News-Artikel 2015

12.01.2015
28.12.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Buchsi Challenge - and the winner is: Die Jungschar

Der Jubel und die Freude bei den Siegern über den gewonnen Preis ist riesig.
Quickline will mit einem Sponsoring-engagement einen Verein in Münchenbuchsee unterstützen. Mit der Buchsi Challenge konnten sich die Dorfvereine auf der Homepage von Quickline registrieren lassen. Danach war ihre Aufgabe, bis am 15. Dezember 2015, 12.00 Uhr möglichst viele Stimmen zu sammeln. Neun von den 70 Dorfvereinen in Münchenbuchsee haben teilgenommen und wollten die Chance nutzen, um mit dem Gewinn von Fr. 5000.– ihre Vereinskasse aufzustocken und den Jahressponsoringvertrag zu gewinnen. Die Jungschar lieferte gegen die Pfadi ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber auch die anderen Vereine haben Vollgas gegeben. Die Spannung um den Sieger blieb bis zum Schluss. Insgesamt wurde über 7100 Mal die Stimme für einen Verein abgegeben. Doch schlussendlich ging die Buchsi Jungschar mit 2785 Stimmen als Sieger hervor! Sie haben einen Jahressponsoringvertrag mit der Quickline Münchenbuchsee AG und einen Betrag von Fr. 5000.– gewonnen. Herzliche Gratulation!

Nicht nur die Jungschar hat gewonnen. Auch unter den Voterinnen und Votern wurden drei schöne Weihnachtsgeschenke, je ein iPhone 6S inklusive ein einjähriges Gratis-Abo verlost. Ebenfalls dazu herzliche Gratulation!

Im Anschluss an die Preisverleihung gab es für alle Anwesenden ein Apéro im Quickline Shop in Münchenbuchsee. Nicht nur die Jungschar sondern auch Quickline Münchenbuchsee freuen sich über den Sponsoringvertrag für 2016.

Wir wollten mehr über die Buchsi Challenge und das Sponsoring wissen und haben die beiden neuen Sponsoringpartner interviewt. Sowohl Daniel Röösli, Communication Manager von Quickline, wie auch Christian Häderli, Hauptleiter der Buchsi Jungschar (Jungschi) haben sich zu einem Interview bereit erklärt.

Das Interview mit Daniel Röösli, Communication Manager von Quickline

Welche Kriterien musste der Verein erfüllen, um am Wettbewerb teilnehmen zu können?
D. Röösli: Das einzige Kriterium war, auf der Vereinsübersicht der Gemeindewebseite Münchenbuchsee eingetragen zu sein.

Sind Sie zufrieden mit der Teilnahme der Vereine?
D. Röösli: Ja, 9 Dorfvereine haben teilgenommen. Das sind über 10%. Vielleicht hätten sogar noch mehr Vereine mitgemacht, da aber die Jungschar und die Pfadi so stark gestartet sind, könnten einige Vereine das Gefühl gehabt haben, diese beiden nicht mehr einholen zu können.

Wie verlief der Wettbewerb?
D. Röösli: Bei jeder Neuanmeldung eines Vereins schossen die Stimmen jeweils sofort in die Höhe. Beim Endspurt haben die Jungschar und die Pfadi alles gegeben. Beide verfügen über ein grosses Netzwerk. Es gab ein interessantes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Spannung, wer den Wettbewerb gewinnt, blieb dadurch bis am Schluss erhalten. 

Der Sieger steht fest: Die Jungschar. Wie stellen Sie sich das Sponsoring mit der Jungschar vor?
D. Röösli: Da wir nicht wussten, wer unser Sponsoringpartner sein wird,  war es schwierig, vorgängig Aktionen zu planen. Wir werden uns im Januar mit der Jungschar zusammensetzen und das Vorgehen besprechen. Die Partnerschaft soll beiden Parteien einen Mehrwert bieten. Wir möchten gemeinsam mit der Jungschar eine coole Geschichte entwickeln und diese kommunizieren, mit Plakatwerbung, Inseraten, online oder mittels anderen Aktionen. Wir sind für alles offen.

Würden Sie wieder ein Sponsoring in dieser Form vergeben?
D. Röösli: Warum nicht? Wir möchten uns jetzt jedoch erst einmal auf den neuen Sponsoringpartner für 2016 konzentrieren.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr 2016 für die Jungschar?
D. Röösli: Zusammen mit ihnen spannende Ideen entwickeln und umsetzen zu können, so dass sie am Ende des Jahres mit viel Freude auf unsere Partnerschaft zurückblicken können.  

Das Interview mit Christian Häderli, Hauptleiter der Buchsi Jungschar

Wer ist die Jungschar Münchenbuchsee?
Ch. Häderli: Die Jungschar Münchenbuchsee (Jungschi Buchsi) wurde 1986 gegründet und gehört zum Evangelischen Gemeinschaftswerk (EGW) und der reformierten Landeskirche. Sie ist dem Dachverband Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen (BESJ) unterstellt. Die Jungschar ist eine gemeinnützige Organisation und erhebt keine Mitgliederbeiträge. Sie wird durch freiwillige Spenden und Subventionen der Landeskirche unterstützt. Die Räumlichkeiten der Kirchgemeinde und des EGWs kann die Jungschar gratis benutzen. Jugend und Sport stellt für die Lager jeweils gratis Material zur Verfügung. Die Jungschar bietet Kindern und Jugendlichen in 4 Altersgruppen zwischen 6–16 Jahren ein sinnvolles und vielfältiges Freizeitprogramm mit viel Sport und Spiel in der Natur an, aber auch Erste Hilfe, Basteln, Kartenkunde, usw. gehören zum Programm. Ebenfalls wird den Kindern und Jugendlichen in Andachten der christliche Glaube näher gebracht. Das jährliche Highlight ist das Sommerlager.

Was gefällt Dir an der Jungschar?
Ch. Häderli: Ich bin seit 1997 also schon von klein auf dabei. Die Leiter haben mir viel Wissenswertes mit auf meinen Lebensweg gegeben. Heute bin ich motiviert diese Lebensschule als Leiter den Jungschärlern weiterzugeben.

Warum habt ihr an der Buchsi Challenge teilgenommen?
Ch. Häderli: Eltern haben uns darauf aufmerksam gemacht. Das Budget mit Fr. 5000.– aufzubessern, war sehr verlockend. Da wir ein grosses Netzwerk haben, sahen wir gute Chancen zu gewinnen. So haben wir uns für die Buchsi Challenge angemeldet.

Ihr habt mit hervorragenden 2785 Stimmen gewonnen. Wie habt Ihr die Stimmen gesammelt?
Ch. Häderli: Wir haben durch verschiedene Kanäle Stimmen geholt: Soziales Netzwerk wie Instagram und Facebook, unsere Website, Eltern, andere Gemeinden und Kirchen. Ebenfalls haben wir unseren Dachverband angefragt, ob wir eine Werbung in ihrem Newsletter schalten können.

Was findest du nebst dem Gewinn besonders erwähnenswert?
Ch. Häderli: Durch das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Pfadi war es ein spannender, aber auch sehr fairer Wettkampf.

Nun seid Ihr die Sieger der Buchsi Challenge. Was sagt Ihr zu Eurem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk?
Ch. Häderli: Die Freude ist bei uns allen sehr gross, auch dass wir uns am Schluss nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Pfadi doch noch durchsetzen konnten.

Wofür wollt Ihr den Gewinn von Fr. 5000.– einsetzen?
Ch. Häderli: Das wissen wir noch nicht so genau. Das müssen wir noch zusammen besprechen. Wahrscheinlich wird das meiste Geld ins Sommerlager einfliessen, für neue Zelte und Material.

Wie stellt Ihr Euch das Sponsoring mit Quickline Münchenbuchsee vor?
Ch. Häderli: Wir haben keine konkreten Vorstellungen, vielleicht ein cooles Plakat, wo wir uns präsentieren können. Wir werden zusammen mit Quickline Münchenbuchsee sicher gemeinsame Interessen suchen und  zusammen eine gute Lösung finden.

Was wünscht Ihr Euch für das neue Jahr 2016 für die Jungschar, was für Euren neuen Sponsoringpartner?
Ch. Häderli: Zurzeit stehen uns in der Jungschar enorm viele Leiter zur Verfügung, die Zahl der Kinder und Jugendlichen ist jedoch eher rückläufig. Wir wünschen uns, wieder mehr Kinder und Jugendliche für die Jungschar gewinnen zu können. Für Quickline wünsche ich attraktive Angebote, damit sie die Konkurrenz unterbieten kann.

Was sind die Vorsätze der Jungschar für 2016?
Ch. Häderli: Unsere Vorsätze sind, den Jungschärlern weiterhin ein cooles und abwechslungsreiches Programm bieten und sie in ihrer Entwicklung positiv tragen zu können.

Herzlichen Dank für das Interview! Wir sind gespannt, was sich aus dieser Sponsoringpartnerschaft ergibt, und wünschen Quickline Münchenbuchsee und der Buchsi Jungschar, ein erfolgreiches und für beide Seiten ein gutes, spannendes Jahr mit viel Freude und guten Erfahrungen.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Foto: Melanie Siegenthaler
Davide Romanelli überreicht das gewonnene Jahressponsoring von Fr. 5000.–.
28.12.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Kamele in Münchenbuchsee

Die Könige sind auf dem Weg zum Stall, um die Geschenke zu bringen.
Am vergangenen Samstag fand in Münchenbuchsee zum ersten Mal die Weihnachtsreise im Dorf und unter freiem Himmel statt. Ganz im Sinne von Weihnachten sollten nämlich die Bewohnerinnen und Bewohner von Münchenbuchsee draussen und im Alltag überrascht werden. Die Weihnachtsreise war eine grosse Überraschung. Sie verwandelte Münchenbuchsee für zwei Stunden in Bethlehem!

Oder haben Sie etwa schon einmal Kamele in Münchenbuchsee gesehen? Oder ein Kind, das erst seit kurzer Zeit auf der Welt lebt und schon Schauspieler ist? Diese und weitere Wunder erlebten staunende Kinder und Erwachsene im Dorf von Münchenbuchsee – und zwar vor der reformierten Kirche, zwischen Lindehus und Post und an verschiedenen Orten im Bereich Oberdorfstrasse, Migros und Denner! Kinder konnten sogar auf Kamelen reiten oder das weiche, dichte Fell der zutraulichen Schafe kraulen. Die Besucher erlebten mit, wie Engel den Hirten die frohe Kunde der Geburt Jesu überbrachten und wie die drei Könige ihre Geschenke vor dem Neugeborenen niederlegten. Das fast leere Dorf war jedenfalls innerhalb einer halben Stunde voll fröhlicher Kinder und Erwachsener. Um 16.45 Uhr stimmten die Besucherinnen und Besucher zu zwei Weihnachtsliedern an und fanden sich anschliessend zum alljährlichen Adventssingen in der Kirche Münchenbuchsee ein.

Doch was genau ist die Weihnachtsreise? Sie ist eine Reise durch die Ereignisse der Weihnachtsgeschichte. Die Besucher können an verschiedenen Orten im Dorf Szenen rund um die Geburt Jesu vor 2000 Jahren mitverfolgen. Zeitgemässe  Kostüme, lebende Tiere wie Schafe, Rinder und Kamele helfen mit, sich in die damalige Zeit hineinzuversetzen und so den Wurzeln des Weihnachtsfests auf die Spur zu kommen.

Die Weihnachtsreise ist ein Projekt, das von der Reformierten Kirchgemeinde, der Katholischen Pfarrei, dem Evangelischen Gemeinschaftswerk und der Jungschar mitgetragen wird. Während sich anderswo Menschen wegen ideologischen Differenzen trennen und bekämpfen, feiern die christlichen Gemeinschaften in Münchenbuchsee ihre gemeinsame Mitte. Sie besinnen sich auf das gemeinsame Zentrum des Glaubens.

Der Hauptorganisator der Weihnachtsreise und Jugendpfarrer von Münchenbuchsee ist gebürtiger Solothurner und hat zusammen mit einem kleinen Organisationskomitee aus Münchenbuchsee die Idee aus Solothurn geholt. Nun hoffen sie auf einen ebenso grossen und andauernden Erfolg wie dort. Sie werden sich nächstes Jahr auf jeden Fall zurück melden und die Weihnachtsreise mit ein zwei Dingen erweitern. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Münchenbuchsee dürfen gespannt darauf sein.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Martin Stüdeli, Jugendpfarrer in Münchenbuchsee, jugendpfarramt.ch
Die Engel verkünden den Hirten die Geburt von Jesus.
17.12.2015

1. Januar 2016 in Kraft: Reglement über die Versorgung der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee mit Elektrizität

Reglement über die Versorgung der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee mit Elektrizität
Die Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee haben am 14. Juni 2015 das Reglement über die Versorgung der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee mit Elektrizität genehmigt. Es tritt per 1. Januar 2016 in Kraft.

Ausserkraftsetzung des Reglements über die Elektrizitätsversorgung
Mit Inkrafttreten des Reglements über die Versorgung der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee mit Elektrizität hebt der Gemeinderat das Reglement über die Elektrizitätsversorgung vom 20. Juni 2002 ausser Kraft.

Die Inkraftsetzung des Erlasses wird gestützt auf Art. 45 der kantonalen Gemeindeverordnung vom 16. Dezember 1998 öffentlich bekannt gemacht.

Das Reglement kann hier heruntergeladen oder bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen werden.
 
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Energie Münchenbuchsee AG
Der Verwaltungsrat der Energie Münchenbuchsee AG hat an seiner Sitzung vom 11. November 2015 die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Energie Münchenbuchsee AG "über die Erschliessungs- bzw. Anschlussbedingungen und Kostenbeiträge für den Anschluss an das Elektrizitätsversorgungsnetz" sowie diejenigen "für den Netzanschluss, die Netznutzung und die Lieferung elektrischer Energie" genehmigt und per 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt. Die AGB werden ab 1. Januar 2016 auf der neuen Homepage der EMAG (www.emag.energy) aufgeschaltet sein.
04.12.2015

Seit 1. Dezember 2015 in Betrieb: Notunterkunft für Asylsuchende

Für Fragen und Anliegen aus der Bevölkerung ist seit dem 1. Dezember 2015 eine Hotline in Betrieb. Unter der Telefonnummer 031 822 63 14 erreichen Sie rund um die Uhr eine Ansprechperson der Heilsarmee Flüchtlingshilfe vor Ort.

Wenn Sie als freiwillige Mitarbeiterin oder als freiwilliger Mitarbeiter in der Betreuung der Asylsuchenden eine Aufgabe (z.B. Sportkurs anbieten) übernehmen möchten, sind Sie bei der Heilsarmee Flüchtlingshilfe willkommen.

Auch Sachspenden (Herrenbekleidung, Sportbekleidung für Herren etc.) sind willkommen. Diese können jeweils am Mittwoch, von 09.00 bis 11.00 Uhr, nur unter Voranmeldung (Tel. 031 822 63 14), direkt vor Ort der Heilsarmee Flüchtlingshilfe abgegeben werden.

Besten Dank für die Kenntnisnahme.

Heilsarmee Flüchtlingshilfe
NUK Münchenbuchsee
Im Eggacker 60
3053 Münchenbuchsee
10.12.2015

Bund-Artikel: Zauberhafte Rumpelkammer

Im Depot der Denkmalpflege stapeln sich schätzungsweise 2000 Ofenkacheln. (Foto: Adrian Moser)

Was geschieht mit dem Inventar schützenswerter Häuser, die abgerissen werden? In einem Depot der kantonalen Denkmalpflege in Münchenbuchsee werden Bauteile aufbewahrt. Ein Teil der zigtausend Objekte wird bei Rennovationen wiederverwendet.


Wäre man ein Kind, man würde in diesem Haus verstecken spielen wollen. Wie wunderbar wäre es, zwischen gusseisernen Öfen mit schnörkeligen Türchen, mächtigen Schränken aus einstigen Ballsälen und altmodischen Lampen hindurch zu schlüpfen, um immer und immer wieder neue Kuriositäten zu entdecken. Ein schmales Treppchen führt hinauf in eine Kammer unter dem Dach, in dem filigran verzierte Espagnoletten-Stangen in Reih und Glied stehen. Auf einer Galerie thronen alte Dachaufbauten neben schief stehenden Wetterfahnen, die bereits etwas Staub angesetzt haben.

Zum Charme dieses Ortes tragen aber nicht nur die unglaublich vielfältigen Gegenstände, sondern auch das Gebäude selber bei: ein altes, mehrstöckiges Bauernhaus in der Siedlung Hofwil, die ab 1799 Teil eines landwirtschaftlichen Musterbetriebs war. Dieser war von Philipp Emanuel von Fellenberg eingerichtet worden – einem Pädagogen und Politiker, der unweit des heutigen Depots Bildungsanstalten für Angehörige aller Stände einrichtete. Von Fellenberg war Mitglied des Grossen Rates und beteiligte sich massgeblich am Aufbau des kantonalen Schulwesens; unter anderem gründete er im Schloss Münchenbuchsee das erste staatliche Lehrerseminar. 1917 gingen die Gebäude mit Ausnahme des Schlosses in den Besitz des Kantons über, und seit 1985 befindet sich das Depot der Denkmalpflege an diesem denkwürdigen Ort.

Auch ein Dienstleistungsbetrieb

Dass das Bauteiledepot der Denkmalpflege auch ein Dienstleistungsbetrieb ist, zeigt die rege Besuchertätigkeit an diesem Freitag. Jeweils an eineinhalb Tagen in der Woche ist das Depot geöffnet. Bauteile kann jedoch nur beziehen, wer selber ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, dieses umbaut und die Renovation von der Denkmalpflege des Kantons oder der Stadt Bern begleiten lässt. «Meistens machen wir bei Restaurationsarbeiten die Besitzer darauf aufmerksam, dass sie bei uns Baumaterialien und Ausstattungsteile aus der entsprechenden Epoche beziehen können», sagt Depotverwalter Eduard Salzmann. Ein solches Objekt gilt als «Naturalbeitrag», mit dem die Denkmalpflege eine Restauration unterstützt. Das komme relativ häufig vor, insgesamt etwa 800 Mal pro Jahr. Kein Wunder, sagt Salzmann, sei am Freitag jeweils «eis Glöif» im Depot.

Neben dieser Dienstleistung erforscht und dokumentiert die Denkmalpflege auch das gebaute Erbe – das ist im gesetzlich verankerten Auftrag so festgehalten. Dazu gehört beispielsweise, dass ein Gipser vor dem Abbruch eines schützenswerten Gebäudes von Rosetten an Saaldecken eine Abgussform macht. Durch solche Belegstücke würde der Formenreichtum bewahrt, sagt Salzmann. Denn: «Alles können wir unmöglich aufbewahren.»

Bereits heute umfasst die Lagerfläche des Bauteildepots rund 4000 Quadratmeter. Zu den wertvollsten Objekten gehören die insgesamt 50 bemalten Kachelöfen, die allesamt zerlegt aufbewahrt werden. Einer von ihnen liegt gerade ausgelegt auf dem Boden. Er stammt aus einem Bauernhaus in Mötschwil und wurde wahrscheinlich im Jahr 1740 von einer Seeländer Kachelmanufaktur hergestellt. Nächstes Jahr soll er in La Neuveville in einem Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert wieder aufgebaut werden. Wie dieser wertvolle Ofen in ein einfaches Bauernhaus gelangt ist, wisse man bis heute nicht, sagt Eduard Salzmann.

Nicht alle Bauteile erfasst

Solch wertvollen Objekte wie die bemalten Kachelöfen sind inventarisiert. Daneben gebe es aber unzählige Kleinteile, die nicht erfasst seien, sagt Michael Gerber, der die kantonale Denkmalpflege leitet. Wie viele Bauteile insgesamt im Depot lagern, könne man unmöglich beziffern. Von manchen Ersatzteilen gebe es riesige Mengen, so zum Beispiel von den Ofenkacheln, deren Bestand Eduard Salzmann auf 20 000 Stück schätzt. Trotzdem überrascht es, dass nicht alle eingelagerten historischen Bauteile erfasst sind. Würde das nicht zur Aufgabe der Denkmalpflege gehören? Michael Gerber sagt, man müsse klar zwischen wertvollen Objekten und «Verbrauchsmaterial» unterscheiden: «Solche Kleinteile zu inventarisieren, wäre unverhältnismässig, denn Kacheln oder Türgriffe sind meist nur kurze Zeit im Depot, bevor sie weiterverwendet werden.» Deshalb seien die 60 Stellenprozente, welche die Depotverwaltung zur Verfügung hat, genug. «Es funktioniert so», sagt Gerber. Immerhin sollen die wertvollen Objekte in naher Zukunft digital erfasst werden.

Ob etwas viel oder wenig Wert hat, sticht dem Besucher nicht sofort ins Auge. Für den Laien ist das Depot in Hofwil einfach ein herrliches Sammelsurium historischer Gegenstände. Und wäre man nicht erwachsen und vernünftig – man würde hoffen, an diesem verwunschenen Ort aus Versehen eingeschlossen zu werden.

Ein Artikel aus dem
(Eva Pfirter, Der Bund)
07.12.2015

BZ-Artikel: Landwirt bekämpft Littering

Landwirt und Parlamentarier Kurt Stettler beklagt sich über Schäden wegen Littering. Eine Sensibilisierungskampagne geht ihm zu wenig weit.

Kurt Stettler hat ein grosses ­Problem. Der Landwirtschaftsbetrieb des SVP-Parlamentariers liegt nahe beim Erholungsgebiet und der Freizeitzone Hirzenfeld. Stettler ist stark betroffen von Littering und Hundekot auf seinen Feldern. Vor ein paar Wochen sei sogar ein Mutterschaf durch einen Hund verletzt worden. Die Kosten für tierärztliche Behandlungen oder gar Verluste seien nicht mehr tragbar, sagte Stettler am Donnerstagabend im Grossen Gemeinderat, als ein Postulat zu diesem Thema behandelt wurde. Auch andere Landwirte in Münchenbuchsee würden darunter leiden.

In seiner Antwort auf den Vorstoss erklärte der Gemeinderat, dass er eine Sensibilisierung der Bevölkerung als sinnvolles Ins­trument gegen Littering erachte. Einige Massnahmen seien bereits umgesetzt worden. Für Kurt Stettler geht das zu wenig weit. Die SVP überlege sich deshalb, eine Motion einzureichen, die häufigere Kontrollen der Flurpolizei oder einen Leinenzwang in diesem Gebiet verlangt. ­«Wegen der Leine ist noch kein Hund gestorben, aber wegen Hunden schon Tiere», schloss Kurt Stettler.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
04.12.2015

Bund-Artikel: Erste Flüchtlinge in Münchenbuchsee angekommen

Anfang Dezember sind die ersten Asylbewerber in die Truppenunterkunft der Schweizer Armee im Eggacker in ­Münchenbuchsee eingezogen. Bis zu 120 Asylsuchende können dort untergebracht werden. Gestern befanden sich 64 Männer in der Unterkunft, wie Gemeinderat Peter Stucki (GFL) im Grossen Gemeinderat erklärte. Die meisten stammen aus Afghanistan, es sind aber auch Asylbewerber aus dem Irak und ­Syrien anwesend. «Wir sind glücklich, einen Teil zur Lösung beitragen zu können», sagte Stucki gestern Abend weiter. Verantwortlich für die Betreuung ist die Heilsarmee, sie ist rund um die Uhr präsent. Ab Januar sollen Beschäftigungsprogramme angeboten werden.

Betrieb während zweier Jahre

Mit der Eröffnung der Unterkunft wurde eine Ende August eingereichte GFL-Motion obsolet. Damit sollte der Gemeinderat beauftragt werden, bei der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten aktiv zu werden. Die Nutzung der Truppenunterkunft steht seit Oktober fest. Deshalb sah der Gemeinderat die Motion als erfüllt an. Motionär Bernd Meister (GFL) zog denn auch seinen Vorstoss zurück. Auf diese Weise helfe Münchenbuchsee mit, die Not der Flüchtlinge zu lindern.

Die Unterkunft im Eggacker kann bis Ende Oktober 2017 betrieben werden. Für Fragen und Anliegen aus der Bevölkerung ist unter der Nummer 031 511 36 26 eine Hotline eingerichtet.


Präsidium EVP übernimmt


2016 wird der Grosse Gemeinderat von Renate Löffel präsidiert. Sie wurde gestern Abend einstimmig gewählt. Die EVP-Politikerin übernimmt das Amt von Arduino Lavina (SVP), der gestern seine letzte Sitzung leitete. Neuer 1. Vizepräsident des Gemeindeparlaments von Münchenbuchsee ist Michel Gygax (BDP), zum 2. Vizepräsidenten wurde Patrick Imhof (SP) gekürt. Ausserdem wurde das Vizepräsidium des Gemeinderats, der Exekutive, bestellt: Gewählt in dieses Amt wurde Andreas Luginbühl (SVP), der wegen einer Schulteroperation jedoch nicht anwesend sein konnte.
Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
30.11.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsees Zahlen bleiben schwarz

Das ausgeglichene Budget der Gemeinde Münchenbuchsee ist unter Dach. Die Stimmberechtigten haben den Voranschlag am Wochenende mit 1636 Ja- gegen 305 Nein-Stimmen angenommen, wie die Gemeinde gestern mitteilte. Die Stimmbeteiligung betrug 29,2 Prozent. Bei einem Aufwand von 35,7 Millionen Franken sieht das Budget für das kommende Jahr einen Überschuss von 430 000 Franken vor. Dieser Betrag wird für zusätzliche Abschreibungen verwendet. Die Steueranlage bleibt bei 1,64 Einheiten.

«Mit der konsequenten Weiterführung des Entlastungsprogramms aus dem Jahr 2014 bleibt der Finanzhaushalt auf Kurs», schrieb der Gemeinderat zum Voranschlag. Auch in den Jahren nach 2016 sollen Ertragsüberschüsse erzielt werden. Positiv auf die finanzielle Situation von Münchenbuchsee wirkte sich auch der Verkauf der Gemeinschafts­antennenanlage aus.

Ein Artikel aus dem
(sda/wal, Der Bund)
27.11.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Buchsis Pilzmann «Weschä» feierte seinen letzten grossen Pilzanlass

Seit gut 50 Jahren sammelt Werner Bühlmann aus Münchenbuchsee oder «Weschä», wie er von allen genannt wird, Pilze. Im heimischen Pilzverein hat er sich während sieben Jahren das Grundwissen dafür angeeignet. Doch das Buchsi Dorforiginal wollte die gesammelten Pilze nicht allein essen. Er stellte Tisch und Stühle unter einen grossen Sonnenschirm vor den Wohnblock an der Neumattstrasse 20 und lud seine Nachbarn zu einem feinen Pilzgericht ein. So startete der Hobbykoch seine Karriere als Pilzkönig.

Jahr für Jahr fand der Anlass im Oktober mit den köstlichen, verschiedenen Pilzgerichten bei den Dorfbewohnern grösseren Anklang und wurde immer erfolgreicher. Am Sonntag, 25. Oktober 2015 fand das Pilzessen bereits zum 20. Mal statt.

Weschä musste für die zirka 150 Gäste zwei Zelte aufstellen und drei Frauen für den Service engagieren. Die Pilzliebhaber konnten von Steinpilzsuppe über Morcheltoast und Pilzrisotto aus verschiedenen köstlichen Pilzgerichten auswählen.

Auch dieser Anlass war wieder ein voller Erfolg. Doch leider war dies der letzte, grosse Anlass vom Buchsi Pilzmann und Hobbykoch Weschä Bühlmann. Der Pilzkoch und das Pilzzelt zeigen Abnützungserscheinungen. Das Zelt wurde bei einem Sturm stark beschädigt. Mit mittlerweile 70 Jahren meldet sich Weschäs lädierte Hüfte und zwingen ihn nach 20 Jahren kürzer zu treten.

Doch seine treuen Kunden wird er nach wie vor mit seiner feinen Steinpilzsuppe beliefern. Der Pilzkoch ist auch im 2016 das Jahr hindurch noch bereit, für Geburtstags- und Familienfeste im kleinen Rahmen (4 bis max. 16 Personen) zu kochen. Am letzten Wochenende im Oktober 2016 können die Pilzliebhaber weiterhin auf Voranmeldung feine, frisch gekochte Pilzgerichte über die Gasse beziehen.

Wir danken Weschä für die köstlichen Pilzgerichte, die die Gäste all die Jahre jeweils geniessen durften.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger

Text: Karin Balmer
Fotos: Werner Bühlmann
30.10.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Vierter Buchsi Wirtschaftsanlass

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther dankt Gastreferent Marcel Aeschlimann für das interessante Referat. (Bild: Sylvia Hostettler)

Am 22. Oktober 2015 konnte die Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Gemeinde Münchenbuchsee, des „Wirtschaftsraum Bern“ und Gäste aus Politik der Nachbargemeinden, sowie den Regierungsstatthalter Bern-Mittelland, Christoph Lerch, zum vierten Wirtschaftsanlass der Gemeinde Münchenbuchsee im Kirchgemeindehaus begrüssen. Ihre anschliessend anregenden Gedanken bezüglich Grenzen setzen und Grenzen ignorieren, waren sehr aufschlussreich und inspirierend für die anwesenden Gäste. Grenzen geben Halt, Sicherheit und Schutz. Grenzen können aber auch einschränken, verhindern und abschotten. Als Unternehmer müssen wir uns der Frage unserer Grenzen täglich stellen. Wann müssen Grenzen akzeptiert und eingehalten werden, wann sollten Grenzen ignoriert und überschreitet werden, um weiterzukommen.

Zum dritten Mal war als offizieller Mitorganisator der Verein „KMU Münchenbuchsee“ dabei, deren Präsident Raphael Sangiorgio den Gastreferenten, Marcel Aeschlimann, und dessen führendes Schweizer Innovationsunternehmen authentisch vorstellte.

Marcel Aeschlimann, Erfinder, Teilhaber und geschäftsführender Partner der Creaholic SA in Biel, zog mit seinem spannenden Referat zum Thema „Die Kunst, Grenzen zu ignorieren“ die Gäste in seinen Bann. Er verriet, warum es wichtig ist, ab und zu Grenzen bewusst zu ignorieren, innovieren gleichbedeutend zu investieren ist, gab grenzüberschreitende Inputs, liess in die Arbeitsweise der Creaholic SA Einblick gewähren, stellte zwei konkrete Endprodukte vor und gab den Anwesenden acht anschauliche Grundsätze zu mehr Innovation mit auf den Weg.

Im Anschluss an das Referat erklärte Marcel Aeschlimann interessierten Gästen der energiesparende Duschwanneneinsatz eines, der im Referat vorgestellten Endprodukte. Sie hörten gespannt den Erläuterungen am mitgebrachten Objekt zu.

Die inspirierenden Ausführungen des Gastreferenten sorgten beim anschliessenden Networking-Apéro für angeregte Diskussionen und spannenden Gedankenaustausch. Die Möglichkeit mit interessanten Personen ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen, wurde während dem Apéro rege genutzt. Zu der angenehmen und lockeren Atmosphäre trug sicher auch das schön dekorierte Apérobuffet der Business – Lunch AG aus Münchenbuchsee mit den köstlichen kunstvoll angerichteten Apérohäppchen bei. Der Anlass war perfekt organisiert und wurde von allen Gästen sehr genossen und geschätzt. Der Abend war für alle Anwesenden ein voller Erfolg. Die Aussage eines Gastes: „Ein kleiner aber sehr feiner und würdiger Wirtschaftsanlass“ ist das Pünktchen auf dem i.

Der fünfte Wirtschaftsanlass findet am 20. Oktober 2016 statt mit hoffentlich ebenso interessantem Referat und zahlreichen Gästen.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger

Text: Oliver Gerig, Karin Balmer
Foto: Sylvia Hostettler
26.10.2015

BZ-Artikel: 120 neue Plätze für Flüchtlinge

Die Gemeinde stellt die unterirdische Truppenunterkunft während zwei Jahren für Asylsuchende zur Verfügung. Ab dem 1. Dezember können dort bis zu 120 Personen logieren.

