News-Artikel 2016

28.12.2015
29.12.2016

BZ-Artikel: Präsident ist bestimmt


Andreas Burger (SP) soll Parlamentspräsident werden. Die beiden Vizepräsidenten fielen nach den Wahlen weg.


Ende Januar wählt der Grosse Gemeinderat Münchenbuchsee den neuen Parlamentspräsidenten. Normalerweise kommt der erste Vizepräsident zum Zug. Nach den Wahlen Ende November ist die Ausgangslage aber neu. Michel Gygax (BDP), der erste Vizepräsident, kandidierte für das Gemeindepräsidium und durfte nicht bei den Parlamentswahlen antreten. Der zweite Vizepräsident, Patrick Imhof (SP), wurde in den Gemeinderat gewählt.

Jetzt haben sich die Parteipräsidien auf den Turnus in der nächsten Legislatur und die ersten Personalien geeinigt, wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist. Demnach soll Andreas Burger von der SP am 26. Januar zum neuen GGR-Präsidenten gewählt werden. Als erster Vizepräsident ist Fredi Witschi (SVP) vorgesehen, als zweiter Vize Urs Thomas Gerber (FDP). Die erste Sitzung wird durch den Alterspräsidenten Georg Karlaganis (FDP) eröffnet.


Ein Artikel aus der 
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.12.2016

BZ-Artikel: Ab nach Paris

Elsbeth Maring-Walther sagt Buchsi Au revoir. (Bild: Beat Mathys)

Ende Jahr ist Schluss für Elsbeth Maring-Walther (SP), die erste vollamtliche Gemeindepräsidentin von Buchsi. Die neun Jahre waren geprägt von knappen Finanzen.


Elsbeth Maring-Walther hatte einen undankbaren Job. Die Arbeit als Gemeindepräsidentin sei manchmal sehr schwierig gewesen, sie sei oft im Gegenwind gestanden, sagte Parlamentspräsidentin Renate Löffel (EVP) an der letzten Sitzung des Grossen Gemeinderats. SP-Fraktionschef Wolfgang Eckstein sprach von einer stürmischen Anfangszeit und einigen Nebengeräuschen. Ende Jahr hört Elsbeth Maring nun auf. Nach neun Jahren tritt die erste vollamtliche Gemeindepräsidentin von Münchenbuchsee und dem Kanton Bern zurück und überlässt ihr Büro Manfred Waibel (SVP).

Die 61-jährige SP-Frau hat das Büro fast vollständig geräumt, nur ihre Bilder hängen noch. Beim Sortieren der Papiere durchlebt sie ihre Amtszeit nochmals im Zeitraffer und geht durch ein Wechselbad der Gefühle. «Es waren spannende, bereichernde und herausfordernde neun Jahre», blickt Maring zurück. Vieles, was ihr lieb geworden sei, lässt sie zurück. Zurück bleiben viele schöne Erinnerungen und ein Rucksack, prall gefüllt mit wertvollen Erfahrungen.

Vor ihrer Zeit als Präsidentin war sie acht Jahre Gemeinderätin und vier Jahre Mitglied des Parlaments, das sie 1999 präsidierte. Der Abschied sei für sie ein «sehr emotionaler Moment» und mit Wehmut verbunden, sagte sie im Parlament und wischte sich ein paar Tränen ab.

Mit viel Herzblut

Die Amtszeit war geprägt von knappen finanziellen Mitteln: Mehrere Jahre wies Münchenbuchsee einen Finanzfehlbetrag aus, zweimal startete die Gemeinde ein Jahr ohne Budget, das Parlament verordnete einen rigorosen Sparkurs. Dazu kamen die Pensionierungen von Kadermitarbeitenden, die weitere Wechsel nach sich zogen. In dieser Situation ist Elsbeth Maring von den politischen Gegnern heftig kritisiert worden. Trotz diesem rauen Klima habe sie die Arbeit «mit viel Herzblut gemacht, «weil mir Buchsi am Herzen liegt». Sie war «mit Leib und Seele Gemeindepräsidentin».

Der Bilanzfehlbetrag hat den Handlungsspielraum stark eingeschränkt und der Präsidentin zu schaffen gemacht: «Die Amtsführung war sehr schwierig.» Viele Ideen und interessante Projekte seien bereits im Keime erstickt worden. Elsbeth Maring denkt an den Ausbau der Kommunikationskanäle, eine Zukunftswerkstatt in Zusammenhang mit dem Leitbild oder ein Mobility-Elektrofahrzeug für Dienstfahrten der Mitarbeitenden, das ausserhalb der Arbeitszeiten der Bevölkerung zur Verfügung steht. Dank dem Verkauf von Kästli-Areal und Gemeinschaftsantennenanlage konnte zuletzt etwas Eigenkapital aufgebaut werden, das finanzielle Korsett bleibt eng.

Viele Planungsgeschäfte

Es gab auch wegweisende Projekte, die Maring verwirklichen konnte. Als Beispiele nennt sie die abgeschlossene und teilweise umgesetzte Ortsplanung, die beiden Testplanungen aufgrund der Potenzialstudie Wachstum, den Kauf der Saal- und Freizeitanlage sowie die Auslagerung des Sportzentrums Hirzenfeld oder die Umzonungen für den Neubau des Pflegeheims Weiermatt und das pädagogische Zentrum für Hören und Sprache. Nicht missen möchte Elsbeth Maring die vielen Begegnungen mit der Bevölkerung, den übergeordneten politischen Gremien oder der Wirtschaft.

Nun sagt Elsbeth Maring der Politik und für sechs Monate ihrem Wohnort Adieu. Sie erfüllt sich einen lang gehegten Traum und reist für ein halbes Jahr nach Paris. In der Metropole wird sie unter anderem Vorlesungen an der Sorbonne besuchen und ihre Französischkenntnisse vertiefen. Was danach kommt, lässt Maring-Walther offen. Sie will diese Zeit in Paris auch dafür nutzen, etwas Distanz zu gewinnen und zu spüren, wofür ihr Herz schlägt.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
27.12.2016

Bund-Artikel: "Ein Wechselbad der Gefühle"

«Hier sind meine Wurzeln», sagt Elsbeth Maring-Walther. (Foto: Franziska Rothenbühler)

Münchenbuchsees erste Gemeindepräsidentin, Elsbeth Maring-Walther (SP), blickt zurück. Sie führte Buchsi während neun Jahren: Die Finanzen waren mager, die Auseinandersetzungen manchmal happig.

Elsbeth Maring-Walther wirkt entspannt, fast erleichtert. In wenigen Tagen tritt die Gemeindepräsidentin von Münchenbuchsee zurück: Nach neun Jahren an der Spitze der Gemeinde, zuständig für das Präsidiale, Planung/Energie/Umwelt und die öffentliche Sicherheit, übergibt sie die Geschäfte Ende Jahr an ihren Nachfolger, Manfred Waibel von der SVP. Sie freut sich auf die Zeit danach. Aber gleichzeitig blickt sie auch etwas wehmütig zurück: «Es ist ein Wechselbad der Gefühle, ich habe mich mit Leib und Seele für die Gemeinde eingesetzt», sagt sie. Das Loslassen sei schwieriger als erwartet. Nach 21 Jahren in der Politik sei es nicht einfach, nicht mehr mitreden und mitgestalten zu können. Seit 2014 war sie auch Präsidentin der Regionalversammlung, in der die 85 Gemeinden der Regionalkonferenz Bern-Mittelland vertreten sind. Auch dieses Amt gibt sie Ende Jahr auf.

Die Würde brachte auch Bürde

Sie war die erste vollamtliche Gemeindepräsidentin im Kanton Bern, ein Jahr nach ihr folgte Elisabeth Zäch in Burgdorf, auch sie eine SP-Politikerin. Doch es war für Maring-Walther alles andere als ein Sonntagsspaziergang. Schon bald nach der mit 92 Stimmen Vorsprung gewonnenen Stichwahl von 2007 gegen die SVP-Kandidatin Sonja Bucher zeigte sich das Dilemma, in dem die Gemeinde und damit auch die neue vollamtliche Präsidentin steckte. Die Finanzen kippten aus dem Lot, erodierte Firmensteuern und eine teure Unterführung führten zu einem Millionenloch und zu einem hohen Bilanzfehlbetrag. Im Gemeinderat hatten SP, GFL und EVP zwar eine Mehrheit, aber das Geld fehlte für rot-grüne Anliegen im Bildungs- oder im Sozialbereich. Stattdessen musste die Sparschraube angezogen werden, die Parteibasis murrte. «Die Diskussionen im Gemeinderat waren heftig», sagt Maring-Walther. Die Sparanstrengungen bekam auch das Stadttheater Bern zu spüren: Münchenbuchsee strich den Beitrag von 223 000 Franken für die Sanierung des Gebäudes.

Buchsi ist ihr Zuhause

Mehrmals wurden die Steuern erhöht. Zweimal ging Münchenbuchsee ohne ein gültiges Budget ins neue Jahr, 2009 und 2014. Nur dringende und unaufschiebbare Ausgaben durften getätigt werden. Auch beim Personal musste gespart werden. Zudem gab es eine Reihe von Mutationen in der Verwaltung, mit ausgelöst durch einen Generationenwechsel. «Das war sehr schwierig, mussten doch auch Kündigungen ausgesprochen werden», sagt Maring-Walther. Das habe beim Personal Ängste ausgelöst, zudem sei es nicht einfach, Kaderpositionen zu besetzen. Der Vorwurf der «Führungsschwäche» gehe leicht über die Lippen, treffe aber nicht zu.

Unmittelbar neben ihrem Wohnhaus auf dem Laubberg steht eine Gruppe von Kirschbäumen, die von ihrem Grossvater in den 1940er-Jahren gepflanzt wurden. «Als Kind habe ich hier Kirschen gepflückt», sagt sie. «Hier sind meine Wurzeln.» Blickt sie hinunter zum Dorf, dann sieht sie nicht nur ihr Elternhaus, in dem sie aufgewachsen ist, sondern auch das rote Dach des ehemaligen Bauernhofes der Grosseltern – Münchenbuchsee ist ihre Heimat.

Nicht nur die Finanzen waren angespannt, auch das Verhältnis zwischen SVP und SP, den beiden grössten Parteien im Dorf. Das zeigte sich vor allem auch in der ersten Legislatur, die nach einem Parlamentsbeschluss um ein Jahr auf fünf Jahre verlängert wurde, damit die kommunalen Wahlen nicht mehr mit den eidgenössischen Wahlen zusammenfielen. Die Niederlage von 2007 wirkte nach. Trotz Kritik blieb Maring-Walther 2012 aber ohne Gegner und wurde still wiedergewählt. Die erwartete und auch angekündigte Gegenkandidatur der SVP blieb aus. «Trotz intensiver Suche» habe man niemanden gefunden, der sich für eine Kandidatur habe zur Verfügung stellen wollen, teilte die Partei damals mit. Auch der angestrebte Machtwechsel misslang, in erster Linie, weil die BDP bei der bürgerlichen Listenverbindung nicht mitmachte. 2014 scheiterte die SVP mit einem Vorstoss im Parlament, das Präsidium wieder auf ein Halbamt zurückzustufen.

Maring-Walther war engagiert, gewissenhaft, ehrgeizig, und sie trat bestimmt auf. Für pointierte Äusserungen habe sie manchmal auch Kritik einstecken müssen, sagt sie. «Bei einem Mann hätte man wohl gesagt, er steht hin und übernimmt Verantwortung.» Bei ihr als Frau waren die Reaktionen manchmal abwehrend bis negativ. Trotzdem sei es ihr gelungen, alle ihre Geschäfte im Parlament und an der Urne «durchzubringen», sagt sie. Das Dorf habe sich entwickelt, verschiedene Planungen seien aufgegleist. Auch der Neubau des Altersheims sei nun auf guten Wegen.

Und nun das Abenteuer Paris

Im nächsten Jahr will sie zuerst einmal Abstand gewinnen. «Als vollamtliche Gemeindepräsidentin ist man weitgehend fremdgesteuert», sagt Maring-Walther. Der Terminkalender ist voll, in gewissen Monaten quillt er sogar über, die Erholungsphasen kommen zu kurz. Und die Familie muss zurückstehen, denn die eigene Person verschwindet hinter dem Amt. «Meine Familie musste in diesen Jahren sehr viel Toleranz aufbringen.» Wer nicht an allen Vereinsanlässen auftauche, gelte schnell als abgehoben oder arrogant.

Ab März wird Maring-Walther sich ein halbes Jahr lang in Paris aufhalten. Die französische Millionenstadt war schon immer ein Traum für sie. Theater, Konzerte, Museen möchte sie besuchen und einen Sprachkurs machen, um ihr Französisch zu schleifen – das genaue Programm steht noch nicht fest. «Ich will wieder zu mir selber zurückfinden.»

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
23.12.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Buchsi isch Bethlehem – eine besondere Weihnachtsreise


Wo bin ich? Ist das Münchenbuchsee oder bin ich in der Antike bei den Römern gelandet? Bin ich in Bethlehem?

Diese Fragen haben sich sicher einige Passanten gestellt, die letzten Samstag durch Münchenbuchsee schlenderten. Ja, genau, Buchsi wurde an diesem Tag zu Bethlehem und in die Zeit der Geburt von Jesus Christus zurückversetzt. Es war eine einzigartige Gelegenheit, die Reise in die antike Vergangenheit anzutreten, die Weihnachtsgeschichte mit Schauspielern, Statisten und lebendigen Tieren zu erleben und sich bewusst zu werden, was Weihnachten eigentlich bedeutet.


Am Samstag, 17. Dezember 2016 von 15.00 bis 17.00 Uhr verwandelte sich Buchsi in Bethlehem. An fünf Standorten im Dorf wurde unter freiem Himmel die Weihnachtsgeschichte dargestellt. Die Besucherinnen und Besucher konnten verschiedene Szenen um die Geburt Jesu vor 2000 Jahren mitverfolgen.

Auf dem Platz neben dem Dorfcafé Tuorino thronte König Herodes. Er wurde von den Weisen aus dem Morgenland besucht, die nach dem neugeborenen König suchten. Die Legionäre rapportieren Herodes jeweils über das aktuelle Geschehen in seinem Reich. Hirten weideten mit ihren Schafen auf dem Platz bei der Post, wo auch der Engelchor, dargestellt vom Lollipop-Chor aus Münchenbuchsee unter der Leitung von Tadeja Liechti, seine Auftritte hatte. Der letzte Standort war schliesslich auf der Wiese vor der Kirche Münchenbuchsee, wo ein Stall mit einem Ochsen stand.

Maria und Josef sassen am Feuer, und in der Krippe lag friedlich schlafend das Christkind. Es war mit seinen acht Wochen der jüngste Schauspieler. Auf den Strassen zwischen den Standorten patroullierten die römischen Legionäre und die drei Könige suchten mit ihrem Gefolge und den Kamelen den neuen König, um ihm ihre  Geschenke zu überbringen.

Am Schluss um 17.00 Uhr sangen alle Anwesenden bei der Krippe zusammen einige Weihnachtslieder. Den Kindern bot sich anschliessend die Gelegenheit, auf einem Kamel zu reiten. Die römischen Legionäre beantworteten im Kirchgemeindehaus Fragen zu ihrer Ausrüstung und dem damaligen Leben eines Soldaten, was weitere interessante Einblicke über das Leben in der Antike aus Sicht eines Legionärs gab. Besonders faszinierten die Zuschauenden die lebenden Tiere, das Kommen und Gehen der Schauspieler und Statisten sowie das Feuer bei den Hirten.

Die Idee der Weihnachtsreise hatte Pfarrer Martin Stüdeli, der bereits in Solothurn bei einem solchen Projekt mitwirkte und es nach Münchenbuchsee importierte. Ursprünglich stammt dieser faszinierende Gedanke jedoch vom Heiligen Franziskus von Assisi, der im Mittelalter im Jahr 1223 in Greccio die Weihnachtsgeschichte mit lebenden Tieren und Menschen nachstellte.

Organisiert wurde die Weihnachtsreise in Münchenbuchsee bereits zum zweiten Mal von Pfarrer Martin Stüdeli zusammen mit einem Team von Freiwilligen des Jugendpfarramtes der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Münchenbuchsee-Moosseedorf unter Mithilfe der Pfarrei St. Franziskus Zollikofen und dem Evangelischen Gemeinschaftswerk Münchenbuchsee. Die Organisatoren möchten den Besucherinnen und Besuchern mit diesem Projekt einerseits, die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte aufzeigen, aber auch die Zeit der Antike, in der sie sich abgespielt hat, der Bevölkerung näher bringen.

42 freiwillige Personen haben bei der Inszenierung der Weihnachtsgeschichte mitgeholfen. Die  Vorbereitungen fingen bereits letzten März mit Texteschreiben der neuen Szenen an. Während dem Sommer nähten Freiwillige fleissig die authentischen Kostüme dazu. Die Legionäre, die von Profis gespielt wurden, brachten ihre original nachgebildeten, römischen Uniformen aus dieser Zeit selbst mit. Ab Oktober wurden die einzelnen Szenen einstudiert und geprobt.

«Da die Weihnachtsreise erst zum zweiten Mal durchgeführt wurde, gab es noch einen organisatorisch grossen Aufwand und einige Unsicherheiten, die aber sicherlich durch das Sammeln von Erfahrungen bald wettgemacht werden können. Wir sind auf gutem Weg. Es gibt uns den Anreiz, das Projekt weiterzuentwickeln», ist Martin Stüdelis Fazit nach dem erfolgreichen Anlass.

Verbessern und erweitern will er vor allem die Standorte, die zum Teil idealer sein könnten, sowie auch den Fokus auf die Verpflegung legen, von der die Besucherinnen und Besucher profitieren sollen. Natürlich müsste auch diese der damaligen Zeit entsprechen. Ebenfalls betont Stüdeli, dass ohne die Mithilfe der vielen Freiwilligen, ein solches Projekt gar nicht durchführbar gewesen wäre und möchte an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern für ihren geleisteten und unermüdlichen Einsatz ein grosses Dankeschön aussprechen.

Die Weihnachtsreise wird auch nächstes Jahr wieder am Wochenende vor Weihnachten zum dritten Mal in Münchenbuchsee stattfinden. Für die Durchführung dieses Projekts braucht es ein grosses Helferteam. Freiwillige, die an diesem Projekt mitwirken möchten, sei es bei der Inszenierung, bei Näharbeiten, Requisiten basteln usw., können sich deshalb gerne bei Pfarrer Martin Stüdeli, Tel. 031 869 58 39 oder martin.stuedeli@kige.ch melden. Interessierte Besucherinnen und Besucher können sich bereits schon auf die nächste Weihnachtsreise in Buchsi freuen.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text und Fotos: Karin Balmer

 
Die drei Könige bringen ihre Geschenke zur Krippe.
Achtung, mit den römischen Legionären ist nicht zu spassen!
16.12.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Prix Buchsi 2016 geht an die Pfadi Buchsi


Die Gemeinde Münchenbuchsee ehrt einmal pro Legislatur eine Person, eine Personengruppe, eine Institution oder eine Unternehmung, welche sich auf eine herausragende Art für die Förderung oder Erhaltung des öffentlichen Wohls in der Gemeinde verdient gemacht hat, und verleiht dafür den Prix Buchsi.


Aus mehreren Kandidaturen ging dieses Jahr die Pfadi als Siegerin aus dem Rennen hervor.

Die Pfadi Buchsi ist seit über 50 Jahren aktiv an der Jugendarbeit im Dorf beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen lernen wertvolle Fertigkeiten, verbringen ihre Freizeit sinnvoll und kreativ und können die Natur mit all ihren Facetten kennen und schätzen lernen. Sie fördert den Teamgeist, und viele Jugendliche können erste Führungserfahrung machen. Jedes Jahr organisiert die Pfadi das Seifenkistenrennen, welches schon fünfundvierzigmal stattgefunden hat und auf grosses Interesse stösst. Dies alles ist nur möglich, dank vielen Stunden Freiwilligenarbeit! Nebenbei stellt die Pfadi der Lebensmittelabgabestelle „Tischlein deck dich“ ihr Lokal kostenlos zur Verfügung.

Die Gemeinde dankt der Pfadi für ihr jahrelanges Engagement und wünscht ihr weiterhin viel Freude und Power für ihre Arbeit.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Renate Löffel
Foto: Peter Feigenwinter
14.12.2016

Bund-Artikel: "Ich sehe keinen Spielraum für eine Steuersenkung"

Manfred Waibel gewann die Stichwahl gegen Fred Gerber (SP). (Foto: Franziska Scheidegger)

Buchsis neuer Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) will nichts «durchstieren».

Interview: Simon Wälti

Herr Waibel, Sie übernehmen in Münchenbuchsee, anders als Ihre Vorgängerin Elsbeth Maring-Walther (SP), nicht die Planung, sondern die Finanzen. Warum?

Zuerst konnten die amtsältesten Gemeinderäte ihre Wünsche anbringen. Ich habe als Letzter ausgewählt. Ich muss aber sagen: Auch wenn ich als Erster hätte wählen können, hätte ich das Departement Finanzen genommen.

Die Finanzen wurden bisher von Sonja Bucher (SVP) geführt, sie übernimmt neu die Planung. War dies in der Partei abgesprochen?

Ja, das haben wir vorher zusammen besprochen, und wir sind einvernehmlich auf diese Lösung gekommen.

Haben Sie eine besondere Affinität zu den Finanzen?

Ich komme nicht aus dem Finanzsektor und werde mich einarbeiten müssen. Das wird einen gewissen Aufwand nach sich ziehen. Daneben sind aber auch ICT-Projekte bei den Finanzen angesiedelt. Das sind grosse Projekte, die auf uns zukommen oder bereits laufen. Hier habe ich das Fachwissen und die nötigen Kompetenzen.

Mit den Finanzen übernehmen Sie keinen einfachen Bereich. Die Lage in Münchenbuchsee ist immer noch angespannt. Kommen weitere Sparmassnahmen auf die Gemeinde zu?

Wir müssen auf dem eingeschlagenen Weg weiterfahren. Die Parteien haben sich zusammengefunden. Eine Änderung drängt sich nicht auf.

Münchenbuchsee musste mehrmals die Steuern erhöhen. Ihrer Partei, der SVP, hat das keine Freude bereitet. Möchten Sie die Steuern wieder senken?

Man kann immer sagen, dass man etwas möchte. Aber zurzeit sehe ich keinen Spielraum für eine Steuersenkung. Wir haben, um den Haushalt zu verbessern, halbe-halbe gemacht. Also eine Hälfte kommt über Steuererhöhungen herein, die andere Hälfte wird eingespart. Daran will ich festhalten. Ich sehe aber andererseits auch keinen Anlass, die Steuern weiter zu erhöhen. Das würde die Bevölkerung nicht schlucken.

Die Gemeinde Münchenbuchsee ist nicht nur bei den Finanzen gefordert. Welche anderen wichtigen Themen sehen Sie?

Die Thematik innere Verdichtung und Ortsplanung wird uns sicher stark beschäftigen. Hier gibt es verschiedene vorrangige Gebiete, wie die Hylerhaus-Parzelle und die Strahmmatte. Für das Bahnhofareal ist eine Testplanung aufgegleist. Ganz oben für den Gemeinderat steht auch die Planung im Bereich Tagesschule/Schule.

Sie meinen das multifunktionale Gebäude?

Ja. Es besteht ein Konsens, dass wir etwas machen müssen, um dem Platzbedarf gerecht zu werden. Noch offen ist, wie wir das Gebäude finanzieren können. Wir sollten uns nicht zu hoch verschulden.

Mit welchen Kosten rechnen Sie?

Die Planung geht von einem Betrag von ca. 10 Millionen Franken aus. Das ist aber für Münchenbuchsee momentan nicht finanzierbar. Wir müssen eine Lösung finden, denn dass wir mittelfristig mehr Platz für die Tagesschule und die Schule brauchen, ist unbestritten.

Als neuer Gemeindepräsident sind Sie auch für das Personal verantwortlich.

Für die Amtsübergabe bin ich bis Ende Jahr an diversen Tagen in der Gemeindeverwaltung präsent. Anfang des nächsten Jahres plane ich einen Begrüssungsanlass mit dem gesamten Personal, um mich vorzustellen. Die Gemeinde hat insgesamt 130 Angestellte. Wenn ich da von Büro zu Büro gehe, ist es schwierig, wirklich alle zu erreichen.

Wie sieht Ihre Führungsphilosophie aus?

Ich pflege einen kollegialen Führungsstil, der auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Ich kann nicht überall so viel wissen wie die Spezialisten in ihren jeweiligen Fachgebieten. Wenn es einen Entscheid zu treffen gibt, ist klar, dass ich hinstehen und den Entscheid vertreten muss. Ich lege zudem Wert darauf, direkt und nicht über Umwege zu kommunizieren. Auch dass der Gemeinderat als Gremium aktiv und transparent kommuniziert, ist mir wichtig.

Sie haben gesagt, dass Sie auch die anderen Parteien einbinden wollen. Ängste vor einer Dominanz der SVP sind also unbegründet?

Es ist mir ganz wichtig, dass wir zusammenarbeiten und alle einbinden. Wenn die SVP einfach ihre Anliegen «durchstieren» würde, käme es nicht gut heraus. Das Parlament könnte uns mit Vorstössen überhäufen und uns korrigieren. Das Kraftverhältnis ist ja mit 21 zu 19 Sitzen ziemlich ausgeglichen. Wir wollen, dass es in Münchenbuchsee auch weiterhin um die Sache geht und nicht Parteipolitik betreiben.

In Münchenbuchsee wurde der zweite Wahlgang 14 Tage nach dem ersten durchgeführt. In der Stadt Bern fällt die Entscheidung zwischen Ursula Wyss (SP) und Alec von Graffenried (GFL) dagegen erst am 15. Januar. Wen ziehen Sie vor?

Ich favorisiere eine Lösung, die für die Stadt Bern die beste ist und es auch ermöglicht, mit den umliegenden Gemeinden konstruktiv zusammenzuarbeiten. Wer das besser kann, kann ich im Moment nicht beurteilen, da ich mit beiden noch nie zusammengearbeitet habe. Mein Bauchgefühl sagt eher Alec von Graffenried.

Ein Artikel aus dem (pst/pd, Der Bund)
14.12.2016

BZ-Artikel: "Wir müssen ein Team sein"

Manfred Waibel an seinem Arbeitsplatz, den er bis Weihnachten räumen wird. (Bild: Walter Pfäffli)

Die Nacht war relativ kurz für Manfred Waibel. Jetzt räumt der am Sonntag gewählte neue Gemeindepräsident von Münchenbuchsee langsam seinen Arbeitsplatz und bereitet sich auf die Amtsübernahme vor.


Interview: Hans Ulrich Schaad

Manfred Waibel, mit welchen Gefühlen sind Sie heute Morgen zur Arbeit gefahren?

Mit einem guten Gefühl. Ich mache diesen Job gerne. Ich werde das Unternehmen im Guten verlassen. Ich wurde ja abberufen.

Wie haben Ihre zukünftigen Ex-Arbeitskollegen auf Ihre Wahl reagiert?

Aus meinem Team sind gerade nur wenige da. Mein Stellvertreter hätte gerne mit mir weiter zusammengearbeitet...

... und andere sind froh, dass Sie gehen?

Direkt hat mir das niemand gesagt. Ich gehe davon aus, dass niemand froh ist.

Ihr möglicher Weggang wurde schon im Vorfeld besprochen.

Das lag mir am Herzen. Mein Nachfolger als Leiter der Qualitätssicherung ist eingearbeitet. Bei einer Nichtwahl wäre er Stellvertreter geblieben. Jetzt gilt es, die frei werdende Stelle neu zu besetzen.

Was dürfen die Gemeindeangestellten von ihrem neuen Chef erwarten?

Ich bin geradlinig und direkt, stehe vorne hin. Wenn etwas nicht läuft, können sie zu mir kommen. Ich habe ein offenes Ohr.

Und was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitenden?

Dass alle am gleichen Strick ziehen sowie geschlossen und einheitlich auftreten.

Ihre Partei, die SVP, hat immer wieder die aktuelle Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) kritisiert. Was werden Sie besser machen?

Ich sage nicht, was ich besser, sondern wie ich es machen werde. Ich werde offensiv kommunizieren. Wichtig ist, dass der Gemeinderat als Team arbeitet und auch als solches auftritt.

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie im Januar Ihr Amt antreten?

Ich werde viele Gespräche führen, um die Mitarbeitenden kennen zu lernen. Nur wer sich kennt, kann erfolgreich zusammenarbeiten.

Wie lange geben Sie sich Zeit dazu, sich in die Dossiers einzuarbeiten?

Die Faustregel mit den 100 Tagen dürfte stimmen. Es gibt aber Dossiers, die ich aus meiner Arbeit in den Kommissionen kenne.

Welche Themen werden Sie prioritär an die Hand nehmen?

Als Erstes müssen wir die Finanzplanung überarbeiten und definieren, was wir uns leisten können. Grosse Sprünge sind nicht möglich, das finanzielle Korsett ist eng. Wir müssen mit den Mitteln das Optimum herausholen. Rasch wird sich der Gemeinderat mit dem multifunktionalen Gebäude beschäftigen.

Ihre Partei hat die absolute Mehrheit im Gemeinderat und könnte vieles allein durchboxen. Wie werden Sie die Anliegen der unterlegenen Minderheit aufnehmen?

Wir müssen Lösungen finden, die für alle stimmen. Sonst haben wir verloren, und im Gemeindeparlament gibt es Vorstösse, die unsere Ressourcen binden. Am Schluss darf es nicht heissen, die SVP hat das befohlen.

Was möchten Sie in den nächsten vier Jahren erreichen?

Beim Thema Verdichtung und Ortsplanung müssen wir einen Schritt weiter und die Platzprobleme der Tagesschule gelöst sein. Die Zukunft der Saalanlage muss ebenfalls geregelt sein. Zudem soll die Bevölkerung die Verwaltung wieder positiv wahrnehmen, das Ziel ist eine tiefe Fluktuation beim Personal.

Manfred Waibel (SVP) ist ab Januar neuer vollamtlicher Gemeindepräsident von Münchenbuchsee. Der 50-Jährige arbeitet aktuell noch als Leiter Qualitätssicherung bei Interdiscount.

Ein Artikel aus der
(Interview: Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
12.12.2016

Bund-Artikel: Die SVP jubiliert erneut

Das sei kein «Zufallsentscheid» gewesen, sagt Wahlsieger Manfred Waibel von der SVP. (Bild: Franziska Scheidegger)

Am 27. November holte die SVP in Münchenbuchsee die Mehrheit im Gemeinderat. Nun doppelt die Partei nach. In der Stichwahl für das Gemeindepräsidium gewinnt Manfred Waibel mit 1640 Stimmen gegen Fred Gerber (SP) mit 1396 Stimmen.


Manfred Waibel, der neue Gemeindepräsident von Münchenbuchsee, zeigte sich gestern rundum zufrieden. «Ich bin sehr glücklich über die Wahl, die Differenz von 244 Stimmen zeigt, dass es kein Zufallsentscheid gewesen ist.» Positiv sei auch die Wahlbeteiligung, so Waibel. Diese lag bei 45,4 Prozent, was nicht viel weniger ist als die Beteiligung am ersten Wahlgang am 27. November. Weil gleich fünf Parteien den Nachfolger der abtretenden Elsbeth Maring-Walther (SP) stellen wollten, hatte an diesem Datum niemand das absolute Mehr erreicht. Nun hat die SVP einen perfekten Wahlherbst hinter sich: Sie schaffte die Mehrheit im Gemeinderat und beendete neun Jahre Vorherrschaft von Rot-Grün-Mitte (RGM). Jetzt krönte sie diesen Sieg auch noch mit dem Präsidium, dem prestigeträchtigsten Amt der Gemeinde.

Man habe einen fairen Wahlkampf geführt, sagt SVP-Präsidentin Annegret Hebeisen. «Wir haben die Stärken unseres eigenen Kandidaten betont.» Waibel sei teamfähig, führungserfahren und habe ein offenes Ohr für alle. Der 50-Jährige ist Leiter Qualitätssicherung Schweiz der Elektronikkette Interdiscount und Prüfungsexperte Multimediaelektroniker. Seit 2012 ist er Mitglied des Grossen Gemeinderats.

Eindeutiger als erwartet

Fred Gerber von der SP ist es nicht gelungen, im zweiten Wahlgang den Abstand wettzumachen. Im ersten Wahlgang lag er 265 Stimmen hinter Waibel zurück, nun beträgt die Differenz 244 Stimmen. «Klar bin ich enttäuscht», sagt Gerber. «Die Enttäuschung wird sich aber legen, ich nehme die Niederlage sportlich.» Gerber wurde am 27. November als Gemeinderat wiedergewählt, er führt das Departement Hochbau. Peter Kast, Co-Präsident der SP, erwartete ein Kopf-an-Kopf-Rennen: «Das Resultat ist eindeutiger, als ich angenommen habe.» Kast vermutet, dass es der bürgerlichen Seite eher besser gelungen sei, zu mobilisieren. Damit wechselt das Präsidium von der SP zur SVP.

Aufgrund des Wahlergebnisses nimmt Gerber an, dass das Bündnis zwischen SP, GFL und EVP nicht wunschgemäss funktioniert habe. «Die Grünen und die Mittewähler liessen mich hängen», sagt er. Hätte man die Stimmen von EVP-Mann Ruedi Löffel und GFL-Kandidat Peter Stucki aus dem ersten Wahlgang zu Gerbers Stimmenzahl addiert, dann wäre er vorne gelegen – und zwar mit einem klaren Vorsprung. Vor neun Jahren – als sich im zweiten Wahlgang Maring-Walther gegen Sonja Bucher von der SVP durchsetzte – habe das Bündnis besser gespielt, sagt Gerber. «Nun wollten die Wählerinnen und Wähler vielleicht wieder einen Wechsel.» Vor Maring-Walther hatte die SVP mit Walter Bandi das Präsidium inne. Damals war das Präsidium in Münchenbuchsee aber noch kein Vollamt. Auch Waibel nimmt an, dass er Stimmen von EVP-Wählerinnen und -Wählern erhalten hat. «Die EVP ist eine Mittepartei, es würde nicht aufgehen, wenn alle Stimmen nur auf eine Seite gingen.» Schon im Vorfeld der Stichwahl sagte Waibel, dass die Wahl in der Mitte entschieden werde.

Der SVP war es dank der Listenverbindung mit BDP und FDP gelungen, vier Sitze im siebenköpfigen Gemeinderat zu holen. «Mit vier Sitzen und dem Präsidium stehen wir definitiv in der Verantwortung», sagt Annegret Hebeisen. Anders als zum Teil geargwöhnt werde, handle es sich aber nicht um die «Alleinherrschaft» einer Partei. Man versuche, auch die anderen Parteien ins Boot zu holen. Davon geht auch Fred Gerber aus. «Ich nehme an, dass weiter nach sachpolitischen Kriterien entschieden wird.» Dies sei auch in den letzten neun Jahren mit einer RGM-Mehrheit im Gemeinderat der Fall gewesen.

Keine Entschuldigungen

In Zukunft könnte die Versuchung gross sein, die Schuld, wenn etwas schiefgeht, der SVP in die Schuhe zu schieben. «Es gibt keine Entschuldigungen, wir stehen in der Verantwortung und müssen gute ‹Büez› abliefern», sagt Waibel dazu. Im Gemeindeparlament, dem Grossen Gemeinderat, ist das Kräfteverhältnis fast ausgeglichen: SVP, BDP und FDP kommen auf 21 Sitze, SP, GFL und EVP auf 19 Mandate.

Waibel tritt sein Amt auf Neujahr an, sein Nachfolger bei seinem Arbeitgeber sei bereits eingearbeitet. «Wenn ich verloren hätte, wäre er mein Stellvertreter geworden.» Sein Arbeitgeber habe in diesem Punkt sehr viel Entgegenkommen gezeigt. Noch nicht klar ist, welches Departement Waibel übernehmen wird, der neu zusammengesetzte Gemeinderat entscheidet heute über die Ressortverteilung. Gemäss Reglement sei vorgesehen, dass der Präsident oder die Präsidentin eines der Schlüsseldossiers, Planung oder Finanzen, übernehme, sagt Waibel. Elsbeth Maring-Walther betreute neben dem Präsidialen auch das Departement Planung. Dieses würde mit ihrem Rücktritt auf Ende Jahr frei. «Ich habe kein eigentliches Wunschdepartement, wir müssen das untereinander ausjassen», sagt Waibel.

Manfred Waibel ist der neue Gemeindepräsident Wahlbeteiligung: 45,4 %

Kommentar
Wahlsieg ist kein Freipass für die SVP

Simon Wälti

In den letzten neun Jahren befand sich das Gemeindepräsidium in Münchenbuchsee in der Hand der SP. Elsbeth Maring-Walther war die erste vollamtliche Gemeindepräsidentin im Kanton Bern. RGM besass in der Exekutive die Mehrheit. Wegen der finanziellen Probleme kam es aber nie zu einem rot-grünen Wunschkonzert. Beide politischen Lager mussten über ihren Schatten springen: die linke Seite bei Sparmassnahmen und die rechte Seite bei Steuererhöhungen. Mit ihrer Rolle tat sich die SVP nicht immer leicht, vor allem in der ersten Amtsperiode von Maring-Walther waren auch spitze Töne zu vernehmen.

Dass Manfred Waibel (SVP), der noch keine Exekutiverfahrung aufweist, in der Stichwahl klar gewinnen würde, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Es ist möglich, dass EVPWählerinnen und -Wähler ihn im zweiten Wahlgang unterstützt haben. In der Partei gab es eine gewisse Enttäuschung, hoffte man doch, dass die SP nicht antreten und sich hinter Ruedi Löffel stellen würde. Dazu kam es jedoch nicht, weil die SP Fred Gerber nominierte. Ihm blieb – vielleicht wegen dieser Konstellation – die Krönung seiner langen politischen Laufbahn versagt. Es ist zudem denkbar, dass das Alter eine Rolle spielte: Mit Jahrgang 1953 ist er älter als die abtretende Gemeindepräsidentin.

Nun steht die SVP in der Verantwortung. Der Wahlsieg ist eine Legitimation, aber kein Freipass. Die Aufgaben sind nicht einfacher geworden: Finanziell ist Münchenbuchsee nicht auf Rosen gebettet, auch wenn das Schlimmste überstanden scheint. Gleichzeitig stehen wichtige Investitionen an. Tragfähige und austarierte Lösungen kann die SVP nur zusammen mit den anderen politischen Kräften erarbeiten. Ein zu dominantes Auftreten wäre kontraproduktiv.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
12.12.2016

BZ-Artikel: Waibel gewinnt Stichwahl

Ein Geschenk für den Nachfolger: Elsbeth Maring-Walther gratuliert Manfred Waibel zur Wahl. (Bild: Christian Pfander)

Manfred Waibel macht den Erfolg der SVP komplett. Er setzt sich in der Stichwahl ums Gemeindepräsidium gegen Fred Gerber (SP) durch. Vor zwei Wochen hatte die SVP bereits die absolute Mehrheit im Gemeinderat geholt.


Bankettsaal. In einer Ecke steht ein geschmückter Weihnachtsbaum. Im Mittelpunkt steht aber Manfred Waibel. In Häberli’s Schützenhaus hat sich die SVP Münchenbuchsee versammelt, um den Abschluss der Gemeindewahlen zu feiern. Diese haben gestern aus SVP-Sicht perfekt geendet. Ihr Kandidat Manfred Waibel hat die Stichwahl ums vollamtliche Gemeindepräsidium gegen Fred Gerber (SP) klar gewonnen. «Ein Mega-Santé auf Mani», sagt Parteipräsidentin Annegret Hebeisen und hebt das Glas. Derweil nimmt der künftige Gemeindepräsident die Glückwünsche entgegen.

Manfred Waibel kommt aus dem Händeschütteln nicht mehr heraus. «Jetzt sind wir Berufskollegen», sagt der 50-Jährige zu Parteikollege Peter Bill, dem Gemeindepräsidenten aus Moosseedorf. Zu den Gratulanten gehört noch Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP), die ihrem Nachfolger ein Geschenk überreicht.

Nicht auf den Mann gespielt

«Es fühlt sich gut an», sagt Manfred Waibel kurz nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Er hatte darauf gehofft. «Aber damit rechnen darf man nie», ergänzt er. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte der SVP-Mann zwar am meisten Stimmen geholt.

Aber die drei Kandidaten von Mitte-links (SP, GFL, EVP) hatten zusammen mehr Stimmen auf sich vereint als die beiden Bürgerlichen. Es habe alles bei null angefangen.

Und warum hat das Pendel nun recht deutlich für Manfred Waibel ausgeschlagen? «Es ist ein Erfolg des Teams», sagt Annegret Hebeisen. Jeder habe mitgeholfen, nicht nur ein harter Kern. Die Partei habe die Stärken des eigenen Kandidaten betont und sachlich argumentiert.

Hebeisen spielt damit auf ein Inserat im Anzeiger an. In diesem hat ein GFL-Mitglied dazu aufgerufen, Fred Gerber zu wählen, «damit sich die politische Macht nicht in einer einzigen Partei ballt».

Die SVP hatte vor zwei Wochen im Gemeinderat vier von sieben Sitzen geholt. Annegret Hebeisen ist sich bewusst, dass auf ihrer Partei mit diesen Mehrheitsverhältnissen in der nächsten Legislatur eine «Riesenverantwortung» lastet. «Die Erwartungen an uns sind hoch, von unseren Wählern, aber auch aus der Bevölkerung.»

Fehlende Solidarität?

Gut 100 Meter entfernt im Bären hat sich die SP getroffen. Der Kontrast zur SVP könnte fast nicht grösser sein. Die Beleuchtung im kleinen Säli ist eher gedämmt, die Stimmung ist gedrückt. «Die Enttäuschung ist gross», gibt Fred Gerber zu. «Ich kenne viele Geschäfte, ich hätte das Amt gerne übernommen.»

Der Rückstand von über 240 Stimmen ist deutlich. Er hat auf einen engeren Ausgang gehofft. Der 63-Jährige ist überzeugt, dass er als Gemeindepräsident ein Gegenpol gewesen und nicht nur von der SVP-Mehrheit herumkommandiert worden wäre. Peter Kast, Co-Präsident der SP, sieht einen möglichen Grund für das Scheitern darin, dass die Solidarität im Mitte-links-Lager nicht funktioniert hat.

Nur so kann er sich erklären, dass sich das Verhältnis gedreht hat. Auf die leicht tiefere Wahlbeteiligung allein lasse sich das nicht zurückführen, sagt Kast.

Er ist froh, dass im Parlament die relativ ausgeglichenen Mehrheitsverhältnisse nicht geändert haben. Sicher werde die SP nun pointierter auftreten und der SVP auf die Finger schauen. In den letzten Jahren habe die Partei wegen der Gemeindepräsidentin aus den eigenen Reihen mehr Rücksicht nehmen müssen.

Resultat Stichwahl
Gewählt: Manfred Waibel (SVP), 1640 Stimmen (54%).
Nicht gewählt: Fred Gerber (SP), 1396 Stimmen (46%).
Wahlbeteiligung 45,4%.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
10.12.2016

BZ-Artikel: Frau bediente sich aus der Burgerkasse


Eine Frau hat als Liegenschaftsverwalterin über 150 000 Franken abgezweigt. Das Gericht verurteilte sie zu einer bedingten Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Eine der Geschädigten ist die Burgergemeinde Münchenbuchsee.


Die Frau sprach mit zittriger Stimme, mit dem Taschentuch wischte sie sich die Tränen ab. «Ich möchte mich entschuldigen», sagte sie vor dem Regionalgericht. Sie wirkte angeschlagen. Sie befindet sich zurzeit in psychiatrischer Behandlung, um wieder «Halt im Leben» zu finden. Sie hatte sich bei den Betroffenen auch nicht gemeldet, zu sehr habe sie sich geschämt.

Gerichtspräsident Sven Bratschi nahm ihr die Entschuldigung ab, das Ganze sei «nicht gespielt». Die 43-Jährige hatte ihre Taten gestanden und die Forderungen der Geprellten anerkannt. Deshalb wurde die Verhandlung im abgekürzten Verfahren durchgeführt, der Gerichtspräsident bestätigte das zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung vereinbarte Strafmass. Zwei Jahre Gefängnis bedingt lautet dieses Verdikt. Es ging um qualifizierte Veruntreuung und Veruntreuung von 150 000 Franken sowie Urkundenfälschung.

