News-Artikel 2017

16.01.2017
13.11.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gesehen und gesehen werden hiess es an der MÜGA 2017

Das Organisationskomitee der MÜGA 2017

Letztes Wochenende war es endlich soweit! Das Organisationskomitee des Vereins KMU Münchenbuchsee freute sich, dass nun nach vier Jahren am Freitag, 2. November 2017 der lang ersehnte Startschuss für die 2. MÜGA  fiel! Am Freitag, um 16.00 Uhr versammelten sich die Ausstellenden beim Bahnhof Münchenbuchsee, von dort brachte sie das „MÜGA-Zügli“ zur Ausstellungshalle. Über den roten Teppich schritt man in die Ausstellungshalle der Gewerbeausstellung Münchenbuchsee.


Vor der eigentlichen Eröffnung um 17.00 Uhr fand ein Apéro für die ausstellenden Gewerblerinnen und Gewerbler statt. Raphael Sangiorgio Präsident des KMU-Vereins Buchsi, Manfred Waibel, Gemeindepräsident von Münchenbuchsee, Christoph Erb, Direktor Berner KMU und Thomas Krebs, OK-Präsident, begrüssten die Anwesenden zur Gewerbeausstellung in Münchenbuchsee, dankten den 73 ausstellenden Klein- und Mittelunternehmen (KMU) und allen Helfenden für ihr grosses Engagement. Ohne sie könnte ein solcher Anlass im Dorf gar nicht durchgeführt werden. Sie betonten in ihren Reden, wie wichtig, ein solcher Anlass für die  KMU’s sei, um sich in der Gemeinde zu präsentieren und den Einwohnerinnen und Einwohnern aufzuzeigen, welches vielfältige Angebot ihnen lokal geboten wird, welches sie nutzen können. „Lokal vernetzt, lokal einkaufen“, das sei der Leitgedanke des KMU Münchenbuchsee. Gesehen und gesehen werden an der Gewerbeausstellung sei wichtig. Klein- und Mittelbetriebe schaffen nicht nur Arbeitsplätze im Dorf, ihnen liegt auch die berufliche Zukunft der Jugend sehr am Herzen. Umso mehr freuen sie sich, den Jungen im Dorf zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten anbieten zu können. Das Organisationskomitee ist stolz, dass 52 Lernende aus dem Dorf sich bereit erklärt haben, an der MÜGA mitzuhelfen, sei es beim Parkdienst, Food Court oder an der Bar.

Nachdem OK-Präsident Thomas Krebs über das Angebot und das Rahmenprogramm der Ausstellung informiert hatte, öffneten sich pünktlich um 17.00 Uhr auch für die Besucherinnen und Besucher die Tore zur Gewerbeausstellung. Eine grosse Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen wurde Gross und Klein an den verschiedenen, kreativ dekorierten Ständen der KMU’s  präsentiert. Die Besuchenden konnten sich einen Eindruck vom Gewerbe in Münchenbuchsee verschaffen. Den Einwohnerinnen und Einwohnern wurde bewusst gemacht, dass alles, was man benötigt, im Dorf angeboten wird. Eine breite Palette vom Maler, Schreiner, Elektriker, Bodenleger, Sanitär, Storenbauer, Gärtner, Metzger, Bäcker über Spitex, Massagetherapien, Tierarzt bis zu Banken, Treuhandbüro, Hochzeitsorganisation, Bestattungsdienst, usw. informierten über ihr Angebot. Die Besuchenden erhielten an den Ständen praktische sowie witzige Werbegeschenke oder konnten an Spielen und Wettbewerben teilnehmen. Viele Aussteller präsentierten sich sehr innovativ, sei es mit einer aussergewöhnlichen Dekoration, mit Kochen von feinen Leckereien am Stand oder mit attraktiven Spielen wie Alpenscooter, Sudoku, „WC-Basketball“ usw. Das Jugendwerk war draussen für die Unterhaltung der Kinder und Jugendlichen besorgt, sei es mit dem Flugsimulator oder auf einem Riesentrampolin. Die Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst  präsentierten sich draussen vor der Ausstellungshalle mit ihren Fahrzeugen. An jedem Ausstellungstag zeigten sie den Besuchenden in einer Demo, wie ein Einsatz abläuft.

Die Aussteller versuchten neue Kunden zu gewinnen, suchten aber auch den Kontakt zu bereits bestehenden Kunden. Sie beantworteten interessierten Besuchern kompetent ihre Fragen und gaben so manchen interessanten Tipp zur Lösung eines Problems. Wussten Sie beispielsweise, dass das Spielen mit einem Didgeridoo, einem Blasinstrument aus Australien, Menschen hilft, die schnarchen oder unter Schlafapnoe leiden?

Auf den Spuren von Geheimagent 007 James Bond befand man sich beim Stand der Gastregion Mürren. Die Besucher erfuhren, was es auf dem Schilthorn Piz Gloria, dem ehemaligen Drehort einer James Bond Verfilmung, Neues zu sehen und zu erleben gibt. Mit viel Glück konnte am Glücksrad ein Ticket für die Schilthornbahn gewonnen werden.

Wer erschöpft war vom Rundgang durch die Ausstellung, gönnte sich beim Stand von Balance eine entspannende Massage und liess sich wieder in die richtige Balance bringen. Dies war für viele eine herrliche Wohltat. Durst? Knurrender Magen? Im Food Court konnte man sich mit einem feinen Essen und Getränken aus dem reichhaltigen Angebot verwöhnen lassen.

Erstmals präsentierte sich auch die Gemeinde Münchenbuchsee mit einem Stand. Die Bürgerinnen und Bürger von Münchenbuchsee hatten die Gelegenheit, Mitgliedern des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung Fragen zu stellen, Anregungen zu geben oder auch Kritik zu üben. Gemeindepräsident Manfred Waibel freute sich über das allgemein positive Feedback und den Kontakt mit Einwohnerinnen und Einwohnern, den man sonst in dieser Form nicht hat. „Die Leute haben hier am Stand festgestellt, dass man mit der Gemeinde reden kann. Die MÜGA ist die richtige Plattform sowohl für uns als Gemeindevertreter wie auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Buchsi. Ich bin sehr zufrieden über die Teilnahme an der MÜGA und denke, dass wir auch wieder an der nächsten Gewerbeausstellung präsent sein werden“, meinte der Gemeindepräsident.  

Auch am Stand des Fraubrunner Anzeigers herrschte immer wieder viel Betrieb. Zahlreiche Leserinnen und Leser wollten sich das Buchstabensalaträtsel von Edy Hubacher, dem „Rätselonkel der Nation“, und die tollen Preise, die es zu gewinnen gab, nicht entgehen lassen. Gleichzeitig machten wir vom Fraubrunner Anzeiger die Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam, dass der Anzeiger eine wichtige Informationsquelle der Gemeinden, Kirchen, KMU’s und Privatpersonen ist. Wir freuten uns auch über Anregungen und interessante Gespräche.

Ein Highlight der MÜGA war die Image-Show, die an allen drei Tagen mehrmals präsentiert wurde. Mit Musik und Tanz wurden die Produkte einiger Aussteller auf spezielle Art und Weise unterhaltsam dargeboten. 

Während den drei Ausstellungstagen sorgten aus dem Dorf die Musikgesellschaft Münchenbuchsee, die Village Street Band, die Guggenmusik Taktsurfer, die Schülerband und die Harmonie Münchenbuchsee für musikalische Unterhaltung. Am Freitagabend nach Ausstellungsschluss heizten „The Magic Five“ bis zu später Stunde mit fetzigem Sound beim Publikum ein. Am Samstagabend stand nach der Ausstellung „Dance and Fun“ mit DJ Claudio Molisano auf dem Programm.

Am Freitagabend verlieh der Verein KMU Münchenbuchsee den Lehrlingsaward. Er wird jedes Jahr an Lernende vergeben, die die Lehre bei einem Mitglied des Vereins KMU Münchenbuchsee absolviert und die Lehrabschlussprüfungen mit einem Notendurchschnitt von 5.0 oder mehr abgeschlossen haben. Dieses Jahr gewannen fünf Kandidaten den Lehrlingsaward, einen gravierten „Bsetzistei“, und Gutscheine der Buchsi Ladengruppe. Die Gewinnerinnen und Gewinner waren drei Lernende der Volvo Group (Schweiz) AG, Truck Center Münchenbuchsee, Lukas Menzi, Säriswil mit Notendurchschnitt LAP 5.4, Micha Mäder, Oberried mit Notendurchschnitt LAP 5.1 und Tom Zürcher, Lützelflüh mit Notendurchschnitt LAP 5.0 sowie Melanie Schranz, Oberstocken mit Notendurchschnitt LAP 5.2 der Suter + Gerteis AG, Druckerei, Zollikofen und Ana Peric, Moosseedorf mit Notendurchschnitt LAP 5.0 der Druckerei Varicolor AG, Münchenbuchsee.

OK-Präsident Thomas Krebs zeigte sich mit der diesjährigen MÜGA mehr als zufrieden. Er meinte,  mit der Gewerbeausstellung konnten nebst der Pflege von bestehenden Kunden und Gewinnung von Neukunden auch den Neuzuzügern in den neuen Quartieren von Münchenbuchsee das Angebot und die Stärken der Buchsi KMU’s präsentiert werden. Er freute sich, über das grosse Interesse, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher sowie die gute und gemütliche Stimmung an der MÜGA 2017. „Unser Ziel war es, dass alle nach der MÜGA nach Hause gehen mit den Worten D MÜGA HET GFÄGT. Dieses Ziel haben wir erreicht!“

Weitere Informationen zum Verein KMU Münchenbuchsee finden Sie unter www.buchsikmu.ch

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Gino Bonafini
Entspannende Massage an der MÜGA
Raphael Sangiorgio übergibt Tom Zürcher (Volvo Group Schweiz AG) den Lehrlingsaward.
10.11.2017

BZ-Artikel: Pellets, um 200 Häuser zu heizen

Der Bau des Pelletlagers kostete 2,5 Millionen Franken. zvg

Die Fenaco-Tochter Agrola eröffnet ein grosses Lager mit Pellets. Von hier aus wird das Mittelland beliefert.


Agrola nimmt heute Freitag ein grosses Umschlaglager für Holzpellets in Betrieb. In Silos mit einer Kapazität von je 490 Tonnen lagert der jährliche Wärmebedarf für rund 200 Einfamilienhäuser. Die Bauzeit für den Um-schlagplatz betrug sieben Monate, Agrola investierte zweieinhalb Millionen Franken. Das Unternehmen, das zur Fenaco gehört, reagiert damit nach eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Von Münchenbuchsee aus wird das gesamte Gebiet des Espace Mittelland abgedeckt. Die zentrale Lage sorge für kurze Wege und optimierte Logistik, schreibt Agrola in einer Mitteilung.

Ein Artikel aus der
(pd, Berner Zeitung BZ)
31.10.2017

MÜGA 17: Freitag, 3. bis Sonntag, 5. November

In der Zeit von Freitag, 3. bis Sonntag, 5. November 2017 findet auf dem Schulareal Paul Klee und dem Sportplatzgelände Schönegg die Gewerbeausstellung MÜGA 17 statt.

Im Ausstellungsbereich und in der näheren Umgebung ist nur eine beschränkte Anzahl von Parkplätzen vorhanden. Die motorisierten Besucherinnen und Besucher werden deshalb auf dezentrale Parkplätze geleitet.  

Wir empfehlen die Anreise mit Bahn und RBS-Bus: Das Ausstellungsgelände ist sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Zwischen dem Bahnhof Münchenbuchsee und den dezentralen Parkplätzen zirkulieren zudem regelmässig Shuttle-Busse (MÜGA-Bähnli).   

Wir bitten die Besucherinnen und Besucher, die Signalisationen und die Instruktionen der Verkehrsdienste zu beachten. Den Ausstellerinnen und Ausstellern wünschen wir eine erfolgreiche MÜGA 17.

Ressort öffentliche Sicherheit
23.10.2017

BZ-Artikel: Das Budget «fägt» nicht

Die Gemeinde tritt dem Fäger nicht wieder bei. Die SP scheiterte mit einem Antrag im Rahmen der Budgetdebatte.

Die finanzielle Situation der Gemeinde Münchenbuchsee ist nach wie vor herausfordernd. Zwar werden im Budget 2018 mehr Steuereinnahmen erwartet. Doch das zusätzliche Geld werde durch Mehrausgaben gleich wieder «weggefressen», sagte Arduino Lavina (SVP) in der Parlamentsdebatte. Neue freiwillige Ausgaben werde die SVP konsequent bekämpfen. Man sei zwar auf dem richtigen Weg, dieser bleibe «steinig und harzig», fügte Renate Löffel (EVP) an.

Die SP beantragte, dass die Gemeinde wieder dem Fäger beitrete, einem Ferienangebot für Kinder und Jugendliche in der Region Bern. Es sollte doch möglich sein, irgendwo die 7500 Franken dafür zu finden, sagte Martin Frei. Allenfalls sollten die zusätzlichen Abschreibungen gekürzt werden. Der SP-Antrag wurde mit 12 zu 24 Stimmen abgelehnt.

Das Budget 2018 rechnet bei Einnahmen von gut 38 Millionen Franken mit einem ausgeglichenen Resultat. Es sind zusätzliche Abschreibungen in Höhe von 242 000 Franken enthalten. Der Grosse Gemeinderat hat das Budget einstimmig verabschiedet. Die Stimmberechtigten entscheiden am 26. November über das Budget 2018.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
20.10.2017

Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung

Themen: Bedarfserhebungen Allmend und Dorfzentrum
Wann: Mittwoch, 1. November 2017
Wo: Turnhalle Allmend
Zeit: 18.30 Uhr

Der Gemeinderat Münchenbuchsee lädt Sie recht herzlich zur öffentlichen Informationsveranstaltung über die geplanten Bedarfserhebungen ein.

Alle Einwohnerinnen und Einwohner von Münchenbuchsee sind herzlich zum Informationsanlass in der Turnhalle des Allmendschulhauses eingeladen. Es informieren der Gemeindepräsident, Herr Manfred Waibel, der Departementsvorsteher Soziales, Herr Pascal Lerch sowie Frau Claudia Michel von der Berner Fachhochschule.

Beim anschliessenden Apéro besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns.

Gemeinderat Münchenbuchsee
20.10.2017

Bund-Artikel: Mehr Einnahmen und mehr Ausgaben in Münchenbuchsee

Das Budget 2018 ist unter Dach. Eine erneute Teilnahme am Fäger-Programm lehnte das Parlament jedoch klar ab.

Münchenbuchsee bleibt, treffen die Annahmen des Budgets ein, im nächsten Jahr in den schwarzen Zahlen. Bei einem Aufwand von 37,8 Millionen Franken bleibt voraussichtlich ein Überschuss von 242 000 Franken in der Kasse, der für zusätzliche Abschreibungen verwendet wird. Der Grosse Gemeinderat stimmte dem Budget gestern Abend mit 36 zu 0 Stimmen zu.

Die Steuereinnahmen entwickeln sich voraussichtlich positiv. Im Vergleich zum Budget des laufenden Jahres wurde dieser Posten um gut eine Million Franken erhöht. Die Mehreinnahmen würden aber gleich wieder durch höhere Ausgaben aufgefressen, gab Arduino Lavina (SVP) zu bedenken. Zu einem grossen Teil liegen diese höheren Ausgaben aber nicht im Einflussbereich der Gemeinde. Die GFL beurteilte das Budget «verhalten positiv». Für die EVP befindet sich die Gemeinde «auf dem richtigen Weg». Der Gemeinderat beurteilt die finanzielle Situation weiterhin als «herausfordernd». Er ermahnte darum das Parlament, die Massnahmen des Entlastungspakets von 2014 beizubehalten und auf neue freiwillige Ausgaben zu verzichten. Auch Marco Arni (FDP) sagte, die Entlastungsmassnahmen seien weiterzuführen.

SP zog den Kürzeren

2014 war unter anderem die Teilnahme am Ferienprogramm Fäger für Kinder und Jugendliche der Stadt Bern gestrichen worden. Gestern stellte die SP den Antrag, dass die Gemeinde wieder am Fäger teilnimmt. Die Teilnahme ist mit Kosten von 7500 Franken verbunden. Sie könne nicht verstehen, warum man diesen Betrag nicht im Budget unterbringen könne, sagte Eva Häberli Vogelsang (SP). Die SP fand aber keine Mehrheit, der Antrag wurde mit 12 zu 24 Stimmen klar abgelehnt.

Die Steueranlage bleibt auch im nächsten Jahr bei 1,64 Einheiten. Die Investitionen liegen bei 2,5 Millionen Franken. Auch in den Jahren nach 2018 werden die Investitionen nach dem Finanzplan ungefähr auf diesem Niveau bleiben. Die FDP bezeichnete dieses Volumen – auch im Vergleich mit anderen Gemeinden in der Region Bern – auf längere Sicht als zu klein.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
20.10.2017

BZ-Artikel: Ein Investor soll bauen

Das multifunktionale Gebäude taucht nicht mehr im Finanz- und Investitionsplan auf. Der Gemeinderat sucht einen Investor und möchte das Gebäude nur mieten.

Der Finanzplan der Gemeinde Münchenbuchsee sah vor einem Jahr gar nicht gut aus. Besonders der geplante Bau eines multifunktionalen Gebäudes verursachte einige Bauchschmerzen. Der neue Finanzplan sieht nun deutlich rosiger aus. Nicht weil mehr Geld vorhanden ist. Der Gemeinderat hat entschieden, den Bau des Multifunktionsgebäudes (12,8 Millionen Franken) durch einen Investor zu favorisieren. Die Gemeinde würde das Gebäude für ihre Bedürfnisse langfristig mieten. Noch seien die Verhandlungen nicht so weit fortgeschritten für detailliertere Angaben, heisst es im Finanzplan.

Dieser Entscheid sei «fahrlässig und nicht akzeptabel», sagte Edith Bucheli (GFL) gestern im Gemeindeparlament. Was passiere, wenn man keinen Investor finde? Etwas vage fand Walter Lanz (BDP) die Begründung des Gemeinderats für den Beschluss. Die SP hofft, dass der Gemeinderat die beiden Varianten transparent gegenüberstellt. SVP-Sprecher Arduino Lavina lobte den eingeschlagenen Weg. Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) sagte, dass das Geschäft garantiert dem Parlament vorgelegt werde, mit dem Vergleich mieten oder selber bauen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
19.10.2017

BZ-Artikel: Durch die Welt für Judenretter Carl Lutz

In der Hand das Glas, das sie als Sechsjährige in der Brandruine des Hauses Lutz fand: Agnes Hirschi. Bild: Nicole Philipp

Agnes Hirschi engagiert sich weltweit für die Würdigung des Schweizer Judenretters Carl Lutz, der ihr Ziehvater war. Die Ex-Journalistin ist Teil einer Ausstellung über die letzten Holocaustüberlebenden.


Sofort steuert Agnes Hirschi (79) in ihrer Wohnung in Münchenbuchsee auf die gläserne Vitrine zu, in der unzählige kleine Erinnerungsobjekte liegen. Sie greift ein Stück heraus, man erkennt Stiel und Kelch, aber es ist grauschwarz und deformiert, als wäre es von einem Vulkan ausgeworfen worden. «Das war eines unserer Kristallgläser», bestätigt Hirschi, «ich fand es im Winter 1945, als ich in Budapest als Kind in den Überresten des zerbombten Hauses der Familie Lutz wühlte.»

Agnes Hirschi, 1938 als Agi Gausz in London in eine jüdischungarische Familie geboren, verbrachte ihre Kindheit in Budapest. Im Sommer 1944, als die sechsjährige Agi, da britischer Nationalität, hätte deportiert werden sollen, sprach ihre Mutter Magda beim Schweizer Diplomaten Carl Lutz vor. Um Mutter und Kind zu schützen, engagierte er Magda als Hausdame.

Integration zuerst

Die letzten beiden Kriegsmonate bis Februar 1945 verbrachten Mutter und Tochter Gausz zusammen mit der Familie Lutz im Schutzkeller der englischen Gesandtschaft. Über ihren Köpfen zerstörten nazideutsche Fliegertruppen die Residenz. Agnes Hirschi, ausgestattet mit einem beneidenswerten Gedächtnis, erinnert sich genau an die klammen Wochen, während deren die Erwachsenen viel Zeit hatten, den Schrecken von ihr fernzuhalten. Sie sieht die zusammengeschobenen, mit grünem Samt bezogenen Fauteuils, auf denen sie schlief, noch heute vor sich.

Trotzdem sagt Agnes Hirschi: «Ich war privilegiert.» Sie und ihre Mutter liefen in der Residenz keine Gefahr mehr, in ein Konzentrationslager deportiert zu werden. Aber über Vizekonsul Lutz waren sie eng mit dem Drama des Holocaust verbunden. Lutz machte es sich zur Aufgabe, ungarischen Juden, die nach Palästina auswandern wollten, Schutzbriefe auszustellen. Die Nazis gestanden ihm ein Kontin gent von 8000 Personen zu. Aber der gewissenhafte Beamte und gläubige Methodist wagte es, unterstützt von vielen Helfern, die Ausreisewilligen in Kollektivpässe einzutragen. Zehntausende ungarische Juden wurden gerettet. Es war die grösste private Rettungsaktion für Juden während des Zweiten Weltkriegs.

Gleichzeitig verliebte sich Lutz in Magda Gausz. Nach dem Krieg heirateten sie, und Lutz übernahm die Vaterrolle für Agi. Die Familie zog nach Bern, wo Agnes, wie sie sich jetzt nannte, sich «voll darauf konzentrierte, mich zu integrieren». Sie schloss eine Handelsausbildung ab, gründete ihre Familie und stieg in den Journalismus ein. Als hartnäckige, resolute Lokalberichterstatterin für diese Zeitung, namentlich aus dem Raum Zollikofen-Münchenbuchsee-Moosseedorf, machte sich Hirschi einen Namen. Daneben wirkte sie als Kreisrichterin in Fraubrunnen. «Ich war voll ausgelastet», sagt sie. Ihre Geschichte und ihre Kriegserlebnisse verdrängte sie.

Unermüdlich auf Achse

1975 hatte sie Carl Lutz auf dem Sterbebett das Versprechen gegeben, sein geistiges Erbe weiterzutragen. Lutz starb schwer enttäuscht, weil die Schweiz ihn nie als humanitären Wohltäter gewürdigt, sondern wegen Kompetenzüberschreitung gerügt hatte. Erst nach ihrer Pensionierung erlaubte sich Hirschi, sich ernsthaft mit ihm und ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. «Darüber zu reden und mich selber zum Thema zu machen, dazu musste ich mich überwinden», sagt sie. Es fällt ihr nicht leicht, sich etwa mit Bild für die Ausstellung «The Last Swiss Holocaust Survivors», ab heute im Kornhausforum Bern, zur Verfügung zu stellen.

Aber ihrer Rolle als Vertreterin der letzten Generation, die den Holocaust erlebt hat, ist sie sich sehr bewusst. Ihr Engagement für die nachträgliche Würdigung ihres Vaters Carl, das in den USA, in Israel und Ungarn schneller Früchte trug als in der Schweiz, versteht sie als Botschaft an jüngere Generationen, die Erinnerung an den Schrecken des Holocaust und den Sinn gelebter Zivilcourage wachzuhalten. Freude hat Hirschi an zwei jungen Romands, die nun für Lutz eine ehrende Verewigung im Bundeshaus anstreben.

Hirschi könnte man als Weltreisende in der Causa Lutz bezeichnen. Sie tritt auf in Buenos Aires, in Washington, in Yad Vashem bei Jerusalem, in Budapest. Sie referiert auf Deutsch, Englisch, Ungarisch, Französisch. Im November erscheint das Buch «Under Swiss Protection», in dem sie mit der kanadischen Holocaustprofessorin Charlotte Schallié Zeugnisse ungarischer Holocaustüberlebender aus aller Welt dokumentiert.

Agnes Hirschi ist «voll ausgelastet». Wie immer. Und nicht zu bremsen.

Ausstellung:
The Last Swiss Holocaust Survivors. Kornhausforum Bern. Bis 25. November.

Ein Artikel aus der
(Jürg Steiner, Berner Zeitung BZ)
02.10.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 500 Jahre Reformation – Ausstellung in Münchenbuchsee

Was ist die Reformation? Was hat sie bewirkt? Antworten finden Sie in der Ausstellung „500 Jahre Reformation“ in Münchenbuchsee (Foto Karin Balmer)
Anlässlich dem Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ finden dieses Jahr viele Feierlichkeiten und Veranstaltungen statt. Wie hat die Reformation die Schweiz, unsere Region, die Gesellschaft und die Frauen geprägt? In Münchenbuchsee finden Sie noch bis Ende November 2017 in der Ausstellung über die Reformation sowohl Antworten auf Ihre Fragen sowie Informationen, wie Münchenbuchsee von der Reformation beeinflusst wurde.

Was ist die Reformation?

Im 16. Jahrhundert wurde durch die Reformation (wörtlich: Umgestaltung) der damals geistliche Klerus, d.h. die Kirche, umgestaltet. Sie bezweckte eine Verbesserung von Religion und Kirche. Unter anderen, haben vor allem Martin Luther vom deutschen Wittenberg, Huldrych Zwingli von Zürich und Johannes Calvin von Genf aus die Reformation und den Protestantismus geprägt. Während bei Martin Luther in Deutschland vorwiegend die religiöse Umwandlung im Vordergrund stand, wollten die Reformatoren in der Schweiz auch die gesellschaftliche Anschauung verändern. Sie verbanden politische und soziale Anliegen mit religiösen Forderungen.  

