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Biodiversität auch in Münchenbuchsee
 
Im Frühling werden in vielen Gärten neue Pflanzen gesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Pflanze geeignet ist und gar negative Folgen für die heimische Flora und Fauna haben kann.

So ist der Glaube, dass der aus China und Tibet stammende Schmetterlingsstrauch für die heimischen Schmetterlinge wichtig und nützlich ist, falsch. Das Gegenteil ist der Fall, denn legen Schmetterlinge ihre Eier auf dem Schmetterlingsstrauch ab, so gehen diese im Raupenstadium ein. Der Schmetterlingsstrauch hat aber noch eine andere negative Seite. Durch seine Massenproduktion an Samen verdrängt er die heimische Pflanzenwelt.

Das Baureglement der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee legt darum im Art. 12 Abs. 4 fest, dass zur Hauptsache heimische standortgerechte Bäume, Sträucher und Stauden zu verwenden sind.

Was sind heimische standortgerechte Pflanzen?
Heimische Arten sind Pflanzen, die schon über lange Zeit (vor Kolumbus) natürlich in unserer Gegend vorkommen. Dabei kann es sich um Lauboder Nadelgehölze, Sträucher oder auch Wildstauden handeln. Standortgerecht ist eine Bepflanzung, wenn sie mit heimischen Arten erfolgt, und wenn auch gleichzeitig berücksichtig wird, ob der Boden der Pflanzenart entspricht, d.h. sauer oder kalkhaltig, trocken oder nass, sonnig oder schattig, tiefgründig oder locker ist. Standorttypisch sind also Pflanzen, die bei ähnlichen Bodenverhältnissen sowie bei entsprechender Exposition und Höhenlage in einer natürlichen Pflanzengesellschaft vorkommen.

Was sind die Vorteile von heimischen standortgerechten Pflanzen?
Nachteilige Eingriffe in die Natur durch Bauten oder Strassen können gemildert werden. Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts - es werden Kleinlebensräume, Nahrungs- und Brutplätze sowie Verstecke für gefährdete Tier- und Insektenarten geschaffen. Eine gewisse Verminderung von Immissionen, Verbesserung der Umweltqualität. Schutz von Böschungen gegen Erosionen und Rutschungen. Blendschutz gegen Gebäude und Verkehr. Gebäude können besser in die Landschaft integriert werden.

Warum sind heimische Pflanzen so wichtig?
Die meisten, vom Aussterben bedrohten Arten unserer heimischen Fauna sind auf solche standortgerechte Pflanzenarten (Ökotypen) angewiesen und können ohne diese Pflanzen als Futterpflanzen nicht überleben.

Welche Pflanzen sind nicht erlaubt!
Alle Pflanzen die der Freisetzungsverordnung unterliegen dürfen nicht angepflanzt werden. Zusätzlich dürfen alle Pflanzen die auf der Schwarzen Liste und der Watch-Liste der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen (SKEW) enthalten sind nicht angepflanzt werden. So zum Beispiel: Kirschlorbeer, Schmetterlingsstrauch, Falsche Akazie, Mahonie.
Weiterführende Informationen finden sie unter www.cpsskew.ch/deutsch/d_index.htm

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass bei der Pflanzenwahl darauf geachtet wird, dass diese den Gegebenheiten im Garten entsprechen. Die Bauabteilung hat dazu ein Merkblatt erarbeitet. Dieses kann zu den Bürozeiten im Sekretariat der Bauabteilung, Bernstrasse 12, bezogen werden.

Für Fragen wenden Sie sich an die Bauabteilung, Ressort Hochbau
Tel. 031 868 82 22 oder bauabteilung@muenchenbuchsee.ch

Wir Danken für Ihre Mithilfe zur Erhaltung der Artenvielfalt.


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