News-Artikel 2018

15.01.2018
12.02.2018

BZ-Artikel: Die Rückkehr des Schock-Therapeuten

BZ-Artikel: Die Rückkehr des Schock-Therapeuten

In der Nacht, als sich die Szene an den Swiss Music Awards feierte, lancierte Dänu Extrem sein Bühnencomeback. Die Nervosität war spürbar. Doch das einstige Enfant terrible des Berner Mundartrock brachte die Sache auf den Punkt.


«Ti amo – tantissimo!», schwört der Sänger und wird mit jeder Strophe seines Lieds «Amore» lauter. Er stehe auf einfache Liebeslieder, sagt Dänu Extrem. Und er wundere sich darüber, wenn Musikerkollegen stattdessen über Gummibäume sängen. Den ganzen Freitag lang hat Radio SRF 1 nur Schweizer Musik gespielt und einen ratlosen Dänu Extrem zurückgelassen. Am Abend, als er sein Bühnencomeback nach gefühlten 30 Jahren startet, winken die siegreichen Kollegen im Zürcher Hallenstadion in die Menge und präsentieren ihre Swiss Music Awards. Derweil doppelt Dänu, der in seinem ersten Set als Ukulelezupfender Troubadour auftritt, im Säli des Bären Münchenbuchsee nach: «I ha di doch e so gärn!»

Verdächtige Wonnegefühle

So einfach wie ein einfaches Liebeslied ist Dänu Extrem nicht. Anfang der 80er-Jahre war seine Band Ex-Trem Normal eine Schocktherapie für den träg gewordenen Berner Rock. Plötzlich liessen sich auch punkige Wut und schillernder Glamour mit Berndeutsch verbinden. Dänu schien sich wohlzufühlen in seiner Rolle als Enfant terrible. Um allen zu gefallen, ist er trotz einer gewissen Altersmilde auch 2018 zu wenig gefällig. Auf «Amore» folgt «D’ Scheidig», die – wie viele der live gespielten Lieder aus einer langen Antikarriere – gegen Schluss abrupt verstummt. Als Troubadour wirkt Dänu verletzlich und sensibel, seine karibisch angehauchte Version von Mani Matters «Stinis Bikini» erzeugt Wonnegefühle. Doch manchmal ist die Wonne auch verdächtig: etwa bei der Eröffnungsnummer «Nümme Läbe», in der der Sänger seine Lebensmüdigkeit in ein selbstironisches Lumpeliedli verpackt. Statt mit den anderen Wölfen zu heulen, versteckt sich Dänu lieber in einem Schafspelz.

Nach der Pause erscheint der Rückkehrer mit blonder Perücke und femininem Outfit und spielt Rocksongs. Er wirkt einsam inmitten des Elektro-Gewitters seiner «virtuellen Band». Doch am Schluss bringt er seine Sache in den Songs seines 2017 erschienenen Albums «Äx-tra NoMal» auf den Punkt. Trotzig bei «I stah no da», sehnsüchtig in «Hei cho zu mir», philosophisch in «Karma». Als Sänger fasziniert er immer noch mit seiner Gabe, um die Silben herumzusingen, als Gitarrist ist er effizient, wenn ihm nicht die Nervosität oder der Laptop dazwischenfunken. Doch seine wahre Stärke sind die fadengeraden Texte.

Ist die Zeit reif?

Aber bringt das Comeback auch ein «Plätzli a dr Sunne» für Dänu Extrem? In Münchenbuchsee zeigen sich vor allem Jahrgänger und Familienangehörige. Er selber meint, dass Livekonzerte ein Anachronismus seien, und versucht, die Spannung mit einer Multimediashow zu halten. Sosehr man sich diesen Querschläger wieder dauerhaft in die Schweizer Musikszene zurückwünscht, so akut sind die Zweifel, ob die Zeit wieder reif ist für einen wie ihn. Samuel Mumenthaler

Ein Artikel aus der
(Samuel Mumenthaler, Berner Zeitung BZ)
10.02.2018

Bund-Artikel: Die Altlasten von SVP-Grossrat Hofer

Stefan Hofer investiert eigenes Geld in die Politik. Das ist weder verboten noch unüblich. Doch seinen Gläubigern gefällt dies nicht.

Der 42-jährige Pilot, Unternehmer, Gross- und Stadtrat Stefan Hofer (SVP) hat eine schillernde Geschäftskarriere hinter sich – und politische Ambitionen. Dass das eine dem andern in die Quere kommen kann, musste er feststellen, als er 2016 für den Stadtberner Gemeinderat kandidierte. Nachdem der «Bund»publiziert hatte, dass Hofer früher ein Bordell betrieben und saftige Mieten von Sozialhilfeempfängern kassiert hatte, liess die Partei ihn fallen – um ihn dann nach einigem Zögern doch in die SVP-Grossratsfraktion aufzunehmen.

Nun steht Hofer im Abstimmungskampf gegen das Tram Bern-Ostermundigen und steuert dafür nach eigenen Angaben 50'000 Franken aus seinem Vermögen bei. Dies stösst jenen sauer auf, denen Hofers frühere Firma Honag AG Geld schuldet. Laut Betreibungsregisterauszug bestehen Forderungen von total 445 622 Franken gegen die inzwischen konkurse Firma. Der grösste Teil davon stammt aus der Zeit, als Hofer die Firma mit einem Geschäftspartner leitete.

