News-Artikel 2019

03.01.2019
21.06.2019

BZ-Artikel: Grosse Nachfrage nach Wärme

Die Stimmberechtigten entscheiden Ende Juni zum zweiten Mal über den Wärmeverbund Zentrum.

Das Projekt war eigentlich schon unter Dach. Im Mai 2017 genehmigten die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee einen Rahmenkredit von gut 7,2 Millionen Franken für den Wärmeverbund Zentrum. Doch gebaut ist noch nichts, und auch keine Leitung ist verlegt. Denn der Wärmeverbund stiess auf eine über den Erwartungen liegende Nachfrage, sodass das Projekt überarbeitet werden musste. Der ursprünglich vorgesehene Standort für die Wärmezentrale (Holzschnitzelfeuerung) bei der Strahmmatte erwies sich aufgrund des beschränkten Platzes als nicht mehr geeignet.

Wesentliche Änderung

Inzwischen hat die Gemeinde einen neuen Standort für diese Zentrale gefunden. Sie soll bei der Saal- und Freizeitanlage zu stehen kommen. Das bedingt aber eine Änderung der Zone für öffentliche Nutzung. Weil es sich dabei um eine wesentliche Änderung des ursprünglichen Projekts handelt, kommt es am 30. Juni erneut zu einer Urnenabstimmung.

Dort geht es nicht nur um den neuen Standort, sondern auch um eine neue Trägerschaft. Denn nicht mehr die Gemeinde selber, sondern die Energie Münchenbuchsee AG (Emag) wird den Wärmeverbund bauen und betreiben. Die Emag, die zu 100 Prozent der Gemeinde gehört, wird alle bisherigen Verpflichtungen übernehmen. Sie wird ebenfalls die Finanzierung sichern. Der vor gut zwei Jahren gesprochene Rahmenkredit wird nicht beansprucht, der Entscheid der Abstimmung von damals wird aufgehoben.

Ein Aber von der SP

Der Grosse Gemeinderat hat der Vorlage im letzten Monat mit 37 zu 0 zugestimmt. In der neuesten Ausgabe des «Buchsi-Info» schiebt die SP dem Ja noch ein Aber nach. Sie findet es stossend, dass der Wärmeverbund nicht mehr von der Gemeinde über eine Spezialfinanzierung betrieben wird, sondern von einer gewinnorientierten AG. Obwohl die Emag der Gemeinde gehört, rechnet die SP damit, dass der Wärmepreis «zuoberst in der definierten Bandbreite» liegen werde. Doch es bleibe keine andere Wahl, wenn man von fossilen auf erneuerbare Energieträger umstellen wolle.

Das Bauprojekt soll noch in diesem Jahr gestartet werden, die ersten Kunden sollen auf die Heizperiode 2020/2021 mit Wärme beliefert werden.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
19.06.2019

24. Juni - 11. August 2019: Streckenunterbruch RE/S8 zwischen Moosseedorf und Zollikofen

Die RBS-Bahnstrecke zwischen Moosseedorf und Zollikofen wird auf Doppelspur ausgebaut. Für den Bau der Bahninfrastruktur muss die Strecke zwischen Moosseedorf und Zollikofen von Montag, 24. Juni bis Sonntag, 11. August 2019 während der gesamten Betriebszeit gesperrt werden. Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Jegenstorf und Zollikofen (RE-Direktkurs, ohne Halt, Montag bis Freitag, bis 21.30 Uhr ) und zwischen Schönbühl und Zollikofen (S8-Bahnersatzbus mit Halt in Moosseedorf). Ihre Reisezeit kann sich um bis zu 15 Minuten verlängern.

Die RBS-Bahnlinien RE und S8 verkehren in dieser Zeit auf der gesamten Strecke nach geändertem Fahrplan und mit angepasstem Linienverlauf. Bitte informieren Sie sich über die Änderungen im PDF-Flyer und auf: www.rbs.ch/bahnersatz

07.06.2019

7. Juni 2019: Änderung der baurechtlichen Grundordnung (Änderung Zonenplan und Baureglement in Art. 76g ZPP Nr. 19 Strahmmatte): Öffentliche Auflage

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) die vorerwähnte Änderung von Artikel 76g ZPP Nr. 19 Strahmmatte zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 07.06.2019 bis 08.07.2019 bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf und sind auf der Website aufgeschaltet.

Folgende Unterlagen können eingesehen werden:
-    Änderung Baureglement, Art. 76g, ZPP Nr.19 Strahmmatte
-    Anhang zum Baureglement
-    Änderung Zonenplan
-    Erläuterungsbericht (Bericht nach Art.47 RPV)

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Die Unterlagen werden auf dieser Website unter "Gemeinde/Aktuelle Projekte" aufgeschaltet.
07.06.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Mysteriöser Mordfall in Münchenbuchsee


In Münchenbuchsee gibt es einen Mordfall, den es aufzuklären gilt. Sind Sie ein Krimifan und möchten selbst einmal einen Kriminalfall lösen? Dann begeben Sie sich an den Schauplatz des Verbrechens in Münchenbuchsee. Ermitteln Sie als Kommissar in diesem Mordfall und überführen Sie den Mörder! Am 25. Mai 2019 wurde in Münchenbuchsee ein neuer KrimiSpass eröffnet. Es ist mittlerweile die zehnte Gemeinde, in der es einen Kriminalfall von KrimiSpass zu lösen gibt.

Wir schreiben den 25. Mai 2019. Pünktlich um 10.00 Uhr befindet sich eine Gruppe von rund 30 Krimifans beim Ausgangspunkt, bei der Bushaltestelle „Kirche“ und wartet gespannt auf den Kriminalfall, den es zu ermitteln gilt. Doch vorab begrüsst Gemeindepräsident Manfred Weibel die Anwesenden und informiert, wie es zu diesem Krimi-Event gekommen ist. Der Gemeinderat war begeistert vom KrimiSpass, den er anlässlich seines Gemeinderatsausflugs in Utzenstorf besucht hatte. Schnell war für ihn klar, dass ein solches spannendes Krimi-Abenteuer auch in Münchenbuchsee stattfinden sollte. Jetzt ist es soweit, und die Anwesenden dürfen als erste im Mordfall von Münchenbuchsee in die Rolle des Kommissars schlüpfen und ermitteln. Der Autor des KrimiSpass, David Baumgartner, ist ebenfalls persönlich vor Ort. Als begeisterter Krimiliebhaber sei er auf die Idee gekommen, einen Kriminalfall zu schreiben, der auf einem Spaziergang durchs Dorf mit Hilfe von Hinweistafeln an verschiedenen Schauplätzen zu lösen sei, erzählte er seinen Zuhörern. So kam der interaktive KrimiSpass zustande. Mittlerweile hat Baumgartner schon in zehn Ortschaften seine Kriminalfälle etabliert. Inspirieren für die Krimigeschichten lässt er sich meistens, wenn er durchs Dorf spaziert und die geeigneten Schauplätze besichtigt. Er erklärt den anwesenden Krimifans das interaktive Spiel. Für das Krimi-Abenteuer braucht es ein aufgeladenes Smartphone, Notizpapier und Schreibzeug. Um zu den Informationen des Kriminalfalls zu kommen, muss man sich zuerst registrieren und seine E-Mail-Adresse angeben. Kurz danach erhält man eine E-Mail mit einer Karte, wo sich die 11 Schauplätze im und ums Dorf befinden. Nun kann es losgehen. Bei der Hinweistafel von Schauplatz 1 wird der QR-Code gescannt. Dadurch wird auf dem Smartphone eine mobile Webseite geöffnet, und man erhält den ersten Hinweis bzw. es wird der Kriminalfall geschildert sowie alle Verdächtigen aufgeführt.

Mordfall "Pierre Salzmann"

Münchenbuchsee ist eine ruhige und friedliche Gemeinde in der Nähe von Bern. Doch wurde das Dorf nun plötzlich Schauplatz eines Verbrechens. Ein Spaziergänger entdeckt an einem abgelegenen Ort eine Leiche. Der Tote ist Pierre Salzmann, ein weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter Schönheitschirurg. Die Nachricht verbreitet sich im Dorf wie ein Lauffeuer und rasch machen die wildesten Spekulationen die Runde. Wurde Pierre Salzmann ermordet? Und wenn ja, von wem? Wie die Erkenntnisse der Gerichtsmedizin ergeben haben, wurde der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben Angst, denn der Mörder läuft immer noch frei herum. Kann er überführt werden? Welche der Verdächtigen ist der Mörder oder die Mörderin? Die Ermittlungen des Kommissars können beginnen.

Es gibt 5 Verdächtige: Die Ex-Frau des Mordopfers, ein weiterer Schönheitschirurg und Mitbewerber des Ermordeten, die Hausangestellte des Opfers, der Bruder des Mordopfers und gescheiterter Geschäftsmann mit finanziellen Sorgen und eine ehemalige Kundin und Opfer einer misslungenen Schönheitsoperation durch den ermordeten Schönheitschirurgen. Wer von ihnen hat Pierre Salzmann auf dem Gewissen? Mit diesem Wissen begibt sich die Gruppe der Kommissare zu Fuss zum nächsten Schauplatz. Dort findet das Ermittlungsteam das Hinweisschild. Durch das Scannen des QR-Codes erhält es den nächsten Tipp zum Mordfall. Dieses Mal gibt die Praxisassistentin wichtige Informationen über den Ermordeten bekannt. Insgesamt hat es auf dem Rundgang durchs Dorf und dessen Umgebung 11 Schauplätze zu besichtigen. Bei jedem Schauplatz erhalten die Kommissare einen weiteren Hinweis. Sie sind so gelegen, dass viele schöne Plätze und Ecken von Münchenbuchsee kennen gelernt werden, wie zum Beispiel der Fundort der Leiche beim alten Badeweiher Hofwil, dem ersten künstlichen Schwimmbad der Schweiz.

Das sonnige und warme Wetter sowie die Spurensuche machen das Ermittlerteam durstig. Nach der Besichtigung des fünften Schauplatzes wird deshalb der Durst im Restaurant des Golfparks gelöscht, währenddessen in der Gruppe ein reger Austausch und interessante Spekulationen über den möglichen Täter stattfinden. Freundlicherweise lädt das Restaurant Golfpark die Ermittler zur Erstbegehung des KrimiSpass zu diesem Umtrunk ein. Herzlichen Dank! Frisch gestärkt geht es weiter zum nächsten Schauplatz. Dort kann ein Kommissar sogar ein Lunch-Paket kaufen, wenn er hungrig sein sollte. Je mehr Hinweise die Gruppe erhält, desto spannender wird es. Wer könnte der Täter sein? Alle Verdächtigen haben ein Motiv. Am Schauplatz bei der Drogerie Studer werden die Ermittler vom Drogisten-Team zur Eröffnung des neuen KrimiSpass mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt. Danke vielmals für die Stärkung! Beim letzten Schauplatz ist es soweit, die Ermittlungen sind abgeschlossen. Es gilt, den Täter zu überführen. Wann war die Tatzeit? Kann der Verdächtige zu dieser Zeit überhaupt am Tatort gewesen sein? Wie wurde das Opfer umgebracht? Ein letztes Mal wird spekuliert und kombiniert. Alle gehen nochmals ihre Notizen durch. Auf dem Smartphone kann nun der vermutliche Mörder eingegeben und beim Staatsanwalt die Verhaftung beantragt werden. Ob jeder Kommissar mit seiner Vermutung richtig lag? Das erhaltene E-Mail gibt Aufschluss dazu. Doch ob die Ermittler richtig oder falsch lagen, alle sind sich einig: "Es hat Spass gemacht!"

Möchten Sie auch wissen, wer der Mörder ist? Wollen Sie selbst als Kommissar auf Spurensuche gehen? Machen Sie mit beim neuen, spannenden, interaktiven KrimiSpass in Münchenbuchsee! Er ist kostenlos und kann zu jeder Zeit absolviert werden. Planen Sie für Ihre Ermittlungen 2-3 Stunden ein. Laden Sie den Akku Ihres Smartphones auf. Der Krimi-Rundgang ist für Jung und Alt ein unvergessliches Erlebnis. Er ist kinderwagen- und rollstuhlgängig. Damit es nicht langweilig wird, gibt es jedes Jahr einen neuen Krimifall zu lösen. Spiel, Spass und Spannung sind garantiert.

