Tageskind spielt sie gerne Mutter und Kind. Unser Sohn Fabio hat gelernt Rücksicht zu nehmen und behutsamer auf andere Kinder zuzugehen. Generell kann ich sagen, dass sich der Horizont von uns allen erweitert hat.

Wie viele Kinder durften Sie bisher begleiten?
Fünf Kinder. Bei zweien konnte jedoch zwischenzeitlich eine familieninterne Lösung gefunden werden, so dass es momentan drei sind, zwei Mädchen und ein Junge. Alle drei sind Einzelkinder, die nun durch unsere Familie die Möglichkeit haben, zu erleben, wie es ist mit Geschwistern aufzuwachsen. So lernen sie beispielsweise, was es heisst zu teilen und Konflikte auszutragen.

Wo sehen Sie die Vorteile, wenn Kinder, von einer Tagesfamilie mitbetreut werden?
Ich finde die Betreuung ist persönlich und warmherzig. Ich kann auf die drei Tageskinder mit Ruhe und Zeit eingehen, denn meistens sind ja nicht alle Tageskinder gleichzeitig bei uns. Ich bastle oder koche viel zusammen mit den Kindern und lasse sie an unserem Familienleben teilhaben. Abends und in den Ferien ist beispielsweise auch mein Mann zu Hause, spielt mit den Kindern und isst mit uns gemeinsam. Für Tageskinder mit getrennten Eltern, ist dies eine neue und wie ich finde gute Erfahrung.

Welche Eigenschaften sollte Ihrer Meinung nach eine Tagesfamilie mitbringen?
Ganz klar Offenheit. Offen, dass man beispielsweise Regeln anpassen muss. Wichtig ist, die Tageskinder in die Familie zu integrieren. Das geht teilweise ganz einfach, manchmal braucht es Nerven und man muss lernen, auch mal «fünfe grad sein zu lassen». Weiter ist Liebe wichtig und dass man die Tageskindern annimmt, wie sie sind. Gerade am Anfang verstehen viele Kinder nicht, warum sie von ihrer Mami wegmüssen und den Tag in einer anderen Familie verbringen. Die Tageskinder sollen nicht das Gefühl haben, dass sie benachteiligt werden.

Und wie gelingt dies im Alltag?
Indem ich keinen Unterschied mache zwischen meinen Kindern und den Tageskindern. Denn wenn die Kinder zu mir kommen, bin ich an diesem Tag ihre «Tagesmami» und bin wie eine andere Mami auch für sie da. Gerade in Streitsituationen schaue ich, dass ich zu allen Kindern gleich gerecht bin und nicht automatisch für meine Kinder Partei ergreife.

Was empfehlen Sie anderen, die ebenfalls Tagesfamilie werden möchten?
Als erstes sollten sie sich von Vorurteilen befreien und die Ängste über Bord werfen. Sie sollen es auf sich zukommen lassen. Denn wie es ist, weiss man erst, wenn das erste Tageskind da ist. Jedes Kind hat seinen eigenen Charakter. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich den Kindern als erstes die Wohnung zeige und die Regeln erkläre, die bei uns für alle gelten. Und natürlich ist reden zentral – sei es mit den Tageskindern, aber auch mit den Eltern. Darum suche ich immer gleich zu Beginn das Gespräch mit den Eltern, um das Kind und seinen Rhythmus kennenzulernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man eigentlich fast alles im Gespräch lösen kann.

Zu guter Letzt: Warum haben Sie sich entschieden, sich einem Tageselternverein anzuschliessen und wie zufrieden sind Sie mit dieser Entscheidung?
Für mich ist klar: Ohne Trägerverein würde ich diese Aufgabe nicht machen wollen. Schon allein, dass durch den Verein die ganzen Finanz- und Versicherungsangelegenheiten geregelt sind, ist eine grosse Erleichterung. Zudem habe ich, wenn ich Rat brauche, immer jemanden, der mir zur Seite steht und meine Fragen beantwortet.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Nicole Fivaz


Subventionierung der externen Kinderbetreuung neu mit Betreuungsgutscheinen
Im Jahr 2019 hat der Kanton Bern Betreuungsgutscheine eingeführt, um den Besuch einer Kita oder einer Tagesfamilie zu vergünstigen. Doch was bedeutet dies für Eltern, die ihre Kinder extern betreuen lassen, und wie ist ein solcher Betreuungsgutschein erhältlich? Im neuen System zur Subventionierung der Kinderbetreuung wird das Arbeitspensum der Eltern stärker gewichtet. Die Eltern müssen sich bei der Gemeinde melden und den Betreuungsgutschein für die Tagesbetreuung beantragen. Diese prüft anhand der Arbeitspensen und Einkommensunterlagen, ob die Eltern berechtigt sind und in welchem Umfang. Den Familien, die einen Gutschein erhalten, wird der zugesprochene Betrag bei der Rechnungsstellung der Kita oder des Tageselternvereins abgezogen.

Die Gemeinden und Institutionen sind daran, in den kommenden Monaten und Jahren das neue System einzuführen. Auf der Website www.fambe.sites.be.ch in der Rubrik Kinderbetreuung finden Interessierte mehr Informationen. Der Tageselternverein TaMü der Gemeinden Münchenbuchsee und Moosseedorf verfügt ab 1. Januar 2020 über die Zulassung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern für die Annahme von Betreuungsgutscheinen.

Informationen und Anmeldung Tageselternverein TaMü:
Anita Haegeli, Präsidentin, Tel. 031 869 53 06, info@tamue.ch, www.tamue.ch
18.10.2019

BZ-Artikel: Das Parlament will keine Steuersenkung

Der Gemeinderat zog mit einem Antrag für eine Steuersenkung zum zweiten Mal den Kürzeren.

Die Gemeinde Münchenbuchsee bewegt sich finanziell in ruhigeren Gewässern als noch vor ein paar Jahren. Auch dank rigorosen Sparmassnahmen und einer Steuererhöhung. Für den Gemeinderat war nun der Zeitpunkt gekommen, den Steuerfuss im Budget 2020 von 1,64 auf 1,59 Einheiten zu senken.

Zum zweiten Mal beantragte die Exekutive nun diese Steuersenkung, nachdem sie vor Jahresfrist gescheitert war. Dieses Mal aber mit einem Zusatz: Sie legte auch eine Variante mit gleichbleibendem Steuerfuss vor und empfahl, dem Stimmvolk beide vorzuschlagen.

Gestern Abend gab es im Parlament das Déjà-vu. Oder wie es Renate Löffel (EVP) formulierte: «Der Schuss geht wieder hintenraus.» Die Allianz aus SP, GFL, EVP und FDP sprach sich in einer ersten Phase gegen eine Variantenabstimmung aus. In einer zweiten Phase stimmte das Parlament mit 22 zu 17 für einen unveränderten Steuerfuss von 1,64.

Der Gemeinderat, unterstützt von SVP und teilweise BDP, war mit seinen Anträgen von Anfang an auf verlorenem Posten gegen dieselbe Allianz. Und die Exekutive (mit einer SVP-Mehrheit) musste teils harsche Kritik einstecken.

Denn die Steuersenkung war aufs Tapet gekommen, nachdem die Finanzkommission das Budget behandelt hatte. Rechtlich sei daran zwar nichts auszusetzen, erklärten die Fraktionssprecher. Aber politisch sei das nicht sauber.

Es sei unehrlich, dem Stimmvolk zwei Varianten vorzulegen. «Wir wollen eine saubere, fundierte Empfehlung abgeben», sagte Marco Arni (FDP). Der Stimmbürger könne die mittelfristigen Konsequenzen nicht unbedingt abschätzen, sagte Luzi Bergamin (GFL).

Thomas Hammerich (SVP) entgegnete, dass das Parlament den Stimmbürger damit entmündige, er verfüge in der Botschaft über alle notwendigen Informationen. Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) betonte, dass gemäss Gesetz der Gemeinderat für den Finanzhaushalt verantwortlich sei.

Bei der Diskussion zum Steuersatz wies die Mehrheit darauf hin, dass der Finanz- und Investitionsplan nicht rosig aussehe. Vor allem sei er nicht vollständig, grosse Projekte seien noch nicht berücksichtigt. Die SP mache sich Sorgen, sagte Katharina Häberli und fragte: «Liebe SVP im Gemeinderat, wo schaut ihr hin?»

Mit einer Steuersenkung würde ein Defizit resultieren, die Reserven müssten angezapft, das Tafelsilber verscherbelt werden. Nur SVP und BDP sahen die Senkung als vertretbar an. Hammerich erwähnte das vorhandene Eigenkapital und die finanzpolitische Reserve.

Die Stimmberechtigten werden über das Budget 2020 am 24. November an der Urne entscheiden.

Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

15.10.2019

BZ-Artikel: Der Gemeinderat dürfte ein zweites Mal scheitern

Auch beim zweiten Anlauf dürfte es schwierig werden, eine Steuersenkung im Parlament durchzubringen, wie eine Umfrage zeigt. (Foto: Andreas Blatter)


Die Steuersenkung wird im Parlament einen schweren Stand haben.


Der Gemeinderat Münchenbuchsee könnte übermorgen Donnerstag ein Déjà-vu erleben. Vor einem Jahr beantragte die Exekutive eine Steuersenkung von 1,64 auf 1,59 Einheiten. Doch eine breite Allianz aus SP, GFL, EVP und FDP wollte nichts von einer Entlastung der Steuerpflichtigen wissen und lehnte den Antrag mit Blick auf die anstehenden Investitionen ab. Das Stimmvolk genehmigte in der Folge das Budget 2019 mit unverändertem Steuerfuss.

Nun nimmt der Gemeinderat im Budget 2020 einenneuen Anlauf für eine Steuersenkung auf 1,59, obwohl damit ein Defizit von rund 570000 Franken resultieren könnte. Ein Blick auf den Finanzplan zeige, dass eine Senkung vertretbar sei. Die Exekutive legt dem Parlament aber auch eine Budgetvariante mit unverändertem Steuerfuss vor. Damit es nicht zu den gleichen Diskussionen wie im Vorjahr komme und die Debatte nicht bis Mitternacht dauere. Die Stimmberechtigten sollen am 24. November über beide Varianten abstimmen können, mit dem Hauptantrag auf Steuersenkung.

Hohe Investitionen warten

Dazu wird es kaum kommen. Eine Umfrage bei den Fraktionen des Grossen Gemeinderats zeigt: Die Steuersenkung wird im Parlament einen schweren Stand haben. Die gleichen Parteien wie vor Jahresfrist lehnen den Hauptantrag des Gemeinderats ab und wollen den aktuellen Steuersatz beibehalten. Und sie sind gegen eine Variantenabstimmung. Nur SVP und BDP unterstützen den Antrag für eine Steuersenkung. Sie verfügen aber nur über 17 der 40 Sitze im Parlament.

Die SP beantragt, am jetzigen Steuerfuss festzuhalten und nur eine Budgetvariante zur Abstimmung zu bringen. Mit höchster Priorität müsse der Rückstand bei den Investitionen aufgeholt werden, betont die Partei. Der Gemeinderat mit einer SVP-Mehrheit schiebt aus Sicht der SP eine «Bugwelle von Investitionen» vor sich her und nimmt keine Kurskorrektur vor. Fraktionschef Wolfgang Eckstein findet, dass der Finanzplan unvollständig ist, grosse Projekte noch nicht berücksichtigt sind.

Kein Spielraum

Ähnlich tönt es bei der FDP-Fraktion. Die finanziellen Auswirkungen der Schulraumplanung seien im vorliegenden Finanzplan nicht vollständig berücksichtigt. Die Investitionen dürften die Gemeinde stärker belasten, auch wenn diese noch nicht beziffert werden könnten. Für die FDP besteht aktuell noch kein Spielraum für eine Steuersenkung. Die Partei ist für eine Steuersenkung, sobald die Gemeindeliegenschaften saniert sowie die zusätzlichen Schulräume finanziert sind und noch immer Rechnungsüberschüsse vorliegen.

EVP und GFL halten ihre Fraktionssitzungen heute Abend ab. GFL-Präsident Stucki hält aber bereits fest, dass die Partei für einen gleichbleibenden Steuerfuss sei. EVP-Fraktionschef Toni Mollet ist gegen eine Steuersenkung und gegen eine Variantenabstimmung. Es sei den Stimmberechtigten gegenüber nicht fair, eine Auswahl zu bieten, die aus Sicht des Nachholbedarfs bei den Investitionen nicht zu verantworten sei. Der Fünfer und das Weggli seien nicht möglich.

Gemeinde hat Reserven

Nur SVP und BDP unterstützen eine Senkung. «Die Finanzen der Gemeinde haben sich durchwegs positiv entwickelt», schreibt Claudia Kammermann, SVP-Fraktionspräsidentin. Sie verweist auf den Bilanzüberschuss, die finanzpolitische Reserve und die Spezialfinanzierung Hochbauten in der Höhe von total fast 9,8 Millionen Franken. Aus dem Finanz- und Investitionsplan sei zudem ersichtlich, dass die grösseren anstehenden Investitionen mit dem tieferen Steuerfuss tragbar seien. Die SVP würde es begrüssen, wenn die Bevölkerung in einer Variantenabstimmung Stellung nehmen könne.

Die BDP stellt sich ebenfalls hinter den Hauptantrag des Gemeinderats. Eine Steuersenkung sei verträglich. Die Diskussion zeige, so Fraktionschef René Bangerter, dass die 2014 beschlossenen Massnahmen für die Sanierung der Finanzen Früchte tragen und sich die Situation verbessert habe. Es gehe auch darum, ein Versprechen einzulösen, bei guten Rechnungen die Steuern zu senken. Die BDP hält fest, dass sich das Parlament für eine Variante festlegen sollte und diese dem Stimmvolk vorlege.


Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

09.10.2019

Nachführung des Bauinventars in der Gemeinde Münchenbuchsee

Im Auftrag des Grossen Rates überarbeitet die kantonale Denkmalpflege zurzeit das Bauinventar und reduziert die Anzahl der darin verzeichneten erhaltenswerten Baudenkmäler und die Baugruppen (Projekt Bauinventar 2020). Damit verbunden ist auch die von der Baugesetzgebung vorgeschriebene ordentliche Nachführung des Bauinventars. Als Ausnahmefälle werden deshalb auch Objekte nacherfasst, die bisher nicht eingestuft waren. Diese Nachführung betrifft nur einzelne Gemeinden im Kanton.
 
Zwischen Oktober 2019 und April 2020 werden Mitarbeitende der kantonalen Denkmalpflege vereinzelt und punktuell Gebäude in der Gemeinde Münchenbuchsee sichten. Die Inventarisierenden müssen bei ihrer Arbeit die Liegenschaften aus der Nähe besichtigen und fotografieren. Wo diese Arbeiten nicht vom öffentlichen Grund aus erledigt werden können, melden sich die Inventarisierenden vor Ort an. Für die wohlwollende Unterstützung und allfällige Auskünfte danken die Bearbeitenden im Voraus. Die Teilrevision des Bauinventars (rechtliche Inkraftsetzung) wird zwischen 2020 und 2023 erfolgen. Im Rahmen der Einsichtnahme werden diejenigen Personen, Behörden und Organisationen, die die Baugesetzgebung vorsieht, die Gelegenheit erhalten, sich zum Entwurf zu äussern und Anträge zu stellen.
 
Bei Unklarheiten und Fragen gibt Ihnen die Denkmalpflege des Kantons Bern gerne Auskunft.
09.10.2019

Eröffnung 4. November 2019

Nach knapp dreijähriger Bauzeit steht die Eröffnung der 700 Meter langen Doppelspur zwischen Moosseedorf und Zollikofen bevor. Am 4. November 2019 nimmt der RBS den neuen Streckenabschnitt in Betrieb. Der Doppelspurausbau bringt den RBS-Fahrgästen einen erhöhten Fahrkomfort, mehr Sicherheit und Pünktlichkeit. Dank einer leichten Streckenbegradigung können die RBS-Züge schneller fahren und der RBS erlangt auf dem ganzen Liniennetz eine höhere Fahrplanstabilität.

Streckenunterbruch zwischen Moosseedorf und Zollikofen von 14. Oktober bis 3. November 2019

Vor der Eröffnung der neuen Doppelspur am 4. November 2019, führt der RBS letzte Bauarbeiten, wie den Einbau des zweiten Bahntrassees und die dazu notwendige Bahninfrastruktur aus. Diese Arbeiten bedingen von Montag, 14. Oktober bis Sonntag, 3. November 2019 einen letzten Streckenunterbruch zwischen Moosseedorf und Zollikofen.

Weitere Informationen zum Streckenunterbruch
– Mehr zum Bahnersatz: www.rbs.ch/bahnersatz
– Warum zwei Streckenunterbrüche: www.rbs.ch/blog/streckenunterbruch

Streckenunterbruch RE/S8 Moosseedorf–Zollikofen 14. Oktober bis 3. November 2019 (PDF)


Ab 4. November 2019: Umstellung auf Rechtsverkehr zwischen Jegenstorf und Zollikofen


Fahrgäste, die von den Bahnhöfen Moosseedorf, Shoppyland, Schönbühl und Urtenen abreisen, müssen ab dem 4. November 2019 auf der gegenüberliegenden Seite in den Zug einsteigen. An den Bahnhöfen Jegenstorf und Zollikofen gibt es keine Änderungen. Bitte beachten Sie die Abfahrtsanzeigen beim
jeweiligen Bahnhof.

07.10.2019

BZ-Artikel: Eine verhängnisvolle Sekunde

Manuel Krieg kämpft sich zurück ins Leben. Seine Mutter Anita Haegeli setzt sich für junge Menschen mit Hirnverletzungen ein. (Fotos: Raphael Moser)

Manuel Krieg stand einige Monate vor seinem Maturaabschluss. Dann erlitt er einen schweren Schlaganfall. Sein Leben musste er noch einmal von vorn beginnen.


Manuel Krieg ist ein gross gewachsener junger Mann. Die blauen Augen des 26-Jährigen schauen sein Gegenüber aufmerksam an, der Händedruck ist fest, sein Auftreten wirkt sicher.

Dann spricht Manuel Krieg. Er wählt seine Worte mit Bedacht und legt sich seine Sätze zurecht. Kennt man seine Geschichte nicht, bleiben die ganz kleinen Stocker meist unbemerkt, dann, wenn seine Gedanken um ein bestimmtes Wort kreisen, das nicht sofort aus seinem Mund kommen will. «Ich bin ein bisschen müde», sagt er an diesem Abend, entschuldigend. Wenn die Konzentration am Ende eines Arbeitstages etwas nachlässt, muss Krieg an seinen Worten manchmal etwas länger überlegen als sonst. Kurz schaut er hinunter auf seine verschränkten Hände, dann zu seiner Mutter Anita Haegeli. «Passiert ist es im November. An das Datum oder das Jahr erinnere ich mich nicht mehr», beginnt er seine Geschichte zu erzählen.

Von 100 auf 0

Es ist der 12. November 2011. Manuel Krieg ist 18 Jahre alt, vor kurzem hat er seine Maturaarbeit im Gymnasium Kirchenfeld in Bern abgegeben, nun muss er sich noch auf die mündliche Präsentation vorbereiten. In dieser Woche ist der Schüler müder als sonst, er geht früh ins Bett. Dass ihn im Sportunterricht ein Fussball am Hals getroffen hat, daran verschwendet er keinen Gedanken.

Am Wochenende steht ein Handballspiel in der Sporthalle Moosseedorf auf dem Programm. Die Partie beginnt, Krieg steht auf dem Spielfeld. Später, Spielerwechsel. Er setzt sich auf die Ersatzbank. Er rutscht hinunter. Er sackt zusammen. Er bleibt liegen. «Ich erinnere mich an die Sanität, dann an nichts mehr», sagt Manuel Krieg.

Der junge Mann erleidet an diesem Samstag einen schweren Schlaganfall. Als er aus dem Koma erwacht, kann er nicht sprechen, nicht essen oder trinken, nicht gehen. Er ist halbseitig gelähmt, der rechte Arm und das rechte Bein funktionieren nicht. «Innert einer verhängnisvollen Sekunde hat sich Manuels ganzes Leben geändert, ohne jegliche Vorwarnung, von 100 zurück auf 0», sagt seine Mutter.

Der Kampf zurück

Was dann beginnt, gleicht einer medizinischen Odyssee: Operationen am Kopf, Therapien, Behandlungen, acht Monate Reha. Nach all diesen Massnahmen kann Manuel Krieg wieder einzelne Worte sagen, ist aber noch weit davon entfernt, fliessend zu sprechen. «Meine Eltern waren mein Sprachrohr für alle Dinge, die erledigt werden mussten», erzählt er. Und diese standen vor der Frage: Wie geht es jetzt weiter? Wäre es nach der IV gegangen, hätte ihr Sohn eine Rente bekommen, die sich nach seiner letzten Tätigkeit gerichtet hätte.

Da er das Gymnasium nicht abgeschlossen hatte, wäre der Betrag sehr niedrig ausgefallen. Anita Haegeli erklärt: «Ein Schlaganfall gilt nicht als Unfall, sondern als Krankheit. Bei jungen Betroffenen, die noch zur Schule gehen, gibt es also weder einen AHV-Beitrag noch eine Unfalldeckung.»

Im luzernischen Zentrum für berufliche Abklärung für Menschen mit einer Hirnverletzung erhielt Manuel Krieg schliesslich die Möglichkeit, drei Monate handwerklichen Arbeiten nachzugehen. Danach würde seine Leistung von der IV beurteilt werden, jemand würde darüber bestimmen, ob er eine Chance auf eine Integration in den Arbeitsmarkt haben würde.

Und diese Beurteilung fiel nicht zugunsten des jungen Mannes aus Münchenbuchsee aus. «Bei der IV hiess es, dass zwei Jahre nach einem Schlaganfall keine Besserung mehr eintritt», sagt Anita Haegeli. Und ihr Sohn sei daneben gesessen und habe sich das anhören müssen. «Dabei haben ich und vor allem mein Umfeld die vielen kleinen Fortschritte gesehen, die immer noch kamen», sagt er.

Stillstand ist keine Option

Er habe sich so gewünscht, einen Tagesablauf zu haben, eine Struktur und etwas Sinnvolles, dem er nachgehen könne. «Ich wollte nicht einfach nur rumsitzen, das hatte ich bis dahin schon genug getan.»

