News-Artikel 2018

15.01.2018
20.10.2018

BZ-Artikel: Bahnhof erhält eine Toilette


Seit Anfang Oktober ist der Schalter am Bahnhof Münchenbuchsee geschlossen. Dafür dürfen Zugreisende, aber auch Passanten bald auf ein anderes Angebot hoffen. Der verwaiste Bahnhof erhält wohl eine öffentliche Toilette. Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) informierte im Parlament, dass der Gemeinderat einen Kredit von 75 000 Franken gesprochen habe, das entspreche der Hälfte der Investitionskosten für das WC.

Ein bewilligter Kredit vonseiten der Gemeinde sei erforderlich, damit die SBB ihrerseits die andere Hälfte in ihr Budget aufnehmen können, ergänzte Waibel. Wann die Toilette – ein Einheitsmodell – gebaut werde, sei noch offen. Klar ist hingegen, dass für das kleine oder grosse Geschäft ein Obolus zu entrichten ist.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
20.10.2018

BZ-Artikel: Eine dezentrale Tagesschule


Der Gemeinderat hat seine Strategie in Sachen Tagesschule geändert und damit gleichzeitig ein grosses Projekt beerdigt. Er wolle die Tagesschule dezentralisieren und nicht mehr an einem einzigen Standort unterbringen, informierte der zuständige Gemeinderat Patrick Imhof (SP) das Parlament. Damit ist das Projekt eines multifunktionalen Gebäudes beim Schulhaus Paul Klee für über 10 Millionen Franken vom Tisch.

Ein Vorteil dieser neuen Strategie sei, dass sich die Investitionen besser aufteilen lassen. Zudem entfiele der Aufwand für die Transporte. Im Finanzplan sind zweimal je eine Million Franken für bauliche Massnahmen vorgesehen. Zurzeit würden Daten dafür erhoben, die bestmöglichen Standorte für die Tagesschulen zu evaluieren.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
20.10.2018

Bund-Artikel: Jetzt ist Feuer im Dach

Beim Budget hat die Debatte zu einigen Gehässigkeiten geführt.

2014 rauften sich die Parteien in Münchenbuchsee zusammen, um die Finanzen ins Lot zu bringen: Die Bürgerlichen stimmten einer Steuererhöhung zu, die Linke und die Mitte trugen dafür Sparmassnahmen mit. Die Balance – vielleicht kann man auch von einem Stillhalteabkommen sprechen – blieb lange bestehen. Doch jetzt ist wegen des Budgets für das nächste Jahr Feuer im Dach. Am Donnerstagabend sprühten im Gemeindeparlament während der Beratung jedenfalls die Funken. SP, GFL EVP und FDP lehnten die vom Gemeinderat angestrebte Steuersenkung von 1,64 auf 1,59 Einheiten ab («Bund» von gestern).

Anwesend waren sämtliche 40 Mitglieder des Parlaments, in dem die bürgerlichen Parteien SVP, BDP und FDP eigentlich eine knappe Mehrheit von 21 Mandaten besitzen. Doch die Freisinnigen brachten diese zum Kippen. Die Senkung komme zu früh, denn diese führe nur zu einer Neuverschuldung. Am Schluss liess sich auch die BDP davon überzeugen. Mit 26 zu 13 Stimmen fiel der Entscheid für ein Budget mit gleichbleibender Steueranlage. Die SVP war pikiert. Die Partei wies daraufhin, dass es sehr schwierig sei, die Formulierungen in der Botschaft entsprechend zu überarbeiten und anzupassen. Die SVP könne dafür keine Verantwortung übernehmen. Bei Fehlern drohe eine Stimmrechtsbeschwerde. Eine SVP-Parlamentarierin war so erbost, dass sie die Sitzung verliess; nicht ohne vorher das Wort «stümperhaft» in die Runde geworfen zu haben.

Nach mehreren Sitzungsunterbrüchen war die Botschaft an das Stimmvolk, die Urnenabstimmung findet am 25. November statt, schliesslich angepasst. Zuerst aber wurde das Verhalten der SVP als «Kindergarten» gerügt. Es fiel der Vorwurf der «SVP-Diktatur». Im siebenköpfigen Gemeinderat ist die SVP mit vier Sitzen vertreten. Noch nicht klar ist, ob die SVP das Budget nun offen bekämpfen wird. Auf jeden Fall ist die heikle Balance vorbei. Nun dürfte wieder mit härteren Bandagen gekämpft werden – so wie vorgestern im Grossen Gemeinderat.

Ein Artikel aus dem 
(Simon Wälti, Der Bund)
19.10.2018

BZ-Artikel: Dicke Luft wegen Steuerfuss

Eine Allianz aus Mitte-Links und FDP bodigt eine Steuersenkung.

Der Gemeinde Münchenbuchsee geht es finanziell besser. Die Gewinne in den letzten Rechnungen, auch dank einem Entlastungspaket, erlaubten es, gegen acht Millionen Franken Eigenkapital auf die Seite zu legen, was gut fünf Steuerzehnteln entspricht. Deshalb beantragte der Gemeinderat dem Parlament im Budget 2019 eine Steuersenkung von 1,64 auf 1,59 Einheiten.

Daraus wird aber nichts. Denn der Gemeinderat stiess mit seinem Antrag bei vier Parteien auf wenig Gegenliebe. SP, GFL, EVP und FDP beantragten, den Steuersatz bei 1,64 Einheiten zu belassen. Die Senkung basiere einzig auf dem vorhandenen Bilanzüberschuss, sagte Katharina Häberli (SP). Damit sei man 2020 bereits wieder unter dem Zielwert. Folgerichtig müssten in einem Jahr die Steuern wieder erhöht werden. «Wir wollen keine Jo-Jo-Politik», betonte Häberli. Ausserdem müssten viele vorgesehene Investitionen gestrichen werden. Die Senkung komme zu früh und sei strategielos, ergänzte Luzi Bergamin (GFL). Vielleicht habe der Gemeinderat nicht gemerkt, dass die Mehrheit im Parlament gegen eine Steuersenkung sei, sagte Renate Löffel (EVP).

SVP wollte noch mehr

Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) versuchte die Wogen zu glätten. Dank der Rechnung 2018 werde der Bilanzüberschuss auf acht Steuerzehntel ansteigen. Das müsse man berücksichtigen. Das Budget sei nicht alleine darauf ausgerichtet worden, eine Steuersenkung zu beantragen.

Verärgert reagierte SVP-Fraktionschef André Quaile. Die anderen Parteien würden die Abmachungen des Entlastungsprogramms aufkünden. Die SVP stellte einen Gegenantrag: Der Steuersatz soll sogar auf 1,56 Einheiten sinken. Er frage sich auch, wie den Steuerpflichtigen die hohen Überschüsse erklärt werden sollen. Es gelte nun, dem Volk etwas zurückzugeben.

Das Parlament stimmte dem überparteilichen Antrag mit 23 zu 17 Stimmen zu. Das letzte Wort zum Budget und dem Steuerfuss haben die Stimmberechtigen am 25. November an der Urne.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
19.10.2018

Bund-Artikel: Mehrheit will keine Steuersenkung

In den letzten Jahren hat die Gemeinde ihre Finanzen ins Lot gebracht und wieder Reserven aufgebaut. Darum schlug der Gemeinderat im Rahmen des Budgets 2019 eine Steuersenkung von 1,64 auf 1,59 Einheiten vor. Zudem wollte er bei den Ausgaben den Fuss etwas vom Bremspedal nehmen, zum Beispiel wieder mehr in den Unterhalt der Liegenschaften investieren.

Doch dieser Vorschlag des Gemeinderats stiess gestern Abend im Grossen Gemeinderat, der Legislative, auf Ablehnung. SP, GFL, EVP und auch die FDP bildeten eine breite Front gegen die Steuersenkung. Man müsse sonst die Steuern schon bald wieder erhöhen, sagte Katharina Häberli Harker (SP). «Wir wollen keine Jo-Jo-Politik.» Mit 23 zu 17 Stimmen wurde die Steuersenkung aus dem Budget gekippt. Der Steuerfuss bleibt damit bei 1,64. Bei Gesamtausgaben von 39 Millionen Franken resultiert demnach ein Ertragsüberschuss von 740000 Franken.

Die SVP argumentierte vergebens, der Moment sei gekommen, die Steuern wieder zurückzufahren. 2016 und 2017 wurden jeweils hohe Überschüsse von 3,4 Millionen Franken erzielt. Auch im laufenden Jahr rechnet der Gemeinderat von Münchenbuchsee mit einem positiven Abschluss. Die Steuererträge hatten sich in den letzten Jahren zudem positiv entwickelt. Unter diesen Voraussetzungen dürfte es schwierig sein, ein Budget ohne Steuersenkung dem Stimmbürger schmackhaft zu machen, sagte André Quaile (SVP).

Anschliessend machte sich das Parlament an eine knifflige Aufgabe: Es galt die Botschaft ans Stimmvolk zu überarbeiten. Das letzte Wort wird das Stimmvolk am 25. November haben. Die SVP kündigte an, das Budget zu bekämpfen.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
03.10.2018

BZ-Artikel: Die Ersatzbank übersprungen

Die Gemeindewahlen in Münchenbuchsee im November 2016 endeten für Peter Stucki bitter. Bei der Ausmarchung ums Gemeindepräsidium landete der GFL-Politiker auf dem fünften und letzten Platz. Als Gemeinderat wurde er gar abgewählt. Nun kehrt Stucki in die Gemeindepolitik zurück. Er rutscht für einen zurücktretenden Parteikollegen ins Parlament nach – auf der Überholspur.

Denn was nach einer simplen Formalie aussieht, ist in der Realität ein komplexes Verfahren. Peter Stucki figurierte gar nicht auf der Ersatzliste der GFL für den Grossen Gemeinderat. Auf dieser sind noch andere 15 Namen aufgeführt. «Alle diese Personen haben abgesagt», erklärt Stucki, der seit diesem Frühling die GFL Buchsi präsidiert. Entweder seien sie weggezogen, oder ihre berufliche Situation habe sich verändert, sodass ihnen die Zeit für die politische Arbeit fehle. «Aber es sind wie bei jeder Wahl auch Listenfüller dabei», räumt Stucki ein.

So stand die Partei vor einem Problem: Wer übernimmt den frei werdenden Sitz? Nachdem alle Ersatzleute abgesagt hatten, durfte die Partei jemanden nominieren. Stucki stellte sich «in Absprache mit der Fraktion» zur Verfügung: «Ich engagiere mich gerne politisch und freue mich auf das Amt.» Der Gemeinderat hat diese Ergänzungswahl bereits vorgenommen und im Anzeiger publiziert.

Hätte die GFL niemanden gefunden, müssten die Wahlresultate vom November 2016 hervorgeholt werden. Jene Partei mit dem nächsten Restmandat wäre zum Handkuss gekommen. Diese Rechnung haben aber weder die Gemeindeverwaltung noch Peter Stucki gemacht. Damit rutscht er letztlich in ein Amt hinein, für das er als Bewerber fürs Gemeindepräsidium laut Reglement gar nicht kandidieren durfte.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
25.09.2018

BZ-Artikel: Bruchrechnen per Mausklick

Erklären auf dem Bildschirm: Seit Beginn des Schuljahres sind Laptops im Mathematikunterricht von Michael Kohli ein fester Bestandteil. (Bild: Beat Mathys)

Wie funktioniert innovativer Unterricht im Kanton Bern? Diese Frage beantwortet ein Augenschein während Mathematikstunden am Oberstufenzentrum Münchenbuchsee. Jedes Kind besitzt hier einen eigenen Laptop.

Zuerst kommen Kreide und Wandtafel zum Einsatz: Klassenlehrer Michael Kohli schreibt auf, wie die heutige Mathematikstunde ablaufen wird. Zuerst Theorie, dann Praxis. Danach greifen die Schülerinnen und Schüler zum Theorieheft. Auf mehreren illustrierten Seiten wird ihnen erklärt, wie man Brüche multipliziert und dividiert. Und dann, endlich, kommen die Laptops zum Zug. Die Kinder holen ihr Gerät aus dem Wandschrank, befreien es von der Schutzhülle und drücken den Startknopf. Wenige Minuten später lösen die Jugendlichen Bruchrechnungen, online, ganz einfach per Mausklick. Das Etui bleibt ungeöffnet.

Der Unterricht am Oberstufenzentrum Münchenbuchsee lief nicht immer so digital ab. Über Laptops verfügen die Schülerinnen und Schüler erst seit diesem Schuljahr, also seit etwas über einem Monat. Zwar nutzte die Schule schon vorher Computer; dass jedes Kind einen eigenen Laptop besitzt, den es mit nach Hause nehmen kann und auch privat nutzen darf, ist hingegen eine Neuheit.

«Wir befinden uns mitten im Wandel», sagt Schulleiterin Vreni Augsburger. Vorerst erhielten nur die Siebtklässler sowie einzelne Acht- und Neuntklässler ein eigenes Gerät. In drei Jahren sollen dann alle Kinder ausgerüstet sein. 750 000 Franken lässt sich die Gemeinde die Computerinfrastruktur kosten.

Die Versuchung ist gross

Die Schülerinnen und Schüler in Kohlis Klasse kommen mit den Laptops gut zurecht. Zielsicher bewegen sie die Finger über das Mousepad und rufen die vom Lehrer angegebene Internetseite auf. Auf jedem einzelnen Bildschirm sind Brüche zu sehen – niemand ist auf Facebook, niemand schaut andere Videos oder spielt Videospiele.

«Die Versuchung ist für die Kinder schon gross», gibt Michael Kohli zu, «so hatte ich etwa eine Klasse, die während der Pausen dauernd am Laptop hing.» Abhilfe geschaffen hätten feste Regeln, die er mit den Schülern gemeinsam vereinbart habe. So bleiben die Geräte während der Pause nun etwa im Schrank und werden nur dann hervorgeholt, wenn Kohli es erlaubt.

Auch zu Hause würden sie ihren Laptop nur sporadisch nutzen, meint Arena Kamberi, eine der Schülerinnen. Etwa um Hausaufgaben zu erledigen, im Internet zu surfen – «oder um Musik zu hören». Und während sie erzählt, löst die 14-Jährige gekonnt eine Bruchrechnung nach der anderen auf dem Bildschirm.

Die Schweiz hinkt hinterher

Münchenbuchsee ist nicht die erste Gemeinde in der Region Bern, die alle Schülerinnen und Schüler mit einem Laptop ausrüstet. Das System ist bereits in etlichen Schulen etabliert – zu den Vorreitern gehören etwa Konolfingen oder Worb. Andere Gemeinden wiederum, beispielsweise die Stadt Bern, setzen weiterhin auf schuleigene Geräte, welche die Kinder je nach Unterricht nutzen können.

Besonders innovativ ist der Kanton Bern also nicht – in anderen westlichen Ländern haben Laptops schon länger einen fixen Platz im Schulzimmer. Betrachtet man die Entwicklung der Lehrpläne sowie den Einsatz von technischen Hilfsmitteln, ist festzustellen, dass zwar vieles den Weg in die Schulstube fand – «allerdings immer mit Verzögerung», wie Pia Lädrach vom Schulmuseum Köniz sagt. Dabei handle es sich um ein gesellschaftliches Phänomen: «Manchmal fehlten einfach die finanziellen Mittel, um jede technische Neuerung im Schulzimmer umzusetzen.» Ausserdem musste man die Hilfsmittel jeweils genau prüfen, um sicherzustellen, dass sie auch tatsächlich einen Mehrwert für den Unterricht bieten.

«Heute jedoch geht die Forderung an die Schule viel weiter», gibt Lädrach zu bedenken; die neuen Medien seien nicht mehr nur Hilfsmittel, sondern bieten Stoff für ein neues Fach. «Bleibt zu hoffen, dass nicht alle Anschauungsmaterialien durch digitale Formate ersetzt werden.»

Endlose Einsatzmöglichkeiten

Auch in Münchenbuchsee dauerte es seine Zeit, bis die Laptops den Weg ins Klassenzimmer fanden. «Der Dank gebührt ehemaligen Lehrpersonen, die sich schon früh bei der Gemeinde für das Anliegen einsetzten», erzählt die Schulleiterin.

Die Bereitschaft fürs Neue sei auch heute noch im Kollegium spürbar: Die Lehrerinnen und Lehrer tauschen sich untereinander aus, experimentieren mit dem neuen Hilfsmittel, empfehlen sich gegenseitig Internetseiten. «Um das Konzept zum Erfolg zu bringen, darf man nicht ängstlich sein», betont Augsburger, «wir müssen uns Zeit lassen, Fehler zulassen und mit Neugierde an die Laptops herangehen.»

Die neue Technik biete bereits jetzt viele Vorteile, ergänzt Lehrer Michael Kohli: «Die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht sind endlos.» Zudem sorge das neue System für mehr Chancengleichheit unter den Schülern: Nun seien auch jene digital unterwegs, die zu Hause über keinen Computer verfügen würden.

Zu dieser Gruppe Schüler gehört etwa der 13-jährige Philippe Roth: Konzentriert blickt er auf seinen Bildschirm, das Kinn auf der Hand abgestützt, und versucht, die vorgegebene Rechnung zu lösen. Irgendwann wählt Philippe eine der Antwortmöglichkeiten aus – ein rotes Kreuz zeigt an, dass sie falsch ist. «Mathe liegt mir nicht besonders», gibt Philippe zu und studiert die Erklärung, die angezeigt wird.

«Für Schüler wie Philippe sind die Laptops Gold wert», meint Michael Kohli; sie können in ihrem eigenen Tempo arbeiten, sich die Erklärungen in Ruhe anschauen und müssen keine Angst haben, Fehler zu machen. Und falls eines der Kinder dennoch ins Stocken gerät, ist ihr Lehrer schnell zur Stelle. Dann erklärt Kohli ihnen die Rechnung entweder auf einem Blatt Papier – oder aber er nimmt die Kreide in die Hand und schreitet zur Tafel. «Die Laptops sind zwar sehr praktisch», so Kohlis Fazit, «aber die Wandtafel gehört trotzdem dazu.»


VOM GRIFFEL ZUR TASTATUR

1835: Einführung der Volksschule im Kanton Bern. Die Schulzimmer sind meist ausgestattet mit einer Geografiekarte der Schweiz, einem Globus und einigen Schiefertafeln, auf die mit Griffel geschrieben wird. Ob jedes Kind eine eigene Tafel besitzt, ist stark abhängig von der finanziellen Lage der jeweiligen Schule. Der Unterricht besteht für die Kinder hauptsächlich aus Zuhören und Abschreiben.


1835 bis 1910: Feder, Tinte und Papier lösen Griffel und Schiefertafel immer mehr ab, die Wandtafel des Lehrers bleibt aber bestehen. Bücher sind weiterhin teuer und selten, die Zeichnungen darin schwarz-weiss. Mit dem Epidiaskop kommt der erste Diaprojektor ins Klassenzimmer. Er fungiert zudem als eine Art Hellraumprojektor und kann Abbildungen aus Büchern projizieren

1910 bis 1950: Diaaufnahmen werden für den Unterricht immer wichtiger. Hinzu kommen Schulwandbilder, die den Schülerinnen und Schülern Tiere und Pflanzen näherbringen sollen. Die grossen, farbigen Bilder werden an die Wand gehängt und regelmässig ausgetauscht. Auch Fachräume, etwa für Sprachkunde oder Biologie, werden eingeführt und beispielsweise mit Mikroskopen ausgestattet.

1950 bis 1990: Mit dem Umdrucker können mittels Alkohollösung erste Kopien, etwa für Arbeitsblätter, hergestellt werden. Er wird später durch den Fotokopierer abgelöst. Auch der Hellraumprojektor kommt in dieser Zeit in die Klassenzimmer, ebenso wie erste VHS und Musikkassetten. 1964 kam schliesslich das Schulfernsehen hinzu. In dieser Etappe erhalten die Kinder zudem erstmals auch eigene Schulbücher.

Ab 1990: Globalisierung und Digitalisierung wirken sich auch auf die Schulzimmer aus. Der Hellraumprojektor etwa wird von Beamer und Visualizer abgelöst. Besonders wichtig ist jedoch der Computer, mit dem die Schülerinnen und Schüler Zugriff auf das Internet und Plattformen wie Google Earth oder Youtube erhalten. Immer mehr wird es zum Standard, dass jedes Kind über ein eigenes Gerät verfügt (siehe Haupttext).


Ein Artikel aus der 
(Sheila Matti, Berner Zeitung BZ)

24.09.2018

BZ-Artikel: Ein Ja mit Vorbehalten

Die Stimmberechtigten haben dem Baurechtsvertrag mit dem Kanton knapp zugestimmt. Der Weg zum neuen Strassenverkehrsamt könnte steinig werden, wenn die Verkehrsfrage nicht vorher gelöst wird.

Manfred Waibel (SVP) hat mit einem knappen Resultat gerechnet. Auch wegen der Kampagne der Gegner in den letzten Tagen. Münchenbuchsees Gemeindepräsident ist deshalb erleichtert, dass es zu einem Ja zum Baurechtsvertrag mit dem Kanton Bern gereicht hat und die Stimmbeteiligung mit knapp 45 Prozent hoch war. Er versteht die vielen Nein-Stimmen als Auftrag: «Wir nehmen die Ängste der Bevölkerung ernst.» Der Verkehr sei das grosse Thema gewesen bei der Abstimmung. Münchenbuchsee sei «verkehrstechnisch nicht auf der schönen Seite», sagt Waibel. Man müsse gute Lösungen präsentieren können. Er weist auf das Verkehrsmanagement Bern-Nord hin, dass unabhängig realisiert wird.

Land im Baurecht

Die Abstimmung in Münchenbuchsee über den Baurechtsvertrag mit dem Kanton Bern hat in den letzten Wochen für viele Emotionen gesorgt. Der Kanton plant, den Hauptsitz des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) mit rund 270 Mitarbeitenden vom Berner Schermenweg in die Buechlimatt zu verlegen, einer Arbeitszone im Westen von Münchenbuchsee. Dazu legen die Einwohnergemeinde und die Burgergemeinde Münchenbuchsee zwei Parzellen zusammen und geben das Grundstück dem Kanton im Baurecht ab. Für die Einwohnergemeinde schaut ein jährlicher Zins von 115 000 Franken heraus.

Die Verkehrsfrage

Zu reden gegeben hat im Vorfeld des Urnengangs die Verkehrsfrage. Zwar geht eine Studie davon aus, dass 90 Prozent des Zusatzverkehrs direkt über die Autobahn und die Ausfahrt Münchenbuchsee abgewickelt wird. Das Zentrum sollte nicht zusätzlich belastet werden. SP und GFL bezweifelten, dass diese Prognosen eintreffen werden, und bekämpften die Vorlage. GFL-Präsident Peter Stucki ist enttäuscht über das Resultat, er hatte gehofft, dass das Pendel auf die andere Seite ausschlägt. Aber es zeige auch, dass die Angst vor dem Mehrverkehr die Bevölkerung beschäftige. Stucki: «Der Gemeinderat ist in der Pflicht, Farbe zu bekennen.» Ähnlich tönt es bei Co-Präsident Peter Kast von der SP. Man werde am Ball bleiben.

André Quaile, Fraktionspräsident der SVP im Gemeindeparlament, ist froh, dass sich die Stimmberechtigten nicht durch die teils «zweifelhaften Argumente der Gegner haben verleiten lassen». Er habe geahnt, dass es knapp werde. Das Resultat spiegle etwa die Diskussion im Grossen Gemeinderat wieder. Das Verkehrsproblem müsse und werde unabhängig vom Neubau des SVSA angegangen werden. Er habe Vertrauen in die Verantwortlichen beim Kanton und bei der Gemeinde, dass es gut kommt. Mit dem Ja zum Baurechtsvertrag habe die Gemeinde nun ein Pfand gegenüber dem Kanton in der Hand, um Druck wegen der Verkehrsproblematik zu machen. In die gleiche Richtung argumentiert FDP-Präsident Georg Karlaganis. Er hofft, dass es endlich vorwärtsgeht. Bisher sei die Region vom Kanton in der Verkehrsfrage eher «stiefmütterlich» behandelt worden.

Grosser Rat ist an der Reihe

Regierungspräsident Christoph Neuhaus (SVP) wusste, dass die Vorlage umstritten war. Er ist froh, dass die Planung weitergehen kann. Denn der Sitz am Schermenweg erreiche das Ende der Lebensdauer. Er nehme die Bedenken der Bevölkerung ernst, ergänzt Neuhaus und betont, dass man die Verkehrsproblematik nie schöngeredet oder gar weggeschaut habe.

Nach dem gestrigen Ja wird sich der Grosse Rat voraussichtlich Anfang 2019 mit dem Geschäft befassen und über den Baurechtsvertrag und Wettbewerbskredit befinden. Anschliessend folgen Architekturwettbewerb, Planung und Realisierung des neuen SVSA. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
21.09.2018

BZ-Artikel: Die Steuern sollen sinken

Entspannte statt angespannte Finanzlage: Der Gemeinderat beantragt fürs Budget 2019 eine kleine Steuersenkung.

Die Gemeinde Münchenbuchsee hat finanziell schwierige Zeiten hinter sich. Ein hohes Bilanzdefizit führte 2014 zu einer Steuererhöhung von einem Zehntel und zu rigorosen Sparmassnahmen. Nun präsentiere sich die finanzielle Situation von Münchenbuchsee entspannter, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft zum Budget 2019. Die letzten zwei Jahresrechnungen haben dank «sehr guter Budgetdisziplin und den sich sehr positiv entwickelnden Steuererträgen» mit Gewinnen von total ungefähr 6,8 Millionen abgeschlossen. Ebenfalls in der diesjährigen Rechnung könne mit einem weiteren Ertragsüberschuss gerechnet werden.

Diese positiven Ergebnisse haben den Gemeinderat Münchenbuchsee veranlasst, für das Budget 2019 eine Steuersenkung zu beantragen. Der Steuersatz soll von 1,64 auf 1,59 Einheiten sinken. Es wird aber nicht nur einseitig am Steuersatz geschraubt, sondern auch die Ausgabenbremse wird gelockert. Analog zu 2014, als gleichermassen die Einnahmen erhöht und die Ausgaben gesenkt worden sind. So sind im Budget 2019 höhere Beträge für den Unterhalt bei den Liegenschaften vorgesehen. Zudem soll Münchenbuchsee wieder beim Ferienprogramm Fäger mitmachen. Der Gemeinderat betont jedoch, dass er bei der Wiederaufnahme von freiwilligen Aufgaben weiterhin zurückhaltend sein will.

Das Budget sieht bei einem Ertrag von 31,76 Millionen Franken eine schwarze Null vor. 35 000 Franken können in die finanzpolitische Reserve gelegt werden. Der Grosse Gemeinderat behandelt das Budget am 18. Oktober. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten am 25. November an der Urne.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
14.09.2018

BZ-Artikel: Vital macht schlapp

Das Fitnesscenter Vital im Waldeckquartier hat von einem Tag auf den anderen schlappgemacht, die Kunden stehen seit Ende August vor verschlossenen Türen.

Gemäss einem Bericht von Radio Bern 1 wurden trotz der Schliessung noch Jahresabonnemente verkauft. Auch die Mitarbeitenden wissen nicht, wie es weitergeht. Eine Angestellte sagte gegenüber dem Sender, dass sie seit drei Monaten kein Geld mehr gesehen habe. Und die Beiträge in die Altersvorsorge seien trotz Lohnabzügen sogar seit Anfang Jahr nicht mehr einbezahlt worden.

Die Mitarbeitenden werden nun den Rechtsweg beschreiten. Die Besitzerin des Fitnesscenters Vital war für Radio Bern 1 nicht erreichbar. Bis vor kurzem war auch Oliver Riedwyl, Konditionstrainer der Fussballnati, in der Geschäftsleitung. Ihm tue das Ganze leid. Die Mitarbeitenden nehmen Riedwyl allerdings in Schutz. Er habe vom Ganzen nichts gewusst.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.09.2018

BZ-Artikel: Der Strassenkampf

Bernard Lüthi versetzt das Transparent. Es stand zu nahe am Strassenrand. (Foto: Beat Mathys)

Ein Transparent am Strassenrand sorgt für rote Köpfe: Der Abstimmungskampf um den geplanten Neubau des Strassenverkehrsamts in der Buechlimatt befindet sich in einer heissen Phase.


Die Debatte im Grossen Gemeinderat dauerte Stunden. SP und GFL versuchten, das Geschäft zurückweisen. Zu viele Fragen seien noch offen zum geplanten Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) in der Buechlimatt. Doch Links-Grün war erfolglos. Am 23. September entscheiden nun die Stimmberechtigten über den Baurechtsvertrag zwischen der Gemeinde Münchenbuchsee und dem Kanton Bern (siehe unten).

Der Abstimmungskampf hat sich nun auf die Strasse verlagert. Die Bewohner an der Kirchlindachstrasse befürchten mehr Verkehr und wehren sich gegen das Projekt mit Transparenten am Strassenrand. Doch sie haben die Rechnung ohne die Gemeinde respektive das Gesetz gemacht. Ein Mitarbeiter der Gemeinde habe die Nachbarin aufgefordert, das Transparent zu entfernen, schreibt Bernard Lüthi, einer der Anwohner. Es müsse gemäss Gesetz drei Meter vom Strassenrand entfernt sein.

Frist verstreichen lassen

Seine Nachbarin und er hätten das Ganze als Schikane empfunden, so Lüthi weiter. Damit verliere das Transparent seine Wirkung. Bei jeder Gemeinderatswahl würden Wahlplakate stünden näher, und niemand interveniere. Die Befürworter des Projekts im Gemeinderat hätten wohl Angst vor einem Nein. «Eine solche Beeinträchtigung der Meinungsäusserung empfinden wir als grenzwertig und undemokratisch», schreibt Lüthi.

Gestern Vormittag eskalierte die Situation. Weil die Plakate noch nicht wie vereinbart entfernt waren, kam der Gemeindeangestellte erneut vorbei. Laut Lüthi meldete er sich nicht, holte die Transparente vom Privatgrund und wollte sie gleich mitnehmen. Das konnten die Anwohner verhindern. Jetzt würden sie korrekt stehen.

Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) weist auf das Gesetz hin: «Dort sind die drei Meter definiert.» Sei ein Plakat parallel zur Strasse aufgestellt, betrage der Minimalabstand einen Meter. Falls die Gemeinde Verstösse feststelle, müsse sie eingreifen. Auch wenn vereinbarte Fristen nicht eingehalten würden.

Links-Grün dagegen

Zurück zur Politik. Weil einige Fragen ungelöst seien, haben die SP und die GFL die Nein-Parole beschlossen. Die GFL erachte das SVSA als interessant, aus finanziellen Aspekten und in Bezug auf die Arbeitsplätze, erklärt Präsident Peter Stucki. Aber beim Verkehr bestünden zu viele Unsicherheiten. Mit dem vorliegenden Vertrag agiere die Gemeinde nach dem Prinzip Hoffnung ohne konkrete Forderungen.

Die SP hat «grossmehrheitlich ein Nein beschlossen», schreibt Co-Präsident Peter Kast. Es sei unrealistisch, dass nur 10 Prozent des Mehrverkehrs durch das Dorf fahren würden. Finanziell sei es für die Gemeinde trotz des Baurechtszinses ein schlechtes Geschäft. Der Kanton bezahle keine Steuern, und den Ausbau des ÖV müsste eventuell die Gemeinde bezahlen.

Bürgerliche geschlossen dafür

Die drei bürgerlichen Parteien SVP, FDP und BDP sowie die Burgergemeinde werben mit einem gemeinsamen Flyer für den Baurechtsvertrag. Der Kanton Bern sei ein verlässlicher Partner, und es gehe um über neue 200 Arbeitsplätze für Münchenbuchsee. Beim Verkehr weisen die Parteien darauf hin, dass diese Probleme «unabhängig und vor einer Inbetriebnahme des SVSA gelöst werden müssen».

«Ja aber» zur Vorlage sagt die EVP. Die Buechlimatt scheine ein geeigneter Standort zu sein. Aber das Risiko von erheblichem Mehrverkehr sei ungenügend widerlegt. Die EVP hat deshalb eine Motion eingereicht. Mit dem Vorstoss will sie den Gemeinderat verpflichten, alles Mögliche zu tun, um ein Anwachsen des Verkehrs zu verhindern.

Das falsche Papier

Der Baurechtsvertrag, um den es bei der Abstimmung gehe, sei das falsche Papier, um die Verkehrsfrage zu regeln, sagt Gemeindepräsident Waibel. Diese müsse Teil des Baubewilligungsverfahrens sein. Zudem habe der Kanton zugesichert, dass er Massnahmen ergreife, falls die prognostizierte Fahrtenzahl überschritten werde. Waibel fügt an, dass in den nächsten Jahren das Verkehrsmanagement Bern-Nord umgesetzt werde. Dessen Resultate müssten auch berücksichtigt werden.

DER GEPLANTE UMZUG
Der Hauptsitz des Strassenverkehrsund Schifffahrtsamts (SVSA) am Berner Schermenweg mit gut 270 Mitarbeitenden ist in einem schlechten Zustand. Eine Sanierung lohnt sich nicht. Nach einer breiten Evaluation entschied der Kanton sich für die Buechlimatt am Westrand von Münchenbuchsee als neuen Standort. Das Grundstück gehört der Einwohner- und der Burgergemeinde. Diese vereinigen die zwei Parzellen und geben das Grundstück im Baurecht dem Kanton ab. Von den jährlich 200 000 Franken Zins gehen 115 000 Franken an die Gemeinde. Über diesen Baurechtsvertrag entscheiden die Stimmenden am 23. September.

Der Kanton rechnet mit Investitionen von rund 110 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Gemäss Verkehrsanalyse sollten 90 Prozent der Fahrten zum SVSA über die A 6 abgewickelt werden. hus

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
14.09.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Der FIFA-Schiedsrichter, der die Welt verzaubert

Der jüngste FIFA Futsal-Schiedsrichter, Daniel Matkovic, aus Münchenbuchsee erzählt von seinem Leben als Schiedsrichter.

Daniel Matkovic ist momentan mit 28 Jahren der jüngste FIFA Futsal-Schiedsrichter der Top 50 in Europa. Nachdem er im Rasenfussball Spiele geleitet hat, ist er heute als Schiedsrichter im Futsal tätig. Er pfeift nationale Ligaspiele, Europa UEFA Champions League, Welt- und Europameisterschaften, internationale Freundschaftsspiele, Universitätseuropameisterschaften, aber auch EM und WM im Behindertensport.