Vor der Reformation stand der geistliche Klerus über dem Volk und nutzte zum Teil seinen Status aus, um sich zu bereichern. Das damals arme Volk musste sich seinen Platz bei Gott verdienen oder abbezahlen. Es erhielt keine Bildung, hatte keine Rechte und war nicht frei, selbst Entscheidungen zu treffen. Es herrschten grosse Missstände und eine grosse Ungerechtigkeit, so dass die Reformatoren  im 16. Jahrhundert begannen diesen unwürdigen Umständen entgegenzuwirken. Sie predigten dem Volk ihre Anliegen, wie dass das Heil nicht verdient oder abbezahlt werden könne, dass jeder Mensch Anrecht auf die Bibel und Gott habe und eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen könne, dass es zwischen Klerus und Volk keinen Unterschied gäbe, dass jede und jeder frei sei zu entscheiden und seine Meinung frei äussern könne, dass ein Beruf und die Familie vor Gott gleich viel wert seien wie das Amt eines Priesters und dass das christliche Handeln auch heisse, gegenüber den Armen gerecht zu sein. Das Volk erhielt durch diese Predigten neue, aussichtsreichere Perspektiven. Nicht nur die religiösen Ansichten, sondern auch das gesellschaftliche Leben sowie Kunst und Architektur begannen sich zu verändern. Durch die Verkündigungen der Reformatoren wie Luther und Zwingli wurde beispielsweise plötzlich die Heirat eines Priesters akzeptiert, das Volk erhielt Rechte und war frei, seine Meinung zu äussern und Entscheidungen zu treffen. Die Reformation hatte nicht nur eine Veränderung der Kirche zur Folge, sondern auch einen grossen Einfluss auf die Männer- und Frauenrolle sowie das Ehe- und Gesellschaftsleben.

Die prunkvollen Gegenstände und Objekte in den Kirchen verschwanden und wurden durch einfaches Mobiliar ersetzt. Zum Beispiel für das Abendmahl, das nur noch als etwas Besonderes viermal im Jahr, an Weihnachten, Karfreitag/Ostern an Pfingsten und im Herbst zelebriert wurde, wollte Zwingli einfache Holztische in die Kirche stellen. Doch dies war den Gemeinden dann doch zu wenig feierlich und zu wenig repräsentativ, da das Abendmahl zu einem Staatsakt geworden war.

Frauen und die Reformation

Die beiden Pfarrerinnen, Claudia Buhlmann aus Münchenbuchsee und Franziska Bracher aus Moosseedorf, organisierten gemeinsam einen Erwachsenenbildungsabend zum Thema Frauen und Reformation und gaben interessante Einblicke in diese umbruchreiche Zeit.
Für die Frauen war die Reformation eine prägende Zeit. Bis anhin hatten sie nur wenige Rechte. Für alleinlebende Frauen gab es keinen Platz in der Gesellschaft. Entweder wurde eine Frau verheiratet oder ins Kloster geschickt. Sie erhielten keine Bildung; ausser die Nonnen in den Klöstern hatten die Möglichkeit sich zu bilden. Sie lernten Lesen, Schreiben, Rechnen und Latein.
 
Durch die Aussagen der Reformatoren „vor Gott sind alle Menschen gleich“ wurden die Frauen damals ermutigt, aktiv zu werden, ihre Ideen einzubringen und ihre Meinung zu äussern. Der in dieser Zeit erfundene Buchdruck verbreitete die reformatorischen Ideen im ganzen Volk.

Das reformatorische Gedankengut drang auch durch die Klostermauern. Viele Nonnen wurden vom neuen Verständnis der Bibel dazu ermutigt, die Klöster zu verlassen. Sie konnten jedoch nicht zurück zu ihren Familien, da für Klosterflucht noch immer die Todesstrafe galt. Sie waren mittellos und heirateten zu ihrem Schutz und zur Sicherung ihrer Existenz Reformatoren und ehemalige Mönche. An der Seite ihrer Ehemänner trugen und gestalteten sie die Reformation aktiv mit.

Es gibt leider nur wenige Schriften und Porträts der Frauen, die die Reformation prägten. Oft agierten sie im Hintergrund. Eine davon ist Anna Zwingli geb. Reinhart. Sie lebte zuerst heimlich mit Huldrych Zwingli zusammen, bis schliesslich den beiden eine Heirat erlaubt wurde. Sie unterstützte ihren Mann als Pfarrfrau, in dem sie ihm den Rücken frei hielt, zu den Kindern schaute und Gäste und Glaubensflüchtlinge umsorgte.
 
Eine weitere bedeutende Frau war Katharina Luther, geb. von Bora. Nach dem Tod ihrer Mutter kam sie bereits schon mit sechs Jahren ins Kloster und wurde dort zu einer gebildeten und in der Heilkunde erfahrenen Nonne erzogen. Aufgrund der Verkündigungen von Martin Luther, der gegen das unfreiwillige Klosterleben argumentierte, floh sie zusammen mit anderen Nonnen aus dem Kloster. Doch ohne männlichen Schutz war sie auch Gefahren ausgesetzt und als geflohene Nonne auch nicht standesgemäss. Sie liess Martin Luther wissen, dass sie ihn gerne heiraten möchte. Das war sehr selbstbewusst für die damalige Zeit. Während dem Bauernkrieg wurde die Heirat mit  Martin Luther vollzogen. Fortan unterstützte sie ihn aktiv als Ehefrau, Mutter ihrer Kinder und Hausfrau und galt als Paradebeispiel für die von den Reformatoren eingeforderte Bestimmung der Frau. Martin Luther gewann durch seine selbstbewusste und weltoffene Frau neue Ansichten auf sein Frauenbild, welches er wiederum an die Öffentlichkeit trug.
 
Elisabeth Cruciger, geb. von Meseritz, war die erste Liederdichterin der evangelischen Kirche. Sie lebte ebenfalls als Nonne in einem Kloster, aus welchem sie in der Reformationszeit floh und schliesslich Caspar Cruciger, Mitarbeiter und Schüler Martin Luthers heiratete. Sie wirkte ebenfalls als Pfarrfrau an der Seite ihres Mannes. Sie dichtete das Lied „Herr Christ, der einig Gotts Sohn“, welches seit 500 Jahren gesungen wird und heute eines von wenigen von Frauen gedichteten Liedern im reformierten Kirchengesangsbuch ist.

Selbstverständlich gibt es noch einige Frauen, die während der Reformation aktiv zum „neuen“ Frauenbild beigetragen haben. Sie haben Schulen für Mädchen gegründet, Kranke gepflegt, Glaubensflüchtlinge beherbergt, Ideen und Meinungen öffentlich geäussert. Doch es dauerte  nochmals mehr als 400 Jahre bis die erste Frau von der Kanzel predigte. Und wie sehen die reformatorischen Gedanken und Ideen der Frau seit der Reformation aus? Sind die Frauen und Männer in unserer heutigen Gesellschaft gleichgestellt?

Münchenbuchsee und die Reformation

Der geistliche Orden der Johanniter war damals in Münchenbuchsee etabliert. Er bewohnte das Kloster und bestimmte bis zur Reformation weitgehend über das Dorf. Die Dorfbewohner nannten die Ordensangehörigen einfach „die Mönche“. Diese haben dem Dorf auch den Ortsnamen gegeben: Münchenbuchsee= Mönchs-Buchshain. Das Kloster gilt heute als älteste Kommende des Johanniterordens in der Schweiz.

1527 ordnet Bern die Bevogtung aller Klöster an und führt 1528 die Reformation ein. Deshalb gibt 1529 der letzte Komtur Peter von Englisberg die Kommende Münchenbuchsee an die Stadt Bern ab. Das Kloster wurde danach als Amtshaus benutzt.

Als einer der Zeugen der Reformation stehen in Münchenbuchsee der Abendmahltisch und der Taufstein. Der Vogt schenkte Münchenbuchsee einen schönen steinernen Abendmahltisch, natürlich mit Wappen und Inschrift. Er wurde als symbolische „Mitte“ der Gemeinde, zwischen Männer und Frauen, Landvogt und Pfarrer positioniert. Das kombinierte Möbel galt als originelle Lösung von Taufe und Abendmahl, war doch das Taufbecken mit einem schwenkbaren Kupferbecken in der Mitte unterhalb des Abendmahltisches als Sockel integriert. 1956 wurde der Taufstein jedoch als störend empfunden und in den Garten hinter der Kirche „verbannt“, wo er bis zu seiner Wiederentdeckung für die Ausstellung als „Vogelbad“ diente.

Die Ausstellung „500 Jahre Reformation“ in Münchenbuchsee ist noch bis Ende November 2017 geöffnet. Weitere Informationen finden Sie unter www.kige.ch > Aktivitäten.

Text: Karin Balmer
Quellen: Ausstellung „500 Jahre Reformation“ in Münchenbuchsee, Wikipedia „Münchenbuchsee“, frauen-und-reformation.de
25.09.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Sechster Buchsi Wirtschaftsanlass

Das Plenum lauscht den Ausführungen.

 

Am 14. September 2017 begrüsste Manfred Waibel erstmals als amtierender Gemeindepräsident 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Gemeinde Münchenbuchsee, der Regionalkonferenz Bern-Mittelland sowie Gäste aus Politik und Verwaltung der Nachbargemeinden im Kirchgemeindehaus zum sechsten Buchsi Wirtschaftsanlass der Gemeinde Münchenbuchsee.

 

Nach der Begrüssung und einigen Gedanken zum diesjährigen Anlass durch den Gemeindepräsidenten Manfred Waibel, übergab dieser das Wort an den Präsidenten des Vereins KMU Münchenbuchsee Raphael Sangiorgio, der den Gastreferenten Pierre Wenger, Unternehmensleiter der Interdiscount, vorstellte. Schliesslich zog Pierre Wenger mit seinem packenden und spannenden Referat zum Thema „Cross-Channel - Wie im Handel online und stationär verschmelzen“ die Gäste in seinen Bann. Am Beispiel der Firma Interdiscount zeigte er die aktuelle Herausforderung auf, als Handelsunternehmen sowohl den Online- wie auch Stationär-Handel zu verschmelzen. Speziell hob er hervor, dass das einfache Handling für den Kunden im Fokus bleiben sollte. Anhand eines Beispiels zweier Gross-Online-Händler zeigte er auf, wie beide Unternehmen nun ebenfalls in den stationären Handel eingestiegen sind. Daraus zog er sein Fazit, dass es kein „entweder/oder“ sondern ein „sowohl/als auch“ brauche, um im hart umkämpften Umfeld längerfristig bestehen zu können. Seine lebhaften und inspirierenden Ausführungen sorgten beim anschliessenden Networking-Apéro für angeregte Diskussionen und spannenden Gedankenaustausch. Das Thema war für die KMU’s sehr lehrreich. Im Anschluss an das kurzweilige und informative Referat bedankte sich Gemeindepräsident Manfred Waibel beim Referenten Pierre Wenger und überreichte ihm zum Dank ein kleines Präsent. Ebenfalls ging sein Dank auch an den Mitorganisator Verein KMU Münchenbuchsee für seine Unterstützung bei der Organisation dieses Anlasses. Insbesondere dankte er auch den Gewerbetreibenden für ihr Engagement.

 

Anschliessend hatten die Gäste die Gelegenheit, sich beim Networking-Apéro auszutauschen. Es wurde rege darüber debattiert, wie ein Kleinunternehmen das Gehörte umsetzen könnte. Sie freuten sich und schätzten es, dass dieser tolle und bereits zur Tradition gewordene  Anlass mit spannenden und interessanten Themen, auch unter dem neuen Gemeindepräsidenten unverändert weitergeführt wird.

 

Auch dieses Jahr konnten wieder viele neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft werden. Es wurde ebenfalls sehr geschätzt, dass Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeitende der Verwaltung anwesend waren. Die Gäste genossen sichtlich die lockere und gute Stimmung. Die Zeit verging wie im Flug. Wieder einmal mehr kann die Gemeinde und der Verein KMU Münchenbuchsee auf einen tollen, interessanten und perfekt organisierten Anlass zurückblicken.

 

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger

Text: Karin Balmer und Olivier Gerig
Fotos: Bernhard Affolter
22.09.2017

BZ-Artikel: Eine schwarze Null

Die Finanzlage hat sich stabilisiert. Die Gemeinde rechnet im nächsten Jahr mit einer ausgeglichenen Rechnung.

Das Budget 2018 der Gemeinde Münchenbuchsee sieht im nächsten Jahr eine schwarze Null vor. Bei einem Ertrag von gut 38 Millionen Franken ist ein ausgeglichenes Ergebnis budgetiert. Darin sind zusätzliche Abschreibungen in Höhe von 242 000 Franken eingeschlossen. Die finanzielle Situation sei nach wie vor herausfordernd, schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft ans Parlament. Die Massnahmen aus dem Entlastungspaket müssten konsequent weitergeführt werden. Bei der Wiedereinführung von freiwilligen Ausgaben bleibe der Gemeinderat deshalb zurückhaltend. Positiv entwickelt haben sich in den letzten Jahren die Erträge aus den Einkommenssteuern. Hingegen steigen die Abgaben in den kantonalen Lastenausgleich um 200 000 Franken.

Der Steuerfuss soll bei 1,64 Einheiten bleiben. Hingegen gibt es Änderungen bei den Gebühren und Abgaben. Der Wasserpreis steigt um 20 Rappen auf 1.40 Franken pro Kubikmeter. Im Gegenzug wird die Abwassergebühr um 20 Rappen auf 2.20 Franken gesenkt. «Moderat erhöht» wird die Feuerwehrersatzabgabe. Das Minimum beträgt 50 Franken (bisher 30 Franken), das Maximum 350 Franken (300 Franken), und der Abgabesatz erhöht sich von 5,3 auf 6 Prozent der Kantonssteuer.

Der Grosse Gemeinderat entscheidet am 19. Oktober über das Budget. Die Urnenabstimmung folgt am 26. November.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
21.09.2017

BZ-Artikel: Asyldokumente landeten im Abfall

Neben einem Abfallcontainer der Notunterkunft hat ein Mann angeblich Personalakten von Asylsuchenden gefunden. Die Heilsarmee sucht nach dem Fehler im Ablauf. Sie hat aber auch Anzeige gegen unbekannt eingereicht.

Der Absender des Briefs will anonym bleiben, er unterschreibt als «Steuerzahler». Ganz und gar nicht anonymisiert sind hingegen die Dokumente, die im Umschlag sind. Es handelt sich um Akten von zwei ehemaligen Bewohnern der Notunterkunft in Münchenbuchsee. Diese wird per Ende September geschlossen. Offenbar sind die Mitarbeitenden der Flüchtlingshilfe der Heilsarmee, welche die Unterkunft betreibt, bereits am Aufräumen und haben es nicht so genau genommen. Denn der «Steuerzahler» hat die Dokumente, sie befinden sich in zwei Klarsichtmäppchen, nach eigenen Angaben neben einem Container bei der Unterkunft gefunden.

Es sind zum Teil unterschriebene Originaldokumente, etwa ein inzwischen abgelaufener Ausweis für Asylsuchende. Und ein Nichteintretensentscheid des Staatssekretariats für Migration auf ein Asylgesuch sowie Vorladungen beim Migrationsdienst des Kantons Bern. Eine Mutationsmeldung, dass der Mann verschwunden sei – Aufenthaltsort unbekannt. Weiter befinden sich in den Papieren Antragsformulare für die Sozialhilfe und Gutscheine für Arztbesuche. Das aktuellste Dokument in den beiden Mäppchen ist inzwischen über ein Jahr alt.

Ein schwerer Fehler

Bei der Flüchtlingshilfe der Heilsarmee Bern sind die Verantwortlichen erschrocken, als diese Zeitung ihnen die Papiere vorlegte. «Anstatt im Schredder vernichtet oder archiviert zu werden, müssen diese Dokumente auf ungeklärte Weise aus der Unterkunft gelangt sein», sagt Geschäftsführer Lukas Flückiger. Hier sei ein schwerer Fehler passiert, die Datenschutzvorschriften seien missachtet worden. «Es handelt sich um teilweise besonders schützenswerte Personendaten.»

Anzeige eingereicht

Erste Nachforschungen hätten ergeben, dass beim Aufräumen wohl etwas schiefgelaufen sei. Ob aus Nachlässigkeit oder Bequemlichkeit, kann Geschäftsführer Flückiger noch nicht beurteilen. Mutwilligkeit oder Absicht will er niemandem unterstellen. Die Heilsarmee hat aber Anzeige gegen unbekannt eingereicht und prüft derzeit genau, wie die Dokumente an Dritte gelangen konnten.

Es sei nicht aussergewöhnlich, dass noch Akten von Personen, die längstens nicht mehr in der Unterkunft wohnten, noch einige Monate vor Ort aufbewahrt würden, legt Geschäftsführer Flückiger dar. Die Heilsarmee sei sogar verpflichtet, bestimmte Daten für eine gewisse Zeit nach Austritt der Klienten aufzubewahren.

Mails sind verschlüsselt

Lukas Flückiger betont, dass bei der Flüchtlingshilfe der Heilsarmee der Datenschutz höchste Priorität habe und die Mitarbeitenden entsprechend geschult würden. So werde der Mailverkehr mit den nationalen und kantonalen Behörden über ein verschlüsseltes Programm abgewickelt. Das gleiche Sicherheitssystem gelte für die interne elektronische Post. Dokumente, die nicht mehr benötigt würden, müssten geschreddert werden. In jeder Unterkunft stehen Geräte dafür zur Verfügung. In der nächsten Zeit würden die Papierdossiers nach und nach verschwinden, sagt Lukas Flückiger. Alles werde elektronisch abgelegt, gesichert.

DATENSCHUTZGESETZ VERLETZT

Der Fall ist ein Klassiker
Für Markus Siegenthaler, den kantonalen Datenschutzbeauftragten, ist klar, dass diese Dokumente aus der Notunterkunft Münchenbuchsee nicht in die Hände von Drittpersonen hätten gelangen dürfen: Alle Daten der Asylsozialhilfe fallen unter das Sozialhilfegeheimnis, sind sensibel und müssen verstärkt geschützt werden. Damit liege eine Verletzung des Datenschutzgesetzes vor, sagt Siegenthaler. Weil die Flüchtlingshilfe der Heilsarmee im Auftrag des Kantons arbeitet, ist er für die Aufsicht im Bereich des Datenschutzes zuständig. Es sei «ein Klassiker», wenn bei einem Umzug oder einer Entsorgung Papiere in falsche Hände geraten. Heute sei der Umgang mit elektronischen Dateien aber noch heikler als jener mit Papierdokumenten.

Der Vorfall wird keine juristischen Folgen haben, ausser, die Asylsuchenden selber lösen ein Verfahren aus. Wichtig sei, dass die Heilsarmee den Vorfall ernst nehme, sagt Siegenthaler. Er werde die Verantwortlichen kontaktieren, um dies zu besprechen. Er habe mit der Heilsarmee gute Erfahrungen gemacht, sie sei für die Datensicherheit sensibilisiert.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
20.09.2017

Invasive Neophyten: Helfen Sie mit, Problempflanzen zu bekämpfen!

Diese 3 gebietsfremden Pflanzenarten gehören zu den invasiven Neophyten. Sie breiten sich in Buchsi zum Teil stark aus. Sie bilden tausende Flugsamen, die der Wind verbreitet. Helfen Sie mit, die Versamung zu verhindern. Seien Sie Teil der Lösung! 

Spaziergänger
Vor dem Verbräunen der Blüten: Berufkraut ausreissen, Blütenstände der Goldrute und des Sommerflieders abbrechen und entsorgen.

Gartenbesitzer
Sie schätzen diese Pflanzen. Sobald die farbigen Blüten sich aber verbräunen sind sie nicht mehr attraktiv für Insekten und fürs Auge. Blütenstände oder oberirdische Teile abschneiden und entsorgen. Sie möchten diese Pflanzen ganz entfernen: Pflanzen ausgraben und entsorgen.

Entsorgung 
Die braunen Samenstände der 3 Arten mit der Grünabfuhr entsorgen.

Berufkraut: Dieses kann vor allem bei nassem Boden leicht ausgerissen werden. Die ganze Pflanze mit farbigen Blüten kann liegen gelassen oder im Hauskompost entsorgt werden.

Goldrute und Sommerflieder: Bis die Blüten bräunlich werden, können die oberirdischen Teile liegen gelassen oder im Hauskompost entsorgt werden. Die unterirdischen Teile mit der Grünabfuhr entsorgen.  Natürlich können diese 3 Arten immer mit der Grünabfuhr entsorgt werden.

Informationen und Auskünfte
Internet: www.neophyt.ch; www.infoflora.ch

Auskünfte:
Katharina Wüthrich, Bauverwaltung, Tel. 031 868 82 43
Felix Winkenbach, Natur und Vogelschutz Münchenbuchsee, Tel. 031 869 29 73
28.08.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: 50 Jahre Sonderschulheim Mätteli

Das Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee feiert sein 50 Jahre Jubiläum mit verschiedenen Anlässen und Aktivitäten.

Das Sonderschulheim Mätteli  in Münchenbuchsee begeht dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird während dem ganzen Jahr mit unterschiedlichen Anlässen und Aktivitäten.


Das Sonderschulheim Mätteli ist eine Sonderpädagogische Institution für geistig- und geistig-mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren. Die Betreuung, Förderung, Erziehung und Bildung der zumeist mehrfachbehinderten Kinder und Jugendlichen ist die Hauptaufgabe der Institution.

Das Sonderschulheim Mätteli setzt sich zusammen aus einem Internat mit sieben Wohngruppen und den entsprechenden Schulklassen, der Tagesschule mit je einer Mittel- und Oberstufengruppe, dem Integrationskindergarten, der auch von nicht behinderten Kindern aus dem Dorf besucht wird, der Wohn- und Werkschule mit drei Förderteams sowie der Kriseninterventionsgruppe. Das Therapieangebot umfasst Ergo-, Physio-, Hippo- und Musiktherapie und Logopädie. Die Dienstleistungen der Ökonomie und Verwaltung unterstützen den Kernauftrag. Ebenfalls werden drei Ferienstationen und an über 20 Wochenenden eine Wochenendbetreuung angeboten. Eine eigene Gärtnerei versorgt die Küche mit frischem Gemüse und lässt Jugendliche erste Erfahrungen in der Gartenarbeit sammeln. Regelmässig gehen hier rund 75 Kinder und Jugendliche mit besonderen Lernbedürfnissen zur Schule.

Die Stiftung Sonderschulheim Mätteli wird durch öffentliche Gelder der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern finanziert. Spenden und Legate erlauben besondere Aktivitäten wie jährliche externe Lager oder Exkursionen.

Zur 50-jährigen Geschichte

1963 wurde in Münchenbuchsee zur Entlastung der Eltern das Mätteli als Aussenstation des Vereins Schloss Köniz gegründet und 1967 als Kinderheim in Betrieb genommen. Die Hauptaufgabe in der damaligen Zeit bestand in der Betreuung und Förderung von „praktisch bildungsfähigen Kindern“. Durch die Veränderung der Schulungsmöglichkeiten für behinderte Kinder entwickelte sich das Mätteli mehr und mehr zu einer Sonderschule für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder.

1983 wurde die erste Kindergartengruppe eröffnet und 1984 entstand die Wohn- und Werkschule. Damit schloss sich die Lücke bei der Vorbereitung des Übergangs von der Schule in eine Erwachseneninstitution. 1990 gab es einen Um- und Erweiterungsbau sowie den Neubau des Schulhauses. 1992 wurde der Unterstützungsverein Pro Mätteli gegründet. Im 1993 nahmen die Tagesschule und der Integrationskindergarten „Pinocchio“ den Betrieb auf.

Das Sonderschulheim trennte sich vom Verein Schloss Köniz, und es wurde in eine Stiftung überführt. Ab 1994 übernahm die politisch und konfessionell neutrale gemeinnützige Stiftung Sonderschulheim Mätteli die strategische Führung. 2008 wurde das Personalhaus umgebaut und zum neuen Schulhaus für die Werkschule erweitert, das 2009 bezogen wurde. Schliesslich wurde 2014 die Kriseninterventionsgruppe KIG eröffnet, welche zurzeit ein einmaliges Angebot für Kinder und Jugendliche in speziellen Krisensituationen im Kanton Bern ist. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern begleiten und unterstützen Fachleute die Kinder und Jugendlichen während 6-8 Wochen durch die Krise und geben ihre Empfehlungen ab. Die Rückmeldungen waren bis jetzt sehr positiv. Die Kriseninterventionsgruppe soll künftig gezielt weiter entwickelt werden.   

Ein wichtiger Schritt in die moderne Zukunft war auch die Einführung des I-Pad. Damit wurde den Kindern und Jugendlichen im Mätteli ein Zugang zu einer neuen Welt geschaffen. Der Touchscreen ermöglicht es ihnen, Neues abzurufen, zu erlernen und auch zu kommunizieren. Es löst bei den Kindern grosse Faszination aus, weil unmittelbar nach der Berührung etwas auf dem Bildschirm passiert. Das I-Pad und die speziell dafür entwickelten Apps sind zu einem wichtigen täglichen Werkzeug für den Unterricht, die Förderung und die Freizeit geworden.

Im Jahr 1967 beschäftigte das Sonderschulheim Mätteli insgesamt 41 Personen. Heute nach 50 Jahren ist es ein Unternehmen mit 187 Mitarbeitenden. Ein Leitungsteam von 7 Personen unter der Leitung von Trudy Aebischer zeigt sich für eine reibungslose operative Führung des Betriebes verantwortlich.

Besondere Aktivitäten im Jubiläumsjahr

Auf der Homepage wird monatlich über die Ereignisse des 50 Jahre Jubiläums informiert. Jeden Monat öffnet sich dort eine spezielle „Mätteli-Türe“, auf der verschiedene Mitarbeitende über ihre Arbeit und ihre Erlebnisse im Mätteli berichten.

Zum Jubiläumsstart gab es anfangs Jahr bis in den Frühling für die Schülerinnen und Schüler ein spezielles Programm. In der Musik wurde der Mätteli-Chor gegründet und ein Programm einstudiert, welches im April mit einem Konzert seinen Höhepunkt erreichte. Im Bildnerischen Gestalten wurden eifrig Bilder zum Jubiläumsjahr gemalt, die im Frühling anlässlich einer Vernissage ausgestellt und verkauft wurden.