Am Dienstag im Parlament vertröstete Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) die EVP-Fraktion auf die nächste Sitzung im Dezember. Die Partei fragte, ob der Gemeinderat geprüft habe, dem Kanton Unterkünfte für Asylsuchende zur Verfügung zu stellen. Gestern beantwortete eine gemeinsame Mitteilung des Kantons und der Gemeinde Münchenbuchsee nun die offene Frage: Ab dem 1. Dezember werden Asylsuchende in die Truppenunterkunft im Eggenacker einziehen. Diese bietet Platz für bis zu 120 Personen. «Ich durfte im Parlament die Frage nicht beantworten», blickte gestern Elsbeth Maring-Walther zurück. Der Kanton hatte die Gemeinde Münchenbuchsee Ende September angefragt. Denn alle bestehenden und neuen Unterkünfte sind voll respektive sogar überbelegt. Eine Entspannung zeichnet sich nicht ab. Angesichts der aktuellen Lage war der Gemeinderat bereit, die Truppenunterkunft zur Verfügung zu stellen. Sie wird in den nächsten Wochen von Mitarbeitern der Gemeinde und der Heilsarmee vorbereitet. Die unterirdische Unterkunft gehört der Gemeinde. Sie wird regelmässig vom Militär genutzt. Dieses habe sich nun bereit erklärt, während zwei Jahren die Anlage freizugeben, sagt die Gemeindepräsidentin. Der Vertrag mit dem Kanton ist deshalb bis Ende Oktober 2017 befristet.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
26.10.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee schafft bis zu 120 Plätze für Asylsuchende

Auch die Gemeinde ­Münchenbuchsee bietet dem Kanton ein Asylzentrum an. Betrieben wird es ebenfalls von der Heilsarmee.

Ab Dezember kann der Kanton Bern in einer Truppenunterkunft in Münchenbuchsee bis zu 120 Asylsuchende einquartieren. Die Gemeinde stellt dem Kanton die Notunterkunft auf Anfrage vorübergehend zur Verfügung.

Betrieben wird die Unterkunft im Egg­acker von der Heilsarmee-Flüchtlingshilfe. Die Unterbringung von Asylsuchenden sei weiterhin schwierig und die Lage angespannt, teilte die bernische Polizei- und Militärdirektion gestern mit. Die bestehenden Kollektiv­unterkünfte seien belegt, teilweise sogar überbelegt. Eine Entspannung zeichne sich derzeit nicht ab.

Die Gemeinde Münchenbuchsee beherbergte bereits in der Vergangenheit Asylsuchende. Nun hat sich die Gemeinde angesichts der angespannten Lage im Asylbereich erneut bereit ­erklärt, einen Beitrag zu leisten.

Die örtlichen Behörden bereiten nun die Anlage in Zusammenarbeit mit dem Migrationsdienst und der Heilsarmee-Flüchtlingshilfe vor, damit sie ab Anfang Dezember belegt werden kann. Die Bevölkerung wurde über die geplante Nutzung der Truppenunterkunft bereits ­informiert.

Ein Artikel aus dem
(sda, Der Bund)
22.10.2015

BZ-Artikel: In der Nacht bleibt es hell

Die Beleuchtung auf den Buchser Strassen wird nachts nicht abgestellt. Das machte Gemeinderat Cesar Lopez (SVP) in der Parlamentssitzung am Dienstagabend klar.

In der Antwort auf eine einfache Anfrage von Urs-Thomas Gerber (FDP) rechnete Lopez vor, wie viel Geld die Gemeinde sparen könnte, wenn die Beleuchtung auf den Gemeindestrassen von 01 bis 05 Uhr ausgeschaltet würde: Bei einem Minderverbrauch von 122 000 Kilowattstunden wären das 19 700 Franken im Jahr. Dagegen würden wohl auch zusätzliche Kosten anfallen, weil der Verschleiss der Lampen durch das Ein- und Ausschalten grösser würde, fügte Lopez an. Die Nachteile würden die eingesparten 54 Franken pro Tag nicht aufwiegen. Denn die Dunkelheit würde «lichtscheue Gestalten» anziehen, sagte der Gemeinderat und sprach in seiner beruflichen Rolle als Staatsanwalt. Die Sicherheit dürfte leiden. Münchenbuchsee mit seiner guten Verkehrserschliessung könnte Einbrecher anlocken.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
21.10.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee bleibt auf dem Weg der Tugend

Der Grosse Gemeinderat hat das Budget 2016 einstimmig verabschiedet. Die Finanzprobleme scheinen langsam aber sicher der Vergangenheit anzugehören.

Nach den Finanzproblemen befindet sich Münchenbuchsee auf dem Weg der Besserung. In der Rechnung 2014 resultierte ein Überschuss von 870 000 Franken, im laufenden Jahr ist ebenfalls ein deutliches Plus zu erwarten. Die Talsohle sei durchschritten, sagte Bernd Meister (GFL) gestern Abend im Grossen Gemeinderat. Das Budget wurde denn auch vom Parlament mit 35 zu 0 Stimmen nach kurzer Diskussion genehmigt. Anträge zu den einzelnen Budgetposten wurden nicht gestellt.

Für 2016 sieht die Gemeinde Münchenbuchsee bei einem Aufwand von 35,7 Millionen Franken einen Überschuss von 430 000 Franken vor. Dieser Betrag wird für zusätzliche Abschreibungen verwendet. Die Steueranlage bleibt unverändert bei 1,64 Einheiten. «Mit der konsequenten Weiterführung des Entlastungsprogramms aus dem Jahr 2014 bleibt der Finanzhaushalt auf Kurs», schreibt der Gemeinderat. Es wurden sowohl höhere Steuern wie auch zahlreiche Sparmassnahmen beschlossen. Man strebe eine «kontinuierliche Finanzentwicklung» an, sagte Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP).

Weiterhin schwarze Zahlen

An den Eckpfeilern des Gesundungsprogramms wird nicht gerüttelt. Auch gestern bekannten sich die Parteien einmütig zum eingeschlagenen «Weg der Tugend», wie es Georg Karlaganis (FDP) ausdrückte. Man befinde sich aber in ­einem labilen Gleichgewicht, gab er zu bedenken. Vorsicht sei die Mutter der Porzellankiste, sagte Ruedi Löffel (EVP). Kathrin Melliger (SVP) mahnte, dass die finanzielle Lage angespannt bleibe und darum die Sparmassnahmen beizubehalten seien. Das Finanzkorsett sei eng, sagte Wolfgang Eckstein (SP). «Die ­Zitrone ist ziemlich ausgepresst.» Über das Budget wird am 29. November an der Urne abgestimmt. Auch in den Jahren nach 2016 sollen gemäss Finanzplan positive Abschlüsse erreicht werden.

Damit scheint Münchenbuchsee seine Finanzprobleme überwunden zu haben. In diesem Jahr soll der Erlös für den Verkauf des Kabelnetzes in der Höhe von 5,6 Millionen Franken verbucht werden. Damit dürfte es möglich sein, den angestrebten Handlungsspielraum zu schaffen. Das Geld soll für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden. Dadurch sinkt in den kommenden Jahren der Aufwand für die Abschreibungen, was auch das Budget entlasten wird.
Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
21.10.2015

BZ-Artikel: Auf einem guten Weg

Der Grosse Gemeinderat hat das ausgeglichene Budget 2016 einstimmig genehmigt.

Die finanzielle Situation der Gemeinde Münchenbuchsee hat sich in den letzten Jahren etwas entspannt. Dank dem Verkauf des Kabelnetzes konnte der Finanzfehlbetrag abgebaut und zusätzliche Abschreibungen getätigt werden. Das entlastet die Budgets der nächsten Jahre. So ist der Voranschlag 2016 bei einem Aufwand von 35,3 Millionen Franken ausgeglichen. Zudem sind freie Abschreibungen von 430 000 Franken budgetiert. Der Steuersatz bleibt bei 1,64 Einheiten.

Das Parlament nahm das Budget ohne Änderungen an. Man sei finanziell auf dem richtigen Weg, sagte Ruedi Löffel (EVP). Die Talsohle sei durchschritten, fügte Bernd Meister (GFL) an. SVP-Sprecherin Kathrin Melliger wies aber darauf hin, dass die beschlossenen Sparmassnahmen kompromisslos umgesetzt werden müssten. Nur so könne die Gemeinde Eigenkapital bilden, was Flexibilität und Unabhängigkeit bedeute. Von einem «labilen Gleichgewicht» sprach Georg Karlaganis (FDP). Etwas weniger Knausrigkeit erhofft sich Wolfgang Eckstein (SP).

Die Stimmberechtigten werden am 29. November noch an der Urne über das Budget für das nächste Jahr entscheiden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
20.10.2015

Bund-Artikel: Tod im Puff - Der Angeklagte will sich an nichts mehr erinnern

Frauen, Alkohol, Nationalismus, illegale Drogen: Die Zutaten für einen Streit unter jungen Männern im Ausgang waren in dieser Nacht gut gemixt. Verantwortlich dafür, dass die Auseinandersetzung für einen 39-jährigen Familienvater tödlich endete, war schliesslich aber wohl doch vor allem eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Es war in der Nacht vom 16. auf den 17. September 2013. Drei Kollegen aus der Region Bern, ein Kosovare und zwei Schweizer, waren im Club 3000 im Ausgang. Seit vielen Jahren ist der Nachtklub im Motel Paradiso direkt bei der Autobahnausfahrt Münchenbuchsee auch als Kontaktbar, respektive Bordell bekannt. Zu später Stunde gerieten die Freunde dort mit einem heute 43-jährigen Mazedonier aneinander.

Was zum Streit führte und wie er im Detail verlaufen ist, weiss man heute immer noch nicht genau. Um 2.30 Uhr lag jedenfalls einer der drei Männer blutend auf dem Parkplatz vor dem Klub. Jemand hatte ihm mit einem 11,6 Zentimeter langen Messer ins Auge gestochen. Nur Stunden später verstarb er im Spital.

Seit gestern versucht nun das Regionalgericht in Biel den Fall, der weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt hatte, zu klären. Wenig Erhellendes hatte der Hauptangeklagte beizutragen. «Ich wurde angegriffen und habe mich nur gewehrt», sagte der Mazedonier, dem unter anderem vorsätzliche Tötung vorgeworfen wird. Was genau auf dem Parkplatz passiert ist, daran könne er sich nicht mehr erinnern. Er gestand gestern zwar erstmals ein, dass er an diesem Abend ein Messer dabei hatte. Ob er es jedoch benutzt habe, wisse er nicht mehr. Die Waffe mit Blutspuren des Opfers fand die Polizei nach der Tat in einer Wiese in der Nähe. Im Auto des Angeklagten konnte sie ebenfalls Blutspuren sicherstellen.

Aus den Protokollen und den gestrigen Befragungen ist unterdessen klar, dass sich der Hauptangeklagte und das spätere Opfer schon im Klub in die Haare geraten sind. Bereits im Fumoir ist es zu einer Schlägerei gekommen, die jedoch noch von den anderen Kollegen sowie Prostituierten beendet werden konnte. Die drei Freunde haben danach das Lokal verlassen und wollten nach Hause fahren. Sie konnten die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen und kehrten um. Auf dem Parkplatz vor dem Klub trafen sie dann erneut auf den Mazedonier. «Wären wir nur nach Hause gefahren!», sagte ein Kollege des Opfers gestern vor Gericht.

Das spätere Opfer blieb zunächst im Auto, die anderen beiden stellten den Mazedonier zur Rede. Dabei wurden beide Seiten handgreiflich und mutmasslich der Mazedonier zog sein Messer. Als sich dann der Kosovare doch auch noch einmischte, kam es schliesslich zum verhängnisvollen Ende. Keiner der gestern Befragten konnte oder wollte jedoch sagen, wer genau wann und wie zugestochen hatte.

Der Ursprung des Streits in der Kontaktbar zwischen den beiden Männern, die sich zuvor nicht gekannt hatten, blieb ebenfalls im Dunkeln. Kurz nach der Tat hatte der Bordellbetreiber in den Medien von einem «Streit unter Freiern» gesprochen. Offenbar spielte tatsächlich eine Prostituierte eine Rolle, die mehrmals mit dem Hauptangeklagten intimen Verkehr hatte – welche ist allerdings unklar. Klar ist hingegen, dass ­Alkohol und Drogen die Hemmschwelle heruntergesetzt hatten. Der Angeklagte hatte an diesem Abend Kokain konsumiert und 0,97 Promille Alkohol im Blut.

Familienangehörige des Opfers nehmen als Privatkläger am Verfahren teil. Bewegend waren gestern vor allem die Aussagen des Sohnes. «Das schulde ich meinem Vater, hierher zu kommen», sagte der Teenager, der den ganzen Tag die Verhandlung mitverfolgte. Sein Vater, der das Sorgerecht hatte, sei sein Vorbild gewesen. «Jetzt soll der Täter eine angemessene Strafe erhalten.» Das Urteil wird am Freitag verkündet.


Ein Artikel aus dem 
(Reto Wissmann, Der Bund)

14.10.2015

"Ursprungstrasse", "Ulmenweg" und "Paul Klee-Strasse": Neue Parkplatzordnung

Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrössern

Ab sofort gilt für die weissen Parkfelder der Strassenzüge „Ursprungstrasse“, „Ulmenweg“ und „Paul Klee-Strasse“ eine maximalen Parkzeit von 10 Stunden.
 
Diese Parkzeit gilt an Werktagen von Montag bis Samstag zwischen 08:00 und 19:00 Uhr. Ausserhalb dieser Zeiten kann frei parkiert werden.
 
Während dem Parkieren ist die Parkscheibe immer gut sichtbar hinter die Frontschutzscheibe des Fahrzeuges zu legen.
 
Die neue Parkordnung dient dazu, dass diese Parkfelder nicht dauernd durch die selben Fahrzeuge belegt werden und alle Anwohner/Anwohnerinnen und deren Besucher/Besucherinnen die Möglichkeit haben, dort parkieren zu können.
05.10.2015

BZ-Artikel: Ein grosses Herz made in Wallis

Die Walliser Sängerin Sina gastierte am Samstagabend auf ihrer «Tiger & Reh»-Tour im Bären Münchenbuchsee. (Bild: Walter Pfäffli)

Die Sängerin Sina hinterliess nach ihrem Auftritt im Bären Buchsi viele glückliche Gesichter. Und auch einige Schweissflecken.


«Es ist einfach geil, dass sie wieder hier ist.» Bei Jüre Hofer konnte man die riesige Vorfreude vor dem Konzert nicht nur der Wortwahl, sondern auch dem Strahlen in seinen Augen entnehmen. Vier Jahre ist es her, seit Sina das letzte Mal im Bären Münchenbuchsee haltgemacht hat. Dass alte Liebe nicht rostet, war spätestens nach den ersten Strophen klar. Aber dazu später.

Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn trudelten die Besucher ein. An der Abendkasse wurden sie von Hofer, dem «Mr. Bären Buchsi» himself, in Empfang genommen. Ein «Hallo zäme» hier, ein kleiner Schwatz da – viele waren nicht zu ersten Mal bei ihm zu Gast. Dem Durchschnittsbesucher hätte man das Prädikat «mitten im Leben» anheften können. Aber es gab auch den ein oder andern Ausreisser nach oben: «In unserem Alter fängt man an, sich zu fragen, ob man der Älteste sein wird», scherzte ein Konzertbesucher mit seinen Begleitern. Nicht ganz ausverkauft, aber allemal gut gefüllt war der Saal, als es losging.

Grossmutters grosse Nase

Sina brauchte keine Aufwärmphase. Das lag vielleicht auch an der Temperatur, die in der ersten Hälfte des Konzerts eher Tropenfeeling aufkommen liess. Eine Lüftungsaktion in der Pause behob dies, sodass sich der Schweissausstoss in der zweiten Hälfte trotz vermehrter Tanzaktivität drastisch verringerte.

Apropos Pausen: Diese gab es auch immer wieder zwischen den Liedern. Und hier erzählte Sina Geschichten. Etwa über die grosse Nase ihrer Grossmutter, die sinnbildlich für ihr grosses Herz steht. Und, dass es wirklich nur der Sohn des Pfarrers war, und nicht etwa der Sohn des Fifa-Präsidenten. Oder wie schwierig es ist, im Wallis den richtigen «Hächtu» (Mann) kennen zu lernen. Nicht zuletzt diese «Zwischentöne» sorgten für eine Art Vertrautheit zwischen der sympathischen Walliserin und dem Publikum. Ein Gefühl, das man an einem Konzert fast nur in einem kleinen Saal erleben kann.

«Sie ist, wie sie auftritt»

Dass Sinas Auftritt beim Publikum gut ankam, sah man am Schluss den vielen strahlenden Gesichtern an. Auch die Reaktionen waren entsprechend. Etwa jene von Stephan Niggli, für welchen es der erste Besuch im Bären Buchsi war. «Ich fand das Konzert super. Und auch die Location hier ist toll», so der Deitinger.

Von noch etwas weiter her kamen Nicole Kronig und Manfred Bohren. Sie aus Zermatt, er aus Visperterminen. Die beiden haben Sina dieses Jahr bereits in Murten auftreten sehen. «Es ist bei ihr nie das Gleiche», sagt Nicole Kronig. «Das heutige Konzert war sehr intim», ergänzt ihr Partner Manfred Bohren. Beim Auftritt in Murten konnten die beiden Sina auch kurz persönlich kennen lernen. «Sie ist genau so, wie sie auch auf der Bühne auftritt», so Kronig. Natürlich, bescheiden, und mit einem grossen Herz. Genau wie die Grossmutter.

Ein Artikel aus der
(Quentin Schlapbach, Berner Zeitung BZ)
21.09.2015

BZ-Artikel: Zusätzlicher Abschreiber

Das Budget 2016 sieht ein ausgeglichenes Ergebnis vor. Es sind sogar zusätzliche Abschreibungen möglich. 

Der grosse Unterschied zwischen den Budgetzahlen 2015 und 2016 fällt sofort auf. Der Umsatz ist rund 14 Millionen Franken tiefer. Grund dafür ist die Überführung der Stromversorgung aus den Gemeindebetrieben in eine Aktiengesellschaft auf Anfang 2016. Um diesen Faktor bereinigt, bewegt sich das Budget 2016 in derselben Höhe wie im Vorjahr und weist erneut ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Die Gemeinde plant sogar zusätzliche Abschreibungen in Höhe von 600 000 Franken. Positiv auf die Finanzsituation wirkt sich der Verkauf der Gemeinschaftsantenne aus. Damit können in diesem Jahr fast sechs Millionen Franken auf dem Verwaltungsvermögen zusätzlich abgeschrieben werden. Das entlastet die Rechnung in den nächsten Jahren. Der Parlament debattiert am 20. Oktober über das Budget. Die Urnenabstimmung findet am 29. November statt.

Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
03.09.2015

BZ-Artikel: 400 Liter Öl verloren

Beim Verladen eines alten Stromtransformators sind Hunderte Liter Öl ausgelaufen.

Gestern kurz vor 10 Uhr ging bei der Kantonspolizei die Meldung ein, wonach an der Bernstrasse in Münchenbuchsee aus einem alten Stromtransformator Öl auslaufe. Die örtliche Feuerwehr und die Berner Chemiewehr konnten das Öl in der Folge binden. Insgesamt waren rund 400 Liter Öl ausgelaufen. Gemäss aktuellen Erkenntnissen «bestand für Menschen und Umwelt zu keiner Zeit Gefahr», wie die Polizei mitteilt. Die Bernstrasse war während des Feuerwehreinsatzes nur einspurig befahrbar.

Nach ersten Abklärungen sollte der alte Stromtransformator auf einen Lastwagen verladen werden. Dabei wurde der Transformator beschädigt, worauf es zur Verschmutzung kam

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
03.09.2015

Bund-Artikel: Mehrere Hundert Liter Öl ausgelaufen

In Münchenbuchsee sind gestern Morgen rund 400 Liter Öl ausgelaufen. Das Malheur passierte beim Verladen eines alten Stromtransformators auf einen Lastwagen. Dabei wurde der Transformator beschädigt, und das Öl lief auf die Bernstrasse aus. Die Feuerwehr Münchenbuchsee und die Chemiewehr der Berufsfeuerwehr Bern konnten das Öl binden, wie die Kantonspolizei mitteilte. Gemäss aktuellen Erkenntnissen habe für Menschen und Umwelt keine Gefahr bestanden. Während der Aufräumarbeiten war die Bernstrasse nur einseitig befahrbar.

Ein Artikel aus dem
(sda, Der Bund)
02.09.2015

Kantonspolizei Bern: Mehrere hundert Liter Öl ausgelaufen

Am Mittwochmorgen sind bei Verladearbeiten eines alten Stromtransformators mehrere hundert Liter Öl ausgelaufen. Das Öl konnte gebunden werden. Es bestand keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Am Mittwoch, 2. September 2015, kurz vor 1000 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, wonach an der Bernstrasse in Münchenbuchsee aus einem alten Stromtransformator Öl auslaufe. Wie vor Ort festgestellt wurde, waren rund 400 Liter Öl ausgelaufen. Die Feuerwehr Münchenbuchsee und die Chemiewehr der Berufsfeuerwehr Bern konnten das Öl in der Folge binden. Gemäss aktuellen Erkenntnissen, bestand für Menschen und Umwelt zu keiner Zeit Gefahr.

Ersten Abklärungen zu Folge sollte der alte Stromtransformator auf einen Lastwagen verladen werden. Dabei wurde der Transformator beschädigt, woraufhin es zur Verschmutzung kam.

Während des Einsatzes war die Bernstrasse nur einseitig befahrbar.
Medienmitteilung
(pkb)
31.08.2015

BZ-Artikel: Die Bibliothek zieht im nächsten Frühling um

Das Parlament hat dem Umzug der Bibliothek an die Talstrasse zugestimmt.

Ende April 2016 läuft der Mietvertrag in der alten Post an der Bahnhofstrasse aus. Die Swisscom als Liegenschaftsbesitzerin hat diesen nicht verlängert und das Gebäude inzwischen verkauft. Deshalb musste sich die Gemeinde Münchenbuchsee nach neuen Räumlichkeiten für die Bibliothek, die Ludothek, die Sammlung Alt Buchsee und das Archiv des Gemeinnützigen Frauenvereins umsehen. Für die Bibliothek ist nun eine Lösung unter Dach. Diese wird im nächsten Frühling in den ersten Stock eines Gewerbebaus an der Talstrasse umziehen. «Das ist die einzige freie Fläche im Dorfzentrum», sagte Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP). Das Parlament hat dem neuen Standort und den Mietkonditionen – 110 Franken pro Quadratmeter und Jahr – zugestimmt. Die Gemeinde Münchenbuchsee wird 350 Quadratmeter mieten. Für die anderen aktuellen Nutzer in der alten Post würden noch Alternativstandorte geprüft, sagte Sonja Bucher. Parlamentarier Urs Thomas Gerber (parteilos) regte an, dass die Gemeinde versuche, eine grössere Fläche zu mieten. Damit hätte es auch Platz für die Ludothek. Er fand zudem, dass die Vertragsdauer von zehn Jahren für eine Zwischenlösung zu lange sei.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.08.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee will mehr erneuerbare Energie

Die Energie Münchenbuchsee AG soll den Anteil der erneuerbaren Energie bis 2035 auf 80 Prozent steigern. Ein Rückweisungsantrag wurde klar abgelehnt.

Auch wenn die Elektrizitätsversorgung in Münchenbuchsee in eine selbstständige AG ausgelagert wird, so will die Gemeinde auch in Zukunft bestimmen, in welche Richtung es geht. Nachdem das Stimmvolk im Juni den Grundsatz der Auslagerung beschlossen hatte, folgte gestern Abend die Diskussion im Grossen Gemeinderat um die Eigentümerstrategie für die neue Energie Münchenbuchsee AG Emag. Die AG ist vollständig im Besitz der Gemeinde und soll pro Jahr eine Dividende von 400 000 Franken entrichten. Die AG soll über die erforderliche unternehmerische Autonomie verfügen, aber keine waghalsigen Experimente unternehmen.

«Absolut inakzeptabel»

SP und GFL stellten den Antrag, das Geschäft zurückzuweisen. Es sei «absolut inakzeptabel», dass ein so wichtiges Papier keiner einzigen Kommission vorgelegt worden sei, sagte Peter Kast (SP). Gemeinderat Cesar Lopez (SVP) wies den Vorwurf zurück. Es handle sich um ein Spezialprojekt, das nicht über die normalen Abläufe abgewickelt werde. «Von einem Formfehler kann keine Rede sein.» Der Rat beschloss mit 23 zu 13 Stimmen, das Geschäft zu behandeln, der SP/GFL-Antrag wurde abgelehnt.

Anspruchsvolles Ziel

Ein wichtiger Punkt im Rahmen der Eigen­tümerstrategie ist der Strommix: Wie hoch soll der Anteil der erneuerbaren Energie in Zukunft sein? Heute beträgt er 49 Prozent, bis 2020 soll der Anteil auf 60 Prozent gesteigert werden. Das ökologische Ziel, das nun verankert ist, wurde als «anspruchsvoll» und «sportlich» bezeichnet. Die EVP wollte diesen Anteil mittelfristig auf 100 Prozent erhöhen, die SP wollte bis 2035 einen Anteil erneuerbarer Energie von 80 Prozent erreichen. Das Parlament entschied sich für den SP-Antrag mit dem Zielwert 80 Prozent bis 2035.

Weiter soll die AG nicht verpflichtet sein, einen eigenen Produktionsanteil erneuerbarer Energie aufzubauen, sie soll lediglich regelmässig die Beteiligung an solchen Kraftwerken prüfen. Das Unternehmen soll ausserdem bestrebt sein, die ökologische Bilanz von Münchenbuchsee weiter zu verbessern. Die EMAG nimmt den Betrieb formell auf 1. Januar 2016 auf.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
28.08.2015

BZ-Artikel: Die Parlamentarier standen unter Strom

Die Eigentümerstrategie für die Energie Münchenbuchsee AG sorgte im Grossen Gemeinderat für lange Diskussionen.

Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben im Juni die Überführung der Elektrizitätsversorgung in eine gemeindeeigene Aktiengesellschaft genehmigt. Gestern Abend debattierte der Grosse Gemeinderat über die Strategie der Energie Münchenbuchsee AG. Dabei hagelte es nur so Anträge. Die SP wollte gar nicht auf das Geschäft eintreten. Es sei «inakzeptabel», dass das Papier keiner einzigen Kommission vorgelegt worden sei, monierte Peter Kast. Unterstützt wurde die SP nur von der GFL, obwohl diese Tatsache auch der BDP sauer aufgestossen war. Mit 23 zu 13 Stimmen trat das Parlament auf die Strategie ein.

Die Detailberatung zog sich aufgrund der vielen Änderungsanträge in die Länge. Dabei ging es auch um energietechnische Begriffe, weshalb Ruedi Löffel (EVP) anmerkte, dass genau solche Verständnisfragen in einer Kommission hätten geklärt werden können. Einmal brauchte es sogar eine kurze Sitzungspause, um einen Knoten zwischen den Anträgen zu lösen. Gemeinderat Cesar Lopez (SVP) appellierte, dem Unternehmen nicht ein zu enges Korsett zu geben.

Im Rahmen der Strategie legte der Grosse Gemeinderat auch fest, wie hoch der Anteil der erneuerbaren Energien beim Absatz sein soll. Die Energie Münchenbuchsee AG muss demnach bis 2020 einen Anteil von 60 Prozent anstreben, der bis 2035 auf 80 Prozent erhöht werden soll. Das Parlament folgte damit einem Antrag der SP.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
17.08.2015

Vom 07.09. bis 03.10.2015: Temporäre Verkehrsbehinderung Meienstrasse Zollikofen

Wegen Dachsanierungsarbeiten bei der Firma Jowa wird auf der Meienstrasse ein Pneukran abgestellt. Dieser wird in zwei Phasen seinen Standort verschieben, grundsätzlich aber 24/24h dort abgestellt sein.

Die Zu- und Wegfahrt zu sämtlichen Liegenschaften Meienstrasse ist die ganze Zeit gewährleistet.
 
Die temporäre Verkehrsumleitung wird entsprechend signalisiert.
 
Wir danken der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.
Um die Karten zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.
14.08.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Eine Woche wie vor 111 Jahren

Fototermin bei der Familie Buchdruck.

Eine Woche wie vor 111 Jahren: Sommerlager der Jungschar Münchenbuchsee


Über die staubigen Strassen knattern erste Automobile, die mühsam erbaute Telefonleitung verbindet Lauenen mit Münchenbuchsee und englische Touristen erobern das Berner Oberland. Ob Milchmann, Müller, Buchdrucker, Bürgermeister oder Bauer – Jeder hat seine traditionsreiche Aufgabe in der Belle Époque. Doch im kleinen Lauenen weht ein frischer Wind: Aufbruchstimmung.

Für eine Woche belebten 45 Kinder und Jugendliche aus Münchenbuchsee und Umgebung das Alte Schulhaus inmitten des malerischen Bergdorfes Lauenen. Die knapp 30 Leiter hatten ein authentisches und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben dem Schwingen und Einstudieren eines Volkstanzes erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, an einem „Grümpelturnier“ teilzunehmen, sich in traditionellem Handwerk (wie Sticken oder Jodeln) zu üben oder Kinball, eine neue Teamsportart aus Kanada mit einem grossen Ball, auszuprobieren.

Trotz Ferienlager durfte die Schule nicht fehlen. Zwei Stunden am Morgen waren der Bildung gewidmet. Sie förderten die SchülerInnen im Kartenlesen, Feuermachen, Seil-, Tier- und Pflanzenkunde. Am Nachmittag galt es natürlich zu Hause mitzuhelfen und je nach Familie, der man angehörte, spezielle Aufgaben auszuführen. Am Abend traf sich stets das ganze Lager in der kleinen Dorfkirche, um dort die Gutenachtgeschichte und den Abendsegen des „Pfarrers“ zu erhalten. Für die älteren Teilnehmer ging dann das Programm in der sogenannten „Beiz“ weiter, wo neben dem Rivellatrinken vor allem Gesellschaftsspiele im Vordergrund standen. Die Münzen, die am nächsten Morgen noch übrig waren, dienten dazu, sich neben Brot, Milch und Butter einen Brotaufstrich oder Schokoladenpulver zum Frühstück zu leisten. Zu erleben, dass für einmal Essen im Überfluss nicht selbstverständlich war, lehrte nicht nur die Kinder etwas.

Mitte der Woche herrschte dann Aufbruchstimmung. Die über 13-jährigen Jungschärler rückten aus, um den Taubenschatz auf dem Lauenenhorn zu suchen. Dieser stellte mit seinem kostbaren Inhalt eine finanzielle Absicherung dar, als das Ersparte für das Bezahlen der Miete langsam knapp wurde. Nach zwei Tagen Sonnenschein, um einen Gipfel und einen Schatz im Gepäck reicher, kehrten die Älteren schliesslich ins Dorf heim. Zum Teil aufwändig verkleidet, positionierten sich alle zum Erinnerungsfoto, das sie in 111 Jahren noch ihren Urgrosskindern zeigen können.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.jungschibuchsi.ch.

Ein Artikel aus dem "fraubrunner anzeiger"
Text: Noëmi Hersche, Anja Elstner
Fotos: Jungschar Münchenbuchsee, Joel Hüsser und Jael Mürner

Um die Fotos zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.
Wiiberhagge, Hoselupf und Schwingerhose.
Bim Jasse lehrt mä Rächne.
Der Kin-Ball fasziniert Gross und Klein.
Ig weiss no guet woni ar Sunne bi gstange...
05.08.2015

Bund-Artikel: Neuer Standort für die Bibliothek in Münchenbuchsee

Nächstes Jahr muss die Bibliothek ihren derzeitigen Standort an der Bahnhofstrasse verlassen. Die Swisscom wollte das Gebäude nicht an die Gemeinde verkaufen.

Mehrmals versuchte der Gemeinderat von Münchenbuchsee mit der Swisscom AG in Kaufverhandlungen für die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 1 einzutreten. Diese Bemühungen seien «leider ohne Erfolg» geblieben, schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen für das Gemeindeparlament. Zuletzt wollte der Gemeinderat im Zusammenhang mit dem Kauf der Saal- und Freizeitanlage ein Paket schnüren. Das gelang aber nicht.

Im Gebäude an der Bahnhofstrasse sind die Bibliothek, die Ludothek, die Sammlung Alt Buchsee und das Archiv des Gemeinnützigen Frauenvereins untergebracht. Ende April 2016 läuft der Mietvertrag definitiv aus. Die Swisscom hat die Gemeinde informiert, dass ab Mai 2016 keine Option mehr auf eine Vertragsverlängerung besteht. Der Telekommunikationskonzern will das Gebäude, in dem sich früher die Poststelle der Gemeinde befand, auf dem freien Markt verkaufen. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Offenbar ist die Sanierung des Flachdachs unumgänglich geworden, zudem stehen weitere Arbeiten und Investitionen an.

