

































Grund für diese ungewöhnliche Aktion war ein Feuer, das Stunden zuvor im Restaurant ausgebrochen war. Mitarbeiter der Frühschicht entdeckten den Brand in den Morgenstunden. Kurz vor 7.30 Uhr ging der Alarm bei der Berner Kantonspolizei ein. Die Feuerwehr Münchenbuchsee rückte mit vierzehn Mann und vier Fahrzeugen aus und hatte den Brand gegen 8.15 Uhr gelöscht. Personen kamen keine zu Schaden, allerdings hatte sich in den Räumlichkeiten viel Rauch gebildet.
Wann in Zollikofen wieder gebraten und frittiert wird, ist derzeit unklar. Weder die Angestellten vor Ort noch die Mediensprecherin von McDonald’s Schweiz, Aglaë Strachwitz, konnten diesbezüglich genaue Angaben machen. Es sei aber davon auszugehen, so Strachwitz, dass die Filiale während der nächsten Tage geschlossen bleibt. Näheres zum entstandenen Sachschaden ist ebenfalls noch unbekannt.
Dagegen liegen bereits erste Informationen über die mögliche Brandursache vor. Die Polizei meldete, dass sich die Ermittlungen der Spezialisten derzeit auf einen Defekt in einem Tumbler konzentrieren. Dieser stand in einem der hinteren Räume des Gebäudes, von wo aus sich das Feuer ausbreitete.



In den Nächten bis am 4. August ersetzen die Arbeiter das Schotterbett auf Gleis 1 des Bahnhofs Münchenbuchsee. Gleichzeitig werden neue Holzschwellen unter die Schienen montiert. In einem zweiten Arbeitsgang ersetzt eine andere Maschine auch die Schienen.
Bauen auf einem Gleis
Rund 40 Personen sind rund um den Bauzug beschäftigt. Die meisten sind Spezialisten für Gleisbau, dazu kommen die Sicherheitsleute der SBB. Jedes Mal, wenn ein Zug die Baustelle kreuzt, ertönt ein Signalton. «Die Geschwindigkeit ist während der Bauzeit auf 50 Stundenkilometer beschränkt», sagt Baustellenleiter Hans Bachmann.
Der «Puscal» steht unterdessen exakt dort, wo es das erste Teilstück in dieser Nacht zu ersetzen gilt. Zwei Kräne auf Schienen gleiten auf dem Zug heran. Ihre vier Arme packen das alte Gleisstück, dann gibt es einen Ruck, und die 18 Meter Schienen hängen mitsamt den Schwellen in der Luft. Die beiden Kräne gleiten damit weg und legen das Stück auf dem Waggon für die alten Schwellen ab. Blitzschnell lösen die Arbeiter die Schrauben, die Kräne transportieren die Gleisstücke auf die neuen Schwellen. Dort werden sie ebenso schnell wieder aufgeschraubt.
Der Schotter muss weg
Gleichzeitig macht sich auf dem leeren Stück Schotterbett eine gewaltige Fräse zu schaffen. Unter ohrenbetäubendem Lärm schabt sie den alten Schotter vom Boden und verfrachtet ihn auf ein Förderband. «Der Schotter ist zu fein, darum muss er vollständig ersetzt werden», sagt Bachmann. Darunter kommt der nackte Erdboden zum Vorschein. Nachdem die gesamten 18 Meter Boden gereinigt sind, sausen von der anderen Seite hier wieder die beiden Kräne heran. Sie haben je ein sogenanntes Chübeli geladen. So nennen die Arbeiter kleine Mulden mit je vier Kubikmeter neuem Schotter. Vorsichtig leeren die Kräne das Material ins Loch, dann holen sie die nächsten Mulden. Ein Schieber planiert den Schotter. Ist die richtige Höhe erreicht, legen die Kräne das Gleisstück mit den neuen Schwellen zurück, das mit dem angrenzenden Stück verbunden wird.
Nach knapp einer Stunde fährt der «Puscal» 18 Meter weiter. Die Arbeit am nächsten Gleisstück beginnt – das zweite von fünf in dieser Nacht. Um 5.30 Uhr wird das Gleis bis zur nächsten Nachtschicht für den Zugverkehr freigegeben.


Das Volk plantschte im Bach oder Weiher, die Mehrbesseren vergnügten sich in Bassins. In Münchenbuchsee und Jegenstorf bauten Bernburger Badeeinrichtungen, die anfangs nur Auserwählten offen standen. Beide Anlagen sind heute geschlossen, haben aber sehenswerte Bauten hinterlassen.
HOFWIL BEI MÜNCHENBUCHSEE
Wie ein tragischer Todesfall Gutes bewirkte. 150 Jahre lang schwammen angehende Schulmeister im Freibad des Seminars Hofwil.
Die Knaben spritzen und johlen. Das Wasser ist zwar kalt. Doch dass sie für den Schwimmunterricht im Moossee während einer Stunde der nahen Erziehungsanstalt entweichen können, begeistert die Buben, allesamt Jünglinge aus höheren Ständen. Vorerst bemerkt niemand, dass jemand fehlt. Als sie, angeleitet vom Herrn Schulmeister, in Reih und Glied zurückkehren sollen, fällt die Lücke auf. Joseph, den sie Seppl nennen, der Sohn eines bayrischen Generals, ist verschwunden. Die Buben finden den Vermissten bald. Er liegt ertrunken im Wasser.
Erstes Bassin der Schweiz
So oder ähnlich hat sich vor bald 200 Jahren ein Ereignis abgespielt, das der Schule bei Münchenbuchsee erst Unglück brachte – und dann das allererste künstliche Schwimmbad der Schweiz bescherte. Der Tod des jungen deutschen Adligen erschütterte den Gründer der Bildungsanstalt, den Berner Patrizier Philipp Emanuel von Fellenberg. Der Vorfall bedrohte den Ruf seiner weit über die Grenzen hinaus bekannten Musterschule. Damit sich so etwas nicht wiederholt, liess er in der Nähe ein Schwimmbecken mit Sprungturm bauen. 1822 war das. Eine ähnliche Einrichtung gab es damals erst in der Nähe von Hamburg.
Heute ein Baudenkmal
150 Jahre lang schwammen und planschten hier die Schüler des Höfus, des Lehrerseminars und heutigen Gymnasiums. Weil die Anlage nicht mehr den Hygienevorschriften entsprach, müssen die Jugendlichen seit 1971 aufs nasse Vergnügen verzichten. Der Kanton Bern, als Besitzer der Schule, renovierte die Bauten. Auch wenn kein Wasser mehr lockt, erfreut die Spaziergänger heute eine schön hergerichtete Anlage an idyllischer Lage.
SCHLOSS JEGENSTORF
Wie sich erst hohe Herrschaften und dann die Dorfjugend abkühlte. Der Erste Weltkrieg warf dunkle Schatten, als sich das Bassin im Schlosspark erstmals füllte.
Wie sich erst Herrschaften und dann die Dorfjugend im Park abkühlten. Der eben begonnene Erste Weltkrieg dämpfte die Freude, als sich das Bassin erstmals füllte.
Durch die offenen Fenster des Schlosses erklingt Musik, Klavier und Geige, Offenbach und Léhar. Im Garten spazieren Damen mit Sonnenschirmen, derweil die Herren mit ernster Miene die bedrohliche Weltlage diskutieren. Hinten im Park hört man, wie juchzend ein Mann ins Wasser springt. Zu sehen ist nichts. Das Bassin ist doppelt vor Blicken geschützt, durch eine Palisade und durch eine Hecke. Auch ohne diesen Schutz wären keine Blössen zu erhaschen: Die Damen und Herren tragen Badetrikots, die wirklich nichts zeigen.
Für gediegene Gesellschaften
1914 ists. Der Badeweiher im Jegenstorfer Schlosspark ist eben fertig gestellt. In Bern hat die Landesausstellung begonnen. Ganz Europa ist durch einen furchtbaren Weltkrieg bedroht. Schlossbesitzer Arthur von Stürler hat in der ererbten Liegenschaft vieles umgebaut. Im Park ist ein etwa 15 mal 10 Meter grosses Bassin entstanden. Stürler liebt gediegene Gesellschaften. Wenn Stimmung und Witterung es erlauben, tummeln sich seine Gäste im Wasser.
Stilvoll Plantschen für alle
Den einfachen Jegenstorfern bleibt der Spass vorerst verwehrt. Die Hautevolee will unter sich bleiben. Ab 1934 dürfen dann auch Gielen und Modis aus dem Dorf planschen. Das Schloss gehört jetzt einer Stiftung. Sie öffnet das Becken für die Allgemeinheit. Etwa 20 Jahre lang hat das damals noch bäuerliche Jegenstorf eine hochherrschaftliche Badeanstalt. Auf Dauer vermag die Stiftung den Unterhalt jedoch nicht zu bezahlen. In den Fünfzigerjahren schüttet sie das Becken zu. Erhalten geblieben ist das Badehaus. Heute dient es als Lagerraum und zurzeit als Kulisse für das Freilichttheater «Houpme Lombach» der Jegenstorfer Schlossspiele.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee bringt gestützt auf Art 58 BauG vom 9. Juni 1985 das überkommunale Vernetzungsprojekt nach Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) der Gemeinden Münchenbuchsee, Deisswil, Wiggiswil, Zuzwil, Iffwil und Scheunen zur öffentlichen Mitwirkungsauflage.
Die Vernetzungsplanung Münchenbuchsee – Scheunen liegt vom 26. Juli 2012 bis und mit 26. August 2012 in der Gemeindeverwaltung/Bauabteilung auf.
Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 8 – 12 und 14 – 17h, Freitag durchgehend von 8 – 15h, Dienstagabend bis 18.30h.
Während der Mitwirkungsfrist können alle Interessierten schriftlich und begründet Anregungen und Einwendungen zur Planung anbringen. Die Eingaben sind bis am 27. August 2012 persönlich oder per A-Post an die Präsidialabteilung Münchenbuchsee zu richten.
Informationsveranstaltung über die
Vernetzungsplanung nach Öko Qualitätsverordnung
Im Rahmen der Mitwirkung findet für interessierte Kreise eine Informationsveranstaltung statt:
Donnerstag, 16. August 2012, 20.00h im Restaurant Kreuz in Iffwil
Die Information umfasst folgende Themen:
Gerne werden an dem Abend auch Fragen zum Thema beantwortet.
Der Gemeinderat






Jetzt gibt es bereits zwei Kandidaten, die im Herbst das Präsidium der bernischen SVP übernehmen wollen. Peter Brand, seit 2002 im Grossen Rat, hat seine Ambitionen angemeldet. Unterstützt wird der 53-jährige Notar aus Münchenbuchsee von seiner Sektion, wie diese mitteilt. Bereits bekannt ist die Kandidatur von Grossrat Manfred Bühler aus dem Berner Jura.
Nach der Parteispaltung 2008 ist Brand Chef der SVP-Fraktion im Grossen Rat geworden. Vor allem in der Finanzpolitik hat er sich als dossiersicherer Meinungsführer seiner Partei profiliert.
«Als Parteipräsident könnte ich einiges bewegen», sagt Brand, der Präsident des Hauseigentümerverbandes ist. Dies wäre seine Hauptmotivation. Gerade im Hinblick aufs Wahljahr 2014 möchte er die bürgerliche Politik im Kanton mitgestalten und zum Erfolg führen. Eine Wende sei nur möglich, wenn die Bürgerlichen zusammenarbeiteten, sagt er.
Rudolf Joder hatte seinen Rücktritt als Parteipräsident Mitte Mai ankündigt. Brand war zunächst in der Findungskommission. Aus dieser ist er nun zurückgetreten.