Am 1. Mai 2017 fand die offizielle Feier zum 50-jährigen Bestehen mit Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg und zahlreichen geladener Gäste statt. Im Anschluss an den offiziellen Festakt zeigte die deutsche Künstlerin und Autorin Gee Vero in ihrem Fachvortrag auf, was es bedeutet, mit Autismus zu leben und wie Mitmenschen Autistinnen und Autisten das Zusammenleben erleichtern können. Am Folgetag hatten die Fachmitarbeitenden Gelegenheit, ihrem Workshop beizuwohnen.

In Verbundenheit mit dem Dorf Münchenbuchsee gestalteten die Mätteli-Kinder in einer weiteren Jubiläums-Aktion die Schaufenster verschiedener Dorfgeschäfte und deponierten kleine Körbe mit selbsthergestellten Produkten zum Verkauf. Der Erlös wurde dem Mätteli gespendet. Am 30. Mai wurden die Gewerbler als Dank zu einem Anlass ins Mätteli eingeladen.

Am 23. Juni 2017 stand der grosse Jubiläumsausflug mit allen Kindern und Jugendlichen, deren Angehörigen und den Mitarbeitenden auf dem Programm. Fünf Busse fuhren die rund 200 Gäste nach Luzern an den Vierwaldstättersee, wo sie das neue Schiff „Diamant“ bestiegen. Eine Musikband sorgte für eine ausgelassene Partystimmung auf dem Schiff.

Der letzte grosse Jubiläumsanlass steht am 1. September 2017 vor der Tür. Der Personalanlass für alle Mitarbeitende findet auf dem Gurten statt. Eine Musikband und andere Überraschungen werden für eine hoffentlich tolle Stimmung sorgen.

Trudy Aebischer, die Gesamtleiterin des Sonderschulheims Mätteli, die ihre Arbeit überaus liebt und sich mit viel Herzblut engagiert, freut sich über jeden kleinen bis grossen Fortschritt der die Kinder und Jugendlichen im Sonderschulheim Mätteli machen. Sie wünscht sich für die Zukunft natürliche Begegnungen mit Menschen mit einer Behinderung, einen achtungsvollen, wertschätzenden Umgang miteinander sowie das Bewusstsein, dass es beides, sowohl integrative wie auch separative Schulen braucht und dass weiterhin auch Betreuungsangebote in Heimen benötigt werden. Für Trudy Aebischer ist es unabdingbar zu akzeptieren, ja es als Chance zu sehen, dass es unterschiedliche Menschen gibt, die die Vielfalt unserer Gesellschaft ausmachen.  

Wir gratulieren dem Sonderschulheim Mätteli zum 50 Jahre Jubiläum und wünschen, dass dort weiterhin viele Kinder und Jugendliche einen glücklichen Aufenthalt geniessen und viel Neues ihren Fähigkeiten entsprechend lernen dürfen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.maetteli.ch

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Johanna Hunziker, Sonderschulheim Mätteli
Mit grossem Eifer und der Unterstützung von Frau Baumann, Logopädin, lässt Flynn sein Bild entstehen.
Mitreissende Musik lässt Kinderherzen höher schlagen und ihre Füsse tanzen.
28.08.2017

BZ-Artikel: Wann wählt Buchsi?

Die Gemeindewahlen 2020 könnten zwei Monate früher stattfinden. Der Ball liegt beim Gemeinderat.

Es ist eine immer wiederkehrende Diskussion: Wann ist der beste Zeitpunkt für die Gemeindewahlen? Das Parlament in Münchenbuchsee diskutierte am Donnerstag zu diesem Thema ein Postulat von Luzia Genhart (SP). Die Wahl in ein Gremium habe bei etlichen Kandidierenden berufliche Konsequenzen. So wurde bei den letzten Wahlen der neue vollamtliche Gemeindepräsident Mitte Dezember gewählt. Nicht alle hätten so einen flexiblen Arbeitgeber. Luzia Genhart würde es deshalb begrüssen, wenn die Wahlen bereits im September stattfänden. Renate Löffel (EVP) erachtet diesen früheren Termin als keine gute Idee. Damit würde der Wahlkampf ganz in den Sommer fallen.

In seiner Antwort machte der Gemeinderat klar, dass es in seiner Kompetenz liege, den Wahltermin 2020 festzulegen. Einzige Bedingung sei, dass die Wahlen gleichzeitig mit einer eidgenössischen oder einer kantonalen Vorlage stattfänden. «Der Gemeinderat wird abwägen und entscheiden», liess sich Gemeinderat Andreas Luginbühl (SVP) nicht in die Karten schauen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
25.08.2017

Kommunales Submissionsreglement: Ausser Kraft

Der Grosse Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 24. August 2017 das kommunale Submissionsreglement vom 13. März 1975 per sofort ausser Kraft gesetzt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Beschluss kann gemäss Art. 60 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 innert 30 Tagen ab Veröffentlichung beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland schriftlich und begründet Beschwerde erhoben werden.

Fakultatives Referendum
Dieser Beschluss unterliegt gemäss Art. 29 des Organisationsreglements vom 28. November 2010 dem fakultativen Referendum.

Münchenbuchsee, 24. August 2017

Der Gemeinderat
25.08.2017

Bund-Artikel: Das Ringen um die Prozente

Wie viel Geld soll Münchenbuchsee abschöpfen, wenn Land eingezont wird? Das Parlament entschied sich für einen Mittelweg.

Der Grosse Gemeinderat von Münchenbuchsee beugte sich gestern über eine trockene Materie: das Reglement über den Ausgleich von Planungsmehrwerten. Was so unverbindlich daherkommt, hat starke Auswirkungen auf Landund Liegenschaftsbesitzer. Bei Ein-, Umoder Aufzonungen ist die Gemeinde nach den rechtlichen Vorgaben des Bundes und des Kantons verpflichtet, einen Teil des Mehrwerts abzuschöpfen.

Bei einer Einzonung wird neues Land für eine Überbauung vorgesehen, bei einer Umzonung wechselt ein Areal zum Beispiel von der Gewerbein die Bauzone. Eine Aufzonung wiederum bedeutet, dass in einem bestimmten Gebiet neu zum Beispiel ein Stockwerk höher gebaut werden kann. In all diesen Fällen gewinnt das Land an Wert. Grundsätzlich war im Parlament allen klar, dass es für die Abschöpfung ein Reglement braucht. Am Schluss wurde dieses denn auch klar angenommen.

SVP wollte tiefere Ansätze

Unterschiedliche Ansichten gab es jedoch bei der Justierung der Stellschrauben. Ein Streitpunkt war etwa, wie hoch die Abgabe sein soll. Der Gemeinderat schlug 40 Prozent bei Einzonungen sowie 30 Prozent bei Aufund Umzonungen vor. Man befinde sich damit ungefähr im Mittelfeld der Gemeinden in der Region Bern, sagte Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP). Seine Partei wollte bei den Prozentsätzen Retuschen anbringen, drang damit aber nicht durch. Damit blieb es bei den Anträgen des Gemeinderats.

Ausserdem stellte sich die Frage einer Freigrenze. Beträgt der Mehrwert bei einer Umoder Aufzonung weniger als 100 000 Franken, so schlug der Gemeinderat vor, auf eine Abgabe zu verzichten. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass kleinere Bauprojekte abgeklemmt werden. Die SP wollte diese Limite bei 50 000 Franken ansetzen, die SVP bei 150 000 Franken. Das Parlament entschied sich aber auch hier für die Version des Gemeinderates.

Die Gemeinde kann mit dem Geld nicht einfach machen, was sie will, es kommt in einen separaten Topf, eine Spezialfinanzierung. Die SP wollte das Geld insbesondere für Massnahmen zugunsten des Dorfzentrums, des Wachstums nach innen oder des Langsamverkehrs verwenden. Der Rat lehnte einen solchen Zweckartikel jedoch ab. Nach dem übergeordneten Recht soll das Geld für Infrastrukturvorhaben, die Raumplanung und die Entschädigung bei Enteignungen verwendet werden.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
25.08.2017

BZ-Artikel: Flut von Anträgen

Das Parlament hat das Reglement zur Mehrwertabschöpfung genehmigt. Die SVP scheiterte mit ihren Anträgen für tiefere Sätze.

Der Grosse Gemeinderat hat das Reglement für die Mehrwertabschöpfung mit 29 zu 10 Stimmen genehmigt. Bei einer Einzonung müssen Grundeigentümer 40 Prozent des Mehrwerts als Abgabe entrichten, wobei der Satz bis auf 50 Prozent ansteigt, sollte das Land nicht überbaut werden (exklusive Arbeitszonen). Bei Umund Aufzonungen beträgt die Abgabe 30 Prozent des Mehrwerts. Bei Aufzonungen gibt es zudem eine Freigrenze von 100 000 Franken. Ausserdem wird die Abgabe bei unentgeltlichen Eigentümerwechseln aufgeschoben.

Es gab in der Debatte viele Änderungsanträge gegenüber dem Vorschlag des Gemeinderats. Die SVP, teilweise unterstützt von FDP und BDP, stellte mehrere Anträge, die Abgabesätze tiefer anzusetzen. SVP-Sprecher Arduino Lavina begründete dies damit, dass es doch heuchlerisch sei, die innere Verdichtung zu fördern und dann so hohe Beträge abzuschöpfen. Die SP scheiterte ihrerseits mit dem Wunsch, die Verwendung der Einnahmen im Sinne der Transparenz konkreter zu definieren.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
21.08.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Fledermäuse - weder Superhelden noch gefährliche Blutsauger

Fotalia (Bild eines grossen Mausohrs (Myotis myotis)) Über die nachtaktiven Fledermäuse ist oftmals wenig bekannt – doch am 28. Juli konnten sie in Münchenbuchsee als äusserst faszinierende Tiere kennengelernt werden.
Tiere, die Tag und Nacht in unserer Umwelt leben, diese mit uns teilen. Hierbei mögen viele als erstes wohl an Katzen, Hunde, Kühe oder zwitschernde Vögel denken und nicht etwa an Fledermäuse. Bei diesem Stichwort haben einige eher durch die Lüfte fliegende Superhelden oder gefährliche Blutsauger vor Augen, manche mag es wahrlich grausen davor. Doch die Säugetiere sind genauso Teil unseres Lebensraums wie etwa Nachbars Katze und bringen uns zudem auch noch grossen Nutzen. Und doch geraten sie aufgrund ihrer Nachtaktivität oftmals in Vergessenheit - aus den Augen, aus dem Sinn. Der vom Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) organisierte Abendspaziergang Ende Juli wirkte dem entgegen und konnte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die faszinierenden Lebewesen auf interessante Weise näherbringen.

Grosses Interesse für die kleinen Tiere
Warm und sonnig war es am Abend des 28. Juli - gute Bedingungen für den Abendspaziergang unter dem Motto "Fledermäuse in Buchsi entdecken". Geleitet wurde die vom NVM ermöglichte Exkursion von Daniela Schmieder, Biologin an der Universität Bern und Mitglied des Fledermausvereins Bern. Das Interesse war gross: Rund 45 Personen versammelten sich vor dem Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee. Sonja Bühler aus Münchenbuchsee etwa ist durch eine Ausschreibung im Gemeindeblatt auf die Veranstaltung gestossen.

Sofort war sie neugierig, wo die Exkursion den hinführen würde und ob dabei auch tatsächlich einige Fledermäuse entdeckt werden könnten - den bis anhin habe sie in der Umgebung noch keine bewusst wahrgenommen. Felix Winkenbach dagegen, er ist einer der Initianten des NVM und heutiger Ehrenpräsident, kann immer wieder Fledermäuse im eigenen Garten bestaunen. Er war also schon zuvor etwas vertraut mit ihnen, freute sich jedoch noch weiteres Neues über die Tiere zu erfahren.

Den Wissensdurst stillen
So lange es noch hell war und bevor sich die Gruppe in Richtung Golfpark Moossee aufmachte, konnte sie von Daniela Schmieder eine Menge eindrücklicher Fakten rund um die Tiere vernehmen. Gespannt wurde zugehört, viele Fragen die sich stellten beantwortet, die Wissbegierde bis zu diesem Moment befriedigt. Sie erklärte, dass in der Schweiz etwa 30 Fledermaus-Arten leben - eine hohe Anzahl für Europa. Am häufigsten finde man hierzulande die Zwergfledermaus. Die Fledermaus Nahrung besteht primär aus Insekten, auch schädlichen, wodurch die Tiere besonders wertvoll für die Forst- und Landwirtschaft sind. Ihr wichtigster Sinn ist die Echoortung: Sie stossen Ultraschalllaute aus, kurze Töne, die über unserem Hörbereich liegen. Durch Hindernisse oder Insekten werden Echos zurückgeworfen. Dadurch können sie sich ein präzises Bild ihrer Umwelt machen und sich so orientieren oder ihre Beute finden.

Vom Aussterben bedroht
Fledermäuse sind bedrohte Tiere, die Bestände sind klein. Es gibt immer weniger Nahrung für sie aufgrund der Verarmung der Landschaft und des Rückgangs der Insektenvielfalt. Aber auch neue Techniken oder auch glatte Flächen wie Glasscheiben stellen eine Gefahr dar. Sterben einzelne Fledermäuse, hat dies einen beträchtlichen Einfluss auf deren Population. Dies rührt daher, da sie sich sehr langsam vermehren: Ein Weibchen bringt stets nur ein Junges, selten zwei zur Welt - und dies auch höchstens einmal im Jahr. Die Paarung findet jeweils im Herbst statt. Das Besondere daran ist, dass die Befruchtung erst im Frühling stattfindet. Die trächtigen Weibchen schliessen sich mit anderen zusammen und quartieren sich in sogenannten Wochenstuben ein. Dies ist der Ort, wo die Jungen geboren und anschliessend zusammen aufgezogen werden. Die Biologin erzählt von einer Wochenstube in Schüpfen, die aus über 200 Tieren besteht. In Bulgarien habe sie aber auch schon eine mit Tausenden gesehen.

Die Fledermausrufe hören
Weiter erklärt Daniela Schmieder ein kleines rechteckiges Gerät, ein sogenannter Fledermausdetektor. Damit können die Fledermausrufe im Ultraschallbereich auf bestimmten Frequenzen abgefangen und für unsere Ohren hörbar gemacht werden. Mit mehreren dieser Geräte brach die Gruppe dann auch auf, denn die Dämmerung war bereits ein- und somit die Fledermäuse aufgebrochen. Auf dem Weg zum Golfplatz Moossee in der Nähe des Friedhofs konnten schon sehr bald erste Fledermausrufe ausgemacht werden. Friedhöfe sind meist eher naturbelassen, was den Fledermäusen natürlich lieb ist. Ausserdem befanden sich dort einige Strassenlaternen. Unter deren Lichtschein schwirren oft Insekten umher, was etwa der Zwergfledermaus zum Jagen dient. Anderen Arten hilft das wenig, denn Licht ist gemeinhin unnütz für die Flugtiere. Bezüglich der Fledermausrufe gab es eine grössere Überraschung; die meisten stellten sie sich als Pfeif-Töne vor. Doch durch die Fledermausdetektoren konnte erkannt werden, dass diese vielmehr als eine Art rhythmisches Rattern zu hören sind.

"I ha eini gseh!"
Blicken liess sich jedoch keines der Tiere und so zog die Gruppe weiter, die Ohren gespitzt, den Blick in den dunklen Himmel. Eine Exkursions-Teilnehmerin meinte beinahe enttäuscht: "Die Fledermäuse machen sich aber auch rar." Doch wenn man vom Teufel spricht... Klar und deutlich sind kurz darauf Rufe zu hören. Daniela Schmieder erklärt: "Sie sind jetzt besonders nahe." Die Art und Weise der Rufe verriet, dass gejagt wurde. Es blieb nicht nur bei den Rufen, denn nun zeigten sich die Tiere in der Dunkelheit als vorbeifliegende schwarze Schatten. Immer wieder ertönte ein erfreutes "Da!" oder ein "I ha eini gseh!".

Faszinierende Flugtiere
Um möglicherweise noch weitere dieser fliegenden Säugetiere anzutreffen wurde der Abendspaziergang fortgesetzt, der weiter über den Golfplatz Moossee bis zurück zum Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee führen sollte. Die Exkursions-Teilnehmerin Alice Lauper war so weit hellauf begeistert von der Veranstaltung: Wie die Tiere denn genau leben und Junge haben, wie sie sich orientieren, dass sie mitunter die schnellsten Flugtiere sind - alles "faszinierende Tatsachen, über welche einem meist schlicht das Wissen fehlt." Da oftmals genau dieses Wissen fehle, komme häufig ein falsches Bild von den Fledermäusen auf - vielen schaudere es ja vor ihnen, obwohl es doch eigentlich so spannende Lebewesen seien. Sie selbst ist Mitglied des Natur- und Vogelschutz Wohlen BE. Durch diesen Verein konnte sie schon einiges über die Tiere erfahren, und doch an diesem lauen Sommerabend vieles Neues über sie lernen.

Ein voller Erfolg
Die Exkursion kam langsam zu einem Ende. Auf der Route über den Golfplatz Moossee wurde noch einige Male Halt gemacht. Immer wieder fingen die Fledermausdetektoren Rufe ab. Niemand wurde enttäuscht: Wenn auch nicht alle die Fledermäuse gesehen hatten, so konnten sie zumindest reichlich gehört werden. Die Exkursions-Leiterin konnte dabei gar vier verschiedene Arten erkennen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Diese ausgewogene Mischung zwischen Wissen und Erleben kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern äusserst gut an. Schlussendlich ist festzuhalten: Fledermäuse saugen weder Blut, noch retten sie die Bürger vor Bösewichten. Vielmehr sind sie ein wichtiger Teil unserer Umwelt, welchem etwas mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Vielleicht entdecken ja auch Sie bei einem nächsten abendlichen Spaziergang eines dieser nicht zu unterschätzenden Flugtiere, während es durch die Lüfte zieht?

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Rebekka Christen
Aufmerksam lauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abendspaziergangs der Fledermausexpertin.
Die Exkursions-Gruppe konnte schon bald mit den Fledermausdetektoren die gesuchten Flugtiere ausfindig machen.
02.08.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Sieg für die Pistolenschützen Münchenbuchsee

Die Schützen der Siegergruppe sind v.l.n.r.: Sabato Carmine, Elite; Sciamanna Biagio, Veteran; Vescio Pietro, Senior; Häfliger Nicola, Junior.

Die Gruppe der Pistolenschützen Münchenbuchsee hat am 40. Pistolen-Verbands-Gruppen-Cup 50 m im Stand «Chleihölzli» in Wiedlisbach völlig überraschend den 1. Rang erreicht.

Die Gruppe (bestehend aus 4 Schützen) ist jahrgangsmässig gut durchmischt. Vom Veteranen bis zum Junior sind alle Kategorien vertreten. Der Junior ist spontan für einen verhinderten Schützen eingesprungen. Der Jüngste der Gruppe hat mit seinem Resultat massgeblich zum Sieg beigetragen. Der Junior konnte damit wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln, die ihm vielleicht schon bald wieder zu Gute kommen werden.

Das ist aktive Juniorenförderung in Münchenbuchsee: Integration der Jungen im Vereinsleben.

Schiessen ist neben Kopfsache auch Team- und Mannschaftsarbeit, obschon Sport-Schiessen eigentlich als Einzelsportart gilt.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Heinz Müller
Fotograf: Heinz Roth
24.07.2017

BZ-Artikel: Entschärftes Reglement

Das Gemeindeparlament berät im August über die Mehrwertabschöpfung. Beim Entwurf hat man Lehren aus dem Fall Köniz gezogen.

Es tönt nicht gerade sexy: «Reglement über den Ausgleich von Planungsmehrwerten». Das Reglement hat es aber in sich, der Teufel steckt im Detail. In Kirchlindach und Oberbalm erlitt es an der Gemeindeversammlung Schiffbruch, in Köniz zog es im Nachhinein den Unmut vieler Liegenschaftsbesitzer auf sich. Diese störten sich daran, dass die Abgabe auf Aufzonungen unter anderem auch bei Erbgang fällig wird. Am 24. August nimmt sich der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee des Themas an.

Besonders die Regelung bei Aufzonungen - auf einem Grundstück wird eine höhere Nutzung möglich - sorgte vielerorts für Diskussionen. Der Gemeinderat Münchenbuchsee will auf eine Mehrwertabgabe bei Aufzonungen (30 Prozent) nicht verzichten, schlägt im Entwurf aber eine etwas entschärfte Variante vor. Die Abschöpfung soll aufgeschoben werden, falls die Liegenschaft durch Schenkung, Erbgang oder bei einer Scheidung den Eigentümer wechselt. Sie würde erst fällig, wenn ein Bauvorhaben effektiv umgesetzt würde. Eine Abgabe muss zudem erst entrichtet werden, wenn der Mehrwert mehr als 100 000 Franken beträgt. Die gleich hohe Freigrenze und derselbe Abgabesatz sollen auch bei Umzonungen gelten.

Bei Umzonungen schlägt der Gemeinderat im Reglementsentwurf einen Satz von 40 Prozent des Mehrwertes vor. Dieser soll sich ab dem sechsten Jahr nach der Einzonung auf 45 Prozent erhöhen, nach zehn Jahren auf 50 Prozent.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
03.07.2017

Selina Häuselmann und Branislav Kukic: Wir gratulieren unseren "ehemaligen" Lernenden zu ihren Lehrabschlussprüfungen

Selina Häuselmann und Branislav Kukic

Selina Häuselmann und Branislav Kukic haben die kaufmännische Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden und durften am Freitagabend, 30. Juni 2017, im Stade de Suisse ihre Fähigkeitszeugnisse entgegen nehmen. Für beide Lernenden endet somit per 31. Juli 2017 die Ausbildung als Kauffrau resp. Kaufmann bei der Gemeinde Münchenbuchsee. Der Gemeinderat sowie die Mitarbeitenden der Gemeinde Münchenbuchsee gratulieren herzlich!
 
Wir danken Selina Häuselmann und Branislav Kukic für ihren Einsatz in den vergangenen Lehrjahren und wünschen ihnen im kommenden Berufsleben alles Gute, Spass im Beruf und viel Erfolg. Ein spezieller Dank geht an die Praxisbildnerinnen und Praxisbildner sowie die Ausbildungsverantwortlichen, welche mit ihrem Einsatz massgeblich zum Erfolg beigetragen haben.
 
Am 2. August 2017 beginnen die neuen Lernenden ihre Lehre in der Gemeindeverwaltung: Selina Leu und Noel Oetterli.
23.06.2017

Kirche Münchenbuchsee: Orgelrevision

In diesem Jahr wird in der Kirche Münchenbuchsee die Orgel revidiert. Die Arbeiten beginnen am 14. Juni 2017 und dauern voraussichtlich bis Ende Jahr.

Grundsätzlich wird das ganze Orgelwerk gereinigt und vom Pilzbefall befreit. Die Pfeifen werden ausgebaut, gereinigt, wieder eingebaut und neu gestimmt. Zusätzlich werden einige Verbesserungen am Spieltisch und in der Intonation vorgenommen. Das Gehäuse wird nicht verändert. Die Orgel steht während der ganzen Dauer der Revision nicht zur Verfügung. Seit der letzten grundlegenden Renovation der Kirche in den 50er-Jahren sind die Wände von Schiff und Chor durch Staub- und Schmutzablagerungen unansehnlich geworden. Aus diesem Grund werden sie gewaschen und mit einem Kalkanstrich versehen. An der Inneneinrichtung werden keine Veränderungen vorgenommen. Decke, Bänke, Lampen, Bodenbeläge usw. werden im Stil der letzten Renovation belassen. Mögliche Verbesserungen bei der bestehenden Beleuchtung und der Verstärkeranlage werden geprüft und eine bessere, mobile Ausleuchtung von Chor und Empore ins Auge gefasst.

Für die Reinigung der Wände und den Aus- und Einbau der Glasfenster müssen Gerüste erstellt werden. Diese verunmöglichen den Gebrauch der Kirche bis Ende September. Die Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Trauerfeiern werden ins Kirchgemeindehaus verlegt.
09.06.2017

BZ-Artikel: Werbung auf dem Buckel der Kinder

Sicher über die Strasse dank Interdiscount. Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer missbilligt diese Aktion. Kinder werden so zu Werbeplakaten. (Bild: zvg)

SCHULEN Interdiscount will Kindergärten gratis Leuchtwesten abgeben. Inklusive einer auffälligen Werbung auf dem Rücken. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer hat gar keine Freude an diesem Angebot: Kinder würden für Werbezwecke missbraucht.

Die Botschaft tönt gut. Interdiscount liege «die Sicherheit von Kindern sehr am Herzen», teilte der Discounter für Unterhaltungselektronik mit. Deshalb hat Interdiscount mit Sitz in Jegenstorf 25 000 Leuchtwesten produzieren lassen und verteilt diese auf das kommende Schuljahr hin gratis an interessierte Kindergärten. Damit sollten die Kleinen den Weg zum Kindergarten sicher meistern, betont Interdiscount. Auf dem aktuellen Prospekt macht die Coop-Tochter gross Werbung für die Aktion.

Das Angebot hat aber eine Kehrseite, respektive steht prominent auf der Rückseite der Leuchtweste: das Logo von Interdiscount. Die Kindergärteler, die eine Leuchtweste erhalten, werden zur wandelnden Werbesäule. Interdiscount erachte die Aktion als «sinnvoll und notwendig», erklärt Sprecherin Nadine Käser. «Wenn wir so helfen, Unfälle zu vermeiden, dann haben wir ein sehr sinnvolles Sponsoring lanciert.» Bei Sponsoringaktivitäten sei es üblich, dass das Logo aufgedruckt sei. Wie viel sich das Unternehmen die Leuchtwesten kosten lässt, gibt Nadine Käser nicht bekannt.