Schwieriger Kostenvergleich

Deshalb hat sich die Gemeinde nun nach einem Ersatzstandort umgesehen und ist bei dieser Suche fündig geworden. An der Talstrasse 7, rund 200 Meter vom Bahnhof entfernt, will die Gemeinde eine Fläche von 350 Quadratmeter mieten, zu einem Mietpreis von 38 500 Franken pro Jahr, was 110 Franken pro Quadratmeter entspricht. Möglich ist, dass die Ludothek auch am Talweg 7 untergebracht wird, sie hat einen Flächenbedarf von etwa 100 Quadratmetern. Das heisst, die Bibliothek müsste sich auf eine Fläche von 250 Quadratmetern beschränken. Das Gebäude gehört dem Unternehmen Swiss Life.

Am bisherigen Standort, der über eine grössere Fläche verfügt, liegen die jährlichen Liegenschaftskosten bei etwa 110 000 Franken, die reinen Mietkosten bei 96 000 Franken. Der neue Standort ist aber noch nicht völlig ausgebaut: Der Gemeinderat rechnet darum mit einmaligen Zusatzkosten für den Ausbau von gegen 30 000 Franken. Zusammen mit Strom, Heizung und Unterhalt ergeben sich jährliche Kosten von etwa 50 000 Franken. Es sei schwierig, einen Kostenvergleich vorzunehmen, schreibt der Gemeinderat dazu. Das Geschäft wird am 27. August im Grossen Gemeinderat behandelt.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
31.07.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Münchenbuchsee steht ganz im Zeichen der Harfe

Münchenbuchsee steht ganz im Zeichen der Harfe: 10. Internationale Harfen Akademie "HarpMasters"

Mitte Juli startete die 10. Internationale Sommer Harfen Akademie «HarpMasters» und «HarpMasters-Festspiele» (HMA und Festspiele) in Münchenbuchsee. In diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Premieren und neue Facetten zu entdecken.

Harfenmusik vom Feinsten

Eine Reihe von Konzerten präsentiert die Harfe als vielseitiges Instrument. «Celebrity Masters» zeigen Ihr Können auf dem Instrument und garantieren Musik auf höchstem Niveau.  

Zum zweiten Mal engagiert sich HMA und Festspiele auch für Kinder und Jugendliche. Valeria Voshchennikova erzählte am Montag, den 27. Juli 2015, Geschichten mit Bildern und Harfenmusik. Jedes Kind konnte sich so eine Geschichte vorstellen und geniessen. Die vom Bären Buchsi gesponserte Sirup-Bar wurde von den jüngsten Gästen rege genutzt.

HarpMasters Festspiele fördert junge Nachwuchsharfinistinnen, die dem Publikum Ihre Projekte – nach der Teilnahme der HM Sommer Academy –  vorstellen. Speziell war in diesem Jahr: Die japanischen Künstlerinnen Yuko Tomonaga (Harfe) und Hitomi Niikura (Cello) traten unter dem Motto «Melodien der aufgehenden Sonne» auf.

Besonders erwähnenswert sind die populären HarpMasters Galas. Dies sind die Abschlusskonzerte der Harfentalente aus der ganzen Welt. In der jeweiligen Kategorie («Pro» und «Future») präsentieren die Harfentalente dem Publikum ihr Können anhand vieler beeindruckender Musikstücke.

Akademie

Das ursprüngliche Ziel von HarpMasters ist die fachliche und persönliche Weiterbildung der jungen Harfenelite und angemessene Förderung der Talente.

Seit 2006 findet jeden Sommer die Harp-Masters Akademie mit  zahlreichen Meisterklassen und Workshops statt. Sie wird von den weltbesten Professoren durchgeführt. Professoren-in-Residenz Milda Agazarian (Moskau), Karen Vaughan (UK) und Irina Zingg (Schweiz) werden durch folgende Kollegen und Weltharfenstars ergänzt: Catrin Finch, Emmanuel Ceysson, Marielle Nordmann, Isabelle Moretti, Isabelle Perrin, Ion-Ivan Ronchea, Elinor Bennet, Catherine Michel, Dan Yu, Fabrice Pierre, Park Stickney und Viele mehr.

In den letzten neun Jahren wurde die Akademie von über 150 jungen Harfenistinnen aus über 30 Ländern der ganzen Welt besucht. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, werden die Kurse in zwei Gruppen durchgeführt.

Die «HarpMasters FUTURE»-Gruppe ist für jüngere Harfenistinnen, Anfänger und Fortgeschrittene konzipiert. «Ein guter Start beim Lernen ist sehr wichtig für junge Harfenistinnen. HarpMasters FUTURE öffnet für sie die Harfenwelt und bringt neue Freundschaften», sagt Karen Vaughan, Head of Harp Studies an der Royal Academy of Music in London.

Die «HarpMasters PRO»-Gruppe ist für junge professionelle Harfenistinnen konzipiert. Es finden vertiefte Meisterklassen in Instrumentaltechnik, Interpretation, Traditionen sowie gezielte Workshops für Barock, Jazz Musik oder Audition Training, Vorbereitung für die Orchester- oder Solistenkarriere statt.

Nichts bleibt dem Zufall überlassen bei der Vorbereitung junger Harfenistinnen. Es war mein Ziel, einen Sommerkurs zu gründen, in dem sich die talentierten und motivierten jungen Harfenistinnen mit prominenten KünstlerInnen aus der Harfenwelt treffen. Sie sollen zusammenarbeiten und sich gegenseitig inspirieren – «Ein jährlicher Treffpunkt der Harfenelite aus der ganzen Welt», sagt Irina Zingg, selbst international gefragte Harfinistin, Direktorin und Gründerin des IHA HarpMasters».

Das Ziel ist klar: Die Förderung der jungen internationalen Harfenelite. Dafür steht auch das Programm «HarpMasters Perspective», das bei weltweit ausgetragenen Harfen-Wettbewerben Preise abgibt. Diese Preise sind Stipendien, damit die Gewinner die HarpMasters» Akademie in Münchenbuchsee besuchen dürfen. Das Programm findet zum achten Mal in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Jugend-Musikwettbewerb (www.SJMW.ch) statt. Auch eine Zusammenarbeit mit nationalen Harfenorganisationen unterstreicht das Hauptziel. In Zusammenarbeit mit «Association for the Art of the Harp» (Istanbul) ermöglicht es die «Ceren Necipoglu Scholarship» jungen türkischen Harfinistinnen die HMA zu besuchen.

In Münchenbuchsee zu Hause

Seit 2010 hat HarpMasters seinen Sitz in Münchenbuchsee. Ausgehend von der HarpMasters Sommer Akademie vor sieben Jahren wurde das Projekt stetig weiterentwickelt. Heute besteht es aus Akademie, Edition, HM On the Road und HarpMasters Festspiele. Das Projekt steht für Qualität, die Förderung der jungen Harfentalente und Harfenerlebnisse auf höchstem Niveau. Der Verein Friends of HarpMasters» fördert HarpMasters nicht nur finanziell. Er vereint auch Freunde der Harfenmusik und solche, die es werden wollen. Die Mitglieder des Vereins helfen bei der Organisation mit und stellen Gastfamilien für die Unterbringung der Studentinnen aus der ganzen Welt zur Verfügung.  

Seit 2012 steht die Akademie unter dem Patronat der Musikschule Münchenbuchsee, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht. «Das vielseitige Programm der Harfenkonzerte unter Mitwirkung international bekannter HarfenkünstlerInnen bedeutet einmal mehr eine grosse Bereicherung in unserem Kulturprogramm», sagt Elsbeth Maring-Walther, Gemeindepräsidentin Münchenbuchsee.

Nicht verpassen

Heute, Donnerstag, 30. Juli 2015, um 19.00 Uhr können Sie im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee dem jungen, aus Russland stammenden Harfenstar Vasilisa Lushchevskaya bei Ihrem wunderbar einfühlsamen Harfenspiel lauschen. Sie ist eine professionelle Harfinistin und Gewinnerin von verschiedenen internationalen Wettbewerben. Ihre heutige CD–Taufe «Liebestraum» ist ein Höhepunkt des diesjährigen Programms.

Als Abschluss der diesjährigen Jubiläumsausgabe – die HarpMasters Festspiele feiern ihr 10-jähriges Bestehen – erwartet Sie die «Grosse Harfen Gala» am Sonntag, den 2. August 2015, um 18.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee mit allen Teilnehmer-
Innen. Während der Pause werden Ihnen Erfrischungen offeriert und Sie können sich selbst mit Professorinnen und Studentinnen unterhalten.

Eine Platzreservation für die Konzerte vom 30. Juli und 2. August wird empfohlen (per Telefon 031 311 46 46 oder E-Mail: harpmastersoffice@gmail.com). Der Eintritt für die Konzerte ist frei (Kollekte, Richtpreis: CHF 20.–).

Ein Artikel aus dem "fraubrunner anzeiger"
Text: HarpMasters Festspiele, Anja Elstner
Fotos: HarpMasters Festspiele

Die japanischen Künstlerinnen Yuko Tomonaga (Harfe) und Hitomi Niikura (Cello).
Auch Imogen Ridge gehört zum Kreis der jungen internationalen Harfenelite.
Eins der Harfentalente: Domenica Berlepsch.
28.07.2015

BZ-Artikel: Die Bibliothek muss umziehen

Im nächsten Frühling läuft der Mietvertrag aus. Dann hat es in der alten Post keinen Platz mehr für Bibliothek, Ludothek und Archive. (Bild: Urs Baumann)

Der Gemeinderat schlägt einen neuen Standort für die Bibliothek vor. Der Mietvertrag in der alten Post läuft aus. Ende August entscheidet das Parlament über den Umzug an die Talstrasse.

Die Bibliothek Münchenbuchsee braucht neue Räumlichkeiten. Zurzeit ist sie in der alten Post an der Bahnhofstrasse 1 eingemietet. Dort muss sie aber bis spätestens Ende April 2016 ausziehen. Die Swisscom als Liegenschaftsbesitzerin verlängert den Mietvertrag nicht mehr. Sie will das sanierungsbedürftige Gebäude im Dorfzentrum nach dem Ende der Mietverhältnisse auf dem freien Markt verkaufen.

Der Gemeinderat hat mehrmals mit der Swisscom über einen Liegenschaftskauf verhandelt. Denn in diesem Gebäude befinden sich neben der Bibliothek auch die Ludothek, die Sammlung Alt Buchsee und das Archiv des Gemeinnützigen Frauenvereins. Letztmals probierte er es, als es um den Kauf der Saal- und Freizeitanlage ging. Der Gemeinderat beabsichtigte, beide Liegenschaften im Paket zu erwerben. Die Swisscom war jedoch nicht bereit dazu.

Zwei Flächen zur Auswahl

Wegen dieser Situation musste die Gemeinde nach einer Anschlusslösung suchen und hat diese nun an der Talstrasse 7 gefunden. Im dortigen Gewerbehaus sind verschiedene Räumlichkeiten frei. Die Gemeinde könne entweder 350 oder 800 Quadratmeter mieten, sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). Der Gemeinderat habe sich für die kleinere Flüche entschieden. Die 800 Quadratmeter kamen nicht infrage, weil diese Fläche in der momentanen Situation für die Gemeinde zu gross ist und nicht voll genutzt werden könnte.

«Die Fläche reicht für die Bibliothek und eventuell auch für die Ludothek», sagt Maring-Walther. Das wäre für sie eine ideale Lösung, weil Bibliothek und Ludothek zusammengehörten. Das werde sich aber erst zeigen, wenn die definitiven Pläne feststehen. Dabei müssten auch die Vorgaben der Kornhausbibliotheken, zu denen die Buchser Bibliothek gehört, berücksichtigt werden.

Für die Sammlung Alt Buchsee und das Archiv des Frauenvereins liegen laut der Gemeindepräsidentin auch Alternativstandorte vor. In Liegenschaften, welche der Gemeinde gehöre, so Maring-Walther. Details könne sich aber noch nicht nennen.

Parlament entscheidet

Der neue Standort an der Talstrasse ist zentral gelegen. Der Raum liegt im ersten Stockwerk und ist auch über einen Lift erreichbar. Gemäss einer ersten Kostenschätzung käme der Ausbau auf gut 27 000 Franken zu stehen. Die jährlichen Mietkosten liegen bei 110 Franken pro Quadratmeter. Dieser Preis gilt für die gesamte Mietdauer von zehn Jahren. Die jährlichen Mietkosten beliefen sich so auf 38 500 Franken und lägen deutlich unter jenen der alten Post. Diese Kosten seien aber nicht miteinander vergleichbar, heisst es in den Unterlagen ans Parlament, sowohl von der Fläche, dem Zustand als auch dem Standort der Räumlichkeiten her.

Der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee wird Ende August über den neuen Mietvertrag und die wiederkehrenden Kosten entscheiden. Elsbeth Maring-Walther hofft, dass das Parlament dem neuen Standort zustimmen wird. Es werde unter Umständen die Grundsatzfrage gestellt, ob das Führen einer Bibliothek eine Gemeindeaufgabe ist. «Es gibt viele Buchserinnen und Buchser, die dieses Angebot sehr schätzen», sagt die Gemeindepräsidentin. Sie würde es sehr bedauern, wenn das Parlament das Geschäft ablehnen würde.

Vom Tisch ist hingegen der Kauf der alten Post durch die Gemeinde. «Wir haben an dieser Liegenschaft kein Interesse mehr», sagt Elsbeth Maring-Walther.

Ein Artikel aus der  
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
27.07.2015

Medienmitteilung: Generelles Feuer- und Feuerwerksverbot wird in 6 von 10 Verwaltungskreisen aufgehoben


Die Niederschläge über das vergangene Wochenende haben die Wald- und Flurbrandgefahr in grossen Teilen des Kantons Bern deutlich entspannt. Deshalb wird das generelle Feuerverbot in 6 von 10 Verwaltungskreisen per sofort aufgehoben.

Unverändert bestehen bleibt das generelle Feuer- und Feuerwerksverbot für die Verwaltungskreise Thun, Biel-Bienne, Seeland und Berner Jura. Hier besteht nach wie vor eine grosse bis sehr grosse Wald- und Flurbrandgefahr. Falls sich die Situation nicht grundlegend ändert, gelten die von den Regierungsstatthaltern beschlossenen Regelungen auch für den 31. Juli und den 1. August 2015.


Dank der Niederschläge hat sich die Wald- und Flurbrandgefahr in 6 von 10 Verwaltungskreisen deutlich reduziert. Deshalb heben die Regierungsstatthalter das generelle Feuer- und Feuerwerksverbot in folgenden Verwaltungskreisen per sofort auf: Bern-Mittelland, Emmental, Oberaargau, Frutigen-Niedersimmental, Obersimmental-Saanenland und Interlaken-Oberhasli. Trotzdem ist in diesen sechs Verwaltungskreisen weiterhin auf das Feuern und Abbrennen von Feuerwerken im Wald- und Waldesnähe zu verzichten.

Anders ist die Situation in den Verwaltungskreisen Thun, Biel-Bienne, Seeland und Berner Jura. Hier haben die Niederschläge nicht die erhoffte Entspannung gebracht. Die Wald- und Flurbrandgefahr ist weiterhin unverändert gross bis sehr gross. Das generelle Feuer- und Feuerwerksverbot im Freien, auch auf Privatgrundstücken, bleibt in diesen vier Verwaltungskreisen bestehen.

Das heisst konkret für die Verwaltungskreise Thun, Biel-Bienne, Seeland und Berner Jura:

  • Generell keine Grill- oder sonstigen Feuer im Wald und Freien entfachen, auch nicht in fest eingerichteten Feuerstellen.  Ausnahme: Grillieren mit Gas- und Elektrogrill im Siedlungsgebiet ist erlaubt.

  • Das Steigenlassen von Feuerwerk, Raketen, Knallkörpern sowie Himmelslaternen und dergleichen ist generell untersagt. Ausnahme: Organisierte öffentliche Feuerwerke auf Seen mit Ausnahmebewilligung durch das zuständige Regierungsstatthalteramt.

  • Raucherwaren und Zündhölzer nicht wegwerfen.
    Die Anweisungen der lokalen Behörden sind zu befolgen.

 

Das Feuerverbot wird publiziert im Internet unter http://www.be.ch/waldbrandgefahr

23.07.2015

Bund-Artikel: Ungewöhnlich, aber nicht gefährlich

Lyssbach bei Münchenbuchsee: Kleiner Bach, hohe Uranwerte. Foto: Valérie Chételat

Im Lyssbach bei Münchenbuchsee wurden erhöhte Uranwerte nachgewiesen - bereits 2001. Publiziert wurden sie nie. Man habe die Bevölkerung nicht beunruhigen wollen, sagt das zuständige kantonale Amt.


Interview: Markus Dütschler

Herr Ganguin, im Lyssbach wurden 2011 hohe Uranwerte nachgewiesen. Wieso wurde nicht informiert?
Es war klar, dass für die Bevölkerung keine Gefahr besteht. Die Werte wurden bei Routinemessungen erhoben und überraschten die Fachleute, es war eine auffällige Anomalie.

Dann hätte man das schon 2011 mitteilen können.
Es ist sehr schwierig, dies der Öffentlichkeit zu erklären. Bei Uran denken die Leute sofort an Atomkraftwerke, an medizinische Geräte mit gefährlichen Strahlungen oder an die Sache mit dem Radium, das früher als Leuchtmittel auf Zifferblättern angebracht wurde. Darum geht es aber in diesem Fall nicht. Es ging auch keine Gefahr vom Wasser aus, in dem das Uran gelöst war.

Worum geht es also?
Es wurden bei einer Messung 46 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser gemessen. In einem Entwässerungsrohr waren es sogar 400 Mikrogramm. Für das Trinkwasser gilt ein Grenzwert von 30 Mikrogramm. Im vorliegenden Fall war aber kein Trinkwasser betroffen, und für das Grundwasser gibt es keinen Grenzwert.

Eine These besagt, dass uranhaltiges Gestein vom Rhonegletscher in diese Gegend verbracht wurde.
Es gibt in der Gegend von Martigny und Chamonix Uranvererzungen. Von daher wäre das möglich. Eine andere These halte ich aber für wahrscheinlicher.

Welche wäre das?
Diese geht davon aus, dass das Uran aus der Molasse stammt, also aus den Sedimenten, die durch die Erosion der Alpen entstanden sind. Das Uran gelangte durch die Verwitterung in den Torfboden und blieb dort unter Luftabschluss.

Wie kam es dann wieder heraus?
Die Gegend wurde drainiert, der Mensch legte Entwässerungsgräben an. So gelangte Luft an das Material, das Uran oxidierte. In diesem Zustand ist es leicht löslich, sodass es ins Wasser gelangen kann. Nach dem jetzigen Wissensstand halten wir diese These für die glaubwürdigste.

Ein Grund könnte auch in einer benachbarten Deponie liegen.
Das war die Deponie in der Lätti. Diese ist seit Jahrzehnten geschlossen, das Uran kann nicht von dort stammen.

Also keine Altlasten?
Zuerst sind wir diesem Verdacht ebenfalls nachgegangen. Aber bald stellte sich die Frage, weshalb sich dort Uran hätte befinden sollen.

Weshalb ist das so unwahrscheinlich?
In der Biedermeierzeit stellte man in Böhmen Gläser her, denen Uran beigemischt wurde. Das Glas bekam dadurch einen schönen grünen Schimmer. Man wusste noch nichts über die Gefährlichkeit der Strahlen. Auch manchen emaillierten farbigen Ziegeln wurde etwas Uran beigemischt. Die Rückstände sind aber dann bei den Produktionsstätten zu finden, nicht hier. Deshalb ist es unwahrscheinlich.

Ein Verdacht richtete sich gegen Kunstdünger. Manche Düngerarten sollen ebenfalls Uran enthalten.
Es stimmt, dass an Orten, an denen Phosphor abgebaut wird, auch Uran in geringen Mengen vorkommt. Das sind keine Uranerze, sondern geringe Mengen. Somit könnte es bei Kunstdünger geringe uranhaltige Rückstände geben.

Dann wäre das also eine plausible Erklärung.
Nein, in diesem Fall nicht. Es gibt zwar einen Düngerhersteller in der Gegend, doch verwendete dieser kein bergmännisch gewonnenes Phosphat.

Wie sind also diese Messungen zu deuten?
Es ist zweifellos eine Anomalie, die über das Grundrauschen hinausgeht. Eine spezialisierte Firma hat in unserem Auftrag Strahlenmessungen vorgenommen, damit wir die Quelle genauer lokalisieren können.

Welche Erkenntnisse hat man daraus gewonnen?
Die Messungen werden derzeit ausgewertet. Schon jetzt sieht man, dass diese Anomalie auf wenige Hektaren begrenzt ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben wir es mit einem natürlichen Phänomen zu tun. Voraussichtlich Ende August wird der Bericht vorliegen.

Dennoch horcht die Öffentlichkeit auf, wenn das Stichwort Uran fällt. Strahlung kann Knochen und Organe schädigen. Besonders stark betroffen sind Kleinkinder, da sie in ihrem Magen-Darm-Trakt die doppelte Menge absorbieren können.
Es stimmt, dass jede Aufnahme von radioaktiven Stoffen dem Körper schadet. Doch schon der berühmte Arzt Paracelsus wusste, dass alles eine Frage der Menge ist. Perfid ist zum Beispiel, wenn jemand strahlende Staubpartikel einatmet, die in der Lunge verbleiben und allenfalls Lungenkrebs auslösen. Der Fall hier liegt aber ganz anders.

Sie bleiben dabei: Die Bevölkerung ist nicht gefährdet?
Ja, denn die Dosis ist sehr schwach. Es ist durchaus möglich, dass wir im Rahmen der Routineüberwachung der Gewässer noch weitere Orte finden, an denen es eine solche Anomalie gibt.

Lyssbach
Hohe Uranwerte

Im Lyssbach südlich der Autobahnausfahrt Münchenbuchsee wurden 2011 hohe Uranwerte gemessen, die der Öffentlichkeit nie mitgeteilt wurden. Dies berichtete gestern die «Berner Zeitung». Es seien die bisher höchsten in der Schweiz gemessenen Werte: 46 Mikrogramm pro Liter Wasser, in einem Entwässerungsrohr sogar 400 Mikrogramm.

Im Durchschnitt betrage der Wert im Kanton Bern im Grundwasser zwei Mikrogramm und in Fliessgewässern ein Mikrogramm. Verschiedene Ursachen kämen dafür infrage. So könne das Uran aus einer Deponie stammen oder es handle sich um Kunstdüngerrückstände. Möglich wäre auch ein natürlicher Ursprung, beispielsweise durch Uranerze, die mit dem Rhonegletscher in die Gegend transportiert wurden.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bei Pflanzen untersucht, ob sie erhöhte Strahlungswerte aufweisen. Bei Zuckerrüben war dies laut dem bernischen Amt für Wasser und Abfall AWA nicht der Fall. Der stellvertretende AWA-Leiter Jacques Ganguin sagt, es würden weitere Arten untersucht, da sie unterschiedlich reagierten.

Ein Interview aus dem
(mdü, Der Bund)
13.07.2015

BZ-Artikel: Wirtepaar verabschiedet sich von der Moospinte

Sascha und Stefanie Berther bei ihrem Amtsantritt in der Moospinte vor gut fünf Jahren (Bild: Walter Pfäffli)

Sie sind mit 16 «Gault Millau»-Punkten und einem «Guide Michelin»-Stern dekoriert. Ende Jahr werden Stefanie und Sascha Berther die Moospinte nun verlassen. Denn der Besitzer will künftig Pächter – Berthers dagegen sind Angestellte.


General Guisan und Bundesrat Minger sollen sich während des Zweiten Weltkriegs oft hier getroffen haben. Auch Königin Juliana und Prinz Bernhard von Holland seien Freunde des Hauses gewesen, ist in historischen Schriften nachzulesen. Später machte das Restaurant Moospinte in Münchenbuchsee vor allem mit Gault-Millau-Punkten und dem langjährigen Wirt von sich reden: Oskar Marti, besser bekannt als Chrüter-Oski.

2010 verkaufte Oskar Marti die Moospinte an Unternehmer Anton Kräuliger. Dieser stellte das junge Wirtepaar Stefanie und Sascha Berther an. Die beiden führten das Gourmetrestaurant erfolgreich weiter: Der «Gault Milla» zeichnet es aktuell mit 16 Punkten aus, der «Guide Michelin» mit einem Stern. Dennoch wird das Wirtepaar den Betrieb nach einer Medienmitteilung auf Ende Jahr verlassen. «Wie es für uns 2016 beruflich weitergeht, ist noch offen», sagt Sascha Berther auf Nachfrage. «Wir prüfen verschiedene Optionen.» Sicher sei aber: «Wir möchten in der Gastronomie bleiben.»

«Ein Glücksfall»

Warum Stefanie und Sascha Berther überhaupt gehen? Die involvierten Parteien begründen den Schritt folgendermassen: Besitzer Anton Kräuliger will die Gesamtverantwortung für das Restaurant auf Anfang 2016 abgeben. Als Nichtgastronom will er sich nicht mehr in die betrieblichen Belange einmischen müssen. Deshalb sollen die Wirtsleute der Moospinte künftig nicht mehr Angestellte, sondern Pächter sein. Gerne hätte er den Betrieb dem Ehepaar Berther in Pacht gegeben, erklärt Kräuliger, denn die beiden seien für das Restaurant «ein Glücksfall».

Stefanie (31) und Sascha (33) Berther überlegten sich das Angebot, sagten aber schliesslich ab. Begründung: Die beiden möchten weitere berufliche Erfahrungen sammeln. Bis Ende Jahr wollen sie in der Moospinte aber weiterhin «alle Register ziehen», wie sie in der Medienmitteilung ankündigen. Besitzer Anton Kräuliger ist derweil zuversichtlich, würdige Nachfolger zu finden. Die Suche nach den künftigen Pächtern beginnt nach den Sommerferien.

Ein Artikel aus der
(maz, Berner Zeitung BZ)
09.07.2015

Bund-Artikel: Ein Abendessen nach fast 18 Stunden fasten

Nebst den Journalisten ist an diesem Abend auch Mutalip Karaademi zu Gast; er ist der Sprecher der Moschee Langenthal und ein Freund der Familie. Bild: Franziska Rothenbühler

Familie Mustafi aus Münchenbuchsee hat in der zweiten Hälfte des Ramadan zu einem nächtlichen Fastenbrechen eingeladen.


Ein heisser Tag neigt sich seinem Ende zu. Abkühlung bringen die Abendstunden aber kaum, draussen ist es nicht weniger warm als in der Wohnung der Familie Mustafi in Münchenbuchsee. Merljinda Mustafi hantiert in der Küche, auf dem Herd stehen mehrere dampfende Pfannen. Sie schaut auf die Uhr und sagt zum vierjährigen Rebian: «Es dauert nur noch fünf Minuten.» Punkt 21.34 Uhr ist an diesem Abend Zeit für das Fasten­brechen. Dann unterbrechen gläubige Muslime ihr tägliches Fasten während des Ramadan, der dieses Jahr am 18. Juni begonnen hat. Rebian, der noch zu klein ist, um zu fasten, ist müde; wortlos wartet er auf das Essen.

Während feine Düfte durch die Wohnung strömen, unterhält sich Amir Mustafi mit den Gästen. Er hat den ganzen Tag als Sanitärinstallateur auf einer Baustelle in Bern gearbeitet. Wie seine Frau hat er seit beinahe 18 Stunden nicht mehr gegessen und getrunken. Das Fasten hat an diesem Tag um 3.50 Uhr begonnen. Er fühle sich «ganz normal», sagt er, weder besonders durstig noch besonders hungrig. Manchmal spüre er tagsüber den Hunger und den Durst durchaus, das ­gehöre aber zum Ramadan.

Heute plagen ihn seit mehreren Stunden Kopfschmerzen. Er versichert, es sei nicht der Rede wert und habe nichts damit zu tun, dass er so lange keine Flüssigkeit zu sich genommen habe. Seine Frau Merljinda Mustafi sieht das wohl ­etwas anders und gesteht ein: «Es ist so heiss hier.» In Leukerbad sei es ­einfacher gewesen. Bis vor knapp neun Monaten lebte die Familie im Wallis.

Jetzt ist es so weit. Die Familie Mustafi lädt ihre Gäste an den gedeckten Tisch, auf dem akkurat hergerichtete Salate warten. In Schälchen liegen süsse Mandeln. «Das Fasten bricht man mit Wasser», sagt Mutalip Karaademi. Der Sprecher der Moschee Langenthal ist mit ­Familie Mustafi befreundet und ebenfalls zu Gast. Nach so vielen Stunden nun Wasser zu trinken, fühle sich sehr gut an, sagt Amir Mustafi und streicht mit den Händen über seinen Körper, vom Kopf bis zu den Oberschenkeln. «Ich spüre das Wasser bis in meine Fingerspitzen hinein.» Es dauert nicht lange, und er hat ein zweites Glas geleert.

Die Schmerzen verfliegen

Sein Gesicht hellt sich auf. Vor wenigen Minuten erst hat er eine Tablette geschluckt. Die Kopfschmerzen seien wie weggeblasen, sagt er. Das Medikament vor dem Fastenbrechen einzunehmen, war für ihn nicht infrage gekommen. Nur schwer kranke Menschen seien von der Pflicht zu fasten befreit. Gewissermassen als Ersatz bezahlen sie dafür mindestens zwölf Franken pro Tag an Bedürftige. «Wer leichtfertig das Fasten bricht, muss 61 Tage zusätzlich Fasten», sagt Merljinda Mustafi.

Sie serviert jetzt Tschorba, eine Spezialität aus ihrer Heimat Mazedonien. Während des Ramadan gebe es diese Suppe jeden Abend, sagt sie. Wegen des Knoblauchs sei sie gesund und liege nicht schwer auf. Die beiden Männer essen schnell, obschon sie sagen, nicht hungriger zu sein als sonst. Sie koche nicht jeden Abend aufwendig, sagt Merljinda Mustafi. Oft bereite sie nur Salat und ein Stück Fleisch zu. Die Frage, ob sie in dieser Zeit nicht viel an Körper­gewicht verliere, bringt sie zum Lachen: «Ich stehe jeden Tag auf die Waage, aber ich nehme kein Gramm ab. Ich weiss auch nicht, wie das geht», sagt sie.

Trotz der aussergewöhnlichen Hitzeperiode ziehen Mustafis nach bald zwanzig Tagen Ramadan eine positive Zwischenbilanz. Die elfjährige Tochter Ambera hat 13 Tage durchgehalten und das Fasten nur an sechs Tagen gebrochen. Einmal war der Grund ein Zahnarzt­besuch, ein andermal das Fest am letzten Schultag. Jetzt hat das Mädchen ­Ferien und weilt bei den Grosseltern im Wallis. «Sie ist so gerne dort», sagt ihre Mutter fast entschuldigend für die Abwesenheit ihrer Tochter. Gegen 22 Uhr erhält Amir Mustafi eine SMS von Ambera. «Sie will wissen, wie es mit dem Besuch geht», sagt er.

Auch die Erwachsenen haben ihren Ramadan-Rhythmus gefunden. Nachdem sie zweimal verschlafen habe, bleibe sie nun die ganze Nacht über wach bis nach dem Morgengebet, sagt Merljinda ­Mustafi. Erst danach gehe sie schlafen – bis Rebian aufwache. Macht der Bub einen Mittagsschlaf, kann auch sie sich noch ein bisschen hinlegen. Während der durchwachten Nächte liest sie im Koran. Es gehöre zur Pflicht eines gläubigen Muslims, im Ramadan den ganzen Koran zu lesen. «Ich habe die Hälfte geschafft», sagt sie sichtlich stolz. Sie holt ein schön gefasstes Exemplar hervor. Die Heilige Schrift des Islam ist in Arabisch verfasst, man liest das Buch – aus schweizerischer Sicht – von hinten nach vorne. Arabisch beherrsche sie seit ihrer Kindheit. Falls sie trotzdem etwas nicht versteht, greift sie auf eine albanische Übersetzung zurück. «Es hat ja keinen Sinn zu lesen, ohne zu verstehen», sagt sie.

Beten und nochmals schlafen

Fällt der Ramadan in den Sommer, bleibt hierzulande wenig Zeit fürs Schlafen. In dieser Jahreszeit beginnt das Fasten gegen 4 Uhr morgens, das Frühstück muss also extrem früh eingenommen werden. Anschliessend folgt das Morgengebet. Danach legt sich auch Amir Mustafi nochmals für gut zwei Stunden aufs Ohr. Trotzdem sammelt sich bis Ende Woche ein gewisses Schlafmanko an. Am Samstag und am Sonntag bleibe er deshalb gerne noch etwas liegen. «Dann können wir die Batterien wieder aufladen», ergänzt Mutalip Karaademi.