Reka-Checks bezogen

Die Verurteilte war bei einem Berner Unternehmen angestellt, das unter anderem die Liegenschaften der Burgergemeinde Münchenbuchsee verwaltet und deren Buchhaltung führt. In dieser Funktion bestellte die Frau Reka-Checks und belastete diesen Kauf verschiedenen Konten der Liegenschaftsverwaltung. Die Checks verwendete sie privat. Zudem zahlte sie sich kleinere Beträge von einem Mietkonto oder aus der Kasse der Burgergemeinde in bar aus. Insgesamt flossen über 70 000 Franken in ihre Tasche. Mit gefälschten Unterschriften einer Kollegin vertuschte sie die unrechtmässigen Buchungen.

Die Unregelmässigkeiten wurden 2014 bei den ordentlichen Kontrollen der Burgergemeinde entdeckt, nachdem die Frau die Firma verlassen hatte. In der Folge sei die Buchhaltung der vorangehenden zehn Jahre eingehend überprüft worden, sagte Claude Monnier, Sekretär der Burgergemeinde, der die Gerichtsverhandlung verfolgte. Die finanziellen Verfehlungen konnten so auf den Zeitraum von Oktober 2012 bis April 2014 eingegrenzt werden.

Es braucht Vertrauen


Weitere knapp 80 000 Franken veruntreute die Frau zwischen August 2014 und Mai 2015. In diesem Zeitraum verwaltete sie als Treuhänderin die Liegenschaften eines Ehepaars. Ausgestattet mit einer Einzelvollmacht, überwies die Frau zwei grössere Geldbeträge auf ihr Privatkonto. Der Verteidiger sagte in seinem kurzen Plädoyer, seiner Mandatin sei es nicht allzu schwer gemacht worden.

Das Vieraugenprinzip habe nicht funktioniert, die Kontrollen seien nicht fehlerfrei gewesen. Er wolle das aber nicht als Entschuldigung verstanden haben, betonte der Verteidiger Solche Veruntreuungen, die mit gefälschten Dokumenten vertuscht würden, seien nicht einfach zu entdecken, sagte Claude Monnier nach der Verhandlung. Sonst müsste man immer jeden einzelnen Beleg und jede Unterschrift auf ihre Echtheit überprüfen. Ein gewisses Vertrauen müsste den Mitarbeitenden, die mit dem Zahlungsverkehr betraut sind, entgegengebracht werden. Wichtig sei, dass die Kontrollen bei der ordentlichen Revision die Verfehlungen zutage gebracht hätten.

Blaues Auge für die Burger

Die Verurteilte muss den Geschädigten das Geld zurückzahlen. Wann und wie das passieren wird, steht in den Sternen. Für die Burgergemeinde Münchenbuchsee ist das Ganze in finanzieller Hinsicht glimpflich verlaufen. Die Frau hat nicht als Organ der Burgergemeinde gehandelt und war auch nicht von ihr direkt angestellt, wie Claude Monnier sagt. Im Moment werde mit den Beteiligten über die Deckung des Schadens und der Kosten verhandelt.

Ein Artikel aus der 
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
05.12.2016

BZ-Artikel: Gesucht wird ein neuer Chef

Fred Gerber (links) hat das Gemeindepräsidium im Fokus, Manfred Waibel setzt zum entscheidenden Wurf an. (Bilder: Stefan Anderegg, Beat Mathys)

Am 11. Dezember entscheidet sich, wer neuer Gemeindepräsident wird. In der Stichwahl um das Vollamt kommt es zum Duell Manfred Waibel gegen Fred Gerber.

1088 zu 823 Stimmen: Im ersten Wahlgang am letzten Sonntag hatte SVP-Kandidat Manfred Waibel die Nase klar vor Fred Gerber (SP). Für die Stichwahl ums Gemeindepräsidium Münchenbuchsee in einer Woche werden die Karten neu gemischt. Die Stimmen der drei ausgeschiedenen Kandidaten werden neu erteilt. Waibel kann demnach auf die Unterstützung der FDP und der BDP zählen, Gerber auf jene der GFL und der EVP.

Fred Gerber und Manfred Waibel haben beide praktisch ihr ganzes Leben in Münchenbuchse verbracht, sind im Dorf gut verankert und in Vereinen aktiv. Gerber ist seit fünf Jahren Mitglied des Gemeinderats, Waibel gehört seit vier Jahren dem Parlament an.

Interview: Hans Ulrich Schaad

In Münchenbuchsee steht das Thema Verdichtung auf der Traktandenliste. Wo könnte ein Hochhaus gebaut werden?


Fred Gerber: Zuerst müsste man genau definieren, was ein Hochhaus ist. Die Potenzialstudie 2016 zeigt auf, dass im Gebiet Bahnhof die Möglichkeit bestehen würde, in die Höhe zu bauen.

Manfred Waibel: Die Bevölkerung hat sich seit 2006 intensiv damit beschäftigt, ob ein Hochhaus ins Dorf passt. Dieses Projekt wurde mehrheitlich abgelehnt. Innere Verdichtung sehe ich zurzeit nicht in Form eines Hochhauses, sondern aus vielen (punktuellen) Verbesserungen.

Wie kann das Allmend-Quartier besser ans Dorf angebunden werden?

Fred Gerber: Indem auch von der Gemeinde Anlässe und Veranstaltungen vermehrt im Allmend-Quartier organisiert werden. Wie etwa die Sitzung des Grossen Gemeinderats, die 2015 in der Allmendturnhalle stattgefunden hat.

Manfred Waibel: Es muss wieder bewusst gemacht werden, dass die Allmend Teil der Gemeinde ist. Mustergültig sind hier Aktionen wie die Kinder- und Jugendnacht mit einem attraktiven Festangebot im Quartier. Über die Hälfte der Besucher kam aus dem Dorf.

Braucht die Schule ein neues Mehrzweckgebäude für 10 Millionen Franken?

Fred Gerber: Der Pavillon beim Paul-Klee-Schulhaus ist baufällig. Dieser muss dringend ersetzt werden. Die steigenden Schülerzahlen in der Tagesschule zeigen auf, dass mehr Platz benötigt wird. Die neu eingesetzte Spezialkommission wird dem Gemeinderat einen konkreten Vorschlag unterbreiten.

Manfred Waibel: Vor allem die Tagesschule, aber auch die Schule benötigen mehr Platz. Der Pavillontrakt ist ein Provisorium und muss ersetzt werden. Wenn die 10 Millionen Franken investiert werden können, ohne die Finanzen aus dem Lot zu bringen, dann ja. Wenn eine Steuererhöhung nötig würde, müssen andere Lösungen ins Auge gefasst werden.

Würden Sie als Gemeindepräsident Mandate in regionalen oder kantonalen Gremien anstreben?

Fred Gerber: Als Gemeindepräsident ist eine grossflächige Vernetzung nur von Vorteil. Ich bin offen für solche Mandate.

Manfred Waibel: Im Moment sicher nicht. Ich möchte mich voll und ganz für die Gemeinde einsetzen. Das wäre allenfalls dann in der weiteren Zukunft ein Thema, wenn sich dadurch ein klarer Mehrwert für die Interessen der Gemeinde erzielen liesse.

Sie leeren im Namen der Gemeinde den 50-Millionen-Jackpot im Schweizer Zahlenlotto. Was machen Sie mit dem Geldsegen?

Fred Gerber: Ich spiele sozusagen nie Lotto und somit ist die Chance auf einen Gewinn gleich null. Falls doch, wäre dies ein schöner Zustupf in die Gemeindekasse.

Manfred Waibel: Das Dorf, das Zentrum planen und nach einer Gesamtsicht aller unserer Bedürfnisse ein multifunktionales Gebäude bauen. Renovationen an Gemeindeliegenschaften umsetzen und weiterplanen. Den Rest auf die hohe Kante legen. Eine Steuersenkung müsste geprüft und umgesetzt werden. Der Startschuss würde mit einem Dorffest erfolgen.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
05.12.2016

Bund-Artikel: "Das Auftreten hätte einheitlicher sein können"

Manfred Waibel (SVP) und Fred Gerber (SP, rechts) rechnen beide mit einem knappen Resultat. (Fotos: Franziska Rothenbühler)

In Münchenbuchsee fällt die Entscheidung ums Präsidium am 11. Dezember zwischen Fred Gerber (SP) und Manfred Waibel (SVP).


Interview: Simon Wälti

Herr Waibel, Sie haben im ersten Wahlgang klar mehr Stimmen gemacht. Sind Sie der Favorit für den zweiten Wahlgang am 11. Dezember?

Waibel: Nein. Wenn man die Stimmenzahlen aller Kandidaten anschaut, sieht man, dass wir beide nahe zusammen sind. Es wird eng. Wir sind auf dem gleichen Stand.

Herr Gerber, Sie hatten einen Rückstand von 265 Stimmen. Sind Sie also der Aussenseiter?

Gerber: Ich habe es so erwartet. Ich denke aber, dass es, wenn alle Leih halten, sehr knapp wird. Eine Prognose will ich nicht abgeben. Es ist interessant bis am Sonntagnachmittag. Es wäre vermessen zu sagen, ich bin derjenige, der obenaus schwingt.

Sie sprechen die anderen Parteien an: GFL und EVP stehen hinter Ihnen, während FDP und BDP Herrn Waibel unterstützen. Machen Sie sich Hoffnungen, Wählerinnen und Wähler des jeweils anderen Lagers auf Ihre Seite zu ziehen?

Waibel: Ich sage, die Wahl entscheidet sich in der Mitte. Die Parteiwähler sind die treuen Wähler, die mich sowieso wählen. Es ist wie im Parlament: Wenn sich links und rechts nicht einig sind, entscheidet die Mitte.

Gerber: Ich hoffe doch, dass die eine oder andere Stimme von FDP und BDP auf meine Seite geht. Niemand kann sich als Favorit fühlen. Die Stimmbeteiligung dürfte aber deutlich tiefer sein, weil keine eidgenössische Abstimmung stattfindet und es «nur noch» um das Präsidium geht. Es dürfte nicht einfach sein, alle an die Urne zu bringen, die SP, EVP oder der GFL nahestehen.

Herr Waibel, Sie sind neu im Gemeinderat, das Präsidium ist mit Elsbeth Maring-Walther seit 2007 in der Hand der SP. Setzen Sie auf das Argument des Wechsels?

Waibel: Nein, einen Wechsel gibt es ja sowieso von der Person her, ob jetzt ich oder Fred Gerber gewählt wird. Ich setze nicht darauf, dass die Wähler sagen, es brauche einen Wechsel der Partei. Sie sollen sich für die Person entscheiden.

Gerber: Ein bisschen ein anderer Wind ist vielleicht nicht schlecht, auch wenn er von der gleichen Partei käme. Ich führe sicher anders als Elsbeth Maring-Walther.

Ein Thema im Wahlkampf war, dass der derzeitige Gemeinderat nicht so gut harmoniere, dass das Klima besser sein könnte. Können Sie das als Gemeinderat bestätigen, Herr Gerber? Gab es Reibereien?

Gerber: Das stimmt einfach nicht. Wir hatten intern überhaupt keine Reibereien. Aber es ist natürlich nicht so, dass man im Gemeinderat immer ein Herz und eine Seele ist. Da gibt es auch Diskussionen.

Waibel: Das Auftreten gegen aussen hätte einheitlicher sein können. Man hätte auch die Einigkeit nach Entscheiden besser demonstrieren können, bei Anlässen zum Beispiel.

Gerber: Da bin ich einverstanden. Früher ging der Gemeinderat gemeinsam und geschlossen an den Buchsi-Märit. Das fehlte.

Andererseits wurden Beschlüsse wie die zur Sanierung der Finanzen gemeinsam vertreten. Niemand scherte aus.

Waibel: Wir befanden uns mit dem Bilanzfehlbetrag in einer Situation, wo es wirklich nur noch miteinander ging. Hätten wir überall zu streiten begonnen, schon bei kleinen Beträgen, wäre es sicher nicht gut herausgekommen.

Sie, Herr Gerber, haben das im Gemeinderat selbst miterlebt. Wie hart war das?

Gerber: Das war eine überaus interessante Zeit. Es gab einfach nichts anderes, als die Finanzen zu sanieren. In meinem Departement Hochbau musste ich zu streichen beginnen und zurückstehen: Unterhalt der Liegenschaften, Bauprojekte. Man diskutierte aber sehr sachlich miteinander.

Bei den Wahlen in den Gemeinderat hat die SVP eine Mehrheit errungen. Bisher hatten SP, GFL und EVP eine Mehrheit. Was wird sich ändern?

Waibel: Wir hatten bisher nicht eine links- oder rechtslastige Politik in Münchenbuchsee. In den allermeisten Fällen gab es einen sachpolitischen und nicht einen parteipolitischen Entscheid. Unsere Positionen liegen nicht so weit auseinander.

Gerber: Auch die nächsten vier Jahre wird das so sein. Wir haben das grosse Thema innere Verdichtung und Ortsplanung. Auch die Finanzen bleiben knapp, auch die müssen wir im Griff haben. Sonst haben wir bald wieder einen Bilanzfehlbetrag.

Wie sieht es aus, wenn Sie nicht als Gemeindepräsident gewählt würden, Herr Waibel. Gemeinderat sind Sie ja. Würden Sie dann Fred Gerber das Leben schwer machen? Die SVP hat ja die Mehrheit.

Waibel: Wenn ich jemandem aus Prinzip das Leben schwer mache, dann habe ich verloren, auch wenn ich vielleicht auf dem Papier gewinne. Man muss sachpolitisch überzeugen. Es wird in den nächsten vier Jahren sicher auch knappe Entscheide geben. Aber es kann nicht sein, dass man einfach alles durchdrückt, ohne auch die nötigen Argumente zu haben.

Sie sind 63-jährig, Herr Gerber, die SVP bringt das Alter ins Spiel...

Gerber: Ich habe erwartet, dass das kommt. Das scheint eine Lieblingsfrage der Medien zu sein. Ich fühle mich nicht alt. Ich sage mir, ich möchte den Schwung, den ich vom Gemeinderat habe, mitnehmen. Man ist so alt, wie man sich fühlt. Umgekehrt könnte man sagen, Herrn Waibel fehle Erfahrung und Dossierkenntnis, weil er bisher noch nicht im Gemeinderat war.

Apropos Altersunterschied: Mit Jahrgang 1966 gehören Sie ja auch nicht mehr zu den ganz Jungen.

Waibel: Man muss ja auch nicht zwanzigjährig sein, um ein politisches Amt zu bekleiden. Es ist jedoch eine biologische Tatsache, dass Fred Gerber älter ist als ich. Aber ich frage mich schon, ob das eine Karte ist, die man ausspielen soll.

Das soll also kein Thema sein im Wahlkampf?

Waibel: Es ist halt so, dass wir in vielen Themen gleicher Meinung sind, manchmal muss man halt noch einen Unterschied finden. Es gibt Themen, die angegangen werden müssen, wie die Saalanlage, die Zentrumsplanung oder die Tagesschule.

Gerber: Ein anderes Beispiel ist die Oberdorfstrasse. Wie will man hier eine Begegnungszone machen mit dem öffentlichen und dem privaten Verkehr. Es ist nicht sinnvoll, hier Hindernisse aufzustellen. Da würden wir uns nur selber das Leben schwer machen. Eine verkehrsberuhigte Wohlfühloase ist hier nicht möglich.

Waibel: Wir können nicht einfach zumachen und absperren. Für den privaten Verkehr gibt es hier keine alternative Route. Verkehrsprobleme kann man nur in Zusammenarbeit mit den anderen umliegenden Gemeinden lösen.

Sie sprechen die Zusammenarbeit mit den anderen umliegenden Gemeinden an. Und was sagen Sie zu einer Fusion?

Gerber: Uns hätte sowieso niemand gewollt, mit einem Bilanzfehlbetrag. Ich denke auch nicht, dass es in den nächsten Jahren zum Thema wird.

Waibel: Ich sehe keinen Grund, mit Zollikofen oder mit Moosseedorf zu fusionieren. Es würde sich auch keine Mehrheit in der Bevölkerung dafür finden. Wenn eine kleine Gemeinde ein Problem hat, zum Beispiel weil sie keine Personen mehr für die politischen Ämter findet, dann ist das etwas anderes. Das müsste man prüfen.

Gerber: In verschiedenen Bereichen arbeiten wir schon mit anderen Gemeinden zusammen, zum Beispiel bei der Feuerwehr.

Was machen Sie am Wahltag?

Waibel: Ich stehe auf und nehme «Zmorge». Ich habe kein spezielles Programm, je nach Wetter.

Gerber: Am Sonntagmorgen gehe ich meistens joggen oder mit meiner Frau spazieren. Dann, nach dem Mittagessen, warte ich ab, bis der Anruf kommt. Das Resultat wird wohl schon zwischen 14 und 15 Uhr eintreffen.

Nervös?

Gerber: Besonders nervös bin ich nicht.
Waibel: Eine gesunde Nervosität...
Gerber: Ein bisschen kribbelt es aber schon.

«Wenn sich links und rechts nicht einig sind, entscheidet die Mitte.»
Manfred Waibel, SVP

«Es ist nicht so, dass man im Gemeinderat immer ein Herz und eine Seele ist.»
Fred Gerber, SP

Mehrheit ist gekippt
Zur Wahl um das Gemeindepräsidium traten am 27. November fünf Kandidaten an. Manfred Waibel (SVP) kam auf 1088 Stimmen, Fred Gerber (SP) auf 823 Stimmen, Ruedi Löffel (EVP) auf 585 Stimmen, Michel Gygax (BDP) machte 347 Stimmen und der als Gemeinderat abgewählte Peter Stucki (GFL) 317 Stimmen. Amtsinhaberin Elsbeth Maring-Walther (SP) tritt Ende Jahr zurück, sie war ab 2007 im Amt. Nach dem Reglement der Gemeinde Münchenbuchsee kommen die beiden Kandidierenden mit den besten Stimmenzahlen in den zweiten Wahlgang. Würde man einfach die Stimmen zusammenzählen, nach der Unterstützung durch die Parteien, so läge Gerber deutlich vor Waibel (1725 zu 1435 Stimmen). Im Gemeinderat ist die bisherige Mehrheit von SP, GFL und EVP gekippt. Die bürgerliche Listenverbindung mit SVP, FDP und BDP machte vier Sitze: Alle vier Mandate werden von den Kandidaten der SVP besetzt. Die BDP ging äusserst knapp leer aus.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
02.12.2016

Bund-Artikel: Startschuss für neue Ortsplanung in Buchsi

In einer Studie mit dem Titel «Wachstum nach innen» wurde aufgezeigt, dass Münchenbuchsee viel Potenzial für die innere Verdichtung aufweist.

Die Bevölkerung sei auf das Thema sensibilisiert, darum wolle man den Schwung ausnutzen, argumentiert der Gemeinderat. Diverse Planungsinstrumente sollen ausgearbeitet und eine neue Ortsplanung in Angriff genommen werden. Dafür wurde dem Grossen Gemeinderat gestern Abend ein Kredit von 412 000 Franken vorgelegt. Dieser wurde vom Rat einstimmig genehmigt. Mit der Zustimmung ist damit der Startschuss zur Ortsplanung erfolgt.

Auswirkungen auf lange Sicht

Es geht um Reglemente, Konzepte, Richtpläne und das Raumplanungsgesetz. Das sind technische und eher sperrige Begriffe; doch unter dem Strich soll die Ortsplanung dafür sorgen, dass sich die Gemeinde Münchenbuchsee ohne zu grossen Landverschleiss baulich weiterentwickelt. Die Ortsplanung wird grosse Auswirkungen auf lange Sicht hinaus haben, die Inhalte werden in den nächsten Jahren erarbeitet. Luzi Bergamin (GFL) sah die Chance «für eine breit abgestützte und ausgewogene Revision». Die neue Planung werde direkte Folgen für die Lebensqualität im Dorf haben, erklärte Walter Lanz (BDP). Der Terminplan, im November 2019 soll die Ortsplanung vors Volk kommen, wurde von verschiedener Seite als «sportlich» beurteilt. Es werde sich aber auszahlen, wenn man vorwärtsmache, sagte Urs-Thomas Gerber (FDP/parteilos).

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
02.12.2016

BZ-Artikel: Die Pfadi erhält den Prix Buchsi

Seit über fünfzig Jahren setzt sich die Pfadi Buchsi in der Jugendarbeit ein. Für dieses Engagement wurde sie gestern Abend mit dem Prix Buchsi ausgezeichnet.

Zum Abschluss der Legislatur hat die Gemeinde Münchenbuchsee im Rahmen der gestrigen Parlamentssitzung den Prix Buchsi verliehen. Unter mehreren Kandidaturen machte die Pfadi Buchsi das Rennen. Wie die Gemeinde mitteilt, ist die Pfadi seit über fünfzig Jahren in der Jugendarbeit aktiv. Kinder und Jugendliche verbringen ihre Freizeit sinnvoll und kreativ, lernen die Natur in all ihren Facetten kennen. Die Pfadi fördere den Teamgeist, viele Jugendliche könnten erste Führungserfahrungen machen. Zudem organisiert die Pfadi jährlich das Seifenkistenrennen, das schon 45-mal stattgefunden hat und jeweils auf ein grosses Interesse stösst.

Das alles sei nur dank vielen Stunden Freiwilligenarbeit möglich, lobte und dankte Parlamentspräsidentin Renate Löffel (EVP). Nebenbei stelle die Pfadi der Lebensmittelabgabestelle «Tischlein deck dich» ihr Lokal kostenlos zur Verfügung. Dafür gibts nun einen Zustupf in die Vereinskasse der Pfadi. Die Auszeichnung ist mit 3000 Franken dotiert.

Mit dem Prix Buchsi wird eine Person, eine Personengruppe, eine Institution oder eine Unternehmung geehrt, welche sich um die Förderung oder die Erhaltung des öffentlichen Wohls in der Gemeinde verdient gemacht hat.

Ein Artikel aus der
(pd/hus, Berner Zeitung BZ)
02.12.2016

BZ-Artikel: Buchsi will gegen innen wachsen

Der Grosse Gemeinderat hat einen Kredit für die Revision der Ortsplanung genehmigt.

Der neue Zonenplan der Gemeinde Münchenbuchsee ist erst vor drei Jahren in Kraft getreten. Grundsätzlich dürfte dieser wegen der Planbeständigkeit nicht schon wieder abgeändert werden. Aber die im Frühling fertiggestellte Studie «Wachstum nach innen» hat aufgezeigt, dass es in verschiedenen Gebieten einen dringenden Handlungsbedarf gibt. Zudem ist in der Zwischenzeit national ein neues Raumplanungsgesetz, kantonal ein neuer Richtplan und auf kommunaler Ebene ein Energierichtplan in Kraft getreten.

Die Prioritäten in der Raumplanung hätten sich verschoben, sagte Manuel Kast (SP) gestern Abend im Grossen Gemeinderat. Man müsse den Schwung der Potenzialstudie aufnehmen und die Arbeiten vorantreiben, fügte Walter Lanz (BDP) an. Georg Karlaganis (FDP) sprach im Namen der Geschäftsprüfungskommission von einem wichtigen Geschäft, das grosse und lange Auswirkungen habe. Verdichten bringe ebenfalls einen finanziellen Mehrwert.

Den Kredit von 412 000 Franken hat der Grosse Gemeinderat einstimmig genehmigt. Als erster Schritt wird nun ein räumliches Entwicklungskonzept erarbeitet. Die Revision soll 2020 abgeschlossen sein.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
28.11.2016

BZ-Artikel: Die beiden Blöcke bleiben gleich stark

Die Stärkeverhältnisse im Grossen Gemeinderat bleiben praktisch unverändert. Einzige Gewinnerin ist die FDP, die auf Kosten der BDP zwei Sitze gewinnt.

Die BDP kann auch in Münchenbuchsee ihr Verliererimage nicht abstreifen. Nachdem sie vor vier Jahren auf Anhieb 5 Sitze geholt hatte, musste sie nun deren 2 wieder abgeben. Mit einem Sitzverlust habe er gerechnet, sagt BDP-Präsident Walter Lanz. Immerhin erreiche die Partei noch Fraktionsstärke. Ein Grund für das schlechte Abschneiden sieht Lanz bei der fehlenden Stammwählerschaft.

Die 2 BDP-Sitze blieben im bürgerlichen Lager und gingen an den Bündnispartner FDP. Die vor vier Jahren verlorenen Sitze sind zurück, die FDP erreicht wieder Fraktionsstärke. Entsprechend happy ist Parteipräsident Georg Karlaganis: «Daran habe ich nicht geglaubt.»

Bei den vier anderen Parteien bleibt alles beim Alten. Damit hat der bürgerliche Block weiterhin 21 der 40 Sitze inne. Glücklich über die Wahl von zwei neuen SVP-Frauen ist Parteipräsidentin Annegret Hebeisen. Zudem habe es auf den ersten Ersatzplätzen einige Junge, die Wachablösung klappe.

Für keinen zusätzlichen Sitz hat es der SP gereicht, obwohl die Partei ihren Wähleranteil um knapp drei Prozenpunkte steigern konnte. Peter Kast, Co-Präsident der SP, hofft, dass das Parlament mit zwei fast gleich grossen Blöcken ein Ausgleich zum SVP dominierten Gemeinderat wird. Nur knapp hat die EVP ihr Ziel verpasst, einen fünften Sitz zu holen.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
28.11.2016

BZ-Artikel: Jetzt heisst es Gerber gegen Waibel

Für Fred Gerber (links) oder Manfred Waibel ist das Gebäude im Hintergrund ab Januar der neue Arbeitsplatz. (Bild: Walter Pfäffli)

In der Stichwahl ums Gemeinde­präsidium kommt es in zwei ­Wochen zum Duell zwischen Manfred Waibel (SVP) und Fred Gerber (SP). Im Gemeinderat hat die SVP neu die ab­solute Mehrheit.

Der neue Gemeindepräsident wird ein Urbuchser sein. Mit Manfred Waibel und Fred Gerber stehen sich zwei Kandidaten gegenüber, die in Münchenbuchsee geboren sind und hier praktisch ihr ganzes Leben verbracht haben. Beide sind glücklich, dass sie es in die Stichwahl geschafft haben.

Waibel hat es ebenfalls hauchdünn in den Gemeinderat gereicht: «Ich bin froh, dass ich keinen Bisherigen verdrängt habe.» Beide wollen in den nächsten zwei Wochen mit neuen Plakaten Präsenz zeigen. «Es hängt jetzt von der Geschlossenheit der anderen Parteien ab», sagt Gerber.

«Als gut bis sehr gut», bezeichnet Ruedi Löffel (EVP) sein Resultat. Mit 18,5 Prozent habe er das rechnerisch Mögliche herausgeholt. Positiv überrascht ist Michel Gygax (BDP), der mit Peter Stucki (GFL) einen amtierenden Gemeinderat hinter sich gelassen hatte. Damit hätte Gygax nicht gerechnet.

Nicht verbergen konnte Peter Stucki seine Enttäuschung über den letzten Rang. «Ich kann es nicht begründen», ergänzt er. Er habe das Gefühl, als Gemeinderat gute Arbeit geleistet zu haben. Am späten Nachmittag kam dann die zweite, noch schlechtere Nachricht für Stucki: Er wurde als Gemeinderat nicht wiedergewählt.

Die GFL kann ihren Sitz in der Exekutive nicht verteidigen. Die Welt gehe dadurch nicht unter, sagt Stucki. Er müsse das akzeptieren.

Rechnung voll aufgegangen

In der Exekutive haben neu die Bürgerlichen die absolute Mehrheit. Gleich alle Sitze innerhalb des Bündnisses gingen an die SVP. Die SVP hatte eine sehr gute Liste, das mussten die anderen Parteien neidlos anerkennen.

Peter Kast, Co-Präsident der SP, findet diese Machtkonzentration in der Exekutive nicht gut. Die Mitte- links-Parteien müssten nun alles daransetzen, mit Fred Gerber wenigstens das Gemeindepräsidium zu holen. «So könnten wir etwas Gegensteuer geben», sagt Kast. Mit Patrick Imhof konnte die SP den zweiten Sitz verteidigen.

Die SVP hat ihre Ziele erreicht: Manfred Waibel in einer guten Ausgangslage für den zweiten Wahlgang ums Präsidium, alle drei Bisherigen wiedergewählt und sogar die Mehrheit im Gemeinderat.

«Es wird aber keine Alleinherrschaft geben», verspricht Parteipräsidentin Annegret Hebeisen. Es gehe um die Sache, die Lösungen müssten für alle stimmen. Die Listenverbindung mit FDP und BDP ist voll aufgegangen.

Dank des speziellen Proporzmodus konnte die SVP mit einem Wähleranteil von nicht einmal 36 Prozent die absolute Mehrheit holen.

Ein Zufallsentscheid

Froh über die bürgerliche Wende sind BDP-Präsident Walter Lanz und FDP-Chef Georg Karlaganis. Lanz fügt aber an: «Das Resultat ist nicht ganz so wie gewünscht.» Das Proporzglück war auch nicht auf der Seite der BDP.

Innerhalb der bürgerlichen Listenverbindung fehlten ihr mickrige anderthalb Stimmen, ein Zufallsentscheid. Vor vier Jahren hatte sie aufgrund der fehlenden Listenverbindung einen Gemeinderatssitz verpasst.

Gut wiedergewählt wurde Gemeinderat Pascal Lerch von der EVP. Parteipräsidentin Renate Löffel hat «Blut geschwitzt» und war nicht ganz sicher, ob es für Lerch reichen wird.


Resultate
Gemeindepräsident:
SVP: Manfred Waibel (1088 Stimmen). SP: Fred Gerber (823). EVP: Ruedi Löffel (585). BDP: Michel Gygax (347). GFL: Peter Stucki (317). Manfred Waibel und Fred Gerber in der Stichwahl am 11. Dezember.

Gemeinderat:
SVP, gewählt:
Sonja Bucher (1179, bisher), Cesar Lopez (1107, bisher), Andreas Luginbühl (1097, bisher), Manfred Waibel (1042). Ersatz: Annegret Hebeisen (988), Fredi Witschi (975), Fritz Wüthrich (913).
SP, gewählt:
Patrick Imhof (1515), Fred Gerber (1038, bisher). Ersatz: Eva Häberli (826), Irene Hügli (764), Martin Frei (703), Andreas Burger (702).
BDP, nicht gewählt: Michel Gygax (442), Walter Lanz (287), Markus Hefti (234), René Bangerter (229), Marius Luterbacher (224), Rahel Baumgartner (219), Margret Dreier (198).
EVP, gewählt: Pascal Lerch (605, bisher). Ersatz: Ruedi Löffel (510), Gabi Jacobi (303), Toni Mollet (299), Christine Eckstein (275), Mathias Hächler (275).
GFL, nicht gewählt:
Peter Stucki (702, bisher), Edith Bucheli (304), Ursula Probst (276), Luzi Bergamin (266), Bernd Meister (258), Toni Burki (243).
FDP, nicht gewählt: Urs-Thomas Gerber (509), Georg Karlaganis (493), Cédric Steiner (402).

Sonja Bucher SVP, bisher
Cesar Lopez SVP, bisher
Andreas Luginbühl SVP, bisher
Waibel Manfred SVP, neu
Patrick Imhof SP, neu
Fred Gerber SP, bisher
Pascal Lerch EVP, bisher

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
Sonja Bucher, SVP, bisher. 1179 Stimmen. Bild: zvg
Cesar Lopez, SVP, bisher. 1107 Stimmen. Bild: zvg
Andreas Luginbühl, SVP, bisher. 1097 Stimmen. Bild: zvg
Manfred Waibel, SVP, neu. 1042 Stimmen. Bild: zvg
Patrick Imhof, SP, neu. 1515 Stimmen. Bild: zvg
Fred Gerber, SP, bisher. 1038 Stimmen. Bild: zvg
Pascal Lerch, EVP, bisher. 605 Stimmen. Bild: zvg
28.11.2016

Bund-Artikel: SVP holt Mehrheit im Gemeinderat

Fred Gerber (SP, links) und Manfred Waibel (SVP) liegen in Führung (Bild: Marius Haffner)

Bei den Wahlen in Münchenbuchsee heisst die Siegerin SVP, vorläufig – denn beim Kampf um das Präsidium ist noch kein Entscheid gefallen. Fred Gerber und Manfred Waibel werden das Amt unter sich ausmachen.


Die erste Runde im Kampf um das Präsidium in Münchenbuchsee geht an die SVP. Für den SVP-Kandidaten Manfred Waibel, er holte 1088 Stimmen, ist ein Zwischenziel erreicht, er sagt aber auch: «Meine Chancen sind intakt, aber das ist noch nicht gelaufen.»

Am zweitmeisten Stimmen machte der SP-Kandidat Fred Gerber, 823 Personen stellten sich hinter ihn. «Im Moment bin ich zufrieden, ich habe im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten», sagt er. Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang am 11. Dezember sei offen. An diesem nehmen die beiden Kandidaten teil, die im ersten Wahlgang am meisten Stimmen gemacht haben, die anderen scheiden automatisch aus.

Ruedi Löffel (EVP), Michel Gygax (BDP) und Peter Stucki (GFL) liegen deutlich hinter Gerber und Waibel zurück. Bitter für Stucki: Er wurde als amtierender Gemeinderat abgewählt. Am meisten Stimmen aus diesem Trio machte Löffel. Im Hinblick auf den 11. Dezember geht jetzt das Rechnen los. Gerber macht sich Hoffnungen auf die Stimmen der «Verbündeten» – GFL, EVP und SP sind für die Wahlen eine Listenverbindung eingegangen.

In den verbleibenden knapp zwei Wochen will Gerber einen aktiven Wahlkampf führen. «Wir müssen fighten», sagt er. Ähnlich drückt sich Waibel von der SVP aus: «Wir müssen präsent sein und Gas geben.» Zählt man einfach die Stimmen von Stucki und Löffel zu jenen von Gerber hinzu, so könnte es dem SP-Mann im zweiten Wahlgang reichen. Doch Waibel kann auf die Unterstützung von BDP und FDP zählen; auch bei der EVP hofft er auf ein gewisses Potenzial, obwohl diese gestern Abend beschloss, sich hinter Gerber zu stellen.

Es sei aber schwierig vorherzusagen, wie sich die EVP-Wählerschaft entscheiden werde, sagt er. Für Ruedi Löffel lag sein Abschneiden ungefähr im Rahmen des Erwartbaren. «Das Resultat ist gut bis sehr gut, um in den zweiten Wahlgang zu kommen, hätte ich aber eine Sensation gebraucht.»

Im siebenköpfigen Gemeinderat hat die SVP neu die Mehrheit und das mit einem Stimmenanteil von rund 36 Prozent: Zu den drei Bisherigen – Sonja Bucher, Cesar Lopez und Andreas Luginbühl – kommt Manfred Waibel hinzu. Die GFL verliert ihren Sitz. Pascal Lerch von der EVP wurde wiedergewählt. Für die SP schaffte Fred Gerber die Wiederwahl, Patrick Imhof wurde neu in die Exekutive gewählt.

Im Gemeindeparlament ist die FDP zurück in alter Stärke. Nachdem sie unter dem erstmaligen Antreten der BDP zu leiden hatte und zwei ihrer vier Sitze verlor, hat sie diese zwei Sitze nun zurückgeholt – auf Kosten der BDP, die nun noch drei Mandate hat. Bei den anderen Parteien blieb die Sitzzahl unverändert. Damit haben die bürgerlichen Parteien nominell eine knappe Mehrheit. Ob diese bei allen Themen zum Tragen kommt, ist aber offen.

Gemeindepräsidium
Manfred Waibel (SVP): 1088 Stimmen.
Fred Gerber (SP): 823 Stimmen.
Ruedi Löffel (EVP): 585 Stimmen.
Michel Gygax (BDP): 347 Stimmen.
Peter Stucki (GFL): 317 Stimmen.

Das absolute Mehr lag bei 1581 Stimmen. Der zweite Wahlgang findet am 11. Dezember statt.


Gemeinderatswahlen in Münchenbuchsee
In den Gemeinderat gewählt sind:
Patrick Imhof SP
Sonja Bucher SVP, bisher 1 179
Cesar Lopez SVP, bishe 1 107
Andreas Luginbühl SVP, bisher 1 097
Manfred Waibel SVP 1 042
Fred Gerber SP, bisher 1 038
Pascal Lerch EVP, bisher 605

Nicht gewählt sind:
Annegret Hebeisen, SVP, 988; Fredi Witschi, SVP, 975 Fritz Wüthrich, SP, 913; Eva Häberli Vogelsang, SP, 826; Irene Hügli, SP, 764; Martin Frei, SP, 703; Andreas Burger, SP, 702; Peter Stucki, GFL, 702; Ruedi Lö el, EVP, 510; Urs-Thomas Gerber, FDP, 509; Georg Karlaganis, FDP, 493; Michel Gygax, BDP, 442; Cédric Steiner, FDP, 402; Edith Bucheli Waber, GFL, 304; Gabi Jacobi-Schranz, EVP, 303; Toni Mollet, EVP, 299; Walter Lanz, BDP, 287; Ursula Probst Stucki, GFL, 276; Christine Eckstein, EVP, 275; Mathias Hächler, EVP, 275; Luzi Bergamin Poncet, GFL, 266; Bernd Meister, GFL, 258; Toni Burki, GFL, 243; Markus Hefti, BDP, 234; René Bangerter, BDP, 229; Marius Luterbacher, BDP, 224; Rahel Baumgartner, BDP, 219; Margret Dreier, BDP, 198.

Das Gemeindeparlament
FDP gewinnt zwei Sitze im Grossen Gemeinderat – die BDP verliert
SVP
Thomas Krebs, SVP, bisher, 1318
Fredi Witschi, SVP, bisher, 1228
Fritz Wüthrich, SVP, bisher, 1153
Thomas Freudiger, SVP, bisher, 1046
Heinz Wallimann, SVP, bisher, 1038
André Quaile, SVP, bisher, 1027
Arduino Lavina, SVP, bisher, 1017
Thomas Glauser, SVP, bisher, 972
Katharina Melliger, SVP, bisher, 972
Kurt Stettler, SVP, bisher, 947
Marco Capelli, SVP, bisher, 934
Claudia Kammermann, parteilos, 928
Beatrice Schneider-Hebeisen, SVP, 926
Beat Offner, SVP, bisher, 925

SP
Eva Häberli Vogelsang, SP, bisher, 1668
Martin Frei, SP, bisher, 1560
Manuel Kast, SP, bisher, 1548
Andreas Burger, SP, bisher, 1519
Stefan Marti, SP, 1509
Luzia Genhart Feigenwinter, SP, bisher, 1503
Nicola Bisogni, SP, bisher, 1478
Wolfgang Eckstein, SP, bisher, 1475
Yvan Schneuwly, SP, 1473
Katharina Häberli Harker, SP, 1414
Cristina Schweingruber, parteilos, 900

EVP
Renate Löffel-Wenger, EVP, bisher, 752
Gabi Jacobi-Schranz, EVP, bisher, 655
Eveline Gygax Müller, EVP, bisher, 613
Christine Eckstein, EVP, bisher, 612

GFL
Edith Bucheli Waber GFL, bisher, 640
Bernd Meister, GFL, bisher, 603
Luzi Bergamin Poncet, GFL, bisher, 602
Toni Burki, GFL, bisher, 567

FDP
Georg Karlaganis, FDP, bisher, 714
Urs-Thomas Gerber, parteilos, bisher, 689
Marco Arni, FDP, 594
Françoise Bartlome-Gallandre, FDP, 558

BDP
Walter Lanz, BDP, bisher, 639
René Bangerter, BDP, bisher, 592
Markus Hefti, BDP, bisher, 546

Kommentar
Ausgangslage ist offen
Simon Wälti
Die Mehrheit ist gekippt: Im Gemeinderat haben nicht mehr SP, GFL und EVP das Sagen, die SVP gibt in Zukunft den Ton an. Dank der Listenverbindung mit BDP und FDP, die als reine Stimmenlieferanten fungierten, holte sich die stärkste politische Kraft in Münchenbuchsee vier Sitze im Gemeinderat. Die SVP ist damit verglichen mit dem Stimmenanteil von 36 Prozent sehr gut bedient. Der Unterschied zwischen den Blöcken war mit über 1000 Stimmen jedoch erheblich.

Offen ist die Ausgangslage im Kampf um das Gemeindepräsidium. Da gleich fünf Personen das Vollamt anstrebten, war zu erwarten, dass niemand das absolute Mehr erreichen würde. 2007 siegte Elsbeth Maring-Walther (SP) gegen Sonja Bucher (SVP) knapp im zweiten Wahlgang. Nun stehen sich mit Fred Gerber und Manfred Waibel wieder SP und SVP gegenüber. Für beide Kandidaten wird es in den nächsten beiden Wochen darum gehen, möglichst gut zu mobilisieren. Mitentscheidend wird sein, wie sich die Wählerinnen und Wähler der anderen Parteien entscheiden: Nicht alle EV-Paffinen Personen werden Gerber wählen, auf der anderen Seite gehen wohl auch nicht restlos alle Stimmen von FDP und BDP einfach zu Waibel.


Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
21.11.2016

BZ-Artikel: Das Abbruchhaus steht nun in der Stube

«Die tragenden Elemente wie Balken oder Stützen sind aus Eiche und in einem guten Zustand, trotz Wurmbefall», sagt Marc Herzig. (Bild: Markus Grunder)

Vor zwölf Jahren wurde das Hylerhaus in Münchenbuchsee nach längerer Diskussion abgerissen. Marc Herzig aus Leissigen hat die ­Überreste übernommen und eingelagert. Jetzt hat er die Fassade in seinem Wohnzimmer eingebaut.


Marc Herzig führt die Besucher in die Einstellhalle seines neuen Wohnhauses, das er in rund zwei Monaten beziehen kann. In einer Ecke stehen zwei alte Autos. Viel mehr Platz nehmen unzählige Holzteile ein. Sie liegen gut verstaut in Regalen, die grösseren sind auf dem Betonboden auf­geschichtet. An jedem einzelnen Element haftet eine kleine weisse Plastiketikette: F/S/1. St./8 heisst es darauf beispielsweise. Oder, ausgeschrieben: Fassade, Süden, 1. Stock, Teil Nummer 8.

Ein 3-D-Puzzle

Die Teile gehören zu einem «3-D-Puzzle», wie es Marc Herzig nennt. Der Fluglehrer aus Leissigen am Thunersee besitzt das Zusammensetzspiel seit zwölf Jahren. Es sind die Überreste des Hylerhauses, das an der Schmiedegasse in Münchenbuchsee stand. Just in diesen Wochen, in der die leer stehende Parzelle in Münchenbuchsee im Wahlkampf ein Thema ist (siehe unten), erhält das historische Gebäude ein neues Leben - wenigstens teilweise.

«Alte Sachen haben mich immer fasziniert» sagt Marc Herzig. Auf der Suche nach einem alten Bauernhaus oder Teilen davon wandte er sich an den Heimatschutz. Dieser habe ihn auf das Hylerhaus in Münchenbuchsee aufmerksam gemacht, das damals kurz vor dem Abbruch stand.

So konnte er im November 2004 die Überreste des Hauses quasi zum Nulltarif übernehmen. Oder, wie es die Gemeinde damals ausdrückte, für einen «symbolischen Betrag». Mithilfe von Freunden und Kollegen transportierte er die Teile ab Abbruchplatz in eine Sägerei im Oberland ins Zwischenlager. Alles war zwar nummeriert, aber nicht wirklich sortiert. «Es musste beim Abbruch schnell gehen», blickt er zurück. Bis alles fein säuberlich eingeordnet war, verstrichen dann Monate, Jahre.

In den letzten zwölf Jahren sind nun nach und nach die Pläne für die Verwendung der Überreste entstanden. Das Holz wurde kontrolliert, gereinigt und vorbereitet. Ein sehr aufwendiger Prozess. Die Restauration habe 40 000 bis 50 000 Franken gekostet. «Die tragenden Elemente wie Balken oder Stützen sind aus Eiche und in einem guten Zustand, trotz Wurmbefall», sagt Marc Herzig.

Mit Video dokumentiert

Eine wichtige Rolle bei der Planung spielte Marc Herzigs Frau Thea. «Vor dem Abriss habe ich das Haus auf Video dokumentiert», sagt sie. Anhand der Aufnahmen und Fotos hat sie detaillierte Pläne der Fassaden gezeichnet, auf denen jedes Teil nummeriert ist. Diese Zeichnungen flossen wiederum in die Planung für den Neubau ein.