Seit dieser Beurteilung sind fünf Jahre vergangen, in denen die Familie immer wieder Hürden überwinden musste, um Manuel Krieg einen Platz zurück in der Normalität zu ermöglichen. Über Beziehungen bekam er stundenweise Arbeit in einem Verlag, und schliesslich gelang es ihm, sich eine zweite Beurteilung durch die IV zu erkämpfen.

Sie fiel weit besser aus als die erste. Dennoch wollten die Zuständigen nicht, dass der junge Mann noch einmal zur Schule geht. Nach einem Zwischenstopp in einer geschützten Werkstatt erhielt Manuel Krieg dann aber die Möglichkeit einer zweijährigen Lehre bei der Berner Präsidialdirektion. Diese hat er im Sommer dieses Jahres – sehr erfolgreich – abgeschlossen.

«Und nun?», musste sich der mittlerweile 26-Jährige abermals fragen. Stehen bleiben, das kommt für ihn keineswegs infrage. Nahtlos hat er sich um einen Ausbildungsplatz als Mediamatiker beworben – und ihn bekommen. «Die Lehre ist cool», sagt er, schaut von seinen verschränkten Händen auf und lacht.

Ein Artikel aus der 
(Annic Berset, Berner Zeitung BZ)

30.09.2019

BZ-Artikel: Velosolex machen Buchsi unsicher

Isabelle Blumer, Viktor Boronka, Michael Mäder und Helene Blumer (von links nach rechts) wollen Hunderte Velosolex-Fans nach Münchenbuchsee locken. (Foto: zvg)

Die Gemeinde wird von motorisierten Drahteseln eingenommen: Kommenden Juli laden vier Solex-Fans zum schweizweit ersten internationalen Treffen ein. Sie erwarten 350 Begeisterte aus ganz Europa.


Es ist wie in einer kleinen Werkstatt. An den Wänden hängen unzählige Schraubenzieher. Auf dem Tisch liegt ein öliges Taschentuch. Hie und da übertönt eine zu Boden fallende Schraube den wackeligen Ton des Radiogeräts. In der Luft liegt der unvergleichbare Duft von Benzin, und in der Mitte des kleinen Raumes steht ein himmelblaues Fahrrad. Zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch klar, dass es kein gewöhnliches Zweirad ist. Es ist ein Velosolex, das nicht bloss mit Muskelkraft, sondern mit einem Zweitaktmotor, der auf dem Vorderrad angebracht ist, angetrieben wird (s. Kasten).

Viktor Boronka und Isabelle Blumer stehen schon den ganzen Vormittag im Keller eines Mehrfamilienhauses in Münchenbuchsee und schrauben an ihren motorisierten Fahrrädern herum. Die beiden kennen sich schon lange. Eine zufällige Begegnung in einer Velosolex-Werkstatt war der Anfang ihrer Freundschaft. «Solex-Liebhaber treffen sich und tauschen sich aus. Das ist so üblich in dieser Szene. So haben auch wir uns kennen gelernt», sagt Isabelle Blumer. Ihre Begegnung war gleichzeitig auch der Beginn eines grossen Events, den sie gemeinsam mit Isabelles Schwester Helene Blumer und Michael Mäder für den kommenden Juli vorbereiten.

Event in Rodemack

Nach stundenlangem Reparieren genehmigen sich die beiden eine kurze Kaffeepause und sitzen, nur wenige Treppenstufen höher, in der Wohnung von Viktor Boronka. Dass das Velosolex auch für ihn mehr als nur ein Mittel zur Fortbewegung ist, lässt sich hier nur schwer übersehen. In der Küche liegen kleine Solex-Motoren. Auf dem Boden im Wohnzimmer lagern neu eingetroffene Teile für sein Gefährt. «Das Velosolex ist für mich nicht einfach ein Hobby, es ist eine Leidenschaft», sagt er. Und weil er sich schon jahrelang tagein, tagaus mit Aktivitäten rund um den motorisierten Drahtesel beschäftigt, stiess er 2017 auf ein Inserat zu einem Solex-Event in Rodemack in Frankreich. «Ich habe Isabelle und Helene darauf aufmerksam gemacht, und gemeinsam sind wir an den Anlass gefahren», erinnert er sich.

In Rodemack trafen sie auf 119 weitere Velosolex-Begeisterte und wurden so von der Euphorie gepackt, dass sie auf der Rückreise beschlossen, auch in der Schweiz ein Treffen für Solex-Fans zu organisieren. Deshalb gründeten sie Ende 2018 gemeinsam mit Michael Mäder den Verein «VeloSoleX Schweiz». Mäder ist ein Nachbar von Viktor Boronka. Und weil ihn dieser immer wieder beim Basteln in der Garage beobachtete, kamen auch sie ins Gespräch, womit der vierköpfige Verein komplett war.

Treffen im Juli 2020

Das Ziel der vier Vereinsmitglieder ist es, kommenden Juli 350 Solex-Begeisterte aus ganz Europa für drei Tage nach Münchenbuchsee zu holen. «Wir wollen wieder diese Gemeinschaft erleben, wie wir sie damals in Rodemack erlebt haben», sagt Isabelle Blumer. Seit neun Monaten sind sie nun schon mit der Planung beschäftigt. «Der organisatorische Aufwand ist riesig», sagt Blumer. Nebst einer Unterkunft und einem Ort, an denen sich die Gäste aus Holland, Frankreich, Deutschland, Österreich verpflegen können, organisiert der Verein, der gleichzeitig das OK des Events ist, eine Ausfahrt durch die Region.

Um die dafür vorgesehene 70 Kilometer lange Strecke kümmert sich Viktor Boronka. Wo sie durchführen wird, steht weitestgehend fest. Die 350 Velosolex sollen unter anderem durch Kirchberg und über den Bucheggberg fahren. Doch auch hier gibt es einige Herausforderungen, die auf den Verein zukommen. So ist es beispielsweise Pflicht, dass die Durchfahrt der 350 Solex in den betroffenen Gemeinden angekündigt wird. «Schliesslich fährt dann ein ungefähr einen Kilometer langer Solex-Zug durch die Gegend», sagt Viktor Boronka. Die Ausfahrt ist allerdings nur einer von vielen Programmpunkten. Das Velosolex-Treffen soll vor allem die Möglichkeit bieten, sich mit anderen über die gemeinsame Leidenschaft auszutauschen.

Finanziert wird der Event von Sponsoren, privaten Gönnern und von den Teilnehmenden selbst. «Weil wir damit aber nicht alle Ausgaben decken können, starteten wir ein Crowdfunding», sagt Isabelle Blumer. Sie ist überzeugt, dass die Idee bei den Leuten gut ankommt und «VeloSoleX Schweiz» die nötige finanzielle Unterstützung erhält. Mut machen den Organisatoren auch die Rückmeldungen vieler Solex-Fans aus der Schweiz. «Ich habe bereits rund fünfzig Leute, die gern am Event teilnehmen würden», sagt Viktor Boronka. Die Anmeldungen starten allerdings erst ab dem 1. Januar. Bis dahin steht noch eine Menge Arbeit an. «Und man darf nicht vergessen, dass allein mit der Vorbereitung der Event noch nicht durchgeführt ist. Da kommt noch einiges auf uns zu.»

Weiter Infos zum Treffen: www.velosolex-schweiz.ch.

Isabelle Blumer, Viktor Boronka, Michael Mäder und Helene Blumer (von links nach rechts) wollen Hunderte Velosolex-Fans nach Münchenbuchsee locken. Foto: zvg

Das Velosolex
Das Velosolex ist eine Mischung aus einem Fahrrad und dem klassischen Zweitaktmotormoped. Allerdings ist sein Rahmen robuster als jener eines konventionellen Fahrrads. Er ist ausgerichtet auf die Fortbewegung per Zweitaktmotor, der auf dem Vorderrad des Velosolex angebracht ist. Mit ihm erreicht das motorisierte Fahrrad Geschwindigkeiten von 30 Kilometern pro Stunde.

Das Velosolex gehört zur Familie der Mofas und wurde in den Jahren 1946 bis 1988 vom französischen Vergaserhersteller Solex produziert. Insgesamt wurden rund sechs Millionen Exemplare hergestellt. Bekannt war das Velosolex unter anderem für seinen tiefen Anschaffungspreis. Während die letzten Serienexemplare umgerechnet für rund 450 Franken zu erwerben waren, kosteten gewöhnliche Mofas das Doppelte. Auch heute geniesst die Entwicklung von Marcel Mensson, einem der Firmengründer von Solex, noch grosse Beliebtheit. In der Schweiz gibt es zahlreiche Velosolex-Anlässe. Das erste internationale Treffen in der Schweiz findet nächstes Jahr in Münchenbuchsee statt (siehe Haupttext). Angelehnt an das Velosolex, wurde kürzlich das E-Solex entwickelt. Es verfügt über einen 400-Watt-Antrieb und erreicht damit eine Reichweite von 45 bis 60 Kilometern.

Ein Artikel aus der 
(Julian Seidl, Berner Zeitung BZ)
 
23.09.2019

BZ-Artikel: Zweiter Anlauf für eine Steuersenkung

Der Gemeinderat hält eine Steuersenkung nach wie vor für vertretbar – obwohl damit das Budget 2020 einen Verlust von 572'000 Franken vorsieht. (Bild: Andreas Blatter)

Der Gemeinderat Münchenbuchsee beantragt erneut eine Steuersenkung. Vor einem Jahr war er damit gescheitert.


Die finanzielle Lage von Münchenbuchsee ist nicht mehr so trist wie vor ein paar Jahren. Damals wies die Gemeinde ein Minus in Millionenhöhe auf, musste die Steuern erhöhen und ein rigoroses Sparpaket schnüren. Nun schreibt der Gemeinderat in der Botschaft zum Budget 2020 von einer stabilen Situation. Und er schlägt vor, die Steueranlage von 1,64 auf 1,59 Einheiten zu senken. Schon wieder.

Denn eine solche Senkung hat er bereits vor einem Jahr beantragt. Die Mehrheit des Parlaments wollte davon aber nichts wissen. Eine Allianz aus SP, FDP, EVP, und GFL setzte einen unveränderten Steuerfuss durch, primär mit Blick auf die anstehenden Investitionen. Die Stimmberechtigten folgten dieser Mehrheit bei der Abstimmung Ende November.

Diskussionen vermeiden

Der Gemeinderat hält eine Steuersenkung nach wie vor für vertretbar, obwohl damit das Budget 2020 einen Verlust von 572'000 Franken vorsieht. Rein von den Zahlen her wäre die Senkung vor einem Jahr mit einer schwarzen Null als Resultat besser zu verkaufen gewesen.

«Man darf nicht nur auf ein einziges Budget schauen», sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Die Ergebnisse im Finanzplan zeigten, dass eine Senkung möglich sei. Er weist darauf hin, dass ab 2021 die Rechnungen durch Sondereffekte entlastet werden.

Trotz seiner klaren Haltung zur Steuersenkung legt der Gemeinderat dem Parlament auch eine Budgetvariante mit unverändertem Steuerfuss vor. Dieser Voranschlag sieht eine schwarzen Null vor.

«Wir wollen nicht die gleichen Diskussionen wie im letzten Jahr», begründet Waibel. Die Budgetsitzung des Grossen Gemeinderats wurde mehrmals unterbrochen und dauerte bis um Mitternacht, bis die Abstimmungsbotschaft neu formuliert war.

 

Variantenabstimmung?

Über welche Budgetvariante die Stimmberechtigten am 24. November abstimmen werden, entscheidet das Parlament am 17. Oktober. Es gebe vier Möglichkeiten, sagt Manfred Waibel. Eine Abstimmung mit einem Steuerfuss von 1,59 als Hauptantrag und 1,64 als Variantenvorschlag. Das Parlament kann diesen Antrag umkehren oder die Variantenabstimmung ganz kippen und den einen oder anderen Steuerfuss vorschlagen.



Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

21.09.2019

Bund-Artikel: Gemeinderat will Steuern senken

Für das Budget 2020 schlägt der Gemeinderat eine Senkung der Steueranlage auf 1,59 Einheiten vor. Derzeit liegt die Steueranlage in Münchenbuchsee bei 1,64 Einheiten. Allerdings würde sich bei einem gesamten Aufwand von 40,7 Millionen Franken ein Defizit von 572 000 Franken ergeben, das aus dem Bilanzüberschuss von 7,8 Millionen gedeckt würde. Bei einer Anlage von 1,64 würde voraussichtlich ein Ertragsüberschuss von 29 000 Franken resultieren. Der Gemeinderat will dem Stimmvolk beide Varianten vorlegen, zuerst ist aber das Gemeindeparlament am Zug.


Ein Artikel aus dem 
(wal/pd, Berner Zeitung BZ)

12.09.2019

BZ-Artikel: Mit dem Bauboom verliert das Dorf sein Gesicht

Sie inszenieren in der Kirche Münchenbuchsee den Abgesang auf das Dorf: Dieter Schürch, Stef Stauffer und Bruno Arn. (Foto: Nicole Philipp)

Viele Gemeinden in der Agglomeration verändern sich durch die Bautätigkeit stark. Mit einem Requiem verabschiedet sich Architekt Bruno Arn nun vom alten Buchsi.


Die zehn Figuren mit ihren Musikinstrumenten haben etwas Beklemmendes. Die Farben sind düster, Totenschädel bilden die Köpfe. Dazu passt der Name des Werks, in welchem sie eine wichtige Rolle spielen: Requiem für B. B steht für Buchsi respektive Münchenbuchsee, wie das Wappen und der Schriftzug auf der Pauke des einen Musikanten verraten.

Wird mit diesem Stück, das in den nächsten Tagen in der Kirche aufgeführt wird, Münchenbuchsee zu Grabe getragen? «Nein, keineswegs, das ist ein Missverständnis», sagt Bruno Arn, der das Werk initiiert hat. «Ich verabschiede mich vom alten Buchsi.» Das Ganze sei nicht aus Zorn entstanden: «Es ist eine Liebeserklärung, eine Würdigung.» An ein Dorf mit markanten Gebäuden, ruhig, überschaubar, wo viele Handwerker wie Schuhmacher oder Schmiede zu Hause waren. Ein Dorf, das es so nicht mehr gibt.

Das Dorf gezeichnet

Schon in der 1950er-Jahren habe er begonnen, die Gebäude im Dorf zu zeichnen. «So ist eine riesige Dokumentation entstanden, wie das Dorf früher ausgesehen hat», erklärt der Zeichner und Architekt. Dank diesen Darstellungen könne er in Gedanken durchs alte Buchsi spazieren. So wie es vor Jahrzehnten ausgesehen hat, bevor zahlreiche Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurden. Münchenbuchsee sei für seine Abbrüche bekannt gewesen. Sogar Eisenplastiker Bernhard Luginbühl habe das in einem seiner Filme thematisiert.

Die letzte gezeichnete Abbruch-Serie entstand 2014, als der grosse Saal des Gasthofs Löwen abgerissen wurde. Dieser diente vielen Vereinen als Übungs- und Aufführlokal. Es sei der letzte Abbruch dieser Art gewesen, erinnert sich Arn. Er fügt an, dass jeder Abriss eines alten Gebäudes ihn früher beschäftigt habe. Dieses Interesse sei inzwischen verschwunden. «Die Veränderung ist nicht mehr durch den Menschen gesteuert, sondern durch das Geld. Und damit kann ich nichts mehr anfangen.»

Projekt immer grösser

Seine Darstellungen zum Löwen beinhalten unter anderem ein Bild der Musik Buchsi, die Musikanten allesamt mit grinsendem Totenkopf versehen. Dies sei Ausgangspunkt für die Figuren des Requiems für B gewesen, erzählt Bruno Arn. Anfang 2018 habe er sich vorgenommen, im Hinblick auf seinen 80. Geburtstag nochmals etwas Grosses zu machen. Dabei hatte er die Musikanten aus dem Löwen im Kopf, und er dachte an eine Broschüre mit Fotos seiner Figuren, ergänzt mit Texten seiner Tochter, der Autorin Stef Stauffer. Ein Büchlein, das er im Freundeskreis hätte verschenken wollen. Dieter Schürch, befreundeter Musiker und Komponist, befand jedoch, zu einem Requiem gehöre auch Musik.

Die Kiste wurde immer grösser, bis zum Requiem mit einer Mischung aus Skulpturen, Bildprojektionen, Neukompositionen und Texten.

Die Musik orientiere sich am Thema der mittelalterlichen Totenmesse, sagt Dieter Schürch. «Ich gehe auf die Figuren von Bruno Arn ein und habe das Stück für jene Instrumente geschrieben, die seine Musikanten in der Hand halten.» Das habe die Aufgabe etwas vereinfacht, obwohl beispielsweise keine Flöte vorhanden sei. So spielen die traurig-trotzigen Musikanten ein letztes Mal zum Totentanz auf, in einer Kombination aus traditioneller Blasmusik und christlicher Totenmesse.

Die lateinischen Originaltexte des Requiems werden von zwei Sängerinnen vorgetragen und von Joschi Kühne, dem bekannten ehemaligen Moderator von Radio SRF, in die Gegenwart übertragen. Die Texte von Stef Stauffer nehmen einerseits Begriffe aus dem Requiem auf und spielen mit diesen. Andererseits kombinierte sie Namen und Orte aus Münchenbuchsee, die möglicherweise nur noch wenige kennen. Stauffer gibt den Musikanten Stimme und Sprache. «Es werden aber nicht alte Geschichten aus dem Dorf ganz erzählt, nur kleine Puzzleteile», sagt Stef Stauffer, die im Requiem für B von Katharina Kilchenmann, einer weiteren bekannten Radiostimme, unterstützt wird.

Fast beliebige Gemeinde

Dreimal wird das Requiem für B in der Kirche Münchenbuchsee aufgeführt. Danach verschwinden die Figuren – die Köpfe sind aus Karton, die Körper aus Holzbrettern einer Abbruchliegenschaft gefertigt – im Depot, die Texte und die Partitur in der Schublade. «Wenn jemand das Werk aufführen will, kann er sich bei uns melden», sagt Dieter Schürch. «B muss nicht für Buchsi stehen», fügt Bruno Arn an. Es könne irgendeine Gemeinde aus einer Agglomeration sein, die sich unter dem Siedlungsdruck stark verändere und ihre Orientierungspunkte verliere.

Mit dem Requiem für B will Bruno Arn das Interesse an der Vergangenheit wecken. Die «Sinne schärfen und die Herzen erreichen», wie es Dieter Schürch formuliert. Und vielleicht bei der einen oder anderen Behörde ein Umdenken auslösen. Indem sie bei der planerischen und baulichen Entwicklung diesem Umstand Rechnung trägt.

Requiem für B, vom 12. bis 14. September in der Kirche Münchenbuchsee, jeweils um 20 Uhr. Infos und Reservationen unter www.requiem-für-b.ch.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
06.09.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 10 Jahre Jubiläum der IG Freispielpark

Das 10 Jahre Jubiläum der IG Freispielpark vom 23. - 25. August 2019 in Münchenbuchsee war sehr toll. Bereits beim Openair-Kino „Honig im Kopf“ am Freitagabend fanden sich ehemalige und neue Freispielpark-Anhänger ein. Bei wunderbarem Wetter war die Stimmung auf dem Gelände am Samstagnachmittag dank der Zusammenarbeit mit Pfadi und Jugendwerk super. Das Kasperli-Theater faszinierte mehr als 100 kleine und grosse Menschen. Und spätestens beim Sonntagsbrunch trafen sich viele zum gemütlichen Zusammensein. Dank dem sehr feinen Buffet aus der Küche des Sonderschulheims Mätteli verweilten die Besucher gerne an den Tischen.

Ebenfalls grossen Anklang fand das Schminken, Geschichten erzählen in der Bibliothek und das Platzkonzert der Harmonie. Den ganzen Sonntag über studierten 45 Kinder in der Riedli-Turnhalle mit dem Circus Balloni eine Vorführung ein, die dann mit grosser Begeisterung aufgeführt und beklatscht wurde. Das war der würdige Abschluss eines ausserordentlich gelungenen Festes.

Über 50 Helferinnen und Helfer haben das Jubiläum im Freispielpark ermöglicht. Einige Sponsoren haben den Verein finanziell unterstützt. Herzlichen Dank an alle!

Es bleiben viele schöne Erinnerungen an „fägige“ Momente, fröhliche Begegnungen und spannende Stunden auf dem Gelände. Der Wimpel flattert weiter…

Der coole Park am Hohlenweg 5 in Münchenbuchsee freut sich auf ein Wiedersehen bei einer anderen Gelegenheit. Weitere Informationen und Fotos unter www.freispielpark.ch

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text und Fotos: Simone Kamer, Koordination IG Freispielpark

05.09.2019

BZ-Artikel: Sanierung des Gymnasiums Hofwil rückt näher

Der Grosse Rat hat einen Rückweisungsantrag versenkt.

Der Kanton Bern kann die Erweiterung, den Umbau und die Erneuerung des Gymnasiums Hofwil bei Münchenbuchsee anpacken. Trotz Ärger über die Kantonsregierung hat der bernische Grosse Rat dafür einen Projektierungskredit von 6 Mio. Franken bewilligt.

Eine klare Mehrheit des Grossen Rats versenkte gestern einen Rückweisungsantrag seiner Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BAK). Diese forderte, vor einem Ja zum Kredit müsse die Kantonsregierung die Finanzierbarkeit der Investition mit Blick auf die Lücken in der Investitionsplanung klären. Es brauche auch eine Priorisierung der Investitionen. Das ist eine Forderung, welche der Grosse Rat wiederholt gestellt hat. Die BAK habe bei der Vorbereitung des Geschäfts festgestellt, dass die Regierung leider die Hausaufgaben nicht gemacht habe, sagte BAK-Präsident Daniel Klauser im Rat.

Bildung soll nicht leiden

Die Mehrheit des Rats äusserte aber die Auffassung, die Bildung dürfe nicht unter Auseinandersetzungen zwischen Exekutive und Legislative leiden. Es müsse vorwärtsgehen. «Der Gschyder git na», sagte Hans Jörg Rüegsegger namens der SVP-Fraktion. Der Rat nahm jedoch einen Antrag der FDP-Fraktion an, der Regierungsrat müsse im Projekt nochmals nach Sparmöglichkeiten suchen. Dies hinsichtlich Baustandards, Anforderungen und Projektumfang.