Weitere Informationen: www.krimispass.ch

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer

David Baumgartner, Autor des KrimiSpass
Der Gemeinderat unterwegs mit David Baumgartner, Autor des KrimiSpass (4.v.l.)
Fundort der Leiche beim alten Badeweiher Hofwil
05.06.2019

Festlegung Gewässerräume - Anpassung Zonenplan 2 und Baureglement: Öffentliche Auflage

Die revidierte Gewässerschutzgesetzgebung des Bundes verlangt, dass bei sämtlichen Gewässern ein Gewässerraum nach bundesrechtlichen Vorgaben ausgeschieden wird.  Für die Festlegung der Gewässerräume sind die Gemeinden zuständig. Es ist ihre Aufgabe, die Vorschriften zur Ausscheidung des Gewässerraumes grundeigentümerverbindlich in Zonenplan und Baureglement umzusetzen.

Öffentliche Auflage
Teilrevision Ortsplanung Festlegung Gewässerräume; Baureglement Art. 30 und Art. 84 b, neu Art. 84 b und 84 c und Zonenplan 2 Landschaft und Ortsbild

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) die Änderung die Teilrevision Ortsplanung Festlegung Gewässerräume zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf und sind auf der Website aufgeschaltet. Folgende Unterlagen können eingesehen werden:

-    Änderung Baureglement (PDF)
-    Änderung Zonenplan 2 Landschaft und Ortsbild (PDF)
-    Erläuterungsbericht (Bericht nach Art. 47 RPV) (PDF)
-    Mitwirkungsbericht (PDF)
 
Weiter kann der Vorprüfungsbericht des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern vom 6.2.2018 eingesehenen werden.

Die Unterlagen werden auf dieser Website unter „Gemeinde/Aktuelle Projekte" aufgeschaltet.

Einsprachen und Rechtsverwahrungen sind innerhalb der Auflagefrist bis spätestens am 5. Juli 2019 schriftlich und begründet bei der Bauabteilung Münchenbuchsee, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, zu Handen des Gemeinderates einzureichen.
05.06.2019

Buchsi-Märit 2019: Verkehrsmassnahmen

Der alljährliche Buchsi-Märit findet am Samstag, 15. Juni 2019 statt und die Marktstände werden von 07:00 bis 22:00 Uhr betrieben. Es gelten folgende temporär, signalisierte Verkehrsmassnahmen zu beachten:

Allgemein:
  • Die Oberdorfstrasse bleibt von der Fellenbergstrasse bis und mit Einmündung Schöneggweg für jeglichen Verkehr von 06:00 bis 03:00 Uhr gesperrt. Die Fellenbergstrasse ist mit einem Fahrverbot belegt und darf nur von Anwohnern befahren werden.

RBS-Bus:
  • Der Busbetrieb der RBS wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 24:00 Uhr temporär via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerstrasse, Kirchlindachstrasse, Oberdorfstrasse, Ulmenweg, Meisenweg zur Haltestelle Schönegg verkehren.
  • Die Bushaltestelle "Coop" wird provisorisch auf den Bodenackerweg verlegt und ist vom Coop via Fussweg "Konsumwägli" her erreichbar.
    Die Bushaltestelle "Kirche" wird provisorisch auf die Kirchgasse (vor Kreisel Fellenbergstrasse) verlegt und ist via Fellenbergstrasse erreichbar.
    Beide provisorischen Bushaltestellen werden entsprechend beschildert. Die restlichen Bushaltestellen bleiben wie gehabt bestehen.
  • Aufgrund der längeren Fahrroute kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei sämtlichen Bushaltestellen zwischen Zollikofen und dem Oberdorf kommen. Der Anschluss an die S8 in Zollikofen kann nicht jederzeit sichergestellt werden. Planen Sie Ihre Fahrten daher rechtzeitig.

Privater Fahrzeugverkehr:
  • Der private Fahrzeugverkehr wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 03:00 Uhr temporär umgeleitet.
  • Vom Oberdorf wird der private Verkehr von der Oberdorfstrasse via Kirchlindachstrasse, Radio-strasse, Aegelseeweg, Hirzenfeldweg und Kirchlindachstrasse nach Zollikofen umgeleitet.
  • Zum Oberdorf wird der private Verkehr von der Bernstrasse via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerweg und Kirchlindachstrasse umgeleitet.
  • Das Fahrverbot auf der Radiostrasse und dem Aegelseeweg wird in beiden Richtungen temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs werden in dieser Zeit auf dem Bodenackerweg ab dem Höheweg bis zur Kirchlindachstrasse sowie auf der Löwenstrasse ab der Bernstrasse bis zur Fellenbergstrasse sämtliche Blauen Parkfelder temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs besteht auf dem Bodenackerweg ab Einmündung Höheweg bis Einmündung Kirchlindachstrasse Einbahnverkehr.
  • Zwischen 06:00 und 24:00 Uhr werden die blauen Parkfelder auf der Löwenstrasse und dem Bodenackerweg wegen des Busverkehrs temporär aufgehoben.
  • Fahrzeuge, die in der Parkverbotszone abgestellt sind, werden auf Kosten der Halter/innen abgeschleppt.

Für die Einhaltung der temporären Signalisation und das Verständnis danken wir vielmals. Allen Besucher/innen des Buchsi-Märits wünschen wir einen zufriedenen Anlass.

Ressort Öffentliche Sicherheit
03.06.2019

Endurance Trophy vom 18. Juni: Verkehrsbehinderungen

Am Dienstag, 18. Juni 2019, 09.00 - 14.00 Uhr, findet der allfjährliche Mulitsportanlass der Sekundarstufe 1 der Schule Münchenbuchsee mit rund 300 Jugendlichen statt. Die Streckenführung können Sie dem nochfolgenden Link entnehmen. Die Verkehrsteilnehmer/innen bitten wir um entsprechende Rücksichtnahme. Für die Dauer des Strassenradrennens, bzw. des Inlinerennens gelten speziell die folgenden Verkehrsregelungen:

  1. Lindenweg zwischen Bernstrasse und Einmündung Kirchlindachstrasse: Einbahnverkehr Richtung Kirchlindachstrasse, Umleitung von der Kirchlindachstrasse via Bernstrasse in den Lindenweg
  2. Kirchlindachstrasse zwischen Bernstrasse und Einmündung Lindenweg: Einbahnverkehr nur Richtung Bernstrasse, Umleitung von der Bernstrasse Richtung Saalanlage via Lindenweg
31.05.2019

BZ-Artikel: Mehr als bloss ein Mehrfamilienhaus

Die beiden Dienstmägde begleiteten die Gäste durch das Jubiläumsfest. (Foto: Enrique Muñoz Garciá)
Das markante Lehrerhaus Hofwil wird dieses Jahr 200-jährig. Die Bewohner feiern das Jubiläum mit einem Rückblick auf die bewegte Geschichte des Gebäudes.

Nachbarschaften, die im Garten ihres Mehrfamilienhauses zusammen ein Fest feiern, gibt es viele. Mit einem normalen Mehrfamilienhaus hat das ehemalige Lehrerhaus Hofwil aber nicht viel gemeinsam. Einerseits ist da die grosse Sandsteinfassade, die am Ortsrand von Münchenbuchsee heraussticht. Noch einzigartiger ist die Geschichte des Gebäudes und jene seiner Bewohner. Die heutigen Besitzer sind sich der 200-jährigen Historie ihrer Wohnungen sehr wohl bewusst. Für die Eigentümergemeinschaft ist der denkmalgeschützte Bau nicht einfach ein Wohnraum, sondern vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt.

Auch Peter Brand ist Teil davon. Der Miteigentümer sieht in der besonderen Wohnform Privilegien, aber auch zusätzliche Verantwortung: «Das Lehrerhaus verlangt viel Engagement vonseiten der Bewohnerinnen und Bewohner.» Dieses Engagement hat sich auch auf das diesjährige Jubiläumsfest ausgewirkt. «200 Jahre feiert man nicht alle Tage», betont Brand. Dementsprechend breit war das Programm, das die Bewohner auf die Beine stellten: Rundgang, Ausstellung, Schauspiel, Musik und Referate. Kein normales Quartierfest also. «Sondern ein Innehalten, ein Bewusstmachen der Bedeutung von Hofwil», wie es Brand beschreibt.

Adel und Präsident zu Gast

Dafür machten die Bewohner aus ihrem Haus für einen Tag lang ein Museum. Der grosse Garten dient derweil als Festplatz mit Rednerpult. Vor den versammelten Gästen erklärt der ehemalige Berner Stadtarchivar Emil Erne die Geschichte des Gebäudes und des benachbarten Gymnasiums. «Die Geschichte Hofwils ist untrennbar mit jener von Philipp Emanuel von Fellenberg verbunden», sagt Erne. Der Berner Patrizier gründete hier 1799 einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb. Der aufklärerische Pädagoge baute das bestehende Landgut zu einer Lehranstalt aus und eröffnete in den folgenden Jahren eine Armenschule, ein landwirtschaftliches Institut und ein Institut für Söhne höherer Stände. Seine Frau Margaretha leitete zwischenzeitlich sogar eine Mädchenschule.

Die familiär geführte Anstalt erlangte schnell internationale Bekanntheit. So besuchten regelmässig Adelige und Gutbetuchte aus ganz Europa das Institut. Sogar der damalige argentinische und der mexikanische Präsident sind im Gästebuch vermerkt. Alle wollten sie die modernen Ausbildungsmethoden in Münchenbuchsee betrachten.

Dort beginnt die Geschichte des heutigen Wohnhauses: 1819 liess von Fellenberg das Gästeund Lehrerhaus bauen. Grund dafür: Von Fellenberg hat sich an den vielen Besuchern in seinem Landgut gestört und richtete deshalb etwas ausserhalb eine Art Hotel ein. Dabei verzichtete er bewusst auf den Titel Hotel, damit seine Gäste nicht mit zu hohen Ansprüchen in die Unterkunft kamen. Neben den internationalen Gästen residierten viele Lehrer längerfristig im Gebäude. So kam das Haus zu seinem Namen.

Mehr Schein als Sein

Für die Besucher lieferte der Bau ein eindrückliches Bild ab. Drei Etagen Sandstein, mit grossen Fenstern und einem riesigen Dach. Doch das Gebäude ist mehr Schein als Sein. Eigentlich besteht nur ein Teil der untersten Fassade aus Sandstein. Bewohner und Bauleiter Marco Tschui weiss, wie die Bauarbeiter getrickst haben: «Der Grossteil besteht aus einem Holzskelett, das die Arbeiter mit Strohlehm ausgefüllten haben.» Um den Schein zu wahren, haben sie dabei die Ecklisenen (Eckpfosten) sandsteinfarben angemalt. «Damals eine sehr billige Bauweise, dem Bauherrn fehlte wohl das Geld für einen vollständigen Sandsteinbau», erklärt Tschui. Um die Lehmwände vor der Witterung zu schützen, ist die Wetterseite des Gebäudes heute wie damals mit Holzschindeln eingepackt.

Die Finanzen wurden teilweise auch dem benachbarten Institut zum Verhängnis. «Die Ausbildungsanstalt überdauerte von Fellenberg nur kurz», erklärt Historiker Erne. Nach Fellenbergs Tod 1844 setzte die Familie den Betrieb nur noch wenige Jahre fort. Doch es fand sich kein Nachfolger, der den Willen hatte, die Anstalt mit dem gleichen Einsatz weiterzuführen. Danach standen die Gebäude lange Zeit leer. Das Lehrerhaus diente vermutlich seit 1848 als Wohnhaus. Im Schulareal richtete der Kanton 1884 sein Lehrerseminar ein. 1997 fand die Umwandlung zum heutigen Gymnasium statt.

Gemeinsam anpacken

Seit bald 40 Jahren verwaltet nun die jetzige Eigentümergemeinschaft das Lehrerhaus. 1980 kaufte sie das Haus und renovierte es rundum. Doch damit war die Arbeit nicht getan. Die Bewohner organisieren sich in verschiedenen Arbeitsgruppen, die gemeinsam im und ums Haus anpacken.