Was ist Futsal?

Futsal ist eine vom Weltfussballverband FIFA offiziell anerkannte Variante des Hallenfussballs. Es wird auf einem Feld von 38-42 m Länge und 20-25 m Breite ohne Banden, mit Linien gespielt. Ein Spiel dauert zweimal 20 Minuten. Die Zeit wird bei Unterbrüchen gestoppt. Der Ball ist etwas kleiner und schwerer als der normale Fussball. Gespielt wird auf das Handballtor. Jede Mannschaft hat 4 Feldspieler und einen Torhüter. Futsal ist schneller als der Rasenfussball, und auch die Regeln unterscheiden sich teilweise. So erhält beispielsweise nach 5 Fouls die Gegenmannschaft einen Strafstoss aus 10 m Abstand zum Tor. Beim Spiel sind 4 Schiedsrichter anwesend, 2 Hauptschiedsrichter, einer, der die fliegenden Wechsel überwacht, und der Vierte ist der Timekeeper, der die Zeit kontrolliert. In der Schweiz gehört Futsal noch zu einer Randsportart. Doch international ist dieser Sport weit verbreitet. Es gibt nationale Ligen wie auch internationale Turniere, Europa- und Weltmeisterschaften und UEFA-Champions League. In der Schweiz ist vor allem Bern mit den Vereinen Minerva, Mobulu Panthers und Uetendorf die Hochburg für Futsal.

Wer ist FIFA Futsal-Schiedsrichter Daniel Matkovic?

Der 28-jährige und damit jüngste FIFA Futsal-Schiedsrichter in Europa, Daniel Matkovic, wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Münchenbuchsee, wo er auch aufgewachsen ist. In einem Interview erzählt er über sich und sein Leben als Schiedsrichter.

Wie kam es, dass Sie Schiedsrichter wurden? Was fasziniert Sie an diesem Amt?

Als Jugendlicher habe ich mich über die Schiedsrichter aufgeregt. Doch bevor ich über sie urteilen wollte, wollte ich versuchen, es besser zu machen. Seither war es mein Traum, FIFA Schiedsrichter zu werden. Damals wurde ich von meinen Kollegen dafür oft ausgelacht. Mit 15 Jahren startete ich meine Schiedsrichterkarriere und schaffte es innerhalb 10 Jahren bis nach oben. Die Schweiz hat unter allen Schiedsrichtern und deren Assistenten nur wenige FIFA-Plätze zu vergeben. 2016 wurde ich zum FIFA Futsal-Schiedsrichter nominiert und gehöre jetzt als Jüngster zu den Top 50 in Europa. Die Menschen faszinieren mich. Im Sport geht es um Menschen, Emotionen, Freude und Trauer. Jeder Mensch ist anders, doch alle haben Freude am Sport. Ein Schiedsrichter versucht, dies in einem geregelten Rahmen zu vereinen. Das ist für mich die Faszination als Schiedsrichter.

Welchen Herausforderungen muss sich ein Schiedsrichter stellen können?

Er muss mit den verschiedenen Charakteren und Kulturen, die bei den Spielen aufeinander treffen, und mit den Emotionen, welche einfach zu einem Spiel gehören, umgehen können. Dies alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Die Medien erhöhen diesen Druck weiter. Der Schiedsrichter darf auch nicht im Vordergrund stehen. Für mich als Schiedsrichter habe ich gut gepfiffen, wenn ich nicht aufgefallen bin, und es keine Rückmeldungen gibt.

Welches sind die Schwierigkeiten für die Schiedsrichter in der heutigen Zeit?

Heute geht es bei einem Spiel um viel mehr, nicht nur um den  Sport, sondern auch um Business. Dadurch steigt der Druck enorm. Oft wird ein Schiedsrichterentscheid kritisiert, weil er aus dem Blickwinkel der Zuschauer oder der TV-Kamera anders aussieht.

Warum leiten Sie nur noch Futsal-Spiele?

In Kroatien besuchte ich einmal mit meinem Vater ein Futsal-Turnier unter freiem Himmel. Diese Variante des Fussballs hat mich gepackt. Futsal ist dadurch, dass viel schneller gespielt wird, viel interessanter. Anfangs habe ich im Rasenfussball und im Futsal Spiele geleitet, doch heute bin ich  Futsal-Schiedsrichter, weil mich diese Sportart am meisten fasziniert.

Können Sie vom Amt als Schiedsrichter leben?

Nein, leider nicht. Doch ich habe das Glück einen Arbeitgeber zu haben, der mir die Möglichkeit gibt, meinen Traum als Schiedsrichter zu leben. Zudem vertritt mein Arbeitgeber, das SRK Kanton Bern, ähnliche Werte, wie ich als Schiedsrichter.

Müssen Sie als Schiedsrichter täglich trainieren? Wie sieht das Programm aus?

Ich trainiere 5-6 Mal 1-2 Stunden pro Woche Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Bei einem Spiel lege ich jeweils zirka 6 km zurück. Das Training absolviere ich zusammen mit einem Schiri-Kollegen oder gehe im BoxingKings Bern ins Boxtraining. Mehrmals im Jahr werden die Schiedsrichter einer Gesundheits- und Fitnesskontrolle unterzogen.

Wie bereiten Sie sich auf ein Spiel vor? Sind Sie immer motiviert?

Ich studiere die Mannschaften und höre Musik vor dem Spiel. Es gibt kein Spiel, zu dem ich nicht motiviert bin. Ich habe das Privileg FIFA Schiedsrichter zu sein, wozu ich mich auch verpflichtet fühle, 100% zu geben.

Wie gehen Sie mit den Emotionen der Spieler während einem Spiel um?

Emotionen gehören zum Spiel. Ich versuche, selbst ruhig zu bleiben, den emotionalen Spieler zu isolieren und ihn wieder zu beruhigen. Ich erkläre ihm, dass sein Benehmen nicht akzeptabel ist, dass das Spiel in einem fairen Rahmen ablaufen soll und Fehler dazugehören. 

Bei einem Spiel treffen verschiedene Kulturen zusammen, wie gehen Sie damit um?

Die Freude am Sport verbindet verschiedene Kulturen, dort gibt es keine Religion und keine Politik. Eine grosse Herausforderung gab es für mich deshalb an einem Frauenturnier in Portugal. Unter dem Tenue trug eine muslimische Spielerin von Israel ein langarmiges, weisses Shirt. Jedoch hätte es blau sein sollen. Bei der vorgeschriebenen Grundausrüstung eines Spielers gehört ein Trikot mit Ärmeln dazu. Wird ein Unterleibchen getragen, muss die Farbe der Ärmel mit der Hauptfarbe der Ärmel des Trikots übereinstimmen. So durfte sie laut Reglement nicht spielen. Da war meine Kreativität gefragt. Ich sah, dass eine andere Mannschaft über blaue Socken verfügte, und fragte, ob sie mir ein Paar geben könnten. Ich schnitt die Füsse ab und gab die Socken der Muslimin, so dass sie sie über die Arme stülpen konnte. Auf diese Art und Weise war sie dann spielberechtigt. Sie dankte mir am folgenden Tag nochmals, dass sie das Spiel spielen durfte. Mein Ziel ist es, jedem Menschen die Möglichkeit am Spielbetrieb zu erlauben, solange es den Regeln entspricht.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Den Traum, FIFA-Schiedsrichter zu werden, habe ich erreicht. Nun träume ich von einer Weltmeisterschaft, jedoch gehört auch eine Portion Glück dazu. Ich gehe alles Schritt für Schritt an und gebe stets mein Bestes.

Haben Sie neben Schiedsrichter, Beruf und Familie noch Zeit für Hobbies?

Meine weitere grosse Leidenschaft ist das Zaubern. Ich bin in meiner Freizeit noch als Zauberer tätig. Es macht mir viel Freude, die Menschen zu faszinieren, und viel wichtiger, sie zum Lachen zu bringen.

Was liegt Ihnen noch besonders am Herzen?

Meine Eltern haben mich bei der Verwirklichung meines Schiedsrichtertraums immer unterstützt. Sie haben mich Wochenende für Wochenende an die Spiele gefahren und waren für mich da. Was sie für mich getan haben, wurde mir erst später bewusst. Sie haben dazu beigetragen, was ich heute bin. Ich möchte meinen Eltern sowie meinem Bruder herzlich danken, was sie alles für mich getan haben. Ebenfalls bedanke ich mich bei meiner Frau, die mir stets den Rücken frei hält, damit ich meinen Traum leben kann. An dieser Stelle: Was wären die Männer ohne ihre Frauen?

Was möchten Sie unseren Leserinnen und Lesern noch sagen?

Durch meine Einsätze im In- und Ausland habe ich viele Städte und Dörfer kennengelernt, doch es ist immer wieder schön nach Hause nach Münchenbuchsee zu kommen. Schätzen Sie das Dorf und die Region, tragen Sie Sorge dazu und seien Sie offen für alle Mitmenschen.

Ich danke Ihnen für das interessante Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Weitere Informationen zu Daniel Matkovic finden Sie unter www.zauberer-bern.ch oder auf Instagram unter magicmad_89.

Ein Interview aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Daniel Matkovic
Vor Spielanpfiff wirft der Schiedsricher die Münze zur Platzwahl
Daniel Matkovic ist Schiedsrichter und Zauberer aus Leidenschaft.
14.09.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 25 Jahre buchsichor.ch

Konzert 2015

Vor 25 Jahren – am ersten September-Wochenende 1993 – gab die damalige Chorgemeinschaft ihr Gründungskonzert. Nachfolgend einige Meilensteine auf dem Weg zum heutigen buchsichor.ch


„Gut Ding will Weile haben!“ Für die Gründung des buchsichor.ch in seiner heutigen Form ist dieses Sprichwort wahrlich zutreffend. Lange vor der Gründung bestanden in der Gemeinde Münchenbuchsee einerseits der Frauenchor und andererseits der  Männerchor „Frohsinn“. Es war der Frauenchor, der 1991 mit dem Wunsch an den „Frohsinn“ gelangte, eine Chorgemeinschaft anzustreben. Die Sängerinnen begründeten ihre Anfrage mit dem Hinweis auf die sinkende Mitgliederzahl und das dadurch schwindende Klangvolumen. Aber genau mit denselben Sorgen kämpfte auch schon der Männerchor, weshalb diese Anfrage beim „Frohsinn“ auf offene Ohren stiess. Der Grossanlass „Buchsi musiziert“ im Herbst desselben Jahres erwies sich als gute Gelegenheit, erstmals gemeinsam aufzutreten.

Die Chorgemeinschaft

1992 startete die Chorgemeinschaft mit 23 Sängerinnen, 17 Sängern und einem Dutzend Neumitgliedern, die einer grossangelegten Werbeaktion Folge geleistet hatten. Der Probeabend wurde auf Mittwoch angesetzt, eine Regel, die auch heute noch ihre Gültigkeit hat. Zudem wurden – nebst dem Jahreskonzert – regelmässige Anlässe ins  Jahresprogramm aufgenommen: Singen im Altersheim, im Gottesdienst, ein Ständchen am Buchsimärit und eines anlässlich des Seniorenessens im Kirchgemeindehaus.

Gründung Gemischter Chor Münchenbuchsee

Die gemeinsamen Auftritte als Chorgemeinschaft zeigten, dass die Chemie zwischen dem Frauen- und Männerchor stimmte. Administrativ erwies sich hingegen die Organisation mit zwei Vorständen als schwerfällig, weshalb der Ruf nach der Gründung eines eigenen Vereins zusehends lauter wurde. Im Mai 1993, zwei Jahre nach den ersten Kontakten zwischen Frauen- und Männerchor, war es dann soweit: der Verein Gemischter Chor Münchenbuchsee unter der Dirigentin Bea van der Kamp war aus der Taufe gehoben, und am ersten September-Wochenende präsentierte sich der neu gegründete Chor dem Publikum mit einem Gründungskonzert.

Während die Sängerinnen ihren Chor stillschweigend auflösten und mehr oder weniger in den neu gegründeten Gemischten Chor übertraten, sangen viele Männer sowohl im „Frohsinn“ als auch im Gemischten Chor. Der „Frohsinn“ blieb noch elf Jahre weiterbestehen.

Organisation von Grossanlässen, Adventssingen

Die folgenden Jahre galten dem Aufbau eines gemeinsamen Liedgutes. Auch organisatorisch meisterte der noch junge Gemischte Chor eine gewichtige Herausforderung: die Durchführung des Amtssängertages der Region Fraubrunnen (heutige Chorvereinigung Region Fraubrunnen).

1996 übernahm Eugen Stähli – er wirkte zuvor bereits als Vizedirigent – die Leitung. Da inzwischen das Liedgut des Chores erweitert wurde und die Ansprüche an die Sängerinnen und Sänger stiegen, wurde ein Singwochenende zur Vorbereitung des Herbstkonzertes eingeführt. Ein solches ist auch heute noch fixer Bestandteil eines jeden Jahresprogrammes.

Im Dezember 1996 fand das Adventssingen erstmals unter der Mitwirkung des Gemischten Chores statt. Seit 1989 hatte Eugen Stähli dieses in eigener Regie zusammen mit einigen Bläsern der Arbeitermusik (heute Harmonie) zuerst auf dem Pausenplatz des heutigen Paul Klee Schulhauses, später in der Kirche Münchenbuchsee durchgeführt. Am 15. Dezember 2018 findet das Adventssingen zum 30. Mal statt!

Auf Ende 2004 trat Eugen Stähli als Dirigent zurück. Es folgten Andreas Scheuner (2005 bis 2009), Fred Graber (2010 bis 2014) und ab 2015 Johannes Göddemeyer, der auch heute dem Chor als Dirigent vorsteht. 2008 gab sich der Chor seinen heutigen Namen: buchsichor.ch. Den vorläufig letzten durch den buchsichor.ch organisierten Grossanlass bildete das Sängerfest 2014 der Chorvereinigung Region Fraubrunnen (CVRF). Die regelmässigen regionalen, kantonalen und eidgenössischen Gesangsfeste, an denen der buchsichor.ch teilnimmt, wurden in den letzten beiden Jahren durch die Nacht der Chöre in der Kirche Urtenen erweitert.
 
Unter www.buchsichor.ch finden Interessierte sämtliche aktuellen Angaben zu den Probedaten, den anstehenden Anlässen und zur Leitung des Vereins. Weiter sind die Flyer der vergangenen Konzerte aufgeführt, die ein Bild des weitgefächerten Liedgutes des buchsichor.ch zeigen.

Gerne heissen wir SIE als Schnuppersängerin oder Schnuppersänger nach Voranmeldung (Details siehe:<www.buchsichor.ch>) an einer Probe willkommen. Der ideale Zeitpunkt ist anfangs Jahr, wenn wir mit dem Einstudieren des neuen Programms beginnen.

Das Jubiläumskonzert «Ein Abend im ¾ Takt» (Walzer, Wien und Weiteres.....) wird am
16. & 17. November 2018 im Kirchgemeindehaus in Münchenbuchsee stattfinden.

Ein Artikel aus dem Fraubrunner Anzeiger
Text: Sebastian Vogler
Fotos: Chormitglieder
Veronika Bandi Präsidentin, Johannes Göddemeyer Dirigent
12.09.2018

BZ-Artikel: Stauffacherbrücke wird am Freitag wiedereröffnet

44,5 Meter lang ist die Brücke und 6 Meter breit, so dass in Zukunft ein Kreuzen von Fahrzeugen problemlos möglich sein sollte. (Bild: zvg/SBB)

Im Berner Wylerquartier wird am Freitag die neue Stauffacherbrücke in Betrieb genommen. Ab Montag fährt der RBS-Bus nach Münchenbuchsee wieder die gewohnte Strecke.


Am kommenden Freitag wird im Berner Wylerquartier die neue Stauffacherbrücke in Betrieb genommen. Die bisherige Brücke ist im Zusammenhang mit dem SBB-Grossprojekt Entflechtung Wylerfeld abgebrochen und durch die neue ersetzt worden.

Wie die SBB am Dienstag mitteilte, fährt damit ab Montag der RBS-Bus Nummer 36 von Bern-Breitenrain nach Münchenbuchsee wieder die gewohnte Strecke über die Stauffacherbrücke. Die Haltestelle Winkelriedstrasse wird an ihren ursprünglichen Ort zurückverschoben.

Die neue Brücke ist 69 Meter lang und quert das ganze Gleisfeld der SBB. Die Form der Brücke orientiert sich an den bereits erneuerten Brücken an der Polygonstrasse und der Scheibenstrasse.

Alt und zu wenig lang

Die Stauffacher- und die benachbarte Scheibenbrücke mussten ersetzt werden, weil sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten. Zudem war ihre Spannweite zu gering für die Umsetzung des Grossprojekts Entflechtung Wylerfeld.

Kernstück dieses Projekts ist der Bau eines Tunnels im Gleisfeld, der ab Ende 2022 das Kreuzen von Zügen auf verschiedenen Ebenen erlauben soll. Damit wollen die SBB einen Engpass beseitigen. Im Wylerfeld laufen die viel befahrenen Bahnstrecken Olten-Bern, Biel-Bern und Thun-Bern zusammen.

Der Ersatz der Scheiben- und der Stauffacherbrücke bot den Quartierbewohnern auch ein Spektakel: Für den Einbau von neuen Brückenelementen setzte die SBB zweimal Riesenkrans ein. In nächtlichen Kraftakten wurden die Elemente eingeschoben. Die Hauptarbeiten am Entflechtungstunnel Wylerfeld beginnen im März des kommenden Jahrs. Derzeit laufen Vorarbeiten.

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
12.09.2018

BZ-Artikel: Weihrauchpillen für Husky Taro

Taro frisst Leckerli und merkt nicht, dass ihm Lisbeth Lobsiger Akupunkturnadeln steckt. (Foto: Nicole Philipp)
Münchenbuchsee: Die hörbehinderte Tierärztin Lisbeth Lobsiger hat über Jahrzehnte mit herkömmlicher Tiermedizin gearbeitet. Jetzt ist sie mit einer mobilen Praxis unterwegs und setzt auf sanfte Heilmittel.

Lisbeth Lobsiger erzählt gerne von den Anfängen ihrer Karriere, als sie vor 35 Jahren für einen Tierarzt im Emmental arbeitete. Sie musste damals Kühe gegen die bedrohliche Maul- und Klauenseuche impfen. Bei der 60-jährigen Tierärztin löst es noch heute Gelächter aus, wenn sie sich erinnert, wie sie mit dem Auto im Schlamm stecken blieb. Oder einen abgelegenen Hof ewig suchte und dann ihr Material querfeldein schleppte. 25 Jahre alt war die Tierärztin damals. «Die Bauern konnten es fast nicht glauben, dass eine so junge Frau kommt und ihre Kühe impft», sagt sie. Aber sie habe es geschafft, mit Freude, Kraft, Durchsetzungsvermögen und Feingefühl.

Mit diesen Eigenschaften und mit viel Fleiss hat sie 1984 auch das Veterinärstudium mit dem Staatsexamen abgeschlossen, was für sie eine besonders grosse Leistung bedeutete. Denn die Tierärztin ist von Geburt an schwer hörbehindert. «Ein Ohr ist taub, auf dem anderen höre ich 5 Prozent, mit dem Hörgerät etwa 35 Prozent», sagt sie und glaubt, dass die Schwerhörigkeit ihr zwar oft Hindernisse in den Weg gelegt, aber auch geholfen habe. «Ich konnte andere Sinne besser entwickeln», sagt sie. Wer mit ihr spricht, kann das bestätigen: Sie hört genau zu, liest von den Lippen ab und ist im Gespräch sehr präsent.

Ein Patient im Wohnzimmer

Jahrzehntelang hat Lisbeth Lobsiger als Tierärztin gearbeitet. Im Tierspital, später in verschiedenen Praxen, zuletzt als Pathologin. «Als das Veterinärmedizinische Laboratorium schloss, habe ich entschieden, mich selbstständig zu machen», sagt sie. Sie absolvierte in Deutschland bei der International Veterinary Acupuncture Society die Ausbildung für Tierakupunktur. Auch Phytotherapie bietet sie an, die Therapie mit Arzneipflanzen, und sie besucht überdies regelmässig Weiterbildungen in diesen Fachgebieten.

Vor nunmehr zwei Jahren verlegte sich Lobsiger auf Alternativmedizin. Einerseits sucht sie ihre vierbeinigen Patienten zu Hause auf. Andererseits ist sie Belegstierärztin in der Tierarztpraxis Längenberg in Riggisberg, wo sie auch ausschliesslich Alternativmedizin anwendet. «Ich behandle vorwiegend Hunde und Pferde, aber auch Katzen.»

Pflanzen, Nadeln, Massage

Manchmal empfängt die Veterinärin Patienten bei sich zu Hause. Heute ist es Taro, ein Husky-Schweizer-Sennenhund-Mischling, der wegen Hüftarthrose lahmte. Seit er Weihrauchpillen kriegt und bei Bedarf ein Schmerzmittel, geht es ihm besser. Der 13-jährige Rüde springt erstaunlich agil die Treppe hoch und geht in die Wohnung der Tierärztin. Dort verzieht er sich rasch in eine Ecke, legt sich hin und beobachtet die Menschen.

Taros Besitzerin weiss, dass er in Tierarztpraxen ängstlich reagiert. Und jetzt soll er mit Akupunkturnadeln behandelt werden. Aber alles geht gut. Lisbeth Lobsiger kniet sich zu Taro auf den Boden, streichelt ihn, massiert ihm den Rücken und gibt ihm Hundekekse – gleichzeitig steckt sie ihm rasch und geschickt drei Nadeln in den Hüftbereich. Der Hund merkt nichts davon, wird schläfrig und liegt bald ganz entspannt da.

Schulmedizin wenn nötig

Lobsiger ist nicht durchs Band weg gegen Schulmedizin. «Manchmal muss man ein Antibiotikum verabreichen. Aber nicht routinemässig, sonst entwickeln sich Resistenzen», sagt sie und erklärt, dass sie sich zunehmend an der Art und Weise gestört habe, wie Tiere behandelt werden. «Antibiotika, Wurmtabletten, Schmerzmittel – ich suchte nach einem anderen, ganzheitlichen Weg.» Dessen Grenzen gelte es aber auch zu erkennen. «Dazu ist ein fundiertes medizinisches Fachwissen unabdingbar», betont sie.

Lisbeth Lobsiger hat ihren Weg gefunden. Bei der Behandlung von Tieren ist ihre Taubheit kein Problem. «Ich habe gelernt, Tiere genau zu beobachten, ihre Fellbeschaffenheit zu spüren und ihr Verhalten richtig zu deuten», erklärt sie. Es ist für sie immer ein Erfolgserlebnis, wenn sie einem Tier mit Akupunktur und pflanzlichen Medikamenten Linderung verschaffen oder es gar heilen kann.
Ein Artikel aus der
(Laura Fehlmann, Berner Zeitung BZ)
08.09.2018

BZ-Artikel: Gemeinderat verärgert Investor

Auf dem Areal alte Post entsteht so schnell keine neue Überbauung. Bild: Urs Baumann
Die Planung für das Areal alte Post in Münchenbuchsee ruht. Der Gemeinderat hat mit einer Planungszone die Halter AG als Investorin auf dem falschen Fuss erwischt.


Die Parzelle liegt an bester Lage, im Zentrum von Münchenbuchsee, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Auf dem Areal alte Post plant die Halter AG eine neue Überbauung mit Büros und ­Wohnungen. Doch die Planung kommt nicht ins Rollen. Im letzten Frühling stoppte Halter einen Architekturwettbewerb nach der ersten Phase. Es habe die Vision und die Unterstützung der Gemeinde grundsätzlich gefehlt, umschreibt die Medienstelle von Halter den damaligen Abbruch. Danach habe man die Gemeinde informiert, dass eine Baueingabe nach dem aktuell gültigen Zonenplan vorbereitet werde.

Die Hände gebunden

Auch dieses Vorhaben musste nun gestoppt werden. Der Gemeinderat Münchenbuchsee hat den betroffenen Perimeter mit einer Planungszone belegt. Diese Zone bezweckt, im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision die Gestaltungs- und Nutzungsvorschriften zu überprüfen. Alles unter dem Aspekt einer haus­hälterischen und zeitgemässen Nutzung. Während zweier Jahre darf nun nichts gemacht werden, was diesen Zweck beeinträchtigen könnte. Mit anderen Worten: Der Halter AG sind momentan die Hände gebunden.

Keine Einsprache


Bei Halter kommt dieser Beschluss – obwohl man nicht überrascht sei – nicht gut an: «Der jüngste Entscheid bestätigt die Erfahrungen mit der Gemeinde im bisherigen Planungsverlauf.» Aus Halters Sicht sei schon eine sogenannte Testplanung «sowohl konzeptionell als auch fachlich sehr fragwürdig» gewesen. Diese Planung zeigte auf, welche Nutzung das Gebiet Bahnhof Südwest verträgt. Die nun verhängte Zone für das Areal, so Halter, bedeute einen Planungsstopp von mindestens zwei Jahren. Vor­aussichtlich würden es aber fünf Jahre sein. Man werde die Si­tuation in diesem Zeitrahmen neu beurteilen. Man werde keine Einsprache gegen die Planungszone machen, denn die Ge­meinde habe das Recht, diese zu verhängen, heisst es vonseiten ­Halters.

Begründung folgt

Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) kann nachvollziehen, dass die Halter AG an der Planungszone keine Freude hat. Und er bestätigt, dass in einer früheren Phase nicht alles reibungslos gelaufen sei. Der Gemeindepräsident betont, dass man nichts verhindern wolle. Der Gemeinderat werde der Halter AG den Entscheid und die Beweggründe ausführlich erläutern.

Überrascht vom harschen Ton der Halter AG ist die zuständige Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP). Vor allem darüber, dass frühere Vorwürfe wieder auf­tauchen. Sie dachte, die Differenzen seien in einem Gespräch ausgeräumt worden. Sonja Bucher möchte die Planungszone nicht als Misstrauensvotum gegen die Halter AG verstanden haben: «Es ist viel Gutes geschehen.» Bucher ist zuversichtlich, dass sich die Parteien nach einem persönlichen Gespräch wieder finden werden und gemeinsam eine gute Lösung ausarbeiten.

Bucher und Waibel weisen darauf hin, dass sich die Parzelle in einem sehr sensiblen Gebiet im Zentrum von Münchenbuchsee befindet. Sie liegt zwischen dem denkmalgeschützten Restaurant Bären und dem ebenfalls geschützten Bahnhofsgebäude, auf einer Seite verläuft die Eisenbahnlinie. Zudem sei noch nicht definitiv geklärt, wie in Zukunft der Busverkehr über die Bahnhofstrasse geführt wird. Mit all diesen Vorgaben sei es unab­dingbar, dass sich die Beteiligten absprächen.


Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

27.08.2018

BZ-Artikel: Kommen die Prüflinge leichter davon?

STRASSENVERKEHRSAMT
In die Kritik am Umzug nach Münchenbuchsee stimmen auch Fahrlehrer ein. Sie befürchten, dass die Autoprüfung entwertet wird. Weil die dezentrale Lage längere Fahrten durch den schwierigen Stadtverkehr erschwere.

Es war ein Kampf um Worte und Sätze im Büchlein für die Gemeindeabstimmung vom 23. September. Doch eigentlich ging es letzte Woche im Parlament von Münchenbuchsee um weit mehr: Vehement legten sich Linke und Grüne gegen den ausgehandelten Baurechtsvertrag für das Land in der Buechlimatt ins Zeug. Sie glaubten nicht, dass das Geschäft dem sowieso schon arg belasteten Dorf nur 10 Prozent Mehrverkehr beschert – genau: Auf dem Areal von Gemeinde und Burgergemeinde will der Kanton bis 2027 das neue Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt bauen. Das heutige Amt am Autobahnkreuz Bern-Wankdorf geht dann zu.

Die Verkehrsschätzungen, argumentierte Links-Grün, liessen unter anderem all die Übungsfahrten ausser Acht, zu denen die Prüflinge künftig nach Münchenbuchsee reisten – apropos Prüflinge: Bei den Fahrlehrern stosse die Züglete an die Peripherie ohnehin nicht auf viel Verständnis.

Länger bis in die Stadt

Tatsächlich sind die kritischen Stimmen nicht weit, wie eine kurze Nachfrage bei Ausbildnern zeigt. Vor allem wegen der Distanz zur Stadt, die je nach Routenwahl zehn und mehr Kilometer betragen kann: Wie eine echte Prüfung im Stadtverkehr noch möglich sei, wenn man schon mit der Anfahrt viel – und bei Stau noch mehr – Zeit verliere? Klar gebe es auch über Nebenstrassen einen Weg in die Stadt, doch dann reichten die rund 45 Minuten Prüfzeit höchstens für einen Abstecher in ein Quartier am Stadtrand. Da liege es kaum mehr drin, sein Können in einer Strasse mit gemischtem Tram- und Autoverkehr oder in einem Kreisel mit zwei Fahrspuren unter Beweis zu stellen.

Fahren ausserorts

Die Kritiker, die mit ihren Bedenken nicht namentlich in Erscheinung treten wollen, ziehen den Vergleich mit dem heutigen Standort in Bern-Wankdorf, wo es nach allen Seiten ins Quartier geht. In Münchenbuchsee werde viel absehbarer sein, wo genau die Prüfungsroute durchführe. Diese werde dann umso stärker abgefahren und quasi auswendig gelernt, was nicht nur den Wert der Prüfung mindere, sondern dem Dorf als Nebeneffekt noch mehr Verkehr beschere.

Differenzierter sieht die Sache Markus Hess, der als Kantonalpräsident die Fahrlehrer in der Öffentlichkeit vertritt. Wobei er gleich betont, dass die Züglete im Verband noch kaum Thema sei, er also vor allem aus persönlicher Sicht argumentiere: Die Prüfung wie heute im verkehrsreichen und damit schwierigen Knoten Bern-Wankdorf zu beginnen, sei auch nicht ohne. So wie es ja auch nicht schade, wenn künftig neben dem Stadtverkehr auch das Fahren ausserorts stärker ins Gewicht falle, kurz: «Grundsätzlich darf es keine Rolle spielen, wo die Prüfung stattfindet. Ein Fahrschüler muss überall sicher unterwegs sein.»

Trotzdem stellt auch er die Frage, ob ein zentralerer Standort nicht sinnvoller wäre. Er denkt an das Areal am Autobahnanschluss Niederwangen, wo der gleiche Kanton ein neues Polizeizentrum plant (siehe unten).

Stau in Bern-Wankdorf

Im Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zeigt sich Vorsteher Niklaus Lundsgaard-Hansen erstaunt über die kritischen Töne. Er habe im Gegenteil vonseiten der Fahrlehrer eine gewisse Erleichterung gespürt. Staus seien in den vergangenen Jahren auch im Raum Bern-Wankdorf immer häufiger geworden, was bei Prüfungen immer wieder zu Zeitverlust und entsprechenden Qualitätsverlusten führe.

Dass umgekehrt die künftigen Autoprüfungen unter dem längeren Anfahrtsweg leiden, glaubt Lundsgaard-Hansen nicht. Der Kreisverkehr müsse zwar geprüft werden, durch einen doppelspurigen Kreisel zu fahren, sei dagegen nicht Pflicht. Letzteres gelte auch für den Mischverkehr mit dem Tram. Dieser könne ohnehin nur in der Region Bern geprüft werden, da Tramlinien im Oberland, im Seeland und im Oberaargau fehlten.

Lundsgaard-Hansen kann der Anfahrt sogar etwas Gutes abgewinnen, weil sie über die Autobahn führen und so einen Punkt aus dem Prüfungsprogramm von vornherein abdecken kann. Und er erinnert mit einem Blick zurück daran, dass der heutige Bau beim Bezug vor über 40 Jahren ebenfalls als dezentral gegolten habe. Heute liege Bern-Wankdorf nicht mehr am Stadtrand, und dies werde auch mit Münchenbuchsee passieren: «Vermutlich wird dereinst auch der neue Standort am Rand der heutigen Agglomeration als gut erreichbar empfunden.»

UND NIEDERWANGEN?
Der Kanton plant in Münchenbuchsee das neue Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt – und in Niederwangen das neue Polizeizentrum. Nicht nur Markus Hess vom bernischen Fahrlehrerverband stellt deshalb die Frage: Ob es nicht besser wäre, die Standorte abzutauschen? Immerhin wäre das rege besuchte Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt im zentraler gelegenen Niederwangen von allen Seiten her besser und erst noch direkt ab der Autobahn zu erreichen.

Amtsvorsteher Niklaus Lundsgaard-Hansen äussert sich nicht weiter zu dieser Idee. Er weist darauf hin, dass die Kompetenz dazu beim Regierungsrat und beim Grossen Rat liege. Im Übrigen sei für das Polizeizentrum schon ein Projektwettbewerb im Gang. skk

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
27.08.2018

Kantonspolizei Bern: Velofahrer bei Sturz schwer verletzt

Am Samstagabend ist es in Münchenbuchsee zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein Velofahrer wurde dabei schwer verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat Abklärungen zum Unfall aufgenommen.
 
Am Samstag, 25. August 2018, um 1730 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, dass sich an der Radiostrasse in Münchenbuchsee ein Verkehrsunfall ereignet hatte. Gemäss ersten Erkenntnissen war ein Velofahrer auf der Radiostrasse von Zollikofen herkommend Richtung Münchenbuchsee unterwegs. Als er sich auf Höhe des Höhewegs befand, bog zeitgleich ein Auto vom dortigen Sportzentrum in die Radiostrasse ein. In der Folge stürzte der Velolenker.  
 
Er wurde beim Sturz schwer verletzt und nach der Erstbetreuung durch Privatpersonen mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.
 
Die Kantonspolizei Bern hat Abklärungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Medienmitteilung
(pkb)
20.08.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Ein Geschenk des Gemeinnützigen Frauenvereins Münchenbuchsee an die zukünftigen 1. Klässler


Bereits zum dritten Mal hat der Gemeinnützige Frauenverein den zukünftigen 1. Klässlern der Gemeinden Münchenbuchsee, Diemerswil und Wiggiswil am 1. Schultag eine Farbschachtel geschenkt. Berücksichtigt wurden selbstverständlich auch die 1. Klässler des Sonderschulheims Mätteli und das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache. In diesem Jahr durften sich rund 122 künftige Schulkinder über das Geschenk zu ihrem Schuleintritt freuen.