Schlafzimmer als Gebetsraum

Dieser begibt sich nach dem Dessert – ­einer albanischen Süssspeise, deren Name sich mit Zuckerminze übersetzen lässt – ins Schlafzimmer, um ein Gebet zu verrichten. Wann genau sie nach dem Abendessen beten, steht den Gläubigen frei. Der Zeitraum, der ihnen dafür zur Verfügung steht, dauert bis kurz nach 23 Uhr; danach beginnt der Zeitraum, in dem das Nachtgebet zu verrichten ist. «Man sollte ein Gebet nicht grundlos hinausschieben», sagt Amir Mustafi. Und zwei verschiedene Gebete sollten nicht unmittelbar nacheinander gesprochen werden.

Weil heute aber Gäste da sind, bleibt er am Tisch sitzen und versucht, ihre Fragen zu beantworten. Diese möchten wissen, ob und wie sich seine Beziehung zu Gott nun intensiviert hat, so wie er das beim ersten Besuch vorausgesagt hatte. «Ich spüre es im Herzen», sagt er und drückt seine Hand an die Brust. Ihm sei es stets bewusst, dass er faste, und so sei er in Gedanken viel häufiger bei Gott als sonst. Und man müsse in dieser Zeit besonders darauf bedacht sein, ein Vorbild zu sein. «Man geht seinen Weg und versucht niemanden zu stören und sich nicht ablenken zu lassen...» «...auch nicht von anderen Frauen», sagt Merljinda Mustafi und unterbricht damit lachend die Erklärungen ihres Mannes – worauf dieser in ihr Lachen einstimmt.

Und schliesslich eine Zigarette

Beide machen einen fröhlichen und gelösten Eindruck. Merljinda Mustafi scheint froh zu sein, dass das Essen den Gästen geschmeckt hat. Sie probiere immer wieder neue Rezepte aus; oft finde sie solche im Internet. Und Amir Mustafi tönt an, dass es jetzt Zeit für ihn sei, eine Zigarette zu rauchen. Rauchen werde im Islam zwar als «nicht empfehlenswert» erachtet, was ja verständlich sei und jeder wisse. Trotzdem rauchten viele Muslime. Das zeigt sich etwa daran, dass im Aufenthaltsraum der Moschee in Langenthal ein geräumiges Fumoir eingebaut ist. Ob er sich auf diese Zigarette freue? Amir Mustafi scheint zuerst nicht recht zu wissen, was er sagen soll. Dann nickt er und sagt: «Ja, sicher.»

Draussen ist es derweil doch ein paar Grad kühler geworden, was bei Rebian neue Lebensgeister weckt. Auf seinem Laufrad dreht er ein paar Runden, als sich die Gäste verabschieden. Nun steckt sich Amir Mustafi die Zigarette an und winkt nochmals. Der Mond wird erst in gut einer Stunde über dem Horizont erscheinen. Die Hälfte des Ramadan ist längst vorbei.


Islam in Bern

Die Anschläge von Paris und Kopenhagen – und jene in Tunesien und in Lyon von vorletzter Woche – haben aufgeschreckt und die Frage aufgeworfen, was diese im Namen Allahs begangenen Verbrechen mit dem Islam zu tun haben. Die Bern-Redaktion nahm die Ereignisse von Anfang Jahr zum Anlass, mit Muslimen zu reden, die unsere Nachbarn sind, statt nur über «den Islam» zu schreiben. Der «Bund» berichtet in loser Folge über ihren Alltag, der meist unspektakulär ist, den nichtmuslimischen Bewohnern der Schweiz aber oft verborgen bleibt. Über einen ersten Besuch bei Familie Mustafi in Münchenbuchsee, die der Moschee von Langenthal angehört, berichteten wir zu Beginn des Ramadan, in der Ausgabe vom 18. Juni. (lok)

Rezept
Erfrischendes Süppchen

Tschorba wird in verschiedenen südosteuropäischen Ländern zubereitet, die Zutaten für das traditionelle Suppengericht unterscheiden sich stark. Das folgende Rezept für Tschorba stammt aus Mazedonien und basiert auf den Angaben von Merljinda Mustafi.

Zutaten (für vier Personen): zwei Knoblauchzehen, Salz, zirka 3 Deziliter Wasser, 2 Eier, 4 Esslöffel Naturjogurt, 3 Esslöffel Mehl. Für die Sauce: Butter und gemahlener Paprika.

Zubereitung: Die Knoblauchzehen schälen und klein hacken, zerdrücken und mit Salz bestreuen. Wasser mit dem Knoblauch in eine Pfanne geben und zum Sieden bringen. Eier, Jogurt und Mehl verrühren. Sobald das Wasser mit dem Knoblauch kocht, die Eiermischung unter stetigem Rühren beigeben. Sollte die Suppe zu dick werden – Wasser zugeben.

Für die Sauce die Butter anbraten, bis sie braun wird, und mit dem Paprika vermischen. Die Suppe in Schalen anrichten, etwas Sauce dazugeben und sofort servieren. (ba)

Smartphone als Helfer


Immer im Bild mit «Muslim Pro»

Im islamischen Kalender dauern die Monate so lange, wie der Mond für eine Umrundung der Erde benötigt, also 29,5 Tage. Die Monate sind somit kürzer als «normale» Monate und wandern durch die Jahreszeiten. Ramadan ist dieses Jahr vom 18. Juni bis 16. Juli. Er fällt damit auf der Nordhalbkugel auf die längsten Tage und kürzesten Nächte des Jahres. Da Fastenbeginn und -ende an Sonnenauf- und Sonnenuntergang gekoppelt sind, dauert das tägliche Fasten für Muslime in unseren Breitengraden derzeit beinahe 18 Stunden. Zudem ändern sich die Zeiten von Tag zu Tag minim. In Münchenbuchsee, wo Familie Mustafi lebt, dauert die tägliche Fastenzeit diese Woche ungefähr von 3.50 bis 21.30 Uhr.

Grosse Auswahl an Gebetsrufen

Bei den Fasten- und den Gebetszeiten geht es für Muslime somit um Minuten. Damit sie die Übersicht nicht verlieren, stehen ihnen Tabellen auf Papier zur Verfügung oder – noch praktischer – Apps für das Smartphone. «Muslim Pro» ist ein solches Programm. Ist der Wohnort einmal eingegeben, erinnert das Smartphone seinen Besitzer zuverlässig und rechtzeitig an alle Termine. Der Benachrichtigungston beziehungsweise der Gebetsruf des Muezzins kann aus einer Vielzahl von Möglichkeiten ausgewählt werden. Zusätzlich wird die Gebetsrichtung nach Mekka wie auf einem Kompass angezeigt. Über die App hat man ferner Zugriff auf unzählige Koranstellen. Das Einzige, was stört – solange man die Premiumversion nicht herunterlädt –, ist die Werbung. (db)

Als Tourist in der Türkei

Countdown im Fernsehen
Als praktisch einziger Tourist sitze ich im stadtbekannten Restaurant Konak Mutfağı in Konya, dem religiösen Zentrum der Türkei. Auf allen Tischen warten übergrosse Mezze-Platten mit den typisch türkischen Vorspeisen auf hungrige Mäuler. Der Kellner schöpft bereits die Suppe des speziellen Ramadan-Menüs. Niemand fängt aber zu essen an. Denn bis zum Fastenbrechen dauert es noch eine Viertelstunde. Einige Gäste vertreiben sich die Zeit, indem sie geduldig ihr Süppchen vorwürzen und mit dem Löffel rühren. Um genau 20.24 Uhr – so steht es in dem im Fernsehen übertragenen Ramadan-Countdown – ist es dann so weit. Der Festschmaus beginnt. Auch für mich als konfessionsloser Reisender, der sich aus Respekt bislang zurückgehalten hat.

Punkto Ramadan erlebt man die Türkei als geteiltes Land: «Etwa die Hälfte aller Türken fastet tatsächlich», schätzt der Wirt. Wer mit dem Mietwagen durch das Landesinnere Anatoliens kurvt, dem fallen denn auch die vielen geschlossenen Restaurants auf. Dennoch findet sich immer eine kleine Lokanda, die ­einem einen Happen serviert. An der touristischen Mittelmeerküste hingegen ist weder der Islam geschweige denn der Ramadan gross zu spüren. Je nach Ort sonnen sich Türkinnen im Bikini am Meer, essen und rauchen während des Tages. Derweil gönnen sich die Herren ihr geliebtes Effes-Bier. «Ramadan ist nichts für mich, ich bin nicht religiös», sagt ein Gast in der Strandbar. Trotzdem machen nur wenige Türken während des Ramadan Ferien: «Mit dem Ende des Fastenmonats beginnt die Hochsaison», freut sich ein Hotelier. (amü)


Ein Artikel aus dem
(Anita Bachmann, Dölf Barben, Der Bund)
06.07.2015

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Spiel, Spass und Poolparty für Kinder und Jugendliche im Hirzi

Die Poolparty war ein gelungener Abschluss für einen erlebnisreichen Kinder- und Jugendtag im Hirzi.
Das Seilbähnli der Pfadi machte sichtlich Spass.

Am Samstag, dem 27. Juni fand das bereits traditionelle Hirzifest in der Sportanlage Hirzenfeld in Münchenbuchsee statt. Das Hirzifest wird von der offenen Jugendarbeit Zollikofen, dem Verein Jugendwerk Münchenbuchsee, der katholischen Jugendarbeit Zollikofen und der Jugendarbeit der reformierten Kirchgemeinde Zollikofen organisiert. Für die Durchführung der Spiele am Nachmittag konnten ausserdem verschiedene Vereine motiviert werden, eigene Spiele anzubieten, so zum Beispiel die Pfadi Münchenbuchsee mit ihrem selbstgebauten, actionreichen Seilbähnchen.


Auch dieses Jahr hat das Organisationskomitee, zusammengesetzt aus motivierten Jugendarbeitern, ein unterhaltungsreiches Programm für Gross und Klein zusammengestellt. Entsprechend kam ein unglaublich vielseitiges Nachmittagsprogramm zustande, bei welchem keine Wünsche unerfüllt blieben. Die Kinder, welche bereits letztes Jahr am Hirzifest mitgemacht hatten, vergnügten sich am Basteltisch, um sich einen Rahmen für ihr Weltrekorddiplom zu erstellen. Stolz rahmten sie diese Urkunde nach der Übergabe anschliessend ein; ist doch ein Eintrag im Guinnessbuch etwas wirklich Aussergewöhnliches!

Für alle anderen gab es tolle Animationen wie etwa das Bungee-Running, Pull Rodeo, Fussballgeschwindigkeitsmesser, Harassenklettern, Büchsenschiessen oder ein erfolgreiches Beachvolleyballturnier. Fingerfertigkeiten konnten beim Bauen eines grossen Duploturms oder beim Schminken und Frisieren in der Beautyecke unter Beweis gestellt werden.

Die Vorbereitungen für das Hirzifest begannen schon zu früher Stunde. Dank vielen freiwilligen Helfern konnten die vielen Gäste pünktlich ab 14:00 Uhr die angebotenen Attraktionen geniessen. Das Wetter spielte glücklicherweise sehr gut mit, wodurch der Nachmittag ein voller Erfolg wurde und manches Kinderlachen zu hören war.

Zu Beginn des Abendprogramms wurden unter den bereits zahlreich Anwesenden mit der Mohrenkopfschleuder die begehrten ersten Eintritte verlost. Wer das Glück hatte, einen solchen zu ergattern, freute sich; war doch das Budget für die abendliche Konsumation soeben angestiegen.

Die Möglichkeiten, das Taschengeld umzusetzen, waren gross. Neben erfrischenden Getränken an der Bar, feinen Crêpes, Süssigkeiten und Zuckerwatte lockte auch Feines vom Grill. Die jugendlichen Helfer waren engagiert am Werk, damit alle Besucher bestens verpflegt den Abend in Angriff nehmen konnten. Für einen Sprung ins kühle Nass reichte die Energie allemal!

Ein Auftritt der Tanzgruppe Genetik-Crew fesselte alle Anwesenden und es wurde entsprechend mitgeklatscht. Im Anschluss wurde auf der Bühne von der Chaostruppe gerappt. Ihre eingängigen Rhythmen begeisterten das Publikum und einem entspannten Abend stand nichts mehr im Weg. Dank angenehmen Sommertemperaturen konnte die Musik auch im Pool genossen werden. Wer sich doch etwas zu lange im Wasser getummelt hatte, wärmte sich beim Feuer oder beim Tanzen zu cooler Musik wieder auf. Die jugendlichen DJs heizten den Besuchern mit bekannten Song Remixes ein.

Der krönende Abschluss dieses gelungenen Abends war die Feuershow, welche die rund 180 Zuschauer restlos begeisterte. Fasziniert schauten alle den Kunststücken zu und machten sich anschliessend zufrieden auf den Heimweg. Der rundum gelungene Anlass mit vielen zufriedenen Besuchern, grossem Einsatz von freiwilligen Helfern und tollen Erlebnissen wird einmal mehr allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben.

Ein Artikel aus dem "fraubrunner anzeiger"
Text: Ruth Aebi (Jugendwerk Münchenbuchsee)
Fotos: Ramona Binzegger
Beim Harassenklettern konnte Mut und Geschicklichkeit bewiesen werden.
03.07.2015

Genehmigung: Verordnung über die technischen und wirtschaftlichen Anschlussbestimmungen des Wärmeverbundes Riedli, 1. Teilrevision

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 29. Juni 2015 die 1. Teilrevision der „Verordnung über die technischen und wirtschaftlichen Anschlussbestimmungen des Wärmeverbundes Riedli“ genehmigt.

Sie hebt alle ihr widersprechenden Bestimmungen und Beschlüsse auf.

Die Verordnung tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, auf den 1. Juli 2015 in Kraft. Diese kann bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen oder unter www.muenchenbuchsee.ch unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung

Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

02.07.2015

Kantonspolizei Bern: Mutmasslicher Einbrecher gefasst

In der Nacht auf Dienstag hat die Kantonspolizei Bern nach einer Meldung zu einem Einbruch in Münchenbuchsee einen mutmasslichen Täter angehalten. Der Mann erhielt bereits einen Strafbefehl.

Am Dienstag, 30. Juni 2015, ging bei der Kantonspolizei gegen 02:10 Uhr die Meldung eines Anwohners ein, wonach eine Person soeben in eine Liegenschaft an der Fellenbergstrasse in Münchenbuchsee eingebrochen sei. Unmittelbar danach meldete ein weiterer Anwohner, dass er eine Person beim Verlassen der Liegenschaft beobachtet habe. Umgehend begaben sich mehrere Patrouillen vor Ort, wo vorerst niemand angetroffen werden konnte.

Bei einer Nachsuche in der Umgebung konnten dieEinsatzkräfte rund eine Stunde später einen sich versteckenden Mann sichten und anhalten. Dieser zeigte sich bei der Einvernahme geständig, sich in der Nacht sowohl in die Liegenschaft an der Fellenbergerstrasse als auch in eine Liegenschaft an der Kirchgasse Zutritt verschafft zu haben. Gegen den 26-jährigen Mann wurde durch die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland bereits ein Strafbefehl ausgestellt.

Medienmitteilung
(pkb)
01.07.2015

Ehemalige Lernende: Gratulation zur LAP

Samanta Sollberger und Jennifer Mäusli (Bild: zvg)


Wir gratulieren unseren "ehemaligen" Lernenden zu ihren Lehrabschlussprüfungen.


Jennifer Mäusli und Samanta Sollberger haben die kaufmännische Lehrabschlussprüfung sehr erfolgreich bestanden. Das beste Resultat durfte dabei Samanta Sollberger mit einer ausgezeichneten 5.3 entgegen nehmen. Für beide Lernenden endet damit die Ausbildung als Kauffrau bei der Gemeinde Münchenbuchsee. Der Gemeinderat sowie die Mitarbeitenden der Gemeinde Münchenbuchsee gratulieren herzlich!

Wir danken Jennifer Mäusli und Samanta Sollberger für den tollen Einsatz in den vergangenen Lehrjahren und wünschen ihnen im kommenden Berufsleben alles Gute und viel Befriedigung. Ein spezieller Dank geht an die Praxisbildnerinnen und Praxisbildner sowie die Ausbildungsverantwortlichen, welche mit ihrem Einsatz massgeblich zum Erfolg beigetragen haben. 


Am 3. August 2015 beginnen die neuen Lernenden ihre Lehre in der Gemeindeverwaltung: Debora Bisogni und Alena Stettler. 
01.07.2015

BZ-Artikel: Vertrag ohne Ausschreibung verlängert


Die Schwendimann AG wird weiterhin den Werkhof von Münchenbuchsee führen. Der Gemeinderat vergibt den Auftrag freihändig.


Seit bald 15 Jahren betreibt Münchenbuchsee keinen eigenen Werkhof mehr. Die Gemeindehat diese Aufgabe an die einheimische Schwendimann AG ausgelagert. Diese Zusammenarbeit soll in den nächsten 5 Jahren weitergehen. Die Gemeinde beabsichtigt, den Vertrag bis 2020 zu verlängern. Das hat sie auf der Internetplattform Simap bekannt gegeben. Sie will den Auftrag ohne neue Ausschreibung vergeben, obwohl der Schwellenwert eigentlich überschritten ist.

Alternativen geprüft

«Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Firma Schwendimann», sagt der zuständige Gemeinderat Cesar Lopez (SVP) zur freihändigen Vergabe. Es sei nicht so, dass der Gemeinderat und die zuständige Kommission keine Alternativen geprüft hätten. Man habe darüber diskutiert, die Aufgabe öffentlich auszuschreiben. Aber mehrere Punkte hätten dafür gesprochen, die Zusammenarbeit mit der Schwendimann AG zu verlängern.

«Die Firma ist ein sehr guter Partner, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt», sagt Lopez. Das habe auch ein Vergleich mit anderen Gemeinden (Benchmark) gezeigt. Nicht zuletzt spielten auch ökologische Gründe mit. Bei einer ortsansässigen Firma seien dieTransportwege kurz. Gegen die freihändige Vergabe ist bisher keine Beschwerde eingegangen. Die Frist ist in diesen Tagen abgelaufen.

Minimale Anpassungen

Der Preis bleibt mit 1,1 Millionen Franken pro Jahr gleich. Der Entscheid liegt in der Kompetenz des Gemeinderats, der neue Vertrag muss dem Parlament nicht vorgelegt werden. Die Leistungsvereinbarung wurden aufgrund der Erfahrungen nur minimal an Vertrag ohne Ausschreibung verlängert gepasst. «Der Bürger wird von diesen Änderungen nichts merken», sagt Geschäftsleiter Matthias Schwendimann. Er ist froh, dass die Gemeinde mit der Arbeit zufrieden ist und den Vertrag verlängert hat.

Das Führen des Werkhofs Münchenbuchsee ist für die Schwendimann AG einer der wichtigsten Einzelaufträge und entspricht vier bis maximal zwölf Arbeitsplätzen (im Winterdienst). Die Kehrichtabfuhr ist darin nicht inbegriffen. «Das ist ein separater Vertrag», sagt Schwendimann. In diesem Bereich hätten die Gemeinden Zollikofen und Münchenbuchsee einen gemeinsamen Vertrag mit der Schwendimann AG.



Ein Artikel aus der 
hus, Berner Zeitung BZ)

 
29.06.2015

BZ-Artikel: Altersheime privatisieren

«Einen Betrieb im Altersbereich zu führen, braucht immer mehr Kenntnisse», so Hans Gamper, Präsident des von fünf Gemeinden getragenen Fürsorgeverbandes Münchenbuchsee. (Bild: zvg)
Die Beispiele Münchenbuchsee und Zollikofen bestätigen den Trend: Öffentliche Heime schliessen sich vermehrt Firmen an, die sich auf den Altersbereich spezialisiert haben. Unternehmen wie Domicil oder Senevita profitieren.

Das Gebäude hat eine Sanierung nötig. Der Platz wird knapp. Und dann steht der Wunsch der Politik nach dem Bau von altersgerechten Wohnungen im Raum, die bei Bedarf auch Dienstleistungen in Pflege und Haushalt bieten. «Einen Betrieb im Altersbereich zu führen, braucht immer mehr Kenntnisse», stellt Hans Gamper fest – und erklärt so den Schritt, den das Alters- und Pflegeheim Weiermatt in Münchenbuchsee vor gut einem Jahr gemacht hat.

Gamper ist Präsident des von fünf Gemeinden getragenen Fürsorgeverbandes Münchenbuchsee, der das Heim jahrelang als sogenannte selbstständige Anstalt geführt hat. Die steigenden Anforderungen, fährt Gamper fort, äusserten sich auf ganz verschiedenen Ebenen. Im pflegerischen Bereich genauso wie im wirtschaftlichen, dazu würden die Ansprüche der Bewohner und ihrer Familien steigen, kurz: «In dieser Situation beschlossen wir, den Betrieb an ein spezialisiertes Unternehmen zu übertragen.»

Obenaus geschwungen hat im Ausschreibeverfahren die Domicil Bern AG. Sie hat den Betrieb und mit ihm im Baurecht auch die Gebäude übernommen. Das Land dagegen blieb beim Fürsorgeverband, der so das Heft nicht völlig aus der Hand gab. «Wir wollten sicherstellen, dass das Angebot der Region längerfristig erhalten bleibt», sagt Gamper.

1995 in der Stadt Bern

Der Fürsorgeverband Münchenbuchsee befindet sich mit seinem Entscheid in bester Gesellschaft. Domicil-Direktor Heinz Hänni stellt es fest, und er tut dies nicht zuletzt mit einem Blick in die eigene Geschichte.
Vor zwanzig Jahren standen seine Heime vor demselben Problem, «uns fehlten die professionellen Managementstrukturen». Die Lösung brachte Domicil: Der Verein für das Alter Stadt Bern, der Verein zur Betreuung Betagter Bümpliz und die Stadt selber spannten zusammen. Im grösseren Rahmen, so die Überlegung, liesse sich nicht nur das geforderte Umfeld schaffen. Auch die steigenden Kosten wären besser tragbar.

Wie sehr diese Idee noch heute gerechtfertigt ist, illustriert Hänni an einem aktuellen Beispiel. Erst auf Neujahr hin erliess der Kanton strengere Auflagen für die heimeigenen Apotheken. Im Verbund konnten es sich die zu Domicil gehörenden Häuser leisten, für diese Aufgabe halbtags eine Apothekerin anzustellen.

Wachstum im Kanton

Domicil ist auf zwei Ebenen organisiert. Die Stadt und die beiden einstigen Trägervereine haben sich im neuen Verein Domicil gefunden und diesem die Heimliegenschaften aus den Anfängen übertragen. Neben ihm geschäftet die Domicil Bern AG, die für den Betrieb verantwortlich ist.

Sie führt auch Häuser anderer Trägerschaften wie eben jenes in Münchenbuchsee, dazu kommen eigene Neueröffnungen – aus den 14 Standorten, die die drei Partner 1995 mitgebracht haben, sind mittlerweile deren 20 geworden. Mit 1500 Plätzen gehört Domicil heute zu den grossen Anbietern in der Region Bern.

Und die Expansion geht weiter. Nicht nur in Münchenbuchsee, wo Domicil für 25 Millionen Franken die Zahl der Pflegeplätze auf knapp 100 verdoppeln und altersgerechte Wohnungen bauen will. «Wir möchten bis in fünf Jahren um 300 Plätze wachsen», erklärt Hänni. Das entspricht vier bis fünf neuen Häusern in einem Gebiet, das über die Region Bern hinaus den ganzen deutschsprachigen Kantonsteil umfasst. Genauer wird Hänni nicht, er lässt nur noch durchblicken, dass er auch wieder mit einer Gemeinde im Gespräch ist.

Sprung nach Zollikofen

Von einem Trend hin zu grösseren Heimbetrieben spricht auch Hannes Wittwer. Als Direktor der Senevita AG vertritt er eine Firma, die nicht aus öffentlichen Institutionen hervorgegangen ist. Entstanden ist sie vor fünfundzwanzig Jahren auf private Initiative in Wabern, und in diesem privatwirtschaftlichen Umfeld ist sie geblieben: Senevita gehört heute zur französischen Orpea-Gruppe mit europaweit über 500 Standorten. In der Schweiz sind es aktuell deren 18.

«Wir haben immer wieder Anfragen von Gemeinden», fährt Wittwer fort und spricht davon, dass Senevita nicht zuletzt daher so kontinuierlich wachsen kann. Einen wichtigen Schritt steht der Firma 2017 oder 2018 mit der Eröffnung eines Zentrums in Zollikofen bevor.

Im neuen Betrieb wird sie neben 70 neuen auch die 100 Betten des gemeindeeigenen Betagtenheims führen, das gleich anschliessend seinen Betrieb einstellt. Zollikofen hat diesem Deal schon vor fünf Jahren an der Urne zugestimmt. Die Gemeinde kommt so um happige Sanierungskosten an der eigenen Heimliegenschaft herum.

Nahe beim Dorf

Bei alledem gibt es noch immer Gemeinden, die gegen den Strom schwimmen. Bremgarten etwa hat sich vor vier Jahren bewusst für den Alleingang entschieden. Die Gemeinde hatte das Heim bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit der Stadt Bern geführt. Als diese 2011 ausstieg, dachte der Gemeinderat ebenfalls über einen Anschluss an eine grössere Institution nach. Am Ende entschied er sich dennoch dagegen, «weil wir dem Dorf nahe bleiben wollen», wie es Gemeindepräsident Andreas Kaufmann (GLP) formuliert.

Mit einem entsprechend zusammengesetzten Verwaltungsrat sei die Professionalität trotzdem garantiert, so Kaufmann. Neben Vertretern von Gemeinderat und Dorf sässen auch Leute im Gremium, die bauliches, juristisches und pflegerisches Wissen mitbrächten.

 
Ein Artikel aus der 
Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)

29.06.2015

4. bis 5. Juli: Verkehrserschwerung / Verkehrssperrung Industriestrasse

Die Gemeinde Münchenbuchsee plant die Sanierung und die Anpassung der Strassenentwässerung inkl. Belagsarbeiten in der Industriestrasse im Bereich der Unterführung SBB (rot markierter Bereich im unten abgebildeten Situationsplan).

Für die Deckbelagsarbeiten ist eine Vollsperrung von rund 20 Stunden vorgesehen (voraussichtlich Samstagnachmittag/-nacht). Während der Vollsperrung wird für PWs und Lieferwagen die Umfahrung via Unterführung Schützenstrasse/Eichenweg (Durchfahrtshöhe 3.50m) vorgesehen. Für LKWs wird die Umleitung via Unterführung Länggasse unter der Nationalstrasse N01 (Durchfahrtshöhe mind. 4.10m) in Richtung Ittigen empfohlen.

Die grossräumige Umleitung ist im Situationsplan (unten) dargestellt. Bitte beachten Sie zudem die Anweisungen des Verkehrspersonals.

Der Langsamverkehr kann die Baustelle in der parallel zur Industriestrasse verlaufenden Personenunterführung jederzeit ungehindert passieren.

Termine / Dauer:
Vollsperrung: von 04.07.2015 10:00 Uhr bis 05.07.2015 06:00 Uhr
Allfälliges Verschiebedatum Vollsperrung: von 11.07.2015 10:00 Uhr bis 12.07.2015 06:00 Uhr

Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis für die unumgängliche Verkehrserschwerung.


Bauherr: Planung und Bauleitung:
Einwohnergemeinde Münchenbuchsee          
Bauabteilung, Ressort Tiefbau
Bernstrasse 12
3053 Münchenbuchsee

Ansprechperson:
Herr Hansueli Weber
Tel. 031 868 82 22
weber.h@muenchenbuchsee.ch
Basler & Hofmann West AG
Industriestrasse 1
3052 Zollikofen



Ansprechperson:
Herr Mauro Grünenfelder
Tel. 031 544 24 49
mauro.gruenenfelder@baslerhofmann.ch

Situationsplan

26.06.2015

Fraubrunner-Anzeiger Artikel: Geselligkeit und gute Musik

Die Village Street Band aus Münchenbuchsee belohnte die Besucher ihres Gartenfestes mit toller musikalischer Unterhaltung. (Bild: Dorothea Portmann)

Alljährliches Gartenfest der Village Street Band aus Münchenbuchsee


Trotz nicht gerade idealem Gartenfestwetter trafen sich am letzten Samstag die Bandmitglieder der Village Street Band und ihre eingefleischten Fans und Weggefährten zum Fest beim Probelokal. Gute Musik, Gluschtigs vom Grill mit Risotto und selbergemachte Desserts machten den Erfolg des Festes auch dieses Jahr aus.

Das Gartenfest der Village Street Band (VSB) gibt Anlass dazu, auf die Geschichte dieser Big Band Formation aus Münchenbuchsee zurückzublicken. Was heute nämlich als Gartenfest gefeiert wird, war 1993 schlicht die Einweihungsfeier des neuen Probelokals im ehemaligen Rossstall bei der Familie Brunner an der Hirzenfeldstrasse.

Die Geschichte der VSB reicht noch einige Jahrzehnte weiter zurück: Mitte der sechziger Jahre formierten sich einige junge Männer aus den Reihen der Arbeitermusik Münchenbuchsee zur „Glungge Musig“ und spielten zuerst an privaten, später auch an öffentlichen Anlässen hauptsächlich aus dem Stehgreif. Im Laufe der Jahre pendelte sich die Grösse der Band auf circa 15 Musiker ein.

Um der eher internationalen Musik, die von der „Glungge Musig“ gespielt wurde, Ausdruck zu verleihen, musste ein neuer Namen her: Auf einem Flug von Washington nach Los Angeles im Jahr 1981 kreierten der damalige Bandleader Hans Friedrich und Walter Imhof schliesslich den Namen „Village Street Band“. Anschliessend wurde Mitte der achtziger Jahre das Spielen aus dem Stehgreif durch Arrangements ergänzt und so das Repertoire erweitert.

Ein nächster Meilenstein in der Bandgeschichte, nebst dem Auftritt 1990 in San Diego anlässlich des West Coast Swiss Singing Festivals, war der Umzug 1993 vom Probelokal in der Unterhalle des Oberen Schulhauses in Münchenbuchsee in das neue, eigene Lokal auf dem Hof der Familie Brunner an der Hirzenfeldstrasse – ein Riesenglück sind sich die Bandmitglieder einig. Durch den Umzug wurde es möglich, die Proben von Samstagmorgen auf Montagabend zu verlegen. „Eigentlich probt keine Musikgesellschaft oder Band an einem Montagabend“, erklärt Beatrice Brenzikofer, VSB-Mitglied seit über 20 Jahren und Organisatorin des Gartenfestes. „Aber da unsere Bandmitglieder fast alle noch in anderen Gesellschaften oder Bands spielen, haben wir uns auf den Montag geeinigt.“

Ein Jahr nach dem Umzug tritt die VSB am North American Swiss Singing Festival in Ottawa auf, 1999 folgt der Auftritt als Unterhaltungsorchester am Pacific Coast Swiss Singing & Yodeling Festival in Salt Lake City. „Das Beste am Reisen mit der Band im Rahmen der Auslandauftritte ist der grosse Zusammenhalt, den man dabei spürt“, antwortet Beatrice Brenzikofer auf die Frage nach einem Highlight. Dieser Zusammenhalt und die Geselligkeit wurden bei der Gründung des Vereins Village Street Band im Jahr 2002 dann auch in den Statuten als Zweck des Vereins - noch vor dem Betrieb eines Unterhaltungsorchesters – aufgeführt.

Im Probelokal der VSB zeigt mir Beatrice Brenzikofer die gerahmten Fotos der zahlreichen Auslandauftritte: In Thailand, in Südafrika, auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer und immer wieder in den USA. „Ganz speziell war die Teilnahme am Umzug anlässlich der 300-Jahr-Feier von New Bern (North California).“, erinnert sich Beatrice Brenzikofer. „Der Umzug war 10 Meilen lang und wir haben auf einem fahrenden Truck in Dauerschleife vier Lieder gespielt.“

Die Besucher des Gartenfestes kamen in den Genuss von mehr als nur vier Liedern der Village Street Band, zudem lockten feines Grillgut, Risotto und Süsses zum gemütlichen Verweilen ein.

Die VSB ist eine Big Band Formation, die in Münchenbuchsee beheimatet ist. Die momentan 15 Bandmitglieder sind zwischen 16 und 75 Jahre alt und suchen aktuell noch zwei Posaunisten zur Komplettierung ihrer Band. Geprobt wird jeweils am Montagabend. Bei Interesse melden Sie sich bei Traugott Kohli, Präsident unter 031 839 51 79.


