News-Artikel 2017

16.01.2017
22.05.2017

BZ-Artikel: Klares Ja zu Heizen mit Holz

Im Zentrum entsteht ein grosser Wärmeverbund. Die Stimmberechtigten haben dem Projekt klar zugestimmt.

Die Gemeinde Münchenbuchsee befindet sich energietechnisch auf dem Holzweg. Sie setzt beim Energieträger auf Holzschnitzel. Gestern haben die Stimmberechtigten einem Kredit von 7,22 Millionen Franken mit einem Ja-Anteil von knapp 86 Prozent zugestimmt. Damit können voraussichtlich ab dem kommenden Herbst die Bauarbeiten für den Wärmeverbund im Dorfzentrum beginnen.

Der Bau und der Betrieb des Wärmeverbunds laufen über eine Spezialfinanzierung, die selbsttragend sein muss. Die Gemeinde stellt das Geld im Rahmen einer Vorfinanzierung zur Verfügung, Buchsis Rechnung wird dadurch nicht belastet.

Im Zentrum von Münchenbuchsee befinden sich verschiedene grosse Bauprojekte in der Planung oder kurz vor der Realisierung. Vorverträge mit potenziellen Wärmebezügern liegen vor. Zudem werden die Schulanlagen Paul Klee, Bodenacker und Dorf nach wie vor mit fossiler oder elektrischer Energie geheizt. Die Gemeinde möchte die Heizungen dieser Liegenschaften umrüsten.

Der Standort der Heizzentrale ist am Schöneggweg vorgesehen, in Nachbarschaft zur Überbauung Strahmmatte. Mit dem Wärmeverbund können gemäss der Abstimmungsbotschaft rund 390 000 Liter Heizöl eingespart werden. Das entspricht dem Verbrauch von rund 400 Einfamilienhäusern im Minergiestandard. hus

Resultat: 2457 Ja (85,9%), 404 Nein (14,1%). Stimmbeteiligung 43,5%.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.05.2017

Bund-Artikel: Münchenbuchsee sagt klar Ja zu Wärmeverbund

Der Wärmeverbund Münchenbuchsee kann gebaut werden. (Bild: Adrian Moser)

Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben dem Bau eines Wärmeverbunds mit Holzschnitzelheizung zugestimmt.


Als zertifizierte «Energiestadt» setzt Münchenbuchsee die kommunalen Investitionen in eine nachhaltige Energiepolitik fort. Die Stimmberechtigten sagten klar Ja zum Bau eines Wärmeverbunds mit Holzschnitzelheizung im Dorfzentrum.

Zum dafür erforderlichen Rahmenkredit von 7,2 Millionen Franken gingen an der Urne 2457 Ja- und 404 Nein-Stimmen ein. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,5 Prozent. Von der nachhaltigen produzierten Energie für Heizung und Warmwasser sollen insbesondere die Schulen profitieren.

Ein Artikel aus dem
(gbl/sda, Der Bund)
19.05.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung zur ZPP Nr. 18 (UeO Egg)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Art. 122 Abs. 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung und das geringfügige Verfahren bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.
19.05.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung Oberdorf "Nord" (Hofmatt)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Art. 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Art. 122 Abs. 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die Akten liegen während 30 Tagen bei der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee während den Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

Innert der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung und das geringfügige Verfahren bei der Bauabteilung Münchenbuchsee schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.
15.05.2017

Kantonspolizei Bern: Starke Rauchentwicklung in Bäckerei

Infolge eines kleinen Brandes im Bereich eines Kamins ist es in einer Bäckerei in Münchenbuchsee am Montagmittag zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Mehrere Personen wurden vor Ort medizinisch betreut.
 
Am Montag, 15. Mai 2017, um etwa 12.15 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung zu einer starken Rauchentwicklung bei einer Bäckerei an der Oberdorfstrasse in Münchenbuchsee ein.

Gemäss aktuellen Erkenntnissen war in der Backstube im Bereich eines Kamins ein Brand ausgebrochen, woraufhin es zu einer starken Rauchentwicklung kam. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr Münchenbuchsee rasch gelöscht werden. Die Räumlichkeiten wurden darauf entlüftet. Zur Unterstützung wurde zudem auch die Berufsfeuerwehr Bern aufgeboten.

Sieben Personen, welche sich in der Bäckerei befanden, wurden vor Ort durch ein Ambulanzteam medizinisch untersucht. Im Rahmen des Einsatzes musste der betroffene Bereich der Oberdorfstrasse für rund eine Stunde gesperrt werden. Eine Umleitung wurde signalisiert. Gemäss aktuellen Erkenntnissen des Dezernats Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern ist davon auszugehen, dass dem Brand eine technische Ursache zugrunde liegt. 

Medienmitteilung
(pkb)
12.05.2017

Am Sonntag, 21. Mai 2017: 5. Berner Triathlon

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Am Sonntag, 21.05.2017, findet in Münchenbuchsee von 09:00 bis ca. 12:00 Uhr der 5. Berner Triathlon statt.


Der Lindenweg ab Kreuzung Oberdorfstrasse bis Querung Kirchlindachstrasse sowie die Radiostrasse ab Querung Kirchlindachstrasse bis Gemeindegrenze werden zwischen ca. 09:00 bis 12:00 Uhr gesperrt. Der Verkehr von der Oberdorfstrasse wird während dieser Zeit über die Kirchlindachstrasse und weiter über die Querung der Kirchlindachstrasse Richtung Kirchlindach umgeleitet.

Um zeitgleich die Zufahrt zur Saal- und Freizeitanlage zu gewährleisten, wird der Zufahrtsweg im Einbahnverkehr über den Höhenweg führen. Aufgrund eines Anlasses in der Saal- und Freizeitanlage wird im Zeitraum von 8:00 bis 12:00 Uhr mit Mehrverkehr gerechnet.

Anwohner wenden sich für die Zu- und Wegfahrt vor Ort an die jeweiligen Streckenposten. Den genauen Streckenplan entnehmen sie nachstehendem PDF-Dokument.

Weitere Informationen finden Sie unter www.3athlonbern.ch.

Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.
10.05.2017

2. Etappe, Kreuzgasse und Fellenbergstrasse Süd

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Die Bauabteilung Münchenbuchsee wird in der Kreuzgasse eine Gesamtsanierung der Werkleitungen und Strassen durchführen. Gleichzeitig werden im Gebiet der Fellenbergstrasse und Kreuzgasse im Auftrag der Energie Münchenbuchsee AG (EMAG) diverse lokale Arbeiten an den Elektroleitungen sowie durch die Bauabteilung an der Beleuchtung ausgeführt.

Die Bauarbeiten für die 2. Etappe dieser Gesamtsanierung „Zentrum Süd“ in der Kreuzgasse (Bern- bis Fellenbergstrasse) werden am 6. Juni 2017 beginnen und voraussichtlich bis ca. Ende August 2017 dauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind dabei nicht eingerechnet.

Während der gesamten Bauzeit wird es in der Kreuzgasse und Fellenbergstrasse zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Kreuzgasse wird zwischen der Einfahrt in die Bernstrasse und der Kreuzgasse 5 abschnittweise gesperrt und ist daher für den Fahrzeugverkehr nicht mehr durchgehend befahrbar. Die Fellenbergstrasse wird zwischen dem Denner-Kreisel und der Privatklinik Wyss nur lokal beansprucht und ist für den gesamten Verkehr jederzeit passierbar. Die Bauabteilung Münchenbuchsee, die EMAG, die Bauleitung und die Unternehmungen werden alles daran setzen, die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken.

Projektorganisation:
Bauherrschaft: Gemeindeverwaltung, Bauabteilung Münchenbuchsee
  Tiefbau: Herr Hu. Weber, 031 868 82 57
  Wasserversorgung:      Herr Ch. Wälchli,   031 511 01 46 (EMAG)

  Energie Münchenbuchsee AG
  EMAG: Herr D. Kissling,
031 868 19 19
    (Elektroplanung Schneider AG)

Bauleitung: Basler & Hofmann West AG, Zollikofen
  Herr L. Thomi, 031 544 24 76 / 078 706 24 10
  Stv. Herr S. Schögler,

031 544 24 69

 
Baumeisterarbeiten:  Huldi + Stucki AG, Bern  
  Herr D. Huldi,

031 992 19 39

 
Sanitärarbeiten: Hegg Sanitär AG, Münchenbuchsee  
  Herr M. Brunner,  031 868 30 30  


Die Bauabteilung Münchenbuchsee und die EMAG bedanken sich im Voraus für das Verständnis und die Geduld der Bevölkerung, während den Bauarbeiten zur dringend nötigen Sanierung dieses Gebietes.

03.05.2017

Auffahrt und Pfingsten: Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung

Die Büros der Gemeindeverwaltung Bernstrasse 8 und 12 sind über die Auffahrt ab
 
Mittwoch, 24. Mai 2017, ab 16.00 Uhr, bis und mit Sonntag, 28. Mai 2017, geschlossen. Ab Montag, 29. Mai 2017, bedienen wir Sie wiederum gerne zu den üblichen Öffnungszeiten.  
 
Über Pfingsten bleiben die Büros am Montag, 5. Juni 2017, geschlossen.  Ab Dienstag, 6. Juni 2017, sind wir gerne wieder für Sie da.  
 
Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage!
 
Gemeindeverwaltung Münchenbuchsee
03.05.2017

Ab Montag, 8. Mai: Änderungen auf der RBS-Buslinie 36 zwischen «Wankdorf City» und «Breitenrain»

Ab 8. Mai 2017 wird im Wylerfeld in Bern die Stauffacherbrücke abgebrochen. Die RBS-Buslinie 36 muss deshalb auf der Strecke zwischen den Haltestellen Stauffacherbrücke und Breitenrain einen Umweg fahren.

Für Fahrgäste ergeben sich vom 8. Mai 2017 bis ca. Oktober 2018 folgende Änderungen:

  • Die Fahrzeit zwischen «Stauffacherbrücke» und «Breitenrain» verlängert sich um ca. vier Minuten.
  • Die Abfahrtszeiten auf dem Abschnitt «Wankdorf City» und «Breitenrain» werden angepasst. Damit die Anschlüsse auf die S-Bahn beim Bahnhof Wankdorf gewährleistet werden können, fahren die Busse Richtung Münchenbuchsee an den Haltestellen «Breitenrain», «Winkelriedstrasse», «Stauffacherbrücke» und «Wankdorf City» bis zu vier Minuten früher gegenüber dem aktuellen Fahrplan.
  • Die Fahrplanzeiten ab «Wankdorf Bahnhof Nord» bis «Hüslimoos» erfahren keine Änderungen.
  • Die Haltestelle «Winkelriedstrasse» Richtung Breitenrain wird an die Kreuzung Scheibenstrasse/Standstrasse (Haltestelle «Breitfeld» der Buslinie 26) verschoben.

Die angepassten Haltestellenfahrpläne können auf www.rbs.ch/aktuelles/news heruntergeladen werden.
03.05.2017

BZ-Artikel: Das Heim Mätteli ist 50 Jahre alt

Mit vollen Einsatz: Der Mätteli-Jubiläumschor legt sich bei der offiziellen Feier zum 50. Geburtstag des Sonderschulheims mächtig ins Zeug. (Bild: Beat Mathys)

Seit einem halben Jahrhundert werden im Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee behinderte Kinder und Jugendliche betreut. Das Heim bietet auch eine Interventionsgruppe bei Krisen an.


«Singe, lache, Rhythmus mache!» Die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern hatten gestern Abend ihren grossen Auftritt. Sie durften bei der offiziellen Feier zum 50. Geburtstag des Sonderschulheims Mätteli in Münchenbuchsee die geladenen Gäste unterhalten.

Vier Monate lang hatten sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Einmal in der Woche traf sich der Mätteli-Jubiläumschor zur Probe. So sass das Matter-Lied, inklusive des Schlusseinsatzes eines Knaben. Er quittierte dieses kurze Solo mit einem «Give me five» mit der Dirigentin.

Ein Leben lang behindert

Die Chorproben waren eine willkommene Abwechslung im Heimalltag. Die Kinder und Jugendlichen, die im Heim wohnen und betreut werden, haben ein schweres Schicksal zu tragen. Sie sind – meist seit ihrer Geburt – geistig und zum Teil mehrfach behindert. Einige können nicht sprechen und sind auf einen Rollstuhl angewiesen. «Die meisten Kinder und Jugendlichen sind auch später im Leben auf eine intensive Betreuung angewiesen», sagt Trudy Aebischer, die Gesamtleiterin des Sonderschulheims.

Das Mätteli bietet für die 4- bis 18-Jährigen ein umfassendes Betreuungsangebot: Tagesschule, Wocheninternat, medizinische und pädagogische Therapien. Jeder Einzelne soll bestmöglich gefördert und unterstützt werden. Zudem verfügt das Sonderschulheim über eine Ferienstation.

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) sprach in seiner Festrede von einem «vielseitigen und hoch qualifizierten Angebot». Das Mätteli sei «ein wichtiger und verlässlicher Leistunsgerbringer». Schnegg erinnerte daran, dass geistig behinderte Menschen bis weit ins 20. Jahr-hundert ausgegrenzt worden seien. Erst mit dem neuen Invalidengesetz 1960 sei Kindern mit einer geistigen Behinderung das Recht auf Bildung zugesprochen worden. In jener Zeit wurde auch das Mätteli gegründet (siehe unten).

Seit 3 Jahren hat das Mätteli ein im Kanton Bern einmaliges Angebot: eine Kriseninterventionsgruppe. Fachleute aus verschiedenen Berufen stehen Eltern oder Institutionen bei, wenn die Situation mit einem behinderten Kind aus dem Ruder läuft. Allenfalls wird ein Sorgenkind für eine befristete Dauer, in der Regel acht bis zwölf Wochen, aus seinem Umfeld genommen. Für diesen Fall hat es im Mätteli sechs Plätze.

Schifffahrt für alle

Der Mai steht in Münchenbuchsee im Zeichen des Jubiläums. Während des ganzen Monats werden viele Schaufenster von Gewerbebetrieben im Dorf mit Produkten aus dem Mätteli geschmückt sein. Am 30. Mai lädt das Heim die Gewerbler und andere Gäste zu einem Dankeschönimbiss ein. Später feiern die Kinder und Jugendlichen des Mätteli zusammen mit ihren Eltern, den Mitarbeitenden und dem Stiftungsrat den runden Geburtstag mit einer Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee.

ABLEGER DES VEREINS SCHLOSS KÖNIZ
Das Mätteli wurde 1963 als Aussenstation des Vereins Mädchenheim Schloss Köniz gegründet. 1967 nahm es seinen Betrieb in Münchenbuchsee auf. 1984 entstand aus einer Notlage die Wohn- und Werkschule. Diese schloss eine Lücke bei der Vorbereitung des Übergangs von der Schule in eine Erwachseneninstitution. 1993 erfolgte die Trennung vom Verein in Köniz, die Stiftung Sonderschulheim Mätteli wurde gegründet. Seit 1994 gilt der Name Stiftung Sonderschulheim Mätteli.