Altes Anliegen

Auslöser des Engagements von Interdiscount war eine Anfrage des Elternrats Münchenbuchsee. In Buchsi seien die Leuchtwesten für die Kindergärteler schon länger ein Thema, sagt Präsidentin Sibylle Grau. Solche Westen seien besser sichtbar als der zur Verfügung gestellte Leuchtgurt. Grau verweist auch auf Empfehlungen der Kantonspolizei. Auf Anfrage schreibt die Medienstelle der Kapo unter anderem, man empfehle, das Reflexmaterial so anzubringen, dass es von allen Seiten sichtbar sei.

Dem Elternrat Münchenbuchsee kam sofort der TCS in den Sinn, der seit 2014 an alle Erstklässler Leuchtwesten abgibt. Vom TCS gab es aber eine Absage. TCS-Sprecher Daniel Graf bestätigt, dass es in letzter Zeit Anfragen gab, auch Kindergärten mit Leuchtwesten auszurüsten. Man nehme diese Anliegen sehr ernst, ergänzt Graf. Deshalb fasst der TCS ins Auge, in Zukunft ebenfalls in Kindergärten Leuchtwesten zu verteilen. Aktuell gibt es Leuchtgürtel. Diese seien einfacher zu handhaben und würden ebenfalls die Verkehrssicherheit erhöhen, begründet Graf. Zudem seien die Kindergärteler meistens in Gruppen oder in Begleitung Erwachsener unterwegs.

Also machte sich der Elternrat, nach einer internen Abstimmung, auf Sponsorensuche und schrieb verschiedene Firmen an. Interdiscount habe sofort reagiert, blickt Sibylle Grau zurück: «Wir waren happy, dass jemand unsere Idee unterstützt.»

Der Elternrat war sich bereits im Vorfeld der Sponsorensuche bewusst, dass eine Firma als Gegenleistung ihr Logo platzie-ren wolle. Man habe in Kauf genommen, dass das nicht allen gefallen werde, sagt Sibylle Grau, aber: «Für uns hat die Sicherheit der Kinder höchste Priorität.» Sie verweist auf viele andere Gemeinden, die Leuchtwesten ebenfalls über Sponsoring angeschafft haben, inklusive des aufgedruckten Firmenlogos. Das sei weit verbreitet.

Plumpe Werbung

Beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hat man gar keine Freude an der Leuchtwestenaktion von Interdiscount. «Wir sehen das nicht gern», sagt Jürg Brühlmann, Leiter Pädagogik beim LCH. Dem Lehrerverband sei die Sicherheit der Kinder auch ein grosses Anliegen, aber mit dem prominent angebrachten Firmenlogo komme das eher als plumpe Werbung daher. Schulen müssten neutral sein und auf Werbung verzichten. Sie trügen eine besondere Ver-antwortung gegenüber den Schulkindern.

Brühlmann verweist auf eine Charta, in der Grundzüge für das Engagement von Unternehmen in Schulen – im Unterricht und im Umfeld – formuliert sind. Dort heisst es unter anderem, dass Schulkinder nicht als Werbeträger eingesetzt werden sollen. Die Unternehmen, welche die Charta unterschrieben haben, verzichten auf Product-Placement. So hat der LCH auch den TCS und den VCS gebeten, ihr Logo auf der Innenseite der Weste anzubringen, die sie abgibt.

Der Lehrerdachverband wird das Gespräch mit Interdiscount suchen und das Unternehmen auf die Problematik hinweisen und auffordern, die Charta zu respektieren. «Wir müssen das schnell unterbinden, sonst gibt es Nachahmer», sagt Jürg Brühlmann. Er hofft, dass Schulen die Aktion boykottieren oder Eltern sich weigern, dass ihre Kinder die Leuchtwesten tragen.

Charta unbekannt

Bei Interdiscount stösst das Angebot derweil auf grosses Interesse. «Wir haben sehr viele Anfragen aus fast allen Kantonen erhalten», erklärt Sprecherin Nadine Käser, die von der Charta des Lehrerverbands keine Kenntnis hat. Bisher habe es nur positive Rückmeldungen gegeben. Sollten in diesem Jahr alle Westen verteilt werden, prüfe man eine Wiederholung im nächsten Jahr. Das Logo werde dann wieder in einer Art abgebildet sein. Der Dachverband der Lehrer wird genau hinschauen. Mit Sicherheit.


DIE CHARTA IST EINE SINNVOLLE SACHE
Der Kanton Bern kenne keine Richtlinien, wie in Schulen mit Sponsoring umgegangen werden solle, erklärt Erwin Sommer, Vorsteher des Amts für Kindergarten und Volksschule. Die Grenzen seien fliessend, nicht jede Sponsoringaktion sei gleich störend. Der Kanton könnte basierend auf der Verfassung dort intervenieren, wo der Grundsatz der konfessionellen und politischen Neutralität verletzt werde.

Die Erziehungsdirektion begrüsse die Charta des Dachverbands der Lehrer und erachte diese als sinnvolle Handhabe für Schulen, sagt Sommer. Die Schulen könnten aber nicht dazu verpflichtet werden.

Der Schulweg selber fällt in die Verantwortung der Eltern. Die Gemeinden sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Schulwege zumutbar und sicher sind. Bei der Wahl der Massnahmen sind die Gemeinden autonom.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
06.06.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Triathlon-Mekka «Hirzenfeld»

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Bei Sonnenschein, aber eher kühlen Temperaturen aufgrund eines leichten Windes, warteten die ersten Athleten um 8.30 Uhr auf den Start der fünften Austragung des Berner Triathlons. In kurzer Wettkampfbekleidung (im Triathlonjargon «Einteiler» genannt) war dies früh morgens noch eine ziemlich frische Angelegenheit. Der Sprung ins auf 22 Grad geheizte Schwimmbecken des Sportzentrums Hirzenfeld war daher eine warme Alternative. Im 20-Sekunden-Takt ging es schliesslich Schlag auf Schlag: Athlet um Athletin stürzten sich ins Wasser, um 10 Längen im 50 m-Aussenbecken zu schwimmen. Vom Schwimmbad führte dann der Weg in die sogenannte «Wechselzone» auf dem Parkplatzgelände, wo Schwimmbrille und Badekappe gegen ein Rennrad eingetauscht wurden.

Die abwechslungsreiche Radstrecke von 11 km musste zweimal befahren werden und führte über Zollikofen, Kirchlindach, Schüpberg und Diemerswil zurück ins Hirzenfeld. Dabei galt es einen steilen Anstieg im Spittelwald zu bewältigen, welcher vor allem in der zweiten Runde alles von den Athleten abverlangte. Zurück in der «Wechselzone» wurden die Laufschuhe geschnürt. Da zur gleichen Zeit eine Hochzeitsgesellschaft bei der Musikschule Münchenbuchsee ein Fest feierte und die Anfahrt hierzu die Laufstrecke tangierte, wurde diese im Vergleich zum Vorjahr gekürzt. Aber dafür waren drei statt zwei Runden zu absolvieren.

Insgesamt 222 Teilnehmende, darunter Topathleten, Breitensportler und vermehrt auch Triathloneinsteiger, fanden den Weg nach Münchenbuchsee. Sie reisten dabei aus der ganzen Schweiz und auch aus dem benachbarten Ausland an. Damit ein Anlass in dieser Grössenordnung überhaupt durchgeführt werden kann, sind die Organisatoren auf Hilfe angewiesen. Rund 40 Helferinnen und Helfer konnten sie aus den Reihen des eigenen Triathlonvereins «3athlon Bern» rekrutieren, welcher als grösster Triathlonverein der Region Bern ein umfassendes Trainingsangebot anbietet. Auf der Radstrecke kamen jedoch Verkehrskadetten zum Einsatz. Dank deren professionellen Verkehrsregelung konnte der Anlass unfallfrei durchgeführt werden. «Brenzlig wurde es nur einmal, als sich plötzlich zwei Reiterinnen auf der Radstrecke befanden», berichtete Philip Walker, welcher die entsprechende Stelle beaufsichtigte.

Bereits am Vortag des Anlasses richteten die Helfer die Verpflegungs-, Check-in- und «Wechselzone» ein. Tische, Radständer und Absperrgitter wurden aufgestellt und Markierungen sowie Beschilderungen angebracht. Die Rad- und Laufstrecke musste mehrmals abgefahren werden, um die roten Richtungspfeile für die Teilnehmenden sowie Verkehrsschilder für die übrigen Strassenbenutzer aufzustellen und letzte Reinigungsarbeiten vorzunehmen. Für das Organisationskomitee (OK) bedeutete dies alles viel Arbeit mit wenig Schlaf. Doch angesichts der erfolgreichen Durchführung nahmen das die OK-Mitglieder gerne in Kauf.

Ein erfreuliches Novum für die Teilnehmer war die automatische Zeitmessung mittels Transponder, welche von der Firma «Trackmaxx» betreut wurde. Jeder Teilnehmende erhielt beim Checkin einen Chip, welcher ab dem Start bis zum Ziel getragen werden musste und beim Überqueren von speziellen Matten an verschiedenen Standorten ein Signal aussandte, womit Einzelzeiten für die einzelnen Disziplinen sowie eine Gesamtzeit abgelesen werden konnten. Dies hatte auch für den Veranstalter den Vorteil, dass die Zeit nicht mehr manuell erfasst und kontrolliert werden musste.

Nach einem spannenden Rennverlauf standen gegen Mittag die Tagessieger fest. Bei den Damen konnte Ladina Buss (Triteam Oensingen) in einer Zeit von 1:11:39 das Rennen für sich entscheiden. Sie verwies Anine Hell (Tri Team Wildcats Basel) und Desirée Wagner (Tri Team Zugerland) auf die weiteren Ehrenplätze. Thomas Huwiler (Triathlon Club Genève) hiess der Sieger bei den Herren, welcher die Strecke in einer Zeit von 1:03:51 hinter sich brachte. Der zweitplatzierte Jan Pyott (Tempo-Sport) belegte bereits letztes Jahr denselben Rang und konnte sich rund 20 Sekunden vor dem Dritten Julian Hegg (gantrischbike.ch) platzieren.
 
Am Nachmittag, als sich die meisten Athleten bereits wieder auf dem Heimweg befanden, machten sich alle Helfenden zügig an den Abbau, damit im Hirzenfeld ab 14.00 Uhr wieder der gewohnte Badebetrieb aufgenommen werden konnte. OK-Präsident Gaspare Loderer zog eine sehr positive Bilanz: «Ein unfallfreier, rundum gelungener Anlass ging über die Bühne, der hoffentlich allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird.»

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Textverfasser: Gaspare Loderer
Fotos: www.biain.ch
29.05.2017

BZ-Artikel: Buchsis Zentrum verträgt kein Hochhaus

Die Gemeinde hat das Gebiet beim Bahnhof unter die Lupe genommen im Hinblick auf eine Verdichtung. Das Fazit der drei Planungsbüros ist klar: Hier verträgt es kein Hochhaus.

Verdichten ist das grosse Modewort. Ebenfalls in Münchenbuchsee. Die Gemeinde hat soeben die Revision ihrer Ortsplanung in Angriff genommen. Auch sie setzt aufs Verdichten und will nicht einfach neues Bauland einzonen. Die ersten planerischen Grundlagen liegen vor. Ausgehend von einem Vorstoss im Parlament, hat die Gemeinde eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben. Diese hat nach der Analyse von verschiedenen Testgebieten aufgezeigt, dass Münchenbuchsee sich nach innen entwickeln kann. Ohne Land einzuzonen, hätte es Platz für mehrere Hundert neue Einwohner.

Noch vertiefter analysiert wurde in den letzten Monaten das Gebiet Bahnhof Südwest. «Es ist ein sehr sensibles Gebiet», sagt Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP), seit diesem Jahr verantwortlich für das Dossier. Es befindet sich im Dorfzentrum, es gibt geschützte Gebäude, und hier verlaufen die wichtigen Verkehrsachsen. Drei Architekturbüros haben das Gebiet zwischen Bahnlinie und Bernstrasse und vom Bären bis zur Landi untersucht und ihre Vorschläge gemacht. Ein Gremium aus Behörden, Planern und betroffenen Grundeigentümern hat die Ideen beurteilt. Jetzt liegt der Schlussbericht vor.

Identität erhalten

Die drei Architektenteams sind sich einig: Sie stufen ein Hochhaus als «nicht ortsverträglich» ein. «Das passt gemäss Studie nicht in dieses Gebiet», fügt Sonja Bucher an. Im Schlussbericht heisst es dazu: «Münchenbuchsee hat Charakter und Identität – es braucht im Zentrum keinen ‹Landmark› in Form eines Hochhauses.» Oberstes Ziel ist eine massvolle Entwicklung. In der Regel sollten neue Gebäude maximal vier Vollgeschosse und ein Dachgeschoss hoch werden. An einzelnen Orten sind aber bis zu acht Geschosse denkbar.

Für zwei Areale, jenes hinter dem Bären und jenes bei der Landi, schlägt das Gremium für die konkrete Planung ein qualifiziertes Verfahren vor. Der Bauherr müsse einen Wettbewerb durchführen und dabei Gemeindevertreter und Fachleute beiziehen, erklärt Sonja Bucher. Besonders der Gasthof Bären hat eine historisch, gesellschaftlich und räumlich hohe Bedeutung. Er darf durch eine neue Überbauung in der Nachbarschaft seine Wirkung nicht verlieren.

Knackpunkt Verkehr

Für die Linienführung beim öffentlichen Verkehr bevorzugen die drei Architektenteams Haltestellen an der Bernstrasse. Alle Busse über den Bahnhof zu führen habe «sowohl städtebaulich als auch betrieblich zu viele Nachteile». Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, sagt Gemeinderätin Bucher. Denn es gibt politische Vorstösse, die verlangen, alle Buslinien über den Bahnhof zu führen.

«Die Verkehrssituation schauen wir nochmals genau an. Der Gemeinderat hat dazu eine erweiterte Studie in Auftrag gegeben», ergänzt Bucher. Es wurden vom RBS Testfahrten durchgeführt. Sie erwähnt in diesem Zusammenhang, dass der Bus nach Büren ab Dezember beim Bahnhof Münchenbuchsee halten werde. Auch der Strassenverkehr – Kreisel beim Bären, Verkehrsberuhigung – wird durch die erweiterte Studie vertiefter geprüft. Der Workshop Zukunftswerkstatt als Start zur Ortsplanung habe gezeigt, dass für die Bevölkerung diese Themen sehr wichtig sind.

Die Unterlagen der Testplanung seien mehr als ein Papiertiger, betont Sonja Bucher. «Es ist eine wichtige Grundlage. Die Erkenntnisse werden in die Ortsplanungsrevision einfliessen.» Man sei einen Schritt weiter als bei der Potenzialstudie. Aber die Testplanung lege noch nichts definitiv fest. Sie zeige den Bauherren lediglich auf, was möglich ist, in welche Richtung die Planung gehen könnte.

Einzelnes herauslösen

Die Ortsplanungsrevision soll bis spätestens 2021 abgeschlossen sein. Falls aber ein Bauherr ein Projekt bereits zu einem früheren Zeitpunkt realisieren wolle, so Bucher, könnten einzelnen Überbauungsordnungen aus der Gesamtplanung herausgelöst werden und vorher zur Abstimmung kommen.

Informationsabend zum räumlichen Entwicklungskonzept am Donnerstag, 22. Juni, um 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
22.05.2017

BZ-Artikel: Klares Ja zu Heizen mit Holz

Im Zentrum entsteht ein grosser Wärmeverbund. Die Stimmberechtigten haben dem Projekt klar zugestimmt.

Die Gemeinde Münchenbuchsee befindet sich energietechnisch auf dem Holzweg. Sie setzt beim Energieträger auf Holzschnitzel. Gestern haben die Stimmberechtigten einem Kredit von 7,22 Millionen Franken mit einem Ja-Anteil von knapp 86 Prozent zugestimmt. Damit können voraussichtlich ab dem kommenden Herbst die Bauarbeiten für den Wärmeverbund im Dorfzentrum beginnen.

Der Bau und der Betrieb des Wärmeverbunds laufen über eine Spezialfinanzierung, die selbsttragend sein muss. Die Gemeinde stellt das Geld im Rahmen einer Vorfinanzierung zur Verfügung, Buchsis Rechnung wird dadurch nicht belastet.

Im Zentrum von Münchenbuchsee befinden sich verschiedene grosse Bauprojekte in der Planung oder kurz vor der Realisierung. Vorverträge mit potenziellen Wärmebezügern liegen vor. Zudem werden die Schulanlagen Paul Klee, Bodenacker und Dorf nach wie vor mit fossiler oder elektrischer Energie geheizt. Die Gemeinde möchte die Heizungen dieser Liegenschaften umrüsten.

Der Standort der Heizzentrale ist am Schöneggweg vorgesehen, in Nachbarschaft zur Überbauung Strahmmatte. Mit dem Wärmeverbund können gemäss der Abstimmungsbotschaft rund 390 000 Liter Heizöl eingespart werden. Das entspricht dem Verbrauch von rund 400 Einfamilienhäusern im Minergiestandard. hus

Resultat: 2457 Ja (85,9%), 404 Nein (14,1%). Stimmbeteiligung 43,5%.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.05.2017

Bund-Artikel: Münchenbuchsee sagt klar Ja zu Wärmeverbund

Der Wärmeverbund Münchenbuchsee kann gebaut werden. (Bild: Adrian Moser)

Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben dem Bau eines Wärmeverbunds mit Holzschnitzelheizung zugestimmt.


Als zertifizierte «Energiestadt» setzt Münchenbuchsee die kommunalen Investitionen in eine nachhaltige Energiepolitik fort. Die Stimmberechtigten sagten klar Ja zum Bau eines Wärmeverbunds mit Holzschnitzelheizung im Dorfzentrum.

Zum dafür erforderlichen Rahmenkredit von 7,2 Millionen Franken gingen an der Urne 2457 Ja- und 404 Nein-Stimmen ein. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,5 Prozent. Von der nachhaltigen produzierten Energie für Heizung und Warmwasser sollen insbesondere die Schulen profitieren.

Ein Artikel aus dem
(gbl/sda, Der Bund)
19.05.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung zur ZPP Nr. 18 (UeO Egg)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Art. 122 Abs. 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung und das geringfügige Verfahren bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.
19.05.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung Oberdorf "Nord" (Hofmatt)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Art. 122 Abs. 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung und das geringfügige Verfahren bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.
15.05.2017

Kantonspolizei Bern: Starke Rauchentwicklung in Bäckerei

Infolge eines kleinen Brandes im Bereich eines Kamins ist es in einer Bäckerei in Münchenbuchsee am Montagmittag zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Mehrere Personen wurden vor Ort medizinisch betreut.
 
Am Montag, 15. Mai 2017, um etwa 12.15 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung zu einer starken Rauchentwicklung bei einer Bäckerei an der Oberdorfstrasse in Münchenbuchsee ein.

Gemäss aktuellen Erkenntnissen war in der Backstube im Bereich eines Kamins ein Brand ausgebrochen, woraufhin es zu einer starken Rauchentwicklung kam. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr Münchenbuchsee rasch gelöscht werden. Die Räumlichkeiten wurden darauf entlüftet. Zur Unterstützung wurde zudem auch die Berufsfeuerwehr Bern aufgeboten.

Sieben Personen, welche sich in der Bäckerei befanden, wurden vor Ort durch ein Ambulanzteam medizinisch untersucht. Im Rahmen des Einsatzes musste der betroffene Bereich der Oberdorfstrasse für rund eine Stunde gesperrt werden. Eine Umleitung wurde signalisiert. Gemäss aktuellen Erkenntnissen des Dezernats Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern ist davon auszugehen, dass dem Brand eine technische Ursache zugrunde liegt. 

Medienmitteilung
(pkb)
10.05.2017

2. Etappe, Kreuzgasse und Fellenbergstrasse Süd

Klicken Sie aufs Bild um die Karte zu vergrössern

Die Bauabteilung Münchenbuchsee wird in der Kreuzgasse eine Gesamtsanierung der Werkleitungen und Strassen durchführen. Gleichzeitig werden im Gebiet der Fellenbergstrasse und Kreuzgasse im Auftrag der Energie Münchenbuchsee AG (EMAG) diverse lokale Arbeiten an den Elektroleitungen sowie durch die Bauabteilung an der Beleuchtung ausgeführt.

Die Bauarbeiten für die 2. Etappe dieser Gesamtsanierung „Zentrum Süd“ in der Kreuzgasse (Bern- bis Fellenbergstrasse) werden am 6. Juni 2017 beginnen und voraussichtlich bis ca. Ende August 2017 dauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind dabei nicht eingerechnet.

Während der gesamten Bauzeit wird es in der Kreuzgasse und Fellenbergstrasse zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Kreuzgasse wird zwischen der Einfahrt in die Bernstrasse und der Kreuzgasse 5 abschnittweise gesperrt und ist daher für den Fahrzeugverkehr nicht mehr durchgehend befahrbar. Die Fellenbergstrasse wird zwischen dem Denner-Kreisel und der Privatklinik Wyss nur lokal beansprucht und ist für den gesamten Verkehr jederzeit passierbar. Die Bauabteilung Münchenbuchsee, die EMAG, die Bauleitung und die Unternehmungen werden alles daran setzen, die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken.

Projektorganisation:
Bauherrschaft: Gemeindeverwaltung, Bauabteilung Münchenbuchsee
  Tiefbau: Herr Hu. Weber, 031 868 82 57
  Wasserversorgung:      Herr Ch. Wälchli,   031 511 01 46 (EMAG)

  Energie Münchenbuchsee AG
  EMAG: Herr D. Kissling,
031 868 19 19
    (Elektroplanung Schneider AG)

Bauleitung: Basler & Hofmann West AG, Zollikofen
  Herr L. Thomi, 031 544 24 76 / 078 706 24 10
  Stv. Herr S. Schögler,

031 544 24 69

 
Baumeisterarbeiten:  Huldi + Stucki AG, Bern  
  Herr D. Huldi,

031 992 19 39

 
Sanitärarbeiten: Hegg Sanitär AG, Münchenbuchsee  
  Herr M. Brunner,  031 868 30 30  


Die Bauabteilung Münchenbuchsee und die EMAG bedanken sich im Voraus für das Verständnis und die Geduld der Bevölkerung, während den Bauarbeiten zur dringend nötigen Sanierung dieses Gebietes.

03.05.2017

Ab Montag, 8. Mai: Änderungen auf der RBS-Buslinie 36 zwischen «Wankdorf City» und «Breitenrain»

Ab 8. Mai 2017 wird im Wylerfeld in Bern die Stauffacherbrücke abgebrochen. Die RBS-Buslinie 36 muss deshalb auf der Strecke zwischen den Haltestellen Stauffacherbrücke und Breitenrain einen Umweg fahren.

Für Fahrgäste ergeben sich vom 8. Mai 2017 bis ca. Oktober 2018 folgende Änderungen:

  • Die Fahrzeit zwischen «Stauffacherbrücke» und «Breitenrain» verlängert sich um ca. vier Minuten.
  • Die Abfahrtszeiten auf dem Abschnitt «Wankdorf City» und «Breitenrain» werden angepasst. Damit die Anschlüsse auf die S-Bahn beim Bahnhof Wankdorf gewährleistet werden können, fahren die Busse Richtung Münchenbuchsee an den Haltestellen «Breitenrain», «Winkelriedstrasse», «Stauffacherbrücke» und «Wankdorf City» bis zu vier Minuten früher gegenüber dem aktuellen Fahrplan.
  • Die Fahrplanzeiten ab «Wankdorf Bahnhof Nord» bis «Hüslimoos» erfahren keine Änderungen.
  • Die Haltestelle «Winkelriedstrasse» Richtung Breitenrain wird an die Kreuzung Scheibenstrasse/Standstrasse (Haltestelle «Breitfeld» der Buslinie 26) verschoben.

Die angepassten Haltestellenfahrpläne können auf www.rbs.ch/aktuelles/news heruntergeladen werden.
03.05.2017

BZ-Artikel: Das Heim Mätteli ist 50 Jahre alt

Mit vollen Einsatz: Der Mätteli-Jubiläumschor legt sich bei der offiziellen Feier zum 50. Geburtstag des Sonderschulheims mächtig ins Zeug. (Bild: Beat Mathys)

Seit einem halben Jahrhundert werden im Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee behinderte Kinder und Jugendliche betreut. Das Heim bietet auch eine Interventionsgruppe bei Krisen an.


«Singe, lache, Rhythmus mache!» Die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern hatten gestern Abend ihren grossen Auftritt. Sie durften bei der offiziellen Feier zum 50. Geburtstag des Sonderschulheims Mätteli in Münchenbuchsee die geladenen Gäste unterhalten.

Vier Monate lang hatten sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Einmal in der Woche traf sich der Mätteli-Jubiläumschor zur Probe. So sass das Matter-Lied, inklusive des Schlusseinsatzes eines Knaben. Er quittierte dieses kurze Solo mit einem «Give me five» mit der Dirigentin.

Ein Leben lang behindert

Die Chorproben waren eine willkommene Abwechslung im Heimalltag. Die Kinder und Jugendlichen, die im Heim wohnen und betreut werden, haben ein schweres Schicksal zu tragen. Sie sind – meist seit ihrer Geburt – geistig und zum Teil mehrfach behindert. Einige können nicht sprechen und sind auf einen Rollstuhl angewiesen. «Die meisten Kinder und Jugendlichen sind auch später im Leben auf eine intensive Betreuung angewiesen», sagt Trudy Aebischer, die Gesamtleiterin des Sonderschulheims.

Das Mätteli bietet für die 4- bis 18-Jährigen ein umfassendes Betreuungsangebot: Tagesschule, Wocheninternat, medizinische und pädagogische Therapien. Jeder Einzelne soll bestmöglich gefördert und unterstützt werden. Zudem verfügt das Sonderschulheim über eine Ferienstation.

