Problempflanzen und Schädlinge

23.08.2012

Neuer, sehr gefrässiger Japankäfer bedroht Kultur- und Wildpflanzen

Verdächtige Käfer einfangen und hier melden: 031 636 49 11 – Fachstelle Pflanzenschutz, Kanton Bern oder Email inkl. Foto an: pflanzenschutz@be.ch
 

Achtung: Schädling bedroht Buchspflanzenbestand in Buchsi

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um die Raupe einer aus Asien eingeschleppten Schmetterlingsart, deren Frassschäden zum Absterben befallener Buchsbäume führen können. Der als invasiv zu bezeichnende Schädling kann sich rasch ausbreiten, daher ist eine schnelle und fachgerechte Bekämpfung wichtig.

  1. Wichtig ist eine regelmässige Kontrolle des Buchses ab Anfang April bis Ende September. Bei schwachem Befall können die Raupen von Hand abgelesen und mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Unbedingt auch im Innern der dichten Pflanzen kontrollieren.
  2. Bei starkem Befall ist der Einsatz von Pflanzenschutzmittel oft unvermeidbar. Für den Hausgarten werden biologische Mittel (z.B. Dipel DF oder Delfin) empfohlen. Diese sind allerdings nur wirksam, solange die Raupen noch klein sind. Bitte beachten: Es ist keine vorbeugende Behandlung möglich. Sprühgeräte verwenden, nicht mit Giesskanne ausbringen. Reste von Pflanzenschutzmittel und Brühmittel nicht in Kanalisation entsorgen.
  3. Bei grösserem Befall sollten Fachpersonen kontaktiert werden, die ein passendes Schädlingsbekämpfungsmittel empfehlen sowie in Bezug auf die weiteren Kontrollen beraten können.

Weiterführende Informationen dazu unter:
www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/pflanzenschutzberatung/Buchsbaumzuensler.html

Als Ersatzpflanzungen gibt es Alternativen wie die ebenfalls immergrüne Eibe oder der dicht sommergrünblättrige Liguster. Falls Sie nicht auf Buchs verzichten möchten, pflanzen Sie den weniger anfälligen grossblättrigen Buchsbaum an.

Auskünfte erteilt: Katharina Wüthrich, Bauverwaltung, Tel. 031 868 82 43.

Feuerbrand

Änderung bei der Kontrolle von Feuerbrand in der Gemeinde

Seit dem 1. Januar 2020 gilt das neue Pflanzengesundheitsrecht des Bundes. Darin wird der Feuerbrand anders als bisher geregelt: Der Feuerbrand ist nicht mehr melde- und bekämpfungspflichtig (ausser noch im Kanton Wallis). Begründung: Man kann den Feuerbrand nicht mehr ausrotten (oder tilgen) und man hat über die Jahre gelernt, mit ihm zu leben. Der Bund setzt dabei auf die Eigenverantwortung der Besitzer und Besitzerinnen von Feuerbrand-Wirtspflanzen. Die finanziellen Mittel des Bundes werden für neue Schadorganismen eingesetzt (z.B. Japankäfer, Tomaten-Jordan-Virus).
Das heisst, der Feuerbrandkontrolleur in der Gemeinde wird keine regelmässigen Kontrollen der Feuerbrand-Wirtspflanzen mehr durchführen.

Dennoch bleibt Feuerbrand trotz geändertem Bekämpfungsregime eine gefährliche Bakterienkrankheit. Wir bitten Sie, Ihre Wirtspflanzen selber zu kontrollieren.

Mit der neuen Pflanzengesundheitsverordnung sind auch die kantonalen Pflanzverbote von Weissdorn, Feuerdorn, Feuerbusch etc. aufgehoben. Pflanzverbote gelten weiterhin für Cotoneaster spp. (Zwergmispeln) und Photinia davidiana (Stranvaesia, Lorbeermispel).

Weitere Informationen unter: www.feuerbrand.ch

Problempflanzen - Invasive Neophyten

Gebietsfremde Pflanzenarten verdrängen seit einigen Jahren auch in unserm Dorf verstärkt die einheimischen Pflanzen. Solche fremden Pflanzenarten bezeichnet man als Invasive Neophyten, eindringende neue Pflanzen. Sie werden invasiv, weil sie ihre Feinde in ihrer ursprünglichen Heimat zurückgelassen haben, andere Pflanzen durch die Abgabe von chemischen Substanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigen oder von Klima- und Landnutzungsänderungen profitieren. Zu ihnen gehören z. B. die Kanadische Goldrute, der Japanische Staudenknöterich und der Riesenbärenklau. Sie verursachen oft ökologische, ökonomische oder gesundheitliche Probleme. Invasive Neophyten stellen ein weltweites Problem dar. In Nordamerika und Australien z. B. haben Pflanzenarten aus Europa auf grossen Flächen die einheimische Flora verdrängt. Die Staatengemeinschaft hat sich deshalb in der Konvention von Rio 1992 verpflichtet, Invasive Neophyten zu bekämpfen.

Angesichts der beunruhigenden Zunahme von Problempflanzen müssen auch wir deren Ausbreitung  bekämpfen. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr!
  • Pflanzen Sie keine invasiven Neophyten. Verwenden Sie stattdessen Heimische und Standortgerechte Pflanzen für die Gartengestaltung im Siedlungsgebiet welche zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen bieten. (Merkblatt Umgebungsgestaltung ( PDF 128 kB), Liste standortheimische Pflanzen - nach botanischem Namen sortiert (PDF 104 kB), Liste standortheimische Pflanzen - nach deutschem Namen sortiert (PDF 104 kB))
  • Beseitigen Sie kleine Bestände rechtzeitig. Massnahmen wie Jäten, Schneiden oder Ausgraben müssen meist wiederholt und eventuell über mehrere Jahre angewendet werden, bis die Bestände vollständig erloschen sind. Vorsicht: Wurzelrückstände und Samen können auch nach Jahren wieder austreiben.
  • Wenn Sie auf die Goldrute, das Einjährige Berufkraut und den Sommerflieder in ihrem Garten nicht verzichten möchten, bitten wir Sie, die Blütenstände vor dem Versamen abzuschneiden und im brennbaren Kehricht zu entsorgen. Es gilt die weitere Ausbreitung dieser Problempflanzen durch Flugsamen zu verhindern!
  • Deponieren Sie keine invasiven Neophyten. Das Pflanzenmaterial gehört in die Kehrichtabfuhr oder muss professionell kompostiert werden (Grünabfuhr).

 

Bei Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:


Melden Sie bitte Fundorte Invasiver Neophyten ausserhalb von gepflegten Gärten an Christian Döös, Telefon 031 868 82 52

Mehr Informationen zu den häufigsten Problempflanzen und deren Bekämpfung
www.infoflora.ch
www.neophyt.ch

Bilder
Einjähriges Berufkraut
Kanadische Goldrute
Schmalblättriges Greiskraut
Ambrosia
Japanischer Staudenknöterich
Riesenbärenklau
Buddleja (Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch)

Adresse

Gemeindeverwaltung
Bauabteilung
Bernstrasse 12
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 868 82 22
Fax 031 868 82 00
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