Mit dieser Aktion hat der Gemeinnützige Frauenverein die Tradition fortgesetzt, sich über die Schulen für Kinder zu engagieren.

Waren es vor einigen Jahren substanzielle Beiträge an Skilager oder Schulreisen, so konnten sich in den letzten zwei Jahren die Schüler der Oberstufe der Gemeinde Münchenbuchsee für einen Beitrag an ein Projekt wie zum Beispiel ein Schullager, eine Theater- oder Filmproduktion oder eine spezielle Besichtigung bewerben.

Die Verteilung der Farbschachteln erfolgte durch den Vorstand des Gemeinnützigen Frauenvereins Münchenbuchsee direkt in den neun Klassen der sechs Schulstandorte in Münchenbuchsee sowie in den Gesamtschulen Wiggiswil und Diemerswil. Es war eine wahre Freude, in die Schulen zu gehen und die strahlenden Kinderaugen zu sehen!

In diesem Jahr wurden ausnahmsweise zusätzlich alle Kindergärten mit je drei Schachteln dickeren Farbstiften beschenkt.

Im September erhält zudem die Tagesschule zu ihrem Jubiläum Farbschachteln und dicke Farbstifte.

Interessiert es Sie, was der Gemeinnützige Frauenverein Münchenbuchsee sonst noch anbietet oder wo er tätig ist? Mehr Information finden Sie auf unserer Homepage unter www.unser-gfm.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Foto: Brigitte Baumann
17.08.2018

BZ-Artikel: Ein erster Schritt zum Neubau


Das Parlament möchte, dass der Kanton in der Buechlimatt das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt neu bauen kann. SP und GFL leisteten erbitterten Widerstand – das letzte Wort hat ohnehin das Volk.

Wird das neue Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt Münchenbuchsee nicht übermässig mit Verkehr belasten? Diese Frage trieb gestern das Parlament stundenlang um. Zuhanden der Volksabstimmung im September sollte es den Baurechtsvertrag für das Areal in der Industrie Buechlimatt verabschieden, auf das der Kanton den Neubau stellen will. 115 000 Franken Baurechtszins winken der Gemeinde so Jahr für Jahr. Etwas weniger fällt für die Burgergemeinde ab, die an der Parzelle mitbeteiligt ist.

Aber eben, nicht alle mochten den Planern einfach so glauben, dass das Dorf durch die neue kantonale Stelle nur unwesentlich belastet wird. Zwar soll das Amt an den Dorfrand zum Autobahnanschluss hin zu stehen kommen. Doch die Anfahrt aus dem bevölkerungsreichen Agglogürtel ist via Autobahn spürbar länger als direkt durch den Dorfkern.

Zweifel äusserten allen voran die SP und die GFL. Sie forderten verbindliche Zusicherungen des Kantons, im Fall der Fälle Massnahmen zur Eindämmung des Verkehrs im Dorf zu ergreifen. Man vermisse im Baurechtsvertrag entsprechende Passagen, kritisierten Luzi Bergamin (GFL) und Wolfgang Wettstein (SP) in ihrem gemeinsamen Rückweisungsantrag. Um doch zu betonen, man sei nicht grundsätzlich gegen den Zuzug des Amts mit seinen immerhin gegen 300 Arbeitsplätzen.

Anders argumentierten die Bürgerlichen. Das Projekt sei wohlüberlegt und bringe einen verlässlichen Partner, der konstante Einnahmen garantiere, erklärte Thomas Freudiger (SVP). Münchenbuchsee müsse sein Verkehrsproblem so oder so und sofort lösen und nicht erst 2027, wenn der kantonale Neubau stehe. Walter Lanz (BDP) sprach gar von einem sehr lukrativen Jahrhundertprojekt.

Für zusätzlichen Unmut bei den Kritikern sorgte eine E-Mail, die zu Sitzungsbeginn verteilt wurde. Darin versuchte der Kanton die Bedenken zu zerstreuen – doch aus der SP wie aus der GFL tönte es zurück: Dass – übrigens nicht zum ersten Mal in diesem Geschäft – derart kurzfristig informiert werde, lasse das Misstrauen nur noch wachsen.

Noch ein Streitpunkt

Die E-Mail nahm auch zu einem Thema Stellung, das bei SP und GFL ebenfalls Stirnrunzeln ausgelöst hatte. Die beiden Parteien warnten, dass Münchenbuchsee nach Ablauf der Baurechtsdauer auf Kosten sitzen bleiben könnte. Sollte der Vertrag nicht verlängert werden, müssten Gemeinde und Burgergemeinde das Gebäude nämlich für 80 Prozent des Verkehrswerts übernehmen.

Der Kanton würde Münchenbuchsee in diesem sehr unwahrscheinlichen Fall sicher nicht im Stich lassen, hielt dem die E-Mail entgegen. Derweil Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) ergänzte: Der Vertrag müsse zehn Jahre zuvor gekündigt werden. Man hätte also genügend Zeit, einen Investor zu finden.

Nach zähem Ringen um Wörter und Formulierungen scheiterten SP und GFL mit ihrem Rückweisungsantrag klar. Am Ende empfahl das Parlament mit 28 Ja gegen 10 Nein bei einer Enthaltung, die Vorlage an der Urne anzunehmen.

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
17.08.2018

Öffentliche Bekanntmachung: Erlass einer Planungszone nach Art. 27 RPG und Art. 62ff BauG für die Parzelle Nr. 971

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee hat gestützt auf Art. 27 des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 und Art. 62 ff des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 beschlossen, die Parzelle Nr. 971 (Liegenschaft Bahnhofstrasse 1, Kernzone K 3A) mit sofortiger Wirkung mit einer Planungszone zu belegen.

Mit der Planungszone wird für den bezeichneten Perimeter die Überprüfung der Nutzungs- und Gestaltungsvorschriften im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision im Hinblick auf eine zeitgemässe und haushälterische Nutzung bezweckt. Weiter bezweckt sie die ortsbauliche Neuordnung, die ortsbildverträgliche und sorgfältige Einbettung einer Neubebauung in das historische Umfeld sowie die Abstimmung auf die Neugestaltung des Bahnhofvorbereichs.

Die Planungszone wird für die Dauer von 2 Jahren bestimmt. Während der Geltungsdauer darf in dem von der Planung betroffenen Gebiet nichts unternommen werden, das den Planungszweck beeinträchtigen könnte.

Die Planungszone liegt während 30 Tagen, das heisst vom 17.08.2018 bis 17.09.2018 in der Bauabteilung Münchenbuchsee, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee öffentlich auf.

Während der Auflagefrist kann mit Einsprache geltend gemacht werden, die verfügte Planungszone oder ihre Dauer seien nicht notwendig oder die bekanntgegebene Planungsabsicht sei nicht zweckmässig.

Allfällige Einsprachen oder Rechtsverwahrungen sind schriftlich und begründet bei der Gemeindeschreiberei Münchenbuchsee einzureichen.

Münchenbuchsee, den 14. August 2018.

Der Gemeinderat
16.08.2018

Bund-Artikel: Widerstand gegen Neubau des Kantons

Die Gebäude sollen auf dieser rund zwei Hektaren grossen Wiese erstellt werden. (Foto: Franziska Rothenbühler)

Strassenverkehrsamt

Ab 2027 sollen Bernerinnen und Berner für die Autoprüfung nach Münchenbuchsee in einen 110 Millionen Franken teuren Neubau fahren. GFL und SP im Ort wehren sich dagegen.

Der Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) im Industriegebiet Buechlimatt in Münchenbuchsee sorgt für Kritik. In der Gemeinde regt sich bei GFL und SP Widerstand gegen die geplante Abgabe des Lands im Baurecht an den Kanton Bern. Es geht um ein Grundstück von 21000 Quadratmetern, das der Einwohnergemeinde und der Burgergemeinde Münchenbuchsee gehört. Der Jahreszins dafür beträgt 220 000 Franken, 115 000 Franken davon gehen an die Einwohnergemeinde. Das kantonale Amt befindet sich derzeit am Schermenweg beim Wankdorfplatz in Bern.

In der heutigen Sitzung des Gemeindeparlaments stellen GFL und SP den Antrag, das Geschäft zurückzuweisen. Man habe den Baurechtsvertrag intensiv diskutiert, sagt SP-Fraktionschef Wolfgang Eckstein. «Für uns bleiben bei den Themen Verkehr und Heimfall nach Ablauf des Vertrags zu viele Fragen offen.» Ob eine Mehrheit für eine Rückweisung zusammenkommt, ist fraglich. SP und GFL sind auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen.

Frage nach Zusatzverkehr

Die Kritiker bezweifeln die Prognosen zum Mehrverkehr. Befürchtet wird etwa, dass ein grösserer Teil der Fahrten durch den Dorfkern abgewickelt wird als angenommen; vor allem dann, wenn sich auf dem Autobahnnetz rund um Bern der Verkehr staut. Schon heute sei das Verkehrsaufkommen im Zentrum von Münchenbuchsee zu Spitzenzeiten an der Grenze des Verkraftbaren. «Zudem ist mit zahlreichen Übungs- und Prüfungsfahrten zu rechnen», sagt Eckstein.

Nach den Prognosen würden in der Morgenspitze vier zusätzliche Fahrten pro zehn Minuten durch das Dorfzentrum stattfinden, am Abend eine zusätzliche Fahrt pro zehn Minuten. Insgesamt ist mit rund 1810 Fahrten pro Tag zu rechnen, den Pendlerverkehr der rund 275 Angestellten des Kantons eingeschlossen. Aus Sicht des Gemeinderats wird der Zusatzverkehr kaum Einfluss auf die Situation im Dorf haben. Rund 90 Prozent der Zu- und Wegfahrten erfolgten über die nahe Autobahn. Der Verkehr sei sicher ein Thema, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). «Wir müssen aber vor der geplanten Realisierung des Neubaus im Jahr 2027 Lösungen haben.» Denn der kantonale Richtplan rechne mit einer Zunahme des motorisierten Verkehrs um 15 Prozent bis 2030, sagt Waibel. Mit dem Verkehrsmanagement Region Bern Nord plant der Kanton, die neuralgischen Stellen zu entschärfen. Geplant ist weiter, die Ausfahrt von der A1 auf die A6 auf zwei Spuren auszubauen. Für den neuen Standort des Strassenverkehrsamts in der Buechlimatt soll die Verkehrserschliessung optimiert werden: Es geht dabei um Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, möglich sind auch Lichtsignalanlagen und Strassenverbreiterungen.

Baurecht dauert bis 2097

Kompliziert ist der Punkt des Heimfalls. Das Baurecht, das der Kanton erhält, läuft nach 80 Jahren ab, also Ende 2097. Die zukünftigen Gebäude gehen, falls keine Vertragsverlängerung erfolgt, an die Landeigentümer, also an die Gemeinde und die Burgergemeinde. Diese müssten dafür eine Entschädigung in der Höhe von 80 Prozent des Verkehrswerts entrichten. Bei der SP geht die Befürchtung um, dass die Gemeinde im schlimmsten Fall plötzlich Dutzende von Millionen Franken locker machen müsste für einen Gebäudekomplex, den sie nicht benötigt. Auch das Mobilitätsverhalten könne sich in Zukunft grundlegend ändern, sagt Wolfgang Eckstein von der SP: «Braucht es das Strassenverkehrsamt in 30 oder 40 Jahren noch?»

Bei der Burgergemeinde stuft man das Risiko bei einem Heimfall als nicht sehr hoch ein: «Der Kanton ist ein guter und verlässlicher Partner», sagt Claude Monnier von der Burgergemeinde, die den Vertrag bereits genehmigt hat. «Es handelt sich um eine sinnvolle Nutzung des Areals.» Auch nach dem Jahr 2097 werde der Kanton noch bestehen. Zudem würden Hallen und Büroräume gebaut. «Es ist kein Spezialbau, den man nicht mehr nutzen könnte», sagt Monnier. Wenn das Gebäude nicht richtig unterhalten werde, dann reduziere sich entsprechend auch der Verkehrswert und damit die Entschädigung.

Eine Rückweisung heute Abend würde dazu führen, dass das Geschäft überarbeitet und dem Parlament neu vorgelegt werden müsste. Der geplante Termin für die Volksabstimmung vom 23. September würde hinfällig. Der Baurechtsvertrag und die Verlegung des Standorts wird auch den Grossen Rat noch beschäftigen. Wie später das Areal am Schermenweg, das zum Perimeter des Entwicklungsschwerpunkts Wankdorf gehört, genutzt werden soll, ist offen. Eine Potenzialanalyse soll darüber Aufschluss geben.

Prüfungen und Führerscheine
Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) des Kantons Bern befindet sich am Schermenweg beim Wankdorfplatz in der Stadt Bern. Es ist für Prüfungen und Zulassungen von zirka 800 000 Fahrzeugen und 12 000 Schiffen verantwortlich. Das SVSA erbringt seine Dienstleistungen in vier Regionen: Bern, Berner Oberland, Seeland/Berner Jura und Oberaargau/Emmental. Im Verkehrsprüfzentrum Bern werden jährlich rund 125 000 Fahrzeuge geprüft und rund 8500 bis 8600 praktische Führerprüfungen durchgeführt. (pd)

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
15.08.2018

Abgabe von Hundemarken: Aufhebung

Bisher erhielten alle Hundehalter und Hundehalterinnen, welche ihren Hund in Münchenbuchsee angemeldet haben eine Hundemarke, auf welcher eine Nummer aufgedruckt ist.

Da sämtliche Hunde gemäss eidgenössischem Tierseuchengesetz sowie Tierseuchenverordnung obligatorisch mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der Datenbank namens AMICUS registriert sein müssen, verzichtet die Gemeinde Münchenbuchsee ab sofort darauf, gemeindeeigene Hundemarken abzugeben.

Bisher abgegebene Marken dürfen selbstverständlich behalten werden. Seitens der Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee wird dies aber nicht mehr verlangt. Die abgegebenen Hundemarken bleiben in unserem Hunderegister weiterhin registriert.
10.08.2018

Überbauungsordnung "Riedli": Geringfügige Änderung

2. Geringfügige Änderung der Überbauungsvorschriften zur Überbauungsordnung "Riedli" vom 7. Dezember 2010
Beschluss des Gemeinderates / Bekanntmachung nach Art. 122 Abs. 8 BauV

Der Gemeinderat Münchenbuchsee hat am 23.07.2018 beschlossen, die Ergänzung in Art. 8 Abs. 5 der Überbauungsvorschriften wieder aufzuheben.

Gegen den Beschluss des Gemeinderates kann innert 30 Tagen ab Publikation beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (Abteilung Orts- und Regionalplanung) Nydeggasse 11/13, 3011 Bern, schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Der Gemeinderat
07.08.2018

Bildungskommission: Urs Vogel tritt zurück


Der Gemeinderat und die Bildungskommission Münchenbuchsee bedauern die Bekanntgabe der Kündigung von Urs Vogel, Leiter Bildung und Geschäftsführender Schulleiter.

Urs Vogel trat im Zuge der Reorganisation des Bildungsbereiches am 1. Juni 2015 als Geschäftsführender Schulleiter in die Dienste der Einwohnergemeinde und der Schule Münchenbuchsee. Kompetent und massgebend setzte er die vom Gemeinderat genehmigte Organisationsform um und führte die Volksschulstufen zusammen. Unter seiner Leitung und dank seines grossen Einsatzes für die Schule Münchenbuchsee gelang es ihm innert kürzester Zeit eine fundierte Schulraumplanung auszuarbeiten. Er setzte sich für die Umsetzung des ICT-Konzeptes ein, war federführend mitverantwortlich für die Planung der Rochade 21 und der Zukunft der Tagesschule Münchenbuchsee.

Der Gemeinderat und die Kommission bedauern den Entscheid von Urs Vogel ausserordentlich, sich zukünftig einem anderen Tätigkeitsgebiet zu widmen. Urs Vogel wird sich in den nächsten Monaten vorwiegend um administrative Belange der Bildung kümmern und per 31. Januar 2019 aus den Diensten der Gemeinde und der Schule austreten. Wir wünschen Urs Vogel bereits jetzt für die Zukunft alles Gute und Erfolg.


Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee 

07.08.2018

Schulweg, Elternpatrouille: Information an die Eltern und Erziehungsberechtigten

Die Eltern sind die wichtigsten Verkehrserzieher und für den Schulweg verantwortlich. Bei der Komplexität des heutigen Strassenverkehrs ist dies sicher nicht ganz einfach. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung/bfu in Bern, www.bfu.ch, Tel. 031 390 22 22, bietet verschiedene Informationen zu diesem Thema an.

Eine gesunde Entwicklung des Kindes erfordert die Möglichkeit, sich ohne Begleitung Erwachsener mit anderen Kindern zu treffen und so soziale Erfahrungen zu machen. Der Schulweg ist ein wichtiger Treffpunkt. Hier einige allgemeine Tipps an die Eltern von Kindern zwischen drei und sechs Jahren:

  • Verhalten Sie sich vorbildlich und kindgerecht.
  • Beginnen Sie früh mit der Verkehrserziehung.
  • Üben Sie häufig.
  • Üben Sie in der vertrauten Umgebung.
  • Erklären Sie und lassen sie es sich von ihrem Kind erklären.
  • Vorzeigen, gemeinsam machen, alleine machen lassen.
  • Wählen Sie nicht den kürzesten, sondern den sichersten Schulweg.
  • Verängstigen Sie ihr Kind nicht durch Drohungen wie „so kommst du schnell unter ein Auto“. Angst ist ein schlechter Lehrmeister.   

Wenn Eltern ihre Kinder im Auto zu Spielgruppen, Kindergärten, Schulen oder verschiedenen Freizeitaktivitäten fahren, werden Kinder sowie andere Verkehrsteilnehmer/innen immer wieder behindert und unnötigen Gefahren ausgesetzt. Zeitdruck, Bequemlichkeit, Unkenntnis usw. führen oft dazu, dass Eltern unmittelbar vor Kindergärten/Schulen auf der Strasse, vor Fussgängerstreifen, Fahrzeugkolonnen, in Kurven oder Halteverboten anhalten und ihre Kinder bereits dort aus dem Auto steigen lassen.

Um die Schulwegsicherheit zu verbessern, ist während den nachfolgenden Schulzeiten die Elternpatrouille beim Fussgängerstreifen Bielstrasse (Verzweigung Bern-/Oberdorfstrasse/Moosgasse) im Einsatz:

Montag bis Freitag: 07.45 – 08.10 Uhr
11.40 – 12.05 Uhr
Montag, Dienstag und Freitag: 13.05 – 13.30 Uhr
15.05 – 15.30 Uhr
Dienstag zusätzlich: 14.05 – 14.30 Uhr
16.05 – 16.30 Uhr

Ein herzliches Dankeschön für den zuverlässigen Patrouilleneinsatz bei jedem Wetter an Erika Gyger, Verena Hübscher, Monika und Hans Käsermann, Heidi Miranda, Christine Widmer und als Ersatz Daniela Räz sowie Otto Hübscher.

Falls Sie sich für den Patrouillendienst interessieren, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme, Tel. 031 868 81 15 oder Mail wyss.r@muenchenbuchsee.ch.
03.08.2018

Brandgefahr: Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

Die absoluten Feuerverbote im Wald und in Waldesnähe (Mindestabstand 200 Meter) gelten weiterhin. Ausserhalb der Verbotszone sind folgende Verhaltensregeln zu beachten:

  1. Brennende Raucherwaren und Zündhölzer nicht wegwerfen.
  2. Grillfeuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht entfachen. Bei starkem Wind darauf verzichten.
  3. Elektro- und Gasgrills sind erlaubt.
  4. Feuer immer beobachten und Funkenflug sofort löschen.
  5. Feuer immer vollständig löschen und kontrollieren.
  6. Bei Feuerausbruch ist unverzüglich die Feuerwehr über die Telefonnummer 118 zu alarmieren.

Für das vorbildliche Verhalten betreffend dem Feuer- und Feuerwerksverbot an der Bundesfeier danken wir der Bevölkerung von Münchenbuchsee vielmals.
30.07.2018

Bundesfeier vom 31. Juli 2018: Feuer- und Feuerwerksverbot

Die Bundesfeier findet gemäss Programm statt, jedoch aufgrund der Brandgefahr ohne das Feuerwerk der Gemeinde Münchenbuchsee. Mit Blick auf die Praktikabilität der Umsetzung der übergeordneten Vorgaben für Feuerwerk, ist auch privates Feuerwerk auf dem ganzen Gebiet der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee für am 31. Juli und am 01. August 2018 untersagt. Für das Abbrennen von privaten Feuerwerken verweisen wir ergänzend auf Artikel 11 des Polizeireglements (Abbrennen von Feuerwerk nach dem schweizerischen Nationalfeiertag ist ohne Bewilligung nicht gestattet.) Der Lampionumzug im Siedlungsgebiet kann durchgeführt werden.

Weiterhin gilt das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe (Mindestabstand 200 Meter). Ausserhalb dieser Verbotszone sind folgende Verhaltensregeln zu beachten:

  • Brennende Raucherwaren und Zündhölzer nicht wegwerfen.
  • Grillfeuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen und mit grösster Vorsicht entfachen. Bei starkem Wind darauf verzichten.
  • Elektro- und Gasgrills sind erlaubt.
  • Feuer immer beobachten und Funkenflug sofort löschen.
  • Feuer immer vollständig löschen und kontrollieren.
  • Bei Feuerausbruch ist unverzüglich die Feuerwehr über die Telefonnummer 118 zu alarmieren.

Die Situation wird voraussichtlich am Donnerstag, 2. August neu beurteilt. Wir danken der Bevölkerung für das Verständnis und das Einhalten dieser Vorgaben.

Ortspolizei Münchenbuchsee
30.07.2018

Geringfügige Änderung nach Art. 122 Abs. 7 BauV, Bereinigung und Anpassung der Überbauungsordnungen Höheweg West / Allmend / Hübeli an den Zonenplan ZP1

Beschluss des Gemeinderats / Bekanntmachung nach Art. 122 Abs. 8 BauV

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee hat die vorerwähnte geringfügige Änderung am 09.07.2018 beschlossen.

Gegen den Beschluss des Gemeinderats kann innert der Frist von 30 Tagen ab Publikation beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (Abteilung Orts- und Regionalplanung) Nydeggasse 11/13, 3011 Bern, schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Die Unterlagen können auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Gemeinde Münchenbuchsee, 23.07.2018
Der Gemeinderat
30.07.2018

Aufhebung von Nutzungsplänen

Im Rahmen der Überprüfung aller vorhandenen Pläne und Reglemente für die Nachführung des ÖREB-Katasters wurde festgestellt, dass die folgenden Dokumente weder auf der Gemeinde noch beim Kanton auffindbar sind:

  • Änderungen UeO Oberdorf Rechtsvorschriften vom 03.02.1995 und 13.03.1996
  • Waldeck Verkehrserschliessung Rechtsvorschriften vom 23.04.1996
  • Dorfplatz - Oberdorfstrasse Rechtsvorschriften vom 20.07.1989

Trotz des öffentlichen Aufrufes konnten die oben aufgeführten Planunterlagen nicht gefunden werden. Daher wird der Gemeinderat Münchenbuchsee, gestützt auf den Artikel 66 Baugesetz, die erwähnten Dokumente aufheben.

Sofern gegen die Aufhebung innert 30 Tagen keine Einsprachen auf der Bauverwaltung Münchenbuchsee eingereicht werden, gelten die voraufgeführten Nutzungspläne danach als aufgehoben.

Münchenbuchsee, 09.07.2018
Der Gemeinderat
25.07.2018

BZ-Artikel: SVP will Steuern senken


Die Gemeinde hat die finanzielle Talsohle verlassen. Sie SVP möchte deshalb die Steuern senken. Der Gemeinderat dämpft die Erwartungen.

Die Gemeinde Münchenbuchsee hat die finanziell schwierigen Zeiten überstanden. Auch dank einer Steuererhöhung und einem Sparpaket. Der Finanzfehlbetrag ist inzwischen abgetragen, das Eigenkapital ist auf 7,7 Millionen Franken angestiegen. Denn in den letzten beiden Jahren erwirtschaftete die Gemeinde einen Gewinn von je über 3 Millionen Franken.


Diese Zahlen wecken bei der SVP Begehrlichkeiten. In einer Motion verlangt die Partei, dass der Gemeinderat im Budget 2019 einen Steuerfuss vorsehe, der mindestens ein Steuerzehntel unter dem aktuellen Satz von 1,64 Einheiten liegt. Das Budget 2018 sehe erneut einen Überschuss von 242 000 Franken vor, und die Rechnung werde voraussichtlich dank höherer Steuererträge wesentlich besser abschliessen, begründet die SVP ihre Motion. Zudem sei das gemeinderätliche Ziel, ein Eigenkapital von fünf Steuerzehnteln, per Ende 2017 erreicht worden, und die wirtschaftlichen Aussichten seien weiterhin gut.


Wunsch nicht realistisch

Der Gemeinderat teilt die Meinung der SVP, dass in den kommenden Jahren mit einem stabilen Steuerertrag bei den natürlichen Personen gerechnet werden dürfe. Aber bei den Firmen sei ein Minderertrag durch die Reduktion der Unternehmenssteuer (kantonale Steuergesetzrevision) vorprogrammiert. «Der Gemeinderat erachtet den Wunsch, die Steueranlage um ein ganzes Zehntel zu reduzieren, als nicht realistisch», heisst es in der Antwort auf die Motion.

Der Gemeinderat weist auf das Leitbild der Gemeinde hin, das einen stabilen Finanzhaushalt mit einem gesunden Eigenkapital definiert. Die Leistungen und Aufgaben würden in einem ausgewogenen Verhältnis zu Steuern und Gebühren stehen. Bei den Infrastrukturen werde ein kontinuierlicher Werterhalt betrieben. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass das Budget 2019 diesen Punkten des Leitbilds gerecht werde, «auch ohne die Steueranlage im gewünschten Ausmass zu reduzieren».

Das Gemeindeparlament wird am 16. August über die SVP-Motion befinden.

 

Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.07.2018

BZ-Artikel: Hoch hinaus

Dreharbeiten an der Kletterwand: Ein Team der SRF-Sommerserie «Die Alpenreise» filmt unter anderem Rentner Fredi Bosshard beim Training für die Kletterpartie am Pilatus. (Foto: Raphael Moser)

Der 68-jährige Fredi Bosshard aus Münchenbuchsee wandert und klettert für die Sommerserie der SRF-Sendung «Schweiz aktuell». «Die Alpenreise» startet am Montag.

Die Wand, vor der Fredi Bosshard steht, ist schwindelerregend hoch. Zwölf Meter sind es bis zur Decke der Kletterhalle Haslital in Meiringen. Der 68-Jährige aus Münchenbuchsee wirkt ruhig und konzentriert. Behände kämpft er sich Griff um Griff hinauf. Nach wenigen Minuten hat er den obersten Punkt erreicht. Fredi Bosshard lässt sich abseilen und klatscht anschliessend seine Gspänli ab. Seine Kollegen und Gleichgesinnten, das sind der Zürcher Markenberater Türi Cengiz (35) sowie die Luzerner Studentin Sabrina Fischer (24). Sie machen als Publikumsteilnehmer mit bei der diesjährigen Sommerserie von «Schweiz aktuell» auf SRF 1. Gemeinsam mit der Moderatorin Sabine Dahinden (50) üben sie in Meiringen das Klettern. Zur Seite stehen ihnen der Walliser Bergführer Peter Kimmig (60) sowie Carla Jaggi (27) aus dem Saanenland. Sie ist eine von insgesamt nur 31 Bergführerinnen in der Schweiz.

«Ich will es zeigen»

Die Gruppe bereitet sich hier auf ihre letzte Etappe vor. Die ersten beiden Routen haben die sechs bereits hinter sich: Eine dreitägige Hochtour führte sie ins Wallis sowie eine ebenfalls dreitägige Hochtour ins Berner Oberland. Nun steht das letzte Hindernis an: eine Kletterpartie am Pilatus.

«Ich liebe die Berge, und ich möchte den Jungen zeigen, dass wir Rentner noch lange nicht zum alten Eisen gehören», sagt Fredi Bosshard. Aus diesen beiden Gründen habe er sich beim Schweizer Fernsehen für das Projekt «Die Alpenreise» beworben. Der Münchenbuchser wurde schliesslich aus vielen Interessierten ausgewählt – wohl nicht zuletzt, weil er beneidenswert fit ist. Seine Kondition und Kraft erhält sich Fredi Bosshard mit Wandern und Joggen. Mit Klettern hat er relativ wenig Erfahrung. Nervös sei er wegen der bevorstehenden Herausforderung jedoch nicht. «Ich bin schon ein wenig angespannt, aber auf den bisherigen Etappen konnte ich mit den Jungen gut mithalten.»

Der pensionierte Sanitärinstallateur mag Herausforderungen. Aus diesem Grund hat er auch im Rentenalter noch eine neue Aufgabe angenommen. An insgesamt zwei Tagen in der Woche arbeitet er als Tennisplatzwart in Zollikofen und in Bremgarten. «Tennis spielen kann ich aber nicht», lacht Fredi Bosshard. Das sei für seine Arbeit zum Glück keine Bedingung.

Modernes Material

Die Touren in den Alpen sind zwar anspruchsvoll, aber der 68-Jährige kann dabei zumindest auf eine moderne Bergausrüstung zählen. Bei früheren Sommerserien von «Schweiz aktuell» war das anders. In «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten» zum Beispiel verbrachte eine Familie 2004 im Gotthelf-Haus Sahlenweidli im Emmental drei Wochen unter einfachsten Bedingungen. Ähnlich erging es den Teilnehmern der Reihe «Die Pfahlbauer» im Jahr 2007.

Die Sicherheit der Teilnehmer hat Vorrang vor dem historischen Erlebnis. Deshalb ist «Die Alpenreise» nicht als sogenanntes Living-History-Format angelegt. Doch auch dieses Mal geht es darum, einen Eindruck zu erhalten, wie sich die Welt verändert hat. Aufgabe der drei Publikumsteilnehmer und der Moderatorin Sabine Dahinden wird es sein, das Bergsteigen, dessen Anfänge und die aktuellen Trends zu zeigen.

Liveberichte aus den Tälern

Ausgangspunkt für die Sommerserie bildet die erste geführte Tour durch die Schweizer Alpen im Jahr 1863, die vom französischen Chamonix bis auf die Rigi führte. Veranstalter war der britische Pauschalreisenpionier Thomas Cook, der damit den Tourismus in die Schweizer Berge brachte. Die Publikumsteilnehmer werden dafür zuständig sein, den Zuschauerinnen und Zuschauern das Alpenerlebnis direkt zu vermitteln. Als Parallelgeschichte gibt es jeden Tag einen Bericht von einem Ort entlang der historischen Cook-Route. Moderator Michael Weinmann wird während dreier Wochen jeden Tag live von einem Schauplatz berichten. Gemeinsam mit Gästen behandelt er ein Thema, das beispielhaft ist für den jeweiligen Ort oder die jeweilige Region.

Fredi Bosshard wird die Sendungen, die ab Montag auf SRF 1 laufen, nicht sofort anschauen können: Er verreist genau in den kommenden Wochen in die Ferien. Seine beiden Kinder und die fünf Enkelkinder werden dafür jeden Abend zuschauen, wie er mit seinen deutlich jüngeren Kollegen die Berge erobert. Mirjam Comtesse

«Die Alpenreise»: 16. Juli bis 3. August, montags bis freitags, jeweils um 19 Uhr, SRF 1.


Ein Artikel aus der 
(Mirjam Comtesse, Berner Zeitung BZ)
11.07.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Verlegung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts nach Münchenbuchsee

Manfred Waibel, Gemeindepräsident von Münchenbuchsee

Der Kanton will das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt bis in 10 Jahren vom Wankdorf Bern nach Münchenbuchsee verlegen. Eine Sanierung am Schermenweg ist nicht möglich, deshalb hat der Kanton 27 Standorte geprüft und Münchenbuchsee als den Geeignetsten erachtet. Es soll dafür in der Buechlimatt ein Neubau entstehen. Ein konkretes Projekt liegt jedoch noch nicht vor. An einem Informationsabend hatte die Bevölkerung von Münchenbuchsee die Gelegenheit, sich zu informieren und den Vertretern von Kanton und Gemeinde über dieses Projekt Fragen zu stellen.

Trotz der Fussball WM und dem wichtigen Spiel Schweiz-Serbien fanden sich am Freitag, 22. Juni 2018 rund 70 Interessierte im Kirchgemeindehaus in Münchenbuchsee ein. Manfred Waibel, Gemeindepräsident von Münchenbuchsee, begrüsste die Anwesenden und stellte die Vertreter vor, die das Vorhaben erläuterten. Aktuell liegt noch kein Projekt vor. Es geht ausschliesslich um die Vereinigung der zwei Parzellen (Burgergemeinde und Einwohnergemeinde) und die Abgabe dieser neuen Parzelle im Baurecht an den Kanton für die kommenden 80 Jahre. Die Fragerunde war für alle Anwesenden offen. Zahlreiche Fragen wurden gestellt, aber auch mit Kritik wurde nicht gespart. Zu viele Fragen sind noch offen, monierten die Kritiker. Ein grosses und viel diskutiertes Thema war der Mehrverkehr. Die Verkehrsanalyse resp. die vorliegenden Zahlen wurden angezweifelt. Der Verkehr ist heute bereits ein Problem, und die Gegner wollen nicht noch mehr Verkehr durch das Dorf. Dass Mehrverkehr entstehen wird, ist kein Geheimnis. Um den Mehrverkehr zu steuern, werden Massnahmen notwendig sein. Es gab nur wenige Stimmen, die sich für das Projekt aussprachen. Positiv wurde erwähnt, dass die Abgabe im Baurecht gut sei und die jährlichen Einnahmen von Fr. 115‘000.00 für die Einwohnergemeinde nicht zu vernachlässigen seien. Dies sei in den nächsten 80 Jahren viel rentabler als ein Verkauf. Der Gemeindepräsident sieht für Münchenbuchsee folgende Chancen:

-    Schaffung von Arbeitsplätzen im Dorf
-    Buchsi-Wirtschaft kann profitieren
-    Eventueller Zuzug von Mitarbeitenden
-    Mit dem Kanton hat die Gemeinde einen zuverlässigen, längerfristigen Partner.
-    Abgabe des Landes im Baurecht
-    Langfristige Zinseinnahmen
-    Zusammenarbeit mit der Burgergemeinde Münchenbuchsee

Die Burgergemeinde ihrerseits hat den Baurechtsvertrag an ihrer Versammlung vom 25. April 2018 bereits einstimmig genehmigt. Mitte August wird sich das Parlament über die Vorlage beraten, und am 23.9.18 ist das Stimmvolk von Münchenbuchsee aufgefordert, über den 80-Jahre-Vertrag abzustimmen.