Die alten Holzfassaden dienen aber nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck. Sie sind nun im Gebäudeinnern eingebaut. «Sie sind reine Dekoration, eine Kulisse. Sie haben keine statische Funktion mehr», sagt Marc Herzig. Bis zum Endausbau würde etwa knapp die Hälfte aller Teile wieder verbaut sein, schätzt er.

Gut wiedererkennbar im grossen Wohnbereich ist die Fassade des neuen Gebäudeteils des Hylerhauses. Diese ist vom Sockel bis unters Dach wiederaufgebaut, inklusive der begehbaren Laube. Dieser Teil des Hylerhauses stammt von 1774. Dank einer Jahrzahl auf einem Türsturz ist er datierbar. Auf der Galerie ist ein Teil der Fassade aus dem 17. Jahrhundert als Wand eingebaut. Weitere Elemente finden an anderen Orten im Neubau Platz, etwa als Türen oder Trennwände.

Mehr gewünscht

«Die grösste Schwierigkeit war, herauszufinden, was sich überhaupt machen lässt», sagt Marc Herzig. Er hätte am liebsten noch «viel mehr Elemente» verwendet. Aber mit dem Resultat sind Herzigs zufrieden. «Es ist gelungen», finden das Ehepaar.

Die Retter des Hylerhauses sind bereit, interessierten Personen aus Münchenbuchsee zu zeigen, was mit den Überresten passiert ist. Er denkt speziell an jene Leute, die sich damals gegen den Abbruch eingesetzt haben. «Ich habe versprochen, das Gebäude zu erhalten», sagt Marc Herzig. «Jetzt können sie das Resultat ­sehen.»


Seit dem Abriss des Gebäudes liegt die Parzelle brach


Vor zwölf Jahren wurde das Hylerhaus, ein Zeuge der Dorfgeschichte, abgerissen. Seither und bis auf weiteres liegt die Parzelle brach.

«Das Hylerhaus ist ein wichtiger Zeuge der Dorfgeschichte im alten Zentrum von Münchenbuchsee», steht in einem Faktenblatt des Schweizer Heimatschutzes. Der Kern des sogenannten Taunerhauses an der Schmiedegasse wird auf rund 500 Jahre geschätzt. Die Bauweise eines Hausteils ist aussergewöhnlich: Er wurde in gut erhaltener massiver Eiche gebaut. Deshalb wollte der Regierungsstatthalter vorerst nur einen Teilabbruch genehmigen. Der Gemeinderat Münchenbuchsee sträubte sich dagegen: Das Gebäude, dessen Bezeichnung auf einen Familiennamen zurückgeht, gehörte der Gemeinde, stand seit Jahren leer und verlotterte. Es war nicht geschützt. Die GFL verlangte damals, dass das Haus stehen bleiben solle, bis die künftige Nutzung feststehe. Dennoch wurde das Haus im November 2004 abgebrochen, nachdem der Regierungsstatthalter eingelenkt hatte.

Ziele neu festlegen

Seit dem Abriss des Gebäudes liegt die Parzelle brach. Auf dem Areal weiden Tiere. Und in den nächsten paar Jahren werde dort auch nichts passieren, erklärt Gemeindepräsidentin ­Elsbeth Maring-Walther (SP). Im Rahmen der Ortsplanungsrevision, die etwa Anfang 2020 abgeschlossen werden könne, müsse der Gemeinderat konkrete Ziele für das Areal festlegen und die heutigen Vorgaben an­passen.

Aktuell besteht eine Zone mit Planungspflicht (ZPP). Definiert ist in dieser Zone ein «Ort der Begegnung, des Spiels und der Erholung in Verbindung mit Bauten für Wohnen und öffentliche Nutzungen». Wegen der Potenzialstudie «Wachstum nach innen» müsse diese ZPP nun überprüft und angepasst werden, so Maring. Die ZPP Schmiedegasse gehört zur dritten Etappe der Zentrumsplanung und wurde 2013 genehmigt. Ältere Projekte hatten Vorrang. Zudem spielten weitere Aspekte hinein, wie die Erweiterung des Altersheims und die Schulraumplanung, erklärt die Gemeindepräsidentin. Andere Grossprojekte mussten prioritär behandelt werden.

Wahlkampfthema

Bei den Gesprächen mit den Kandidaten für das Gemeindepräsidium wurde die Hylerhausparzelle mehrmals erwähnt. Es wurde etwa angeregt, das Land im Baurecht an eine Genossenschaft abzugeben für altersgerechtes Wohnen. Dem Grundstück komme bei der inneren Verdichtung eine zentrale Rolle zu.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
Haus im Haus: Marc und Thea Herzig haben die Fassade des Hylerhauses im Wohnzimmer eingebaut. (Bild: Markus Grunder)
Der hier abgebaute Teil des Hylerhauses ist im Bild oben zu sehen. (Bild: zvg)
15.11.2016

BZ-Artikel: Streit unter Jugendlichen: Drei Verletzte

Zum ersten Mal gerieten die Jugendlichen beim Paul-Klee-Schulhaus aneinander, ehe sich die Geschehnisse an den Bahnhof verlagerten. (Bild: Google)

Gleich zweimal sind am Freitag in Münchenbuchsee vier Jugendliche aufeinander losgegangen. Zwei Angreifer, ein 14- und ein 15-Jähriger, sind geständig.


Erst provozierten sie sich mit Worten, danach gingen vier Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aufeinander los: Um 22.45 Uhr am Freitagabend kam es beim Paul-Klee-Schulhaus in Münchenbuchsee zu einem Streit, bei dem mehrere Beteiligte Schnittverletzungen erlitten. Das teilt die Kantonspolizei Bern am Montag mit.

In der Folge habe sich die Gruppe zum Bahnhof Münchenbuchsee begeben. Dort sei es erneut zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Als Passanten dazwischen gingen, ergriffen zwei Jugendliche, ein 14- und ein 15-Jähriger, die Flucht, wurden aber später in der Nacht von einer Polizeipatrouille aufgegriffen.

Auf dem Polizeiposten gestanden sie, einen 17- und einen 18-Jährigen attackiert zu haben. Bei einem der Angreifer konnte ein Messer sichergestellt werden.

Insgesamt sind drei Personen verletzt worden: Der 17-Jährige konnte vor Ort medizinisch versorgt werden, der 18-Jährige sowie der 14-jährige mutmassliche Angreifer begaben sich selbstständig ins Spital. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Ein Artikel aus der
(mb/pkb, Berner Zeitung BZ)
14.11.2016

Kantonspolizei Bern: Drei Personen bei Auseinandersetzung verletzt

Die Kantonale Jugendanwaltschaft und die Kantonspolizei Bern teilen mit: 

Am Freitagabend sind in Münchenbuchsee bei einer tätlichen Auseinandersetzung drei Personen verletzt worden. Zwei beteiligte Jugendliche wurden in der Folge durch die Kantonspolizei Bern angehalten. Sie sind geständig, zwei weitere Personen angegriffen zu haben. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

 
Bei der Kantonspolizei Bern ging am Freitag, 11. November 2016, gegen 22.45 Uhr die Meldung ein, dass es beim Paul Klee-Schulhaus in Münchenbuchsee zu einer Streiterei zwischen mehreren Personen gekommen sei. Ersten Aussagen zufolge war es zwischen vier Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren zunächst zu verbalen Provokationen gekommen, welche in der Folge zu einer tätlichen Auseinandersetzung führten. Dabei erlitten mehrere Beteiligte Schnittverletzungen.
 
Weiteren Abklärungen zufolge begaben sich die vier Personen anschliessend zum Bahnhof Münchenbuchsee, wo es wiederum zu einer verbalen Auseinandersetzung kam. Als Passanten intervenierten, flüchteten zwei der Beteiligten - ein 14-Jähriger sowie ein 15-Jähriger - in zunächst unbekannte Richtung.  
 
Die beiden geflüchteten Jugendlichen konnten durch die Kantonspolizei Bern in der Nacht auf Samstag angehalten und für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht werden. Im Zuge der Einvernahme zeigten sie sich geständig, die beiden anderen Beteiligten, einen 17-jährigen Jugendlichen sowie einen 18-jährigen Mann angegriffen zu haben. Bei einem der Angehaltenen wurde ein Messer sichergestellt.
 
Insgesamt waren bei der Auseinandersetzung drei Personen verletzt worden, wobei der 17-jährige Jugendliche vor Ort medizinische versorgt werden konnte. Der 18jährige Mann sowie der 14-jährige mutmasslichen Angreifer, hatten sich hingegen nach den Ereignissen selbständig ins Spital begeben.
 
Weitere Ermittlungen zum genauen Hergang sowie den Umständen der Ereignisse sind im Gang.

Medienmitteilung
(pkb)
11.11.2016

Bund-Artikel: Ein Dorf sucht einen Chef

Schon bald dürfte Münchenbuchsee über 10 000 Einwohner zählen. Derzeit werden beim Bahnhof die «Drillinge» hochgezogen. (Foto: Adrian Moser)

In Münchenbuchsee wollen gleich fünf Männer vollamtlicher Gemeindepräsident werden. Zwei werden im 2. Wahlgang den Sieg unter sich ausmachen. Stabile Finanzen, innere Verdichtung, Bewahrung des Dorfcharakters sind die Themen im Wahlkampf.


Münchenbuchsee bekommt Drillinge – das Projekt für Wohnungen und Dienstleistung beim Bahnhof ist im Bau. Die drei Gebäude werden das Erscheinungsbild der Gemeinde verändern. Und Münchenbuchsee kann bei den Wahlen am 27. November aus fünf Männern auswählen, welche auf Neujahr die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) antreten wollen: Michel Gygax (BDP), Peter Stucki (GFL), Ruedi Löffel (EVP), Manfred Waibel (SVP) und Fred Gerber (SP). Es ist ein Quintett mit wenig Dissonanzen; aber es sind keine eineiigen Fünflinge, denn das Parteienspektrum ist breit. Zwar äussern die Kandidaten ähnliche Ansichten über die Zukunft von Münchenbuchsee, aber austauschbar oder deckungsgleich sind diese Meinungen nicht.

Das Geld wird knapp bleiben

In den letzten Jahren waren die Finanzen das bestimmende Thema der Politik: Wegen eines happigen Bilanzfehlbetrags rauften sich die Parteien aus Notwendigkeit zusammen. Mit Sparmassnahmen und Steuererhöhungen brachte man den Haushalt wieder ins Lot. Die Zukunft ist aber alles andere als sorgenfrei, wie der Finanzplan zeigt. Die Finanzen werden auch in der nächsten Legislatur die Politik bestimmen und die Handlungsfelder einschränken.

Alle fünf, von links bis rechts, sehen darum keinen Spielraum für eine Steuersenkung. Der Steuerfuss liegt zurzeit bei 1,64 Einheiten. «Im Moment können wir nicht runter», sagt Waibel. «Wir können nicht mit der grossen Kelle anrichten», sagt Gerber. Löffel findet es falsch, sich auf den Steuersatz zu fixieren: «Bei der Suche nach einem Wohnort ist ein Steuerzehntel mehr oder weniger nicht die entscheidende Frage.» Für Stucki gibt es keine Alternative zur Sanierung der Finanzen. Die Investitionen sind bei 2,5 Millionen Franken jährlich plafoniert. Das ist eigentlich zu wenig, steht doch auch der Bau eines multifunktionalen Gebäudes für die Tagesschule weit oben auf der Prioritätenliste. Man müsse schauen, was machbar sei, sagt Gygax, und unter Umständen wichtige Vorhaben etappieren.

Kein ungestümes Wachstum

Derzeit leben 9965 Menschen in Münchenbuchsee, Tendenz steigend. Der Zeitpunkt ist absehbar, da die Gemeinde die 10 000er-Grenze durchbrechen wird. Ein ungebremstes Wachstum, bei dem Erholungsraum und Kulturland zerstört würden, will keiner der Kandidaten. Schnell fällt das Zauberwort innere Verdichtung. Eine Motion im Grossen Gemeinderat fand Zustimmung über alle Parteigrenzen hinweg. «Wir müssen das Potenzial nach innen ausschöpfen», sagt Gygax. «Es ist wichtig, dass dabei auch zahlbarer Wohnraum entsteht», erklärt Gerber. Wie viel neuer Wohnraum so möglich ist, wird unterschiedlich eingeschätzt: «Für mich ist ein Anstieg der Bevölkerungszahl auf 11 000 bis 12 000 Personen denkbar», sagt Stucki. Waibel sagt, es werde sich um einen längeren Prozess handeln, der mit Schwierigkeiten verbunden sei. «Die Gemeinde muss mit den Liegenschaftsbesitzern ins Gespräch kommen.» Löffel will neben der inneren Verdichtung auch die Verkehrsprobleme angehen. Sein Vorschlag, auf der Oberdorfstrasse eine Begegnungszone einzurichten, hat beim Gewerbe jedoch nicht für Begeisterung gesorgt.

Trotz mehr Einwohnern: Man will den Dorfcharakter erhalten und nicht zur gesichtslosen Agglogemeinde werden. «In Münchenbuchsee funktioniert der Spagat zwischen Agglo und Dorf», sagt Waibel. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist sehr gut. «Der Ort hat ganz viele Vorteile», so Stucki. Man sei schnell in der Stadt, könne aber auch im Ort einkaufen. «Man kennt sich und grüsst sich», meint Gygax. Das Dorfleben sei intakt, findet auch Löffel, es gebe viele aktive Vereine. Gerber lobt die lokalen Geschäfte. «Es wäre äusserst schade, wenn diese schliessen müssten.»

Die Sache mit der Mathematik

Der Wahltermin am 27. November ist eigentlich nur das Qualifying. Es wird eine zweite Runde brauchen. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen kämpfen am 11. Dezember um die Krone, die anderen drei scheiden aus. Die Hauptunterschiede liegen nicht im Programm, sondern in den Persönlichkeiten der Kandidaten – die Frage ist jedoch, ob die Wählerinnen und Wähler nicht doch vor allem nach ihrer Parteivorliebe entscheiden werden.

Es ist anzunehmen, dass die beiden stärksten Parteien, das sind die SVP und die SP, ihre Kandidaten nach vorne bringen. «Rein rechnerisch läuft es darauf hinaus», sagt Löffel. Seine langjährige Erfahrung als Grossrat und seine Vernetzung sieht er als seine eigenen «Verkaufsargumente». Stucki sagt, es handle sich um eine Persönlichkeitswahl, und zählt auf seine Bekanntheit als Gemeinderat. «Niemand kann sagen, er sei der Spitzenkandidat», sagt Gerber. Er selber sieht sein Alter als Handicap und seine vielen Kontakte im Dorf als Vorteil. Waibel rechnet damit, dass er in den 2. Wahlgang kommt, falls nicht, wäre das für ihn eine Enttäuschung. Wenig Illusionen macht sich Gygax: «Es wäre eine Überraschung, wenn nicht Waibel und Gerber vorne wären.»

Wahlen
Mehrheit könnte kippen

2012 verpasste die BDP nur ganz knapp einen Sitz im Gemeinderat. Bei einer Listenverbindung hätten die Bürgerlichen die Mehrheit von SP, EVP und GFL gebrochen. In diesem Jahr ist die Listenverbindung zustande gekommen. Dadurch ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Machtverhältnis im siebenköpfigen Gemeinderat kippen könnte. Dies ist das erklärte Ziel der bürgerlichen Parteien. Die derzeitige Sitzverteilung: SVP 3 Sitze, SP 2 Sitze, GFL und EVP je ein Sitz. Im Gemeindeparlament gibt es je nach Thema und Präsenz der Ratsmitglieder unter Umständen auch wechselnde Mehrheiten. Am meisten Mandate im 40-köpfigen Grossen Gemeinderat hat die SVP mit 14 Sitzen gefolgt von der SP mit 11 Sitzen. Zusammen mit BDP und FDP kommt die bürgerliche Seite auf eine knappe Mehrheit.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)

Fred Gerber (SP): Er will etwas zurückgeben

Fred Gerber.

Fred Gerber ist über den Sport in die Politik gerutscht. Nach vielen Jahren im Turnverein Satus stieg er bei der SP ein. «Ich habe so lange von der Infrastruktur profitiert, da wollte ich auch etwas zurückgeben.» Gerber war der Letzte, der seine Kandidatur bekannt gab. Die SP sei aber nicht speziell spät dran gewesen, die anderen Parteien hätten sich halt schon sehr früh positioniert, sagt er.

«Ich trete mit Elan an und bin fit», sagt der 63-Jährige, der seit fünf Jahren im Gemeinderat das Departement Hochbau führt. Das Präsidium bezeichnet er als Herausforderung, viele Geschäfte kenne er aber bereits. Zuvor politisierte Gerber acht Jahre im Grossen Gemeinderat, dem Parlament. Gerber ist technischer Betriebsleiter des Sportzentrums Hirzenfeld, zuvor war er während längerer Zeit in Thun Leiter der Sportanlagen. 2012 erzielte er das beste Resultat bei den Wahlen in den Gemeinderat. (wal)

Ruedi Löffel (EVP): Er hat die Menschen gern

Ruedi Löffel.

Ruedi Löffel war politisch bis vor einigen Jahren vor allem auf kantonaler Ebene aktiv. Der 54-Jährige ist seit 2002 EVP-Grossrat. Vor fünf Jahren nahm Löffel auch im Grossen Gemeinderat von Münchenbuchsee Einsitz. Speziell daran ist, dass auch seine Frau, Renate Löffel, Mitglied des Rates ist. In diesem Jahr gab Löffel seinen Abschied aus dem Parlament, weil er sich auf den Wahlkampf für das Präsidium konzentrieren wollte.

Löffel arbeitet seit 24 Jahren beim Blauen Kreuz und leitet die Fachstelle für Suchtprävention. Er hat zwar kein Handy, ist aber in den sozialen Medien sehr aktiv. Man müsse die Menschen mögen, sagt der Vater von vier erwachsenen Töchtern. «Ich bin ein Beziehungsmensch», sagt er. Den Schlüssel zur Dorfpolitik sieht er im persönlichen Kontakt und in der Transparenz. «Der Gemeinderat müsste nach innen und aussen aktiver und offensiver informieren.» (wal)

Michel Gygax (BDP): Er will das Klima verbessern

Michael Gygax.

2012 trat die BDP in Münchenbuchsee erstmals zu den Wahlen an. Das Ergebnis waren fünf Sitze im Parlament. Nun peilt die BDP mit dem 54-jährigen Michel Gygax das Gemeindepräsidium an. Gygax ist in Colombier sur Morges (VD) aufgewachsen, lebt aber seit 1998 im Dorf. Der Bauernsohn hat ein Agronomie-Studium an der ETH Zürich absolviert.

Er ist Leiter der Fachstelle für Pflanzenschutz des Kantons Bern. 2005 war Gygax bereits Präsident des Grossen Gemeinderats, er politisierte damals als Parteiloser für die GFL. Er denke nicht im Links-rechts-Schema, sagt Gygax. Die BDP passe aber besser zu seinem bäuerlichen Hintergrund. Gygax thematisiert die Gemeindeverwaltung, da sei der Wurm drin, sagt er. Er will «den ramponierten Ruf» wiederherstellen. Es sei wichtig, ein gutes Betriebsklima zu haben. «So kommen die Angestellten mit Freude und Stolz zur Arbeit», sagt er. (wal)

Manfred Waibel (SVP): Er pocht auf die Qualität

Manfred Waibel.

Vor Elsbeth Maring-Walther hatte die SVP das Gemeindepräsidium inne, damals handelte es sich noch nicht um ein Vollamt. Nun will die SVP mit dem 50-jährigen Manfred Waibel das Präsidium zurückerobern. Eine seiner Stärken sei die Vernetzung von Personen, sagt Waibel, der seit 2012 im Grossen Gemeinderat politisiert und in Buchsi aufgewachsen ist.

Er ist Leiter Qualitätssicherung in der Elektronikbranche. Auch in der Politik will er dafür sorgen, dass die Qualität stimmt. Dass er weniger politische Erfahrung hat als andere, lässt er so nicht gelten: «Das sieht vielleicht auf dem Papier so aus, ich habe aber mein Engagement, zum Beispiel beim Freispielpark Schönegg, nicht an die grosse Glocke gehängt.» Waibel war in den vergangenen 15 Jahren auch in Kommissionen aktiv. Er ist Präsident des Vereins Jugendwerk und engagiert sich als Handball-Juniorentrainer. (wal)

Peter Stucki (GFL): Er will in Buchsi etwas Bewegen

Peter Stucki.

Peter Stucki ist als Gemeinderat seit 2012 für das Departement Soziales zuständig. «Ich glaube, einen guten Leistungsausweis zu haben, und ich kenne die Verwaltung», sagt der 59-jährige Leiter einer Tagesschule in der Stadt Bern. Bei einer Wahl brauchte er nur eine kurze Einarbeitungszeit, sagt er. «Ich möchte etwas bewegen in Buchsi.» Vor seiner Wahl in den Gemeinderat war Stucki im Gemeindeparlament und als GFL-Präsident aktiv.

Politisch hat er sich auch an seinem früheren Wohnort Bern engagiert: Er war Stadtrat für die EVP. Den Wechsel zur GFL vollzog er, als die kantonale EVP bei Wahlen mit der SVP zusammenspannte. Stucki hofft, dass die Mitte-links-Mehrheit im Gemeinderat Bestand haben wird. Er verweist auf die Ersatzwahlen für den Regierungsrat in diesem Jahr: «Da haben die Kandidaten der SP klar besser abgeschnitten als jene der SVP.» (wal)
10.11.2016

BZ-Artikel: Ein Männerquintett will an die Spitze

Fünf Männer buhlen um die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP), die Ende Jahr zurücktritt. Die fünf grossen Parteien stellen Ende November einen eigenen Kandidaten. Eine Stichwahl am 11. Dezember ist wahrscheinlich.

Fred Gerber (SP): Er will nicht kürzertreten

Fred Gerber ist auf Reisen mit dem Fotoapparat unterwegs. (Bild: Stefan Anderegg)

«Ich habe mir die Kandidatur gut überlegt. Ich fühle mich noch fit.»


Fred Gerber fühlt sich trotz seines Alters noch fit für das Vollamt. Er will aufgegleiste Projekte zu Ende führen.

Der Fotoapparat ist umgehängt, als Fred Gerber zum Gespräch auf dem Sportplatz beim Schulhaus Riedli erscheint. Gerber reist gerne in der weiten Welt herum und hält seine Erlebnisse und Eindrücke mit der Kamera fest. Erinnerungen verbinden ihn natürlich auch mit Münchenbuchsee, dem Dorf, wo er sein ganzes Leben verbracht hat. Etwa zum Sportplatz Riedli, der vor zwanzig Jahren nach seinen Plänen gebaut wurde. Und auf welchem der aktive Leichtathlet und Trainer Gerber unzählige Stunden geschwitzt hat. Auch die heutige berufliche Tätigkeit des diplomierten Bauleiters ist mit dem Sport verbunden: Er ist technischer Betriebsleiter im Sportzentrum Hirzenfeld.

Der bald 64-Jährige könnte in gut einem Jahr in den Ruhestand und damit kürzertreten. Trotzdem kandidiert der SPler für dieses Vollamt. «Ich habe mir das gut überlegt. Aber ich fühle mich noch fit», beantwortet er die Frage zu seinem Alter. Nach acht Jahren im Parlament, das er 2008 präsidierte, und fünf Jahren im Gemeinderat sei er motiviert, die aufgegleisten Projekte umzusetzen und seine langjährige Erfahrung einzubringen.

Ein Vorhaben, das Gerber prioritär anpacken möchte, ist die unbefriedigende Verkehrssituation im Dorfzentrum: «Ein Verkehrskonzept muss her, sonst gibt es keine Verbesserungen.» Ohne umliegende Gemeinden könne das nicht gelöst werden, fügt er an. «Alleine bringen wir das nicht hin.»

Wenn am 11. Dezember das Siegerfoto gemacht wird: Welcher Kandidat wird in die Kamera lächeln? Fred Gerber rechnet sich selber gute Chancen aus. Bei den Wahlen vor vier Jahren habe er unter den Gemeinderatskandidierenden am meisten Stimmen erhalten, begründet er. Das zeige, dass er in der Bevölkerung viel Rückhalt geniesse. (hus)

Peter Stucki (GFL): Er mag keine Monokultur

Die Aufnahmen in Peter Stuckis Fotobuch sind im eigenen Garten entstanden. (Bild: Beat Mathys)

«Sparen heisst nicht nur, kein Geld auszugeben. Sondern die Mittel nachhaltig einzusetzen.»


Peter Stucki will sich für Vielfalt in der Gemeinde einsetzen. weil Monokulturen das Wachstum nicht fördern.

Die Nahaufnahmen der Blumen sind detailreich und voller Farben. Die Fotografien hat Peter Stucki zu Hause in seinem grossen Garten geschossen und in zwei Büchern verewigt. Stuckis grüne Oase ist vielfältig mit Steingarten, Staudenbeet, Wildhecke und Gemüse. «Monokulturen sind nicht gut, es braucht Vielfalt. Das fördert das Wachstum», sagt der 59-jährige GFL-Politiker, der seit vier Jahren Mitglied des Gemeinderats Münchenbuchsee ist. Zuvor sass er im Parlament. Seine politischen Aktivitäten begann er Ende der 1990er-Jahre als Stadtrat in Bern, damals noch für die EVP. Im Schulhaus Kirchenfeld in Bern ist er Klassenlehrer und leitet die Tagesschule.

Peter Stucki betrachtet seine Wohngemeinde als keine Monokultur, sondern als gut durchmischt – in vielerlei Hinsicht. Es habe Platz für Familien, Senioren, Personen aus fremden Kulturen, zum Arbeiten und zum Wohnen. Diese Lebensqualität gelte es zu erhalten. So müsse das Dorfzentrum attraktiver werden. Stucki plädiert für gute Tagesstrukturen (Kita, Tagesschule), damit junge Familien gerne in Buchsi wohnen. Dass für solche Investitionen die finanziellen Mittel knapp sind, ist ihm bewusst, aber: «Sparen heisst nicht nur, kein Geld auszugeben. Sondern die Mittel gut und nachhaltig einzusetzen.» Er ist überzeugt, dass sich das später auszahlen wird. Er will deshalb mutig in die Zukunft schauen, getreu dem Motto «frisch gewagt ist halb gewonnen».

Er würde als Gemeindepräsident einen kooperativen Führungsstil pflegen, bei dem alle Mitarbeitenden ihre Ideen einbringen dürften. «Das kann einen Drive geben.» Leute, die nicht mitdenken, identifizieren sich nicht.

Ist Hobbygärtner Stucki noch dabei, wenn in der zweiten Runde im Dezember die politische Ernte eingefahren wird? Von der Parteienstärke her werde es schwierig, sagt er. Trotzdem sei er recht zuversichtlich, weil Präsidiumswahlen in erster Linie Persönlichkeitswahlen seien. hus

Michel Gygax (BDP): Er schaut genau hin

Michel Gygax ist wissensdurstig und nimmt nicht nur beruflich alles unter die Lupe. (Bild: Walter Pfäffli)

«Ohne solides Eigenkapital kann die Gemeinde sich nicht weiterentwickeln.»


Michel Gygax verzichtet darauf, Präsident zu werden um Präsident zu werden. Einen Fokus legt er auf die Finanzen.

Michel Gygax nimmt ein Blatt einer jungen Rapspflanze und schaut sich einen kleinen braunen Fleck mit der Feldlupe an. Genau hinzuschauen sei eine seiner Charaktereigenschaften, sagt er. Ob im Beruf als Leiter der Fachstelle für Pflanzenschutz des Kantons Bern, ob als Parlamentarier in Münchenbuchsee oder ob als Privatperson: «Ich will wissen wie die Sachen funktionieren», sagt Gygax, der in der Nähe von Morges aufgewachsen ist. Nach einer Lehre zum Landwirt hat er auf dem zweiten Bildungsweg an der ETH Zürich in Agronomie promoviert.

Münchenbuchsee vergleicht der 54-Jährige mit dem Rapsblatt. 90 Prozent der Sachen funktionierten gut. Er nennt den ÖV-Anschluss, das gute Angebot für den täglichen Bedarf und die Naherholungsgebiete. Ein Problemkind seien die Finanzen, seit Jahren ein Dauerthema. «Ohne solides Eigenkapital kann die Gemeinde nicht investieren, sich nicht weiterentwickeln», sagt Gygax. Investitionen müssten auf das Notwendige beschränkt werden, denn:«Schulden machen ist kein gutes Rezept.»

Zum zweiten Mal sitzt Michel Gygax im Gemeindeparlament. Nach einer ersten Zeit als Parteiloser (2004–2007) ist er nun als BDPler seit bald vier Jahren wieder in der Legislative. Als aktuell erster Vizepräsident wäre er wahrscheinlich nächstes Jahr GGR-Präsident geworden. Weil eine gleichzeitige Kandidatur fürs Gemeindepräsidium und fürs Parlament nicht möglich ist, verzichtet er freiwillig auf dieses ehrenvolle Amt. Nicht schlimm, findet Gygax. Er war 2005 schon mal GGR-Präsident.

Seine Chancen auf den zweiten Wahlgang seien rein mathematisch 20 Prozent. Aber mit Blick auf die Parteistärken wahrscheinlich tiefer. «Ich wäre überrascht, wenn es für die Stichwahl reichen würde», sagt Gygax. Mehr Hoffnungen macht er sich auf einen Sitz im Gemeinderat. hus

Manfred Waibel (SVP): Er greift aus dem Rückraum an

Manfred Waibel setzt als Handballer auf einen guten Teamgeist. (Bild: Beat Mathys)

«Ich wäre mir nicht zu schade, ein Machtwort zu sprechen, wenn eine Sache blockiert ist.»


Mit Manfred Waibel stellt die SVP einen Überraschungskandidaten. Der 50-Jährige hat bisher vor allem im Hintergrund gearbeitet.

Manfred Waibel hat zum Treffen einen Handball mitgebracht. Genauer gesagt einen Juniorenhandball, der ganz weich ist. Seit gut dreissig Jahren ist der SVP-Politiker in diesem Teamsport aktiv, als Spieler und vor allem als Nachwuchstrainer. Quasi aus dem Rückraum, um in der Handballersprache zu bleiben, tauchte er als Kandidat fürs Gemeindepräsidium auf. Mit ihm hatte niemand gerechnt. «Ich bin aber keine Verlegenheitslösung», betont Waibel. Er ist in Münchenbuchsee geboren und hat hier praktisch immer gewohnt. Deshalb und durch sein Engagement in verschiedenen Vereinen ist er im Dorf bekannt.

Seit Jahren ist auch er politisch aktiv, wenn auch nicht an vorderster Front. Er habe seine Arbeit nie an die grosse Glocke gehängt, sagt Waibel, der als Leiter der Qualitätssicherung einer Elektronikkette arbeitet. Er war und ist Mitglied verschiedener Kommissionen, aktuell der Bildungs- sowie der Kinder- und Jugendkommission, und sitzt seit knapp vier Jahren im Gemeindeparlament. Er ist sich bewusst, dass die fehlende Exekutiverfahrung ein Nachteil sein könnte.

Waibel wüsste, wo er als neuer Gemeindepräsident den Hebel ansetzen würde: bei der Kommunikation, intern und extern. Die Gemeinde müsse offen informieren, wo einzelne Projekte stehen. Zudem möchte er den Gemeinderat zu einem Team formen. Hier drückt der Teamsportler durch.

Wenn Manfred Waibel zu politischen Themen Stellung bezieht, spricht er oft von ganzheitlichen Lösungen oder davon, bei Entscheidungen alle Beteiligten mit einzubeziehen. Er ist sich aber bewusst, dass man es nicht allen recht machen kann. «Ich wäre mir nicht zu schade, ein Machtwort zu sprechen, wenn eine Sache blockiert ist.»

Als Kandidat der wählerstärksten Partei rechnet Manfred Waibel damit, dass er in der zweiten Halbzeit am 11. Dezember dabei sein wird, und er hofft auf einen Sieg. hus

Ruedi Löffel (EVP): Er setzt auf Teamwork

Ballspieler Ruedi Löffel beim «Höfu». Hier kam er vor bald vierzig Jahren erstmals mit Buchsi in Kontakt. Bild: Stefan Anderegg

«Mein Mandat als Grossrat wäre ein Mehrwert für Buchsi. Ich bin gut vernetzt.»


Als Grossrat ist Ruedi Löffel breit vernetzt. Er möchte die Politik näher zu den Menschen bringen.

Ruedi Löffel steht bei der Turnhalle des Gymnasiums Hofwil, in den Händen einen Volley- und einen Fussball. Hier im «Höfu» kam der gebürtige Seeländer erstmals mit Münchenbuchsee in Kontakt, als er vor bald vierzig Jahren das Lehrerseminar absolviert hat. Volleyball war seine Sportart im Semer. Später kam Fussball dazu, beim SC Münchenbuchsee. Beides musste Löffel vor zwei Jahren nach Verletzungen aufgeben.

So hat Löffel mehr Zeit zum Politisieren. Seit vierzehn Jahren ist er Mitglied des Grossen Rates. Nach dem Jahreswechsel wird er vielleicht Berufspolitiker sein. «Mein Mandat als Grossrat wäre ein Mehrwert für Buchsi. Ich bin gut vernetzt», sagt der 54-Jährige, der die Fachstelle für Suchtprävention des Blauen Kreuzes leitet. Gerade bei der regionalen Zusammenarbeit sei das ein Vorteil.

Die Politik ist heute zu weit weg von den Menschen, hat Löffel festgestellt. Als Präsident würde er den Kontakt zur Bevölkerung suchen, sie zu Kafi-Gipfeli-Gesprächen einladen. Sein Motto lautet «gemeinsam», denn wie im Sport würden die besten Leute nichts nützen, wenn es im Team nicht klappt. «Nur wer sich kennt, kann sich weiterentwickeln.» Es gehe nicht darum, es allen recht zu machen, sondern alle ernst zu nehmen. Wichtig seien Vertrauen und Ehrlichkeit

Von einem Gemeindepräsidenten wird oft erwartet, dass er rund um die Uhr erreichbar ist. Würde er bei einer Wahl über seinen eigenen Schatten springen und ein Handy anschaffen? Er sei auch ohne Mobiltelefon gut erreichbar, findet Löffel. Aber wenn das zwingend wäre, hätte er keine Angst davor.

Die Wahl wird wie ein Volleyballmatch als «best of five» entschieden. Wie schätzt Löffel seine Chance ein, im Tiebreak dabei zu sein? Er macht sich keine Illusionen, mathematisch seien die grossen Parteien im Vorteil, aber wenn erwünscht, stehe er für den Matchball gerne zur Verfügung.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
07.11.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Planet Buchsi

Die farbigen Schwebelichter im Himmel sorgten für ein aussergewöhnliches Spektakel.

Nachdem die erste Kinder- und Jugendnacht unter dem Motto „Füür und Flamme“ vor zwei Jahren in Münchenbuchsee ein voller Erfolg war, fand sie dieses Jahr unter dem Motto „Planet Buchsi“ in der speziellen Nacht der Zeitumstellung vom 29. auf den 30. Oktober zum zweiten Mal statt.


Rund 20 Dorfvereine, Institutionen und das Jugendpfarrramt beteiligten sich mit ihren Motto gerechten Attraktionen an diesem speziellen Event für Kinder und Jugendliche. Selbstverständlich waren auch die Eltern sowie interessierte Erwachsene herzlich willkommen. An vier Standorten in Münchenbuchsee, den sogenannten „Hotspots“, konnten während  unterschiedlichen Zeitspannen die Kinder und Jugendlichen jeweils ein vielseitiges und altersgerechtes Angebot an Aktivitäten besuchen.

Bereits ab 15.00 bis 18.00 Uhr ging es bei schönem Herbstwetter für die Jüngsten von Vorschulalter bis Unterstufe los auf der Allmend mit „Chilbi“-Betrieb, Ponyreiten, Büchsenwerfen, Schokoschleuder, Casino und vieles mehr. Wer sich noch besonders „chic“ machen wollte, konnte sich frisieren und schminken lassen. Die verschiedenen Aktivitäten wurden rege besucht. Für viel Gelächter und Unterhaltung sorgten in der Show „Gäub-Schwarz Gstreift“ die beiden Clowns Tüpfli und Blöffi.

Ab 17.00 bis 20.00 Uhr war der Hotspot 1 im Freispielpark und beim Pfadiheim für die Kinder im Vorschulalter und Unterstufe offen. Zu einem Unkostenbeitrag von Fr. 2.- konnten sich die Kinder eine Karte kaufen, die nach Besuch eines Angebots jeweils abgestempelt wurde. Die volle Karte konnte gegen einen wohlverdienten Sirup an der Sirupbar im Pfadiheim eingetauscht werden. Dort gab es auch ein spannendes Nachthimmel-Quiz, und es wurden leuchtende Sterne gebastelt.

Beim Stand der Samariter unter dem Motto „Entdecke den Helden in dir“ lernten die Kinder anhand einer Puppe die Wiederbelebung, oder sie konnten sich von einem Samariter einen Verband anlegen lassen. Dabei erfuhren die Kinder viel Spannendes und Interessantes über die Arbeit der Samariter.

Spiele zwischen Erde, Mond und Sternen gab es bei der Ludothek. Im Spielgruppengebäude wurde eifrig an Laternen gebastelt oder am Kinder-Fotoshooting „Stars und Sternchen“ posiert. Draussen in einem grossen Tipi-Zelt erzählte die Märlitante spannende Märchen. Wer Hunger hatte, konnte am Lagerfeuer eine warme „Stärnli“-Suppe schlürfen oder im Pfadiheim eine grillierte Bratwurst oder ein feines Risotto geniessen. Viele Familien liessen sich die Gelegenheit für ein so köstliches Abendessen nicht entgehen.

Der Hotspot 2 war für die Jugendlichen von Mittelstufe bis Oberstufe im Kirchgemeindehaus und Paul-Klee-Schulareal von 19.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Der feine Geruch von Nudelgericht und Crêpes lockte die Besucherinnen und Besucher schon von weitem an.

Entsprechend lang war auch die Schlange für eine leckere Crêpe. Umso mehr wurde sie nach der langen Wartezeit genossen. Ebenfalls beim herrlichen Nudelgericht war innert Kürze schon Nachschub gefragt.

In der Turnhalle führte die Jugend Damenriege eine Rhönrad-Akrobatik-Show vor. Anschliessend hatten auch die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, ins Rad zu stehen und zu versuchen, sich in der Turnhalle damit fortzubewegen, was sich als gar nicht so einfach erwies: In der Show sah es doch so einfach aus…

Im anschliessenden Workshop mit den Bumperballs hatten die Jugendlichen grossen Spass. Ein Bumperball ist ein grosser mit Luft gefüllter Plastikball, in den ein Spieler hinein kriechen kann. Durch die Luftpolster ist der Spieler geschützt, und er kann problemlos über den Boden rollen, seine Gegenspieler schubsen und sich austoben.

Bei der Modellfluggruppe Münchenbuchsee baute sich jeder, der wollte, einen Walkalong-Glider, der natürlich auch auf seine Flugtauglichkeit getestet wurde. Die Experten der Modellfluggruppe standen mit Rat und Tipps zur Seite.

Im Kirchgemeindehaus stellten die Jugendlichen eine eigene Sternkarte her oder absolvierten den spannenden Science-Fiction-Parcours. In der Outdoor Lounge konnten die Jugendlichen chillen oder sich im Planet-Dart versuchen. Das grosse Highlight an diesem Hotspot war die eindrückliche Show der Musikschule und des Jugendpfarramtes draussen auf dem Schulhausplatz. Gemeinsam führten sie ein musikalisches Theater mit ausserirdischen Besuchern des Planets Saturn auf. Dabei rollten u.a. die Darsteller in Bumperballs zum Song „Rolling in the deep“ von Adele über den Platz. Das Publikum war begeistert. Im Anschluss an die Vorstellung wurden hundert „Schwebelichter“ bereitgestellt, die den Himmel in verschiedenen Farben erleuchten sollten. Leider windete es ziemlich stark, so dass sich die Attraktion als eher schwierig gestaltete. Ein Schwebelicht blieb sogar einen Moment lang an der Dachrinne des Schulhauses hängen. Doch trotz allem waren die farbigen Lichter im Himmel ein aussergewöhnliches Spektakel.

Schliesslich trafen sich die Jugendlichen ab Oberstufe um 20.30 Uhr bis zu später Stunde um Mitternacht am Hotspot 3 beim Jugendwerk neben der Saal- und Freizeitanlage zu Action, Spass und Unterhaltung. Etliche „Stuntmen“ und „Stuntwomen“ wagten den nervenkitzelnden Sprung von der hohen Feuerwehrleiter des Feuerwehrautos hinab in die Stuntmatte. Eine spektakuläre Feuershow sowie eine Nachtflugshow mit Modell-Helikoptern waren eine weitere Attraktion.

Chillen konnten die Jugendlichen in der Lounge mit wärmenden Feuerschalen. Diejenigen, die aktiv sein wollten, schossen mit Feuerpfeilen auf Seifenblasen. Zur Verpflegung gab es feine Pizzas sowie mexikanische Fajitas und an der Smoothie-Bar konnte sich gleich jeder seinen eigenen Fruchtdrink mixen. Die Rapper BLISS, MASA und ANBY unterhielten die Besucherinnen und Besucher mit ihrem Mundart-Rap und sorgten am Schluss mit Freestyle-Rap -mit vom Publikum zugerufenen Begriffen- für eine ausgelassene Stimmung.

Das Fazit sowohl der Veranstalter als auch der Besucherinnen und Besucher ist durchwegs positiv. Der Anlass kann auch dieses Jahr als sehr erfolgreich bezeichnet werden.

Die Kinder- und Jugendnacht wird vom Kontaktgespräch Jugend Buchsi organisiert. Am Kontaktgespräch treffen sich seit 10 Jahren jeweils zweimal pro Jahr zahlreiche Vereine und Organisationen aus dem Dorf, die Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitbeschäftigungen anbieten, sei es in Form von Kursen oder als Ferienaktivität.

An diesen regelmässigen Treffen wird gemeinsam ein Motto für die Jugendnacht festgelegt. Die mitwirkenden Vereine und Organisationen richten ihr Angebot nach dem vorgegebenen Motto aus.

Die Idee zur Kinder- und Jugendnacht entstand ursprünglich bei der Jugendfachstelle „Jugendwerk Münchenbuchsee“. Sie gründete unter der Leitung von Reto Blaser das Kontaktgespräch Jugend Buchsi. Erstmals wurde die Kinder- und Jugendnacht im 2014 erfolgreich durchgeführt. Jeder Verein und jede Organisation organisiert ihr Angebot selbst und finanziert es aus der eigenen Kasse. Der Erlös aus der Festwirtschaft sowie Spenden werden für die Werbung eingesetzt.

Die Kinder und Jugendlichen haben diesen Event bei trockener Witterung und „coolem“ Ambiente sehr genossen und freuen sich bereits schon auf die 3. Kinder- und Jugendnacht im 2018.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Manuela Friedli, Simone Kamer, Martin Stüdeli, Daniel Kamer, Karin Balmer
Eifrig verzierten die Kinder ihre Laternen.
Nicht nur die Clowns Tüpfli und Blöffi sorgten für Action, Unterhaltung und Spass an der 2. Kinder- und Jugendnacht in Münchenbuchsee.
04.11.2016

BZ-Artikel: Migros plant Neubau

Die Migros hat eine erste Machbarkeitsstudie dafür erstellt, ihre Filiale durch einen Neubau zu ersetzen. Es sollen auch Wohnungen entstehen.

Es gibt noch kein konkretes Projekt, aber einen groben Zeitplan. Die Migros Aare möchte ihre Filiale an der Bernstrasse in Münchenbuchsee durch einen Neubau ersetzen. Es liegt eine erste Machbarkeitsstudie vor, im nächsten Jahr möchte der Grossverteiler einen Projektwettbewerb durchführen, erklärt Migros-Sprecherin Andrea Bauer. Danach folge das eigentliche Bauprojekt. Mit einem Beginn des Neubaus sei nicht vor 2018 zu rechnen.