Bei den Wahlen in der Region mischt auch die GLP mit - doch die Sektionen schiessen nicht wie Pilze aus dem Boden.
Die Grünliberalen wollen die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen. «Wir konzentrieren uns vor allem auf Worb, Ostermundigen, Zollikofen und Münchenbuchsee, Gemeinden, in denen auch ein Parlament gewählt wird», sagt Christian Leu, Vorstandsmitglied der GLP Mittelland-Nord. Während in Ostermundigen und Worb eine Sektion gegründet werden konnte, es sind die Ortsparteien Nummer sieben und acht im Kanton Bern, ist man in Zollikofen und in Münchenbuchsee noch nicht so weit. In Zollikofen beschloss die GLP eine Listenverbindung mit der GFL. «Unter diesem breiten grünen Dach der GFL hat es für ökologisch sensibilisierte und engagierte Menschen aller Schattierungen viel Platz», hiess es damals in einer Medienmitteilung. In Bern waren die Bestrebungen für einen grünen Schulterschluss dagegen nicht von Erfolg gekrönt.
Offen präsentiert sich die Ausgangslage in Münchenbuchsee. Laut Leu ist noch unklar, wie die Grünliberalen zu den Wahlen antreten werden. Ein Entscheid über ein allfälliges Zusammengehen mit der GFL steht noch aus. In der Region Bern verfügen die Grünliberalen über ein Wählerpotenzial von rund 5 Prozent.

In Gemeinden wie Zollikofen, Münchenbuchsee, Bolligen oder Worb tritt die BDP im Herbst zum ersten Mal zu den Wahlen an. Doch engagiertes «Personal» für die geplante Expansion ist schwer zu finden.
Die Ausgangslage ist verheissungsvoll. Bei den National- und den Grossratswahlen hat die BDP in vielen Gemeinden in der Agglomeration Bern einen Wähleranteil von rund 15 bis 16 Prozent eingefahren, und nun stehen im Herbst in diesen Gemeinden Wahlen an. Die BDP, die sich als «die neue Kraft» anpreist, will daraus Kapital schlagen - so wie sie das schon bei den Wahlen in Bern vor vier Jahren und in Köniz vor drei Jahren geschafft hat. Dafür braucht es aber einsatzfreudiges Fussvolk, das den Acker bestellt, und nicht nur Schulterklopfer, die es einfach gut finden, wenn die BDP zu den Wahlen antritt, weil auf diese Weise das Angebot grösser wird. Das kann zu einem Problem werden.
Kein Geld bei der kantonalen BDP
«Mehr Mitglieder, mehr Sektionen, Teilnahme an Gemeindewahlen, das gehört zu unserer Strategie, um Durchhänger zu vermeiden», sagt Heinz Siegenthaler, Präsident der kantonalen BDP. «Das Potenzial soll nicht brachliegen.» Am einfachsten sei es, wenn Ortssektionen gegründet würden. «Da gibt es aber manchmal ein Problem: Wer übernimmt die Führung?» Zudem kann die Kantonalpartei nur administrativ und organisatorisch Unterstützung bieten, aber nicht finanziell. «Nach den Wahlen auf nationaler und kantonaler Ebene sind unsere Kassen leer», sagt Siegenthaler. Die Sektionen müssten selber versuchen, das Geld zusammenzubringen.
Damit es nicht zu viele weisse Flecken auf der Landkarte gibt, greift man zum Mittel regionaler Sektionen, wie die Beispiele BDP Grauholz oder Worblental zeigen. Derzeit sind auf der Homepage insgesamt 53 Sektionen verzeichnet. Eine 54. befindet sich im Aufbau: Am Freitag findet in Zollikofen die Gründungsversammlung statt. Man habe sich überlegt, ob man mit der BDP Worblental zusammenspannen wolle, sagt Kathrin Anderegg-Dietrich, frühere SVP-Grossrätin. «Aufgrund der Resultate der letzten Wahlen und der Grösse des Ortes sollten wir jedoch eine eigene Sektion auf die Beine stellen», sagt sie. Allerdings will die BDP Zollikofen die Sache «süferli» angehen. Wie die Partei im November an den Wahlen teilnimmt, ist noch offen. Sie habe viele positive Rückmeldungen erhalten, sagt Anderegg. «Sympathisanten hat man noch schnell gefunden, jetzt geht es aber darum, den Tatbeweis zu erbringen.» Die Initianten für die Gründung bei der BDP in Zollikofen waren früher bei der SVP engagiert. Der Parteiwechsel vollzog sich bei der Gründung der BDP im Jahr 2008.
Bereits Ende März wurde in der Nachbargemeinde Münchenbuchsee eine eigene Sektion gegründet. Letzte Woche beschloss die neue Partei, bei den Wahlen am 25. November sowohl für den Gemeinderat wie auch für das Gemeindeparlament zu kandidieren. Die Nominationen werden erst nach den Sommerferien erfolgen, über Namen will BDP-Präsident Walter Lanz darum noch nicht spekulieren. «Wir sind auf Kurs.» Für den Grossen Gemeinderat mit vierzig Sitzen geht Lanz von einer Liste mit zehn bis fünfzehn Kandidierenden aus. «Für den Gemeinderat wollen wir mit zwei Kandidaten ins Rennen steigen.» Die BDP Buchsi tritt als eigenständige Partei an und verzichtet auf Listenverbindungen mit anderen Parteien. Das habe einen einfachen Grund, sagt Lanz, denn man wolle eine Antwort auf die Frage: «Si mir überhoupt öpper oder si mir niemer?» In der Legislative will die BDP vier bis sechs Sitze erobern, und ein Mandat in der siebenköpfigen Exekutive. Da der Kuchen, der verteilt wird, immer noch gleich gross ist, wird es Verlierer geben. Die viel erwähnte Opfersymmetrie, bei den Wahlen in Münchenbuchsee könnte sie Tatsache werden: «Wahrscheinlich werden alle Parteien Haare lassen müssen», sagt Lanz.
Junge Leute wären gefragt
In Bolligen wurde kürzlich ein Orientierungsabend durchgeführt, auf die Gründung einer Ortspartei wurde aber verzichtet, wie BDP-Grossrätin Vreni Kipfer erklärt. In Bolligen tritt die BDP unter dem Dach der Sektion Worblental an. «Vorläufig wollen zwei Personen für den Gemeinderat kandidieren», sagt Kipfer. Namen will sie noch nicht preisgeben. Die BDP wäre im Hinblick auf die Wahlen jedoch eine begehrte Braut. Bolligen Parteilos und die EVP sollen diskret angeklopft haben, doch die BDP lehnte ab. «Wir wollen herausfinden, wer wirklich für die BDP stimmen will», sagt Kipfer. Denn Nationalrats- oder Grossratswahlen seien nur beschränkt vergleichbar. In Gemeindewahlen stehe die Person im Vordergrund, nicht die Partei.
Auch im Worblental ist politisch engagiertes Personal rar. In Worb wird zwar der bisherige Gemeinderat Ernst Hauser wieder antreten, sonst aber gebe es nicht einen «Riesen-Run», wie die Präsidentin der Sektion Worblental, Therese Bernhard, sagt. Sie selber übernahm das Amt, weil sie nicht mehr zu den Grossratswahlen antrat. «Es müssten junge Leute nachkommen», findet Bernhard, die nicht ewig Präsidentin bleiben will. «Dieses Jahr mache ich es aber sicher noch», verspricht sie.