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) sprach in seiner Festrede von einem «vielseitigen und hoch qualifizierten Angebot». Das Mätteli sei «ein wichtiger und verlässlicher Leistunsgerbringer». Schnegg erinnerte daran, dass geistig behinderte Menschen bis weit ins 20. Jahr-hundert ausgegrenzt worden seien. Erst mit dem neuen Invalidengesetz 1960 sei Kindern mit einer geistigen Behinderung das Recht auf Bildung zugesprochen worden. In jener Zeit wurde auch das Mätteli gegründet (siehe unten).

Seit 3 Jahren hat das Mätteli ein im Kanton Bern einmaliges Angebot: eine Kriseninterventionsgruppe. Fachleute aus verschiedenen Berufen stehen Eltern oder Institutionen bei, wenn die Situation mit einem behinderten Kind aus dem Ruder läuft. Allenfalls wird ein Sorgenkind für eine befristete Dauer, in der Regel acht bis zwölf Wochen, aus seinem Umfeld genommen. Für diesen Fall hat es im Mätteli sechs Plätze.

Schifffahrt für alle

Der Mai steht in Münchenbuchsee im Zeichen des Jubiläums. Während des ganzen Monats werden viele Schaufenster von Gewerbebetrieben im Dorf mit Produkten aus dem Mätteli geschmückt sein. Am 30. Mai lädt das Heim die Gewerbler und andere Gäste zu einem Dankeschönimbiss ein. Später feiern die Kinder und Jugendlichen des Mätteli zusammen mit ihren Eltern, den Mitarbeitenden und dem Stiftungsrat den runden Geburtstag mit einer Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee.

ABLEGER DES VEREINS SCHLOSS KÖNIZ
Das Mätteli wurde 1963 als Aussenstation des Vereins Mädchenheim Schloss Köniz gegründet. 1967 nahm es seinen Betrieb in Münchenbuchsee auf. 1984 entstand aus einer Notlage die Wohn- und Werkschule. Diese schloss eine Lücke bei der Vorbereitung des Übergangs von der Schule in eine Erwachseneninstitution. 1993 erfolgte die Trennung vom Verein in Köniz, die Stiftung Sonderschulheim Mätteli wurde gegründet. Seit 1994 gilt der Name Stiftung Sonderschulheim Mätteli.

Aktuell werden im Mätteli Münchenbuchsee rund 75 Kinder betreut, davon zwei Drittel im Wocheninternat. 187 Mitarbeitende teilen sich 110 Vollzeitstellen. Das Budget der Stiftung betrug im letzten Jahr 13,3 Millionen Franken.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
01.05.2017

Bund-Artikel: Münchenbuchsee verbucht einen hohen Überschuss

Für die Gemeinde Münchenbuchsee ist die Rechnung des letzten Jahres sehr erfreulich ausgefallen.

Bei einem Gesamtertrag von 38 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von über 3,6 Millionen Franken – budgetiert war stattdessen ein Verlust von 580 000 Franken. Die Besserstellung beträgt also rund 4,2 Millionen Franken. Vor allem im Steuerbereich hat Münchenbuchsee viel mehr eingenommen, und zwar sowohl bei den natürlichen Personen als auch bei den Firmen. Ein oder mehrere glückliche Lottogewinner bescherten der Gemeindekasse unverhoffte Einnahmen von 920 000 Franken. Bei den Gewinnsteuern der Firmen gingen 950 000 Franken mehr ein als geplant, und bei den Einkommenssteuern wurde ein Mehrertrag von 940 000 Franken verbucht. Der Gemeinderat schreibt dazu, dass man bewusst vorsichtig und zurückhaltend budgetiert habe.

Der Bilanzüberschuss von Münchenbuchsee beläuft sich damit neu auf 4,35 Millionen Franken. Um das angepeilte Ziel von 6,5 Millionen Franken zu erreichen, seien aber noch weitere positive Rechnungsabschlüsse notwendig, schreibt der Gemeinderat. Dieser Betrag entspricht fünf Steueranlagezehnteln. Das Parlament wird sich an seiner nächsten Sitzung am 1. Juni mit der Rechnung befassen.

Ein Artikel aus dem
(pd/wal, Der Bund)
01.05.2017

Bund-Artikel: "Konflikte darf man nicht persönlich nehmen"

Gute Nerven und Freude an der Arbeit im Mätteli: Stephan Funke. (Foto: Adrian Moser)

Der Gruppenleiter, Stephan Funke, sieht in den Kindern im Sonderschulheim Mätteli zuerst die Menschen, nicht die Behinderung.

Kriseninterventionsgruppe heisst die Einheit im Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee, die Stephan Funke seit 2014 leitet. Klingt nach «5 vor 12». Funke sagt: «Wenn die Kinder zu uns kommen, ist es oft schon halb eins.» Eltern, Lehrkräfte und sonstige Beteiligte seien «längst am Ende ihres Lateins». Das behinderte Kind habe sich in seiner Verzweiflung oft aggressiv verhalten – gegen sich oder sein Umfeld.

Doch die Sorgenkinder werden weder weggesperrt noch versorgt: Vor der Verlegung ins Mätteli werde im Austausch mit Eltern, Ärzten, Lehrkräften und bei Bedarf weiteren Fachpersonen im «Indikationsgespräch» eine Auslegeordnung gemacht, es gebe Telefonate und E-Mails, um gemeinsam zu einem Entschluss zu gelangen. Dann komme das Kind für eine befristete Zeit von acht bis zwölf Wochen in diese KIG. Es gelte herauszufinden, wo der Knopf sei. Wenn ein Kind eine Zeit lang aus seinem gewohnten «System» herausgenommen werde, kläre sich manchmal allein dadurch einiges. Man begleite das Kind und erkenne mit der Zeit Lösungsansätze. «Oft stellt sich heraus, dass das Problem nicht nur beim Kind liegt, sondern auch im System.» Wobei mit System alle gemeint sind, die das Umfeld des Kindes ausmachen: Elternhaus, Schule und vieles mehr. Die Auszeit sei auch für die oft entnervten Eltern oder Lehrkräfte erholsam und schaffe die nötige Distanz. Manchmal wirke es sich auch positiv aus, wenn ein Medikament anders dosiert und pädagogische Massnahmen einbezogen würden.

Gewalttätige Kinder? Es gebe Formen von Autismus, die nicht der harmonischen Situation im Film «Rain Main» entsprächen. «Manchmal verstehen diese Kinder gar nicht, dass sie mit ihrer Aggression den Lehrern oder Eltern Schaden zufügen.» Ohnehin dürfte das Klischee von den stets lieben Behinderten kaum stimmen. Funke bejaht. «Manche haben ein sehr gutes Sensorium dafür, wie man jemanden auf 180 bringt.» Gute Nerven seien von Vorteil. «Aber man darf das nicht persönlich nehmen», findet Funke. Es sei klüger, hinauszugehen, um sich zu beruhigen, statt sich auf einen Machtkampf einzulassen.

Das Mätteli feiert heute das 50-Jahr-Jubiläum. Funke hat die Hälfte dieser Zeit als Mitarbeiter miterlebt. Der 57-Jährige machte einst eine Elektrikerlehre, doch wollte der begeisterte Pfadiführer mehr mit Menschen zu tun haben, weil sich deren Wesen nicht einfach so mit einem Phasenprüfer erkunden lässt. Aussenstehende denken oft, Krankenpflege oder die Betreuung von Behinderten wäre nichts für sie. «Nicht alle müssen das können», sagt Funke und lacht einmal mehr schallend. «Ich sehe zuerst den Menschen und erst danach die Behinderung.» Darum finde er es nicht «gruusig», wenn ein Kind beim Essen etwas sabbere. Natürlich sei es auch für ihn kein Vergnügen, eine Wand zu putzen, die ein Kind mit Fäkalien verschmiert habe, «aber das kommt zum Glück selten vor».

Funke hat während seiner Ausbildung noch erlebt, dass die Leiter als «Heimeltern» in der Institution wohnten, wie das auch bei Mätteli-Pionier Hans Walther-Witschi der Fall war. Um 12 Uhr erklang der Gong, dann versammelten sich alle im Esssaal. Heute setzt man in Heimen wieder stärker auf eine familiäre Situation in Wohngruppen, in denen gegessen und gelebt wird. «Wobei man Familie mit drei Anfangs- und Schlusszeichen schreiben muss», sagt Funke. «Wir können und wollen kein Familienersatz sein.» Viele Kinder im Mätteli hätten eine Beeinträchtigung, mit der das «Familiensystem» überfordert sei. Hier biete das Sonderschulheim eine wichtige Unterstützung.

Was hat sich während Funkes langer Dienstzeit verändert? Es gebe mehr Papierkram, so wie in der Volksschule. Alles müsse dokumentiert werden. Das habe den Vorteil, dass Entscheide nachvollziehbar seien, aber es verschlinge viel Zeit. Und nicht immer würden Entscheide akzeptiert. Wie in der Volksschule werde eine Betreuungsperson im Heim nicht von allen Eltern als Autorität anerkannt. Doch wenn Funke wieder einmal sein schallendes Lachen ertönen lässt, glaubt man ihm gern, wenn er sagt: «Mir macht die Arbeit Spass, wenn auch nicht jeden Tag gleich stark.» Die Tätigkeit sei kurzweilig, man wisse nie genau, was einen erwarte, darum müsse man sehr flexibel sein.

50 Jahre Mätteli: Schnegg gratuliert zum Geburtstag
Das Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee existiert seit 1967. Heute leben in der Institution 75 junge Menschen im Alter von 4 bis 18, in Einzelfällen bis zu 20 Jahren. Sie besuchen die Schule oder leben ganz oder teilweise hier. Auf dem Gelände gibt es viele Einrichtungen: einen integrativen Kindergarten, Tagesschule, Wocheninternat, Wohn- und Werkschule usw. 2014 kam die Kriseninterventionsgruppe (KIG) hinzu, geleitet von Stephan Funke. Der Vater zweier erwachsener Kinder arbeitet seit 25 Jahren im Mätteli. Der gelernte Elektriker erwarb ein Diplom als Heimerzieher, wie der Beruf damals hiess. Alle, die im Mätteli betreut werden, haben eine geistige Behinderung. Oft sind sie in mehrfacher Weise beeinträchtigt. Auf der Mitarbeiterseite teilen sich 187 Personen 110 Vollzeitstellen. Das Jahresbudget liegt bei 13 Millionen Franken. Wie andere soziale Institutionen stand das Mätteli unter Spardruck. Seit 25 Jahren gibt es darum den Unterstützungsverein Pro Mätteli, dessen Zuwendungen beispielsweise Winterlager ermöglichen. Am heutigen Festakt hält Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) eine Rede.

Ein Artikel aus dem
(Markus Dütschler, Der Bund)
Wieder Montag Begegnungen mit Menschen - www.montag.derbund.ch
28.04.2017

BZ-Artikel: Lottosechser für Buchsi

Die Gemeinde konnte im letzten Jahr einen satten Gewinn verbuchen. Hauptgründe sind höhere Steuereinnahmen, auch aus Lottogewinnen.

Von so einer guten Rechnung können Gemeinden normalerweise nur träumen. In Münchenbuchsee ist nun dieser Traum wahr geworden. Die Gemeinde erwirtschaftete im letzten Jahr bei einem Gesamtertrag von rund 38 Millionen einen Gewinn von 3,64 Millionen Franken. Budgetiert war – inklusive der Spezialfinanzierungen – ein Verlust von 576 500 Franken. Damit ist das Ergebnis um 4,22 Millionen Franken besser als veranschlagt.

Mit dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 sollte dieser Gewinn normalerweise abgeschrieben werden. Weil aber Münchenbuchsee weniger investiert als abgeschrieben hat, müssen 3,4 Millionen dem Eigenkapital zugeführt werden. Nachdem die Gemeinden während Jahren einen Bilanzfehlbetrag aufwies, beträgt das Eigenkapital mittlerweile wieder 4,35 Millionen Franken. Es brauche aber noch weitere positive Rechnungen, um das gemeinderätliche Ziel von 6,5 Millionen zu erreichen, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft ans Parlament.

Vorsichtig budgetiert

Hauptgrund für die bessere Rechnung sind höhere Steuereinnahmen. Diese waren bewusst vorsichtig budgetiert worden. Die Steuererträge bei den natürlichen Personen und bei den Firmen waren je rund 940 000 Franken höher. Dazu wohnen in Buchsi erfolgreiche Lottospieler. Aus deren Gewinnen flossen fast 920 000 Franken an Steuern in die Gemeindekasse. Ob es einer oder mehrere Gewinner waren, gibt die Gemeinde nicht bekannt.

Neben dem Steuerhaushalt schlossen auch die verschiedenen Spezialfinanzierungen (Wasser, Abwasser, Abfall) besser ab. Statt eines Defizits von 576 500 Franken resultierte ein Gewinn von 245 000 Franken.

Der Grosse Gemeinderat wird die Rechnung an seiner Sitzung vom 1. Juni behandeln.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
27.04.2017

BZ-Artikel: Sie besitzen Tausende Schämpisdeckel

Gemeinsames Interesse: Adrian und Renate Kappeler beim Durchblättern einer ihrer mit Champagnerdeckeln bestückten Bundesordner. (Bilder: Beat Mathy)

Renate und Adrian Kappeler aus Münchenbuchsee finden grossen Gefallen an Champagnerdeckeln. Ihr Fundus zählt stolze 22 700. Das bedeutet aber auch viel Arbeit: beim Ordnen und Tauschen.

Einmal in der Woche lässt das Ehepaar Kappeler die Korken knallen und gönnt sich zu einem Nachtessen daheim eine gute Flasche Champagner. «Zu feiern gibt es doch immer irgendetwas», sagt Adrian Kappeler (66) und lacht.

Ums Feiern geht es den beiden beim Champagnertrinken aber eigentlich nicht. Denn sie sammeln mit Leidenschaft den Deckel der Flasche – also jenes runde Stück aus Blech, das oben auf dem Korken sitzt. Die beiden sind geübt: Sie tauschen an Börsen, suchen im Internet, klopfen bei Getränkehändlern an, besuchen Weinmessen, stöbern auf Flohmärkten.

So haben sie es in zwölf Jahren auf eine Sammlung von 22 700 Deckeln geschafft. «Es sind nicht alles Einzelstücke. Viele sind von derselben Marke und tragen das gleiche Motiv. Für uns sind das Tauschobjekte», so Renate Kappeler (65).

Ob Blumen, Queen Elizabeth, Werbung für Olympia oder Schriftzüge in originellen Lettern: Die Gestaltungsvielfalt dieser Schaumweindeckel kennt keine Grenzen und zeigt sich deutlich beim Betrachten der immensen Sammlung von Kappelers. Das Ehepaar bevorzugt Deckel namhafter Champagnerhäuser wie Moët & Chandon, Laurent-Perrier, Henri Abelé oder Pierre Mignon.

«Viele tragen schöne Blumenmotive, die mir besonders gefallen», sagt Renate Kappeler. «Zudem trinken wir diese Sorten am liebsten, und das trifft sich ganz gut», fügt ihr Mann mit einem Augenzwinkern an. Die beiden besitzen aber auch Deckel anderer Schaumweinmarken aus insgesamt 43 verschiedenen Ländern, darunter Spanien, Ägypten, Indien, Israel, China «und natürlich die Schweiz», betont Adrian Kappeler.

Sein liebstes Stück ist knallrot eingefärbt, hat Jahrgang 1959 und stammt aus dem jurassischen Hause Mauler. «Es ist auch unser ältestes Exemplar. Für mehrere Hundert Franken hätte ich es einem Sammler in Barcelona verkaufen können. Das kommt aber nicht infrage.» Verwendet wurden solche Deckel ungefähr ab 1920, wie das Sammlerehepaar weiss. Massgebend für Interessierte sei übrigens nicht das Alter und auch nicht das Aussehen, sondern wie viele davon hergestellt worden sind. Adrian Kappeler erklärt: «Je kleiner die Auflage, umso gesuchter der Deckel.»

Ein Zimmer für die Sammlung

Nachdem die beiden Töchter aus der Wohnung in Münchenbuchsee ausgezogen waren, haben Kappelers ein Sammlerzimmer eingerichtet. In Setzkästen an den Wänden präsentieren sie besonders schöne Deckel, in Schränken reihen sich Bundesordner, in denen ein Grossteil ihres Fundus abgelegt ist, und in Schubladen lagert Ware zum Tauschen.

Zudem ziert ein Champagner-Werbeplakat die Wand. Der eher kleine Raum ist voll, aber nicht unordentlich. «Bei so vielen Stücken darf kein Durcheinander entstehen», sagt Renate Kappeler, die einst als Reinigungskraft gearbeitet hat.

Mitglieder in zwei Clubs

Die Leidenschaft der beiden gilt in der Schweiz als exotisch. «Uns sind nur zwei weitere Personen bekannt, die sich auch für Deckeli interessieren», so Adrian Kappeler. Anders in Frankreich, im Land des Champagners. Hier ist das Interesse an diesen Capsules, wie die Deckeli auf französisch bezeichnet werden, weit verbreitet.

Und so fahren Kappelers mindestens zehnmal im Jahr nach Frankreich, besuchen Städte in der Champagne, im Elsass oder reisen in die Vogesen. Immer mit dem Ziel, irgendwo an Deckeli zu kommen. Kappelers sind Mitglied von gleich zwei französischen Sammlerclubs und treffen sich mit Gleichgesinnten an Tauschbörsen.

Hier sind ihre Rollen klar verteilt: Adrian Kappeler sitzt am Tisch und tauscht. Derweil blättert Renate Kappeler in einem Sammlerkatalog für Deckeli und prüft darin, welches Exemplar sie daheim mit einem Häkchen versehen hat, was bedeutet, dass ein solches bereits in ihrem Besitz ist. «Übers Ohr gehauen wird hier keiner», sagt Adrian Kappeler, und seine Frau ergänzt: «Wir sind eine richtige Familie.»

Um die sechzig Leute treffen sich an einer Börse. Man kenne sich, sei per du. Adrian Kappeler wird «le petit Suisse» gerufen. Französisch spricht das Ehepaar zwar nur wenige Worte, doch zur Verständigung beim Tauschen reiche das völlig aus.

Adrian Kappeler, gelernter Bauzeichner, führt genau Buch über die Sammlung. In Tabellen am Computer hält er fest, welche Deckel die Sammlung verlassen und welche dazustossen.

Statt zu tauschen, erwirbt das Paar manchmal einen Deckel im Internet auf Ebay. «Hier kostet ein wertvolles Stück gut und gerne 400 Franken. Doch soviel würden wir nie bezahlen», sagt Adrian Kappeler. Jedoch haben Kappelers durch ein Internetgeschäft die Bekanntschaft mit einem ebenfalls pensionierten Ehepaar aus Deutschland gemacht.

Entstanden ist eine enge Freundschaft. «Mehrmals im Jahr fahren wir gemeinsam an Sammlertreffen, reisen in die Ferien und besuchen uns gegenseitig», sagt Renate Kappeler.

Startschuss in Frankreich

Angefangen hat ihr Interesse an diesen Deckeli an einem Silvesterabend vor vielen Jahren: Die Flaschen waren leer, die Gäste gegangen, die ersten Stunden des neuen Jahres eingeläutet und Kappelers dabei, ihre Stube nach dem Fest aufzuräumen.

«Dabei bildete sich ein buntes Häufchen an Champagnerdeckeln», erinnert sich Renate Kappeler. «Wir fanden gefallen daran und waren uns einig, dass wir sie vorerst nicht wegwerfen.» Dann, Jahre später, genau 2004, seien sie während ihrer Ferien in Frankreich auf einen Sammlerkatalog gestossen.

Das war der Auftakt ihrer Jagd nach diesen Deckeli. «Nie hätten wir damals gedacht, dass wir einmal Tausende davon besitzen werden», sagt Renate Kappeler, schmunzelt und schüttelt dabei den Kopf.
 
Ein Artikel aus der
(Franziska Zaugg, Berner Zeitung BZ)
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10.04.2017

BZ-Artikel: Manfred Waibel wird Stapi

Es ist offiziell: Münchenbuchsee ist eine Stadt. Im März hat die Gemeinde die 10 000-Einwohner-Marke geknackt. Bleibt nun kein Stein mehr auf dem anderen? «Nein, nein. Das ändert für mich nichts», sagt der frischgebackene Stapi Manfred Waibel (SVP). Auch neue Visitenkarten wird er keine brauchen: «Stadtpräsident nenne ich mich in Zukunft sicher nicht.»

Nur knapp ist Münchenbuchsee zur Stadt geworden. 10 002 Menschen leben momentan in der Gemeinde. Die statistische Marke beeindruckt Waibel aber wenig: «10 Einwohner mehr oder weniger machen für uns keinen Unterschied.» Auch ein Beitritt zum Städteverband stehe derzeit nicht zur Debatte. «Darüber können wir vielleicht reden, wenn wir weiter wachsen.»

Der Gemeindepräsident weiss, wer der zehntausendste Einwohner ist. Es handle sich um einen jungen Mann, der auch schon von seinem Glück wisse. «An einem Blumenstrauss hätte er wohl kaum Freude», so Waibel. Auf der Gemeinde überlege man sich deshalb, was man ihm Sinnvolles schenken könnte.

Ein Artikel aus der
(js, Berner Zeitung BZ)
10.04.2017

BZ-Artikel: Buchsis Feuerwehr klopft bei den Nachbargemeinden an

Die Feuerwehr Münchenbuchsee muss als Stützpunkt bei Grossbränden in der Region ausrücken, wie hier beim Bauernhausbrand in Limpach im letzten Sommer. (Bild: Andreas Blatter)

Der Feuerwehr droht bei Einsätzen tagsüber ein personeller Engpass. Deshalb sucht sie die Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Andere Feuerwehren haben ähnliche Probleme bereits gelöst.


Andreas Luginbühl spricht von einem «heissen Eisen», das man «diplomatisch» anpacken muss. Seit Anfang Jahr ist der SVP-Gemeinderat in Münchenbuchsee zuständig für die öffentliche Sicherheit und damit für die Feuerwehr. Und er hat einen Auftrag gefasst: die Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr zu lösen und die Verfügbarkeit tagsüber zu verbessern.

Luginbühl stellt klar, dass die Feuerwehr Münchenbuchsee bisher alle ihre Einsätze nach den geltenden Vorgaben leisten konnte, die Ausrüstung und die Fahrzeuge seien sehr gut. Mittelfristig könnten die personellen Ressourcen aber knapp werden, die Rekrutierung von neuen Mitgliedern werde immer schwieriger.

Enger Zeitplan

Betreffend die personelle Tagesverfügbarkeit hat er den Auftrag, mit den umliegenden Gemeinden Zollikofen, Urtenen-Schönbühl und Moosseedorf Kontakt aufzunehmen, um die Problematik durch eine eventuelle Zusammenarbeit zu entschärfen. Noch gebe es keine konkreten Ergebnisse, sagt Andreas Luginbühl. Aber der Zeitplan ist sportlich: In der Legislaturplanung des Gemeinderats, welche dem Parlament an der letzten Sitzung vorgelegt wurde, ist als Termin Ende 2017 aufgeführt.

Andreas Luginbühl nennt mögliche Gründe für die Personalnot. Die Leute seien heute mobiler, würden auswärts arbeiten und tagsüber nicht verfügbar sein. Der zeitliche Aufwand für Ausbildung und Übungen sei hoch. Pflichtige würden lieber die Ersatzgabe bezahlen, statt ihre Freizeit zu opfern. In Münchenbuchsee beträgt die jährliche Ersatzgabe aktuell maximal 300 Franken.

Grosse Herausforderungen

Die Berner Feuerwehren seien personell grundsätzlich gut aufgestellt, sagt Urs Burgener. Der Busswiler muss es wissen. Er ist Präsident des Feuerwehrverbands des Kantons Bern und kommandiert selber eine Regio-Feuerwehr. Rund 14 000 Männer und Frauen leisten im Kanton meist im Milizsystem Dienst. «Bei der Verfügbarkeit während des Tages stehen jedoch einige Feuerwehren vor Herausforderungen», ergänzt Burgener.

Durch organisatorische Massnahmen können aber meist gute Lösungen gefunden werden. Burgener nennt die Zusammenarbeit mit den Nachbarfeuerwehren, eine Anpassung der Alarmierung oder das Rekrutieren von Gemeindepersonal. Dazu mache ein neues Modell immer mehr Schule, erklärt der Verbandspräsident: Personen könnten nicht nur an ihrem Wohnort, sondern auch an ihrem Arbeitsort Dienst leisten. Aus Burgeners Sicht hat sich das Problem in den letzten Jahren durch Fusionen und verstärkte Zusammenarbeit eher entschärft. Die Haltung, «das ist mein Feuer», existiere seit langem nicht mehr.

Mit dem Gemeindepersonal

Die Feuerwehr Bolligen hat auf die Personalknappheit tagsüber vor ein paar Jahren reagiert, als der neue Alarmstufenplan eingeführt wurde. Seither werde bei einem «Brand mittel» automatisch auch die Feuerwehr von Ittigen, Stettlen oder Krauchthal alarmiert, sagt Kommandant Bernhard Rüegg.

Bei der Rekrutierung von Feuerwehrleuten geht Bolligen gezielt Gemeindeangestellte an (Hauswarte, Werkhofmitarbeitende), auch wenn diese nicht in der Gemeinde wohnen. So sind für die kleineren Einsätze auch tagsüber immer genügend Feuerwehrangehörige verfügbar. Auf offiziellem Weg zwischen den Gemeinden wird die Feuerwehrpflicht respektive die Befreiung von der Ersatzabgabe geregelt.

Köniz hat Auswahl

Am anderen Ende der Skala ist die Feuerwehr Köniz. Diese kennt das Problem von zu wenig Einsatzkräften nicht, auch von der Einwohnerzahl her. Die Feuerwehr kann auf knapp 200 Angehörige zurückgreifen, die über das ganze Gemeindegebiet verteilt sind. Fünf Personen sind vollamtlich angestellt. Dazu kann sich Kommandant Markus Rüegg auf viele Hauswarte verlassen, die gemeindeeigene Liegenschaften betreuen und gut verfügbar sind.