Streitschlichtung – vorerst

Ein Gläubiger ist der Worber Bauberater Peter Hefti. Er sagt: «Es empört mich, dass ein Politiker sich solche Geschichten leisten kann und dann noch den grossen Herrn spielt.» Hefti hatte für die Honag AG das Projekt für die Überbauung des Areals hinter dem Restaurant Löwen in Münchenbuchsee geplant und koordiniert. Während der Bauzeit kündete die Honag AG seinen Vertrag. «Das können sie natürlich tun, aber ebenso klar ist, dass sie meine Leistungen bis dahin bezahlen müssen», sagt Hefti.

Streitfälle in Bausachen sind oft komplex. Beide Seiten trugen den Fall dem Verein Streitschlichtung im Bauwesen vor. Am 23. Dezember 2014 unterzeichneten Hofer und Hefti einen Vergleich zur definitiven Streitbeilegung. Laut Vergleich schuldet die Honag AG der Firma von Hefti zusätzlich zum bereits bezahlten Honorar 108'000 Franken.

Gescheiterte Bargeldübergabe

Zu seinem Befremden habe Hofer ihm angeboten, die Summe in bar beim alten Tramdepot in Bern zu überreichen, sagt Hefti. Als Hefti darauf bestand, dass die Übergabe in der Schalterhalle seiner Bank erfolgen müsse, damit er das Bargeld sofort einzahlen könne, erschien ein Bote nur mit der Hälfte des Geldes. Darauf sei er nicht eingegangen, sagt Hefti. Hofer sagt auf Anfrage: «Ich war damals der Ansicht, dass die Hälfte für die unbrauchbare Arbeit von Hefti ausreicht.» Nach wie vor bestreite er die Forderung von Hefti – sowie die übrigen Forderungen. Hefti entgegnet, dass sein Projekt eine Baubewilligung erhielt.

Als Hefti die Honag AG betrieb, bestritt diese die Forderung – und unterlag vor Handelsgericht. Laut dem Gerichtsurteil vom 7. April 2016 muss die Honag AG der Firma von Hefti die Summe samt Parteientschädigung zahlen. Weil die Honag AG weiterhin nicht zahlte, eröffnete das Regionalgericht Bern-Mittelland auf Antrag von Hefti am 28. März 2017 den Konkurs über die Honag AG. Hefti half dies wenig.

Die Aktiven der konkursen Firma reichten gerade für ausstehende Sozialabgaben. Offen sind neben jener von Hefti weitere neun Forderungen, darunter Steuerschulden und der Lohn eines ehemaligen Honag-Angestellten. Auch dessen Betreibungsforderung stützte das Regionalgericht am 4. Januar 2016 mit einer provisorischen Rechtsöffnung.

«Das geht mich nichts an», sagt Hofer. «Ich habe mit der Honag AG nichts mehr zu tun.» In der Tat war Hofer am 11. Dezember 2015 per sofort als Verwaltungsrat und VR-Präsident zurückgetreten (das Domizil der konkursen Firma ist allerdings laut Handelsregister nach wie vor Hofers Wohnadresse).

Neue, fast gleichnamige Firmen

Drei Monate zuvor hatte Hofer zusammen mit einem anderen damaligen Honag-Verwaltungsrat drei fast gleichlautende neue Firmen gegründet. An diese wurden dann bis Frühling 2016 die Aktiven der Honag AG übertragen. Zu diesen Aktiven zählten ursprünglich die Erträge aus dem Verkauf von Hofers Bordell, das Grundstück und Bauprojekt in Münchenbuchsee und weitere Liegenschaften. Die neue Honag Generalunternehmung AG realisierte die Überbauung in Münchenbuchsee, die meisten Wohnungen sind nun verkauft.

«Hofer und seine Partner haben die Honag AG ausgehöhlt, damit keine Mittel für die Gläubiger verblieben», lautet der Vorwurf von Hefti. Hofer entgegnet: «Die Übertragung an die neuen Gesellschaften war völlig korrekt und transparent.» Als Beweis präsentiert Hofer ein Ruling (Steuervorabbescheid) der bernischen Steuerverwaltung. In dem Ruling bestätigt diese, dass sie zumindest einen Teil der Vermögenstransfers «aus steuerrechtlicher Sicht» nicht beanstande.

Ist mit einem Steuerruling auch die Frage entschieden, ob eine Vermögensübertragung, konkursrechtlich gesehen, zulässig war? Nein, sagt auf Anfrage der Rechtsanwalt und Konkursexperte Karl Wüthrich. «Ein Steuerruling hat keinen Einfluss auf solche Beurteilungen. Es sagt nichts zur zivil- oder konkursrechtlichen Gültigkeit oder zur strafrechtlichen Relevanz einer Vermögenstransaktion aus.»

Hefti setzt nun darauf, dass entweder das Konkursamt oder seine Anwältin die Vermögensübertragung anfechten und die Nachfolgefirmen belangen können – was allerdings langwierige Rechtsverfahren erfordern wird.


Ein Artikel aus dem
(Simon Thönen, Der Bund)
09.02.2018

Fasnacht in Buchsi: Verkehrsmassnahmen


Buchsi-Fasnacht 2018

Von Freitag, 23.02.2018 bis Sonntag, 25.02.2018 findet die Buchsi-Fasnacht 2018 statt.

Verkehrsmassnahmen während des Fasnachtsumzugs am Sonntag, 25. Februar 2018
Um die Sicherheit gewährleisten zu können, werden im Ortszentrum folgende Verkehrsbeschränkungen verfügt:

Oberdorfstrasse
Abschnitt Bernstrasse bis Schöneggweg
14.00 bis ca. 17.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot

Umzugsroute
Fellenbergstrasse – Oberdorfstrasse – Höheweg – Schmiedegasse – Fellenbergstrasse – Oberdorfstrasse – oberer Schulhausplatz Paul Klee
14.00 bis ca. 17.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot (gemäss Weisungen der Verkehrsfunktionäre)

Verkehrsumleitung
Dorfzentrum zum Oberdorf, via Löwenstrasse – Sonnenweg – Quellenweg
In umgekehrter Richtung ist die Durchfahrt zum Zentrum/Bernstrasse für den motorisierten Verkehr nicht möglich. Umleitung via Radiostrasse – Sportzentrum – Zollikofen.