| – |
Vom Dorfzentrum zum Oberdorf, ab Bernstrasse via – Fellenbergstrasse – Schmiedegasse – Bodenackerweg – Kirchlindachstrasse |
| – | In umgekehrter Richtung, Kirchlindachstrasse – Bodenackerweg – Höheweg – Sonnenweg – Unterfeldweg |
| 1. |
Die Haltestelle Coop (beide Richtungen) wird an den Bodenackerweg verlegt (Bereich Konsumwägli). |
| 2. | Abfahrtszeiten bei den Haltestellen Schönegg, Mätteli, Häuslimoos, Lindenweg und Coop jeweils 3 Min. früher als im Fahrplan angegeben. |
| 3. | Die Anschlüsse beim Bahnhof Zollikofen können nicht durchwegs garantiert werden. |
Eine gewisse Bitterkeit war in seiner Stimme aber zu hören, als er eine kurze Erklärung verlas. Er redete von seiner Art, das Christentum zu vertreten, und davon, dass er dies bis vor kurzem mehr oder weniger unbehelligt habe tun können. Er liess durchblicken, dass es seiner Meinung nach in der Kirchgemeinde auch schon zu Mobbing gekommen sei. Und er zeigte sich froh darüber, dass er durch das kantonale Recht insoweit geschützt sei, als man ihn nicht einfach so auf die Strasse stellen könne.
Abgangsentschädigung
Die Vereinbarung sichert ihm in der Tat gerade materiell einiges zu. Allem voran eine einmalige Abgangsentschädigung von nicht weniger als 120'000 Franken, dazu kommen noch Arbeitgeberbeiträge von 10'000 Franken. Das Geld wird allerdings nur dann in voller Höhe fällig, wenn Thöni ein Jahr nach seinem Abgang noch immer keinen vollwertigen Ersatz gefunden hat. Andernfalls ist nur die Hälfte geschuldet, ein Betrag in Höhe von 65'000 Franken also.
In der Diskussion schienen die Gründe, die den Kirchgemeinderat die Trennung in die Wege leiten liessen, kaum zu interessieren. Ein Votant zweifelte die 130'000 Franken grundsätzlich an. Er verstehe nicht, wieso der Kirchgemeinderat von Anfang an auf eine vom Kanton offenbar im Maximum so vorgegebene Entschädigung einschwenke, wenn er auf juristischem Weg gar keinen höheren Betrag riskiere. Die vorliegende Zahl sei schlicht unanständig. «Ihr müsst euch nicht wundern, wenn nach einem Ja zur Vereinbarung wieder ein paar Steuerpflichtige die Finken klopfen und sagen, für so etwas zahle ich keine Kirchensteuern.»
Zu reden gab weiter, dass Thöni zu einer früheren Stellenreduktion von 80 auf 50 Prozent bereits 50'000 Franken Entschädigung kassiert hatte. Er sei der Meinung, führte daher ein zweiter Votant aus, dass man den Betrag in der aktuellen Vereinbarung um so viel reduzieren müsste. Die beiden beantragten, das Geschäft zurückzuweisen.
Mit diesem Antrag unterlagen sie allerdings klar, 39 waren gegen die Rückweisung und nur 22 dafür. In der Schlussabstimmung wurde die Vereinbarung mit 36 Ja gegen 23 Nein bei 9 Enthaltungen genehmigt.

In Münchenbuchsee gab es lange eine Theatergruppe, die von Urs Blattner geleitet wurde. Sie wurde im Frühling aufgelöst.
«Zuerst dachte ich, ich könnte es lockernehmen, doch es traf mich schwer», sagte Urs Blattner nach der Auflösung der Theatergruppe, die er sehr lange geführt hatte. Der Grund für die Auflösung war, dass Blattner krank wurde und es an Personal mangelte. Nach seiner Genesung wollte er weitermachen, doch er war nicht fit genug und hatte nur wenig Zeit. Urs Blattner ist sehr stolz auf seine Arbeit als Theaterleiter und vermisst diese. Die Theatergruppe in Münchenbuchsee bedankt sich herzlich bei ihm für seine Mühe und gute Arbeit. Claudia Schär ist Lehrerin in Münchenbuchsee. Sie ging bei Urs Blattner in die Schule und besuchte seine Theateraufführungen. Daraufhin meldete sie sich für die Theatergruppe an und spielte 15 Jahre lang mit. «Auch ich bin traurig, dass die Gruppe aufgelöst wird», sagt sie. Doch Schär wird sich weiterhin mit Theatern beschäftigen.
Fast 30 Jahre lang Theater
Urs Blattner gab 27 Jahre lang Theaterunterricht. Die erste Theatergruppe entstand in Lengnau, wo er als Lehrer arbeitete. Dort schrieb er ein Theaterprojekt aus. «Ich war erstaunt, als sich über 30 Schüler dafür anmeldeten», sagt er. Solche Angebote gab es in dieser Schule noch nicht. Im Jahr 1984 wechselte Urs Blattner als Lehrer nach Münchenbuchsee. Die Schüler aus Lengnau spielten trotzdem weiter Theater. Und auch Urs Blattner wollte die Theaterarbeit nicht aufgeben. Deshalb gründete er in Münchenbuchsee eine weitere Gruppe. Auch diese Schüler verloren das Interesse am Theater nicht, als Urs Blattner zurücktreten musste. Urs Blattner bildete auch Schauspieler aus. Diese hatten schon grosse Erfolge wie im Jahr 2006, als die Schauspieler den «Prix Buchsi» gewannen.
Ein Artikel aus der 
(Abduwaris, Florian, Taufi, Berner Zeitung BZ)

Die Gemeinde Münchenbuchsee will das Problem unter die Lupe nehmen.
Die Sitzung des Grossen Gemeinderats im Kirchgemeindehaus am Donnerstagabend war besser besucht als auch schon. Auf den Sitzreihen für die Gäste sassen zahlreiche lärmgeplagte Anwohnerinnen und Anwohner der Mühlestrasse, der Verbindungsstrasse zwischen der Bahnunterführung im Zentrum von Münchenbuchsee und dem Kreisel bei der Moospinte. Die Anwohner waren aufmarschiert, weil SP-Parlamentarierin Kathrin Morgenthaler in einer Motion wegen der «unerträglich gewordenen Immissionen» die Einsetzung einer Spezialkommission forderte. «Der Verkehr hat sich gegenüber 2003 auf 3000 Fahrzeuge pro Tag verdoppelt», sagte Morgenthaler. Der Gemeinderat dürfe die Anliegen der Bevölkerung nicht ignorieren. Die Kommission solle Lösungsvorschläge ausarbeiten.
Aufgabe für Regionalkonferenz?
In der Antwort auf den Vorstoss schrieb der Gemeinderat, «zweckmässige, langfristige Lösungen können nur im überörtlichen Verbund gefunden werden». Konkret sei dies der Fachbereich Verkehr der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, welcher verschiedene Projekte erarbeite. «Protektionistische Massnahmen in einzelnen Gemeinden sind umstritten und führen nicht zum Ziel.» Der Weg über die Regionalkonferenz sei für die Lösung «zu schwerfällig und zu zeitraubend», befand Morgenthaler. Sie hielt deshalb an der Motion fest, obwohl der Gemeinderat die Ablehnung beantragt hatte. Sie erntete von den Anwohnern der Mühlestrasse langen und lautstarken Applaus für ihr Votum.
Sympathie, trotz Ablehnung
Ruedi Löffel (EVP) äusserte Sympathie für das Anliegen, er verwies aber auch darauf, dass ein grosser Teil des motorisierten Verkehrs «hausgemacht» sei. Wie der Gemeinderat war aber auch Löffel der Ansicht, dass die Einsetzung einer Spezialkommission alleine für die Mühlestrasse nicht nötig sei. Es bestünden bereits genügend Gremien, die sich mit dem Problem befassen könnten. So hat der Gemeinderat bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Arbeitsgruppe Richtplan Verkehr eingesetzt, die aus je zwei Vertretern der Planungs-, der Tiefbau- und der Sicherheitskommission besteht. Das Gremium soll die Arbeit der drei Kommissionen koordinieren.
In der Folge stimmte nur die SP für die Motion, die übrigen Parteien lehnten den Vorstoss ab, wobei sich die GFL-Vertreter der Stimme enthielten. Die Motion wurde mit 17 zu 9 Stimmen abgelehnt. Die Anwohner gingen trotzdem nicht völlig enttäuscht nach Hause. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) versprach, man werde die Problematik anschauen und auf die Anwohnerinnen und Anwohner zugehen.
Tempo 30 Laubbergweg

Auf Zahlenspiele lässt sich Stefan Forster im Moment nicht ein. Der Präsident des Kirchgemeinderats Münchenbuchsee-Moosseedorf mag zwar nicht dementieren, dass es durchaus um einen Betrag von 100'000 Franken gehen kann. Bestätigen will er diese Zahl aber auch nicht, er sagt nur: «Wir haben uns an den Richtlinien orientiert, die der Kanton für solche Fälle vorgibt.»
Dort steht: Verliert ein Pfarrer ohne handfeste Gründe die Stelle, erhält er eine Entschädigung von bis zu 18 Monatslöhnen, ab einem gewissen Alter und nach einer längeren Anstellung sogar eine Rente. Bei Martin-Christian Thöni, Pfarrer in Münchenbuchsee-Süd, sind das Alters- wie das Dienstzeitkriterium wohl erfüllt, zumindest aber wird ein happiger Betrag als Abfindung fällig. Hochgerechnet auf einem Lohn, wie er für seinen 50-Prozent-Job üblich ist, sind das eben rasch um die 100'000 Franken.
Genau. Die Kirchgemein-de Münchenbuchsee-Moosseedorf will Martin-Christian Thöni loswerden und ist bereit, für diesen Abgang tief in die Tasche zu greifen. So hat es der Kirchgemeinderat eingefädelt, so soll es am Montag in einer Woche die Kirchgemeindeversammlung absegnen – in einem Traktandum, das relativ harmlos als «Vereinbarung» daherkommt, die mit dem Pfarrer im Kreis Süd abgeschlossen werden soll.
Kein fester Betrag
Vor dieser Versammlung will sich Stefan Forster zum Geschäft weiter nicht im Detail äussern. Er bestätigt aber, dass es in der Vereinbarung auch um Geld für den abtretenden Pfarrer geht. Und dass der Betrag, der irgendwann ausgezahlt wird, nicht von vornherein fix ist. Letztlich bemisst sich dieser daran, wie rasch Martin-Christian Thöni einen neuen Job findet – verlassen wird er Münchenbuchsee übrigens spätestens Ende 2013, wenn seine Amtsdauer ausläuft.
Genauso wenig sagt Stefan Forster zurzeit darüber aus, warum der Kirchgemeinderat überhaupt auf die Trennung und die dazugehörende Vereinbarung hinarbeitet. «Sie hat sich aus der Zusammenarbeit ergeben», meint er nur – und ergänzt noch: «Im weitesten Sinn kann man sagen, dass wir mit seiner Arbeit nicht zufrieden sind.»
Nach wirklich handfesten Verfehlungen tönt das nicht. Dazu kommt, dass die Kritik reichlich spät kommt, immerhin ist Martin-Christian Thöni seit über fünfzehn Jahren in Münchenbuchsee tätig. Und schliesslich würde die Kirchgemeinde kaum einfach so eine Abfindung anbieten – auf all dies erklärt Stefan Forster: Pfarrer seien heute noch so angestellt, dass sie nur «in extremen Fällen» entlassen werden könnten. Deshalb habe es zur Vereinbarung kaum eine Alternative gegeben. Und nochmals über das getrübte Verhältnis zwischen Pfarrer und Kirchgemeinderat: «Es hat sich über längere Zeit so entwickelt.»
Für beide Seiten freiwillig
Bei alledem betont Stefan Forster, dass «die Vereinbarung freiwillig ist und das Einverständnis beider Seiten braucht». So könne man sich auf eine gütliche Art trennen und vermeide juristische Auseinandersetzungen, die für alle Beteiligten nur zur Belastung würden.
Ein Artikel aus der 
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)