Aktuell werden im Mätteli Münchenbuchsee rund 75 Kinder betreut, davon zwei Drittel im Wocheninternat. 187 Mitarbeitende teilen sich 110 Vollzeitstellen. Das Budget der Stiftung betrug im letzten Jahr 13,3 Millionen Franken.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
01.05.2017

Bund-Artikel: Münchenbuchsee verbucht einen hohen Überschuss

Für die Gemeinde Münchenbuchsee ist die Rechnung des letzten Jahres sehr erfreulich ausgefallen.

Bei einem Gesamtertrag von 38 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von über 3,6 Millionen Franken – budgetiert war stattdessen ein Verlust von 580 000 Franken. Die Besserstellung beträgt also rund 4,2 Millionen Franken. Vor allem im Steuerbereich hat Münchenbuchsee viel mehr eingenommen, und zwar sowohl bei den natürlichen Personen als auch bei den Firmen. Ein oder mehrere glückliche Lottogewinner bescherten der Gemeindekasse unverhoffte Einnahmen von 920 000 Franken. Bei den Gewinnsteuern der Firmen gingen 950 000 Franken mehr ein als geplant, und bei den Einkommenssteuern wurde ein Mehrertrag von 940 000 Franken verbucht. Der Gemeinderat schreibt dazu, dass man bewusst vorsichtig und zurückhaltend budgetiert habe.

Der Bilanzüberschuss von Münchenbuchsee beläuft sich damit neu auf 4,35 Millionen Franken. Um das angepeilte Ziel von 6,5 Millionen Franken zu erreichen, seien aber noch weitere positive Rechnungsabschlüsse notwendig, schreibt der Gemeinderat. Dieser Betrag entspricht fünf Steueranlagezehnteln. Das Parlament wird sich an seiner nächsten Sitzung am 1. Juni mit der Rechnung befassen.

Ein Artikel aus dem
(pd/wal, Der Bund)
01.05.2017

Bund-Artikel: "Konflikte darf man nicht persönlich nehmen"

Gute Nerven und Freude an der Arbeit im Mätteli: Stephan Funke. (Foto: Adrian Moser)

Der Gruppenleiter, Stephan Funke, sieht in den Kindern im Sonderschulheim Mätteli zuerst die Menschen, nicht die Behinderung.

Kriseninterventionsgruppe heisst die Einheit im Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee, die Stephan Funke seit 2014 leitet. Klingt nach «5 vor 12». Funke sagt: «Wenn die Kinder zu uns kommen, ist es oft schon halb eins.» Eltern, Lehrkräfte und sonstige Beteiligte seien «längst am Ende ihres Lateins». Das behinderte Kind habe sich in seiner Verzweiflung oft aggressiv verhalten – gegen sich oder sein Umfeld.

Doch die Sorgenkinder werden weder weggesperrt noch versorgt: Vor der Verlegung ins Mätteli werde im Austausch mit Eltern, Ärzten, Lehrkräften und bei Bedarf weiteren Fachpersonen im «Indikationsgespräch» eine Auslegeordnung gemacht, es gebe Telefonate und E-Mails, um gemeinsam zu einem Entschluss zu gelangen. Dann komme das Kind für eine befristete Zeit von acht bis zwölf Wochen in diese KIG. Es gelte herauszufinden, wo der Knopf sei. Wenn ein Kind eine Zeit lang aus seinem gewohnten «System» herausgenommen werde, kläre sich manchmal allein dadurch einiges. Man begleite das Kind und erkenne mit der Zeit Lösungsansätze. «Oft stellt sich heraus, dass das Problem nicht nur beim Kind liegt, sondern auch im System.» Wobei mit System alle gemeint sind, die das Umfeld des Kindes ausmachen: Elternhaus, Schule und vieles mehr. Die Auszeit sei auch für die oft entnervten Eltern oder Lehrkräfte erholsam und schaffe die nötige Distanz. Manchmal wirke es sich auch positiv aus, wenn ein Medikament anders dosiert und pädagogische Massnahmen einbezogen würden.

Gewalttätige Kinder? Es gebe Formen von Autismus, die nicht der harmonischen Situation im Film «Rain Main» entsprächen. «Manchmal verstehen diese Kinder gar nicht, dass sie mit ihrer Aggression den Lehrern oder Eltern Schaden zufügen.» Ohnehin dürfte das Klischee von den stets lieben Behinderten kaum stimmen. Funke bejaht. «Manche haben ein sehr gutes Sensorium dafür, wie man jemanden auf 180 bringt.» Gute Nerven seien von Vorteil. «Aber man darf das nicht persönlich nehmen», findet Funke. Es sei klüger, hinauszugehen, um sich zu beruhigen, statt sich auf einen Machtkampf einzulassen.

Das Mätteli feiert heute das 50-Jahr-Jubiläum. Funke hat die Hälfte dieser Zeit als Mitarbeiter miterlebt. Der 57-Jährige machte einst eine Elektrikerlehre, doch wollte der begeisterte Pfadiführer mehr mit Menschen zu tun haben, weil sich deren Wesen nicht einfach so mit einem Phasenprüfer erkunden lässt. Aussenstehende denken oft, Krankenpflege oder die Betreuung von Behinderten wäre nichts für sie. «Nicht alle müssen das können», sagt Funke und lacht einmal mehr schallend. «Ich sehe zuerst den Menschen und erst danach die Behinderung.» Darum finde er es nicht «gruusig», wenn ein Kind beim Essen etwas sabbere. Natürlich sei es auch für ihn kein Vergnügen, eine Wand zu putzen, die ein Kind mit Fäkalien verschmiert habe, «aber das kommt zum Glück selten vor».

Funke hat während seiner Ausbildung noch erlebt, dass die Leiter als «Heimeltern» in der Institution wohnten, wie das auch bei Mätteli-Pionier Hans Walther-Witschi der Fall war. Um 12 Uhr erklang der Gong, dann versammelten sich alle im Esssaal. Heute setzt man in Heimen wieder stärker auf eine familiäre Situation in Wohngruppen, in denen gegessen und gelebt wird. «Wobei man Familie mit drei Anfangs- und Schlusszeichen schreiben muss», sagt Funke. «Wir können und wollen kein Familienersatz sein.» Viele Kinder im Mätteli hätten eine Beeinträchtigung, mit der das «Familiensystem» überfordert sei. Hier biete das Sonderschulheim eine wichtige Unterstützung.

Was hat sich während Funkes langer Dienstzeit verändert? Es gebe mehr Papierkram, so wie in der Volksschule. Alles müsse dokumentiert werden. Das habe den Vorteil, dass Entscheide nachvollziehbar seien, aber es verschlinge viel Zeit. Und nicht immer würden Entscheide akzeptiert. Wie in der Volksschule werde eine Betreuungsperson im Heim nicht von allen Eltern als Autorität anerkannt. Doch wenn Funke wieder einmal sein schallendes Lachen ertönen lässt, glaubt man ihm gern, wenn er sagt: «Mir macht die Arbeit Spass, wenn auch nicht jeden Tag gleich stark.» Die Tätigkeit sei kurzweilig, man wisse nie genau, was einen erwarte, darum müsse man sehr flexibel sein.

50 Jahre Mätteli: Schnegg gratuliert zum Geburtstag
Das Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee existiert seit 1967. Heute leben in der Institution 75 junge Menschen im Alter von 4 bis 18, in Einzelfällen bis zu 20 Jahren. Sie besuchen die Schule oder leben ganz oder teilweise hier. Auf dem Gelände gibt es viele Einrichtungen: einen integrativen Kindergarten, Tagesschule, Wocheninternat, Wohn- und Werkschule usw. 2014 kam die Kriseninterventionsgruppe (KIG) hinzu, geleitet von Stephan Funke. Der Vater zweier erwachsener Kinder arbeitet seit 25 Jahren im Mätteli. Der gelernte Elektriker erwarb ein Diplom als Heimerzieher, wie der Beruf damals hiess. Alle, die im Mätteli betreut werden, haben eine geistige Behinderung. Oft sind sie in mehrfacher Weise beeinträchtigt. Auf der Mitarbeiterseite teilen sich 187 Personen 110 Vollzeitstellen. Das Jahresbudget liegt bei 13 Millionen Franken. Wie andere soziale Institutionen stand das Mätteli unter Spardruck. Seit 25 Jahren gibt es darum den Unterstützungsverein Pro Mätteli, dessen Zuwendungen beispielsweise Winterlager ermöglichen. Am heutigen Festakt hält Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) eine Rede.

Ein Artikel aus dem
(Markus Dütschler, Der Bund)
Wieder Montag Begegnungen mit Menschen - www.montag.derbund.ch
28.04.2017

BZ-Artikel: Lottosechser für Buchsi

Die Gemeinde konnte im letzten Jahr einen satten Gewinn verbuchen. Hauptgründe sind höhere Steuereinnahmen, auch aus Lottogewinnen.

Von so einer guten Rechnung können Gemeinden normalerweise nur träumen. In Münchenbuchsee ist nun dieser Traum wahr geworden. Die Gemeinde erwirtschaftete im letzten Jahr bei einem Gesamtertrag von rund 38 Millionen einen Gewinn von 3,64 Millionen Franken. Budgetiert war – inklusive der Spezialfinanzierungen – ein Verlust von 576 500 Franken. Damit ist das Ergebnis um 4,22 Millionen Franken besser als veranschlagt.

Mit dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 sollte dieser Gewinn normalerweise abgeschrieben werden. Weil aber Münchenbuchsee weniger investiert als abgeschrieben hat, müssen 3,4 Millionen dem Eigenkapital zugeführt werden. Nachdem die Gemeinden während Jahren einen Bilanzfehlbetrag aufwies, beträgt das Eigenkapital mittlerweile wieder 4,35 Millionen Franken. Es brauche aber noch weitere positive Rechnungen, um das gemeinderätliche Ziel von 6,5 Millionen zu erreichen, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft ans Parlament.

Vorsichtig budgetiert

Hauptgrund für die bessere Rechnung sind höhere Steuereinnahmen. Diese waren bewusst vorsichtig budgetiert worden. Die Steuererträge bei den natürlichen Personen und bei den Firmen waren je rund 940 000 Franken höher. Dazu wohnen in Buchsi erfolgreiche Lottospieler. Aus deren Gewinnen flossen fast 920 000 Franken an Steuern in die Gemeindekasse. Ob es einer oder mehrere Gewinner waren, gibt die Gemeinde nicht bekannt.

Neben dem Steuerhaushalt schlossen auch die verschiedenen Spezialfinanzierungen (Wasser, Abwasser, Abfall) besser ab. Statt eines Defizits von 576 500 Franken resultierte ein Gewinn von 245 000 Franken.

Der Grosse Gemeinderat wird die Rechnung an seiner Sitzung vom 1. Juni behandeln.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
27.04.2017

BZ-Artikel: Sie besitzen Tausende Schämpisdeckel

Gemeinsames Interesse: Adrian und Renate Kappeler beim Durchblättern einer ihrer mit Champagnerdeckeln bestückten Bundesordner. (Bilder: Beat Mathy)

Renate und Adrian Kappeler aus Münchenbuchsee finden grossen Gefallen an Champagnerdeckeln. Ihr Fundus zählt stolze 22 700. Das bedeutet aber auch viel Arbeit: beim Ordnen und Tauschen.

Einmal in der Woche lässt das Ehepaar Kappeler die Korken knallen und gönnt sich zu einem Nachtessen daheim eine gute Flasche Champagner. «Zu feiern gibt es doch immer irgendetwas», sagt Adrian Kappeler (66) und lacht.

Ums Feiern geht es den beiden beim Champagnertrinken aber eigentlich nicht. Denn sie sammeln mit Leidenschaft den Deckel der Flasche – also jenes runde Stück aus Blech, das oben auf dem Korken sitzt. Die beiden sind geübt: Sie tauschen an Börsen, suchen im Internet, klopfen bei Getränkehändlern an, besuchen Weinmessen, stöbern auf Flohmärkten.

So haben sie es in zwölf Jahren auf eine Sammlung von 22 700 Deckeln geschafft. «Es sind nicht alles Einzelstücke. Viele sind von derselben Marke und tragen das gleiche Motiv. Für uns sind das Tauschobjekte», so Renate Kappeler (65).

Ob Blumen, Queen Elizabeth, Werbung für Olympia oder Schriftzüge in originellen Lettern: Die Gestaltungsvielfalt dieser Schaumweindeckel kennt keine Grenzen und zeigt sich deutlich beim Betrachten der immensen Sammlung von Kappelers. Das Ehepaar bevorzugt Deckel namhafter Champagnerhäuser wie Moët & Chandon, Laurent-Perrier, Henri Abelé oder Pierre Mignon.

«Viele tragen schöne Blumenmotive, die mir besonders gefallen», sagt Renate Kappeler. «Zudem trinken wir diese Sorten am liebsten, und das trifft sich ganz gut», fügt ihr Mann mit einem Augenzwinkern an. Die beiden besitzen aber auch Deckel anderer Schaumweinmarken aus insgesamt 43 verschiedenen Ländern, darunter Spanien, Ägypten, Indien, Israel, China «und natürlich die Schweiz», betont Adrian Kappeler.

Sein liebstes Stück ist knallrot eingefärbt, hat Jahrgang 1959 und stammt aus dem jurassischen Hause Mauler. «Es ist auch unser ältestes Exemplar. Für mehrere Hundert Franken hätte ich es einem Sammler in Barcelona verkaufen können. Das kommt aber nicht infrage.» Verwendet wurden solche Deckel ungefähr ab 1920, wie das Sammlerehepaar weiss. Massgebend für Interessierte sei übrigens nicht das Alter und auch nicht das Aussehen, sondern wie viele davon hergestellt worden sind. Adrian Kappeler erklärt: «Je kleiner die Auflage, umso gesuchter der Deckel.»

Ein Zimmer für die Sammlung

Nachdem die beiden Töchter aus der Wohnung in Münchenbuchsee ausgezogen waren, haben Kappelers ein Sammlerzimmer eingerichtet. In Setzkästen an den Wänden präsentieren sie besonders schöne Deckel, in Schränken reihen sich Bundesordner, in denen ein Grossteil ihres Fundus abgelegt ist, und in Schubladen lagert Ware zum Tauschen.

Zudem ziert ein Champagner-Werbeplakat die Wand. Der eher kleine Raum ist voll, aber nicht unordentlich. «Bei so vielen Stücken darf kein Durcheinander entstehen», sagt Renate Kappeler, die einst als Reinigungskraft gearbeitet hat.