Das konkrete Bauprojekt wird in einem Wettbewerb ermittelt. Im Idealfall würde der Bau 2023 beginnen. Der Bezug wäre damit im Herbst 2027 realistisch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Foto: Olivier Gerig
03.07.2018

Bund-Artikel: In der Moospinte startet die Ära von Christoph Mayr


Die renommierte Moospinte in Münchenbuchsee hat ab sofort einen Wirt mit «Gault Millau»-Meriten.


Wer in der Moospinte wirtet, muss sich an berühmten Vorgängern messen lassen. So etwa am legendären «Chrüteroski» Oskar Marti (17 «Gault Millau»- Punkte) mit seinen ausufernden «Predigten». Oder am jungen Sascha Berther, der hier 16 GM-Punkte erkochte und damit eine wichtige Stufe seiner Karriere erklomm – jetzt ist er im Schlüssel im freiburgischen Ueberstorf tätig. Der 39-jährige Mayr äusserte sich schon lange vor dem jetzigen Stellenantritt dahingehend, dass er in der Moospinte seinen eigenen Stil pflegen werde.

In seiner Kochkarriere hat er bereits bis zu 17 GM-Punkte erreicht. Mayr machte vor einigen Jahren das urchige Rössli in Rubigen zu einer gesuchten Beiz für Feinschmecker. Eher kurz war sein Gastspiel im Büner in Bern, da das Lokal sein Konzept änderte. Zuletzt war er im Restaurant Quadrat in Zollikofen tätig, das auf eine einmalige Weise eine Möbelausstellung mit einem Restaurationsbetrieb verknüpft. Das Restaurant ist vom 4. Juni bis zum 5. August geschlossen – weil Mayr weg ist.

Bayrischer Frühschoppen

Am Sonntag hat Mayr, der seit 2002 in der Schweiz lebt, in der Moospinte die ersten Gäste begrüsst. Im Lokal, in dem sich in Krisenzeiten General Guisan, Bundesrat Minger Rüedu und andere Persönlichkeiten zu diskreten Besprechungen trafen, halten künftig auch bayrische Eigenheiten Einzug. So gibt es samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr einen echt bayrischen Frühschoppen. Die Mayrs stammen aus dem Landkreis Miesbach in Oberbayern und kannten sich schon in der Schulzeit.

In der zweiten Jahreshälfte sind bereits Musik- und Kunstanlässe angesagt: Bilderausstellungen, Jazz oder neue Schweizer Volksmusik (Infos unter www.moospinte.ch). Geöffnet ist das Lokal mittwochs bis sonntags. Mayr betreibt es mit seiner Ehefrau Stephanie und der Geschäftspartnerin Patricia Riedo. Gibts in der Moospinte bald wieder Punkte? Mayr sagte laut «Berner Zeitung», Punkte seien durchaus «ein Thema», doch vor den Testern wolle er die Gäste verwöhnen.


Ein Artikel aus dem 
(mdü, Der Bund)

29.06.2018

Grosszügige Geste: Dank an Rotary Club Bern-Münchenbuchsee und Schwendimann AG

Vor einem Jahr musste der Gemeinderat an dieser Stelle darüber informieren, dass Vandalen unter anderem einen Baum an der Oberdorfstrasse (Höhe Bushaltestelle Kirche) fällten.
 
Gesetzt von Mitarbeitenden der Schwendimann AG und gesponsert vom Rotary Club Bern-Münchenbuchsee, steht seit dem 28. Juni 2018 ein neuer, stolzer Baum an derselben Stelle. Der Rotary Club Bern-Münchenbuchsee engagiert sich damit an der aktuell weltweit laufenden Aktion ERPOT (every Rotarian plants one tree), mit welcher durch die Baumanpflanzung ein Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt und des Klimas geleistet wird. Zudem setzt der Club damit ein Zeichen seiner Verbundenheit mit der Gemeinde. Balz Hegg, Leiter des Gemein- und Berufsdienstes bei Rotary Bern-Münchenbuchsee, sowie Cesar Lopez, Präsident Rotary Club Bern-Münchenbuchsee nahmen bei bestem Wetter zusammen mit dem Gemeindepräsidenten, Manfred Waibel, an der Bepflanzungsaktion teil. Dank der fachkundigen und umsichtigen Arbeit der Schwendimann-Mitarbeitenden konnte der Baum erfolgreich an seinen neuen Platz gesetzt werden.
 
Der Gemeinderat bedankt sich im Namen der Bevölkerung beim Rotary Club Bern-Münchenbuchsee für diese grosszügige Geste und bei der Firma Schwendimann AG für die versierte Bepflanzung.
27.06.2018

BZ-Artikel: Neue Abstimmung zu Wärmeverbund

Das Volk muss in Sachen Wärmeverbund Zentrum ein zweites Mal an die Urne. Der neue Standort der Heizzentrale bedingt eine Änderung der Zonenvorschriften.

Das Resultat war deutlich. Mit einem Ja-Anteil von über 85 Prozent genehmigten die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee den Wärmeverbund Zentrum und den dafür notwendigen Kredit von gut 7,2 Millionen Franken. Dieser Wärmeverbund läuft über eine Spezialfinanzierung und muss selbsttragend sein. Als Standort für die unterirdische Heizzentrale war die Strahmmatte vorgesehen. Jedenfalls bis im Frühjahr 2018.

Zu wenig Platz

Doch der zentrale Standort im Gebiet Strahmmatte erwies sich aufgrund der grossen Nachfrage als nicht mehr geeignet. Der Platz ist zu begrenzt, ein Ausbau nicht mehr möglich. Die Gemeinde prüfte anhand mehrerer Vorgaben alternative Möglichkeiten. So darf die Heizzentrale einerseits nicht im Zentrum stehen, andererseits aber auch nicht zu weit davon entfernt, damit Übertragungsverluste minimiert werden.

Als neuen geeigneten Standort hat die Gemeinde das Areal der Saal- und Freizeitanlage festgelegt. Die Zentrale soll im südöstlichen Teil zu liegen kommen. Der Haken daran: Die geltenden Vorschriften der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) lassen den Betrieb einer Energiezentrale dort nicht zu. Deshalb müssen die Bestimmungen des Zonenplans angepasst werden, was aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Schritte mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Die Änderung der ZöN-Bestimmungen befinden sich bis Ende Monat in der Mitwirkung. Danach gehen die Pläne an den Kanton zur Vorprüfung. Nach der öffentlichen Auflage befindet zuerst der Grosse Gemeinderat über die Änderung. Das letzte Wort haben erneut die Stimmberechtigten. Die Abstimmung wird gemäss Grobterminplan erst 2019 stattfinden. Der Bau der Zentrale und der Leitungen ist ab Sommer 2019 vorgesehen. Die Inbetriebnahme erfolgt auf die Heizsaison 2019/2020.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
25.06.2018

BZ-Artikel: Zahlen zum Mehrverkehr werden angezweifelt


Bis in zehn Jahren will der Kanton das Strassenverkehrsamt in einen Neubau in der Buechlimatt zügeln. An einem Informationsabend zum Projekt waren die Prognosen zum Mehrverkehr das Thema.


Es liegt noch kein konkretes Projekt vor. Doch der geplante Umzug des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) vom Berner Wankdorf in die Buechlimatt in Münchenbuchsee sorgte an einem Informationsabend für viele Fragen. Die Verantwortlichen von Kanton und Gemeinde mussten aus dem Kreis der rund 70 Anwesenden einige Kritik über sich ergehen lassen. Vor allem ein Thema beschäftigt die Bevölkerung von Münchenbuchsee: der erwartete Mehrverkehr.

Nahe an der Autobahn

Es lohne sich nicht oder sei gar nicht möglich, den heutigen SVSA-Standort am Schermenweg zu sanieren und zu erweitern, begründete der Vertreter des Kantons den Umzug. Die Buechlimatt habe sich als bester Standort herausgestellt. Das Land sei verfügbar und liege in der Nähe des Autobahnanschlusses. Deshalb, so der Verkehrsplaner, werde sich der Mehrverkehr zu 90 Prozent über die A 6 abwickeln. Nur jedes zehnte Fahrzeug zum SVSA quere das Dorf, der An-teil am Gesamtverkehr sei sehr tief. Zudem sei der Verkehr eher antizyklisch, entgegen der grossen Pendlerströme. «Wir wären froh, wenn wir hier bauen dürften», fügte SVSA-Vorsteher Niklaus Lundsgaard-Hansen an: «Wir sind ein guter Partner, zahlen aber keine Steuern.»

Schon heute Staus

Die Verkehrsprognosen riefen die Kritiker auf den Plan. Die Annahme, dass nur 10 Prozent durch das Dorf fahren würden, sei ihm «schleierhaft und ein Mysterium», sagte in Votant. Wer von Bern nach Münchenbuchsee fahre, nehme nicht die Autobahn, sondern benutze Schleichwege. Das Dorf habe bereits heute ein grosses Verkehrsproblem, zusätzliche Fahrzeuge seien kaum zu schlucken. Es verursache mehr Lärm und verschlimmere die Probleme, monierte eine andere Votantin. Der allgemeine Tenor war, dass noch zu viele Fragen offen seien. Für das Projekt ergriffen nur wenige Anwesende das Wort.

Die Prognosen seien von erfahrenen Ingenieuren erstellt worden und die Zahlen plausibel, wehrten sich die Verantwortlichen gegen die Vorwürfe. Aber ganz ohne Massnahmen werde es kaum gehen, räumten sie ein. So müsse der Verkehr bei der Autobahnausfahrt früher oder später mit einer Ampel gesteuert werden. Auch der Kreisel Bielstrasse– Bürenstrasse sowie die Einfahrt in die Buechlimatt müssten näher geprüft werden.

Die ersten Entscheide

Der Kanton Bern schätzt die Investitionen auf 110 Millionen Franken. Das 21 000 Quadratmeter grosse Areal gehört der Einwohner- und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Diese geben das Land im Baurecht auf 80 Jahre ab. Der Baurechtszins beträgt jährlich 200 000 Franken. 115 000 Franken gehen an die Einwohnergemeinde, der Rest an die Burgergemeinde. Der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee wird am 16. August über den Baurechtsvertrag und die Abstimmungsbotschaft diskutieren. Das letzte Wort haben Buchsis Stimmberechtigten. Sie entscheiden am 23. September über den 80-Jahre-Vertrag. Die Burgergemeinde ihrerseits hat den Baurechtsvertrag an ihrer Versammlung vom 25. April bereits einstimmig genehmigt.

Das konkrete Bauprojekt wird in einem Wettbewerb ermittelt. Im Idealfall beginnt der Bau 2023, der Bezug wäre im Herbst 2027 realistisch.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
15.06.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Der Turnvirus befällt 3 Generationen

Die Schlussvorführung war der krönende Abschluss des gelungenen Mittelländischen Turnfests in Münchenbuchsee.

100 Jahre TV Münchenbuchsee und 75 Jahre Damenriege, diese Jubiläen wollte der Turnverein Münchenbuchsee gebührend feiern und ein Turnfest auf die Beine stellen.


Nach drei Jahren intensiver Vorbereitungsarbeiten und unzähligen Stunden harter Arbeit war es schliesslich letztes Wochenende soweit, das Mittelländische Turnfest in Münchenbuchsee konnte stattfinden. Rund 4‘500 Turnerinnen und Turner fanden sich auf dem Festgelände ein, um sich nach vielen Trainingsstunden mit ihren Rivalinnen und Rivalen in den verschiedensten Disziplinen zu messen, aber auch gemeinsam zu feiern. Am Freitag startete das Turnfest mit den Einzelwettkämpfen. Am Abend ging es mit einem Unihockey- und Volleyballnachtturnier weiter. Mit Live Band und DJ kamen auch die Partygänger nicht zu kurz.

Nach einem heftigen Gewitter am Freitagabend, erfreute Petrus die Turnenden und die Festbesuchenden mit sonnigem und heissem Wetter, was für eine ausgezeichnete Stimmung aber auch für ziemlichen Durst und somit auch für äusserst regen Festbetrieb sorgte und den zahlreichen Helferinnen und Helfern vollen und unermüdlichen Einsatz abverlangte. Zeitweise verliess das OK-Team sogar ihre Büros und half bei dem grossen Andrang auch hinter der Theke mit.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Vereinswettkampfes, welcher auf den Anlagen Riedli, Bodenacker und auf dem Festgelände zwischen Münchenbuchsee und Diemerswil stattfand. Am Abend gab es in der Festarena bis weit in die Nacht hinein ein grosses Angebot an Unterhaltung und kulinarischen Angeboten. Der Sonntagvormittag startete mit den Qualifikationsläufen der traditionellen Pendelstafetten, dessen Finalläufe im Rahmen der Schlussvorführungen stattfanden. Die Krönung war die Schlussvorführung mit einem Mix von kunterbunten Darbietungen, Rangverkündigungen, Ansprachen und der Fahnenübergabe an den nächsten Organisator Kirchlindach, was dem Fest einen würdigen und schönen Abschluss gab.

Familie mit 3 Generationen am Turnen und Helfen

Familie Moser und Carrier waren am Turnfest mit Leib und Seele am Turnen oder Helfen und trugen mit ihrem unermüdlichen Einsatz nebst vielen zahlreichen weiteren Helfenden zum grossen Erfolg des Turnfestes bei. Hansruedi Moser ist schon viele Jahre mit Herz und Seele beim Turnverein mit dabei. Er freute sich, dass er ein Turnfest in Münchenbuchsee erleben durfte. Er war überall eine helfende Hand, sei es beim Auf- oder Abbau, im Festzelt an der Fassstrasse oder im Verkehrsdienst.

Der Turnvirus hat ihn schon als kleiner Bub befallen. Nach einem Abstecher in den Hockeysport kam er schliesslich wieder zurück zum TV Münchenbuchsee, wo er nicht nur als Aktivturner trainierte, sondern sich in all den Jahren auch als Jugendriegenleiter, Kampfrichter und Fähnrich engagierte. Seit neun Jahren turnt er mit seinen 70 Jahren noch in der Männerriege, spielt aber auch ebenso lange Golf. Früher als Aktiver oder Kampfrichter und heute als Zuschauer verpasst Hansruedi Moser kein Turnfest.

Besonders gern erinnert er sich an das Eidgenössische Turnfest 1991 in Luzern, wo er zusammen mit seiner Tochter Beatrice die Disziplin Gymnastik Grossfeld absolvierte. Vom Turnfest in Münchenbuchsee war Hansruedi Moser begeistert, vor allem dass er das mit seiner Frau, den Kindern und den Enkeln erleben durfte. „Es war von A-Z einfach super“, meinte er. „Ich war sehr überrascht, wie viele Leute aus dem Dorf sich als Helfer zur Verfügung gestellt haben, das hätte ich nie gedacht. Ebenfalls hat mich beeindruckt, dass sogar der Gemeindepräsident mithalf und zusammen mit mir an der Fassstrasse Essen servierte.“

Ebenfalls mit von der Partie war Hansruedi Moser’s Frau, Vreni Moser. Sie ist seit über 35 Jahren beim Turnverein, früher als Aktive hat sie 10 Jahre lang im Allroundwettkampf mit 3 Disziplinen mitgemacht. Heute turnt sie noch in der Damenriege mit. Auch sie freute sich, dass das Turnfest einmal in Münchenbuchsee stattfand. Sie war als Helferin in der Kaffeestube im Einsatz und hütete ihre Enkelkinder während dem deren Eltern als Helfer arbeiteten. „Das Turnfest war ein Superfest mit einer guten und unglaublichen Stimmung. Spass und Kameradschaft kamen nicht zu kurz“, meinte Vreni Moser.

Enkeltochter Mascha Moser ist mit ihren 14 Jahren die Jüngste im Team Aerobic des Turnvereins. Zusammen mit ihrer Gotte, Leiterin und Teamälteste, Beatrice Carrier-Moser, und ihren Teamkolleginnen erzielte sie als aktive Teilnehmerin die Note 9.25. Selbstverständlich war auch sie noch als Helferin beim Geräteturnen, bei der traditionellen Pendelstafette und beim Verkauf der Ranglisten tätig. Ebenfalls wirkte sie beim Flashmop am Ende der Schlussvorführung mit. „Das Turnfest war einfach cool!“, freute sich Mascha.

Beatrice Carrier-Moser hat das Turnen auch im Blut. Wen wundert’s, als Tochter von Vreni und Hansruedi Moser wird man schon mit dem Turnervirus geboren. Mit 6 Jahren war sie bereits in der Mädchen- und später in der Damenriege. Durch ihren Umzug trainierte sie beim Turnverein Wichtrach. Während ihre 3 Kinder klein waren, machte sie eine Turnpause. Mittlerweile –wie könnte es anders sein- sind die beiden Töchter auch im Geräteturnen mit dabei.

Zurück in Münchenbuchsee rief sie als Leiterin wieder das Team Aerobic ins Leben. Die Turnfeste sind für Beatrice Carrier etwas Besonderes. Es war schon ein Highlight als Kind, mit den Eltern zusammen an ein Turnfest zu gehen. „Für mich sind die Turnfeste wichtig. Ich habe ein Ziel vor Augen, worauf ich trainiere. Ich liebe die Herausforderung, mich mit anderen zu messen und möglichst ein gutes Resultat zu erreichen“, meinte sie. Sie freute sich sehr, dass das Turnfest in Münchenbuchsee stattfand und sie als Aktive und als Helferin teilnehmen konnte. „Das Turnen ist ein wenig in den Hintergrund gerückt. Vor lauter Arbeiten musste ich aufpassen, dass ich mein Turnzeug nicht zuhause vergass“, lachte Beatrice Carrier. Sie war zusammen mit ihrem Mann für die Stärnebar in der Mitte der Festarena zuständig. Wenn sie nicht gerade ihren Wettkampf bestritt oder den Flashmop vortanzte, dessen Choreografie sie kreiert hatte, war sie beim Auf- und Abbau und während den 3 Tagen fast rund um die Uhr als Helferin im Einsatz. Ihr Fazit zum Fest: „ Es lief alles gut über die Bühne. Es war megaschön und einmalig. Bei der Schlussvorführung verspürte ich Gänsehaut. Alle waren wie eine grosse Familie. Die Hilfsbereitschaft war sehr gross, und die Wettkämpfe verliefen fair.“

Mit dem 13. Rang ist dem TV Münchenbuchsee der Spagat zwischen aktiver Teilnahme und intensiver Organisation gelungen.

Fazit der Organisatoren: Wetterglück, ein Riesenfest mit schönen Darbietungen, volle Festzelte, keine nennenswerte Schäden, keine grossen Verletzungen und Unfälle, gute und zufriedene Stimmung, was will man noch mehr? Oder wie OK-Präsident Markus Jordi sagte: „Das isch dr füdleblutt Wahnsinn gsi! Merci viu mau!“ und verbeugt sich vor den Anwesenden.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer

Regionaler Ranglistenauszug

Einzelturnen
Geräteturnen.  Frauen K7 (Elite): 1. Katja Schürch, Belp 36.55. 2. Jana Pauli, Münchenbuchsee 36.35. 3. Cristina Raaflaub, Gais 36.15 (alle mit Auszeichnung). – K6: 1. Anna Kaufmann, Frutigen 38.00. 3. Livia Pauli, Münchenbuchsee 36.90 (mit Auszeichnung). 27. Samira Ribi, Münchenbuchsee 33.20. 28. Lara Hänsenberger, Münchenbuchsee 33.15 – K5: 1. Anja Thöni, Meiringen 36.55. 8. Anna Spring, Münchenbuchsee 35.00.

Turnwettkampf. Männer C 35+: 1. Martin Herter, Wald ZH und Martin Brühlmann, Zihlschlacht je 30.00. 13. Matthias Lanz, Jegenstorf 27.64. (alle mit Auszeichnung). – D 55+: 1. Daniel Delfosse, Jegenstorf 28.91.

Vereinswettkampf
Aktive. 3-teilig. 2. Stärkeklasse (SK): 1. Bern BTV 29.03. 13. Münchenbuchsee 25.50 (23 Startende).

Frauen/Männer. 3-teilig. 3. SK: 1. Allmendingen bei Thun 27.69. 7. Urtenen Senioren 22.94. 

Frauen/Männer. 1-teilig. 1. Schindellegi 9.79. 2. Heimberg 8.21. 3. Jegenstorf (DoFit), Fachtest Unihockey 8.14. 5. Jegenstorf (DoFit), Fachtest Korbball 7.58.
Die Häberli-Boys sorgten für Stimmung.
Die 3 Generationen der Familie Moser von l.n.r: Vreni Moser, Mascha Moser, Hansruedi Moser und Beatrice Carrier
11.06.2018

BZ-Artikel: Familienleben auf dem Festplatz

Mitmachen und mithelfen: Am Mittelländischen Turnfest 2018 in Münchenbuchsee sind die Familien der Aerobicturnerinnen Beatrice Carrier-Moser und Masha Moser vor und hinter der Bühne aktiv. (Foto: Manuel Zingg)

Ein Dorf im Festkleid, laute Musik und Hunderte bunt gekleidete Turnerinnen und Turner, welche in Richtung Hornusserplatz pilgern: Dieses Wochenende stand Münchenbuchsee ganz im Zeichen von sportlicher Leistung, gepaart mit Feststimmung.


Mittelländisches Turnfest: Das bedeutet ein sich Messen in sportlichen Leistungen, festen, das Zusammensein mit Sportsfreunden geniessen. Mittelländisches Turnfest bedeutet aber auch eine immer schwieriger werdende Suche nach Organisatoren. Die Turnvereine von Münchenbuchsee haben sich zu ihrem 100-jährigen Bestehen für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt und den Zuschlag erhalten.

Mittendrin in der Organisation, aber auch in der Durchführung stehen die Familien Moser und Carrier. Für sie sind diese Tage zum Zentrum ihres aktuellen Lebens geworden. «Wir helfen Tag und Nacht mit, das ist Ehrensache», sagt Beatrice Carrier-Moser, um dann gleich in Jubelgeschrei auszubrechen. Als Teamleaderin der Aerobicgruppe von Münchenbuchsee hat sie von ihren Leuten soeben das Wettkampfresultat erfahren. Mit 9,25 Punkten liegen die Buchserinnen am Samstagnachmittag weit vorne. Die Frauen fallen sich in die Arme, Tränen fliessen. «Ich bin fix und fertig, da kommen die Emotionen rasch hoch», sagt Carrier und jubelt nochmals.

Als Kind infiziert

Für die 42-Jährige hat das Fest mit der Suche nach Helferinnen angefangen. Ihren Eltern musste sie nicht lange erklären, was das Mittelländische Turnfest ist. Sie waren es, die ihrer Tochter den Turnervirus übertragen haben. Die Augen des 70-jährigen Hansruedi Moser beginnen zu glänzen, wenn er vom Fest spricht. Die Familie – dazu gehören neben der Tochter und ihrem Mann auch ein Grosskind und die Ehefrau – hat sich zu einer kurzen Pause unter einem Baum niedergelassen. «Dass ich ein solches Fest in unserem Dorf erleben darf, freut mich ausserordentlich», sagt der Vater von Carrier. In Münchenbuchsee laufe nicht mehr viel, und als Turner schlage sein Herz für solche Anlässe. Der Senior hat beim Aufbau der Aussenstände mitgeholfen, sich beim Verkehrsdienst als Helfer betätigt, und bei der Essensverteilung für die Turner ist er auch mit dabei. Für den Senior ist das eine Selbstverständlichkeit.

Als Senior mit dabei

Der erfahrene Allrounder hat als Aktivmitglied schon an schier unzähligen Turnfesten teilgenommen. Jetzt sei die Zeit, als Helfer mitzuwirken, konstatiert er. Klar, dass er mit diesem Engagement als Ehrenmitglied zum Sonntagsapéro eingeladen ist. Das freue ihn, meint Moser, aber noch mehr freut er sich ob des Engagements der gesamten Familie. «Das Mittelländische hier in ‹Münchenbuchsee›, das werden wir nicht ein zweites Mal erleben, das ist einfach megacool», fügt Carrier an. Auf eigenem Boden zeigen zu können, was man wöchentlich trainiert habe, sei schon speziell, und dann noch die Eltern und die eigene Familie dabei zu haben. Die Runde unter dem Baum ist sich einig: Sie wollen jede Minute geniessen, trotz der Strapazen.

Veritable Lebenserfahrung

Für Mutter Vreni Moser beginnen die Strapazen gleich, sie hat sich in der Kaffeestube als Helferin eingetragen. Sicher werde sie schmerzende Beine haben, meint die 69-Jährige, doch das sei ihr der Einsatz wert. Sie wird von 16 bis 20 Uhr Kaffee und Kuchen zubereiten und über die Theke reichen. Einkassieren werden andere, das hat sie als Bedingung gestellt. Es sei gut, dass in Buchsi endlich einmal so richtig Betrieb sei und Gäste anreisen würden, meint auch sie. Negative Aspekte kann sie keine ausmachen, höchstens, dass es am Freitag einen Moment lang kräftig geregnet habe.

Auch die restlichen Familienmitglieder sind des Lobes voll. Eine gute Stimmung, viel Wettkampfgeist und spektakuläre Darbietungen habe das dreitägige Fest gebracht, und das sei wunderbar.

Ob Jean-Marc Carrier dies im Nachhinein auch noch sagen wird, er, der mit seiner Frau die Sternenbar leitet und im Dauereinsatz steht? «Sicher», antwortet er. Das sei eine Lebenserfahrung, die er nicht missen möchte.

Ein Artikel aus der
(Ursula Grütter, Berner Zeitung BZ)
08.06.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gewerbe trifft Schule

Arbeiten des Elektroinstallateurs.

Das Projekt des Gewerbevereins KMU Münchenbuchsee „Gewerbe trifft Schule“ soll den Schülerinnen und Schülern verschiedene Berufe und deren Möglichkeiten für eine künftige Berufslehre aufzeigen.


Die Jugendlichen sollen einen ersten Kontakt zur Berufswelt und den Betrieben in der Gemeinde erhalten. Gleichzeitig soll die Attraktivität zu den handwerklichen und gewerblichen Berufen gesteigert, Vorurteile zu gewissen Berufen abgebaut und die Wahl zur Berufsbildung und dem Lehrstellenmarkt innerhalb des Dorfes Münchenbuchsee gestärkt werden. Das Projekt soll nicht nur zu einer wertvollen Informationsplattform für Schülerinnen und Schüler werden, sondern auch Eltern und Lehrkräften wichtige Informationen vermitteln.

„Gewerbe trifft Schule“ wurde dieses Jahr zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen der Schule Münchenbuchsee hatten wieder die Möglichkeit, einen Schnuppertag in diversen Betrieben zu absolvieren.

Unter dem Motto „mi Lehr z’Buchsi fägt“ durften die 7. und 8. Klässler aus über 30 Berufen zwei auswählen, die sie gerne an diesem Schnuppertag näher kennenlernen wollten. Neu war dieses Jahr, dass sich die Jugendlichen digital anmelden konnten.

28 Firmen aus Münchenbuchsee gaben den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in die Berufswelt. Die Jugendlichen besuchten in Gruppen die ausgewählten Unternehmen, wo ihnen während ca. 1.5 Stunden der Betrieb, die Berufe und deren Berufslehre aufgezeigt wurden. Meistens durften die „Schnupperstifte“ in den Unternehmungen auch gleich selbst Hand anlegen. So zogen sie beispielsweise bei der Iten Elektro AG Leitungen ein und montierten Steckdosen oder bei der Wüthrich Metzg AG wurde gewurstet, Fleisch zerteilt, Hamburger und Fleischspiesse für in den Laden vorbereitet. Damit die Sicherheit beim Wechsel zwischen den einzelnen Firmen gewährleistet war, war die Polizei an den kritischen Punkten präsent.

Nach einem interessanten Nachmittag gingen die Schülerinnen und Schüler voll mit Eindrücken zurück in die Schule. Dort wurde die Veranstaltung in der Aula für die Jugendlichen, deren Eltern und den Lehrkräften mit einem spannenden Interview abgerundet.

Die Schulleiterin Vreni Augsburger begrüsste alle Anwesenden und übergab das Wort an den Gemeindepräsidenten Manfred Waibel. Dieser betonte in seiner kurzen Rede die Wichtigkeit dieses Anlasses und empfahl den Schülerinnen und Schülern, diese Möglichkeiten in der Gemeinde zu schnuppern, unbedingt zu nutzen. Eine Berufslehre sei wichtig, es brauche nicht unbedingt ein Studium, um erfolgreich zu sein. „Wenn ich ein Haus baue, brauche ich zwar Pläne von einem Architekten, aber ohne denjenigen, der die Steine meines Hauses aufeinander reiht, entsteht kein Haus.“ 

Organisator Andreas Stöckli zeigte den Jugendlichen auf, welche 7 Kriterien für die Lehre wichtig sind: Berufsmotivation, grosse Neugier, Lernwille, Sozialkompetenz, Ausdauer, Kreativität und Fachkompetenz. Im Interview stellte Andreas Stöckli dem Geschäftsführer der Ziegelei Gasser Ceramic Rapperswil interessante Fragen zu seinem Werdegang und seiner Karriere.

Ruedi Gasser schilderte seinen vollbepackten Tagesablauf mit Verkaufsgesprächen, Sitzungen mit Banken, Behörden, Kunden, Mitarbeitern und der Produktion. Er müsse immer einen klaren Kopf haben, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, schliesslich trage er eine grosse Verantwortung gegenüber der Firma und den Mitarbeitenden. Er erzählt, dass er nach seiner kaufmännischen Lehre über verschiedene Stationen im In- und Ausland und absolvierten Weiterbildungen schliesslich im Familienbetrieb in Rapperswil eingestiegen ist. Auf die Frage, was er heute anders machen würde, meinte er, vielleicht ergänzend noch eine Berufslehre machen, um über mehr praktisches Wissen zu verfügen. Er findet das duale Bildungssystem, Lehre und Berufsbildungsschule, adäquat, so kann parallel praktisches Können und theoretisches Wissen in der Schule angeeignet werden. Die Lernenden werden zu einem Teil des Unternehmens und können mit ihrer Arbeit bereits etwas beitragen. Mit diesem Bildungssystem besteht im Gegensatz zu anderen Ländern fast keine Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz. Viele Länder möchten dieses Schweizer Bildungssystem für ihr Land kopieren. In der Schweiz müssen wir momentan jedoch aufpassen, dass es nicht nur überwiegend Studierende gibt. Der Berufslehre muss vermehrt wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht und attraktiver gemacht werden.

Zum Schluss rät Ruedi Gasser den Jugendlichen: „Findet euren Weg, der zu euch passt. Verschafft euch einen Überblick über die Berufe und nutzt die Möglichkeiten, die die Schule und das Gewerbe bieten. Sucht den Austausch mit den Erwachsenen und lasst euch einen Einblick in die Berufswelt geben,  je mehr Informationen ihr habt, je besser ist das Gefühl, euch für den richtigen Beruf zu entscheiden. Lasst euch nicht von Leuten mit grossen Bankkonti blenden, macht das, was euch zufrieden und glücklich macht.“  

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Anwesenden mit einem feinen und vielfältigen Apero verwöhnt, welcher von vier Lehrkräften und den 9. Klässlern vorbereitet und durch den Gewerbeverein gesponsert wurde. Es fand ein reger Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften, Gewerbetreibenden, Schülerinnen und Schülern statt.

Weitere Informationen zum Gewerbeverein unter www.buchsikmu.ch und Lehrstellennachweis der Berufsberatung unter www.lena.ch oder www.yousty.ch

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer

Folgende Berufe und Betriebe konnten die Schülerinnen und Schüler kennenlernen:

Zeichner/in EFZ Fachrichtung Architektur Arn + Partner AG
Kaufmann/-frau EFZ Axa Winterthur, Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee, UBS Switzerland AG, Valiant Bank AG
Polymechaniker/in EFZ Baumgartner Maschinenbau AG, Marcel Bützer AG
Gärtner/in EFZ  
Blattwerk Gartengestaltung GmbH
Drogist/in EFZ
Drogerie Studer AG
Drucktechnologe/-login EFZ Druckerei Varicolor AG
Schreiner/in EFZ E. Wenger Schreinerei AG
Elektroinstallateur/in EFZ 
Elektro Fahrni AG, Iten Elektro AG
Montage-Elektriker/in EFZ    Elektro Fahrni AG
Automatikmonteur/in EFZ 
Elektro Fahrni AG
Elektroplaner/in EFZ   Elektroplanung Schneider AG
Elektrozeichner/in 
Elektroplanung Schneider AG
Automobil-Mechatroniker/in EFZ
Garage R. Grünig AG, Garage Rothen GmbH, Volvo Trucks (Schweiz) AG
Carrosseriespengler/in EFZ  
Garage Rothen GmbH, Schölly AG
Carrosserielackierer/in EFZ Garage Rothen GmbH, Schölly AG
Koch/Köchin EFZ Häberli’s Schützenhaus
Sanitärinstallateur/in EFZ 
Hegg Sanitär AG
Spengler/in EFZ Hegg Spenglerei AG
Polybauer Abdichter/in EFZ Hegg Spenglerei AG
Kosmetiker/in EFZ
Kosmetik-Studio Therese
Kunststofftechnologe/-login EFZ Marcel Bützer AG
Boden-Parkettleger/in EFZ O. Tschanz AG
Recyclist/in EFZ Schwendimann AG
Strassentransportfachmann /-frau EFZ Schwendimann AG
Fachmann/-frau Betriebsunterhalt EFZ Schwendimann AG
Maler/in EFZ 
Stöckli + Partner AG
Gipser/in-Trockenbauer/in EFZ Stöckli + Partner AG
Fahrradmechaniker/in EFZ Velo Virus
Detailhandelsfachmann/-frau EFZ Volvo Trucks (Schweiz) AG
Augenoptiker/in EFZ Wallimann Optik
Fleischfachmann/-frau EFZ
Wüthrich Metzg AG

Das Projekt des Gewerbevereins KMU Münchenbuchsee „Gewerbe trifft Schule“ bietet den Schülerinnen und Schülern Einblick in verschiedene Berufe, z. B. als Elektroinstallateur/in EFZ.
In der Metzgerei wird gewurstet, Fleisch geschnitten und vieles mehr, bevor es in den Laden kommt.
Ruedi Gasser, Geschäftsführer der Ziegelei Gasser Ceramic Rapperswil, im Interview
08.06.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Olympiasiegerin Nicola Spirig am Berner Triathlon in Münchenbuchsee

Der Berner Triathlon 2018 in vollem Gang: Reger Betrieb auf der Schwimmstrecke.