Die Allmend, wo rund 1200 von Buchsis knapp 10'000 Einwohnern leben, ist im wahrsten Sinn des Worts randständig: Wie der Bahnhof Zollikofen und der Mormonentempel steht sie zwar auf Boden der Gemeinde Münchenbuchsee, wird aber als Teil von Zollikofen wahrgenommen. Von dort wird auch die Post geliefert, das Telefonbuch führt die Anwohner unter Zollikofen.
Eltern verhinderten Debatte
Den Deckel so richtig gelupft hat es den Allmendlern Ende März, als Buchsis Parlament über einen Schulbus debattieren wollte. Dieser sollte pro Jahrgang rund 20 Kinder aus dem Dorfkern in die Allmend in den Kindergarten und danach in die 1. und 2.Klasse fahren. Auf zwei Klassen verteilt, hätte dies zu besser durchmischten Klassen in der Allmend geführt. Heute haben 90 Prozent der Allmendkinder in der Basisstufe fremdsprachige Eltern. Mit dem Schülertransport wäre der Zeitpunkt der Integration der Allmendkinder vorverschoben worden, die heute mit dem Übertritt in die 3.Klasse im Schulhaus Waldegg erfolgt. Zudem hätte die zusätzliche Kindergartenklasse im Allmendquartier das Schulraumproblem der Gemeinde gelöst. Allerdings wehrten sich Eltern aus dem Dorf so massiv gegen das Geschäft, dass das Parlament es ohne Debatte von der Traktandenliste absetzte (wir berichteten).
Blogeintrag sorgt für Ärger
Eine der Gründerinnen der IG Allmend ist Daniela Brand. Sie ist in der Allmend aufgewachsen und hat zwei Kinder im Teenageralter. Im BZ-Leser-Blog, wo auch die Parlamentarier Ruedi Löffel (EVP) und Thomas Scheurer (GFL) mitdiskutierten, kritisierte sie die Politiker heftig. Scheurer gab zwar nur einen einzigen Kommentar ab, doch das genügte, um Brand und weitere Allmendler zu empören.
«Das Allmendquartier ist seit jeher ein Fremdkörper», schrieb Scheurer. «Aus planerischer Sicht müsste das sehr gut erschlossene Quartier in den Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof Zollikofen integriert und mehrheitlich in eine Arbeitszone umgezont werden.» Auf Nachfrage bestätigt Scheurer, dass der Kommentar von ihm stammt. Er verstehe, dass solche Überlegungen bei den Allmendbewohnern nicht gut ankämen. Sie drückten jedoch vor allem eine planerische Grundhaltung mit einem Horizont von 10 bis 20 Jahren aus. «Werden wir dann zwangsdeportiert?», fragte Brand im Blog, ohne eine Antwort zu erhalten.
Allmend fürchtet um Schule
Die IG Allmendquartier verlangt, dass der bestehende Schulraum im Quartier genutzt wird und die Klassen schon in der Allmend besser durchmischt werden – andernfalls befürchten die Anwohner, dass der Standort ganz aufgehoben wird. Tatsächlich verlangt eine EVP-Motion, dass der Gemeinderat «im Dorfzentrum so rasch wie möglich genügend Schulraum zur Verfügung» stelle, «damit keine Kinder aus dem Dorf in die Allmend transportiert werden müssen und die Integration der Allmendkinder im Dorfzentrum geschehen kann».
Trotzdem betont Löffel, dass eine Lösung des Transportes vom Dorf in die Allmend für ihn «nicht einfach vom Tisch» sei. Massgebend sei das Alter der betroffenen Kinder. «Heute sind es Drittklässler, die für die Schule das Quartier wechseln müssen.» Was Löffel aber auch sagt: «Integration muss primär mit Ausrichtung aufs Dorf erfolgen.» Dass die Allmend ohne Kindergarten und Schule weiter abgewertet würde, glaubt er nicht. Im Gegenteil: «Wenn die Allmendkinder möglichst früh im Dorf integriert werden, kann dies die Allmend sogar aufwerten.»
Gemeindepräsidentin hilft
Anders sieht dies Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). «Ich finde es wichtig, dass der Kindergarten und die Schule im Allmendquartier bleiben», so Maring. Diese seien wichtige Stützen der Integration, die in der Allmend geschehe.
Auch andere Forderungen der IG unterstützt Maring: «Die Allmend gehört zu Buchsi, das muss so signalisiert werden.» Und: «Ich verstehe und teile das Anliegen, offiziell in 3053 Münchenbuchsee zu wohnen und der Post Buchsi angeschlossen zu sein.» Im Allmendquartier gebe es Neuzuzüger, die sich auf der Gemeindeverwaltung Zollikofen anmelden wollen. Die IG solle mit ihren Forderungen an die Gemeinde gelangen, ermuntert Maring die Quartierbewohner. «Dann prüfen wir, was sich machen lässt.»


Im Rahmen der Bewegungswoche „schweiz.bewegt – Gemeindeduell" vom 4. bis 12. Mai 2012 hat Münchenbuchsee 7‘389 und Ittigen 1‘428,38 Bewegungsstunden gesammelt. Damit hat Münchenbuchsee das „Duell“ mit einem Vorsprung von 5‘960,62 Stunden gewonnen.
Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht und Bewegungsminuten für Münchenbuchsee gesammelt haben. Ebenfalls geht ein grosses Dankeschön an die freiwilligen Helferinnen und Helfer. Ohne sie wäre die Durchführung eines solchen Anlasses nicht möglich.
Der Wetteinsatz
Ittigen lädt alle, welche aktiv beim Anlass in Münchenbuchsee und Ittigen mitgewirkt und Bewegungsminuten gesammelt oder auch als Helferin oder Helfer das OK unterstützt haben, ein, am Freitag, 17. August 2012, 17.00 Uhr beim Freizeithaus Rüttiwäldli in Ittigen einen Aperitif zu geniessen. Es besteht die Möglichkeit zum Bräteln (Esswaren bitte selber mitbringen). Für Interessierte gibt es einen Spaziergang zur gemeinsamen Gemeindegrenze im Meielewald.
Statistik Münchenbuchsee
|
Jahr |
Anzahl Teilnehmende |
Bewegungsstunden |
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2010 |
2‘951 |
5‘601,32 |
|
2011 |
1‘981 |
6‘075,04 |
|
2012 |
2‘832 |
7‘389,00 |
Der neue Helsana-Trail
Am Samstag, 5. Mai 2012, 14.00 Uhr wurde der neue Helsana-Trail, welcher drei unterschiedlich lange Strecken umfasst, eingeweiht. Start und Ziel sind beim Sportzentrum Hirzenfeld. Initiiert und umgesetzt wurde der Helsana-Trail von Fred Gerber, welcher sich als Sportkoordinator für die Bewegungsmöglichkeiten in Münchenbuchsee sehr engagiert.






















Die amtierende Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP) tritt bei den Wahlen im Herbst wieder an. Die SVP entscheidet Ende Monat, ob sie Maring angreift.
Die amtierende Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP) kandidiert bei den Wahlen vom 25. November wie erwartet für eine weitere Amtszeit. An der SP-Hauptversammlung ist sie einstimmig nominiert worden, wie die Partei gestern mitteilte. Maring führe die Gemeinde «mit Freude und Erfolg», schreibt die SP. Nun gelte es, die Früchte in der nächsten Legislatur zu ernten. Die laufende, Marings erste, Legislatur dauert ausnahmsweise fünf statt vier Jahre. Dies beschlossen die Stimmbürger 2010, damit künftig die Gemeindewahlen nicht mehr gleichzeitig wie die nationalen Wahlen stattfinden.




Fast alle waren sich gestern Abend im Parlament der Gemeinde Münchenbuchsee einig: Solarstrom ist eine gute Sache.
Die Sporthalle Bodenacker in Münchenbuchsee soll saniert werden. Das Stimmvolk hat im Mai des letzten Jahres dafür einen Kredit von 3,65 Millionen Franken beschlossen. Gestern ging es im Grossen Gemeinderat nun darum, ob auf dem Dach zusätzlich eine Fotovoltaikanlage gebaut werden soll, was Kosten von knapp 390 000 Franken verursacht. Auslöser der Vorlage sind Motionen von Georg Karlaganis (FDP) und von Renate Löffel (EVP).
Die Zeit sei reif für neue Energiewege, sagte Löffel. Wegen der Lebensdauer des Daches sei es besser, die Anlage jetzt zu erstellen, erklärte Karlaganis. Bei Flachdächern geht man von einer Lebensdauer von rund dreissig Jahren aus. Das Dach befindet sich etwa in der Mitte seiner Lebensdauer. Alle Parteien sprachen sich für das Projekt aus. «Das Argument der Vorbildfunktion ist für eine Energiestadt wie Münchenbuchsee sehr wichtig», sagte Peter Kast (SP). Der Kredit war unbestritten und wurde mit 33 Ja- zu einer Nein-Stimme angenommen. Die Fotovoltaikanlage soll in diesem Sommer erstellt werden.
Ein Teil des Geldes kommt zurück


















Bern, Köniz, Zollikofen oder Ostermundigen: Sie alle sind skeptisch, was die Sicherheit des AKW Mühleberg oder die Unabhängigkeit und Verlässlichkeit der Aufsichtsbehörde Ensi betrifft (siehe auch Seite 19). Die Gemeinden haben ihre Kritik zum Beispiel in Briefen an Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) formuliert. Die Gemeinde Münchenbuchsee ist nun bereit, dem Komitee «Mühleberg Ver-fahren» beizutreten, das die Beschwerdeführenden gegen die unbefristete Betriebsbewilligung für das AKW unterstützt. Der Gemeinderat will eine entsprechende Motion von Peter Stucki (GFL) annehmen, wie aus den Unterlagen für die Parlamentssitzung vom 20. Oktober hervorgeht. «Der Zeitpunkt ist gekommen, sich aktiv einzumischen», findet Stucki. Die fundierten Einwände zum Risiko seien nicht ernst genommen worden.
Knappes Nein am 13. Februar
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Münchenbuchsee haben bei der kantonalen Abstimmung vom 13. Februar mit 1834 zu 1847 Stimmen knapp Nein zu einem neuen AKW in Mühleberg gesagt. Nach den Ereignissen in Fukushima in Japan wäre der ablehnende Entscheid vermutlich deutlicher ausgefallen, erklärt der Gemeinderat. Es sei ein «breites Bündnis von Organisationen, Parteien und Einzelpersonen, welches sich gegen den Weiterbetrieb des AKW Mühleberg wehrt». Nach den Angaben des Gemeinderats sind im Komitee aber mit der Stadt Genf und dem freiburgischen Villarepos nur zwei andere Gemeinden vertreten. Münchenbuchsee will zwar, falls das Parlament zustimmt, dem Bündnis beitreten, würde aber auf einen finanziellen Beitrag verzichten.
Zu den Mitgliedern des Komitees zählen viele Einzelpersonen sowie linke und grüne Parteien. Zu den Vorstandsmitgliedern gehören die Nationalrätinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher von den Grünen.