Von 200 auf 460 Schüler

Das Gymnasium Hofwil wurde in den 1980er-Jahren letztmals saniert. Damals wurden die Gebäude auf 200 Schüler ausgerichtet, doch nun gehen 460 Schülerinnen und Schüler in Hofwil zur Schule. Mit Provisorien wurde der Schülerzuwachs aufgefangen. Alle Provisorien sind nur bis 2024 baubewilligt.

Bis Ende Jahr läuft ein Architekturwettbewerb. Im Juni 2022 will die Kantonsregierung dem Grossen Rat einen Ausführungskredit vorlegen. Aus- und umgebaut werden sollen die Gebäude in den Jahren 2022 bis 2025. Die Ausführungskosten schätzt der Kanton Bern auf rund 60 Millionen Franken.

Ein Artikel aus der
(sda, Berner Zeitung BZ)
05.09.2019

BZ-Artikel: Im richtigen Fahrwasser

Auf der Aare in seinem Element: Wasserfahrer Christian Bühlmann. (Fotos: Nicole Philipp)
Wasserfahren ist die grosse Leidenschaft von Christian Bühlmann aus Münchenbuchsee. Für seinen Klub WFV Freiheit Bern gibt der 31-Jährige nicht nur im Boot Vollgas.

Christian Bühlmann kämpft sich mit dem Weidling, so heisst das rund zehn Meter lange und 300 Kilogramm schwere Boot der Wasserfahrer, flussaufwärts. Er bewegt es mit dem Stachel – einer zwei bis drei Meter langen Holzstange, welche am unteren Ende zwei Eisenspitzen hat – gekonnt das Ufer entlang vorwärts. Bis zur Ausfahrtsmarkierung am Uferrand. Dann wechselt er das «Geschirr». Zum Einsatz kommt nun das Stehruder – das lose im Kreuz liegt –, um mit dem Weidling die Aare zu queren. Dabei müssen Tore korrekt passiert werden. Ist die andere Seite erreicht, beginnt der Kraftakt wieder von vorn. Der vorgegebene Parcours endet nach einer zweiten Flussquerung und sollte möglichst fehlerfrei und schnell befahren werden.

Schauplatz ist das Eichholz in Bern. Hier beim Campingplatzes, steht das Klubhaus des Wasserfahrvereins Freiheit Bern. Und hier ist Christian Bühlmann derzeit fast täglich anzutreffen, steht doch das Heimrennen (siehe Kasten) unmittelbar bevor. Der 31-Jährige aus Münchenbuchsee ist Aktiver, Coach, Sportlicher Leiter, Materialwart und Vizepräsident in einer Person.

Parallelen zum Schwingen

Der nicht alltägliche Sport – ähnlich dem der Pontoniere – wurde Christian Bühlmann in die Wiege gelegt. «Mein Vater ist auch Mitglied im Verein», sagt er. So richtig mit dem Virus infiziert habe er sich dann aber erst während eines Jugendsommerlagers der Wasserfahrer am Vierwaldstättersee. «Ich war 16 Jahre alt, lernte Gleichgesinnte aus der ganzen Schweiz kennen.»

Bühlmann, gelernter Koch und Leiter eines Migros-Restaurants in der Region, vergleicht die Wasserfahrer gern mit den Schwingern. «Auch wir sind abseits des Wettkampfgeschehens eine grosse Familie.» Nur eine von vielen Parallelen. «Beide Sportarten gehören zu den traditionsreichsten der Schweiz, werden aber im Ausland nicht ausgeübt», fährt er fort. Kommt hinzu, dass an einem Wettkampf die besten – analog dem Schwingsport – mit einem Kranz ausgezeichnet werden. «Allerdings müssen wir nach einem Sieg keine Interviews geben», sagt Christian Bühlmann. Er schmunzelt, spricht damit aber auch ein Problem an. Die Wasserfahrer werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Die Vereine serbeln

Dreissig Vereine gibt es in der Schweiz. Noch. Allein in Bern stehen vier der sechs Vereine kurz vor dem Ende. Sie sind überaltert, es fehlt der Nachwuchs. Nicht so der WFV Freiheit Bern, allerdings bemüht sich dieser auch aktiv um neue, junge Mitglieder. Doch das ist einfacher gesagt als getan. «Wir waren mit einem Stand am Strassenfest in Wabern, durften unseren Sport an der Schule vorstellen.» Nachhaltigen Erfolg aber brachte einzig das Inserieren im Jahresprogramm der Berner Ferien- und Freizeitaktion «Fäger». Zwanzig Jugendliche erschienen zu einem Schnupperkurs, vier sind nun Teil des Vereins. «Wir sind auf gutem Weg», sagt Bühlmann.

Die Krux mit dem Wetter

25 000 Franken kostet ein Weidling. «Unbezahlbar», sagt Christian Bühlmann. Die Boote sind deshalb nur ausgeliehen. Vom VBS. Im Gegenzug können beim WFV Freiheit Bern militärische Vorkurse absolviert oder der Schiffsführerausweis erworben werden. Dann steht Christian Bühlmann auch schon wieder im Boot, zusammen mit Enzo Mischol. Der 10-Jährige ist das jüngste Vereinsmitglied. Wettkämpfe bestreitet er in diesem Jahr noch keine. Anders sein Bruder Moritz Mischol. Dem 13-Jährigen gibt Bühlmann später vom Uferrand aus Anweisungen. Dabei muss er stets die Schwimmer in der Aare im Auge behalten. Immer mal wieder kommt es zu Berührungspunkten. Und so weiss Christian Bühlmann nicht, ob er sich für das Wettfahren am Samstag gutes Wetter wünschen soll. «Für die Festwirtschaft wäre das ideal», sagt er. «Aber für den Wettkampf wünsche ich mir einen bedeckten Himmel und eine kalte Aare.»

Nationales Wettfahren
Fünf bis sechs Wettkämpfe finden pro Jahr statt – verteilt auf die Flüsse Aare, Limmat und Rhein in den Kantonen Bern, Aargau, beide Basel sowie Zürich. Durchgeführt werden entweder Einzel- oder – wie übermorgen Samstag im Eichholz – Paarwettfahren. Die Strecke, unmittelbar neben dem Campingplatz gelegen, gilt als sehr schwer und selektiv, finden doch mittlerweile viele Wettfahren auf Stauseen statt. Der Wettkampf dauert von 8 bis 17 Uhr, die Festwirtschaft hat bis 22 Uhr geöffnet. Aus Sicherheitsgründen werden die Aareböötler gebeten, bereits im Eichholz auszuwassern, und die Schwimmer erst beim Schönausteg einzusteigen.

Ein Artikel aus der
(Raphael Hadorn, Berner Zeitung BZ)
30.08.2019

BZ-Artikel: Ihre Zeit ist vorbei

Einmal kommt die Zeit, um aufzuhören: Mitte September öffnen Silvia und Werner Stirnemann ihr Fachgeschäft zum letzten Mal. Foto: Raphael Moser

Mitte September schliessen Silvia und Werner Stirnemann ihr Uhren- und Bijouteriegeschäft. Sie haben keine Nachfolger für das seit 1850 bestehende und von ihnen in vierter Generation geführte Unternehmen gefunden.


Die Zeit des Abschieds naht. Noch knapp zweieinhalb Wochen ist das Geschäft Uhren Bijouterie Stirnemann geöffnet. «Totalausverkauf» steht am Schaufenster an der Bernstrasse 4. Damit verliert Münchenbuchsee ein Traditionsgeschäft, das seit 1850 besteht und seit gut 44 Jahren von Silvia und Werner Stirnemann in vierter Generation geführt wird.

Keine fünfte Generation

Klar sei Wehmut dabei, sagen die beiden Geschäftsinhaber, die nun altershalber einen Schlussstrich ziehen. Er ist 70, sie ein Jahr jünger. «Die Zeit bis zu der Entscheidung war viel schwieriger. Dieser Prozess dauerte ein paar Jahre», blickt Silvia Stirnemann zurück. Lange hatten sie einen Nachfolger gesucht, extern und intern. Leider habe sich nichts ergeben. Ihre beiden Töchter haben andere Berufswege eingeschlagen. Und jemanden zu etwas zu zwingen, komme in der Regel nicht gut, ergänzt Werner Stirnemann.

Er erinnert sich, wie er als Bub beim Grossvater auf dem Schoss sass, als dieser Uhren reparierte. So absolvierte er später die Ausbildung zum Uhrmacher/Rhabilleur und trat in die Fussstapfen seiner Vorfahren. Silvia und Werner Stirnemann waren beide erst Mitte zwanzig, als sie das Geschäft übernahmen. Der Vater hatte gesundheitliche Probleme.

Klein gegen gross

Nach viereinhalb Jahrzehnten können sie auf eine «grosse und treue» Stammkundschaft zählen. Das Einzugsgebiet sei stets grösser geworden, weil andere Fachgeschäfte verschwunden seien. Die Lage ihres Geschäftes bezeichnen Stirnemanns als ideal, zumal sie auch über eigene Parkplätze verfügen. Die Ansprüche der Kundschaft seien gestiegen, erzählen sie. Gerade jene, die von weiter her kommen, wollen bei einer kleinen Reparatur ihre Uhr nach kurzer Zeit wieder mitnehmen, um den Weg nicht zweimal machen zu müssen.

Es sei nicht immer einfach, mit grossen Unternehmen zu verhandeln, erzählt Werner Stirnemann. Diese würden vermehrt auf markenspezifische Shops setzen. Er will sich nicht beklagen, er habe es grundsätzlich «gut gehabt» mit den Firmen. Aber manchmal sei es schwierig gewesen, zu bestimmten Ersatzteilen zu kommen.

Vorsicht bei Fälschungen

Apropos bekannte Uhrenmarken. Es habe eine Periode gegeben, während deren vermehrt Personen mit Markenuhren aufgetaucht seien, die sie in den Ferien für einen guten Preis gekauft hatten. Die meisten von ihnen musste Stirnemann enttäuschen, weil es gefälschte Uhren waren: «Viele dieser Kunden hatten eine Vorahnung.» Die Nachahmungen seien immer besser geworden und nicht einfach zu identifizieren gewesen, sagt der Uhrmacher. Und reparieren durfte Stirnemann die Uhren schon gar nicht, sonst hätte er sich strafbar gemacht.

Mehrere Einbrüche

Die Zeiten waren nicht immer einfach. Etwa, als die Digitaluhren in Mode kamen. «Das war aber eine kurze Periode», sagt Werner Stirnemann. Heute seien mechanischen Uhren wieder sehr gefragt. «Eine solche Uhr ist auch ein Schmuckstück, etwas Persönliches», fügt Silvia Stirnemann an, die als ausgebildete Innendekorateurin grossen Wert auf die Schaufenster- und Ladengestaltung legt.

Privileg Kirchturmuhr

Während Jahrzehnten hatte die Familie Stirnemann eine besondere Aufgabe. Im Auftrag der Kirchgemeinde war sie für den Unterhalt der Kirchturmuhr verantwortlich. «Ich bin etwa alle zwei Wochen in den Turm gestiegen und durfte auf Münchenbuchsee hinunterblicken», erinnert sich Werner Stirnemann. Manchmal auch nachts, bei der Umstellung von der Sommer-auf die Winterzeit. Es musste zwar nicht genau um zwei oder um drei Uhr sein, ergänzt er, aber: «Am Sonntagmorgen musste die Zeit stimmen.» Inzwischen ist die Kirchturmuhr funkgesteuert, den Unterhalt übernimmt eine Spezialfirma. «Diese Arbeit war ein Privileg für unsere Familie», sagt er.

Das Uhren- und Schmuckgeschäft war mehrmals Zielscheibe von Kriminellen. Sechsmal wurde eingebrochen, einmal wurden Silvia Stirnemann und ein Angestellter bei einem Raub mit einer Eisenstange bedroht. Das seien einschneidende und belastende Ereignisse, die nicht spurlos vorbeigingen. Viel lieber sprechen sie über lustige Erlebnisse im Laden. Etwa, wenn ein junges Paar einen Trauring aussuchen will und die Vorstellungen der beiden weit auseinandergehen. «In diesem Fall heisst die Devise: erst mal gut zuhören», sagt Silvia Stirnemann.

Doch nicht ganz vorbei

Nun freuen sich Stirnemanns auf mehr Freizeit. Mehr Zeit für die vier Grosskinder und fürs Skioder Velofahren. «Wenn man selber geschäftet, kommt das zu kurz», sagt Werner Stirnemann. Ganz kann er sein geliebtes Uhrmacherhandwerk aber nicht lassen. Ab November führt er in reduziertem Umfang Reparaturen von Grossuhren durch. Aber unter Termindruck lasse er sich dabei nicht setzen. «Solche Arbeiten brauchen Nerven und Geduld», beschreibt er. «Manchmal muss ich ein Gehäuse mehrere Male öffnen, bis die Uhr wieder funktioniert.»

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
26.08.2019

BZ-Artikel: Wer mitreden will, muss da sein

Gemeinde verlangt Anwesenheit an Sitzungen.

Heute ist technisch fast alles möglich. Konferenzen werden per Video über Kontinente hinweg übertragen, jeder kann sich einbringen. Das sollte doch auch für Sitzungen eines Gemeindeparlaments umsetzbar sein, findet Bettina Kast (SP) und reichte ein Postulat ein. Darin fragte sie den Gemeinderat, ob es rechtlich möglich sei, an einer Sitzung via Internet teilzunehmen.

Kast weist darauf hin, dass die Digitalisierung einer der Schwerpunkte des Zukunftsforums für diese Legislatur sei. Die Verpflichtung, persönlich anwesend zu sein, sei eine starke Einschränkung für viele Personen, die oft beruflich unterwegs seien. Das Amt würde dadurch attraktiver und liesse sich besser mit einer beruflichen Tätigkeit vereinbaren, führt die SP-Frau ins Feld. Und natürlich soll in Zukunft davon ausgegangen werden, dass «sich die Parlamentarier zur Sitzung treffen und nicht vom Sofa aus teilnehmen».

Für den Gemeinderat ist eine virtuelle Teilnahme sowohl wegen des technischen Aufwands als auch wegen der rechtlichen Situation nicht umsetzbar, schreibt er in seiner Antwort. Das Gemeindegesetz des Kantons Bern sehe nicht vor, dass jemand anders als durch die persönliche Anwesenheit an einer Parlamentssitzung teilnehmen dürfe. Es handle sich um sechs Termine pro Jahr, die jeweils im Mai des Vorjahres bekannt gegeben würden.

Bettina Kast konnte sich im Parlament nicht selber zur Antwort des Gemeinderats äussern, sie weilt gerade in den USA. In ihrem Namen fragte Irene Hügli: «Ist virtuell nicht auch persönlich?» Im Gemeindegesetz von 1998 habe man sich halt so etwas gar nicht vorstellen können. Münchenbuchsee würde eine Vorreiterrolle spielen. Sie werde in ein paar Jahren mit demselben Anliegen wiederkommen, sagte Irene Hügli stellvertretend für ihre Parteikollegin.

«Ob wir das wollen oder nicht, es geht nicht», betonte Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Ein Vorstoss dazu, das Gemeindegesetz anzupassen, müsste im Grossen Rat platziert werden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
23.08.2019

BZ-Artikel: Andreas Luginbühl tritt zurück, Annegret Hebeisen übernimmt

Annegret Hebeisen ersetzt im Gemeinderat ihren SVP-Kollegen Andreas Luginbühl. Fotos: pd

In der Exekutive von Münchenbuchsee kommt es im nächsten Monat zu einem Wechsel. Gemeinderat Andreas Luginbühl (SVP) tritt per Ende August zurück. Das sagte der 59-Jährige an der Parlamentssitzung von gestern Abend in einer persönlichen Erklärung. Er gibt familiäre und berufliche Gründe an. Luginbühl ist Inhaber und Chef eines ortsansässigen Transport- und Logistikunternehmens mit dreissig Mitarbeitenden.


Andreas Luginbühl engagiert sich seit zwanzig Jahren in der kommunalen Politik. Seit 2008 ist er Mitglied des Gemeinderats. Zuerst leitete er das Departement Kultur, Freizeit und Sport. Seit 2017 steht er dem Ressort Öffentliche Sicherheit vor. Vor rund zwei Monaten konnte er noch ein wichtiges Geschäft aufgleisen: Die vier Feuerwehren Münchenbuchsee, Moosseedorf, Urtenen-Schönbühl und Zollikofen sollen per 2021 in eine neue regionale Feuerwehr überführt werden.

Bei den nächsten Gemeindewahlen im Herbst 2020 hätte Luginbühl wegen der Amtszeitbeschränkung nicht mehr kandidieren dürfen. Der Entscheid sei schon länger gereift und nicht taktischer Natur, betont er. Auch nicht wegen eines umstrittenen Dossiers: «Ich habe ein reines Gewissen.»

Eine Grossrätin

Neue Gemeinderätin wird ab September Annegret Hebeisen-Christen. Die 52-jährige Geschäftsfrau und Bäuerin ist seit vielen Jahren politisch tätig. Von 2000 bis 2011 sass sie in Buchsis Gemeindeparlament, das sie 2009 präsidierte. Sie stand ebenfalls der lokalen SVP vor (2012 bis 2017). Seit 2014 ist Annegret Hebeisen zudem Mitglied des Grossen Rats. Bei den Gemeinderatswahlen 2016 landete sie auf der SVP-Liste auf dem ersten Ersatzplatz.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.08.2019

Kantonspolizei Bern: Lastwagen und Auto kollidiert

Am Dienstagnachmittag ist es in Münchenbuchsee zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Ein Mann wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Strasse musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
 
Die Meldung zu einem Unfall auf der Bernstrasse in Münchenbuchsee ging bei der Kantonspolizei Bern am Dienstag, 20. August 2019, kurz nach 1420 Uhr, ein. Nach aktuellen Erkenntnissen war ein Auto von Zollikofen herkommen in Richtung Münchenbuchsee unterwegs. Aus noch zu klärenden Gründen ist das Auto auf die andere Strassenseite geraten und mit einem entgegenkommenden Lastwagen kollidiert.
 
Der Autolenker wurde durch ein Ambulanzteam zur Kontrolle ins Spital gebracht. Der Lastwagenlenker wurde nicht verletzt.
 
Während der Unfallaufnahme, für die auch Spezialisten des Technischen Verkehrszuges und des Unfalltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Bern aufgeboten wurden, musste die Bernstrasse für mehrere Stunden gesperrt werden. Eine Umleitung wurde durch die Münchenbuchsee Regio Feuerwehr und die Feuerwehr Moosseedorf eingerichtet.

Medienmitteilung
(pkb)
19.08.2019

Ortsplanungsrevision OPR 17+: Dossier Stand Vorprüfung und Mitwirkungsbericht

Gemeinderat und Verwaltung bedanken sich für das Interesse an der Ortsplanungsrevision und die zahlreichen Mitwirkungseingaben.

Die Anliegen der Mitwirkenden wurden geprüft und mit den Stellungnahmen seitens Gemeinde im Mitwirkungsbericht (PDF 5 MB) zusammengestellt. Aufgrund der Mitwirkungsergebnisse erfolgten einige inhaltliche Anpassungen am OPR-Dossier.

Mitte Juli 2019 wurde das überarbeitete Dossier OPR17+ dem zuständigen Amt für Gemeinden und Raumordnung AGR zur Vorprüfung eingereicht.

Weiteres Vorgehen
  • Vorprüfung durch Kanton, AGR
  • Öffentliche Auflage
  • Volksabstimmung
  • Genehmigung

05.08.2019

BZ-Artikel: Ihr Verein kämpft für Normalität

Andrea Kalsey will Menschen mit Trisomie 21 in den Arbeitsmarkt integrieren – davon würde auch Lukas Shaha profitieren. (Foto: Franziska Scheidegger)
Jugendliche mit Trisomie werden praktisch nie in den normalen Arbeitsmarkt integriert. Andrea Kalsey will das ändern.

Wenn man Lukas Shaha nach seinem Lieblingsfach in der Schule fragt, antwortet der 14-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht: «Rechnen – aber nur mit dem Taschenrechner.» Schule, da geht es dem Jungen wie vielen anderen in seinem Alter, ist nicht unbedingt das, worüber er sich den lieben langen Tag den Kopf zerbrechen will. Was danach kommt, davon hat Lukas Shaha aber eine ganz genaue Vorstellung: Wenn er gross ist, will er Lokführer der S2 sein, zwischen Laupen und Langnau hin- und herfahren. «Und wohnen werde ich in Spiez an der Bahnhofstrasse 1, so habe ich einen kurzen Weg nach Hause, wenn ich fertig bin mit Arbeiten», erklärt er bestimmt.

Es gibt eine Zeit im Leben von Jugendlichen, da wissen viele nicht, wohin ihre Reise gehen wird. Wo ihr Platz in der Berufswelt einst sein wird. Die allermeisten von ihnen landen irgendwann und irgendwo im Arbeitsmarkt. Sie schliessen verschiedene Ausbildungen, Lehrgänge oder ein Studium ab. Bei Lukas Shaha ist das hingegen alles andere als klar. Denn der Junge aus Oberwangen hat Trisomie 21, das Downsyndrom.

Vorbilder im Ausland

«Sobald die Schule abgeschlossen ist, landen viele Betroffene in geschützten Werkstätten, beziehen eine IV-Vollrente mit Ergänzungsleistungen und wohnen entweder weiter bei ihren Eltern oder in einem Heim», sagt Andrea Kalsey, deren Tochter auch mit dem Trisomie 21 lebt. Kalsey kritisiert, dass Menschen mit Trisomie 21 bis zur Volljährigkeit zwar mehr oder weniger Teil der Gesellschaft seien. Sie nehmen am Familienleben teil, haben Hobbys, manchmal können sie auch einen regulären Kindergarten oder den Beginn der Schulzeit in Regelklassen besuchen. Mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben werde der Aufwand für die Integration jedoch um ein Vielfaches grösser, die Familien seien auf sich allein gestellt.