Ein Artikel aus dem "fraubrunner anzeiger"
Text und Fotos: Dorothea Portmann
Nicht nur musikalische, sondern auch kulinarische Leckerbissen wurden serviert. (Bild: Dorothea Portmann)
Gemütliches Beisammensein am Gartenfest der Village Street Band (Bild: Dorothea Portmann)
18.06.2015

Bund-Artikel: «Das Fasten ist eine Reinigung der Seele»

Für Merljinda und Amir Mustafi stellt der Ramadan keinen Zwang dar. Im Gegenteil: Sie freuen sich mit ihren Kindern Rebian und Ambera auf die bevorstehende Fastenzeit. Bild: Adrian Moser

Heute feiern Muslime auf der ganzen Welt den Beginn des Ramadan. Für Familie Mustafi in Münchenbuchsee ist der Fastenmonat eine ganz besondere Zeit. Es gehe um viel mehr als ums Hungern, sagt Amir Mustafi beim ersten Besuch. Der Verzicht soll die Beziehung zu Allah festigen.


Es ist wie Adventszeit und Weihnachten, ein langes Warten auf das grosse Fest. «Wir sind dankbar, dass wir einen weiteren Ramadan feiern dürfen», sagt Merljinda Mustafi. Sichtlich erfüllt von Vorfreude, beantworten sie und ihr Mann Amir die Fragen zum Fastenmonat der Muslime und dem Feiertag Bayram. Ambera, die elfjährige Tochter, hört aufmerksam zu. Oder dann verschwindet sie, um nach Rebian, ihrem Bruder zu sehen. Der Vierjährige taucht nur ab und zu auf, um ein Guetzli zu holen.

Doch bis zu Bayram, dem Fest des Fastenbrechens, stehen nun 29 Tage Fasten bevor – ab heute. Wer im Ramadan fastet, isst nur am Morgen früh und erst am Abend wieder. Die Zeiten sind – gemäss geografischer Position – exakt vorgegeben (siehe unten). Für Bern ist die Fastenzeit heute zwischen 3.42 und 21.39 Uhr festgelegt. Auf dem Tisch der Familie Mustafi liegt ein Blatt Papier, auf dem die Zeiten für jeden Tag des Ramadan aufgeschrieben sind.

Während der Fastenzeit sind Essen, Trinken, aber auch Rauchen oder Geschlechtsverkehr verboten. Am Abend folgt das tägliche gemeinsame Fastenbrechen, Iftar. «Man lädt immer Leute ein oder wird selber eingeladen», sagt Merljinda Mustafi. Die Familie, die bis vor acht Monaten in Leukerbad lebte, wohnt jetzt in Münchenbuchsee. Das Paar stammt aus Mazedonien, der Walliser Dialekt ist aber nicht zu überhören. Im Wallis leben auch die Eltern und Geschwister von Merljinda Mustafi. «Während des Ramadan feierten wir am Abend immer gemeinsam», sagt sie.

Ausnahmen für Kinder und Alte

Zur Fastenzeit gehöre das Schenken. Beschenkt würden vor allem Kinder und ältere Leute, sagt Amir Mustafi. Merljinda Mustafi belohnt ihre Tochter während des Fastenmonats mit kleinen Geldbeträgen oder neuen Kleidern, um sie zum Fasten zu motivieren. «Am schönsten ist es aber, wenn man von Allah belohnt wird», sagt sie. Zwar gibt es für Kinder, ältere Menschen, Kranke, Schwangere oder Reisende Ausnahmen vom Fasten. Aber Ambera macht bereits eifrig mit. «Wenn andere ein Eis essen, ist es nicht einfach», sagt sie und lächelt. Im vergangenen Jahr habe ihre Tochter bereits 21 Tage lang gefastet wie eine Erwachsene, sagt die Mutter stolz. Sie habe früh angefangen, Ambera ans Fasten zu gewöhnen. «Mit acht Jahren fastete sie nur bis Mittag.» Das Mädchen selber sagt, dieses Jahr werde sie versuchen, den ganzen Ramadan durchzuhalten – «ich probiere es». Sie esse in der Pause ohnehin nie viel. Einen allzu grossen Druck wollen die Eltern der Tochter aber nicht auferlegen, wie sie sagen. Wenn Ambera den ganzen Tag Schule oder Turnen habe, könne sie das Fasten durchaus brechen.

So weit kann es auch für Erwachsene kommen. Ihm sei das schon passiert, sagt Amir Mustafi, der als Sanitärinstallateur arbeitet. «Auf der Baustelle habe ich einmal gemerkt, dass es einfach nicht mehr geht.» Selbstverständlich habe er das nicht an die grosse Glocke gehängt, aber tragisch sei es nicht. Schliesslich sei es nicht der Zweck des Fastens, den Menschen zu schaden. «Der Islam will, dass die Menschen gesund sind.» Amir Mustafi spricht von Toleranzen, was die Zeiten betrifft, und von Kompensationsmöglichkeiten. «Jede Ausnahme muss aber einen triftigen Grund haben», sagt er. Das Stillen eines Säuglings sei zum Beispiel ein solcher Grund.

Auch Merljinda Mustafi, die im Wallis 15 Jahre lang in einer Migros-Filiale arbeitete, hat mehrmals erfahren, wie schwierig fasten sein kann: «Ich musste am Morgen immer Gipfeli ins Regal legen», sagt sie und lächelt vielsagend. Trotzdem: Auch wenn es für Aussenstehende nach harter Entbehrung aussehe, so sei es doch machbar, tagsüber nichts zu essen und zu trinken. «Der gläubige Muslim schafft das», sagt Amir Mustafi.

«Für mich ein Redbull geöffnet»

Anders als in Mazedonien sind sie als fastende Muslime hierzulande in der Minderheit. Während es dort für viele Gläubige dazu gehört, während des Ramadan reduziert zu arbeiten, behelfen sich hier manche mit Ferien. Auch Amir Mustafi nimmt gegen Ende des Ramadan zwei Wochen Ferien.

Über ihre Schweizer Arbeitskollegen sind beide des Lobes voll. Diese hätten sich immer sehr rücksichtsvoll verhalten. «Als wir einmal im Firmenbus unterwegs waren, hat mein Kollege, der am Steuer sass, für mich ein Redbull geöffnet», sagt Amir Mustafi. Als er abgelehnt habe mit der Begründung, er faste, habe der Kollege sein Getränk ebenfalls weggestellt. Seine Kollegen hätten auch darauf verzichtet, im Bus zu rauchen, weil sie wussten, dass er während des Ramadan tagsüber nicht rauche. Man müsse aber auch aufpassen, sagt Merljinda Mustafi, dass Nichtmuslime sich nicht eingeschränkt fühlten. «Sie sollen in den Pausen in Ruhe essen können.» Aus diesem Grund habe sie ihre eigene Pause manchmal vor oder nach der Pause der Arbeitskolleginnen gemacht.

Merljinda Mustafi hat noch keine neue Arbeitsstelle gefunden. Deshalb werde sie in diesem Ramadan erst recht Zeit dafür haben, jeden Tag frische Lebensmittel einzukaufen. Für das Fastenbrechen am Abend koche sie das, worauf sie, ihr Mann und ihre Tochter gerade Lust hätten. «Trotz Heisshunger darf man nicht zu schnell essen», sagt sie. Auch mit dem Trinken von kaltem Wasser müsse man nach einem langen Fastentag vorsichtig sein – «sonst bekommt man Magenschmerzen.»

«. . . dann bleibt nur der Hunger»

Viel wichtiger aber als all die Regeln und Vorschriften sind für die gläubigen Mustafis ohnehin die Fragen, welche die Verbundenheit mit Allah betreffen. Diese sei im Ramadan besonders gross. «Für uns ist Fasten eine Reinigung, aber nicht eine rein körperliche, sondern vor allem eine seelische», sagt Amir Mustafi. Man müsse in dieser Zeit hilfsbereiter und sozialer sein als sonst – und ein Beispiel für andere. «Und man muss auf seinen Mund aufpassen.» Man sollte nicht schimpfen und niemanden beleidigen.

Ursprünglich hatte die Familie Mustafi geplant, während des Ramadan zwei Wochen nach Mazedonien zu reisen. Daraus wird nun leider nichts. Ein bisschen scheinen es Amir und Merlijnda Mustafi, die der Moschee in Langenthal angehören, doch zu bedauern. In Mazedonien wären die Moscheen ganz in der Nähe, sagt sie, und die Minarette seien wunderschön mit Lichtern dekoriert – «es ist ähnlich, wie hier an Weihnachten». «Und die Lebensmittelläden haben bis Mitternacht geöffnet», sagt er. Aber wie dem auch sei: Der Ramadan sei eine besinnliche Zeit und Bayram ein wichtiges religiöses Fest. «Wenn man fastet, ohne mit Gott zu sein, bleibt nur der Hunger», sagt Amir Mustafi.

Islam in Bern
Die Anschläge von Paris und Kopenhagen zu Beginn dieses Jahres haben aufgeschreckt und die Frage aufgeworfen, was diese im Namen Allahs begangenen Verbrechen mit dem Islam zu tun haben. Die Bern-Redaktion nimmt die Ereignisse zum Anlass, mit Muslimen zu reden, die unsere Nachbarn sind, statt nur über den Islam zu schreiben. Der «Bund» berichtet in loser Folge über ihre Alltagsrealität, die meist unspektakulär ist, den nichtmuslimischen Bewohnern der Schweiz aber oft verborgen bleibt. (lok)

Mondkalender
Wie der Ramadan wandert
Die vierzigtägige Fastenzeit der Christen ist terminlich ans Osterfest gekoppelt und damit an den Frühlingsvollmond. Sie findet dadurch immer ungefähr im gleichen Zeitraum des Jahres statt. Anders der Ramadan. Der Fastenmonat ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Weil ein Mondumlauf rund 29,5 Tage dauert, fehlen nach zwölf Mondmonaten gegenüber dem Sonnenjahr rund elf Tage. Das heisst: Der Ramadan rutscht im Kalender jedes Jahr um diese elf Tage nach vorne und kann daher in jeder Jahreszeit stattfinden. Um einmal durchs ganze Jahr zu wandern, benötigt der Ramadan etwas mehr 30 Jahre.

Weil Beginn und Ende der täglichen Fastenzeit im Ramadan an den Aufgang und den Untergang der Sonne gebunden sind, ergibt sich eine weitere Besonderheit: Die effektive tägliche Dauer des Fastens variert je nach Position auf der Erdkugel erheblich. Liegt der Ramadan in der Jahresmitte wie jetzt, verlängert sich die Fastenzeit auf der Nordhalbkugel gegen Norden hin und den Tageslängen folgend immer mehr. In Oslo beispielsweise dauert sie heute von 2.20 bis 22.43 Uhr – während Muslime in Nairobi, das praktisch auf dem Aequator liegt, über sechs Stunden weniger lange durchzuhalten brauchen.

Gelöst wurde mittlerweile das Problem für Muslime, die oberhalb des Polarkreises leben, wo die Sonne im Sommer während einiger Wochen überhaupt nicht untergeht – ganz im Norden von Norwegen beispielsweise. Sie richten sich in ihrem Fasten nach den Zeiten von Mekka. (db)

«Respect» – Iftar Dialog zum Fastenbrechen
Feiertage bieten die Gelegenheit, Angehörige anderer Religionen am eigenen Glauben teilhaben zu lassen. Religiöse Dachverbände von jüdischer und muslimischer Seite, die eidgenössische Fachstelle für Rassismus bekämpfung und weitere Vereinigungen haben 2012 das Projekt «Respect: Muslim- und Judenfeindlichkeit gemeinsam überwinden» ins Leben gerufen. Die gegenseitigen Besuche zu den Feiertagen sollen den Dialog fördern und Missverständnisse abbauen. Iftar, das islamische Fastenbrechen, eignet sich besonders gut für eine Dialogveranstaltung, da auch die jüdische Tradition das Fasten kennt. Anlässe der «Respect»-Reihe fanden schweizweit schon an mehreren Orten statt. So gab es in Bern einen Respect-Seder – Seder ist der Vorabend des jüdischen Pessachfests. Diesmal stehen Ramadan und Iftar, das Fastenbrechen, im Vordergrund. Die Veranstaltung richtet sich an muslimische und jüdische Menschen. «Respect – Iftar», So, 21. Juni, 21 Uhr, Thoracherhus der Kirchgemeinde Muri-Gümligen, Kranichweg 10, (Anmeldung bis 19. 6. bei Tel 044 721 10 50 oder respect@ncbi.ch. (mdü)

Ein Artikel aus dem
(Anita Bachmann, Dölf Barben, Der Bund)
17.06.2015

Am Donnerstag, 25. Juni 2015: fgb Triathlon

Am Donnerstag, 25.06.2015, findet von 08:30 bis ca. 12:30 Uhr in Münchenbuchsee und Umgebung der Triathlon des Gymnasium Neufeld statt. Ausweichdatum ist Freitag, 26.06.2015.
 
Die Start- und Wechselzone befindet sich beim Sportzentrum Hirzenfeld. Daher ist in diesem Bereich besondere Vorsicht geboten.
 
Neuralgische Verkehrspunkte werden durch Verkehrsposten gesichert.
 
Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis und bitten diese, auf die Sportler besondere Rücksicht zu nehmen.
Klicken Sie auf die Bilder um sie zu vergrössern.
15.06.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsees Stromversorgung wird zur AG

Die Elektrizitätsversorgung wechselt das «Kleid». Die Gemeinde behält aber auch nach dem klaren Ja zur neuen Rechtsform die Kontrolle.

«Nun können wir uns optimal ausrichten und erhalten im Hinblick auf die zunehmende Liberalisierung im Strommarkt die nötige Handlungsfreiheit», sagt Gemeinderat Cesar Lopez (SVP). Er spricht von einem «sehr erfreulichen» Ergebnis. Die Überführung der Elektrizitätsversorgung in eine Aktiengesellschaft wurde in Münchenbuchsee mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 84,1 Prozent beschlossen. 2297 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten Ja, 433 legten ein Nein in die Urne.

Bisher war die Stromversorgung ein unselbstständiges Gemeindeunternehmen. Münchenbuchsee wird Alleinaktionärin der neuen AG, das heisst, die Aktiengesellschaft ist zu 100 Prozent im Eigentum der Gemeinde. «Die Kontrolle durch die Politik wird auch in Zukunft sehr hoch sein», sagt Lopez. «Wir wechseln nur das Kleid.» So wird der Gemeinderat mit ein oder zwei Personen im Verwaltungsrat vertreten sein, die übrigen Mitglieder werden von ihm gewählt. Zudem erarbeitet er eine Eigentümerstrategie, die im Herbst dem Grossen Gemeinderat, dem Parlament, vorgelegt wird. Letztlich bestimmt also das Parlament, wie weit die unternehmerische Freiheit gehen soll. Im März stimmte der Grosse Gemeinderat der neuen Rechtsform mit 37 zu 0 Stimmen zu.

Strompreise bleiben unverändert

Die rechtlichen Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Tarife für die Kundinnen und Kunden. Der Gemeinderat sei optimistisch, sagt Lopez, dass das Unternehmen mittelfristig dank der grösseren Flexibilität und der Professionalisierung besser wirtschaften könne. Ungefähr gleich bleibt auch die finanzielle Abgeltung an die Gemeinde. Diese beträgt weiterhin rund eine Million Franken jährlich. Die Änderungen werden auf Anfang 2016 umgesetzt. Ab diesem Datum wird die Elektrizitätsversorgung neu Energie Münchenbuchsee AG heissen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
12.06.2015

BZ-Artikel: Finanzchef hinterlässt Lücke

Die Gemeinde sucht weiterhin einen neuen Finanzverwalter. Die Vakanz wird mit internen Anpassungen aufgefangen.

Vor gut einem Jahr stand Münchenbuchsee ohne Budget da. Bald droht der Gemeinde im Bereich Finanzen wieder etwas Wichtiges respektive jemand Wichtiges zu fehlen. Ende Monat verlässt der aktuelle Finanzverwalter Bruno Steiner die Gemeinde in Richtung Lyss. Der Posten konnte bis jetzt nicht neu besetzt werden. Die Gemeinde hat die Stelle jetzt ein zweites Mal ausgeschrieben.

Auf das erste Stelleninserat sind nur vereinzelte Bewerbungen eingegangen, antwortet Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). Keiner erfüllte jedoch die Anforderungen in allen Punkten. Deshalb hat die Gemeinde nun weitere Stelleninserate geschaltet. Nicht in Betracht gezogen wurde ein Auftrag an einen Headhunter. Münchenbuchsee wolle nicht Personen bei anderen Gemeinden der Region abwerben. Man bevorzuge es, wenn sich Kandidierende aus eigenem Antrieb melden. Es sei zudem nicht ungewöhnlich, wenn für eine solche Kaderposition eine erneute Ausschreibung notwendig wird.

Die Aufgaben in der Abteilung Finanzen/IT werden in den nächsten Monaten intern überbrückt. Angestellte sind bereit, ihr Pensum kurzfristig zu erhöhen. Zurzeit ist es nicht vorgesehen, Leistungen extern einzukaufen. Kurz- und mittelfristig könnten solche Aufträge sehr punktuell erfolgen und im Bereich der Kompetenz der Finanzkommission respektive des Gemeinderats liegen.

Die Gemeinde Münchenbuchsee betont, dass die Vakanz weder den Budgetprozess noch die Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 gefährde. In der Finanzabteilung ist das nötige Know-how vorhanden. Der abtretende Finanzverwalter Bruno Steiner und die Mitarbeitenden haben die Weichen dafür bereits gestellt.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
08.06.2015

BZ-Artikel: In Buchsi gibt es 12 neue Kita-Plätze

Kita-Leiter Peter Surbeck (Bild: zvg.)
Ende September eröffnet der Verein Sunneschyn eine Kindertagesstätte mit 12 Plätzen. Die Gemeinde wird das neue Angebot unterstützen, dank Subventionen des Kantons.

Die Nachfrage ist gross, das Angebot knapp. Wer in Münchenbuchsee sein Kind in einer Kita anmeldet, muss lange auf einen freien Platz warten. Die Gemeinde verfügt nur über 26 subventionierte Plätze. Deshalb hat sie bereits Anfang Jahr beim Kanton ein Gesuch für 18 zusätzliche Plätze eingereicht. 14 davon habe der Kanton jetzt bewilligt, sagt der zuständige Gemeinderat Peter Stucki (GFL).

Bewilligung in Aussicht

Ein Interessent für subventionierte Plätze ist da: der Verein Sunneschyn. Dieser wird Ende September im Zentrum von Münchenbuchsee eine Kita mit 12 Plätzen eröffnen. Der Verein betreibt in der Lätti (Gemeinde Rapperswil) bereits eine Kita mit 32 Plätzen. «Mit dem neuen Angebot reagieren wir auf die grosse Nachfrage in Münchenbuchsee», sagt Kita-Leiter Peter Surbeck. Das kantonale Jugendamt habe die Betriebsbewilligung in Aussicht gestellt, so der Sozialpädagoge. Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache wird die Mittagessen liefern.

Die Kita wird in einem zweistöckigen Gebäude hinter dem Restaurant Bären eingerichtet und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Zum Gebäude gehört ein kleiner Garten. In den nächsten Monaten werden die Räumlichkeiten angepasst. Diese Investitionen finanziert der Verein über Eigenmittel.

Dank an Initianten

«Wir sind froh, dass etwas passiert», sagt Peter Stucki zum Vorhaben des Vereins Sunneschyn. Er treffe nächste Woche den Vereinspräsidenten, um über die Unterstützung zu sprechen. Die Gemeinde werde sicher Plätze in der neuen Kita subventionieren. Die Anzahl sei offen, denn es sei noch ein anderer Anbieter in den Startlöchern. Die Kita Sunneschyn ist eine private Institution mit christlichem Hintergrund. «Wir arbeiten aber unabhängig von Kirchen und Freikirchen», erklärt Peter Surbeck. Die Kita sei offen für alle Kinder, unabhängig von Nationalität und Religion. Er betont dies, weil die neuen Räumlichkeiten direkt neben jenen des Evangelischen Gemeinschaftswerks liegen.

www.sunneschyn.net

Ein Artikel aus der
Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
04.06.2015

BZ-Artikel: Auch Mädchen wollen kicken

Mädchen eifern ihren Vorbildern nach: Tamara Reuteler mit dem Messi-Shirt spielt einen Pass. (Bild: Iris Andermatt)
Auf dem Weg zu Fussballstars: 30 Mädchen und junge Frauen haben das Schnuppertraining des SC Münchenbuchsee besucht. Die meisten zeigen Interesse, in den neu gebildeten Mannschaften mitzukicken.

Auf dem Trainingsplatz neben dem Schulhaus Schönegg in Münchenbuchsee stehen Fussballstars zuhauf: Ronaldo, Messi, James und Shaqiri dribbeln, spielen Pässe. Lionel Messi ist zwar tatsächlich klein gewachsen, aber hier misst «er» nur etwa 1 Meter 10 und hat lange, blonde Haare. Klar, die Namen der Fussballer stehen auf den Trikots, getragen werden diese von Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren.

«Stoppt den Ball mit dem Innenrist», mahnt Daniel Jordi. Der aktive Fussballer leitet das Schnuppertraining des Sportclubs Münchenbuchsee. Die Mädchen sind eifrig bei der Sache, geben Pässe, umdribbeln Hütchen, versuchen die Bälle zu stoppen. Einzelne sind in Turnschuhen gekommen, andere tragen Fussballschuhe, Beinstulpen – und Leibchen mit dem Namen ihres Lieblingsstars.

«Aufs Tor schiessen ist cool»

Tamara Reuteler trägt das Barcelona-Shirt von Messi. Die Achtjährige spielt schon eine Weile Fussball, zusammen mit Knaben, das ist bei den Jüngeren die Regel. Sie «pässle» gerne, sagt sie, und: «Ufs Goal schiesse isch megacool.» Nur rennen gefalle ihr nicht so, «dann werde ich müde». Den Fussballmädchen ist aber keine Müdigkeit anzumerken. Geübt wird jetzt die Direktabnahme von Pässen. «Stöht e chly wyter usenang», ermuntert Trainer Jordi die Girls. Einige treffen den Ball sicher, andere haben mehr Mühe damit.

«Die Idee für Frauenmannschaften hatten wir zwischen zwei Bieren an einem Spiel von Frauen in Zollikofen», erzählt Luca Ambrosio, der beim Training mithilft. Solche Teams könnte man doch auch in Münchenbuchsee bilden, sagten sich er und seine Kollegen. So organisierte der Club zwei Schnuppertrainings. Die Gelegenheit ist günstig: Frauenfussball ist im Gespräch, weil die Schweizer Nati in Kanada an der WM teilnimmt. Zum ersten Training letzte Woche erschienen 20 Mädchen und Frauen. Etliche kamen diese Woche nochmals, die Teilnehmerzahl schnellte auf 30 hoch. «Wir sind sehr zufrieden» sagt Beat Waldmeier, Projektleiter Juniorinnen- und Frauenfussball beim SCM. Es stehe fest, dass der Club mit zwei Frauenmannschaften in die Meisterschaft starten könne.

Nur Mädchen hat Vorteile

Auf dem Rasenplatz haben die Mädels das Toreschiessen und das Kopfballtraining beendet, jetzt beginnt ein Spielchen. Auch Trainer Daniel Jordi hilft mit. «So, Shaqiri, ein bisschen bewegen», ruft er zwischendurch. Ein anderes Mädchen mit einem James-Leibchen macht ihrem Vorbild Ehre: Es schiesst einen Hattrick. Reto Broder ist Zuschauer und selbst «fussballinfiziert». Seine Tochter Tamara hat das Training letzte Woche besucht. «Ich finde es gut, wenn es Mannschaften für Frauen und Mädchen gibt. So kann etwas heranwachsen.» Das Training gefällt den meisten, auch Juliette Sobari (11) und der gleichaltrigen Elena Wyss. Sie spielen sonst in gemischten Teams. Wars hier anders? «Ja, man kann mehr machen. Die Jungs spielen uns den Ball nicht zu», sagt Juliette. «Und hier», ergänzt Elena, «motzen uns die Giele nicht an.»

Ein Artikel aus der
(Herbert Rentsch, Berner Zeitung BZ)

03.06.2015

Multisport-Schulanlass: Pentathlon vom Dienstag, 9. Juni


Klicken Sie aufs Bild um den Streckenplan zu vergrössern.

Am Dienstag, 09.06.2015, findet in Münchenbuchsee von 09:00 bis ca. 14:00 Uhr der Pentathlon statt. Ausweichdatum ist Donnerstag, 11.06.2015.
 
Es handelt sich um einen Multisport-Schulanlass der Gemeinde Münchenbuchsee, an welchem Schüler verschiedene Sportkategorien ausführen.
 
Neuralgische Verkehrspunkte werden durch Verkehrsposten kontrolliert. Sämtliche Teilnehmer, welche Inlineskating oder Trottinett fahren, sind mit Leuchtwesten oder leuchtfarbigen T-Shirts ausgestattet.
 
Ab der Oberdorfstrasse wird die Einmündung in die Kirchlindachstrasse zwischen ca. 10:00 bis 12:00 Uhr aus sicherheitstechnischen Aspekten temporär gesperrt. Der Verkehr von der Oberdorfstrasse in Richtung Kirchlindachstrasse wird während dieser Zeit über den Lindenweg umgeleitet.  Es wird eine entsprechende Signalisation aufgestellt.
 
Weitere Informationen finden Sie unter http://endurancetrophy.weebly.com.
 
Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis und bitten diese, auf die Schüler besondere Rücksicht zu nehmen.
01.06.2015

Buchsi-Märit vom 13. Juni 2015: Mit neuem Betriebskonzept / Verkehrsmassnahmen

Um die Karte zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.

Um den Buchsi-Märit noch attraktiver zu gestalten, hat sich das Organisationskomitee Buchsi-Märit mit dem Einverständnis des Gemeinderats zu einem neuen Betriebskonzept entschieden. Der alljährliche Buchsi-Märit findet am Samstag, 13.06.2015 statt.
 
Die wichtigsten Änderungen:
  • Die Marktstände werden von 07:00 bis neu 22:00 Uhr betrieben
  • Die Oberdorfstrasse bleibt von der Fellenbergstrasse bis und mit Einmündung Schöneggweg für jeglichen Verkehr von 06:00 bis neu 24:00 Uhr gesperrt
  • Auf der Kreuzung Oberdorfstrasse / Schöneggweg finden neu Attraktivitäten mit und für die Jugend mit den Dorfvereinen statt
 
RBS-Bus:
  • Der Busbetrieb der RBS wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 24:00 Uhr temporär via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerstrasse und Kirchlindachstrasse zum und vom Oberdorf verkehren
  • Die Bushaltestelle „Coop“ wird provisorisch auf den Bodenackerweg verlegt und ist vom Coop via Fussweg „Konsumwägli“ her erreichbar. Die Bushaltestelle „Kirche“ wird provisorisch auf die Kirchgasse (vor Kreisel Fellenbergstrasse) verlegt und ist via Fellenbergstrasse erreichbar. Beide provisorischen Bushaltestellen werden entsprechend beschildert. Die restlichen Bushaltestellen bleiben wie gehabt bestehen.
  • Aufgrund der längeren Fahrroute kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei sämtlichen Bushaltestellen zwischen Zollikofen und dem Oberdorf kommen. Der Anschluss an die S8 in Zollikofen kann nicht jederzeit sichergestellt werden. Planen Sie Ihre Fahrten daher rechtzeitig
 
Privater Fahrzeugverkehr:
  • Der private Fahrzeugverkehr wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 24:00 Uhr temporär umgeleitet
  • Vom Oberdorf wird der private Verkehr von der Oberdorfstrasse via Kirchlindachstrasse, Radiostrasse, Aegelseeweg, Hirzenfeldweg und Kirchlindachstrasse nach Zollikofen umgeleitet
  • Zum Oberdorf wird der private Verkehr von der Bernstrasse via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerweg und Kirchlindachstrasse umgeleitet
  • Das Fahrverbot auf der Radiostrasse und dem Aegelseeweg wird in beiden Richtungen temporär aufgehoben
  • Wegen des Busverkehrs werden in dieser Zeit auf dem Bodenackerweg ab dem Höheweg bis zur Kirchlindachstrasse sowie auf der Löwenstrasse ab der Bernstrasse bis zur Fellenbergstrasse sämtliche blauen Parkfelder temporär aufgehoben
  • Wegen des Busverkehrs besteht auf dem Bodenackerweg ab Einmündung Höheweg bis Einmündung Kirchlindachstrasse Einbahnverkehr
 
Temporäre Aufhebung blaue Parkfelder:
  • Zwischen 06:00 und 24:00 Uhr werden die blauen Parkfelder auf der Löwenstrasse und dem Bodenackerweg wegen des Busverkehrs temporär aufgehoben
 
Sämtliche Massnahmen werden entsprechend signalisiert.
 
Wir danken der betroffenen Bevölkerung für Ihr Verständnis
Um die Karte zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.
28.05.2015

Genehmigung: Schulreglement, 1. Teilrevision

Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 21. Mai 2015 die 1. Teilrevision des Schulreglements genehmigt. Sie hebt alle ihr widersprechenden Bestimmungen und Beschlüsse auf.

Das Reglement tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, auf den 1. August 2015 in Kraft. Dieses kann bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen oder unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Fakultatives Referendum
Dieser Beschluss unterliegt gemäss Art. 29 des Organisationsreglements vom 28. November 2010 dem fakultativen Referendum.
28.05.2015

Genehmigung: Reglement über die Tagesschule, 1. Teilrevision

Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 21. Mai 2015 die 1. Teilrevision des Reglements über die Tageschule genehmigt. Sie hebt alle ihr widersprechenden Bestimmungen und Beschlüsse auf.

Das Reglement tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, auf den 1. August 2015 in Kraft. Dieses kann bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen oder unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Fakultatives Referendum
Dieser Beschluss unterliegt gemäss Art. 29 des Organisationsreglements vom 28. November 2010 dem fakultativen Referendum.
26.05.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee will mehr Kita-Plätze

Das Gemeindeparlament hat einen Vorstoss für einen Ausbau des Betreuungsangebots angenommen.

Lange Warteliste, dringender Bedarf – das waren die hauptsächlichen Argumente im Grossen Gemeinderat von Münchenbuchsee am Donnerstagabend für 18 zusätzliche Betreuungsplätze in Kindertagesstätten. Edith Bucheli Waber (GFL) sagte, das Angebot hinke der Nachfrage hinterher. Mit ihrer Motion verlangte sie, dass der Gemeinderat beim Kanton ein Gesuch für mehr Krippenplätze stellt. Der Gemeinderat unterstützte das Anliegen. Um keine Fristen zu verpassen, wurde das Gesuch bereits eingereicht. Von den Parteien störte sich einzig die SVP am Vorhaben. Zwar sprach sich die Partei grundsätzlich für familienexterne Kinderbetreuung aus, sie wollte aber die Mehrkosten von rund 65 000 Franken jährlich durch Sparmassnahmen an einem anderen Ort kompensieren. Die finanzielle Lage in Münchenbuchsees bleibe angespannt, man solle das Augenmass behalten, sagte André Quaile (SVP). Dass das Gesuch bereits gestellt wurde, bezeichnete Quaile als «gspässig».

Das Parlament nahm den Vorstoss mit 23 zu 8 Stimmen an. Dank mehr Kita-Plätzen könnten die Eltern auch mehr Geld verdienen, so die Überlegung der Mehrheit. Dies führe zu höheren Steuereinnahmen, wodurch sich die Mehrausgaben selber finanzierten.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
26.05.2015

BZ-Artikel: Kasse wird geleert

Die Gemeinde löst Ende Jahr die Spezialfinanzierung Planungsmehrwerte auf. Der Betrag von rund 2,5 Millionen Franken fliesst in die Rechnung und wird für zusätzliche Abschreibungen verwendet. Dies wird die Rechnung ab 2016 um jährlich rund 360 000 Franken entlasten und der Gemeinde mehr Spielraum für Investitionen geben. Die Auflösung steht im Zusammenhang mit dem neu vorgeschriebenen Rechnungslegungsmodell HRM 2, das keine zusätzlichen Abschreibungen mehr erlaubt.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.05.2015

Bund-Artikel: Ein "Monster" verbreitet Furcht im Vorort

Kooperation Zollikofen und Münchenbuchsee haben nicht dieselben Vorstellungen.

Im September 2014 wanderten die Mitglieder der beiden Gemeindeparlamente von Zollikofen und Münchenbuchsee gemeinsam ihre Grenze ab – ein Zeichen für die freundnachbarschaftlichen Beziehungen der Kommunen. In der Folge wurden in beiden Parlamenten fast gleich lautende Postulate mit möglichen Prüffeldern eingereicht. Die Gemeinderäte sollten mit der Aufgabe betraut werden, Formen der Zusammenarbeit zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Zollikofen und Münchenbuchsee pflegen bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Sportzentrum Hirzenfeld oder beim Zivilschutz.