Wegen der Einführung des neuen Finanz- und Lastenausgleichsgesetzes (Filag) sehen sich viele Gemeinden gezwungen, die Steuern zu erhöhen. Einige Gemeinderäte wie diejenigen von Münchenbuchsee oder Münsingen machen von der Möglichkeit Gebrauch, die Steuern in Eigenregie zu erhöhen, also ohne das Budget den Stimmberechtigten vorzulegen. In Münchenbuchsee, wo es schon verschiedentlich zu heftigen Auseinandersetzungen um Budget und Steuern gekommen ist, sorgt der Entscheid des Gemeinderats für Ärger. Die SVP hat eine ausserordentliche Sitzung des Gemeindeparlaments verlangt. Dafür nötig sind die Unterschriften von zehn Parlamentsmitgliedern. Ziel der Partei: den Gemeinderat dazu zwingen, das Budget doch noch materiell Parlament und Volk vorzulegen - und zwar ohne Steuererhöhung, aber mit Sparmassnahmen. Die Sitzung wurde vom Parlamentspräsidium nun auf den 17. November gelegt. Das sei viel zu spät, sagt SVP-Präsident Christian Bärtschi. «Wir werden mit unserem Anliegen über die Terminachse ausgebremst.» Der demokratische Prozess lasse sich auf diese Weise nicht ordentlich durchspielen.
Maring verteidigt Vorgehen
Es ist jedoch fraglich, ob die SVP mit ihrem Vorstoss viel erreicht. In den Übergangsbestimmungen des vom Grossen Rat beschlossenen Filag heisst es: «Sofern im Jahr des Inkrafttretens dieser Änderung die Veränderung der Steueranlage einer Gemeinde gegenüber dem Vorjahr den Wirkungen dieser Änderung entspricht, ist der Gemeinderat für die Festlegung der Steueranlage und des Voranschlages zuständig.» Ausgedeutscht bedeutet das, dass der Gemeinderat 2011 die Kompetenz zur Steuererhöhung hat, falls die Erhöhung den Auswirkungen der Filag-Reformen entspricht. In Münchenbuchsee ist dies der Fall: Die Mehrbelastung durch das Filag beträgt 580 000 Franken, was sich mit der beschlossenen Steuererhöhung von 1,52 auf 1,56 Steuereinheiten deckt.
Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) verteidigt den Entscheid des Gemeinderates. «Wir haben im Interesse der Gemeinde gehandelt.» Da Münchenbuchsee auch noch einen Bilanzfehlbetrag abtragen müsse, sei eine Steuererhöhung unumgänglich. Grosse Sparmöglichkeiten gebe es derzeit nicht. Zudem sei auch rechtlich abgeklärt worden, dass der Gemeinderat zuständig sei. «Mit einer Motion kann die SVP den Entscheid nicht kippen.» Sie nehme nicht an, dass der Gemeinderat seine Meinung wieder ändern werde. Der Gemeinderat habe aber die neue Entwicklung noch nicht beraten.
Im nächsten Jahr finden in Münchenbuchsee Wahlen statt. Die Vermutung liegt nahe, dass die SVP auch politisches Kapital aus der Steuererhöhung schlagen will. Christian Bärtschi stellt dies in Abrede: «Mit Wahlkampf hat das nichts zu tun.» Die Gemeindepräsidentin beweise aber ein «seltsames Demokratieverständnis». Maring-Walther ist seit 2008 Gemeindepräsidentin - sie gewann die Stichwahl gegen Sonja Bucher (SVP), die heutige Ressortvorsteherin Finanzen, mit 92 Stimmen Vorsprung.
Das Budget 2012 sieht ein ausgeglichenes Ergebnis vor. Für die Null am Schluss braucht es aber nicht nur eine Steuererhöhung, sondern auch noch 940 000 Franken, die aus der Spezialkasse für Planungsmehrwerte in die laufende Rechnung gepumpt werden. Für die Tilgung des Bilanzfehlbetrags sind 705 000 Franken reserviert.

Das Volk soll in Sachen Budget doch mitreden können. Die SVP fordert eine Sondersitzung im Parlament – und eine Urnenabstimmung.
Die SVP Münchenbuchsee kämpft dafür, dass das Ortsparlament und die Stimmberechtigten übers Budget 2012 abstimmen können. Sie verlangt eine ausserordentliche Sitzung des Parlaments. Damit versucht die Volkspartei, den Entscheid des Gemeinderates umzustossen. Dieser segnete das Budget mit einer Steuererhöhung von 0,05 Einheiten in Eigenregie ab (wir berichteten). Der Grosse Rat hatte die Gemeinden dazu ermächtigt – zur einmaligen Kompensation von Beiträgen des Lastenausgleichs. Doch SVP-Präsident Christian Bärtschi wirft dem Rat «DDR-Methoden» vor.
Die Sondersitzung dürfte zustande kommen, denn die dafür notwendigen zehn Parlamentarier haben das Begehren unterschrieben. Die SVP hat auch schon die Traktanden festgelegt: drei Motionen und zwei Einfache Anfragen. Verlangt wird, dass der Gemeinderat das Budget dem Parlament und den Stimmbürgern unterbreitet. Weiter soll die unveränderte Steueranlage 1,52 gelten. Zudem will die SVP wissen, warum der Rat das Budget nicht vorlegen will und welchen Antrag die Finanzkommission gestellt hatte. Dass die Kommission das Budget vors Parlament und an die Urne bringen wollte, ist allerdings bekannt. Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP) hatte gestern Nachmittag den Brief der SVP noch nicht gesehen. «Ich habe jedoch kein Problem mit einer ausserordentlichen Sitzung. Wir können dort Fragen beantworten», sagte sie gegenüber dieser Zeitung. «Wir haben im Interesse der Gemeinde entschieden, ich stehe weiterhin dazu.» Maring fragt sich aber, ob das Parlament den Entscheid des Gemeinderates überhaupt umstossen könnte. Das müsse abgeklärt werden. «Wir haben jedoch nicht DDR-Methoden angewandt, sondern nur unsere Kompetenzen ausgeschöpft», wehrt sie sich.

Der Gemeinderat hat die Details zum Budget 2012 veröffentlicht. Er erhöht nicht nur die Steuern, sondern nimmt auch 940 000 Franken aus einem Fonds.
In Münchenbuchsee dürfte dem Gemeinderat ein politisch heisser Herbst bevorstehen. Er hat beschlossen, die Steuern von 1,52 Einheiten auf 1,56 Einheiten anzuheben und das Budget weder dem Parlament noch dem Volk vorzulegen. Die SVP sprach von «DDR-Methoden». Durch den neuen kantonalen Finanz- und Lastenausgleich (Filag) entstehe der Gemeinde eine Mehrbelastung von 580 000 Franken, argumentiert der Gemeinderat. Falls die Gemeinde die Mehrbelastung eins zu eins an die Steuerzahlenden weitergebe, könne der Gemeinderat die Steuererhöhung in eigener Regie beschliessen, heisst es in den Unterlagen für die Parlamentssitzung vom 20. Oktober. An diesem Tag ist das Budget zwar traktandiert, der Grosse Gemeinderat kann es aber nur noch zur Kenntnis nehmen und keine Änderungen mehr vornehmen. Das Budget sieht bei einem Aufwand von 47,4 Millionen Franken ein ausgeglichenes Ergebnis vor - wobei 705 000 Franken für die Reduzierung des Bilanzfehlbetrags verwendet werden.
Um den Haushalt im Lot zu halten, muss der Gemeinderat aber auch in die Spezialfinanzierung Planungsmehrwerte greifen, wie aus den Unterlagen ersichtlich ist. Darin sind derzeit 4,5 Millionen Franken enthalten. 940 000 Franken davon sollen für die Laufende Rechnung verwendet werden, zum Beispiel 300 000 Franken für den Trägerverein des Sportzentrums Hirzenfeld, 235 000 für die Kornhausbibliothek, 155 000 Franken für den Unterhalt öffentlicher Anlagen oder 100 000 Franken für Spielplätze. Ohne diese Massnahme und die Steuererhöhung würde ein Defizit von 1,5 Millionen Franken resultieren - der Bilanzfehlbetrag könnte nicht weiter abgebaut werden.
«Schamlose Ausnützung»
Vor allem die SVP fühlt sich düpiert. Parteipräsident Christian Bärtschi sagt, es handle sich um eine «schamlose Ausnützung der Filag-Sonderregelung». Man habe sich keine Mühe gegeben, die Mehrbelastung anders zu kompensieren, und alle Einwände über Bord geworfen. Zur Verwendung des Geldes aus der Spezialkasse will er sich noch nicht äussern. Die SVP stellt im siebenköpfigen Gemeinderat drei Mitglieder, darunter mit Sonja Bucher die Ressortchefin Finanzen. Die übrigen vier Sitze sind durch die SP (2) sowie EVP und GFL besetzt. Die Steuererhöhung in Eigenregie dürfte kaum in Buchers Sinn gewesen sein. Die von ihr präsidierte Finanzkommission wollte das Budget denn auch dem Volk vorlegen, drang aber mit ihrem Antrag nicht durch.
Etwas weniger dramatisch als die SVP sieht es die FDP. Präsident Georg Karlaganis findet das Vorgehen zwar «unschön», sagt aber, man werde wohl in den «sauren Apfel» beissen müssen. SP und GFL finden den Entscheid des Gemeinderats richtig.