«Es ist nicht vorgesehen, dass sich Jugendliche mit Trisomie 21 auf dem ersten Arbeitsmarkt betätigen», sagt Kalsey. «Angehörige werden oft durch die viele Bürokratie behindert, alles muss doppelt und dreifach abgeklärt werden, das macht viele Eltern müde.» Viele hätten irgendwann nicht mehr gross Energie, um die Zukunft ihres Kindes zu planen. Der grosse Zusatzaufwand entsteht etwa bei der Suche nach einem geeigneten Schulplatz. Und obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz die Integration in die Regelschule vorsieht, sei das häufig von den einzelnen Schulen oder gar Lehrpersonen abhängig, ob das Kind die Klasse besuchen kann. Kalsey setzt sich dafür ein, dass im regulären Arbeitsmarkt Platz für Jugendliche mit Trisomie 21 geschaffen wird und dass es auch für sie normal wird, eine Ausbildung antreten zu können.

Dieses Jahr hat sie deshalb den Verein Mensch 21! gegründet. «Mein Ziel ist es, ihnen Ausbildungen und Nischenarbeitsplätze anzubieten.» Die Idee von einem Bistro, in dem die Jugendlichen arbeiten, hat sie in Frankreich, Italien, der Türkei oder den USA gesehen, wo sich das Konzept bewähre und bereits verbreitet sei. In der Schweiz hingegen seien solche Projekte speziell für Trisomie-21-Betroffene nicht vorhanden.

Trumpf ist Herzlichkeit

Auf die Frage, weshalb es genau Ausbildungen in der Gastronomiebranche sein sollen, hat Andrea Kalsey eine klare Antwort: «Essen und Genuss haben bei den allermeisten Trisomie-21-Betroffenen einen sehr hohen Stellenwert.» «Essen», das sei etwa das erste Wort ihrer kleinen Tochter gewesen, fügt sie mit einem Lächeln hinzu. Und auch Lukas Shaha erzählt gern, welches sein Lieblingsessen ist – Spaghetti carbonara mit viel Käse und Speck und Ketchup.

Andrea Kalsey ist überzeugt, dass die Jugendlichen sowohl im Service als auch in der Küche einer geregelten Arbeit nachgehen können. «Gerade mit ihrer offenen Art, ihrer Herzlichkeit und ihrer sozialen Ader passen sie sehr gut in dieses Berufsfeld.»

Am 24. August wird sie zum ersten Mal einen Gastro-Event durchführen. In der Moospinte in Münchenbuchsee werden Jugendliche mit Trisomie 21 mit anpacken, gemeinsam mit dem Restaurantpersonal kochen und bei allen Arbeitsabläufen eines ganz normalen Gastrobetriebs mitmachen. «Es ist schön, dass wir für diesen Anlass so grosse Unterstützung spüren, die Hälfte der Plätze ist bereits reserviert», sagt Kalsey.

Die Moospinte stellt das Lokal inklusive Personal kostenlos zur Verfügung. Bis der Verein Mensch 21! sein eigenes Bistro betreibt, soll dies der erste von vielen Anlässen dieser Art sein. Andrea Kalseys Vision ist es, dass die Organisation dereinst ein Bistro besitzt, wo die Jugendlichen in einem normalen Arbeitsumfeld arbeiten können.

Auch Lukas Shaha wird am 24. August in der Moospinte arbeiten. Er hat sich entschieden, im Service mitzuhelfen. «Servieren mit dem Plateau kann ich nämlich schon ganz gut», sagt der 14-Jährige selbstbewusst. Wenn er einmal gross ist, will er neben seinem Beruf als Lokführer auf der S2 zwischen Laupen und Langnau auch noch im Bistro des Vereins arbeiten.

Wenn man ihn reden hört, kann man gar nicht anders als sich vorstellen, dass er genau das machen wird.

Infos zum Anlass und zum Verein unter: www.mensch21.ch

Ein Artikel aus der
(Annic Berset, Berner Zeitung BZ)
05.07.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 169 Jahre Uhren-Stirnemann-Dynastie geht zu Ende


«Sie für uns, wir für Sie am (Uhr)-Werk», heisst die zentrale Botschaft eines alteingesessenen Geschäftes in Münchenbuchsee. Aber nicht mehr lange, denn Silvia und Werner Stirnemann, welche das seit 1850 bestehende, familieneigene Uhren- und Bijouteriegeschäft in der vierten Generation führen, hören mit einem Totalausverkauf nach 44 Jahren auf.


Werner Stirnemann’s Vater Hans, der Inhaber des Geschäftes bis 1975, hatte damals aus gesundheitlichen Gründen den Wunsch, dass die jahrzehntelange  Familientradition weitergeführt wird. In der Folge brachen Werner und seine Ehefrau Silvia ihre «Zelte» in Basel ab und übernahmen den Betrieb.

Hohe Qualität, Vertrauen

Die beiden jungen Geschäftsleute erkannten rasch, sich der Zeit anzupassen und sich weiterzuentwickeln, ohne aber die gewohnten Traditionen zu vernachlässigen. «Kundenbedürfnisse und Trends erkennen, flexibel sein und das Qualitätsbewusstsein hoch halten, waren stets unsere Erfolgsgaranten», betonten Stirnemann’s mit Stolz. Stillstehen war für dieses weitherum bekannte Spezialgeschäft kein Thema. Dem riesigen Boom der neuen Uhrengeneration Rechnung zu tragen und mit zeitgemässen Angeboten auch vermehrt jüngere Kundschaft anzusprechen, war zwingend. Oberste Maxime für Silvia und Werner Stirnemann war, dem zunehmenden Internet-Handel mit guter Beratung und hohem Fachwissen im Uhren- und Schmuckbereich  zu begegnen. Eine grosse Stammkundschaft und viel gegenseitiges Vertrauen ist während mehr als vier Jahrzenten entstanden. Bezüglich Vertrauen blieb ein schönes Erlebnis besonders in Erinnerung. Mit Absender «Pflegeheim» bat vor 22 Jahren ein Kunde um die Zustellung einer Uhr mit Einzahlungsschein. Gleich zweimal erwähnte er in seiner brieflichen Bestellung, dass er das nötige Geld schon bereit habe! Die Uhr wurde ihm geliefert und die Zahlung erfolgte.

Kundenwunsch

Ein kurioser Kundenwunsch wurde als Beispiel von unzähligen Begegnungen genannt. Ein Kunde wollte eine Woche eine «Rado»-Schachtel ausleihen. Auf die Frage, ob er denn seine Uhr selber in die Fabrik senden möchte, meine er:  «Nein, ich handle mit Uhren und habe eine «Rado» verkauft». Wie er mit der Antwort von Stirnemann’s, dass jeder Kunde Anspruch auf ein neues Etui habe, umgegangen ist, bleibt offen. Zum Verleih-Geschäft kam es nicht.

Keine fünfte Generation

Die Fortführung der Stirnemann-Dynastie in fünfter Generation kam nicht zustande, weil sich die beiden Töchter beruflich anders orientierten, wofür die Eltern das nötige Verständnis aufbrachten. Kommt mit der Geschäftsauflösung und dem Totalausverkauf (siehe Inserat) etwas Wehmut auf? «Ja, obschon wir uns auf das Kürzertreten und andere Tagesabläufe freuen, werden uns die vielen schönen Kontakte und guten Gespräche mit den Kunden fehlen», äusserte sich das Ehepaar Stirnemann mit einem lachenden und einem weinenden Auge .

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text und Foto: Werner Schmidiger (ws)
01.07.2019

BZ-Artikel: Ein doppeltes Ja zum Wärmeverbund

Die neue Heizzentrale soll bei der Saal- und Freizeitanlage (Foto) entstehen. (Bild: Beat Mathys)

Im Zentrum von Münchenbuchsee entsteht ein neuer Wärmeverbund. Die Stimmberechtigten haben dazu zwei Mal deutlich Ja gesagt.


Ja gesagt hat das Stimmvolk von Münchenbuchsee zum einen zur Anpassung der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) bei der Saal- und Freizeitanlage. Dort soll die neue Heizzentrale (Holzschnitzel) enstehen. Zum anderen wurde die Projektänderung befürwortet, dass die Energie Münchenbuchsee AG (Emag) den Wärmeverbund baut und nicht mehr die Einwohnergemeinde.

Das Stimmvolk von Münchenbuchsee hatte dem Projekt bereits im Mai 2017 zugestimmt und einen Rahmenkredit von 7,2 Millionen Franken genehmigt. Die Nachfrage für den Wärmeverbund war allerdings so gross, dass der geplante Standort für die Heizzentrale bei der Strahmmatte nicht mehr geeignet war.

Als neue Lösung ergab sich das Areal der Saal- und Freizeitanlage. Weil die ZöN den Bau der Zentrale dort nicht zulässt, mussten die Bestimmungen angepasst werden. Das bedingte aber eine neue Urnenabstimmung, da es sich um eine wesentliche Projektänderung handelt.

Die Emag hat der Gemeinde zudem beantragt, das Projekt übernehmen zu dürfen. Der Gemeinderat hat diesem Antrag entsprochen. Die Emag gehört zu 100 Prozent der Einwohnergemeinde.

Mit dem doppelten Ja ist der Beschluss der Abstimmung vom Mai 2017 aufgehoben worden. Der Bau soll noch in diesem Jahr starten, sodass auf die Heizperiode 2020/2021 die ersten Kunden mit Wärme beliefert werden können.

Resultat. Änderung ZöN-Bestimmungen: 1638 Ja (90,6%), 170 Nein (9,4%). Projektänderung: 1609 Ja (89,6%), 186 Nein (10,4%). Stimmbeteiligung 26,5%.


Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.06.2019

BZ-Artikel: Aus vier Feuerwehren wird eine

Vier Gemeinden legen ihre Feuerwehren zusammen. Die Korps kämpfen mit Engpässen tagsüber.

Das Personal wird knapp. Besonders für Piketteinsätze tagsüber haben Feuerwehren immer mehr Mühe, genügend Personen zu rekrutieren. Zudem steigen die Anforderungen, der Aufwand wird höher. Vor diesem Hintergrund haben die vier Gemeinden Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl und Zollikofen ihre Feuerwehren in den letzten anderthalb Jahren analysiert und geschaut, ob und in welcher Form sie in Zukunft vertieft zusammenarbeiten können. Als mögliche Bereiche wurden die Ausbildung, die Administration oder der Materialdienst genauer angeschaut.

Gestern haben die Gemeinden mitgeteilt, wie es weitergeht: Die vier Feuerwehren werden bis 2022 in eine neue regionalisierte Feuerwehr überführt. Das haben die Gemeinderäte aufgrund der vertieften Analyse beschlossen. Damit könnten die zukünftigen Herausforderungen am besten bewältigt werden.

Die konkrete Form der Kooperation werde bis Ende dieses Jahres definiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Das letzte Wort haben die Gemeindeversammlungen in Moosseedorf und Urtenen-Schönbühl sowie die Parlamente in Münchenbuchsee und Zollikofen. Diese entscheiden vermutlich Ende 2020. Das Gebiet der regionalen Feuerwehr umfasst ebenfalls die Gemeinden Deisswil, Diemerswil, Wiggiswil und Mattstetten, welche die Aufgaben im Rahmen eines Leistungsvertrags schon früher an Münchenbuchsee respektive Urtenen-Schönbühl abgetreten haben.

Vermutlich nicht billiger

Den Ausschlag für den Zusammenschluss der vier Einheiten habe die personelle Situation gegeben, sagt Andreas Luginbühl (SVP), in Münchenbuchsee zuständiger Gemeinderat für die Feuerwehr. Wobei die Probleme unterschiedlich stark ausgeprägt seien. Die Aufgaben, besonders für Kader und Stäbe, würden immer komplexer. «Die neue Organisation wird voraussichtlich nicht günstiger», fährt Luginbühl fort. Zwar werde der Gesamtbestand gegenüber heute um bis zu 30 Prozent kleiner. Dafür gehe es in Richtung Teilprofessionalisierung.

Bei der Ausrüstung seien die Feuerwehren gut aufgestellt, sagt Luginbühl. Er rechnet nicht damit, dass zusätzliches Material oder Fahrzeuge angeschafft werden müssten. Die neue regionale Feuerwehr werde dezentrale Standorte haben. Sonst könnten die zeitlichen Vorgaben bei Einsätzen nicht eingehalten werden, begründet Luginbühl. Die kantonale Gebäudeversicherung (GVB) begleitet den Prozess eng. Sie ist für den Feuerschutz im ganzen Kanton verantwortlich. Andreas Luginbühl erwartet auch einen finanziellen Zustupf der GVB an die Reorganisation.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
27.06.2019

Medienmitteilung: Feuerwehren sollen regionalisiert werden

Die Feuerwehren der Gemeinden Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl und Zollikofen sollen zusammengeführt werden. Die Analyse und eine Modellprüfung zeigen auf, dass den zukünftigen Herausforderungen am besten mit einer gemeinsamen Feuerwehr begegnet werden kann.

Aufgrund einer vertieften Analyse haben die Gemeinderäte von Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl und Zollikofen 2018 eine Projektorganisation eingesetzt, welche geeignete Modelle für die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Feuerwehr prüfte. Es wurden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet und geprüft, um insbesondere die Einsatzbereitschaft während des Tages zu verbessern. Aber auch die vertiefte Zusammenarbeit in Bereichen wie Ausbildung, Beschaffung, Administration und Materialdienst wurde untersucht.

Gestützt auf die Ergebnisse der Modellprüfung, welche im Januar 2019 abgeschlossen wurde, haben die Gemeinderäte der vier Gemeinden beschlossen, die bestehenden Feuerwehren bis spätestens 2021 in eine regionalisierte, neu aufzubauende Feuerwehr zu überführen. Die konkrete Form des Kooperationsmodells (Trägerschaft sowie operative Einsatz- und Betriebsorganisation) soll im Rahmen eines gemeinsamen Projektes bis Ende 2019 definitiv festgelegt werden.

Voraussichtlich Ende 2020 werden in Moosseedorf und Urtenen-Schönbühl die Gemeindeversammlungen und in Münchenbuchsee und Zollikofen die Grossen Gemeinderäte über das Vorhaben entscheiden können.
21.06.2019

BZ-Artikel: Grosse Nachfrage nach Wärme

Die Stimmberechtigten entscheiden Ende Juni zum zweiten Mal über den Wärmeverbund Zentrum.

Das Projekt war eigentlich schon unter Dach. Im Mai 2017 genehmigten die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee einen Rahmenkredit von gut 7,2 Millionen Franken für den Wärmeverbund Zentrum. Doch gebaut ist noch nichts, und auch keine Leitung ist verlegt. Denn der Wärmeverbund stiess auf eine über den Erwartungen liegende Nachfrage, sodass das Projekt überarbeitet werden musste. Der ursprünglich vorgesehene Standort für die Wärmezentrale (Holzschnitzelfeuerung) bei der Strahmmatte erwies sich aufgrund des beschränkten Platzes als nicht mehr geeignet.

Wesentliche Änderung

Inzwischen hat die Gemeinde einen neuen Standort für diese Zentrale gefunden. Sie soll bei der Saal- und Freizeitanlage zu stehen kommen. Das bedingt aber eine Änderung der Zone für öffentliche Nutzung. Weil es sich dabei um eine wesentliche Änderung des ursprünglichen Projekts handelt, kommt es am 30. Juni erneut zu einer Urnenabstimmung.

Dort geht es nicht nur um den neuen Standort, sondern auch um eine neue Trägerschaft. Denn nicht mehr die Gemeinde selber, sondern die Energie Münchenbuchsee AG (Emag) wird den Wärmeverbund bauen und betreiben. Die Emag, die zu 100 Prozent der Gemeinde gehört, wird alle bisherigen Verpflichtungen übernehmen. Sie wird ebenfalls die Finanzierung sichern. Der vor gut zwei Jahren gesprochene Rahmenkredit wird nicht beansprucht, der Entscheid der Abstimmung von damals wird aufgehoben.

Ein Aber von der SP

Der Grosse Gemeinderat hat der Vorlage im letzten Monat mit 37 zu 0 zugestimmt. In der neuesten Ausgabe des «Buchsi-Info» schiebt die SP dem Ja noch ein Aber nach. Sie findet es stossend, dass der Wärmeverbund nicht mehr von der Gemeinde über eine Spezialfinanzierung betrieben wird, sondern von einer gewinnorientierten AG. Obwohl die Emag der Gemeinde gehört, rechnet die SP damit, dass der Wärmepreis «zuoberst in der definierten Bandbreite» liegen werde. Doch es bleibe keine andere Wahl, wenn man von fossilen auf erneuerbare Energieträger umstellen wolle.

Das Bauprojekt soll noch in diesem Jahr gestartet werden, die ersten Kunden sollen auf die Heizperiode 2020/2021 mit Wärme beliefert werden.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
19.06.2019

24. Juni - 11. August 2019: Streckenunterbruch RE/S8 zwischen Moosseedorf und Zollikofen

Die RBS-Bahnstrecke zwischen Moosseedorf und Zollikofen wird auf Doppelspur ausgebaut. Für den Bau der Bahninfrastruktur muss die Strecke zwischen Moosseedorf und Zollikofen von Montag, 24. Juni bis Sonntag, 11. August 2019 während der gesamten Betriebszeit gesperrt werden. Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Jegenstorf und Zollikofen (RE-Direktkurs, ohne Halt, Montag bis Freitag, bis 21.30 Uhr ) und zwischen Schönbühl und Zollikofen (S8-Bahnersatzbus mit Halt in Moosseedorf). Ihre Reisezeit kann sich um bis zu 15 Minuten verlängern.

Die RBS-Bahnlinien RE und S8 verkehren in dieser Zeit auf der gesamten Strecke nach geändertem Fahrplan und mit angepasstem Linienverlauf. Bitte informieren Sie sich über die Änderungen im PDF-Flyer und auf: www.rbs.ch/bahnersatz

07.06.2019

7. Juni 2019: Änderung der baurechtlichen Grundordnung (Änderung Zonenplan und Baureglement in Art. 76g ZPP Nr. 19 Strahmmatte): Öffentliche Auflage

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) die vorerwähnte Änderung von Artikel 76g ZPP Nr. 19 Strahmmatte zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 07.06.2019 bis 08.07.2019 bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf und sind auf der Website aufgeschaltet.

Folgende Unterlagen können eingesehen werden:
-    Änderung Baureglement, Art. 76g, ZPP Nr.19 Strahmmatte
-    Anhang zum Baureglement
-    Änderung Zonenplan
-    Erläuterungsbericht (Bericht nach Art.47 RPV)

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Die Unterlagen werden auf dieser Website unter "Gemeinde/Aktuelle Projekte" aufgeschaltet.
07.06.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Mysteriöser Mordfall in Münchenbuchsee


In Münchenbuchsee gibt es einen Mordfall, den es aufzuklären gilt. Sind Sie ein Krimifan und möchten selbst einmal einen Kriminalfall lösen? Dann begeben Sie sich an den Schauplatz des Verbrechens in Münchenbuchsee. Ermitteln Sie als Kommissar in diesem Mordfall und überführen Sie den Mörder! Am 25. Mai 2019 wurde in Münchenbuchsee ein neuer KrimiSpass eröffnet. Es ist mittlerweile die zehnte Gemeinde, in der es einen Kriminalfall von KrimiSpass zu lösen gibt.

Wir schreiben den 25. Mai 2019. Pünktlich um 10.00 Uhr befindet sich eine Gruppe von rund 30 Krimifans beim Ausgangspunkt, bei der Bushaltestelle „Kirche“ und wartet gespannt auf den Kriminalfall, den es zu ermitteln gilt. Doch vorab begrüsst Gemeindepräsident Manfred Weibel die Anwesenden und informiert, wie es zu diesem Krimi-Event gekommen ist. Der Gemeinderat war begeistert vom KrimiSpass, den er anlässlich seines Gemeinderatsausflugs in Utzenstorf besucht hatte. Schnell war für ihn klar, dass ein solches spannendes Krimi-Abenteuer auch in Münchenbuchsee stattfinden sollte. Jetzt ist es soweit, und die Anwesenden dürfen als erste im Mordfall von Münchenbuchsee in die Rolle des Kommissars schlüpfen und ermitteln. Der Autor des KrimiSpass, David Baumgartner, ist ebenfalls persönlich vor Ort. Als begeisterter Krimiliebhaber sei er auf die Idee gekommen, einen Kriminalfall zu schreiben, der auf einem Spaziergang durchs Dorf mit Hilfe von Hinweistafeln an verschiedenen Schauplätzen zu lösen sei, erzählte er seinen Zuhörern. So kam der interaktive KrimiSpass zustande. Mittlerweile hat Baumgartner schon in zehn Ortschaften seine Kriminalfälle etabliert. Inspirieren für die Krimigeschichten lässt er sich meistens, wenn er durchs Dorf spaziert und die geeigneten Schauplätze besichtigt. Er erklärt den anwesenden Krimifans das interaktive Spiel. Für das Krimi-Abenteuer braucht es ein aufgeladenes Smartphone, Notizpapier und Schreibzeug. Um zu den Informationen des Kriminalfalls zu kommen, muss man sich zuerst registrieren und seine E-Mail-Adresse angeben. Kurz danach erhält man eine E-Mail mit einer Karte, wo sich die 11 Schauplätze im und ums Dorf befinden. Nun kann es losgehen. Bei der Hinweistafel von Schauplatz 1 wird der QR-Code gescannt. Dadurch wird auf dem Smartphone eine mobile Webseite geöffnet, und man erhält den ersten Hinweis bzw. es wird der Kriminalfall geschildert sowie alle Verdächtigen aufgeführt.

Mordfall "Pierre Salzmann"

Münchenbuchsee ist eine ruhige und friedliche Gemeinde in der Nähe von Bern. Doch wurde das Dorf nun plötzlich Schauplatz eines Verbrechens. Ein Spaziergänger entdeckt an einem abgelegenen Ort eine Leiche. Der Tote ist Pierre Salzmann, ein weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter Schönheitschirurg. Die Nachricht verbreitet sich im Dorf wie ein Lauffeuer und rasch machen die wildesten Spekulationen die Runde. Wurde Pierre Salzmann ermordet? Und wenn ja, von wem? Wie die Erkenntnisse der Gerichtsmedizin ergeben haben, wurde der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben Angst, denn der Mörder läuft immer noch frei herum. Kann er überführt werden? Welche der Verdächtigen ist der Mörder oder die Mörderin? Die Ermittlungen des Kommissars können beginnen.