Die Planung an dieser «sensiblen Zentrumslage» läuft in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Münchenbuchsee. Gemäss der gültigen Zone mit Planungspflicht «Löwenstrasse» ist eine höhere Dichte möglich. Erlaubt sind drei Vollgeschosse mit Attika. Im Vorfeld muss aber die Frage geklärt werden, wie der Neubau am besten in das Ortsbild mit geschützten und erhaltenswerten Gebäuden integriert werden kann.

Weil ein Neubau in Etappen nicht möglich ist, wird die bestehende Filiale während der Bauzeit geschlossen. Es sei ein Provisorium vorgesehen, einen Standort aber noch nicht gefunden, so Bauer. Mit der Vergrösserung soll der Frischebereich (Früchte, Gemüse) gestärkt werden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
02.11.2016

BZ-Artikel: Sechs Jahre für brutalen Raub

JUSTIZ / Das Bundesgericht bestätigt eine sechsjährige Gefängnisstrafe gegen einen Mann, der in Münchenbuchsee einen Raub mit einem Messer begangen hat.

Die Liste der Delikte ist lang: Dazu gehören unter anderem Raub, Diebstahl, Landfriedensbruch und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz. Das Strafgericht und später das Kantonsgericht Jura verurteilten einen Mann im letzten Jahr zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren. Dabei bleibt es: Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten in allen Punkten abgewiesen.

Das schwerste Delikt geschah Ende Januar 2013 in Münchenbuchsee. Zusammen mit zwei Komplizen verübte der Täter einen Raub. Zu zweit zwangen sie das Opfer, in ein Auto einzusteigen. Als es sich wehrte, zückte der Mann ein Küchenmesser mit einer rund zwanzig Zentimeter langen Klinge. Er kniete sich im Fahrzeug auf die Beine des Überfallenen, drückte ihn mit der einen Hand nach unten und hielt ihm mit der anderen die Klinge an den Kragen der Jacke. Nach und nach erhöhte er den Druck, damit das Opfer ihm den Code für seine Bankkarte gab. Die Täter hoben in der Folge 5000 Franken ab und raubten ihm zudem das Portemonnaie, das Handy und einen Tablet-Computer

Das Bundesgericht folgte in seinem Urteil der Argumentation des jurassischen Kantonsgerichts und geht von einem schweren Raub aus. Der Mann habe das Leben seines Opfers unmittelbar gefährdet. Eine unkontrollierte Bewegung, vom Opfer oder vom Täter, oder ein brüskes Manöver des Komplizen am Steuer des Autos hätten fatale Folgen haben können. Daran ändere nichts, dass der Täter den Mann nicht habe töten wollen. Angesichts der Vorstrafen, der vielen Delikte innert kurzer Zeit und der Schwere des Raubes seien die sechs Jahre Gefängnis angemessen, urteilt das Bundesgericht.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
31.10.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Fünfter Buchsi Wirtschaftsanlass

vlnr: Olivier Gerig, Gemeindeschreiber, Roger Spindler, Gastreferent, Elsbeth Maring-Walther, Gemeindepräsidentin, Raphael Sangiorgio, Präsident KMU Münchenbuchsee

Matrix des Wandels - neue Achtsamkeit, neue Herausforderung“ lautete das Thema vom 5. Buchsi Wirtschaftsanlass


Auch dieses Jahr konnte am 20. Oktober 2016 die Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther wieder gut 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Gemeinde Münchenbuchsee, der Regionalkonferenz Bern-Mittelland und Gäste aus Politik der Nachbargemeinden, sowie den Regierungsstatthalter Bern-Mittelland zum fünften Wirtschaftsanlass der Gemeinde Münchenbuchsee im Kirchgemeindehaus begrüssen und erläuterte ihre persönlichen Gedanken zum diesjährigen Thema „Matrix des Wandels – neue Achtsamkeit, neue Herausforderung“.

Danach stellte Präsident der KMU Münchenbuchsee, Raphael Sangiorgio, den Gastreferenten Roger Spindler, Leiter Höhere Berufsbildung und Weiterbildung, Schule für Gestaltung Bern und Biel, dem Publikum vor. Mit seinem packenden und kurzweiligen Referat zog Roger Spindler, die Gäste anschliessend in seinen Bann. Anhand anschaulicher Beispiele führte er die Anwesenden in die Vergangenheit und die Zukunft und zeigte mögliche Szenarien des digitalen Wandels auf. Durch Film- und Musikeinspielungen wurde die Präsentation aufgelockert.

Auf Wunsch des Referenten gab es eine spezielle Bestuhlung. Statt der üblichen Konzertbestuhlung sassen die Gäste an Blocktischen, was schon zu Beginn dem Anlass eine lockere und erwartungsvolle Atmosphäre verlieh. Referent Roger Spindler liess während seinem Referat auch das Publikum aktiv werden. Es gab eine Marshmallow-Challenge, bei der die Gäste an den einzelnen Tischen mit Spaghetti, Marshmallows, Klebeband und Schnur einen Turm bauen mussten, was für Bewegung und Auflockerung sorgte.

Das Schlusswort übernahm wieder die Gemeindepräsidentin. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die perfekte Organisation und die sehr gute Zusammenarbeit bei allen Beteiligten insbesondere beim Mitorganisator KMU Münchenbuchsee-Präsidenten, Raphael Sangiorgio.

Ebenfalls sprach sie auch den Gewerbevertreterinnen und –vertretern ihren Dank aus für deren Engagement sowie den weiteren anwesenden Gästen, die den Buchsi Wirtschaftsanlass seit 2012 unterstützten. Für Elsbeth Maring-Walther, die die Idee dieses Wirtschaftsanlasses vor fünf Jahren lancierte und das Projekt umsetzte, war es der letzte Anlass unter ihrem Gemeindepräsidium.

Im Anschluss sorgten die lebhaften und inspirierenden Ausführungen von Roger Spindler beim Networking-Apero für angeregten Gesprächsstoff und spannenden Gedankenaustausch. Die Atmosphäre war sehr locker und gemütlich, so dass sich die Gäste sichtlich wohl fühlten.

Es konnten wiederum viele neue Kontakte geknüpft oder bestehende vertieft werden. Die Gäste begrüssten es, mit Personen aus verschiedenen Geschäftsbereichen und der Gemeindeverwaltung in Kontakt zu kommen und Gedanken austauschen zu können. Bemerkungen zum Wirtschaftsanlass wie „ein Erfolgsrezept, welches unverändert weiter geführt werden sollte“, „kleiner aber sehr feiner und würdiger Wirtschaftsanlass“, „hoffentlich wird dieser tolle Anlass vom nächsten Gemeindepräsidenten weitergeführt“ machten deutlich, wie wichtig den Gewerblerinnen und Gewerblern dieser Buchsi Wirtschaftsanlass geworden ist und wie sehr er geschätzt wird.

So hoffen alle Anwesende sehr, dass der Event auch unter dem neuen Präsidium fortgesetzt wird  und sie nächstes Jahr wieder einen so eindrucksvollen, informativen und interessanten Wirtschaftsanlass besuchen können wie die letzten fünf Jahre.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Oliver Gerig, Karin Balmer
Fotos: Bernhard Affolter, Eisbrecher GmbH
31.10.2016

BZ-Artikel: Ein "attraktives" Quintett

Diese fünf Männer hoffen auf möglichst viele Stimmen bei den Präsidiumswahlen am 27. November (von links): Manfred Waibel (SVP), Peter Stucki (GFL), Ruedi Löffel (EVP), Michel Gygax (BDP) und Fred Gerber (SP). (Bild: Beat Mathys)

Die fünf Kandidaten fürs Gemeindepräsidium stellten sich den Fragen von Gewerblern. Einig waren sich die fünf Männer darin, dass Buchsi heute attraktiv ist. Ihre Ideen und Vorstellungen für die Zukunft decken sich hingegen nicht.


Hätte jemand genau protokolliert, wie oft die fünf Kandidaten das Wort «attraktiv» ausgesprochen haben, die Strichliste wäre lang geworden. Eine kleine Auswahl: Buchsi als attraktives Dorf (Ruedi Löffel, EVP) oder attraktive Gemeinde (Manfred Waibel, SVP), attraktiv für junge Familien (Peter Stucki, GFL) oder Forderungen nach einem attraktiven Zentrum (Michel Gygax, BDP) und einer attraktiven Oberdorfstrasse (Fred Gerber, SP).

Die fünf Männer wollen die Nachfolge von Elsbeth Maring (SP) antreten, die auf Ende 2016 demissioniert. Am Wahlpodium vor über 150 Interessierten, organisiert von KMU Münchenbuchsee, legten die fünf Kandidaten dar, wie sie die Gemeinde führen und weiterentwickeln wollen. Alles unter dem Aspekt der knappen finanziellen Mittel.

Enges finanzielles Korsett

Peter Stucki hofft auf zusätzliche Steuerzahler dank neuen Siedlungen. Fred Gerber warnte davor, den Spargürtel zu lockern. Ruedi Löffel plädierte dafür, zuerst die Wünsche und Dienstleistungen festzulegen und danach entsprechend Steuern zu erheben.

«Eine der ersten Aufgabe des neuen Gemeinderates wird es sein, die Investitionen zu priorisieren», sagte Manfred Waibel. Auf einem «guten, aber noch langen Weg» sieht Michel Gygax die Gemeinde. Sorgen bereiten ihm die steigenden Abgaben in den kantonalen Lastenausgleich.

Lange drehte sich die Diskussion um das Dorfzentrum mit der Oberdorfstrasse. Wie kann das Lädelisterben gestoppt werden? Wie kann die Verkehrsproblematik an dieser wichtigen Achse gelöst werden? Wie kann das Zentrum – richtig – attraktiver werden? Zu diesem Thema gingen die Ansichten der Kandidaten stark auseinander.

Gar nicht gut an kam bei einigen Leuten im Publikum die Idee von Löffel, auf der Oberdorfstrasse eine Begegnungszone einzurichten, ähnlich wie im Zentrum von Köniz. Der Autofahrer verliere dadurch nur ein paar Sekunden, und die gegenseitige Rücksichtnahme sei fundamental.

Einfach Parkplätze zu streichen, sei keine Lösung, monierte Waibel. Wer sein Auto nicht parkieren könne, fahre gleich weiter ins Shoppyland. Es müsse Parkplätze haben für Autos und Velos, sagte Gygax. Der Gedanke, «mehr Parkplätze bedeute mehr Kunden», stimme nicht, sagte Stucki. Läden mit Schaufenstern könnten am besten zu Fuss erkundet werden.

Das Verkehrsproblem fange nicht erst in Münchenbuchsee an, erklärte Gerber. Dieses könne nur gemeinsam mit den Nachbargemeinden gelöst werden. Man dürfe nicht die Verkehrsmittel gegeneinander ausspielen, warnte Manfred Waibel.

Offensiv informieren

Wie würden die Kandidaten als neuer Präsident die Gemeinde führen, ein KMU mit 10 000 Kunden und Dutzenden Angestellten? «Es ist wichtig, dass man das Ziel kennt», sagte Michel Gygax. Und die Aufgaben und Kompetenzen verteile. Die Mitarbeitenden müssten sich wohl fühlen und ihre Ideen einbringen können, ergänzte Fred Gerber.

Ruedi Löffel würde den Kontakt zur Bevölkerung suchen, weil «die Politik heute zu weit weg ist». Peter Stucki möchte auf einen «kooperativen Führungsstil» setzen und den Gemeinderat einmal bekochen, zur Teambildung. Waibel würde darauf setzen, dass alle am gleichen Strick ziehen, Entscheidungen mittragen und Verantwortung übernehmen.

In einem Bereich gibt es Nachholbedarf, darin waren sich alle fünf einig: Die Kommunikation muss besser, offensiver und transparenter werden, sowohl intern als auch extern. Eine gute Information zahle sich aus und beuge Gerüchten vor. Es könne aber auch eine Gratwanderung sein, wenn man zu früh informiere.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
27.10.2016

BZ-Artikel: Düstere Aussichten

Gemeinderätin Sonja Bucher (Bild: zvg)

Die Gemeinde muss den Finanz- und Investitionsplan überarbeiten. Sonst droht in einigen Jahren wieder ein Bilanzfehlbetrag.


Arduino Lavina (SVP) bediente sich in der Begriffswelt der Meteorologie, als er im Grossen Gemeinderat die Finanzlage von Münchenbuchsee beschrieb. Nach einer langen Schlechtwetterperiode und aktuell einem kurzen Zwischenhoch drohe nun wieder eine Gewitterfront. Der Finanz- und Investitionsplan 2016 bis 2021 sorgte am Dienstagabend bei den Parlamentsmitgliedern für tiefe Sorgenfalten, die Aussichten sind nach den neuesten Zahlen düster. «Die geplanten Investitionen und die Folgekosten sind nicht tragbar», zog der Gemeinderat in der Botschaft das Fazit. Die Planung müsse überarbeitet und die einzelnen Projekte hinterfragt werden. Ohne «rigorose Kürzungen bei den Investitionen» sei die Gemeinde bald wieder da, wo sie vor einigen Jahren schon mal gewesen sei, monierte Walter Lanz (BDP): mit einem Bilanzfehlbetrag in der Kasse.

Alarmlampe leuchtet

Noch vor einem Jahr sah der Finanzplan nicht so schlecht aus. Die Kosten für das geplante multifunktionale Gebäude beim Paul-Klee-Schulhaus sind nun aber deutlich höher in der Planung. Edith Bucheli (GFL) sieht nun dieses Gebäude wegen der hohen Kosten «unter Beschuss». Sie fügte an, dass angesichts der Aussichten auch bei den Grünen das Lämpchen rot leuchte. Bei so vielen Wortspielereien wollte Georg Karlaganis (FDP) nicht zurückstehen. Er forderte den Gemeinderat auf, schnell Massnahmen zu ergreifen. Sonst würden «die roten Zahlen bei der Feuerwehr zum Dauerbrenner».

Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP) betonte, dass der Gemeinderat die Zahlen nicht verschlechtert habe, um etwas zu verhindern. Der Gemeinderat geht nun über die Bücher. Zum Thema Finanzplan wurden auch gleich mehrere parlamentarische Vorstösse eingereicht.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.10.2016

BZ-Artikel: Finanzlage bleibt angespannt

Das Parlament hat das ausgeglichene Budget 2017 genehmigt. Sorgen bereiten einzelne Spezialfinanzierungen.

Grosse Freudensprünge gab es gestern nicht, als der Grosse Gemeinderat das Budget für das nächste Jahr behandelte. Dieses schliesst bei einem Aufwand von knapp 38 Millionen Franken und einer gleichbleibenden Steueranlage von 1,64 Einheiten ausgeglichen ab. Die finanzielle Lage der Gemeinde sei aber nach wie vor sehr herausfordernd, sagte Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP). Nur mit strikter Disziplin könne eine gesunde Finanzsituation erreicht werden. Die selbst verordneten Auflagen seien konsequent umzusetzen. «Sie dürfen nicht ein Lippenbekenntnis bleiben», so Bucher. Nur mit Rechnungsüberschüssen könne sich die Gemeinde weiterentwickeln.

Die Gemeinde sei noch nicht am Ziel, sagte BDP-Sprecher Michel Gygax. Die Finanzlage bleibe angespannt, die Alarmstufe auf Rot. Die 2014 beschlossenen Sparmassnahmen müssten weitergeführt werden. Sorgen bereiten der BDP einzelne stark defizitäre Spezialfinanzierungen (Wasser, Feuerwehr). Gygax: «Dieses Problem müssen wir rasch angehen.» Darauf wiesen auch die EVP-, SP- und GFL-Sprecher hin. Es sei schade, dass die Wassergebühren nicht schon auf 2017 erhöht werden, sagte Christine Eckstein (EVP). Lieber zuerst das Gebührenreglement anpassen als einen Schnellschuss produzieren, stellte sich Arduino Lavina (SVP) hinter das Vorgehen des Gemeinderats.

Keine Chance hatte ein Antrag der SP, den Beitrag an die Kornhausbibliotheken um 30 000 Franken zu erhöhen. Damit hätten die Öffnungszeiten verlängert werden sollen. Sonja Bucher sprach von einem falschen Signal an die Bevölkerung, weil dadurch ein Defizit im Budget entstehen würde. Einen zweiten Antrag, sich wieder am«Fäger» zu beteiligen, zog die SP zurück. Dieser Wunsch soll nun im Rahmen des Budgets 2018 behandelt werden.

Das letzte Wort zum Budget 2017 haben die Stimmberechtigten am 27. November.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
26.10.2016

Bund-Artikel: Münchenbuchsees Zahlen nur knapp im schwarzen Bereich

Das Gemeindeparlament von Münchenbuchsee hat am Dienstagabend das Budget 2017 einstimmig genehmigt.

Trotz Wahljahr sorgen die Finanzen in Münchenbuchsee kaum für Zündstoff. Die Parteien zeigten sich am Dienstagabend im Grossen Gemeinderat grundsätzlich zufrieden mit den Zahlen des Budgets 2017. Bei Aufwand und Ertrag von knapp 38 Millionen Franken resultiert für das nächste Jahr voraussichtlich ein Minigewinn von 11'000 Franken. Die Steueranlage bleibt bei 1,64 Einheiten.

Die Rechnung des letzten Jahres schloss mit einem kleinen Gewinn von 80'000 Franken ab. Das Eigenkapital beträgt rund eine Million Franken. Es gelte, den eingeschlagenen Weg der strikten Haushaltsdisziplin weiterzuverfolgen, sagte Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP). Das Gemeindeparlament genehmigte das Budget mit 38 zu 0 Stimmen und ohne Enthaltungen. Die finanzielle Situation sei aber noch immer angespannt, bemerkte Michel Gygax (BDP). Man sei noch nicht am Ziel.

Auch weitere Redner verwiesen darauf, dass die Massnahmen des Entlastungspaketes aus dem Jahr 2014 konsequent weitergeführt werden müssten. Die SVP bemängelte die Kostensteigerungen. Diese betreffen nicht nur Bereiche, welche von der Gemeinde nicht beeinflussbar sind. Sorgen machte weiter das Minus bei der Spezialfinanzierung Wasser. Für das übernächste Jahr wird hier wohl eine Erhöhung der Gebühren unumgänglich sein.

Ein Antrag der SP, mehr Geld für längere Öffnungszeiten der Bibliothek aufzuwenden, wurde abgelehnt. Für das Budget des übernächsten Jahres will der Gemeinderat hingegen eine Anregung der SP prüfen, ob sich Münchenbuchsee wieder am «Fäger»-Ferienprogamm beteiligen soll.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
25.10.2016

Kantonspolizei Bern: Kind bei Sturz mit Velo verletzt


Wie der Kantonspolizei Bern nachträglich gemeldet wurde, hat sich am Dienstag, 25. Oktober 2016, um zirka 0800 Uhr, in Münchenbuchsee ein Verkehrsunfall ereignet. Gemäss ersten Erkenntnissen war ein Junge mit dem Velo auf der Talstrasse vom Wendeplatz herkommend in Richtung Bernstrasse unterwegs, als zeitgleich ein schwarzes Auto von der Bahnunterführung her links in die Talstrasse einbog. Der Velolenker kam aus noch zu klärenden Gründen im Bereich der Kreuzung zu Fall. Die Autolenkerin hielt an, erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand des Jungen und setzte ihre Fahrt anschliessend fort.

Der Junge wurde beim Sturz verletzt. Er begab sich in Begleitung eines Elternteils kurze Zeit später in ärztliche Behandlung.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen. Insbesondere die Lenkerin des genannten Autos, aber auch Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +41 31 634 41 11 zu melden.
18.10.2016

BZ-Artikel: RBS feiert wieder Geburtstag

Im typischen Grün-­Beige: Der erste Bus der damaligen Solothurn–Zollikofen–Bern-Bahn. (Bilder: RBS/zvg)

Das zweite Jubiläum innert weniger Monate: Mit der Linie nach Münchenbuchsee legte der RBS vor genau 50 Jahren den Grundstein für sein heutiges Busnetz.

Die Foto ruft nostalgische Gefühle hervor. Sie zeigt einen Omnibus, wie er im Bernbiet lange zum Landschaftsbild gehörte, lackiert in Grün und Beige und dem dazugehörenden Schriftzug: «SZB» stand am Fahrzeug, wobei das Z, leicht erhöht, die anderen Buchstaben überragte.

Es war die Zeit, in der anstelle des heutigen Regionalverkehrs Bern–Solothurn (RBS) noch die alte Solothurn–Zollikofen–Bern-Bahn unterwegs war. Ihren 100. Geburtstag hat der RBS erst Ende August mit einem grossen Fest gebührend gefeiert.

An den SZB-Geleisen begann auch die Linie, auf der der grünbeige Bus vor 50 Jahren den Betrieb aufnahm. Am 17. Oktober 1966 startete der, wie er offiziell hiess, Busergänzungsdienst vom Bahnhof Zollikofen nach Münchenbuchsee. Er brachte Buchsi neben dem öffentlichen Verkehr in den Quartieren auch den Anschluss an die SZB-Vorortszüge nach Bern. Wenn auch nur in den Stosszeiten, dafür aber bereits im starren 20-Minuten-Takt.

Das Angebot schlug ein, nach nur zwei Monaten nutzten statt der anfänglich 200 bereits 600 Passagiere pro Tag den Bus. Wen wunderts, dass bald andere Linien folgten. So fuhr ab Mai 1968 ein Kleinbus von der Station Muri ins Eichholz. Die Freude währte indes nicht lange. Schon 1972 wurde das schlecht genutzte Angebot wieder gestrichen.

Von Linie zu Linie

Richtig los ging es in den folgenden 20 Jahren. Als ab 1974 die Züge aus dem Worblental direkt in den Bahnhof Bern fuhren, wurde als Ersatz für die alte Linie zum Kornhausplatz ein Bus eingerichtet, der gleichzeitig auch in den Kappelisacker fuhr. Später erhielten Bolligens Quartiere das Buxi, in Ittigen ging der Ortsbus in Betrieb, und in Zollikofen erschloss der Bus neu das Hirzenfeld. Busse verkehrten neu nach Allmendingen und Bäriswil, verbanden zudem Bolligen mit Ostermundigen und Gümligen.

Der letzte Coup gelang dem RBS vor 3 Jahren: Ende 2013 übernahm er das seit je vom Postauto betriebene Netz rund um Messen.

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
22.09.2016

26. bis 30. September: Bauarbeiten Parkplatz und Belag Mühlestrasse

Um den Plan zu vergrössern klicken Sie auf das Bild.

Die Bauunternehmung Stoll AG, Münchenbuchsee wird den Ersatz des Strassenbelages sowie die Deckbelagsarbeiten im Baustellenbereich (siehe Plan) am Montag, 26.09.2016 in Angriff nehmen. Diese dauern ca. 1 Woche. Die Arbeiten sollten mit dem Belagseinbau am 29./30. September abgeschlossen sein. Vorbehalten bleiben Verschiebungen durch Schlechtwetter. 

Die Parkplätze beidseitig der Strasse bleiben die gesamte Woche gesperrt. Die Mühlestrasse wird im Baustellenbereich von Montag 26.09.2016 bis Mittwoch 28.09.2016 einseitig befahrbar sein, es kann aber zu Behinderungen bei der Durchfahrt kommen.

Während den Belagsarbeiten zwischen Donnerstag 29.09.2016 und Freitag 30.09.2016 bleibt die Mühlestrasse im genannten Perimenter (siehe Plan) für jeglichen Verkehr gesperrt.  

Wir bitten Sie um Verständnis, bei Fragen stehen wir ihnen unter 031 858 11 11 zur Verfügung.
21.09.2016

BZ-Artikel: Zwei grosse Allianzen

Ziel der Allianz in Münchenbuchsee ist es, das ganze Potenzial und breite Spektrum aller Mitte-, grünen und linken Wähler mit drei eigenständigen Listen bestmöglich auszuschöpfen. (Bild: Andreas Blatter)

SP, GFL und EVP gehen für die ­Gemeindewahlen in Münchenbuchsee eine ­Listenverbindung ein.


Die Mitte-links-Parteien in Münchenbuchsee waren unter Zugzwang. Denn für die Gemeindewahlen vom 27. November hatten die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und BDP eine Listenverbindung vereinbart.

Nun haben es ihnen die SP, die GFL und die EVP gleichgetan. Am Dienstag haben die Parteien den Schulterschluss für die Gemeinderats- und die Parlamentswahlen bekannt gegeben. Bereits bei den letzten beiden Urnenwahlen waren sie eine Listenverbindung eingegangen. Für die Präsidiumswahlen hingegen tritt jede Partei mit einem eigenen Kandidaten an.

Ziel der Allianz sei es, das «ganze Potenzial und breite Spektrum aller Mitte-, grünen und linken Wähler mit drei eigenständigen Listen bestmöglich auszuschöpfen», heisst es in der Mitteilung. Sie soll sicherstellen, dass allfäl­lige Restmandate in RGM-Hand bleiben. Die drei Parteien besetzen vier von sieben Sitzen im Buchser Gemeinderat. Vor vier Jahren hatte die BDP das Restmandat nur knapp verpasst – ohne Listenverbindung unter den Bürgerlichen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
21.09.2016

BZ-Artikel: Dichter - und doch gut wohnen

Zwei Gebiete in Münchenbuchsee werden unter die Lupe genommen. (Bild: Grafik fri/ Google Earth)

Eine Studie hat aufgezeigt, dass die Gemeinde Münchenbuchsee nach innen ­wachsen kann. Die Resultate fliessen nun in zwei Test­planungen ein. Eine betrifft ein im Prinzip baureifes Areal.

Knapp 10 000 Personen wohnen in Münchenbuchsee. Und es hätte in den nächsten Jahren locker Platz für ein paar Hundert mehr, ohne dass neue Baugebiete eingezont werden. Das ist das Resultat einer Studie, welche von der Gemeinde in Auftrag gegeben worden ist (siehe unten).

«Ich war erstaunt, wie hoch das Potenzial ist», sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). Denn gemessen an den kantonalen Richtwerten sei Münchenbuchsee teilweise bereits dicht bebaut. Trotzdem nimmt die Gemeinde das Thema Verdichten an die Hand, nicht zuletzt aufgrund des neuen Raumplanungsgesetzes. Wobei Maring lieber von Entwickeln nach innen spricht. «Die Begriffe Verdichten oder Wachsen nach innen können ein Unbehagen auslösen, ein Gefühl von Enge.»

Wohnqualität erhalten

Die Entwicklung nach innen steht weit oben auf der Traktandenliste. «Es geht nicht um eine maximale, sondern um eine ortsverträgliche Verdichtung», erklärt Erika Loser, Projektleiterin Planung und Umwelt bei der Gemeinde. Die Wohnqualität dürfe nicht verloren gehen. Sie könne durch eine vernünftige Verdichtung sogar aufgewertet werden. Das Papier werde nicht in der Schublade verschwinden, sagt Maring. Die Politik habe die Studie verlangt (siehe unten), nun müsse sie wirken. Konkrete Beispiele zum Optimieren seien vorhanden.

Testen statt bauen

Diese Daten seien nicht am Bürotisch berechnet worden, sagt Claudia Thöni von Buchsis Bauabteilung. Sechs unterschiedliche Quartiertypen seien von den Experten besucht und aus städtebaulicher Sicht analysiert worden. Es wurden exemplarisch Möglichkeiten aufgezeigt, wie bei einer Sanierung die Siedlung nicht nur verdichtet, sondern auch aufgewertet werden könne.

Die Ergebnisse der Studie sind nützlich für die Ortsplanung. Die gültige Revision wurde zwar erst 2013 abgeschlossen. Dennoch werden Anpassungen erforderlich sein, um die Raumplanungsziele umzusetzen. Insbesondere das in die Jahre ­gekommene Baureglement und der Verkehrsrichtplan sollen baldmöglichst überarbeitet werden. Die Grundlagen sollen bereit sein, wenn Eigentümer investieren wollen, sagt Erika Loser. Die Studie wirkt sich unter anderem auf die laufende Planung für die Zone mit Planungspflicht Strahmmatte aus. «Hier könnte man eigentlich mit dem Bauen beginnen», sagt Elsbeth Maring. Aber aufgrund der Potenzialstudie wurde in den Prozess eingegriffen. Die definierte Ausnützungsziffer von 0,75 wird als zu gering und als nicht mehr zeitgemäss erachtet. In einer Testplanung werden nun die Möglichkeiten ausgelotet, wie unter dem Aspekt der Verdichtung die Vision der Gemeinde mit jener der Investorin zusammengeführt werden könnte. Immer unter dem Gesichtspunkt der Ortsverträglichkeit. Dabei arbeiten die Gemeinde und die Investorin Bonainvest Hand in Hand. Sie teilen sich auch die Kosten der Planung.

Eine weitere Testplanung läuft seit August im Gebiet des Bahnhofs, zwischen Bernstrasse und Bahnlinie sowie dem Restaurant Bären und der Landi. Die Potenzialstudie hat sechs Teilgebiete unter die Lupe genommen. Anhand von städtebaulichen Überlegungen wurden Möglichkeiten zum Verdichten aufgezeigt. Zu diesen Gebieten gehört das Bahnhofgebiet Südwest.

Eine erste Analyse zeigte auf, dass es dort Standorte mit grösserem Verdichtungspotenzial gibt. Die Gemeinde hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Grundeigentümern Gespräche geführt. Diese haben teilweise selber konkrete Vorstellungen. Sie sind mit Ideen und Visionen für Ersatzneubauten an die Gemeinde gelangt.

Alle Aspekte einbeziehen

Diese Testplanung soll die Grundlage für die Diskussion liefern, wie sich das Bahnhofgebiet weiterentwickeln und dadurch einen Mehrwert für die Gemeinde schaffen kann. Die Planung erfolgt unter Berücksichtigung von Siedlungsqualität und Freiräumen. Aber auch im Hinblick darauf, die Mobilität und den Verkehr zu optimieren. Dazu zählt die Entwicklung einer ­Zukunftsvision des Bahnhofes selbst, gemeinsam mit den SBB, dem RBS und der BLS. Das Ergebnis dieser Planung soll Ende Jahr feststehen.

Die Bevölkerung sei sensibilisiert auf das Thema Wachstum nach innen, sagt Elsbeth Maring-Walther. Deshalb sei es wichtig, dass der Prozess breit abgestützt werde. Wenn die Qualität stimme, ist die Gemeindepräsidentin überzeugt, würden die Stimmberechtigten Ja zu den Plänen sagen. Die Studie sei in der Mitwirkung mehrheitlich positiv aufgenommen worden.

Potenzialstudie
Die Studie, die das Verdichtungspotenzial von Münchenbuchsee untersucht hat, geht auf einen Vorstoss im Grossen Gemeinderat zurück. Dieser hat die Motion «Wachstum nach innen» im November 2014 für erheblich erklärt. Laut der Untersuchung gibt es im Siedlungsgebiet von Münchenbuchsee ein theoretisches Entwicklungspotenzial von rund 150'000 Quadratmetern Geschossfläche. Das entspricht einer Bevölkerungszunahme von rund 2500 Personen.

Die Studie kommt zum Schluss, dass ein wesentlicher Teil davon realisiert werden könnte, würde Münchenbuchsee dieses Potenzial mit hoher Priorität ausschöpfen. Ohne Einzonungen könnte die Gemeinde laut einer Hochrechnung so bis 2030 mindestens Wohnraum für 500 zusätzliche Einwohner bieten.
Die kantonale Fachstelle «Siedlungsentwicklung nach innen» hat die Arbeiten im Sinne eines Pilotprojekts unterstützt und einen Teil der Kosten übernommen.hus

Der Schlussbericht ist auf ­­ in der Rubrik Laufende Projekte einsehbar.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
20.09.2016

BZ-Artikel: Bürgerliche wollen Präsidium und Mehrheit

Fünf Männer wollen Nachfolger der zurücktretenden Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP) werden. Für den Gemeinderat gehen die Bürgerlichen eine Listenverbindung ein.

Das Gemeindepräsidium in Münchenbuchsee scheint ein begehrtes Amt zu sein. Nicht weniger als fünf Männer buhlen um die Nachfolge von Elsbeth Maring-Walther (SP), die nach neun Jahren auf Ende 2016 zurücktritt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird am 27. November kein Kandidat das absolute Mehr erreichen, sodass zwei Wochen später ein zweiter Wahlgang nötig sein wird. Spannend wird sein, welche beiden Männer in die Stichwahl kommen.

Die SP versucht, mit Fred Gerber das Amt zu verteidigen. Gerber sitzt seit fünf Jahren im Gemeinderat und machte bei den Wahlen vor vier Jahren das beste Ergebnis. Die SVP als stärkste Partei setzt auf Manfred Waibel, ein politisch eher unbeschriebenes Blatt. Waibel ist seit vier Jahren Mitglied des Parlaments und soll für die SVP das vor neun Jahren verlorene Präsidium zurückholen.

FDP unterstützt Waibel

Bei den Kandidaturen der drei kleineren Fraktionen sticht der Name von Ruedi Löffel hervor. Als langjähriger Grossrat kann der EVP-Mann auf ein gutes Netzwerk zählen. Als zweiter Ge-meinderat neben Fred Gerber bewirbt sich Peter Stucki (GFL) um das Vollamt. Zu guter Letzt schickt die BDP Michel Gygax ins Rennen. Er sitzt im Grossen Gemeinderat, den er 2005 präsidierte. Als einzige Partei, die im GGR vertreten ist, stellt die FDP keinen Kandidaten fürs Präsidium. Sie unterstützt SVP-Kandidat Waibel.

Spannung verspricht ebenfalls die Wahl in den Gemeinderat. Vor vier Jahren verpasste die BDP den Sprung in die Exekutive nur knapp. Die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und BDP hatten sich damals nicht zu einer Listenverbindung gefunden. Diese Listenverbindung ist für die kommenden Wahlen nun zustande gekommen, sowohl für den Gemeinderat als auch für das Parlament. Die Bürgerlichen wollen so die Mehrheit im Gemeinderat holen. Sollte Waibel die Wahl zum Präsidenten schaffen, müsste wohl einer der bisherigen drei SVP-Gemeinderäte über die Klinge springen. Denn vier Sitze sind unwahrscheinlich.

Damit sind SP, GFL und die EVP gefordert, damit sie die Mitte-links-Mehrheit verteidigen können. Fürs Gemeindepräsidium konnten sie sich auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen. Gestern war zwar Eingabeschluss für die Kandidaturen, bis nächsten Montag dürfen aber Listenverbindungen gemeldet werden. Ende Woche wollen die Parteien mitteilen, ob sie eine Listenverbindung eingehen.


SECHS PARTEIEN TRETEN AN

Diese Frauen und Männer stellen sich zur Wahl


Kandidierende
Gemeindepräsidium. SP: Fred Gerber. SVP: Manfred Waibel. GFL: Peter Stucki. BDP: Michel Gygax. EVP: Ruedi Löffel.

Gemeinderat
FDP: Urs-Thomas Gerber, Georg Karlaganis, Cédric Steiner. SP: Fred Gerber (bisher), Martin Frei, Eva Häberli, Patrick Imhof, Irene Hügli, Andreas Burger. SVP: Sonja Bucher, Cesar Lopez, Andreas Luginbühl (alle bisher), Annegret Hebeisen, Manfred Waibel, Fredi Witschi, Fritz Wüthrich. EVP: Pascal Lerch (bisher), Christine Eckstein, Gabi Jacobi, Mathias Hächler, Toni Mollet, Ruedi Löffel. GFL: Peter Stucki (bisher), Edith Bucheli, Bernd Meister, Luzi Bergamin, Toni Burki, Ursula Probst. BDP: Michel Gygax, René Bangerter, Margret Dreier, Rahel Baumgartner, Marius Luterbacher, Markus Hefti und Walter Lanz.

Grosser Gemeinderat
FDP: Georg Karlaganis, Urs-Thomas Gerber (beide bisher), Marco Arni, Farnçoise Bartlome, Lotti Haller, Raphael Künzi, Sujha Shanmugam, Gabriel Späti, Anja Steiner, Cédric Steiner, Werner Weber. EVP: Christine Eckstein, Eveline Gygax, Gabi Jacobi, Renate Löffel (alle bisher), Erich Fehlmann, Hans Ulrich Grundbacher, Toni Mollet, Karolina Morris, Thomas Teuscher, Bernhard Wenger, Barbara Allenspach, Tobias Blaser, Cornelia Fitzi, Erika Freiburghaus, Mathias Hächler, Susanna Hächler, Erfraim Hall, Sabine Hall, Joel Hügli, Peter Lehmann, Pascal Lerch, Annegret Lüthi, Christoph Meier, Philip Rickli, Patrick Rieder, Daniel Ritzmann, David Rohrer, Michael Rohrer, Stefan Rüfenacht, Markus Zuberbühler. SP: Nicola Bisogni, Andreas Burger, Wolfgang Eckstein, Martin Frei, Luzia Gernhart, Eva Häberli, Patrick Imhof, Manuel Kast (alle bisher), Zeliha Candan, Fabian Eckstein, Tobias Feigenwinter, Nik Frei, Martin Fröhlich, Kathrin Gäumann, Regula Graf, Katharina Häberli, Irene Hügli, Flavia Käsermann, Bettina Kast, Stefan Marti, Eva Müller, Caroline Obrecht, Sandra Ott, Mauro Pfister, Manfred Schneider, Yvan Schneuwly, Cristina Schweingruber, Celine Wüst, Stefan Wüthrich. SVP: Marco Capelli, Beatrice Fretz, Thomas Freudiger, Thomas Glauser, Thomas Krebs, Arduino Lavina, Katharina Melliger, Beat Offner, André Quaile, Kurt Stettler, Heinz Wallimann, Fredi Witschi, Fritz Wüthrich (alle bisher), Beat Aeschbacher, Reto Bacher (parteilos), Markus Blatti (parteilos), Yves Baumgartner, Andreas Brunner, Sonja Bucher, Dino Egli, Roger Frei (parteilos), Markus Fretz, Sabine Frieden (parteilos), Martin Häberli, Thomas Hammerich (parteilos), Ueli Ita, Claudia Kammermann (parteilos), Niklaus Kaufmann, Luca Krebs, Andres Kropf (parteilos), Sibylle Küenzi, Cesar Lopez, Andreas Luginbühl, Beatrice Ryser (parteilos), Scarlette Schär, Beatrice Schneider, Markus Somogyi (parteilos), Silvia Stettler, Cyprian Wyss, René Ziep (parteilos). BDP: René Bangerter, Margret Dreier, Markus Hefti, Walter Lanz (alle bisher), Rahel Baumgartner, Roland Dreier (parteilos), Peter Frutig, Matthias Häusermann, Marc Läderach, Marius Luterbacher, Hans Ryf, Hansruedi Schüpbach, Erich Stettler. GFL: Luzi Bergamin, Toni Burki, Edith Bucheli, Bernd Meister (alle bisher), Stefan Aebi, Mario Aklin, Barbara Burkhard, Karin Burki, Manuela Gerwer, Gerhard Hassenstein, Fritz Indermühle, Andrea Leitz, Diana Pelusi, Christine Poncet, Ursula Probst, Markus Sager, Angela Schaniel, Bruno Schmidlin, Kuno Schläfli, Karl Stänz, Patrizia Vökt, Linda Wachtarczyk, André Weyermann, Lara Wschiansky, Tabea Wschiansky, Felicitas Zopfi.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
08.09.2016

BZ-Artikel: Eine schwarze Null

Die Gemeinde fährt den Sparkurs weiter. So kann ein ausgeglichenes Budget 2017 vorgelegt werden.

Die Gemeinde Münchenbuchsee muss acht geben aufs Geld. Die finanzielle Situation präsentiere sich nach wie vor «sehr herausfordernd», heisst es in der Botschaft zum Budget 2017, das der Grosse Gemeinderat Ende Oktober beraten wird. Das Massnahmenpaket von 2014 habe sich bewährt, müsse aber konsequent weitergeführt werden. Bei einem Aufwand von knapp 38 Millionen Franken schliesst das Budget ausgeglichen. Mit dem neuen Rechnungslegungsmodell muss der kleine «Gewinn» von 11 200 Franken für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden. Der Steuerfuss bleibt bei 1,64 Einheiten.

Die grössten Abweichungen im Vergleich zum Budget 2016 sind höhere Ausgaben bei der Bildung (+237 000 Franken) und im Sozialen (+240 000). In den Lastenausgleich muss Münchenbuchsee nächstes Jahr 140 000 Franken mehr bezahlen. Hingegen entwickeln sich die Steuererträge positiv, sodass bei den natürlichen Personen 675 000 mehr budgetiert sind.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
08.09.2016

Bund-Artikel: Schwarze Zahlen in Münchenbuchsee

Die Finanzen der Gemeinde Münchenbuchsee sollen auch in Zukunft im Lot bleiben. Es gibt aber wenig Spielraum für grosse Sprünge. Bei Aufwand und Ertrag von rund 38 Millionen Franken resultiert im Budget für das nächste Jahr eine schwarze Null. Die Steueranlage bleibt bei 1,64 Einheiten. Die Massnahmen des Entlastungspaketes aus dem Jahr 2014 hätten sich bewährt und müssten auch in den kommenden Jahren konsequent weitergeführt werden, schreibt der Gemeinderat. Die finanzielle Situation sei weiterhin herausfordernd. Damit bleibe der Finanzhaushalt auf Kurs, und es könnten weiterhin regelmässig Gewinne erwirtschaftet werden. Die Rechnung des letzten Jahres schloss mit einem kleinen Gewinn von 80 000 Franken ab. Das Eigenkapital beträgt eine knappe Million Franken.

Sorgen bereiten der Gemeinde die Folgekosten der geplanten Investitionen. Mehrkosten sind zudem in den Bereichen Bildung und Soziales zu erwarten. Diese Bereiche seien nicht unmittelbar beeinflussbar, schreibt der Gemeinderat. Auf der anderen Seite rechnet Münchenbuchsee mit einer positiven Entwicklung bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
07.09.2016

BZ-Artikel: 24 neue Kita-Plätze

Das Kinderbetreuungsnetzwerk Pop e Poppa eröffnet am 19. September in Münchenbuchsee eine neue Kindertagesstätte mit 24 Plätzen. Die Kita befindet sich im ehemaligen Kindergartenpavillon im Allmendquartier.

Der Gemeinderat hat mit der Kita einen Leistungsvertrag abgeschlossen und subventioniert einen Teil der Plätze für Einwohnerinnen und Einwohner von Münchenbuchsee. Damit verfügt die Gemeinde über 40 subventionierte Plätze in Kindertagesstätten. Die Nachfrage nach solchen Plätzen ist in Münchenbuchsee gross. Erst im letzten Jahr hat der Gemeinderat, als Antwort auf einen Vorstoss im Parlament, beim Kanton ein Gesuch für mehr subventionierte Plätze eingereicht. Der Kanton hat 14 neue Plätze genehmigt. Der Gemeinderat hat in der Folge die Zusammenarbeit mit Pop e Poppa gesucht.

Ein Artikel aus der
(pd/hus, Berner Zeitung BZ)
05.09.2016

Bund-Artikel: Auf die Frau folgt ein Mann

Maring-Walther zieht sich zurück: In Münchenbuchsee kandidieren vier Personen für die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP). (Bild: Adrian Moser)

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walter (SP) tritt Ende Jahr ab. In den Startlöchern sind fünf Männer.

SVP, EVP, GFL, BDP – sie alle wollen in Münchenbuchsee das Gemeindepräsidium erobern. Die SP will es verteidigen. Seit 2008 hatte Elsbeth Maring-Walter für die SP das vollamtliche Präsidium inne. Für ihre Nachfolge kandidieren Manfred Waibel (SVP), Ruedi Löffel (EVP), Peter Stucki (GFL), und Michel Gygax (BDP). Für die SP soll Fred Gerber die Kastanien aus dem Feuer holen. Damit ist schon klar, dass in Münchenbuchsee ab nächstem Jahr ein Mann das Präsidium übernehmen wird.

Löffel sitzt für die EVP auch im Grossen Rat. Um sich besser auf seinen Wahlkampf konzentrieren zu können, hat er sein Mandat im Gemeindeparlament in Münchenbuchsee aufgegeben. Gerber und Stucki sind amtierende Gemeinderäte. Waibel ist seit 2013 Mitglied des Gemeindeparlaments. Gygax ist derzeit Vizepräsident des Gemeindeparlaments. Die Ausgangslage ist zum jetzigen Zeitpunkt relativ offen. Wahltermin ist der 27. November. Dass einer der Kandidaten das absolute Mehr erreicht, ist eher unwahrscheinlich. Ein allfälliger zweiter Wahlgang fände am 11. Dezember statt. 