Einen Zwang gebe es aber nicht, betont Markus Rüegg. Bei der Rekrutierung laufe viel über Mund-zu-Mund-Propaganda. Es gebe jeweils so viele Interessenten, dass nicht alle aufgenommen werden könnten.

Im Tagespikett sind zudem eine Handvoll Personen eingeteilt, die in Köniz arbeiten, aber nicht hier wohnen und pflichtig sind. Und bei grösseren Ereignissen sei die Verstärkung schnell rekrutiert, weil viele Feuerwehrleute in der nahen Stadt arbeiteten, ergänzt Markus Rüegg.

NACH 10 MINUTEN BEREIT
Gemäss dem nationalen Standard (Feuerwehrkonzeption 2015) müssen Ortsfeuerwehren den Ersteinsatz im dicht besiedelten Gebiet innert 10 Minuten aufnehmen können, im dünn besiedelten Gebiet innerhalb von 15 Minuten. Dafür würden 8 bis 10 Feuerwehrleute benötigt, schreibt die Gebäudeversicherung Bern (GVB), die für die strategische Aufsicht der Feuerwehren zuständig ist. Dank der guten Ausbildung und der modernen Ausrüstung seien 95 Prozent aller Einsätze mit weniger als 10 Feuerwehrleuten zu bewältigen. Bei grösseren Einsätzen werden die Nachbarkorps alarmiert und bei den Stützpunktfeuerwehren Spezialgeräte angefordert.

Die Feuerwehren böten nach wie vor eher zu viele Personen auf und würden wegen der abnehmenden Tagesverfügbarkeit «auf Nummer sicher» gehen. Die Gebäudeversicherung sieht grundsätzlich keine Rekrutierungsprobleme, aus ihrer Sicht sind die Feuerwehren «bestens aufgestellt für eine auch in Zukunft effiziente Brandbekämpfung».

Die Anforderungen an die Feuerwehren seien in den letzten Jahren gestiegen, auch durch neue Bauweisen oder neue Techniken, schreibt die GVB. Ziel ist es, durch höher qualifizierte und zahlenmässig weniger, dafür häufiger eingesetzte Feuerwehrleute die Qualität weiter zu steigern. Gemäss einer Erhebung von 2014 bei Gemeinden und Feuerwehrorganisationen können sich 85 Prozent aller Feuerwehren gut finanzieren. Die GVB leistet pro Jahr rund 13 Millionen Franken Betriebsbeiträge.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
07.04.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gewerbe trifft Schule in Münchenbuchsee

Das Projekt „Gewerbe trifft Schule“ wurde mit einem informativen Referat von Daniel Hurter der gibb abgerundet.

Im Jahr 2016 startete der Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee sein neues Projekt „Gewerbe trifft Schule“. (Früher lief das Projekt unter dem Namen „BIWI“ Bildung und Wirtschaft.) Das neue Konzept soll den Schülerinnen und Schülern verschiedene Berufe und deren Möglichkeiten für eine künftige Berufslehre aufzeigen. Die Jugendlichen sollen einen ersten Kontakt zur Berufswelt und den Betrieben in der Gemeinde erhalten. Gleichzeitig soll die Attraktivität zu den handwerklichen und gewerblichen Berufen gesteigert, Vorurteile zu gewissen Berufen abgebaut und die Wahl zur Berufsbildung und dem Lehrstellenmarkt innerhalb des Dorfes Münchenbuchsee gestärkt werden. Das Projekt soll nicht nur zu einer wertvollen Informationsplattform für Schülerinnen und Schüler werden, sondern auch Eltern und Lehrkräften wichtige Informationen vermitteln. Dies gab dem Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee den Anlass, zusammen mit verschiedenen Vereinsmitgliedern und der Schule für die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse einen Schnuppertag in unterschiedlichen Betrieben in der Dorfgemeinde zu organisieren. Das Projekt „Gewerbe trifft Schule“ wurde offiziell in das Berufsbildungskonzept der Schule integriert.

Schliesslich war es soweit, und das Projekt konnte zum ersten Mal über die Bühne gehen. Alle Siebt- und Achtklässler und deren Eltern wurden mit einem Flyer über den Anlass informiert. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, sich zwei Firmen auszusuchen, bei denen sie mehr Informationen zu einem Beruf erhalten möchten. Am Donnerstagnachmittag, 30. März 2017, zirkulierten schliesslich rund 150 Schülerinnen und Schüler in Gruppen durch Münchenbuchsee und lernten jeweils bei zwei verschiedenen Betrieben während ca. 1.5 Stunden die Berufe kennen. 37 Betriebe des Vereins KMU Münchenbuchsee präsentierten ihre Firma und informierten über die verschiedenen Berufe, deren Berufslehre und -möglichkeiten. Damit die Sicherheit beim Wechsel zwischen den einzelnen Firmen gewährleistet war, war die Polizei an den kritischen Punkten präsent.

Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, in folgenden Betrieben im Dorf einen Einblick in die verschiedenen Berufe zu nehmen:

Iten Elektro AG, Druckerei Varicolor AG, Valiant Bank, Carrosserie und Spritzwerk Schölly AG, Morand Transporte AG, Hegg Sanitär AG, Bank UBS AG, Drogerie Studer AG, AXA Winterthur Versicherung, Kunststoffwerk und Werkzeugbau Marcel Bützer AG, Haustechnik Künzi & Co. AG, Hegg Spenglerei AG, Garage Rothen GmbH, GM Coiffeur GmbH, Abfallentsorgung Schwendimann AG, Architekten Arn + Partner AG, Landwirtschaftsbetrieb Kurt Stettler, E. Wenger Schreinerei AG, Elektro Fahrni AG, Wüthrich Metzg AG, Tiefenbacher Schuhe, Blattwerk Gartengestaltung GmbH, Bodenbeläge O. Tschanz AG, Garage R. Grünig AG, Elektroplanung Schneider AG, Restaurant Häberli’s Schützenhaus, Kunststoffbearbeitung Cellwar GmbH, Baumgartner Maschinenbau AG, Volvo Group (Schweiz) AG, sowie Maler- und Tapezierarbeiten Stöckli + Partner AG und Schmid Storen AG in Zollikofen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung in der Aula der Schule Bodenacker mit einem informativen Referat für die Jugendlichen, deren Eltern und den Lehrkräften sowie Networking bei einem feinen Aperitif.

Die Aula war zum Bersten voll mit interessierten Schülerinnen, Schülern und Eltern, als Organisator Andreas Stöckli des Gewerbevereins KMU Münchenbuchsee die Anwesenden begrüsste und über das erstmals durchgeführte Projekt informierte. Er erläuterte, dass der Gewerbeverein den Jugendlichen als erster Schritt in die Berufswelt an diesem Nachmittag einen Einblick in verschiedene Berufsbilder geben wollte. Ebenfalls sollte dieser Anlass auch als Begegnungszone zwischen den Jugendlichen und den verschiedenen Betriebe in der Gemeinde dienen, um ein gutes Gewerbe im Dorf aufzuzeigen, wo die Möglichkeit besteht die Berufe zu schnuppern und später vielleicht sogar eine Lehrstelle mit einer Buchsi Schülerin oder Schüler zu besetzen. Er hofft, dass die Jugendlichen diesen Anlass in der Schule thematisieren, damit auch nächstes Jahr die Siebt- und Achtklässler davon profitieren können. Gemeindepräsident Manfred Weibel betonte in seiner kurzen Rede ebenfalls die Wichtigkeit dieses Anlasses und dass diese Möglichkeiten in der Gemeinde unbedingt genutzt werden sollten. 

Schliesslich informierte Daniel Hurter, stellvertretender Direktor der gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (gibb) in seinem Referat „Berufsschule – was erwartet mich?“ über die Ausbildung der verschiedenen Berufsbilder bei der gibb. Die gibb verfügt über 7 Standorte in Bern, beschäftigt 700 Mitarbeitende, unterrichtet 70 Berufe an 7‘700 Berufslernende und Studierende und verfügt dafür über ein Budget von 70 Mio. Franken. Hurter zeigte die verschiedenen Wege einer Berufslehre und deren Weiterbildungsmöglichkeiten auf. Er erklärte, dass es drei Lernorte im Berufsausbildungssystem gibt: die Ausbildung im Lehrbetrieb, die Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse. Er wies darauf hin, dass Lernende lernen müssen, selbstverantwortlich zu werden, sich bewusst zu werden, dass jeder sein eigener Chef ist, Aufgaben und Projekte frühzeitig anzupacken, Fragen vor den Tests zu stellen, die Zeit einzuteilen und eine Agenda zu führen. Er informierte auch darüber, dass eine Umfrage bei verschiedenen Chefs welche Anforderungen bei Lernenden für sie wichtig sei, folgendes Resultat herauskam:
 
1. Hohe Berufsmotivation
2. Grosse Neugier
3. Lernwille
4. Sozialkompetenz
5. Ausdauer
6. Kreativität
7. Fachkompetenz

Daniel Hurter riet, in einem Betrieb mehrmals schnuppern zu gehen, um den Beruf, dessen Anforderungen sowie die Mitarbeitenden des Betriebes genügend kennenzulernen. Auf die Frage, wie der Lehrstellenmarkt momentan aussähe, meinte er, dass es im Augenblick mehr Lehrstellen gäbe als Lehrstellensuchende, sich dies jedoch in einigen Jahren wieder ändern werde.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Anwesenden draussen bei frühlingshaftem Wetter mit einem feinen und vielfältigen Aperitif verwöhnt, wo auch ein reger Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften, Gewerbetreibenden und Schülerinnen und Schüler stattfand.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler nach diesem Nachmittag war äusserst positiv. Einige Schülerinnen erzählten von ihren Eindrücken bei den einzelnen Betrieben, die sie jeweils während 1.5 Stunden besucht haben:

Eliane und Giulia nahmen Einblick in Häberli’s Schützenhaus als Koch. Sie haben den Betrieb besichtigt, und Kokosmakronen gebacken. Danach wurden ihnen die Vor- und Nachteile des Berufs erläutert und Fragen beantwortet. Anschliessend wechselten sie zur Rothen Garage, wo ihnen der Beruf Automobilassistent/in präsentiert wurde. Dort gab es ebenfalls eine Betriebsführung und Informationen zum Beruf. Anschliessend mussten sie anhand einer Vorlage einen dicken Draht in eine vorgegebene Form biegen. Fazit der beiden Siebtklässlerinnen: „Es war cool, uns haben beide Berufe sehr gut gefallen. Wir könnten uns vorstellen, diese Berufe schnuppern zu gehen. Die Zeit von einer Stunde war sehr knapp. Das nächste Mal sollte vielleicht eine längere Zeit pro Betrieb eingeplant werden.“

Laura und Leana waren beide für den Beruf Drogistin bei der Drogerie Studer. Sie durften sich dort ein eigenes Duschgel kreieren. Sie lernten die Produkte in der Drogerie kennen. Anschliessend haben sie einen Test gemacht, ob sie sich für den Beruf eignen würden. Laura besuchte anschliessend die Valiant Bank und durfte sogar bei der Besichtigung den Tresor anschauen. Nebst den Informationen zum Beruf wurde ihnen auch die Geldzählmaschine demonstriert. Leana war während dem zu Besuch bei der UBS. Auch sie wurde durch die Bank geführt. Es wurden ihr die Informationen auf den Geldnoten gezeigt und erklärt. Natürlich wurde ihr auch der Beruf erläutert. Fazit der beiden Schülerinnen: „Es war bei beiden Betrieben sehr interessant und spannend. Wir bedauern auch, dass es nicht länger ging.“

Leana‘s Mutter war vom Anlass positiv überrascht. Sie fand, dass die Erläuterungen auch für die Eltern in der Aula sehr informativ waren. In kurzer Zeit wurde über Vieles informiert und das Wesentliche übermittelt. Ebenfalls war es sehr interessant, wie aufgezeigt wurde, welche Möglichkeiten es für eine Lehrstelle in Münchenbuchsee gibt.

Auch aus den Reihen der Gewerbetreibenden war nur Positives zu hören. Janos Varga der AXA Winterthur Versicherung findet diesen Anlass eine gute Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, einen ersten Einblick in verschiedene Berufe zu gewinnen. 28 Jugendliche haben an diesem Nachmittag die Versicherung besucht. Mit einem Film und einer Powerpoint-Präsentation wurde ihnen die Firma vorgestellt sowie die alltäglichen Arbeiten erläutert. Ebenfalls erfuhren die Jugendlichen, was alles versichert werden kann. Noa Savinelli, der bei der AXA Winterthur seine KV-Lehre absolviert und kurz vor den Abschlussprüfungen steht, hat den Schülerinnen und Schülern das Berufsbild und dessen Möglichkeiten erklärt. Varga bedauert, dass die Schüler nicht mehr Fragen gestellt haben. Vielleicht sollte in der Schule vorgängig mit den Schülerinnen und Schüler geübt werden, dass sie sich getrauen, Fragen zu stellen.

Der Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee kann auf einen erfolgreichen Anlass zurückblicken. Sowohl das Interesse am Mitwirken der einzelnen Betriebe wie auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Schule sind äussert positiv zu werten. Somit wird es auch im nächsten Jahr wohl wieder heissen: Gewerbe trifft Schule, frei nach dem Motto „Mi Lehr z’Buchsi fägt“.

Weitere Informationen zum Gewerbeverein unter www.buchsikmu.ch, gibb unter www.gibb.ch, und Lehrstellennachweis der Berufsberatung unter www.lena.ch oder www.yousty.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer
Die Schülerinnen Eliane und Leana sowie Leanas Mutter waren vom Projekttag begeistert.
Leven Gülen, Janos Varga und Noa Savinelli der AXA Winterthur finden es einen geeigneten Anlass zum Einblick in verschiedene Berufe.
03.04.2017

BZ-Artikel: Heiss auf Wärme

Im Zentrum soll ein grosser Wärmeverbund entstehen. Das Parlament hat das Projekt für die Abstimmung freigegeben.

Am 21. Mai entscheiden die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee in einer Urnenabstimmung über den Bau einer Schnitzelheizung im Dorfzentrum. Vorverträge mit Grossabnehmern liegen vor. 7,2 Millionen sollen investiert werden. Das Vorhaben war im Grossen Gemeinderat nahezu unbestritten. Einzig Arduino Lavina (SVP) stimmte dagegen. Für ihn ist es nicht Aufgabe der Gemeinde, einen Wärmeverbund zu gründen. Lavina erachtet das finanzielle Risiko als zu hoch, obwohl es sich um eine Spezialfinanzierung handelt, die keinen Einfluss auf den Steuerfuss hat. Auf diesen Punkt legte die grosse Mehrheit im Parlament Wert. Deshalb wurde die Abstimmungsbotschaft mit dem expliziten Zusatz ergänzt, dass das Projekt den Steuerhaushalt sicher nicht belastet.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
31.03.2017

BZ-Artikel: Das Hirzi wird fitgemacht

Das Parlament hat dem Kredit für die Sanierung des Sportzentrums Hirzenfeld zugestimmt, aber mit Nebengeräuschen.

Der Sanierung und Erweiterung des Sportzentrums Hirzenfeld steht nichts mehr im Weg. Einen Tag nach Zollikofen hat auch der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee einem Investitionskredit zugestimmt. Gemäss dem Verteilschlüssel muss sich Münchenbuchsee mit 1,9 Millionen Franken an den Gesamtkosten von 3,65 Millionen Franken beteiligen. Vorgesehen ist unter anderem, die Gebäudehülle und die sanitären Anlagen zu erneuern sowie die Küche zu modernisieren. Das Gebäude mit dem Restaurant soll aufgestockt werden, das Dach soll eine begehbare Terrasse erhalten. Das Zentrum darf aktuell nur noch mit Auflagen betrieben werden.

Die meisten Fraktionen stellten nicht infrage, dass das Hirzi saniert werden muss. Die nahen Freizeitanlagen seien ein Trumpf von Münchenbuchsee als Wohngemeinde, sagte André Quaile (SVP), hoffentlich noch für viele Generationen. Kritisiert wurde aber die schlechte Kommunikation im Vorfeld. Man werde vor vollendete Tatsachen gestellt, erklärte Bernd Meister (GFL). So war in der Botschaft nicht erwähnt, dass die Finanzkommission den Kredit in einer ersten Sitzung ablehnte. Die EVP hätte das Geschäft am liebsten zurückgewiesen, um nach Sparpotenzial zu suchen. «Aber wer kann gegen das Hirzi sein?», fügte Renate Löffel gleich an. Das Parlament nahm den Kredit mit 33 zu 3 Stimmen an. Einzig die FDP war dagegen, weil die Partei den Bau eines neuen Seminarraumes als nicht nötig erachtete.

Seit April 2011 ist der Trägerverein Hirzi für die Führung des Sportzentrums Hirzenfeld mit Schwimmbad und Eisbahn verantwortlich. Der Verein hat eine Leistungsvereinbarung mit den Gemeinden Münchenbuchsee und Zollikofen. Der jährliche Betriebsbeitrag beträgt maximal 550 000 Franken.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2017

BZ-Artikel: Sicherheit für Psychiatriepatienten

Patientenzimmer im Hotelstandard: Jenes Fenster, das geöffnet werden kann, ist mit einem Holzrost gesichert. (Bilder Iris Andermatt)

Die Privatklinik Wyss hat gestern ihr neues Patientengebäude eingeweiht. Damit können andere Gebäude saniert werden. Beim Bau des Lärchenhauses wurde der Suizidprävention grosse Beachtung geschenkt.


Nächste Woche wird in der Privatklinik Wyss in Münchenbuchsee gezügelt. Dann werden die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Clara-Haus ins Lärchenhaus ziehen. Das Clara-Haus muss saniert werden. Der Erweiterungsbau wurde gestern Abend eingeweiht. Rund 10 Millionen Franken hat die psychiatrische Klinik ins neue Patientengebäude investiert (siehe unten).

Wie beim benachbarten Birkenhaus ist auch beim Lärchenhaus die Fassade mit Holz verkleidet. Bei der Gestaltung des Innern wurde grosser Wert auf warme, erdige Farbe sowie helle und offene Räume gelegt, sagt Christian Imboden, seit Anfang März neuer ärztlicher Direktor der Klinik. Durch grosse Fenster dringt viel Tageslicht ins Gebäude. Die Korridore sind breit und in hellem Juragestein gehalten. So solle kein Gefühl von Enge aufkommen wie in Kliniken, die sich in alten historischen Gebäuden befänden, ergänzt der ärztliche Direktor.

Im Erdgeschoss ist ein Fitnessraum mit mehreren Geräten eingerichtet. «Sport treiben ist ein wichtiger Punkt im Therapieprogramm», sagt Imboden. Es sei nachgewiesen, dass Sport einen therapeutischen und präventiven Effekt bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen habe. Im Erdgeschoss sind die Therapieräume, ein Untersuchungsraum und die technischen Anlagen untergebracht.

Grosse Suizidprävention

Im Lärchenhaus befinden sich insgesamt 25 Patientenzimmer, alles Einzelzimmer im Hotelstandard. Zwei Zimmer sind als «Suiten» konzipiert, zwei miteinander verbundene Räume. Auf jeder der drei Etagen hat es einen Aufenthaltsraum. Das Gebäude ist leicht in den Nordhang eingebettet, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnquartieren. «Die Klinik ist im Dorf eingebunden», betont Imboden eine der Besonderheiten.

Eine grosse Herausforderung bei der Planung des Lärchenhauses war die Sicherheit und der Schutz der Patientinnen und Patienten, erklärt Christian Imboden. Wie kann in einer stationären psychiatrischen Klinik die Suizidprävention optimal umgesetzt werden? Dabei galt es viele Details zu beachten. Keine herausstehenden Griffe an Schranktüren, Handtuchhalter, die nur wenig Gewicht aushalten, oder Duschkabinen aus Sicherheitsglas. Vor jedem Fenster, das sich öffnen lässt, befindet sich ein Holzrost, die Aussicht auf der grosszügigen Dachterrasse kann nur durch Sicherheitsglas genossen werden.

Viele mit Depressionen

Die Privatklinik Wyss bietet in Münchenbuchsee neunzig Plätze im stationären Bereich an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt rund sechs Wochen. Die am häufigsten behandelten Probleme sind Depressionen (rund zwei Drittel) inklusive Burn-outs oder Angstzuständen. Im letzten Jahr waren etwa zwei Drittel der Behandelten Frauen. Die Zahl der Fälle habe grundsätzlich in den letzten Jahren nur leicht zugenommen, sagt Christian Imboden. Aber die einzelnen Fälle seien häufig komplexer geworden, mit verschiedenen Problemfeldern gleichzeitig.

Neben der stationären Abteilung bietet die Privatklinik Wyss auch Plätze in der Tagesklinik und ambulante Behandlungen an. 2016 wurden rund 1060 Patientinen und Patienten ambulant behandelt, weitere gut 90 Personen besuchten die Tagesklinik. Drei Viertel der Patientinnen und Patienten stammen aus dem Kanton Bern.

Listenspital

Die Privatklinik Wyss ist – trotz ihres Namens – ein Listenspital des Kantons Bern und nimmt auch Grundversicherte auf. Privat- und Halbprivatversicherte können allerdings von mehr Komfort profitieren, zum Beispiel von den «Suiten» im Lärchenhaus.

177 JAHRE ALT

Die Klinik Wyss ist die älteste psychiatrische Privatklinik der Schweiz. 1845 gründete der Arzt Johann Caspar Straub ein «Asyl für Gemütskranke». Gemeinsam mit seiner Frau, der Hebamme Anna Straub-Reber, beherbergte er in familiärer Atmosphäre einige Geisteskranke in seinem Wohnhaus. Straubs Therapie setzte auf eine behutsame Anregung der Aufnahmefähigkeit und Willenstätigkeit der Kranken und schloss alle Repressionsmassnahmen aus.

Nach Johann Caspar Straubs Tod 1855 führte seine Frau Anna die Klinik die nächsten dreissig Jahre erfolgreich allein weiter. Sie überlebte alle ihre fünf Kinder und vererbte die Klinik an ihre Nichte Katharina Wyss-Reber. Bis heute ist die Klinik im Besitz der Familie Wyss, mittlerweile in sechster Generation.

In den Neunzigerjahren begann ein langfristig angelegtes Renovationsprogramm. Den Patientinnen und Patienten steht heute ein breites Behandlungsangebot in neuesten Infrastrukturen zur Verfügung. Neben der Klinik in Münchenbuchsee wird in Bern und Biel ein Ambulatorium betrieben.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
Das Lärchenhaus, das neue Patientengebäude der Privatklinik Wyss. (Bild: Iris Andermatt)
Chefarzt Christian Imboden beim Eingangsbereich (Bild: Iris Andermatt)
27.03.2017

BZ-Artikel: So könnte es damals gewesen sein

Marthas Gäste und ihre Geschichten: Im Spiegel der weitläufigen Verwandtschaft entsteht ein Panorama des Berner Landlebens. (Bild: zvg)

In ihrem Roman «Marthas Gäste» erzählt Stef Stauffer aus Münchenbuchsee von ihrer weitläufigen Verwandtschaft. Gestützt auf Dokumente, Erinnerungen und ihre Einfühlungsgabe fügt sie farbige Geschichten zu einem stimmigen Zeitbild.


«Unser Haus war immer voll. Da kamen die Verwandten und Bekannten, die Freundinnen von mir. Und essen wollten sie auch. So hat das Marthi für alle gekocht. Hat daneben auch den Garten gemacht und die Tiere und eben dafür gesorgt, dass niemand Hunger haben musste. Hat einfach immer alles gemacht.»

Die gegen Achtzigjährige im Altersheim, die im Roman «Marthas Gäste» über sich redet, vergisst zwar zunehmend alles, an früher erinnert sie sich aber genau: Nicht nur an ihr eigenes Leben und das ihrer Eltern, auch an vieles, was den zehn Geschwistern ihres Ehemannes und deren Familien geschah. Denn im kleinen Haus in Münchenbuchsee, wo sie mit ihrem Mann, dessen Bruder, den drei Töchtern samt ihrem Vater und der Schwiegermutter gelebt hat, waren sie alle häufig zu Gast.

Aus Dokumenten

Martha war die Grossmutter der Autorin. Doch woher kommen all die Geschichten von Liebe und Heirat, Geburt, Krankheit und Tod, Berufswahl, Hausbau, Geldsorgen, Töff- und Autofahrten, Erfolg oder Enttäuschung und vor allem Arbeit, Arbeit, Arbeit? «Ich habe sie erfunden», sagt Stef Stauffer, 1965 geboren und in Münchenbuchsee aufgewachsen, wie schon ihre Eltern und ihre Grosseltern. Aber nicht einfach geflunkert: Als ihr Buch «Bis das Ross im Himmel ist» (2014) über die Jugenderinnerungen ihres Vaters erschienen war, habe ihr die Mutter gesagt: «Von meiner Seite hätte es auch etwas!» Und ihr drei dicke Ordner übergeben mit Briefen, Fotos und allerlei Dokumenten wie Verträgen oder Schuldscheinen.

An ihre Lieblingsgrossmutter Martha, an deren Garten, Kaninchen und gute Küche, später auch an ihren Altersabbau, bewahrt sie eigene farbige Erinnerungen. Die in markanten Episoden angedeuteten Lebensgeschichten ihrer Verwandtschaft, vor allem von Grossvaters Seite, dagegen hat sie rekonstruiert: erstaunlich stimmig, wie nicht nur die Zuständigen, sondern wohl alle Zeitgenossen bestätigen können.

Schweizer Sozialgeschichte

Gespiegelt wird so ein Jahrhundert mittelständischer Sozialgeschichte der Schweiz, was anregt zu nachdenklichem Vergleich: So viel hat sich in so kurzer Zeit so stark verändert! Zugleich sind diese skizzierten Biografien so typisch schweizerisch: Alle Männer lernen einen Beruf und bringen es zu einigem Wohlstand. Die Frauen arbeiten nicht weniger, jedoch zu Hause, und ordnen sich unter – ausser der einen emanzipierten, die nach dem Tod ihres Liebsten lange ledig bleibt und als Damenschneiderin über eigenes Geld verfügt. Und all das geschieht verschont von der Weltgeschichte: Die beiden Weltkriege werden kaum erwähnt.