Es gibt 5 Verdächtige: Die Ex-Frau des Mordopfers, ein weiterer Schönheitschirurg und Mitbewerber des Ermordeten, die Hausangestellte des Opfers, der Bruder des Mordopfers und gescheiterter Geschäftsmann mit finanziellen Sorgen und eine ehemalige Kundin und Opfer einer misslungenen Schönheitsoperation durch den ermordeten Schönheitschirurgen. Wer von ihnen hat Pierre Salzmann auf dem Gewissen? Mit diesem Wissen begibt sich die Gruppe der Kommissare zu Fuss zum nächsten Schauplatz. Dort findet das Ermittlungsteam das Hinweisschild. Durch das Scannen des QR-Codes erhält es den nächsten Tipp zum Mordfall. Dieses Mal gibt die Praxisassistentin wichtige Informationen über den Ermordeten bekannt. Insgesamt hat es auf dem Rundgang durchs Dorf und dessen Umgebung 11 Schauplätze zu besichtigen. Bei jedem Schauplatz erhalten die Kommissare einen weiteren Hinweis. Sie sind so gelegen, dass viele schöne Plätze und Ecken von Münchenbuchsee kennen gelernt werden, wie zum Beispiel der Fundort der Leiche beim alten Badeweiher Hofwil, dem ersten künstlichen Schwimmbad der Schweiz.

Das sonnige und warme Wetter sowie die Spurensuche machen das Ermittlerteam durstig. Nach der Besichtigung des fünften Schauplatzes wird deshalb der Durst im Restaurant des Golfparks gelöscht, währenddessen in der Gruppe ein reger Austausch und interessante Spekulationen über den möglichen Täter stattfinden. Freundlicherweise lädt das Restaurant Golfpark die Ermittler zur Erstbegehung des KrimiSpass zu diesem Umtrunk ein. Herzlichen Dank! Frisch gestärkt geht es weiter zum nächsten Schauplatz. Dort kann ein Kommissar sogar ein Lunch-Paket kaufen, wenn er hungrig sein sollte. Je mehr Hinweise die Gruppe erhält, desto spannender wird es. Wer könnte der Täter sein? Alle Verdächtigen haben ein Motiv. Am Schauplatz bei der Drogerie Studer werden die Ermittler vom Drogisten-Team zur Eröffnung des neuen KrimiSpass mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt. Danke vielmals für die Stärkung! Beim letzten Schauplatz ist es soweit, die Ermittlungen sind abgeschlossen. Es gilt, den Täter zu überführen. Wann war die Tatzeit? Kann der Verdächtige zu dieser Zeit überhaupt am Tatort gewesen sein? Wie wurde das Opfer umgebracht? Ein letztes Mal wird spekuliert und kombiniert. Alle gehen nochmals ihre Notizen durch. Auf dem Smartphone kann nun der vermutliche Mörder eingegeben und beim Staatsanwalt die Verhaftung beantragt werden. Ob jeder Kommissar mit seiner Vermutung richtig lag? Das erhaltene E-Mail gibt Aufschluss dazu. Doch ob die Ermittler richtig oder falsch lagen, alle sind sich einig: "Es hat Spass gemacht!"

Möchten Sie auch wissen, wer der Mörder ist? Wollen Sie selbst als Kommissar auf Spurensuche gehen? Machen Sie mit beim neuen, spannenden, interaktiven KrimiSpass in Münchenbuchsee! Er ist kostenlos und kann zu jeder Zeit absolviert werden. Planen Sie für Ihre Ermittlungen 2-3 Stunden ein. Laden Sie den Akku Ihres Smartphones auf. Der Krimi-Rundgang ist für Jung und Alt ein unvergessliches Erlebnis. Er ist kinderwagen- und rollstuhlgängig. Damit es nicht langweilig wird, gibt es jedes Jahr einen neuen Krimifall zu lösen. Spiel, Spass und Spannung sind garantiert.

Weitere Informationen: www.krimispass.ch

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer

David Baumgartner, Autor des KrimiSpass
Der Gemeinderat unterwegs mit David Baumgartner, Autor des KrimiSpass (4.v.l.)
Fundort der Leiche beim alten Badeweiher Hofwil
05.06.2019

Festlegung Gewässerräume - Anpassung Zonenplan 2 und Baureglement: Öffentliche Auflage

Die revidierte Gewässerschutzgesetzgebung des Bundes verlangt, dass bei sämtlichen Gewässern ein Gewässerraum nach bundesrechtlichen Vorgaben ausgeschieden wird.  Für die Festlegung der Gewässerräume sind die Gemeinden zuständig. Es ist ihre Aufgabe, die Vorschriften zur Ausscheidung des Gewässerraumes grundeigentümerverbindlich in Zonenplan und Baureglement umzusetzen.

Öffentliche Auflage
Teilrevision Ortsplanung Festlegung Gewässerräume; Baureglement Art. 30 und Art. 84 b, neu Art. 84 b und 84 c und Zonenplan 2 Landschaft und Ortsbild

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) die Änderung die Teilrevision Ortsplanung Festlegung Gewässerräume zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf und sind auf der Website aufgeschaltet. Folgende Unterlagen können eingesehen werden:

-    Änderung Baureglement (PDF)
-    Änderung Zonenplan 2 Landschaft und Ortsbild (PDF)
-    Erläuterungsbericht (Bericht nach Art. 47 RPV) (PDF)
-    Mitwirkungsbericht (PDF)
 
Weiter kann der Vorprüfungsbericht des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern vom 6.2.2018 eingesehenen werden.

Die Unterlagen werden auf dieser Website unter „Gemeinde/Aktuelle Projekte" aufgeschaltet.

Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist bis spätestens am 5. Juli 2019 schriftlich und begründet bei der Bauabteilung Münchenbuchsee, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, zu Handen des Gemeinderates einzureichen.
05.06.2019

Buchsi-Märit 2019: Verkehrsmassnahmen

Der alljährliche Buchsi-Märit findet am Samstag, 15. Juni 2019 statt und die Marktstände werden von 07:00 bis 22:00 Uhr betrieben. Es gelten folgende temporär, signalisierte Verkehrsmassnahmen zu beachten:

Allgemein:
  • Die Oberdorfstrasse bleibt von der Fellenbergstrasse bis und mit Einmündung Schöneggweg für jeglichen Verkehr von 06:00 bis 03:00 Uhr gesperrt. Die Fellenbergstrasse ist mit einem Fahrverbot belegt und darf nur von Anwohnern befahren werden.

RBS-Bus:
  • Der Busbetrieb der RBS wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 24:00 Uhr temporär via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerstrasse, Kirchlindachstrasse, Oberdorfstrasse, Ulmenweg, Meisenweg zur Haltestelle Schönegg verkehren.
  • Die Bushaltestelle "Coop" wird provisorisch auf den Bodenackerweg verlegt und ist vom Coop via Fussweg "Konsumwägli" her erreichbar.
    Die Bushaltestelle "Kirche" wird provisorisch auf die Kirchgasse (vor Kreisel Fellenbergstrasse) verlegt und ist via Fellenbergstrasse erreichbar.
    Beide provisorischen Bushaltestellen werden entsprechend beschildert. Die restlichen Bushaltestellen bleiben wie gehabt bestehen.
  • Aufgrund der längeren Fahrroute kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei sämtlichen Bushaltestellen zwischen Zollikofen und dem Oberdorf kommen. Der Anschluss an die S8 in Zollikofen kann nicht jederzeit sichergestellt werden. Planen Sie Ihre Fahrten daher rechtzeitig.

Privater Fahrzeugverkehr:
  • Der private Fahrzeugverkehr wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 03:00 Uhr temporär umgeleitet.
  • Vom Oberdorf wird der private Verkehr von der Oberdorfstrasse via Kirchlindachstrasse, Radio-strasse, Aegelseeweg, Hirzenfeldweg und Kirchlindachstrasse nach Zollikofen umgeleitet.
  • Zum Oberdorf wird der private Verkehr von der Bernstrasse via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerweg und Kirchlindachstrasse umgeleitet.
  • Das Fahrverbot auf der Radiostrasse und dem Aegelseeweg wird in beiden Richtungen temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs werden in dieser Zeit auf dem Bodenackerweg ab dem Höheweg bis zur Kirchlindachstrasse sowie auf der Löwenstrasse ab der Bernstrasse bis zur Fellenbergstrasse sämtliche Blauen Parkfelder temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs besteht auf dem Bodenackerweg ab Einmündung Höheweg bis Einmündung Kirchlindachstrasse Einbahnverkehr.
  • Zwischen 06:00 und 24:00 Uhr werden die blauen Parkfelder auf der Löwenstrasse und dem Bodenackerweg wegen des Busverkehrs temporär aufgehoben.
  • Fahrzeuge, die in der Parkverbotszone abgestellt sind, werden auf Kosten der Halter/innen abgeschleppt.

Für die Einhaltung der temporären Signalisation und das Verständnis danken wir vielmals. Allen Besucher/innen des Buchsi-Märits wünschen wir einen zufriedenen Anlass.

Ressort Öffentliche Sicherheit
03.06.2019

Endurance Trophy vom 18. Juni: Verkehrsbehinderungen

Am Dienstag, 18. Juni 2019, 09.00 - 14.00 Uhr, findet der allfjährliche Mulitsportanlass der Sekundarstufe 1 der Schule Münchenbuchsee mit rund 300 Jugendlichen statt. Die Streckenführung können Sie dem nochfolgenden Link entnehmen. Die Verkehrsteilnehmer/innen bitten wir um entsprechende Rücksichtnahme. Für die Dauer des Strassenradrennens, bzw. des Inlinerennens gelten speziell die folgenden Verkehrsregelungen:

  1. Lindenweg zwischen Bernstrasse und Einmündung Kirchlindachstrasse: Einbahnverkehr Richtung Kirchlindachstrasse, Umleitung von der Kirchlindachstrasse via Bernstrasse in den Lindenweg
  2. Kirchlindachstrasse zwischen Bernstrasse und Einmündung Lindenweg: Einbahnverkehr nur Richtung Bernstrasse, Umleitung von der Bernstrasse Richtung Saalanlage via Lindenweg
31.05.2019

BZ-Artikel: Mehr als bloss ein Mehrfamilienhaus

Die beiden Dienstmägde begleiteten die Gäste durch das Jubiläumsfest. (Foto: Enrique Muñoz Garciá)
Das markante Lehrerhaus Hofwil wird dieses Jahr 200-jährig. Die Bewohner feiern das Jubiläum mit einem Rückblick auf die bewegte Geschichte des Gebäudes.

Nachbarschaften, die im Garten ihres Mehrfamilienhauses zusammen ein Fest feiern, gibt es viele. Mit einem normalen Mehrfamilienhaus hat das ehemalige Lehrerhaus Hofwil aber nicht viel gemeinsam. Einerseits ist da die grosse Sandsteinfassade, die am Ortsrand von Münchenbuchsee heraussticht. Noch einzigartiger ist die Geschichte des Gebäudes und jene seiner Bewohner. Die heutigen Besitzer sind sich der 200-jährigen Historie ihrer Wohnungen sehr wohl bewusst. Für die Eigentümergemeinschaft ist der denkmalgeschützte Bau nicht einfach ein Wohnraum, sondern vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt.

Auch Peter Brand ist Teil davon. Der Miteigentümer sieht in der besonderen Wohnform Privilegien, aber auch zusätzliche Verantwortung: «Das Lehrerhaus verlangt viel Engagement vonseiten der Bewohnerinnen und Bewohner.» Dieses Engagement hat sich auch auf das diesjährige Jubiläumsfest ausgewirkt. «200 Jahre feiert man nicht alle Tage», betont Brand. Dementsprechend breit war das Programm, das die Bewohner auf die Beine stellten: Rundgang, Ausstellung, Schauspiel, Musik und Referate. Kein normales Quartierfest also. «Sondern ein Innehalten, ein Bewusstmachen der Bedeutung von Hofwil», wie es Brand beschreibt.

Adel und Präsident zu Gast

Dafür machten die Bewohner aus ihrem Haus für einen Tag lang ein Museum. Der grosse Garten dient derweil als Festplatz mit Rednerpult. Vor den versammelten Gästen erklärt der ehemalige Berner Stadtarchivar Emil Erne die Geschichte des Gebäudes und des benachbarten Gymnasiums. «Die Geschichte Hofwils ist untrennbar mit jener von Philipp Emanuel von Fellenberg verbunden», sagt Erne. Der Berner Patrizier gründete hier 1799 einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb. Der aufklärerische Pädagoge baute das bestehende Landgut zu einer Lehranstalt aus und eröffnete in den folgenden Jahren eine Armenschule, ein landwirtschaftliches Institut und ein Institut für Söhne höherer Stände. Seine Frau Margaretha leitete zwischenzeitlich sogar eine Mädchenschule.

Die familiär geführte Anstalt erlangte schnell internationale Bekanntheit. So besuchten regelmässig Adelige und Gutbetuchte aus ganz Europa das Institut. Sogar der damalige argentinische und der mexikanische Präsident sind im Gästebuch vermerkt. Alle wollten sie die modernen Ausbildungsmethoden in Münchenbuchsee betrachten.

Dort beginnt die Geschichte des heutigen Wohnhauses: 1819 liess von Fellenberg das Gästeund Lehrerhaus bauen. Grund dafür: Von Fellenberg hat sich an den vielen Besuchern in seinem Landgut gestört und richtete deshalb etwas ausserhalb eine Art Hotel ein. Dabei verzichtete er bewusst auf den Titel Hotel, damit seine Gäste nicht mit zu hohen Ansprüchen in die Unterkunft kamen. Neben den internationalen Gästen residierten viele Lehrer längerfristig im Gebäude. So kam das Haus zu seinem Namen.

Mehr Schein als Sein

Für die Besucher lieferte der Bau ein eindrückliches Bild ab. Drei Etagen Sandstein, mit grossen Fenstern und einem riesigen Dach. Doch das Gebäude ist mehr Schein als Sein. Eigentlich besteht nur ein Teil der untersten Fassade aus Sandstein. Bewohner und Bauleiter Marco Tschui weiss, wie die Bauarbeiter getrickst haben: «Der Grossteil besteht aus einem Holzskelett, das die Arbeiter mit Strohlehm ausgefüllten haben.» Um den Schein zu wahren, haben sie dabei die Ecklisenen (Eckpfosten) sandsteinfarben angemalt. «Damals eine sehr billige Bauweise, dem Bauherrn fehlte wohl das Geld für einen vollständigen Sandsteinbau», erklärt Tschui. Um die Lehmwände vor der Witterung zu schützen, ist die Wetterseite des Gebäudes heute wie damals mit Holzschindeln eingepackt.

Die Finanzen wurden teilweise auch dem benachbarten Institut zum Verhängnis. «Die Ausbildungsanstalt überdauerte von Fellenberg nur kurz», erklärt Historiker Erne. Nach Fellenbergs Tod 1844 setzte die Familie den Betrieb nur noch wenige Jahre fort. Doch es fand sich kein Nachfolger, der den Willen hatte, die Anstalt mit dem gleichen Einsatz weiterzuführen. Danach standen die Gebäude lange Zeit leer. Das Lehrerhaus diente vermutlich seit 1848 als Wohnhaus. Im Schulareal richtete der Kanton 1884 sein Lehrerseminar ein. 1997 fand die Umwandlung zum heutigen Gymnasium statt.

Gemeinsam anpacken

Seit bald 40 Jahren verwaltet nun die jetzige Eigentümergemeinschaft das Lehrerhaus. 1980 kaufte sie das Haus und renovierte es rundum. Doch damit war die Arbeit nicht getan. Die Bewohner organisieren sich in verschiedenen Arbeitsgruppen, die gemeinsam im und ums Haus anpacken.

«Ausserdem haben wir mehrere Arbeitstage pro Jahr, an denen das ganze Haus Arbeiten erledigt», sagt Peter Brand. Jedermanns Sache ist diese Verbundenheit mit dem eigenen Wohnraum und den Nachbarn nicht. Auch Brand sagt: «Eine solche Wohnform ist nicht alltäglich. Man muss sie bewusst wollen.» Genau wie vor 200 Jahren sind es die Bewohner und nicht etwa die Fassade, die dem Lehrerhaus seinen einzigartigen Charakter verleihen.

Ein Artikel aus der
(Silvan Baumann, Berner Zeitung BZ)
27.05.2019

BZ-Artikel: Mit dem Smartphone Sherlock spielen

Hinter den PR-Codes auf den Schildern stecken Hinweise. An die gelangt man aber nur mithilfe des Smartphones. Foto: PD
Innert rund zwei Stunden einen Mordfall lösen: Das verspricht der neue interaktive Krimi in Münchenbuchsee. Alles, was die Hobbydetektive dafür brauchen, ist ein Smartphone.

Ein grausiger Fund in Münchenbuchsee: Gestern Nachmittag hat ein Spaziergänger mitten im Dorfzentrum eine Leiche entdeckt. Der Tote ist Pierre Salzmann – ein weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter Schönheitschirurg. Blaue Flecken am Hals, sagt der Pathologe, nachdem er die Leiche obduziert hat. Wurde Pierre Salzmann erwürgt? Aber von wem?

Seit Samstag können Krimifans in Münchenbuchsee den Fall auf einem rund zweistündigen Rundgang selber lösen. Alles, was sie dafür brauchen, ist ein Smartphone mit genügend Akku. QR-Codes auf insgesamt elf Infotafeln liefern immer wieder neue Hinweise, die es geschickt zu kombinieren gilt. Die Praxisassistentin von Pierre Salzmann hinterlässt etwa eine Combox-Nachricht, dass vor dem Mord ein Paket ohne Poststempel abgeliefert wurde. Bei einem Besuch in der Beiz erzählt das Servicepersonal, dass der Bruder des Mordopfers mit ihm hier zu Mittag gegessen habe – und sich die Geschwister heftig gezofft hätten. (Man munkelt, der Bruder habe Schulden. Und er ist der alleinige Erbe des steinreichen Chirurgen.) Und da war noch der Besuch einer wütenden Klientin in der Praxis, deren Brust-OP Salzmann völlig verpfuscht hatte.

«Rund 60 Prozent der Teilnehmer lösen den Fall richtig», sagt David Baumgartner, der Autor des interaktiven Krimis. «Eine perfekte Erfolgsrate.» In einer ersten Version war der Krimi zu einfach, der Mörder Pierre Salzmanns war schnell gefunden. «Da musste ich mehr Aufmerksamkeit auf die andern Verdächtigen lenken.» Und tatsächlich: Bis fast zum Schluss ist noch völlig unklar, wer der Mörder sein könnte. Sicher nicht die betrogene Ex-Frau, das wäre zu einfach… Wäre da nicht ein verdächtiger Brief, der gegen Ende im Büro Pierre Salzmanns gefunden wird. Aber ist er auch echt?

Acht Gemeinden im Kanton

Münchenbuchsee ist nicht die erste Gemeinde, die einen der Krimis von David Baumgartner installiert hat. Dabei sind im Kanton Bern auch Trubschachen, Laupen, Spiez, Utzenstorf, Münsingen, Kehrsatz, Thun und Meiringen. Die Gemeinden zahlen einen Fixpreis von 2400 Franken und schlagen eine Route vor, um Infotafeln und Website kümmert sich Baumgartner. «Damit kann ich die Kosten ungefähr decken», sagt er.

Nicht gedeckt sind die Hunderten Stunden Arbeit, die der 40-Jährige in seiner Freizeit investiert. «Die Krimis sind ein Hobby von mir», sagt er. Immer wieder wird ihm geraten, mehr Geld dafür zu verlangen oder von den Spielern eine Teilnahmegebühr zu kassieren. Baumgartner schüttelt den Kopf. «Es gibt genug Sachen, die kosten. Es soll auch Aktivitäten geben, die gratis sind.»

Nach einem langen Fussmarsch, vorbei an der Klinik Wyss, dem Gymnasium Hofwil und dem Golfplatz, ist die letzte Station das Restaurant Bären neben dem Bahnhof. Hier muss man einen Tipp abgeben und per Formular die Haft des Mörders beantragen. Bauchgefühl und Kopf duellieren sich, erst ein hastig niedergekritzelter Zeitstrahl lässt Klarheit aufkommen. Per Mail kommt dann Sekunden später die Bestätigung. Der Stolz, den Mörder richtig erraten zu haben, ist überraschend gross. Der Spass, den der Rundgang beschert hat, ebenso.

www.krimispass.ch

Ein Artikel aus der
(Jessica King, Berner Zeitung BZ)
27.05.2019

BZ-Artikel: Eigene Regeln für die Kita-Gutscheine

Das Parlament folgt beim Systemwechsel der Betreuungsgutscheine nicht überall dem Vorschlag des Kantons.

Künftig erhalten Eltern im Kanton Bern, die gewisse Voraussetzungen erfüllen, sogenannte Betreuungsgutscheine. Diese können sie in einer Kita ihrer Wahl einlösen und erhalten dadurch Vergünstigungen. Es werden also nicht mehr bestimmte Plätze in bestimmten Kitas durch den Kanton unterstützt, sondern direkt die Eltern. Für die Einführung des neuen Systems haben die Gemeinden im Kanton Bern noch zwei Jahre Zeit. Köniz etwa führt das Angebot bereits im neuen Schuljahr ein. Und auch in Münchenbuchsee soll der Wechsel bald vonstattengehen und die Gutscheine ab 2020 in Kraft treten.

Dass dieser Wechsel erfolgen soll, stellte während der Parlamentssitzung niemand infrage. Trotzdem gaben einige Punkte im Antrag des Gemeinderats zu reden. So etwa die Frage, wie gross das Pensum der abgegebenen Gutscheine für die einzelnen Eltern sein soll. Der Kanton Bern schlägt bei einem Elternpaar vor, beide Arbeitspensen zusammenzuzählen, 100 Prozent abzuziehen und 20 wieder dazuzuzählen. Arbeitet als Beispiel die Mutter 80 und der Vater 60 Prozent, würde das ein Betreuungspensum von 60 Prozent geben – das Kind könnte also an maximal drei Tagen in einer Kita betreut werden.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee will in dieser Hinsicht jedoch nicht dem Vorschlag des Kantons folgen. Er beantragte dem Parlament, die Gutscheine an das Arbeitspensum eines Elternpaares zu koppeln, das 100 Prozent übersteigt, und die 20 zuzüglichen Prozente wegzulassen. Im oben genannten Beispiel hiesse das, dass die Eltern 40 statt 60 Prozent als Betreuungspensum erhalten würden.