Bei der letzten Kampfwahl um das Präsidium im Herbst 2006 wurde eine Stichwahl notwendig, im ersten Wahlgang hatte niemand das absolute Mehr erreicht. Angetreten waren neben Maring-Walther Sonja Bucher für die SVP und Matthias Hügli für die EVP. Dieser zog sich nach dem ersten Wahlgang zurück. Die EVP unterstützte in der Folge Maring-Walther.

Siehe auch Bund-Artikel "Der Bonus der Bisherigen" vom 5. September 2016

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
30.08.2016

Strassenbelagssanierung Bernstrasse: Buslinien 36 + 898 verkehren am 4.9. nur bis Bahnhof Münchenbuchsee

Der Kanton erneuert den Strassenbelag der Bernstrasse im Bereich Kreuzgasse bis Hofwilstrasse und das Trottoir Hofwilstrasse bis Eichgutweg. Am Sonntag, 4. September wird der neue Belag eingebaut und die Strasse für jeglichen Verkehr gesperrt. Dies hat folgende Auswirkungen auf die RBS-Buslinien 36 und 898:

  • Die Busse der Linie 36 verkehren den ganzen Tag nur zwischen Hüslimoos und Münchenbuchsee Bahnhof. Der Bahnhof Münchenbuchsee wird direkt angefahren. Reisende von Münchenbuchsee nach Zollikofen und Bern steigen am Bahnhof Münchenbuchsee auf den Zug um.

  • Die Linie 898 verkehrt von Büren a.A. nur bis Münchenbuchsee Bahnhof. Der Bahnhof Münchenbuchsee wird direkt angefahren. Reisende von und nach Zollikofen und Bern steigen am Bahnhof Münchenbuchsee auf den Zug um (und umgekehrt).

  • Die Haltestellen Kipfgasse, Hofwilstrasse, Waldegg und Zollikofen Bahnhof werden am 4. September den ganzen Tag über nicht bedient.

  • Der Fahrplan ändert sich. Die Abfahrtszeiten für Ihre Haltestelle finden Sie auf www.rbs.ch
27.08.2016

BZ-Artikel: Ein Gewerbecenter in der Baulücke

Modern und ökologisch: Beim Bahnhof Zollikofen soll ab 2017 für 62 Millionen Franken ein neuer Glasbau mit Büro- und Gewerberäumen entstehen. (Bild: zvg

Im Industriegebiet beim Bahnhof Zollikofen entsteht ein neues Dienstleistungszentrum für Büros und Gewerbe. Es soll nahezu ein Nullenergiebau werden.


Etwas nördlich des Bahnhofs Zollikofen dehnt sich ein leeres Gelände aus, das als Parkplatz genutzt wird. Das Areal im Industriegebiet der Gemeinde Münchenbuchsee ist eine klassische Baulücke. Das Land gehört den SBB, es soll an eine Investorengruppe verkauft werden. Ab nächstem Jahr baut die Totalunternehmung Steiner AG dort ein grosses Gewerbezentrum.

Die Dimensionen sind imposant: Das Gebäude wird 100 Meter lang, 50 breit und 20 Meter hoch. Auf den 21 000 Quadratmetern Nutzfläche soll es vor allem Büros und Gewerberäume geben. Die Firma Steiner hat Anfang August die Baubewilligung erhalten und will ab 2017 bauen. Der moderne Glasbau – die Bausumme beträgt 62 Millionen Franken – wurde von der Gebert Architekten AG aus Biel entworfen.

Fast kein Energiebedarf


Das Projekt trägt den Namen Ecobox. Tatsächlich entsteht ein Gebäude, das unter ökologischen Vorzeichen steht, ein «nahezu Nullenergiebau», wie es die Steiner AG nennt. Auf dem Flachdach liefert eine Fotovoltaikanlage Energie für den Eigengebrauch, überschüssiger Strom wird in einer Batterie gespeichert. Die Solarfassade aus Glas produziert Wärme, die im Gebäude verteilt wird. Nicht zuletzt wird die Abwärme von Menschen, Serverräumen, Computern und Einstellhallen zurückgewonnen. Damit lässt sich der Heizaufwand gering halten. Im Energiebereich arbeitet die Steiner AG mit der BKW zusammen.

Die Räume in der Ecobox erhalten einen Grundausbau, der je nach Wunsch erhöht werden kann. Nutzerflächen für Büros und Gewerbe sind variabel, womit es den Mietern möglich ist, individuelle Lösungen umzusetzen. In den nächsten Monaten sollen die Flächen vermietet werden. «Interessenten sind vorhanden», sagt Edith Müller, Mediensprecherin der Steiner AG.

Maring: «Ich bin gespannt»

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) freut sich, dass auf dem Areal gebaut wird. «Ich begrüsse es sehr, denn das ist besser, als wenn Autos dort stehen.» Münchenbuchsee sei interessiert an neuen Arbeitsplätzen. Es komme darauf an, wer ins neue Gebäude einziehe. «Ich bin gespannt, wie sich das Konzept entwickeln wird.» Angesichts vieler leer stehender Büro- und Gewerbeflächen ist ihr einerseits nicht klar, ob genügend Nachfrage vorhanden ist. «Anderseits liegt der Standort verkehrsmässig sehr gut», so Maring. Sie spricht damit die ÖV-Anschlüsse am Bahnhof Zollikofen und den Autobahnanschluss Schönbühl an.

Bei der Firma Steiner sieht man jedenfalls Potenzial fürs Gebäude: «Aktuell ist Ecobox das einzige Projekt in der Region mit guter Verkehrserschliessung und einem derartigen Flächenangebot, das flexibel genutzt werden kann», sagt Edith Müller.

Noch vor anderthalb Jahren bestand für das Areal die Idee eines sogenannten Boarding House. Darin sollten Leute wohnen können, die vorübergehend in der Region arbeiten. Zimmer und Apartments in einem solchen Haus bieten hotelähnlichen Service. Diese Variante ist nicht ganz vom Tisch, wie Edith Müller sagt. «Das ist immer noch möglich, es gibt Interessenten dafür.» Wer schliesslich im Gebäude einziehe, sei Gegenstand von Verhandlungen.

Ein Artikel aus der 
(Herbert Rentsch, Berner Zeitung BZ)

26.08.2016

BZ-Artikel: Lieferwagen fährt seitwärts in Lastwagen

Autobahnauffahrt in Münchenbuchsee, Fahrtrichtung Schönbühl: Hier ereignete sich am Donnerstagmorgen eine seitliche Kollision. Bild: Screenshot/Google Streetview

Am Donnerstagmorgen hat sich auf der Autobahn A6 bei der Einfahrt Münchenbuchsee eine Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Lieferwagen ereignet.


Am Donnerstagmorgen war kurz nach 7 Uhr ein Lastwagen mit Anhänger auf der Autobahn A6 in Richtung Schönbühl unterwegs gewesen, als gleichzeitig ein Lieferwagen bei der Einfahrt Münchenbuchsee auf die Autobahn auffuhr. Es kam dabei zu einer seitlichen Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.

Beim Unfall wurde niemand verletzt. Es entstand jedoch ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Aufgrund unterschiedlicher Aussagen zum Unfallhergang sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen: 031 634'41'11.

Ein Artikel aus der
(chh/pkb, Berner Zeitung BZ)
15.08.2016

15. August bis November 2016: Weiterführung des Einspurverkehrs zwischen Moosseedorf und Zollikofen


Zwischen dem McDonald‘s-Kreisel (Zollikofen) und dem Schiffli-Kreisel (Moosseedorf) wird aktuell eine öffentliche Kanalisationsleitung, als Vorbereitungsarbeiten für den Doppelspurausbau ab 2017, gebaut.

Der Bau der Leitung ist herausfordernd, denn teilweise sind Grabarbeiten bis sechs Meter Tiefe erforderlich, die Platzverhältnisse zwischen RBS-Bahnlinie und Kantonsstrasse sind eng sowie die Topografie schwierig. Die während den Sommerferien hierfür stattgefundene Intensivbauphase wurde pünktlich am 14. August 2016 abgeschlossen. Nachtarbeiten finden bis auf weiteres keine mehr statt.

Aus bautechnischen und Platzgründen wird jedoch der Einspurbetrieb auf der Kantonsstrasse bis voraussichtlich November 2016 weitergeführt. Das Passieren der Baustelle mit Fahrzeugen, Velos oder Mofas ist ab 15. August 2016 wieder jederzeit möglich. Es muss jedoch weiterhin mit Behinderungen und Wartezeiten gerechnet werden.

MOONLINER-Linie M11
Die MOONLINER-Linie M11 fährt seit 15. August 2016 wieder normal betrieben.

Bahnverkehr RBS, BLS und SBB
Der Bahnverkehr ist von den Einschränkungen nicht betroffen.

Kontakt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Kontakte:

Bauprojekt/Strassensituation
Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS, Tiefenaustrasse 2, Postfach, 3048 Worblaufen
Telefon    031 925 55 55
E-Mail auskunft@rbs-doppelspur.ch
Weitere Informationen: www.rbs-doppelspur.ch
 
09.08.2016

BZ-Artikel: Diesmal mit der BDP


Vor vier Jahren gruben sie sich das Wasser gegenseitig ab. 2016 soll das anders sein. Die Bürgerlichen gehen für die Wahlen eine Listenverbindung ein.


Bürgerlicher Schulterschluss in Münchenbuchsee: Für die Gemeindewahlen im November gehen die SVP, FDP und BDP eine Listenverbindung ein. Bei den letzten Wahlen vor vier Jahren kam diese Zusammenarbeit nicht zustande. Die BDP, welche damals zum ersten Mal antrat, wählte den Alleingang und erreichte auf Anhieb fünf Sitze im Gemeindeparlament. Dies mehrheitlich auf Kosten der FDP und der SVP. Konsequenzen hatte die fehlende Zusammenarbeit auch für die Besetzung der Exekutive: Rot-Grün sicherte sich vier der sieben Gemeinderatssitze – dank einer Listenverbindung.

Dieses Szenario wollen die Bürgerlichen im kommenden November verhindern. SVP-Parteipräsidentin Annegret Hebeisen meint: «Wir haben aus der Vergangenheit gelernt.» Während auf nationaler und kantonaler Ebene das Verhältnis zwischen ihrer Partei und der BDP als belastet gilt, sei in Münchenbuchsee der Austausch konstruktiv. Das beteuert auch BDP-Präsident Walter Lanz: Rückblickend sei das Vorgehen 2012 wohl ein Fehler gewesen, die bürgerliche Wende habe man so verpasst. «Gemeinsam wollen wir das ändern», so Lanz.

Ein Artikel aus der 
(cef, Berner Zeitung BZ)
06.08.2016

Bz-Artikel: Ruedi Löffel tritt aus dem Parlament aus


Um sich ganz auf den Wahlkampf fürs Gemeindepräsidium zu konzentrieren, tritt Ruedi Löffel (EVP) aus dem Gemeindeparlament zurück. Seine Nachfolgerin wird Eveline Gygax Müller.


Ein Artikel aus der 
(pd, Berner Zeitung BZ)
02.08.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Kunst über die Grenzen hinaus

«Elefant in jungle»: Elefant von abstrakt bis genauer detailliert, gemalt mit langen Malwerk- zeugen fixiert am Rollstuhl.

Ein Malworkshop für Menschen mit und ohne Behinderung


Räder drehen, stoppen, rollen hin und zurück.
Farbe glänzt, spritzt, verteilt sich auf Leinwand und Gesicht.
Es entstehen zaghaft und behutsam Formen und Gebilde: Hasen, Schwäne, Fische, die sich dann wieder durch die fahrenden Räder wegwischen.    
Es entsteht nun etwas Neues und Unkontrollierbares.

Aus den unterschiedlichen Meinungen wird langsam ein sprechendes Miteinander und langsam ein auf den anderen eingehendes Zueinander.

Ein Baum, eine Blume, ein Boot, eine Sonne zeigen sich uns auf der Leinwand und bei den Menschen ein Lächeln, ein behutsames Wort, eine gebende Hand.

Wir sehen auf der Leinwand einen grossen Elefanten. Die ganze Gruppe arbeitet an ihm und macht ihn ganz.

Haben auf die Fähigkeiten aller vertraut. Mit Pinsel und Rollern spezielle Werkzeuge selbstgebaut.

Mit dem vielen Wissen im Raum Schufen wir unseren Traum.

Drei Bilder von 10 auf 2 Metern sind dank einem tollen Team entstanden.

Wir konnten während einer Woche im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee in einem grosszügigen und hellen Raum mit der Malerei experimentieren. Das Ziel war, zusammen ein grossformatiges Bild zu gestalten. Wir liessen uns von Künstlern inspirieren wie Dwayne Zot, Tim Lefens, beide aus den USA, und Jeff Nachtigall aus Kanada, alle samt Profis auf dem Gebiet der grossflächigen Malerei.

Ich selber habe die Kunsthochschule in Bern absolviert und habe mich auf abstrakte Malerei spezialisiert. Da habe ich entdeckt, dass jeder Fehler dazu da ist, Neues zu kreieren. Fehler gibt es nicht, nur immer wieder Chancen, etwas anders zu machen. Dies macht uns frei, Dinge auszuprobieren. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit anderen teilen. Und deshalb führte ich u.a. einen Kurs im Creaviva im Paul Klee Zentrum in Bern durch, wo ich mit körperbehinderten Menschen und ihren Assistenten arbeitete, damit sie sich in der abstrakten Kunst ausdrücken können.  

Ich habe den Wunsch, mehr Menschen zu erreichen, Behinderte und Nichtbehinderte, damit sie mit den geeigneten Hilfsmitteln ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern können. Für Menschen, die teilweise nicht sprechen können, ist die Malerei wie eine Stimme, eine Möglichkeit, zu der Umgebung zu sprechen und sich ihr mitzuteilen, den Körper beim Malen zu spüren und einzusetzen, die Hilfsmittel, die wir kennen, auf eine neue Art und Weise einzusetzen. Menschen mit und ohne Behinderung lernen sich beim grossflächigen Malen, z.B. mit einem Bambusstock, als Künstler kennen.

In Münchenbuchsee experimentierten wir mit verschiedenen Materialen, z.B. Acrylfarbe und Strassenkreide. Wir entdeckten, dass Leinwand sehr geeignet ist, um darauf mit Rollstühlen zu malen. Sie ist stark genug und bricht nicht. Gleichzeitig entwickelten wir die Voraussetzungen und die Werkzeuge, die es braucht, um einen Kurs in dieser Kunstform zu gestalten. Die Freude am Malen, den Künstler in sich kennenzulernen, das möchten wir weitergeben, um diese Erfahrungen mehr Menschen zu ermöglichen.

Ich danke allen, die uns diese Woche ermöglicht haben; allen Sponsoren und den helfenden Händen. Danke der Kirche Münchenbuchsee, dass wir für eine Woche in diesem wundervollen Raum sein durften.

Wenn Sie dieser Artikel inspiriert und Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bei Petra Stokar, pstokar@googlemail.com und besuchen sie meine Webseite www.petra.stokar.ch.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Petra Stokar
Fotos: Claude Rubin, Roger Guthart
Kursleiterin Petra Stokar bei der Arbeit mit einem Spezialwerkzeug.
28.07.2016

BZ-Artikel: Auf dem Plastikeis

Schweisstreibend: Schlittschuhlaufen auf Kunststoff ist gewöhnungsbedürftig. (Bild: Urs Baumann)

Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel, und das mitten im Hochsommer? Das geht. Möglich macht es eine spezielle Unterlage aus Kunststoff. BZ-Redaktor Cedric Fröhlich hat das Plastikeis im Sportzentrum Hirzenfeld ausprobiert – und ist daran gescheitert.


Es ist brütend heiss, der Schweiss läuft entsprechend. Nebenan stürzen sich die Menschen ins kühle Nass, rutschen Wasserrutsche, ziehen Bahnen durchs Becken. Ich aber gehe am Eingang des Schwimmbads vorbei, hinüber zum grossen Betonplatz. In den Händen: kein Badetuch, sondern massive Schlittschuhe. Funktioniert «Schlööfle» im Hochsommer? Im Sportzentrum Hirzenfeld mache ich den Test.

Fred Gerber ist mein Gastgeber am heutigen Tag. Der technische Betriebsleiter der Anlage nimmt mich freundlich in Empfang und redet mir gut zu: «Heute ist es schon recht heiss. Aber probieren wir es doch einfach aus.»

Möglich macht das hochsommerliche Wintersporterlebnis eine spezielle Plastikunterlage, die bewusst dafür entwickelt wurde. Auf der abgetauten Eisfläche des Sportzentrums ist ein ganzes Feld mit solchen Platten ausgelegt. Nur ein paar Tage dauerten die Aufbauarbeiten. Jetzt läuft die Testphase.

Von der verlorenen Routine

Der grosse Renner ist das Plastikeis offensichtlich noch nicht. In den Winter- und Herbstmonaten herrscht auf der Eisbahn im Hirzi Hochbetrieb. Jetzt: gähnende Leere. Gelegentlich werde die Bahn getestet. Ins Angebot aufgenommen habe man sie, um den Gästen eine Abwechslung zu bieten, meint Fred Gerber. Wenig überraschend bin ich der Einzige, der an diesem schwülen Julitag auf die Idee kam, sich ein Alternativprogramm zur Badi zusammenzustellen. Eigentlich bin ich ganz froh, dass nicht allzu viele Blicke auf mich gerichtet sind, als ich das «Eis» betrete.

Denn bei 30 Grad im Schatten Schlittschuhe an den Füssen zu haben, hat etwas Absurdes an sich. Kurios sind auch meine ersten Gleitversuche. Schon auf herkömmlichem Eis bewege ich mich nicht eben graziös. Früher, da war das noch anders: Als Kind liebte ich die Nachmittage im Grabengut in Thun. Runde um Runde drehten wir auf dem Eis. Am Samstagmorgen traf man sich regelmässig zum Hockeyspielen. Von dieser Routine ist wenig übrig geblieben. Hinzu kommt, dass die ungewohnte Plastikunterlage die Sache zusätzlich verkompliziert.

«Etwas mehr Mut»

Meine Bewegungen erinnern eher an ein Nilpferd auf Rollschuhen als an einen wendigen Hockeycrack oder gar einen geschmeidigen Eiskunstläufer. «Aussagekräftige Rückmeldungen sind von mir nicht zu erwarten», rufe ich meinem Gastgeber zu. Ein Gedanke, der wohl auch ihm gekommen ist. Belustigt ruft er mir zu: «Etwas mehr Mut, stärker abstossen!» Leichter gesagt, als getan. Tatsächlich ist die Unterlage klebrig, der Widerstand des Kunststoffs weitaus stärker als erwartet. Zwar überstehe ich meine Runden, ohne zu Boden zu gehen – allerdings nur mit Mühe. Gefährlich wird es immer dann, wenn ich an Tempo verliere. Schmutz auf der Unterlage lässt die Kufen abrupt abbremsen. Zusätzlich ist es auf dem gewaltigen «Spiegel» dermassen heiss, dass ich bereits nach wenigen Minuten komplett durchgeschwitzt bin. Und: Die weisse Kunststofffläche blendet bei strahlendem Sonnenschein extrem. Wer zu lange darauf rumkurvt, ohne die Augen genügend zu schützen, riskiert, schneeblind zu werden.

Noch nicht massentauglich

Nach weniger als einer halben Stunde kapituliere ich vor der brennenden Hitze, der Unterlage sowie meiner eigenen Unfähigkeit.

Mein Fazit: Das Kunsteis ist primär etwas für geübte Schlittschuhläufer. Eishockeyspieler etwa, die ihr Sommertraining ergänzen möchten. Gemütliches Herumkurven ist dagegen praktisch unmöglich. Dazu gleiten die Kufen zu schlecht, ist die Unterlage zu stumpf. Eine valable Alternative ist das Schlittschuhlaufen auf Plastik am ehesten bei durchzogenem Wetter und moderaten Temperaturen.

Auch Fred Gerber gesteht: «Die Idee ist noch nicht voll ausgereift.» Es sei wie mit dem Kunstrasen im Fussball. «Auch den musste man erst entwickeln, bevor er massentauglich wurde.» Und so ziehe ich meine Schlittschuhe aus, stehe einen Moment barfuss auf dem «Eis». Es fühlt sich viel zu warm an. Zeit, die «Schlööf» gegen das Badetuch zu tauschen.

Schweisstreibend: Schlittschuhlaufen auf Kunststoff ist gewöhnungsbedürftig. Urs Baumann

«COOLE ABWECHSLUNG»
Ausprobiert haben das Kunsteis auch Daniel Aba, Jannis Beyer und Leandro Weber. Für sie war die Unterlage ebenfalls gewöhnungsbedürftig. «Es rutscht weniger», so Aba. Jannis Beyer erkannte aber auch Vorteile: «Es ist cool, auch im Sommer Eishockey zu spielen.» Ein Interview mit Betriebsleiter Fred Gerber sowie das Verdikt der drei angehenden Sechstklässler aus Zollikofen sehen Sie im Video auf: www.bernerzeitung.ch.

Ein Artikel aus der
(Cedric Fröhlich, Berner Zeitung BZ)
22.07.2016

BZ-Artikel: Apotheke zieht ins Modegeschäft

Sonja Bucher schliesst Ende September ihr Modegeschäft. (Bild: Urs Baumann)

Münchenbuchsees Gemeinderätin Sonja Bucher hängt die Kleider an den Haken und schliesst ihr Modegeschäft im Herbst. In die ­Lokalitäten wird die Amavita-Apotheke einziehen.


«Totalausverkauf» ist in grossen Lettern angeschrieben. In gut zwei Monaten ist Schluss. Auf ­Ende September schliesst Sonja Bucher ihr Modegeschäft an der Oberdorfstrasse in Münchenbuchsee. «Ich fahre langsam runter», sagt die 61-Jährige.

Schon länger habe sie sich Gedanken darüber gemacht, beruflich kürzerzutreten und eine Nachfolgeregelung zu suchen. Knapp 40 Jahre lang wird sie dann ihr eigenes Geschäft geführt haben, eine lange Zeit. Angefangen hat sie in Zollikofen, wo sie das Geschäft ihrer Gotte übernahm. Vor rund 20 Jahren zog Bucher nach Münchenbuchsee um.

Treue Stammkunden

Die Geschäftsaufgabe habe keine wirtschaftlichen Gründe, betont Bucher. Sie sei immer erfolgreich gewesen, habe auf eine grosse Stammkundschaft zählen können. In ihrem Fachgeschäft setzte sie auf Damenmode im mittleren Preissegment, eine gute Qualität und die persönliche Beratung durch langjährige Mitarbeiterinnen. Das Alter der Kundinnen reiche von der jungen Mutter bis zur Grossmutter.

Ob das Modegeschäft auch in fünf Jahren noch rentieren würde, da habe sie Vorbehalte, ergänzt Sonja Bucher. «Die Zeiten haben sich stark geändert.» Besonders der boomende Online-handel sei eine starke Konkurrenz und setze den Fachgeschäften zu. Dieser Trend sei nicht wegzureden. Traditionsreiche Modehäuser hätten es schwer. Mehrere seien bereits verschwunden. Sie nennt Beispiele in Lyss, Messen, Utzenstorf und Ostermundigen.

Die vier Mitarbeiterinnen von Mode Sonja waren seit langem in die Pläne ihrer Chefin eingeweiht. Sonja Bucher ist zuversichtlich, dass sie eine Anschlusslösung finden. Alle hätten eine Fachausbildung.

Richterin und Politikerin

Das Modegeschäft gibt Sonja Bucher auf, langweilig wird es ihr nicht. Ihre Arbeit als Finanzchefin im Gemeinderat Münchenbuchsee möchte sie gerne weiterführen. Sie SVP-Politikerin stellt sich im November zur Wiederwahl. Bereits im Sommer wurde sie als Regionalrichterin in Bern bestätigt. «Eine spannende Aufgabe», sagt die Hobbyjuristin. Und um das Haus gelte es einen grossen Garten zu pflegen, fügt die Geschäftsfrau an.

Mit der Schliessung von Mode Sonja endet auch für die Liegenschaft an der Oberdorfstrasse das Kapitel Mode. Vor Sonja Bucher befand sich dort das Modehaus Baumgartner. In die Lokalitäten wird die Amavita-Apotheke ziehen, die sich heute an der Bernstrasse befindet. Die Galenicare AG, ein Unternehmen der Galenica-Gruppe, schreibt, dass der Umzug im nächsten Winter geplant ist. Aktuell liegt das Baugesuch öffentlich auf.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
14.07.2016

BZ-Artikel: Sanieren und Platz schaffen

Der Trägerverein des Sportzentrums plant eine Sanierung des Gebäudes und mehr Platz für Büros und Gastronomie. Der Auftrag wird öffentlich ausgeschrieben.

Das Sportzentrum Hirzenfeld mit Schwimmbad und Eisbahn in Münchenbuchsee hat mittlerweile gut 30 Jahre auf dem Buckel. Während in den letzten Jahren Heizung und Lüftung auf den neuesten Stand gebracht wurden, ist die Gebäudehülle sanierungsbedürftig, viel Energie geht verloren. Zudem sind die Platzverhältnisse im Restaurant und für die Administration zu knapp. Der Trägerverein Hirzi möchte in den nächsten rund drei Jahren diese Mängel beheben und die Betriebsabläufe optimieren. Zurzeit sind die Architekturarbeiten öffentlich ausgeschrieben.

Abläufe optimieren

Vorgesehen sind die Sanierung der Gebäudehülle sowie zusätzliche Räume im Eingangsbereich und im Restaurant. «Die neuen Räume erweitern das Angebot für Anlässe im Restaurant und verbessern die internen Abläufe», betont der technische Betriebsleiter Fred Gerber. Jene bei der Kasse sollen es erlauben, die Arbeitswege zu verkürzen. Für Sitzungen oder Seminare fehlen die geeigneten Räumlichkeiten, sagt Gerber. Die Garderoben fürs Personal würden nicht mehr den Vorschriften entsprechen.

Über dem Restaurant sind zusätzliche Räume geplant, die es ermöglichen, Anlässe kombiniert mit der Nutzung der Sportanlagen durchzuführen. «Wir haben regelmässig Anfragen von Firmen oder Vereinen», sagt Fred Gerber. Aber diese tangierten den regulären Restaurantbetrieb. Das sei alles andere als ideal. Mit der Optimierung des Eingangsbereichs könne die Küche vergrössert werden. Es gehe auch darum, dass das Hirzenfeld attraktiver und wetterunabhängiger werde und so konkurrenzfähig bleibe.

In Etappen

Wie hoch die Investitionen sein werden, kann Fred Gerber noch nicht sagen. Das stehe erst etwa Ende Jahr fest, wenn der Sieger der Ausschreibung ein Projekt ausgearbeitet habe. Vorher will Gerber keine Zahl in den Raum stellen. Der grosse Brocken fällt auf die Sanierung. Die Kredite müssen noch von den zuständigen Organen der Gemeinden Münchenbuchsee und Zollikofen bewilligt werden. Das Sportzentrum wird zwar vom Trägerverein Hirzi betrieben. Dieser stützt sich aber auf einen Leistungsvertrag mit den beiden Gemeinden.

Die Arbeiten sollen in Etappen und basierend auf einem Masterplan bis 2020 ausgeführt werden. Es werde sehr anspruchsvoll sein, den Terminplan zu erstellen. «Der Betrieb muss normal weiterlaufen, und die Nutzer sollen möglicht wenig davon merken», sagt Gerber. Der Unterbruch zwischen Sommer- und Wintersaison dauert jeweils nur ein paar Wochen.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
13.07.2016

BZ-Artikel: Wo Park and Ride die Pendler teuer zu stehen kommt

Teuer: In Münchenbuchsee kostet die Jahreskarte 600 Franken. (Bild: Stefan Anderegg)

In den grossen Ortschaften parken Pendler ihre Autos am teuersten, entlang der RBS-Linien günstiger. Weitab von Bern ist Park and Ride gar gratis.


Glückliche Brenzikofner, privilegierte Bewohner von Müntschemier: In diesen beiden Dörfern können Automobilisten ihre Fahrzeuge bei den BLS-Stationen gratis abstellen. Als Einzige in der Region.

Mit dem Auto zum Bahnhof, mit der Bahn zur Arbeit. Das ist Park and Ride. Entlang den S-Bahn-Stationen betreiben SBB, BLS und RBS rund 45 P+R-Anlagen (siehe Grafik). Während die Billettpreise standardisiert sind, bezahlen Autolenker fürs Abstellen höchst unterschiedliche Tarife. Neben den zwei Gratisdörfern punkten Gampelen, Grosshöchstetten und Oberdiessbach mit günstigen Tarifen. Bloss 200 Franken kostet hier eine Jahreskarte. Mit 600 Franken am teuersten sind die Plätze in Worb-Dorf, Lyss und Münchenbuchsee.

In Ittigen für Pendler günstiger

Im Schnitt verlangen die SBB am meisten. RBS und BLS sind günstiger. Die SBB begründen die Unterschiede mit der Lage. Die Plätze seien teurer, wenn sie in der Nähe der Stadt liegen und viele Züge halten, erklärt SBB-Sprecher Reto Schärli. Die Argumentation überzeugt nicht völlig. Der RBS hat niedrigere Tarife, obwohl auf diesen Stationen die Züge meist im Viertelstundentakt halten.

Gratis parkiert man auf den 10 Plätzen in Brenzikofen, weil das Land nicht der BLS, sondern dem Militär gehört. In Müntschemier lohnt es sich nicht, die 18 Plätze zu bewirtschaften. Beide Standorte sind gut, aber nicht immer voll belegt.

Park-and-Ride-Anlagen sind nicht als Ziel, sondern zum Umsteigen auf den Zug bestimmt. Wenn sie nahe bei grossen Bürokomplexen liegen, werden sie von den dort Beschäftigten gerne als Langzeitparkplätze zweckentfremdet. Ittigen erschwert dies. Hier betreibt die Gemeinde eine Park-and-Ride-Anlage. Wer ein GA oder ein Libero-Abo vorweist, bezahlt jährlich nur 250 statt 400 Franken.

Ähnlich reagiert hat Zollikofen. Gleich neben der RBS-Station Oberzollikofen arbeiten seit 2013 rund 700 Beschäftigte des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation. Anfänglich nutzten manche die unentgeltlichen Parkplätze auf der Stichstrasse zum nahen Wald. Gedacht waren diese Flächen für Spaziergänger. Erst als die Gemeinde die Nutzungsdauer werktags auf zwei Stunden beschränkte, erfüllten die Plätze wieder ihren ursprünglichen Zweck.

Waldränder mit Parkverboten

Manche P+R-Anlagen sind gut ausgelastet oder gar voll belegt. Nach Auskunft der Bahnunternehmen sind sie dies zum Beispiel in Schwarzenburg, Jegenstorf, Lyss, Münchenbuchsee, Kehrsatz oder Thurnen. Eher schlecht genutzt sind sie in Busswil, Gasel, Moos bei Köniz, Urtenen, Grafenried oder Fraubrunnen. «Beliebt sind Stationen mit grosser Fahrplandichte», erklärt BLS-Sprecherin Helene Soltermann. Wichtig seien Einfallsachsen. In Kehrsatz endet jene aus dem Längenberg, nach Thurnen fahren viele Automobilisten aus der Gegend von Riggisberg. Automobilisten treten gerne auf die Ausgabenbremse. Findige Pendler benutzten früher die günstigen Parkplätze von Einkaufszentren. Um solche Lenker abzuschrecken, führte die Migros sowohl im Shoppyland Schönbühl wie auch im Westside in Bern-Brünnen Gebühren ein, die für Langzeitparkierer unattraktiv sind.

Andere Sparfüchse entdeckten Waldränder als kostenlose Abstellflächen. Um dies zu verhindern, belegten die Behörden gefährdete Abschnitte mit Parkverboten, zum Beispiel im Könizbergwald. Offenbar erfolgreich: Die Könizer Behörden melden, dass sie kaum mehr Schwierigkeiten haben. Die Kantonspolizei führt keine Statistik über Parksünder im Bereich von P+R-Anlagen. Immerhin bestätigt sie, dass sich beim Parkhaus Neufeld das Problem entschärft habe. Früher waren dort die nahen Waldränder ein beliebtes Ziel von Gratisparkierern.

Ein Artikel aus der
(Peter Steiger, Berner Zeitung BZ)
Grafik nah / Quelle SBB, BLS, RBS
13.07.2016

BZ-Artikel: So erlebte Fabio den EM-Final


Der 10-jährige Fabio Bertschi aus Münchenbuchsee durfte beim EM-Final mit dem portugiesischen Fussballstar Nani einlaufen. Die Tage in Paris wird der Schüler nicht mehr vergessen.


Träume werden wahr auf der Tribüne des Stade de France in Paris. Es ist Halbzeit beim EM-Final zwischen Frankreich und Portugal. Ein Mann sinkt auf die Knie, macht seiner verdutzten Freundin vor den Augen verdutzter Zuschauer einen Heiratsantrag. Sie sagt, ohne zu zögern, Ja. Jubelschreie brechen aus.

Fabio Bertschi, der wenige Meter da­neben sitzt, blickt kurz auf, dann erzählt er mit leuchtenden Augen weiter. Er hat schliesslich selbst Wichtiges zu berichten, für den 10-Jährigen aus Münchenbuchsee ist kurz davor ebenfalls ein Traum wahr geworden: Er durfte vor dem Spiel den portugiesischen Stürmerstar Nani aufs Feld begleiten. «Das ist der beste Tag meines Lebens», sagt der Schüler, der nach den Sommerferien die fünfte Klasse besuchen wird.

Fabio ist eines von drei Schweizer Einlaufkinder, die dank Mc­Donalds an der Europameisterschaft in Frankreich mit einem der Stars auf den Platz laufen dürfen. Im Frühling hatte er sich mit einem Foto beworben, das ihn bei einem Luftsprung in den Ferien zeigt. Beim anschliessenden Onlinevoting von 20min.ch setzt er sich gegen etliche andere Kinder durch. Als Gewinner des Deutschschweizer Wettbewerbs hat Fabio das grosse Los gezogen: Er wurde für den Final ausgewählt.

Die Tage sind gezählt, Fabio ist jetzt da, in Paris, in Begleitung seines Vaters. Es ist Samstag, der Tag vor dem Final. Die Kinder lernen sich bei einem Fussballturnier kennen. Doch schon bald beschäftigt sie die Frage, mit welchem der 22 Spieler sie wohl einlaufen dürfen. Natürlich wünscht sich Fabio sein grosses Vorbild Cristiano Ronaldo. Doch das tun die allermeisten der anderen Kinder aus neunzehn Nationen auch.

So einfach ist es also nicht. Zumindest ein Portugiese soll es aber schon sein, denkt sich der Bub, der Verwandte im südeuropäischen Land hat, als er sich am Sonntagmittag auf den Weg zum Stadion macht. Der kurze Auftritt vor einem Millionenpublikum muss geprobt sein.

«Als ich die Arena vor mir sah, bin ich richtig nervös geworden», sagt Fabio, der selbst leidenschaftlich Fussball spielt – nach den Ferien neu bei YB. Im Stade de France ist alles noch eine Nummer grösser als in Bern, wo er hin und wieder Spiele der Young Boys besucht.

Fabio fühlt sich nicht wohl. Eine Erkältung plagt den Kleinen. Ausgerechnet heute, bei seinem grossen Tag, im Pariser Hochsommer. Doch nun, da er kurz vor dem Anpfiff im Kabinengang steht, ist das Nebensache. «Ich hatte einen richtigen Adrenalinschub», sagt Fabio. «Der Schnupfen war vergessen.» Er sieht zu, wie die Protagonisten aus den Kabinen kommen. Sie sind angespannt, Fabio auch.

Eine Dreiviertelstunde zuvor hat die Uefa bestimmt, dass er Nani begleiten kann, Ronaldo wird einem Mädchen aus Deutschland zugeteilt. «Nani ist meine Nummer zwei», sagt Fabio keck. Von Enttäuschung keine Spur, zumal er im Kabinengang Ronaldo die Hand schütteln konnte. Er ist seinem grossen Held doch sehr nahe ge­kommen.

Bis zum Anpfiff sind es nur noch wenige Minuten. Die 75'868 Zuschauer erheben sich für die Hymnen, zuerst ertönt die portugiesische. Der Kameramann zeigt einen Spieler nach dem anderen, dann schwenkt er auf Nani und Fabio. Der Bub aus Münchenbuchsee ist für einen kurzen Moment im Fokus der Weltöffentlichkeit. Allein in Deutschland sehen 18 Millionen zu.

Dann ist der grosse Auftritt vorbei, die Anspannung fällt ab, Fabio kann jetzt geniessen. Mit den anderen Einlaufkindern und seinem Vater sitzt er in der ersten Reihe. Nach dem Spiel bleibt er noch lange, sieht zu, wie die Portugiesen den Pokal in die Luft stemmen. Für sie ist der 10. Juli 2016 ein unvergesslicher Tag. Für Fabio auch. Er sagt, er werde die Hand, die er Ronaldo gegeben habe, nicht mehr waschen.

Ein Artikel aus der
(Dominic Wuillemin, Berner Zeitung BZ)
13.07.2016

20Minuten-Artikel: Fabio begleitete Nani und begrüsste Cristiano Ronaldo


Saint-Denise. Fabio aus Münchenbuchsee durfte im EM-Final einen Spieler aufs Feld begleiten. Für den Zehnjährigen ging ein Traum in Erfüllung.


Am Sonntagabend kurz vor 21 Uhr war es so weit: An der Hand des portugiesischen Mittelfeld-Stars Nani durfte Fabio Bertschi aus Münchenbuchsee das Spielfeld des Stade de France in Saint-Denis bei Paris betreten. «Ich hatte einen richtigen Adrenalinschub», sagt Fabio. Der zehnjährige Hobby-Fussballer ist eines von 1200 europäischen Kindern, die als McDonald’s Player Escort Kids an die EM durften.

Fabio hatte doppeltes Glück: Er durfte seine Lieblingsmannschaft Portugal begleiten – und das erst noch im Final. Und es sollte noch besser kommen. «Wir trafen die Spieler kurz vorher im Stadiongang. Man hatte uns gesagt, dass wir nicht mit ihnen sprechen dürfen.» Dennoch kam es zur Begegnung mit seinem ganz grossen Idol: «Als die Spieler aus der Garderobe kamen, streckte ich Cristiano Ronaldo die Hand entgegen.» CR7 habe dann seine Hand geschüttelt. «Total cool.» Dass Fabio danach nicht Ronaldo, sondern Nani zugeteilt war, ist für den Zehnjährigen kein Problem. «Nani ist meine Nummer zwei.»

Den grossen Sieg seiner Lieblinge durfte Fabio danach im Stadion miterleben. Der Anlass hat nachhaltigen Eindruck auf Fabio gemacht. Für den Kicker des SC Münchenbuchsee ist klar, dass er auf die grosse Fussballbühne zurückkehren und ein Escort-Kid auf den Platz führen will: «Das wäre natürlich sehr cool.»

Ein Artikel aus dem 20Minuten
(Raphael Reist, 20Minuten)
01.07.2016

RBS-Doppelspurausbau Moosseedorf–Zollikofen: Nachtsperrung Kantonsstrasse


2. Juli bis 14. August 2016, 19.30 bis 05.30 Uhr: Erhebliche Behinderungen für den Strassenverkehr

Während der Schulferien, 2. Juli–14. August 2016, wird in der Kantonsstrasse, zwischen dem McDonalds-Kreisel (Zollikofen) und dem Schiffli-Kreisel (Moosseedorf), auf einem Teilabschnitt eine öffentliche Kanalisationsleitung gebaut. Diese Bauetappe hat erhebliche Auswirkungen auf die Kantonsstrasse und die Moonliner-Linie M11.

Strassenverkehr Kantonsstrasse: Zürich-/Bernstrassse
  • Die Zürich-/Bernstrasse ist nachts, von 19.30 bis 05.30 Uhr, für sämtlichen Verkehr gesperrt.
  • Tagsüber wird der Strassenverkehr nur einspurig geführt und mit Lichtsignalanlagen geregelt.
  • Das Passieren der Baustelle mit dem Velo oder Mofa ist möglich. Es ist mit Behinderungen und Wartezeiten zu rechnen. Alternativrouten werden rund um das betroffene Gebiet signalisiert.

Alternativrouten (PDF 183 kB)
 
MOONLINER-Linie M11
Von Freitagnacht, 1./2. Juli bis Samstagnacht, 13./14. August 2016 wird die Linie M11 zwischen Moosseedorf und Bern umgeleitet:
  • Ab Bern bis Moosseedorf: Die Haltestelle Zollikofen, Bahnhof kann nicht bedient werden. Als Alternative reisen die Fahrgäste ab Bern mit den Linien M1 (Abfahrt ab Perron B) oder M10 (ab Perron E) nach Zollikofen.
  • Ab Moosseedorf bis Bern: Die Haltestellen zwischen Moosseedorf und Bern Felsenau können nicht bedient werden. Fahrgäste mit den Reisezielen Zollikofen, Worblaufen, Tiefenau und Felsenau fahren via Bern und steigen dort auf die Busse der Linien M1 oder M10 um.

Perronsituation Moonliner

Der Bahnverkehr ist von den Einschränkungen nicht betroffen.

Kontakte
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Kontakte:

Bauprojekt/Strassensituation
Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS, Tiefenaustrasse 2, Postfach, 3048 Worblaufen
Telefon 031 925 55 55
E-Mail auskunft@rbs-doppelspur.ch
Weitere Informationen: www.rbs-doppelspur.ch

MOONLINER-Linie M11
Nachtliniengesellschaft (NLG), c/o BERNMOBIL, Eigerplatz 3, Postfach, 3000 Bern 14

Telefon 031 321 88 12
E-Mail moonliner@bernmobil.ch
Weitere Informationen: www.moonliner.ch
 
17.06.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Gross und Klein, Jung und Alt am Buchsi Märit

Trotz Regen präsentierte der Buchsimärit ein vielfältiges und kunterbuntes Angebot.

Der Buchsi Märit, ein Erlebnis für Jung und Alt


Der diesjährige 37. Buchsi Märit und gleichzeitig auch das Dorffest von Münchenbuchsee von letztem Samstag an der Oberdorfstrasse wurde wie jedes Jahr durch das Märit-OK des Gewerbevereins Münchenbuchsee organisiert. Zirka 100 Marktstände sorgten für einen vielseitigen und bunten Markt. Die 5 Festzelte wurden von Dorfvereinen betrieben. Letztes Jahr wurde ein neuer Zeitplan eingeführt, mit Marktbeginn von 08:30 bis 22:00 Uhr. Die Marktfahrer konnten sich eintragen, bis wann sie am Buchsi Märit bleiben wollten, ob bis 17, 20 oder 22 Uhr. Je nachdem war ihr Standplatz anfangs oder in der Mitte des Märits stationiert. Ab 17 Uhr wurden die ersten Stände am Anfang des Markts abgebaut, um 20.00 Uhr die nächsten, so dass der Buchsi Märit bis 22 Uhr bis zur Dorfmitte zusammengeschrumpft war. „Der neue Zeitplan hat sich gut bewährt und so guten Anklang gefunden, dass wir auch dieses Jahr wieder darauf zurückgegriffen haben.“, meinte OK-Präsident Janos Varga.

Jetzt war nur noch auf einen regenfreien Tag zu hoffen. Doch leider war das Wetter am Samstag dem Buchsi Märit nur teilweise hold. Kaum waren die Marktstände frühmorgens aufgestellt, fing es an zu regnen, teilweise fiel der Regen in Strömen. Sobald es regnete, verschwanden die Besucher ins Trockene. Hörte der Regen auf, war der Märit wieder voll von flanierenden Marktgängern. So erging es auch mir, als ich den Buchsi Märit besuchte. Ich war gerade bei den Attraktionen der Jungschar angelangt, als es wieder heftig zu regnen begann. Ich suchte Schutz bei der Jungscharbühne, die mit Plastikblachen gedeckt war. Doch plötzlich machte es „Platsch“, und dann „o Schreck“ bekam ich eine kalte Dusche ab. Ein Jungschärler wollte die Blachen vom Wasser befreien, so dass das gesamte Wasser wie ein Eimer über mich geschüttet wurde. Nun ja, jetzt stand ich da wie ein begossener Pudel und tropfte vor mich hin. Wenn ich im Regen geblieben wäre, wäre es für mich wohl trockener ausgefallen. Glücklicherweise erhielt ich ein Handtuch, um wenigstens meinen Kopf zu trocknen. Doch Jacke und T-Shirt brauchten noch einige Zeit, bis sie wieder trocken waren.