Mitglieder in zwei Clubs

Die Leidenschaft der beiden gilt in der Schweiz als exotisch. «Uns sind nur zwei weitere Personen bekannt, die sich auch für Deckeli interessieren», so Adrian Kappeler. Anders in Frankreich, im Land des Champagners. Hier ist das Interesse an diesen Capsules, wie die Deckeli auf französisch bezeichnet werden, weit verbreitet.

Und so fahren Kappelers mindestens zehnmal im Jahr nach Frankreich, besuchen Städte in der Champagne, im Elsass oder reisen in die Vogesen. Immer mit dem Ziel, irgendwo an Deckeli zu kommen. Kappelers sind Mitglied von gleich zwei französischen Sammlerclubs und treffen sich mit Gleichgesinnten an Tauschbörsen.

Hier sind ihre Rollen klar verteilt: Adrian Kappeler sitzt am Tisch und tauscht. Derweil blättert Renate Kappeler in einem Sammlerkatalog für Deckeli und prüft darin, welches Exemplar sie daheim mit einem Häkchen versehen hat, was bedeutet, dass ein solches bereits in ihrem Besitz ist. «Übers Ohr gehauen wird hier keiner», sagt Adrian Kappeler, und seine Frau ergänzt: «Wir sind eine richtige Familie.»

Um die sechzig Leute treffen sich an einer Börse. Man kenne sich, sei per du. Adrian Kappeler wird «le petit Suisse» gerufen. Französisch spricht das Ehepaar zwar nur wenige Worte, doch zur Verständigung beim Tauschen reiche das völlig aus.

Adrian Kappeler, gelernter Bauzeichner, führt genau Buch über die Sammlung. In Tabellen am Computer hält er fest, welche Deckel die Sammlung verlassen und welche dazustossen.

Statt zu tauschen, erwirbt das Paar manchmal einen Deckel im Internet auf Ebay. «Hier kostet ein wertvolles Stück gut und gerne 400 Franken. Doch soviel würden wir nie bezahlen», sagt Adrian Kappeler. Jedoch haben Kappelers durch ein Internetgeschäft die Bekanntschaft mit einem ebenfalls pensionierten Ehepaar aus Deutschland gemacht.

Entstanden ist eine enge Freundschaft. «Mehrmals im Jahr fahren wir gemeinsam an Sammlertreffen, reisen in die Ferien und besuchen uns gegenseitig», sagt Renate Kappeler.

Startschuss in Frankreich

Angefangen hat ihr Interesse an diesen Deckeli an einem Silvesterabend vor vielen Jahren: Die Flaschen waren leer, die Gäste gegangen, die ersten Stunden des neuen Jahres eingeläutet und Kappelers dabei, ihre Stube nach dem Fest aufzuräumen.

«Dabei bildete sich ein buntes Häufchen an Champagnerdeckeln», erinnert sich Renate Kappeler. «Wir fanden gefallen daran und waren uns einig, dass wir sie vorerst nicht wegwerfen.» Dann, Jahre später, genau 2004, seien sie während ihrer Ferien in Frankreich auf einen Sammlerkatalog gestossen.

Das war der Auftakt ihrer Jagd nach diesen Deckeli. «Nie hätten wir damals gedacht, dass wir einmal Tausende davon besitzen werden», sagt Renate Kappeler, schmunzelt und schüttelt dabei den Kopf.
 
Ein Artikel aus der
(Franziska Zaugg, Berner Zeitung BZ)
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10.04.2017

BZ-Artikel: Manfred Waibel wird Stapi

Es ist offiziell: Münchenbuchsee ist eine Stadt. Im März hat die Gemeinde die 10 000-Einwohner-Marke geknackt. Bleibt nun kein Stein mehr auf dem anderen? «Nein, nein. Das ändert für mich nichts», sagt der frischgebackene Stapi Manfred Waibel (SVP). Auch neue Visitenkarten wird er keine brauchen: «Stadtpräsident nenne ich mich in Zukunft sicher nicht.»

Nur knapp ist Münchenbuchsee zur Stadt geworden. 10 002 Menschen leben momentan in der Gemeinde. Die statistische Marke beeindruckt Waibel aber wenig: «10 Einwohner mehr oder weniger machen für uns keinen Unterschied.» Auch ein Beitritt zum Städteverband stehe derzeit nicht zur Debatte. «Darüber können wir vielleicht reden, wenn wir weiter wachsen.»

Der Gemeindepräsident weiss, wer der zehntausendste Einwohner ist. Es handle sich um einen jungen Mann, der auch schon von seinem Glück wisse. «An einem Blumenstrauss hätte er wohl kaum Freude», so Waibel. Auf der Gemeinde überlege man sich deshalb, was man ihm Sinnvolles schenken könnte.

Ein Artikel aus der
(js, Berner Zeitung BZ)
10.04.2017

BZ-Artikel: Buchsis Feuerwehr klopft bei den Nachbargemeinden an

Die Feuerwehr Münchenbuchsee muss als Stützpunkt bei Grossbränden in der Region ausrücken, wie hier beim Bauernhausbrand in Limpach im letzten Sommer. (Bild: Andreas Blatter)

Der Feuerwehr droht bei Einsätzen tagsüber ein personeller Engpass. Deshalb sucht sie die Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Andere Feuerwehren haben ähnliche Probleme bereits gelöst.


Andreas Luginbühl spricht von einem «heissen Eisen», das man «diplomatisch» anpacken muss. Seit Anfang Jahr ist der SVP-Gemeinderat in Münchenbuchsee zuständig für die öffentliche Sicherheit und damit für die Feuerwehr. Und er hat einen Auftrag gefasst: die Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr zu lösen und die Verfügbarkeit tagsüber zu verbessern.

Luginbühl stellt klar, dass die Feuerwehr Münchenbuchsee bisher alle ihre Einsätze nach den geltenden Vorgaben leisten konnte, die Ausrüstung und die Fahrzeuge seien sehr gut. Mittelfristig könnten die personellen Ressourcen aber knapp werden, die Rekrutierung von neuen Mitgliedern werde immer schwieriger.

Enger Zeitplan

Betreffend die personelle Tagesverfügbarkeit hat er den Auftrag, mit den umliegenden Gemeinden Zollikofen, Urtenen-Schönbühl und Moosseedorf Kontakt aufzunehmen, um die Problematik durch eine eventuelle Zusammenarbeit zu entschärfen. Noch gebe es keine konkreten Ergebnisse, sagt Andreas Luginbühl. Aber der Zeitplan ist sportlich: In der Legislaturplanung des Gemeinderats, welche dem Parlament an der letzten Sitzung vorgelegt wurde, ist als Termin Ende 2017 aufgeführt.

Andreas Luginbühl nennt mögliche Gründe für die Personalnot. Die Leute seien heute mobiler, würden auswärts arbeiten und tagsüber nicht verfügbar sein. Der zeitliche Aufwand für Ausbildung und Übungen sei hoch. Pflichtige würden lieber die Ersatzgabe bezahlen, statt ihre Freizeit zu opfern. In Münchenbuchsee beträgt die jährliche Ersatzgabe aktuell maximal 300 Franken.

Grosse Herausforderungen

Die Berner Feuerwehren seien personell grundsätzlich gut aufgestellt, sagt Urs Burgener. Der Busswiler muss es wissen. Er ist Präsident des Feuerwehrverbands des Kantons Bern und kommandiert selber eine Regio-Feuerwehr. Rund 14 000 Männer und Frauen leisten im Kanton meist im Milizsystem Dienst. «Bei der Verfügbarkeit während des Tages stehen jedoch einige Feuerwehren vor Herausforderungen», ergänzt Burgener.

Durch organisatorische Massnahmen können aber meist gute Lösungen gefunden werden. Burgener nennt die Zusammenarbeit mit den Nachbarfeuerwehren, eine Anpassung der Alarmierung oder das Rekrutieren von Gemeindepersonal. Dazu mache ein neues Modell immer mehr Schule, erklärt der Verbandspräsident: Personen könnten nicht nur an ihrem Wohnort, sondern auch an ihrem Arbeitsort Dienst leisten. Aus Burgeners Sicht hat sich das Problem in den letzten Jahren durch Fusionen und verstärkte Zusammenarbeit eher entschärft. Die Haltung, «das ist mein Feuer», existiere seit langem nicht mehr.

Mit dem Gemeindepersonal

Die Feuerwehr Bolligen hat auf die Personalknappheit tagsüber vor ein paar Jahren reagiert, als der neue Alarmstufenplan eingeführt wurde. Seither werde bei einem «Brand mittel» automatisch auch die Feuerwehr von Ittigen, Stettlen oder Krauchthal alarmiert, sagt Kommandant Bernhard Rüegg.

Bei der Rekrutierung von Feuerwehrleuten geht Bolligen gezielt Gemeindeangestellte an (Hauswarte, Werkhofmitarbeitende), auch wenn diese nicht in der Gemeinde wohnen. So sind für die kleineren Einsätze auch tagsüber immer genügend Feuerwehrangehörige verfügbar. Auf offiziellem Weg zwischen den Gemeinden wird die Feuerwehrpflicht respektive die Befreiung von der Ersatzabgabe geregelt.

Köniz hat Auswahl

Am anderen Ende der Skala ist die Feuerwehr Köniz. Diese kennt das Problem von zu wenig Einsatzkräften nicht, auch von der Einwohnerzahl her. Die Feuerwehr kann auf knapp 200 Angehörige zurückgreifen, die über das ganze Gemeindegebiet verteilt sind. Fünf Personen sind vollamtlich angestellt. Dazu kann sich Kommandant Markus Rüegg auf viele Hauswarte verlassen, die gemeindeeigene Liegenschaften betreuen und gut verfügbar sind.

Einen Zwang gebe es aber nicht, betont Markus Rüegg. Bei der Rekrutierung laufe viel über Mund-zu-Mund-Propaganda. Es gebe jeweils so viele Interessenten, dass nicht alle aufgenommen werden könnten.

Im Tagespikett sind zudem eine Handvoll Personen eingeteilt, die in Köniz arbeiten, aber nicht hier wohnen und pflichtig sind. Und bei grösseren Ereignissen sei die Verstärkung schnell rekrutiert, weil viele Feuerwehrleute in der nahen Stadt arbeiteten, ergänzt Markus Rüegg.

NACH 10 MINUTEN BEREIT
Gemäss dem nationalen Standard (Feuerwehrkonzeption 2015) müssen Ortsfeuerwehren den Ersteinsatz im dicht besiedelten Gebiet innert 10 Minuten aufnehmen können, im dünn besiedelten Gebiet innerhalb von 15 Minuten. Dafür würden 8 bis 10 Feuerwehrleute benötigt, schreibt die Gebäudeversicherung Bern (GVB), die für die strategische Aufsicht der Feuerwehren zuständig ist. Dank der guten Ausbildung und der modernen Ausrüstung seien 95 Prozent aller Einsätze mit weniger als 10 Feuerwehrleuten zu bewältigen. Bei grösseren Einsätzen werden die Nachbarkorps alarmiert und bei den Stützpunktfeuerwehren Spezialgeräte angefordert.

Die Feuerwehren böten nach wie vor eher zu viele Personen auf und würden wegen der abnehmenden Tagesverfügbarkeit «auf Nummer sicher» gehen. Die Gebäudeversicherung sieht grundsätzlich keine Rekrutierungsprobleme, aus ihrer Sicht sind die Feuerwehren «bestens aufgestellt für eine auch in Zukunft effiziente Brandbekämpfung».

Die Anforderungen an die Feuerwehren seien in den letzten Jahren gestiegen, auch durch neue Bauweisen oder neue Techniken, schreibt die GVB. Ziel ist es, durch höher qualifizierte und zahlenmässig weniger, dafür häufiger eingesetzte Feuerwehrleute die Qualität weiter zu steigern. Gemäss einer Erhebung von 2014 bei Gemeinden und Feuerwehrorganisationen können sich 85 Prozent aller Feuerwehren gut finanzieren. Die GVB leistet pro Jahr rund 13 Millionen Franken Betriebsbeiträge.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
07.04.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gewerbe trifft Schule in Münchenbuchsee

Das Projekt „Gewerbe trifft Schule“ wurde mit einem informativen Referat von Daniel Hurter der gibb abgerundet.

Im Jahr 2016 startete der Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee sein neues Projekt „Gewerbe trifft Schule“. (Früher lief das Projekt unter dem Namen „BIWI“ Bildung und Wirtschaft.) Das neue Konzept soll den Schülerinnen und Schülern verschiedene Berufe und deren Möglichkeiten für eine künftige Berufslehre aufzeigen. Die Jugendlichen sollen einen ersten Kontakt zur Berufswelt und den Betrieben in der Gemeinde erhalten. Gleichzeitig soll die Attraktivität zu den handwerklichen und gewerblichen Berufen gesteigert, Vorurteile zu gewissen Berufen abgebaut und die Wahl zur Berufsbildung und dem Lehrstellenmarkt innerhalb des Dorfes Münchenbuchsee gestärkt werden. Das Projekt soll nicht nur zu einer wertvollen Informationsplattform für Schülerinnen und Schüler werden, sondern auch Eltern und Lehrkräften wichtige Informationen vermitteln. Dies gab dem Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee den Anlass, zusammen mit verschiedenen Vereinsmitgliedern und der Schule für die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse einen Schnuppertag in unterschiedlichen Betrieben in der Dorfgemeinde zu organisieren. Das Projekt „Gewerbe trifft Schule“ wurde offiziell in das Berufsbildungskonzept der Schule integriert.

Schliesslich war es soweit, und das Projekt konnte zum ersten Mal über die Bühne gehen. Alle Siebt- und Achtklässler und deren Eltern wurden mit einem Flyer über den Anlass informiert. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, sich zwei Firmen auszusuchen, bei denen sie mehr Informationen zu einem Beruf erhalten möchten. Am Donnerstagnachmittag, 30. März 2017, zirkulierten schliesslich rund 150 Schülerinnen und Schüler in Gruppen durch Münchenbuchsee und lernten jeweils bei zwei verschiedenen Betrieben während ca. 1.5 Stunden die Berufe kennen. 37 Betriebe des Vereins KMU Münchenbuchsee präsentierten ihre Firma und informierten über die verschiedenen Berufe, deren Berufslehre und -möglichkeiten. Damit die Sicherheit beim Wechsel zwischen den einzelnen Firmen gewährleistet war, war die Polizei an den kritischen Punkten präsent.

Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, in folgenden Betrieben im Dorf einen Einblick in die verschiedenen Berufe zu nehmen:

Iten Elektro AG, Druckerei Varicolor AG, Valiant Bank, Carrosserie und Spritzwerk Schölly AG, Morand Transporte AG, Hegg Sanitär AG, Bank UBS AG, Drogerie Studer AG, AXA Winterthur Versicherung, Kunststoffwerk und Werkzeugbau Marcel Bützer AG, Haustechnik Künzi & Co. AG, Hegg Spenglerei AG, Garage Rothen GmbH, GM Coiffeur GmbH, Abfallentsorgung Schwendimann AG, Architekten Arn + Partner AG, Landwirtschaftsbetrieb Kurt Stettler, E. Wenger Schreinerei AG, Elektro Fahrni AG, Wüthrich Metzg AG, Tiefenbacher Schuhe, Blattwerk Gartengestaltung GmbH, Bodenbeläge O. Tschanz AG, Garage R. Grünig AG, Elektroplanung Schneider AG, Restaurant Häberli’s Schützenhaus, Kunststoffbearbeitung Cellwar GmbH, Baumgartner Maschinenbau AG, Volvo Group (Schweiz) AG, sowie Maler- und Tapezierarbeiten Stöckli + Partner AG und Schmid Storen AG in Zollikofen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung in der Aula der Schule Bodenacker mit einem informativen Referat für die Jugendlichen, deren Eltern und den Lehrkräften sowie Networking bei einem feinen Aperitif.

Die Aula war zum Bersten voll mit interessierten Schülerinnen, Schülern und Eltern, als Organisator Andreas Stöckli des Gewerbevereins KMU Münchenbuchsee die Anwesenden begrüsste und über das erstmals durchgeführte Projekt informierte. Er erläuterte, dass der Gewerbeverein den Jugendlichen als erster Schritt in die Berufswelt an diesem Nachmittag einen Einblick in verschiedene Berufsbilder geben wollte. Ebenfalls sollte dieser Anlass auch als Begegnungszone zwischen den Jugendlichen und den verschiedenen Betriebe in der Gemeinde dienen, um ein gutes Gewerbe im Dorf aufzuzeigen, wo die Möglichkeit besteht die Berufe zu schnuppern und später vielleicht sogar eine Lehrstelle mit einer Buchsi Schülerin oder Schüler zu besetzen. Er hofft, dass die Jugendlichen diesen Anlass in der Schule thematisieren, damit auch nächstes Jahr die Siebt- und Achtklässler davon profitieren können. Gemeindepräsident Manfred Weibel betonte in seiner kurzen Rede ebenfalls die Wichtigkeit dieses Anlasses und dass diese Möglichkeiten in der Gemeinde unbedingt genutzt werden sollten. 

Schliesslich informierte Daniel Hurter, stellvertretender Direktor der gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (gibb) in seinem Referat „Berufsschule – was erwartet mich?“ über die Ausbildung der verschiedenen Berufsbilder bei der gibb. Die gibb verfügt über 7 Standorte in Bern, beschäftigt 700 Mitarbeitende, unterrichtet 70 Berufe an 7‘700 Berufslernende und Studierende und verfügt dafür über ein Budget von 70 Mio. Franken. Hurter zeigte die verschiedenen Wege einer Berufslehre und deren Weiterbildungsmöglichkeiten auf. Er erklärte, dass es drei Lernorte im Berufsausbildungssystem gibt: die Ausbildung im Lehrbetrieb, die Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse. Er wies darauf hin, dass Lernende lernen müssen, selbstverantwortlich zu werden, sich bewusst zu werden, dass jeder sein eigener Chef ist, Aufgaben und Projekte frühzeitig anzupacken, Fragen vor den Tests zu stellen, die Zeit einzuteilen und eine Agenda zu führen. Er informierte auch darüber, dass eine Umfrage bei verschiedenen Chefs welche Anforderungen bei Lernenden für sie wichtig sei, folgendes Resultat herauskam:
 
1. Hohe Berufsmotivation
2. Grosse Neugier
3. Lernwille
4. Sozialkompetenz
5. Ausdauer
6. Kreativität
7. Fachkompetenz

Daniel Hurter riet, in einem Betrieb mehrmals schnuppern zu gehen, um den Beruf, dessen Anforderungen sowie die Mitarbeitenden des Betriebes genügend kennenzulernen. Auf die Frage, wie der Lehrstellenmarkt momentan aussähe, meinte er, dass es im Augenblick mehr Lehrstellen gäbe als Lehrstellensuchende, sich dies jedoch in einigen Jahren wieder ändern werde.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Anwesenden draussen bei frühlingshaftem Wetter mit einem feinen und vielfältigen Aperitif verwöhnt, wo auch ein reger Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften, Gewerbetreibenden und Schülerinnen und Schüler stattfand.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler nach diesem Nachmittag war äusserst positiv. Einige Schülerinnen erzählten von ihren Eindrücken bei den einzelnen Betrieben, die sie jeweils während 1.5 Stunden besucht haben:

Eliane und Giulia nahmen Einblick in Häberli’s Schützenhaus als Koch. Sie haben den Betrieb besichtigt, und Kokosmakronen gebacken. Danach wurden ihnen die Vor- und Nachteile des Berufs erläutert und Fragen beantwortet. Anschliessend wechselten sie zur Rothen Garage, wo ihnen der Beruf Automobilassistent/in präsentiert wurde. Dort gab es ebenfalls eine Betriebsführung und Informationen zum Beruf. Anschliessend mussten sie anhand einer Vorlage einen dicken Draht in eine vorgegebene Form biegen. Fazit der beiden Siebtklässlerinnen: „Es war cool, uns haben beide Berufe sehr gut gefallen. Wir könnten uns vorstellen, diese Berufe schnuppern zu gehen. Die Zeit von einer Stunde war sehr knapp. Das nächste Mal sollte vielleicht eine längere Zeit pro Betrieb eingeplant werden.“

Laura und Leana waren beide für den Beruf Drogistin bei der Drogerie Studer. Sie durften sich dort ein eigenes Duschgel kreieren. Sie lernten die Produkte in der Drogerie kennen. Anschliessend haben sie einen Test gemacht, ob sie sich für den Beruf eignen würden. Laura besuchte anschliessend die Valiant Bank und durfte sogar bei der Besichtigung den Tresor anschauen. Nebst den Informationen zum Beruf wurde ihnen auch die Geldzählmaschine demonstriert. Leana war während dem zu Besuch bei der UBS. Auch sie wurde durch die Bank geführt. Es wurden ihr die Informationen auf den Geldnoten gezeigt und erklärt. Natürlich wurde ihr auch der Beruf erläutert. Fazit der beiden Schülerinnen: „Es war bei beiden Betrieben sehr interessant und spannend. Wir bedauern auch, dass es nicht länger ging.“

Leana‘s Mutter war vom Anlass positiv überrascht. Sie fand, dass die Erläuterungen auch für die Eltern in der Aula sehr informativ waren. In kurzer Zeit wurde über Vieles informiert und das Wesentliche übermittelt. Ebenfalls war es sehr interessant, wie aufgezeigt wurde, welche Möglichkeiten es für eine Lehrstelle in Münchenbuchsee gibt.

Auch aus den Reihen der Gewerbetreibenden war nur Positives zu hören. Janos Varga der AXA Winterthur Versicherung findet diesen Anlass eine gute Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, einen ersten Einblick in verschiedene Berufe zu gewinnen. 28 Jugendliche haben an diesem Nachmittag die Versicherung besucht. Mit einem Film und einer Powerpoint-Präsentation wurde ihnen die Firma vorgestellt sowie die alltäglichen Arbeiten erläutert. Ebenfalls erfuhren die Jugendlichen, was alles versichert werden kann. Noa Savinelli, der bei der AXA Winterthur seine KV-Lehre absolviert und kurz vor den Abschlussprüfungen steht, hat den Schülerinnen und Schülern das Berufsbild und dessen Möglichkeiten erklärt. Varga bedauert, dass die Schüler nicht mehr Fragen gestellt haben. Vielleicht sollte in der Schule vorgängig mit den Schülerinnen und Schüler geübt werden, dass sie sich getrauen, Fragen zu stellen.

Der Gewerbeverein KMU Münchenbuchsee kann auf einen erfolgreichen Anlass zurückblicken. Sowohl das Interesse am Mitwirken der einzelnen Betriebe wie auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Schule sind äussert positiv zu werten. Somit wird es auch im nächsten Jahr wohl wieder heissen: Gewerbe trifft Schule, frei nach dem Motto „Mi Lehr z’Buchsi fägt“.

Weitere Informationen zum Gewerbeverein unter www.buchsikmu.ch, gibb unter www.gibb.ch, und Lehrstellennachweis der Berufsberatung unter www.lena.ch oder www.yousty.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer
Die Schülerinnen Eliane und Leana sowie Leanas Mutter waren vom Projekttag begeistert.
Leven Gülen, Janos Varga und Noa Savinelli der AXA Winterthur finden es einen geeigneten Anlass zum Einblick in verschiedene Berufe.
03.04.2017

BZ-Artikel: Heiss auf Wärme

Im Zentrum soll ein grosser Wärmeverbund entstehen. Das Parlament hat das Projekt für die Abstimmung freigegeben.

Am 21. Mai entscheiden die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee in einer Urnenabstimmung über den Bau einer Schnitzelheizung im Dorfzentrum. Vorverträge mit Grossabnehmern liegen vor. 7,2 Millionen sollen investiert werden. Das Vorhaben war im Grossen Gemeinderat nahezu unbestritten. Einzig Arduino Lavina (SVP) stimmte dagegen. Für ihn ist es nicht Aufgabe der Gemeinde, einen Wärmeverbund zu gründen. Lavina erachtet das finanzielle Risiko als zu hoch, obwohl es sich um eine Spezialfinanzierung handelt, die keinen Einfluss auf den Steuerfuss hat. Auf diesen Punkt legte die grosse Mehrheit im Parlament Wert. Deshalb wurde die Abstimmungsbotschaft mit dem expliziten Zusatz ergänzt, dass das Projekt den Steuerhaushalt sicher nicht belastet.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
31.03.2017

BZ-Artikel: Das Hirzi wird fitgemacht

Das Parlament hat dem Kredit für die Sanierung des Sportzentrums Hirzenfeld zugestimmt, aber mit Nebengeräuschen.

Der Sanierung und Erweiterung des Sportzentrums Hirzenfeld steht nichts mehr im Weg. Einen Tag nach Zollikofen hat auch der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee einem Investitionskredit zugestimmt. Gemäss dem Verteilschlüssel muss sich Münchenbuchsee mit 1,9 Millionen Franken an den Gesamtkosten von 3,65 Millionen Franken beteiligen. Vorgesehen ist unter anderem, die Gebäudehülle und die sanitären Anlagen zu erneuern sowie die Küche zu modernisieren. Das Gebäude mit dem Restaurant soll aufgestockt werden, das Dach soll eine begehbare Terrasse erhalten. Das Zentrum darf aktuell nur noch mit Auflagen betrieben werden.

Die meisten Fraktionen stellten nicht infrage, dass das Hirzi saniert werden muss. Die nahen Freizeitanlagen seien ein Trumpf von Münchenbuchsee als Wohngemeinde, sagte André Quaile (SVP), hoffentlich noch für viele Generationen. Kritisiert wurde aber die schlechte Kommunikation im Vorfeld. Man werde vor vollendete Tatsachen gestellt, erklärte Bernd Meister (GFL). So war in der Botschaft nicht erwähnt, dass die Finanzkommission den Kredit in einer ersten Sitzung ablehnte. Die EVP hätte das Geschäft am liebsten zurückgewiesen, um nach Sparpotenzial zu suchen. «Aber wer kann gegen das Hirzi sein?», fügte Renate Löffel gleich an. Das Parlament nahm den Kredit mit 33 zu 3 Stimmen an. Einzig die FDP war dagegen, weil die Partei den Bau eines neuen Seminarraumes als nicht nötig erachtete.

Seit April 2011 ist der Trägerverein Hirzi für die Führung des Sportzentrums Hirzenfeld mit Schwimmbad und Eisbahn verantwortlich. Der Verein hat eine Leistungsvereinbarung mit den Gemeinden Münchenbuchsee und Zollikofen. Der jährliche Betriebsbeitrag beträgt maximal 550 000 Franken.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2017

BZ-Artikel: Sicherheit für Psychiatriepatienten

Patientenzimmer im Hotelstandard: Jenes Fenster, das geöffnet werden kann, ist mit einem Holzrost gesichert. (Bilder Iris Andermatt)

Die Privatklinik Wyss hat gestern ihr neues Patientengebäude eingeweiht. Damit können andere Gebäude saniert werden. Beim Bau des Lärchenhauses wurde der Suizidprävention grosse Beachtung geschenkt.


Nächste Woche wird in der Privatklinik Wyss in Münchenbuchsee gezügelt. Dann werden die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Clara-Haus ins Lärchenhaus ziehen. Das Clara-Haus muss saniert werden. Der Erweiterungsbau wurde gestern Abend eingeweiht. Rund 10 Millionen Franken hat die psychiatrische Klinik ins neue Patientengebäude investiert (siehe unten).

Wie beim benachbarten Birkenhaus ist auch beim Lärchenhaus die Fassade mit Holz verkleidet. Bei der Gestaltung des Innern wurde grosser Wert auf warme, erdige Farbe sowie helle und offene Räume gelegt, sagt Christian Imboden, seit Anfang März neuer ärztlicher Direktor der Klinik. Durch grosse Fenster dringt viel Tageslicht ins Gebäude. Die Korridore sind breit und in hellem Juragestein gehalten. So solle kein Gefühl von Enge aufkommen wie in Kliniken, die sich in alten historischen Gebäuden befänden, ergänzt der ärztliche Direktor.

Im Erdgeschoss ist ein Fitnessraum mit mehreren Geräten eingerichtet. «Sport treiben ist ein wichtiger Punkt im Therapieprogramm», sagt Imboden. Es sei nachgewiesen, dass Sport einen therapeutischen und präventiven Effekt bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen habe. Im Erdgeschoss sind die Therapieräume, ein Untersuchungsraum und die technischen Anlagen untergebracht.

Grosse Suizidprävention

Im Lärchenhaus befinden sich insgesamt 25 Patientenzimmer, alles Einzelzimmer im Hotelstandard. Zwei Zimmer sind als «Suiten» konzipiert, zwei miteinander verbundene Räume. Auf jeder der drei Etagen hat es einen Aufenthaltsraum. Das Gebäude ist leicht in den Nordhang eingebettet, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnquartieren. «Die Klinik ist im Dorf eingebunden», betont Imboden eine der Besonderheiten.

Eine grosse Herausforderung bei der Planung des Lärchenhauses war die Sicherheit und der Schutz der Patientinnen und Patienten, erklärt Christian Imboden. Wie kann in einer stationären psychiatrischen Klinik die Suizidprävention optimal umgesetzt werden? Dabei galt es viele Details zu beachten. Keine herausstehenden Griffe an Schranktüren, Handtuchhalter, die nur wenig Gewicht aushalten, oder Duschkabinen aus Sicherheitsglas. Vor jedem Fenster, das sich öffnen lässt, befindet sich ein Holzrost, die Aussicht auf der grosszügigen Dachterrasse kann nur durch Sicherheitsglas genossen werden.