Ausserdem plant der Gemeinderat, ein Kontingent für die Gutscheine zu errichten. Davon verspricht er sich eine bessere Kontrolle der Kosten sowie weniger Aufwand. Die Anzahl an Betreuungsstunden in den Kitas und bei den Tageseltern werde aber den Bedürfnissen angepasst und erhöht, erklärte der zuständige Gemeinderat Pascal Lerch (EVP).

Gegen diese beiden Punkte wehrte sich vor allem die GFL. «Wir sind bereit, für marode Strassen Millionen von Franken auszugeben, aber bei der Kinderförderung treten wir auf die Sparbremse», kritisierte Peter Stucki. Er verlangte einerseits, dass sich der Gemeinderat an den Vorschlag des Kantons halte, und andererseits, dass keine Deckelung der Gutscheine eingeführt werde. Beide Anträge der GFL wurden aber deutlich abgelehnt. Denn: Alle anderen Parteien äusserten sich positiv und stimmten dem Antrag des Gemeinderats sowie dem neuen Reglement über die Betreuungsgutscheine zu.

Ein Artikel aus der
(Annic Berset, Berner Zeitung BZ)


13.05.2019

Berner Triathlon vom 19. Mai: Verkehrsbehinderung


Der beliebte Short Distance Triathlon findet wieder statt! Am Sonntag, 19. Mai 2019 von 8 bis 12 Uhr bitte um Rücksichtnahme auf der Radstrecke.


Am Sonntag, den 19. Mai 2019, findet der Berner Triathlon statt. Die von der Gemeinde Münchenbuchsee bewilligte Fahrradstrecke führt über die Oberdorfstrasse via Lindenweg auf die Radiostrasse in Richtung Zollikofen.

Kreuzungen und Strassenabschnitte werden von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr punktuell durch Verkehrskadetten kurzzeitig geregelt und gesperrt, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten. Die Sicherheit der Triathletinnen und Triathleten ist unser wichtigstes Anliegen, wir bitten Sie deshalb, sich an die Weisungen unseres Personals zu halten. Die Zu- und Wegfahrt von Notfallfahrzeugen ist jederzeit gewährleistet.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und würden uns freuen Sie als Zuschauer an der Radstrecke oder am Sportzentrum Hirzi begrüssen zu dürfen.

www.bernertriathlon.ch

OK Berner Triathlon
10.05.2019

BZ-Artikel: In acht Tagen gleich zweimal an die Urne

Der Termin für den allfälligen zweiten Wahlgang der Ständeratswahl kommt nicht allen Gemeinden gelegen. Es droht Chaos.

Am 24. November werden die Stimmbürger von Münchenbuchsee an die Urne gerufen: Die Abstimmung über das Budget steht an. Sie werden sich wie im Hamsterrad vorkommen – zumindest dann, wenn es bei den Ständeratswahlen im Kanton Bern zu einem zweiten Wahlgang kommt. Dieser Termin wurde nun vom Regierungsrat definitiv festgelegt. Es ist der 17. November, vier Wochen nach den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober. Und eine Woche vor der Abstimmung in Buchsi.

Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) findet das einen «Seich». Innerhalb von acht Tagen müsse die Infrastruktur für die Abstimmung zweimal aufgebaut werden, das sei unsinnig. Und wie für das Personal auch für die Stimmbürger unpraktisch. Sie erhielten innert kurzer Zeit zwei Wahlcouverts, müssten zweimal an die Urne gehen.

Enge Fristen

Dabei hatte die Gemeinde den Kanton noch angestupst: Sie würde es begrüssen, wenn der zweite Wahlgang auch auf den 24. November gelegt würde, schrieb sie. Das ist der offizielle eidgenössische Wahltermin. Auch viele andere Gemeinden werden ihn für kommunale Wahlen oder eine Abstimmung nutzen. Doch davon wollte der Regierungsrat nichts wissen. Auf den 24. November wurde keine nationale Abstimmung angesetzt – deshalb wird der allfällige zweite Wahlgang vorverlegt.

Den Grund dafür nennt Stefan Wyler, Leiter Politische Rechte beim Kanton: «Wie die anderen Kantone wollen auch wir, dass der zweite Wahlgang möglichst rasch nach dem ersten Wahlgang durchgeführt wird.» Denn das Ziel sei, dass am 2. Dezember, wenn das neue Parlament erstmals tagt, zwei Ständeräte rechtskräftig gewählt seien. Schliesslich müsse das Wahlergebnis noch publiziert und die dreitägige Beschwerdefrist eingehalten werden. Bei einer Wahl am 24. November würde das nicht mehr reichen.

Zur Kritik aus Münchenbuchsee merkt Wyler an, dass die Gemeinden schon im Januar über die Situation informiert worden seien. Diese sei genau gleich wie vor vier oder acht Jahren: Damals fand im November ebenfalls keine eidgenössische Abstimmung statt, weshalb der Kanton den zweiten Ständeratswahlgang vorverlegte. Einzelne Gemeinden hätten ihre Abstimmung dann angepasst.

Stadt Bern reagierte

Die Stadt Bern etwa verlegte 2015 ihren November-Abstimmungstermin auf das Datum des zweiten Ständeratswahlgangs. Vizestadtschreiberin Monika Binz geht davon aus, dass dies auch dieses Jahr wieder geschehen wird, wie sie gestern auf Anfrage sagte. «Zuständig für die Festlegung der Abstimmungstermine ist der Gemeinderat.» Entsprechend müsse dieser eine Verschiebung erst noch beschliessen.

Laut Binz würden sich «grosse praktische Schwierigkeiten stellen, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden Wahlen und Abstimmungen durchgeführt werden müssten». Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Stadt wenig Interesse daran hat, die Auszählungsorganisation innert einer Woche zweimal hochzufahren, argumentiert Binz mit Blick auf die Stimmberechtigten: «Weil sowohl der Versand als auch der Rücklauf des Stimm- und Wahlmaterials zeitlich sehr eng aufeinanderfolgen beziehungsweise sich teilweise überschneiden würden, könnte dies zu Unsicherheiten führen. So bestünde beispielsweise die Gefahr, dass jemand die Stimmrechtsausweise verwechseln würde.»

Waibels Hoffnung

Daniel Bichsel, Präsident Verband Bernischer Gemeinden, hat Verständnis für den Kanton, der möglichst schnell wissen wolle, wer ihn im Ständerat vertrete. Aber für jene Gemeinden, die eine Urnenabstimmung angesetzt hätten, sei es unschön.

In Münchenbuchsee, sagt Gemeindepräsident Waibel, sei eine Verschiebung nicht möglich. Das Budget werde zuerst im Parlament behandelt. Der Sitzungstermin sei schon vor längerer Zeit festgelegt worden, und auch die Gemeinde müsse ihre Fristen einhalten. «Wir können nur hoffen, dass kein zweiter Wahlgang stattfindet.»

Ein Artikel aus der
(Johannes Reichen und Christoph Hämmann, Berner Zeitung BZ)
08.05.2019

Bund-Artikel: Kredit für Gymnasium Hofwil zurückgewiesen

Zuerst soll die Regierung die Finanzierbarkeit des Bauvorhabens prüfen. Deshalb weist die zuständige Kommission des Berner Grossen Rates den Projektierungskredit von 6 Millionen Franken für die Erweiterung und den Umbau des Gymnasiums Hofwil zurück.

Angesichts der «sich abzeichnenden Finanzierungslücke bei den Investitionen» verlangt die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BaK) des Grossen Rates von der Regierung, eine Lösung aufzuzeigen, wie das Bauvorhaben finanziert werden soll.

Die BaK befürwortet grundsätzlich die Sanierung des Gymnasiums, wie sie gestern mitteilte. Nötig sei jedoch eine Priorisierung der Investitionsvorhaben des Kantons. Am Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee sollen die heutigen Schulraumprovisorien durch Neubauten ersetzt werden. Geplant sind zudem der Bau einer neuen Doppelturnhalle sowie die Sanierung von Gebäudehüllen. Verbessert werden sollen weiter Brandschutz und Erdbebensicherheit.

Ein Artikel aus dem
(sda, Der Bund)
02.05.2019

BZ-Artikel: Für einen Ortsbus fehlt das Geld

Das Bedürfnis nach einem Ortsbus ist da. Aber niemand will sich finanziell verpflichten.

Münchenbuchsee ist durch den öffentlichen Verkehr (ÖV) im Prinzip gut erschlossen. Doch es gibt verschiedene Einrichtungen, die nicht angebunden sind. Dazu gehören etwa das Altersheim Domicil Weiermatt und das Sportzentrum Hirzenfeld. Diese könnten doch durch einen Ortsbus erschlossen werden, fand Parlamentarier Thomas Freudiger (SVP) und reichte im Grossen Gemeinderat ein Postulat ein. Dieser erklärte den Vorstoss im März 2018 für erheblich.

Nun liegt die Antwort des Gemeinderats vor. Dieser gibt einem Ortsbus kaum eine Chance. Zu unterschiedlich seien die Bedürfnisse. Die Realisierbarkeit und insbesondere die Finanzierbarkeit eines solchen Angebots seien in Münchenbuchsee «momentan nicht gegeben», schreibt der Gemeinderat im Fazit.

Der Gemeinderat hat bei möglichen Partnern den Bedarf abgeklärt und deren Feedback in der Antwort zusammengefasst. Die Verantwortlichen des Domicils Weiermatt würden einen Ortsbus sehr begrüssen, zumal gerade ein Neubau eingeweiht worden sei. Gewünscht würde ein Viertel- oder ein Halbstundentakt, jeden Tag zwischen 7 und 17 Uhr. Eine finanzielle Beteiligung könne Domicil nicht anbieten, höchstens in Form von Werbung im oder am Ortsbus.

Ähnlich tönt es im Sportzentrum Hirzenfeld. Die fehlende Anbindung an den ÖV sei eine Standortschwäche, eine Haltestelle wäre interessant, insbesondere für Gruppen und Schulen. Ein regelmässiger Takt mit entsprechender «Merkbarkeit» während der Eis- und der Badesaison würde begrüsst. Aber: «Eine Kostenbeteiligung ist ausgeschlossen.»

Der Gemeinderat Münchenbuchsee hat auch bei den Kollegen in Deisswil, Wiggiswil und Diemerswil angeklopft. Aus Deisswil und Wiggiswil kam ein klares Njet. Der Bedarf wäre zu klein und die Kosten zu hoch, hiess es. Der Gemeinderat Diemerswil lehnte die Idee nicht von vornherein ab. Synergien könnten entstehen, wenn der Ortsbusfahrplan an die Schulzeiten angepasst würde. Aber auch der Diemerswiler Gemeinderat wies auf die Kosten hin.

Der Blick nach Lyss und Zurzach habe dem Gemeinderat gezeigt, dass ohne eine namhafte Kostenbeteiligung von Privaten oder Nachbargemeinden ein Ortsbus nicht realisierbar sei, heisst es in der Antwort auf das Postulat. Das Parlament debattiert am 23. Mai darüber.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
01.04.2019

BZ-Artikel: Gemeinde schafft ein Reservekässeli

Die Parlamentsdebatte ums Budget 2019 im letzten Herbst war lang und hitzig. Der Grosse Gemeinderat lehnte damals die von der Exekutive beantragte Steuersenkung um 0,05 Einheiten ab. Die Sache hatte einen Haken: Vom budgetierten Überschuss müssten wohl über 600 000 Franken in die sogenannte finanzpolitische Reserve gelegt werden. Diese kann aber kaum aufgelöst werden.

An seiner Sitzung vom Donnerstagabend hat das Parlament nun das Reglement für eine neue Spezialfinanzierung verabschiedet. Mögliche Rechnungsgewinne werden nun in diesen Topf gelegt und landen nicht mehr in der finanzpolitischen Reserve. Das Geld kann für zusätzliche Abschreibungen von Hochbauten verwendet werden. Das Reglement wird rückwirkend auf den 31. Dezember 2018 in Kraft gesetzt. Damit kann bereits ein Gewinn aus der letztjährigen Rechnung auf die Seite gelegt werden.

Die Fraktionssprecher begrüssten die neue Spezialfinanzierung, die mit maximal 10 Millionen Franken geäufnet werden darf. Der Gemeinderat erhalte dadurch mehr Spielraum. Und es sei sinnvoll, das Geld in den Hochbau zu stecken. Dort habe die Gemeinde einen grossen Nachholbedarf (Schulen, Kindergarten, Saal- und Freizeitanlage). Die SVP werde sich aber nichtsdestotrotz für eine moderate Steuersenkung einsetzten, sagte Thomas Hammerich.

Gleichzeitig kritisierten einige Sprecher den Gemeinderat. Warum er diese Lösung nicht früher vorgeschlagen habe, fragte Toni Mollet (EVP). So habe die Stadt Bern schon lange einen solchen Topf. Das hätte die letzte Budgetdebatte um einiges vereinfacht. Diese Möglichkeit sei vorher nicht bekannt gewesen, entgegnete Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Und mit der beantragten Steuersenkung hätte die Gemeinde kaum etwas in die finanzpolitische Reserve legen müssen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.03.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Schaulaufen zum Saisonabschluss im Hirzenfeld Münchenbuchsee


Am Sonntag, den 10. März 2019, fand zum Saisonabschluss das Schaulaufen des Eislaufclubs Münchenbuchsee im Sportzentrum Hirzenfeld statt.

Das dritte Schaulaufen des Vereins wurde unter dem Motto «Zirkus» organisiert. Es herrschte den ganzen Tag starker Regenfall, der glücklicherweise kurz vor Programmbeginn strahlendem Sonnenschein wich. 70 Eislaufende von drei bis über fünfzig Jahren, davon sieben Knaben, zeigten dem Publikum ihre in dieser Saison erworbenen Fortschritte, ihr Können und Talent, sei es allein, als Paar oder in der Gruppe.

Wie jedes Jahr herrschte unter den Darbietenden grosse Nervosität und Lampenfieber. Die Kinder freuten sich sehr, endlich die passend zum Thema zusammengestellten Kostüme anzuziehen. Vor dem Schaulaufen schlüpften die Kinder in ein Kostüm oder das glänzende Eislaufdress. Geschminkt und mit geschnürten Schlittschuhe ging es pünktlich um 18 Uhr los.

Die einzelnen Auftritte der Eisläuferinnen und Eisläufer wurden jeweils vom Speaker Remo Bürki angekündigt. Das Programm wurde mit den jüngsten Läuferinnen eröffnet, die zum Teil diese Saison das erste Mal auf dem Eis standen. Sie schlüpften in die Rolle von kleinen Pinguinen und vergassen vor Aufregung einen Teil ihrer Choreografie. Doch die Trainerinnen Serena und Milli waren hilfreich zur Stelle. Zur passenden Fakir-Musik tanzten weitere als Inder und Ägypter kostümierte Sternliläuferinnen und -läufer übers Eis.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt von dreizehn Mädchen zum Thema Seiltänzerinnen mit wunderschönen Frack-Kostümen. Zu typischer Zirkus-Marschmusik setzten sich anschliessend drei beeindruckende Zirkusdirektorinnen in Szene. Für einen Höhepunkt der lustigen Sorte war das Trainerteam um Zuzana Jarray und Fabian Keller selbst besorgt. Zusammen mit Serena und Milli Schmid, Selina Kunz, Celestina Heepen und Alina Hagmann sorgten sie mit ihrer Clown-Nummer für zahlreiche lachende Gesichter im Publikum.

Anschliessend an die Gruppen folgten die Auftritte der Einzelläuferinnen: Chiara Oeschger zeigte eine Kür zur Filmmusik Amélie. Lia Kauz begeisterte das Publikum in mehreren weiteren Auftritten. Sie zeigten bei jedem Auftritt mehrere Doppelsprünge und waghalsige Pirouetten, unter anderem zusammen mit Nora Berger vom EC Thun zur Musik von Jurassic Park. Marietta Boyd und Norman Azadian, beide langjährige engagierte Hobby Eistänzer des EC Münchenbuchsee, entschieden sich spontan, ebenfalls beim Schaulaufen mitzuwirken. Mit ihrem Tango zur Musik von Cirque du Soleil demonstrierten sie dem Publikum, dass es auch für Erwachsene möglich ist, noch Eislaufen zu lernen und als Paar oder alleine vor Publikum aufzutreten.

Als Gäste durfte der EC Münchenbuchsee neben Nora Berger auch Selin Meric, Julia Berger und das Synchronized Skating Team Cool Dreams Royal, alle vom EC Burgdorf, zum Schaulaufen begrüssen. Nora zeigte eine elegante Kür zur Musik des Films Tinkerbelle. Julia präsentierte eine moderne rassige Schaulaufnummer zur Musik von Maroon 5 und Seline eine temporeiche Kür zur Musik Fearless Motivation. Das Team aus Burgdorf, das aus sechzehn Läuferinnen aus Bern, Moutier und Zürich besteht, beeindruckte das Publikum mit ihrem Programm Spirit of the Forest.

Der krönende Abschluss des Schaulaufens bildete das Finale, bei dem alle teilnehmenden Eisläuferinnen und Eisläufer sich noch einmal auf dem Eis zeigten und von den Zuschauern viel Applaus ernteten. Gleichzeitig hatten die Fotografen sowie die stolzen Eltern Gelegenheit, zahlreiche Fotos zu machen.

Im Anschluss an das Schaulaufen fand der Sponsorenlauf statt, der eine wichtige Einnahmequelle für den EC Münchenbuchsee darstellt.

Mit diesem Saisonhöhepunkt und dem Sponsorenlauf schloss gleichzeitig auch das Hirzi seine Eisfläche für die Saison 2018/19. Nun startet bis zur nächsten Saison das Off-Ice-Training in der Turnhalle. Alle Beteiligten freuen sich bereits auf die im Oktober beginnende Eissaison 2019/2020.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
27.03.2019

BZ-Artikel: Münchenbuchsee jubelt völlig unerwartet

Der Pokal ist eingetroffen: Das Team von Münchenbuchsee feiert den NLB-Meister-Titel. (Foto: Facebook)
Volleyball: Die Frauen des VBC Münchenbuchsee sind NLB-Meister.

Ein kurioser Meisterschaftsschluss hat sich in der NLB der Frauen ereignet. Münchenbuchsee gewann am Samstagnachmittag sein letztes Spiel gegen Züri Unterland mit 3:1. Die Bernerinnen machten mit dem Zweiten der Qualifikation nach nervösem Beginn kurzen Prozess. So endete die Saison mit der Aufstiegsrunde für das Team von Christian Roth versöhnlich.

Doch es kam noch besser. Die Spielerinnen begaben sich nach der Partie gemeinsam ins Restaurant Altes Tramdepot in Bern, um die Saison bei einem Nachtessen ausklingen zu lassen. Kaum angekommen, traf unerwartete Kunde aus dem Kanton Basel-Landschaft ein. Dort hatte der VB Therwil völlig unerwartet den Leader VBC Aadorf mit 3:0 geschlagen. Dabei hätte den deutlich favorisierten Aadorferinnen ein 3:2-Sieg zum Titel gereicht. «Wir waren nicht mehr zu bremsen, als wir erfuhren, dass wir zuoberst in der Tabelle stehen und nicht Aadorf», sagt Libera Vanessa Belli.

Nicht nur Münchenbuchsee hatte fest mit dem Triumph der Thurgauerinnen gerechnet. Auch Nora Willi weilte mit dem Pokal bereits im basel-landschaftlichen Therwil. Der Präsidentin von Swiss Volley blieb nach dem verblüffenden Ausgang nichts anders übrig, als mit der Trophäe unverzüglich nach Bern zu fahren. Dort war die Feier der «Buchsi-Frauen» bereits in vollem Gang, als Willi mit dem Meisterpokal im Lokal eintraf. Auch von der Aufforderung der Geschäftsleitung, den Lärmpegel im Restaurant zu senken, liessen sich die B-Meisterinnen nicht aufhalten. «Die Pokalübergabe war ein tolles Erlebnis», erzählt Belli. Schliesslich zogen die Buchserinnen weiter. «Wir haben natürlich noch weiter ausgiebig gefeiert», verrät Belli.

Kein Aufstieg in die NLA

Für Münchenbuchsee war es bereits der zweite Meistertitel in der zweithöchsten Liga. 2017 war die Equipe direkt vom Aufstieg aus der 1. Liga zum NLB-Meister gestürmt. Trotz dem neuerlichen Coup will die Equipe, die aus routinierten und jungen Spielerinnen besteht, nicht in die NLA aufsteigen. «Die Verfügbarkeit der Infrastruktur im Dorf wäre nicht ausreichend», sagt Benjamin Guazzini. Der Präsident verweist zudem auf die fehlenden finanziellen Mittel. Für die Clubführung und das Team war deshalb schon vor der Saison, dass ein Aufstieg keine Option ist.

Ein Artikel aus der
(Peter Berger / Annic Berset, Berner Zeitung BZ)
14.03.2019

BZ-Artikel: Von Negerkingen zur Wunderlampe

Fasnächtler: Beat Waldmeier (links) und Tom Mäder. Fotos: PD

Fasnachtsdebatte: Wann artet närrisches Treiben in blanken Rassismus aus? Die Frage ist kaum je so intensiv diskutiert worden wie dieses Jahr. Sie bewegt auch kurz vor der Fasnacht in Münchenbuchsee.

In Luzern stellen Fasnächtler eine Truhe mit einer Maske auf, die einen Schwarzen darstellt. Im Solothurnischen heisst Egerkingen während der sogenannt fünften Jahreszeit von jeher Negerkingen. Und in Schwyz taucht mitten im närrischen Treiben eine Gruppe weiss gekleideter Zipfelmützenmänner mit Fackeln auf, auf deren Kutten drei grosse K prangen. KKK, genau: Ku-Klux-Klan.