Der Buchsi Märit war mit vielen Attraktionen bespickt. An den Marktständen gab es ein Angebot der einheimischen Detaillisten und Handwerker, aber auch auswärtige Marktfahrer verkauften ihre Ware. Die Vielfalt des Angebots war gross und kunterbunt: Regionale Produkte, italienische Spezialitäten, farbige Ballone in jeder Form, Spielsachen, Kleider, Schmuck, Figuren, Fahnen, Fussballfanartikel, Schuhe, Gewürze, usw. Die Marktbesucher hatten die Qual der Wahl. Wem der Magen knurrte, konnte sich entweder in einem der Festzelte oder an einem der Stände verpflegen, zum Beispiel  ein feines Knoblauchbrot am Knoblauchstand mit verschiedenem, eingelegtem Knoblauch oder einem hauseigenen Gelati beim Glacewagen geniessen. Den Durst konnten die Besucher u.a. beim alten Feuerwehrauto bei der Guggenmusik Taktsurfer löschen. Ein „Chilbiplatz“ sorgte bei Jung und Alt für weitere Unterhaltung. An diversen Orten gab es auch EM-Public Viewing. Wer also das EM-Fussballspiel Schweiz-Albanien nicht verpassen wollte, konnte beispielsweise im Festzelt des SC Münchenbuchsee mitfiebern.

Die Jungschar präsentierte sich am Buchsi Märit mit einer „Hüpfburg“, einer selbst hergestellten Lounge zum chillen und einem Getränke- und Esswarenstand. Am Nachmittag und Abend fanden auf ihrer Bühne verschiedene live Konzerte und Tanzacts statt, u.a. Rapper Bliss. Zusammen mit Quickline trat die Jungschar ebenfalls in Aktion. Ende 2015 hatte die Jungschar an einem Wettbewerb bei der Quickline einen Sponsoring-Vertrag gewonnen. Der Fraubrunner Anzeiger hat im Dezember 2015 darüber berichtet. Quickline hat mit der Jungschar zusammen bereits schon Plakate gestaltet, die überall in Münchenbuchsee zu sehen waren. Jetzt am Buchsi Märit organisierten die Jungschar und Quickline zusammen ein spannendes Gokart-Rennen beim Paul Klee Schulhaus. In verschiedenen Alterskategorien wurde – trotz zeitweiligen Regenunterbrüchen - um jede Sekunden gekämpft. Es war eindrücklich zuzuschauen, mit welchen Geschwindigkeiten die Teilnehmer durch den kurvenreichen Parcours flitzten. Um 17:15 Uhr fanden zum Abschluss die Finalrennen statt. Danach konnten die glücklichen Gewinner unter grossem Applaus ihren Jungschi-Quickline-Pokal in die Höhe stemmen.

Am Abend fanden schliesslich bei trockenem Wetter auf verschiedenen Bühnen Konzerte für Jung und Alt statt. Nebst den Acts auf der Jungschar-Bühne war aus der Märitpinte volkstümliche Musik zu hören, fetzig und rockig ging es draussen beim Restaurant Red Rock zu und her. Dort gaben die Band BBR sowie weitere von der Band geladene Überraschungsgäste ihren Sound zum Besten. 

Trotz dem regnerischen Wetter haben alle den Anlass sehr genossen und freuen sich schon wieder auf den nächsten Buchsi Märit bei hoffentlich sonnigen und warmen Wetter.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Karin Balmer
Fotos: Karin Balmer, Sandy Belsito, Daniel Röösli
Die Jungschar und Quickline organisierten ein spannendes Gokart-Rennen.
„Das Wetter konnten wir leider nicht ändern.“, meinte OK-Präsident Janos Varga. Er ist mit dem Anlass zufrieden.
16.06.2016

Bund-Artikel: Berner Autotüftler mit Strom im Blut

Zwischenhalt Biel: Demian Schwendimann «tankt» seinen Tesla 70, This Schwendimann seinen getunten E-Golf. (Foto: Franziska Rothenbühler)

Ihr Geschäft ist die Abfallentsorgung, ihre Leidenschaft sind moderne Elektrofahrzeuge: This und Demian Schwendimann aus Münchenbuchsee kommen heute mit der grössten E-Mobil-Rallye der Welt nach Bern.


Wenn Demian Schwendimann aufs Gas drückt, dann geht es mächtig ab. In 5,8 Sekunden beschleunigt der Tesla 70 von 0 auf 100 Stundenkilometer – und das völlig emissions- und praktisch geräuschlos. Am Samstag ist Schwendimann mit der «Wave Trophy» in Bremerhaven gestartet, zusammen mit 70 Teams aus 10 Ländern. Die grösste E-Mobil-Rallye der Welt führt über 1800 Kilometer von der Nordsee bis nach Genf. Geschwindigkeit ist dabei Nebensache. «Es geht darum zu zeigen, dass Elektrofahrzeuge nicht nur umweltfreundlich, sondern auch alltagstauglich sind», sagt Schwendimann. Gefahren wird denn auch mit 100 Prozent Ökostrom.

Gestern Abend ist der Tross in der Tissot-Arena in Biel eingetroffen. Es dominieren zwar die aktuellen Modelle der grossen Autohersteller, wie Renault Zoe, VW E-Golf, Nissan Leaf oder eben die Modelle von Tesla. Für Aufsehen sorgen jedoch vor allem Liebhabermodelle wie ein umgebauter 2 CV oder ein alter VW-Bus mit Elektromotor. Der Star der Tour, ein 1953 Buick Roadmaster mit Elektroantrieb, musste wegen eines Defekts leider bereits aufgeben.

Als Automechaniker ein Exot

Auf ihrem Weg haben die Fahrerinnen und Fahrer gestern mehrere Schulen besucht und die Kinder über E-Mobilität informiert. Ob diese die Theorie begriffen haben, bleibt offen. «Als ich den Tesla jedoch mit dem Handy über den Pausenplatz steuerte, waren alle hin und weg», erzählt Demian Schwendimann. Der 25-Jährige ist Werkstattchef bei der Schwendimann AG in Münchenbuchsee, die in über 30 Gemeinden den Kehricht einsammelt. Er war schon in der Lehre als Automechaniker vom E-Virus infiziert. «Unter den Automechanikern war ich ein ziemlicher Exot», erzählt Schwendimann. In den Autogaragen liebe man schwere Motoren und den Geruch von Benzin und Öl. Noch heute wehrten sich viele Autohändler gegen moderne Technologien.

Doch für Schwendimann ist klar: So wie heute kann es nicht weitergehen. In der Firma und in der Familie ist er damit nicht alleine. Sein Vater und Chef, This Schwendimann, ist auch dem E-Virus verfallen – und ebenfalls bei der «Wave Trophy» mit dabei. Sein Fahrzeug zeigt, wie viel ungenutztes Potenzial noch in der E-Mobilität steckt. Der VW E-Golf wurde von der österreichischen Kreisel Electric GmbH mit einer neuen Batterie ausgestattet und hat nun eine Reichweite von 350 Kilometern – doppelt so viel wie der herkömmliche E-Golf und das bei gleichem Gewicht und Volumen.

«Wir müssen den Hebel jetzt umlegen», ist This Schwendimann überzeugt. Die heutige Mobilität sei alles andere als «enkeltauglich», so der 51-Jährige. Dass die Kinder wie in China wegen des Smogs zeitweise nicht einmal mehr in die Schule dürfen, will er hierzulande nicht erleben. Seit fünf Jahren engagiert sich der Fuhrhalter für ökologische Lösungen. Auf dem Firmendach sind unterdessen 1000 Quadratmeter Solarzellen in Betrieb. Damit wird der Strombedarf der ganzen Firma gedeckt. Auch der Tesla 70, den die Firma Privaten vermietet, wird damit aufgeladen und ebenfalls die Akkus der teilweise elektrisch betriebenen Kehrichtfahrzeuge. Ein Prototyp ist bereits seit einem Jahr in Betrieb. Das Leeren der Container und das Verdichten des Kehrichts im Fahrzeug passiert mit Strom. Das spare 20 bis 30 Liter Diesel pro Tag. Die übrigen sieben «Ghüderwagen» werden noch dieses Jahr umgerüstet.

«System Alpenluft» in Zermatt

Auch ihre eigenen Angestellten mussten die Schwendimanns zuerst von den neuen Technologien überzeugen. «Zuerst wehrten sie sich dagegen, und jetzt wollen sie nicht mehr darauf verzichten», sagt Demian Schwendimann. Und sein Vater ergänzt mit einem Augenzwinkern: «Sie wissen unterdessen, dass ihr Chef spinnt.» Der Erfolg gibt dem Familienunternehmen recht. Mit ihrem «System Alpenluft» hat es die Ausschreibung der Gemeinde Zermatt für die Kehrichtabfuhr gewonnen. Seit 2012 sammeln rein elektrisch betriebene Fahrzeuge im Walliser Ferienort den Müll ein. Erst kürzlich hat die Schwendimann AG dafür einen wichtigen Innovationspreis der Branche gewonnen.

Heute fahren die Teams Schwendimann und Kreisel mit der «Wave Trophy» über Nidau und Wohlen nach Bern auf den Bundesplatz. Danach sind sie noch bis am Samstag als Botschafter für die E-Mobilität unterwegs, bevor sie nächste Woche wieder in ihren Arbeitsalltag einsteigen. Wobei Alltag für CEO This Schwendimann auch immer heisst, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. «Was passiert mit unseren Chauffeuren, wenn sich selbstfahrende Autos durchsetzen», fragt er sich bereits. Die Schwendimanns werden sicher dranbleiben.

Heute um 10 Uhr trifft die «Wave Trophy» auf dem Bundesplatz ein. Bis um 13 Uhr zeigen die Fahrerinnen und Fahrer dem Publikum ihre Fahrzeuge.

Ein Artikel aus dem
(Reto Wissmann, Der Bund)
13.06.2016

Am Donnerstag, 23. Juni 2016: Triathlon

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Am Donnerstag, 23. Juni 2016 (Ausweichdatum: Freitag, 24. Juni 2016), findet in Münchenbuchsee von 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr ein Triathlon statt. Hierfür werden die auf dem Streckenplan bezeichneten öffentlichen Strassen und Wege der Gemeinde Münchenbuchsee benützt. In exponierten Kreuzungsbereichen, wo aus Feld- und Waldwegen ins öffentliche Strassennetz eingebogen oder dieses überquert wird, regeln Verkehrsposten den Verkehr. Wir ersuchen die Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die Schülerinnen- und Schüler zu nehmen, wo diese das öffentliche Strassenverkehrsnetzt benutzen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.3athlonbern.ch.
 
Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.
09.06.2016

BZ-Artikel: SVP-Grossrat steigt gegen die Migros in den Ring

SVP-Grossrat Stefan Hofer hat Strafanzeige gegen die Genossenschaft Migros Aare und deren Topkader eingereicht. Sie sollen ihn im Rahmen eines Bauprojekts erpresst und genötigt haben.

Beim ehemaligen Restaurant Löwen in Münchenbuchsee entsteht eine Wohnüberbauung. Allerdings schreitet das Projekt nur zäh voran. Vor zwei Jahren begannen zwar die Aushubarbeiten, doch dann ruhte die Baustelle bis letzten Dezember. Der Grund: Hinter den Kulissen tobt ein Streit um 39 Parkplätze. Die Hauptkontrahenten: die Genossenschaft Migros Aare und die Honag AG von SVP-Grossrat Stefan Hofer.

Gekämpft wird mit harten Bandagen. Letzten Dezember reichte die Honag AG Strafanzeige gegen die Migros ein. Der Vorwurf lautet auf Erpressung und Nötigung. In der Anzeige namentlich erwähnt sind unter anderen die Geschäftsleitungsmitglieder Anton Gäumann und Beat Zahnd, der ab September in der Migros-Generaldirektion Einsitz nehmen soll. Im März reagierte die Migros mit einer Anklage am kantonalen Handelsgericht gegen Hofers Honag AG. Diese habe sich nicht an die letzten Dezember getroffene Vereinbarung gehalten, 39 Parkplätze abzutreten. Bei Hofer handelt es sich um jenen SVP-Politiker, der unlängst für Erich Hess in den Grossen Rat nachrutschte und der seine Gemeinderatskandidatur niederlegen musste, weil er einst ein Bordell besessen und Sozialhilfebezügern im Löwen überteuerte Wohnungen vermietet hatte (wir berichteten).

Erfolglose Einsprecher

Aber der Reihe nach: Stefan Hofers Honag AG plant in Münchenbuchsee 25 Eigentumswohnungen. Die Lage ist ideal: Das zu überbauende Land auf dem Areal des ehemaligen Restaurants Löwen liegt mitten im Dorf, gegenüber einer Migros-Filiale und ganz in der Nähe vom Bahnhof.

Im Spätherbst 2013 reichte die Honag AG das entsprechende Baugesuch ein. Dagegen erhoben die Migros Aare und ein weiterer Nachbar Einsprache. Sie bemängelten, unter anderem, dass die geplante Einstellhalleneinfahrt den vorgeschriebenen Strassenabstand verletze. Dies beeinträchtige die Sichtverhältnisse und erschwere das Manövrieren bei der Anlieferung der Waren für das Einkaufszentrum.

Doch die Einsprecher blitzten ab: «Wir erhielten im Sommer 2014 die Baubewilligung und begannen mit dem Aushub», sagt Hofer. Die Einsprecher akzeptierten den Entscheid nicht und reichten im September Beschwerde ein. Er habe schliesslich, sagt Hofer, einem Kompromiss zugestimmt und die Einfahrt der Einstellhalle um rund 20 Meter versetzt.

Weil inzwischen in der Detailplanung Mängel aufgetreten waren, habe die Honag AG das Projekt weiter anpassen und ein neues Baugesuch einreichen müssen, so Hofer weiter. Das rief die Einsprecher erneut auf den Plan. Die Migros wehrte sich diesmal gegen zwei geplante Velounterstände sowie eine Kehrichtsammelstelle. Inzwischen ruhten die Arbeiten auf der Baustelle bereits seit Monaten.

Zweiter Anlauf der Migros

Wie sowohl aus der Strafanzeige gegen die Migros Aare als auch aus der Klage gegen Hofers Firma hervorgeht, dreht sich der Streit nicht um Velounterstände, sondern um 39 Autoparkplätze. Der Voreigentümer des Löwen hatte der Migros Aare beim Bau ihrer Filiale einst unentgeltlich Land für die Erschliessung abgetreten. Als Gegenleistung erhielt er das im Grundbuch verbriefte Recht, ausserhalb der Ladenöffnungszeiten 39 der Migros-Parkplätze zu benutzen. Diese waren für den Betrieb des Restaurants existenziell. Mit dem Verkauf der Löwen-Parzelle ging das Parkierungsrecht auf Hofer über.

«Migros hat mich erpresst»

Am 12. Oktober 2015 schliesslich unterzeichneten die Parteien eine Vereinbarung, in der sich die Migros dazu verpflichtete, die Einsprache zurückzuziehen, wenn Hofer das Recht auf die Parkplätze aus dem Grundbuch löschen liesse. Wie aus der Klageschrift hervorgeht, erfüllte die Migros gleichentags ihren Teil der Verpflichtung.

Hofer erhielt Anfang letzten Dezember die lang ersehnte Baubewilligung. Den Grundbucheintrag hat er bis heute nicht löschen lassen. Er sei mit der Drohung, sein Bauvorhaben mit den Einsprachen weiter zu verzögern, erpresst und so zu der Vereinbarung genötigt worden, sagt Hofer. Dass er dennoch unterschrieben hat, erklärt er mit dem grossen finanziellen und zeitlichen Druck, unter dem er wegen der Einsprachen gestanden habe. «Die Bauverzögerung hat mein Unternehmen zwischen 300 000 und 400 000 Franken gekostet. Zudem sprangen sieben Kaufinteressenten ab.»

Die Genossenschaft Migros Aare bestätigt auf Anfrage Hofers Strafanzeige und die eingereichte Klage. «Aufgrund der hängigen Verfahren nehmen wir zu den konkreten Vorwürfen keine Stellung», sagt Migros-Sprecher Reto Wüthrich. Erste Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft sollen im August stattfinden. Wüthrich: «Wir werden danach über das weitere Vorgehen entscheiden.» Andrea Sommer

Wegen 39 Parkplätzen vor ihrer Filiale in Münchenbuchsee (direkt vis-à-vis von der Baustelle) behinderte die Migros seit 2013 den Bau von 25 Eigentumswohnungen. vistaplus – Peter Burri

Ein Artikel aus der
(Andrea Sommer, Berner Zeitung BZ)
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08.06.2016

BZ-Artikel: Fred Gerber solls für die SP richten

Fred Gerber (SP), fünfter Kandidat fürs Gemeindepräsidium. Bild: zvg

Kandidat Nummer fünf ist bereits ­63 Jahre alt und deshalb für viele eine Überraschung: Die SP schickt Fred Gerber ins Rennen ums Gemeindepräsidium.

Jetzt steht fest, wer für die SP das vollamtliche Gemeindepräsidium von Münchenbuchsee verteidigen soll. Am Freitagabend hob die Parteiversammlung dafür Gemeinderat Fred Gerber auf den Schild.

Auf den 63-Jährigen kommt keine leichte Aufgabe zu. Nachdem schon SVP, GFL, EVP und BDP je einen Kandidaten nominiert haben, ist er nun der fünfte, der Ende November um die Nachfolge von Elsbeth Maring-Walther kämpfen wird.

Es geht um den Sitz

Mit dem gewichtigen Unterschied eben, dass es in seinem Fall um nichts weniger als darum geht, seiner Partei das Amt und damit den Erfolg aus den Wahlen 2007 zu sichern: Als die SP damals mit Maring-Walther gegen die SVP obenaus schwang, ging im Buchser Gemeindepräsidium eine längere Epoche bürgerlicher Dominanz zu Ende.

Dass die SP mit Fred Gerber antreten würde, lag zum einen irgendwie auf der Hand – und überraschte trotzdem. Monatelang hatte Münchenbuchsee darüber gerätselt, wen die Partei am Ende nominieren würde.

Auf den ersten Blick schien sich nämlich kein SPler für das Gemeindepräsidium aufzudrängen. Wenn schon, könnte es Fred Gerber richten, orakelten die Politiker hüben und drüben. Doch mit Blick auf das fortgeschrittene Alter des Angesprochenen rechnete kaum jemand ernsthaft mit seiner Kandidatur.

Zumal er erst im Dezember 2014 seine heutige Stelle als technischer Betriebsleiter des Sportzentrums Hirzenfeld angetreten hatte und man allgemein davon ausging, dass er in dieser Position wohl den Höhe- und Endpunkt seiner beruflichen Laufbahn erreicht haben würde.

Fred Gerber selber gibt offen zu erkennen, dass er mit einer Debatte über sein Alter gerechnet hat. Mit entsprechendem Enthusiasmus formuliert er die Sätze, mit denen er seine Motivation umreisst. Nach acht Jahren im Parlament fünf Jahren im Gemeinderat spüre er grosse Lust auf eine neue Herausforderung.

«Ich möchte den Schwung der letzten Jahre aufnehmen und mithelfen, dass die Gemeinde in den nächsten Jahren einen wei­teren Schritt vorwärtsmachen kann», sagt er. Viel Interessantes – die Überbauungen Kästliareal oder Strahmmatte etwa oder der multifunktionale Neubau für die Tagesschule – sei aufgegleist und könne nun umgesetzt werden.

Und nochmals zu seinem Alter: «Ich fühle mich fit und habe nicht das Gefühl, dass ich in zwei Jahren pensioniert werden müsste.» Vor diesem Hintergrund könne er sich durchaus einen Einsatz über zwei Legislaturen vorstellen – «schon manch anderer hat in diesem Alter eine solche Herausforderung angenommen und die Sache gut gemacht».

Zweiter Wahlgang

Co-Präsident Peter Kast lässt derweil durchblicken, dass die SP ursprünglich auf eine Einerkandidatur im Mitte-links-Spektrum gehofft hatte. Diese hätte nicht einmal zwingend aus den Reihen der SP stammen müssen, sagt er – aber eben: Nachdem GFL und EVP recht rasch eigene Leute nominiert hätten, sei für die SP klar gewesen, dass sie nicht abseitsstehen könne.

Angesichts der Kandidatenflut rechnet Kast ohnehin mit einem zweiten Wahlgang im Dezember. Dafür würden die Karten neu gemischt, sagt er. Zum ersten Umgang im November treten neben Fred Gerber auch Manfred Waibel (SVP), Peter Stucki (GFL), Ruedi Löffel (EVP) und Michel Gygax (BDP) an. (Berner Zeitung)

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
08.06.2016

Bund-Artikel: Auch die SP tritt an - grosse Auswahl in Münchenbuchsee

Ist nun auch nominiert: Fred Gerber (SP). Bild: zvg

Gemeinderat Fred Gerber will Nachfolger von Elsbeth Maring-Walther werden. Die SP hat ihn gestern nominiert.


Das Gemeindepräsidium in Münchenbuchsee ist heiss begehrt. Nun sind fünf Kandidaturen für die Nachfolge von Elsbeth Maring-Walther (SP), die Ende Jahr zurücktritt, bekannt. Die SP hat gestern Abend Gemeinderat Fred Gerber nominiert. Der 1953 geborene Gerber ist in der Gemeinde für den Hochbau zuständig. Er sei «ein führungserfahrener, vielfach engagierter und sehr gut vernetzter Bürger der Gemeinde», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Seit Dezember 2014 ist er technischer Betriebsleiter des Sportzentrums Hirzenfeld.

Die SP habe sich ursprünglich für eine gemeinsame Kandidatur von SP, GFL und EVP eingesetzt, heisst es im Communiqué. GFL und EVP schickten jedoch mit Gemeinderat Peter Stucki (GFL) und Grossrat Ruedi Löffel (EVP) eigene Kräfte ins Rennen. Dadurch habe sich die Ausgangslage «grundlegend» geändert. «Als grösste der Mitte-links-Parteien will die SP mit einer eigenen Kandidatur die Chance auf das Präsidium für dieses politische Segment erhöhen», schreibt die SP weiter.

Neben Gerber, Löffel und Stucki bewerben sich auch zwei bürgerliche Kandidaten für das Präsidium. Es sind Manfred Waibel von der SVP und Michel Gygax von der BDP. Beide politisieren aktuell im Grossen Gemeinderat, dem Parlament von Münchenbuchsee. Maring-Walther ist seit 2008 im Amt: Sie gewann die Wahl gegen Sonja Bucher von der SVP.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
08.06.2016

Endurance Trophy vom 14. Juni: Temporäre Verkehrsmassnahmen

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Am Dienstag, 14.06.2016, findet in Münchenbuchsee von 09:00 bis ca. 14:00 Uhr die Endurance Trophy statt. Ausweichdatum ist Donnerstag, 16.06.2016.
 
Es handelt sich um einen Multisport-Schulanlass der Gemeinde Münchenbuchsee, an welchem SchülerInnen verschiedene Sportkategorien ausführen.
 
Neuralgische Verkehrspunkte werden durch Verkehrsposten kontrolliert. Sämtliche TeilnehmerInnen, welche Inlineskating oder Trottinett fahren, sind mit Leuchtwesten oder leuchtfarbigen T-Shirts ausgestattet.
 
Die Einmündung Kirchlindachstrasse ab der Oberdorfstrasse wird zwischen ca. 10:00 bis 12:00 Uhr aus sicherheitstechnischen Aspekten temporär gesperrt (Auslaufzone Inlineskating). Der Verkehr von der Oberdorfstrasse in Richtung Kirchlindachstrasse wird während dieser Zeit über den Lindenweg umgeleitet. Es wird eine entsprechende Signalisation aufgestellt.
 
Weitere Informationen finden Sie unter http://endurancetrophy.weebly.com.
 
Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis und bitten diese, auf die SchülerInnen besondere Rücksicht zu nehmen.
06.06.2016

Bund-Artikel: Ja zu Ausbau der Sonderschule

Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee kann erweitert werden. Die Stimmberechtigten haben einer entsprechenden Änderung von Zonenplan und Baureglement deutlich zugestimmt. Die Stimmberechtigten sagten mit 2609 zu 305 Stimmen Ja zum Abtausch von Zonen öffentlicher Nutzung und Grünzonenflächen, um die Erweiterung der traditionsreichen Institution zu ermöglichen. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,6 Prozent, wie die Gemeinde mitteilte.

Die ehemals als Sprachheilschule bekannte Institution braucht mehr Platz unter anderem für die Basisstufe und für den Sportunterricht. Innerhalb der geltenden Zone für öffentliche Nutzung hätte das Bauvorhaben aber nicht realisiert werden können. Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee plant einen Neubau mit einer Mehrzweckhalle. Gleichzeitig werden auch die alten Gebäude angepasst und saniert. Der Baukredit muss vom bernischen Kantonsparlament genehmigt werden. Alles in allem rechnet der Kanton mit Baukosten von rund 23 Millionen Franken.

Ein Artikel aus dem
(sda, Der Bund)
03.06.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: "Buchsi stellt sich vor…"

Dorfrundfahrt durch Münchenbuchsee mit RBS-Bus

"Buchsi stellt sich vor…" unter diesem Motto organisiert der Gemeinderat alle zwei Jahre in Münchenbuchsee einen Neuzuzügeranlass. Alle Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger der letzten zwei Jahre werden dazu eingeladen, ihre neue Wohngemeinde besser kennen zu lernen, etwas über die Dorfgeschichte und das Dorfleben zu erfahren sowie sich mit Vertretern aus der Politik und den Vereinen auszutauschen.

Dieses Jahr war es wieder so weit, am Freitagabend, 20. Mai 2016, trafen sich bei sonnigem und schönem Wetter von den 1‘014 eingeladenen Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern, 135 beim Bahnhof. Andreas Luginbühl, Gemeinderat und Departementsvorsteher Kultur-Freizeit-Sport, begrüsste die Gäste und informierte sie über das weitere Programm. Gestartet wurde mit einer Dorfrundfahrt in RBS-Bussen durch Münchenbuchsee.

An fünf Stationen wurde angehalten: Bibliothek, Feuerwehrmagazin, Sammelstelle "brings", pädagogisches Zentrum für Hören und Sprache und Gymnasium Hofwil. Dort gab es Referentinnen und Referenten, die interessante Informationen abgaben. Während der Fahrt übernahmen Gemeinderatsmitglieder die Moderation. Die Informationen über das Dorf und ihre Geschichte während der Fahrt, wurde von den Anwesenden sehr geschätzt. Bei der Saal- und Freizeitanlage hiess es schliesslich "Alles aussteigen!".

Empfangen wurden die Gäste dort mit der Musik der Harmonie Münchenbuchsee, danach wurden sie von der Gemeindepräsidentin, Elsbeth Maring-Walther begrüsst. Anschliessend wurde das Apérobuffet im grossen Saal eröffnet. Das feine Catering hatte die Metzgerei Wüthrich aus Münchenbuchsee organisiert. Unterstützt wurde sie aktiv von Helferinnen und Helfern des Turnvereins und der Harmonie sowie den Lernenden der Gemeindeverwaltung. Nebst dem Apérobuffet gab es auch 27 Informationstische, wo sich Vereine, Parteien und Kirchgemeinden vorstellten. Fünf Vereine zeigten sogar aktive Darbietungen, die für eine lockere und unterhaltsame Stimmung sorgten. Ebenfalls vor Ort waren der Gemeinderat und Vertretungen aus der Verwaltung, die Fragen beantworteten und für Anliegen der Anwesenden ein offenes Ohr hatten. Die Gäste konnten sich auch bei den verschiedenen Angeboten der Vereine, Partei- und Kirchgemeindevertretern informieren. Der Ausstauch untereinander wurde von allen rege genutzt und viele neue Bekanntschaften entstanden.

Am Schluss wurden alle Gäste wieder mit den Bussen zum Bahnhof zurückgefahren. Die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger gingen um einige Dorfinformationen reicher nach Hause. Dieser informative Anlass wurde von allen sehr geschätzt. 

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Leyla Türkes, Gemeindeschreiber-Stv., Karin Balmer
Foto: Alena Stettler, Lernende der Gemeindeverwaltung
Feines Apéro nach der Dorfrundfahrt
Angeregter Austausch der Teilnehmenden am Apéro
03.06.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Vernetzung mit nachhaltiger Qualitätssteigerung

Direktdrusch einer artenreichen Extensivwiese in Gampelen (Bild: Norina Bürkler)

Die Zwischenbilanz des landwirtschaftlichen Vernetzungsprojektes zeigt: Münchenbuchsee liegt auf der Zielgeraden. Fast alle Betriebe beteiligen sich an der Umsetzung. Darüber hinaus unterstützt die Gemeinde Massnahmen, welche weitergehen als die von Bund und Kanton geförderten.

Auf einer Fläche läuft aktuell ein Versuch zur Verwendung von regionalem Saatgut, um auf extensiven Wiesen langfristig eine höhere biologische Vielfalt zu erreichen. Die ersten Ergebnisse dieses Projektes in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften und der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern sind vielversprechend.

Am 3. Juni findet eine Begehung für die Landwirte von Münchenbuchsee, den Fachausschuss Vernetzung und weitere Interessierte statt. Auch MedienvertreterInnen sind willkommen. Treffpunkt 19h bei der Saal- und Freizeitanlage (Parkplatz; Radiostrasse)

Zielerreichung Vernetzungsprojekt in Münchenbuchsee

Ziel der Vernetzungsplanung ist die Erhaltung und Förderung der natürlichen Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet. Münchenbuchsee beteiligt sich seit 2012 an diesem überkommunalen Projekt, zusammen mit den Gemeinden Wiggiswil, Iffwil, Deisswil, Zuzwil und Scheunen. Der Anteil ökologischer Ausgleichsflächen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Münchenbuchsee stieg seither von 12.6 % auf 13.6 %, was ein sehr guter Wert für ein Ackerbaugebiet ist. Der Zielwert des Bundes von 12-15% ist damit bereits erreicht. Nun geht es vor allem noch darum, die biologische Qualität der Ausgleichsflächen zu steigern¹. Hier konnte in den ersten 3 Umsetzungsjahren der Anteil von 2.6% auf 3.8% gesteigert werden.
Bereits im ersten Umsetzungsjahr hat die Gemeinde mehr als 20 zusätzliche Massnahmen unterstützt, welche über diejenigen gemäss Landwirtschaftsgesetz hinausgehen. Dabei wurden Hecken neu angepflanzt oder aufgewertet, Wildbienenhotels und Vogelnistkästen eingerichtet, extensive Wiesen angesät sowie Hochstammobst- und Nussbäume gepflanzt.

Heudruschsaat-Versuch in Münchenbuchsee vielversprechend

Seit dem 2. Umsetzungsjahr macht ausserdem ein Landwirt von Münchenbuchsee mit einem Streifenversuch beim Forschungsprojekt Heudruschsaat mit (siehe Kasten). Verglichen werden die Verfahren Handelssaatgut (Mischung 450 – Salvia) mit einer sogenannten „Initialmischung“ (Saatgut von einheimischen Pflanzen) und mit Dreschgut einer artenreichen extensiven Wiese aus der Region.

Die Beobachtung der Versuchsflächen zeigt bereits im dritten Jahr nach der Ansaat in der Teilfläche mit dem regionalen Saatgut tendenziell mehr Qualitäts-Zeigerpflanzen* als in den Referenzverfahren Heugrassaat resp. Handelssaatgut. *(Pflanzen, welche typisch sind für extensive, ungedüngte Wiesenstandorte).

Auskunftspersonen
Erika Loser, Projektleiterin Planung und Umwelt, Bauabteilung
Telefon 031 868 82 52, loser.e@muenchenbuchsee.ch
Kathrin Wüthrich, Projektleiterin Umwelt und Energie, Bauabteilung
Telefon 031 868 82 43, wuethrich.k@muenchenbuchsee.ch

Weitere Auskünfte betr. Heudruschsaatprojekt erteilen:
Hans Ramseier, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, Länggasse 85, 3052 Zollikofen, Tel.: 031 910 21 11, hans.ramseier@bfh.ch
Andreas Brönnimann, Abteilung für Naturförderung des Kantons Bern, Schwand, 3110 Münsingen, Tel.: 031 636 14 59, andreas.broennimann@vol.be.ch

¹Der Bund legt das Gewicht für die Ausrichtung der Direktzahlungen vor allem auf die Qualität (BFF II). Verbesserungen sollten vor allem in diesem Bereich angestrebt werden (EXWI mit Q; Heuf_K mit Q).

Projekt Heudruschsaat - mit regionalem Saatgut die biologische Qualität fördern

Mit der Verwendung von Samen aus bestehenden artenreichen Wiesen der Region kann eine bessere Anpassung der Pflanzen an die Standortverhältnisse erreicht werden. Damit wird nicht nur der Erfolg bei der Neuanlage verbessert, die Wiesen sollten insbesondere auch langfristig eine höhere biologische Qualität aufweisen als bei Neuansaaten mit handelsüblichem Saatgut.

Im Projekt, welches die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL zusammen mit der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern ANF durchführt, wurden verschiedene Methoden zur Gewinnung von regionalem Saatgut getestet. Das Dreschen von artenreichen Wiesen mit dem Mähdrescher erwies sich als geeignet und kostengünstig. 

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Extensive Wiesen mit Qualität in Münchenbuchsee (Quelle: Bauabteilung)
02.06.2016

Samstag, 11. Juni: Verkehrsmassnahmen anlässlich des Buchsi-Märits

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Der alljährliche Buchsi-Märit findet am Samstag, 11.06.2016 statt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Marktstände werden von 07:00 bis 22:00 Uhr betrieben.
  • Die Oberdorfstrasse bleibt von der Fellenbergstrasse bis und mit Einmündung Schöneggweg für jeglichen Verkehr von 06:00 bis 02:00 Uhr gesperrt. Die Fellenbergstrasse ist mit einem Fahrverbot belegt und darf nur von Anwohnern befahren werden.

RBS-Bus:
  • Der Busbetrieb der RBS wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 24:00 Uhr temporär via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerstrasse, Kirchlindachstrasse, Oberdorfstrasse, Ulmenweg, Meisenweg zur Haltestelle Schönegg verkehren.
  • Die Bushaltestelle „Coop“ wird provisorisch auf den Bodenackerweg verlegt und ist vom Coop via Fussweg „Konsumwägli“ her erreichbar. Die Bushaltestelle „Kirche“ wird provisorisch auf die Kirchgasse (vor Kreisel Fellenbergstrasse) verlegt und ist via Fellenbergstrasse erreichbar. Beide provisorischen Bushaltestellen werden entsprechend beschildert. Die restlichen Bushaltestellen bleiben wie gehabt bestehen.
  • Aufgrund der längeren Fahrroute kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei sämtlichen Bushaltestellen zwischen Zollikofen und dem Oberdorf kommen. Der Anschluss an die S8 in Zollikofen kann nicht jederzeit sichergestellt werden. Planen Sie Ihre Fahrten daher rechtzeitig.

Privater Fahrzeugverkehr:
  • Der private Fahrzeugverkehr wird aufgrund der Festivitäten zwischen 06:00 und 02:00 Uhr temporär umgeleitet.
  • Vom Oberdorf wird der private Verkehr von der Oberdorfstrasse via Kirchlindachstrasse, Radiostrasse, Aegelseeweg, Hirzenfeldweg und Kirchlindachstrasse nach Zollikofen umgeleitet.
  • Zum Oberdorf wird der private Verkehr von der Bernstrasse via Löwenstrasse, Schmiedegasse, Bodenackerweg und Kirchlindachstrasse umgeleitet.
  • Das Fahrverbot auf der Radiostrasse und dem Aegelseeweg wird in beiden Richtungen temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs werden in dieser Zeit auf dem Bodenackerweg ab dem Höheweg bis zur Kirchlindachstrasse sowie auf der Löwenstrasse ab der Bernstrasse bis zur Fellenbergstrasse sämtliche Blauen Parkfelder temporär aufgehoben.
  • Wegen des Busverkehrs besteht auf dem Bodenackerweg ab Einmündung Höheweg bis Einmündung Kirchlindachstrasse Einbahnverkehr.

Temporäre Aufhebung blaue Parkfelder:
  • Zwischen 06:00 und 24:00 Uhr werden die blauen Parkfelder auf der Löwenstrasse und dem Bodenackerweg wegen des Busverkehrs temporär aufgehoben.
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Sämtliche Massnahmen werden entsprechend signalisiert.

Wir danken der betroffenen Bevölkerung für Ihr Verständnis.

Ressort öffentliche Sicherheit
30.05.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Rundum gelungenes Triathlon-Fest im Hirzenfeld

Zusammen läuft's sich's leichter ins Ziel.
Der Berner Triathlon in Münchenbuchsee konnte bei idealen Bedingungen starten.

Am Samstag, 21. Mai 2016, fand bei idealen Bedingungen die vierte Ausgabe des Berner Triathlons mit über 210 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie rund 40 freiwilligen Helferinnen und Helfern statt.

Am vergangenen Samstag wurde das Sportzentrum Hirzenfeld für einen Vormittag lang zum Epizentrum des Triathlonsports. Die ganze Anlage war von 9 bis 13 Uhr für den Berner Triathlon reserviert. Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland fanden den Weg nach Münchenbuchsee, um sich bei Kaiserwetter auf der insgesamt rund 27 Kilometer langen Wettkampfstrecke untereinander zu messen. Die ersten 500 Meter waren schwimmend im 50 Meter-Becken des Freibads Hirzenfeld zurückzulegen. Die anschliessende Velostrecke führte die Teilnehmer auf zwei Runden à je 11 Kilometer über Kirchlindach, Schüpberg und Diemerswil zurück ins Hirzenfeld. Ein steiler Anstieg im Spittelwald und eine rasante Abfahrt nach Schüpberg machten den Parcours gleichermassen herausfordernd wie abwechslungsreich. Die abschliessende Laufstrecke über 5 Kilometer hielt mit dem Alpenpanorama, welches sich heute in Bestform präsentierte, einen optischen Leckerbissen für alle Athletinnen und Athleten bereit.

Das neue Organisationskomitee unter Präsident Gaspare Loderer investierte im Vorfeld des Berner Triathlons viel Zeit und Energie, um den gesamten Wettkampf noch attraktiver und sicherer zu gestalten als beim letzten Mal. Nebst zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den eigenen Reihen des Triathlon Club Bern kamen auch Verkehrskadetten aus der Region zum Einsatz, welche insbesondere auf der Velostrecke für einen reibungslosen und sicheren Ablauf sorgten. „Oberstes Ziel des Organisationskomitees ist es jeweils, dass am Nachmittag alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesund und mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen. Ich glaube, man kann sagen, das ist uns heute gelungen!“, fasste OK-Mitglied Ingrid Walker den Anlass zusammen, als am frühen Nachmittag die Wechselzone wieder abgebaut wurde.

Bereits am Vortag errichteten freiwillige Helfer des Triathlonclubs die Wechselzone auf dem Parkplatz des Hirzenfeldes, malten mit farbiger Kreide Markierungen auf den Asphalt, beschilderten die Strecken mit gelben Metallpfeilen und stellten Verpflegungsposten für die Athletinnen und Athleten auf. Ein weiteres erfreuliches Novum war die neue Parkplatzsituation. Auf dem Securitas-Areal konnte allen mit dem Auto Angereisten genügend Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, was zu markant weniger Verkehr zum Hirzenfeld selber und auf der Rennstrecke führte.

Am Samstagmorgen blieben dem OK und den Helfern nicht mehr viel Zeit, da der erste Athlet bereits um 9 Uhr ins Rennen startete, damit die Strassen möglichst rasch wieder freigegeben werden konnten. Schon um 5.30 Uhr standen die Helfer wieder im Hirzi bereit, um die letzten Handgriffe vorzunehmen, bevor um halb acht die ersten Teilnehmer auf dem Gelände eintrafen.

Mit Einzelstarts im 20 Sekunden-Rhythmus wurden die Athletinnen und Athleten von Helferin Robine Bodenmann auf die Strecke geschickt. Für jeden Teilnehmer – also rund 210 Mal – zählte sie während der nächsten 90 Minuten einen 10 Sekunden-Countdown runter. Der Berner Triathlon war also nicht nur für die Athleten eine Herausforderung, er verlangte auch einiges von seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern ab.

Nach spannendem Rennverlauf standen die Tagessieger gegen Mittag fest. Bei den Damen konnte Nina Derron aus Zürich vom Tri Team Zugerland in einer Zeit von 1:10:11 das Rennen für sich entscheiden. Sie verwies Sara Baumann aus Schattdorf und Desirée Wagner aus Arni-Islisberg auf die weiteren Ehrenplätze.

Christian Rutschmann aus Herzogenbuchsee hiess der Sieger bei den Herren. Er startete für das Tri Team Oensingen und brachte die Strecke in einer Zeit von 1:02:42 hinter sich. Es war eine sehr knappe Entscheidung, der zweitplatzierte Jan Pyott aus Grindelwald war lediglich 13 Sekunden länger unterwegs. Mit der drittschnellsten Zeit komplettierte Dominik Reich aus Henggart das Podium der Herren.

Am Nachmittag, die meisten Athleten befanden sich bereits wieder auf dem Heimweg, machten sich alle Helferinnen und Helfer daran, zügig alles wieder abzubauen, damit das Hirzenfeld ab 14 Uhr wieder seinen gewohnten Betrieb aufnehmen konnte. Das Organisationkomitee zog eine sehr positive, erste Bilanz. Ein unfallfreier, rundum gelungener Anlass ging über die Bühne, der hoffentlich nicht nur dem OK und den Helfern in bester Erinnerung bleiben wird.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Ingrid Walker und Peter Studer, 3athlon Club Bern
Foto: Guillermo Bia
Wunderschöne, attraktive Laufstrecke mit Alpenpanorama.
30.05.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Achtung - Dieses Jahr droht besondere Gefahr vom Buchsbaumzünsler!

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um die Raupe einer aus Asien eingeschleppten Schmetterlingsart, deren Fressschäden zum Absterben befallener Buchsbäume führen können. Dieses Jahr wurde an verschiedenen Orten bereits ein ausserordentlich starker Befall festgestellt. Weil der Schädling sich rasch ausbreiten kann (invasiv ist), ist eine schnelle und fachgerechte Bekämpfung nötig:

  1. Bitte kontrollieren Sie die Buchspflanzen regelmässig (sofort bis Ende September). Bei schwachem Befall können die Raupen von Hand abgelesen und mit dem Hauskehricht entsorgt werden → unbedingt auch im Innern der dichten Pflanzen kontrollieren!
  2. Bei starkem Befall müssen meist Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Für den Hausgarten empfehlen wir biologische Mittel (z.B. Dipel DF oder Delfin). Diese sind allerdings nur wirksam, solange die Raupen noch klein und gefrässig sind. → Bitte beachten Sie, dass keine vorbeugende Behandlung möglich ist! Wir empfehlen, Sprühgeräte statt Giesskannen zu verwenden → Reste von Pflanzenschutzmittel nicht in die Kanalisation entsorgen!
  3. Bei grösserem Befall kontaktieren Sie am besten Fachpersonen, die ein passendes Mittel empfehlen sowie betreffend weiteren Kontrollen beraten können.

Hier erfahren Sie mehr
www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/pflanzenschutzberatung/Buchsbaumzuensler.html

Als Ersatzpflanzungen gibt es Alternativen wie die ebenfalls immergrüne Eibe oder der dicht sommergrünblättrige Liguster. Falls Sie nicht auf Buchs verzichten möchten, pflanzen Sie den weniger anfälligen grossblättrigen Buchsbaum an.

Weitere Auskünfte:
Bauverwaltung,
Telefon 031 868 82 22
(Fachstelle Umwelt)

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Kathrin Wüthrich und Erika Loser
Foto: Kantonale Fachstelle
30.05.2016

BZ-Artikel: Die ländliche Idylle trügt

Der Hof von Kurt Stettler liegt an der Strasse zwischen Saal- und Freizeitanlagen und den verschiedenen Sportanlagen Hirzenfeld. (Bild: Stefan Anderegg)

Landwirt und Parlamentarier Kurt Stettler wirft der Gemeinde Untätigkeit vor. Sie nehme das Vandalismusproblem rund um seinen Hof zu wenig ernst. Gemeindepräsident Elsbeth Maring wehrt sich.


