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11. März 2006 | ||
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Tagesschule oder Kernkraftwerk? Die Rechten wollen sparen, die Linken sind skeptisch: Zehn Grossratskandidaten debattierten in Buchsi an einem Podium. «Der Kanton muss wie bisher weitersparen, um seine Schulden abzubauen», so SVP-Grossrat Peter Brand. Für seinen EVP-Ratskollegen Ruedi Löffel ist dies eine Illusion: «Das genügt nicht. Wir müssen noch mehr sparen, sonst tilgen wir die Schulden nie.» Die finanzielle Situation des Kantons Bern ist ein wichtiges Thema im Wahlkampf. Die Kandidaten glauben, dass der Kanton sparen kann, wenn er seine Angebote abbaut. Für Reto Wynistorf von der GFL sollte dies nur geschehen, wenn die Qualität der Leistungen erhalten bleibt. «Man muss Aufgaben rauswerfen, welche es nicht braucht», schliesst sich Sonja Bucher von der SVP an. Peter Brand und Sonja Bucher wünschen, dass der Mittelstand und die Familien weniger Steuern bezahlen müssen. Ruedi Löffel ist skeptisch: «Grundsätzlich sind im Kanton Bern kaum noch Steuersenkungen möglich.» Bildung wollen alle zehn Immer wieder diskutieren Politiker, wer die Tagesschulen bezahlen soll. «Die Gemeinden müssten bei der Einführung federführend sein, jedoch vom Kanton mit einem Pro-Kopf-Beitrag unterstützt werden», so Urs Blattner von der FDP. EVP-Kandidat Matthias Hügli glaubt, dass diese Lösung finanziell schlechter gestellte Gemeinden benachteiligt: Sie könnten sich kaum Tagesschulen leisten. Für SP-Frau Elsbeth Maring-Walther sollten sich Kanton, Gemeinden und Eltern gemeinsam beteiligen. «Wenn wir aus politischen Gründen eine Tagesschule wollen, vermögen wir sie in Münchenbuchsee auch», glaubt Urs Blattner. Ein AKW will nur einer Georg Karlaganis von der FDP möchte, dass die Stadt Bern Road Pricing überprüft. Mit solchen Strassengebühren könnte sich der Kanton als Umweltpionier profilieren. SP-Politiker Markus Beer schlägt vor, dass der Kanton Bern alternative Energien fördert. «Der Kanton müsste Rahmenbedingungen schaffen, um von der Atomenergie wegzukommen.» Kein Problem mit der Atomenergie hat Patrick Koch von der SVP; er würde unter Umständen sogar dem Bau eines neuen AKW zustimmen. Christine Nydegger, Redaktorin dieser Zeitung, leitete ein Wahlpodium, bei dem die zehn Kandidaten ihr politisches Profil erläutern konnten. Patentrezepte hörten die nicht sehr zahlreichen Zuschauer allerdings keine. Ein Artikel aus der (Lukas Schwab, Berner Zeitung BZ) | ||
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