«Das war nie ein Thema», erklärt Stef Stauffer, «und auch über Politik wurde nicht diskutiert. Man lebte bezogen auf das Nächstliegende.» Was hat sie zu ihrem Buch animiert? «Da waren so viele Geschichten, die das Leben schrieb und die sonst vergessen gingen!»

Dass sie aus der Sicht der Betroffenen in ihrer je eigenen Sprache erzählt werden, macht sie glaubhaft lebendig. «Es war mir beim Schreiben, als ob meine Grossmutter neben mir sitzen würde», sagt die jetzt in Zürich und im Tessin lebende Autorin. Mit spürbarer Zuneigung fühlt sie sich ein in die Porträtierten, zeigt auch Verständnis für den autoritären Grossvater.

Zu hoffen bleibt, dass eine nächste Ausgabe ergänzt wird mit einer Personentafel: Man verirrt sich bei der Lektüre in den verwandtschaftlichen Beziehungen. Aber das kurzweilige Buch will auch gar nicht als Sippengeschichte gelesen werden, sondern als lokal verankertes, packendes Zeitbild.

Stef Stauffer: «Marthas Gäste». Roman. Zytglogge-Verlag, 206 S.

Ein Artikel aus der
Marie-Louise Zimmermann, Berner Zeitung BZ)
Stef Stauffer, (52) Autorin. (Bild: zvg)
20.03.2017

Bund-Artikel: Das Hirzenfeld braucht eine Investitionsspritze

Das Dach des Restaurants soll eine Terrasse erhalten. (Foto: Franziska Rothenbühler)

Münchenbuchsee und Zollikofen wollen das 35-jährige Sportzentrum Hirzenfeld für 3,65 Millionen Franken erneuern.


Seit April 2011 führen Münchenbuchsee und Zollikofen das Sportzentrum Hirzenfeld mit Eisbahn und Schwimmbad gemeinsam. Dazu gründeten die beiden Nachbargemeinden den Trägerverein Hirzi, der die Bereitstellung eines «attraktiven Freizeit- und Bewegungsangebots» zum Zweck hat – nachdem die Stimmberechtigten dem gemeinsamen Betrieb des Sportzentrums 2009 mit grosser Mehrheit zugestimmt hatten. Die zwei Gemeinden lassen sich das Hirzi, wie es von seinen Benutzerinnen und Benutzern liebevoll genannt wird, jährlich rund 550 000 Franken kosten. Die Anlage liegt auf dem Boden der Gemeinde Münchenbuchsee.

Doch nicht nur der Betrieb kostet, es braucht in den nächsten Jahren auch Investitionen. «Wenn wir das Hirzenfeld erhalten wollen, müssen wir in den nächsten Jahren investieren», sagt Manfred Waibel (SVP), Gemeindepräsident von Münchenbuchsee. In verschiedenen Bereichen besteht Sanierungsbedarf, so soll die Gebäudehülle des Garderobentrakts, der zum grössten Teil aus dem Baujahr 1981 stammt, erneuert werden. Ebenfalls renoviert wird das Restaurantgebäude. Die gesamten Kosten belaufen sich auf 3,65 Millionen Franken. «Es handelt sich nicht um Wunschbedarf», sagt Andreas Luginbühl, Präsident des Trägervereins und Gemeinderat (SVP) in Münchenbuchsee. Im Gastrobereich müssten die Auflagen des Lebensmittelgesetzes eingehalten werden. «Geplant ist eine zeitgemässe Küche mit neuen Geräten», sagt Luginbühl. So könnten die hygienischen Anforderungen erfüllt und die Effizienz gesteigert werden.

Energieverbrauch soll sinken

Beim Garderobentrakt wird der Dachbereich mit der Shedkonstruktion isoliert und neu eingedeckt. «Als Grossenergieverbraucher sind wir gehalten, den Verbrauch zu senken», sagt Luginbühl. Ziel ist es, den jährlichen Verbrauch auf unter 500 000 Kilowattstunden pro Jahr zu senken, derzeit sind es rund 609 000 Kilowattstunden. Noch 2012, vor dem Ersatz der Wärmeerzeugung und der sanitären Anlagen, verbrauchte das Hirzi sogar mehr als eine Million Kilowattstunden pro Jahr.

Das Gebäude, in dem sich das Restaurant befindet, soll aufgestockt werden. Das Dach wird durch eine begehbare Terrasse ersetzt, hinzu kommen ein Büroraum sowie ein Sitzungszimmer. Mit Schulungen und Tagungen soll die Auslastung erhöht werden.

Die Kosten von 3,65 Millionen Franken werden nach dem bestehenden Finanzierungsschlüssel zwischen Münchenbuchsee und Zollikofen aufgeteilt. Münchenbuchsee soll 1,91 Millionen Franken beisteuern, Zollikofen 1,74 Millionen Franken. Der Berechnung des Schlüssels liegen die Bevölkerungszahlen sowie die Besucherzahlen der Gemeinden zugrunde. Ein Sportzentrum mit Schwimmbad und Eisbahn sei «kostenintensiv», sagt Mirjam Veglio (SP), Vize-Gemeindepräsidentin von Zollikofen. «Nicht nur was den Betrieb, sondern auch was die Investitionen betrifft.» Das Angebot finde bei der Bevölkerung Anklang und sei gut verankert. «Im Sommer machen viele Familien mit Kindern Hirzi-Ferien», sagt Veglio.

Weitere Investitionen geplant

Das Geschäft wird im Grossen Gemeinderat von Zollikofen am 29. März und in Münchenbuchsee am 30. März 2017 behandelt. Weitere Etappen der Sanierung sind für einen späteren Zeitpunkt geplant: die Erneuerung des Schwimmbads mit geschätzten Kosten von 2,4 Millionen Franken für 2020 und die Überdachung der Eisbahn für die Zeit nach 2022. Dafür sind im Investitionsplan 2 Millionen Franken vorgesehen.
Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
13.03.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Der Botschafter für Biodiversität im Siedlungsgebiet

Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung hat eine Nistkasten-Aktion für die Wasseramsel, den Vogel des Jahres 2017, lanciert. Foto: Erich Lang

BirdLife Schweiz hat die Wasseramsel zum Vogel des Jahres 2017 ernannt und zwar aus dem Grund, weil dieser Singvogel ein perfekter Botschafter für mehr naturnahe Gewässer auch im Siedlungsraum ist. Er passt zur aktuellen Kampagne von BirdLife Schweiz zum Thema „Biodiversität im Siedlungsraum“, welche dieses Jahr als Schwerpunkt die Gewässer beinhaltet.


Vogel des Jahres 2017: Die Wasseramsel

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann, sich aber auch getraut durch einen Wasserfall zu fliegen. Unverhofft stürzt er sich ins Wasser und taucht unter. Bis zu 15 Sekunden kann der Vogel unter Wasser bleiben. Der rund 18 cm grosse braune Vogel mit seinem weissen Latz ist bestens für seinen Lebensraum an Fliessgewässern ausgerüstet. Sein Gefieder aus pelzartigen, kurzen Dunenfedern ist extrem wasserdicht. Damit dem so ist, streicht die Wasseramsel ihr Federkleid mit dem Sekret ihrer Bürzeldrüse ein, die bei ihr viel ausgeprägter ist als bei anderen Singvögeln. Beim Tauchen werden Nase und Ohren mit einer schützenden Haut umschlossen. Die Augen sind so geschaffen, dass sie sowohl über als auch unter Wasser scharf sieht. Dank ihren kräftigen Beinen und Krallen kann sie sich auch bei starker Strömung am Grund festhalten. Die Wasseramsel hat keine Schwimmhäute. Sie bewegt sich im Wasser mit ihren Beinen und Flügeln fort. Ihre Flügel sind relativ kurz, muskulös und abgerundet, damit sie sie sowohl in der Luft wie auch im Wasser einsetzen kann. In geeigneten Gewässern kann sie mit ihren Flügeln und passender Gegenströmung bis in 1.5 m Tiefe tauchen. Sie hat weniger Luft in den Knochen als andere Singvögel, um besser abtauchen zu können. Sie ernährt sich von wasserlebenden Insektenlarven wie Köcherfliegen- und Steinlarven.

Die Wasseramseln leben an fliessenden und unverbauten Bächen und Flüssen mit Abschnitten, wo sie nicht gestört werden, vom Mittelland bis in die Alpen auf 2‘500 m.ü.M. Das Wasser der Fliessgewässer muss sauber und rein an Sauerstoff sein, damit sich eine ausreichende Kleintier-Fauna entwickeln kann, wovon sich die Wasseramsel ernährt. Im Winter, wenn Bäche und Flüsse zugefroren sind, ist dieser Vogel manchmal auch an den Seeufern anzutreffen.

Während der Brutzeit bevorzugt er als Brutplatz Abschnitte, die möglichst nicht gestört werden. Sie bauen in Mauernischen, hinter einem Wasserfall oder unter einer Brücke kugelige Nester aus Moos in der Grösse eines Fussballs mit einem seitlichen Eingang. Bereits im Februar beginnt für diese Vogelart die Balzzeit. Die beiden Partner umtanzen sich mit lautem Gesang. Schon anfangs März legt das Weibchen 5 bis 6 Eier. Die Jungen schlüpfen nach 16 Tagen. Im Nest werden sie von den Eltern weitere 24 Tage versorgt. Ebenfalls werden sie nach dem Ausfliegen noch zirka 2 Wochen betreut. Danach suchen sie sich ihr eigenes Revier.

Wasseramseln sind sehr standorttreu. Haben sie ihr Revier an einem geeigneten zirka 500 Meter langen Bach- oder Flussabschnitt gefunden, verbringen sie mehrere Jahre oder sogar ihr restliches Leben dort.

Nistkasten-Aktion des Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung

Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) hat über 140 Mitglieder und ist seit mehr als 30 Jahren im Natur- und Vogelschutz in Münchenbuchsee und in der Umgebung aktiv. Heckenpflanzungen und -pflege, Biotop-Betreuung, Amphibienrettung, Neophytenbekämpfung, öffentliche Vorträge und Exkursionen mit Schwerpunkt naturkundlicher Art, Nistkastenbau deren Montage und Betreuung für diverse Vogelarten und Anlässe mit Jugendlichen gehören zu den Hauptaktivitäten des Vereins. Der NVM ist Mitglied des Berner Vogelschutzes (BVS) und des BirdLife Schweiz sowie weiteren Organisationen. Der Verein hilft mit, wertvolle und konkrete Massnahmen zur Biodiversitätsförderung, die insbesondere von BirdLife mit hoher Fachkompetenz initiiert werden, zielgerichtet umzusetzen und zu fördern.

Im Hinblick, dass die Wasseramsel als der Vogel des Jahres 2017 erkoren wurde, wollte der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) auch ein Zeichen setzen und hat die Aktion zur Erstellung und Montage von speziellen Nistkästen für die Wasseramsel lanciert, mit dem Ziel, weitere Nistmöglichkeiten zu schaffen und so zur Weiterentwicklung der Population beizutragen.

Verschiedene Mitglieder haben sich spontan bereit erklärt, bei dieser Aktion mitzuhelfen. Nach vorgängiger Abklärung möglicher Standorte zum Aufhängen der Nistkästen wurden sie beim Chräbsbach in Zollikofen, wo die Wasseramsel bereits heimisch ist, beim Wolibach in Bangerten sowie auch beim renaturierten Mühlebach im Golfpark Moossee montiert. Sie wurden jeweils mit einer speziellen Schraubenkonstruktion unter den Brücken befestigt.

Der Golfpark unterstützt diese Aktion, um so einen weiteren Beitrag zur Naturnähe auf dem artenreichen Gebiet zu leisten. Es wird versucht, dass die Wasseramsel an diesem Standort ein neues Revier bezieht und heimisch wird. Gleichzeitig werden zur Förderung der Naturvielfalt Kopfweiden gepflanzt, welche mit ihrem weichen Holz und der löchrigen Substanz vielen Insekten, Schmetterlingen oder auch Fledermäusen Nahrung und Unterschlupf bieten.

Ziel der aktuellen BirdLife-Kampagne ist es, gemeinsam mehr Natur in die Dörfer und Städte zu bringen, wovon sowohl die Fauna und Flora sowie wir Menschen profitieren können. Hoffen wir, dass die Wasseramsel als Botschafterin und Vogel des Jahres 2017 ihren Beitrag zur Biodiversität im Siedlungsraum leisten wird.

Weitere Informationen über die Aktivitäten des Vereins Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) oder BirdLife Schweiz finden Sie unter www.nvm-buchsi.ch und www.birdlife.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Quellen: BirdLife Schweiz und Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung
Fotos: Michael Gerber, Erich Lang
Ein Nistkasten wurde unter der Brücke des Mühlebachs im Golfpark montiert. Foto: Erich Lang
Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung hat eine Nistkasten-Aktion für die Wasseramsel, den Vogel des Jahres 2017, lanciert. Foto: Erich Lang
Die braune Wasseramsel mit dem weissen Latz ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann. Foto: Michael Gerber
13.03.2017

BZ-Artikel: Münchenbuchsee setzt auf Holzenergie

Münchenbuchsee plant im Zentrum einen Wärmeverbund. Das Projekt ist auf 7,2 Millionen veranschlagt. ­Ende Monat entscheidet das Parlament, im Mai das ­Stimmvolk.

Münchenbuchsee ist seit dreizehn Jahren zertifizierte Energiestadt und betreibt eine nachhaltige Energiepolitik. In diesen Rahmen passt ein Grossprojekt, über das in den nächsten Wochen Parlament und Stimmberechtigte befinden werden. Mehrere grosse Gebäude sollen an einen neuen Wärmeverbund im Zentrum angeschlossen werden.

Die neue Heizzentrale wird die Energie aus der Verbrennung von Holzschnitzeln gewinnen. Vorbild für den Wärmeverbund im Dorfzentrum ist jener im Riedli. Dieser wurde in den letzten zwei Jahren erfolgreich erweitert. Der jährliche Holzschnitzelverbrauch entspricht rund 240'000 Litern Heizöl. Der Betrieb ist gemäss Unterlagen stabil und wirtschaftlich.

Ein einziger Verbund

Im Dorfzentrum befinden sich verschiedene Bauprojekte in der Planung: die Überbauung Strahm­matte, die Erweiterung des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache sowie ein multifunktionales Gebäude beim Schulhaus Paul Klee. Zudem werden drei Schulanlagen noch mit fossiler oder elektrischer Energie geheizt. Interesse an einem Anschluss zeigt die Privatklinik Wyss. Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass ein einziger Verbund für alle Grosskunden die wirtschaftlichste Variante ist. Dazu soll eine Heizzentrale am Schöneggweg in der Nähe der Strahmmatte gebaut werden. Die Zentrale und die Leitungen werden so ausgelegt, dass weitere Liegenschaften ans Netz angeschlossen werden können.

Inzwischen liegen genügend Vorverträge mit Abnehmern vor, sodass der Wärmeverbund gestartet werden kann. Die Kosten für Zentrale und Leitungsnetz betragen gemäss Kostenvoranschlag 7,2 Millionen Franken, es wird mit Subventionen in Höhe von 1,35 Millionen gerechnet. Die Mittel kommen nicht aus dem Steuerhaushalt, sondern aus einer Spezialfinanzierung. Deren Aufwand muss durch Gebührenerträge gedeckt werden. Der Grosse Gemeinderat wird das Projekt an seiner Sitzung vom 30. März beraten und die Botschaft für die Urnenabstimmung vom 21. Mai verabschieden. Der Terminplan sieht vor, in rund einem Jahr mit dem Bau zu beginnen, sodass ab der Heizsaison 2018/2019 Wärme geliefert werden kann.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
03.03.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung zur ZPP Nr. 18 (UeO Egg)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Artikel 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Artikel 122 Absatz 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Angepasst und ergänzt werden die Überbauungsvorschriften, so dass insbesondere bewohnte und unbewohnte An- und Nebenbauten ausserhalb der im ursprünglichen Überbauungsplan ausgeschiedenen Baufelder klar geregelt sind. Dies ist nötig, da der Perimeter der Überbauungsordnung für die ZPP Nr. 18 "Egg" zum Zeitpunkt des seinerzeitigen Erlasses ein einziges Grundstück umfasste, während heute der gesamte Planungsperimeter abparzelliert ist. Daher fehlen Bestimmungen für die Nutzung der Flächen ausserhalb der Baufelder.

Die Vorgaben der ZPP-Vorschriften in Art. 76 f GBR werden mit der Änderung weiterhin eingehalten. Insbesondere bleiben Art und Mass der Nutzung unverändert.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 3. März bis am 3. April 2017, auf der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, während der Schalteröffnungszeiten, öffentlich auf.

Innerhalb der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung zu Handen des Gemeinderates schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Gegen den Beschluss des Gemeinderates vom 27.02.2017, die Änderung im Verfahren der geringfügigen Änderung von Nutzungsplänen vorzunehmen, kann innert 30 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Postgasse 25, 3071 Ostermundigen, erhoben werden.

02.03.2017

BZ-Artikel: Sportzentrum Hirzi soll saniert werden

Ende Monat entscheiden die Parlamente in Zollikofen und Münchenbuchsee über die Sanierung des Hirzenfelds. Diese soll 3,65 Millionen Franken kosten.

Das Sportzentrum Hirzenfeld an der Gemeindegrenze von Münchenbuchsee und Zollikofen ist in die Jahre gekommen. Die mittlerweile 35-jährige Anlage mit Schwimmbad im Sommer und Eisbahn im Winter muss saniert werden. So stammt die Gebäudehülle grösstenteils aus dem Baujahr 1981. Sie ist teilweise defekt und in schlechtem Zustand.

Ende Monat befassen sich die Gemeindeparlamente von Zollikofen und Münchenbuchsee mit den Krediten für die Sanierung. Die beiden Gemeinden haben mit dem Trägerverein einen Leistungsvertrag. Gemäss dem Finanzierungsschlüssel muss Münchenbuchsee 1,91 Millionen Franken an die Sanierung bezahlen, Zollikofen 1,74 Millionen.

Ein Aufbau aus Holz

Vorgesehen ist, das Dach neu zu decken und zu isolieren. Auf dem Quertrakt erfolgt ein Holzaufbau auf das Flachdach. In diesen sollen ein Seminarraum und Büroräume verlegt werden. Das Dach über dem Restaurant wird zurückgebaut und durch eine Terrasse ersetzt, die zu zwei Dritteln gedeckt ist.

Sanierungen sind auch im Gastrobereich vorgesehen. Eine Küche mit neuen Geräten solle dem Personal ermöglichen, effizient zu produzieren und zu arbeiten, heisst es in der Mitteilung. Angepasst werden Elektroinstallationen, Lüftung sowie sanitäre Anlagen.

Ein Artikel aus der
(pd/hus, Berner Zeitung BZ)
28.02.2017

Fasnacht in Münchenbuchsee: Verkehrsmassnahmen

Am Sonntag, 12. März 2017, findet der Fasnachtsumzug statt. Der Umzug verläuft von 14 bis etwa 17 Uhr über die Fellenbergstrasse, Oberdorfstrasse, Höheweg, Schmiedegasse, Fellenbergstrasse, Oberdorfstrasse bis zum oberen Schulhausplatz Paul Klee. 

Aus Sicherheitsgründen ist daher in dieser Zeit die Oberdorfstrasse Abschnitt Bernstrasse bis Schöneggweg für jeglichen Verkehr gesperrt. Verkehrsumleitungen vom Dorfzentrum zum Oberdorf verkehren via Löwenstrasse, Sonnenweg und Quellenweg. In umgekehrter Richtung ist eine Umleitung via Radiostrasse, Sportzentrum und Zollikofen signalisiert.

Der RBS-Bus verkehrt von 14 bis 16 Uhr nur noch bis und ab der Haltestelle Kirche.

Wir bitten Sie, die Signalisationen und die Weisungen des Verkehrspersonals unbedingt zu beachten. Für das Verständnis danken wir Ihnen bestens und freuen uns auf Ihren Besuch.
24.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Golfer Wintertraining

Was machen die Golfer im Winter, wenn der Golfplatz mit Schnee bedeckt ist? Einige stellen ihre Golfschläger in die Ecke und warten auf den Frühling oder gehen ins Fitnessstudio. Andere besuchen das Golfer Wintertraining des Konditionstrainers Oliver Riedwyl in Münchenbuchsee.

Oliver Riedwyl ist ebenfalls leidenschaftlicher Golfer. Bei vielen seiner Golfkolleginnen und Golfkollegen bestand das Bedürfnis auf ein speziell auf Golf adaptiertes Wintertraining. Da ein Training in dieser Form noch nicht existierte, hat Oliver Riedwyl mit seinem Know-how kurzerhand vor einem Jahr ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Als diplomierter Konditionstrainier entwickelte er ein fundiertes Training mit Übungen, die speziell auf den Golfsport ausgerichtet sind. Es fand grossen Anklang bei den Golfern, so dass er es diesen Winter bereits zum zweiten Mal durchführt. Letztes Jahr wurde das Training noch im Golfpark Moossee abgehalten. Dieses Jahr hat das Fitnessstudio Vital in Münchenbuchsee einen Raum für das Training zur Verfügung gestellt. 

Von Mitte November bis Mitte März wird hart und intensiv trainiert, um ein physisches Fundament zu legen und in der kommenden Saison richtig durchstarten zu können. Waren es im ersten Jahr noch 11 Trainingseinheiten, sind es dieses Jahr bereits deren 16. Von Jung bis Alt, Frau und Mann, die golfen, können an diesem speziellen Training mitmachen. Die Trainingsübungen sollen die Stabilität, Koordination, Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft verbessern. Sie dienen aber auch der Verletzungsprävention. Da ein Golfer gegen die Schwerkraft spielt, wird mit dem Eigengewicht auf instabilen Unterlagen trainiert. Zirka 180 Muskeln werden beim Golfspielen gleichzeitig beansprucht, dies verlangt eine hohe Konzentration, Stabilität und Koordination. Deshalb wird beim Training die ganze Körpermuskulatur angesteuert und Bewegungsmuster dieser Sportart trainiert.  Anfangs werden einfache Übungen, die auf der Bewegungslehre basieren, geübt. Von Training zu Training wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, die Übungen werden immer komplexer und die Bewegungsformen golfspezifischer. Vor allem Schulter, Rumpf, Gesäss und Rücken werden stabilisiert und gekräftigt. Bei jeder Übung werden mehrere Muskelgruppen aktiviert. Trainiert wird mit Theraband, verschiedenen Bällen, Bändern sowie natürlich mit dem Golfschläger und dem Sypoba, Letzteres ist ein Brett auf einer Rolle, welches vor allem für das Stabilitätstraining eingesetzt wird. Oli zeigt den Teilnehmenden Übungsformen, die sie auch zuhause trainieren können, und stellt das nötige Material dafür zur Verfügung.

Das stündige Training beinhaltet drei Teile. Es startet mit dem Warm-up, wo kognitive und koordinative Mobilitätsformen trainiert werden. Der Hauptteil beinhaltet Übungen in Zweiergruppen oder verschiedene Stationen mit drei Durchgängen von je 30 Sekunden intensiver Belastung und 30 Sekunden Pause, bevor es zur nächsten Station geht. Der letzte Teil, der das Training ausklingen lässt,  ist schliesslich das Cool-down mit Stretching der im Training beanspruchten Körperteile.

Doch nebst intensivem Training sollen auch der Spass und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. So wird während den Trainings jeweils auch viel gewitzelt und gelacht, bevor sich alle wieder intensiv und konzentriert der nächsten Übung widmen. Im Anschluss ans Training wird an der Bar gemeinsam etwas getrunken und geplaudert. „Ich versuche, jeden dorthin zu führen, wo er sich selbst nicht traut“, erklärt Trainier Oli. „Mit der richtigen Einstellung im Kopf, schafft es auch der Körper. Es braucht nur Mut und Motivation, sich etwas zuzutrauen. Qualität geht vor Quantität. Wenn ich den Eifer, die Leidenschaft und die Fortschritte jedes Einzelnen sehe, gibt dies mir den Ansporn weiterzumachen. Auch der Spass an der Sache, liegt mir sehr am Herzen.“

Das Echo der teilnehmenden Golferinnen und Golfer ist dementsprechend äusserst positiv. Alle sind begeistert und sich einig, dass das genau das Training sei, welches sie für den Winter schon lange gesucht hätten. Auf die Frage, warum sie nicht ein normales Fitnessstudio besuchen, antworten sie, dass ein Fitnesstraining viel zu einseitig sei, jedoch dieses Training hier einzigartig und auf den Golfsport ausgerichtet sei. Jede Übung habe etwas mit Golf zu tun. Stabilität und Koordination haben sich bei allen Teilnehmenden enorm verbessert. „Letztes Jahr war meine beste Saison. Ich habe noch nie so gut Golf gespielt“, meint Brigitte Zafra aus Burgdorf, die bereits schon letztes Jahr am Pilotprojekt dabei war. Dieser Meinung ist auch eine weitere Teilnehmerin, die das Training bereits den zweiten Winter hindurch besucht und auf die letzte Saison ebenfalls mit grossem Erfolg zurückblicken kann. „Anfangs war es sehr wackelig auf dem Sypoba zu stehen, doch von Training zu Training ging es immer besser. Ich habe viel an Stabilität gewonnen“, teilt Nadja aus Koppigen mit. „Zu Beginn hatte ich auch Probleme mit der Koordination bei der Übung mit den Tennisbällen. Doch am letzten Training habe ich es jetzt schon ein paar Mal geschafft.“ Dani aus Bümpliz sagt, dass es Spass macht, wenn man die eigenen Fortschritte sieht. Viele Teilnehmende sind vom Training überzeugt, weil der Trainer wisse, wovon er spreche. Da er selber Golf spiele, bringe er das nötige Know-how für die richtigen Übungen mit. Alle finden, dass der Trainingsablauf sehr abwechslungsreich und vielfältig sei. Sie geniessen es, trotz intensivem Üben zwischendurch auch mal zu lachen. Sie schätzen es, im Winter regelmässig und effizient trainieren zu können, um später draussen während der Golfsaison davon zu profitieren. Ebenfalls freuen sich die Teilnehmenden, sich auch während der Winterzeit zu sehen und den Kontakt und die Geselligkeit untereinander zu pflegen.