Hier wie da wie dort lassen die Schlagzeilen nicht lange auf sich warten. In Luzern kritisiert eine antirassistische Gruppierung, die Maske zeichne das koloniale Bild des kannibalischen, dummen, nicht weissen Mannes. In Egerkingen fragt ein 12-Jähriger die Gemeindepräsidentin, ob der fasnächtlich verballhornte Dorfname nicht diskriminierend sei. In Schwyz wiederum ermittelt inzwischen sogar die Polizei. Zu problematisch ist die Geschichte des geheimbündlerischen Klans, der einst mit dem klaren Ziel gegründet worden ist, die Schwarzen in Amerika mit Gewalt zu unterdrücken.

Die Debatte ist kaum je so intensiv geführt worden wie in der zu Ende gehenden Fasnachtssaison dieses Jahres: Was darf Fasnacht und was nicht? Wann überschreiten die Närrinnen und Narren die Grenzen des guten Geschmacks? Und von wann an ist eine Pointe diskriminierend oder rassistisch und verstösst damit gegen das Gesetz?

Eine Frage des Stils

Die Frage stellt sich ganz aktuell für Tom Mäder aus Münchenbuchsee. Sein Dorf wird am Wochenende als eines der letzten in der Region Bern Fasnacht feiern, und Mäder steht dabei in einer besonderen Verantwortung. Er präsidiert den Verein, der die Buchsi-Fasnacht organisiert, gehört weiter zum Autorenteam, das den «Buchsi-Blitz» herausgibt – wobei «die unabhängige Fasnachtszeitung für Buchsi und den Rest der Welt» ja genau nicht so angriffig sein will wie andere, vergleichbare Blätter.

Sie begnügt sich mit ein paar locker-flockigen Anmerkungen zum peripher gelegenen Allmendquartier oder zum geschlossenen SBB-Schalter am Bahnhof Münchenbuchsee. Umso ausführlicher zeigt sie dafür in Wort und Bild, wie bunt das fasnächtliche Treiben vor Ort tatsächlich ist.

Das sei volle Absicht, bekräftigt Mäder. «Wir verzichten bewusst darauf, andere in die Pfanne zu hauen.» Ihm und seinem Team sei es viel wichtiger, mit den anderen Vereinen und mit der ganzen Bevölkerung ein gutes Auskommen zu haben, sich gemeinsam auf ein paar entspannte Fasnachtstage zu freuen, an denen sich jeder so geben könne, wie er wolle.

Dieses Bemühen zeigt Erfolg: «Wir sind in Münchenbuchsee gut verankert.» In einer Zeit, in der das Freizeitangebot riesig sei und niemand auf die Fasnächtler warte, spiele das eine enorm wichtige Rolle.

Auch Beat Waldmeier wohnt in Münchenbuchsee, ist begeisterter Fasnächtler und erfahrener Macher fasnächtlicher Zeitungen. «Neue Zolli-Zeitung» und «Päng» heissen die Blätter aus Zollikofen und Langenthal, für die er seit Jahr und Tag tätig ist – oder tätig war, denn anders als in Langenthal, wo die Fasnacht unverändert floriert, pausieren die Narren in Zollikofen heuer bereits zum zweiten Mal in Folge.

Waldmeier pflegt mit seinen Mitautoren einen anderen Stil, wie ein Blick in die aktuelle «Päng»-Nummer zeigt. Spitzen gegen die Behörden sind hier genauso zu finden wie allerhand lustige Geschichten aus dem städtischen Alltag. Dieser satirische Stil habe in Langenthal Tradition, stellt Waldmeier fest und erklärt mit einem Blick noch weiter zurück in die Geschichte: Fasnacht sei seit je die Zeit, in der die Bevölkerung drei bis fünf Tage lang das Zepter übernehme und der Obrigkeit den Spiegel vorhalte. «Da gehört es dazu, den einen oder die andere auf die Schippe zu nehmen.»

Ob er mit dieser Philosophie auch schon ins Fettnäpfchen getreten ist, sich gar juristische Händel eingehandelt hat? «Klar fühlt sich der eine oder andere im ersten Moment betupft, doch die allermeisten Reaktionen sind positiv.» In seinen bislang zwanzig Jahren «Päng»-Redaktion habe es erst zweimal ernsthaftere Probleme gegeben, «aus Gründen», wie er nachschiebt, «die bei den Betroffenen selber liegen». Sein Rezept: «Wichtig ist, dass wir nicht auf die Person zielen, sondern ein Verhalten kritisieren.»

Alles mit Augenmass

Stärker unter Druck als früher fühle er sich auf alle Fälle nicht, hält Waldmeier noch fest. Deshalb müsse er seine Pointen auch nicht stärker auf die Goldwaage legen als früher. Aber, und darin stimmt er mit Mäder völlig überein: «Die Gesellschaft verändert sich, also muss sich auch die Fasnacht verändern.»

Wieder blickt er zurück in die Vergangenheit, erinnert daran, dass es noch vor wenigen Jahrzehnten gang und gäbe war, als Schwarzer im Umzug mitzumarschieren. Heute reagiere die Gesellschaft sensibel auf solche Verkleidungen. Nicht ohne Grund: «Einen Schwarzen darzustellen, der im Bastrock herumläuft, stimmt mit der heutigen Lebenswirklichkeit in Afrika überhaupt nicht überein. Solche Bilder sind falsch – und damit herabwürdigend.»

Genau gleich heikel könne es sein, in einer Zeit zunehmender Skepsis dem Islam gegenüber als Scheich oder gar als Frau in Burka aufzutreten, ergänzt Mäder. Gleichzeitig plädiert er dafür, Augenmass zu halten. Letztlich müsse jeder selber entscheiden, wie er sich geben wolle. Und natürlich auch, zu welchen Pointen er stehen könne – unvermittelt schlägt er den Bogen zurück zum aktuellen «Buchsi-Blitz», der just dem arabisch-islamisch geprägten Märchen von Aladin und seiner Wunderlampe breiten Platz einräumt. «Das ist einfach eine schöne Geschichte. Ich wüsste nicht, warum wir sie nicht nacherzählen sollten.»

www.buchsi-fasnacht.ch

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
Negerkingen statt Egerkingen: Die Solothurner – hier am Umzug in Langenthal – sorgen für Diskussionen. Foto: Raphael Moser
13.03.2019

Region Bern Nord: Verkehrsmanagement


Weniger Stau in den Ortszentren, weniger Zeitverlust für Bus und Postauto ohne Ausbau der Verkehrsinfrastruktur: Dies ist das Ziel des Verkehrsmanagementprojekts im Norden der Agglomeration Bern, das 2021 in Betrieb genommen werden soll. Im Rahmen zweier Informationsveranstaltungen orientieren die Projektverantwortlichen die Bevölkerung über den Stand der Arbeiten und die vorgesehenen Massnahmen.
 
Öffentliche Info-Anlässe

  • Moosseedorf:
    Dienstag, 19. März 2019, 19.30 Uhr, im Grossen Saal des Kirchgemeindehauses, Moosstrasse 4

  • Ittigen:
    Donnerstag, 21. März 2019, 19.30 Uhr, im Haus des Sports, Talgut-Zentrum 27

08.03.2019

BZ-Artikel: Warten auf den Kanton

Die Gemeinde Münchenbuchsee bleibt an den Baurechtsvertrag gebunden.

Am Mittwoch hat der bernische Grosse Rat das Projekt für einen Neubau des Strassenverkehrsund Schifffahrtsamts (SVSA) in Münchenbuchsee vorderhand auf Eis gelegt. Das Parlament wies sowohl den Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Münchenbuchsee als auch den Kredit für den Architekturwettbewerb an den Regierungsrat zurück. Die Regierung müsse zuerst aufzeigen, wie die vielen grossen Investitionen in den nächsten Jahren finanziert werden können (Ausgabe von gestern). Der Kanton schätzt die Kosten für den Neubau des SVSA auf 110 Millionen Franken.


Für Münchenbuchsee ändere sich durch die Rückweisung nicht viel, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Er könne nachvollziehen, dass ein Geschäft zurückgestellt werde, wenn die Finanzierung nicht klar sei. Aus der Debatte sei aber auch herausgekommen, dass der Bedarf und das Projekt selber nicht bestritten seien.

Nur knapp zugestimmt

Münchenbuchsees Stimmberechtigten haben im vergangenen September dem Baurechtsvertrag mit dem Kanton für das Grundstück in der Buechlimatt mit einem Ja-Anteil von 52,5 Prozent knapp zugestimmt. Vonseiten der Gemeinde sei der Vertrag deshalb gültig, sagt Manfred Waibel: «Wir können jetzt nicht einfach aussteigen.»

Warten auf Kanton

Aber bevor das Baurecht in Kraft tritt, muss das zuständige Organ des Kantons zustimmen. Erst bei einem Nein von Kantonsseite oder bei Änderungswünschen würde der Vertrag für die Gemeinde hinfällig, ergänzt Waibel. Keine Rolle spiele, dass der in der Abstimmungsbotschaft erwähnte Zeitplan nun überholt sei. Es seien nur «voraussichtliche Zeitangaben» gewesen.

Das Areal in der Buechlimatt, auf dem das neue Strassenverkehrsamt geplant ist, gehört etwa je zur Hälfte der Einwohner- und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Der Baurechtszins beträgt jährlich rund 220 000 Franken, davon gehen 120 000 Franken an die Einwohnergemeinde. Die Hälfte des Baurechtszinses beginnt erst zu fliessen, wenn eine rechtsgültige Baubewilligung vorliegt, aber spätestens drei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung. Erst mit der Inbetriebnahme, aber spätestens fünf Jahre nach der Vertragsunterschrift ist der volle Betrag geschuldet.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
07.03.2019

BZ-Artikel: Das Zentrum in Münchenbuchsee ist auf Eis gelegt

Strassenverkehrsamt. Das Geld reicht nicht. Deshalb weist der Grosse Rat einen geplanten Neubau zurück.

Dieses Projekt habe nun ein bisschen Pech, sagte Bernhard Riem (BDP, Iffwil) gestern im Grossen Rat. Baudirektor Christoph Neuhaus (SVP) bezeichnete die Diskussion rund um das geplante neue Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt in Münchenbuchsee als «Stellvertreterkrieg». Denn wahrscheinlich hätte das Parlament für den Standort Münchenbuchsee, den damit verbundenen Baurechtsvertrag und einen Architekturwettbewerb gestimmt – wenn die Finanzen nicht wären. Nun hat es die Geschäfte an die Regierung zurückgewiesen mit der Auflage, zuerst zu klären, wie man die Finanzierungslücke in der Investitionsplanung schliessen kann.

Im Kanton Bern stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an, etwa im Zusammenhang mit dem Campus für die Fachhochschule oder dem Medizinalstandort Bern. Laut Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) fehlen für die bis 2028 geplanten Investitionen 500 bis 700 Millionen Franken. Die Regierung arbeitet deshalb – auch im Auftrag des Parlaments – an einer Priorisierung der Bauvorhaben. Zudem möchte sie mit einem neuen Investitionsfonds Geld beiseitelegen. Dieser Fonds ist politisch allerdings umstritten. In der Herbstsession wird er in die erste Lesung gehen.

Neuhaus appellierte vergebens an den Grossen Rat, das Projekt zum Strassenverkehrsamt nicht zurückzuweisen. Er betonte, dass der heutige Standort im Wankdorf laut der Gebäudeversicherung nur noch bis 2025 genutzt werden dürfte. Eine Sanierung würde laut Neuhaus mindestens so teuer zu stehen kommen wie ein Neubau. Die Kosten dafür werden auf rund 110 Millionen Franken geschätzt. Gestern ging es um den Baurechtsvertrag mit einem jährlichen Zins von 220 000 Franken. Die Gemeinde Münchenbuchsee hatte diesem im Herbst an der Urne knapp zugestimmt.

Ein Artikel aus der
(Sandra Rutschi, Berner Zeitung BZ)
06.03.2019

BZ-Artikel: Die Millionen fliessen doch nicht

Das Ferienheim weicht nicht einem neuen Wintercampus der Privatschule Le Rosey. (Foto: Ruth Oehrli)

Der Verkauf des Ferienheims Region Fraubrunnen in Schönried an die Privatschule Le Rosey kommt nicht zustande. Diese hat die Pläne für einen neuen Wintercampus auf dem Grundstück gestoppt.


Es sah nach einem lukrativen Geschäft aus. Die am Genfersee beheimatete noble Privatschule Le Rosey plante, ihren Wintercampus im Saanenland zu modernisieren und zu erweitern. Das Projekt sollte auf jenem Gelände in Schönried zu stehen kommen, auf dem sich das Ferienheim der Region Fraubrunnen befindet. Le Rosey war bereit, für das Grundstück mit Gebäuden im Erli für rund 25 Millionen Franken zu bezahlen. Mit einem Vertrag zwischen dem Institut und dem Trägerverein des Ferienheims wurde das Geschäft 2009 besiegelt. Dieses war geknüpft an eine rechtskräftige Baubewilligung.

Überdimensioniert

Nachdem die Gemeindeversammlung Saanen der Überbauungsordnung zugestimmt hatte, gab es 2016 einen Rückschlag. Die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder sprach sich gegen das Projekt aus. Dieses sei überdimensioniert und beeinträchtige die Landschaft zu stark. Le Rosey zog das Projekt im September 2016 zurück, hielt aber am Standort Erli fest. Das Gelände sollte weniger dicht bebaut werden, die dadurch fehlende Kapazität an einem anderen Ort geschaffen werden.

Nun ist das Campusprojekt im Erliin Schönried gestorben und damit der Traum vom Millionensegen aus dem Berner Oberland für die fünf Gemeinden des Trägervereins (Münchenbuchsee, Fraubrunnen, Jegenstorf, Utzenstorf, Bätterkinden) geplatzt. Ende des letzten November hat die Le Rosey SA dem Trägerverein mitgeteilt, dass sie von ihren Verkaufsabsichten zurücktrete. Das schreibt der Gemeinderat Münchenbuchsee in einer Antwort auf zwei Vorstösse, die das Parlament an seiner nächsten Sitzung behandelt. In absehbarer Zeit sei deshalb mit keinem Verkauf zu rechnen.

Dieses Szenario hatte sich bereits in den Monaten zuvor abgezeichnet. Der erste Verkaufsvertrag war 2016 ausgelaufen und hätte erneuert werden sollen. Darin hätten ein neuer, etwas tieferer Verkaufspreis und eine jährliche Abgeltung festgelegt werden sollen.

«Der neue Vertrag ist nie unterschrieben worden», blickt Daniel Wyrsch, der Präsident des Trägervereins Ferienheim Region Fraubrunnen, zurück. Es hätten wegen des geänderten kantonalen Baugesetzes neue Punkte aufgenommen werden müssen, wie etwa die Mehrwertabschöpfung. Der Verein habe von der Privatschule lange nichts mehr gehört, sie habe auf Zeit gespielt, sagt Wyrsch. Nach einem E-Mail-Verkehr im letzten Herbst sei schliesslich die definitive Absage gekommen. Die Gründe kennt Daniel Wyrsch nicht.

Jetzt wird saniert

Der Trägerverein hat wegen des geplatzten Verkaufs nun seine Strategie geändert. «Wir werden wieder ins Gebäude investieren», erklärt der Präsident. Etwa in die Heizung oder die Fenster. Wegen des möglichen Verkaufs wurde in den letzten Jahren nur das Nötigste gemacht. Das Haus selber sei aber in einem guten Zustand, betont Daniel Wyrsch. Die Arbeiten sollen über die reguläre Betriebsrechnung finanziert werden. Das Ferienheim sei gut vermietet. Während 26 Wochen sei es voll ausgelastet, dazu an weiteren rund zwölf Wochenenden.

Zu den weiteren Plänen oder einer konkreten Neuausrichtung von Le Rosey war gestern nichts in Erfahrung zu bringen. Der fürs Projekt zuständige Philippe Gudin war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Da die Verhandlungen nicht über die Gemeinde Saanen laufen würden, sei er darüber nicht im Bild, gibt Gemeindepräsident Toni von Grünigen zu verstehen: «Ich gehe zurzeit nicht davon aus, dass der Standort bei uns gefährdet ist.»

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad /sp, Berner Zeitung BZ)
28.02.2019

BZ-Artikel: Kunststoff-Firma zieht nach Thun und baut dort neu

Alle deutschsprachigen Gemeinden im Kanton liess die Cellwar GmbH anschreiben. Ihr Ziel: Einen Neubau erstellen, wo die Firma weiter wachsen kann. Doch der Rücklauf war ernüchternd: Lediglich zwei Gemeinden boten Bauland an. Eine davon war Thun.

«Ich habe drei Bundesordner voller Absagen», sagt Benedikt Zenhäusern, fügt dann aber gleich an, wie «perfekt» die Parzelle im Wirtschaftspark Schoren auf die Ansprüche der über 100-jährigen Firma zugeschnitten sei. «Thun bietet eine enorme Lebens- und Arbeitsqualität», sagt der Inhaber und Geschäftsführer der Cellwar GmbH, welche bisher in Räumen in Münchenbuchsee eingemietet war. Und er muss es wissen: So lebt der gebürtige Walliser und frisch gebackene Familienvater selber seit drei Jahren in Thun. Er betont deshalb auch, dass 36 seiner 38 Mitarbeiter den Umzug mitmachen und sich teilweise sogar hier niederlassen wollten.

Neubau für 5 Millionen

Auf der 2800 Quadratmeter grossen Parzelle im Wirtschaftspark Schoren plant die Kunststoffverarbeiterin Cellwar einen 26 Meter breiten und 60 Meter langen, unterkellerten Neubau mit einem viergeschossigen Mehrzweckbau und einer eingeschossigen Produktionshalle.

Die entsprechenden Bauprofile werden derzeit aufgestellt, das Baugesuch ist im aktuellen Amtsanzeiger publiziert. «Wir rechnen mit Baukosten von rund 5 Millionen Franken», sagt Zenhäusern. Er hofft, die Bauarbeiten noch im April dieses Jahres aufnehmen und den Firmenstandort Mitte 2020 nach Thun verlegen zu können.

Während man sich in Thun über den Zuzug freut, muss Münchenbuchsee den Wegzug einer Steuerzahlerin verkraften.

Ein Artikel aus der
(tt, Berner Zeitung BZ) 
16.02.2019

Bz-Artikel: Kommission verlangt Denkpause für Strassenverkehrsamt


Der Kanton Bern plant einen Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts in der Buechlimatt in Münchenbuchsee als Ersatz für den Standort am Berner Schermenweg. Die Investitionen werden auf rund 110 Millionen Franken geschätzt. Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben im letzten September dem Baurechtsvertrag mit dem Kanton zugestimmt.

Im März behandelt der Grosse Rat diesen Vertrag mit einem jährlichen Baurechtszins von 220 000 Franken. Ebenso einen Kredit über 1,5 Millionen Franken für den Architekturwettbewerb. Nun beantragt die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BAK) des Grossen Rats, die beiden Geschäfte zurückzuweisen. Es gehe dabei nicht um inhaltliche Bedenken, sondern um die Finanzierung, sagt BAK-Präsident Daniel Klauser (Grüne). Die Finanzkommission habe einen Mitbericht verfasst und die Rückweisung empfohlen. Die BAK verlangt nun, dass der Regierungsrat die Finanzierbarkeit klärt mit Blick auf die gesamte Investitionsplanung, welche eine Finanzierungslücke aufweist. Bevor diese Planung nicht überarbeitet sei und Prioritäten gesetzt seien, solle mit einem Entscheid zugewartet werden.



Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.02.2019

BZ-Artikel: «Es braucht Präzision und Nerven»

Zwischen den Scheiben: Marco Mazzotta im Clublokal in Münchenbuchsee. (Fotos: Raphael Moser)

Marco Mazzotta aus Münchenbuchsee ist halbseitig gelähmt. Das hält ihn nicht davon ab, mit Begeisterung Darts zu spielen.


20! 20! 20! Innert weniger Sekunden schiesst er drei Pfeile auf die Scheibe ab. Konzentriert. Aber ganz locker. Dreimal trifft er in jenes längliche, dreieckige Feld, das am meisten Punkte generiert. Er lächelt zufrieden und bewegt sich langsam zurück an den Tisch, wo er sich einen Schluck Mineralwasser genehmigt. «Ja, gar nicht mal so schlecht.»

Marco Mazzotta (33) befindet sich im Trainingslokal der Bumble Bee Darters Buchsi, ein Club, der in der C-Liga spielt. Zwei elektronische Dartscheiben, eine Bar, ein TV, ein Kühlschrank, ein Tisch, Schals von Ajax Amsterdam, Juventus Turin und den Toten Hosen an der Decke. Hier hält er sich regelmässig auf, um allein oder mit seinen Clubkollegen aus Münchenbuchsee zu trainieren.

So weit, so normal. Doch Marco Mazzotta ist bewegungsbehindert. Die rechte Körperseite ist gelähmt. Er leidet seit seiner Geburt unter sogenannter Cerebralparese (CP), ausgelöst durch Sauerstoffunterversorgung. Kürzere Strecken kann er zwar gehen, zieht dabei das rechte Bein aber nach. Für längere Strecken benötigt er ein Invalidenfahrzeug. Dank einem operativen Eingriff kann er auch den rechten Arm etwas bewegen. Die linke Körperseite funktioniert völlig normal.

«Komisches Gefühl»

Zurück zum Sport mit den Pfeilen. Ernsthaft mit dem Dartspielen begann Mazzotta vor neun Jahren. Kollegen animierten ihn damals, bei einem Probetraining im Buchser Clublokal mitzumachen. «Dann hat es mich einfach gepackt», erinnert er sich.

Bald war er bei Turnieren und Ligamatchs mit dabei. Und verspürte zu Beginn durchaus eine Verunsicherung: «Ja, bei meinen ersten Einsätzen hatte ich schon ein komisches Gefühl. Ich befürchtete, dass die Leute mich wegen meiner Behinderung schräg anschauen. Aber die Angst war unbegründet.» Wenn ihn jemand fragte, was er denn für eine Beeinträchtigung habe, gab er bereitwillig Auskunft. «Und die Sache war vom Tisch.»

Doch was fasziniert Marco Mazzotta eigentlich am Dartspielen? «Die Präzision und die Nervenstärke, die es für gute Resultate braucht. Die Dynamik auch.

Und dass man immer genau mitrechnen muss, welche Punkte es zum Sieg noch braucht.» Nicht zuletzt: «Ich habe ganz einfach Freude an diesem Sport.»