RBS-Bus
14.00 bis ca. 16.00 Uhr erfolgt der Busbetrieb nur noch bis und ab Haltestelle Kirche.
Davon sind die folgenden 4 Kurse im Oberdorf betroffen:
Häuslimoos ab 14.27 h / 14.57 h / 15.27 h und 15.57 h.

Allgemeines
Wir bitten Sie die Signalisationen und die Weisungen des Verkehrspersonals unbedingt zu beachten. Für das Verständnis danken wir Ihnen bestens.

Öffentliche Sicherheit
07.02.2018

BZ-Artikel: Die leuchtende Idee

Diemerswiler Gemeindepräsidentin Kirsten Hammerich rüstet sich mit einer Leuchtweste aus. (Foto: Christian Pfander)

DIEMERSWIL Der Gemeinderat sorgt sich um die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf der Hauptstrasse nach Münchenbuchsee. Weil der Kanton keine Massnahmen vorsieht, stellt die Gemeinde nun Leuchtwesten am Strassenrand zur Verfügung.


Er ist nur gut 300 Meter lang, der Abschnitt der Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee. Doch er sorgt seit einigen Jahren für Gesprächsstoff. Denn diese Strecke ist aus Sicht der Bevölkerung der 200-Seelen-Gemeinde gefährlich. Sie ist nicht beleuchtet und verfügt weder über einen Mittelstreifen, noch über einen Radstreifen. Der Gemeinderat Diemerswil, unterstützt von seinen Kollegen aus Münchenbuchsee, hat schon mehrfach beim Kanton angeklopft, damit dieser Massnahmen für eine bessere Verkehrssicherheit ergreift. Doch dieser sieht auf diesem wenig belasteten Strassenabschnitt keinen Handlungsbedarf.

Wollen keinen Luxus

«Ich kann die Haltung des Kantons verstehen, dass er objektiv nach Normen und Regeln handelt», sagt Gemeindepräsidentin Kirsten Hammerich (parteilos). Aber aus subjektiver Warte sehe sie das anders. Und Hammerich betont, dass es nicht um eine Luxuslösung gehe wie ein Trottoir auf der ganzen Länge. Sondern um eine möglichst günstige Variante, welche die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden erhöhe. Wie eine Lösung aussehen könnte, das überlässt sie den Spezialisten. Die Gemeinde habe Alternativen über bestehende Flurwege angeschaut, diese aber aus verschiedenen Gründen (Kosten, Unterhalt, grosser Umweg) nicht weiterverfolgt. Die Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee werde von den Autopendlern vermehrt als Ausweichroute benutzt, damit sie die Staus auf den Hauptachsen umfahren können, sagt Kirsten Hammerich. Laut ihrem Empfinden nimmt der Verkehr stetig zu, belegen könne sie das aber nicht. Die Strasse ist zudem die kürzeste Verbindung zur nächstgelegenen Bushaltestelle Hüslimoss in Buchsi und für einige Kinder aus Diemerswil und Münchenbuchsee der Schulweg. Bei schönem Wetter am Wochenende sei der Abschnitt auch ein beliebter Spazierweg.

Übersichtliche Strecke

Auf den ersten Blick scheine es eine übersichtliche Strecke zu sein, ergänzt die Gemeindepräsidentin, aber: «Im Sommer, wenn die Felder beispielsweise mit Mais bebaut sind, sieht man nicht, was hinter der leichten Kurve wartet.»

Bescheidene Mittel

An seiner Sitzung im Dezember hat der Gemeinderat das Thema Verkehrssicherheit auf der Buchsistrasse einmal mehr diskutiert. Da habe das eine das andere ergeben, erinnert sich Kirsten Hammerich. Der Gemeinderat hat beschlossen, sich «im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten» selbst zu helfen.

Seit gut zwei Wochen steht an den Dorfausgängen von Diemerswil und Münchenbuchsee je ein Schrank mit Leuchtwesten. Wer die Strecke zu Fuss geht oder mit dem Velo fährt, kann sich einer orangen oder gelben Weste bedienen, um besser sichtbar zu sein. Am Ende des Weges hängt er die Leuchtweste wieder in den Schrank. Nur gut 100 Franken koste das die Gemeinde, schätzt Hammerich, dank Fronarbeit. Ein Gemeinderatsmitglied zimmerte die beiden Schränke, ein anderes besorgte die Westen, sie selber beschriftete diese mit einem wasserfesten Stift.

Auch ein Signal

Die Leuchtwestenaktion sei in erster Linie ein Zeichen an die eigene Bevölkerung, dass man am Ball bleibe, betont die Gemeindepräsidentin. Natürlich sei es auch ein Signal an den Kanton, die Kleinen nicht zu vergessen.

Der Versuch mit den Leuchtwesten dauert vorerst ein halbes Jahr. Im Sommer will der Gemeinderat entscheiden, ob die Schränke mit den Westen fest installiert werden. Ein positives Feedback hat Kirsten Hammerich von einem Nachbar erhalten. Dieser kam am Abend mit dem ÖV nach Hause, bis zur Haltestelle Hüslimoos, und bediente sich danach einer Diemerswiler Leuchtweste.