Am Pfingstmontag ging bei idealen äusseren Bedingungen die sechste Ausgabe des Berner Triathlon über die Bühne. Rund 70 Damen und 165 Herren stellten sich der Herausforderung über 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen im und um das Freibad Hirzenfeld in Münchenbuchsee.

Doch nicht nur das Wetter trug dazu bei, dass es ein rundum gelungener Anlass mit vielen zufriedenen Gesichtern wurde. In erster Linie ist es dem gut harmonierenden Organisationskomitee und den über 40 freiwilligen Helfern zu verdanken, dass am Berner Triathlon 2018 alles reibungslos funktionierte.

Doppelte Aufregung im Vorfeld

Wer schon mal bei der Organisation eines Anlasses dieser Grössenordnung mitgewirkt hat, der weiss: Oft funktioniert im Hintergrund längst nicht alles so reibungslos, wie es nach Aussen den Anschein macht. Ein erster Aufreger für das fünfköpfige Organisationskomitee war, als der Kanton die Bewilligung für die Radstrecke verweigerte. Ursprünglich war vorgesehen, den Berner Triathlon am Pfingstsonntag durchzuführen. An hohen kirchlichen Feiertagen dürfen aber generell keine Sportveranstaltungen ausgerichtet werden, so die Begründung des Kantons für den negativen Bescheid. Also verlegte man die Startzeit kurzerhand 24 Stunden nach vorne auf den Vormittag des Pfingstmontags. Da dieser im liturgischen Kalender nicht ganz so weit oben firmiert, gab der Kanton grünes Licht.

Ein zweiter Aufreger – der angenehmeren Sorte – dann wenige Tage vor dem Wettkampf. Auf der Startliste der Damen tauchte plötzlich eine gewisse Nicola Spirig auf. Und tatsächlich: Die Triathlon-Olympiasiegerin nutzte den Berner Triathlon als Standortbestimmung auf ihrem Weg zu (noch) höheren Zielen. Ihr sehr positives Fazit zum Berner Triathlon über Facebook war natürlich beste Werbung für den Anlass. Doch nicht nur das: Für die Teilnehmenden ist es natürlich ein ganz besonderes Erlebnis, mit Nicola Spirig persönlich über den gleichen Parcours zu laufen, oder sogar mit der Olympiasiegerin gemeinsam auf dem Podest zu stehen.

Knappe Entscheidung bei den Herren

Nicola Spirig wurde ihrer Favoritenrolle dann auch gerecht und gewann das Rennen in einer Zeit von 1:02:47. Zweite bei den Frauen wurde mit rund fünf Minuten Rückstand Ladina Buss aus Willisau. Sara Baumann aus Schattdorf komplettierte das Podium der Damen in 1:08:53.

Bei den Herren war der Ausgang des Rennens deutlich knapper. Als Sieger überquerte Dominik Reich aus Henggart die Ziellinie, er benötigte 1:02:27 für die gesamte Strecke. Nur gerade 13 Sekunden danach beendete Benjamin Ueltschi aus Zürich den Wettkampf. Den dritten Rang bei den Herren sicherte sich mit Andreas Grütter aus Bern dann der erste Kantonsvertreter in einer Gesamtzeit von 1:03:00.

Fazit:

Stefan Jäger, Präsident des Organisationskomitees des Berner Triathlon zog im Namen des ganzen Gremiums ein positives Fazit, sieht aber auch Verbesserungspotential: «Für uns ist es natürlich am wichtigsten, dass wir allen Teilnehmenden ein unvergessliches, unfallfreies Triathlon-Erlebnis bieten können. Ich glaube, das ist uns heute gelungen. Leider konnten wir nicht alle Anmeldungen berücksichtigen, da das heutige Sicherheitsdispositiv nicht mehr als 230 Athletinnen und Athleten auf der Strecke zulässt. Daran werden wir für künftige Durchführungen des Berner Triathlon arbeiten. Und natürlich wollen wir auch in Zukunft ein für Breitensportler wie auch für Olympiasieger gleichermassen interessantes Format anbieten.»

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Peter Studer
Fotos: Silvia Rohrbach
Der Berner Triathlon 2018 in vollem Gang: Reger Betrieb auf der Schwimmstrecke.
Voller Einsatz auf der Radstrecke
Fünf Kilometer Laufen vor eindrücklicher Kulisse
Nicola Spirig, die strahlende Siegerin
08.06.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Karten- und Brett-Spielverein Münchenbuchsee KBSM


Ich, Daniel Jakob, habe vor gut einem Jahr den Karten- und Brettspielverein Münchenbuchsee gegründet, um mit anderen Leuten beim Spielen Spass zu haben und auch Turniere zu organisieren. Im Februar 2018 habe ich mit 28 Teilnehmern erfolgreich mein erstes Brändi-Dog-Turnier organisiert.

Alle Turniere und Spielrunden finden im Restaurant Bären in Münchenbuchsee statt (direkt neben dem Bahnhof). Auch Anfänger sind herzlich Willkommen.

Als Nächstes organisiere ich diesen Monat ein Tichuturnier.
Ich habe noch nicht so viele Anmeldungen und freue mich auf weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 32 Plätze, Startgeld CHF 20.-. Partner und Gegner werden zugelost. Für jeden Teilnehmenden gibt es Spielpreise.

Im Juli findet das zweite Brändi-Dog-Turnier statt, 32 Plätze, Startgeld CHF 20.-. Partner und Gegner werden zugelost. Hauptpreis ist ein original Brändi-DOG Spiel. Für jeden Teilnehmer gibt es Spielpreise.

Weitere Details zu den Turnieren finden Sie auf der Homepage https://spiele-daenu.jimdo.com/

Wer Tichu, Brändi Dog oder andere Spiele gerne kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen an einem unserer Spielabende zum Spielen vorbei zu kommen.
 
Regelmässige Spielabende sind jeweils Donnerstagabend ab 18:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr im Bären Münchenbuchsee im Sääli EG links. Die Daten finden Sie auf der Homepage  https://spiele-daenu.jimdo.com.

Die Spielabende sind offen für alle, von jung bis alt! Auch späteres Dazukommen oder früheres nach Hause gehen ist möglich. Falls möglich, bin ich froh um eine kurze Anmeldung. An den Spielabenden spielen wir nach Lust und Laune unterschiedliche Spiele. Ich habe ein paar Standardspiele dabei und z.T. auch neue zum Kennenlernen. Die Spielabende sind kostenlos (kleine Kollekte).

Suchen Sie ein Spiel für sich selbst oder zum Verschenken? Ich habe viele neue und gebrauchte Spiele im Angebot, bei Interesse bitte per Mail oder beim Spielabend melden.

Kontakt am liebsten per Mail: spiele.daenu@gmail.com

Ich freue mich immer neue Spielbegeisterte kennenzulernen.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Daniel Jakob Präsident Karten- und Brett-Spielverein Münchenbuchsee.
07.06.2018

BZ-Artikel: Die Turner beschenken sich mit einem Fest

Der TV Münchenbuchsee kehrt 1922 mit einem Kranz vom «Eidgenössischen» in St. Gallen zurück. Foto: PD

Der Turnverein und die Damenriege feiern runde Geburtstage. Seit knapp zwanzig Jahren turnen Männer und Frauen im selben Dachverein. Zum Jubiläum organisiert der Verein das «Mittelländische».

Turnen geniesst in Münchenbuchsee eine lange Tradition. Im Seminar Münchenbuchsee wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Studententurnverein gegründet. 1849 fand auf Initiative eines Seminarlehrers das erste Bernische Kantonalturnfest in Münchenbuchsee statt. Der heute aktive Turnverein wurde vor hundert Jahren trotz der Kriegswirren gegründet, am 4. Juli 1918. Der Turnplatz im Wäldli und die Turnhalle des heutigen Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache standen gratis zur Verfügung.

Schon vorher gab es einen Turnverein im Dorf. Viel ist nicht bekannt, weil praktisch sämtliche Unterlagen vernichtet sind. Einzig ein Kassabuch von 1895 blieb erhalten. Der Verein zählt 25 Mitglieder. Wegen Uneinigkeit unter den Mitgliedern und Schulden war das Ende aber bald besiegelt.

1922 der erste Kranz

In den Jahren nach der Gründung besuchte der TV Münchenbuchsee alle Turnfeste auf allen Ebenen. 1922 brachte der Verein den ersten eidgenössischen Kranz aus St. Gallen nach Hause. Zwei Jahre später wurde das erste Vereinsbanner eingeweiht. Mit der Gründung einer Jugendriege wurde ab 1939 auch auf den Nachwuchs gesetzt.

Wie der Turnverein wurde die Damenriege während der Kriegsjahre gegründet. 17 Damen hoben die Riege am 25. Februar 1943 aus der Taufe. Die Riege wurde als selbstständiges Mitglied des Turnvereins erklärt. Bei den Frauen dauerte es nur vier Jahre ab der Gründung, bis auch die Jugendlichen mitturnen durften.

Seit 1999 ein Dachverein

Die zahlreichen Fusionen von Vereinen machten auch vor Münchenbuchsee nicht halt. 1999 wurde der heutige Dachverein TV Münchenbuchsee gegründet. In ihm schlossen sich der Turnverein, die Damenriege, die Männerriege und die Handballgruppe zu einer Interessengemeinschaft zusammen. 2012 stiess Buchsi-Athletics zum Dachverein.

Fränzi Griesser, Präsidentin der Damenriege, und Markus Jordi, Präsident des Turnvereins, blicken zuversichtlich in die Zukunft. Im Vorwort zur Jubiläumsschrift räumen sie aber ein, dass es schwieriger geworden sei, Mitglieder für den Vorstand oder als Leiter zu finden.

Schon vor ein paar Jahren stellten sich die Verantwortlichen die Frage, wie 2018 das Doppeljubiläum gefeiert werden soll. Da erinnerten sich die Verantwortlichen an einen Jahresbericht eines früheren Präsidenten. Dieser wünschte sich, dass wieder ein Anlass unter der Marke TVM organisiert werde. Die Idee wuchs weiter, und 2015 betraute der Verband den Turnverein Münchenbuchsee mit der Durchführung des Mittelländischen Turnfests 2018.


4400 Teilnehmende
Der Anlass in Münchenbuchsee ist zwar als Mittelländisches Turnfest deklariert. Diese Regionalfeste sind aber längst zu nationalen Grossveranstaltungen geworden. Rund 4400 Turnende aus 177 Vereinen und dreizehn Kantonen haben sich eingeschrieben. Damit wurden die Erwartungen der Organisatoren bei weitem übertroffen.

Das Festzentrum liegt beim Hornusserhüttli zwischen Münchenbuchsee und Diemerswil. Hier werden verschiedene Wettkämpfe stattfinden. Weitere Sportstätten sind die Schulanlagen Riedli und Bodenacker. Die Saalanlage und das Schulhaus Paul Klee sind in das Fest eingebunden. Für das Wohl der Gäste sorgen rund 800 freiwillige Helferinnen und Helfer. Während des Festes kommt es in Münchenbuchsee zu Einschränkungen beim Verkehr.

Die Einzelwettkämpfe starten am Freitag um 11 Uhr. Der Samstag ab 8 Uhr steht im Zeichen der Vereinswettkämpfe. Am Sonntag gehen die Pendelstafetten über die Bühne. Die Schlussvorführungen und die Finalläufe der Stafetten sind am Nachmittag ab 13 Uhr. pd/hus

Alle Infos und detailliertes Programm zum Turnfest unter www.turnfest18.ch

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
04.06.2018

BZ-Artikel: Systemwechsel bringt Kita in Not

Peter Surbeck ist besorgt wegen der Verzögerungen: Kann er die zusätzlichen Kita-Plätze ohne Subventionen oder Gutscheine besetzen? Foto: Beat Mathys
Die ersten Gutscheine für die Kinderbetreuung können frühestens im August 2019 abgegeben werden. Die Einführung verzögert sich auf Kantonsebene. Das bringt eine Kita in Münchenbuchsee in die Bredouille.

Die Kinder spielen unbeschwert im Garten, geniessen die warmen Temperaturen. Der Name der Kindertagesstätte ist an diesem Vormittag Programm: Sunneschyn. Peter Surbeck, der leitende Sozialpädagoge der Kita, beobachtet das Treiben im Zentrum von Münchenbuchsee. Die Türe des Holzhauses falle beinahe auseinander, meldet die Gruppenleiterin. Er werde die Reparatur veranlassen, sagt Surbeck.

Der Kita-Leiter ist derzeit ein viel beschäftigter Mann. Denn bei der Kita Sunneschyn stehen grosse Veränderungen an. Eine der beiden Gruppen in Rapperswil/ Lätti zieht im August nach Münchenbuchsee ab. Dort konnte der Verein eine Dachwohnung mieten, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus, wo bereits eine Gruppe Kinder betreut wird.

Den Stichtag verpasst

Surbeck führt hinauf in die Wohnung. Trotz der Vorfreude auf eine zweite Kita-Gruppe im Zentrum von Münchenbuchsee kommt er ins Grübeln: «Können wir die zwölf Plätze in Münchenbuchsee überhaupt besetzen?» Er hoffte, dass mindestens die Hälfte davon subventioniert würden. Für diese Plätze bestehe eine grosse Nachfrage. «Wir erhielten die Dachwohnung erst im Februar angeboten, kurz nach dem Stichtag, um ein Gesuch für neue Plätze einzureichen», blickt Surbeck zurück. Trotz der verpassten Frist hat die Gemeinde ein Gesuch für acht subventionierte Plätze beim Kanton eingereicht, erfolglos. Die abschlägige Antwort des Kantons müsse er akzeptieren, fügt Surbeck an.

Ein Hoffnungsschimmer blieb ihm. Denn der Kanton stellt sein System um. Es wird nicht mehr eine bestimmte Anzahl Plätze in Kitas subventioniert. Die Eltern erhalten von der Gemeinde Gutscheine für die Kinderbetreuung (siehe Kasten). Der Systemwechsel sollte auf den 1. Januar 2019 in Kraft treten. «Diese knapp fünf Monate hätten wir wohl überbrücken können», sagt Surbeck. Hätte. Denn kürzlich hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) den Zeitplan auf der Internetseite aktualisiert. Gemäss diesem Fahrplan können die Gutscheine frühestens ab dem 1. August 2019 abgegeben werden.

Zu viele Projekte

Die Einführung verzögere sich aufgrund der «zahlreichen laufenden Gesetzgebungsprojekte», begründet GEF-Sprecher Gundekar Giebel. Er nennt etwa die Sozialhilfeverordnung oder die Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs. Er relativiert die Verzögerung: «Auch mit dem alten Zeitplan sind wir davon ausgegangen, dass die Gemeinden frühestens auf August 2019 auf die Gutscheine umstellen.» Ein Wechsel auf ein neues Schuljahr hin mache Sinn. Giebel räumt ein, dass die scheinbar aktuelle Meldung unglücklich sei.

Die GEF hat bisher noch nicht aktiv über den angepassten Fahrplan informiert – abgesehen von der Aktualisierung auf der Internetsite. Die GEF werde Ende Juni in einer Medienmitteilung den neuen Zeitplan kommunizieren, erklärt Giebel. Zu diesem Zeitpunkt starte die zwei Monate dauernde Konsultation für die angepasste Verordnung über die soziale Integration. Sie regelt die kantonale Mitfinanzierung von Kitas und Tageselternorganisationen. Je nach Rückmeldungen der interessierten Kreise geht die angepasste Vorlage in die anderen Direktionen.

Der weitere Zeitplan hänge davon ab, ob es noch grundlegende Änderungswünsche gebe, sagt Giebel, aber: «Davon gehen wir nicht aus.» Idealerweise verabschiede der Regierungsrat die Verordnung im nächsten Februar, sodass diese auf den 1. April 2019 in Kraft treten kann.

Auch die Gemeinde müssen ihre Reglemente anpassen, um den Systemwechsel zu vollziehen. Grundsätzlich könnten die Gemeinden schon mit der Ausarbeitung des Reglements beginnen, sagt Giebel. Sie müssten aber alle Änderungen berücksichtigen, die sich in der Konsultation auf Kantonsebene ergeben. Damit sei ein Wechsel auf den 1. August 2019 möglich. Aber die meisten Gemeinden würden nach GEF-Informationen die Umstellung ein Jahr später machen, wenn die Übergangsfrist abläuft.

Verzögerung problematisch

Für das nächste Jahr seien keine Gelder für zusätzlich subventionierte Angebote eingestellt, ergänzt Gundekar Giebel. Bei der letzten Gesuchrunde im Februar habe die GEF aber zwei Gemeinden zusätzliche Plätze ab 2019 bewilligt. Man sei sich der Problematik bei weiteren Verzögerungen bewusst. In diesem Fall müsse geprüft werden, ob es eine weitere Gesuchrunde für subventionierte Plätze geben kann.

Münchenbuchsee beabsichtige, das Gutscheinsystem schnellstmöglich einzuführen, erklärt der zuständige Gemeinderat Pascal Lerch (EVP). Die Exekutive habe Ende Januar die Strategie festgelegt. Das entsprechende Reglement und die Verordnung würden ausgearbeitet. Aber Lerch fügt an: «Solange der Kanton die Verordnung nicht verabschiedet hat, sind uns die Hände gebunden.» Weil in Münchenbuchse das Parlament das Reglement verabschieden müsse, erscheine aufgrund des politischen Prozesses eine Umsetzung auf August 2019 «kaum realistisch», erklärt Lerch.

In der Bürokratie gefangen

Die GEF sei sich bewusst, dass Münchenbuchsee schnell wechseln wolle und damit die Verzögerungen – ohne das Kontingent zu erhöhen – als problematisch erachte. Pascal Lerch betont, dass die Gemeinde nicht einspringen könne, falls es durch weitere Verschiebungen zu Problemen oder Härtefällen komme.

Peter Surbeck kann nicht verstehen, dass für die lange Übergangsphase scheinbar keine Lösung vorgesehen ist. Irgendwie fühlt er sich im System der Bürokratie hängen gelassen.

Ein Artikel aus der
Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
28.05.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: "Wir sind bereit!"

OK-Präsident Markus Jordi.

Sowohl organisatorisch als auch sportlich ist der Turnverein Münchenbuchsee für seinen diesjährigen Höhepunkt, das Mittelländische Turnfest, gerüstet. Der OK-Präsident hofft vor allem auf gutes Wetter und möglichst reibungslose Abläufe. Der einheimische Oberturner möchte trotz suboptimaler Vorbereitung, dass alle Aktiven beim dreiteiligen Vereinswettkampf ihr Bestes geben.

So langsam kribbelt es bei den Verantwortlichen des Mittelländischen Turnfestes, das vom 8. bis 10. Juni 2018 in Münchenbuchsee stattfinden wird.

Die zahlreichen Anlagen, vor allem das „Herzstück“ dieses turnerischen Grossanlasses, in der Festarena, sind im Aufbau, Einsatzpläne für die riesige Zahl von teilnehmenden Turnerinnen und Turnern sind längst erstellt und jene der rund 800 Helferinnen und Helfer, die sich vor allem um die Aufbauarbeiten kümmern, haben bereits etliche Schweisstropfen liegen lassen. Der Grossteil von ihnen wird an den eigentlichen Festtagen zum Einsatz kommen. Das Organisationskomitee weiss die grosse Unterstützung von Vereinen, Behörden und privaten Personen aus Münchenbuchsee und den umliegenden Gemeinden sehr zu schätzen. Ohne diese unzähligen helfenden Hände wäre nämlich eine Durchführung eines Festes mit rund 4500 Turnenden nicht möglich.

OK und Aktive sind zuversichtlich

Und wie beurteilt Markus Jordi, der OK-Präsident, den momentanen Stand der Vorbereitungen? „Es stehen noch Optimierungen an. Wir sind aber bereit, hoffen auf Wetterglück, freuen uns und werden versuchen, sowohl die organisatorischen Aufgaben gut zu meistern als auch im Vereinswettkampf der 2. Stärkeklasse eine Platzierung im ersten Ranglistendrittel zu erreichen“, gibt sich der 44-jährige „Buchsi-Vollblutturner“ zuversichtlich. Jordi, übrigens auch Vereinspräsident, wird - quasi zwischendurch - auch selber beim Fachtest Korbball seinen Beitrag dazu leisten können.

Mit einem „Mix“ von schon etwas erfahreneren Turnerinnen und Turnern (Gymnastik und Team Aerobic) und vielen jungen Aktiven will der Oberturner des TV Münchenbuchsee versuchen, die Zielsetzung des Präsidenten zu erfüllen. „Im Hinblick auf das Eidgenössische Turnfest 2019 steht für mich aber im Vordergrund, dass die Jungen, die erstmals Turnfestluft schnuppern werden, Wettkampferfahrungen sammeln können, äussert sich der 26-jährige Linus Feigenwinter, der überzeugt ist, dass alle 36 Aktiven ihr Bestes geben werden, wenngleich das Training wegen den organisatorischen Aufgaben vor dem Fest ab und zu etwas zu kurz kam.

Ein Artikelaus dem fraubrunner anzeiger
Text: Werner Schmidiger, Medienverantwortlicher
23.05.2018

Obere Moosgasse: Einbau Deckbelag


Die Bauabteilung Münchenbuchsee wird im Bereich der Moosgasse, als Abschluss zu den im Jahr 2016 ausgeführten Sanierungsarbeiten an der Kanalisation und der Wasserleitung, den Deckbelag einbauen.

Die Bauarbeiten dauern vom 04.06.2018 bis am 08.06.2018 an. Da diese Arbeiten witterungsabhängig sind, kann sich der Termin verschieben.

Dies bedeutet, dass die Moosgasse im oben eingezeichneten Abschnitt vom 06. Juni 2018 (08.00 Uhr) bis am 08. Juni 2018 (07.00 Uhr) gesperrt sein wird und mit Fahrzeugen nicht befahren werden kann.

Die Umleitung wird signalisiert. Der Fussgängerverkehr ist von dieser Sperrung ausgenommen. Die Bauabteilung Münchenbuchsee, die Bauleitung und die Unternehmung werden alles daran setzen, die Behinderungen auf ein Minimum zu reduzieren.

23.05.2018

Öffentliche Planauflage: Geringfügige Änderung

Geringfügige Änderung nach Art. 122 Abs. 7 BauV, Bereinigung und Anpassung der Überbauungsordnungen Höheweg West / Allmend / Hübeli an den Zonenplan ZP1

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Artikel 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Artikel 122 Absatz 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnten Änderungen zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen vom 18. Mai 2018 bis und mit am 18. Juni 2018 bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung und das geringfügige Verfahren bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Der Gemeinderat
23.05.2018

Nachführung ÖREB-Kataster: Aktenruf

Im Rahmen der Überprüfung aller vorhandenen Pläne und Reglemente für die Nachführung des ÖREB-Katasters wurde festgestellt, dass die folgenden Dokumente weder auf der Gemeinde noch beim Kanton auffindbar sind:

  • Änderungen UeO Oberdorf Rechtsvorschriften vom 03.02.1995 und 13.03.1996
  • Waldeck Verkehrserschliessung Rechtsvorschriften vom 23.04.1996
  • Dorfplatz - Oberdorfstrasse Rechtsvorschriften vom 20.07.1989

Der Gemeinderat Münchenbuchsee beabsichtigt, gemäss Art. 66 Abs. 6 BauG die erwähnten Überbauungspläne und Überbauungsvorschriften aufzuheben.

Hiermit ruft der Gemeinderat Münchenbuchsee allfällige Besitzer auf, der Bauabteilung Münchenbuchsee innert 30 Tagen Angaben über den Verbleib dieser Dokumente zu machen.

Der Gemeinderat
11.05.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Münchenbuchsee bald im "Turnfestfieber"


In genau einem Monat wird Münchenbuchsee von mehreren Tausend Turnerinnen und Turnern besucht. Vom 8.  bis 10. Juni 2018 findet nämlich dort das Mittelländische Turnfest 2018 statt. Ein vielfältiger Leckerbissen, den sich die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht entgehen lassen sollten. Auch dabei werden verschiedene Riegen und Einzelturnende aus dem Lesergebiet des „Fraubrunner Anzeigers“ sein.


Das Mittelländische Turnfest 2018 (8.-10.6.) wird Münchenbuchsee mit rund sechstausend Aktiven und Zuschauenden in bunter, turnerischer Vielfalt beleben.

Der erste Wettkampftag (Freitag, 8. Juni) steht ganz im Zeichen des Einzelturnens. Rund 560 Turnerinnen und Turner messen sich in zahlreichen Disziplinen und Kategorien (Geräteturnen, Leichtathletik-Mehrkämpfe, Gymnastik, Aerobic, Nationalturnen, Fitness, Ballsport). Vier Turnerinnen aus dem organisierenden Verein Münchenbuchsee werden beim Einzel-Geräteturnen um Medaillen kämpfen.

Beim polysportiven, individuell zusammenstellbaren Dreikampf wollen zwei Turner aus der Riege Jegenstorf DoFit ihr Können unter Beweis stellen. In der Volleyball-Nacht vom Freitag auf den Samstag wollen die Männer aus Fraubrunnen Durchstehvermögen beweisen.
 
„Spagat“ der Einheimischen
Am Samstag, 9. Juni bildet der Vereinswettkampf mit 180 Vereinen/Riegen den Schwerpunkt. In verschiedenen Stärkeklassen (abhängig von der Anzahl Turnender) werden die Sieger in neun Kategorien ermittelt. An Geräten, in leichtathletischen Disziplinen, verschiedenen Fit-/Fun- und Fachtesten sowie bei Gymnastikvorführungen dürften die Zuschauenden voll auf ihre Rechnung kommen und zahlreiche Spitzenresultate zu beklatschen haben. Im einteiligen Wettkampf Männer/Frauen bestreitet das DoFit-Team des TV Jegenstorf den Fachtest Korbball.

Der Turnverein Münchenbuchsee will sich bei seinem dreiteiligen Vereinswettkampf, bestehend aus je einer Gymnastik-Kleinfeld- und Team-Aerobic-Vorführung sowie den Fachtests Allround und Korbball und einem 80-Meter-Pendellauf einer grossen Herausforderung stellen. Ob wohl der „Spagat“ zwischen erfolgreicher Abwicklung des Festes und guten Wettkampf-Ergebnissen gelingen wird?

Eine möglichst gute Platzierung streben die Senioren des TV Urtenen bei einem polysportiven Geschicklichkeits-Dreikampf an.

Abgeschlossen wird der Grossanlass der über 4500 Aktiven am Sonntag, 10. Juni mit zahlreichen turnerischen Leckerbissen und den Finalläufen der Pendelstafette bei den Schlussvorführungen.

Anreise unbedingt mit ÖV planen!
Da im Festgelände praktisch keine Parkplätze zur Verfügung stehen, wird die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr (S3) dringend empfohlen. Zwischen dem Bahnhof Münchenbuchsee (1,3 km vom Festgelände entfernt), und dem Festgelände wird zu den Hauptverkehrszeiten ein Shuttlebus zirkulieren.


Helfende Hände nachwievor willkommen
Vor allem während den drei Festtagen (8. bis 10. Juni) werden immer noch Helferinnen und Helfer gesucht. Wer sich engagiert, leistet einen wertvollen Beitrag an die reibungslose Abwicklung dieses turnerischen Grossanlasses. Das Organisationskomitee dankt deshalb herzlich für eine Anmeldung unter www.turnfest18.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Verfasser: Werner Schmidiger

Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:
Markus Jordi, OK-Präsident
praesidium@turnfest18.ch
Mobile 076 301 18 70

Werner Schmidiger, Medienverantwortlicher
im Park 7, 3052 Zollikofen
weschmidiger@bluewin.ch
Tel. 079 197 16 88 oder 031 911 90 09
11.05.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Muriel Jost aus Münchenbuchsee erfolgreich auf Kurs

Muriel Jost freut sich über ihren 2. Platz und die Medaille im Gesamteuropacup.

Die 20-jährige Snowboardcrosserin, Muriel Jost aus Münchenbuchsee, kann auf eine äussert erfolgreiche und spannende Saison zurückblicken. Vier Europacup-Podestplätze davon zwei Siege konnte Muriel Jost diese Saison feiern. Im Gesamteuropacup belegte sie den zweiten Schlussrang und holte sich die Silbermedaille. In einem Interview erfahren wir mehr über das junge Talent aus unserer Region und ihren Sport.

Was ist Snowboardcross?    
Snowboardcross ist ein Snowboardwettkampf, bei dem eine Gruppe von vier oder sechs Fahrern gleichzeitig gegeneinander eine Abfahrtsstrecke bewältigt. Gestartet wird nebeneinander aus einer Startbox. Die Strecke ist mit verschiedensten Hindernissen versehen, wie Sprünge, Steilwandkurven, Treppenelemente, Wellen und Vertiefungen, um das fahrerische Können der Fahrer zu fordern. Ein Lauf dauert zwischen 40 und 90 Sekunden. In jedem Lauf qualifiziert sich die schnellere Hälfte für die nächste Runde.

Muriel, wie kamst du zu dieser Sportart? Wie wurdest du „entdeckt“?
Mit 6 Jahren habe ich mit Snowboarden angefangen. Eine Zeitlang war Münchenbuchsee ein Snowboarder-Nest. So überredeten mich meine Kollegen aus dem Dorf, mit 13 Jahren ins Spassteam zu kommen und an Snowboardcross-Plauschrennen mitzumachen. Mit 15 Jahren trainierte ich regelmässig und nahm an offiziellen Rennen teil. Letzte Saison schaffte ich es in die Europacuptrainingsgruppe. Dies war nun meine dritte Saison, die sehr erfolgreich verlief. Seit dem 1. Mai 2018 weiss ich auch, dass ich für die nächste Saison vom C-Kader direkt ins A-Kader aufgestiegen bin.

Was ist dir am Snowboardcross wichtig? Was gefällt Dir besonders daran?
Das Ziel vor den Augen zu haben, ist mir wichtig und dass ich immer Spass daran habe.

Am Snowboardcross gefällt mir besonders das vielseitige Training auf dem Schnee, aber auch das neben der Piste. Ich liebe den Adrenalinkick während dem Wettkampf. Jedes Crossrennen ist anders und stellt mich immer wieder vor eine neue Herausforderung.

Wie oft, wie und wo trainierst du?
Ich trainiere mehrmals täglich. Im Schnee trainiere ich 100 Tage im Jahr, in ganz Europa vor den Wettkämpfen, im Sommer in Zermatt. Dazu kommen Konditions-, Kraft- und Ausdauertraining draussen oder in der Halle. Ebenfalls trainiere ich auf dem Skateboard.

Wie sieht dein Tagesprogramm normalerweise aus?
Vormittags besuche ich die Sportklasse der Feusi-Handelsschule in Bern. Nachmittags und abends trainiere ich zirka 2 bis 3 Stunden. Wenn ich nachmittags Schule habe, absolviere ich das Training am Vormittag.

Was sind deine Stärken und Schwächen?
Ich bin sehr motiviert und ehrgeizig. Ich bin mir stets bewusst, was ich mache. Oft überlege ich zu viel. Doch dank meinem Mentaltraining habe ich das immer wie mehr im Griff.

Wie bereitest du dich auf ein Rennen vor?
Am Tag vor dem Rennen visualisiere ich am Training den Cross und zeichne ihn auf. Vor dem Rennen nehme ich immer ein Ingwer-Shot und absolviere ein bestimmtes Einwärmritual.

Was ist dir vor einem Rennen wichtig?
Dass ich genug Zeit habe, meine Rituale durchzuführen. Am Start muss der Trainer immer dabei sein. Kurz vor dem Start gibt er mir jeweils einen Handschlag und klopft mir dreimal auf den Rücken. Wenn ich das nicht habe, fehlt mir etwas, deshalb ist mir dieses Ritual enorm wichtig.

Wie läuft es vor, während und nach dem Rennen ab? Was geht dir durch den Kopf?
Am Wettkampfort ist das ganze Team in einem Hotel untergebracht. Wir fahren uns am Berg ein und wärmen uns auf. Danach absolvieren wir zwei Trainingsläufe. Beim Qualifikationslauf entscheidet sich, auf welcher Position wir starten. Wenn ich am Start warte, muss ich mit jemandem sprechen können, um mich abzulenken. Doch sobald ich in der Startbox stehe, bin ich voll fokussiert auf das Rennen. Nach dem Rennen gibt es die Rangverkündigung, laufen wir aus, erholen uns und machen eine Videoanalyse vom Cross.

Was war bis jetzt dein bestes und welches dein schlechtestes Rennen?
Mein bestes Rennen war der Doppelsieg im Europacup in Puys St. Vincent diese Saison. Schlecht lief mir der Cross an der Schweizermeisterschaft in Sedrun. Nach einer super Qualifikation stürzte ich leider im Viertelfinal, somit platzte auch mein Traum, Schweizermeisterin zu werden.

Hast du Angst vor einem schweren Sturz, der deine Karriere beenden könnte?
Wenn ich Angst davor hätte, dürfte ich nicht fahren. Stürze gehören zum Snowboardcross und müssen möglichst rasch vergessen werden. Darum ist auch das Mentaltraining enorm wichtig.

Wie finanzierst du deinen Sport?
Ein Teil wird vom Verband finanziert. Doch die Reisen und Hotels muss ich aus der eigenen Tasche bezahlen. Das sind zirka Fr. 30‘000.- pro Saison. Ich bin auf finanzielle Unterstützung angewiesen und bin deshalb auch ständig mit meinem Sponsorenkonzept auf Sponsorensuche.
 
Welches sind deine nächsten Ziele? Was möchtest du in deiner Snowboardcross-Karriere kurzfristig oder längerfristig noch erreichen? Was ist dein Traumziel?
Ein Ziel habe ich mit der Selektion ins A-Kader gerade erreicht. Ich möchte mich nächstes Jahr im Weltcup etablieren und an der Weltmeisterschaft in den USA eine Medaille gewinnen. Mein Traumziel ist die Teilnahme an der Olympiade 2022 in Peking und dort die Goldmedaille zu gewinnen.