Ziel: Aufstieg in die B-Liga

Freude: Dieses Wort verwendet Marco Mazzotta öfters. Er habe Freude am Leben, trotz seiner Behinderung. Er habe auch Freude an seiner Familie und den drei Kindern, mit denen er seit Jahren in Münchenbuchsee lebt. Er lebe nach dem Motto: «Trotz Beeinträchtigung sollte man versuchen, jeden Tag zu geniessen.» Und welche Ziele verfolgt der Teilzeitmitarbeiter der Berner Band-Genossenschaft, wenn es um seinen Lieblingssport Darts geht? Da überlegt er nicht lange: «Toll wäre ein Aufstieg in die B-Liga. Oder irgendwann gar in die A-Liga. Aber dieser Weg dürfte sehr steinig sein.» Marco Mazzotta lacht – und ergänzt sogleich: «Das Wichtigste für mich bleibt aber auch in Zukunft, dass ich die Freude am Dartspielen nie verliere.» Man nimmt es ihm ab.

Verschiedene Ligen
Wettbewerbsmässig gibt es in der Schweiz bei der Sportart Darts die C-, die B- und die A-Liga, in der um den Schweizer-Meister-Titel gespielt wird. Spitzenspieler schaffen es gar in die Nationalmannschaft und nehmen an internationalen Turnieren teil. Darts kennt die verschiedensten Regeln und Unterregeln. Beim gängigsten Game geht es darum, von vorgegebenen 501 Punkten auf genau 0 Punkte herunterzuspielen. Wer diese 0 Punkte zuerst erreicht, hat gewonnen. Eine Dartscheibe besteht immer aus 20 Zahlenfeldern. Die grossen Felder zählen einfach, der äussere Ring am Rand zählt die Punkte zweifach, im inneren Ring werden die Treffer dreifach gezählt. Umfassende Darts-Infos gibts beim Verband Compact Sport Schweiz (www.dart-css.ch).

Ein Artikel aus der
(Christian Werder/pd, Berner Zeitung BZ)
Konzentriert: Mazzotta demonstriert seine Treffsicherheit. / Pfeile und Zubehör: Das Köfferchen ist immer dabei. Fotos: Raphael Moser
13.02.2019

BZ-Artikel: Auto kollidiert mit Linienbus

Am Dienstagnachmittag stiessen in Zollikofen (Gemeinde Münchenbuchsee) ein Auto und ein Linienbus zusammen. Zwei Personen wurden verletzt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Kurz vor 16.30 Uhr kollidierten in Zollikofen am Dienstag ein Auto und ein Linienbus. Dies teilte die Kantonspolizei Bern am Dienstagabend mit. Offenbar war ein Linienbus der RBS von Zollikofen nach Münchenbuchsee unterwegs gewesen, als aus einer Einmündung der Tankstelle in der Nähe des Kreisels Bernstrasse/Zürichstrasse ein Auto auf die Bernstrasse einbog. Die beiden Fahrzeuge kollidierten.

Vier Buspassagiere wurden beim Unfall verletzt. Zwei davon wurden mit Ambulanzen zur Kontrolle ins Spital gebracht. Zwei weitere wurden vor Ort durch die Sanitäter kontrolliert, mussten jedoch nicht ins Spital gebracht werden.

Der Verkehr wurde während zwei Stunden wechselseitig geführt. Die beiden RBS-Linien 36 und 41 verkehrten gut zwei Stunden lang unterbrochen oder verspätet.
  
Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
08.02.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Kynologischer Verein Münchenbuchsee und Umgebung

Geschichte
Der Kynologische Verein Münchenbuchsee und Umgebung (KVM) wurde 1971 aus der „Gruppe Münchenbuchsee“ des kynologischen Vereins Berna gegründet. Er hat heute rund 120 Mitglieder und hat zum Hauptziel die Vermittlung von Informationen und Kenntnissen an die Mitglieder und an weitere Kreise über die Anschaffung und Haltung sowie die Erziehung und Ausbildung von Hunden auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, sportlich fairer Gesinnung und Beachtung der Prinzipien der Tierschutzgesetzgebung. Der KVM ist Mitglied der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) sowie der Interessengemeinschaft Kynologischer Organisationen des Kantons Bern und angrenzender Gebiete (IGKO). Bei uns sind Hunde aller Rassen und Mischlinge willkommen. Auf unserem Übungsplatz direkt am Waldrand bieten wir Trainings in verschiedenen Sparten an und bieten auch für Nichtmitglieder Hunde-Erziehungskurse.

Klubhütte
Unsere Hütte befindet sich im Limbärgete-Wald gegenüber des Sportzentrums und Freibad Hirzefeld in Münchenbuchsee. In unserer Klubhütte können wir uns nach unseren Trainings verpflegen und fachsimpeln und so das Vereinsleben pflegen.

Möchten Sie unsere Hütte für ein Geburtstags-, Familien- oder Vereinsfest nutzen? Unsere heimelige Vereinshütte kann für private Anlässe gemietet werden. Die Küche ist mit reichlich Geschirr und Besteck ausgestattet. Ein Schwedenofen und Cheminée sorgen an kühlen Abenden für behagliche Wärme. Unsere Hüttenwirtin gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Angebot Hunde-Sportsparten

Agility
Beim Agility muss der Hund einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer festgelegten Reihenfolge und innerhalb einer gegebenen Zeit überwinden. Der Hundeführer zeigt ihm dabei mit Körpersprache und Hörzeichen den Weg. Agility macht fast allen Hunden Spass und eignet sich nahezu für jeden Hund und Hundeführer (ausgenommen sehr grosse und schwere Hunde).

Obedience
Beim Obedience (= Gehorsam) geht es um exakte und fliessende Ausführung der einzelnen Übungen. Obedience ist für alle Hunde geeignet, unabhängig von Grösse und Alter. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung.

Begleithund
Die Disziplin "Begleithund" umfasst die Bereiche Nasenarbeit (verfolgen einer Fährte oder Revierarbeit) und Unterordnung/Führigkeit (gehen mit und ohne Leine, apportieren, Hochsprung).
Leider hat der KV Münchenbuchsee zurzeit kein/e Übungsleitende/r für diese Sparte.

Sanitätshund
Der Sanitätshund muss in unübersichtlichem Gelände mittels Bringselverfahren in systematischer Quersuche dem Hundeführer vermeintlich verletzte Personen oder Gegenstände anzeigen. Für die Sanitätsarbeit braucht es einen Hund mit ausgesprochener Lauffreudigkeit und Ausdauer, gutem Appell sowie keinem Jagdtrieb. Natürlich wird auch vom Hundeführer eine angemessene Kondition und Teambereitschaft erwartet.

Familienhunde
Die Familienhundegruppe steht allen Hundebesitzern offen, welche Wert auf einen gut erzogenen und "alltagstauglichen" Hund legen. Das Schwergewicht liegt auf Appell und Vielseitigkeit gepaart mit einer guten Mischung aus Spiel, Spass und Engagement von Hund und Hundehalter. Ein absolvierter Erziehungskurs erleichtert den Einstieg in die Familienhunde-Gruppe.

Jugend + Hund
Die Jugend + Hund-Gruppe ist offen für Jugendliche ab 10 Jahren und Hunde ab 9 Monaten. Die Hunde (eigene oder eines Bekannten) sollten mindestens einen Erziehungskurs absolviert haben und unter Kontrolle gehalten werden können. Die Jugendlichen lernen spielerisch den artgerechten Umgang mit Hunden. Spiel und Spass stehen im Vordergrund.

Unsere Leiterinnen freuen sich über Zuwachs in der J+H-Gruppe.

Unsere bestehenden Übungsgruppen sind zurzeit ausgebucht (ausser Jugend+Hund). Damit wir interessierten Hundehalter/innen einen Platz anbieten können, sind wir auf der Suche nach Übungsleitenden. Sind Sie eine erfahrene Hundesportlerin oder ein erfahrener Hundesportler und haben Sie Interesse, eine Obedience, Begleithunde- oder Agility-Gruppe aufzubauen und zu leiten? Unsere Präsidentin oder Hauptübungsleiterin gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte  www.kv-muenchenbuchsee.ch.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
18.01.2019

BZ-Artikel: Ausgespielt?

Käthi Fricker hat die Ludothek durch Höhen und Tiefen geführt. Nun hat sie den inneren Schlussstrich gezogen. (Foto: Susanne Keller)

Am Montag entscheidet sich, ob die Ludothek Ende Jahr zugeht. Eine Weiterführung dürfte schwierig werden – auch weil die Gemeinde keine geeigneten Räume zur Verfügung stellt.


Was 1979 begann, wird 2020 wohl nicht mehr sein: An der Hauptversammlung der Ludothek Münchenbuchsee werden die Vereinsmitglieder nächsten Montag über eine Auflösung entscheiden. Die Zeichen stehen auf Sturm, eine Weiterführung des Spielverleihs ist aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich. Präsidentin Käthi Fricker sagt es so: «Es stehen fünf Rücktritte an. Können die Helferinnen ersetzt werden, ist nur eines unserer Probleme gelöst.» Das Gebäude – die ehemalige Post beim Bahnhof – ist stark sanierungsbedürftig und ein künftiges Mietverhältnis ungewiss. Zudem verzeichnet die Ludothek seit drei Jahren einen markanten Einbruch bei den Ausleihen. Nach dem Grund dieses Rückgangs gefragt, zögert Fricker kurz. Schliesslich sagt sie: Der Raum sei nicht anmächelig, und die Gemeinde sei nicht bereit, eine höhere Miete zu zahlen.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Gemeinde eine Ecke in der Ludothek einer Freikirche als Depot untervermietet hat und ein Wasserschaden vom Besitzer nie ausgebessert wurde. Trotzdem: Anprangern mag Fricker die Behörde nicht, immerhin übernehme ja die Gemeinde die Mietkosten.

Lange gesucht

Eigentlich ist die Ludothek Münchenbuchsee weitherum bekannt. Ihr Kundenverzeichnis umfasst Personen aus über 30 Ortschaften. Auch hat der Verein einige «Renner» anzubieten: So stehen viele robuste Dreiräder und kleine Velos für die Ausleihe bereit. Es sind Fahrzeuge, deren Neupreis bis zu 700 Franken beträgt. Erfolgreich sind auch die Spielanimationen während der Ferienzeit und Spielnachmittage im Freispielpark.

Daher erstaunt es nicht, dass Fricker ihr Amt als Präsidentin mit leiser Wehmut abgibt. Seit 20 Jahren ist sie mit dabei und hat die Ludothek durch Höhen und Tiefen geführt. Doch jetzt ist für sie der innere Schlussstrich gezogen. Man habe mit den Vereinsmitgliedern durchaus auch nach innovativen Alternativen für eine Weiterführung gesucht, sagt sie. So kam die Idee einer Ausleihe via Internet ins Spiel oder eine Konzentration auf die Spielanimation. Die Ideen hielten dem Realitätstest nicht stand. Dass die heutige Form von Ludotheken nicht zukunftsträchtig sei, verneint Fricker. Es gebe durchaus Ludotheken, die einen Zuwachs an Kundschaft verzeichnen könnten.

Es geht auch anders

Etwas kritischere Worte als Käthi Fricker wählt Erika Rutishauser, die Präsidentin des Verbands Schweizer Ludotheken. Sie hat kürzlich die Ludothek in Münchenbuchsee besucht und die Räume als «höchst ungeeignet» taxiert. Mit Abfallsäcken beim Eingang, einem Wasserschaden in der Diele und in einer Ecke einem Möbeldepot mache es einfach keinen Spass, ehrenamtlich für die Ludothek tätig zu sein. Auch Kunden würden so vertrieben.

Gemäss Rutishauser hängt der Erfolg einer Ludothek in den meisten Fällen mit den Räumlichkeiten und dem Engagement der Gemeinde zusammen. Sie führt Gossau und Langenthal als Beispiele an: In beiden Gemeinden stellten die Behörden grosszügige und gemütliche Räume zur Verfügung, griffen der Ludothek finanziell unter die Arme und sähen sie als ein wichtiges Angebot. Ein Stadt-Land-Problem kann die Verbandspräsidentin nicht orten. Auch nähmen die Ludotheken neue Trends sofort auf und würden so für die Kunden attraktiv bleiben.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee hat bereits im Mai 2016 entschieden, längerfristig die Raummiete für die Ludothek nicht mehr zu übernehmen. Die Ludothek sei ein Verein wie jeder andere auch, sagt Gemeinderat Andreas Luginbühl. Er war 2016 Vorsteher des Departements Kultur, Freizeit und Sport. Luginbühl weist auf die Indexierung für die Beiträge an die Vereine hin. Eine Vorzugsbehandlung sei nicht fair. Wie wichtig ein Verein für das Dorf sei, werde naturgemäss unterschiedlich wahrgenommen. Auf Zusehen hin bezahle die Gemeinde der Ludothek die Miete.

Ist dies das Ende – oder gibt es doch noch eine Lösung? Der nächste Montag wird es zeigen.

Ein Artikel aus der
(Ursula Grütter, Berner Zeitung BZ)
14.01.2019

BZ-Artikel: Drei Buspassagiere bei Bremsmanöver verletzt

In Münchenbuchsee wurden drei Buspassagiere bei einem Unfall verletzt. Zwei mussten ins Spital gebracht werden.

Bei einem Bremsmanöver sind am Montagmorgen drei Frauen in einem Linienbus auf der Strecke von Münchenbuchsee in Richtung Zollikofen verletzt worden. Zwei von ihnen mussten ins Spital gebracht werden. Eine dritte Passagierin wurde nur leicht verletzt.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 9.40 Uhr im Gebiet der Haltestelle Waldegg in Münchenbuchsee. Der Linienbus war Richtung Zollikofen unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein Auto in entgegengesetzter Richtung und beabsichtigte, vor der Bushaltestelle links in die Bernstrasse einzubiegen.

Der Buschauffeur leitete ein Bremsmanöver ein, bei dem die drei Fahrgäste verletzt wurden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs und der Umstände aufgenommen.

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
11.01.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Neujahrsapéro 2019


Der Gemeinderat von Münchenbuchsee lud am 4. Januar 2019 die Bevölkerung zum Neujahrsapéro ein. Die rund 150 Gäste wurden mit Musik von Martin Bachmann (Cello), Dora Bernhard, Marianne Liechti, Anita Meyer (Violinen), Brigitte Bader und Kurth Bürki (Querflöten) empfangen. Sie spielten «Maestoso» von W.A. Mozart und Kompositionen von Joseph Röösli. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch einen Teil der Musiker der «The Buchsi Seven».

Bevor das Apérobuffet eröffnet wurde, nutzte der Gemeindepräsident, Manfred Waibel, die Gelegenheit, der Bevölkerung für ihr Kommen zu danken und allen Anwesenden ein gutes, glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr zu wünschen. Ebenfalls bedankte er sich bei der Metzgerei Wüthrich aus Münchenbuchsee für das tolle Apérobuffet, beim Hofwiler Wy-Chäller für den auserlesenen Wein und bei den Musizierenden für die musikalische Unterhaltung. Die Musiker erhielten von ihm als Dankeschön eine exklusive Nussmischung der Firma Nobs aus Münchenbuchsee.

Das anschliessend feine Apérobuffet der Metzgerei Wüthrich fand grossen Anklang bei Gross und Klein. Auf das neue Jahr wurde mit Wein aus dem Hofwiler Wy-Chäller in Münchenbuchsee angestossen. Bei angeregten Gesprächen tauschte sich die Bevölkerung mit Mitgliedern des Gemeinderats und Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung aus, aber auch die Einwohnerinnen und Einwohner untereinander nutzten die Gelegenheit miteinander zu kommunizieren. Einige vertieften ihre Bekanntschaften, andere lernten neue Gesichter kennen. Es gab sowohl interessante wie auch amüsante Gespräche. Bei gemütlicher und lockerer Stimmung wurde geplaudert und gelacht. Der Gesprächsaustausch wurde rege genutzt. Der Anlass war sehr gut organisiert. Auch dieses Jahr war es wieder eine tolle und gelungene Veranstaltung mit einem entspannten Start ins neue Jahr. Der Neujahrsapéro in Münchenbuchsee entwickelt sich zu einem beliebten Anlass für die Bevölkerung und soll im kommenden Jahr erneut durchgeführt werden.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Olivier Gerig, Karin Balmer
Fotos: Olivier Gerig
03.01.2019

Bund-Artikel: «Chrüter-Oski» blickt Mayr über die Schulter

Aufgetischt: Restaurant Moospinte, Münchenbuchsee

Draussen ist es garstig, drinnen gemütlich. Offenbar rennt am vierten Advent über Mittag alles an den Sonntagsverkauf, denn wir sind – vorerst – die Einzigen in der «Prominentenstube», was die Prominenz noch steigert. Schnitzereien an den Stuhllehnen verraten, dass vor uns weit prominentere Persönlichkeiten hier tafelten. Am Nebentisch traf sich General Henri Guisan zu diskreten Besprechungen. Die beste Begleiterin von allen sitzt auf dem Stuhl des Jugendpsychologen Hans Zulliger aus Ittigen, der Testesser wärmt den Sitz von Kronprinzessin Juliane, der späteren Königin der Niederlande. Neben ihm ist der Name Oskar Marti verewigt, besser bekannt als «Chrüter-Oski». Dieser wirtete bis 2010 auf der Moospinte, und fast hört man noch den Widerhall seiner Predigten, die jeweils dem Essen vorausgingen.

Seit diesem Sommer wirtet eine neue Familie in der Moospinte: Christoph und Stephanie Mayr, beide aus Bayern stammend. Wir bestellen beim umsichtigen jungen Kellner Champagner von Nicolas Feuillatte (Fr. 14.50/ dl), kein gefälliger Industrieschaumwein, sondern ein Cüpli mit Kante. Die Direktsäfte aus Wildquitte oder Wildpreiselbeere probieren wir ein andermal. Bald erreicht uns ein Brotkörbchen, das auch Bretzelstücke enthält. Man könnte hier am Sonntag auch einen Brunch nehmen – mit bayrischem Touch.

Das Dry Aged Entrecôte aus dem Emmental sei leider nicht mehr vorrätig, wird uns beschieden. Als grosses Stück ist dieses Rindfleisch vergriffen, doch erhalten wir ein Mümpfeli in Form von Tatare im Amusebouche, geschmacklich angenehm kombiniert mit Pflaumen und Nüssen, dazu ein zartes Wachtelbrüstli sowie Kornelkirschenkonfitüre – ein wahrhaft gelungener Gruss aus der Küche.

Als Vorspeise hat die Begleiterin einen bunten Wildsalat mit Sprossen (Fr. 11.–) gewählt. Er hingegen bekommt dünn geschnittene Schinkenscheiben vom Durocschwein mit Rande und Birne (Fr. 19.–). Das Fleisch hat einen feinen Rauchgeschmack, es ist ein Produkt aus der hauseigenen Räucherkammer. Die Begleiterin steht auf Tafelspitz (Fr. 39.–). Mayr hatte dieses traditionsreiche Gericht bereits in neu interpretierter Form im Rössli in Rubigen auf der Karte, wo er bis 2012 tätig war – damals übrigens vom «Gault Millau» mit 13 Punkten bewertet. Dem Testesser steht der Sinn nach Kalbshohrückensteak mit Wintergemüse (Fr. 49.–). Als Beilage wählt er etwas nicht Alltägliches: zwei Scheiben Kürbis- und Spinatstrudel. Wie eine Fahne ragt eine frittierte Pastinakenscheibe vom Teller empor.

Beim Wein setzt die Begleiterin auf einen Zweigelt (Fr. 7.80/dl) aus Österreich. Die Traube wird aus Correctness-Gründen wohl umbenannt, weil Friedrich Zweigelt, der Urheber der Rebkreuzung, ein übler Nazi war. Der Wein ist trotzdem bekömmlich, aber eher leicht. Kräftiger ist der Rioja La Montesa (Fr. 8.20/dl) des Testessers und passt somit zum zarten, leicht rosafarbigen Kalbfleisch. Das Wintergemüse ist etwas sehr knackig.

Dessert? Der Testesser kennt seine süssen Pflichten und bestellt die bayrische Creme (Fr. 16.–), deren Konsistenz in Richtung Pudding oder Mousse geht, mit feinem Geschmack und nicht zu süss. Als Kontrast liegen dünn geschnittene Blutorangenscheiben auf dem Teller. Die Begleiterin will nur einen Löffel zum Naschen, bekommt aber einen eigenen Teller, das hat Stil. Nun vernimmt man eine Kinderstimme. Es ist Töchterchen Alina. Die Kleine schaut den Eltern oft bei der Arbeit zu, und manchmal schneidet sie weiche Pilze in Scheiben. Früh übt sich. Wir sind nach unserem Besuch sehr zufrieden mit dem Gebotenen – und «Chrüter-Oski», nach dem die «Chrüterstube» benannt ist, wäre es sicher ebenfalls, auch wenn Mayr seine eigene Handschrift hat.

Die Rechnung, bitte
Karte: Gehobene Gourmetküche mit Liebe zum Regionalen und zu Kräutern – «Chrüter-Oski»- like, aber mit eigenem Stil, zum Teil mit bayrischen Akzenten (Frühschoppen mit Weisswurst und Bretzeln). Noch nicht im «Gault Millau» verzeichnet.

Preise: Gehoben, der Qualität des Gebotenen entsprechend.

Kundschaft: Feinschmecker und Freunde des gehobenen Sonntagsbrunchs. Im Säli im Obergeschoss gibt es manchmal musikalische Live-Events (etwa am 31. Januar), oder der Wirt lässt auf einem Grammophon aus den 1920er-Jahren alte Schellackplatten laufen («His Master’s Voice»).

Öffnungszeiten: Im Winter dienstags (neu!) bis freitags 10–14 Uhr und 18–23 Uhr; Sa/So 10–23 Uhr; montags geschlossen.

Adresse: Restaurant Moospinte, Christoph und Stephanie Mayr, Patricia Riedo, Lyssstrasse 39, 3053 Münchenbuchsee, Telefon 031 869 01 13, www.moospinte.ch, E-Mail: info@moospinte.ch.

Ein Artikel aus dem
(Markus Dütschler, Der Bund)

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