In Zollikofen bekam das Parlament am Mittwochabend jedoch kalte Füsse. Plötzlich wurden Bedenken laut. Aus den Reihen der SVP hörte man Worte wie «Monsterpostulat» oder «Wunschbedarf». Man fürchtete allfällige Kosten und eine «Dauerbeschäftigung» für die Administration. Einen Rückzieher machten BDP und CVP: Obwohl sie das Postulat unterschrieben hatten, sprachen sie sich nun dagegen aus. Die Zusammenarbeit funktioniere ja schon, hiess es etwa. So wurde das Postulat in Zollikofen ganz knapp mit 16 zu 17 Stimmen abgelehnt, die SP warnte vergeblich, man müsse aufpassen, dass man Münchenbuchsee durch die Zurückweisung nicht brüskiere.

In Münchenbuchsee liess man sich durch das Nein aus Zollikofen nicht entmutigen. Man rätselte jedoch ein wenig, was den Ausschlag für das hauchdünne Nein gegeben haben mochte. Eine eher unwahrscheinliche Vermutung besagte, Zollikofen habe eine allfällige Kostenbeteiligung am geplanten Froschweiher im Buchsiwald gescheut. Der Weiher soll Amphibienmassaker auf der Kirchlindachstrasse verhindern. Item. Der Grosse Gemeinderat von Münchenbuchsee schaute die Sache nicht nur aus der Froschperspektive an und stimmte dem Postulat am Donnerstag ohne Gegenstimmen zu. Hier unterstützte auch die SVP den Vorstoss, man hatte «nachverhandelt», damit alle dahinterstehen konnten.

«Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinderäten wird weitergehen, wir treffen uns regelmässig und diskutieren miteinander», sagte Gemeindepräsident Elsbeth Maring-Walther (SP). Das Nein aus Zollikofen bedeutet demnach nicht, dass sich ein eiserner Vorhang zwischen den Gemeinden niedersenkt. Denn auch der Gemeinderat von Zollikofen bleibt dem Nachbar verbunden. In der Antwort auf das Postulat versicherte er glaubhaft, dass die Zusammenarbeit bereits seit Jahr und Tag zum «courant normal» gehöre und auch weiterhin gepflegt werde.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
26.05.2015

BZ-Artikel: Parlament sagt "Jetzt erst recht"

Das Parlament hat ein Postulat einstimmig überwiesen, das eine stärkere Zusammenarbeit mit Zollikofen verlangt. Trotz eines Korbes aus dem Parlament des Nachbarn.

Thomas Scheurer (GFL) konnte seine vorbereitete Rede in den Papierkorb werfen. Als Erstunterzeichner durfte er im Grossen Gemeinderat (GGR) etwas zu einem überparteilichen Postulat sagen, das Vorschläge für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Münchenbuchsee und Zollikofen macht. Doch 24 Stunden zuvor hatte das Parlament in Zollikofen das gleich lautende Postulat knapp abgelehnt. Thomas Scheurer appellierte an das Parlament, den Vorstoss einstimmig anzunehmen. Damit sollten die Parlamentarier von Münchenbuchsee ein Zeichen setzen, dass die Zusammenarbeit wichtig sei. «Vielleicht können wir damit etwas bewegen.» Der GGR überwies das Postulat einstimmig.

Werweissen über die Gründe

Die Parlamentarier werweissten, warum das Postulat in Zollikofen bachab gegangen war. Dort habe es keine Nachverhandlungen zu den Vorschlägen gegeben und einige hätten den Text zu wörtlich genommen, sagte Georg Karlaganis (FDP) und nannte als Stichwort einen Froschweiher im Buchsiwald. Das Nein aus Zollikofen ändere nichts daran, dass die beiden Gemeinden wie bisher zusammenarbeiteten, sagte Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP).

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.05.2015

BZ-Artikel: Gemeinde schafft 18 neue Kita-Plätze

Die Gemeinde hat ein Gesuch für 18 neue Kita-Plätze eingereicht und damit eine Motion aus dem Parlament erfüllt.

Ein Jahr oder noch mehr. So lange müssen Eltern in Münchenbuchsee unter Umständen warten, bis sie ihr Kind in die Kindertagesstätte schicken können. Denn das aktuelle Angebot kann die grosse Nachfrage nicht decken. Um diese Lücke zu verkleinern, hat die Gemeinde beim Kanton ein Gesuch für zusätzliche 18 subventionierte Kindertagesstättenplätze eingereicht. Sie reagierte damit auf eine Motion von Edith Bucheli (GFL). Damit die Fristen beim Kanton hatten eingehalten werden können, wurde das Gesuch bereits abgeschickt, bevor das Parlament die Motion behandelte. Dieses hat den Vorstoss am Donnerstagabend mit 23 zu 8 Stimmen für erheblich erklärt und anschliessend gleich abgeschrieben.

Einzig die SVP war nicht einverstanden. Sie wollte die Motion in ein Postulat abschwächen. Fraktionschef André Quaile betonte, dass seine Partei den Mangel an Kita-Plätzen anerkenne. Aber Münchenbuchsee müsse auf die Finanzen schauen. Die Partei forderte, dass der Gemeinderat aufzeige, wo er die Kosten kompensieren wolle. Die Gemeinde müsste die neuen Plätze mit rund 65 000 Franken unterstützen.

Die anderen Fraktionen wiesen auf die positiven Effekte von genügend Betreuungsplätzen hin. Münchenbuchsee werde attraktiver als Wohngemeinde. Kindertagesstätten seien ein wichtiges Thema bei der Wahl des Wohnorts, sagte Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). Man dürfe nicht am falschen Ort sparen und müsse langfristig denken. «Das Geld kommt um ein Vielfaches wieder rein.»

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.05.2015

Bund-Artikel: Positive Rechnung stimmt vorsichtig optimistisch

Münchenbuchsees Parlament hat die Rechnung einstimmig genehmigt. Die Parteien wollen den Sparkurs weiterführen.

Die Finanzen, seit langem Münchenbuchsees Sorgenkind, sind wieder im Gleichgewicht. Die Gemeinde konnte sogar etwas Eigenkapital bilden. Handelte es sich um einen Patienten, so könnte er nun, da er sich von den Operationen erholt hat, das Spital verlassen. Die Ärzte würden ihm aber zum Abschied einschärfen, nicht übermütig zu werden und auf die Gesundheit zu achten.

Im letzten Jahr resultierte ein Überschuss von 870'000 Franken. Da das Kabel­netz verkauft wurde, konnten 3,6 Millionen Franken aus der Spezialfinanzierung in den normalen Haushalt geleitet werden. Der eigentliche Verkaufspreis von 5,6 Millionen Franken wird im laufenden Jahr verbucht. Zudem kam es zu einem Buchgewinn infolge des Verkaufs des Kästliareals.

Die Parteien im Grossen Gemeinderat zeigten sich gestern erfreut, mahnten wegen der Sonderfaktoren aber zur Vorsicht. «Ein Zurücklehnen ist nicht angezeigt», sagte Walter Lanz (BDP). «Der Handlungsspielraum bleibt klein», erklärte Nathalie Maring (SP). Die FDP verlangte eine Fortführung des Sparkurses. Man müsse weiterhin Zurückhaltung üben, sagte Ruedi Löffel (EVP). Der Gemeinderat versprach am eingeschlagenen Kurs festzuhalten. Die finanzielle Stabilität sei ein wichtiges Gut, sagte Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP). Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Die Sitzung von gestern Abend fand für einmal nicht im Kirchgemeindehaus im Dorf statt, sondern in der Turnhalle des Schulhauses im Allmendquartier. Dies war als Zeichen gedacht, dass das Quartier beim Bahnhof Zollikofen kein unerwünschtes Anhängsel, sondern ein integraler Bestandteil der Gemeinde darstellt. «Wir denken an euch und vergessen euch nicht», sagte Parlamentspräsident Arduino Lavina (SVP).

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
22.05.2015

BZ-Artikel: Politik geht an die Grenze

Der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee tagte gestern Abend in der Turnhalle des Allmendquartiers, ennet dem Buchsiwald an der Grenze zu Zollikofen. Es war ein Signal, dass die Politik dieses Quartier nicht vergisst.

Das Allmendquartier liegt jenseits des Buchsiwaldes beim Bahnhof Zollikofen. Es hat auch die Postleitzahl von Zollikofen. Aber politisch gehört es – wie der Bahnhof selber – zur Gemeinde Münchenbuchsee. Die Bewohner fühlen sich manchmal etwas vergessen. Ein Zeichen dagegen setzte gestern Abend der Grosse Gemeinderat (GGR) Münchenbuchsee in der kleinen Turnhalle des Allmend-Schulhauses.

Der aktuelle Parlamentspräsident Arduino Lavina (SVP) hatte die Idee für eine Sitzung «extra muros» lanciert. Damit wollte er signalisieren, dass die Politik das Allmendquartier ernst nimmt. Viele meinten, dass das Dorf nach dem Wald beginne. «Aber wir denken an euch. Ihr seid ein Teil von Buchsi, und Buchsi ist Teil von euch», begrüsste Lavina die Besucher aus dem Quartier. Angesichts der langen Traktandenliste bat er die Parlamentsmitglieder, sich bei den Voten kurz zu halten, damit der Apéro nicht zu lange stehen bleibe.

Die Parlamentarier mussten sich umstellen. Sie hatten zwar einen Sitzplatz, aber keinen Tisch, wo sie ihre Unterlagen hinlegen konnten. Sie mussten auf Mikrofon und Lautsprecher verzichten, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Ein rote Harasse mit gelbem Tuch diente Präsident Lavina als Rednerpult. Der Gemeinderat sass Ellbogen an Ellbogen in einer Reihe. So viel Nähe gibts in der Politik nicht oft. Diesen historischen Moment verewigten mehrere Parlamentarier mit dem Smartphone oder eigens mitgebrachter Kamera.

Die Parlamentarier hielten sich an die Vorgaben. Einige Fraktionen verzichteten jeweils sogar auf eine Stellungnahme, verschiedene Redner vergassen wegen Zeitersparnis sogar Formelles. Die Rechnung 2014 hiess der GGR nach einer knappen halben Stunde einstimmig gut. Auch die folgenden Geschäfte gingen in der Turnhalle im Sprinttempo vorüber. Millionenbeträge wurden verschoben und Kredite für Leitungen gesprochen.

Bei der Unterstützung des interkulturellen Frauentreffs Karibu geriet der Fahrplan ins Stocken. Ein Rückweisungsantrag der SVP hatte aber keine Chance. Dessen Annahme wäre ein schlechtes Zeichen, sagte Erika Gasser (SP). Denn Karibu leiste gerade im Allmendquartier wertvolle Arbeit.

Im Laufe des Abends wurde die Luft langsam dicker, aber nicht politisch. So bat Ruedi Löffel (EVP) um 21.45 Uhr, kurz die Fenster zu öffnen, damit ja niemand wegen Sauerstoffmangel einschlafe. Denn so viele Personen auf so wenig Raum hatte die kleine Turnhalle wohl noch selten erlebt. Und das bisschen frische Luft war nötig. Die Parlamentsdebatte zog sich bis weit nach 22 Uhr hin. Wer sich auf den Apéro nach der Sitzung gefreut hatte, brauchte viel Sitzleder.
 
Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
21.05.2015

Neu in Münchenbuchsee: Tischlein deck dich eröffnet Abgabestelle

Die Schweizer Lebensmittelhilfe, Tischlein deck dich, hat in Münchenbuchsee eine weitere Abgabestelle in Betrieb genommen. Für einen symbolischen Franken können Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben, dort überschüssige, einwandfreie Lebensmittel beziehen.

Am 21. April 2015 hat die Lebensmittelhilfe Tischlein deck dich in Münchenbuchsee eine weitere Abgabestelle eröffnet. Es handelt sich um die 21. Abgabestelle im Kanton Bern.
 
Ehrenamtliche Mithilfe macht’s möglich

Jeden Dienstag zwischen 15:30 und 16:30 Uhr verwandelt sich das Pfadiheim Buchsi in eine Lebensmittel-Abgabestelle. Freiwillig Mitarbeitende verteilen die angelieferten Lebensmittel in sich wechselnden Teams an die Bedürftigen. Die neue Abgabestelle wird von Ursula Hüsser geleitet. «Jedes Jahr wandern in der Schweiz zwei Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel in den Müll. Diese Zahl hat mich betroffen gemacht.» Mit Tischlein deck dich werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Einerseits rette man Lebensmittel vor der Vernichtung und andererseits helfe man armutsbetroffenen Menschen begründet die gelernte Pflegefachfrau Hüsser ihr ehrenamtliches Engagement. Unterstützt wird sie von 17 engagierten und motivierten Freiwilligen. Zu den Kunden zählen Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben wie beispielsweise «Working Poors», grosse Familien, Alleinerziehende, Migranten und Menschen, die Sozialhilfe oder eine IV-Rente beziehen. «Die erste Verteilung ist zögerlich gestartet. Viele haben Hemmungen, an die Abgabestelle zu kommen», erklärt Leiterin Hüsser. Doch die Anzahl der Kunden nehme von Woche zu Woche kontinuierlich zu. Momentan werden wöchentlich gegen 40 Personen unterstützt.
 
Kontrollierte Abgabe und variierendes Angebot

Das Angebot ersetzt nicht einen Wocheneinkauf, entlastet aber das knappe Haushaltsbudget. Pro Lebensmittelbezug bezahlen die Kunden einen Franken. Für den Lebensmittelbezug wird eine Tischlein deck dich-Bezugskarte benötigt. Diese kann bei einer Sozialfachstelle aus der Region beantragt werden. «Die Bezugskarte ist ein Jahr gültig. Jedes Jahr prüfen die Sozialfachstellen, ob eine Person noch bezugsberechtigt ist», erklärt Alex Stähli, Geschäftsführer von Tischlein deck dich. Da der Verein von Produktspenden lebt, kann nicht vorhergesagt werden, wie viele und welche Produkte bei der wöchentlichen Abgabe verteilt werden. Einmal wird mehr verteilt, ein anderes Mal weniger. Beliefert wird die Abgabestelle von der Plattform Mittelland in Grenchen. Das Angebot reicht von Getränken über Gemüse, Obst, Konserven, Süssigkeiten, Brot bis hin zu Milch- und Tiefkühlprodukten. Tischlein deck dich kauft keine Produkte zur Sortimentsvervollständigung hinzu. Der Verein engagiert sich seit der Gründung im 1999 für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.

Abgabestelle Münchenbuchsee
Pfadiheim Buchsi, Hohlenweg 3, 3053 Münchenbuchsee
 
Öffnungszeiten:
Jeden Dienstag, 15:30 bis 16:30 Uhr

www.tischlein.ch
18.05.2015

Am 1. Juni 2015: Öffentliche Infoveranstaltung zum Abstimmungsgeschäft


Öffentliche Informationsveranstaltung zum Abstimmungsgeschäft

Rechtsformänderung der Elektrizitätsversorgung der Gemeindebetriebe

Sehr geehrte Stimmbürgerin
Sehr geehrter Stimmbürger

Am 1. Juni 2015 findet von 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr im Kirchgemeindehaus, Oberdorfstrasse 8, Münchenbuchsee, eine öffentliche Informationsveranstaltung zum oben erwähnten Abstimmungsgeschäft statt.

Herr Gemeinderat Cesar Lopez, Vorsteher Werke und Tiefbau, sowie die Herren Markus Flatt und Nico Waldmeier vom Beratungsunternehmen EVU Partners AG, Aarau, freuen sich, Sie an der Informationsveranstaltung begrüssen zu dürfen. Sie werden das für die Volksabstimmung vom 14. Juni 2015 vorbereitete Geschäft detailliert vorstellen und anschliessend Fragen aus der Mitte der anwesenden Bürgerinnen und Bürger beantworten.

Gemeinderat Münchenbuchsee

04.05.2015

3. Berner Triathlon: Temporäre Sperrungen

Am Samstag, 16.05.2015, findet in Münchenbuchsee von 13.30 bis ca. 16.30 Uhr der 3. Berner Triathlon statt. Die Radiostrasse wird in dieser Zeit ab dem Feldweg nach der Saal- und Freizeitanlage Hirzenfeld bis und mit Aegelseeweg, Einmündung Tannholzstrasse temporär für den motorisierten Verkehr gesperrt. Dasselbe gilt für den Höheweg ab Einmündung Sonnenweg in Richtung Hirzenfeld. Ebenso wird der Bereich von der Kipfgasse via Kreuzgasse, Fellenbergstrasse, Löwenstrasse und Schmiedegasse bis zum Höheweg gesperrt sein. Anwohner wenden sich für die Zu- und Wegfahrt vor Ort an die jeweiligen Streckenposten.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.3athlonbern.ch.
 

Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.

Um die Karte zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.
02.05.2015

Polizei bat um Mithilfe: Vermisster Jugendlicher wohlbehalten aufgefunden

Am frühen Samstagmorgen ist der seit Donnerstag vermisste Jugendliche aus Münchenbuchsee wohlbehalten aufgefunden worden. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnte der 15-Jährige im Hauptbahnhof in Zürich angetroffen werden.

Der 15-jährige Jugendliche war am Donnerstag, 30. April 2015, in Münchenbuchsee als vermisst gemeldet worden. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Suchmassnahmen kam ein Personenspürhund zum Einsatz. Dieser verlor jedoch die Spur des Vermissten am Bahnhof Münchenbuchsee.

Dank Hinweisen aus der Bevölkerung wurde am Freitagabend, 1. Mai 2015 zuerst der parkierte Kettcar des Vermissten in Münchenbuchsee aufgefunden. Am frühen Samstagmorgen, 2. Mai 2015, gingen Meldungen ein, wonach sich der Vermisste im Hauptbahnhof Zürich aufhalte. Angehörige der Transportpolizei trafen den Jugendlichen wohlbehalten an und konnten ihn den zuständigen Stellen übergeben.

Medienmitteilung
(pkb)
01.05.2015

Polizei bittet um Mithilfe: 15-jähriger Jugendlicher vermisst

In Münchenbuchsee wird seit Donnerstag der 15-jährige M. vermisst. Der Jugendliche ist Autist und auf Medikamente angewiesen. Die Kantonspolizei Bern bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

M. wurde am Donnerstag, 30. April 2015, gegen 1545 Uhr zuletzt in Münchenbuchsee gesehen. Sofort nach Eingang der Vermisstmeldung leitete die Kantonspolizei Bern umfangreiche Suchmassnahmen ein. Ein Personensuchhund verlor am Bahnhof von Münchenbuchsee die Spur des 15-Jährigen.

Der Jugendliche leidet an Autismus und ist auf Medikamente angewiesen. Er ist zirka 170 cm gross, hat einen leicht dunklen Hautteint und trägt eine Zahnspange. Er spricht französisch und ist evtl. mit einem silbernen Kettcar mit Anhänger unterwegs.

Zum Zeitpunkt des Verschwindens war M. mit einer blau-schwarzen Jacke, blauen Jeans und Turnschuhen bekleidet. Er könnte ausserdem einen schwarzen Velohelm tragen bzw. bei sich haben. Aufgrund seiner Krankheit könnte M. verwirrt sein und sollte vorsichtig angesprochen werden.

Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen. Personen, die Angaben über den Verbleib des Vermissten machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 031 634 41 11 zu melden.

Medienmitteilung der Kantonspolizei Bern

30.04.2015

BZ-Artikel: Kunst und Kuchen

Am Wochenende verkaufen Kunsthandwerker im Kirchgemeindehaus ihre Produkte. Die Ausstellung feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

Am 2. und 3. Mai findet im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee zum 25. Mal eine Kunsthandwerk-Ausstellung statt. 24 Ausstellerinnen und Aussteller zeigen und verkaufen während zweier Tage ihre Werke. Alle Objekte wurden von Hand hergestellt. Zu sehen sind beispielsweise Skulpturen, Schmuck, Dekorationen und Floristik. Ein Teil der Kunst ist im neu gestalteten Garten ausgestellt. Anlässlich der 25. Ausgabe findet parallel zur Ausstellung ein Koffermarkt statt. Im Art-Café verkauft der Fasnachtsverein Mönchebüchsler Selbstgebackenes. Das Kirchgemeindehaus ist am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11.30 bis 17 Uhr geöffnet.

www.handwerkmitherz.ch

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
29.04.2015

Thema Sicherheit: Umfrage der Kantonspolizei Bern

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner von Münchenbuchsee
 
Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen! Die Kantonspolizei Bern hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, welche  Aufschluss über Ihr Sicherheitsempfinden und Ihre Bedürfnisse geben soll. In den kommenden Tagen werden zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde einen Brief der Kantonspolizei Bern erhalten, in welchem diese zur Teilnahme an der Befragung durch das Forschungsinstitut gfs Zürich eingeladen werden.
 
Um die Sicherheitslage in der Gemeinde und damit auch Ihre persönliche Sicherheit weiter zu verbessern, bitten wir Sie, an der Umfrage teilzunehmen. Gemeinsam mit der Kantonspolizei Bern werden wir die Resultate der Befragung analysieren und allfällige Verbesserungsmöglichkeiten ausloten. Die Befragung ist anonym und Ihre Personenangaben werden nicht weiterverwendet. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
29.04.2015

BZ-Artikel: Gemeinde sieht wieder schwarz

Die Gemeinde schrieb im letzten Jahr schwarze Zahlen und konnte den Bilanzfehlbetrag tilgen. Dem Verkauf des Kabelnetzes sei Dank.

Die Gemeinde Münchenbuchsee hat ihr Kabelnetz an die Quickline Net AG verkauft. Der Erlös von rund 5,6 Millionen Franken fliesst zwar erst in die Rechnung dieses Jahres. Im Jahr 2014 hat die Gemeinde aber bereits die Spezialfinanzierung Gemeinschaftsantennenanlage aufgelöst. Dies spülte 3,64 Millionen Franken in die Kasse. Damit konnte der aufgelaufene Finanzfehlbetrag von 2,9 Millionen Franken vollständig getilgt und sogar eine Million Franken zusätzlich abgeschrieben werden. Dank dem Buchgewinn aus dem Verkauf des Kästli-Areals schloss die Rechnung 2014 bei einem Gesamtertrag von 50,1 Millionen mit einem Gewinn von 872 000 Franken ab. Damit verfügt die Gemeinde Münchenbuchsee erstmals seit 2007 wieder über ein kleines Eigenkapital. Ohne diesen Buchgewinn hätte die Rechnung wie budgetiert ausgeglichen geschlossen.

Steuern erhöht

Es waren aber nicht nur die ausserordentlichen Einnahmen, die zu diesem positiven Rechnungsergebnis führten. Die Stimmberechtigten genehmigten im Mai 2014 die Erhöhung des Steuerfusses von 1,56 auf 1,64 Einheiten, nachdem sie ein erstes Budget Ende 2013 noch abgelehnt hatten. Die Einnahmen aus den Einkommenssteuern stiegen aus diesem Grund um rund eine Million Franken. Auch die Liegenschaftssteuern stiegen von 1 auf 1,2 Promille.
Diese Zeit ohne Budget in den ersten fünf Monaten hatte gemäss den Unterlagen zuhanden des Grossen Gemeinderats keinen Einfluss auf das Ergebnis. Denn die freiwilligen Ausgaben im Budget 2014 waren im Rahmen von Entlastungsmassnahmen bereits stark eingeschränkt worden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.04.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee wieder im Plus

Die Gemeinde Münchenbuchsee hat den Bilanzfehlbetrag von gegen 3 Millionen Franken definitiv getilgt. Dank dem Verkauf des Kabelnetzes an die Firma Quickline konnte die betreffende Spezialfinanzierung aufgelöst werden, was 3,6 Millionen Franken in die Kasse spülte. Zudem profitierte Münchenbuchsee von Nachsteuern und von einem Landverkauf. Unter dem Strich resultierte in der Jahresrechnung bei einem Gesamtertrag von 50,1 Millionen Franken ein Plus von rund 870 000 Franken. Das Geld wird für die Bildung von Eigenkapital verwendet. Auf das Jahr 2014 hatte Münchenbuchsee die Steuern von 1,56 auf 1,64 Einheiten erhöht. Zudem waren Sparmassnahmen beschlossen worden. Budgetiert war ein ausgeglichenes Ergebnis.

Damit scheint Münchenbuchsee finanziell definitiv über den Berg zu sein. In diesem Jahr soll der Erlös für den Verkauf des Kabelnetzes in der Höhe von 5,6 Millionen Franken verbucht werden. Damit dürfte es möglich sein, den angestrebten zusätzlichen Handlungsspielraum in der Höhe von mehreren Millionen Franken zu schaffen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
27.04.2015

Personalinformation: Eintritt Urs Vogel, Geschäftsführender Schulleiter

Urs Vogel wird seine Tätigkeit am 1. Juni 2015 als geschäftsführender Schulleiter aufnehmen und die zwei Monate bis zum Beginn des neuen Schuljahres nutzen, um sich in die neuen Aufgaben einzuarbeiten und vom Know-How von Claude Moser zu profitieren, der auf Ende Juli 2015 in Pension geht.
 
Herr Urs Vogel wohnt in Biel. Nachdem er während vieler Jahre eine halbprivate Schule im künstlerischen Bereich in Sursee aufgebaut und geleitet hatte, absolvierte Urs Vogel zuerst an der PH Bern das Vollzeitstudium der Sekundarstufe I und schloss anschliessend die Weiterbildung als Schulleiter sowie 2015 das MAS Schulmanagement an der PH Luzern ab. Er sammelte Erfahrungen als Schulleiter an der Schule Neuendorf SO und zuletzt als Leiter Bildung in Pieterlen.

An dieser Stelle heissen wir Urs Vogel herzlich willkommen als Mitarbeiter der Gemeinde Münchenbuchsee und wünschen ihm viel Freude bei all seinen Aufgaben.
27.04.2015

BZ-Artikel: A6 - Unfall nach missglücktem Überholmanöver

Auf der Autobahn A6 ist es am Freitagvormittag zu einem Unfall gekommen. Ein Fahrzeug geriet dabei ab der Fahrbahn. (Bild: Arthur Sieber)

Auf der A6 zwischen Schüpfen und Schönbühl prallten am Freitagmorgen zwei Fahrzeuge seitlich ineinander. Eine Person wurde zur medizinischen Abklärung ins Spital gebracht.


Am Freitagmorgen gegen 8.40 Uhr ist es auf der Autobahn A6 zwischen Schüpfen und Schönbühl zu einem Unfall gekommen. Wie die Kantonspolizei Bern auf Anfrage bestätigt, prallten zwei Autos auf der Überholspur zusammen, nachdem eines der Fahrzeuge die Spur wechseln wollte.

Ein Auto drehte sich durch den Aufprall um die eigene Achse und geriet dadurch auf das Strassenbord nahe der Böschung, wo es zum Stillstand kam. Die Fahrzeuglenker blieben unverletzt, jedoch wurde eine Person zwecks medizinischen Abklärungen ins Spital gebracht. Der Verkehr konnte über die Autobahn Ein- und Ausfahrt «Lätti» umgeleitet werden. Gegen 13.30 Uhr war die Fahrbahn wieder normal befahrbar.
20.04.2015

Bund-Artikel: Geht noch was?

Schöre Müller (rechts) und Christoph Kohli überzeugen im Bäre Buchsi als Entertainer-Gespann. Foto: Ariane Roulet
Die Freunde der Berner Mundartmusik kommen heuer aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Zuerst der Stille Has mit Bühnenjubiläum, dann der Polo Hofer mit Geburtstag und Abschiedsandrohung, sogar der Flöru Ast tritt von seinem Rücktritt zurück – und nun feiert also auch noch die Gruppe Span. 40 Jahre alt wird sie, womit ihr der mittel-glorreiche Titel der dienstältesten noch aktiven Mundartrockband sicher ist.

Der Bären in Münchenbuchsee ist die Location, wo die Jubiläumstour ihren Anfang nimmt. Doch so richtig in die hippen Clubs wird sie Span nicht führen – in die Bitzihalle Bischofszell zum Beispiel und auf irgendein Bielersee-Schiff. Im August dann immerhin an die Gestade des Louenesees, den Ort, an dem Schöre Müller 1981 ein paar Akkorde zupfte und das gleichnamige Lied erfand, das die Band nicht unbedingt reich, aber doch ziemlich berühmt gemacht hat. Ein Schlager, der zum Volkslied geworden ist. Mit ein bisschen Natur, ein bisschen Stadtflucht-Romantik und einer Melodie, die nicht nur zum Schunkeln einlädt, die schon in sich schunkelt. Den «Louenesee» können alle im Bäre Buchsi. Vielkehlig ist der Publikumschor, die Nostalgie tropft als Kondenswasser von der Bäre-Decke.

Die Bürgerschrecke

Ob Span nun den Bärner Rock erfunden haben oder doch der Polo mit seinen Rumpelstilz, darüber streiten die Musikchronisten noch heute. Es scheint, als habe man sich darauf geeinigt, dass ihn Polo erfunden hat, da dieser aber ein Oberländer war, zählt das nur halb. Unbestritten ist, dass die Städter von Span das Lied «Bärner Rock» ausgeklügelt haben. Es ist der erste Song im Set von Span, bei dem der Boden des Bäre Buchsi gehörig in Schwingung gerät. Und dieser Rock hat tatsächlich noch nie wuchtiger und besser getönt als hier und jetzt. Obwohl die Kausalität («mir si vo Bärn, drum hei mir dr Rock ’n’ Roll so gärn») aus heutiger Sicht irgendwie nicht so ganz einleuchten will. Mitte der Siebzigerjahre sei Bern ein wildes Pflaster gewesen, haben Span einmal in einem «Bund»-Interview erzählt. Mit den Wyler-Giele im Westen und den Halbstarken mit ihren Velotöffli. Doch die Allerwildesten – regelrechte Bürgerschrecke – waren offenbar die Jungs von Span, wie ein Film darlegt, der zur Einstimmung aufs Konzert gezeigt wird.

«Langhaarigi Souhüng»

Die Band richtete ihre Basis in einem Bauernhaus in Biglen ein, um das sich bald die wildesten Gerüchte rankten. Man trug Schnauz und lange Haare, lackierte sich die Fingernägel, experimentierte mit Drogen, hängte Jutesäcke an die Wände und musizierte freigeistig. Nach der Lehre sollte es losgehen mit der Musikkarriere, da waren sie sich einig. So richtig mit Groupies und so. Mit diesen Aussichten war es auch nicht so schlimm, dass der Sägereimeister in Biglen sie jedes Mal als «gruusegi, langhaarigi Souhüng» beschimpfte, wenn sie vor seinem Werk vorbeigingen.

Schwerst beeindruckt von diesen Hippies war auch der juvenile Kuno Lauener, wie der Film aufdeckt. Nach den Konzerten sei er jeweils spionieren gegangen, was für Geräte sie sich wieder gekauft hätten, wie sie die Kabel zusammenräumten und welche Schuhe sie trügen. Ja, die Räubergeschichten, die die Span-Giele aus ihrem 40-Jahre-Fundus zusammenkramen, sind an diesem Abend mindestens so amüsant wie die Musik der Viererschaft. Die wird am Jubiläumskonzert meist chronologisch abgewickelt, beginnend mit den Siebzigern, in denen Span durchaus auch Eingebungen aus ihren Hippie-Jams ihrer WG-Zeit in die Stücke einfliessen liessen (glorios: das Stück «Schöni Tage»). Aber manchmal müssen da auch komische Drogen im Spiel gewesen sein. Nur so kann man sich eine bekneipte Flause wie das Lied «Arosa Rosa» erklären.

Digitale Flöten

1978 wurden Span, nachdem sie als Vorband von AC/DC oder Nazareth gerade beachtliche Erfolge gefeiert hatten, von Polo Hofer einverleibt und zum Schmätterding umfunktioniert. Unter dem Motto «if you can’t beat them, join them» («wenn du sie nicht schlagen kannst, dann trete ihnen bei»), wie Polo Hofer im Film gesteht. Span fühlten sich wie Superstars, bestellten ihre Kaffees nur noch mit Schnaps, genossen gute Gagen und das Musikerdasein. Nach vier Alben mit Polo war Schluss, Span waren wieder Span, 1983 erschien ihr erster Longplayer und in der Folge hat sich ihr Berner Rock als bockköpfig zeitgeist­resistent erwiesen. Okay, die Achtzigerjahre züngeln ab und an auch ins Konzert in Münchenbuchsee hinein, in Form von digitalen Flöten-Sounds aus dem Synthesizer, die Neunziger tröpfeln als Hip-Hop-Beat ins Stück «Liebefeld», doch viel mehr ist da nicht. Der Rest ist Rock ’n’ Roll nach dem Spassprinzip.