Was machst du, wenn du einmal nicht auf dem Brett stehst? Hast du noch Zeit für andere Freizeitbeschäftigungen?
Viel Freizeit für Anderes habe ich nicht. Ich liebe allgemein Sport. Gerne koche und fotografiere ich auch.

Was ist dein Lieblingsessen? Was ist dein Lieblingsgetränk?
Ich liebe die „Wunderkrapfen“ meiner Mutter. Das sind Krapfen gefüllt mit Karotten, Käse, Schinken und Petersilie. Mein Lieblingsgetränk ist Holundersirup.

Was ist dir im Leben wichtig?
Meine Familie und meine Freunde liegen mir sehr am Herzen.

Was ist dein Wunschtraum privat und im Snowboardcross?
Ich möchte gerne einmal Polizistin werden. Im Snowboardcross wäre natürlich eine Profikarriere das absolute Highlight. Gerne möchte ich auch die Sport-RS absolvieren.

Seit wann lebst du in Münchenbuchsee? Wie gefällt es dir in diesem Dorf?
Münchenbuchsee ist Eins A. Schliesslich bin ich in diesem Dorf aufgewachsen.

Was macht Münchenbuchsee aus?
Münchenbuchsee hat gute öffentliche Verkehrsverbindungen nach Bern. Es gibt einen Coop, Migros und viele Geschäfte. Das Dorf bietet alles und ist trotzdem noch ländlich.

Was möchtest du unseren Leserinnen und Lesern sagen?
Snowboardcrossrennen sind mega spannend. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute die Rennen am TV mitverfolgen.

Danke, Muriel für das interessante Interview! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass du alle deine gesteckten Ziele erreichen kannst.

Weitere Informationen zu Muriel Jost finden Sie unter www.murieljost.ch oder auf Facebook muriel jost-sbx.

Ein Interview aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
05.05.2018

BZ-Artikel: Fred Gerber tritt Ende Jahr zurück

Gemeinderat Fred Gerber (SP) hat an der Parlamentssitzung angekündigt, dass er Ende Jahr von seinem Amt zurücktrete. Er wolle einer jüngeren Kraft Platz machen. Der 65-Jährige wird zu diesem Zeitpunkt sieben Jahre dem Gemeinderat angehört haben. Gerber kandidierte Ende 2016 fürs vollamtliche Gemeindepräsidium, verlor aber in der Stichwahl gegen Manfred Waibel (SVP). Gerbers Platz im Gemeinderat wird Eva Häberli Vogelsang einnehmen.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
04.05.2018

BZ-Artikel: Wieder ein finanzielles Polster

Der Millionengewinn in der Rechnung 2017 weckt Begehrlichkeiten. Die SVP will über eine Steuersenkung nachdenken, die anderen Parteien möchten wieder mehr investieren.

Noch vor ein paar Jahren steckte Münchenbuchsee tief in den roten Zahlen und wies einen Bilanzfehlbetrag aus. Durch Sparmassnahmen, eine Steuererhöhung und etwa den Verkauf des Kabelnetzes schafft die Gemeinde den Turnaround. Jetzt hat Münchenbuchsee wieder ein kleines finanzielles Polster angelegt, erst recht nach der letztjährigen Rechnung. Diese schloss mit einem Gewinn von 3,4 Millionen Franken ab. Zudem konnte fast eine Million Franken in die finanzpolitische Reserve gelegt werden. Grund für das erfreuliche Ergebnis waren in erster Linie die deutlich höheren Steuererträge.

Der Geldsegen freute die Fraktionen des Gemeindeparlaments. Damit ernte man die Früchte des Stabilisierungsprogramms, sagte Arduino Lavina (SVP) in der Sitzung gestern Abend. Man müsse aber bei der Kostendisziplin weiterfahren. Weil die finanziellen Aussichten positiv seien, dürfe man nun über eine Steuersenkung nachdenken, ergänzte der SVP-Sprecher.

Nicht euphorisch werden

Die anderen Parteien sahen Handlungsbedarf eher bei den Investitionen, die in den letzten Jahren zurückgefahren wurden. So gebe es etwa Nachholbedarf bei der Energieeffizienz oder der Rollstuhlgängigkeit der Gemeindeliegenschaften, sagte Katharina Häberli (SP). Das sei prioritär anzugehen. In die gleiche Richtung ging das Votum von Toni Mollet (EVP). Bevor man die Steuern senke, müssten die Investitionen wieder hochgefahren werden. «Es ist zu früh, euphorisch zu werden», warnte René Bangerter (BDP). Gerade bei den höheren Steuererträgen der Firmen gelte es abzuwarten, ob diese auch nachhaltig seien.

Mario Arni (FDP) sagte, dass beim Eigenkapital erst das Minimalziel erreicht worden sei. «Wir dürfen nicht beim ersten Windstoss gleich umfallen.» Es sei zu früh dafür, nachhaltig über den Steuersatz zu diskutieren.

Der Grosse Gemeinderat hat die Rechnung einstimmig genehmigt.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
04.05.2018

Bund-Artikel: Münchenbuchsee hat sich erholt

Münchenbuchsee schreibt hohe Gewinne. Soll die Gemeinde nun die Steuern senken oder doch lieber wieder mehr investieren?

Während Jahren waren die Budgets in der Gemeinde Münchenbuchsee eng geschnürt. Mit Sparmassnahmen und Steuererhöhungen kämpfte man gegen rote Zahlen und einen Bilanzfehlbetrag. Nun stehen die Zeichen auf Entspannung. Mit der Rechnung des letzten Jahres scheint das Malaise endgültig überwunden. Es resultierte ein Gewinn von 3,4 Millionen Franken, vor allem dank deutlich gestiegener Steuererträge. Zudem konnte eine Million Franken in die Reserven gelegt werden. Das Eigenkapital beläuft sich unterdessen wieder auf 7,7 Millionen Franken, was fünf Steuerzehnteln entspricht. Einen Überschuss in ähnlicher Höhe verbuchte Münchenbuchsee bereits vor einem Jahr.

Im Grossen Gemeinderat wurden diese Eckwerte gestern Abend parteiübergreifend als erfreulich bezeichnet. Über den zukünftigen Kurs war man sich jedoch nicht einig. Es sei nun Zeit, über eine Steuersenkung nachzudenken, befand die SVP, stand aber mit dieser Forderung ziemlich alleine da. Es brauche noch ein zusätzliches Polster, sagte etwa Marco Arni von der FDP. Die SP verwies auf die Tatsache, dass in den letzten Jahren viele notwendige Investitionen verschoben worden seien. Auch die EVP vertrat die Ansicht, vor einer Steuersenkung seien die Investitionen zu erhöhen. Ähnlich äusserte sich die GFL. René Bangerter (BDP) fand, es sei zu früh, um euphorisch zu werden. Es stelle sich die Frage, ob es sich bei den höheren Steuereinnahmen um ein einmaliges Ereignis handle. Die Steueranlage liegt derzeit bei 1,64 Einheiten.

Die Rechnung 2017 wurde in der Folge einstimmig genehmigt. Für den Gemeinderat sagte Fred Gerber (SP), man werde weiterhin Sorge zu den Finanzen tragen müssen. Er erklärte aber auch, dass bei Investitionen und Unterhalt Nachholbedarf bestehe.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
04.05.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Zweifaches Turn-Jubiläum 2018 in Münchenbuchsee

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Trotz den beiden Weltkriegen zu Beginn und Mitte des 20. Jahrhunderts ergriffen junge und mutige Turnbegeisterte in Münchenbuchsee die Initiative und gründeten den Turnverein und die Damenriege. Deshalb kann die heutige Generation der beiden Vereine heuer auf stolze 100 beziehungsweise 75 Jahre zurückblicken.


Die Kriegswirren des ersten und zweiten Weltkrieges hinderten die Turnbegeisterten aus Münchenbuchsee nicht daran, zu Beginn und in der Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Vereine zu gründen. So hoben sieben Männer an einer Sitzung am 4. Juli 1918 den Turnverein aus der Taufe und am 25. Februar 1943 taten es ihnen 17 Turnerinnen mit der Gründung der Damenriege gleich.

Es kann zudem gut sein, dass der Turnverein heute sogar 125 Jahre alt wäre, denn es kann wegen früherer Vernichtung von Unterlagen nicht mehr festgestellt werden, wann der erste Verein tatsächlich gegründet wurde. Erste Eintragungen in einem Kassabuch deuten auf das Jahr 1895 hin und man weiss, dass 1911 in Münchenbuchsee ein Mittelländisches Bezirksturnfest stattfand.

Jugend- und Mädchenriegen seit 1939 und 1947

Im Turnverein wurde nach 20 Jahren und in der Damenriege bereits nach vier Jahren erkannt, dass den Jugendlichen die Möglichkeit einer sportlichen Betätigung geboten werden muss. Sowohl beim Nachwuchs als auch bei den Aktiven wurde in den folgenden Jahren fleissig geübt, an zahlreichen Turnfesten und Meisterschaften teilgenommen und auch etliche sehr gute Resultate liessen nicht lange auf sich warten. Als umsichtiger Organisator verschiedener Anlässe machte sich der Turnverein zudem rasch einen guten Namen.  

Starke Wettkampfjahre

Sowohl in den Riegen des Turnvereins als auch in jenen der Damenriege zeichneten sich in den Siebziger- und Achtzigerjahren starke Wettkampfgruppen in fast allen Facetten des Turnsportes mit Spitzenresultaten an regionalen, kantonalen oder Eidgenössischen Veranstaltungen aus.  

Dachverein seit 1999

Die zahlreichen Fusionen und Zusammenschlüsse von Turnerinnen und Turnern auf Vereins- und Verbandsebenen führten 1999 zur Gründung des heutigen Dachvereins TV Münchenbuchsee. Turnverein, Damenriege, die seit 1947 bestehende Männerriege und die in 1969 gegründete Handballgruppe schlossen sich, als eigenständige Vereine, zu einer Interessengemeinschaft zusammen.

Auch in den folgenden Jahren stellte der Verein immer wieder unter Beweis, sich verändernden Bedürfnissen ihrer Mitglieder anzupassen. So wurde vor zehn Jahren die polysportive Gruppe „Game and Fun“ ins Programm des Turnbetriebes aufgenommen. Zudem entstand ab 2009 aus den Riegen der Jugendlichen nach und nach „Buchsi-Athletics“, der seit 2012 eigenständige und vielseitige Verein mit über 100 Kindern.

Die Aktiven des Turnvereins liessen auch in den jüngeren Jahren in verschiedenen und immer wieder neu zusammengestellten Vereinswettkämpfen regelmässig durch sehr gute Ergebnisse aufhorchen. Die Damenriege gehörte im Berner Mittelland über 30 Jahre lang zu den erfolgreichen Aushängeschildern an Meisterschaften und Turnfesten. Heute hat sich aber deren Schwerpunkt in Richtung Fitness, Wellness, Bewegungsfreude und Spiele, ohne hartes Training, verlagert.

Der langjährige Einsatz und das zukunftsorientierte Denken haben sich gelohnt. Die Sportlerinnen und Sportler des TVM und insbesondere auch die Jugendlichen können auf sie zugeschnittene Angebote zählen. Es ist zu hoffen, dass die stets angepassten Strukturen und Angebote auch in Zukunft genutzt werden.
 
Turnfest als Jubiläums-Höhepunkt

Aus Anlass der beiden Jubiläen organisiert der TV Münchenbuchsee im Juni 2018 einen Grossanlass.
Mehr als 4400 Aktive aus 177 Vereinen und 13 Kantonen werden vom 8. – 10. Juni in „Buchsi“ am Mittelländischen Turnfest erwartet. Am Abend des 7. Juni wird zudem mit Gästen vereinsintern eine schlichte Jubiläumsfeier stattfinden.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Werner Schmidiger
Foto: zVg
19.04.2018

BZ-Artikel: Ein hoher Gewinn

Dank deutlich höheren Steuererträge schliesst die Rechnung 2017 mit einem Gewinn von 3,4 Millionen Franken ab.

Vor einigen Jahren war die Gemeinde Münchenbuchsee tief in den roten Zahlen. Der Finanzfehlbetrag belief sich auf rund 4 Millionen Franken. Dank Sondereinnahmen – unter anderem Verkauf des Kabelnetzes –, einem rigorosen Sparpaket und einer Steuererhöhung fand Münchenbuchsee den Weg zurück in die schwarzen Zahlen.

Das letzte Jahr hat nun wieder einen schönen Batzen in die Gemeindekasse gebracht. Die Rechnung im allgemeinen Haushalt schloss mit einem Gewinn von knapp 3,4 Millionen Franken ab. Das Eigenkapital beträgt mittlerweile wieder 7,75 Millionen Franken, was rund fünf Steueranlagezehnteln und dem gemeinderätlichen Ziel entspricht. Zudem konnte fast eine Million Franken in die sogenannte finanzpolitische Reserve gelegt werden.

Mehr Steuern eingenommen

Das Budget rechnete mit einer schwarzen Null. Das gute Ergebnis könne vor allem auf die deutlich höheren Steuereinnahmen zurückgeführt werden, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft ans Parlament. Diese seien im Budgetprozess zurückhaltend kalkuliert worden. Der Mehrertrag der Steuern bei den natürlichen Personen betrug 1,08 Millionen Franken, die Unternehmen lieferten über 2,13 Millionen Franken mehr Gewinnsteuern ab.

Die höheren Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen seien nachhaltig und unter anderem auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Bei den Firmen müsse man noch genauer analysieren, ob es einmalige Effekte seien. Dank diesem positiven Abschluss habe die Gemeinde wieder etwas mehr finanziellen Spielraum. Sicher werde der Gewinn Begehrlichkeiten wecken, sagt Waibel. Sei das im Hinblick auf eine Steuersenkung oder eine Lockerung der Sparmassnahmen.

Das Gemeindeparlament wird die Rechnung an der Sitzung vom 3. Mai beraten.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
18.04.2018

BZ-Artikel: Planung bei der alten Post stockt

Die Halter AG will hinter dem Bären eine neue Überbauung hochziehen. Momentan ruht die Planung. Zuerst braucht es ein klärendes Gespräch mit der Gemeinde.

Ein Areal beim Bären, nahe des Bahnhofs und die Halter AG als Grundbesitzerin. Die Lage in Münchenbuchsee ähnelt jener in Ostermundigen, wo das Unternehmen ein 100-Meter-Hochhaus bauen wird. Doch in Münchenbuchsee will die Halter AG nicht so hoch hinaus. Am Anfang habe man sicher mit dem Gedanken gespielt, anstelle der alten Post ein Hochhaus zu erstellen, sagt Giancarlo Perotto, Leiter Entwicklung bei der Halter AG. Aber schnell sei klar geworden, dass das hier nicht möglich ist.

Denn eine Testplanung für das Gebiet südwestlich des Bahnhofs hat ergeben, dass es dort kein Hochhaus verträgt. Für das Areal hinter dem Bären legte die Planung, bei der die Halter AG dabei war, fest, dass die Überbauung nicht höher werden darf als das geschützte Restaurantgebäude.

Viele Vorgaben

Aufgrund dieser Ergebnisse hat das Unternehmen mehrere Büros beauftragt, Studien für das Areal alte Post auszuarbeiten. «Zurzeit ruhen diese Arbeiten»,sagt Giancarlo Perotto. Es gelte die Zwischenergebnisse zu analysieren und mit den verschiedenen Vorgaben im Einklang zu bringen. «Es gibt viele Parameter für ein so kleines Grundstück.» Das berge Konfliktpotenzial. Er nennt die geschützten Gebäude Bären und Bahnhof, die Bahninie, eine Dienstbarkeit für die Swisscom-Zentrale, die Aufwertung der Unterführung oder die Zufahrt zu einem möglichen Busbahnhof. All das müsse unter einen Hut gebracht werden. Bisher sei das nicht gelungen.

Neue Gesprächsrunde

Deshalb treffen sich die Vertreter der Halter AG und der Gemeinde zu einem Gespräch. Um «die Interpretation der verschiedenen Parameter» zu klären, wie es Perotto beschreibt. Die zuständige Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP) ist zuversichtlich, dass man eine gute Lösung finden werde, das sei im Interesse aller.

Die Gemeinde müsse das Bahnhofareal als Ganzes anschauen, während die Halter AG den Fokus verständlicherweise auf die eigene Parzelle lege, ergänzt Bucher. Die SBB und die Denkmalpflege seien mit einzubeziehen. All das seien Themen für das Gespräch in den nächsten Wochen. Sowohl für Sonja Bucher als auch für Giancarlo Perotto ist klar, dass sich an dieser Toplage etwas Gutes realisieren lässt.

Im Zentrum alte Post befinden sich die Bibliothek, die Ludothek und die Sammlung Alt Buchsee. Die Halter AG hat das Gebäude gekauft und will das Grundstück neu bebauen. Geplant ist im Erdgeschoss und im ersten Stock eine Gewerbenutzung. In den oberen vier Geschossen sind kleinere Mietwohnungen vorgesehen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.04.2018

BZ-Artikel: Der SBB-Schalter hat ausgedient


Der SBB-Schalter am Bahnhof Münchenbuchsee wird per Ende September geschlossen. Er hat kaum noch Kundschaft und fährt einen hohen Verlust ein.

Wenn die SBB-Angestellten in Münchenbuchsee die haltenden oder vorbeifahrenden Züge zählen, haben sie mehr zu tun, als wenn sie die Kunden am Bahnschalter zählen. Denn diese werden immer rarer und rarer. «Am Schalter werden derzeit pro Stunde noch knapp eine Handvoll Artikel verkauft», erklärt SBB-Sprecher Oli Dischoe. Das könne nicht rentieren. Aufgrund dieses kontinuierlichen Kundenrückgangs seien die Betriebskosten überproportional hoch, erläutert Dischoe weiter. Es resultiere ein jährlicher Verlust im «sechsstelligen Bereich». Deshalb schliessen die SBB den Schalter am Bahnhof Münchenbuchsee auf den 1. Oktober.

Widerspricht den Zielen des Bundes

Münchenbuchsee ist einer von acht Schaltern schweizweit, die im Rahmen der regelmässigen Überprüfung des bedienten Vertriebsstellennetzes in diesem Jahr «in einen selbst bedienten Standort umgewandelt werden». Würden die SBB diese Schalter weiterbetreiben, so Dischoe, kämen sie «in Konflikt mit den Eignerzielen des Bundes»: eine angemessene Kostendeckung sowie ein haushälterischer Umgang mit den Mitteln. Es würden nur Schalter aufgehoben, an denen durchschnittlich nur noch ein paar wenige Billette pro Tag verkauft werden, betont der SBB-Sprecher.

Während die Billettverkäufe am Schalter kontinuierlich zurückgehen, legen die Verkäufe via App oder Internet deutlich zu. Es gelte der Grundsatz, dass «alle zu ihrem Billett kommen», erklärt Dischoe. Ob am Schalter, online, mobil oder am Automaten. Jeder Automat lasse sich durch die Mitarbeitenden der Kundenzentrale fernsteuern, die Kontaktaufnahme sei direkt über den Automaten möglich.

«Wir müssen den Entscheid der SBB zur Kenntnis nehmen», sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Er versteht die Argumentation des Bahnunternehmens, dass bei diesem geringen Kundenaufkommen der Schalterbetrieb nicht rentiere. Es gehe nun darum, die Bevölkerung gut zu informieren und die alternativen Möglichkeiten aufzuzeigen. Oder auch Kurse für die Bedienung der Billettautomaten anzubieten. SBB und Gemeinde stehen dazu im regen Austausch.

Waibel weist zudem darauf hin, dass viele Pendler aus Münchenbuchsee via Bus über den Bahnhof Zollikofen – notabene auf Gemeindegebiet von Buchsi – reisen. Und an diesem Bahnhof betreibt die BLS ein Reisezentrum.

Zukünftige Nutzung ist offen

Noch offen ist, was mit den leer stehenden Räumlichkeiten passieren wird. Das Bahnhofsgebäude jedenfalls ist geschützt und darf nicht abgerissen werden. «Das original erhaltene Stationsgebäude ist ein hervorragender Zeuge der Bahngeschichte», heisst es das dazu im Objektblatt der Denkmalpflege. Die SBB schreiben, dass sie ihr Angebot laufend den Kundenbedürfnissen anpassen. Entsprechend würden sie für Münchenbuchsee die Möglichkeiten für eine neue Nutzung prüfen. Gemeindepräsident Waibel macht sich schon mal Gedanken, wie man das Areal umgestalten könnte. Rund um den Bahnhof gibt es einen permanenten Mangel an Veloabstellplätzen, was gerade kürzlich im Parlament wieder zum Thema geworden ist.


Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
13.04.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Mittelländisches Turnfest 2018 - Informationsanlass

Vom 8.  bis 10. Juni 2018 findet in Münchenbuchsee das Mittelländische Turnfest statt - der turnerische Grossanlass schlechthin. Zwecks Information der Bevölkerung fand am 29. März im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee ein öffentlicher Anlass des Organisationskomitees und der betroffenen Gemeinden Münchenbuchsee und Diemerswil statt.

Das Mittelländische Turnfest 2018 wird Münchenbuchsee mit rund sechstausend Aktiven und Zuschauenden beleben. Die Festarena, das "Herzstück" dieses grossen Anlasses, wird nahe der Gemeinde Diemerswil liegen. Im Zentrum von Münchenbuchsee dürfte reger Betrieb durch die Turnerinnen und Turner herrschen, die zwischen den Wettkampfstätten und Unterkünften zu Fuss unterwegs sein werden. Deshalb war es dem Organisationskomitee und den Gemeindebehörden wichtig, die Bevölkerung eingehend zu informieren. Dies geschah am 29. März 2018 im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee. Anwesend war etwa der Gemeindepräsident Manfred Waibel, der auch die unfallbedingt abwesende Gemeindepräsidentin von Diemerswil, Kirsten Hammerich, vertrat. Waibel bekräftigte die kommunale Unterstützung und die Freude, dass wieder einmal, wie er sagte, "eine grosse Kiste" im Dorf stattfinden werde.

OK-Präsident Markus Jordi stellte den rund 60 Anwesenden seine Crew vor und gab die wichtigsten Informationen zu den Standorten und zum Festablauf mit den zu erwartenden Emissionen weiter. Anschliessend informierte der für die Sicherheit zuständige Werner Haldemann über die notwendigen Verkehrsbehinderungen und die Organisation des umfangreichen und wichtigen Sicherheitsdienstes. Insbesondere bezüglich Massnahmen zur Bewältigung des grossen Verkehrsaufkommens wurden einige Fragen aus dem Kreis der Besucherinnen und Besucher gestellt und beantwortet. Markus Jordi bedankte sich für das Interesse und Verständnis der Bevölkerung und beendete die gelungene Veranstaltung mit den Worten: "Wir hoffen, dass alle Betroffenen am 10. Juni auf einen erfolgreichen Anlass zurückblicken können und zufrieden heimkehren werden".

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Werner Schmidiger, Medienverantwortlicher des Turnfestes, im Park 7, 3052 Zollikofen
Tel. 079 197 16 88 oder 031 911 90 09
weschmidiger@bluewin.ch
31.03.2018

BZ-Artikel: "Ist der Preis fair, sollten die Aufträge im Dorf bleiben"

Raphael Sangiorgio, Präsident von KMU Münchenbuchsee. (Bild: Beat Mathys)

Der Gewerbeverein feiert während des ganzen Jahres seinen 100. Geburtstag. Präsident Raphael Sangiorgio möchte noch mehr Betriebe als Mitglieder gewinnen und den Verein entpolitisieren.


Heute Samstag weht vor dem Kopierlade Buchsi die Fahne von KMU Münchenbuchsee. Drinnen geht es an diesem Tag nicht nur um Papier, Druck und Kopien. Thema an der Bernstrasse 7 sind auch Landmaschinen und Metallbau. Der 100. Geburtstag des lokalen Gewerbevereins KMU Münchenbuchsee führt während des ganzen Jahres die unterschiedlichsten Branchen unter dem Motto «Gewerbe trifft Buchsi im Dorfzentrum» zusammen. Heute ist die Firma Kräuchi und Bauen aus Wiggiswil im Kopierlade zu Gast.

KMU Münchenbuchsee zählt gut 130 Mitglieder. «Gut die Hälfte sind Kleinstbetriebe mit bis zu drei Mitarbeitenden», sagt Vereinspräsident Raphael Sangiorgio. Viele Betriebe kommen aus dem Handwerk und sind seit vielen Jahren in Buchsi ansässig. Stark vertreten sind auch die Gesundheitsbranche und der Bau. «Wir haben einen guten Mix», sagt der KMU-Präsident.

Raphael Sangiorgio steht KMU Münchenbuchsee seit gut vier Jahren vor. Als er das Amt übernommen habe, sei der Verein in einem schlechten Zustand gewesen. Nicht etwa die Finanzen seien das Problem gewesen, ergänzt der Kommunikationsdesigner. «Die Strukturen stimmten nicht, die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstandes waren nicht geregelt.»

Es sei zwar viel geredet worden, aber es seien keine Taten gefolgt. Deshalb habe er als Erstes die Organisation angepasst– «oben angefangen» – und Ämter und Aufgaben neu verteilt. Es gab ein neues Logo und mit «lokal vernetzt, lokal einkaufen» einen neuen Slogan. Seit gut zwei Jahren gehe es dem Verein dank engagierten Vorstandsmitgliedern wieder besser.

Über die 100-jährige Geschichte finde sich eher wenig im Archiv, erzählt Sangiorgio. Man wisse aber, dass die einflussreichen Personen im Dorf vor der Gründung des Gewerbevereins Mitglied des Männerchors waren. Bei den Proben wurde nicht nur gesungen, sondern auch gleich Geschäftliches besprochen und entschieden.

Fokus Ausbildung

Ein für den Verein wichtiger Anlass wurde im vergangenen Jahr erstmals durchgeführt: Schule und Lehre. Jugendliche können an einem Tag in über dreissig Betrieben schnuppern. «Das Interesse war super», blickt Sangiorgio zurück. Solche Veranstaltungen seien eine gute Möglichkeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben.

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage (siehe unten) haben etliche Unternehmen angeführt, dass sie bei einem Kontakt mit der Gemeinde nur «mittelmässig» zufrieden gewesen seien. Sangiorgio nimmt die Behörden in Schutz. Oft sei es so, dass das Problem nicht bei den Behörden liege, sondern bei den Gesetzen oder Bestimmungen. Er selber pflege einen guten Kontakt und Austausch mit Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Eine Anregung gibt der Gewerbler trotzdem an die Gemeindebehörden: Bei einem Einkauf oder einem Auftrag sollen sie immer zuerst an den lokalen Anbieter denken.

Manfred Waibel nimmt das Anliegen ernst. Es sollte im Prinzip nicht passieren, dass einheimische Gewerbler nicht offerieren dürfen. Und wenn der Preis fair ist, sollte der Auftrag möglichst im Dorf bleiben, betont Waibel.

Die Wünsche

Was wünscht sich der Präsident zum runden Geburtstag des Vereins? «Es wäre schön, wenn noch mehr Betriebe dem Verein beitreten würden», sagt Raphael Sangiorgio. Diesen Wunsch will er selber aktiv angehen und Nichtmitglieder direkt ansprechen. Ein weiteres Anliegen ist es, den Verein von der Parteipolitik loszulösen. KMU Münchenbuchsee habe von der Geschichte her den Ruf, SVP-nahe zu sein. Das könne eine Hypothek sein, wenn man versuche, neue Mitglieder zu gewinnen, sagt Sangiorgio.

Jubiläumsanlass 100 Jahre KMU Münchenbuchsee, heute von 11 bis 17 Uhr im Kopierlade, Bernstrasse 7.

FIRMENUMFRAGE
Gemeinde und KMU haben in den letzten Monaten unter allen gut 600 Firmen in Münchenbuchsee eine Umfrage durchgeführt. Der Gemeinderat wollte damit relevante Wirtschaftsfaktoren identifizieren, um diese nach Möglichkeit zu fördern. Bei den Resultaten – jeder fünfte Betrieb füllte den Fragebogen aus – hat sich gezeigt, dass ein Aspekt ganz zuoberst steht, noch vor der Steuerbelastung, den Einkaufsmöglichkeiten oder den Schulen: Genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Geschäfts werden als «wichtig bis sehr wichtig» betrachtet.

«Man kann es drehen, wie man will, sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor», sagt Raphael Sangiorgio. Der Gewerbeverein könne der Gemeinde in Sachen Parkplätze zwar nichts befehlen. Aber die Politik müsse sich bewusst sein, was die Streichung von Parkplätzen für Konsequenzen haben könnte. Die Ladengruppe etwa sei schon froh, wenn der Status quo gehalten werden könne.

Die Gemeinde müsse bei dem Thema einen Spagat machen, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel: «Parkplätze hat niemand gern, aber es braucht sie.» Wer nicht direkt vor dem Laden parkieren könne, fahre rasch in ein nahes Einkaufszentrum. Die Politik sei gefordert, dieses Anliegen ernst zu nehmen und bei ortsplanerischen Projekten zu berücksichtigen, schreibt de Gemeinderat.

Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

29.03.2018

BZ-Artikel: Moospinte bekommt neuen Pächter

Christoph Mayr verlässt das Restaurant Quadrat und übernimmt die Moospinte. (Bild: Claudia Salzmann)
Die Moospinte in Münchenbuchsee geht per Juli in neue Hände über: Christoph Mayr und Patricia Riedo übernehmen das Restaurant.

Ab dem 1. Juli übernimmt der Koch Christoph Mayr mit Patricia Riedo als Geschäftspartnerin die Moospinte in Münchenbuchsee als Pächter, schreiben sie in einer Mitteilung. Damit kommt Mayr immer wieder zurück zu seinen Wurzeln: Als der gebürtige Bayer 2004 in die Region Bern kam, war die Moospinte seine erste Station.

Nach weiteren Anstellungen im «Mille Sens» in Bern und im Golfclub Blumisberg startete Mayr im Dezember 2006 mit 27 Jahren sein eigenes Restaurant im Rössli in Rubigen. Die Dorfbeiz wurde zum Gourmetrestaurant und erreichte mit seiner Küche unter anderen Auszeichnungen 14 Punkte im Gastroführer «Gault Millau». Danach kochte Mayr im Restaurant Büner im Berner Breitenrain und wechselte vor zwei Jahren ins Quadrat nach Zollikofen.

Christoph Mayr will in der Moospinte auf hohem Niveau alte und neue Klassiker mit dezent bayerischem Einfluss auf die Teller bringen, heisst es weiter. Am Mittag tischt er frische und unkomplizierte Küche zu moderaten Preisen auf.

Patricia Riedo, die bereits im Restaurant Büner mit Mayr zusammengearbeitet hat, steht als Gastgeberin an der Front. Das neue Team wird von Mayrs Frau Stephanie unterstützt. Mayrs haben gemeinsam ein Kind.

Bis Ende Mai wird die Moospinte noch von Nicolas und Daryna Hafner geführt. Sie haben sich nach zwei Jahren entschieden, sich neu zu orientieren, schreiben sie in einer Mitteilung. Nicolas Hafner möchte sich künftig auf seine Aufgabe als Koch konzentrieren können.

Ein Artikel aus der
(cla, Berner Zeitung BZ)
23.03.2018

Wahlwochenende vom 25. März: Regierungs- und Grossratswahlen 2018

Die Gemeinde Münchenbuchsee publiziert die Resultate der Regierungs- und Grossratswahlen vom 25.03.2018 nicht selber.
Wir verweisen diesbezüglich auf die offiziellen Webseiten des Kantons Bern, die sie über folgende Links erreichen:
 
Regierungsrat: https://www.bewas.sites.be.ch/navigation-de.html?content=/2018/2018-03-25/WAHL_REGIERUNGSRAT/resultat-de.html

Die Resultate erscheinen nach Auszählung eines kompletten Verwaltungskreises.
 
Grosser Rat: https://www.bewas.sites.be.ch/navigation-de.html?content=/2018/2018-03-25/WAHL_GROSSRAT/resultatUebersicht-de.html

Die Gemeinderesultate erscheinen, sobald eine Gemeinde von den zuständigen kantonalen Stellen freigegeben wurde.
 
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
 
Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee
23.03.2018

Bund-Artikel: Mehr Veloabstellplätze beim SBB-Bahnhof gefordert

Das Parlament will, dass den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs in Münchenbuchsee verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Insbesondere mangle es etwa beim SBB-Bahnhof Münchenbuchsee an Veloabstellplätzen, weshalb die Zweiräder kreuz und quer deponiert würden, sagte Walter Lanz (BDP) gestern Abend. Sein Vorstoss, der bereits auf das Jahr 2013 zurückgeht, wurde vom Grossen Gemeinderat einstimmig als Postulat angenommen. Der Gemeinderat wies darauf hin, dass bei einigen Haltestellen bereits Verbesserungen erzielt wurden. So seien etwa die beiden Bushaltestellen Hofwil und die Bushaltestelle Waldeck saniert worden. Beim Bahnhof bemüht sich die Gemeinde im Rahmen der Verkehrsrichtplanung um eine Verbesserung. Die SBB könnten aber von der Gemeinde nicht zum Handeln gezwungen werden.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
23.03.2018

Bund-Artikel: Einsatz für ein Gesundheitszentrum

Der Gemeinderat solle «alle Hebel» in Bewegung setzen, damit Münchenbuchsee - auf der Strahmmatte oder dem Bahnhofareal - ein Gesundheitszentrum erhalte. Das verlangte Renate Löffel (EVP) mittels einer Motion. Es sei wegen des generellen Hausärztemangels nötig, dass die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt würden. Die Motion wurde gestern Abend im Gemeindeparlament klar angenommen. Der Gemeinderat erklärte, es seien Gespräche mit den Grundeigentümern der Strahmmatte geführt worden. Diese hätten ein Interesse daran, dort ein solches Gesundheitszentrum zu realisieren.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
23.03.2018

Bund-Artikel: Mehr Stellen für Buchsis Verwaltung

Münchenbuchsees Gemeindeverwaltung ist stark ausgelastet. In verschiedenen Bereichen, so zum Beispiel bei der Bauverwaltung oder im Sozialbereich, besteht laut dem Gemeinderat Handlungsbedarf.

Ein Grund für die starke Auslastung sei, dass der Kanton immer mehr Tätigkeiten an die Gemeinden delegiere, was etwa bei der Einführung des Systems mit Betreuungsgutscheinen für Kindertagesstätten der Fall sei. Bei der Bauverwaltung geht der Gemeinderat davon aus, dass der Arbeitsanfall infolge diverser Bauprojekte zunehmen wird. Im Stellenetat für die Gemeindeverwaltung solle deshalb eine strategische Reserve von 300 Stellenprozenten geschaffen werden, um die Mehrbelastung auffangen zu können.