«Ausserdem haben wir mehrere Arbeitstage pro Jahr, an denen das ganze Haus Arbeiten erledigt», sagt Peter Brand. Jedermanns Sache ist diese Verbundenheit mit dem eigenen Wohnraum und den Nachbarn nicht. Auch Brand sagt: «Eine solche Wohnform ist nicht alltäglich. Man muss sie bewusst wollen.» Genau wie vor 200 Jahren sind es die Bewohner und nicht etwa die Fassade, die dem Lehrerhaus seinen einzigartigen Charakter verleihen.

Ein Artikel aus der
(Silvan Baumann, Berner Zeitung BZ)
27.05.2019

BZ-Artikel: Mit dem Smartphone Sherlock spielen

Hinter den PR-Codes auf den Schildern stecken Hinweise. An die gelangt man aber nur mithilfe des Smartphones. Foto: PD
Innert rund zwei Stunden einen Mordfall lösen: Das verspricht der neue interaktive Krimi in Münchenbuchsee. Alles, was die Hobbydetektive dafür brauchen, ist ein Smartphone.

Ein grausiger Fund in Münchenbuchsee: Gestern Nachmittag hat ein Spaziergänger mitten im Dorfzentrum eine Leiche entdeckt. Der Tote ist Pierre Salzmann – ein weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter Schönheitschirurg. Blaue Flecken am Hals, sagt der Pathologe, nachdem er die Leiche obduziert hat. Wurde Pierre Salzmann erwürgt? Aber von wem?

Seit Samstag können Krimifans in Münchenbuchsee den Fall auf einem rund zweistündigen Rundgang selber lösen. Alles, was sie dafür brauchen, ist ein Smartphone mit genügend Akku. QR-Codes auf insgesamt elf Infotafeln liefern immer wieder neue Hinweise, die es geschickt zu kombinieren gilt. Die Praxisassistentin von Pierre Salzmann hinterlässt etwa eine Combox-Nachricht, dass vor dem Mord ein Paket ohne Poststempel abgeliefert wurde. Bei einem Besuch in der Beiz erzählt das Servicepersonal, dass der Bruder des Mordopfers mit ihm hier zu Mittag gegessen habe – und sich die Geschwister heftig gezofft hätten. (Man munkelt, der Bruder habe Schulden. Und er ist der alleinige Erbe des steinreichen Chirurgen.) Und da war noch der Besuch einer wütenden Klientin in der Praxis, deren Brust-OP Salzmann völlig verpfuscht hatte.

«Rund 60 Prozent der Teilnehmer lösen den Fall richtig», sagt David Baumgartner, der Autor des interaktiven Krimis. «Eine perfekte Erfolgsrate.» In einer ersten Version war der Krimi zu einfach, der Mörder Pierre Salzmanns war schnell gefunden. «Da musste ich mehr Aufmerksamkeit auf die andern Verdächtigen lenken.» Und tatsächlich: Bis fast zum Schluss ist noch völlig unklar, wer der Mörder sein könnte. Sicher nicht die betrogene Ex-Frau, das wäre zu einfach… Wäre da nicht ein verdächtiger Brief, der gegen Ende im Büro Pierre Salzmanns gefunden wird. Aber ist er auch echt?

Acht Gemeinden im Kanton

Münchenbuchsee ist nicht die erste Gemeinde, die einen der Krimis von David Baumgartner installiert hat. Dabei sind im Kanton Bern auch Trubschachen, Laupen, Spiez, Utzenstorf, Münsingen, Kehrsatz, Thun und Meiringen. Die Gemeinden zahlen einen Fixpreis von 2400 Franken und schlagen eine Route vor, um Infotafeln und Website kümmert sich Baumgartner. «Damit kann ich die Kosten ungefähr decken», sagt er.

Nicht gedeckt sind die Hunderten Stunden Arbeit, die der 40-Jährige in seiner Freizeit investiert. «Die Krimis sind ein Hobby von mir», sagt er. Immer wieder wird ihm geraten, mehr Geld dafür zu verlangen oder von den Spielern eine Teilnahmegebühr zu kassieren. Baumgartner schüttelt den Kopf. «Es gibt genug Sachen, die kosten. Es soll auch Aktivitäten geben, die gratis sind.»

Nach einem langen Fussmarsch, vorbei an der Klinik Wyss, dem Gymnasium Hofwil und dem Golfplatz, ist die letzte Station das Restaurant Bären neben dem Bahnhof. Hier muss man einen Tipp abgeben und per Formular die Haft des Mörders beantragen. Bauchgefühl und Kopf duellieren sich, erst ein hastig niedergekritzelter Zeitstrahl lässt Klarheit aufkommen. Per Mail kommt dann Sekunden später die Bestätigung. Der Stolz, den Mörder richtig erraten zu haben, ist überraschend gross. Der Spass, den der Rundgang beschert hat, ebenso.

www.krimispass.ch

Ein Artikel aus der
(Jessica King, Berner Zeitung BZ)
27.05.2019

BZ-Artikel: Eigene Regeln für die Kita-Gutscheine

Das Parlament folgt beim Systemwechsel der Betreuungsgutscheine nicht überall dem Vorschlag des Kantons.

Künftig erhalten Eltern im Kanton Bern, die gewisse Voraussetzungen erfüllen, sogenannte Betreuungsgutscheine. Diese können sie in einer Kita ihrer Wahl einlösen und erhalten dadurch Vergünstigungen. Es werden also nicht mehr bestimmte Plätze in bestimmten Kitas durch den Kanton unterstützt, sondern direkt die Eltern. Für die Einführung des neuen Systems haben die Gemeinden im Kanton Bern noch zwei Jahre Zeit. Köniz etwa führt das Angebot bereits im neuen Schuljahr ein. Und auch in Münchenbuchsee soll der Wechsel bald vonstattengehen und die Gutscheine ab 2020 in Kraft treten.

Dass dieser Wechsel erfolgen soll, stellte während der Parlamentssitzung niemand infrage. Trotzdem gaben einige Punkte im Antrag des Gemeinderats zu reden. So etwa die Frage, wie gross das Pensum der abgegebenen Gutscheine für die einzelnen Eltern sein soll. Der Kanton Bern schlägt bei einem Elternpaar vor, beide Arbeitspensen zusammenzuzählen, 100 Prozent abzuziehen und 20 wieder dazuzuzählen. Arbeitet als Beispiel die Mutter 80 und der Vater 60 Prozent, würde das ein Betreuungspensum von 60 Prozent geben – das Kind könnte also an maximal drei Tagen in einer Kita betreut werden.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee will in dieser Hinsicht jedoch nicht dem Vorschlag des Kantons folgen. Er beantragte dem Parlament, die Gutscheine an das Arbeitspensum eines Elternpaares zu koppeln, das 100 Prozent übersteigt, und die 20 zuzüglichen Prozente wegzulassen. Im oben genannten Beispiel hiesse das, dass die Eltern 40 statt 60 Prozent als Betreuungspensum erhalten würden.

Ausserdem plant der Gemeinderat, ein Kontingent für die Gutscheine zu errichten. Davon verspricht er sich eine bessere Kontrolle der Kosten sowie weniger Aufwand. Die Anzahl an Betreuungsstunden in den Kitas und bei den Tageseltern werde aber den Bedürfnissen angepasst und erhöht, erklärte der zuständige Gemeinderat Pascal Lerch (EVP).

Gegen diese beiden Punkte wehrte sich vor allem die GFL. «Wir sind bereit, für marode Strassen Millionen von Franken auszugeben, aber bei der Kinderförderung treten wir auf die Sparbremse», kritisierte Peter Stucki. Er verlangte einerseits, dass sich der Gemeinderat an den Vorschlag des Kantons halte, und andererseits, dass keine Deckelung der Gutscheine eingeführt werde. Beide Anträge der GFL wurden aber deutlich abgelehnt. Denn: Alle anderen Parteien äusserten sich positiv und stimmten dem Antrag des Gemeinderats sowie dem neuen Reglement über die Betreuungsgutscheine zu.

Ein Artikel aus der
(Annic Berset, Berner Zeitung BZ)


13.05.2019

Berner Triathlon vom 19. Mai: Verkehrsbehinderung


Der beliebte Short Distance Triathlon findet wieder statt! Am Sonntag, 19. Mai 2019 von 8 bis 12 Uhr bitte um Rücksichtnahme auf der Radstrecke.


Am Sonntag, den 19. Mai 2019, findet der Berner Triathlon statt. Die von der Gemeinde Münchenbuchsee bewilligte Fahrradstrecke führt über die Oberdorfstrasse via Lindenweg auf die Radiostrasse in Richtung Zollikofen.

Kreuzungen und Strassenabschnitte werden von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr punktuell durch Verkehrskadetten kurzzeitig geregelt und gesperrt, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten. Die Sicherheit der Triathletinnen und Triathleten ist unser wichtigstes Anliegen, wir bitten Sie deshalb, sich an die Weisungen unseres Personals zu halten. Die Zu- und Wegfahrt von Notfallfahrzeugen ist jederzeit gewährleistet.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und würden uns freuen Sie als Zuschauer an der Radstrecke oder am Sportzentrum Hirzi begrüssen zu dürfen.

www.bernertriathlon.ch

OK Berner Triathlon
10.05.2019

BZ-Artikel: In acht Tagen gleich zweimal an die Urne

Der Termin für den allfälligen zweiten Wahlgang der Ständeratswahl kommt nicht allen Gemeinden gelegen. Es droht Chaos.

Am 24. November werden die Stimmbürger von Münchenbuchsee an die Urne gerufen: Die Abstimmung über das Budget steht an. Sie werden sich wie im Hamsterrad vorkommen – zumindest dann, wenn es bei den Ständeratswahlen im Kanton Bern zu einem zweiten Wahlgang kommt. Dieser Termin wurde nun vom Regierungsrat definitiv festgelegt. Es ist der 17. November, vier Wochen nach den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober. Und eine Woche vor der Abstimmung in Buchsi.

Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) findet das einen «Seich». Innerhalb von acht Tagen müsse die Infrastruktur für die Abstimmung zweimal aufgebaut werden, das sei unsinnig. Und wie für das Personal auch für die Stimmbürger unpraktisch. Sie erhielten innert kurzer Zeit zwei Wahlcouverts, müssten zweimal an die Urne gehen.

Enge Fristen

Dabei hatte die Gemeinde den Kanton noch angestupst: Sie würde es begrüssen, wenn der zweite Wahlgang auch auf den 24. November gelegt würde, schrieb sie. Das ist der offizielle eidgenössische Wahltermin. Auch viele andere Gemeinden werden ihn für kommunale Wahlen oder eine Abstimmung nutzen. Doch davon wollte der Regierungsrat nichts wissen. Auf den 24. November wurde keine nationale Abstimmung angesetzt – deshalb wird der allfällige zweite Wahlgang vorverlegt.

Den Grund dafür nennt Stefan Wyler, Leiter Politische Rechte beim Kanton: «Wie die anderen Kantone wollen auch wir, dass der zweite Wahlgang möglichst rasch nach dem ersten Wahlgang durchgeführt wird.» Denn das Ziel sei, dass am 2. Dezember, wenn das neue Parlament erstmals tagt, zwei Ständeräte rechtskräftig gewählt seien. Schliesslich müsse das Wahlergebnis noch publiziert und die dreitägige Beschwerdefrist eingehalten werden. Bei einer Wahl am 24. November würde das nicht mehr reichen.

Zur Kritik aus Münchenbuchsee merkt Wyler an, dass die Gemeinden schon im Januar über die Situation informiert worden seien. Diese sei genau gleich wie vor vier oder acht Jahren: Damals fand im November ebenfalls keine eidgenössische Abstimmung statt, weshalb der Kanton den zweiten Ständeratswahlgang vorverlegte. Einzelne Gemeinden hätten ihre Abstimmung dann angepasst.

Stadt Bern reagierte

Die Stadt Bern etwa verlegte 2015 ihren November-Abstimmungstermin auf das Datum des zweiten Ständeratswahlgangs. Vizestadtschreiberin Monika Binz geht davon aus, dass dies auch dieses Jahr wieder geschehen wird, wie sie gestern auf Anfrage sagte. «Zuständig für die Festlegung der Abstimmungstermine ist der Gemeinderat.» Entsprechend müsse dieser eine Verschiebung erst noch beschliessen.