«Glauben Sie nicht nur an das, was die Medien Ihnen sagen, sondern machen Sie sich selbst ein Bild vom wahren Islam.» Mit dieser Aufforderung lädt die Frauenorganisation Lanja der Ahmadiyya-Gemeinde alle Frauen zu einem Diskussionsnachmittag in Münchenbuchsee ein. Mit über tausend Flyern, die sie in der Region verschickten, machen die Musliminnen Werbung für den Anlass. Auch an Schulen, Kirchen und in Frauenorganisationen verteilten sie die Flyer. Auf den Flugblättern stehen Fragen wie «Ist der Islam eine terrorliebende Religion?» oder «Unterdrückt der Islam die Frauen?». Maria Tahir (24), Verantwortliche für den interreligiösen Dialog bei der Ahmadiyya-Gemeinde, mag im Vorfeld des Anlasses zu den Fragen keine Stellung beziehen. «Jeder soll sich selber ein Bild machen über die Antworten, die der Koran zu diesen Fragen gibt», erklärt die Schweizerin mit pakistanischen Wurzeln ihre Zurückhaltung.
Falsche Übersetzungen
Der Informations- und Diskussionsnachmittag thematisiert Ängste rund um den Islam. «Unser Ziel ist es, diese Ängste und Vorurteile abzubauen», erklärt Tahir. Oft seien falsche Übersetzungen des Korans das Problem. Die Ahmadiyya-Gemeinde halte sich deshalb nur an dessen originalen Wortlaut und nicht an Übersetzungen.
«Liebe für alle, Hass für niemanden» steht auf der Homepage der Schweizer Ahmadiyya-Gemeinde. 14 Sektionen und etwa 700 Mitglieder umfasst die Gemeinschaft. Auch Bern hat eine Sektion.

Das Verwaltungsgericht hat einem bekannten Spezialisten recht gegeben: Er darf seinen Patienten spezielle Medikamente nach Hause schicken.
Arzt M. R.* behandelt Kinder und Jugendliche, die an einem Aufmerksamkeitsdefizit leiden und hyperaktiv sind (ADHS). Er ist ein Spezialist auf diesem Gebiet und hat – auch zusammen mit seiner Frau – schon Bücher zum Thema veröffentlicht. In seiner Praxis darf er Medikamente abgeben. Seit einer Inspektion vor fünf Jahren befindet er sich aber in einem Rechtsstreit mit verschiedenen kantonalen Instanzen. Denn M. R. behandelt Kinder und Jugendliche aus der ganzen Schweiz und schickt ihnen Medikamente nach Hause. Dies sei illegal – wenn er dies weiterhin tue, dürfe er gar keine Medikamente mehr abgeben, verwarnte das Kantonsapothekeramt den Arzt. Der Regierungsrat ist derselben Meinung. Doch M. R. wehrte sich weiter – mit Erfolg: Das Verwaltungsgericht hat dem Arzt aus Münchenbuchsee nun recht gegeben. Dass er seinen Patienten Medikamente schickt, müsse in seinem Fall nicht bewilligt werden. Der Arzt sei zu Unrecht verwarnt worden.
«Sinnvolle Dienstleistung»
Warum hat das Gericht so entschieden? Die Kinder und Jugendlichen, die M. R. behandelt, wohnen teilweise weit weg von Münchenbuchsee. In der Anfangsphase der Behandlung wird die Medikamentendosis stetig gesteigert. Der Arzt gibt die Medikamente entweder direkt in seiner Praxis ab, oder er versendet sie per Post an seine Patientinnen und Patienten. Der eigentliche Versandhandel bringt Risiken mit sich. So könnten die Substanzen in die falschen Hände geraten. Daher schreibt das Gesetz unter anderem vor, dass die Wirkung des versendeten Medikaments ausreichend ärztlich überwacht wird. Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, dass M. R. keinen eigentlichen Versandhandel betreibt. Es handle sich um eine «übliche, sinnvolle und notwendige Dienstleistung» und sei lediglich ein sogenannter Nachversand. Und für diesen ist keine Bewilligung nötig. Der Kinderarzt schicke die Medikamente nur an Stammkunden, und es bestehe eine persönliche Beziehung zwischen ihm und seinen Patienten. Er habe auch keine Kataloge oder Prospekte, mit denen er für die Arzneimittel werbe. Er verschaffe sich so auch keinen Marktvorteil gegenüber einer öffentlichen Apotheke.
Substanzen schwer erhältlich
Einen weiteren Punkt hat das Gericht in die Waagschale gelegt: Verschiedene Präparate, die M. R. verwendet, sind nicht ohne weiteres in jeder Apotheke erhältlich. Dies im Gegensatz zu dem häufig gegen ADHS eingesetzten Ritalin. So importiert Arzt M. R. das Amphetamin Adderall direkt über eine internationale Apotheke. Dass die Medikamente für die Patienten schlecht erhältlich sind, verstärke den Ausnahmecharakter seines Nachversands.
*Name der Redaktion bekannt

Mit einem reichhaltigen Programm luden der Gemeinderat und die Organisatoren der Guggemusig Taktsurfer zur diesjährigen Bundesfeier am Vorabend des 1. August ein.
Der Schulhausplatz Paul Klee füllte sich rasch und die Äschlenälpler, eine Familienländlermusig aus Aeschlen, stimmte gleich zu Beginn auf einen gemütlich fröhlichen Abend ein. Dazu gehörte natürlich eine Bratwurst vom Grill, öppis Dünns und ein Stück Kuchen vom reichhaltigen Buffet.
Mit viel Freude klebten die Kinder unter Anleitung eifrig ihre Lampions zusammen und an der Feuerstelle buken sie gluschtiges Steckenbrot.
Den offiziellen Festakt eröffneten die Alphornbläser vom Bäreried mit einem Fahnenschwinger. Zauberclown Adi zog anschliessend die zahlreichen Kinder vom Festplatz in die Aula und überraschte sie mit vielen Zaubereien und Gauklereien. Gleichzeitig begrüsste Gemeinderat Res Luginbühl den diesjährigen Festredner Ständerat Adrian Amstutz am Rednerpult. Gebannt und interessiert verfolgten die Festbesucher seine Rede, in der er kritisch zum Nachdenken über die Werte und Ziele unseres Landes aufforderte.
Wohl etwas ungewohnt von einer Guggenmusig, stimmte anschliessend die Guggemusig Taktsurfer unsere Landeshymne an, dabei liessen die Kinder rote und weisse Ballone zum Himmel steigen.
Die Taktsurfer feiern dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum, ein Grund an der Bundesfeier einmal nicht nur im Hintergrund zu bleiben. Sie wagten das Experiment, ein Stück zusammen mit den Äschlenalpler zu spielen. Ungewohnt – aber den Festgästen zauberte diese Aktion ein erheiterndes Schmunzeln hervor. Als dann richtig geschränzt wurde, liess sich bis in die hintersten Reihen mancher zum Wippen und Klatschen hinreissen.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Taktsurfer bereits zum 9. Mal die Bundesfeier organisiert haben. Jedes Jahr wird auf ein abwechslungsreiches Programm geachtet, in dem sowohl Tradition wie auch Unterhaltung geboten werden. Wichtig ist ihnen auch, dass die Kinder integriert werden können.
Dazu gehört natürlich der Lampionumzug, besonders schön, wenn die Kinder mit ihrem selbst gebastelten, besonderen Lampion teilnehmen können. Nach dem Eindunkeln starteten sie, angeführt vom Rhythmus der Taktsurfer, auf die Route durchs Dorf. Als Belohnung gab es bei der Rückkehr Kuchen und Tee.
Das Festfeuer gegenüber dem Festplatz auf der Schönegg rundete den traditionellen Teil des Abends ab.
Noch bis um Mitternacht blieben viele Festbesucher gemütlich beisammen und freuten sich über den schönen Abend, der nach einer langen Schlechtwetterperiode wieder erhoffen liess, dass es doch noch einmal Sommer wird.
Guggenmusik Taktsurfer (Organisation Anlass / Textverfasserin)
Gemeinderat Münchenbuchsee


Im Rahmen der Ortsplanung will die Gemeinde Münchenbuchsee den Dorfcharakter erhalten.
Zwei Teile der neuen Ortsplanung in Münchenbuchsee sind bereits in Kraft: 2008 bewilligte das Stimmvolk die ersten beiden Tranchen, dabei genehmigte der Souverän auch die Einzonung von neuem Bauland. Nun steht die dritte Etappe zur Diskussion, die Pläne für das Zentrum sind auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet. «Wir wollen den Dorfkern als attraktiven Ort für Wohnen, Einkaufen und Begegnung erhalten», sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). Das Ortsbild soll geschützt werden.
Münchenbuchsee ist trotz knapp 10 000 Einwohnern ein Dorf geblieben, das von traditionellen Bauten geprägt ist und teilweise aus Bauernhäusern besteht: Man ist in Buchsi stolz auf die ländlichen Merkmale und darauf, dass es im Zentrum an der Bernstrasse und der Oberdorfstrasse neben den Filialen der Grossverteiler Coop und Migros auch Platz für kleinere Geschäfte hat. «Läden und Dienstleistungen sollen im Dorfzentrum konzentriert sein und nicht an die Peripherie ziehen», sagt Maring-Walther. Darum kommen gemäss dem Richtplan Coop und Migros besondere Bedeutung zu: «Ihre Standorte im Zentrum müssen langfristig gesichert werden können», heisst es dazu. Die Migros beabsichtigt eine Erweiterung der Verkaufsfläche, die Coop-Filiale ist vor einigen Jahren an der Oberdorfstrasse neu gebaut worden.
Innere Verdichtung im Dorfkern
Grössere Überbauungen sind nicht vorgesehen. Im Sinne einer inneren Verdichtung sind Neubauten aber an mehreren Orten möglich, zum Beispiel im Bereich der Fellenbergstrasse und der Kreuzgasse. Diese sollen sich aber in Grösse und Form der «traditionellen Bebauung unterordnen». Bei der Schmiedegasse befindet sich eine Parzelle im Besitz der Gemeinde, diese könnte ebenfalls überbaut werden. «Hier wollen wir aber auch den bestehenden Spielplatz erhalten und Platz für einen Begegnungsort frei halten», erklärt Elsbeth Maring-Walther. Im Gebiet Sandgrube soll ein Bauernhaus umgezont werden, um eine Wohnnutzung zu ermöglichen.
Auch ausserhalb des dritten Ortsplanungspakets bahnt sich einiges an: Durch die Realisierung des Projekts Drillinge wird das Bahnhofgebiet umgestaltet. In drei Gebäuden wird es Platz für Wohnen, Geschäfte und Dienstleistungen geben. Ein wichtiger Punkt ist der Verkehr: Neben der neuen Anbindung der Bahnhofstrasse an die Bernstrasse soll auch der Dorfplatz umgestaltet werden, wobei neue Haltestellen für RBS-Bus und Postauto geplant sind.
Infoveranstaltung am 28. Juni, 20.00 Uhr, in der Saal- und Freizeitanlage. Ausstellung im Kirchgemeindehaus.