Viele mit Depressionen

Die Privatklinik Wyss bietet in Münchenbuchsee neunzig Plätze im stationären Bereich an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt rund sechs Wochen. Die am häufigsten behandelten Probleme sind Depressionen (rund zwei Drittel) inklusive Burn-outs oder Angstzuständen. Im letzten Jahr waren etwa zwei Drittel der Behandelten Frauen. Die Zahl der Fälle habe grundsätzlich in den letzten Jahren nur leicht zugenommen, sagt Christian Imboden. Aber die einzelnen Fälle seien häufig komplexer geworden, mit verschiedenen Problemfeldern gleichzeitig.

Neben der stationären Abteilung bietet die Privatklinik Wyss auch Plätze in der Tagesklinik und ambulante Behandlungen an. 2016 wurden rund 1060 Patientinen und Patienten ambulant behandelt, weitere gut 90 Personen besuchten die Tagesklinik. Drei Viertel der Patientinnen und Patienten stammen aus dem Kanton Bern.

Listenspital

Die Privatklinik Wyss ist – trotz ihres Namens – ein Listenspital des Kantons Bern und nimmt auch Grundversicherte auf. Privat- und Halbprivatversicherte können allerdings von mehr Komfort profitieren, zum Beispiel von den «Suiten» im Lärchenhaus.

177 JAHRE ALT

Die Klinik Wyss ist die älteste psychiatrische Privatklinik der Schweiz. 1845 gründete der Arzt Johann Caspar Straub ein «Asyl für Gemütskranke». Gemeinsam mit seiner Frau, der Hebamme Anna Straub-Reber, beherbergte er in familiärer Atmosphäre einige Geisteskranke in seinem Wohnhaus. Straubs Therapie setzte auf eine behutsame Anregung der Aufnahmefähigkeit und Willenstätigkeit der Kranken und schloss alle Repressionsmassnahmen aus.

Nach Johann Caspar Straubs Tod 1855 führte seine Frau Anna die Klinik die nächsten dreissig Jahre erfolgreich allein weiter. Sie überlebte alle ihre fünf Kinder und vererbte die Klinik an ihre Nichte Katharina Wyss-Reber. Bis heute ist die Klinik im Besitz der Familie Wyss, mittlerweile in sechster Generation.

In den Neunzigerjahren begann ein langfristig angelegtes Renovationsprogramm. Den Patientinnen und Patienten steht heute ein breites Behandlungsangebot in neuesten Infrastrukturen zur Verfügung. Neben der Klinik in Münchenbuchsee wird in Bern und Biel ein Ambulatorium betrieben.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
Das Lärchenhaus, das neue Patientengebäude der Privatklinik Wyss. (Bild: Iris Andermatt)
Chefarzt Christian Imboden beim Eingangsbereich (Bild: Iris Andermatt)
27.03.2017

BZ-Artikel: So könnte es damals gewesen sein

Marthas Gäste und ihre Geschichten: Im Spiegel der weitläufigen Verwandtschaft entsteht ein Panorama des Berner Landlebens. (Bild: zvg)

In ihrem Roman «Marthas Gäste» erzählt Stef Stauffer aus Münchenbuchsee von ihrer weitläufigen Verwandtschaft. Gestützt auf Dokumente, Erinnerungen und ihre Einfühlungsgabe fügt sie farbige Geschichten zu einem stimmigen Zeitbild.


«Unser Haus war immer voll. Da kamen die Verwandten und Bekannten, die Freundinnen von mir. Und essen wollten sie auch. So hat das Marthi für alle gekocht. Hat daneben auch den Garten gemacht und die Tiere und eben dafür gesorgt, dass niemand Hunger haben musste. Hat einfach immer alles gemacht.»

Die gegen Achtzigjährige im Altersheim, die im Roman «Marthas Gäste» über sich redet, vergisst zwar zunehmend alles, an früher erinnert sie sich aber genau: Nicht nur an ihr eigenes Leben und das ihrer Eltern, auch an vieles, was den zehn Geschwistern ihres Ehemannes und deren Familien geschah. Denn im kleinen Haus in Münchenbuchsee, wo sie mit ihrem Mann, dessen Bruder, den drei Töchtern samt ihrem Vater und der Schwiegermutter gelebt hat, waren sie alle häufig zu Gast.

Aus Dokumenten

Martha war die Grossmutter der Autorin. Doch woher kommen all die Geschichten von Liebe und Heirat, Geburt, Krankheit und Tod, Berufswahl, Hausbau, Geldsorgen, Töff- und Autofahrten, Erfolg oder Enttäuschung und vor allem Arbeit, Arbeit, Arbeit? «Ich habe sie erfunden», sagt Stef Stauffer, 1965 geboren und in Münchenbuchsee aufgewachsen, wie schon ihre Eltern und ihre Grosseltern. Aber nicht einfach geflunkert: Als ihr Buch «Bis das Ross im Himmel ist» (2014) über die Jugenderinnerungen ihres Vaters erschienen war, habe ihr die Mutter gesagt: «Von meiner Seite hätte es auch etwas!» Und ihr drei dicke Ordner übergeben mit Briefen, Fotos und allerlei Dokumenten wie Verträgen oder Schuldscheinen.

An ihre Lieblingsgrossmutter Martha, an deren Garten, Kaninchen und gute Küche, später auch an ihren Altersabbau, bewahrt sie eigene farbige Erinnerungen. Die in markanten Episoden angedeuteten Lebensgeschichten ihrer Verwandtschaft, vor allem von Grossvaters Seite, dagegen hat sie rekonstruiert: erstaunlich stimmig, wie nicht nur die Zuständigen, sondern wohl alle Zeitgenossen bestätigen können.

Schweizer Sozialgeschichte

Gespiegelt wird so ein Jahrhundert mittelständischer Sozialgeschichte der Schweiz, was anregt zu nachdenklichem Vergleich: So viel hat sich in so kurzer Zeit so stark verändert! Zugleich sind diese skizzierten Biografien so typisch schweizerisch: Alle Männer lernen einen Beruf und bringen es zu einigem Wohlstand. Die Frauen arbeiten nicht weniger, jedoch zu Hause, und ordnen sich unter – ausser der einen emanzipierten, die nach dem Tod ihres Liebsten lange ledig bleibt und als Damenschneiderin über eigenes Geld verfügt. Und all das geschieht verschont von der Weltgeschichte: Die beiden Weltkriege werden kaum erwähnt.

«Das war nie ein Thema», erklärt Stef Stauffer, «und auch über Politik wurde nicht diskutiert. Man lebte bezogen auf das Nächstliegende.» Was hat sie zu ihrem Buch animiert? «Da waren so viele Geschichten, die das Leben schrieb und die sonst vergessen gingen!»

Dass sie aus der Sicht der Betroffenen in ihrer je eigenen Sprache erzählt werden, macht sie glaubhaft lebendig. «Es war mir beim Schreiben, als ob meine Grossmutter neben mir sitzen würde», sagt die jetzt in Zürich und im Tessin lebende Autorin. Mit spürbarer Zuneigung fühlt sie sich ein in die Porträtierten, zeigt auch Verständnis für den autoritären Grossvater.

Zu hoffen bleibt, dass eine nächste Ausgabe ergänzt wird mit einer Personentafel: Man verirrt sich bei der Lektüre in den verwandtschaftlichen Beziehungen. Aber das kurzweilige Buch will auch gar nicht als Sippengeschichte gelesen werden, sondern als lokal verankertes, packendes Zeitbild.

Stef Stauffer: «Marthas Gäste». Roman. Zytglogge-Verlag, 206 S.

Ein Artikel aus der
Marie-Louise Zimmermann, Berner Zeitung BZ)
Stef Stauffer, (52) Autorin. (Bild: zvg)
20.03.2017

Bund-Artikel: Das Hirzenfeld braucht eine Investitionsspritze

Das Dach des Restaurants soll eine Terrasse erhalten. (Foto: Franziska Rothenbühler)

Münchenbuchsee und Zollikofen wollen das 35-jährige Sportzentrum Hirzenfeld für 3,65 Millionen Franken erneuern.


Seit April 2011 führen Münchenbuchsee und Zollikofen das Sportzentrum Hirzenfeld mit Eisbahn und Schwimmbad gemeinsam. Dazu gründeten die beiden Nachbargemeinden den Trägerverein Hirzi, der die Bereitstellung eines «attraktiven Freizeit- und Bewegungsangebots» zum Zweck hat – nachdem die Stimmberechtigten dem gemeinsamen Betrieb des Sportzentrums 2009 mit grosser Mehrheit zugestimmt hatten. Die zwei Gemeinden lassen sich das Hirzi, wie es von seinen Benutzerinnen und Benutzern liebevoll genannt wird, jährlich rund 550 000 Franken kosten. Die Anlage liegt auf dem Boden der Gemeinde Münchenbuchsee.

Doch nicht nur der Betrieb kostet, es braucht in den nächsten Jahren auch Investitionen. «Wenn wir das Hirzenfeld erhalten wollen, müssen wir in den nächsten Jahren investieren», sagt Manfred Waibel (SVP), Gemeindepräsident von Münchenbuchsee. In verschiedenen Bereichen besteht Sanierungsbedarf, so soll die Gebäudehülle des Garderobentrakts, der zum grössten Teil aus dem Baujahr 1981 stammt, erneuert werden. Ebenfalls renoviert wird das Restaurantgebäude. Die gesamten Kosten belaufen sich auf 3,65 Millionen Franken. «Es handelt sich nicht um Wunschbedarf», sagt Andreas Luginbühl, Präsident des Trägervereins und Gemeinderat (SVP) in Münchenbuchsee. Im Gastrobereich müssten die Auflagen des Lebensmittelgesetzes eingehalten werden. «Geplant ist eine zeitgemässe Küche mit neuen Geräten», sagt Luginbühl. So könnten die hygienischen Anforderungen erfüllt und die Effizienz gesteigert werden.

Energieverbrauch soll sinken

Beim Garderobentrakt wird der Dachbereich mit der Shedkonstruktion isoliert und neu eingedeckt. «Als Grossenergieverbraucher sind wir gehalten, den Verbrauch zu senken», sagt Luginbühl. Ziel ist es, den jährlichen Verbrauch auf unter 500 000 Kilowattstunden pro Jahr zu senken, derzeit sind es rund 609 000 Kilowattstunden. Noch 2012, vor dem Ersatz der Wärmeerzeugung und der sanitären Anlagen, verbrauchte das Hirzi sogar mehr als eine Million Kilowattstunden pro Jahr.

Das Gebäude, in dem sich das Restaurant befindet, soll aufgestockt werden. Das Dach wird durch eine begehbare Terrasse ersetzt, hinzu kommen ein Büroraum sowie ein Sitzungszimmer. Mit Schulungen und Tagungen soll die Auslastung erhöht werden.

Die Kosten von 3,65 Millionen Franken werden nach dem bestehenden Finanzierungsschlüssel zwischen Münchenbuchsee und Zollikofen aufgeteilt. Münchenbuchsee soll 1,91 Millionen Franken beisteuern, Zollikofen 1,74 Millionen Franken. Der Berechnung des Schlüssels liegen die Bevölkerungszahlen sowie die Besucherzahlen der Gemeinden zugrunde. Ein Sportzentrum mit Schwimmbad und Eisbahn sei «kostenintensiv», sagt Mirjam Veglio (SP), Vize-Gemeindepräsidentin von Zollikofen. «Nicht nur was den Betrieb, sondern auch was die Investitionen betrifft.» Das Angebot finde bei der Bevölkerung Anklang und sei gut verankert. «Im Sommer machen viele Familien mit Kindern Hirzi-Ferien», sagt Veglio.

Weitere Investitionen geplant

Das Geschäft wird im Grossen Gemeinderat von Zollikofen am 29. März und in Münchenbuchsee am 30. März 2017 behandelt. Weitere Etappen der Sanierung sind für einen späteren Zeitpunkt geplant: die Erneuerung des Schwimmbads mit geschätzten Kosten von 2,4 Millionen Franken für 2020 und die Überdachung der Eisbahn für die Zeit nach 2022. Dafür sind im Investitionsplan 2 Millionen Franken vorgesehen.
Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
13.03.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Der Botschafter für Biodiversität im Siedlungsgebiet

Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung hat eine Nistkasten-Aktion für die Wasseramsel, den Vogel des Jahres 2017, lanciert. Foto: Erich Lang

BirdLife Schweiz hat die Wasseramsel zum Vogel des Jahres 2017 ernannt und zwar aus dem Grund, weil dieser Singvogel ein perfekter Botschafter für mehr naturnahe Gewässer auch im Siedlungsraum ist. Er passt zur aktuellen Kampagne von BirdLife Schweiz zum Thema „Biodiversität im Siedlungsraum“, welche dieses Jahr als Schwerpunkt die Gewässer beinhaltet.


Vogel des Jahres 2017: Die Wasseramsel

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann, sich aber auch getraut durch einen Wasserfall zu fliegen. Unverhofft stürzt er sich ins Wasser und taucht unter. Bis zu 15 Sekunden kann der Vogel unter Wasser bleiben. Der rund 18 cm grosse braune Vogel mit seinem weissen Latz ist bestens für seinen Lebensraum an Fliessgewässern ausgerüstet. Sein Gefieder aus pelzartigen, kurzen Dunenfedern ist extrem wasserdicht. Damit dem so ist, streicht die Wasseramsel ihr Federkleid mit dem Sekret ihrer Bürzeldrüse ein, die bei ihr viel ausgeprägter ist als bei anderen Singvögeln. Beim Tauchen werden Nase und Ohren mit einer schützenden Haut umschlossen. Die Augen sind so geschaffen, dass sie sowohl über als auch unter Wasser scharf sieht. Dank ihren kräftigen Beinen und Krallen kann sie sich auch bei starker Strömung am Grund festhalten. Die Wasseramsel hat keine Schwimmhäute. Sie bewegt sich im Wasser mit ihren Beinen und Flügeln fort. Ihre Flügel sind relativ kurz, muskulös und abgerundet, damit sie sie sowohl in der Luft wie auch im Wasser einsetzen kann. In geeigneten Gewässern kann sie mit ihren Flügeln und passender Gegenströmung bis in 1.5 m Tiefe tauchen. Sie hat weniger Luft in den Knochen als andere Singvögel, um besser abtauchen zu können. Sie ernährt sich von wasserlebenden Insektenlarven wie Köcherfliegen- und Steinlarven.

Die Wasseramseln leben an fliessenden und unverbauten Bächen und Flüssen mit Abschnitten, wo sie nicht gestört werden, vom Mittelland bis in die Alpen auf 2‘500 m.ü.M. Das Wasser der Fliessgewässer muss sauber und rein an Sauerstoff sein, damit sich eine ausreichende Kleintier-Fauna entwickeln kann, wovon sich die Wasseramsel ernährt. Im Winter, wenn Bäche und Flüsse zugefroren sind, ist dieser Vogel manchmal auch an den Seeufern anzutreffen.