Laut Binz würden sich «grosse praktische Schwierigkeiten stellen, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden Wahlen und Abstimmungen durchgeführt werden müssten». Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Stadt wenig Interesse daran hat, die Auszählungsorganisation innert einer Woche zweimal hochzufahren, argumentiert Binz mit Blick auf die Stimmberechtigten: «Weil sowohl der Versand als auch der Rücklauf des Stimm- und Wahlmaterials zeitlich sehr eng aufeinanderfolgen beziehungsweise sich teilweise überschneiden würden, könnte dies zu Unsicherheiten führen. So bestünde beispielsweise die Gefahr, dass jemand die Stimmrechtsausweise verwechseln würde.»

Waibels Hoffnung

Daniel Bichsel, Präsident Verband Bernischer Gemeinden, hat Verständnis für den Kanton, der möglichst schnell wissen wolle, wer ihn im Ständerat vertrete. Aber für jene Gemeinden, die eine Urnenabstimmung angesetzt hätten, sei es unschön.

In Münchenbuchsee, sagt Gemeindepräsident Waibel, sei eine Verschiebung nicht möglich. Das Budget werde zuerst im Parlament behandelt. Der Sitzungstermin sei schon vor längerer Zeit festgelegt worden, und auch die Gemeinde müsse ihre Fristen einhalten. «Wir können nur hoffen, dass kein zweiter Wahlgang stattfindet.»

Ein Artikel aus der
(Johannes Reichen und Christoph Hämmann, Berner Zeitung BZ)
08.05.2019

Bund-Artikel: Kredit für Gymnasium Hofwil zurückgewiesen

Zuerst soll die Regierung die Finanzierbarkeit des Bauvorhabens prüfen. Deshalb weist die zuständige Kommission des Berner Grossen Rates den Projektierungskredit von 6 Millionen Franken für die Erweiterung und den Umbau des Gymnasiums Hofwil zurück.

Angesichts der «sich abzeichnenden Finanzierungslücke bei den Investitionen» verlangt die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BaK) des Grossen Rates von der Regierung, eine Lösung aufzuzeigen, wie das Bauvorhaben finanziert werden soll.

Die BaK befürwortet grundsätzlich die Sanierung des Gymnasiums, wie sie gestern mitteilte. Nötig sei jedoch eine Priorisierung der Investitionsvorhaben des Kantons. Am Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee sollen die heutigen Schulraumprovisorien durch Neubauten ersetzt werden. Geplant sind zudem der Bau einer neuen Doppelturnhalle sowie die Sanierung von Gebäudehüllen. Verbessert werden sollen weiter Brandschutz und Erdbebensicherheit.

Ein Artikel aus dem
(sda, Der Bund)
02.05.2019

BZ-Artikel: Für einen Ortsbus fehlt das Geld

Das Bedürfnis nach einem Ortsbus ist da. Aber niemand will sich finanziell verpflichten.

Münchenbuchsee ist durch den öffentlichen Verkehr (ÖV) im Prinzip gut erschlossen. Doch es gibt verschiedene Einrichtungen, die nicht angebunden sind. Dazu gehören etwa das Altersheim Domicil Weiermatt und das Sportzentrum Hirzenfeld. Diese könnten doch durch einen Ortsbus erschlossen werden, fand Parlamentarier Thomas Freudiger (SVP) und reichte im Grossen Gemeinderat ein Postulat ein. Dieser erklärte den Vorstoss im März 2018 für erheblich.

Nun liegt die Antwort des Gemeinderats vor. Dieser gibt einem Ortsbus kaum eine Chance. Zu unterschiedlich seien die Bedürfnisse. Die Realisierbarkeit und insbesondere die Finanzierbarkeit eines solchen Angebots seien in Münchenbuchsee «momentan nicht gegeben», schreibt der Gemeinderat im Fazit.

Der Gemeinderat hat bei möglichen Partnern den Bedarf abgeklärt und deren Feedback in der Antwort zusammengefasst. Die Verantwortlichen des Domicils Weiermatt würden einen Ortsbus sehr begrüssen, zumal gerade ein Neubau eingeweiht worden sei. Gewünscht würde ein Viertel- oder ein Halbstundentakt, jeden Tag zwischen 7 und 17 Uhr. Eine finanzielle Beteiligung könne Domicil nicht anbieten, höchstens in Form von Werbung im oder am Ortsbus.

Ähnlich tönt es im Sportzentrum Hirzenfeld. Die fehlende Anbindung an den ÖV sei eine Standortschwäche, eine Haltestelle wäre interessant, insbesondere für Gruppen und Schulen. Ein regelmässiger Takt mit entsprechender «Merkbarkeit» während der Eis- und der Badesaison würde begrüsst. Aber: «Eine Kostenbeteiligung ist ausgeschlossen.»

Der Gemeinderat Münchenbuchsee hat auch bei den Kollegen in Deisswil, Wiggiswil und Diemerswil angeklopft. Aus Deisswil und Wiggiswil kam ein klares Njet. Der Bedarf wäre zu klein und die Kosten zu hoch, hiess es. Der Gemeinderat Diemerswil lehnte die Idee nicht von vornherein ab. Synergien könnten entstehen, wenn der Ortsbusfahrplan an die Schulzeiten angepasst würde. Aber auch der Diemerswiler Gemeinderat wies auf die Kosten hin.

Der Blick nach Lyss und Zurzach habe dem Gemeinderat gezeigt, dass ohne eine namhafte Kostenbeteiligung von Privaten oder Nachbargemeinden ein Ortsbus nicht realisierbar sei, heisst es in der Antwort auf das Postulat. Das Parlament debattiert am 23. Mai darüber.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
01.04.2019

BZ-Artikel: Gemeinde schafft ein Reservekässeli

Die Parlamentsdebatte ums Budget 2019 im letzten Herbst war lang und hitzig. Der Grosse Gemeinderat lehnte damals die von der Exekutive beantragte Steuersenkung um 0,05 Einheiten ab. Die Sache hatte einen Haken: Vom budgetierten Überschuss müssten wohl über 600 000 Franken in die sogenannte finanzpolitische Reserve gelegt werden. Diese kann aber kaum aufgelöst werden.

An seiner Sitzung vom Donnerstagabend hat das Parlament nun das Reglement für eine neue Spezialfinanzierung verabschiedet. Mögliche Rechnungsgewinne werden nun in diesen Topf gelegt und landen nicht mehr in der finanzpolitischen Reserve. Das Geld kann für zusätzliche Abschreibungen von Hochbauten verwendet werden. Das Reglement wird rückwirkend auf den 31. Dezember 2018 in Kraft gesetzt. Damit kann bereits ein Gewinn aus der letztjährigen Rechnung auf die Seite gelegt werden.

Die Fraktionssprecher begrüssten die neue Spezialfinanzierung, die mit maximal 10 Millionen Franken geäufnet werden darf. Der Gemeinderat erhalte dadurch mehr Spielraum. Und es sei sinnvoll, das Geld in den Hochbau zu stecken. Dort habe die Gemeinde einen grossen Nachholbedarf (Schulen, Kindergarten, Saal- und Freizeitanlage). Die SVP werde sich aber nichtsdestotrotz für eine moderate Steuersenkung einsetzten, sagte Thomas Hammerich.

Gleichzeitig kritisierten einige Sprecher den Gemeinderat. Warum er diese Lösung nicht früher vorgeschlagen habe, fragte Toni Mollet (EVP). So habe die Stadt Bern schon lange einen solchen Topf. Das hätte die letzte Budgetdebatte um einiges vereinfacht. Diese Möglichkeit sei vorher nicht bekannt gewesen, entgegnete Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Und mit der beantragten Steuersenkung hätte die Gemeinde kaum etwas in die finanzpolitische Reserve legen müssen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.03.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Schaulaufen zum Saisonabschluss im Hirzenfeld Münchenbuchsee


Am Sonntag, den 10. März 2019, fand zum Saisonabschluss das Schaulaufen des Eislaufclubs Münchenbuchsee im Sportzentrum Hirzenfeld statt.

Das dritte Schaulaufen des Vereins wurde unter dem Motto «Zirkus» organisiert. Es herrschte den ganzen Tag starker Regenfall, der glücklicherweise kurz vor Programmbeginn strahlendem Sonnenschein wich. 70 Eislaufende von drei bis über fünfzig Jahren, davon sieben Knaben, zeigten dem Publikum ihre in dieser Saison erworbenen Fortschritte, ihr Können und Talent, sei es allein, als Paar oder in der Gruppe.

Wie jedes Jahr herrschte unter den Darbietenden grosse Nervosität und Lampenfieber. Die Kinder freuten sich sehr, endlich die passend zum Thema zusammengestellten Kostüme anzuziehen. Vor dem Schaulaufen schlüpften die Kinder in ein Kostüm oder das glänzende Eislaufdress. Geschminkt und mit geschnürten Schlittschuhe ging es pünktlich um 18 Uhr los.

Die einzelnen Auftritte der Eisläuferinnen und Eisläufer wurden jeweils vom Speaker Remo Bürki angekündigt. Das Programm wurde mit den jüngsten Läuferinnen eröffnet, die zum Teil diese Saison das erste Mal auf dem Eis standen. Sie schlüpften in die Rolle von kleinen Pinguinen und vergassen vor Aufregung einen Teil ihrer Choreografie. Doch die Trainerinnen Serena und Milli waren hilfreich zur Stelle. Zur passenden Fakir-Musik tanzten weitere als Inder und Ägypter kostümierte Sternliläuferinnen und -läufer übers Eis.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt von dreizehn Mädchen zum Thema Seiltänzerinnen mit wunderschönen Frack-Kostümen. Zu typischer Zirkus-Marschmusik setzten sich anschliessend drei beeindruckende Zirkusdirektorinnen in Szene. Für einen Höhepunkt der lustigen Sorte war das Trainerteam um Zuzana Jarray und Fabian Keller selbst besorgt. Zusammen mit Serena und Milli Schmid, Selina Kunz, Celestina Heepen und Alina Hagmann sorgten sie mit ihrer Clown-Nummer für zahlreiche lachende Gesichter im Publikum.

Anschliessend an die Gruppen folgten die Auftritte der Einzelläuferinnen: Chiara Oeschger zeigte eine Kür zur Filmmusik Amélie. Lia Kauz begeisterte das Publikum in mehreren weiteren Auftritten. Sie zeigten bei jedem Auftritt mehrere Doppelsprünge und waghalsige Pirouetten, unter anderem zusammen mit Nora Berger vom EC Thun zur Musik von Jurassic Park. Marietta Boyd und Norman Azadian, beide langjährige engagierte Hobby Eistänzer des EC Münchenbuchsee, entschieden sich spontan, ebenfalls beim Schaulaufen mitzuwirken. Mit ihrem Tango zur Musik von Cirque du Soleil demonstrierten sie dem Publikum, dass es auch für Erwachsene möglich ist, noch Eislaufen zu lernen und als Paar oder alleine vor Publikum aufzutreten.

Als Gäste durfte der EC Münchenbuchsee neben Nora Berger auch Selin Meric, Julia Berger und das Synchronized Skating Team Cool Dreams Royal, alle vom EC Burgdorf, zum Schaulaufen begrüssen. Nora zeigte eine elegante Kür zur Musik des Films Tinkerbelle. Julia präsentierte eine moderne rassige Schaulaufnummer zur Musik von Maroon 5 und Seline eine temporeiche Kür zur Musik Fearless Motivation. Das Team aus Burgdorf, das aus sechzehn Läuferinnen aus Bern, Moutier und Zürich besteht, beeindruckte das Publikum mit ihrem Programm Spirit of the Forest.

Der krönende Abschluss des Schaulaufens bildete das Finale, bei dem alle teilnehmenden Eisläuferinnen und Eisläufer sich noch einmal auf dem Eis zeigten und von den Zuschauern viel Applaus ernteten. Gleichzeitig hatten die Fotografen sowie die stolzen Eltern Gelegenheit, zahlreiche Fotos zu machen.

Im Anschluss an das Schaulaufen fand der Sponsorenlauf statt, der eine wichtige Einnahmequelle für den EC Münchenbuchsee darstellt.