Die Buchser Sekundarlehrer sind frustriert, schwer frustriert. Erbost sind sie, weil sie glauben, dass ihnen die Lokalpolitiker ins Handwerk pfuschen. Im Parlament von Münchenbuchsee formulierte Sekundarschulleiter Urs Blattner (FDP) mit einer ungewohnt scharfen «persönlichen Erklärung», was ihn und seine Kolleginnen und Kollegen so wütend macht. Der Hintergrund: Buchsi bekommt ein neues Schulreglement. Münchenbuchsee hat damit keine eigene Quarta mehr. Die jungen Gymnasiumseinsteiger konnten die unterste Klasse bisher an der Sekundarschule im Dorf besuchen. Jetzt müssen die Kinder für den gesamten Gymer nach Bern. Die Lehrerschaft hat diese Einschränkung ihres Arbeitsgebiets nur widerwillig akzeptiert. Weit mehr erbost hat die Pädagogen jedoch, dass ihnen die Politiker Mehrjahrgangsklassen aufzwingen, ein Konzept, bei dem unterschiedlich alte Kinder gemeinsam lernen. Der Gemeinderat formulierte dies noch unverbindlich als Möglichkeit. Doch das Ortsparlament verschärfte den Paragrafen vom Kann zum Muss.
Mit dem Beginn des Schuljahrs 2014 müssen alle Reallehrer nun in solchen gemischten Klassen unterrichten. «Wir sind nicht grundsätzlich gegen dieses System, aber wir sind erbost, dass man uns ein pädagogisches Konzept aufzwingt, ohne uns zu befragen», empört sich Urs Blattner. In der Buchser Lehrerschaft brodle es dermassen, dass eine Lehrkraft gekündigt habe, erklärt er. «Unter solchen Bedingungen sehe sie hier keine Perspektiven.» Schulleiter Urs Blattner befürchtet eine Lücke in seinem Lehrerkollegium: «Bisher haben wir die Stelle nicht besetzen können.»

Wider Erwarten sorgte am Donnerstagabend eine Strassensanierung für Diskussionen im Gemeindeparlament.
Traktandum 9 im Grossen Gemeinderat von Münchenbuchsee schien eigentlich ganz unverfänglich: Ein rund 160 Meter langer Abschnitt der Industriestrasse beim Bahnhof Zollikofen sollte saniert und mit einem Trottoir versehen werden. Ein Teil der Strasse, die auch von schweren Lastwagen benützt wird, war bereits zu einem früheren Zeitpunkt saniert worden. Die Kosten wurden auf 693 000 Franken veranschlagt, davon 365 000 Franken für die Wasserleitungen.
GFL und SP fanden jedoch, die Sache sei viel zu teuer. «2000 Franken für einen Meter Trottoir sind zu viel», sagte Thomas Scheurer (GFL). Allerdings ist beim angesprochenen Teilbetrag von 310 000 Franken nicht nur das Trottoir, sondern auch die Sanierung der Strasse eingeschlossen. EVP-Mann Pascal Lerch plädierte für eine «Light-Version».
Gemeinderat Cesar Lopez (SVP), der das Geschäft vertrat, zeigte sich überrascht. Immer wieder höre man im Parlament, dass man in die Infrastruktur investieren solle und den Unterhalt nicht vernachlässigen dürfe. Und jetzt wolle man plötzlich dort sparen, wo es auch um die Sicherheit von Passanten gehe. «Das kann nicht euer Ernst sein», sagte Lopez. «Man ist gegen Katzen, Pferde, Fussballer und jetzt auch noch gegen ein Trottoir.»
Lopez spielte damit auf die vorhergehenden Diskussionen um das neue Polizeireglement an. Die GFL stellte dabei verschiedene Änderungsanträge, die letztlich abgelehnt oder zurückgezogen wurden. So sollten nicht nur Hundebesitzer verpflichtet werden, den Kot ihrer Tiere wegzuräumen, sondern auch Reiter und andere Tierhalter. Das gab zur Frage Anlass, ob denn auch Katzenhalter ihre Tiere besser im Auge behalten müssten. Zudem wollte die GFL, dass Flutlichtanlagen um 22 Uhr abzustellen sind, was den Spiel- und Trainingsbetrieb auf Fussballplätzen und im Sportzentrum Hirzenfeld tangiert hätte.
Lopez’ emotionales Votum führte zu einem Sitzungsunterbruch. SP und GFL hielten aber an der Rückweisung fest, das Geschäft sei «unausgereift». Die Rückweisung wurde jedoch mit 13 zu 17 Stimmen abgelehnt und der Kredit anschliessend mit 23 zu 2 Stimmen bei einigen Enthaltungen genehmigt. Bald wird Münchenbuchsee also um 160 Meter Trottoir reicher sein.

Mit einer Baumreihe soll die Wegverbindung vom Dorf zum Sportzentrum Hirzenfeld aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Diese Forderung der GFL hat der Grosse Gemeinderat von Münchenbuchsee am Donnerstagabend mit 14 zu 13 Stimmen unterstützt. Die Motion wurde in ein Postulat umgewandelt, der Gemeinderat wird jetzt die Umsetzbarkeit prüfen.
«Es handelt sich nicht um ein teures Luxusprojekt», sagte Motionär Thomas Scheurer. Er sei zudem sicher, dass es alleine im Parlament schon zwanzig Personen gebe, die einen Baum spenden würden. Die «Hirzi-Allee» mit rund 280 Bäumen würde je nach gepflanzter Baumart zwischen 50 000 und 150 000 Franken kosten – Landerwerb oder Entschädigungen an Landwirte sind dabei noch nicht einberechnet. Da das Sportzentrum Hirzenfeld seit April 2011 von Münchenbuchsee und Zollikofen gemeinsam betrieben wird, soll ein Teil der Allee auf Boden von Zollikofen erstellt werden. Ein entsprechender Vorstoss wurde auch im Grossen Gemeinderat von Zollikofen eingereicht, ist aber noch nicht behandelt worden. Zollikofen würde – so die Pläne der GFL – rund ein Drittel der Kosten übernehmen, Münchenbuchsee zwei Drittel.

Beim Bahnhof soll das Projekt Drillinge realisiert werden. Das Stimmvolk hat die Planung im Februar 2009 genehmigt, unterdessen ist sie rechtskräftig. Die beteiligten vier Grundeigentümer, darunter die Gemeinde Münchenbuchsee, wollen das Areal zum Verkauf ausschreiben und auf Investorensuche gehen. Der Grosse Gemeinderat hat am Donnerstagabend dafür die Weichen gestellt und den «Projektentwicklungsvertrag mit Verkaufsermächtigung» einstimmig abgesegnet. Das Projekt, das drei Gebäude mit maximal sechs Geschossen vorsieht, solle zügig vorankommen und einen hohen Erlös für die Gemeinde einbringen, sagte Peter Kast (SP). Renate Löffel (EVP) sagte, sie hoffe, dass das Projekt zu einer «Bereicherung» für das Dorf werde.
Wohnungen und Dienstleistungen
Das Areal soll als Gesamtpaket an den Meistbietenden verkauft werden. Münchenbuchsee erhält 28 Prozent des Verkaufspreises. Die Parzelle umfasst rund 5100 Quadratmeter, erlaubt ist eine Bruttogeschossfläche von 7400 Quadratmetern. Vorgesehen sind Wohnungen, aber auch «nicht störende Dienstleistungsnutzungen», denkbar sind Läden oder auch Restaurants. Drei zum Areal gehörende schützenswerte Villen bleiben erhalten.




Gymnasiasten in spe werden die Quarta in Zukunft nicht mehr im Dorf Münchenbuchsee besuchen können, sondern müssen ans Gymnasium nach Bern fahren – das ist wohl die tief greifendste Änderung des neuen Schulreglements der Gemeinde. Dieses wurde am Donnerstagabend vom Parlament ohne Gegenstimme verabschiedet. Dem klaren Schlussresultat ging allerdings eine rund zweistündige Debatte voraus, in welcher teils zäh um das Regelwerk gerungen wurde.
Wenn Schüler «schwimmen»
Hauptstreitpunkt der Diskussion bildete just die Auslagerung der Quarta: Bildungsvorsteherin Katja Schenkel (EVP) argumentierte, wenn die Schüler den «Gymer» ab der neunten Klasse an einer kantonalen Schule absolvierten, werde ihnen ein weiterer Schulwechsel nach einem Jahr erspart. Sukkurs erhielt die Gemeinderätin von ihrer eigenen Partei sowie von SP und GFL. Die Schüler gerieten oft «ins Schwimmen», wenn sie erst in der Tertia ans Gymnasium kämen, sagte der Grüne Peter Stucki. Mit dem neuen Modell könnten sie sich besser an die Anforderungen gewöhnen.
Aus für die Spez-Sek-Klassen
SVP und FDP hatten indes keine Freude an den gemeinderätlichen «Outsourcing»-Plänen. Der Freisinnige Urs Blattner begründete seinen Widerstand ebenfalls mit dem Wohl der Schüler: Derzeit sei die Grösse der neunten Klassen optimal. Wenn aber die angehenden Gymnasiasten die Gemeinde verliessen, würden die verbleibenden Schüler auf zu grosse Klassen verteilt. Darunter leide die Qualität des Unterrichts.
Der FDP-Antrag, die Quarta «im Dorf zu lassen», scheiterte letztlich deutlich. Der Vorschlag Blattners, den Systemwechsel um ein Jahr auf den Sommer 2013 zu verschieben, kam indes durch.
Erfolg hatte auch der GFL-Vorschlag, die Speziellen Sekundarklassen abzuschaffen. Der Gemeinderat wollte diese vorläufig beibehalten. Die Mittelschulvorbereitung erfolgt künftig somit nur noch in den regulären Klassen.