KEIN BEDARF
Aus Sicht des Kantons drängen sich auf der Hauptstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee keine Massnahmen auf. Der tägliche Verkehr von 1060 Fahrzeugen sei für eine Kantonsstrasse eine tiefe Belastung, schreibt Kreisoberingenieur Kurt Schürch. Gemäss den «Standards Kantonsstrassen» braucht es für Velofahrende keine Massnahmen. Für Fussgängerinnen und Fussgänger gehe man von einem knapp erhöhten Sicherheitsbedürfnis aus. Allerdings stelle sich die Frage, so Schürch, wer auf dieser Strecke zu Fuss unterwegs sei und warum. Es sei keine kantonale Aufgabe, Fusswegverbindungen zwischen Gemeinden zu planen und zu finanzieren. Kurz zusammengefasst sei aus kantonaler Sicht ein Ausbau zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee nicht nötig. hus

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.01.2018

BZ-Artikel: Patriotischer als der Gemeinderat

Fredi Witschi, SVP
Die Bundesfeier könnte ab 2020 wieder am 1. August stattfinden. Das Parlament hat ein Postulat überwiesen, gegen den Antrag des Gemeinderats.

Münchenbuchsee begeht den Nationalfeiertag bereits am 31. Juli. Noch. Denn der Grosse Gemeinderat hat ein Postulat von Fredi Witschi (SVP) mit grossem Mehr überwiesen. Dieses verlangt vom Gemeinderat, zu prüfen, ob die Bundesfeier wieder am 1. August durchgeführt werden soll. Witschi sieht «keinen erheblichen Grund, den Geburtstag der Eidgenossenschaft vorzuverschieben». Der Veterinär und aktuelle Parlamentspräsident Witschi denkt dabei auch an die Tiere, die durch das Feuerwerk gestört werden.

Nur summarisch geprüft

Der Gemeinderat sprach sich nach einer «summarischen Prüfung» für die Beibehaltung am 31. Juli. Eine Verschiebung dränge sich nicht auf – nicht aus patriotischen, sondern aus praktischen Gründen. Der Gemeinderat erwähnt etwa die Probleme beim Abbau, wenn die Mitglieder des organisierenden Vereins am 2. August wieder arbeiten müssten. Er befürchtet auch, dass die Beteiligung an der Feier am Vorabend eines Werktages geringer ausfallen würde. Ebenfalls kaum beeinflussen würde es die Lärmproblematik. Eine Feier am 1. August sei frühestens ab 2020 möglich, weil für die nächsten beiden Jahre schon Vorbereitungsarbeiten gemacht worden seien.

Diese Argumente konnten die Mitglieder des Grossen Gemeinderats nicht überzeugen. Die Antworten seien «etwas komisch» ausgefallen, sagte Wolfgang Eckstein (SP) und fragte, warum es in der Ferienzeit unmöglich sein solle, zu wenig Personen für den Abbau an einem Werktag zu finden. Denn der Aufbau falle ja ebenfalls auf einen Werktag. Walter Lanz (BDP) stolperte über eine andere Aussage des Gemeinderats. Demnach soll der Schutz der Wildtiere dadurch gewährleistet sein, dass für das Feuerwerk der Gemeinde jeweils die Zustimmung des Wildhüters eingeholt werde.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.01.2018

BZ-Artikel: Keine Zivis in der Schule

Die Schulen haben die Möglichkeit, Zivildienstleistende zur Unterstützung im Unterricht einzusetzen. Bedarf gibt es aktuell jedoch keinen.

Die EVP wollte mit einem Vorstoss die Voraussetzungen schaffen, dass in den Schulen von Münchenbuchsee Zivildienstleistende eingesetzt werden. Das war eigentlich gar nicht nötig, wie der Gemeinderat in seiner Antwort schrieb. Denn der Wortlaut des Schulreglements könne dafür angewendet werden. Die Schulleitung könne bei der Bildungskommission einen Antrag für den Einsatz von Zivis stellen. Das Parlament hat den Vorstoss als erheblich erklärt, aber auch gleich abgeschrieben.

Trotz dieser Grundlagen werden in Buchsis Schulen so schnell keine Zivis ihren Dienst leisten. Eine Umfrage bei den Schulleitungen hat ergeben, dass es zurzeit keinen Bedarf für den Einsatz von Zivildienstleistenden gebe. Die Schule setzt vereinzelt Pensionierte ein. Motionär Toni Mollet bat die Verantwortlichen, das Anliegen nochmals zu überprüfen. Er ist überzeugt, dass Zivis die Lehrer in komplexen Situationen wertvoll unterstützen könnten.

SVP: Aufwand zu gross

Die SVP lehne den Einsatz von Zivis und damit den Vorstoss grundsätzlich ab, sagte Parteisprecher Beat Offner. Der organisatorische und der finanzielle Aufwand seien zu gross, begründete er.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.01.2018

Bund-Artikel: Münchenbuchsees Parlament will wieder am 1. August feiern

Die Bundesfeier soll in Münchenbuchsee wieder am 1. August und nicht bereits am 31. Juli stattfinden. Möglich ist dies aber wohl erst ab 2020.

Wie viele Gemeinden führt auch Münchenbuchsee die Bundesfeier bereits am Abend des 31. Juli durch. Doch für Fredi Witschi (SVP) gibt es keinen erheblichen Grund, die Feier «zum Geburtstag der Eidgenossenschaft» vorzuziehen. Er verlangte gestern im Grossen Gemeinderat darum mit einem Postulat, den Nationalfeiertag wieder am 1. August zu begehen. Witschi wollte mit seinem Vorstoss auch dafür sorgen, dass sich die für Tiere belastende Knallerei auf eine weniger lange Zeitdauer erstreckt. Witschi ist von Beruf Tierarzt. Witschi, der in diesem Jahr das Gemeindeparlament präsidiert, gab gestern vorübergehend die Sitzungsleitung ab, um seinen Vorstoss selber vertreten zu können.