Während der Brutzeit bevorzugt er als Brutplatz Abschnitte, die möglichst nicht gestört werden. Sie bauen in Mauernischen, hinter einem Wasserfall oder unter einer Brücke kugelige Nester aus Moos in der Grösse eines Fussballs mit einem seitlichen Eingang. Bereits im Februar beginnt für diese Vogelart die Balzzeit. Die beiden Partner umtanzen sich mit lautem Gesang. Schon anfangs März legt das Weibchen 5 bis 6 Eier. Die Jungen schlüpfen nach 16 Tagen. Im Nest werden sie von den Eltern weitere 24 Tage versorgt. Ebenfalls werden sie nach dem Ausfliegen noch zirka 2 Wochen betreut. Danach suchen sie sich ihr eigenes Revier.

Wasseramseln sind sehr standorttreu. Haben sie ihr Revier an einem geeigneten zirka 500 Meter langen Bach- oder Flussabschnitt gefunden, verbringen sie mehrere Jahre oder sogar ihr restliches Leben dort.

Nistkasten-Aktion des Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung

Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) hat über 140 Mitglieder und ist seit mehr als 30 Jahren im Natur- und Vogelschutz in Münchenbuchsee und in der Umgebung aktiv. Heckenpflanzungen und -pflege, Biotop-Betreuung, Amphibienrettung, Neophytenbekämpfung, öffentliche Vorträge und Exkursionen mit Schwerpunkt naturkundlicher Art, Nistkastenbau deren Montage und Betreuung für diverse Vogelarten und Anlässe mit Jugendlichen gehören zu den Hauptaktivitäten des Vereins. Der NVM ist Mitglied des Berner Vogelschutzes (BVS) und des BirdLife Schweiz sowie weiteren Organisationen. Der Verein hilft mit, wertvolle und konkrete Massnahmen zur Biodiversitätsförderung, die insbesondere von BirdLife mit hoher Fachkompetenz initiiert werden, zielgerichtet umzusetzen und zu fördern.

Im Hinblick, dass die Wasseramsel als der Vogel des Jahres 2017 erkoren wurde, wollte der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) auch ein Zeichen setzen und hat die Aktion zur Erstellung und Montage von speziellen Nistkästen für die Wasseramsel lanciert, mit dem Ziel, weitere Nistmöglichkeiten zu schaffen und so zur Weiterentwicklung der Population beizutragen.

Verschiedene Mitglieder haben sich spontan bereit erklärt, bei dieser Aktion mitzuhelfen. Nach vorgängiger Abklärung möglicher Standorte zum Aufhängen der Nistkästen wurden sie beim Chräbsbach in Zollikofen, wo die Wasseramsel bereits heimisch ist, beim Wolibach in Bangerten sowie auch beim renaturierten Mühlebach im Golfpark Moossee montiert. Sie wurden jeweils mit einer speziellen Schraubenkonstruktion unter den Brücken befestigt.

Der Golfpark unterstützt diese Aktion, um so einen weiteren Beitrag zur Naturnähe auf dem artenreichen Gebiet zu leisten. Es wird versucht, dass die Wasseramsel an diesem Standort ein neues Revier bezieht und heimisch wird. Gleichzeitig werden zur Förderung der Naturvielfalt Kopfweiden gepflanzt, welche mit ihrem weichen Holz und der löchrigen Substanz vielen Insekten, Schmetterlingen oder auch Fledermäusen Nahrung und Unterschlupf bieten.

Ziel der aktuellen BirdLife-Kampagne ist es, gemeinsam mehr Natur in die Dörfer und Städte zu bringen, wovon sowohl die Fauna und Flora sowie wir Menschen profitieren können. Hoffen wir, dass die Wasseramsel als Botschafterin und Vogel des Jahres 2017 ihren Beitrag zur Biodiversität im Siedlungsraum leisten wird.

Weitere Informationen über die Aktivitäten des Vereins Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung (NVM) oder BirdLife Schweiz finden Sie unter www.nvm-buchsi.ch und www.birdlife.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Quellen: BirdLife Schweiz und Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung
Fotos: Michael Gerber, Erich Lang
Ein Nistkasten wurde unter der Brücke des Mühlebachs im Golfpark montiert. Foto: Erich Lang
Der Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee und Umgebung hat eine Nistkasten-Aktion für die Wasseramsel, den Vogel des Jahres 2017, lanciert. Foto: Erich Lang
Die braune Wasseramsel mit dem weissen Latz ist der einzige Singvogel, der schwimmen und tauchen kann. Foto: Michael Gerber
13.03.2017

BZ-Artikel: Münchenbuchsee setzt auf Holzenergie

Münchenbuchsee plant im Zentrum einen Wärmeverbund. Das Projekt ist auf 7,2 Millionen veranschlagt. ­Ende Monat entscheidet das Parlament, im Mai das ­Stimmvolk.

Münchenbuchsee ist seit dreizehn Jahren zertifizierte Energiestadt und betreibt eine nachhaltige Energiepolitik. In diesen Rahmen passt ein Grossprojekt, über das in den nächsten Wochen Parlament und Stimmberechtigte befinden werden. Mehrere grosse Gebäude sollen an einen neuen Wärmeverbund im Zentrum angeschlossen werden.

Die neue Heizzentrale wird die Energie aus der Verbrennung von Holzschnitzeln gewinnen. Vorbild für den Wärmeverbund im Dorfzentrum ist jener im Riedli. Dieser wurde in den letzten zwei Jahren erfolgreich erweitert. Der jährliche Holzschnitzelverbrauch entspricht rund 240'000 Litern Heizöl. Der Betrieb ist gemäss Unterlagen stabil und wirtschaftlich.

Ein einziger Verbund

Im Dorfzentrum befinden sich verschiedene Bauprojekte in der Planung: die Überbauung Strahm­matte, die Erweiterung des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache sowie ein multifunktionales Gebäude beim Schulhaus Paul Klee. Zudem werden drei Schulanlagen noch mit fossiler oder elektrischer Energie geheizt. Interesse an einem Anschluss zeigt die Privatklinik Wyss. Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass ein einziger Verbund für alle Grosskunden die wirtschaftlichste Variante ist. Dazu soll eine Heizzentrale am Schöneggweg in der Nähe der Strahmmatte gebaut werden. Die Zentrale und die Leitungen werden so ausgelegt, dass weitere Liegenschaften ans Netz angeschlossen werden können.

Inzwischen liegen genügend Vorverträge mit Abnehmern vor, sodass der Wärmeverbund gestartet werden kann. Die Kosten für Zentrale und Leitungsnetz betragen gemäss Kostenvoranschlag 7,2 Millionen Franken, es wird mit Subventionen in Höhe von 1,35 Millionen gerechnet. Die Mittel kommen nicht aus dem Steuerhaushalt, sondern aus einer Spezialfinanzierung. Deren Aufwand muss durch Gebührenerträge gedeckt werden. Der Grosse Gemeinderat wird das Projekt an seiner Sitzung vom 30. März beraten und die Botschaft für die Urnenabstimmung vom 21. Mai verabschieden. Der Terminplan sieht vor, in rund einem Jahr mit dem Bau zu beginnen, sodass ab der Heizsaison 2018/2019 Wärme geliefert werden kann.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
03.03.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung zur ZPP Nr. 18 (UeO Egg)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Artikel 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Artikel 122 Absatz 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Angepasst und ergänzt werden die Überbauungsvorschriften, so dass insbesondere bewohnte und unbewohnte An- und Nebenbauten ausserhalb der im ursprünglichen Überbauungsplan ausgeschiedenen Baufelder klar geregelt sind. Dies ist nötig, da der Perimeter der Überbauungsordnung für die ZPP Nr. 18 "Egg" zum Zeitpunkt des seinerzeitigen Erlasses ein einziges Grundstück umfasste, während heute der gesamte Planungsperimeter abparzelliert ist. Daher fehlen Bestimmungen für die Nutzung der Flächen ausserhalb der Baufelder.

Die Vorgaben der ZPP-Vorschriften in Art. 76 f GBR werden mit der Änderung weiterhin eingehalten. Insbesondere bleiben Art und Mass der Nutzung unverändert.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 3. März bis am 3. April 2017, auf der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, während der Schalteröffnungszeiten, öffentlich auf.

Innerhalb der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung zu Handen des Gemeinderates schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Gegen den Beschluss des Gemeinderates vom 27.02.2017, die Änderung im Verfahren der geringfügigen Änderung von Nutzungsplänen vorzunehmen, kann innert 30 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Postgasse 25, 3071 Ostermundigen, erhoben werden.

02.03.2017

BZ-Artikel: Sportzentrum Hirzi soll saniert werden

Ende Monat entscheiden die Parlamente in Zollikofen und Münchenbuchsee über die Sanierung des Hirzenfelds. Diese soll 3,65 Millionen Franken kosten.

Das Sportzentrum Hirzenfeld an der Gemeindegrenze von Münchenbuchsee und Zollikofen ist in die Jahre gekommen. Die mittlerweile 35-jährige Anlage mit Schwimmbad im Sommer und Eisbahn im Winter muss saniert werden. So stammt die Gebäudehülle grösstenteils aus dem Baujahr 1981. Sie ist teilweise defekt und in schlechtem Zustand.

Ende Monat befassen sich die Gemeindeparlamente von Zollikofen und Münchenbuchsee mit den Krediten für die Sanierung. Die beiden Gemeinden haben mit dem Trägerverein einen Leistungsvertrag. Gemäss dem Finanzierungsschlüssel muss Münchenbuchsee 1,91 Millionen Franken an die Sanierung bezahlen, Zollikofen 1,74 Millionen.

Ein Aufbau aus Holz

Vorgesehen ist, das Dach neu zu decken und zu isolieren. Auf dem Quertrakt erfolgt ein Holzaufbau auf das Flachdach. In diesen sollen ein Seminarraum und Büroräume verlegt werden. Das Dach über dem Restaurant wird zurückgebaut und durch eine Terrasse ersetzt, die zu zwei Dritteln gedeckt ist.

Sanierungen sind auch im Gastrobereich vorgesehen. Eine Küche mit neuen Geräten solle dem Personal ermöglichen, effizient zu produzieren und zu arbeiten, heisst es in der Mitteilung. Angepasst werden Elektroinstallationen, Lüftung sowie sanitäre Anlagen.

Ein Artikel aus der
(pd/hus, Berner Zeitung BZ)
28.02.2017

Fasnacht in Münchenbuchsee: Verkehrsmassnahmen

Am Sonntag, 12. März 2017, findet der Fasnachtsumzug statt. Der Umzug verläuft von 14 bis etwa 17 Uhr über die Fellenbergstrasse, Oberdorfstrasse, Höheweg, Schmiedegasse, Fellenbergstrasse, Oberdorfstrasse bis zum oberen Schulhausplatz Paul Klee. 

Aus Sicherheitsgründen ist daher in dieser Zeit die Oberdorfstrasse Abschnitt Bernstrasse bis Schöneggweg für jeglichen Verkehr gesperrt. Verkehrsumleitungen vom Dorfzentrum zum Oberdorf verkehren via Löwenstrasse, Sonnenweg und Quellenweg. In umgekehrter Richtung ist eine Umleitung via Radiostrasse, Sportzentrum und Zollikofen signalisiert.

Der RBS-Bus verkehrt von 14 bis 16 Uhr nur noch bis und ab der Haltestelle Kirche.

Wir bitten Sie, die Signalisationen und die Weisungen des Verkehrspersonals unbedingt zu beachten. Für das Verständnis danken wir Ihnen bestens und freuen uns auf Ihren Besuch.
24.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Golfer Wintertraining

Was machen die Golfer im Winter, wenn der Golfplatz mit Schnee bedeckt ist? Einige stellen ihre Golfschläger in die Ecke und warten auf den Frühling oder gehen ins Fitnessstudio. Andere besuchen das Golfer Wintertraining des Konditionstrainers Oliver Riedwyl in Münchenbuchsee.

Oliver Riedwyl ist ebenfalls leidenschaftlicher Golfer. Bei vielen seiner Golfkolleginnen und Golfkollegen bestand das Bedürfnis auf ein speziell auf Golf adaptiertes Wintertraining. Da ein Training in dieser Form noch nicht existierte, hat Oliver Riedwyl mit seinem Know-how kurzerhand vor einem Jahr ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Als diplomierter Konditionstrainier entwickelte er ein fundiertes Training mit Übungen, die speziell auf den Golfsport ausgerichtet sind. Es fand grossen Anklang bei den Golfern, so dass er es diesen Winter bereits zum zweiten Mal durchführt. Letztes Jahr wurde das Training noch im Golfpark Moossee abgehalten. Dieses Jahr hat das Fitnessstudio Vital in Münchenbuchsee einen Raum für das Training zur Verfügung gestellt. 

Von Mitte November bis Mitte März wird hart und intensiv trainiert, um ein physisches Fundament zu legen und in der kommenden Saison richtig durchstarten zu können. Waren es im ersten Jahr noch 11 Trainingseinheiten, sind es dieses Jahr bereits deren 16. Von Jung bis Alt, Frau und Mann, die golfen, können an diesem speziellen Training mitmachen. Die Trainingsübungen sollen die Stabilität, Koordination, Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft verbessern. Sie dienen aber auch der Verletzungsprävention. Da ein Golfer gegen die Schwerkraft spielt, wird mit dem Eigengewicht auf instabilen Unterlagen trainiert. Zirka 180 Muskeln werden beim Golfspielen gleichzeitig beansprucht, dies verlangt eine hohe Konzentration, Stabilität und Koordination. Deshalb wird beim Training die ganze Körpermuskulatur angesteuert und Bewegungsmuster dieser Sportart trainiert.  Anfangs werden einfache Übungen, die auf der Bewegungslehre basieren, geübt. Von Training zu Training wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, die Übungen werden immer komplexer und die Bewegungsformen golfspezifischer. Vor allem Schulter, Rumpf, Gesäss und Rücken werden stabilisiert und gekräftigt. Bei jeder Übung werden mehrere Muskelgruppen aktiviert. Trainiert wird mit Theraband, verschiedenen Bällen, Bändern sowie natürlich mit dem Golfschläger und dem Sypoba, Letzteres ist ein Brett auf einer Rolle, welches vor allem für das Stabilitätstraining eingesetzt wird. Oli zeigt den Teilnehmenden Übungsformen, die sie auch zuhause trainieren können, und stellt das nötige Material dafür zur Verfügung.

