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Zwei Verdächtige in Untersuchungshaft

7. Februar 2006
 
Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt in Münchenbuchsee befinden sich zwei Männer aus Serbien-Montenegro in Untersuchungshaft. Sie stehen im dringenden Verdacht, Anfang Januar einen Mann in der Wohnung am Seedorfweg 30 in Münchenbuchsee getötet zu haben; sie sind teilweise geständig. Die Identität des Opfers ist weitgehend geklärt.

Am Sonntagvormittag, 8. Januar 2006, wollten zwei Angehörige des Grenzwachtkorps in Basel zwei Männer kontrollieren worauf diese die Flucht ergriffen. Wenige Stunden später gelang es den beiden Grenzwächtern die Gesuchten festzunehmen; einer von ihnen mit einer Pistole bewaffnet. Die ersten Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass die beiden aus Serbien-Montenegro stammenden Männer im Kanton Bern mehrere Einbruchdiebstähle begangen haben. Deshalb wurden sie in Untersuchungshaft versetzt.

Am Abend des 29. Januar 2006 hatte ein Wohnungsmieter ebenfalls ein Serbe, der Kantonspolizei gemeldet, er sei nach mehrwöchiger Ferienabwesenheit zurückgekehrt und habe in seiner Wohnung am Seedorfweg 30 in Münchenbuchsee eine männliche Leiche gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass sich der Mann mit dem Einverständnis des Mieters in dessen Wohnung aufgehalten hatte.

Unterdessen konnte ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Begebenheiten hergestellt werden. Gemäss heutigem Kenntnisstand haben sich die beiden Tatverdächtigen zusammen mit ihrem späteren Opfer in der Wohnung am Seedorfweg 30 in Münchenbuchsee aufgehalten. Es muss davon ausgegangen werden, dass es in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 7./8. Januar in der Wohnung zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den drei Männern gekommen ist, in deren Verlauf einem von ihnen tödliche Verletzungen beigefügt wurden. Der genaue Tatablauf und das Tatmotiv sind nach wie vor unklar.

Die Identifikation des Opfers gestaltet sich wegen der starken Verwesung der Leiche äusserst schwierig und steht noch nicht abschliessend fest. Die Untersuchungsbehörden gehen jedoch davon aus, dass es sich beim Opfer um einen in Frankreich wohnhaften, 32-jährigen Mann aus Serbien-Montenegro handelt, welcher der Polizei unter mehreren Aliasnamen bekannt ist. Er steht ebenfalls im Verdacht, zusammen mit seinen beiden Landsmännern mehrere Einbruchdienstähle im Kanton Bern verübt zu haben. Weitere Ermittlungen und Befragungen sind im Gang.

www.police.be.ch

(pkb)
 
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