Die Worte von Kurt Stettler (SVP) liessen kaum einen Parlamentarier von Münchenbuchsee kalt. Während der Rede am Donnerstagabend stockte Stettlers Stimme zuweilen, er kämpfte mit den Emotionen. Ein Vorfall am letzten Wochenende hatte ihn dazu bewogen, seinen Ratskollegen die schwierige Situation auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb zu schildern. In der Nacht auf Sonntag trieb dort offenbar eine Gruppe Jugendliche ihr Unwesen. Sie entwendeten Spezialsaatgut und verstreuten es auf der Strasse, zerschlugen Weissweinflaschen auf einer Kuhweide und zerstörten einen Weidezaun.

Schäden nehmen zu

«Das ist kein Jugendstreich», sagte Stettler. Das seien Hausfriedensbruch, Diebstahl oder Missachtung des Tierschutzgesetzes. Er habe Anzeige erstattet. «Das ist kein Einzelfall. Das kommt jährlich mehrmals vor.» Die Vorkommnisse gebe oft bei Anlässen in der Saal- und Freizeitanlage, auf den Sportanlagen Hirzenfeld oder bei Festen auf dem öffentlichen Grillplatz im nahen Wäldchen (siehe Grafik). Ein dauerhaftes Problem ist zudem der Hundekot. Stettlers Hof liegt in einem beliebten Naherholungsgebiet und zieht viele Hundehalter an.

Die Schäden an Tieren, Maschinen und Kulturpflanzen hätten inzwischen die Grenze von 100 000 Franken längst überschritten. «Das Tragische ist», so Stettler, «dass die Schadenhöhe jährlich eher zunimmt.» 10 bis 20 Prozent seines landwirtschaftlichen Lohnes gingen so verloren. «Uns steht das Wasser im Neufeld bis zum Hals», sagte Stettler. Wenn sich nicht bald etwas ändere, bedeute dies das Ende des Vollerwerbsbetriebes.

Der Hof der Familie Stettler wurde in den 1930er-Jahren ausgesiedelt. Bis Anfang 1980 habe es keine Probleme gegeben. Mit der Eröffnung der verschiedenen Freizeitanlagen habe sich die Situation komplett verändert. Stettler: «Man kann getrost sagen, dass die Gemeinde das Problem zu uns ausgelagert hat.»

Schon sein Vater habe das befürchtet und Einsprache gegen die Anlagen gemacht. Leider seien die Unterlagen der damaligen Verhandlungen mit der Gemeinde nicht mehr vorhanden. Er selber deponiere seit zehn Jahren die Missstände auf der Gemeinde, sagte Kurt Stettler. Aber: «Geschehen ist praktisch nichts.» Mit seinem Votum im Grossen Gemeinderat hoffe er nun, dass die Botschaft endlich angekommen sei und die Gemeinde ihre Verantwortung übernehme.

Hände sind gebunden

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) versteht die schwierige Situation von Kurt Stettler. «Wir machen aber nicht nichts», wehrt sie sich. «Er weiss, was möglich ist.» In den Schulen und den Kommissionen sei das Littering ständig ein Thema. Hundehalter und Bevölkerung würden regelmässig sensibilisiert. Für Kontrollen fehlen die personellen Ressourcen. «Wir können Kurt Stettler finanziell auch nicht entschädigen. Es gibt keine rechtlichen Grundlagen», ergänzt Maring. Das Litteringproblem sei nicht einfach in den Griff zu bekommen, es sei oft eine Frage der gesellschaftlichen Entwicklung.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
30.05.2016

Bund-Artikel: Mehr zeitliche Flexibilität für Gemeinderäte

In Münchenbuchsee soll das Gemeindepräsidium nicht in jedem Fall mit einem 100-Prozent-Pensum ausgeübt werden.

In Münchenbuchsee kommen flexible Beschäftigungsgrade für die Mitglieder des Gemeinderats aufs Tapet. So soll die Gemeindepräsidentin oder der Gemeindepräsident zwischen 80 und 100 Prozent arbeiten. Die anderen sechs Mitglieder sollen einen Beschäftigungsgrad von 10 bis 30 Stellenprozenten aufweisen. Das Gemeindeparlament hat einen Vorstoss aus den Reihen der FDP am Donnerstagabend als Postulat überwiesen. Heute gilt die Regelung, dass das Gemeindepräsidium vollamtlich ausgeübt wird, während die anderen Gemeinderäte ihre Aufgaben im Nebenamt erfüllen. Nicht alle Departemente gäben aber gleich viel zu tun, heisst es in der Begründung zum Vorstoss. Flexible Pensen seien heutzutage bei vielen Arbeitgebern üblich. Zusammengezählt sollen die Beschäftigungsgrade, so wie heute, 160 Stellenprozente nicht überschreiten. Eine Flexibilisierung sei sinnvoll, sagte Arduino Lavina (SVP). Es sei aber wichtig, dass sie kostenneutral umgesetzt werde. Das Postulat wurde mit grosser Mehrheit bei einer Gegenstimme angenommen.

Unterschiedlicher Arbeitsanfall

Der Gemeinderat gab in der Antwort auch zu bedenken, dass es schwierig sei, den effektiven Beschäftigungsgrad zu eruieren. «Politische Arbeit kann nicht in Prozenten ausgewiesen werden.» Man werde nicht über einen «theoretischen Ausgleich» hinauskommen, denn: «Wie viel Zeit die einzelnen Gemeinderatsmitglieder effektiv einsetzen, kann und soll nicht bestimmt werden.» Der Gemeinderat hat nun den Auftrag, das Anliegen eingehend zu prüfen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
27.05.2016

BZ-Artikel: Geleert und verkauft

Der Grosse Gemeinderat hat die positive Rechnung 2015 genehmigt. Mahnende Worte blieben aber nicht aus.

Die Rechnung 2015 von Münchenbuchsee ist erfreulich. Es schaute nicht nur ein kleiner Gewinn von gut 80 000 Franken heraus. Die Gemeinde konnte zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von rund 10 Millionen Franken tätigen. Das war jedoch nur wegen einmaliger Effekte möglich. Der Verkauf des Kabelnetzes spülte 5,6 Millionen Franken in die Kasse. Zudem wurde das Konto Planungsmehrwerte (3,3 Mio. Franken) aufgelöst.

Die Fraktionssprecher wiesen in der Parlamentsdebatte deshalb darauf hin, dass man am Ball bleiben müsse. Die Sondereffekte würden sich nicht wiederholen. «Verkauft ist verkauft, und geleert ist geleert», sagte Erika Gasser (SP) im Namen der Geschäftsprüfungskommission. Gemeinderätin Sonja Bucher (SVP) erklärte, dass Münchenbuchsee zwar fieberfrei, aber noch «am Auskranken» sei. Wenn man die Sparmassnahmen zu früh wieder lockere, «liegt der Patient schnell wieder im Bett».

Kathrin Melliger (SVP) wies auf das noch ungenügende Eigenkapital (unter einer Million) hin. Der Sparkurs müsse «kompromisslos» weitergeführt werden. BDP-Sprecher Michel Gygax bedauerte, dass die zusätzlichen Einnahmen komplett für Abschreibungen verwendet worden seien und nicht ein Teil ins Eigenkapital geflossen sei. Die SP sieht die Finanzsituation schon so gut, dass sie verlangen wird, einige Sparmassnahmen für 2017 wieder rückgängig zu machen.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
27.05.2016

Bund-Artikel: Münchenbuchsee sorgt für die Zukunft vor

Dank Sonderfaktoren kann Münchenbuchsee den Finanzhaushalt nachhaltig entlasten. Die Parteien mahnen aber zur Vorsicht.

2015 war ein gutes Jahr für die Gemeinde Münchenbuchsee. Wegen des Verkaufs der Gemeinschaftsantennenanlage und der Auflösung eines Fonds stand viel Geld zur Verfügung. Münchenbuchsee konnte zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von zehn Millionen tätigen – dadurch wird der Finanzhaushalt in den kommenden Jahren nachhaltig entlastet. Die Rechnung 2015 schloss bei einem Ertrag von 53 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 82 000 Franken. Budgetiert war ein ausgeglichener Abschluss. Das Eigenkapital beträgt neu 950 000 Franken.

Die Parteien fanden gestern Abend im Grossen Gemeinderat lobende Worte für den positiven Abschluss. Sie genehmigten die Rechnung einstimmig. Die Massnahmen zeigten Wirkung, sagte Michel Gygax (BDP). Die Partei hätte es aber begrüsst, wenn ein Teil des Geldes nicht für Abschreibungen, sondern für die Bildung von Eigenkapital verwendet worden wäre. Die SVP mahnte, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Münchenbuchsee brachte den Finanzhaushalt mit höheren Steuern und Sparmassnahmen unter Kontrolle. Man müsse auf Kurs bleiben, sagte Kathrin Melliger (SVP), das Eigenkapital sei noch ungenügend. Um dieses zu erhöhen, müssten auch in den nächsten Jahren Überschüsse erzielt werden. Auch die EVP lobte den Abschluss. Man mache aber keine Freudensprünge, erklärte Ruedi Löffel, denn die positive Situation sei vor allem Sonderfaktoren zu verdanken.

Die für die Finanzen zuständige Gemeinderätin, Sonja Bucher (SVP), mahnte ebenfalls, den Weg konsequent weiterzuverfolgen. «Sonst liegt der Patient bald wieder im Bett.» Bucher stellte aber auch fest, dass sich die Kennzahlen gut entwickelten. Man könne sich langsam wieder sehen lassen.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
24.05.2016

Parkkarten oder Parkscheiben: Blaue Zone 4b in Münchenbuchsee

Die Umsetzung der Blauen Zone 4b an der Talstrasse ist im Gange. Ende Mai 2016 werden die blauen Parkfelder markiert und die neuen Signale aufgestellt.
 
Wer sein Fahrzeug bis anhin auf der öffentlichen Strasse abgestellt hat oder dies künftig tun möchte, wird auf folgende Bestimmung hingewiesen:
 
Ab dem 15. Juni 2016 müssen alle in der Blauen Zone abgestellten Fahrzeuge die Anwohnerparkkarte, resp. auswärtige Besucherinnen und Besucher die entsprechende Parkscheibe oder Besucherparkkarte, gut sichtbar hinter der Frontscheibe angebracht haben. Ab diesem Zeitpunkt werden regelmässig Kontrollen durchgeführt. Nicht sichtbar hinter der Frontscheibe hinterlegte Parkkarten oder Parkscheiben führen zu Ordnungsbussen.
 
Am Schalter der Gemeindeverwaltung , Bernstrasse 8, 3053 Münchenbuchsee können die Parkkarten bezogen werden . Die Parkkarten sind ab sofort verfügbar. Die Bezahlung kann bar oder mit Post- oder Maestrokarte erfolgen.  
 
Berechtigt sind:
 
  • Anwohnerinnen und Anwohner, die schriftenpolizeilich in der Gemeinde Münchenbuchsee angemeldet sind und in der Parkkartenzone 4b wohnen, für jene auf ihren Namen und Adresse eingelösten leichten Motorwagen.
  • Geschäftsbetriebe, die in einer Parkkartenzone ansässig sind und deren Mitarbeiter, für jene auf ihre Adresse eingelösten leichten Motorwagen (für Mitarbeiter ist eine Bestätigung des Arbeitgebers erforderlich).                                                  
  • Besucherinnen und Besucher von Anwohnerinnen und Anwohnern mit Tageskarten.
 
Die Parkkarte berechtigt das Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen der Blauen Zone 4b, während unbeschränkter Zeit, stehen zu lassen. Die Parkkarte ist nicht übertragbar und muss mit dem Kontrollschild übereinstimmen.
 
Für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt die übliche Parkscheibenpflicht.
17.05.2016

Neu in Buchsi: Recycling von Kunststoffverpackungen

Ab sofort können auf der Sammelstelle brings! alle gängigen Kunststoffverpackungen, welche im Haushalt anfallen, zum Recycling abgegeben werden.

Mit dem neuen Recyclingsack für Haushalt-Kunststoffe mit 60 Liter Fassungsvermögen können die recyclierbaren Kunststoffabfälle bequem, sauber und ohne viel Aufwand zu Hause getrennt gesammelt werden.

Wenn Sie Ihre Plastikabfälle anstatt mit Ihrem Hauskehricht mit dem neuen Kunststoffrecyclingsack entsorgen, schonen Sie die Umwelt und reduzieren Ihre Kosten um 20% (ein normaler 60L-Abfallsack kostet CHF 3.30, der Kunststoffrecyclingsack kostet CHF 2.50). Mehr...
Der Recyclingsack für Kunststoffverpackungen

Wie es funktioniert

  • 60 Liter Recyclingsack auf der Abfallsammelstelle "brings!" Münchenbuchsee oder Kirchberg für Fr. 2.50 kaufen
  • Kunststoffverpackungen zuhause im Recyclingsack sammeln
  • Vollen Sack auf der Sammelstelle "brings!" Münchenbuchsee oder Kirchberg abgeben

Was gehört in den Sammelsack?
alle sauberen Kunststoffverpackungen aus Haushaltungen wie:
  • Tragetaschen, Zeitschriftenfolien, Sixpackfolien
  • Milch-, Shampoo- und Putzmittelfalschen
  • Getränkeflaschen, Öl- und Essigflaschen
  • Fleischschalen, Aufschnitt- und Käseverpackungen
  • Eimer, Blumentöpfe und Plastikschalen
  • Tetrapak

Folgende Kunststoffe gehören weiterhin in den Kehrichtsack
  • stark verschmutzte Verpackungen von Grillwaren mit Marinade
  • Verpackungen mit Restinhalten, Einweggeschirr
  • Spielzeug, Gartenschläuche usw.

Bauabteilung Münchenbuchsee, Ressort Tiefbau
13.05.2016

Bauarbeiten am Lerchenweg: Information

Die Bauarbeiten für die Fernwärmeleitungen im Lerchenweg beginnen:

Am Dienstag 17. Mai 2016 und dauern bis ca. Mitte Juni 2016.

Die Grabenarbeiten in der Strasse werden in mehreren Etappen ausgeführt.
Im Lerchenweg ist das seitliche Parkieren während den Bauarbeiten nicht möglich!
Die Zufahrt zu den privaten Parkplätzen und Garagen kann zeitweise gesperrt sein.
In diesen Fall werden den Anwohnern zusätzliche Parkplätze zur Verfügung gestellt (siehe Grafik).

Das Abstellen von Fahrzeugen ist nur den betroffenen Anwohnern am Lerchenweg erlaubt. Aus Platzgründen ist Besuchern das Parkieren nicht gestattet.

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Lerchenweg, werden die jeweiligen Hausanschlüsse in separaten Etappen ausgeführt. Diese Bauarbeiten beginnen:

Ab Mitte Juni 2016 und dauern bis ca. Ende Juli 2016

Bei ungünstiger Witterung können sich die Bauarbeiten zeitlich verschieben und verzögern.


Es wird alles daran gesetzt, die Einschränkungen so kurz wie möglich zu halten. Wir danken Ihnen für das Verständnis für die durch die Bauarbeiten verursachten Unannehmlichkeiten.

Die Bauunternehmung:
Künti AG, Strassenbau
Herr Nicolas von Ballmoos    
Tel. 079 221 43 19
Die Bauleitung:
adam civil engineering gmbh  
Herr Roger Roesti
Tel. 031 862 19 53
Die Bauabteilung:
Gemeinde Münchenbuchsee

Tel. 031 868 82 22
09.05.2016

BZ-Artikel: Schule in Bewegung

Gemeinderat Pascal Lerch beim Paul-Klee-Schulhaus: Der Pavillon wird einem Multifunktionsgebäude weichen. (Bild: Beat Mathys)

In Buchsis Schulen wird in den nächsten Jahren rochiert und gebaut. Kernstück ist ein ­neu­er multifunktionaler Bau für die Tagesschule. Sie erfreut sich grosser Nachfrage.


Nach den Sommerferien gilt es ernst. Dann kommt Bewegung in die Schulen von Münchenbuchsee, im wörtlichen Sinn. Die Kinder des Doppelkindergarten Allmend zügeln ins Schulhaus. Gleichzeitig werden Mehrjahrgangsklassen (1./2.) eingeführt. Es ist die erste Etappe der ­Ro­chade 21. So heisst die Strategie bei der Schulraumplanung, die vom Gemeinderat im Januar verabschiedet wurde. Sie trägt dem stark steigenden Platzbedarf der Tagesschule Rechnung, berücksichtigt die Vorgaben des kantonalen Lehrplans 21 und setzt den Entscheid des Gemeinderats für ein Oberstufenzentrum um. Die vorhandenen Schulräume sollen optimal genutzt werden.

Die Tagesschule besetzt zurzeit ein ganzes Stockwerk im Bodenacker-Schulhaus. «Das ist nicht unproblematisch», sagt Urs Vogel, geschäftsführender Schulleiter. «Klassen, die noch Unterricht haben, können gestört werden.» Das habe schon zu Diskussionen im Bodenacker geführt, wo neben der Tagesschule Primar- und Oberstufenklassen untergebracht sind.

Ein Oberstufenzentrum

Mit der Rochade 21, die von Urs Vogel zusammen mit den Schulleitenden ausgearbeitet worden ist, werden nun ab Sommer 2017 die Schulräume neu zugeteilt. Die Oberstufe im Schulhaus Riedli zieht in den Bodenacker, wo die ganze Oberstufe konzentriert wird. Dies wird möglich, weil die Tagesschule gleichzeitig ins Schulhaus Dorf zügelt. «Mit einem Oberstufenzentrum können wir Doppelspurigkeiten vermeiden, etwa bei den Spezialräumen», sagt Urs Vogel.

Die Verlegung der Tagesschule ins Dorf und die Zentralisierung der Oberstufe an den Standort Bodenacker lösen in gut einem Jahr ihrerseits Rochaden bei den Primarklassen aus. Jene aus dem Dorf und dem Bodenacker werden auf die Schulhäuser Riedli und Paul Klee verteilt. «Einige Kinder werden einen längeren Schulweg haben, andere einen kürzeren», sagt der zuständige Gemeinderat Pascal Lerch (EVP). Vogel betont, dass der Dialog zwischen Schulleitung, Lehrpersonen und Eltern sehr wichtig sein werde: «Wir müssen plausibel erklären, warum und wie die Klassen zugeteilt werden.»

Zentrale Abstimmung

Voraussichtlich im nächsten Jahr werden die Stimmberechtigen über einen Kredit für ein multifunktionales Gebäude entscheiden. Dieses soll beim Paul-Klee-Schulhaus gebaut werden, wo heute der 30-jährige Pavillon – ein Providurium – steht. Der Neubau soll den Bedarf der Tagesschule inklusive Mittagstisch abdecken, aber auch zusätzliche Unterrichts- und Spezialräume bieten. Die Anmeldungen für die Tagesschule sind seit 2010 jährlich um durchschnittlich 22 Prozent angestiegen. Heute nutzen rund 180 Kinder das Angebot.

Pascal Lerch will noch keine Aussagen zu den Kosten des neuen Gebäudes machen. Der Gemeinderat hat dafür eine Spezialkommission eingesetzt. Vogel sagt, dass diese Investitionen für die Schule und die Tagesschule unumgänglich seien. Er ist überzeugt, dass die Rochade 21 «finanziell, organisatorisch und pädagogisch» Sinn macht. Ein Plan B existiert nicht.

Wenn alles nach Fahrplan verläuft, ist die Rochade im Sommer 2021 abgeschlossen. Danach wird das Schulhaus Dorf leer stehen. Was mit dem Gebäude geschehen werde, sei noch offen, sagt Gemeinderat Lerch. Um mögliche Nutzungen nicht zu verbauen, investiert man wenig, um die Räume für die Tagesschule anzupassen. Noch nicht entschieden ist auch, was mit dem Kindergartenpavillon im Allmendquartier passiert. Lerch und Vogel sind überzeugt, dass mit dem Umzug der Kindergärtner ins Schulhaus der Standort Allmend gestärkt wird.

Infoabend zum Umzug des Kindergartens und zur Einführung der Mehrjahrgangsklassen am Mittwoch, 18. Mai, um 19.30 Uhr in der Turnhalle Schulhaus Allmend.

Ein langes Kapitel
Die Schulraumplanung steht seit gut 15 Jahren auf der Traktandenliste des Gemeinderats Münchenbuchsee. Damals ging es in der Diskussion um die Zahl der Oberstufenzentren. 2004 wurde erstmals die Verlegung des Kindergartens Allmend ins Schulhaus angedacht, aber wieder verworfen. 2008 war die Erweiterung des Bodenacker-Schulhauses durch einen Anbau reif für die Abstimmung im Parlament. Der Gemeinderat zog das Geschäft aber kurzfristig zurück. Das Projekt wäre angesichts der prekären Finanzlage der Gemeinde nicht realisierbar gewesen. 2012 wurden das Thema wieder aufgenommen und eine Spezialkommission Schulraumplanung gebildet. «Bis dahin wurde zwar viel geredet, aber es war ein Treten an Ort», fasst Gemeinderat Pascal Lerch zusammen.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
06.05.2016

4. Berner Triathlon: Temporäre Sperrungen

Um die Karte zu vergrössern klicken Sie auf das Bild.

Am Samstag, 21.05.2016, findet in Münchenbuchsee von 09.00 bis ca. 12.00 Uhr der 4. Berner Triathlon statt. Der Lindenweg ab Kreuzung Oberdorfstrasse bis Querung Kirchlindachstrasse sowie die Radiostrasse ab Querung Kirchlindachstrasse bis Gemeindegrenze werden zwischen ca. 09.00 bis 12.00 Uhr gesperrt. Der Verkehr von der Oberdorfstrasse wird während dieser Zeit über die Kirchlindachstrasse und weiter über die Querung der Kirchlindachstrasse Richtung Kirchlindach umgeleitet. Weiter ist der Höheweg bis zur Radiostrasse gesperrt.

Anwohner wenden sich für die Zu- und Wegfahrt vor Ort an die jeweiligen Streckenposten.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.3athlonbern.ch.
 
Wir bedanken uns im Namen des Organisators bei der betroffenen Bevölkerung für deren Verständnis.

Öffentliche Mitwirkung: Münchenbuchsee setzt auf erneuerbare Energie

Mit dem neuen Energiegesetz und der Einstufung als energierelevante Gemeinde im kantonalen Richtplan ist Münchenbuchsee verpflichtet, die energiepolitischen Grundlagen mit einem behördenverbindlichen kommunalen Richtplan Energie zu erweitern.

Die Richtplanunterlagen liegen zur Mitwirkung vor. Sie sind auf dieser Website unter "Gemeinde/Laufende Projekte" aufgeschaltet.

Öffentliche Mitwirkung vom 5. Mai bis 16. Juni 2016
Nun sind Sie gefragt: Der kommunale Richtplan Energie liegt öffentlich zur Mitwirkung auf. Die Mitwirkung dauert vom Donnerstag, 5. Mai 2016 bis am 16. Juni 2016. Am 19. Mai findet um 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee eine Informationsveranstaltung statt.

Der Mitwirkungsunterlagen kommunaler Richtplan Energie Münchenbuchsee (inkl. Erläuterungsbericht) können in der Bauabteilung, Bernstrasse 12, eingesehen werden:

Die Unterlagen inklusive Fragebogen zur Mitwirkung stehen als Downloads zur Verfügung. Der Fragebogen kann auch online ausgefüllt werden.
29.04.2016

BZ-Artikel: Zusätzlicher Abschreiber dank Sondereffekten

Die Gemeinde konnte im letzten Jahr 10 Millionen zusätzlich abschreiben. Dank dem Verkauf des Kabelnetzes und der Auflösung eines Kässeli.

Die Rechnung 2015 von Münchenbuchsee sieht auf den ersten Blick wenig spektakulär aus. Es resultierte ein kleiner Gewinn in Höhe von gut 80 000 Franken. Budgetiert war eine ausgeglichene Rechnung. Im Abschluss sind aber noch gut 10 Millionen Franken freie Abschreibungen enthalten. Diese sind in erster Linie auf einmalige Einnahmen zurückzuführen.

Zum einen spülte der Verkauf der Gemeinschaftsantenne 5,6 Millionen Franken in die Kasse. Zum anderen beschloss das Buchser Parlament im vergangenen Mai, die Spezialfinanzierung Planungsmehrwerte aufzulösen. Diese knapp 3,3 Millionen Franken besserten die Rechnung ebenfalls auf. Weil auch der Steuerertrag 1,9 Millionen Franken über dem Budget lag, konnten freie Abschreibungen von gut 10 Millionen Franken getätigt werden. Damit werden die Rechnungen der nächsten Jahre um mehrere Hunderttausend Franken entlastet. Der Grosse Gemeinderat befindet am 25. Mai über die Rechnung 2015.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
25.04.2016

BZ-Artikel: Ein Neubau für die Senioren

Beim Altersheim Weiermatt stehen die Profile für einen Neubau für 62 Pflegeplätze. (Bild: Beat Mathys) (Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrössern)

62 Pflegeplätze und 35 Alterswohnungen. Das ist das Programm für den Neubau neben dem bestehenden Altersheim Weiermatt in Münchenbuchsee. Bauherr ist der Verein Domicil, der dort rund 28 Millionen Franken investiert.


Im Altersheim Weiermatt entsprechen die Zimmer nicht mehr den heutigen Anforderungen. Darum soll gleich neben dem bestehenden Haus ein Neubau entstehen. Dort werden zum einen 62 Pflegebetten, natürlich in Einzelzimmern, angeboten. Dazu sind 35 Wohnungen geplant. «Wir haben die Baueingabe gemacht, und das Baubewilligungsverfahren läuft», sagt Daniel Peter, der in der Domicil Bern AG verantwortlich ist für das Bauwesen. Allerdings ist das Baugesuch noch nicht öffentlich publiziert, weil die Gemeinde Münchenbuchsee als Bewilligungsbehörde vorerst noch verschiedene Fachberichte einholen will. Das Projekt sei aus einem Workshopverfahren hervorgegangen. Die Grundstückgrenzen geben die Form des Neubaus vor. In einem Fünfeck wird das neue Haus um einen Innenhof herumgebaut. Dort und im schon bestehenden Park können sich in Zukunft die Bewohner und Bewohnerinnen im Freien aufhalten. Bauherr ist der Verein Domicil, der für die Planung und die Erstellung von Gebäuden zuständig ist, die er an die Domicil Bern AG für den Betrieb vermietet. Im Herbst soll der Spatenstich erfolgen.

Partner beim ganzen Unternehmen sind neben dem Verein als Bauherr und der Betreiberin Domicil Bern AG auch der Verband regionaler Sozialdienst Münchenbuchsee, dem auch die Gemeinden Moosseedorf, Diemerswil, Deisswil und Wiggiswil angehören. Zudem war die Gemeinde Münchenbuchsee in die Planung involviert. Der Verband ist zudem der Landbesitzer. «Das kommt daher, dass das bestehende Altersheim ja im Besitz des Verbandes war», sagt Verbandspräsident Hans Gamper. Später habe die Domicil Bern AG den Betrieb übernommen. Ihr sei das Altersheim zur Nutzung verkauft worden, der Boden wurde im Baurecht abgegeben. «Auch das neue Haus wird auf unserem Land und im Baurecht entstehen, so konnten wir auch gewisse Bedingungen stellen.» Laut Hans Gamper habe der Verband die vom Kanton für das Verbandsgebiet bewilligten 93 Pflegebetten verlangt. «Wir sind zufrieden mit der Planung und mit der Zusammenarbeit», sagt Verbandspräsident Gamper.

Später ein Demenzzentrum

Im jetzt geplanten Neubau werden 62 Pflegeplätze entstehen. Dieser Bau wird Anfang 2019 bezugsbereit sein, so das Ziel. Genau zu dieser Zeit wird der heutige Altbau abgerissen werden. Auf dem so frei werdenden Landstück will die Domicil Bern AG für rund 21 Millionen Franken ein Kompetenzzentrum Demenz bauen. 70 Pflegeplätze sind dort geplant. Diese hohe Anzahl Pflegeplätze wird durch eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus Serena in Schönbühl möglich. Weil auch in diesem Heim die Anforderungen im Bereich Ausstattung und Grösse der Zimmer nicht mehr erfüllt werden können, werden von dort 39 Plätze ins geplante Demenzzentrum nach Münchenbuchsee verlegt. So wird die Forderung des Verbandes und Landbesitzers erfüllt.

Gemeinde will Wohnungen

Auch die Gemeinde Münchenbuchsee brachte in der Planungszeit ihre Wünsche an. Schon vor ein paar Jahren sah nämlich der Gemeinderat, dass Alterswohnungen nötig sind. Er übertrug diesen Auftrag dem Verband regionaler Sozialdienst. Doch so recht kam das Projekt nicht vom Fleck. Man prüfte unter anderem eine Variante mit der Gründung einer Wohnbaugenossenschaft, wie dies in Moosseedorf der Fall war. «Jetzt sind wir sehr zufrieden damit, dass die Wohnungen im Domicil-Neubau möglich werden», sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther. So sind denn jetzt 35 Wohnungen mit 11/2- bis 31/2-Zimmern geplant. «Das sind sogar ein paar mehr, als wir uns vorgestellt hatten», sagt die Gemeindepräsidentin.

Wohnen mit Dienstleistungen, so heisst das Angebot, welches die Domicil Bern AG anbietet. Es ist möglich, einfach eine Wohnung zu mieten. Es können aber auch Essenspakete gebucht werden oder das Putzen der Wohnung. Im Bedarfsfall sind Spitex-Leistungen aus der Pflegeabteilung im gleichen Haus möglich.

Ein Artikel aus der
(Christine Nydegger, Berner Zeitung BZ)
25.04.2016

BZ-Artikel: Velofahrer und Fussgänger erhalten einen neuen Weg

Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrössern.

Der Kanton plant an der Bielstrasse einen neuen Rad- und Fussweg. Der Bau soll im Spätsommer beginnen.


Fussgänger und Radfahrer dürfen sich freuen. Die Bielstrasse in Münchenbuchsee, zwischen der Bahnunterführung und der Einmündung Längmattweg, erhält auf knapp 700 Metern einen neuen Fuss- und Radweg. Die Arbeiten sind zurzeit auf der Internetplattform Simap öffentlich ausgeschrieben.

Der aktuelle Zustand entspreche nicht mehr den Standards für Kantonsstrassen, erklärt Claudia Christiani, stellvertretende Kreisoberingenieurin. Es bestehe Handlungsbedarf. Nicht zuletzt wegen des Ausbildungszentrums von Swissmechanic seien immer Leute auf diesem Abschnitt zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Heute gibt es nur einen kleinen Trampelpfad und einen auf der Fahrbahn aufgemalten Radstreifen.

Abgetrennt

Zukünftig wird in Richtung Münchenbuchsee, auf der leicht ansteigenden Strecke, ein zweieinhalb Meter breiter Fuss- und Radweg verlaufen. Er ist mit einem Randabschlussstein sichtbar von der Fahrbahn abgetrennt. Er geht bei der Bahnunterführung in den bestehenden Radweg über. In der Gegenrichtung wird die Fahrbahn auf dreieinhalb Meter verbreitert, sodass es mehr Platz gibt.

Der neue Fuss- und Radweg kostet rund 1,1 Millionen Franken. Gleichzeitig wird der Belag auf der gesamten Fahrbahn erneuert, was die Investitionen auf knapp 2 Millionen Franken erhöht. Der Kredit ist noch nicht genehmigt. Er ist Teil des Agglomerationsprogramms Region Bern erster Generation und wird vom Bund mitfinanziert. Mit den betroffenen Grundeigentümern wurde das Projekt besprochen. Es bestehen Landabtretungsvereinbarungen. Der Bau soll im Spätsommer beginnen. Im Frühling 2017 wird der Deckbelag zudem auf diesem Abschnitt der Bielstrasse erneuert.

Der Bau des Fuss- und Radwegs wird unter Verkehr ausgeführt. Für den Einbau des Deckbelags muss mit kurzzeitigen Sperrungen gerechnet werden. Diese würden aber ausserhalb der verkehrsintensiven Zeit ausgeführt, ergänzt Christiani.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
08.04.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Neuer Rekord an der Velobörse in Buchsi

Am Samstag, 2. April 2016, hat die SP Münchenbuchsee ihre traditionelle Velobörse durchgeführt. Fast hundert Fahrzeuge wechselten den Besitzer.

Wer sein gebrauchtes Velo verkaufen will, hat an der Velobörse in Münchenbuchsee gute Chancen. Die Veranstaltung der dortigen SP-Sektion findet jeweils im Frühling statt und profitiert von einer immer grösseren Beliebtheit bei der Bevölkerung. Dieses Jahr wurden 156 Velos aller Kategorien sowie Anhänger und weitere Veloartikel angeboten. Den Besitzer wechselten schliesslich 97 Artikel – ein neuer Rekord, nachdem 2015 bereits ein sehr gutes Umsatzjahr gewesen war.

Das System der Velobörse ist einfach: Am Morgen ab neun Uhr können die Verkäufer ihre Fahrzeuge vorbeibringen, am Annahmestand geben sie ihren gewünschten Preis an und erhalten einen Zettel mit einer Nummer. Die gleiche Nummer wird zusammen mit dem Preis am Velo angebracht und auf einer Liste zusammen mit dem Namen des Besitzers oder der Besitzerin notiert. Die Käufer bezahlen das Velo am Verkaufsstand, was auf der Liste entsprechend vermerkt wird. Danach können die Verkäufer mit ihrem Zettel den Verkaufspreis einlösen.

So bildeten sich bereits zwischen neun und zehn Uhr Warteschlangen vor der Annahmestelle. Viele Kinder brachten ihr zu klein gewordenes Velo gleich selbst vorbei und durften den Verkaufserlös behalten, wie anzunehmen war. Vielleicht gaben sie einen Teil davon am Crêpe-Stand aus, an dem vom Morgen bis zum Ende der Veranstaltung um 15 Uhr Pfannkuchen gebacken wurden.

Nur wenige Fahrzeuge kosteten mehr als 400 Franken; manche Schnäppchen, die in gutem Zustand waren und nur geringfügige Reparaturen beim Velomechaniker benötigten, gingen sogar für 20 oder 30 Franken weg.

Erstmals waren drei afghanische Asylbewerber als freiwillige Helfer an der Börse. Am Servicestand halfen sie mit, Velos zu putzen und kleine Reparaturen vorzunehmen. Fahrzeuge, die grössere Schäden aufwiesen und nicht zu verkaufen waren, konnten an der Velobörse entsorgt werden. Sie werden dem Unternehmen „Drahtesel“ abgegeben. Dort werden die verschiedenen Bestandteile für neu zusammengefügte Velos verwendet, die dann in verschiedene afrikanische Länder exportiert werden.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: G. Farago, Münchenbuchsee
04.04.2016

BZ-Artikel: Fichten fallen

Die Gemeinde fällt beim Sportplatz Bodenacker drei grosse Fichten. Im Parlament lieferte Gemeinderat Fred Gerber die Begründung nach.

Mächtig stehen die drei Fichten an der Ecke des Sportplatzes Bodenacker in Münchenbuchsee. Noch. Denn in den Frühlingsferien sollen die Bäume gefällt werden. Diese Woche hat die Gemeinde die Anwohner mit einem Flugblatt informiert. Als Begründung nannte sie, dass dies die Rasenpflege vereinfachen würde.

Das stiess bei den Anwohnern auf wenig Verständnis. Die Fichten seien doch gesund, und die Kinder würden sie gerne zum Spielen benutzen. Im Sommer spendeten sie zudem auf dem exponierten Hartplatz Schatten. Deshalb machte Ruedi Löffel (EVP) im Grossen Gemeinderat eine einfache Anfrage. Er wollte wissen, ob es noch weitere Gründe für das Fällen gebe.

Im Parlament zählte der zuständige Gemeinderat Fred Gerber (SP) weitere Gründe auf. Das mächtige Wurzelwerk gehe bis in den Strassenbereich. Es drohe diese zu beschädigen. Die Äste würden bis in die Hochsprunganlage hineinragen. Ausserdem lagere sich während einiger Monate von den Fichten eine feine Blütenstaubschicht auf dem Hartplatz ab und mache den Platz rutschig. Diese Reinigung koste im Jahr 2500 Franken. Fred Gerber räumte im Parlament ein, dass die Begründung auf dem Flugblatt an die Anwohner etwas zu knapp gewesen sei.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
04.04.2016

BZ-Artikel: Freiwillige koordinieren

Der Gemeinderat muss prüfen, ob es eine Stelle braucht, um die Angebote von Freiwilligen für die Flüchtlinge zu koordinieren. Das Parlament hat ein dringliches Postulat überwiesen.

In Münchenbuchsee sind rund 120 junge Asylbewerber einquartiert. Viele Freiwillige helfen mit, diesen Männern Deutsch zu lehren oder ihnen eine sinnvolle Tagesstruktur zu geben. Die Kapazitäten der Kirchgemeinden würden nicht mehr reichen, um all diese Angebote zu koordinieren, sagte Peter Kast (SP) im Grossen Gemeinderat Münchenbuchsee. Deshalb forderte er in einem Postulat, dass der Gemeinderat rasch prüfen soll, ob für die Koordination der Freiwilligenarbeit eine 40-Prozent-Stelle geschaffen werden kann. Mit Stichentscheid von Parlamentspräsidentin Renate Löffel (EVP) wurde das Postulat als dringlich erklärt und überwiesen, aber in leicht abgeänderter Form. Das vorgeschlagene Pensum von 40 Prozent wurde gestrichen.

Mit diesem Wortlaut konnte auch die Mehrheit der SVP-Fraktion hinter dem Postulat stehen. Deren Sprecher Beat Offner hatte zu Beginn der Debatte noch gesagt, eine solche bezahlte Stelle «könne und dürfe nicht sein». Ruedi Löffel (EVP) ergänzte, es sei nicht förderlich für die Freiwilligenarbeit, wenn eine Stelle geschaffen werde, ohne andere Möglichkeiten auszuloten. Für Bernd Meister (GFL) ist es wichtig, dass es eine solche Person gibt – unabhängig von Prozenten. Denn es wäre schade, wenn die Hilfe im «Koordinationswirrwarr» verloren gehen würde.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
04.04.2016

Bund-Artikel: Münchenbuchsee ist für Neubau des Kantons

Das Zentrum für Hören und Sprache soll ausgebaut werden. Dafür muss der Zonenplan revidiert werden.

Das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache in Münchenbuchsee plant eine Erweiterung. Im Zentrum, das früher «kantonale Sprachheilschule» hiess, fehlt es an Schulräumen für die Basisstufe. Zudem befindet sich die Turnhalle in einem schlechten Zustand und ist zu klein. Der bestehende Raum für die Psychomotorik ist ungeeignet, da er nicht rollstuhlgängig ist. Um die Neubauten zu ermöglichen, ist der Kanton auf die Gemeinde Münchenbuchsee angewiesen. Der Grosse Gemeinderat hat am Donnerstagabend die notwendigen Änderungen des Zonenplans ohne Gegenstimme gutgeheissen. Die Anpassungen müssen vom Stimmvolk bewilligt werden, die Abstimmung ist am 5. Juni.

Das Zentrum befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble in Bereich von Kirche und Schloss. Geplant ist unter anderem eine neue, multifunktionale Sporthalle. Der Neubau soll im Minergie-P-Eco-Standard erstellt werden. Der Kanton will auch die bestehenden Gebäude den heutigen Erfordernissen anpassen. Die Baukosten werden auf rund 23 Millionen Franken geschätzt, der Kredit muss noch vom Grossen Rat genehmigt werden. Das Pädagogische Zentrum fördert Kinder und Jugendliche mit schweren Hör- und Sprachbeeinträchtigungen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
04.04.2016

Bund-Artikel: Regionalkonferenz - Entschädigungen zur Hälfte an Gemeinde

Münchenbuchsees Gemeindeparlament will eine neue Regelung bei den Entschädigungen im Rahmen der Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RKBM). Ein Vorstoss von SVP und EVP wurde ohne Gegenstimme angenommen. In Zukunft soll der Gemeindepräsident oder die Gemeindepräsidentin diese Gelder zur Hälfte an die Gemeindekasse abliefern. Diese Regelung besteht bereits für Ämter in einer kantonalen oder eidgenössischen Behörde. Der Gemeinderat sprach sich für die Annahme der Motion aus. Die Umsetzung soll in diesem Jahr erfolgen. Münchenbuchsees Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) ist derzeit Präsidentin der Regionalkonferenz. Sie wird diesen Herbst in Münchenbuchsee nicht mehr zu den Wahlen antreten.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
01.04.2016

BZ-Artikel: Ausbauen ohne neues Bauland

Für die Erweiterung des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache muss die Zone angepasst werden. Gestern hat das Parlament die Abstimmungsbotschaft verabschiedet.

Am 5. Juni entscheiden die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee, ob das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache ausbauen kann. Die frühere Sprachheilschule braucht dringend neue Räume. Geplant sind unter anderem eine neue, multifunktionale Sporthalle und zusätzliche Klassenräume. Die Bauvorhaben sind aber nicht innerhalb der geltenden Zonen für öffentliche Nutzung (ZÖN) möglich. Es ist ein Zonentausch nötig, den das Stimmvolk genehmigen muss.

Um kein zusätzliches Baugebiet einzonen zu müssen, ist innerhalb des Grundstücks ein Abtausch vorgesehen. Eine Fläche in der Grünzone wird neu der Zone für öffentliche Nutzung zugeteilt. Eine gleich grosse Fläche dieser ZÖN wird im Gegenzug der Grünzone zugeordnet. Wegen der Ausbaupläne wurde dieses Gebiet bei der letzten Ortsplanungsrevision ausgeklammert.

Im Grossen Gemeinderat war das Vorhaben unbestritten. Es sei ein gut vorbereitetes Projekt und der Abtausch mache Sinn, sagte Peter Kast (SP). Die SVP schätze es, dass die Grünfläche gleich bleibe, sagte Fredi Witschi. Walter Lanz (BDP) erwartet, dass der Kanton das Projekt nach einem Ja bei der Urnenabstimmung rasch umsetzt.

Der Kanton will in den Ausbau und die Sanierung des Pädagogischen Zentrums rund 20 Millionen Franken investieren, davon 12 Millionen in den Neubau. Der Grosse Rat muss den Baukredit noch genehmigen.

Ein Artikel aus der
(hus/pd, Berner Zeitung BZ)
31.03.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Traditionelles Eiertütschen in Münchenbuchsee

Dieses Jahr war das traditionelle Eiertütschen am Gründonnerstag im Kirchgemeindehaus von Münchenbuchsee ein spezieller Anlass. Es war das letzte Eiertütschen mit Elsbeth Maring-Walther als Gemeindepräsidentin. Sie wird im Herbst nicht mehr zu den Wahlen antreten, und dadurch wird es zu einem Wechsel im Gemeindepräsidium kommen.

Die Gemeindepräsidentin hat seit ein paar Jahren die Bevölkerung jeweils am Gründonnerstag zu einem gemeinsamen Eiertütschen eingeladen. Der Anlass sollte ein Erlebnis für Jung und Alt sein, die Bevölkerung zusammenrücken lassen, zu Gesprächen und Diskussionen anregen und die Möglichkeit bieten, Anliegen bei der Gemeindepräsidentin und weiteren Mitgliedern politischer Gremien zu deponieren. Der Anlass fand immer wie grösserer Beliebtheit, und die Anzahl der Gäste stieg von Jahr zu Jahr.

Dank diversen Spenderinnen und Spendern sowie freiwilligen Helferinnen und Helfern konnte das traditionelle Eiertütschen erfreulicherweise auch dieses Jahr wieder durchgeführt werden. Die Regeln zum „Tütschen“ waren einfach und klar. Man „tütschte“ miteinander, so wie es sich gerade ergab. So bestand die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.

Den Kindern stand eine Kindermalecke zur Verfügung. Ihre kreativen Zeichnungen wurden jeweils mit einem Schokoladenhasen belohnt. Die Vorbereitungsarbeiten liefen wie jedes Jahr unter der Regie der Gemeindeverwaltungsmitarbeiterin Franziska Zwygart. Sie wurde von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern dabei unterstützt. Die gesamthaft 360 Eier wurden von den Kindern der Kita „Läbihus“, den Frauen und Kindern des interkulturellen Treffs „Karibu“ von Zollikofen und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alterzentrums „Domicil Weiermatt“ von Münchenbuchsee bunt und wunderschön bemalt. Mancher Gast „tütschte“ am Anlass sein Ei nur ungern und mit grossem Bedauern, weil es so schön bemalt war.