Die überwiegende Mehrheit im Gemeindeparlament unterstützte das Postulat. Da das freiwillige Organisationskomitee die Vorbereitungen für die Feier 2018 bereits an die Hand genommen hat und auch schon für 2019 tätig geworden ist, kann eine Rückverlegung realistischerweise erst für 2020 in Betracht gezogen werden. Witschi verlangte, dass der Gemeinderat für 2020 eine Alternative vorlegt. Der Gemeinderat hatte sich in der Antwort auf das Postulat gegen eine Rückverschiebung ausgesprochen. Als Vorteil strich er etwa heraus, dass nach der Feier am 31. Juli ein gesetzlicher Freitag zur Erholung zur Verfügung steht. Das werde von der Bevölkerung sehr geschätzt. Er befürchtete zudem, dass der Aufmarsch am 1. August geringer ausfallen könnte.

 

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
26.01.2018

Leuchtwesten: Innovativer Versuch für die Fussgänger-Sicherheit

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Die Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee ist nicht beleuchtet, verfügt weder über Velo- noch Mittelstreifen und hat auch keine Gehwege. Sie ist aber die Hauptverbindung zwischen den beiden Gemeinden und wird zunehmend als Pendlerstrecke von Autofahrern benutzt, die den Staus zwischen Münchenbuchsee und Zollikofen aus dem Weg gehen respektive fahren wollen. Gleichzeitig wird sie auch von Fussgängerinnen und Velofahrern benutzt. Sie ist ebenso Spazierweg am Sonntag wie Teil des Weges zur Arbeit und Schulweg für Kinder aus Diemerswil und Münchenbuchsee. Das alles wissen wir schon lange.
 
Der Gemeinderat Diemerswil bemüht sich deshalb seit Jahren darum, die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrerinnen zu erhöhen und hat den Kanton bereits mehrmals um Massnahmen gebeten – leider ohne Erfolg. Nun hat der Gemeinderat Diemerswil beschlossen, sich im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten selbst zu helfen.
 
Seit einer Woche befinden sich sowohl am Dorfausgang Diemerswil Richtung Münchenbuchsee als auch am Dorfeingang Münchenbuchsee aus Richtung Diemerswil je ein Kasten oder Schrank. In beiden sind Leuchtwesten, die jederzeit ausgeliehen und am Ende des Weges wieder in den jeweils anderen Schrank gehängt werden können. Ist man also auf dem Weg von Diemerswil nach Münchenbuchsee, kann man in Diemerswil eine Leuchtweste aus dem Schrank nehmen, sie benutzen und sie am Dorfrand von Münchenbuchsee wieder in den zweiten Schrank zurückhängen.
 
Der Versuch dauert in einer ersten Phase ein halbes Jahr. Im Sommer zieht der Gemeinderat Diemerswil Bilanz und entscheidet, ob die Schränke fest installiert werden. Die Gemeinde hofft, mit dieser bescheidenen Massnahme die Sicherheit von Fussgängern und Velofahrerinnen wenigstens etwas zu erhöhen und nimmt Rückmeldungen jederzeit gerne entgegen. 
25.01.2018

Bund-Artikel: Er hat keine Angst, dass es nicht gut kommt

Der 55-jährige Fredi Witschi (SVP) ist seit fünf Jahren in der Politik aktiv. (Foto: zvg)

Tierarzt Fredi Witschi tritt sein Amt als Präsident des Gemeindeparlaments in Münchenbuchsee an.


Von der Mongolischen Rennmaus über den Afghanischen Windhund und die Perserkatze bis zum Pariser Trompeter, einem Kanarienvogel - Fredi Witschi aus Münchenbuchsee hat schon viele Tiere gesehen, diagnostiziert und behandelt. Seit rund 25 Jahren führt er die Praxis, die er von seinen Eltern, die beide ebenfalls Tierärzte waren, übernommen hat.

«Manchmal ist es schon die halbe Therapie, wenn man den Besitzern aufmerksam zuhört», sagt Witschi. Nicht immer gehe es den Tieren so schlecht, wie der Besitzer oder die Besitzerin glaube. Witschi selber besitzt eine Französische Bulldogge. Er bezeichnet sich als Grundversorger. Notfälle behandelt er selber, auch einen Teil der Operationen wie Kaiserschnitte oder die Entfernung von Blasensteinen führt er selber durch. Kompliziertere Fälle leitet er an einen Spezialisten weiter. Auch in der Tiermedizin gibt es mittlerweile Chirurgen, Dermatologen oder Neurologen - die Spezialisierung ist aber weniger weit fortgeschritten als in der Humanmedizin.

Grussadresse in Uniform

Der 55-jährige Tierarzt und SVP-Politiker wurde am 7. Dezember zum neuen Präsidenten des Grossen Gemeinderats von Münchenbuchsee gewählt. Damals konnte er wegen eines Militärdiensts im Tessin nicht persönlich anwesend sein. Der Oberst dankte aber in einer vorbereiteten Videobotschaft in Uniform für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Heute leitet Fredi Witschi als nominell höchster Buchser seine erste Sitzung. Er wolle in diesem Gremium der Gemeinschaft etwas zurückgeben, sagt er. Es sei schön, wenn man für fähig befunden werde, dieses Amt auszuüben. «Ich habe keine Angst, dass es nicht gut kommt.» Gleich in der ersten Sitzung ist ein eigener Vorstoss zu behandeln. In einem Postulat verlangt Witschi vom Gemeinderat, die 1.-August-Feier sei wieder am Nationalfeiertag durchzuführen und nicht einen Tag früher - auch im Interesse der Tiere, die dann der Belastung durch Knallkörper weniger lang ausgesetzt seien. Findet die Feier bereits am 31. Juli statt, so knallt es während zweier Tage. Der Gemeinderat ist jedoch gegen eine Verschiebung, denn das frühere Datum am Abend des 31. Juli werde von der Bevölkerung geschätzt, weil mit dem 1. August ein arbeitsfreier Tag folge.