Der Grosse Gemeinderat hat gestern Abend den dafür nötigen neuen Stellenplafond mit 34 zu 4 Stimmen bewilligt. Die Parteien waren sich grösstenteils einig, dass der Gemeinderat einen gewissen Handlungsspielraum benötige. Arduino Lavina (SVP) stellte jedoch mit Bedauern fest, dass die Verwaltung immer mehr Ressourcen binde. Darum wäre es wünschenswert, die Ansprüche an die Gemeinwesen einzuschränken. Es sei sehr wichtig, dass der Gemeinderat über eine strategische Reserve verfüge, sagte GFL-Parlamentarier Luzi Bergamin. Die FDP stellte den Antrag, die Reserve auf 150 Prozent zu halbieren. Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) sprach sich dagegen aus. Er versicherte, dass jede Stelle bei der Verwaltung eingehend auf ihre Notwendigkeit überprüft werde. Der Antrag blieb chancenlos.

Inklusive Gemeindebetriebe umfasst die Verwaltung von Münchenbuchsee derzeit knapp 41 Vollzeitstellen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
20.03.2018

Festlegung Gewässerräume: Anpassung Zonenplan 2 und Baureglement

Die revidierte Gewässerschutzgesetzgebung des Bundes verlangt, dass bei sämtlichen Gewässern ein Gewässerraum nach bundesrechtlichen Vorgaben ausgeschieden wird.  Für die Festlegung der Gewässerräume sind die Gemeinden zuständig. Es ist ihre Aufgabe, die Vorschriften zur Ausscheidung des Gewässerraumes grundeigentümerverbindlich in Zonenplan und Baureglement umzusetzen. Aufgrund der vom Bund gesetzten Einführungsfrist per Ende 2018 hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Festlegung der Gewässerräume und das entsprechende Planerlassverfahren von der Gesamtrevision der Ortsplanung losgelöst durchgeführt wird. Die Unterlagen Festlegung Gewässerräume liegen ab 22. März 2018 zur Mitwirkung vor. Sie werden auf dieser Website unter "Gemeinde/Aktuelle Projekte" aufgeschaltet.

Öffentliche Mitwirkung vom 22. März bis 30. April 2018
Die Festlegung der Gewässerraume liegt öffentlich zur Mitwirkung auf.
Die Mitwirkung dauert vom Donnerstag, 22. März 2018 bis am Montag, 30. April 2018.
Der Mitwirkungsunterlagen Festlegung Gewässerräume (inkl. Erläuterungsbericht) können in der Bauabteilung, Bernstrasse 12, eingesehen werden:
Die Unterlagen inklusive Fragebogen zur Mitwirkung stehen als Downloads zur Verfügung (siehe unten). Der Fragebogen kann auch online ausgefüllt werden.

Öffentliche Informationsveranstaltung Dienstag, 27. März 2018

Dienstag 27. März 2018, um 19:30 Uhr, Aula der Schulanlage Bodenacker, Höheweg 32, Münchenbuchsee

Die Information umfasst folgende Themen:
•    Was sind die Vorgaben von Bund, Kanton und Gemeinde
•    Was beinhaltet die Änderung des Zonenplan 2 und des Baureglements?
•    Was ist für die Bevölkerung/Grundeigentümer wichtig zu wissen?

Gerne werden anlässlich dieser Veranstaltung auch Fragen zum Thema beantwortet.
16.03.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Münchenbuchsee empfängt 4400 Turnende aus der ganzen Schweiz

Bisch drbi? - der Turnverein Münchenbuchsee freut sich auf das Mittelländische Turnfest 2018.

In drei Monaten wird Münchenbuchsee während drei Tagen ganz im Zeichen der turnerischen Vielfalt stehen. Als Höhepunkt der Vereinsjubiläen des Turnvereins und der Damenriege findet vom 8. bis 10. Juni 2018 das Mittelländische Turnfest statt. Mit 4400 Turnenden aus 177 Vereinen und mehreren Kantonen wird dieses Stelldichein des Turnens in all seinen Facetten zu einem überregionalen Grossanlass.


Weil der Turnverein und die Damenriege heuer ihre 100- beziehungsweise 75-jährigen Jubiläen feiern, findet vom 8. bis 10. Juni 2018 das Mittelländische Turnfest in Münchenbuchsee statt. Nach über zweijähriger Vorbereitungszeit darf sich das Organisationskomitee auf einen Grossanlass freuen. Die Erwartungen bezüglich der Teilnahme wurden bei weitem übertroffen, haben sich doch 4400 Turnende aus 177 Vereinen und dreizehn Kantonen für eine Reise ins Berner Mittelland entschlossen.

Vielfältiges Angebot

"Herzstück" des Turnfestes wird der Vereinswettkampf am Samstag, dem 9. Juni sein. 167 Riegen werden in einem ein- oder mehrteiligen Wettkampf die Sieger in neun Kategorien und vier Stärkeklassen untereinander ausmachen. Tags zuvor werden sich 552 Turnende in verschiedenen Sparten der Einzelwettkämpfe messen und die Volley- und Unihockey-Night wollen 49 Teams aus 32 Vereinen durchstehen. Abgeschlossen wird der Grossanlass mit turnerischen Leckerbissen bei den Schlussvorführungen, in die spannende Finalläufe der Pendelstafette integriert sein werden. 

In der Festarena "Hornusser-Hüsli", das zwischen Münchenbuchsee und Diemerswil liegt, werden vor allem Gymnastik, Leichtathletik, Nationalturnen und Allround-Darbietungen zu sehen sein. Alle Geräteturnwettkämpfe finden in der Schulanlage Bodenacker statt und für die spielerischen Fachtests Volleyball und Unihockey sowie "Fit und Fun" ist die Schulanlage Riedli reserviert. In unmittelbarer Nähe der Festarena, welche 14‘000 Quadratmeter Zeltplatzfläche umfasst, und in Turnhallen in der Umgebung ist für die notwendigen Übernachtungsmöglichkeiten gesorgt.

Auch auf tolle Unterhaltung und reichhaltige Verpflegungsmöglichkeiten in grossen und kleineren Festzelten dürfen sich die Aktiven und Zuschauenden freuen.  

Helfende sind herzlich willkommen!

Damit für die riesige Teilnehmerzahl ideale Rahmenbedingungen geschaffen werden können, bedarf es eine grosse Anzahl Helfende. Noch werden Freiwillige für verschiedene Sparten wie Verpflegung, Anlagen, Unterkunft/Zeltplatz und Unterhaltung gesucht. Das OK dankt zum Voraus allen, die sich für diesen Grossanlass in irgendeiner Form engagieren wollen. Unter www.turnfest18.ch ist ein entsprechendes Helfertool für die Anmeldung zu finden.

Informationsabend für die Bevölkerung

Damit vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner von Münchenbuchsee aber auch der umliegenden Gemeinden aus erster Hand erfahren, was an diesem Juni-Wochenende alles zu erwarten ist, wird am 29. März 2018 ab 20.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee ein öffentlicher Informationsabend durchgeführt. Vertretungen aus dem Organisationskomitee und den Gemeinden Münchenbuchsee und Diemerswil werden wichtige Informationen zu den Themen Standorte, Festprogramm, Verkehr, Emissionen und Sicherheit liefern und Fragen aus dem Kreis der Teilnehmenden beantworten.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Bild:
Werner Schmidiger, Medienverantwortlicher des Turnfestes
079 197 16 88 oder 031 911 90 09
weschmidiger@bluewin.ch
16.03.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Beeindruckende Darbietungen mit Pirouetten und Sprüngen zu Filmmusik

Die Royals Cool Dreams des EC Burgdorf gehören zu den besten Synchronized Skating Teams der Schweiz.

Schaulaufen zum Saisonabschluss im Hirzenfeld Münchenbuchsee


Am vergangenen Sonntag fand zum Saisonabschluss das Schaulaufen des Eislaufclubs Münchenbuchsee im Sportzentrum Hirzenfeld statt. Das zweite Schaulaufen des Vereins wurde dieses Jahr unter dem Motto Filmmusik organisiert. Es herrschte starker Regenfall, der jedoch glücklicherweise kurz nach Programmbeginn nachgelassen hatte. 76 Eislaufende zwischen 4 und 20 Jahren, davon 5 Knaben, zeigten dem Publikum ihre in dieser Saison erworbenen Fortschritte, ihr Können und Talent, sei es allein, als Paar oder in der Gruppe.

Die Eltern und Kinder hatten mit viel Fantasie wunderschöne Kostüme kreiert, beispielsweise für Schneewittchen, die sieben Zwerge und die Hexe oder für die Geisterjäger bei der Ghostbusters-Darbietung. Vor dem Schaulaufen wurde aufgeregt in ein Kostüm geschlüpft oder ein glänzendes, schöne Eislaufdress angezogen, geschminkt und die Schlittschuhe geschnürt. Es herrschte grosse Nervosität und Lampenfieber unter den Darbietenden. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, bis endlich das anderthalbstündige Programm beginnen konnte.

Die einzelnen Auftritte der Eisläuferinnen und Eisläufer wurden jeweils angekündigt. Das Programm wurde mit Schneewittchen und den sieben Zwergen und dessen Filmmusik eröffnet. Die kleinen Zwerge waren so aufgeregt, dass sie ein wenig ihre Choreografie vergessen hatten und aus dem Konzept kamen. Doch das liebe Schneewittchen kam ihnen gottseidank zu Hilfe.  Zur gleichnamigen Filmmusik schwirrten die Ghostbusters auf Geistersuche übers Eis. Leider wurden zwei der Geister aus dieser Gruppe unverhofft krank, so dass die Ghostbusters nur noch einen Geist jagen mussten. Ein weiterer Filmtitel war Man in Black, zu dem sich eine weitere Gruppe in Szene setzte. Beeindruckend waren auch die verschiedenen Eisprinzessinnen, die sich bei ihren Einzelauftritten zu ihrer Musik graziös und anmutig auf dem Eis bewegten und ihre Sprünge und Pirouetten präsentierten. Die beiden Talente Lia Kauz und Giulia Bögli zeigten sogar Doppelsprünge.

Der EC Münchenbuchsee durfte auch Gäste wie Lena Reidlich und Vincent van Dooren des EC Basel oder die beiden Synchronized Skating Teams, Juvenile Cool Dreams und Royals Cool Dreams des EC Burgdorf, zum Schaulaufen begrüssen. Die Beiden aus Basel zeigten ihr Können als Eistanzpaar zum Lied „Amon“ aus dem Film Schindler’s list. Begeistert war das Publikum auch von den Juvenile Cool Dreams und Royals Cool Dreams. Die beiden Teams gehören momentan in ihrer jeweiligen Kategorie zu den besten Synchronized Skating Teams der Schweiz.

Das Synchronized Skating (SYS) ist ein Eislaufsport, bei  dem ein Team aus 16 Läuferinnen und Läufern verschiedene Schrittfolgen und Figuren in wechselnden Formationen zu ausgewählter Musik vorführt. Die Synchronität sowie die Präzision der Schritte und Bewegungen, der technische Schwierigkeitsgrad, der künstlerische Ausdruck und die Harmonie des Teams sind die wesentlichen Qualitätsmerkmale dieser modernen Sportart.

Spontan entschied sich Marietta Boyd beim Schaulaufen mitzuwirken und demonstrierte mit ihrem Auftritt dem Publikum, dass es auch für ältere Erwachsene möglich ist, noch Eislaufen zu lernen. Der krönende Abschluss des Schaulaufens war das Finale, bei dem alle Eisläuferinnen und Eisläufer von den Zuschauern riesigen Applaus ernteten.

Im Anschluss fand der Sponsorenlauf statt, der eine wichtige Einnahmequelle für den EC Münchenbuchsee ist. Zuschauer, Eltern, Bekannte und Freunde konnten entweder einen Betrag pro Runde oder einen Pauschalbetrag geben. Die Eislaufenden mussten in 10 Minuten möglichst viele Runden drehen, damit die Kasse für die nächste Saison wieder aufgefüllt wird. Die meisten Runden absolvierte Leonie Wagner. Sie schaffte in der vorgegebenen Zeit 20 Runden.

Mit dem Schaulaufen und dem Sponsorenlauf schloss gleichzeitig auch das Hirzi seine Eisfläche für diese Saison. Nun startet bis zur nächsten Saison das Off-Ice-Training in der Turnhalle.

Der erst 2015 gegründete junge Verein hat zum Ziel den Breitensport in der Region zu fördern und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Freude und Begeisterung am Eislaufen zu vermitteln und bietet diverse Eislaufkurse an. Der Eislaufclub ist stolz darauf, zwei erfolgreiche Trainer wie Zuzana Jarray und David Vincour zu haben.

Zuzana „Zuzi“ Jarray war in ihrer aktiven Karriere mehrfache Junioren-Landesmeisterin der Tschechoslowakei und mehrfache Elitelandesmeisterin der Slowakei. Sie nahm an zwei Europameisterschaften in Milano und Prag sowie am Weltmeisterschaftsfinal von 1998 in Minneapolis teil. Nebst Head-Coach vom EC Münchenbuchsee war sie auch Assistenzcoach bei einer der erfolgreichsten Synchronized Skating Teams der Schweiz, den Cool Dreams des EC Burgdorf. Beim SC Lyss und HC Münchenbuchsee ist sie als Powerskating-Trainerin tätig.

Zu den grössten Erfolgen von Trainer David Vincour zählen mehrfache Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen von Vancouver 2010.
Als diplomierter Trainer im Eiskunstlauf unterrichtet er nicht nur beim EC Münchenbuchsee sondern auch beim EC Basel.

Haben wir Ihr Interesse geweckt und möchten Sie nächsten Winter auch das Eislaufen erlernen? Dann kontaktieren Sie uns auf unserer Homepage ec-münchenbuchsee.ch oder auf facebook EC-Münchenbuchsee Eislaufclub.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Foto: Gino Bonafini
Julia Bögli begeistert mit ihren Sprüngen.
Lia Kauz ist eines der Talente des EC Münchenbuchsee, die ihren Auftritt beim Schaulaufen hatte.
Juvenile Cool Dreams des EC Burgdorf gehören zu den besten Synchronized Skating Teams der Schweiz
Das Eistanzpaar Lena Reidlich und Vincent van Dooren des EC Basel
12.03.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 100 Jahre KMU Münchenbuchsee - Publireportage

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Ein ganzes Jahr wird gefeiert

Gewerbe trifft Buchsi im Dorfzentrum


Der KMU Münchenbuchsee feiert 2018 sein 100jähriges Bestehen. Dies ist ein Dauerthema im Dorf. «Gewerbler markieren mit interessanten Anlässen Präsenz und Kundennähe im Dorf. 12 tolle Events mit vielen Gästen sind geplant».
 
Bereits 1918 wussten die Gewerbler, dass es nötig ist dem Gewerbe eine Stimme zu geben und den Zusammenhalt zu fördern. Deshalb wurde 1918 der Gewerbeverein Münchenbuchsee gegründet. Heute wie damals verfolgt der KMU Münchenbuchsee den Zweck, die Interessen der Gewerbebetriebe von Münchenbuchsee zu wahren und zu fördern. Wir halten dies in unserem Leitgedanken «lokal vernetzt, lokal einkaufen» fest und wollen eine breite Bevölkerung dafür sensibilisieren, vermehrt im Dorf einzukaufen und Dienstleitungen vor Ort zu beziehen. Münchenbuchsee ist ein bedeutender Wohn- und Wirtschaftsstandort mit rund 10’000 Einwohnerinnen und Einwohnern.  Das Jubiläum wird übers ganze Jahr gefeiert. Ziel ist es, das breite Dienstleistungsangebot in Münchenbuchsee den Bewohninnen und Bewohnern vorzustellen. Darum schliessen sich ein Gwerbler vom Dorfzenturm und ein Gwerbler der ausserhalb ist zusammen und organisieren einen Event. Zu diesen Anlässen sind jeweils alle ganz herzlich eingeladen.

Der erste Anlass fand bereits Anfang Februar in der Wüthrich Metzg mit der Druckerei Varicolor statt. Bereits durften viele Gäste begrüsst werden. Mit dem Thema «d Wurscht git Durscht» wurde der erste Anlass mit einem Apéro eröffnet und mit einer feinen Wurscht zum gemütlichen Zusammensein- und KennenlernAbend. Die genauen Daten und Standorte der weiteren Anlässe werden jeweils auf www.buchsikmu.ch aufgeschaltet sein. Am Tag des Anlasses markieren Fahnen den Standort. Buchsi KMU freut sich jeweils auf viele Besucher, tolle Anlässe und  interessante Gespräche. Anmerkung des Vorstandes: geplant waren 12 Anlässe, aber das Interesse ist so gross, dass wir schon heute sagen können: es werden mehr!
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Eine Publireportage aus dem fraubrunner anzeiger
05.03.2018

Volleyball: Schafft Buchsi das Doubble, Doubble


Der Volleyballclub Münchenbuchsee reitet aktuell auf einer veritablen Erfolgswelle. Mit den Juniorinnen U23 und den Damen 2. Liga stehen am 7. April gleich zwei Teams aus Münchenbuchsee im Finale des Kantonalen Cups von „Swiss Volley Region Bern“.

Dabei hätte es gar noch besser kommen können! Die mit einigen Ex-Buchser angetretenen Herren von Volleyball Papiermühle schaffen im Halbfinale gegen die Oberklassigen eine Überraschung und verhindern somit den totalen Triumpf des VBC Münchenbuchsee. Der Kantonalcup ist sowohl Saisonhöhepunkt als auch Saisonschlussevent der regionalen Volleyballszene. Nebst den Cup-Finalspielen der Kategorien Juniorinnen, Herren und Damen werden auch die jeweiligen Ligameister des Regionalverbandes ausgezeichnet. Abgerundet wird das Programm mit einer deftigen Afterparty im Bierhübeli.

In einem hochstehenden und spannenden Halbfinale haben sich die Juniorinnen aus Buchsi mit 3:0 gegen die Konkurrenz aus Köniz durchgesetzt und treffen im Finale, Anspielzeit 12:00h, auf das Team des Stadtturnvereins Bern STB. Die Buchsi-Damen 2. Liga treffen um 17:00h gegen Volero Aarberg, aus der 3. Liga Pro, auf altbekannte Gegnerinnen aus vergangenen Saisons. Sämtliche Finalspiele finden am Samstag 7. April, in der Sporthalle Weissenstein an der Könizstrasse 111, in Bern statt.

In der laufenden Meisterschaft stehen die 2. Liga Damen des VBC Münchenbuchsee bereits 3 Runden vor Saisonschluss als Ligameister fest und können sich am 7. April mit einem Sieg im Cupfinale gleich doppelt feiern lassen. Als Aufsteiger der 3. Liga Pro in die Saison gestartet, sind die Buchserinnen gleich durchmarschiert und spielen in einer Barrage mit den Ligameister der Regionalverbände Freiburg und Neuenburg um zwei Plätze in der 1. Liga. Dabei hat das Team aus Buchsi die schier unglaubliche Bilanz von 38 Siegen in Serie aufzuweisen. Selbst verletzungsbedingte Absenzen von einigen Schlüsselspielerinnen konnten das Team nicht aus der Bahn werfen. In der Not wurden mit Dinah Kobel und Yvonne Schnegg zwei längst zurückgetretene Spielerinnen mit NLA Erfahrung reaktiviert, welche sich nahtlos in das Team integriert haben und noch immer in der Lage sind den Unterschied auszumachen. An die letzte Niederlage des Teams kann sich in Buchsi wohl niemand so richtig erinnern, sie datiert vermutlich aus der Saison 2015/16.

Schweizer Meisterschaft Nachwuchs

Ebenfalls eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art schreiben die Buchsi Juniorinnen U23. Als Siegerinnen des regionalen Qualifikationsturniers vertreten Sie den Kanton Bern in der laufenden Nachwuchs Schweizer Meisterschaft von Swiss Volley. Als Turniersieger gegen die Teams aus dem Jura, Aargau und Tessin haben die Buchserinnen das Silver Ticket gelöst und den Sprung unter die besten acht Nachwuchsteams der Schweiz geschafft. Am 18. März in den Sporthallen der Uni Bern werden die Teilnehmer für das Finalturnier in Neuenburg ermittelt. Für die Finalfour Qualifikation benötigen die Buchserinnen mindestens den 2. Rang und messen sich dabei gegen den Titelverteidiger und Favoriten Sm’Aesch Pfeffingen, Volley Luzern und VBC Kanti Baden. In der Meisterschaft sind 2 Runden vor Schluss die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung dagegen nur noch theoretisch. Zwar steht noch die Direktbegegnung gegen Leader Volero Aarberg an, jedoch hat dieser ein Spiel weniger auf dem Konto und kann im Spiel gegen den Tabellenachten Oberdiessbach bereits vorzeitig alles klar machen. Die konsequente Nachwuchsförderung und Integration von Juniorinnen ins Fanionteam der NLB, hat diese Saison für den Verein höchste Priorität. Gleich fünf Juniorinnen haben die Aufnahme ins NLB Team geschafft und gelangen regelmässig zu Spieleinsätzen.

Hopp Buchsi

05.03.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Harmonie, der Name ist Programm!

Eidg. Musikfest Montreux

Musik macht Spass, beruhigt und bildet Brücken für ein harmonisches Miteinander.

Im Jahr 1921 wurde die Arbeitermusik Münchenbuchsee gegründet. 2013 wechselten wir unseren Namen. Wir sind die Harmonie Münchenbuchsee bestehend aus 48 aktiven Musikanten im Alter von 17 bis 78 Jahren. Unser breites Literaturspektrum bietet jedem Ohr etwas Passendes. Wir spielen klassische Konzertstücke, Märsche, Polkas - aber auch moderne, poppige Lieder. Lassen Sie sich bei unseren Auftritten im 2018 aus dem Alltag entführen:

  • 24. März    Jahreskonzert
  • 26. Mai    Musiktag Landiswil
  • 7.+10. Juni    Auftritt Jubiläum Turnverein und Mittelländisches Turnfest
  • 16. Juni    Buchsimärit
  • 21. Oktober    Mitwirkung am Gottesdienst
  • 2. Dezember    Kirchenkonzert
  • 15. Dezember    Adventssingen

Günstiger kommen Sie nie mehr zu einer Weltreise: Begleiten Sie uns in zwei Stunden „Rund um die Welt“ an unserem Jahreskonzert.

Für die Spielbegeisterten findet im Oktober das Jassturnier und am Novemberwochenende unser Lotto mit Preisen in der Aula Paul Klee statt.

Auch die Geselligkeit kommt bei uns nicht zu kurz: gemütliches Zusammensein nach der Probe, Skiweekend, Musikreise, Abschlussbräteln im Sommer und Altjahreshöck.

Möchtest du auch einen Teil von unserer lustigen Truppe sein? Dann besuche uns an einer Probe jeweils dienstags 20 Uhr in der Aula Paul Klee.

Spielst du noch kein Instrument, möchtest aber auch selber mal probieren und nicht nur konsumieren? Kein Problem, wir bieten allen ab 7 Jahren Instrumentalunterricht bei fachkundigen Lehrkräften an.

Am Dienstag, 27. März 2018, 19.30 Uhr, findet in der Aula Paul Klee die öffentliche Probe mit Informationsabend statt.

Weitere Informationen über unseren Verein findest du unter www.harmonie-muenchenbuchsee.ch

Interview mit Urs Walthert, Präsident der Harmonie Münchenbuchsee

Seit wann bist du Vereinsmitglied?
Ich bin 1987 in den Verein eingetreten und seit 23 Jahren im Vorstand tätig, davon 16 Jahre als Präsident.

Was ist deine Motivation, dass du bereits seit 16 Jahren als Präsident tätig bist?
Es macht Spass, einen guten Verein mit coolen Kameraden zu führen. Zudem klappt die Zusammenarbeit im Vorstand hervorragend. Im 2021 wird der Verein 100-jährig. Solange möchte ich das Amt als Präsident der Harmonie weiterführen.

In der Harmonie spielst du Es-Horn. Hast du dort auch eine tragende Stimme?
Ja, ich habe eine tragende Stimme. Es ist eine Herausforderung und macht Spass. Leider sind wir nur zu zweit.

Wir spielen viele verschiedene Musikrichtungen. Was spielst du am liebsten?
Am liebsten spiele ich Märsche und Unterhaltungsmusik. Ich finde es jedoch toll, dass wir verschiedene Stilrichtungen im Repertoire haben.

Was ist dir Wichtig im Vereinsleben?
Der Zusammenhalt und die Harmonie im Verein, sowie die Geselligkeit und gemeinsam musikalische Ziele zu erreichen.

Gehst du nach der Probe jeweils direkt nach Hause?
Ich geniesse nach der Probe das Zusammensein ohne Noten und Instrument.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Cornelia Blaser und Nadja Zumstein
Fotograf: Adrian Walthert

Urs Walthert, Präsident
12.02.2018

BZ-Artikel: Die Rückkehr des Schock-Therapeuten

BZ-Artikel: Die Rückkehr des Schock-Therapeuten

In der Nacht, als sich die Szene an den Swiss Music Awards feierte, lancierte Dänu Extrem sein Bühnencomeback. Die Nervosität war spürbar. Doch das einstige Enfant terrible des Berner Mundartrock brachte die Sache auf den Punkt.


«Ti amo – tantissimo!», schwört der Sänger und wird mit jeder Strophe seines Lieds «Amore» lauter. Er stehe auf einfache Liebeslieder, sagt Dänu Extrem. Und er wundere sich darüber, wenn Musikerkollegen stattdessen über Gummibäume sängen. Den ganzen Freitag lang hat Radio SRF 1 nur Schweizer Musik gespielt und einen ratlosen Dänu Extrem zurückgelassen. Am Abend, als er sein Bühnencomeback nach gefühlten 30 Jahren startet, winken die siegreichen Kollegen im Zürcher Hallenstadion in die Menge und präsentieren ihre Swiss Music Awards. Derweil doppelt Dänu, der in seinem ersten Set als Ukulelezupfender Troubadour auftritt, im Säli des Bären Münchenbuchsee nach: «I ha di doch e so gärn!»

Verdächtige Wonnegefühle

So einfach wie ein einfaches Liebeslied ist Dänu Extrem nicht. Anfang der 80er-Jahre war seine Band Ex-Trem Normal eine Schocktherapie für den träg gewordenen Berner Rock. Plötzlich liessen sich auch punkige Wut und schillernder Glamour mit Berndeutsch verbinden. Dänu schien sich wohlzufühlen in seiner Rolle als Enfant terrible. Um allen zu gefallen, ist er trotz einer gewissen Altersmilde auch 2018 zu wenig gefällig. Auf «Amore» folgt «D’ Scheidig», die – wie viele der live gespielten Lieder aus einer langen Antikarriere – gegen Schluss abrupt verstummt. Als Troubadour wirkt Dänu verletzlich und sensibel, seine karibisch angehauchte Version von Mani Matters «Stinis Bikini» erzeugt Wonnegefühle. Doch manchmal ist die Wonne auch verdächtig: etwa bei der Eröffnungsnummer «Nümme Läbe», in der der Sänger seine Lebensmüdigkeit in ein selbstironisches Lumpeliedli verpackt. Statt mit den anderen Wölfen zu heulen, versteckt sich Dänu lieber in einem Schafspelz.

Nach der Pause erscheint der Rückkehrer mit blonder Perücke und femininem Outfit und spielt Rocksongs. Er wirkt einsam inmitten des Elektro-Gewitters seiner «virtuellen Band». Doch am Schluss bringt er seine Sache in den Songs seines 2017 erschienenen Albums «Äx-tra NoMal» auf den Punkt. Trotzig bei «I stah no da», sehnsüchtig in «Hei cho zu mir», philosophisch in «Karma». Als Sänger fasziniert er immer noch mit seiner Gabe, um die Silben herumzusingen, als Gitarrist ist er effizient, wenn ihm nicht die Nervosität oder der Laptop dazwischenfunken. Doch seine wahre Stärke sind die fadengeraden Texte.

Ist die Zeit reif?

Aber bringt das Comeback auch ein «Plätzli a dr Sunne» für Dänu Extrem? In Münchenbuchsee zeigen sich vor allem Jahrgänger und Familienangehörige. Er selber meint, dass Livekonzerte ein Anachronismus seien, und versucht, die Spannung mit einer Multimediashow zu halten. Sosehr man sich diesen Querschläger wieder dauerhaft in die Schweizer Musikszene zurückwünscht, so akut sind die Zweifel, ob die Zeit wieder reif ist für einen wie ihn. Samuel Mumenthaler

Ein Artikel aus der
(Samuel Mumenthaler, Berner Zeitung BZ)
10.02.2018

Bund-Artikel: Die Altlasten von SVP-Grossrat Hofer

Stefan Hofer investiert eigenes Geld in die Politik. Das ist weder verboten noch unüblich. Doch seinen Gläubigern gefällt dies nicht.

Der 42-jährige Pilot, Unternehmer, Gross- und Stadtrat Stefan Hofer (SVP) hat eine schillernde Geschäftskarriere hinter sich – und politische Ambitionen. Dass das eine dem andern in die Quere kommen kann, musste er feststellen, als er 2016 für den Stadtberner Gemeinderat kandidierte. Nachdem der «Bund»publiziert hatte, dass Hofer früher ein Bordell betrieben und saftige Mieten von Sozialhilfeempfängern kassiert hatte, liess die Partei ihn fallen – um ihn dann nach einigem Zögern doch in die SVP-Grossratsfraktion aufzunehmen.

Nun steht Hofer im Abstimmungskampf gegen das Tram Bern-Ostermundigen und steuert dafür nach eigenen Angaben 50'000 Franken aus seinem Vermögen bei. Dies stösst jenen sauer auf, denen Hofers frühere Firma Honag AG Geld schuldet. Laut Betreibungsregisterauszug bestehen Forderungen von total 445 622 Franken gegen die inzwischen konkurse Firma. Der grösste Teil davon stammt aus der Zeit, als Hofer die Firma mit einem Geschäftspartner leitete.

Streitschlichtung – vorerst

Ein Gläubiger ist der Worber Bauberater Peter Hefti. Er sagt: «Es empört mich, dass ein Politiker sich solche Geschichten leisten kann und dann noch den grossen Herrn spielt.» Hefti hatte für die Honag AG das Projekt für die Überbauung des Areals hinter dem Restaurant Löwen in Münchenbuchsee geplant und koordiniert. Während der Bauzeit kündete die Honag AG seinen Vertrag. «Das können sie natürlich tun, aber ebenso klar ist, dass sie meine Leistungen bis dahin bezahlen müssen», sagt Hefti.

Streitfälle in Bausachen sind oft komplex. Beide Seiten trugen den Fall dem Verein Streitschlichtung im Bauwesen vor. Am 23. Dezember 2014 unterzeichneten Hofer und Hefti einen Vergleich zur definitiven Streitbeilegung. Laut Vergleich schuldet die Honag AG der Firma von Hefti zusätzlich zum bereits bezahlten Honorar 108'000 Franken.

Gescheiterte Bargeldübergabe

Zu seinem Befremden habe Hofer ihm angeboten, die Summe in bar beim alten Tramdepot in Bern zu überreichen, sagt Hefti. Als Hefti darauf bestand, dass die Übergabe in der Schalterhalle seiner Bank erfolgen müsse, damit er das Bargeld sofort einzahlen könne, erschien ein Bote nur mit der Hälfte des Geldes. Darauf sei er nicht eingegangen, sagt Hefti. Hofer sagt auf Anfrage: «Ich war damals der Ansicht, dass die Hälfte für die unbrauchbare Arbeit von Hefti ausreicht.» Nach wie vor bestreite er die Forderung von Hefti – sowie die übrigen Forderungen. Hefti entgegnet, dass sein Projekt eine Baubewilligung erhielt.

Als Hefti die Honag AG betrieb, bestritt diese die Forderung – und unterlag vor Handelsgericht. Laut dem Gerichtsurteil vom 7. April 2016 muss die Honag AG der Firma von Hefti die Summe samt Parteientschädigung zahlen. Weil die Honag AG weiterhin nicht zahlte, eröffnete das Regionalgericht Bern-Mittelland auf Antrag von Hefti am 28. März 2017 den Konkurs über die Honag AG. Hefti half dies wenig.

Die Aktiven der konkursen Firma reichten gerade für ausstehende Sozialabgaben. Offen sind neben jener von Hefti weitere neun Forderungen, darunter Steuerschulden und der Lohn eines ehemaligen Honag-Angestellten. Auch dessen Betreibungsforderung stützte das Regionalgericht am 4. Januar 2016 mit einer provisorischen Rechtsöffnung.

«Das geht mich nichts an», sagt Hofer. «Ich habe mit der Honag AG nichts mehr zu tun.» In der Tat war Hofer am 11. Dezember 2015 per sofort als Verwaltungsrat und VR-Präsident zurückgetreten (das Domizil der konkursen Firma ist allerdings laut Handelsregister nach wie vor Hofers Wohnadresse).

Neue, fast gleichnamige Firmen

Drei Monate zuvor hatte Hofer zusammen mit einem anderen damaligen Honag-Verwaltungsrat drei fast gleichlautende neue Firmen gegründet. An diese wurden dann bis Frühling 2016 die Aktiven der Honag AG übertragen. Zu diesen Aktiven zählten ursprünglich die Erträge aus dem Verkauf von Hofers Bordell, das Grundstück und Bauprojekt in Münchenbuchsee und weitere Liegenschaften. Die neue Honag Generalunternehmung AG realisierte die Überbauung in Münchenbuchsee, die meisten Wohnungen sind nun verkauft.

«Hofer und seine Partner haben die Honag AG ausgehöhlt, damit keine Mittel für die Gläubiger verblieben», lautet der Vorwurf von Hefti. Hofer entgegnet: «Die Übertragung an die neuen Gesellschaften war völlig korrekt und transparent.» Als Beweis präsentiert Hofer ein Ruling (Steuervorabbescheid) der bernischen Steuerverwaltung. In dem Ruling bestätigt diese, dass sie zumindest einen Teil der Vermögenstransfers «aus steuerrechtlicher Sicht» nicht beanstande.