In der Bodenacker-Sporthalle können Schüler und Sportler bald besser spielen und trainieren – wenn die Bürger 3,65 Millionen Franken bewilligen.
Das Parlament von Münchenbuchsee genehmigte im zweiten Anlauf die Sanierung des Sporthallentrakts der Bodenacker-Schule. Am 15. Mai entscheiden die Stimmbürger an der Urne über ein Projekt mit Kosten von rund 3,65 Millionen Franken. Im ersten Anlauf scheiterte das Vorhaben, weil nach Meinung der Ratsmehrheit ein Gesamtprojekt fehlte. Vor einem Jahr hatte die Regierung lediglich eine erste Etappe mit dem Dringlichsten vorgelegt. Münchenbuchsee realisiert die Totalrenovation in den nächsten vier Jahren. Als Erstes will die Gemeinde die WC-Anlagen sowie die Garderoben und Duschinstallationen sanieren. Die Räume haben unter anderem durch den Pilzbefall und das eindringende Wasser gelitten. Später soll die Haustechnik modernisiert und die Gebäudehülle den heutigen Anforderungen angepasst werden. Minergiestandard sei allerdings nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand möglich, glaubt der Gemeinderat. Das Parlament bedauerte den Verzicht zwar, war aber gleicher Ansicht. Mehr zu reden gab ein Antrag von GFL und FDP. Die beiden Parteien wollten das Dach des Trakts mit einer Fotovoltaikanlage ausrüsten. Das Vorhaben genoss viel Sympathie. Weil ein solcher Zusatz die Planung verzögert hätte und bis zur Abstimmung nur noch wenig Zeit bleibt, zogen die Initianten ihren Vorschlag zurück. Die Solaranlage ist damit nicht gestrichen. Weil sich das etappierte Projekt über mehrere Jahre erstreckt, kann die Installation später erneut traktandiert werden. Die SVP wollte festschreiben, dass die Sanierung nicht mehr als 3,5 Millionen Franken kosten dürfe. Sie unterlag mit diesem Vorschlag deutlich.



Gemeinsam entdecken die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse aus Münchenbuchsee die ungewohnte Seite des Balletts.
„Fünf, sechs, sieben, acht und schmelzen.“
Mit vollem Körpereinsatz folgen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1b und 1e den Aufforderungen des Choreographen Joshua Monten. Obwohl sie zu Beginn gegenüber den eher gewagten Aufwärmübungen etwas skeptisch waren, wurden diese von Probe zu Probe im ‚Warm Up’ zur Routine. Gemeinsam mit seiner Assistentin Patricia Flores und der Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei probt der aus New York stammende Joshua Monten seit Mitte Januar mit zwei Schulklassen aus Münchenbuchsee. Das Ergebnis des 4. Theaterpädagogischen Tanzprojektes wird im Rahmen des Ballettabends „Carte Blanche“ des Bern:Ballett an drei Abenden zu sehen sein.
Nicht nur Tänzer, sondern auch kleine Choreographen
Anders als vermutet wartete Joshua Monten nicht mit einer fertig ausgearbeiteten Choreografie auf, sondern entwickelte zusammen mit den Jugendlichen nach und nach die einzelnen Phasen des zirka 13 Minuten langen Auftrittes. Aus den Gruppenarbeiten der Schüler entstanden allmählich die Grundlagen zur eigentlichen Choreografie. Dass das Projekt anstrengend sein würde, wussten die Schüler von Anfang an. Jedoch hätten sie eher mit körperlicher als mit geistiger Anstrengung gerechnet. Durch das Entwickeln eigener kleinen Choreografien wurden ihre Kreativität und die Fähigkeit, ihre Vorstellungen umzusetzen, immer wieder neu gefordert.
Als Endergebnis kam ein Stück namens „Chillin“ heraus. „Chillin befasst sich mit all den Anstrengungen, die man sich antut, damit es einem endlich gut geht. Es wird zu Songs aus der Reihe „Ultra Lounge“ getanzt, oder eher gesagt, waghalsig gechillt“, meint Joshua Monten zu seiner neusten Choreografie.
Einsicht in den Alltag eines Tänzers
In der Intensivwoche lernten die Jugendlichen auch ansatzweise den Alltag eines professionellen Tänzers kennen. Die teilweise 4 bis 8 stündigen Proben und das Zusammenarbeiten mit verschiedenen Tänzern des Bern:Ballett waren eine interessante Erfahrung. Die Proben fanden unter anderem in den beiden Turnhallen der Schulanlagen Bodenacker und Riedli wie auch in den Vidmarhallen statt. So konnten faszinierende Einblicke in die spannende Welt hinter der Theaterbühne gewonnen werden. Während der häufigen Proben wurden die Schüler tatkräftig von ihren Lehrern unterstützt, teils durch Flexibilität bei Unterrichtsausfällen, teils durch stärkende Zwischenmahlzeiten und ansteckende Begeisterung.
Nun fiebern die Schülerinnen und Schüler aufgeregt der Premiere am Donnerstag entgegen und sind gespannt, wie ihre Art des Balletts beim Publikum ankommen wird.
Chillin wird am 10., 18. und 27.März als fünftes Stück im Ballettabend „Carte Blanche“ aufgeführt und ist bestimmt auch sehenswert für Zuschauer, die mit Ballett noch nicht so vertraut sind.
Klasse 1b, Münchenbuchsee


In Münchenbuchsee muss der Sporthallentrakt der Bodenacker-Schule erneuert werden. Am 15. Mai können Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen.
Der Sporthallentrakt der Schule Bodenacker war bereits im Mai 2010 Thema im Gemeindeparlament von Münchenbuchsee. Damals lag lediglich die erste Etappe mit den dringlichsten Unterhaltsarbeiten von rund 700 000 Franken vor. Die SVP bemängelte damals, dass die Kosten für die weiteren Etappen nicht bekannt seien und kein Gesamtprojekt vorgelegt werde. Die Partei beantragte die Rückweisung, denn das Geschäft sei noch nicht abstimmungsreif. Es wurde denn auch mit 19 zu 14 Stimmen an den Gemeinderat zurückspediert.
In der Zwischenzeit hat die Exekutive nun wie verlangt ein Gesamtprojekt ausgearbeitet. Die Kosten belaufen sich auf 3,65 Millionen Franken. Das Projekt soll in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden. Am 31. März wird die Sanierung der Turnhalle im Grossen Gemeinderat behandelt, die Volksabstimmung erfolgt am 15. Mai.
Seit 1979 in Betrieb
Während der Umsetzung der Massnahmen soll der Betrieb weitgehend, mit Einschränkungen vor und nach den Schulferien, gewährleistet bleiben. Der Sporthallentrakt wurde 1979 in Betrieb genommen. «In Anbetracht des Alters und der intensiven Nutzung durch die Schulen und Vereine präsentiert sich das Gebäude auf den ersten Blick in einem erstaunlich guten Zustand», schreibt der Gemeinderat. Viele Bauteile haben jedoch ihre theoretische Lebensdauer erreicht, und das Gebäude weist eine lange Reihe von baulichen Mängeln auf. Dem Pilzbefall an Decken und Wänden in den WC-Anlagen sowie in den Garderoben und Duschen sei kaum noch beizukommen, zudem werde der Schaden durch das in die Wände eindringende Wasser laufend grösser.
Die Sonnenkollektoranlage auf dem Dach funktioniert bereits seit fünf Jahren nicht mehr, der Hallenboden weist Risse auf, «das Trennvlies in der Hallendecke löst sich auf und bröckelt in Stücken auf den Hallenboden».
Erste Arbeiten im Herbst
Die Bauarbeiten werden in vier Etappen aufgeteilt, um die Sanierung «finanziell und terminlich abzufedern». Die Nutzungsdauer soll für die nächste Generation sichergestellt werden. Die Sofortmassnahmen werden, sofern Parlament und Volk den Kredit gutheissen, noch vor den Herbstferien an die Hand genommen. Die Sanierung soll den Wärmeschutz und die Energieeffizienz verbessern; eine Optimierung auf den Standard Minergie sei aber nur mit unverhältnismässigem Aufwand zu erreichen, schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen. Deshalb ist dieser auch nicht vorgesehen. Im Bereich Gebäudetechnik wird der Minergiestandard als unmöglich bezeichnet, weil die Lüftungsgeräte mit der erforderlichen Effizienz für die bestehenden Räume zu gross wären.
Wegen Geldmangels hatte die Gemeinde in den letzten Jahren beim Unterhalt der öffentlichen Gebäude gespart, auch im nun zu sanierenden Sporthallentrakt. Mehr als einmal wurde deshalb im Gemeindeparlament schon die Kritik laut, Münchenbuchsee lasse seine Gebäude verlottern. Bereits 2008 hatte der Gemeinderat beschlossen, die ursprünglich geplante Sanierung und Erweiterung der gesamten Schulanlage Bodenacker zu verschieben. Priorität geniesse die Gesundung der Finanzen. In Münchenbuchsee wurde die Höhe der Investitionen pro Jahr auf maximal zwei Millionen Franken festgelegt.
Probleme mit der Heizung
Ein Sorgenkind ist jedoch bei der Sanierung nicht enthalten: die Heizung. Noch vor rund einem Jahr wurde festgehalten, die Installationen für die Wärmerzeugung befänden sich in einem funktionstüchtigen Zustand. Dies ist aber nur teilweise korrekt. Die 1999 installierte Fernheizung mit drei Öltanks reicht für das Warmwasser nicht aus. Die nötige Temperatur von 60 Grad wird nicht erreicht. Die Boiler werden darum elektrisch betrieben. Bei Temperaturen unter minus zehn Grad gibt es zudem Probleme mit der Lüftung in den Garderoben. Die Ursachen für die zu geringe Heizleistung sollen nun von einem Ingenieurbüro untersucht werden.