Ausflug in die Schule

Witschi ist seit fünf Jahren in der Politik aktiv, nachdem er von der SVP als Kandidat für den Grossen Gemeinderat angefragt worden war. Witschi ist verheiratet. Beim traditionellen Ausflug des Gemeindeparlaments geht es in die unmittelbare Nachbarschaft. Witschi will die Schulen in Münchenbuchsee besuchen. «Ich habe den Draht etwas verloren, weil ich selber keine Kinder habe.» Es könne sicher nicht schaden, wenn Politiker und Lehrer einen Schritt aufeinander zu machten.

Als Tierarzt muss Witschi auch traurige Botschaften überbringen, etwa wenn ein Hund wegen einer Krankheit oder des Alters eingeschläfert werden muss. «Die Frage, die sich stellt, ist immer: Welche Lebensqualität hat das Tier noch, zeigt es noch Lebensfreude?» Viele Besitzer lassen ihren Hund oder ihre Katze einäschern und verstreuen die Asche dann am Lieblingsplatz ihres Tieres.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
19.01.2018

Personalreglement / Personalverordnung / Anhang zur Feuerwehrverordnung

Personalreglement
Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 7. Dezember 2017 das Personalreglement der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee verabschiedet.

Personalverordnung
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. November 2017 die Personalverordnung verabschiedet (unter Vorbehalt der Genehmigung des Personalreglements durch den Grossen Gemeinderat).

Das Personalreglement und die Personalverordnung treten, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, am 1. April 2018 in Kraft. Sie heben alle ihnen widersprechenden Bestimmungen sowie die im Personalreglement und der Personalverordnung explizit zur Aufhebung aufgeführten Erlasse auf. Das Personalreglement und die Personalverordnung können bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, 3053 Münchenbuchsee bezogen oder unter unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Beschlüsse kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Münchenbuchsee, 19. Januar 2018
Der Gemeinderat

Feuerwehrverordnung vom 13. April 2015 - Revision Anhang 4
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 15. Januar 2018 Anhang 4 (Ersatzabgaben) der Feuerwehrverordnung vom 13.04.2015 revidiert und den bereits mit Budget 2018 genehmigten Tarifen angepasst.

Der revidierte Anhang 4 tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, rückwirkend per 01. Januar 2018 in Kraft. Er hebt alle ihm widersprechenden Bestimmungen und Erlasse auf. Das Feuerwehrreglement inkl. revidiertem Anhang 4 können bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, 3053 Münchenbuchsee bezogen oder unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Beschlüsse kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Münchenbuchsee, 19. Januar 2018
Der Gemeinderat
18.01.2018

BZ-Artikel: Zur Autoprüfung nach Buchsi

Hier finden in Zukunft keine Fahrund Fahrzeugprüfungen mehr statt: Das Strassenverkehrsamt verlässt das Wankdorf und zieht nach Münchenbuchsee. (Foto: Beat Mathys)

Vom Wankdorf nach Münchenbuchsee: Das Strassenverkehrsamt soll bis 2027 in einen 110 Millionen Franken teuren Neubau zügeln. Wie das Areal am Schermenweg künftig genutzt wird, ist noch offen.


Es ist eine Adresse, die Autofahrern aus dem Grossraum Bern bestens bekannt ist: das Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt (SVSA) am Schermenweg im Wankdorf. Hier beginnt und endet für viele Neulenker die nervenaufreibende Fahrprüfung. Hier holt man vorfreudig sein Kontrollschild fürs Auto ab. Und hier bringt man alle paar Jahre naserümpfend sein Fahrzeug zur Überprüfung.

All das wird sich jedoch bald nicht mehr im Wankdorf abspielen. Wie der Kanton Bern gestern mitteilte, will er das Amt in die Buechlimatt nach Münchenbuchsee verlegen (siehe Karte). Am neuen Standort soll für bis 110 Millionen Franken ein Neubau entstehen. Dieser wird 260 Mitarbeitern des SVSA Platz bieten und künftig als neue Niederlassung die jährlich rund 125 000 Fahrzeugprüfungen und über 8000 praktischen Führerprüfungen abwickeln.

«Sanierung lohnt sich nicht»

Der Grund für den Wegzug aus dem Wankdorf ist laut Kanton der schlechte Zustand, in dem sich allen voran das Gebäude des Verkehrsprüfzentrums befindet. «Das Gebäude hat sein Lebensende erreicht», sagt Regierungsrätin Barbara Egger (SP). Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hätten in der Vergangenheit bereits mehrmals kleinere Sanierungen durchgeführt werden müssen. Langfristig hätte man das Gebäude aber totalsanieren müssen. «Das lohnt sich nicht», so Egger. Zudem sei eine solche Sanierung bei laufendem Betrieb nicht möglich.

Der Wegzug vom Wankdorf ist bereits seit längerem geplant. Schon 2013 hat der Kanton nach eigenen Angaben damit begonnen, nach alternativen Standorten für das Amt zu suchen. Insgesamt prüfte er 27 Areale – und wurde in der Buechlimatt in Münchenbuchsee fündig.