Ist mit einem Steuerruling auch die Frage entschieden, ob eine Vermögensübertragung, konkursrechtlich gesehen, zulässig war? Nein, sagt auf Anfrage der Rechtsanwalt und Konkursexperte Karl Wüthrich. «Ein Steuerruling hat keinen Einfluss auf solche Beurteilungen. Es sagt nichts zur zivil- oder konkursrechtlichen Gültigkeit oder zur strafrechtlichen Relevanz einer Vermögenstransaktion aus.»

Hefti setzt nun darauf, dass entweder das Konkursamt oder seine Anwältin die Vermögensübertragung anfechten und die Nachfolgefirmen belangen können – was allerdings langwierige Rechtsverfahren erfordern wird.


Ein Artikel aus dem
(Simon Thönen, Der Bund)
09.02.2018

Fasnacht in Buchsi: Verkehrsmassnahmen


Buchsi-Fasnacht 2018

Von Freitag, 23.02.2018 bis Sonntag, 25.02.2018 findet die Buchsi-Fasnacht 2018 statt.

Verkehrsmassnahmen während des Fasnachtsumzugs am Sonntag, 25. Februar 2018
Um die Sicherheit gewährleisten zu können, werden im Ortszentrum folgende Verkehrsbeschränkungen verfügt:

Oberdorfstrasse
Abschnitt Bernstrasse bis Schöneggweg
14.00 bis ca. 17.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot

Umzugsroute
Fellenbergstrasse – Oberdorfstrasse – Höheweg – Schmiedegasse – Fellenbergstrasse – Oberdorfstrasse – oberer Schulhausplatz Paul Klee
14.00 bis ca. 17.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot (gemäss Weisungen der Verkehrsfunktionäre)

Verkehrsumleitung
Dorfzentrum zum Oberdorf, via Löwenstrasse – Sonnenweg – Quellenweg
In umgekehrter Richtung ist die Durchfahrt zum Zentrum/Bernstrasse für den motorisierten Verkehr nicht möglich. Umleitung via Radiostrasse – Sportzentrum – Zollikofen.

RBS-Bus
14.00 bis ca. 16.00 Uhr erfolgt der Busbetrieb nur noch bis und ab Haltestelle Kirche.
Davon sind die folgenden 4 Kurse im Oberdorf betroffen:
Häuslimoos ab 14.27 h / 14.57 h / 15.27 h und 15.57 h.

Allgemeines
Wir bitten Sie die Signalisationen und die Weisungen des Verkehrspersonals unbedingt zu beachten. Für das Verständnis danken wir Ihnen bestens.

Öffentliche Sicherheit
07.02.2018

BZ-Artikel: Die leuchtende Idee

Diemerswiler Gemeindepräsidentin Kirsten Hammerich rüstet sich mit einer Leuchtweste aus. (Foto: Christian Pfander)

DIEMERSWIL Der Gemeinderat sorgt sich um die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf der Hauptstrasse nach Münchenbuchsee. Weil der Kanton keine Massnahmen vorsieht, stellt die Gemeinde nun Leuchtwesten am Strassenrand zur Verfügung.


Er ist nur gut 300 Meter lang, der Abschnitt der Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee. Doch er sorgt seit einigen Jahren für Gesprächsstoff. Denn diese Strecke ist aus Sicht der Bevölkerung der 200-Seelen-Gemeinde gefährlich. Sie ist nicht beleuchtet und verfügt weder über einen Mittelstreifen, noch über einen Radstreifen. Der Gemeinderat Diemerswil, unterstützt von seinen Kollegen aus Münchenbuchsee, hat schon mehrfach beim Kanton angeklopft, damit dieser Massnahmen für eine bessere Verkehrssicherheit ergreift. Doch dieser sieht auf diesem wenig belasteten Strassenabschnitt keinen Handlungsbedarf.

Wollen keinen Luxus

«Ich kann die Haltung des Kantons verstehen, dass er objektiv nach Normen und Regeln handelt», sagt Gemeindepräsidentin Kirsten Hammerich (parteilos). Aber aus subjektiver Warte sehe sie das anders. Und Hammerich betont, dass es nicht um eine Luxuslösung gehe wie ein Trottoir auf der ganzen Länge. Sondern um eine möglichst günstige Variante, welche die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden erhöhe. Wie eine Lösung aussehen könnte, das überlässt sie den Spezialisten. Die Gemeinde habe Alternativen über bestehende Flurwege angeschaut, diese aber aus verschiedenen Gründen (Kosten, Unterhalt, grosser Umweg) nicht weiterverfolgt. Die Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee werde von den Autopendlern vermehrt als Ausweichroute benutzt, damit sie die Staus auf den Hauptachsen umfahren können, sagt Kirsten Hammerich. Laut ihrem Empfinden nimmt der Verkehr stetig zu, belegen könne sie das aber nicht. Die Strasse ist zudem die kürzeste Verbindung zur nächstgelegenen Bushaltestelle Hüslimoss in Buchsi und für einige Kinder aus Diemerswil und Münchenbuchsee der Schulweg. Bei schönem Wetter am Wochenende sei der Abschnitt auch ein beliebter Spazierweg.

Übersichtliche Strecke

Auf den ersten Blick scheine es eine übersichtliche Strecke zu sein, ergänzt die Gemeindepräsidentin, aber: «Im Sommer, wenn die Felder beispielsweise mit Mais bebaut sind, sieht man nicht, was hinter der leichten Kurve wartet.»

Bescheidene Mittel

An seiner Sitzung im Dezember hat der Gemeinderat das Thema Verkehrssicherheit auf der Buchsistrasse einmal mehr diskutiert. Da habe das eine das andere ergeben, erinnert sich Kirsten Hammerich. Der Gemeinderat hat beschlossen, sich «im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten» selbst zu helfen.

Seit gut zwei Wochen steht an den Dorfausgängen von Diemerswil und Münchenbuchsee je ein Schrank mit Leuchtwesten. Wer die Strecke zu Fuss geht oder mit dem Velo fährt, kann sich einer orangen oder gelben Weste bedienen, um besser sichtbar zu sein. Am Ende des Weges hängt er die Leuchtweste wieder in den Schrank. Nur gut 100 Franken koste das die Gemeinde, schätzt Hammerich, dank Fronarbeit. Ein Gemeinderatsmitglied zimmerte die beiden Schränke, ein anderes besorgte die Westen, sie selber beschriftete diese mit einem wasserfesten Stift.

Auch ein Signal

Die Leuchtwestenaktion sei in erster Linie ein Zeichen an die eigene Bevölkerung, dass man am Ball bleibe, betont die Gemeindepräsidentin. Natürlich sei es auch ein Signal an den Kanton, die Kleinen nicht zu vergessen.

Der Versuch mit den Leuchtwesten dauert vorerst ein halbes Jahr. Im Sommer will der Gemeinderat entscheiden, ob die Schränke mit den Westen fest installiert werden. Ein positives Feedback hat Kirsten Hammerich von einem Nachbar erhalten. Dieser kam am Abend mit dem ÖV nach Hause, bis zur Haltestelle Hüslimoos, und bediente sich danach einer Diemerswiler Leuchtweste.

KEIN BEDARF
Aus Sicht des Kantons drängen sich auf der Hauptstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee keine Massnahmen auf. Der tägliche Verkehr von 1060 Fahrzeugen sei für eine Kantonsstrasse eine tiefe Belastung, schreibt Kreisoberingenieur Kurt Schürch. Gemäss den «Standards Kantonsstrassen» braucht es für Velofahrende keine Massnahmen. Für Fussgängerinnen und Fussgänger gehe man von einem knapp erhöhten Sicherheitsbedürfnis aus. Allerdings stelle sich die Frage, so Schürch, wer auf dieser Strecke zu Fuss unterwegs sei und warum. Es sei keine kantonale Aufgabe, Fusswegverbindungen zwischen Gemeinden zu planen und zu finanzieren. Kurz zusammengefasst sei aus kantonaler Sicht ein Ausbau zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee nicht nötig. hus

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.01.2018

BZ-Artikel: Patriotischer als der Gemeinderat

Fredi Witschi, SVP
Die Bundesfeier könnte ab 2020 wieder am 1. August stattfinden. Das Parlament hat ein Postulat überwiesen, gegen den Antrag des Gemeinderats.

Münchenbuchsee begeht den Nationalfeiertag bereits am 31. Juli. Noch. Denn der Grosse Gemeinderat hat ein Postulat von Fredi Witschi (SVP) mit grossem Mehr überwiesen. Dieses verlangt vom Gemeinderat, zu prüfen, ob die Bundesfeier wieder am 1. August durchgeführt werden soll. Witschi sieht «keinen erheblichen Grund, den Geburtstag der Eidgenossenschaft vorzuverschieben». Der Veterinär und aktuelle Parlamentspräsident Witschi denkt dabei auch an die Tiere, die durch das Feuerwerk gestört werden.

Nur summarisch geprüft

Der Gemeinderat sprach sich nach einer «summarischen Prüfung» für die Beibehaltung am 31. Juli. Eine Verschiebung dränge sich nicht auf – nicht aus patriotischen, sondern aus praktischen Gründen. Der Gemeinderat erwähnt etwa die Probleme beim Abbau, wenn die Mitglieder des organisierenden Vereins am 2. August wieder arbeiten müssten. Er befürchtet auch, dass die Beteiligung an der Feier am Vorabend eines Werktages geringer ausfallen würde. Ebenfalls kaum beeinflussen würde es die Lärmproblematik. Eine Feier am 1. August sei frühestens ab 2020 möglich, weil für die nächsten beiden Jahre schon Vorbereitungsarbeiten gemacht worden seien.

Diese Argumente konnten die Mitglieder des Grossen Gemeinderats nicht überzeugen. Die Antworten seien «etwas komisch» ausgefallen, sagte Wolfgang Eckstein (SP) und fragte, warum es in der Ferienzeit unmöglich sein solle, zu wenig Personen für den Abbau an einem Werktag zu finden. Denn der Aufbau falle ja ebenfalls auf einen Werktag. Walter Lanz (BDP) stolperte über eine andere Aussage des Gemeinderats. Demnach soll der Schutz der Wildtiere dadurch gewährleistet sein, dass für das Feuerwerk der Gemeinde jeweils die Zustimmung des Wildhüters eingeholt werde.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
29.01.2018

BZ-Artikel: Keine Zivis in der Schule

Die Schulen haben die Möglichkeit, Zivildienstleistende zur Unterstützung im Unterricht einzusetzen. Bedarf gibt es aktuell jedoch keinen.

Die EVP wollte mit einem Vorstoss die Voraussetzungen schaffen, dass in den Schulen von Münchenbuchsee Zivildienstleistende eingesetzt werden. Das war eigentlich gar nicht nötig, wie der Gemeinderat in seiner Antwort schrieb. Denn der Wortlaut des Schulreglements könne dafür angewendet werden. Die Schulleitung könne bei der Bildungskommission einen Antrag für den Einsatz von Zivis stellen. Das Parlament hat den Vorstoss als erheblich erklärt, aber auch gleich abgeschrieben.

Trotz dieser Grundlagen werden in Buchsis Schulen so schnell keine Zivis ihren Dienst leisten. Eine Umfrage bei den Schulleitungen hat ergeben, dass es zurzeit keinen Bedarf für den Einsatz von Zivildienstleistenden gebe. Die Schule setzt vereinzelt Pensionierte ein. Motionär Toni Mollet bat die Verantwortlichen, das Anliegen nochmals zu überprüfen. Er ist überzeugt, dass Zivis die Lehrer in komplexen Situationen wertvoll unterstützen könnten.

SVP: Aufwand zu gross

Die SVP lehne den Einsatz von Zivis und damit den Vorstoss grundsätzlich ab, sagte Parteisprecher Beat Offner. Der organisatorische und der finanzielle Aufwand seien zu gross, begründete er.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.01.2018

Bund-Artikel: Münchenbuchsees Parlament will wieder am 1. August feiern

Die Bundesfeier soll in Münchenbuchsee wieder am 1. August und nicht bereits am 31. Juli stattfinden. Möglich ist dies aber wohl erst ab 2020.

Wie viele Gemeinden führt auch Münchenbuchsee die Bundesfeier bereits am Abend des 31. Juli durch. Doch für Fredi Witschi (SVP) gibt es keinen erheblichen Grund, die Feier «zum Geburtstag der Eidgenossenschaft» vorzuziehen. Er verlangte gestern im Grossen Gemeinderat darum mit einem Postulat, den Nationalfeiertag wieder am 1. August zu begehen. Witschi wollte mit seinem Vorstoss auch dafür sorgen, dass sich die für Tiere belastende Knallerei auf eine weniger lange Zeitdauer erstreckt. Witschi ist von Beruf Tierarzt. Witschi, der in diesem Jahr das Gemeindeparlament präsidiert, gab gestern vorübergehend die Sitzungsleitung ab, um seinen Vorstoss selber vertreten zu können.

Die überwiegende Mehrheit im Gemeindeparlament unterstützte das Postulat. Da das freiwillige Organisationskomitee die Vorbereitungen für die Feier 2018 bereits an die Hand genommen hat und auch schon für 2019 tätig geworden ist, kann eine Rückverlegung realistischerweise erst für 2020 in Betracht gezogen werden. Witschi verlangte, dass der Gemeinderat für 2020 eine Alternative vorlegt. Der Gemeinderat hatte sich in der Antwort auf das Postulat gegen eine Rückverschiebung ausgesprochen. Als Vorteil strich er etwa heraus, dass nach der Feier am 31. Juli ein gesetzlicher Freitag zur Erholung zur Verfügung steht. Das werde von der Bevölkerung sehr geschätzt. Er befürchtete zudem, dass der Aufmarsch am 1. August geringer ausfallen könnte.

 

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
26.01.2018

Leuchtwesten: Innovativer Versuch für die Fussgänger-Sicherheit

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Die Kantonsstrasse zwischen Diemerswil und Münchenbuchsee ist nicht beleuchtet, verfügt weder über Velo- noch Mittelstreifen und hat auch keine Gehwege. Sie ist aber die Hauptverbindung zwischen den beiden Gemeinden und wird zunehmend als Pendlerstrecke von Autofahrern benutzt, die den Staus zwischen Münchenbuchsee und Zollikofen aus dem Weg gehen respektive fahren wollen. Gleichzeitig wird sie auch von Fussgängerinnen und Velofahrern benutzt. Sie ist ebenso Spazierweg am Sonntag wie Teil des Weges zur Arbeit und Schulweg für Kinder aus Diemerswil und Münchenbuchsee. Das alles wissen wir schon lange.
 
Der Gemeinderat Diemerswil bemüht sich deshalb seit Jahren darum, die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrerinnen zu erhöhen und hat den Kanton bereits mehrmals um Massnahmen gebeten – leider ohne Erfolg. Nun hat der Gemeinderat Diemerswil beschlossen, sich im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten selbst zu helfen.
 
Seit einer Woche befinden sich sowohl am Dorfausgang Diemerswil Richtung Münchenbuchsee als auch am Dorfeingang Münchenbuchsee aus Richtung Diemerswil je ein Kasten oder Schrank. In beiden sind Leuchtwesten, die jederzeit ausgeliehen und am Ende des Weges wieder in den jeweils anderen Schrank gehängt werden können. Ist man also auf dem Weg von Diemerswil nach Münchenbuchsee, kann man in Diemerswil eine Leuchtweste aus dem Schrank nehmen, sie benutzen und sie am Dorfrand von Münchenbuchsee wieder in den zweiten Schrank zurückhängen.
 
Der Versuch dauert in einer ersten Phase ein halbes Jahr. Im Sommer zieht der Gemeinderat Diemerswil Bilanz und entscheidet, ob die Schränke fest installiert werden. Die Gemeinde hofft, mit dieser bescheidenen Massnahme die Sicherheit von Fussgängern und Velofahrerinnen wenigstens etwas zu erhöhen und nimmt Rückmeldungen jederzeit gerne entgegen. 
25.01.2018

Bund-Artikel: Er hat keine Angst, dass es nicht gut kommt

Der 55-jährige Fredi Witschi (SVP) ist seit fünf Jahren in der Politik aktiv. (Foto: zvg)

Tierarzt Fredi Witschi tritt sein Amt als Präsident des Gemeindeparlaments in Münchenbuchsee an.


Von der Mongolischen Rennmaus über den Afghanischen Windhund und die Perserkatze bis zum Pariser Trompeter, einem Kanarienvogel - Fredi Witschi aus Münchenbuchsee hat schon viele Tiere gesehen, diagnostiziert und behandelt. Seit rund 25 Jahren führt er die Praxis, die er von seinen Eltern, die beide ebenfalls Tierärzte waren, übernommen hat.

«Manchmal ist es schon die halbe Therapie, wenn man den Besitzern aufmerksam zuhört», sagt Witschi. Nicht immer gehe es den Tieren so schlecht, wie der Besitzer oder die Besitzerin glaube. Witschi selber besitzt eine Französische Bulldogge. Er bezeichnet sich als Grundversorger. Notfälle behandelt er selber, auch einen Teil der Operationen wie Kaiserschnitte oder die Entfernung von Blasensteinen führt er selber durch. Kompliziertere Fälle leitet er an einen Spezialisten weiter. Auch in der Tiermedizin gibt es mittlerweile Chirurgen, Dermatologen oder Neurologen - die Spezialisierung ist aber weniger weit fortgeschritten als in der Humanmedizin.

Grussadresse in Uniform

Der 55-jährige Tierarzt und SVP-Politiker wurde am 7. Dezember zum neuen Präsidenten des Grossen Gemeinderats von Münchenbuchsee gewählt. Damals konnte er wegen eines Militärdiensts im Tessin nicht persönlich anwesend sein. Der Oberst dankte aber in einer vorbereiteten Videobotschaft in Uniform für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Heute leitet Fredi Witschi als nominell höchster Buchser seine erste Sitzung. Er wolle in diesem Gremium der Gemeinschaft etwas zurückgeben, sagt er. Es sei schön, wenn man für fähig befunden werde, dieses Amt auszuüben. «Ich habe keine Angst, dass es nicht gut kommt.» Gleich in der ersten Sitzung ist ein eigener Vorstoss zu behandeln. In einem Postulat verlangt Witschi vom Gemeinderat, die 1.-August-Feier sei wieder am Nationalfeiertag durchzuführen und nicht einen Tag früher - auch im Interesse der Tiere, die dann der Belastung durch Knallkörper weniger lang ausgesetzt seien. Findet die Feier bereits am 31. Juli statt, so knallt es während zweier Tage. Der Gemeinderat ist jedoch gegen eine Verschiebung, denn das frühere Datum am Abend des 31. Juli werde von der Bevölkerung geschätzt, weil mit dem 1. August ein arbeitsfreier Tag folge.

Ausflug in die Schule

Witschi ist seit fünf Jahren in der Politik aktiv, nachdem er von der SVP als Kandidat für den Grossen Gemeinderat angefragt worden war. Witschi ist verheiratet. Beim traditionellen Ausflug des Gemeindeparlaments geht es in die unmittelbare Nachbarschaft. Witschi will die Schulen in Münchenbuchsee besuchen. «Ich habe den Draht etwas verloren, weil ich selber keine Kinder habe.» Es könne sicher nicht schaden, wenn Politiker und Lehrer einen Schritt aufeinander zu machten.

Als Tierarzt muss Witschi auch traurige Botschaften überbringen, etwa wenn ein Hund wegen einer Krankheit oder des Alters eingeschläfert werden muss. «Die Frage, die sich stellt, ist immer: Welche Lebensqualität hat das Tier noch, zeigt es noch Lebensfreude?» Viele Besitzer lassen ihren Hund oder ihre Katze einäschern und verstreuen die Asche dann am Lieblingsplatz ihres Tieres.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
19.01.2018

Personalreglement / Personalverordnung / Anhang zur Feuerwehrverordnung

Personalreglement
Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 7. Dezember 2017 das Personalreglement der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee verabschiedet.

Personalverordnung
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. November 2017 die Personalverordnung verabschiedet (unter Vorbehalt der Genehmigung des Personalreglements durch den Grossen Gemeinderat).

Das Personalreglement und die Personalverordnung treten, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, am 1. April 2018 in Kraft. Sie heben alle ihnen widersprechenden Bestimmungen sowie die im Personalreglement und der Personalverordnung explizit zur Aufhebung aufgeführten Erlasse auf. Das Personalreglement und die Personalverordnung können bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, 3053 Münchenbuchsee bezogen oder unter unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Beschlüsse kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Münchenbuchsee, 19. Januar 2018
Der Gemeinderat

Feuerwehrverordnung vom 13. April 2015 - Revision Anhang 4
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 15. Januar 2018 Anhang 4 (Ersatzabgaben) der Feuerwehrverordnung vom 13.04.2015 revidiert und den bereits mit Budget 2018 genehmigten Tarifen angepasst.

Der revidierte Anhang 4 tritt, vorbehältlich allfälliger dagegen erhobener Beschwerden, rückwirkend per 01. Januar 2018 in Kraft. Er hebt alle ihm widersprechenden Bestimmungen und Erlasse auf. Das Feuerwehrreglement inkl. revidiertem Anhang 4 können bei der Präsidialabteilung, Bernstrasse 8, 3053 Münchenbuchsee bezogen oder unter Gemeindeerlasse heruntergeladen werden.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Beschlüsse kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Münchenbuchsee, 19. Januar 2018
Der Gemeinderat
18.01.2018

BZ-Artikel: Zur Autoprüfung nach Buchsi

Hier finden in Zukunft keine Fahrund Fahrzeugprüfungen mehr statt: Das Strassenverkehrsamt verlässt das Wankdorf und zieht nach Münchenbuchsee. (Foto: Beat Mathys)

Vom Wankdorf nach Münchenbuchsee: Das Strassenverkehrsamt soll bis 2027 in einen 110 Millionen Franken teuren Neubau zügeln. Wie das Areal am Schermenweg künftig genutzt wird, ist noch offen.


Es ist eine Adresse, die Autofahrern aus dem Grossraum Bern bestens bekannt ist: das Strassenverkehrsund Schifffahrtsamt (SVSA) am Schermenweg im Wankdorf. Hier beginnt und endet für viele Neulenker die nervenaufreibende Fahrprüfung. Hier holt man vorfreudig sein Kontrollschild fürs Auto ab. Und hier bringt man alle paar Jahre naserümpfend sein Fahrzeug zur Überprüfung.

All das wird sich jedoch bald nicht mehr im Wankdorf abspielen. Wie der Kanton Bern gestern mitteilte, will er das Amt in die Buechlimatt nach Münchenbuchsee verlegen (siehe Karte). Am neuen Standort soll für bis 110 Millionen Franken ein Neubau entstehen. Dieser wird 260 Mitarbeitern des SVSA Platz bieten und künftig als neue Niederlassung die jährlich rund 125 000 Fahrzeugprüfungen und über 8000 praktischen Führerprüfungen abwickeln.

«Sanierung lohnt sich nicht»

Der Grund für den Wegzug aus dem Wankdorf ist laut Kanton der schlechte Zustand, in dem sich allen voran das Gebäude des Verkehrsprüfzentrums befindet. «Das Gebäude hat sein Lebensende erreicht», sagt Regierungsrätin Barbara Egger (SP). Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hätten in der Vergangenheit bereits mehrmals kleinere Sanierungen durchgeführt werden müssen. Langfristig hätte man das Gebäude aber totalsanieren müssen. «Das lohnt sich nicht», so Egger. Zudem sei eine solche Sanierung bei laufendem Betrieb nicht möglich.

Der Wegzug vom Wankdorf ist bereits seit längerem geplant. Schon 2013 hat der Kanton nach eigenen Angaben damit begonnen, nach alternativen Standorten für das Amt zu suchen. Insgesamt prüfte er 27 Areale – und wurde in der Buechlimatt in Münchenbuchsee fündig.

Das 21 000 Quadratmeter grosse Areal gehört zwei Besitzern: der Einwohnergemeinde und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Diese legen die beiden Parzellen zusammen, bilden eine Miteigentümerschaft und geben das Land im Baurecht ab – für jährlich rund 200 000 Franken. Der Zins wird aber erst fliessen, nachdem eine Baubewilligung vorliegt.

Der Kanton spricht von einem angemessenen Baurechtszins. Laut Claude Monnier, dem Sekretär der Burgergemeinde Münchenbuchsee, liegt der Zins in jenem Bereich, den bereits ansässige Betriebe bezahlen. Für Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) stand nie zur Diskussion, dass die Gemeinde ihr Land verkauft, sondern dass sie es wie die Burger im Baurecht abgibt. Über den Vertrag mit dem Kanton entscheiden die Burgerversammlung im Frühling und die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee im Herbst an der Urne.

Die Burgergemeinde hatte mehrere Interessenten für das Land. Aber das Projekt des Kantons erachtet Claude Monnier aus mehreren Gründen als sinnvoll: Es liegt nahe beim Autobahnanschluss, die Zufahrt führt nicht durchs Siedlungsgebiet, und ein Projekt über beide Parzellen vereinfacht das Prozedere. Ein umstrittenes unterirdisches Gewässer verzögerte bisher mögliche Vorhaben (siehe unten).

Künftige Nutzung noch offen

Bleibt die Frage, was aus dem Schermenareal im Wankdorf nach dem Wegzug des SVSA passiert. Das Gelände an bester Lage samt Gebäuden gehört dem Kanton. Ob er es verkaufen oder anderweitig nutzen wird, bleibt allerdings vorerst offen. «Das wissen wir noch nicht», so Egger. Eine Potenzialanalyse soll darüber Aufschluss geben, was auf dem Areal möglich wäre.

Fakt ist: Mit seiner Nähe zur Autobahn, zum ÖV und zu Berns Zentrum ist das Areal attraktiv gelegen. Egger spricht von einem «Filetstück» in diesem Perimeter. Ob das auch bei der Stadt Bern Begehrlichkeiten wecken könnte? Schliesslich gilt der Perimeter Wankdorf, dem das Schermenareal angehört, als grösster und bedeutendster Entwicklungsschwerpunkt im Kanton. «Es handelt sich um ein interessantes Gebiet mit grossem Potenzial», sagt Stadtplaner Mark Werren. Mehr könne er noch nicht sagen, weil man vom Wegzug des SVSA auch erst gestern erfahren habe.

Zunächst muss der Grosse Rat nun den Baurechtsvertrag und den Wettbewerbskredit genehmigen. Dann erst kann geplant und gebaut werden. Ab 2027 soll der neue Standort bezugsbereit sein.

Ein Artikel aus der
(Christoph Albrecht Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)

Die Gewässerfrage

Klicken Sie auf das Bild um die Karte zu vergrössern.
Wegen eines eingedolten Wasserlaufs unter der Buechlimatt verzögerte sich eine mögliche Überbauung des Areals. Es stellte sich die Frage: Handelt es sich beim fraglichen Wasserlauf um ein Gewässer oder lediglich um eine Drainageleitung vom Hang ennet der Bahnlinie? Das ist entscheidend. Falls es als Gewässer eingestuft wird, muss dieses bei einer Überbauung offen gelegt werden, mit dem entsprechendem Gewässerabstand. Das reduziert den Wert und lässt weniger Möglichkeiten für eine Überbauung.

Die Burgergemeinde stellte sich auf den Standpunkt, dass es sich um eine Entwässerung handelt, das Tiefbauamt des Kantons Bern stufte den Wasserlauf als Gewässer ein. Die Burger zogen mit einer Beschwerde bis vor Verwaltungsgericht. Dieses entschied Ende Januar 2016, dass es sich beim eingedolten Wasserlauf um ein Gewässer handelt. Dieses Urteil ist rechtskräftig.

Das Gewässer müsse wegen dieses Entscheids des Verwaltungsgerichts offen gelegt werden, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel. Wie das genau geschehen soll, wird erst im Rahmen des eigentlichen Projektes definiert. hus
17.01.2018

Medienmitteilung des Kantons Bern: Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) Verlegung von Bern nach Münchenbuchsee

Wer in der Region Bern sein Fahrzeug zum Prüfen bringt, fährt in zehn Jahren nach Münchenbuchsee statt ins Wankdorf. Das Verkehrsprüfzentrum des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts (SVSA) am Schermenweg 9 in Bern ist in einem schlechten baulichen Zustand. Eine Sanierung ist im laufenden Betrieb nicht möglich. Der Kanton will das SVSA deshalb von Bern in einen Neubau nach Münchenbuchsee verlegen. Die Verlegung ist voraussichtlich 2027 abgeschlossen.

Am Schermenweg 5 im Berner Wankdorf sind der Hauptsitz und die Zulassungs- und Kundendienste des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes (SVSA) des Kantons Bern untergebracht. Im zum SVSA gehörenden Verkehrsprüfzentrum am Schermenweg 9 werden Fahrzeug- und Führerprüfungen durchgeführt. Zum SVSA gehört auch das Prüfzentrum für den Schwerverkehr an der Milchstrasse in Ostermundigen. Der Kanton Bern will die im Raum Bern ansässigen Abteilungen des SVSA mit rund 260 Mitarbeitenden in einem Neubau in der Agglomeration Bern zusammenfassen und damit Synergien nutzen.

Warum ein Neubau?

Das Gebäude am Schermenweg 9 ist in einem schlechten baulichen und energetischen Zustand. Für einen langfristigen Weiterbetrieb wären unverhältnismässig hohe Investitionen zu tätigen. Zudem ist eine Sanierung des Verkehrsprüfzentrums bei laufendem Betrieb nicht möglich. Weiter fehlt es im Wankdorf an Raum, um das Verkehrsprüfzentrum bei Bedarf erweitern zu können. Schliesslich könnten die im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf liegenden und durch den SVSA-Wegzug freiwerdenden Areale dereinst wirtschaftlich und städtebaulich aufgewertet und verdichtet werden.

Breite Standortevaluation für Neubau des SVSA

Der Kanton hat bereits 2013 begonnen, alternative Standorte für das SVSA abzuklären. Das kantonseigene Grundstück beim Prüfzentrum Schwerverkehr in Ostermundigen erwies sich als zu klein für einen Neubau. Deshalb wurde in der Folge in einem breiten Evaluationsprozess im Raum Bern nach einem neuen Standort gesucht. Insgesamt wurden 27 potenzielle Areale untersucht.

Standort Buechlimatt in Münchenbuchsee am besten geeignet

Dabei hat der Standort Buechlimatt in Münchenbuchsee am besten abgeschnitten. Das vorgesehene Areal befindet sich am Rand der Gewerbezone nordwestlich des Dorfs. Deshalb sind nur wenig Anwohnerinnen und Anwohner direkt betroffen. Die Buechlimatt liegt nahe der Autobahnausfahrt Münchenbuchsee. Eine erste Grobanalyse hat gezeigt, dass voraussichtlich rund 90% des Verkehrs via N6 direkt zum Areal gelangen wird. Die bestehende ÖV-Erschliessung des Areals wird im Rahmen des Projekts optimiert.

Inbetriebnahme des neuen SVSA für 2027 geplant

Die rund 21'000 m2 Grundstücksfläche der Buechlimatt unterteilen sich in zwei Parzellen, die sich im Besitz der Burgergemeinde bzw. der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee befinden. Der Kanton Bern hat sich das Areal im Dezember 2017 im Baurecht gesichert. Voraussichtlich Anfang 2019 stehen mit der Genehmigung des Baurechtsvertrags und des Wettbewerbskredits durch den Grossen Rat erste politische Meilensteine an. Anschliessend folgen Architekturwettbewerb, Planung und Realisierung des neuen SVSA. Parallel dazu wird die Nachnutzung des Schermenareals und des Prüfzentrums Schwerverkehr in Ostermundigen evaluiert.

Die Inbetriebnahme des neuen SVSA in Münchenbuchsee ist gemäss heutiger Planung für 2027 vorgesehen. Die Investitionssumme wird auf rund CHF 110 Mio. geschätzt. Der Baurechtszins ist für die Region Bern mit jährlich rund CHF 200'000 angemessen.

Von der Verlegung des SVSA in der Region Bern nicht betroffen sind die übrigen Prüf- und Dienstleistungszentren des SVSA in Thun-Allmendingen, Orpund und Bützberg.

Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) des Kantons Bern trägt zu einem sicheren, reibungslosen und umweltschonenden Verkehr auf Strassen und Gewässern bei. Es ist für Prüfungen und Zulassungen von ca. 800'000 Fahrzeugen und 12'000 Schiffen verantwortlich. Das SVSA erbringt seine Dienstleistungen in vier Regionen: Bern, Berner Oberland, Seeland/Berner Jura und Oberaargau/Emmental. Im Verkehrsprüfzentrum Bern werden jährlich rund 125'000 Fahrzeuge geprüft und rund 8'500 – 8'600 praktische Führerprüfungen durchgeführt. 
12.01.2018

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Neujahrsapéro 2018

Der Gemeindepräsident Manfred Waibel begrüsst die Gäste.

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee lud am 5. Januar 2018 die Bevölkerung erstmals zum Neujahresapéro ein.

Die zahlreich erschienenen Gäste wurden musikalisch von Hannah Farago (Gesang) und Edu Galera Ludena (Klavier) empfangen. Die Schülerin und der Schüler der Musikschule Münchenbuchsee umrahmten den Anlass mit Coverversionen sowie tollen Eigenkompositionen und machten mit ihrer musikalischen Darbietung beste Werbung für die Musikschule Münchenbuchsee.

Der Gemeindepräsident, Manfred Waibel, begrüsste die rund 180 Gäste und nutzte die Gelegenheit, der Bevölkerung für ihr Kommen zu danken, einen Ausblick auf das 2018 zu geben und alles Gute für das neue Jahr zu wünschen.

Anschliessend wurden die Gäste mit einem grosszügigen Apérobuffet der Metzgerei Wüthrich verwöhnt, welches bei Gross und Klein grossen Anklang fand. Auf das neue Jahr wurde unter anderem mit feinem Wein aus dem Hofwiler Wy-Chäller angestossen. Bei angeregten und interessanten Gesprächen konnte sich die Bevölkerung mit Gemeinderatsmitgliedern und Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung austauschen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.

Die Gäste waren interessiert, offen für Neues im 2018 und freuten sich über einen gelungenen und erfolgreichen Start im neuen Jahr. Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit dem gelungenen Anlass und die mehr als erwartet zahlreich erschienen Gäste. Die Anwesenden lobten die sehr gute Organisation, den wertvollen Gesprächsaustausch und die unterhaltsame Musik. Alle waren sich einig: Es war ein würdiger Anlass zum Jahresanfang, welcher gerne im nächsten Jahr wiederholt werden darf.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Olivier Gerig, Karin Balmer
Fotos: Olivier Gerig
Musikalische Umrahmung von Hannah Farago (Gesang) und Edu Galera Ludena (Klavier)

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