Mit diesem Saisonhöhepunkt und dem Sponsorenlauf schloss gleichzeitig auch das Hirzi seine Eisfläche für die Saison 2018/19. Nun startet bis zur nächsten Saison das Off-Ice-Training in der Turnhalle. Alle Beteiligten freuen sich bereits auf die im Oktober beginnende Eissaison 2019/2020.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
27.03.2019

BZ-Artikel: Münchenbuchsee jubelt völlig unerwartet

Der Pokal ist eingetroffen: Das Team von Münchenbuchsee feiert den NLB-Meister-Titel. (Foto: Facebook)
Volleyball: Die Frauen des VBC Münchenbuchsee sind NLB-Meister.

Ein kurioser Meisterschaftsschluss hat sich in der NLB der Frauen ereignet. Münchenbuchsee gewann am Samstagnachmittag sein letztes Spiel gegen Züri Unterland mit 3:1. Die Bernerinnen machten mit dem Zweiten der Qualifikation nach nervösem Beginn kurzen Prozess. So endete die Saison mit der Aufstiegsrunde für das Team von Christian Roth versöhnlich.

Doch es kam noch besser. Die Spielerinnen begaben sich nach der Partie gemeinsam ins Restaurant Altes Tramdepot in Bern, um die Saison bei einem Nachtessen ausklingen zu lassen. Kaum angekommen, traf unerwartete Kunde aus dem Kanton Basel-Landschaft ein. Dort hatte der VB Therwil völlig unerwartet den Leader VBC Aadorf mit 3:0 geschlagen. Dabei hätte den deutlich favorisierten Aadorferinnen ein 3:2-Sieg zum Titel gereicht. «Wir waren nicht mehr zu bremsen, als wir erfuhren, dass wir zuoberst in der Tabelle stehen und nicht Aadorf», sagt Libera Vanessa Belli.

Nicht nur Münchenbuchsee hatte fest mit dem Triumph der Thurgauerinnen gerechnet. Auch Nora Willi weilte mit dem Pokal bereits im basel-landschaftlichen Therwil. Der Präsidentin von Swiss Volley blieb nach dem verblüffenden Ausgang nichts anders übrig, als mit der Trophäe unverzüglich nach Bern zu fahren. Dort war die Feier der «Buchsi-Frauen» bereits in vollem Gang, als Willi mit dem Meisterpokal im Lokal eintraf. Auch von der Aufforderung der Geschäftsleitung, den Lärmpegel im Restaurant zu senken, liessen sich die B-Meisterinnen nicht aufhalten. «Die Pokalübergabe war ein tolles Erlebnis», erzählt Belli. Schliesslich zogen die Buchserinnen weiter. «Wir haben natürlich noch weiter ausgiebig gefeiert», verrät Belli.

Kein Aufstieg in die NLA

Für Münchenbuchsee war es bereits der zweite Meistertitel in der zweithöchsten Liga. 2017 war die Equipe direkt vom Aufstieg aus der 1. Liga zum NLB-Meister gestürmt. Trotz dem neuerlichen Coup will die Equipe, die aus routinierten und jungen Spielerinnen besteht, nicht in die NLA aufsteigen. «Die Verfügbarkeit der Infrastruktur im Dorf wäre nicht ausreichend», sagt Benjamin Guazzini. Der Präsident verweist zudem auf die fehlenden finanziellen Mittel. Für die Clubführung und das Team war deshalb schon vor der Saison, dass ein Aufstieg keine Option ist.

Ein Artikel aus der
(Peter Berger / Annic Berset, Berner Zeitung BZ)
14.03.2019

BZ-Artikel: Von Negerkingen zur Wunderlampe

Fasnächtler: Beat Waldmeier (links) und Tom Mäder. Fotos: PD

Fasnachtsdebatte: Wann artet närrisches Treiben in blanken Rassismus aus? Die Frage ist kaum je so intensiv diskutiert worden wie dieses Jahr. Sie bewegt auch kurz vor der Fasnacht in Münchenbuchsee.

In Luzern stellen Fasnächtler eine Truhe mit einer Maske auf, die einen Schwarzen darstellt. Im Solothurnischen heisst Egerkingen während der sogenannt fünften Jahreszeit von jeher Negerkingen. Und in Schwyz taucht mitten im närrischen Treiben eine Gruppe weiss gekleideter Zipfelmützenmänner mit Fackeln auf, auf deren Kutten drei grosse K prangen. KKK, genau: Ku-Klux-Klan.

Hier wie da wie dort lassen die Schlagzeilen nicht lange auf sich warten. In Luzern kritisiert eine antirassistische Gruppierung, die Maske zeichne das koloniale Bild des kannibalischen, dummen, nicht weissen Mannes. In Egerkingen fragt ein 12-Jähriger die Gemeindepräsidentin, ob der fasnächtlich verballhornte Dorfname nicht diskriminierend sei. In Schwyz wiederum ermittelt inzwischen sogar die Polizei. Zu problematisch ist die Geschichte des geheimbündlerischen Klans, der einst mit dem klaren Ziel gegründet worden ist, die Schwarzen in Amerika mit Gewalt zu unterdrücken.

Die Debatte ist kaum je so intensiv geführt worden wie in der zu Ende gehenden Fasnachtssaison dieses Jahres: Was darf Fasnacht und was nicht? Wann überschreiten die Närrinnen und Narren die Grenzen des guten Geschmacks? Und von wann an ist eine Pointe diskriminierend oder rassistisch und verstösst damit gegen das Gesetz?

Eine Frage des Stils

Die Frage stellt sich ganz aktuell für Tom Mäder aus Münchenbuchsee. Sein Dorf wird am Wochenende als eines der letzten in der Region Bern Fasnacht feiern, und Mäder steht dabei in einer besonderen Verantwortung. Er präsidiert den Verein, der die Buchsi-Fasnacht organisiert, gehört weiter zum Autorenteam, das den «Buchsi-Blitz» herausgibt – wobei «die unabhängige Fasnachtszeitung für Buchsi und den Rest der Welt» ja genau nicht so angriffig sein will wie andere, vergleichbare Blätter.

Sie begnügt sich mit ein paar locker-flockigen Anmerkungen zum peripher gelegenen Allmendquartier oder zum geschlossenen SBB-Schalter am Bahnhof Münchenbuchsee. Umso ausführlicher zeigt sie dafür in Wort und Bild, wie bunt das fasnächtliche Treiben vor Ort tatsächlich ist.

Das sei volle Absicht, bekräftigt Mäder. «Wir verzichten bewusst darauf, andere in die Pfanne zu hauen.» Ihm und seinem Team sei es viel wichtiger, mit den anderen Vereinen und mit der ganzen Bevölkerung ein gutes Auskommen zu haben, sich gemeinsam auf ein paar entspannte Fasnachtstage zu freuen, an denen sich jeder so geben könne, wie er wolle.

Dieses Bemühen zeigt Erfolg: «Wir sind in Münchenbuchsee gut verankert.» In einer Zeit, in der das Freizeitangebot riesig sei und niemand auf die Fasnächtler warte, spiele das eine enorm wichtige Rolle.

Auch Beat Waldmeier wohnt in Münchenbuchsee, ist begeisterter Fasnächtler und erfahrener Macher fasnächtlicher Zeitungen. «Neue Zolli-Zeitung» und «Päng» heissen die Blätter aus Zollikofen und Langenthal, für die er seit Jahr und Tag tätig ist – oder tätig war, denn anders als in Langenthal, wo die Fasnacht unverändert floriert, pausieren die Narren in Zollikofen heuer bereits zum zweiten Mal in Folge.

Waldmeier pflegt mit seinen Mitautoren einen anderen Stil, wie ein Blick in die aktuelle «Päng»-Nummer zeigt. Spitzen gegen die Behörden sind hier genauso zu finden wie allerhand lustige Geschichten aus dem städtischen Alltag. Dieser satirische Stil habe in Langenthal Tradition, stellt Waldmeier fest und erklärt mit einem Blick noch weiter zurück in die Geschichte: Fasnacht sei seit je die Zeit, in der die Bevölkerung drei bis fünf Tage lang das Zepter übernehme und der Obrigkeit den Spiegel vorhalte. «Da gehört es dazu, den einen oder die andere auf die Schippe zu nehmen.»

Ob er mit dieser Philosophie auch schon ins Fettnäpfchen getreten ist, sich gar juristische Händel eingehandelt hat? «Klar fühlt sich der eine oder andere im ersten Moment betupft, doch die allermeisten Reaktionen sind positiv.» In seinen bislang zwanzig Jahren «Päng»-Redaktion habe es erst zweimal ernsthaftere Probleme gegeben, «aus Gründen», wie er nachschiebt, «die bei den Betroffenen selber liegen». Sein Rezept: «Wichtig ist, dass wir nicht auf die Person zielen, sondern ein Verhalten kritisieren.»

Alles mit Augenmass

Stärker unter Druck als früher fühle er sich auf alle Fälle nicht, hält Waldmeier noch fest. Deshalb müsse er seine Pointen auch nicht stärker auf die Goldwaage legen als früher. Aber, und darin stimmt er mit Mäder völlig überein: «Die Gesellschaft verändert sich, also muss sich auch die Fasnacht verändern.»

Wieder blickt er zurück in die Vergangenheit, erinnert daran, dass es noch vor wenigen Jahrzehnten gang und gäbe war, als Schwarzer im Umzug mitzumarschieren. Heute reagiere die Gesellschaft sensibel auf solche Verkleidungen. Nicht ohne Grund: «Einen Schwarzen darzustellen, der im Bastrock herumläuft, stimmt mit der heutigen Lebenswirklichkeit in Afrika überhaupt nicht überein. Solche Bilder sind falsch – und damit herabwürdigend.»

Genau gleich heikel könne es sein, in einer Zeit zunehmender Skepsis dem Islam gegenüber als Scheich oder gar als Frau in Burka aufzutreten, ergänzt Mäder. Gleichzeitig plädiert er dafür, Augenmass zu halten. Letztlich müsse jeder selber entscheiden, wie er sich geben wolle. Und natürlich auch, zu welchen Pointen er stehen könne – unvermittelt schlägt er den Bogen zurück zum aktuellen «Buchsi-Blitz», der just dem arabisch-islamisch geprägten Märchen von Aladin und seiner Wunderlampe breiten Platz einräumt. «Das ist einfach eine schöne Geschichte. Ich wüsste nicht, warum wir sie nicht nacherzählen sollten.»

www.buchsi-fasnacht.ch

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
Negerkingen statt Egerkingen: Die Solothurner – hier am Umzug in Langenthal – sorgen für Diskussionen. Foto: Raphael Moser
13.03.2019

Region Bern Nord: Verkehrsmanagement


Weniger Stau in den Ortszentren, weniger Zeitverlust für Bus und Postauto ohne Ausbau der Verkehrsinfrastruktur: Dies ist das Ziel des Verkehrsmanagementprojekts im Norden der Agglomeration Bern, das 2021 in Betrieb genommen werden soll. Im Rahmen zweier Informationsveranstaltungen orientieren die Projektverantwortlichen die Bevölkerung über den Stand der Arbeiten und die vorgesehenen Massnahmen.
 
Öffentliche Info-Anlässe

  • Moosseedorf:
    Dienstag, 19. März 2019, 19.30 Uhr, im Grossen Saal des Kirchgemeindehauses, Moosstrasse 4

  • Ittigen:
    Donnerstag, 21. März 2019, 19.30 Uhr, im Haus des Sports, Talgut-Zentrum 27

08.03.2019

BZ-Artikel: Warten auf den Kanton

Die Gemeinde Münchenbuchsee bleibt an den Baurechtsvertrag gebunden.

Am Mittwoch hat der bernische Grosse Rat das Projekt für einen Neubau des Strassenverkehrsund Schifffahrtsamts (SVSA) in Münchenbuchsee vorderhand auf Eis gelegt. Das Parlament wies sowohl den Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Münchenbuchsee als auch den Kredit für den Architekturwettbewerb an den Regierungsrat zurück. Die Regierung müsse zuerst aufzeigen, wie die vielen grossen Investitionen in den nächsten Jahren finanziert werden können (Ausgabe von gestern). Der Kanton schätzt die Kosten für den Neubau des SVSA auf 110 Millionen Franken.


Für Münchenbuchsee ändere sich durch die Rückweisung nicht viel, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Er könne nachvollziehen, dass ein Geschäft zurückgestellt werde, wenn die Finanzierung nicht klar sei. Aus der Debatte sei aber auch herausgekommen, dass der Bedarf und das Projekt selber nicht bestritten seien.