Das 21 000 Quadratmeter grosse Areal gehört zwei Besitzern: der Einwohnergemeinde und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Diese legen die beiden Parzellen zusammen, bilden eine Miteigentümerschaft und geben das Land im Baurecht ab – für jährlich rund 200 000 Franken. Der Zins wird aber erst fliessen, nachdem eine Baubewilligung vorliegt.

Der Kanton spricht von einem angemessenen Baurechtszins. Laut Claude Monnier, dem Sekretär der Burgergemeinde Münchenbuchsee, liegt der Zins in jenem Bereich, den bereits ansässige Betriebe bezahlen. Für Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) stand nie zur Diskussion, dass die Gemeinde ihr Land verkauft, sondern dass sie es wie die Burger im Baurecht abgibt. Über den Vertrag mit dem Kanton entscheiden die Burgerversammlung im Frühling und die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee im Herbst an der Urne.

Die Burgergemeinde hatte mehrere Interessenten für das Land. Aber das Projekt des Kantons erachtet Claude Monnier aus mehreren Gründen als sinnvoll: Es liegt nahe beim Autobahnanschluss, die Zufahrt führt nicht durchs Siedlungsgebiet, und ein Projekt über beide Parzellen vereinfacht das Prozedere. Ein umstrittenes unterirdisches Gewässer verzögerte bisher mögliche Vorhaben (siehe unten).

Künftige Nutzung noch offen

Bleibt die Frage, was aus dem Schermenareal im Wankdorf nach dem Wegzug des SVSA passiert. Das Gelände an bester Lage samt Gebäuden gehört dem Kanton. Ob er es verkaufen oder anderweitig nutzen wird, bleibt allerdings vorerst offen. «Das wissen wir noch nicht», so Egger. Eine Potenzialanalyse soll darüber Aufschluss geben, was auf dem Areal möglich wäre.

Fakt ist: Mit seiner Nähe zur Autobahn, zum ÖV und zu Berns Zentrum ist das Areal attraktiv gelegen. Egger spricht von einem «Filetstück» in diesem Perimeter. Ob das auch bei der Stadt Bern Begehrlichkeiten wecken könnte? Schliesslich gilt der Perimeter Wankdorf, dem das Schermenareal angehört, als grösster und bedeutendster Entwicklungsschwerpunkt im Kanton. «Es handelt sich um ein interessantes Gebiet mit grossem Potenzial», sagt Stadtplaner Mark Werren. Mehr könne er noch nicht sagen, weil man vom Wegzug des SVSA auch erst gestern erfahren habe.

Zunächst muss der Grosse Rat nun den Baurechtsvertrag und den Wettbewerbskredit genehmigen. Dann erst kann geplant und gebaut werden. Ab 2027 soll der neue Standort bezugsbereit sein.

Ein Artikel aus der
(Christoph Albrecht Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

Die Gewässerfrage

Klicken Sie auf das Bild um die Karte zu vergrössern.
Wegen eines eingedolten Wasserlaufs unter der Buechlimatt verzögerte sich eine mögliche Überbauung des Areals. Es stellte sich die Frage: Handelt es sich beim fraglichen Wasserlauf um ein Gewässer oder lediglich um eine Drainageleitung vom Hang ennet der Bahnlinie? Das ist entscheidend. Falls es als Gewässer eingestuft wird, muss dieses bei einer Überbauung offen gelegt werden, mit dem entsprechendem Gewässerabstand. Das reduziert den Wert und lässt weniger Möglichkeiten für eine Überbauung.

Die Burgergemeinde stellte sich auf den Standpunkt, dass es sich um eine Entwässerung handelt, das Tiefbauamt des Kantons Bern stufte den Wasserlauf als Gewässer ein. Die Burger zogen mit einer Beschwerde bis vor Verwaltungsgericht. Dieses entschied Ende Januar 2016, dass es sich beim eingedolten Wasserlauf um ein Gewässer handelt. Dieses Urteil ist rechtskräftig.

Das Gewässer müsse wegen dieses Entscheids des Verwaltungsgerichts offen gelegt werden, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel. Wie das genau geschehen soll, wird erst im Rahmen des eigentlichen Projektes definiert. hus
17.01.2018

Medienmitteilung des Kantons Bern: Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) Verlegung von Bern nach Münchenbuchsee

Wer in der Region Bern sein Fahrzeug zum Prüfen bringt, fährt in zehn Jahren nach Münchenbuchsee statt ins Wankdorf. Das Verkehrsprüfzentrum des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) am Schermenweg 9 in Bern ist in einem schlechten baulichen Zustand. Eine Sanierung ist im laufenden Betrieb nicht möglich. Der Kanton will das SVSA deshalb von Bern in einen Neubau nach Münchenbuchsee verlegen. Die Verlegung ist voraussichtlich 2027 abgeschlossen.

Am Schermenweg 5 im Berner Wankdorf sind der Hauptsitz und die Zulassungs- und Kundendienste des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes (SVSA) des Kantons Bern untergebracht. Im zum SVSA gehörenden Verkehrsprüfzentrum am Schermenweg 9 werden Fahrzeug- und Führerprüfungen durchgeführt. Zum SVSA gehört auch das Prüfzentrum für den Schwerverkehr an der Milchstrasse in Ostermundigen. Der Kanton Bern will die im Raum Bern ansässigen Abteilungen des SVSA mit rund 260 Mitarbeitenden in einem Neubau in der Agglomeration Bern zusammenfassen und damit Synergien nutzen.

Warum ein Neubau?