Dass Span nie den grossen, anhaltenden Erfolg gefeiert haben, mag dem Umstand geschuldet sein, dass man sich nie auf einen einzigen Frontsänger einigen konnte – und die Boygroup-Idee (mit diversen typverschiedenen Boys an den Gesangsmikrofonen) hatte sich zu dieser Zeit in der Schweiz noch nicht so richtig durchgesetzt. Heute fällt dieser Makel kaum mehr ins Gewicht. Schöre Müller und Christoph Kohli frönen zwar noch immer der Gesangeskunst, bei der das Publikum reihenweise nicht in Ohnmacht fällt, doch als Entertainer-Gespann taugen sie an diesem Abend bestens. Und ihre geliebten spanschen Chörli gelingen ebenfalls noch immer prima.

So ist diese Jubiläumsfeier von sympathischer Kurzweiligkeit. Natürlich hoffnungslos yesterday, doch genau um dieses Gestern geht es ja auch, bei einer Band, die vierzig Jahre Musikgeschichte auf dem Buckel hat. Immerhin. Der beste Song des Abends – der schwelgerische «Rosegarte» – stammt von ihrem letzten Studioalbum. Vielleicht geht ja doch noch was. So entspannt, wie die hier zu Werke gehen, ist das gar nicht so abwegig.
17.04.2015

Fraubrunner-Anzeiger Artikel: Bunt gemischt - Ostereier und Gäste

Die Ostereier wurden von vielen kleinen und grossen HerlferInnen bunt bemalt.

Zur Vorgeschichte


Die Gemeindepräsidentin von Münchenbuchsee, Elsbeth Maring-Walther, lud in diesem Jahr mit folgenden Worten zum „Eiertütschen“ ein: „Kinder wie Erwachsene treten gegeneinander an. Man „tütscht“ wie es sich gerade ergibt. Der Anlass soll ein Erlebnis für Jung und Alt sein, die Bevölkerung zusammenrücken lassen, zu Gesprächen und Diskussionen anregen und die Möglichkeit bieten, Ihre Anliegen bei mir und weiteren Mitgliedern politischer Gremien zu deponieren.“

Die Vorbereitungsarbeiten liegen unter der Regie von Fränzi Zwygart (Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung). Viele freiwillige HelferInnen unterstützten die dabei. Die Eier wurden bunt bemalt von den Kindern der Kita Läbihus, den Frauen und Kindern des interkulturellen Treffs Karibu Zollikofen und den BewohnerInnen des Alterszentrums Domicil Münchenbuchsee.

Zum Ablauf

Am Gründonnerstag, den 2.4.2015, ab 16.00 Uhr ist es soweit. Fortlaufend trifft die Bevölkerung im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee ein. Es gibt keinen fixen Start. Die Leute schnappen sich ein Glas, nehmen ein Ei und ein Stück Zopf und mischen sich unter die Anwesenden. Die Kinder sind kreativ in Mal-Ecken und geniessen Ihre „Schoggihasen“. Es gibt leichten Smalltalk, aber auch anregende Gespräche. Das „Eiertütschen“ ist ein spontanes Kommen und Gehen. Es ist ein Anlass der Gemeindepräsidentin für die Bevölkerung.

Zum Fazit

Es war ein Anlass für jedermann – nicht spezifisch für das Gewerbe oder Politik, sondern einfach ein für alle offener Anlass. So kamen Leute von 1 Jahr bis 99 Jahre, Personen aus Lokalpolitik und Gewerbe, Verwaltungsmitarbeitende, Familien, Senioren und Kinder. Bunt gemischt – so wie die Ostereier. Der Anlass erhält jährlich mehr Zulauf, was die Gemeindepräsidentin natürlich freut. Sie schätzt den regen Austausch mit der Bevölkerung.

Hier einige Kommentare der Anwesenden „Eiertütscher“: „es ist ein fröhlich bunter Anlass, ein guter Gedankenaustausch, eine Möglichkeit mit Personen in Kontakt zu kommen, welche man sonst nicht so trifft.“ Andere schätzen besonders Folgendes: „den Austausch über alle Altersgrenzen, Parteien etc. hinweg“. Die Kinder sagten oft: „ich finde die Mal-Ecke sehr gut“.

In lockerer, ungezwungener und familiärer Atmosphäre genossen den Anwesenden einen schönen Nachmittag in angenehmer Gesellschaft. Draussen was das Wetter nicht sehr „österlich“, aber das tat der guten Stimmung im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee keinen Abbruch.

Information zu weiteren Anlässen der Gemeinde Münchenbuchsee finden Sie unter: http://www.muenchenbuchsee.ch/artikel/171/Aktuelles/Veranstaltungen


Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger

Text: Gemeinde Münchenbuchsee, Anja Elstner
Foto: Gemeinde Münchenbuchsee
14.04.2015

BZ-Artikel: Zwei Abgänge aus der Chefetage


Er wisse, dass der Eindruck entstehen könne, um das Klima auf der Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee stehe es schlecht. Finanzverwalter Bruno Steiner stellt es fest – um gleich sein Dementi anzufügen: «Das anzunehmen, wäre falsch. Wahr ist vielmehr das Gegenteil.»

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) redet ihrerseits von einem «reinen Zufall, der sich so ergeben hat». Trotzdem kommt sie nicht darum herum, zwei Abgänge aus Schlüsselpositionen zu bestätigen: Finanzverwalter Steiner hat ebenso gekündigt wie Michael Haldemann, der in der Verwaltung das Ressort Bildung leitet.

Auf nach Lyss


Steiner macht in seiner beruflichen Laufbahn einen Schritt vorwärts und wird Anfang Juli Finanzverwalter in Lyss. «Das ist eine neue Herausforderung», erklärt er. In Lyss mit seinen mittlerweile mehr als 14 000 Einwohnerinnen und Einwohnern könne er nicht nur in einem weit städtischer geprägten Umfeld arbeiten. Er werde auch einen doppelt so grossen Haushalt zu verantworten haben.

In Münchenbuchsee spüre er Vertrauen und wisse auch, dass seine Arbeit geschätzt werde, fährt Steiner fort. Deshalb habe er sich die Sache ja auch nicht einfach gemacht: «Ich bewarb mich erst, nachdem Lyss die Stelle zum zweiten Mal ausgeschrieben hatte.» Dennoch ist er überzeugt, dass der Wechsel auch für Münchenbuchsee zum richtigen Zeitpunkt kommt. Nicht nur, weil die Verwaltung «so gut aufgestellt ist wie seit Jahren nicht mehr»: Steiner erinnert daran, dass er in Münchenbuchsee just in dem Moment anfing, als die Gemeinde tief in die roten Zahlen rutschte. Das war Anfang 2010, und seine Aufgabe, «die ich mir selber auch so stellte», war es, die Wende zu schaffen. Ende 2014 ist das gelungen: Die Gemeinde konnte den aus aufgelaufenen Defiziten entstandenen Bilanzfehlbetrag endgültig tilgen.


Kein Wunder, ist Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP) als Steiners direkte Vorgesetzte des Lobes voll. Obwohl sie weiss, dass auch die Millionen aus dem Kabelnetzverkauf geholfen haben: Steiner habe die Basis für eine nachhaltige Gesundung der Finanzen gelegt, sagt sie. Und erinnert an sein politisch allseits akzeptiertes Konzept, den 45-Millionen-Haushalt durch Minderausgaben und Mehreinnahmen von je 2 Millionen Franken ins Gleichgewicht zu bringen.


Die grosse Reorganisation

Anders liegt der Fall in der Bildungsabteilung. Hier steht eine Reorganisation an, die die neue Stelle eines geschäftsführenden Schulleiters bringt. Gleichzeitig wird die Position des heutigen Ressortleiters in eine höhere Sachbearbeiterstelle zurückgestuft. Haldemann bringt seinen Wechsel allerdings nicht direkt mit der Reorganisation in Verbindung. Er gehe deshalb, weil er einen neuen, reizvollen Job gefunden habe, sagt er. Genauer wird er nicht, nur so viel: Seine Zeit in Münchenbuchsee endet Anfang Juni.


Ein Artikel aus der 
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)

10.04.2015

Fraubrunner Anzeiger-Artikel: Energiespartipp des Monats


Kaffeemaschinen sind echte Stromfresser

Kaffeemaschinen sind heimliche Stromfresser, wenn sie für unnötiges Warmhalten ständig vor sich herköcheln. Geräte mit Abschaltautomatik reduzieren den Stromverbrauch um mehr als 50 Prozent. Über die Lebensdauer von durchschnittlich zehn Jahren gerechnet, lassen sich damit etwa 200 Franken sparen. Achten Sie beim Kauf auf die Energieetikette. Für energiebewusste TeetrinkerInnen eignen sich Wasserkocher.

Energieetikette
Seit 2015 ist die Energieetikette für Kaffeemaschinen obligatorisch in der Schweiz. Erkundigen Sie sich deshalb vor dem Kauf einer neuen Maschine nach dem Stromverbrauch. Ein kritischer Blick auf die technischen Daten lohnt sich.

Achtung: Standby
Was auffällt: 50 Prozent des Stroms wird im Standby-Modus verbraucht. Darum ist es wichtig, nur Geräte mit echter Abschaltautomatik einzusetzen und diese möglichst kurz einzustellen - 15 Minuten reichen. Oder noch einfacher: Schalten Sie das Gerät nach Gebrauch sofort wieder aus. Viele Kaffeemaschinen verfügen zudem über einen Energiesparmodus. Aktivieren Sie gegebenenfalls diese Funktion.

Ökobilanz und Kaffee
Für eine gute Ökobilanz braucht es mehr als eine energieeffiziente Maschine. Am besten benutzen Sie für Kapselsysteme wiederverwertbare Kaffeekapseln. Allerdings benötigen auch solche Kapseln bei der Herstellung viel Energie. Energieeffizienter sind Vollautomaten. Auch zu beachten ist die Herkunft des Kaffee - möglichst aus ökologisch nachhaltiger Produktion. Mehr zu energiebewussten Kaffeemaschinen erfahren Sie im Internet unter: www.topten.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee

02.04.2015

Besoldungsreglement für Behördenmitglieder: Anpassung

In Folge der Revision der Rechtsgrundlagen im Bereich Feuerwehr wurde durch den Grossen Gemeinderat am 26. März 2015 das Besoldungsreglement für Behördenmitglieder vom 26. Oktober 2006 angepasst. Der Art. 2 Abs. 4, Abschnitt Feuerwehr, wurde ersatzlos gestrichen.
Die Entschädigungen von Angehörigen der Feuerwehr werden in der Feuerwehrverordnung zum Feuerwehrreglement geregelt. Für den Erlass der Feuerwehrverordnung ist der Gemeinderat zuständig.

Die Reglementsanpassung tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, rückwirkend auf den 1. Januar 2015 in Kraft. Dieses kann bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen oder unter unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Fakultatives Referendum
Dieser Beschluss unterliegt gemäss Art. 29 des Organisationsreglements vom 28. November 2010 dem fakultativen Referendum.

Der Gemeinderat
02.04.2015

Feuerwehrreglement: Totalrevision

Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 26. März 2015 das totalrevidierte Feuerwehreglement genehmigt. Sie hebt alle ihr widersprechenden Bestimmungen und Beschlüsse auf, insbesondere das Feuerwehrreglement samt Anhängen vom 9. Dezember 2004.

Das Reglement tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, rückwirkend auf den 1. Januar 2015 in Kraft. Dieses kann bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, eingesehen/bezogen oder unter unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Fakultatives Referendum
Dieser Beschluss unterliegt gemäss Art. 29 des Organisationsreglements vom 28. November 2010 dem fakultativen Referendum.

Der Gemeinderat
30.03.2015

BZ-Artikel: Busse sollen zum Bahnhof

Der Gemeinderat soll sich dafür einsetzen, dass Bahn und Bus besser verknüpft werden.

Der Grosse Gemeinderat hat einen Vorstoss von René Quaile (SVP) überwiesen, der ein neues Buskonzept für Münchenbuchsee verlangt. Insbesondere soll sich der Gemeinderat in der Vernehmlassung zum Angebotskonzept 2018 dafür einsetzen, dass die Busse neu beim Bahnhof halten. Dies betrifft die beiden Linien Zollikofen–Münchenbuchsee–Büren und Hüslimoos–Breitenrain. Quaile begründete seine dringliche Motion damit, dass die Buslinien grundsätzlich Bahnhöfe bedienen müssten. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) sagte, dass bereits Gespräche in dieser Stossrichtung liefen. Schliesslich bestimme aber die Regionalkonferenz Bern-Mittelland das Angebot. Das Parlament überwies die Motion in der abgeschwächten Form eines Postulats.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2015

BZ-Artikel: Parlament geht fremd

Was der Bundesrat kann, kann auch das Gemeindeparlament von Münchenbuchsee: extra muros tagen, also ausserhalb der gewohnten Räumlichkeiten. Der Grosse Gemeinderat wird am 21. Mai in der Turnhalle der Schule Allmend debattieren. Die Idee kommt von GGR-Präsident Arduino Lavina (SVP), der die Politik näher zu der Bevölkerung bringen möchte. Die Allmend hat er ausgewählt, um damit zu signalisieren, dass das Quartier, das beim Bahnhof Zollikofen liegt, zu Münchenbuchsee gehört. Im Anschluss an die Sitzung ist die Bevölkerung bei einem Apéro zum Gedankenaustausch eingeladen.

Ein Artikel aus der
hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2015

Bund-Artikel: Immer Ärger mit dem Briefkasten

Vor der Abstimmung vom 8. März quollen die gemeindeeigenen Briefkästen mit Couverts über. Nun wird fleissiger geleert.

Münchenbuchsee hat einfach kein Glück mit Briefkästen. Da früher der Briefkasten bei der Gemeindeverwaltung jeweils am Samstag nicht mehr geleert wurde, fielen an Abstimmungswochenenden verschiedentlich Couverts ausser Rang und Traktanden (der «Bund» berichtete). Die kantonale Gesetzgebung schreibt aber vor, dass auch noch am Freitag brieflich aufgegebene oder am Samstag persönlich eingeworfene Abstimmungskuverts in den Zählvorgang einfliessen müssen. Im Gesetz über die politischen Rechte heisst es: «Beim Postversand muss das Antwortcouvert spätestens am Samstag vor dem Wahl- oder Abstimmungstag» – also dem Sonntag – «bei der Gemeinde eintreffen.» Die Briefkästen werden nun auch am Samstag und am Sonntag geleert.

Jetzt aber gibt es bereits neues Ungemach. In einer einfachen Anfrage kritisierte SVP-Parlamentarier André Quaile am Donnerstagabend im Grossen Gemeinderat, am Samstag, 7. März, sei der gemeindeeigene Briefkasten an der Bernstrasse 8 «übervoll» mit Abstimmungscouverts gewesen. «Ich hätte ohne weiteres Couverts aus dem Kasten ziehen können», erklärte Quaile. «Dieser Mangel verhindert eine korrekte, briefliche Stimmabgabe und muss unbedingt behoben werden.»

Wie Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) erklärte, stehen bei der Gemeindeverwaltung sogar zwei Briefkästen für den Einwurf der Umschläge zur Verfügung. Am 7. März seien beide voll gewesen, bestätigte sie die Beobachtung von Quaile. «Das darf nicht passieren», sagte sie. Die Wahl- und Abstimmungskommission sei deshalb angewiesen worden, in Zukunft den Briefkasten samstags sowohl am Morgen als auch am Nachmittag zu leeren. Zum hohen Füllstand der Briefkästen der Gemeinden trug auch der Umstand bei, dass viele Steuer­erklärungen eingegangen waren. Die Einreichefrist für die Steuererklärung lief am 15. März ab.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
30.03.2015

BZ-Artikel: Die SVP und ihre Briefkastenonkel

Brieflich abstimmen in Münchenbuchsee, das ist so eine Sache. Im letzten Herbst machte Parlamentarier Heinz Wallimann (SVP) eine einfache Anfrage, ob es nicht möglich sei, den Briefkasten der Gemeinde erst am Sonntagmorgen statt am Samstagmittag des Abstimmungswochenendes zu leeren, damit ja kein Couvert liegen bleibe. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walter (SP) sah keinen Handlungsbedarf, weil die Couverts entsprechend bedruckt seien. Wallimann hakte nach – mit Erfolg: Auch aufgrund des neuen Gesetzes war der Gemeinderat bereit, den Briefkasten und das Postfach ein letztes Mal am Morgen des Abstimmungssonntags zu leeren.

So weit, so gut. Bei der jüngsten Abstimmung Anfang März stellte Wallimanns Parteikollege André Quaile ein neues Problem fest. Am Samstagmittag war der Briefkasten für die briefliche Stimmabgabe übervoll. Es wäre sogar möglich gewesen, Kuverts durch die Einwurföffnung zu entfernen, schrieb Quaile in einer neuen einfachen Anfrage. Es seien zu dieser Zeit viele Steuererklärungen eingeworfen worden, antwortete Maring im Grossen Gemeinderat. Die Wahlkommission werde aber angewiesen, ab dem nächsten Abstimmungstermin den Briefkasten am Samstag zweimal zu leeren.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee will Bushaltestelle beim Bahnhof

Der Gemeinderat schreibt sich die Verbesserung der Umsteigesituation im öffentlichen Verkehr auf die Fahne.

Das Umsteigen vom Zug auf den Bus in Münchenbuchsee ist nicht ganz einfach. Die Bushaltestellen befinden sich nämlich nicht direkt beim Bahnhof, sondern an der Bernstrasse respektive bei der Kirche. «Für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ist es mühsam, innert nützlicher Frist umzusteigen», befand André Quaile am Donnerstagabend im Grossen Gemeinderat in einer dringlichen Motion. Zudem werde «der Verkehrsfluss des Individualverkehrs im Bereich Bärenkreuzung stark beeinträchtigt». Der Gemeinderat solle sich dafür einsetzen, dass die Haltestellen zum Bahnhof verlegt würden, um eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel zu erreichen. Dringlichkeit hatte Quaile verlangt, weil das Mitwirkungsverfahren der Regionalkonferenz zum Buskonzept 2018 bis 2021 für den Raum Münchenbuchsee/Lyss/Solothurn läuft. Bei einer späteren Behandlung hätte die Frist nicht eingehalten werden können.

Gemeinderat bringt Anliegen ein

Konkret geht es um die Buslinie 898 Zollikofen–Münchenbuchsee–Büren an der Aare sowie um die Linie 36 Hüslimoos–Breitenrain. Mit seinem Anliegen rannte Quaile beim Gemeinderat offene Türen ein. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) regte aber an, die Motion in ein weniger verbindliches Postulat umzuwandeln. Auch deshalb, weil Quaile mit seinem Vorstoss zusätzlich verlangte, dass die Neugestaltung des Bahnhofplatzes samt Bushaltestelle bis zum Fahrplanwechsel 2017 zu realisieren sei. Das aber dürfte zeitlich ziemlich eng werden. Der Gemeinderat setze sich häufig mit dem Thema Optimierung des öffentlichen Verkehrs auseinander, sagte Maring-Walther. «Wir können aber nicht mehr tun, als unsere Anliegen in den zuständigen Gremien einzubringen.» Gespräche würden laufend geführt.

Quaile zeigte sich zuversichtlich, dass der Gemeinderat die Interessen der ÖV-Benutzerinnen und -Benutzer wahrnehmen wird, und stimmte der Umwandlung in ein Postulat zu. Der Vorstoss wurde daraufhin über die Parteiengrenzen hinweg unterstützt und mit grosser Mehrheit angenommen.

Sitzungsort «Extra muros»

Die nächste Sitzung des Grossen Gemeinderats findet am 21. Mai ab 19.30 Uhr statt. Ratspräsident Arduino Lavina (SVP) kündete an, diese werde für einmal «extra muros», also nicht wie üblich im Kirchgemeindehaus von Münchenbuchsee, abgehalten. Man wolle «näher zur Bevölkerung», sagte Lavina. Deshalb wurde als Sitzungsort die Turnhalle im Allmendquartier auserkoren. Der Rat will damit ein Zeichen für die Zugehörigkeit der Allmend zur Gemeinde Münchenbuchsee setzen und signalisieren, dass die Politik die Allmend nicht vergisst.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Allmendquartiers fühlen sich wegen ihrer räumlichen Distanz zum Zentrum von Münchenbuchsee zuweilen vernachlässigt oder sogar als Bürger zweiter Klasse. Das Allmendquartier liegt beim Bahnhof Zollikofen. Nach der Sitzung ist die Bevölkerung zu einem Apéro eingeladen.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
27.03.2015

Parlamentsitzung vom 21. Mai: Grosser Gemeinderat „extra muros“

Der Grosse Gemeinderat ist die vierzigköpfige, vom Volk gewählte Legislative der Gemeinde Münchenbuchsee. Dieser Rat, auch Parlament genannt, tagt jeweils für sieben öffentliche Sitzungen im Jahr im Kirchgemeindehaus an der Oberdorfstrasse.

2015 soll dies für eine Sitzung ändern – der Grosse Gemeinderat verlässt seine gewohnten Räumlichkeiten und geht „extra muros“, jenseits des Buchsi-Waldes in die Allmend. Er will damit ein Zeichen für die Zugehörigkeit der Allmend zur Gemeinde Münchenbuchsee setzen und signalisieren, dass die Politik die Allmend nicht vergisst.

Die Sitzung findet am 21. Mai 2015 um 19.30 Uhr in der Turnhalles des Schulhauses Allmend statt und verlangt der Verwaltung einen speziellen Effort und den Politikerinnen und Politikern Improvisationsfreude ab. So werden zum Beispiel die Stühle extra zum Schulhaus transportiert und auf Tische für die Unterlagen der Parlamentarierinnen und Parlamentarier wird aus Platzgründen verzichtet. Nichtsdestotrotz muss eine rechtmässige Behandlung der Geschäfte garantiert sein.

Die Idee zur Sitzung „extra muros“ wurde vom Parlamentspräsidenten 2015, Arduino Lavina, lanciert und fand sofort positive Resonanz bei den Involvierten.

Im Anschluss an die Sitzung freut sich der Grosse Gemeinderat bei einem einfachen Apéro auf den Gedankenaustausch mit der Bevölkerung.
27.03.2015

BZ-Artikel: Stromversorgung wird umgepolt

Die Elektrizitätsversorgung wird in eine AG überführt, die zu 100 Prozent der Gemeinde gehört. Der Grosse Gemeinderat hat dem Vorhaben zugestimmt.

Heute ist die Stromversorgung von Münchenbuchsee in die Gemeindebetriebe integriert. Das ist jedoch eine schwerfällige Organisation. Sie kann auf Veränderungen im liberalisierten Strommarkt nur langsam reagieren. Deshalb soll die Elektrizitätsversorgung aus der Verwaltung herausgelöst und in eine gemeindeeigene AG überführt werden. Der neue Verwaltungsrat wird mehrheitlich aus Fachleuten bestehen.

Die Fraktionen standen dem Vorhaben positiv gegenüber. «Die neue AG kann agieren und nicht nur reagieren», sagte SVP-Sprecher Thomas Frauchiger. Es brauche mehr operative Fachleute, sagte Peter Kast (SP). Er fügte aber an, dass das Korsett der AG eng und das Entwicklungspotenzial beschränkt sei. Die EVP stimmte der Rechtsformänderung zu, obwohl noch einige Fragen offen blieben. Aber es gebe keine bessere Variante, so Ruedi Löffel. Er forderte aber, dass die AG sich über den Strommix und -einkauf Gedanken machen müsse. Da dürfe der Grosse Gemeinderat in der Diskussion über die Eigentümerstrategie im Herbst mitbestimmen, entgegnete der zuständige Gemeinderat Cesar Lopez (SVP). Der Grosse Gemeinderat hat der Rechtsformänderung gestern Abend mit 37 zu 0 zugestimmt. Das letzte Wort haben die Buchser Stimmberechtigten. Am 14. Juni entscheiden sie an der Urne über die neue Rechtsform der Elektrizitätsversorgung. Diese soll auf den 1. Januar 2016 in Kraft treten. Auf die Strompreise wird sich die neue Rechtsform nicht auswirken.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
27.03.2015

Bund-Artikel: Neues "Vehikel" für die Stromversorgung

Der Grosse Gemeinderat von Münchenbuchsee unterstützt die Pläne für eine Umwandlung der Elektrizitätsversorgung in eine AG einstimmig.

In Münchenbuchsee befindet sich die Stromversorgung in der Hand der Gemeinde. Das soll auch in Zukunft so bleiben, die Gemeinde möchte aber das Unternehmen rechtlich neu und zeitgemässer aufstellen, damit es besser und schneller auf Veränderungen des teilweise liberalisierten Strommarktes reagieren kann. Aus diesem Grund schlug der Gemeinderat vor, die Elektrizitätsversorgung in eine Aktiengesellschaft zu überführen. Ein Verkauf kam für den Gemeinderat nicht infrage.

Gemeinderat Cesar Lopez (SVP) sagte gestern Abend im Gemeindeparlament, mit der Rechtsformänderung schaffe man «ein Vehikel für die Zukunft», es gehe aber nicht um eine «energiepolitische Weichenstellung», diese folge erst im Herbst mit der Eigentümerstrategie. Das Unternehmen bleibt vollumfänglich im Besitz der öffentlichen Hand. «Es wird nichts verkauft», sagte Lopez. «Jede Abweichung von diesem Grundsatz muss zwingend vors Volk.»

Alle Parteien signalisierten Unterstützung für das Geschäft. Es gab aber auch einige kritische Bemerkungen. So befürchtete Peter Kast (SP) eine verminderte politische Einflussnahme auf diesen wichtigen Bereich des Service public. Ruedi Löffel (EVP) kritisierte die «sehr hohen Preise» und den nicht sehr ökologischen Strommix. Lopez entgegnete, gemäss einem Rating von 17 Gemeinden aus der Region Bern weise Münchenbuchsee zusammen mit Kehr­satz den günstigsten Tarif auf. Löffel berief sich auf die Preisvergleichsseite der Elektrizitätskommission des Bundes. Ein Abgleich der Zahlen steht noch aus. In der Folge hiess der Grosse Gemeinderat die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit 37 zu 0 Stimmen gut.

Eine Million Franken pro Jahr

Bisher schaute für die Gemeinde jeweils Ende Jahr ein «Batzen» in der Höhe von einer Million Franken heraus. Auch in Zukunft wird die Gemeindekasse einen jährlichen Zustupf in ähnlicher Grössenordnung erhalten, der sich aus einer Konzessionsabgabe, einer Dividende und dem Zins für ein zu gewährendes Darlehen zusammensetzt. Mit der neuen Rechtsform geht die strategische und operative Führung an die neue Energie Münchenbuchsee AG über. Die Aufsicht wird aber durch den Gemeinderat wahrgenommen, die Exekutive nimmt zudem auch die Wahl der Verwaltungsräte vor.

Über die neue Rechtsform der Elektrizitätsversorgung entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 14. Juni an der Urne.

Ein Artikel aus dem 
(Simon Wälti, Der Bund)
24.03.2015

BZ-Artikel: Ja zu Kulturbeiträgen

Elsbeth Maring: Stimmte Nein und war doch zufrieden. (Bild: Iris Andermatt)

Lange waren die Beiträge der Gemeinden an die Kulturinstitutionen umstritten. Gestern aber nicht mehr.

Die 85 Gemeinden der Regionalkonferenz Bern-Mittelland bezahlen in den nächsten vier Jahren 6 Millionen Franken an dreizehn Kulturinstitutionen. An der gestrigen Regionalversammlung in Hinterkappelen sagten sie klar Ja. «Was lange währt, wird endlich gut», sagte Ueli Studer (SVP, Köniz), Präsident der Kulturkommission. Denn der Finanzierungsschlüssel hatte angepasst werden müssen, weil sich Gemeinden gewehrt hatten.

 

Trotzdem gab es Nein-Stimmen. Kaufdorf etwa bezahlt den zweithöchsten Pro-Kopf-Beitrag (siehe Kasten). «Wir wurden als Agglomerationsgemeinde eingestuft», so Gemeindepräsident Martin Meyer (SP). «Dagegen wehren wir uns.» Nein stimmte auch Münchenbuchsee, so hatte es der Gemeinderat unter anderem wegen des Finanzierungsschlüssels entschieden. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) war am Ende trotzdem froh, «dass die Gemeinden zu ihren Institutionen stehen». Sie leitete die Versammlung. Keine Chance hatte ein Antrag der Stadt Bern, der einen Erfahrungsbericht sowie eine zusätzliche Erfolgskontrolle verlangte. Bereits auf die nächste Periode blickte Moritz Müller (SVP), Gemeindepräsident von Bowil. Er forderte, dass die Institutionen die Eigenfinanzierung erhöhen, damit die Gemeinden ab 2020 entlastet werden. Sie bezahlen 12 Prozent, die Standortgemeinden 48 Prozent, der Kanton 40 Prozent. «Wir werden das diskutieren», versprach Studer. Mehr Kritik mussten sich die anwesenden Vertreter der Institutionen nicht anhören. Wobei: Mehr als die üblichen neun Gegenstimmen erhielten die Stiftung Konzert Theater Bern und die Mühle Hunziken in Rubigen. Erstere machte mit einem verzögerten Sanierungsprojekt für das Stadttheater Schlagzeilen, Letztere mit einem langen – jetzt beigelegten – Nachfolgestreit.

Nun müssen noch die Standortgemeinden der Kulturinstitutionen den Verträgen zustimmen. Bolligen und Rubigen haben Ja gesagt. Auch das Berner Stadtparlament hat zugestimmt, vier Verträge kommen aber im Juni noch vors Volk. Das Könizer Parlament entscheidet im April, im Sommer schliesslich der Regierungsrat.

 

Der Finanzierungsschlüssel

In den nächsten vier Jahren bezahlen die 85 Regionsgemeinden 5,99 Millionen Franken an 13 Kulturinstitutionen. Dafür wurden die Gemeinden in vier Kategorien eingeteilt. Sie zahlen unterschiedlich hohe Pro-Kopf-Beiträge. Einen jährlichen Beitrag von 26.57 Franken pro Einwohner bezahlen Agglomerationsgemeinden, die von Bern aus im Schnitt in weniger als 18 Minuten zu erreichen sind. Dazu gehören etwa Wohlen oder Rubigen. Auf 19.94 Franken beläuft sich der Beitrag in Agglomerationsgemeinden mit mehr als 18 Minuten Zeitdistanz, Beispiele sind Konolfingen und Laupen. Pendlergemeinden, die in weniger als 22 Minuten ab Bern zu erreichen sind, bezahlen 13.29 Franken, etwa Fraubrunnen und Kiesen. Weiter entfernte Gemeinden schliesslich bezahlen 6.65 Franken. Dazu gehören etwa Walkringen und Guggisberg.

 

Ein Artikel aus der 
(rei, Berner Zeitung BZ)
17.03.2015

Gründonnerstag, 2. April: Eiertütschen

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner

Das traditionelle Eiertütschen findet erfreulicherweise, dank diversen SpenderInnen und freiwilligen HelferInnen, auch in diesem Jahr wieder statt.

Gerne lade ich Sie am Gründonnerstag, 2. April 2015, ab 16.00 Uhr, im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee zum Eiertütschen ein.

Kinder wie Erwachsene treten gegeneinander an. Man „tütscht“, wie es sich gerade ergibt. Der Anlass soll ein Erlebnis für Jung und Alt sein, die Bevölkerung zusammenrücken lassen, zu Gesprächen und Diskussionen anregen und die Möglichkeit bieten, Ihre Anliegen bei mir und weiteren Mitgliedern politischer Gremien zu deponieren. Den Kindern steht eine Mal-Ecke zur Verfügung. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Ich freue mich über Ihren Besuch.

Elsbeth Maring-Walther, Gemeindepräsidentin Münchenbuchsee
17.03.2015

BZ-Artikel: Sprachheilschule soll erneuert werden

1,6 Millionen für eine neue Mehrzweckhalle und zusätzliche Räume: Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee, früher bekannt als Sprachheilschule. Bild: Daniel Fuchs

Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee (HSM) soll eine neue Mehrzweckhalle sowie zusätzliche Schul- und Therapieräume erhalten.


Für die Neu- und Umbauten hat der Grosse Rat einen Projektierungskredit von 1,6 Millionen Franken gesprochen.

 

Das Zentrum, das in der Bevölkerung auch unter dem früheren Namen «Kantonale Sprachheilschule» bekannt ist, befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble. Die Gebäude wurden zuletzt vor rund 30 Jahren umgebaut und saniert.

 

Ein Artikel aus der 
(mb/sda, Berner Zeitung BZ)
11.03.2015

Amphibienwanderung 2015: Die Erdkröten und Bergmolche sind unterwegs

Um die Karte zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.

In den nächsten Tagen beginnt die Amphibienwanderung, welche bis ca. Ende März 2015 dauern wird.