Nur knapp zugestimmt

Münchenbuchsees Stimmberechtigten haben im vergangenen September dem Baurechtsvertrag mit dem Kanton für das Grundstück in der Buechlimatt mit einem Ja-Anteil von 52,5 Prozent knapp zugestimmt. Vonseiten der Gemeinde sei der Vertrag deshalb gültig, sagt Manfred Waibel: «Wir können jetzt nicht einfach aussteigen.»

Warten auf Kanton

Aber bevor das Baurecht in Kraft tritt, muss das zuständige Organ des Kantons zustimmen. Erst bei einem Nein von Kantonsseite oder bei Änderungswünschen würde der Vertrag für die Gemeinde hinfällig, ergänzt Waibel. Keine Rolle spiele, dass der in der Abstimmungsbotschaft erwähnte Zeitplan nun überholt sei. Es seien nur «voraussichtliche Zeitangaben» gewesen.

Das Areal in der Buechlimatt, auf dem das neue Strassenverkehrsamt geplant ist, gehört etwa je zur Hälfte der Einwohner- und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Der Baurechtszins beträgt jährlich rund 220 000 Franken, davon gehen 120 000 Franken an die Einwohnergemeinde. Die Hälfte des Baurechtszinses beginnt erst zu fliessen, wenn eine rechtsgültige Baubewilligung vorliegt, aber spätestens drei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung. Erst mit der Inbetriebnahme, aber spätestens fünf Jahre nach der Vertragsunterschrift ist der volle Betrag geschuldet.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
07.03.2019

BZ-Artikel: Das Zentrum in Münchenbuchsee ist auf Eis gelegt

Strassenverkehrsamt. Das Geld reicht nicht. Deshalb weist der Grosse Rat einen geplanten Neubau zurück.

Dieses Projekt habe nun ein bisschen Pech, sagte Bernhard Riem (BDP, Iffwil) gestern im Grossen Rat. Baudirektor Christoph Neuhaus (SVP) bezeichnete die Diskussion rund um das geplante neue Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt in Münchenbuchsee als «Stellvertreterkrieg». Denn wahrscheinlich hätte das Parlament für den Standort Münchenbuchsee, den damit verbundenen Baurechtsvertrag und einen Architekturwettbewerb gestimmt – wenn die Finanzen nicht wären. Nun hat es die Geschäfte an die Regierung zurückgewiesen mit der Auflage, zuerst zu klären, wie man die Finanzierungslücke in der Investitionsplanung schliessen kann.

Im Kanton Bern stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an, etwa im Zusammenhang mit dem Campus für die Fachhochschule oder dem Medizinalstandort Bern. Laut Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) fehlen für die bis 2028 geplanten Investitionen 500 bis 700 Millionen Franken. Die Regierung arbeitet deshalb – auch im Auftrag des Parlaments – an einer Priorisierung der Bauvorhaben. Zudem möchte sie mit einem neuen Investitionsfonds Geld beiseitelegen. Dieser Fonds ist politisch allerdings umstritten. In der Herbstsession wird er in die erste Lesung gehen.

Neuhaus appellierte vergebens an den Grossen Rat, das Projekt zum Strassenverkehrsamt nicht zurückzuweisen. Er betonte, dass der heutige Standort im Wankdorf laut der Gebäudeversicherung nur noch bis 2025 genutzt werden dürfte. Eine Sanierung würde laut Neuhaus mindestens so teuer zu stehen kommen wie ein Neubau. Die Kosten dafür werden auf rund 110 Millionen Franken geschätzt. Gestern ging es um den Baurechtsvertrag mit einem jährlichen Zins von 220 000 Franken. Die Gemeinde Münchenbuchsee hatte diesem im Herbst an der Urne knapp zugestimmt.

Ein Artikel aus der
(Sandra Rutschi, Berner Zeitung BZ)
06.03.2019

BZ-Artikel: Die Millionen fliessen doch nicht

Das Ferienheim weicht nicht einem neuen Wintercampus der Privatschule Le Rosey. (Foto: Ruth Oehrli)

Der Verkauf des Ferienheims Region Fraubrunnen in Schönried an die Privatschule Le Rosey kommt nicht zustande. Diese hat die Pläne für einen neuen Wintercampus auf dem Grundstück gestoppt.


Es sah nach einem lukrativen Geschäft aus. Die am Genfersee beheimatete noble Privatschule Le Rosey plante, ihren Wintercampus im Saanenland zu modernisieren und zu erweitern. Das Projekt sollte auf jenem Gelände in Schönried zu stehen kommen, auf dem sich das Ferienheim der Region Fraubrunnen befindet. Le Rosey war bereit, für das Grundstück mit Gebäuden im Erli für rund 25 Millionen Franken zu bezahlen. Mit einem Vertrag zwischen dem Institut und dem Trägerverein des Ferienheims wurde das Geschäft 2009 besiegelt. Dieses war geknüpft an eine rechtskräftige Baubewilligung.

Überdimensioniert

Nachdem die Gemeindeversammlung Saanen der Überbauungsordnung zugestimmt hatte, gab es 2016 einen Rückschlag. Die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder sprach sich gegen das Projekt aus. Dieses sei überdimensioniert und beeinträchtige die Landschaft zu stark. Le Rosey zog das Projekt im September 2016 zurück, hielt aber am Standort Erli fest. Das Gelände sollte weniger dicht bebaut werden, die dadurch fehlende Kapazität an einem anderen Ort geschaffen werden.

Nun ist das Campusprojekt im Erliin Schönried gestorben und damit der Traum vom Millionensegen aus dem Berner Oberland für die fünf Gemeinden des Trägervereins (Münchenbuchsee, Fraubrunnen, Jegenstorf, Utzenstorf, Bätterkinden) geplatzt. Ende des letzten November hat die Le Rosey SA dem Trägerverein mitgeteilt, dass sie von ihren Verkaufsabsichten zurücktrete. Das schreibt der Gemeinderat Münchenbuchsee in einer Antwort auf zwei Vorstösse, die das Parlament an seiner nächsten Sitzung behandelt. In absehbarer Zeit sei deshalb mit keinem Verkauf zu rechnen.

Dieses Szenario hatte sich bereits in den Monaten zuvor abgezeichnet. Der erste Verkaufsvertrag war 2016 ausgelaufen und hätte erneuert werden sollen. Darin hätten ein neuer, etwas tieferer Verkaufspreis und eine jährliche Abgeltung festgelegt werden sollen.

«Der neue Vertrag ist nie unterschrieben worden», blickt Daniel Wyrsch, der Präsident des Trägervereins Ferienheim Region Fraubrunnen, zurück. Es hätten wegen des geänderten kantonalen Baugesetzes neue Punkte aufgenommen werden müssen, wie etwa die Mehrwertabschöpfung. Der Verein habe von der Privatschule lange nichts mehr gehört, sie habe auf Zeit gespielt, sagt Wyrsch. Nach einem E-Mail-Verkehr im letzten Herbst sei schliesslich die definitive Absage gekommen. Die Gründe kennt Daniel Wyrsch nicht.

Jetzt wird saniert

Der Trägerverein hat wegen des geplatzten Verkaufs nun seine Strategie geändert. «Wir werden wieder ins Gebäude investieren», erklärt der Präsident. Etwa in die Heizung oder die Fenster. Wegen des möglichen Verkaufs wurde in den letzten Jahren nur das Nötigste gemacht. Das Haus selber sei aber in einem guten Zustand, betont Daniel Wyrsch. Die Arbeiten sollen über die reguläre Betriebsrechnung finanziert werden. Das Ferienheim sei gut vermietet. Während 26 Wochen sei es voll ausgelastet, dazu an weiteren rund zwölf Wochenenden.

Zu den weiteren Plänen oder einer konkreten Neuausrichtung von Le Rosey war gestern nichts in Erfahrung zu bringen. Der fürs Projekt zuständige Philippe Gudin war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Da die Verhandlungen nicht über die Gemeinde Saanen laufen würden, sei er darüber nicht im Bild, gibt Gemeindepräsident Toni von Grünigen zu verstehen: «Ich gehe zurzeit nicht davon aus, dass der Standort bei uns gefährdet ist.»

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad /sp, Berner Zeitung BZ)
28.02.2019

BZ-Artikel: Kunststoff-Firma zieht nach Thun und baut dort neu

Alle deutschsprachigen Gemeinden im Kanton liess die Cellwar GmbH anschreiben. Ihr Ziel: Einen Neubau erstellen, wo die Firma weiter wachsen kann. Doch der Rücklauf war ernüchternd: Lediglich zwei Gemeinden boten Bauland an. Eine davon war Thun.

«Ich habe drei Bundesordner voller Absagen», sagt Benedikt Zenhäusern, fügt dann aber gleich an, wie «perfekt» die Parzelle im Wirtschaftspark Schoren auf die Ansprüche der über 100-jährigen Firma zugeschnitten sei. «Thun bietet eine enorme Lebens- und Arbeitsqualität», sagt der Inhaber und Geschäftsführer der Cellwar GmbH, welche bisher in Räumen in Münchenbuchsee eingemietet war. Und er muss es wissen: So lebt der gebürtige Walliser und frisch gebackene Familienvater selber seit drei Jahren in Thun. Er betont deshalb auch, dass 36 seiner 38 Mitarbeiter den Umzug mitmachen und sich teilweise sogar hier niederlassen wollten.

Neubau für 5 Millionen

Auf der 2800 Quadratmeter grossen Parzelle im Wirtschaftspark Schoren plant die Kunststoffverarbeiterin Cellwar einen 26 Meter breiten und 60 Meter langen, unterkellerten Neubau mit einem viergeschossigen Mehrzweckbau und einer eingeschossigen Produktionshalle.

Die entsprechenden Bauprofile werden derzeit aufgestellt, das Baugesuch ist im aktuellen Amtsanzeiger publiziert. «Wir rechnen mit Baukosten von rund 5 Millionen Franken», sagt Zenhäusern. Er hofft, die Bauarbeiten noch im April dieses Jahres aufnehmen und den Firmenstandort Mitte 2020 nach Thun verlegen zu können.

Während man sich in Thun über den Zuzug freut, muss Münchenbuchsee den Wegzug einer Steuerzahlerin verkraften.

Ein Artikel aus der
(tt, Berner Zeitung BZ) 
16.02.2019

Bz-Artikel: Kommission verlangt Denkpause für Strassenverkehrsamt


Der Kanton Bern plant einen Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts in der Buechlimatt in Münchenbuchsee als Ersatz für den Standort am Berner Schermenweg. Die Investitionen werden auf rund 110 Millionen Franken geschätzt. Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben im letzten September dem Baurechtsvertrag mit dem Kanton zugestimmt.

Im März behandelt der Grosse Rat diesen Vertrag mit einem jährlichen Baurechtszins von 220 000 Franken. Ebenso einen Kredit über 1,5 Millionen Franken für den Architekturwettbewerb. Nun beantragt die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BAK) des Grossen Rats, die beiden Geschäfte zurückzuweisen. Es gehe dabei nicht um inhaltliche Bedenken, sondern um die Finanzierung, sagt BAK-Präsident Daniel Klauser (Grüne). Die Finanzkommission habe einen Mitbericht verfasst und die Rückweisung empfohlen. Die BAK verlangt nun, dass der Regierungsrat die Finanzierbarkeit klärt mit Blick auf die gesamte Investitionsplanung, welche eine Finanzierungslücke aufweist. Bevor diese Planung nicht überarbeitet sei und Prioritäten gesetzt seien, solle mit einem Entscheid zugewartet werden.



Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.02.2019

BZ-Artikel: «Es braucht Präzision und Nerven»

Zwischen den Scheiben: Marco Mazzotta im Clublokal in Münchenbuchsee. (Fotos: Raphael Moser)

Marco Mazzotta aus Münchenbuchsee ist halbseitig gelähmt. Das hält ihn nicht davon ab, mit Begeisterung Darts zu spielen.


20! 20! 20! Innert weniger Sekunden schiesst er drei Pfeile auf die Scheibe ab. Konzentriert. Aber ganz locker. Dreimal trifft er in jenes längliche, dreieckige Feld, das am meisten Punkte generiert. Er lächelt zufrieden und bewegt sich langsam zurück an den Tisch, wo er sich einen Schluck Mineralwasser genehmigt. «Ja, gar nicht mal so schlecht.»