Das Gebäude am Schermenweg 9 ist in einem schlechten baulichen und energetischen Zustand. Für einen langfristigen Weiterbetrieb wären unverhältnismässig hohe Investitionen zu tätigen. Zudem ist eine Sanierung des Verkehrsprüfzentrums bei laufendem Betrieb nicht möglich. Weiter fehlt es im Wankdorf an Raum, um das Verkehrsprüfzentrum bei Bedarf erweitern zu können. Schliesslich könnten die im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf liegenden und durch den SVSA-Wegzug freiwerdenden Areale dereinst wirtschaftlich und städtebaulich aufgewertet und verdichtet werden.

Breite Standortevaluation für Neubau des SVSA

Der Kanton hat bereits 2013 begonnen, alternative Standorte für das SVSA abzuklären. Das kantonseigene Grundstück beim Prüfzentrum Schwerverkehr in Ostermundigen erwies sich als zu klein für einen Neubau. Deshalb wurde in der Folge in einem breiten Evaluationsprozess im Raum Bern nach einem neuen Standort gesucht. Insgesamt wurden 27 potenzielle Areale untersucht.

Standort Buechlimatt in Münchenbuchsee am besten geeignet

Dabei hat der Standort Buechlimatt in Münchenbuchsee am besten abgeschnitten. Das vorgesehene Areal befindet sich am Rand der Gewerbezone nordwestlich des Dorfs. Deshalb sind nur wenig Anwohnerinnen und Anwohner direkt betroffen. Die Buechlimatt liegt nahe der Autobahnausfahrt Münchenbuchsee. Eine erste Grobanalyse hat gezeigt, dass voraussichtlich rund 90% des Verkehrs via N6 direkt zum Areal gelangen wird. Die bestehende ÖV-Erschliessung des Areals wird im Rahmen des Projekts optimiert.

Inbetriebnahme des neuen SVSA für 2027 geplant

Die rund 21'000 m2 Grundstücksfläche der Buechlimatt unterteilen sich in zwei Parzellen, die sich im Besitz der Burgergemeinde bzw. der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee befinden. Der Kanton Bern hat sich das Areal im Dezember 2017 im Baurecht gesichert. Voraussichtlich Anfang 2019 stehen mit der Genehmigung des Baurechtsvertrags und des Wettbewerbskredits durch den Grossen Rat erste politische Meilensteine an. Anschliessend folgen Architekturwettbewerb, Planung und Realisierung des neuen SVSA. Parallel dazu wird die Nachnutzung des Schermenareals und des Prüfzentrums Schwerverkehr in Ostermundigen evaluiert.

Die Inbetriebnahme des neuen SVSA in Münchenbuchsee ist gemäss heutiger Planung für 2027 vorgesehen. Die Investitionssumme wird auf rund CHF 110 Mio. geschätzt. Der Baurechtszins ist für die Region Bern mit jährlich rund CHF 200'000 angemessen.

Von der Verlegung des SVSA in der Region Bern nicht betroffen sind die übrigen Prüf- und Dienstleistungszentren des SVSA in Thun-Allmendingen, Orpund und Bützberg.

Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) des Kantons Bern trägt zu einem sicheren, reibungslosen und umweltschonenden Verkehr auf Strassen und Gewässern bei. Es ist für Prüfungen und Zulassungen von ca. 800'000 Fahrzeugen und 12'000 Schiffen verantwortlich. Das SVSA erbringt seine Dienstleistungen in vier Regionen: Bern, Berner Oberland, Seeland/Berner Jura und Oberaargau/Emmental. Im Verkehrsprüfzentrum Bern werden jährlich rund 125'000 Fahrzeuge geprüft und rund 8'500 – 8'600 praktische Führerprüfungen durchgeführt. 
12.01.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Neujahrsapéro 2018

Der Gemeindepräsident Manfred Waibel begrüsst die Gäste.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee lud am 5. Januar 2018 die Bevölkerung erstmals zum Neujahresapéro ein.

Die zahlreich erschienenen Gäste wurden musikalisch von Hannah Farago (Gesang) und Edu Galera Ludena (Klavier) empfangen. Die Schülerin und der Schüler der Musikschule Münchenbuchsee umrahmten den Anlass mit Coverversionen sowie tollen Eigenkompositionen und machten mit ihrer musikalischen Darbietung beste Werbung für die Musikschule Münchenbuchsee.

Der Gemeindepräsident, Manfred Waibel, begrüsste die rund 180 Gäste und nutzte die Gelegenheit, der Bevölkerung für ihr Kommen zu danken, einen Ausblick auf das 2018 zu geben und alles Gute für das neue Jahr zu wünschen.

Anschliessend wurden die Gäste mit einem grosszügigen Apérobuffet der Metzgerei Wüthrich verwöhnt, welches bei Gross und Klein grossen Anklang fand. Auf das neue Jahr wurde unter anderem mit feinem Wein aus dem Hofwiler Wy-Chäller angestossen. Bei angeregten und interessanten Gesprächen konnte sich die Bevölkerung mit Gemeinderatsmitgliedern und Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung austauschen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.

Die Gäste waren interessiert, offen für Neues im 2018 und freuten sich über einen gelungenen und erfolgreichen Start im neuen Jahr. Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit dem gelungenen Anlass und die mehr als erwartet zahlreich erschienen Gäste. Die Anwesenden lobten die sehr gute Organisation, den wertvollen Gesprächsaustausch und die unterhaltsame Musik. Alle waren sich einig: Es war ein würdiger Anlass zum Jahresanfang, welcher gerne im nächsten Jahr wiederholt werden darf.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Olivier Gerig, Karin Balmer
Fotos: Olivier Gerig
Musikalische Umrahmung von Hannah Farago (Gesang) und Edu Galera Ludena (Klavier)

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