Die teilnehmenden Golferinnen und Golfer sind glücklich und begeistert, endlich während der Winterzeit dieses einzigartige Training absolvieren zu können. Sie haben nicht nur an Stabilität, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination gewonnen, sie fühlen sich auch vitaler und haben zum Teil ebenfalls an Gewicht verloren. Sie sind sich einig, dass Oli das Training sehr gut mache und sehr motivierend sei; man merke, dass er ein Profi sei. Es mache Spass bei so guter Atmosphäre zusammen zu trainieren. Nun steht einer hoffentlich erfolgreichen Golfsaison nichts mehr im Weg.

Alle, die sich für dieses spezielle Golfer Wintertraining interessieren, können sich unter contact@orsport.ch bei Oliver Riedwyl informieren.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Oliver Riedwyl und Karin Balmer
Während der Winterzeit wird in Münchenbuchsee ein einzigartiges Golfer Wintertraining angeboten.
Auf instabilen Unterlagen werden golfspezifische Übungen trainiert.
Auf dem Sypoba werden Gleichgewicht und Koordination geübt.




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10.02.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung Oberdorf "Nord" (Hofmatt)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Artikel 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Artikel 122 Absatz 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die maximal zulässige oberirdische Geschossfläche im Gesamtperimeter soll so angepasst werden, dass ein Ausbau des Bauernhauses innerhalb des bestehenden Volumens möglich ist. Das Gesamtmass der Nutzung wird nicht verändert.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 10.02. bis 13.03.2017, auf der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, während der Schalteröffnungszeiten, öffentlich auf. Innerhalb der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung zu Handen des Gemeinderates schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Gegen den Beschluss des Gemeinderates vom 30.01.2017, die Änderung im Verfahren der geringfügigen Änderung von Nutzungsplänen vorzunehmen, kann innert 30 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Postgasse 25, 3071 Ostermundigen, erhoben werden.
08.02.2017

BZ-Artikel: Die Ferieninsel ist bei den Familien durchgefallen

Patrick Imhof (SP) bedauert das Ende der Ferieninsel. (Bild zvg)

Die Ferienbetreuung für Kinder wird wieder eingestellt. Das Interesse in der Pilotphase war zu klein. Mögliche Gründe: der hohe Preis und die fehlende Durchführungsgarantie. Auch in Zollikofen steht das Angebot auf der Kippe. Aber immer mehr Gemeinden setzen auf eine Ferienbetreuung.


«Abgesagt.» Wer auf der Website der Gemeinde Münchenbuchsee den Suchbegriff Ferieninsel eingibt, erhält zehn Beiträge. Neben allgemeinen Infos geht es bei deren zwei um die Absage der Ferieninsel, weil die Mindestzahl an Anmeldungen nicht erreicht worden war. Jetzt ist die Ferieninsel endgültig versenkt worden. Das Projekt wird nach der dreijährigen Versuchsphase eingestellt. Nur in den Frühlingsferien lagen an zwei Tagen immer genügend Anmeldungen vor. Das Angebot in den beiden Wochen im Sommer und der Woche im Herbst wurde teilweise gar ganz gestrichen, trotz breit gestreuter Werbung.

Am Anfang ein Postulat

Die Ferieninsel, bei der es um die Betreuung von Kindern während der Schulferien geht, wurde vor knapp vier Jahren durch ein Postulat aus den Reihen der SP im Gemeindeparlament initiiert.

Eine Vorgabe war, dass das Angebot kostendeckend sein muss. Die Gemeinde war und ist nicht auf Rosen gebettet. So stimmten alle Fraktionen dem Vorstoss zu.

«Ich bedauere, dass die Ferieninsel nach der Pilotphase vorbei ist», sagt Gemeinderat Patrick Imhof (SP), der seit diesem Jahr dem Departement Bildung vorsteht. Das Angebot sei inhaltlich sehr gut, die Leiterin und ihr Team seien engagiert gewesen. Die Kinder durften sich wie in den Ferien fühlen, konnten das Programm mitbestimmen, Tiere spielten eine wichtige Rolle.

Um der geringen Nachfrage auf den Grund zu gehen, hat die Schule eine Umfrage bei den Eltern durchgeführt. Ein Fünftel der 750 verteilten Fragebogen kam zurück. 16,5 Prozent gaben an, dass sie am Angebot interessiert seien. Damit wäre theoretisch ein Potenzial da, erklärt Patrick Imhof. Aber ein Bedürfnis sei «relativ». Von Umfragen könne man nicht immer auf die Realität schliessen.

Keine Subventionen

Die grosse Mehrheit braucht die Ferieninsel hingegen nicht. Gründe sind der fehlende Bedarf, die Betreuung der Kinder durch Verwandte oder Bekannte und der hohe Preis. Weil die Plätze nicht subventioniert waren, kostete die Ferieninsel 80 Franken pro Tag und Kind. Zudem gab es für das zweite oder dritte Kind keine Reduktion, ergänzt Imhof. Eine Subvention der Plätze war aber wegen der Vorgaben des Parlaments kein Thema.

Gemeinderat Imhof vermutet noch ein anderes Handicap: die fehlende Durchführungsgarantie. Weil die Eltern nicht wussten, ob die Ferieninsel überhaupt zustande kommt und sie ihr Kind schicken können, hätten sie sich womöglich anders organisiert. Die Möglichkeit, auf das Angebot der Gemeinde Zollikofen auszuweichen, wurde kaum genutzt. Auch die Eltern anderer Gemeinden schickten ihre Kinder nicht nach Buchsi.

In Münchenbuchsee ist das Traktandum Ferieninsel nach der Pilotphase vorderhand vom Tisch. Patrick Imhof ist aber überzeugt, dass die Frage früher oder später wieder auftauchen wird. Dann müsse die Konzeption nochmals genauer angeschaut werden.

Zollikofen: Versuch verlängert

In Zollikofen, wo eine Volksmotion am Anfang stand, ist die dreijährige Versuchsphase eigentlich letztes Jahr zu Ende gegangen. Das Interesse am Angebot sei «bescheiden» gewesen, sagt Gemeindepräsident Daniel Bichsel (SVP). Weil die minimale Teilnehmerzahl nicht erreicht war, mussten einzelne Tage abgesagt werden. Die Ferieninsel erhält in diesem Jahr im Frühling (zwei Wochen) und im Sommer (drei Wochen) eine zweite Chance. Neu gibt es eine Durchführungsgarantie, egal wie viele Kinder angemeldet sind. Vielleicht steigt damit die Zahl der Anmeldungen. Danach will die Gemeinde Zollikofen entscheiden, ob die Ferieninsel eine Zukunft hat. In Zollikofen berechnen sich die Kosten für die Eltern nach Einkommen.

Wohlen: gestrichen

Die Gemeinde Wohlen hat nur einen kurzen Abstecher auf die Ferieninsel gemacht. Nach einer Petition aus der Bevölkerung wurde die Ferienbetreuung ab 2014 angeboten, aber bald wieder gestrichen. Die Ferieninsel wurde zu wenig frequentiert. «Wir dachten, dass das Angebot ein Renner werden könnte», sagt Gemeindepräsident Bänz Müller (SP plus). Doch gerade das Gegenteil traf ein.

Köniz: gute Erfahrungen

Keine Probleme mit der Auslastung kennt Köniz, wo die Ferienbetreuung seit Herbst 2014 besteht. Die insgesamt 60 Plätze an drei Standorten sind, nach einer schwierigen Anfangsphase, meist gut besetzt. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv.

FERIENBETREUUNG
Alleinerziehende oder Eltern, die beide arbeiten, sind oft nicht in der Lage, ihre Kinder während aller Schulferienwochen zu betreuen. Immer mehr Gemeinden haben in den letzten Jahren mit dem Angebot einer Ferienbetreuung begonnen, zum Teil auf Versuchsbasis. Mit Urtenen-Schönbühl und Bolligen stossen in diesem Jahr zwei weitere Gemeinden dazu. Grosse Unterschiede gibt es bei den Kosten. Während Münchenbuchsee die Plätze nicht subventionierte, hängt der Elternbeitrag meist vom Einkommen ab. hus

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
03.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gran Canaria ist kein Zuckerschlecken

Konditionstrainer Oliver Riedwyl aus Münchenbuchsee trainiert die Schiedsrichter auf Gran Canaria

Für die Schiedsrichter, Schiedsrichterassistenten und Schiedsrichtercoaches der Swiss Football League ging es vom 14.-21. Januar 2017 nicht in den australischen Dschungel, sondern sie flogen auf die spanische Insel Gran Canaria nach  Meloneras. Wer nun an einen Ferienurlaub bei warmen Temperaturen an der Sonne am Strand denkt, täuscht sich gewaltig.

In Meloneras fand nämlich das 29. Trainingslager der Schiedsrichter, Schiedsrichterassistenten und Coaches der Swiss Football League statt. Aufgeboten wurden 54 Schiedsrichter, Assistenten und Coaches, darunter 6 Frauen, der Super und Challenge League sowie mögliche Kandidaten. Auf die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle nebst ihrer Schiedsrichterfunktion noch einem Beruf nachgehen und eine ihrer wenigen Ferienwochen für das Lager „opfern“ mussten, warteten keine Erholungs- und Plauschferien, sondern eine strenge Woche mit hartem Training war angesagt. Dieses Trainingslager wird jedes Jahr im Januar vom Verband der Swiss Football League durchgeführt. Als Hauptverantwortlicher ist Patrick Graf, Leiter des Schiedsrichter Departements, für die Organisation zuständig.

Die Gemeinde Meloneras bietet ebenfalls grosse Unterstützung. Sie stellt ihre Sportanlagen gratis zur Verfügung. Sie hat sogar einen Platz gestaltet und nach der Schweiz benannt „La Plaza Suiza“, welcher mit allen Kantonswappen bemalen ist. Gran Canaria bietet für das Trainingslager ideale Wetterverhältnisse. Die milden Temperaturen bei zirka 22 bis 25 Grad sind für die sportlichen Aktivitäten eine gute Voraussetzung. Die Sonne bewirkt, eine positive Stimmung bei der ganzen Gruppe.

Täglich wird für die bevorstehende Rückrunde anfangs Februar mit den 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kondition, Kraft und Theorie trainiert. Fast ebenso viele Ausbildner und Trainer tragen dazu bei, dass die Schiedsrichter fit und stark die Rückrunde bestreiten können. Drei top ausgebildete Trainer sind für das Konditionstraining zuständig. Einer davon ist Oliver Riedwyl aus Münchenbuchsee. Er konnte sein Hobby und seine Leidenschaft zum Beruf machen. Er ist eidgenössisch diplomierter Konditionstrainer Swiss Olympic und vom Schweizerischen Fussballverband. Nebst der Ausdauer der Schiedsrichter ist er auch für die Schnelligkeit und Kraft unserer Fussballnationalmannschaft sowie für das Training einzelner, talentierter Fussballspieler der Sport-Rekrutenschule, die vom Oktober bis März in Magglingen stattfindet, verantwortlich.  Seit sieben Jahren unterstützt er das Trainingslager auf Gran Canaria und verhilft den Schiedsrichtern zu einer ausgezeichneten Ausdauer während der Fussballsaison. „In der heutigen Zeit müssen die Schiedsrichter eine Topleistung erbringen“, meint Hauptverantwortlicher Patrick Graf, „ein Schiedsrichter der obersten Liga ist ein Hochleistungssportler, jedoch ist er in der Schweiz leider immer noch ein Amateur im Profibereich. Dies versuchen wir Schritt um Schritt zu verbessern. Das Trainingslager ist einer davon. Wir versuchen dort eine bestmögliche Plattform in Form von Unterkunft, Sport, Ernährung, Medizin und Mentaltraining zu bieten. Wir sind froh, dafür so qualifizierte Ausbildner und Konditionstrainer wie Oli Riedwyl zur Seite zu haben.“

Während dieser Woche trainierte Oliver Riedwyl zusammen mit seinen beiden Kollegen die Fitness der Teilnehmenden. Eine gewisse Basiskondition, auf der diese Woche aufgebaut werden konnte, wurde jedoch bei Ankunft vorausgesetzt. Am Vormittag wurde während 90 Minuten auf Platz Ausdauer, Lauftechnik und Schnelligkeit trainiert. Am Abend hatten die Schiedsrichter, Assistenten und Coaches für das weitere Training die Wahl zwischen verschiedenen „Ateliers“ wie Fussballtennis, wo der Ball übers Netz gekickt wird, Krafttraining im Fitnessraum, Jogging und Hautfaltenmessung. Anhand dieser Messung konnte festgestellt werden, was jeder einzelne an seiner persönlichen Ernährung noch anpassen muss, sei es mehr oder weniger Vollkornprodukte, Proteine, Fette, usw. „Wir geben den Teilnehmern alles mit, um an den Spielen der Rückrunde topfit und motiviert zu sein“, sagt Oli Riedwyl. „Wir lassen sie an ihre Grenzen gehen, damit sie fühlen können, welches Potenzial noch zu erreichen ist. Dazu geben wir ihnen auch neue Inputs, Ideen und Werkzeuge mit für ihr persönliches Trainingsprogramm zu Hause, damit sie sie umsetzen und qualitativ an ihrer Kondition weiterarbeiten können, um den nächsten Meilenstein zu bewältigen. Ich verlange von ihnen sehr viel, unter anderem grosse Selbstdisziplin und Selbstmotivation. Ein Schiedsrichter muss drei- bis viermal pro Woche trainieren sowie ein Spiel pro Woche leiten. In einem Spiel läuft ein Schiedsrichter gleich viel wie ein Fussballer, das heisst ungefähr 10 bis 12 km. Das erfordert dieselbe Kondition wie ein Fussballspieler. Der einzige Unterschied beim Training ist, dass weniger mit dem Ball trainiert wird. Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden in dieser Woche und danach bis zur Rückrunde auf dieses hohe Leistungsniveau zu führen.“

Nebst dem Sportteil gab es jeden Tag auch Theorie, wo Regelverstösse wie Handspiel, Offside, Unsportlichkeiten, Respekt, Körpersprache, usw. unter die Lupe genommen wurden. Am Dienstag und Donnerstag waren zwei Mannschaften aus Las Palmas zum Spiel eingeladen, so dass die Teilnehmenden gewisse Szenen 1:1 üben konnten. Ebenfalls engagierte der Fussballverband dieses Jahr drei Mentaltrainer aus Deutschland, die unter anderem mit jedem Einzelnen ein «Reiss Profile»-Test durchführten. Anhand von Fragen wurde ein persönliches Profil erstellt mit Aussagen zu Team- und Zielorientierung, Idealismus, Ordnung, Anerkennung, Beziehungen, Familie, körperliche Aktivität, Essen, usw. Ein solches Profil erleichtert den Umgang mit den Schiedsrichtern, Assistenten und Schiedsrichtercoaches untereinander. Aber auch das bessere Kennenlernen und der Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen kamen dieses Jahr nicht zu kurz. Gelegenheit dazu boten der gemeinsame Ausflug und die Erholungszeiten.

Die grösste Herausforderung für Oli Riedwyl war das Fussballspielen mit den Schiedsrichtern, bei welchem er als Schiedsrichter walten musste. Den Diskussionen entgegenzuwirken war für ihn nicht einfach. Die Highlights für den Konditionstrainer waren zu sehen, wie die Leistungen dieses Jahr nochmals verbessert werden konnten, die Teilnehmenden noch eine professionellere Einstellung an den Tag legten, was ihm persönlich wiederum den Antrieb gab, alles noch besser zu machen, um noch mehr zu bieten.

Der Hauptverantwortliche, Patrick Graf, zieht ebenfalls sein Fazit: „ Das Trainingslager fand unter sehr hohem Niveau statt. Einige kleinere Dinge können immer noch verbessert werden. Alles war qualitativ sehr gut strukturiert. Die Leistungen waren bemerkenswert und professionell. Es gab keine grösseren Probleme. Ebenso war die Stimmung untereinander ausgezeichnet. Alles hat im Grossen und Ganzen tipptopp funktioniert. Ich bin sehr zufrieden.“

Für Patrick Graf und Oliver Riedwyl ist es ein grosses Anliegen, einen Schiedsrichter auch als Mensch zu sehen. Seine Fehler zu akzeptieren, keine Nulltoleranz walten zu lassen sowie Respekt und Fairness auf dem Spielfeld zu zeigen, nicht nur als Fussballspieler sondern auch als Zuschauer.

Wenn Sie Lust haben, auch den Schiedsrichtersport zu erlernen, melden Sie sich beim Fussballverband Bern/Jura, dem Schweizerischen Fussballverband oder bei einem lokalen Fussballverein.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Fabian Michel und Stefan Kohli
Die teilnehmenden Schiedsrichter mit Oliver Riedwyl (ganz rechts).
Oliver Riedwyl kontrolliert die richtige Haltung.
03.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: AGROLA expandiert ihr Holz-Pellets-Geschäft

Am symbolischen Spatenstich in Münchenbuchsee (v.l.n.r.): Marcel Burkart (fenaco Arealsdienste), Alexander Streitzig (AGROLA), Steffen Siehler (AGROLA), Hermann Schmid (LANDI Moossee), Marc Langenegger (fenaco Arealsdienste), Rolf Liechti (Mange + Müller AG), Johannes Waselmayr (Albert Knoblinger Gesellschaft)

AGROLA, eine der führenden Energieanbieterinnen im ländlichen Raum, führte den Spatenstich zum AGROLA Holz-Pellets-Umschlagslager in Münchenbuchsee durch.


AGROLA setzt auf nachwachsende Rohstoffe mit Potenzial. Am 30. Januar 2017 hat die Schweizer Marktführerin im Vertrieb von Holz-Pellets zum Spatenstich nach Münchenbuchsee geladen. Hier entsteht auf einer Fläche von rund 2‘000 m2  das erste eigene AGROLA Holz-Pellets-Umschlagslager mit zwei Silos à 490 Tonnen Kapazität.

AGROLA reagiert damit auf die ansteigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und positioniert sich entsprechend zentral. Dank vereinfachter Logistik und optimierter Lagerbewirtschaftung entstehen kürzere Transportwege, schnellere Belieferungen und eine effiziente Abwicklung. Das Fassungsvermögen beider Silos entspricht einem Wärmebedarf von rund 200 Einfamilienhäuser pro Jahr – während die Umschlags-Kapazität eine jährliche Belieferung von 22‘500 Haushalten erlaubt. Die Anlage verfügt über eine hohe Automatisierung; Holz-Pellets-Lastwagen werden automatisch beladen.

Das Lager Münchenbuchsee wird voraussichtlich ab Herbst 2017 betriebsbereit sein und die Regionen Mittelland und Nordwestschweiz beliefern. Ein zweites AGROLA Umschlagslager für die Region Westschweiz wird bis Ende 2017 in Moudon erstellt. Mit dem Bau der beiden Umschlagslager investiert die AGROLA über 4 Mio. Franken für den effizienten Vertrieb dieses CO2-neutralen Produktes.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: AGROLA AG
Das Lager umfasst zwei separate Silos, wobei die Lastwagen automatisch beladen werden können.
28.01.2017

BZ-Artikel: Schulrochade kann beginnen

Der Grosse Gemeinderat hat einen Kredit von 475 000 Franken für bauliche Anpassungen an den Schulhäusern genehmigt. Damit kann die erste Phase der Rochade 21, der Schulraumplanung, ausgelöst werden. Auf das nächste Schuljahr wird die Oberstufe im Bodenacker konzentriert, die Tagesschule kommt als Zwischenlösung ins Schulhaus Dorf. In einer späteren Phase soll sie in ein neues multifunktionales Gebäude zügeln. Dessen Finanzierung bereitet noch Kopfzerbrechen.

Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.01.2017

BZ-Artikel: Schwendimann AG gewinnt Hauptpreis

«Unbeschreibliche Freude» bei der Schwendimann AG. Die Entsorgungsfirma aus Münchenbuchsee gewann den KMU-Preis der Zürcher Kantonalbank für nachhaltige Unternehmen. Das Familienunternehmen besteche durch seine hohe Innovationskraft und sein Nachhaltigkeitsverständnis, urteilte die Jury. Der Hauptpreis ist mit 50 000 Franken dotiert.

Ein Artikel aus der 
(pd, Berner Zeitung BZ)
27.01.2017

Bund-Artikel: In Buchsi übernimmt die SP das Präsidium im Parlament

Politisch ist Andreas Burger (SP) kein unbeschriebenes Blatt. Im zürcherischen Urdorf führte der Sozialdemokrat während acht Jahren als Gemeinderat das Ressort Soziales. Zudem war er während sieben Jahren Mitglied des kantonalen Parlaments.

Vor gut sechs Jahren zügelte er nach Münchenbuchsee, wo er mit seiner Familie lebt. Gemeindepolitik habe ihn stets interessiert, sagt Burger. «Ich will meinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten.» Einen grossen Teil seiner Freizeit setzt er für Aktenstudium und Sitzungen ein. Die Politik sei für ihn ein Hobby, sagt der 43-Jährige, der in der Filiale einer Grossbank in Münchenbuchsee arbeitet. Gestern wurde er zum GGR-Präsidenten gewählt. Er ist seit gut zwei Jahren Mitglied des Parlaments und wurde im November wiedergewählt.

Sein Präsidium sieht Burger pragmatisch: «Der Präsident sollte vor allem dafür sorgen, dass der Ratsbetrieb rundläuft.» In den letzten Jahren seien Dispute ab und zu eher persönlich als sachlich ausgetragen worden. Er hoffe, dass nach den Wahlen nun wieder konstruktiver diskutiert werde.

Für Burger haben die frühere Wohngemeinde Urdorf und Münchenbuchsee vieles gemeinsam. «Wie Urdorf ist auch Münchenbuchsee in den letzten 30 Jahren stark gewachsen.» Beide Gemeinden verfügten über eine ähnliche Infrastruktur und zählten rund 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Münchenbuchsee wie auch Urdorf seien aber nicht einfach Agglomerationsgemeinden. «Beide konnten sich einen dörflichen Kern bewahren.»
Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
27.01.2017

BZ-Artikel: Präsident ist reif für die fiktive Insel

Der neue Parlamentspräsident Andreas Burger wünscht sich ein belebtes Dorfzentrum.

Warum leben Sie in Münchenbuchsee?
Andreas Burger: Münchenbuchsee hat eine gute Grösse zwischen Dorfleben, guter Infrastruktur und Freizeitangebot auf der einen Seite, ist aber auf der anderen Seite nicht zu gross, dass es eine anonyme Stadt wäre.

Was möchten Sie an Münchenbuchsee sofort ändern?
Ich vermisse ein richtiges Dorfzentrum, wo man sich trifft und sich das Dorfleben abspielt. Die leeren Ladenlokale brauchen neue Mieter, damit man das Dorf mehr beleben kann.

Warum sollte man einmal nach Münchenbuchsee fahren?
Eigentlich sollte jeder einmal zu mir nach Hause kommen und vom Wohnzimmer aus die Aussicht auf das Bergpanorama geniessen. Wenn es nicht gerade Nebel hat, geniesse ich diesen Anblick eigentlich täglich.

Wohin führte Sie Ihre schönste Reise?
Das Wohin ist sekundär. Meine schönsten Reisen zeichnen sich dadurch aus, dass ich mit der Familie oder Freunden unterwegs war, wir gemeinsam neue Orte erkundeten, gemütliche Tage verbrachten und fein gegessen haben. Da kommen mir ganz viele Orte in den Sinn. So zum Beispiel der Sörenberg oder Wien.

Welchen Ort möchten Sie unbedingt einmal sehen?
Die Insel Nimmerland, wo Peter Pan lebt, würde ich sehr gerne einmal sehen.

Ein Artikel aus der
(Interview: hus, Berner Zeitung BZ)
13.01.2017

BZ-Artikel: Der Schul-Neubau wird teurer

Die Bau- und Sanierungsarbeiten am pädagogischen Zentrum für Hören und Sprache werden mit rund 32 Millionen Franken zu Buche schlagen. (Bild: Daniel Fuchs)

Die Sprachheilschule ist in schlechtem Zustand. Der Kredit für die neue Halle und die Sanierung beläuft sich auf 32 Millionen Franken.


Die Infrastruktur des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache in Münchenbuchsee stösst an ihre Grenzen. Die Schule braucht dringend neue Räume. Zudem ist auch die Turnhalle zu klein und in schlechtem baulichem Zustand. Deshalb plant der Kanton seit längerem einen Neubau mit einer Sporthalle und Platz für vier Basisstufen. Gleichzeitig sollen die historischen Gebäude saniert werden.

Die ursprüngliche Grobkostenschätzung belief sich auf 23 Millionen Franken. Nun beantragt der Regierungsrat aber einen Betrag von rund 32 Millionen Franken – 19,6 Millionen Franken für den Neubau und 12,4 Millionen Franken für die Sanierungen. Durch die Weiterentwicklung des Projektes seien mehrere kostentreibende Faktoren entdeckt worden, teilt die zuständige Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion mit.

Insbesondere Altlasten und der Zustand der Altbauten führen zu höheren Kosten. Der schwierige Bauuntergrund hat die Bedingungen weiter erschwert. Zudem wurde ein optionaler Betrag für den Bau einer eigenen Heizung eingerechnet, falls der von der Gemeinde Münchenbuchsee geplante Wärmeverbund nicht zustande kommen sollte. Kleinere Bauten wie ein Tierstall und eine Garderobe sind auch dazugekommen.

Diesen März beschliesst der Grosse Rat über den Kredit. Die Arbeiten beginnen frühestens im Frühling 2018.

Ein Artikel aus der
(lou, Berner Zeitung BZ)

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