Marco Mazzotta (33) befindet sich im Trainingslokal der Bumble Bee Darters Buchsi, ein Club, der in der C-Liga spielt. Zwei elektronische Dartscheiben, eine Bar, ein TV, ein Kühlschrank, ein Tisch, Schals von Ajax Amsterdam, Juventus Turin und den Toten Hosen an der Decke. Hier hält er sich regelmässig auf, um allein oder mit seinen Clubkollegen aus Münchenbuchsee zu trainieren.

So weit, so normal. Doch Marco Mazzotta ist bewegungsbehindert. Die rechte Körperseite ist gelähmt. Er leidet seit seiner Geburt unter sogenannter Cerebralparese (CP), ausgelöst durch Sauerstoffunterversorgung. Kürzere Strecken kann er zwar gehen, zieht dabei das rechte Bein aber nach. Für längere Strecken benötigt er ein Invalidenfahrzeug. Dank einem operativen Eingriff kann er auch den rechten Arm etwas bewegen. Die linke Körperseite funktioniert völlig normal.

«Komisches Gefühl»

Zurück zum Sport mit den Pfeilen. Ernsthaft mit dem Dartspielen begann Mazzotta vor neun Jahren. Kollegen animierten ihn damals, bei einem Probetraining im Buchser Clublokal mitzumachen. «Dann hat es mich einfach gepackt», erinnert er sich.

Bald war er bei Turnieren und Ligamatchs mit dabei. Und verspürte zu Beginn durchaus eine Verunsicherung: «Ja, bei meinen ersten Einsätzen hatte ich schon ein komisches Gefühl. Ich befürchtete, dass die Leute mich wegen meiner Behinderung schräg anschauen. Aber die Angst war unbegründet.» Wenn ihn jemand fragte, was er denn für eine Beeinträchtigung habe, gab er bereitwillig Auskunft. «Und die Sache war vom Tisch.»

Doch was fasziniert Marco Mazzotta eigentlich am Dartspielen? «Die Präzision und die Nervenstärke, die es für gute Resultate braucht. Die Dynamik auch.

Und dass man immer genau mitrechnen muss, welche Punkte es zum Sieg noch braucht.» Nicht zuletzt: «Ich habe ganz einfach Freude an diesem Sport.»

Ziel: Aufstieg in die B-Liga

Freude: Dieses Wort verwendet Marco Mazzotta öfters. Er habe Freude am Leben, trotz seiner Behinderung. Er habe auch Freude an seiner Familie und den drei Kindern, mit denen er seit Jahren in Münchenbuchsee lebt. Er lebe nach dem Motto: «Trotz Beeinträchtigung sollte man versuchen, jeden Tag zu geniessen.» Und welche Ziele verfolgt der Teilzeitmitarbeiter der Berner Band-Genossenschaft, wenn es um seinen Lieblingssport Darts geht? Da überlegt er nicht lange: «Toll wäre ein Aufstieg in die B-Liga. Oder irgendwann gar in die A-Liga. Aber dieser Weg dürfte sehr steinig sein.» Marco Mazzotta lacht – und ergänzt sogleich: «Das Wichtigste für mich bleibt aber auch in Zukunft, dass ich die Freude am Dartspielen nie verliere.» Man nimmt es ihm ab.

Verschiedene Ligen
Wettbewerbsmässig gibt es in der Schweiz bei der Sportart Darts die C-, die B- und die A-Liga, in der um den Schweizer-Meister-Titel gespielt wird. Spitzenspieler schaffen es gar in die Nationalmannschaft und nehmen an internationalen Turnieren teil. Darts kennt die verschiedensten Regeln und Unterregeln. Beim gängigsten Game geht es darum, von vorgegebenen 501 Punkten auf genau 0 Punkte herunterzuspielen. Wer diese 0 Punkte zuerst erreicht, hat gewonnen. Eine Dartscheibe besteht immer aus 20 Zahlenfeldern. Die grossen Felder zählen einfach, der äussere Ring am Rand zählt die Punkte zweifach, im inneren Ring werden die Treffer dreifach gezählt. Umfassende Darts-Infos gibts beim Verband Compact Sport Schweiz (www.dart-css.ch).

Ein Artikel aus der
(Christian Werder/pd, Berner Zeitung BZ)
Konzentriert: Mazzotta demonstriert seine Treffsicherheit. / Pfeile und Zubehör: Das Köfferchen ist immer dabei. Fotos: Raphael Moser
13.02.2019

BZ-Artikel: Auto kollidiert mit Linienbus

Am Dienstagnachmittag stiessen in Zollikofen (Gemeinde Münchenbuchsee) ein Auto und ein Linienbus zusammen. Zwei Personen wurden verletzt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Kurz vor 16.30 Uhr kollidierten in Zollikofen am Dienstag ein Auto und ein Linienbus. Dies teilte die Kantonspolizei Bern am Dienstagabend mit. Offenbar war ein Linienbus der RBS von Zollikofen nach Münchenbuchsee unterwegs gewesen, als aus einer Einmündung der Tankstelle in der Nähe des Kreisels Bernstrasse/Zürichstrasse ein Auto auf die Bernstrasse einbog. Die beiden Fahrzeuge kollidierten.

Vier Buspassagiere wurden beim Unfall verletzt. Zwei davon wurden mit Ambulanzen zur Kontrolle ins Spital gebracht. Zwei weitere wurden vor Ort durch die Sanitäter kontrolliert, mussten jedoch nicht ins Spital gebracht werden.

Der Verkehr wurde während zwei Stunden wechselseitig geführt. Die beiden RBS-Linien 36 und 41 verkehrten gut zwei Stunden lang unterbrochen oder verspätet.
  
Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
08.02.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Kynologischer Verein Münchenbuchsee und Umgebung

Geschichte
Der Kynologische Verein Münchenbuchsee und Umgebung (KVM) wurde 1971 aus der „Gruppe Münchenbuchsee“ des kynologischen Vereins Berna gegründet. Er hat heute rund 120 Mitglieder und hat zum Hauptziel die Vermittlung von Informationen und Kenntnissen an die Mitglieder und an weitere Kreise über die Anschaffung und Haltung sowie die Erziehung und Ausbildung von Hunden auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, sportlich fairer Gesinnung und Beachtung der Prinzipien der Tierschutzgesetzgebung. Der KVM ist Mitglied der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) sowie der Interessengemeinschaft Kynologischer Organisationen des Kantons Bern und angrenzender Gebiete (IGKO). Bei uns sind Hunde aller Rassen und Mischlinge willkommen. Auf unserem Übungsplatz direkt am Waldrand bieten wir Trainings in verschiedenen Sparten an und bieten auch für Nichtmitglieder Hunde-Erziehungskurse.

Klubhütte
Unsere Hütte befindet sich im Limbärgete-Wald gegenüber des Sportzentrums und Freibad Hirzefeld in Münchenbuchsee. In unserer Klubhütte können wir uns nach unseren Trainings verpflegen und fachsimpeln und so das Vereinsleben pflegen.

Möchten Sie unsere Hütte für ein Geburtstags-, Familien- oder Vereinsfest nutzen? Unsere heimelige Vereinshütte kann für private Anlässe gemietet werden. Die Küche ist mit reichlich Geschirr und Besteck ausgestattet. Ein Schwedenofen und Cheminée sorgen an kühlen Abenden für behagliche Wärme. Unsere Hüttenwirtin gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Angebot Hunde-Sportsparten

Agility
Beim Agility muss der Hund einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer festgelegten Reihenfolge und innerhalb einer gegebenen Zeit überwinden. Der Hundeführer zeigt ihm dabei mit Körpersprache und Hörzeichen den Weg. Agility macht fast allen Hunden Spass und eignet sich nahezu für jeden Hund und Hundeführer (ausgenommen sehr grosse und schwere Hunde).

Obedience
Beim Obedience (= Gehorsam) geht es um exakte und fliessende Ausführung der einzelnen Übungen. Obedience ist für alle Hunde geeignet, unabhängig von Grösse und Alter. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung.

Begleithund
Die Disziplin "Begleithund" umfasst die Bereiche Nasenarbeit (verfolgen einer Fährte oder Revierarbeit) und Unterordnung/Führigkeit (gehen mit und ohne Leine, apportieren, Hochsprung).
Leider hat der KV Münchenbuchsee zurzeit kein/e Übungsleitende/r für diese Sparte.

Sanitätshund
Der Sanitätshund muss in unübersichtlichem Gelände mittels Bringselverfahren in systematischer Quersuche dem Hundeführer vermeintlich verletzte Personen oder Gegenstände anzeigen. Für die Sanitätsarbeit braucht es einen Hund mit ausgesprochener Lauffreudigkeit und Ausdauer, gutem Appell sowie keinem Jagdtrieb. Natürlich wird auch vom Hundeführer eine angemessene Kondition und Teambereitschaft erwartet.

Familienhunde
Die Familienhundegruppe steht allen Hundebesitzern offen, welche Wert auf einen gut erzogenen und "alltagstauglichen" Hund legen. Das Schwergewicht liegt auf Appell und Vielseitigkeit gepaart mit einer guten Mischung aus Spiel, Spass und Engagement von Hund und Hundehalter. Ein absolvierter Erziehungskurs erleichtert den Einstieg in die Familienhunde-Gruppe.

Jugend + Hund
Die Jugend + Hund-Gruppe ist offen für Jugendliche ab 10 Jahren und Hunde ab 9 Monaten. Die Hunde (eigene oder eines Bekannten) sollten mindestens einen Erziehungskurs absolviert haben und unter Kontrolle gehalten werden können. Die Jugendlichen lernen spielerisch den artgerechten Umgang mit Hunden. Spiel und Spass stehen im Vordergrund.

Unsere Leiterinnen freuen sich über Zuwachs in der J+H-Gruppe.

Unsere bestehenden Übungsgruppen sind zurzeit ausgebucht (ausser Jugend+Hund). Damit wir interessierten Hundehalter/innen einen Platz anbieten können, sind wir auf der Suche nach Übungsleitenden. Sind Sie eine erfahrene Hundesportlerin oder ein erfahrener Hundesportler und haben Sie Interesse, eine Obedience, Begleithunde- oder Agility-Gruppe aufzubauen und zu leiten? Unsere Präsidentin oder Hauptübungsleiterin gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte  www.kv-muenchenbuchsee.ch.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
18.01.2019

BZ-Artikel: Ausgespielt?

Käthi Fricker hat die Ludothek durch Höhen und Tiefen geführt. Nun hat sie den inneren Schlussstrich gezogen. (Foto: Susanne Keller)

Am Montag entscheidet sich, ob die Ludothek Ende Jahr zugeht. Eine Weiterführung dürfte schwierig werden – auch weil die Gemeinde keine geeigneten Räume zur Verfügung stellt.


Was 1979 begann, wird 2020 wohl nicht mehr sein: An der Hauptversammlung der Ludothek Münchenbuchsee werden die Vereinsmitglieder nächsten Montag über eine Auflösung entscheiden. Die Zeichen stehen auf Sturm, eine Weiterführung des Spielverleihs ist aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich. Präsidentin Käthi Fricker sagt es so: «Es stehen fünf Rücktritte an. Können die Helferinnen ersetzt werden, ist nur eines unserer Probleme gelöst.» Das Gebäude – die ehemalige Post beim Bahnhof – ist stark sanierungsbedürftig und ein künftiges Mietverhältnis ungewiss. Zudem verzeichnet die Ludothek seit drei Jahren einen markanten Einbruch bei den Ausleihen. Nach dem Grund dieses Rückgangs gefragt, zögert Fricker kurz. Schliesslich sagt sie: Der Raum sei nicht anmächelig, und die Gemeinde sei nicht bereit, eine höhere Miete zu zahlen.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Gemeinde eine Ecke in der Ludothek einer Freikirche als Depot untervermietet hat und ein Wasserschaden vom Besitzer nie ausgebessert wurde. Trotzdem: Anprangern mag Fricker die Behörde nicht, immerhin übernehme ja die Gemeinde die Mietkosten.

Lange gesucht

Eigentlich ist die Ludothek Münchenbuchsee weitherum bekannt. Ihr Kundenverzeichnis umfasst Personen aus über 30 Ortschaften. Auch hat der Verein einige «Renner» anzubieten: So stehen viele robuste Dreiräder und kleine Velos für die Ausleihe bereit. Es sind Fahrzeuge, deren Neupreis bis zu 700 Franken beträgt. Erfolgreich sind auch die Spielanimationen während der Ferienzeit und Spielnachmittage im Freispielpark.