Das stündige Training beinhaltet drei Teile. Es startet mit dem Warm-up, wo kognitive und koordinative Mobilitätsformen trainiert werden. Der Hauptteil beinhaltet Übungen in Zweiergruppen oder verschiedene Stationen mit drei Durchgängen von je 30 Sekunden intensiver Belastung und 30 Sekunden Pause, bevor es zur nächsten Station geht. Der letzte Teil, der das Training ausklingen lässt,  ist schliesslich das Cool-down mit Stretching der im Training beanspruchten Körperteile.

Doch nebst intensivem Training sollen auch der Spass und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. So wird während den Trainings jeweils auch viel gewitzelt und gelacht, bevor sich alle wieder intensiv und konzentriert der nächsten Übung widmen. Im Anschluss ans Training wird an der Bar gemeinsam etwas getrunken und geplaudert. „Ich versuche, jeden dorthin zu führen, wo er sich selbst nicht traut“, erklärt Trainier Oli. „Mit der richtigen Einstellung im Kopf, schafft es auch der Körper. Es braucht nur Mut und Motivation, sich etwas zuzutrauen. Qualität geht vor Quantität. Wenn ich den Eifer, die Leidenschaft und die Fortschritte jedes Einzelnen sehe, gibt dies mir den Ansporn weiterzumachen. Auch der Spass an der Sache, liegt mir sehr am Herzen.“

Das Echo der teilnehmenden Golferinnen und Golfer ist dementsprechend äusserst positiv. Alle sind begeistert und sich einig, dass das genau das Training sei, welches sie für den Winter schon lange gesucht hätten. Auf die Frage, warum sie nicht ein normales Fitnessstudio besuchen, antworten sie, dass ein Fitnesstraining viel zu einseitig sei, jedoch dieses Training hier einzigartig und auf den Golfsport ausgerichtet sei. Jede Übung habe etwas mit Golf zu tun. Stabilität und Koordination haben sich bei allen Teilnehmenden enorm verbessert. „Letztes Jahr war meine beste Saison. Ich habe noch nie so gut Golf gespielt“, meint Brigitte Zafra aus Burgdorf, die bereits schon letztes Jahr am Pilotprojekt dabei war. Dieser Meinung ist auch eine weitere Teilnehmerin, die das Training bereits den zweiten Winter hindurch besucht und auf die letzte Saison ebenfalls mit grossem Erfolg zurückblicken kann. „Anfangs war es sehr wackelig auf dem Sypoba zu stehen, doch von Training zu Training ging es immer besser. Ich habe viel an Stabilität gewonnen“, teilt Nadja aus Koppigen mit. „Zu Beginn hatte ich auch Probleme mit der Koordination bei der Übung mit den Tennisbällen. Doch am letzten Training habe ich es jetzt schon ein paar Mal geschafft.“ Dani aus Bümpliz sagt, dass es Spass macht, wenn man die eigenen Fortschritte sieht. Viele Teilnehmende sind vom Training überzeugt, weil der Trainer wisse, wovon er spreche. Da er selber Golf spiele, bringe er das nötige Know-how für die richtigen Übungen mit. Alle finden, dass der Trainingsablauf sehr abwechslungsreich und vielfältig sei. Sie geniessen es, trotz intensivem Üben zwischendurch auch mal zu lachen. Sie schätzen es, im Winter regelmässig und effizient trainieren zu können, um später draussen während der Golfsaison davon zu profitieren. Ebenfalls freuen sich die Teilnehmenden, sich auch während der Winterzeit zu sehen und den Kontakt und die Geselligkeit untereinander zu pflegen.

Die teilnehmenden Golferinnen und Golfer sind glücklich und begeistert, endlich während der Winterzeit dieses einzigartige Training absolvieren zu können. Sie haben nicht nur an Stabilität, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination gewonnen, sie fühlen sich auch vitaler und haben zum Teil ebenfalls an Gewicht verloren. Sie sind sich einig, dass Oli das Training sehr gut mache und sehr motivierend sei; man merke, dass er ein Profi sei. Es mache Spass bei so guter Atmosphäre zusammen zu trainieren. Nun steht einer hoffentlich erfolgreichen Golfsaison nichts mehr im Weg.

Alle, die sich für dieses spezielle Golfer Wintertraining interessieren, können sich unter contact@orsport.ch bei Oliver Riedwyl informieren.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Oliver Riedwyl und Karin Balmer
Während der Winterzeit wird in Münchenbuchsee ein einzigartiges Golfer Wintertraining angeboten.
Auf instabilen Unterlagen werden golfspezifische Übungen trainiert.
Auf dem Sypoba werden Gleichgewicht und Koordination geübt.




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10.02.2017

Publikation: Geringfügige Änderung der Überbauungsordnung Oberdorf "Nord" (Hofmatt)

Der Gemeinderat bringt gestützt auf Artikel 60 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG) und Artikel 122 Absatz 7 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV) die vorerwähnte Änderung zur öffentlichen Auflage.

Die maximal zulässige oberirdische Geschossfläche im Gesamtperimeter soll so angepasst werden, dass ein Ausbau des Bauernhauses innerhalb des bestehenden Volumens möglich ist. Das Gesamtmass der Nutzung wird nicht verändert.

Die Akten liegen während 30 Tagen, vom 10.02. bis 13.03.2017, auf der Bauabteilung, Bernstrasse 12, 3053 Münchenbuchsee, während der Schalteröffnungszeiten, öffentlich auf. Innerhalb der Auflagefrist kann gegen die geplante Änderung bei der Bauabteilung zu Handen des Gemeinderates schriftlich und begründet Einsprache und Rechtsverwahrung eingereicht werden.

Gegen den Beschluss des Gemeinderates vom 30.01.2017, die Änderung im Verfahren der geringfügigen Änderung von Nutzungsplänen vorzunehmen, kann innert 30 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Postgasse 25, 3071 Ostermundigen, erhoben werden.
08.02.2017

BZ-Artikel: Die Ferieninsel ist bei den Familien durchgefallen

Patrick Imhof (SP) bedauert das Ende der Ferieninsel. (Bild zvg)

Die Ferienbetreuung für Kinder wird wieder eingestellt. Das Interesse in der Pilotphase war zu klein. Mögliche Gründe: der hohe Preis und die fehlende Durchführungsgarantie. Auch in Zollikofen steht das Angebot auf der Kippe. Aber immer mehr Gemeinden setzen auf eine Ferienbetreuung.


«Abgesagt.» Wer auf der Website der Gemeinde Münchenbuchsee den Suchbegriff Ferieninsel eingibt, erhält zehn Beiträge. Neben allgemeinen Infos geht es bei deren zwei um die Absage der Ferieninsel, weil die Mindestzahl an Anmeldungen nicht erreicht worden war. Jetzt ist die Ferieninsel endgültig versenkt worden. Das Projekt wird nach der dreijährigen Versuchsphase eingestellt. Nur in den Frühlingsferien lagen an zwei Tagen immer genügend Anmeldungen vor. Das Angebot in den beiden Wochen im Sommer und der Woche im Herbst wurde teilweise gar ganz gestrichen, trotz breit gestreuter Werbung.

Am Anfang ein Postulat

Die Ferieninsel, bei der es um die Betreuung von Kindern während der Schulferien geht, wurde vor knapp vier Jahren durch ein Postulat aus den Reihen der SP im Gemeindeparlament initiiert.

Eine Vorgabe war, dass das Angebot kostendeckend sein muss. Die Gemeinde war und ist nicht auf Rosen gebettet. So stimmten alle Fraktionen dem Vorstoss zu.

«Ich bedauere, dass die Ferieninsel nach der Pilotphase vorbei ist», sagt Gemeinderat Patrick Imhof (SP), der seit diesem Jahr dem Departement Bildung vorsteht. Das Angebot sei inhaltlich sehr gut, die Leiterin und ihr Team seien engagiert gewesen. Die Kinder durften sich wie in den Ferien fühlen, konnten das Programm mitbestimmen, Tiere spielten eine wichtige Rolle.

Um der geringen Nachfrage auf den Grund zu gehen, hat die Schule eine Umfrage bei den Eltern durchgeführt. Ein Fünftel der 750 verteilten Fragebogen kam zurück. 16,5 Prozent gaben an, dass sie am Angebot interessiert seien. Damit wäre theoretisch ein Potenzial da, erklärt Patrick Imhof. Aber ein Bedürfnis sei «relativ». Von Umfragen könne man nicht immer auf die Realität schliessen.

Keine Subventionen

Die grosse Mehrheit braucht die Ferieninsel hingegen nicht. Gründe sind der fehlende Bedarf, die Betreuung der Kinder durch Verwandte oder Bekannte und der hohe Preis. Weil die Plätze nicht subventioniert waren, kostete die Ferieninsel 80 Franken pro Tag und Kind. Zudem gab es für das zweite oder dritte Kind keine Reduktion, ergänzt Imhof. Eine Subvention der Plätze war aber wegen der Vorgaben des Parlaments kein Thema.

Gemeinderat Imhof vermutet noch ein anderes Handicap: die fehlende Durchführungsgarantie. Weil die Eltern nicht wussten, ob die Ferieninsel überhaupt zustande kommt und sie ihr Kind schicken können, hätten sie sich womöglich anders organisiert. Die Möglichkeit, auf das Angebot der Gemeinde Zollikofen auszuweichen, wurde kaum genutzt. Auch die Eltern anderer Gemeinden schickten ihre Kinder nicht nach Buchsi.

In Münchenbuchsee ist das Traktandum Ferieninsel nach der Pilotphase vorderhand vom Tisch. Patrick Imhof ist aber überzeugt, dass die Frage früher oder später wieder auftauchen wird. Dann müsse die Konzeption nochmals genauer angeschaut werden.

Zollikofen: Versuch verlängert

In Zollikofen, wo eine Volksmotion am Anfang stand, ist die dreijährige Versuchsphase eigentlich letztes Jahr zu Ende gegangen. Das Interesse am Angebot sei «bescheiden» gewesen, sagt Gemeindepräsident Daniel Bichsel (SVP). Weil die minimale Teilnehmerzahl nicht erreicht war, mussten einzelne Tage abgesagt werden. Die Ferieninsel erhält in diesem Jahr im Frühling (zwei Wochen) und im Sommer (drei Wochen) eine zweite Chance. Neu gibt es eine Durchführungsgarantie, egal wie viele Kinder angemeldet sind. Vielleicht steigt damit die Zahl der Anmeldungen. Danach will die Gemeinde Zollikofen entscheiden, ob die Ferieninsel eine Zukunft hat. In Zollikofen berechnen sich die Kosten für die Eltern nach Einkommen.

Wohlen: gestrichen

Die Gemeinde Wohlen hat nur einen kurzen Abstecher auf die Ferieninsel gemacht. Nach einer Petition aus der Bevölkerung wurde die Ferienbetreuung ab 2014 angeboten, aber bald wieder gestrichen. Die Ferieninsel wurde zu wenig frequentiert. «Wir dachten, dass das Angebot ein Renner werden könnte», sagt Gemeindepräsident Bänz Müller (SP plus). Doch gerade das Gegenteil traf ein.

Köniz: gute Erfahrungen

Keine Probleme mit der Auslastung kennt Köniz, wo die Ferienbetreuung seit Herbst 2014 besteht. Die insgesamt 60 Plätze an drei Standorten sind, nach einer schwierigen Anfangsphase, meist gut besetzt. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv.

FERIENBETREUUNG
Alleinerziehende oder Eltern, die beide arbeiten, sind oft nicht in der Lage, ihre Kinder während aller Schulferienwochen zu betreuen. Immer mehr Gemeinden haben in den letzten Jahren mit dem Angebot einer Ferienbetreuung begonnen, zum Teil auf Versuchsbasis. Mit Urtenen-Schönbühl und Bolligen stossen in diesem Jahr zwei weitere Gemeinden dazu. Grosse Unterschiede gibt es bei den Kosten. Während Münchenbuchsee die Plätze nicht subventionierte, hängt der Elternbeitrag meist vom Einkommen ab. hus

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
03.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gran Canaria ist kein Zuckerschlecken

Konditionstrainer Oliver Riedwyl aus Münchenbuchsee trainiert die Schiedsrichter auf Gran Canaria

Für die Schiedsrichter, Schiedsrichterassistenten und Schiedsrichtercoaches der Swiss Football League ging es vom 14.-21. Januar 2017 nicht in den australischen Dschungel, sondern sie flogen auf die spanische Insel Gran Canaria nach  Meloneras. Wer nun an einen Ferienurlaub bei warmen Temperaturen an der Sonne am Strand denkt, täuscht sich gewaltig.

In Meloneras fand nämlich das 29. Trainingslager der Schiedsrichter, Schiedsrichterassistenten und Coaches der Swiss Football League statt. Aufgeboten wurden 54 Schiedsrichter, Assistenten und Coaches, darunter 6 Frauen, der Super und Challenge League sowie mögliche Kandidaten. Auf die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle nebst ihrer Schiedsrichterfunktion noch einem Beruf nachgehen und eine ihrer wenigen Ferienwochen für das Lager „opfern“ mussten, warteten keine Erholungs- und Plauschferien, sondern eine strenge Woche mit hartem Training war angesagt. Dieses Trainingslager wird jedes Jahr im Januar vom Verband der Swiss Football League durchgeführt. Als Hauptverantwortlicher ist Patrick Graf, Leiter des Schiedsrichter Departements, für die Organisation zuständig.

Die Gemeinde Meloneras bietet ebenfalls grosse Unterstützung. Sie stellt ihre Sportanlagen gratis zur Verfügung. Sie hat sogar einen Platz gestaltet und nach der Schweiz benannt „La Plaza Suiza“, welcher mit allen Kantonswappen bemalen ist. Gran Canaria bietet für das Trainingslager ideale Wetterverhältnisse. Die milden Temperaturen bei zirka 22 bis 25 Grad sind für die sportlichen Aktivitäten eine gute Voraussetzung. Die Sonne bewirkt, eine positive Stimmung bei der ganzen Gruppe.