Zum Schutz der Erdkröten und Bergmolche wird daher der Lauperackeweg im Bereich zwischen der Industriestrasse und dem Quartier „Loupenacher“ jeweils nachts zwischen 19:00 und 06:30/06:45 Uhr für sämtliche Motorfahrzeuge und Motorräder temporär gesperrt. Im Bereich Sportzentrum „Hirzenfeld“ werden während der selben Zeit auf der Radiostrasse temporär Verkehrsschilder „Amphibien“ aufgestellt.

Freiwillige Helfer des Natur- und Vogelschutzes Münchenbuchsee und Umgebung sammeln die Amphibien ein und setzen diese auf der anderen Strassenseite wieder aus. Daher ist in diesem Bereich besondere Vorsicht geboten.
27.02.2015

BZ-Artikel: Münchenbuchsee steckt um

Münchenbuchsee will die Elektrizitätsversorgung aus den Gemeindebetrieben in eine AG überführen. Diese soll flexibler auf Veränderungen im Strommarkt reagieren können. Mitte Juni entscheiden die Stimmberechtigten.

Heute ist die Stromversorgung von Münchenbuchsee ein Teil der Gemeindebetriebe. Das hat aber einen grossen Nachteil: Diese Rechtsform schränkt die unternehmerische Handlungsfähigkeit ein und verunmöglicht, rasch auf Veränderungen im umkämpften Strommarkt zu reagieren – gerade im Hinblick auf dessen vollständige Liberalisierung. «Wenn ein Grosskunde anklopft, müsste schnell reagiert werden. Der kann nicht lange auf eine Antwort warten», sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP).

Deshalb schlägt der Gemeinderat Münchenbuchsee vor, die Rechtsform der Elektrizitätsversorgung zu ändern. Sie soll in eine Aktiengesellschaft überführt werden, die zu 100 Prozent im Besitz der Gemeinde ist. Der neue Verwaltungsrat als strategisches Führungsorgan würde aus Fachleuten bestehen. «Für diese Aufgabe braucht es Profis und nicht ein nach parteipolitischen Gesichtspunkten zusammengesetztes Gremium», sagt Elsbeth Maring-Walther. Heute ist der Gemeinderat zuständig für die Strategie der Gemeindebetriebe und damit für die Elektrizitätsversorgung.

Konzession bleibt gleich

Für die Kunden hat die Änderung der Rechtsform keine Auswirkungen. Sie hat keinen Einfluss auf die Stromtarife. Der Gemeinderat betont in den Unterlagen für die Parlamentssitzung, dass die Konzessionsabgabe an die Gemeinde bei 1,2 Rappen pro Kilowattstunde bleibt. Daraus fliesst wie bisher rund eine halbe Million Franken pro Jahr in die Gemeindekasse. Mit der Verzinsung des Aktionärsdarlehen und den erwarteten Dividenden könnte eine weitere halbe Million jährlich der Gemeinde zugutekommen, je nachdem wie gut die AG geschäftet.

Verkauf hätte keine Chance

Über einen möglichen Verkauf der Stromversorgung sei bereits vor einigen Jahren diskutiert worden, sagt die Gemeindepräsidentin. Aber es sei schnell klar geworden, dass dieser politisch nicht mehrheitsfähig sei. In der kommenden Diskussion werde aber sicher thematisiert, einen Teil der Aktien an ein Elektrizitätsunternehmen zu verkaufen.

Die Spezialkommission, die das Geschäft vorbereitet hat, hat sich auch mit der Wärme- und Wasserversorgung auseinandergesetzt, die ebenfalls zu den Gemeindebetrieben gehören. Die Kommission sieht dort keinen Druck, diese in Aktiengesellschaften zu überführen. Dort ist das Marktumfeld stabiler.

Als Erstes wird sich am 26. März der Grosse Gemeinderat mit dem komplexen Thema auseinandersetzen und die Abstimmungsbotschaft verabschieden. Am 14. Juni entscheiden die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee an der Urne über die neue Rechtsform der Elektrizitätsversorgung. Die Änderung soll auf den 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
20.02.2015

BZ-Artikel: Keine Nachwuchssorgen

An den Winterwanderungen des Formus 60 plus, wie vorgestern in Adelboden, ist das Interesse jeweils gross. (Bild: zvg)


Das Forum 60 plus boomt. Es organisiert für Senioren viele sportliche und kulturelle Aktivitäten. An der Hauptversammlung konnte das Forum sein 500. Mitglied begrüssen.


Knapp 20 000 Kilometer oder ein halbes Mal um den Globus. Diese Distanz legten die Senioren aus Münchenbuchsee und Umgebung bei ihren Velotouren im letzten Jahr zurück. Aber nicht nur radelnd sind die Senioren aktiv. Sie wandern in allen Jahreszeiten, fahren Ski und machen Wassergymnastik. Sie stehen auf der Bühne, singend im Chor oder schauspielernd, lernen Englisch. Organisiert werden all diese Aktivitäten vom Forum 60 plus Münchenbuchsee, das sich über einen ständigen Mitgliederzuwachs freut. Der Verein wurde vor gut neunzehn Jahren gegründet. Nach einem Vorstoss im Grossen Gemeinderat bildete sich eine Spezialkommission «Älter werden in Münchenbuchsee». Aus deren Abklärungen und Befragungen ergab sich, dass ältere Personen mehr Möglichkeiten für soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten wünschen. In der Folge gründete ein Initiativkomitee im Dezember 1995 das Forum 60 plus. Dieses hat sich unter anderem auf die Fahne geschrieben, Aktivitäten zu organisieren, damit die körperliche und geistige Vielfalt im Seniorenalter erhalten und gefördert werden kann.

Jeder Fünfte ist dabei

Der Verein stiess sofort auf grosses Interesse. Bereits nach einem Jahr zählte er 212 Mitglieder. An der Hauptversammlung diese Woche durfte das Forum sein 500. Mitglied begrüssen. Damit ist ein Fünftel der über 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner Mitglied im Forum 60 plus.
Welches ist das Erfolgsrezept des Vereins? «Wir arbeiten gut zusammen, alles klappt», sagt Vorstandsmitglied Doris Urwyler. Das gelte von den Vorstandsmitgliedern über die Wanderleiter bis zu allen Helfern. «Die Leute kommen deshalb immer wieder gerne an unsere Anlässe», sagt Urwyler. Das sei eine gute Mundpropaganda. Der Verein müsse gar keine Werbung machen. Schätzungsweise rund ein Drittel der Mitglieder nimmt regelmässig an den Aktivitäten teil. Im Jahr leisten die Vorstandsmitglieder und Helfer rund 4000 Stunden Freiwilligenarbeit. Der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee hat dieses Engagement 2004 gewürdigt und dem Verein den Prix Buchsi verliehen.

Enge Zusammenarbeit

Neben dem Forum 60 plus gibt es in Münchenbuchsee noch den Seniorenverein. Dieser ging im letzten Jahr aus dem Altersverein Weiermatt hervor. Der Seniorenverein nimmt gegenüber der Gemeinde offiziell Stellung zu Altersfragen und organisiert Veranstaltungen zu altersrelevanten Themen. Der Seniorenverein und das Forum 60 plus arbeiten zusammen, wie aktuell bei der Ausarbeitung des neuen Altersleitbildes von Münchenbuchsee.

Andere Vereine

Andere Seniorenorganisationen in der Region engagieren sich stärker politisch, haben aber ebenfalls eine breite Mitgliederbasis. Der Verein Seniorinnen und Senioren in Wohlen wurde im Oktober 2010 gegründet. Ohne gross Werbung zu machen, hat er heute rund 230 Mitglieder, sagt Präsident Beat Schneeberger. Der Vorstand des Vereins, der Seniorenrat, hat einen Leistungsauftrag der Gemeinde: die im Leitbild festgelegte Alterspolitik in Wohlen umzusetzen. Dazu gehören Projekte wie die Wohnraumpolitik oder die Mobilität und die Information über Altersfragen. Als grosser Verein habe man das nötige politische Gewicht, sagt Schneeberger. Ebenfalls noch sehr jung ist der Verein Senioren Köniz. Er ist im Jahr 2012 aus der Fusion von Altersheimverein und Seniorenforum entstanden und hat rund 370 Mitglieder. Der Verein befinde sich noch in der Aufbauphase und müsse ständig aktiv sein, um neue Mitglieder zu gewinnen, erklärt Präsidentin Kathrin Dietrich. Die Aktivitäten von Senioren Köniz umfassen drei Bereiche: Veranstaltungen, Weiterbildung und Politik. Dabei arbeitet der Verein mit anderen Organisationen zusammen. Eine Vision wäre, so Kathrin Dietrich, dass es für die älteren Personen aus der Gemeinde eine Anlaufstelle gibt, die ihnen Auskunft über alle Angebote geben kann.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
06.02.2015

Buchsi-Fasnacht 2015: Temporäre Verkehrseinschränkungen

Um die Karte zu vergrössern, klicken Sie aufs Bild.

Von Freitag, 27.02.2015, bis Sonntag, 01.03.2015, findet die Buchsi-Fasnacht 2015 statt.
 
Am Sonntag, 01.03.2015, findet von 14:00 bis ca. 16:00 Uhr der bekannte Fasnachtsumzug via Fellenbergstrasse, Oberdorfstrasse, Höheweg und Schmiedegasse statt.
 
Während dieser Zeit ist die Umzugsroute für jeglichen Verkehr komplett gesperrt. Eine entsprechende Verkehrsumleitung wird signalisiert.
 
Der Busbetrieb RBS wird während dieser Zeit ab Bahnhof Zollikofen nur bis zur Haltestelle „Kirche Münchenbuchsee“ verkehren. Die Busse ab Häuslimoos werden in dieser Zeit nicht verkehren. Dadurch fallen die Kurse ab 14:27, 14:57, 15:27 und 15:57 Uhr komplett aus.
 
Wir danken der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.
06.02.2015

BZ-Artikel: Millionen aus dem Oberland fliessen noch lange nicht

Trotz blauem Himmel können sich die Unterländer Gemeinden nicht freuen. Beschwerden verhindern den Verkauf des Ferienheims in Schönried.

Landschaftsschützer blockieren den Verkauf des Ferienheims des Amts Fraubrunnen in Schönried. Ob und wann die Millionen bei den Trägergemeinden ankommen, ist ungewisser denn je.


Hinter den sieben Bergen liegt ein grosser Geldschatz. Wer ihn will, muss durch sieben Täler und über sieben Pässe wandern. Dort werden ihm sieben Richter sieben Fragen stellen. Erst wenn er alle richtig beantwortet hat, darf er die Taler heimtragen. Das tönt nach Märchen, ist aber die Geschichte des Ferienheims Amt Fraubrunnen. Das Heim in Schönried bei Gstaad gehört Gemeinden aus dem früheren Amt Fraubrunnen. Seit 2009 wollen diese das Haus verkaufen. Die Nobelschule Le Rosey ist bereit, 25 Millionen Franken zu bezahlen, um hier Neubauten zu errichten. Anwohner und Landschaftsschützer opponierten. Bisher waren sie erfolglos, doch beharren sie auf ihren Einsprachen. Vermutlich werden sich die Juristen des Bundesverwaltungsgerichts damit befassen.

Diese Einschätzung stammt von Walter Bandi. Der frühere Gemeindepräsident von Münchenbuchsee präsidiert den Trägerverein des Heims. Ursprünglich waren vierzehn Kommunen beteiligt. Nach Fusionen sind es noch fünf: Bätterkinden, Fraubrunnen, Utzenstorf, Jegenstorf und Münchenbuchsee. Die Gemeinden wollen vor allem aus finanziellen Gründen verkaufen. Den Erlös teilen sie anhand der Bevölkerungszahlen auf. Münchenbuchsee bekommt als grösste Gemeinde rund ein Drittel.

Investitionen stehen an

Der Kanton hat das Projekt genehmigt. Die Einsprecher haben nun rekurriert. Deshalb müssen die Kommunen weiter auf die Millionen warten. Ins Unterland fliesst kein Geld – und ins Oberland kommen weniger Gäste: Die Ungewissheit schmälert die Auslastung. Schulen und andere Benützer wollen langfristig planen. Immerhin ist Walter Bandi mit der Wintersaison zufrieden. «Im Sommer könnte die Belegung allerdings besser sein.»

Ausserdem stehen Investitionen an. «Weil niemand weiss, wie lange sich das Projekt verzögert, möchten wir uns nicht festlegen», so Walter Bandi. Die zwei zusammengebauten Häuser mit insgesamt 127 Betten stehen allen Gästen offen. Die Trägergemeinden können, müssen aber nicht hier logieren. In den letzten Jahren haben laut Bandi Schulen, Vereine und Private aus allen Trägergemeinden in Schönried gebucht.

Das Institut Le Rosey unterrichtet vor allem Kinder und Jugendliche mit gut betuchten Eltern. Das Internat mit Hauptsitz in Rolle am Genfersee zügelt im Winter in seine Dependance in Gstaad. Der Neubau in Schönried soll diese Aussenstelle ersetzen und Platz für 420 Schüler bieten.

Le Rosey bleibt dabei

Neben dem Landpreis will die Schule weitere 55 Millionen in den Campus investieren. Das Institut reisst die zwei zusammengebauten Häuser ab. Auf 40'000 Quadratmetern sind Chalets für Unterkünfte und Klassenzimmer, ein Restaurant und eine Halle geplant. Le Rosey bestätigt einen Artikel im «Anzeiger von Saanen» und will die Pläne trotz der Verzögerungen umsetzen.

Neben Privaten kritisieren zwei Institutionen das Projekt: die Stiftung Landschaftsschutz und der von Franz Weber gegründete Verein Helvetia nostra. Beide beanstanden unter anderem die «inselartige Überbauung» ausserhalb des bestehenden Siedlungsgebiets.

Ein Artikel aus der
(Peter Steiger, Berner Zeitung BZ)
Walter Bandi, Präsident des Trägervereins. (Bild: Urs Baumann)
30.01.2015

BZ-Artikel: Ein Chef für die Schulleiter

Die Gemeinde reorganisiert das Bildungswesen. Neu gibt es einen übergeordneten Schulleiter.

Die Gemeinde Münchenbuchsee bindet die Schulleitungen besser in die Verwaltung ein. Ab dem Schuljahr 2015/2016 schafft sie die neue Funktion eines geschäftsführenden Schulleiters. «Die Hierarchie wird so gestaltet, dass es noch eine klar definierte Ansprechperson für die Anliegen der Bildung gibt», betont Gemeindeschreiber Olivier Gerig. Die noch zu wählende Person werde an den Kadersitzungen teilnehmen und mit einer Weisungsbefugnis gegenüber den Schulleiterkollegen ausgestattet. Damit soll die strikte Trennung zwischen Verwaltung und Schulleitungen aufgeweicht werden. Wichtig sei, dass die Person einen pädagogischen Hintergrund habe, so Olivier Gerig. Die Gemeinde schaffe eine neue Funktion, aber keine neue Stelle. Sie soll mit dem jetzigen Stellenetat umgesetzt werden.

Die Reorganisation steht in Zusammenhang mit der Überprüfung der gesamten Verwaltung. Deswegen, und weil Ende Schuljahr einer der Schulleiter pensioniert wird, hat ein Projektteam die Strukturen unter die Lupe genommen und dem Gemeinderat Varianten vorgelegt. Dieser hat sich für die Form des geschäftsführenden Schulleiters ausgesprochen. Andere Vorschläge waren diejenige des Status quo respektive eine neue Funktion als Abteilungsleitung mit Schwergewicht Verwaltungsaufgaben.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.01.2015

BZ-Artikel: Nicht länger planen

Ein Finanzplan auf zehn Jahre ist nicht nötig: Der Grosse Gemeinderat hat eine Motion der BDP mit dieser Forderung abgelehnt.

Der Gemeinderat Münchenbuchsee soll weiter blickend planen. Das forderte die BDP in einer Motion im Grossen Gemeinderat und verlangte, dass der Finanzplan neu auf zehn Jahre ausgelegt werden müsste. Als Gesamtstrategie sollten dort auch die Ziele bei der Bevölkerungszahl oder den Anzahl Arbeitsplätzen hineinfliessen. Die Gemeinde sei auf neue Steuerpflichtige angewiesen. Einzonungen seien aber zeitintensive Vorhaben von zehn Jahren oder mehr, weshalb eine Langfristplanung sehr wichtig sei.

Das Parlament konnte dem Vorstoss wenig Gutes abgewinnen und lehnte diesen mit 32 zu 5 Stimmen ab. Der heutige Finanzplan mit einem Zeithorizont von vier bis acht Jahren als strategisches Führungsinstrument genüge. «Weniger ist mehr», sagte Kathrin Melliger (SVP). Ein Zehnjahresplan wäre mit zu vielen Hypothesen und Unsicherheiten verbunden, ergänzte Wolfgang Eckstein von der SP. Ruedi Löffel (EVP) bezeichnete den BDP-Vorschlag als Kaffeesatzlesen und als Beschäftigungstherapie.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.01.2015

BZ-Artikel: Früherer Wahltermin wird diskutiert

Es ist gut möglich, dass die Gemeindewahlen 2016 etwas früher stattfinden.

Ende November finden viele Gemeindewahlen statt. Wenn es um die Besetzung eines Vollamts geht und ein zweiter Wahlgang stattfindet, kann sich die Entscheidung bis in den Dezember hineinziehen. Für die Betroffenen kann das sehr problematisch sein, weil es Konsequenzen auf ihr Berufsleben hat. Der Gemeinderat Münchenbuchsee wird sich in den nächsten Wochen mit einer Vorverschiebung der Wahlen beschäftigen, erklärte Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) an der Parlamentssitzung. Ein entsprechender Entwurf liegt vor. Das mögliche frühere Datum der Wahlen 2016 konnte die Gemeindepräsidentin nicht nennen. Eine Vorverschiebung der Gemeindewahlen ist auch in Ostermundigen und Wohlen auf der Traktandenliste.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
23.01.2015

Bund-Artikel: Münchenbuchsee will keinen «Zehnjahresplan»

Gute Planung ist die halbe Miete – nach dieser Grundidee hat die BDP im Gemeinde­parlament eine Motion ein­gereicht, um die Finanzen der Gemeinde Münchenbuchsee auf lange Sicht unter Kontrolle zu halten. Die Partei verlangte, dass der Horizont bei der Finanzplanung auf zehn Jahre erweitert werden soll. Walter Lanz (BDP) unterstrich gestern Abend im Rat die Wichtigkeit der Langfristplanung. Dabei sollen im Rahmen einer Gesamtstrategie auch Ziele bezüglich der Bevölkerungszahl und der Arbeitsplätze einfliessen.

Hintergrund des Vorstosses ist die Tatsache, dass in Münchenbuchsee die Zahl der Personen mit einem steuer­baren Einkommen von über 100 000 Franken im Abnehmen begriffen ist – das hat die Jahresrechnung von 2013 gezeigt. Die BDP spricht in diesem Zusammenhang von einer «Ausdünnung». Folglich sei die Gemeinde auf den Zuzug von steuerpflichtigen Personen angewiesen. Die Einzonung und Überbauung eines Landstücks sei aber eine zeitintensive Angelegenheit, die zehn Jahre oder mehr in Anspruch nehmen könne.

«Stets offen und transparent»

Für den Gemeinderat ist ein Zehnjahresplan für Münchenbuchsee nicht notwendig. Der Finanzplan werde bereits heute «als finanzielles, strategisches Führungsinstrument» genutzt. Es stünden genügend Instrumente zur Ver­fügung, so zum Beispiel für die Prognosen der Steuern oder für die Entwicklung neu überbauter Gebiete. Überdies werde die Gemeinde mit dem Immobi­lienbewertungssystem neu über eine zusätz­liche Möglichkeit der Planung verfügen. Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP) sagte, man habe «stets offen und transparent» informiert, das Zusammenspiel der Planungsinstrumente funktioniere.

Gleich sah es auch die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Grossen Gemeinde­rat. Die Motion wurde mit 32 zu 5 Stimmen abgelehnt.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
23.01.2015

BZ-Artikel: Finanzexperte Lavina leitet die Debatten

Arduino Lavina
Mit Arduino Lavina steht in diesem Jahr ein Finanzspezialist dem Grossen Gemeinderat vor. Gestern Abend leitete er seine erste Sitzung.







Herr Lavina, Sie sind in diesem Jahr Präsident des Grossen Gemeinderats. Wie würden Sie das Buchser Parlament charakterisieren?


Arduino Lavina: Man geht anständig und mit Respekt miteinander um. Es dürfte aus meiner Sicht etwas kontroverser diskutiert werden. Ich vermisse manchmal eine positive Streitkultur.

Woran liegt das?

Wir hatten eine finanziell schwierige Zeit. Das hat die Diskussionen geprägt, es gab wenig Spielraum. Wir mussten uns zusammenraufen. Beide Seiten mussten Federn lassen. Wir bei der SVP haben eine Steuererhöhung akzeptiert. Auf der anderen Seite wurden Ausgaben gekürzt.

Mit dem Verkauf des Kabelnetzes hat sich die Situation etwas entspannt. Wird es jetzt hitziger im Grossen Gemeinderat?

Es stehen einige brisante Geschäfte an. Ich denke dabei an die Ausgliederung der Elektrizitätsversorgung in eine AG. Hier erwarte ich eine harte politische Auseinandersetzung um deren strategische Zukunft.

Und als Präsident des Parlaments müssen Sie sich in diesen Debatten zurückhalten.

Für ein Jahr habe ich eine andere Rolle, das ist zu respektieren. Ich werde versuchen, die Sitzungen effizient zu leiten. Ich habe aber auch Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe.

Als höchster Buchser werden Sie in diesem Jahr sicher oft zu Anlässen eingeladen und müssen Reden halten. Welche Themen werden Sie anschneiden?

Ich lasse es auf mich zukommen. Ich habe mich bei meinen Vorgängern informiert, der Aufwand wird sich in Grenzen halten. Ich möchte die Leute motivieren, sich früher für die Politik zu interessieren. Nicht erst, wenn sie direkt betroffen sind.

Und wie preisen Sie Ihre Wohngemeinde den Auswärtigen an?

(überlegt) Münchenbuchsee ist verkehrsmässig sehr gut erschlossen, hat alles, was es braucht, bietet viele Möglichkeiten in der Freizeit, und man ist schnell im Grünen.

Arduino Lavina (SVP) gehört seit 2006 dem Grossen Gemeinderat an. Der 54-Jährige ist Wirtschaftsprüfer und arbeitet bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma.

Ein Interview aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
22.01.2015

Bund-Artikel: Der Finanzspezialist übernimmt das Ruder

Arduino Lavina
Heute leitet der 54-jährige Arduino Lavina seine erste Sitzung als Präsident des Grossen Gemeinderats von Münchenbuchsee.

Im Jahr 2000 zog Arduino Lavina zusammen mit seiner Frau von Bern nach Münchenbuchsee um – auf der Suche nach weniger Stadt und mehr Natur. Bald reifte in ihm der Entschluss, sich am neuen Wohnort politisch zu engagieren. Seine Frau war Mitglied der Stadtberner FDP gewesen. «Bei Diskussionen merkte ich, dass ich in gewissen Punkten eine konservativere Haltung als sie vertrat», sagt Lavina. So schloss er sich 2002 der lokalen SVP in Münchenbuchsee an. Seit 2006 politisiert der heute 54-jährige Lavina im Gemeindeparlament, dem 40-köpfigen Grossen Gemeinderat. In diesem Jahr fungiert er als dessen Präsident – er ist also 2015 der oberste Buchser.

Aufsicht über die Banken

Als wichtige Stichwörter nennt er «Boden­ständigkeit» oder «Ländlichkeit». Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass Lavina in der Innerschweiz, in Alpnach OW am Fuss des Pila­tus, aufgewachsen ist. Hier hatten seine Eltern, die aus Belluno im Nord­osten Italiens stammen, Arbeit gefunden. «In den 1960er-Jahren lag der Arbeitsmarkt in Italien am Boden», sagt ­Lavina, der an der Hochschule St. Gallen eine Ausbildung als Betriebswirtschafter absolviert und sich zum diplomierten Wirtschaftsprüfer weitergebildet hatte.

Als Wirtschaftsprüfer sei er «viel unterwegs» gewesen, sagt Lavina. Bilanzen, Rechnungen, Zahlen, das ist auch noch heute seine Welt. Lavina arbeitet bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma, er war schon bei der Vorgängerorganisation, der Bankenkommission, tätig.

In seinem Bereich geht es um die Grundlagen der Rechnungslegung. «Wir schreiben vor, was in der Jahresrechnung der Banken enthalten und dar­gestellt sein muss.» Das klingt ziemlich ­abstrakt, aber letztlich geht es dabei um die Fakten für die Bemessung der Steuern. «Wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum, das Obligationenrecht und das Bankengesetz geben den Rahmen vor», sagt Lavina. Die Finma hat seit März 2014 ihre Büros an der Laupenstrasse, im ehemaligen Gebäude der Versicherungsgesellschaft Allianz, die nach Zürich gezogen ist. Die Finma hatte ihren Sitz vorher an der Einsteinstrasse im Kirchenfeldquartier.

Die Aufsichtsbehörde hat in den letzten Jahren gerade bei den Grossbanken die Schraube angezogen. «Man ist sicher besser geworden in der ganzen ‹Too big to fail›-Problematik, wir sind aber noch nicht am Ziel angelangt», sagt Lavina. Man befinde sich mit den Banken in ständigem Dialog.

Der Finanzspezialist äussert sich auch im Gemeindeparlament in der Art eher zurückhaltend. Seine Voten haben aber durchaus Biss, etwa, als er sich zu seinem Vorstoss äusserte, der Anstellungsgrad des Gemeindepräsidiums sei von 100 auf 60 Prozent zu reduzieren. Von der Amtsinhaberin Elsbeth Maring-Walther (SP) habe er «mehr Schwung» erwartet, sagte er zum Beispiel.

Ein Hang zur Literatur

Die Finanzen haben in den letzten Jahren die Politik in Münchenbuchsee geprägt. Nachdem wegen ausbleibender Steuern ein hoher Bilanzfehlbetrag entstanden war, musste die Gemeinde harte Massnahmen ergreifen: die Aus­gaben kürzen und die Steuern erhöhen. «Beide Seiten mussten Federn lassen», sagt Lavina. Die SVP sprang über ihren Schatten und stimmte höheren Steuern zu. «Die finanziellen Probleme brachten die Politik dazu, sich zusammenzuraufen und ein Sanierungspaket zu schnüren.» Es sei nun wichtig, auf dem ein­geschlagenen Pfad zu bleiben.

In seinem Präsidialjahr will Lavina die Politik näher zu den Leuten bringen. Ihm schwebt zum Beispiel vor, dass der Grosse Gemeinderat seine Sitzungen nicht immer im Kirchgemeindehaus im Dorf abhält, sondern auch einmal «extra muros» in einem Aussenquartier.

In seiner Freizeit widmet sich Lavina gerne der Literatur, insbesondere der italienischen, oder er schwingt sich aufs Velo. Münchenbuchsee sei dafür «super gelegen», man könne Touren in Richtung Seeland, Burgdorf, Aaretal oder über den Frienisberg unternehmen. Die Fortbewegung mit Muskelkraft hat gegenüber der Fahrt mit dem Auto einen Vorteil: Man sieht mehr. «Beim Velofahren lernt man viele reizvolle Stedtli und Dörfli kennen.»

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
19.01.2015

BZ-Artikel: Erster Schritt zum Neubau

Die Planung des Neubaus für die Sprachheilschule kostet 1,6 Millionen Franken.

Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee (HSM) hat zu wenige Räume für die Basisstufe. Auch die Turnhalle ist zu klein. Deshalb sollen die historischen Gebäude durch einen Neubau mit Sporthalle und Klassenräumen ergänzt werden (wir berichteten). Die Baukosten werden auf 23 Millionen Franken geschätzt. Wie der Regierungsrat gestern mitgeteilt hat, kostet die Projektierung 1,6 Millionen. Über diesen Kredit wird der Grosse Rat voraussichtlich in der Märzsession befinden. Ebenfalls dieses Jahr werden die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee über eine Zonenplanrevision abstimmen. Der Neubau soll dann 2019 zur Verfügung stehen.

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
12.01.2015

Infolge Umzugsarbeiten: Teilweise Schliessung der Gemeindeverwaltung

Infolge Umzugsarbeiten bleiben die Büros der Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee an der Bernstrasse 8 am Freitag, 30. Januar 2015, insbesondere der Bereich Einwohnerkontrolle / öffentliche Sicherheit / AHV geschlossen.

In dringenden Notlagen steht Ihnen zwischen 08.00 und 15.00 Uhr durchgehend die Notfall-Telefonnummer 031 868 81 14 zur Verfügung.

Von dieser Massnahme nicht betroffen sind die Räumlichkeiten an der Bernstrasse 12 in Münchenbuchsee (Bauverwaltung). Mit den Mitarbeitenden der Finanzverwaltung und der Präsidialabteilung können bei Bedarf für diesen Tag Termine vereinbart werden.

Wir freuen uns, Sie ab Montag, 2. Februar 2015, wiederum zu den üblichen Öffnungszeiten zu bedienen!
06.01.2015

Bund-Artikel: Zentrum für Hören und Sprache bekommt Neubau

Für das Pädagogische Zentrum für ­Hören und Sprache (HSM) in Münchenbuchsee soll ein Neubau für eine Sporthalle und vier Basisstufen realisiert werden. Das HSM verfügt über zu wenige und ungeeignete Räumlichkeiten, um seinen bildungspolitischen Auftrag kantonsweit zu erfüllen. Das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern hat aus diesem Grund einen Wettbewerb durch­geführt. Als Sieger ging das Projekt des Architekturbüros Rykart Architekten AG (Bern) in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren Ingenta AG (Bern) und Luzius Saurer Garten und Landschaftsarchitektur (Bern) hervor. Die Beiträge sind vom 12. bis zum 21. Januar 2015 im Rittersaal des HSM Münchenbuchsee ausgestellt.

Ein Artikel aus dem
(pd, Der Bund)
06.01.2015

BZ-Artikel: Sprachheilschule erhält eine neue Halle

Ein Berner Architekturbüro gewinnt den Wettbewerb für einen Neubau bei der Sprachheilschule. Kernstück ist eine neue Mehrzweckhalle.

Die Infrastruktur des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache (HSM) in Münchenbuchsee genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Damit das HSM seinen Auftrag erfüllen kann, plant der Kanton auf dem Areal einen Neubau mit einer Mehrzweckhalle und Platz für vier Basisstufenklassen.

Die bestehende Turnhalle ist zu klein, in einem schlechten baulichen Zustand und muss weichen. Gleichzeitig werden die alten Gebäude angepasst und saniert. Gestern hat der Kanton die Resultate des Wettbewerbs bekannt gegeben, den er für das Projekt durchgeführt hat.

Den Wettbewerb gewonnen hat das Berner Büro Rykart Architekten mit dem Projekt Esplanade. Gemäss einer Mitteilung des Kantons Bern fügt sich dieses gut in die Umgebung ein und überzeugt durch seine architektonische Qualität. Eine grosse Herausforderung für die 20 Teilnehmer war es, den Neubau in das denkmalgeschützte Gebäudeensemble zu integrieren.

Die Mehrzweckhalle wird Platz für bis zu 600 Personen bieten und dem HSM für den Sportunterricht und Schulveranstaltungen dienen. Vorgesehen ist zudem, die Halle an Behindertensportverbände und -vereine zu vermieten. Je nach Belegung steht sie für den Schulsport der Gemeinde zur Verfügung.

Rund 20 Millionen Franken

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken. Davon entfallen 12 Millionen auf die Neubauten, der Rest auf die Sanierungen. Das Vorhaben kommt im März zum ersten Mal in den Grossen Rat, der über einen Projektierungskredit befindet. 2016 entscheidet er über den Baukredit.

Dazwischen müssen die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee über eine Zonenplanänderung abstimmen. Auf dem Areal selber wird eine gleich grosse Fläche von der Grünzone in eine Zone für öffentliche Nutzung umgezont und umgekehrt. Baubeginn ist 2018, die Inbetriebnahme ist ein Jahr später vorgesehen.

Die Projekte des Wettbewerbs sind von Montag, 12. Januar, bis Mittwoch, 21. Januar, im Rittersaal des HSM am Klosterweg ausgestellt. Mo bis Fr von 16 bis 18.30 Uhr.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

News-Archiv

> 2018
> 2017

> 2016

> 2015
> 2014

> 2013
>
2012
> 2011
> 2010
> 2009
> 2008
> 2007
© 2011 Gemeinde Münchenbuchsee | Kontakt | Impressum | Seite drucken | Rechtliche Hinweise | Datenschutz