Daher erstaunt es nicht, dass Fricker ihr Amt als Präsidentin mit leiser Wehmut abgibt. Seit 20 Jahren ist sie mit dabei und hat die Ludothek durch Höhen und Tiefen geführt. Doch jetzt ist für sie der innere Schlussstrich gezogen. Man habe mit den Vereinsmitgliedern durchaus auch nach innovativen Alternativen für eine Weiterführung gesucht, sagt sie. So kam die Idee einer Ausleihe via Internet ins Spiel oder eine Konzentration auf die Spielanimation. Die Ideen hielten dem Realitätstest nicht stand. Dass die heutige Form von Ludotheken nicht zukunftsträchtig sei, verneint Fricker. Es gebe durchaus Ludotheken, die einen Zuwachs an Kundschaft verzeichnen könnten.

Es geht auch anders

Etwas kritischere Worte als Käthi Fricker wählt Erika Rutishauser, die Präsidentin des Verbands Schweizer Ludotheken. Sie hat kürzlich die Ludothek in Münchenbuchsee besucht und die Räume als «höchst ungeeignet» taxiert. Mit Abfallsäcken beim Eingang, einem Wasserschaden in der Diele und in einer Ecke einem Möbeldepot mache es einfach keinen Spass, ehrenamtlich für die Ludothek tätig zu sein. Auch Kunden würden so vertrieben.

Gemäss Rutishauser hängt der Erfolg einer Ludothek in den meisten Fällen mit den Räumlichkeiten und dem Engagement der Gemeinde zusammen. Sie führt Gossau und Langenthal als Beispiele an: In beiden Gemeinden stellten die Behörden grosszügige und gemütliche Räume zur Verfügung, griffen der Ludothek finanziell unter die Arme und sähen sie als ein wichtiges Angebot. Ein Stadt-Land-Problem kann die Verbandspräsidentin nicht orten. Auch nähmen die Ludotheken neue Trends sofort auf und würden so für die Kunden attraktiv bleiben.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee hat bereits im Mai 2016 entschieden, längerfristig die Raummiete für die Ludothek nicht mehr zu übernehmen. Die Ludothek sei ein Verein wie jeder andere auch, sagt Gemeinderat Andreas Luginbühl. Er war 2016 Vorsteher des Departements Kultur, Freizeit und Sport. Luginbühl weist auf die Indexierung für die Beiträge an die Vereine hin. Eine Vorzugsbehandlung sei nicht fair. Wie wichtig ein Verein für das Dorf sei, werde naturgemäss unterschiedlich wahrgenommen. Auf Zusehen hin bezahle die Gemeinde der Ludothek die Miete.

Ist dies das Ende – oder gibt es doch noch eine Lösung? Der nächste Montag wird es zeigen.

Ein Artikel aus der
(Ursula Grütter, Berner Zeitung BZ)
14.01.2019

BZ-Artikel: Drei Buspassagiere bei Bremsmanöver verletzt

In Münchenbuchsee wurden drei Buspassagiere bei einem Unfall verletzt. Zwei mussten ins Spital gebracht werden.

Bei einem Bremsmanöver sind am Montagmorgen drei Frauen in einem Linienbus auf der Strecke von Münchenbuchsee in Richtung Zollikofen verletzt worden. Zwei von ihnen mussten ins Spital gebracht werden. Eine dritte Passagierin wurde nur leicht verletzt.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 9.40 Uhr im Gebiet der Haltestelle Waldegg in Münchenbuchsee. Der Linienbus war Richtung Zollikofen unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein Auto in entgegengesetzter Richtung und beabsichtigte, vor der Bushaltestelle links in die Bernstrasse einzubiegen.

Der Buschauffeur leitete ein Bremsmanöver ein, bei dem die drei Fahrgäste verletzt wurden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs und der Umstände aufgenommen.

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
11.01.2019

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Neujahrsapéro 2019


Der Gemeinderat von Münchenbuchsee lud am 4. Januar 2019 die Bevölkerung zum Neujahrsapéro ein. Die rund 150 Gäste wurden mit Musik von Martin Bachmann (Cello), Dora Bernhard, Marianne Liechti, Anita Meyer (Violinen), Brigitte Bader und Kurth Bürki (Querflöten) empfangen. Sie spielten «Maestoso» von W.A. Mozart und Kompositionen von Joseph Röösli. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch einen Teil der Musiker der «The Buchsi Seven».

Bevor das Apérobuffet eröffnet wurde, nutzte der Gemeindepräsident, Manfred Waibel, die Gelegenheit, der Bevölkerung für ihr Kommen zu danken und allen Anwesenden ein gutes, glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr zu wünschen. Ebenfalls bedankte er sich bei der Metzgerei Wüthrich aus Münchenbuchsee für das tolle Apérobuffet, beim Hofwiler Wy-Chäller für den auserlesenen Wein und bei den Musizierenden für die musikalische Unterhaltung. Die Musiker erhielten von ihm als Dankeschön eine exklusive Nussmischung der Firma Nobs aus Münchenbuchsee.

Das anschliessend feine Apérobuffet der Metzgerei Wüthrich fand grossen Anklang bei Gross und Klein. Auf das neue Jahr wurde mit Wein aus dem Hofwiler Wy-Chäller in Münchenbuchsee angestossen. Bei angeregten Gesprächen tauschte sich die Bevölkerung mit Mitgliedern des Gemeinderats und Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung aus, aber auch die Einwohnerinnen und Einwohner untereinander nutzten die Gelegenheit miteinander zu kommunizieren. Einige vertieften ihre Bekanntschaften, andere lernten neue Gesichter kennen. Es gab sowohl interessante wie auch amüsante Gespräche. Bei gemütlicher und lockerer Stimmung wurde geplaudert und gelacht. Der Gesprächsaustausch wurde rege genutzt. Der Anlass war sehr gut organisiert. Auch dieses Jahr war es wieder eine tolle und gelungene Veranstaltung mit einem entspannten Start ins neue Jahr. Der Neujahrsapéro in Münchenbuchsee entwickelt sich zu einem beliebten Anlass für die Bevölkerung und soll im kommenden Jahr erneut durchgeführt werden.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Olivier Gerig, Karin Balmer
Fotos: Olivier Gerig
03.01.2019

Bund-Artikel: «Chrüter-Oski» blickt Mayr über die Schulter

Aufgetischt: Restaurant Moospinte, Münchenbuchsee

Draussen ist es garstig, drinnen gemütlich. Offenbar rennt am vierten Advent über Mittag alles an den Sonntagsverkauf, denn wir sind – vorerst – die Einzigen in der «Prominentenstube», was die Prominenz noch steigert. Schnitzereien an den Stuhllehnen verraten, dass vor uns weit prominentere Persönlichkeiten hier tafelten. Am Nebentisch traf sich General Henri Guisan zu diskreten Besprechungen. Die beste Begleiterin von allen sitzt auf dem Stuhl des Jugendpsychologen Hans Zulliger aus Ittigen, der Testesser wärmt den Sitz von Kronprinzessin Juliane, der späteren Königin der Niederlande. Neben ihm ist der Name Oskar Marti verewigt, besser bekannt als «Chrüter-Oski». Dieser wirtete bis 2010 auf der Moospinte, und fast hört man noch den Widerhall seiner Predigten, die jeweils dem Essen vorausgingen.

Seit diesem Sommer wirtet eine neue Familie in der Moospinte: Christoph und Stephanie Mayr, beide aus Bayern stammend. Wir bestellen beim umsichtigen jungen Kellner Champagner von Nicolas Feuillatte (Fr. 14.50/ dl), kein gefälliger Industrieschaumwein, sondern ein Cüpli mit Kante. Die Direktsäfte aus Wildquitte oder Wildpreiselbeere probieren wir ein andermal. Bald erreicht uns ein Brotkörbchen, das auch Bretzelstücke enthält. Man könnte hier am Sonntag auch einen Brunch nehmen – mit bayrischem Touch.

Das Dry Aged Entrecôte aus dem Emmental sei leider nicht mehr vorrätig, wird uns beschieden. Als grosses Stück ist dieses Rindfleisch vergriffen, doch erhalten wir ein Mümpfeli in Form von Tatare im Amusebouche, geschmacklich angenehm kombiniert mit Pflaumen und Nüssen, dazu ein zartes Wachtelbrüstli sowie Kornelkirschenkonfitüre – ein wahrhaft gelungener Gruss aus der Küche.

Als Vorspeise hat die Begleiterin einen bunten Wildsalat mit Sprossen (Fr. 11.–) gewählt. Er hingegen bekommt dünn geschnittene Schinkenscheiben vom Durocschwein mit Rande und Birne (Fr. 19.–). Das Fleisch hat einen feinen Rauchgeschmack, es ist ein Produkt aus der hauseigenen Räucherkammer. Die Begleiterin steht auf Tafelspitz (Fr. 39.–). Mayr hatte dieses traditionsreiche Gericht bereits in neu interpretierter Form im Rössli in Rubigen auf der Karte, wo er bis 2012 tätig war – damals übrigens vom «Gault Millau» mit 13 Punkten bewertet. Dem Testesser steht der Sinn nach Kalbshohrückensteak mit Wintergemüse (Fr. 49.–). Als Beilage wählt er etwas nicht Alltägliches: zwei Scheiben Kürbis- und Spinatstrudel. Wie eine Fahne ragt eine frittierte Pastinakenscheibe vom Teller empor.

Beim Wein setzt die Begleiterin auf einen Zweigelt (Fr. 7.80/dl) aus Österreich. Die Traube wird aus Correctness-Gründen wohl umbenannt, weil Friedrich Zweigelt, der Urheber der Rebkreuzung, ein übler Nazi war. Der Wein ist trotzdem bekömmlich, aber eher leicht. Kräftiger ist der Rioja La Montesa (Fr. 8.20/dl) des Testessers und passt somit zum zarten, leicht rosafarbigen Kalbfleisch. Das Wintergemüse ist etwas sehr knackig.

Dessert? Der Testesser kennt seine süssen Pflichten und bestellt die bayrische Creme (Fr. 16.–), deren Konsistenz in Richtung Pudding oder Mousse geht, mit feinem Geschmack und nicht zu süss. Als Kontrast liegen dünn geschnittene Blutorangenscheiben auf dem Teller. Die Begleiterin will nur einen Löffel zum Naschen, bekommt aber einen eigenen Teller, das hat Stil. Nun vernimmt man eine Kinderstimme. Es ist Töchterchen Alina. Die Kleine schaut den Eltern oft bei der Arbeit zu, und manchmal schneidet sie weiche Pilze in Scheiben. Früh übt sich. Wir sind nach unserem Besuch sehr zufrieden mit dem Gebotenen – und «Chrüter-Oski», nach dem die «Chrüterstube» benannt ist, wäre es sicher ebenfalls, auch wenn Mayr seine eigene Handschrift hat.

Die Rechnung, bitte
Karte: Gehobene Gourmetküche mit Liebe zum Regionalen und zu Kräutern – «Chrüter-Oski»- like, aber mit eigenem Stil, zum Teil mit bayrischen Akzenten (Frühschoppen mit Weisswurst und Bretzeln). Noch nicht im «Gault Millau» verzeichnet.

Preise: Gehoben, der Qualität des Gebotenen entsprechend.

Kundschaft: Feinschmecker und Freunde des gehobenen Sonntagsbrunchs. Im Säli im Obergeschoss gibt es manchmal musikalische Live-Events (etwa am 31. Januar), oder der Wirt lässt auf einem Grammophon aus den 1920er-Jahren alte Schellackplatten laufen («His Master’s Voice»).

Öffnungszeiten: Im Winter dienstags (neu!) bis freitags 10–14 Uhr und 18–23 Uhr; Sa/So 10–23 Uhr; montags geschlossen.

Adresse: Restaurant Moospinte, Christoph und Stephanie Mayr, Patricia Riedo, Lyssstrasse 39, 3053 Münchenbuchsee, Telefon 031 869 01 13, www.moospinte.ch, E-Mail: info@moospinte.ch.

Ein Artikel aus dem
(Markus Dütschler, Der Bund)

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