Täglich wird für die bevorstehende Rückrunde anfangs Februar mit den 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kondition, Kraft und Theorie trainiert. Fast ebenso viele Ausbildner und Trainer tragen dazu bei, dass die Schiedsrichter fit und stark die Rückrunde bestreiten können. Drei top ausgebildete Trainer sind für das Konditionstraining zuständig. Einer davon ist Oliver Riedwyl aus Münchenbuchsee. Er konnte sein Hobby und seine Leidenschaft zum Beruf machen. Er ist eidgenössisch diplomierter Konditionstrainer Swiss Olympic und vom Schweizerischen Fussballverband. Nebst der Ausdauer der Schiedsrichter ist er auch für die Schnelligkeit und Kraft unserer Fussballnationalmannschaft sowie für das Training einzelner, talentierter Fussballspieler der Sport-Rekrutenschule, die vom Oktober bis März in Magglingen stattfindet, verantwortlich.  Seit sieben Jahren unterstützt er das Trainingslager auf Gran Canaria und verhilft den Schiedsrichtern zu einer ausgezeichneten Ausdauer während der Fussballsaison. „In der heutigen Zeit müssen die Schiedsrichter eine Topleistung erbringen“, meint Hauptverantwortlicher Patrick Graf, „ein Schiedsrichter der obersten Liga ist ein Hochleistungssportler, jedoch ist er in der Schweiz leider immer noch ein Amateur im Profibereich. Dies versuchen wir Schritt um Schritt zu verbessern. Das Trainingslager ist einer davon. Wir versuchen dort eine bestmögliche Plattform in Form von Unterkunft, Sport, Ernährung, Medizin und Mentaltraining zu bieten. Wir sind froh, dafür so qualifizierte Ausbildner und Konditionstrainer wie Oli Riedwyl zur Seite zu haben.“

Während dieser Woche trainierte Oliver Riedwyl zusammen mit seinen beiden Kollegen die Fitness der Teilnehmenden. Eine gewisse Basiskondition, auf der diese Woche aufgebaut werden konnte, wurde jedoch bei Ankunft vorausgesetzt. Am Vormittag wurde während 90 Minuten auf Platz Ausdauer, Lauftechnik und Schnelligkeit trainiert. Am Abend hatten die Schiedsrichter, Assistenten und Coaches für das weitere Training die Wahl zwischen verschiedenen „Ateliers“ wie Fussballtennis, wo der Ball übers Netz gekickt wird, Krafttraining im Fitnessraum, Jogging und Hautfaltenmessung. Anhand dieser Messung konnte festgestellt werden, was jeder einzelne an seiner persönlichen Ernährung noch anpassen muss, sei es mehr oder weniger Vollkornprodukte, Proteine, Fette, usw. „Wir geben den Teilnehmern alles mit, um an den Spielen der Rückrunde topfit und motiviert zu sein“, sagt Oli Riedwyl. „Wir lassen sie an ihre Grenzen gehen, damit sie fühlen können, welches Potenzial noch zu erreichen ist. Dazu geben wir ihnen auch neue Inputs, Ideen und Werkzeuge mit für ihr persönliches Trainingsprogramm zu Hause, damit sie sie umsetzen und qualitativ an ihrer Kondition weiterarbeiten können, um den nächsten Meilenstein zu bewältigen. Ich verlange von ihnen sehr viel, unter anderem grosse Selbstdisziplin und Selbstmotivation. Ein Schiedsrichter muss drei- bis viermal pro Woche trainieren sowie ein Spiel pro Woche leiten. In einem Spiel läuft ein Schiedsrichter gleich viel wie ein Fussballer, das heisst ungefähr 10 bis 12 km. Das erfordert dieselbe Kondition wie ein Fussballspieler. Der einzige Unterschied beim Training ist, dass weniger mit dem Ball trainiert wird. Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden in dieser Woche und danach bis zur Rückrunde auf dieses hohe Leistungsniveau zu führen.“

Nebst dem Sportteil gab es jeden Tag auch Theorie, wo Regelverstösse wie Handspiel, Offside, Unsportlichkeiten, Respekt, Körpersprache, usw. unter die Lupe genommen wurden. Am Dienstag und Donnerstag waren zwei Mannschaften aus Las Palmas zum Spiel eingeladen, so dass die Teilnehmenden gewisse Szenen 1:1 üben konnten. Ebenfalls engagierte der Fussballverband dieses Jahr drei Mentaltrainer aus Deutschland, die unter anderem mit jedem Einzelnen ein «Reiss Profile»-Test durchführten. Anhand von Fragen wurde ein persönliches Profil erstellt mit Aussagen zu Team- und Zielorientierung, Idealismus, Ordnung, Anerkennung, Beziehungen, Familie, körperliche Aktivität, Essen, usw. Ein solches Profil erleichtert den Umgang mit den Schiedsrichtern, Assistenten und Schiedsrichtercoaches untereinander. Aber auch das bessere Kennenlernen und der Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen kamen dieses Jahr nicht zu kurz. Gelegenheit dazu boten der gemeinsame Ausflug und die Erholungszeiten.

Die grösste Herausforderung für Oli Riedwyl war das Fussballspielen mit den Schiedsrichtern, bei welchem er als Schiedsrichter walten musste. Den Diskussionen entgegenzuwirken war für ihn nicht einfach. Die Highlights für den Konditionstrainer waren zu sehen, wie die Leistungen dieses Jahr nochmals verbessert werden konnten, die Teilnehmenden noch eine professionellere Einstellung an den Tag legten, was ihm persönlich wiederum den Antrieb gab, alles noch besser zu machen, um noch mehr zu bieten.

Der Hauptverantwortliche, Patrick Graf, zieht ebenfalls sein Fazit: „ Das Trainingslager fand unter sehr hohem Niveau statt. Einige kleinere Dinge können immer noch verbessert werden. Alles war qualitativ sehr gut strukturiert. Die Leistungen waren bemerkenswert und professionell. Es gab keine grösseren Probleme. Ebenso war die Stimmung untereinander ausgezeichnet. Alles hat im Grossen und Ganzen tipptopp funktioniert. Ich bin sehr zufrieden.“

Für Patrick Graf und Oliver Riedwyl ist es ein grosses Anliegen, einen Schiedsrichter auch als Mensch zu sehen. Seine Fehler zu akzeptieren, keine Nulltoleranz walten zu lassen sowie Respekt und Fairness auf dem Spielfeld zu zeigen, nicht nur als Fussballspieler sondern auch als Zuschauer.

Wenn Sie Lust haben, auch den Schiedsrichtersport zu erlernen, melden Sie sich beim Fussballverband Bern/Jura, dem Schweizerischen Fussballverband oder bei einem lokalen Fussballverein.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Fabian Michel und Stefan Kohli
Die teilnehmenden Schiedsrichter mit Oliver Riedwyl (ganz rechts).
Oliver Riedwyl kontrolliert die richtige Haltung.
03.02.2017

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: AGROLA expandiert ihr Holz-Pellets-Geschäft

Am symbolischen Spatenstich in Münchenbuchsee (v.l.n.r.): Marcel Burkart (fenaco Arealsdienste), Alexander Streitzig (AGROLA), Steffen Siehler (AGROLA), Hermann Schmid (LANDI Moossee), Marc Langenegger (fenaco Arealsdienste), Rolf Liechti (Mange + Müller AG), Johannes Waselmayr (Albert Knoblinger Gesellschaft)

AGROLA, eine der führenden Energieanbieterinnen im ländlichen Raum, führte den Spatenstich zum AGROLA Holz-Pellets-Umschlagslager in Münchenbuchsee durch.


AGROLA setzt auf nachwachsende Rohstoffe mit Potenzial. Am 30. Januar 2017 hat die Schweizer Marktführerin im Vertrieb von Holz-Pellets zum Spatenstich nach Münchenbuchsee geladen. Hier entsteht auf einer Fläche von rund 2‘000 m2  das erste eigene AGROLA Holz-Pellets-Umschlagslager mit zwei Silos à 490 Tonnen Kapazität.

AGROLA reagiert damit auf die ansteigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und positioniert sich entsprechend zentral. Dank vereinfachter Logistik und optimierter Lagerbewirtschaftung entstehen kürzere Transportwege, schnellere Belieferungen und eine effiziente Abwicklung. Das Fassungsvermögen beider Silos entspricht einem Wärmebedarf von rund 200 Einfamilienhäuser pro Jahr – während die Umschlags-Kapazität eine jährliche Belieferung von 22‘500 Haushalten erlaubt. Die Anlage verfügt über eine hohe Automatisierung; Holz-Pellets-Lastwagen werden automatisch beladen.

Das Lager Münchenbuchsee wird voraussichtlich ab Herbst 2017 betriebsbereit sein und die Regionen Mittelland und Nordwestschweiz beliefern. Ein zweites AGROLA Umschlagslager für die Region Westschweiz wird bis Ende 2017 in Moudon erstellt. Mit dem Bau der beiden Umschlagslager investiert die AGROLA über 4 Mio. Franken für den effizienten Vertrieb dieses CO2-neutralen Produktes.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: AGROLA AG
Das Lager umfasst zwei separate Silos, wobei die Lastwagen automatisch beladen werden können.
28.01.2017

BZ-Artikel: Schulrochade kann beginnen

Der Grosse Gemeinderat hat einen Kredit von 475 000 Franken für bauliche Anpassungen an den Schulhäusern genehmigt. Damit kann die erste Phase der Rochade 21, der Schulraumplanung, ausgelöst werden. Auf das nächste Schuljahr wird die Oberstufe im Bodenacker konzentriert, die Tagesschule kommt als Zwischenlösung ins Schulhaus Dorf. In einer späteren Phase soll sie in ein neues multifunktionales Gebäude zügeln. Dessen Finanzierung bereitet noch Kopfzerbrechen.

Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.01.2017

BZ-Artikel: Schwendimann AG gewinnt Hauptpreis

«Unbeschreibliche Freude» bei der Schwendimann AG. Die Entsorgungsfirma aus Münchenbuchsee gewann den KMU-Preis der Zürcher Kantonalbank für nachhaltige Unternehmen. Das Familienunternehmen besteche durch seine hohe Innovationskraft und sein Nachhaltigkeitsverständnis, urteilte die Jury. Der Hauptpreis ist mit 50 000 Franken dotiert.

Ein Artikel aus der 
(pd, Berner Zeitung BZ)
27.01.2017

Bund-Artikel: In Buchsi übernimmt die SP das Präsidium im Parlament

Politisch ist Andreas Burger (SP) kein unbeschriebenes Blatt. Im zürcherischen Urdorf führte der Sozialdemokrat während acht Jahren als Gemeinderat das Ressort Soziales. Zudem war er während sieben Jahren Mitglied des kantonalen Parlaments.

Vor gut sechs Jahren zügelte er nach Münchenbuchsee, wo er mit seiner Familie lebt. Gemeindepolitik habe ihn stets interessiert, sagt Burger. «Ich will meinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten.» Einen grossen Teil seiner Freizeit setzt er für Aktenstudium und Sitzungen ein. Die Politik sei für ihn ein Hobby, sagt der 43-Jährige, der in der Filiale einer Grossbank in Münchenbuchsee arbeitet. Gestern wurde er zum GGR-Präsidenten gewählt. Er ist seit gut zwei Jahren Mitglied des Parlaments und wurde im November wiedergewählt.

Sein Präsidium sieht Burger pragmatisch: «Der Präsident sollte vor allem dafür sorgen, dass der Ratsbetrieb rundläuft.» In den letzten Jahren seien Dispute ab und zu eher persönlich als sachlich ausgetragen worden. Er hoffe, dass nach den Wahlen nun wieder konstruktiver diskutiert werde.

Für Burger haben die frühere Wohngemeinde Urdorf und Münchenbuchsee vieles gemeinsam. «Wie Urdorf ist auch Münchenbuchsee in den letzten 30 Jahren stark gewachsen.» Beide Gemeinden verfügten über eine ähnliche Infrastruktur und zählten rund 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Münchenbuchsee wie auch Urdorf seien aber nicht einfach Agglomerationsgemeinden. «Beide konnten sich einen dörflichen Kern bewahren.»
Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
27.01.2017

BZ-Artikel: Präsident ist reif für die fiktive Insel

Der neue Parlamentspräsident Andreas Burger wünscht sich ein belebtes Dorfzentrum.

Warum leben Sie in Münchenbuchsee?
Andreas Burger: Münchenbuchsee hat eine gute Grösse zwischen Dorfleben, guter Infrastruktur und Freizeitangebot auf der einen Seite, ist aber auf der anderen Seite nicht zu gross, dass es eine anonyme Stadt wäre.

Was möchten Sie an Münchenbuchsee sofort ändern?
Ich vermisse ein richtiges Dorfzentrum, wo man sich trifft und sich das Dorfleben abspielt. Die leeren Ladenlokale brauchen neue Mieter, damit man das Dorf mehr beleben kann.

Warum sollte man einmal nach Münchenbuchsee fahren?
Eigentlich sollte jeder einmal zu mir nach Hause kommen und vom Wohnzimmer aus die Aussicht auf das Bergpanorama geniessen. Wenn es nicht gerade Nebel hat, geniesse ich diesen Anblick eigentlich täglich.

Wohin führte Sie Ihre schönste Reise?
Das Wohin ist sekundär. Meine schönsten Reisen zeichnen sich dadurch aus, dass ich mit der Familie oder Freunden unterwegs war, wir gemeinsam neue Orte erkundeten, gemütliche Tage verbrachten und fein gegessen haben. Da kommen mir ganz viele Orte in den Sinn. So zum Beispiel der Sörenberg oder Wien.

Welchen Ort möchten Sie unbedingt einmal sehen?
Die Insel Nimmerland, wo Peter Pan lebt, würde ich sehr gerne einmal sehen.

Ein Artikel aus der
(Interview: hus, Berner Zeitung BZ)
13.01.2017

BZ-Artikel: Der Schul-Neubau wird teurer

Die Bau- und Sanierungsarbeiten am pädagogischen Zentrum für Hören und Sprache werden mit rund 32 Millionen Franken zu Buche schlagen. (Bild: Daniel Fuchs)

Die Sprachheilschule ist in schlechtem Zustand. Der Kredit für die neue Halle und die Sanierung beläuft sich auf 32 Millionen Franken.


Die Infrastruktur des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache in Münchenbuchsee stösst an ihre Grenzen. Die Schule braucht dringend neue Räume. Zudem ist auch die Turnhalle zu klein und in schlechtem baulichem Zustand. Deshalb plant der Kanton seit längerem einen Neubau mit einer Sporthalle und Platz für vier Basisstufen. Gleichzeitig sollen die historischen Gebäude saniert werden.

Die ursprüngliche Grobkostenschätzung belief sich auf 23 Millionen Franken. Nun beantragt der Regierungsrat aber einen Betrag von rund 32 Millionen Franken – 19,6 Millionen Franken für den Neubau und 12,4 Millionen Franken für die Sanierungen. Durch die Weiterentwicklung des Projektes seien mehrere kostentreibende Faktoren entdeckt worden, teilt die zuständige Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion mit.

Insbesondere Altlasten und der Zustand der Altbauten führen zu höheren Kosten. Der schwierige Bauuntergrund hat die Bedingungen weiter erschwert. Zudem wurde ein optionaler Betrag für den Bau einer eigenen Heizung eingerechnet, falls der von der Gemeinde Münchenbuchsee geplante Wärmeverbund nicht zustande kommen sollte. Kleinere Bauten wie ein Tierstall und eine Garderobe sind auch dazugekommen.

Diesen März beschliesst der Grosse Rat über den Kredit. Die Arbeiten beginnen frühestens im Frühling 2018.

Ein Artikel aus der
(lou, Berner Zeitung BZ)

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