Ab 16.00 Uhr trafen die Gäste laufend im Kirchgemeindehaus ein. Schliesslich war es der grosse Anlass in Münchenbuchsee für alle. Man traf Alt und Jung: Familien, Senioren, Personen aus der Lokalpolitik, dem Gewerbe und Verwaltungsmitarbeitende. Jeder Gast nahm sich ein Glas, schnappte sich ein Ei und ein Stück Zopf auf den schön dekorierten Tischen und mischte sich unter die Anwesenden zum Eiertütschen.

Das grosse Eiertütschen hatte begonnen. Es gab regen Smalltalk, aber auch sehr angeregte Gespräche. Es wurden neue Bekanntschaften geknüpft, aber auch bestehende Beziehungen vertieft. Der Gedankenaustausch mit der Bevölkerung wurde von der Gemeindepräsidentin sehr geschätzt. Die Gläser wurden laufend nachgefüllt, und die Körbe mit Eier und Zopf aufgefüllt. Es war ein spontanes Kommen und Gehen. Die Stimmung unter den zahlreichen Gästen war fröhlich und gemütlich. Die Atmosphäre war sehr locker, ungezwungen und familiär. Schlussendlich waren alle Eier getütscht, der Zopf aufgegessen und die Gläser leer. Die Gäste machten sich gutgelaunt auf den Heimweg und freuten sich auf das bevorstehende lange Osterwochenende.

Die Gemeindepräsidentin kann auf einen erfolgreichen Anlass zurückblicken. Dies war im 2016 der letzte solche Anlass, welcher die noch amtierende Gemeindepräsidentin durchgeführt hat. Doch die Hoffnung bei der Bevölkerung ist gross, auch nächstes Jahr wieder zum Eiertütschen antreten zu können. Doch lassen wir uns überraschen, welche neuen Ideen die Nachfolgerin oder der Nachfolger im Gemeindepräsidium nächstes Jahr entwickeln wird.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Oliver Gerig, Karin Balmer
Fotos: Oliver Gerig
Osterdekoration im Kirchgemeindehaus
Osterdekoration im Kirchgemeindehaus
Die kreativen Zeichnungen in der Kindermalecke wurden mit einem Schokoladenhasen belohnt
Gäste des Eiertütschens 2016 im Kirchgemeindehaus bei fröhlicher Stimmung
Gäste des Eiertütschens 2016 im Kirchgemeindehaus bei fröhlicher Stimmung
31.03.2016

BZ-Artikel: Frauenverein lässt Senioren sitzen

Vereinspräsidentin Monica Rufer testet die Sitzbank, die von den Schwendimann-Mitarbeitern beim Reitplatz in Diemerswil aufgestellt worden ist. (Bild: Stefan Anderegg)

Der Gemeinnützige Frauenverein hat der Gemeinde 15 Sitzbänke im Wert von knapp 30 000 Franken gespendet. Es sind besonders robuste Modelle, die speziell für Senioren konzipiert wurden.


Es sitzt sich bequem, und die Aussicht ist schön. Geradeaus ist der Blick frei in Richtung Bantiger, rechts sind über dem Waldrand die Alpengipfel zwischen den Wolken auszumachen, links beginnt das Siedlungsgebiet von Münchenbuchsee. Monica Rufer, die Präsidentin des Gemeinnützigen Frauenvereins Münchenbuchsee (GFM) macht es sich gemütlich neben dem Reitplatz in Diemerswil. Vor gut einer Woche wäre das noch nicht möglich gewesen. An dieser Stelle gab es noch gar keine Sitzgelegenheit.

Diese Sitzbank ist die letzte von insgesamt 15, die in den vergangenen zwölf Monaten in Münchenbuchsee (14) und Diemerswil (1) montiert worden sind. Es fehlt nur noch das Vereinslogo. Denn finanziert wurden die Bänke vom Gemeinnützigen Frauenverein Münchenbuchsee. «Wir bestimmen jeweils für zwei Jahre ein Thema», sagt Monica Rufer. «Abwechselnd berücksichtigen wir Projekte von Jungen und Senioren.» Nachdem der GFM die Sanierung eines Spielplatzes unterstützt hatte, waren nun die Senioren an der Reihe.

Seniorenbank

Um das konkrete Projekt zu definieren, hat sich der Vorstand in Münchenbuchsee herumgehört. Dabei hat sich ein Bedürfnis der Senioren herauskristallisiert: zusätzliche Sitzgelegenheiten. Schnell sei klar gewesen, dass es ein Modell sein müsse, das speziell auf die Bedürfnisse der älteren Leute zugeschnitten ist, sagt die Vereinspräsidentin.

Der nun gewählte «Landi Seniorenbank» basiert auf der Konstruktion des Modells der Landesausstellung von 1939. Fachleute und Seniorenorganisationen haben diesen weiterentwickelt und Sitzhöhe, Neigungsund Sitzwinkel sowie Armlehnen angepasst. Die ergonomischen Modifikationen ermöglichen es den Senioren, einfacher abzusitzen und wieder aufzustehen.

Nach Prioritätenliste

Jede Bank kostet knapp 2000 Franken. Die 15 gespendeten Bänke haben somit einen Wert von gegen 30 000 Franken. «Für unser Jahresthema geben wir immer etwa 15 000 Franken aus», sagt Monica Rufer. Weil das Projekt über zwei Jahre verteilt ist, bewegt es sich im Durchschnitt. Das nächste Projekt zugunsten der Jugend hat der Verein bereits definiert. Er unterstützt Projekte in der Oberstufe mit 60 Franken pro Jugendlichem.

Die Standorte der Sitzbänke hat der Verein zusammen mit der Gemeinde Münchenbuchsee anhand einer bestehenden Prioritätenliste bestimmt. Es sind teilweise neue Orte, es wurden aber auch bisherige Bänke ersetzt, wie etwa beim Altersheim Domicil Weiermatt. Wichtig für Monica Rufer war, dass 2 von ihnen im Allmendquartier in der Nähe des Bahnhofs Zollikofen zu stehen kamen. «Damit signalisieren wir, dass das Quartier zu Münchenbuchsee gehört.» Die Montage der Bänke und den Unterhalt übernimmt die Gemeinde Münchenbuchsee über die Schwendimann AG, welche den Gemeindewerkhof führt.

Skilager bezahlt

Bereits vor knapp zehn Jahren sorgte der Gemeinnützige Frauenverein für Schlagzeilen. Damals lehnten die Stimmberechtigten das Budget 2007 von Münchenbuchsee ab. Die Gemeinde durfte nur noch Geld für das Nötigste ausgeben. Der Beitrag für das Skilager gehörte nicht dazu. Da sprang der Frauenverein ein und spendete Geld, sodass die Schüler doch eine Skiwoche im Berner Oberland verbringen konnten.

800 MITGLIEDER
Der Gemeinnützige Frauenverein Münchenbuchsee (GFM) wurde 1928 von 85 Mitgliedern gegründet. Seit Anfang gehören auch Frauen aus den Nachbargemeinden Diemerswil, Deisswil und Wiggiswil dazu. Heute zählt der Verein über 800 Mitglieder, darunter sind rund 30 Männer. Der GFM betreibt unter anderem die Cafeteria des Altersheims Domicil Weiermatt und eine Brockenstube. Er bietet Kurse an vom Bierbrauseminar bis zum Zumba, organisiert das Essen für Senioren und Abendveranstaltungen. Der Gemeinnützige Frauenverein macht jährlich Vergabungen für soziale Zwecke zugunsten der lokalen Bevölkerung und an Institutionen. hus

www.unsergfm. ch

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
31.03.2016

BZ-Artikel: Begehrtes Präsidium

Michael Gygax (zvg)

Die BDP meldet als vierte Partei einen Kandidaten fürs frei werdende Gemeindepräsidium. Sie nominierte Michel Gygax.


Das vollamtliche Gemeindepräsidium in Münchenbuchsee ist begehrt. Für die Nachfolge der zurücktretenden Elsbeth Maring-Walther (SP) erhebt nun auch die BDP ihren Anspruch. Die Partei schickt den 54-jährigen Michel Gygax ins Rennen, wie sie gestern mitgeteilt hat. Er ist der vierte Kandidat. Bereits früher wurden Peter Stucki (GFL), Manfred Waibel (SVP) und Ruedi Löffel (EVP) nominiert. Ob die SP mit einem eigenen Kandidaten antreten wird, entscheidet sie im Juni.

Michel Gygax ist bei Morges im Kanton Waadt als Sohn einer ausgewanderten Berner Familie aufgewachsen. Er hat eine Ausbildung als Landwirt. Später studierte er Agronomie an der ETH in Zürich und schloss mit dem Doktortitel ab. Gygax leitet seit 2002 die Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern.

Gygax ist aktueller Vizepräsident des Grossen Gemeinderats, dem er seit 2012 zum zweiten Mal angehört. Als Parteiloser war er bereits zwischen 2004 und 2007 Parlamentarier und präsidierte den Grossen Gemeinderat 2005. In ihrer Medienmitteilung streicht die BDP die Führungsqualitäten und die hohe Sozial- und Fachkompetenz von Michel Gygax heraus. Er sei für andere Ideen offen und setze sich für gelebte, aktive Toleranz ein.

Ein Artikel aus der
(pd/hus, Berner Zeitung BZ)
30.03.2016

Gesucht: Freiwillige HelferInnen für die Elternpatrouille

Die Sicherheit der SchülerInnen auf deren Schulweg ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Deshalb regeln freiwillige HelferInnen täglich von Montag bis Freitag bei Schulbeginn und Schulende den Verkehr bei den neuralgischen Fussgängerstreifen im Dorf.

Insbesondere suchen wir HelferInnen, welche jeweils am Montag von 11:45 bis 12:10 / 13:10 bis 13:35 / 15:10 bis 15:30 sowie am Dienstag von 07:50 bis 08:20 den Verkehrsposten beim Fussgängerstreifen auf der Oberdorfstrasse (Höhe Paul Klee-Schulhaus) übernehmen können.

Haben Sie Interesse uns dabei zu unterstützen? Dann nehmen Sie doch bitte mit dem Ressortleiter öffentliche Sicherheit, via Telefon 031 868 81 15 oder E-Mail oeffentl.sicherheit@muenchenbuchsee.ch Kontakt auf, um sich über die Details zu informieren.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.
30.03.2016

BZ-Artikel: Mit «Chrüteroski» auf Bärlauchjagd

Oskar Marti im Wald: «Riecht es nach Knoblauch, ist es Bärlauch.» (Bild: Urs Baumann)

Wildpflanzen verschönern nicht nur Wiese und Wälder, sie bereichern auch die heimische Küche. Einer, der besonders gut weiss, wie das geht, ist Oskar Marti alias «Chrüteroski». Er verrät wichtige Sammeltipps und einfache Rezepte.


Man muss nicht weit gehen, um ihn zu finden. Neben dem Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee kommt einem bereits auf dem Parkplatz knoblauchartiger Bärlauchduft entgegen. Der Boden des angrenzenden Laubwalds ist voll damit. «Bärlauch wächst in lichten Laubwäldern, und er mag leicht feuchte Böden», erklärt Oskar Marti, national bekannt als «Chrüteroski». So ist die grüne Pflanze mit den weissen Blüten insbesondere auch an den Hängen des Aareufers oft anzutreffen.

Die Heilkraft von Kräutern

Ausgerüstet mit einem Korb, dessen Boden mit Haushaltpapier ausgelegt ist, macht sich Marti daran, den Bärlauch knapp über dem Boden mit einem Sackmesser abzuschneiden. Er zeigt auf benachbarte Blätter, bei denen nur die Spitzen abgeschnitten wurden. «Das sollte man nicht so machen, sondern immer das ganze Blatt nehmen», erklärt der rüstige 69-Jährige. Auch Plastiksäcke mögen gesammelte Pflanzen nicht. Am besten legt man sie in einen Korb oder Jutesack, erklärt der Profi.

25 Jahre lang hat er das Restaurant Moospinte in Münchenbuchsee geführt und dort das Verwenden von Wildkräutern in Restaurants salonfähig gemacht. Seit 2010 ist der gelernte Koch pensioniert. Die Freude an den Kräutern strahlt er nach wie vor aus. Und sein Wissen darüber ist immens. Er schüttelt nicht nur einfache Rezepte aus dem Ärmel, sondern kennt auch die Heilkräfte der Pflanzen. «Bärlauch wirkt blutreinigend», erzählt er, «und wird deshalb auch Kaminfeger der Arterien genannt.» Die Bären essen ihn nach ihrem Winterschlaf, um ihren Magen zu aktivieren. Daher stammt auch der Name.

Falsche Volksmeinungen

Die Angst vor dem Fuchsbandwurm sei weitgehend unbegründet, weiss Marti. Kaltes Waschen reiche, um die potenziellen Krankheitserreger zu beseitigen. Und am besten sammle man die Blätter nicht direkt neben Bäumen, weil die Füchse dort eher hinpinkeln. Vielseitig einsetzbar und zudem länger haltbar ist der Bärlauch als Paste. «Chrüteroski» liefert ein Rezept dazu: junge Bärlauchblätter mit kaltem Wasser waschen, gut ausschütteln und trocknen lassen. Danach etwa 100 Gramm davon fein schneiden und zusammen mit einem Deziliter Oliven- oder Sonnenblumenöl und 8 Gramm Salz in einem Mixer mixen.

In Gläser abgefüllt, ist die Paste im Kühlschrank etwa ein Jahr haltbar. Sie eignet sich für Salatsaucen, auf Teigwaren oder ein Stück Fleisch. «Da die Paste sehr salzig ist, um sie konservierbar zu machen, muss das Salzen entsprechend angepasst werden», gibt der Koch zu Bedenken.

Die Bärlauch-Regel

Marti räumt auch mit anderen Mären auf: Dass blühender Bärlauch giftig sei, ist eine weitverbreitete Meinung. Es stimme jedoch nicht. «Die Blüten passen wunderbar in einen Frühlingssalat», verrät «Chrüteroski». Gefährlicher ist die Verwechslung mit ähnlich aussehenden Pflanzen wie die Herbstzeitlose oder Maiglöckchen. Es gibt jedoch eine ganz einfache und sichere Regel, Bärlauch zu erkennen: Das Blatt zwischen Zeigfinger und Daumen etwas zerreiben. «Riecht es nach Knoblauch, ist es ganz bestimmt Bärlauch», stellt er klar.

Mit zunehmendem Alter nehmen die Blätter den Geruch nach Salmiak an und schmecken deshalb nicht mehr so gut – giftig werden sie jedoch nie. Und so schneidet der pensionierte Koch in der Bärlauchwiese bei Hofwil herzhaft die jungen frischen Blätter ab. Eine asiatische Frau neben ihm tut es im gleich. Neugierig fragt Marti, was sie denn mit Bärlauch zubereite. «In der chinesischen Küche braten wir Bärlauch fein geschnitten mit Fleisch an», antwortet sie. Und fügt lächelnd hinzu: «Das lässt die Sonne aufgehen im Körper.»

Gänseblümchen als Kapern

Nur wenige Meter neben dem Bärlauch findet sich eine andere Köstlichkeit der Frühlingsküche: das Gänseblümchen. Ein viel gesehenes Blümchen in den Berner Wiesen und vielseitig verwendbar, wie «Chrüteroski» zu berichten weiss: «Die Blättchen dienten früher dazu, den teuren Nüsslersalat zu strecken.» Die Blüten wiederum sähen sehr schön aus auf einem Frühlingssalat. Damit sie ihre volle Pracht entfalten und sich öffnen, stellt man die Blümchen vor dem Servieren in lauwarmes Wasser ein.

Die noch nicht aufgegangenen Knospen des Gänseblümchens wiederum können als Kapernersatz dienen: In mit Wasser verdünntem Essig einlegen, etwas Salz, Weisswein und ein Lorbeerblatt dazu geben, die Flüssigkeit aufkochen, vom Herd nehmen und die Knospen beifügen und 24 Stunden ziehen lassen. «Die Knospen sind danach eine perfekte Zugabe für Felchen oder Forelle an Weissweinsauce.»

«Bärlauch wirkt blutreinigend und wird deshalb auch Kaminfeger der Arterien genannt.» Oskar Marti

Ein Artikel aus der
(Stephanie Zemp, Berner Zeitung BZ)

23.03.2016

BZ-Artikel: Innere Verdichtung macht auch Angst

Eine Studie zeigt, dass viel Wohnraum geschaffen werden könnte, ohne neues Bauland einzonen zu müssen. Doch dazu müsste dichter gebaut werden. An der Infoveranstaltung wurden vor allem Ängste geäussert.

Allein im Gebiet rund um den Bahnhof Münchenbuchsee könnten zusätzliche 9000 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Dies zeigt eine Studie, die nun in die öffentliche Mitwirkung geht. Im Gebiet Unterdorf/Schmiedegasse wäre es gemäss dieser Studie möglich, rund 200 zusätzliche Leute anzusiedeln, wenn man pro Person eine durchschnittliche Wohnfläche von 50 Quadratmetern annimmt. «Aufstocken, anbauen, Ergänzungsbauten und Ersatzneubauten»: Das sind die Massnahmen, welche von Yvonne Urwyler an einer Infoveranstaltung genannt wurden. Urwyler war im Namen der BHP Raumplan AG an der Veranstaltung zugegen, der Firma, welche die Studie erstellt hat.

Grund für den Auftrag, eine solche Studie zu erstellen, gab im Jahr 2014 ein Vorstoss des parteilosen Urs-Thomas Gerber, den der Grosse Gemeinderat damals mit Stimmen aus allen Lagern überwiesen hat. Die Studie soll auch Grundlage für die kommende Erneuerung der Ortsplanung sein. Genauer untersucht wurden sechs Teilgebiete in der Gemeinde Münchenbuchsee. Das Gebiet rund um den Bahnhof Unterdorf/ Schmiedegasse ist eines davon. «Wir haben bei unseren Untersuchungen nicht einfach das geltende Baurecht angewandt, weil wir davon ausgehen, dass darin im Sinne von höherer Ausnutzung Anpassungen vorgenommen werden», erklärte Yvonne Urwyler. Sie zieht das Fazit, dass in Münchenbuchsee wohl noch Potenzial für 2500 neue Einwohner bestehen würde. Und das ohne neue Bauzonen.

«Müssen wir wachsen?»

Dieser Umstand warf in der Diskussion die Frage auf, ob denn Münchenbuchsee unbedingt wachsen müsse. «Mehr Leute bringen eine höhere Verkehrs- und Lärmbelastung», ist ein Versammlungsteilnehmer überzeugt. «Muss ich damit rechnen, dass mir der Nachbar künftig auf den Teller schaut, wenn ich draussen essen will?», wollte ein anderer wissen. Das seien genau die Fragen, die geklärt werden müssten, bevor überhaupt Verdichtungsmassnahmen infrage kämen, erklärte Manuel Flückiger, der Projektleiter in der Abteilung Kantonsplanung. Doch im Grossen und Ganzen sei es so, dass durch eine Entwicklung in Zentren weniger zusätzlicher Verkehr entstehe. Für den Kanton sei klar: «Wir müssen in den Zentren verdichten und wachsen. Und das möglichst ohne dass die Siedlungsqualität verloren geht.» «Es sind Ängste vorhanden, und das erstaunt mich nicht», sagte Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther in ihrem Schlusswort. Sie habe darum das Wort «verdichten» nicht so gerne. «Lieber brauche ich den Ausdruck: entwickeln gegen innen.» Immer würden in dieser Sache die Grundeigentümer das letzte Wort haben. «Ohne sie geht gar nichts», so Maring-Walther. Die Gemeindebehörde stehe voll hinter dem Projekt. Doch es heisse nun, den Dialog zu führen und die vorhandenen Ängste ernst zu nehmen.

Bis zum 2. Mai findet die öffentliche Mitwirkung statt. Die Resultate der Grundlagenstudie und Karten dazu können auf der Bauabteilung an der Bernstrasse 12 eingesehen oder im Internet heruntergeladen werden. Die Pläne enthalten die Vorschläge der Studienersteller.

«Wird der Nachbar künftig auf meinen Teller schauen können?»
Ein Versammlungsteilnehmer

Ein Artikel aus der
(cng, Berner Zeitung BZ)
18.03.2016

Doppelspurausbau Moosseedorf–Zollikofen: Baubeginn RBS

Am Dienstag nach Ostern, 29. März 2016, beginnen die Bauarbeiten für den Doppelspurausbau des RBS-Streckenabschnitts Moosseedorf–Zollikofen. Die Arbeiten werden im Frühling 2020 abgeschlossen sein.

Mit Ausnahme eines rund 700 Meter langen Bahnabschnitts zwischen Moosseedorf und Zollikofen ist die RBS-Linie Jegenstorf–Bern doppelspurig ausgebaut. An dem einspurigen Nadelöhr stösst der RBS an seine Kapazitätsgrenze. Das Abwarten der Gegenzüge führt täglich zu Verspätungen, die sich in den Spitzenzeiten auf das ganze RBS-Netz auswirken. Ausserdem bedingt die Einspurstrecke einen sehr hohen Dispositionsaufwand. Aus diesen Gründen wird der einspurige Abschnitt zu einer Doppelspur ausgebaut. Damit wird die Leistungsfähigkeit verbessert und der Dispositionsaufwand sowie die Fahrplan-Reservezeiten werden reduziert. Das bedeutet: mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Termine und Bauarbeiten
  • 29. März - Dezember 2016: Verlegung Kantonsstrasse (Zürichstrasse) zwischen Moosseedorf und Zollikofen sowie Neubau einer Hauptabwasserleitung der Gemeinden Münchenbuchsee und Moosseedorf unter der Kantonsstrasse
  • Januar 2017 - Mai 2020: Ausbau des 700 Meter langen RBS-Streckenabschnitts auf Doppelspur
  • Dezember 2019: Inbetriebnahme der neuen RBS-Doppelspur
  • Ab 2020: Ausbau der Kantonstrasse zwischen Moosseedorf und Zollikofen durch den Kanton Bern (das Projekt befindet sich in der Planungsphase)

Auswirkungen auf den Strassen- und Bahnverkehr
Während den Sommerferien 2016 erfolgt eine Intensivbauphase. Der Verkehr auf der Kantonsstrasse zwischen Moosseedorf und Zollikofen wird tagsüber einspurig geführt, nachts erfolgt eine Totalsperrung.

Ab 2017 gibt es verschiedene Bahnunterbrüche auf den SBB-/BLS-Strecken Biel–Bern und Burgdorf–Bern. Die Fahrgäste des RBS müssen 2019 mit Einschränkungen rechnen. Die Transportunternehmen werden ihre Fahrgäste frühzeitig über Streckensperrungen und Bahnersatz informieren.

Kontakt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den RBS.
Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS, Tiefenaustrasse 2, Postfach, 3048 Worblaufen
Telefon    031 925 55 55
E-Mail      auskunft@rbs-doppelspur.ch

Weitere Informationen: www.rbs-doppelspur.ch
17.03.2016

Bund-Artikel: In Münchenbuchsee hat Verdichtung viel Potenzial

Münchenbuchsee soll bis 2030 bei der Bevölkerung um zehn Prozent zulegen. So sieht es der kantonale Richtplan vor. Das bedeutet ein Wachstum von rund 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern, Münchenbuchsee zählt derzeit knapp 10 000 Personen. Zumindest die Hälfte des Wachstums könnte gemäss einer Studie in den bestehenden Siedlungsgrenzen realisiert werden, so könnte also das Kulturland geschont werden. In der Studie heisst es: «Die Bevölkerung könnte bis 2030 noch um mindestens 5 Prozent oder 500 Einwohner wachsen, ohne Verluste bei der Siedlungsqualität und ohne dass Neueinzonungen nötig wären.»

Gemeinderat Peter Stucki (GFL), der Vorsitzende der Begleitgruppe, spricht von einem «erstaunlich hohen Potenzial», das sich aufgrund der Studie ergeben habe. «Wir haben das Gemeindegebiet sehr genau gescannt.» Im Vordergrund standen ältere Quartiere, in denen eine Erneuerung in den nächsten 15 Jahren zum Thema wird.

Die Studie geht auf einen Vorstoss im Gemeindeparlament zurück, der «Wachstum nach innen» verlangt. Die Studie diene als «Werkzeugkasten und Grundlage für die weitere ortsplanerische Arbeit» der Gemeinde, heisst es in einer Medienmitteilung. Die ersten Reaktionen der Liegenschaftsbesitzer seien «sehr erfreulich» gewesen, sagt Stucki. «Wir haben eine grosse Offenheit für die Pläne festgestellt, das Interesse ist vorhanden.» Die Verdichtung kann zum Beispiel mit Aufstockungen oder Erweiterungen der bestehenden Gebäude gefördert werden. Um die angepeilte Verdichtung auch zu erreichen, sind Anpassungen im Baureglement nötig.

Orientierungsanlass: Montag, 21. März, um 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
15.03.2016

BZ-Artikel: Buchsi soll dichter werden

Eine Studie zeigt: Die Gemeinde Münchenbuchsee könnte um fünf Prozent wachsen, ohne neue Gebiete einzuzonen.

Platz für mindestens 500 neue Bewohner könnte Münchenbuchsee schaffen, ohne einen einzigen Quadratmeter Land einzuzonen. Das ist das Resultat einer Studie, welche die Gemeinde Münchenbuchsee aufgrund einer Motion im Parlament in Auftrag gegeben hat. Die Studie sollte aufzeigen, wie Buchsi nach innen wachsen und damit Kulturland schonen kann. Das ganze Gemeindegebiet sei zuerst grob gescannt worden, sagt Gemeinderat Peter Stucki (GFL), Vorsitzender der Begleitgruppe. Anschliessend wurden sechs exemplarische Teilgebiete detailliert untersucht, die Rückschlüsse auf andere Quartiere zulassen.
Herausgekommen ist ein «erstaunlich hohes Potenzial» für eine dichtere und ortsverträgliche Nutzung, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Innerhalb des Siedlungsgebietes gebe es die theoretische Möglichkeit, zusätzlich 150 000 Quadratmeter Geschossfläche zu bauen, Platz für rund 2500 Personen. Bis ins Jahr 2030 könnte Münchenbuchsees Bevölkerung so um rund fünf Prozent wachsen, falls die Gemeinde das Wachstum nach innen mit hoher Priorität fördert.

Es hätten schon erste Gespräche mit Grundeigentümern statt gefunden, sagt Peter Stucki. «Die Vorschläge stiessen auf ein positives Echo.» Falls sie dem geltenden Reglement entsprechen, können erste Projekte bald starten. Andere müssen warten, bis das Baureglement überarbeitet ist. Auch über die Mehrwertabschöpfung müsse noch diskutiert werden. Als nächster Schritt geht die Potenzialstudie in die öffentliche Mitwirkung. Die kantonale Fachstelle Siedlungsentwicklung nach innen unterstützt das Vorhaben als Pilotprojekt. hus

Informationsabend zur inneren Verdichtung am Montag, 21. März, um 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus.
Die Unterlagen können im Internet unter www.muenchenbuchsee.ch heruntergeladen werden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
14.03.2016

Bund-Artikel: Ruedi Löffel kandidiert

Ruedi Löffel (Bild: Berner Zeitung BZ)

Der EVP-Grossrat Ruedi Löffel will in Münchenbuchsee Gemeindepräsident und damit Nachfolger von Elsbeth Maring-Walther (SP) werden. Seine Absichten hat er bereits früher kundgetan, nun ist Löffel von seiner Partei offiziell nominiert worden. Der 54-jährige Politiker ist seit vier Jahren auch im Gemeindeparlament aktiv. Er sei sehr motiviert, betonte Löffel. Ebenfalls fürs Gemeindepräsidium bewerben sich Manfred Waibel (SVP) und Peter Stucki (GFL). Die SP hat sich noch nicht entschieden.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
11.03.2016

Bz-Artikel: Ruedi Löffel wills wissen

Grossrat Ruedi Löffel möchte Gemeindepräsident werden (Bild: Berner Zeitung BZ)

Gestern Abend nominierte die EVP Ruedi Löffel für die Wahl ins Gemeindepräsidium.


Letzte Woche haben die GFL und die SVP den Anfang gemacht. Die beiden Parteien treten mit Peter Stucki respektive Manfred Waibel zu den Wahlen ums Gemeindepräsidium von Ende November an. Gestern Abend zog die EVP Buchsi nach. Sie nominierte Grossrat Ruedi Löffel. Der 54-Jährige hatte schon Mitte Januar gesagt, dass ihn dieses Amt reizen würde. Damals kündigte Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring (SP) an, dass sie nicht mehr antreten werde.

«Ich habe Lust und bin motiviert, Projekte vorwärtszubringen», sagt Löffel. In Münchenbuchsee gebe es einige davon. Er denkt an die Schulraumplanung, die innere Verdichtung oder die Entwicklung des Allmendquartiers. Dank seiner vierzehn Jahre Erfahrung als Grossrat sei er gut vernetzt, sagt der Leiter der kantonalen Blaukreuzfachstelle für Suchtprävention.

Noch nicht entschieden haben BDP und SP, ob und mit wem sie antreten werden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
09.03.2016

Gründonnerstag, 24. März, ab 16.00 Uhr: Eiertütschen im Kirchgemeindehaus

Liebe Buchsi-Bürgerinnen, liebe Buchsi-Bürger

Das traditionelle Eiertütschen findet mit freundlicher Unterstützung diverser SpenderInnen und freiwilliger HelferInnen auch dieses Jahr wiederum statt.

Gerne lade ich Sie am Gründonnerstag, 24. März 2016, ab 16.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee zum Eiertütschen ein.

Kinder wie Erwachsene treten gegeneinander an. Man „tütscht“, wie es sich gerade ergibt. Der Anlass soll ein Erlebnis für Jung und Alt sein, die Bevölkerung zusammenrücken lassen, zu Gesprächen und Diskussionen anregen und die Möglichkeit bieten, Ihre Anliegen bei mir und weiteren Mitgliedern politischer Gremien zu deponieren. Den Kindern steht eine Mal-Ecke zur Verfügung. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt.

Ich freue mich über Ihren Besuch.

Elsbeth Maring-Walther, Gemeindepräsidentin Münchenbuchsee

09.03.2016

Amphibienwanderung 2016: Die Erdkröten und Bergmolche sind unterwegs


In den nächsten Tagen beginnt die Amphibienwanderung, welche bis ca. Ende März dauern wird.


Zum Schutz der Erdkröten und Bergmolche wird daher der Lauperackeweg im Bereich zwischen der Industriestrasse und dem Quartier „Loupenacher“ jeweils nachts zwischen 19:00 und 06:30/06:45 Uhr für sämtliche Motorfahrzeuge und Motorräder temporär gesperrt. Im Bereich Sportzentrum „Hirzenfeld“ werden während der selben Zeit auf der Radiostrasse temporär Verkehrsschilder „Amphibien“ aufgestellt.

Freiwillige Helfer des Natur- und Vogelschutzes Münchenbuchsee und Umgebung sammeln die Amphibien ein und setzen diese auf der anderen Strassenseite wieder aus. Daher ist in diesem Bereich besondere Vorsicht geboten.
07.03.2016

BZ-Artikel: Waibel und Stucki treten an

Im Herbst kommt es zu einer Kampfwahl ums Gemeindepräsidium. Die SVP schickt Parlamentarier Manfred Waibel ins Rennen, die GFL setzt auf Gemeinderat Peter Stucki.

Im nächsten Jahr wird das vollamtliche Gemeindepräsidium in Münchenbuchsee frei. Elsbeth Maring-Walther (SP) tritt bei den Wahlen im Herbst nicht mehr an. Gestern haben zwei Parteien ihren Kandidaten für Marings Nachfolge präsentiert. Am Vormittag teilte die GFL mit, dass sie mit Peter Stucki antritt. Am Abend nominierte die Versammlung der SVP Manfred Waibel.

Das Ziel der SVP ist es, das Gemeindepräsidium zurückzuholen. Parteipräsidentin Annegret Hebeisen ist überzeugt, dass dies mit Manfred Waibel, einer «über die Parteigrenzen hinweg geschätzten Persönlichkeit», gelingen wird. Von den aktuellen drei SVP-Mitgliedern im Gemeinderat wollte aus beruflichen Gründen keiner kandidieren.

Keine Exekutiverfahrung

Der 50-jährige Waibel sitzt seit 2013 im Parlament. Er hat seiner Partei schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass er sich für ein Exekutivamt interessiere. So sei es zur Kandidatur gekommen. Er ist sich bewusst, dass ein Gemeinderat bessere Chancen hätte. Aber er nimmt die Herausforderung an. Er arbeitet als Leiter der Qualitätssicherung bei Interdiscount. Beruflich hat er die Situation abgeklärt. Das Unternehmen würde es ihm bei einer Wahl ermöglichen, den Job kurzfristig zu wechseln. Der Single wohnte – abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Bern – immer in Münchenbuchsee, wo er sich in vielen Vereinen engagiert.

Man müsse miteinander und nicht gegeneinander arbeiten, sagt Waibel: «Es geht mir darum, einen Konsens zu finden und nicht eine Parteilinie durchzusetzen.» Das war ihm bereits in der mehrjährigen Kommissionsarbeit wichtig. Der Buchser Politik fehlt es aus seiner Sicht an Perspektiven. «Man spricht viel über Projekte, aber setzt nur wenige um.» Das will er ändern, aber dabei die Finanzen nicht ausser Acht lassen. Auch möchte er die Kommunikation verbessern.

Stucki war Stadtrat in der EVP

Der 58-Jährige Stucki ist seit 2013 Mitglied der Buchser Exekutive und leitet das Departement Soziales. Zuvor sass er 5 Jahre im Parlament. Erste politischen Erfahrungen sammelte er im Berner Stadtrat, noch als Mitglied der EVP. Zur GFL wechselte er vor über 15 Jahren, weil ihm diese Partei in sozialen und ökologischen Fragen näher sei. Auslöser war eine Listenverbindung zwischen EVP und SVP auf kantonaler Ebene. Stucki ist Primarlehrer und Leiter der Tagesschule im Kirchenfeld in Bern.

Stuckis Kandidatur habe sich von beiden Seiten ergeben, so GFL-Präsidentin Ursula Probst. «Ich habe den Eindruck, dass ich etwas bewegen kann», sagt Stucki. Er denkt an die innere Verdichtung, mehr Sicherheit für den Langsamverkehr und die Umgestaltung des Bahnhofareals. Die Zeit zwischen Wahl und Amtsbeginn ist sehr kurz. Eine ordentliche Kündigung wäre bei einer allfälligen Wahl nicht mehr möglich. Peter Stucki hat deshalb den Schulleiter darauf angesprochen und sagt dazu: «Man würde sicher eine Lösung finden.» Rechnet Peter Stucki mit der Unterstützung seiner ehemaligen Partei EVP? «Ich würde das begrüssen. Aber das muss die EVP entscheiden», sagt Stucki.

Löffel in den Startblöcken

Nach wie vor Interesse an diesem «herausfordernden Amt» hat Ruedi Löffel von der EVP. Seine Partei wird nächste Woche seine mögliche Kandidatur diskutieren. Die SP will vor der Parteiversammlung im Juni nach aussen nichts kommunizieren, schreibt Co-Präsident Peter Kast.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
07.03.2016

Bund-Artikel: Das Interesse am Präsidium steigt

In Münchenbuchsee stehen die Kandidaten für das Gemeindepräsidium in den Startlöchern. GFL, SVP und EVP haben ihre Karten aufgedeckt. Die SP will sich erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob sie den Sitz von Elsbeth Maring-Walther verteidigt.

SP-Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther tritt im Herbst nicht mehr zu den Wahlen an. Sie war die erste vollamtliche Präsidentin von Münchenbuchsee. Sie habe noch zahlreiche private Projekte und wolle wieder mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, sagte sie dem «Bund» im Januar. Ob die SP das Präsidium verteidigt, will die Partei erst Anfang Juni entscheiden. Die anderen Parteien aber regen sich. Ruedi Löffel von der EVP hat bereits sein Interesse angemeldet. Löffel ist Grossrat und auch Mitglied im Gemeindeparlament. Gestern haben nun auch SVP und GFL ihre Absichten kundgetan.

«Vorteil, unabhängig zu sein»

So steigt für die GFL Gemeinderat Peter Stucki ins Rennen, wie die Partei gestern mitteilte. Er wurde 2012 in den Gemeinderat gewählt, seit 2013 führt er in Münchenbuchsee das Departement Soziales. «Ich engagiere mich gerne in der Gemeindepolitik und bin motiviert», sagt der Tagesschulleiter. «Hier gibt es viel Gestaltungsspielraum und man kann im Dorf etwas verändern.» Vor seinem Amt im Gemeinderat politisierte Stucki im Gemeindeparlament. Noch davor war er während sechs Jahren Mitglied im Berner Stadtrat.

Wichtige Themen in der nächsten Legislatur in Münchenbuchsee seien zum Beispiel die innere Verdichtung und die Frage nach der Sicherheit beim Langsamverkehr, sagt Stucki. «Auch die Gestaltung des Bahnhofplatzes steht an.» Stuckis Partei, die GFL, zeigt sich in einer Mitteilung überzeugt «mit ihm die ideale Person für dieses Amt zu stellen». Stucki habe wesentlich dazu beigetragen, dass das neue Altersheim Weiermatt in den nächsten Jahren realisiert werden könne. Dank seines Engagements sei auch das Kita-Angebot weiter ausgebaut worden. Er selbst bezeichnet seine Chancen als intakt, obwohl SVP und SP wesentlich höhere Wahlanteile aufweisen. «Wir haben den Vorteil, unabhängig zu sein», sagt Stucki. «Ich bin deshalb zuversichtlich.» Stucki kandidiert auch für den Gemeinderat.

Die SVP ihrerseits hat gestern Abend Manfred Waibel nominiert. Er ist seit 2013 Mitglied im Grossen Gemeindeparlament, seit 2002 engagiert sich Waibel in verschiedenen Kommissionen in der Gemeindepolitik. Er sei überzeugt, dass er die Gemeinde weiterbringen könne, sagt Waibel, der als Leiter Qualitätssicherung in der Elektronikbranche tätig ist. «Ich bin konsensfähig und strebe Lösungen an, die alle mittragen.» Bedenken müsse man früh aufnehmen, damit am Schluss alle hinter den Entscheiden stehen könnten. In Münchenbuchsee fehlt ihm derzeit die Gesamtsicht. «Man betrachtet die einzelnen Baustellen, aber nicht alle Baustellen zusammen.» Seine Chancen stuft er als «recht gut» ein. «Mit Manfred Waibel präsentieren wir eine im Dorf gut verankerte und über die Parteigrenzen hinweg geschätzte Persönlichkeit», sagt SVP-Präsidentin Annegret Hebeisen-Christen.

Andreas Luginbühl lehnte ab

Die amtierenden SVP-Gemeinderäte Sonja Bucher, Cesar Lopez und Andreas Luginbühl wollen ihre Sitze verteidigen. Luginbühl trug sich mit dem Gedanken einer Kandidatur für das Präsidium. Er habe sich den Entscheid nicht einfach gemacht, sagte Luginbühl, er habe sich aber «schweren Herzens» aus beruflichen und privaten Gründen dagegen entschieden. Neben Bucher, Lopez und Luginbühl nominierte die SVP gestern Abend mit Annegret Hebeisen-Christen, Manfred Waibel, Fredi Witschi und Fritz Wüthrich vier weitere Kandidaten für die siebenköpfige Exekutive.

Die Wahlen finden am 27. November statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang für das Gemeindepräsidium ist auf den 14. Dezember angesetzt.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
04.03.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Jubiläumsfasnacht in Münchenbuchsee unter dem Motto „so ne Zirkuss“

2016, vlnr: Beat Brand, Tom Mäder, Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring, Fränzi Lang und Hans Peter Roth (Bild: Peter Stähli)

Am Wochenende vom 19. bis 21. Februar 2016 verwandelte sich Münchenbuchsee in ein riesiges Zirkuszelt. Der Fasnachtsverein Mönchebüchsler unterhielt das Publikum unter dem Motto „so ne Zirkuss“ mit einem dreitägigen Programm, gleichzeitig feierte er sein 20-jähriges Bestehen.


Nach der Planung des Fasnachtsanlasses während den letzten neun Monaten und der Bekanntgabe des Mottos am  11.11. hat das OK bereits am Donnerstagabend angefangen, den grossen Saal und die Aula einzurichten und zu dekorieren. Getränke und Esswaren wurden liter- respektive kiloweise an die richtigen Stellen verschoben, damit niemand von den Gästen an Durst oder Hunger zu leiden hatte.

Am Freitag, pünktlich um 19.59 Uhr, ertönten die ersten Töne der anwesenden Guggen. Der Fasnachtspräsident durfte von der Gemeindepräsidentin den Gemeindeschlüssel in Empfang nehmen. Den Schlüssel für die Gemeindekasse lehnte er, wohlwissentlich, dass dort gähnende Leere herrscht, dankend ab. Die Gemeinde Münchenbuchsee war nun für die nächsten beiden Tage fest in den Händen der Buchsi-Narren. Die ganze Gemeindeverwaltung wurde für diese Zeit geschlossen. Es wurde den Mitarbeitern freigestellt, ob sie an diesem Wochenende das Dorf fluchtartig verlassen oder sich unter die Buchsi-Fasnächtler mischen wollten, um zu sehen, wie diese die ungelösten Probleme der Gemeinde mit ihrer Narrenfreiheit, Freude und Spass effizient und ohne grosse Formularbürokratie lösen.

Nach einer kurzen Nacht wurde am Samstagnachmittag der Kindermaskenball durchgeführt. Viele kostümierte und geschminkte Kinder tanzten zu den Klängen der Guggenmusik Taktsurfer oder staunten ab den Kunststücken des Clowns Adi. Natürlich gab es an diesem Kinderanlass auch eine Kostümprämierung durch die Publikumsjury. Die Kinder konnten schöne Preise gewinnen, wie zum Beispiel einen Zirkusbesuch. Alle kostümierten Kinder bekamen ein Zvieri.

Kaum hat die Kinderschar die Saal- und Freizeitanlage verlassen, begannen die Vorbereitungen für den am Abend stattfindenden Maskenball für die „Grossen“. Auch hier gab es für die teilnehmenden Masken tolle Preise zu gewinnen. Wie bereits schon am Nachmittag wurden die Gewinner durch das Publikum erkoren.

Am Sonntag fand schliesslich bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen der beliebte Fasnachtsumzug statt. Die vielen, am Strassenrand stehenden Besucher erfreuten sich an den Klängen und den farbigen Kostümen von neun Guggenmusiken aus der näheren und weiteren Umgebung. Zu seinem Jubiläum hat der Fasnachtsverein unter anderen auch Guggen aus dem St. Galler Rheintal, dem Graubünden, dem Wallis und Deutschfreiburg eingeladen. Mit grosser Freude konnten die Mönchebüchsler dieses Jahr feststellen, dass nebst der jedes Jahr teilnehmenden Spielgruppe, sich auch weitere Gruppen zur Umzugsteilnahme angemeldet hatten. Unter anderem konnten die Zuschauer die tollen Kostüme einer Kindergartengruppe bestaunen. Wie schon letztes Jahr konnten die Organisatoren dem grossen Publikum drei Wagenbauformationen präsentieren.

Anschliessend an den Umzug schränzten die teilnehmenden Guggenmusiken am Guggenspektakel auf dem Platz des Schulhauses Paul Klee um die Wette. Das aussergewöhnlich milde Wetter bescherte dem OK eine grosse Besucherschar, welche auch verpflegt werden wollte. Das eingespielte Verpflegungsteam meisterte diese grosse Arbeit wiederum mit Bravour.

Zum Ende des Anlasses versammelten sich noch einmal alle Musikanten der teilnehmenden Guggenmusiken zum grossen Monsterkonzert. Zu guter Letzt wurde der Schlüssel wieder an die Gemeinde zurückgegeben. Die Gemeindepräsidentin kann jetzt wieder ihres Amtes walten, und der Fasnachtspräsident wird mit seinem Team ein neues Motto für nächstes Jahr aushecken.

Geschichte der Buchsi-Fasnacht

Die Geschichte der Buchsi-Fasnacht beginnt 1979. Damals wurden erste Verkleidungsversuche mit Kindern durchgeführt. Es gab einen kleinen Umzug und danach ein wohlverdientes Zvieri. Diese Umzüge fanden seither jedes Jahr statt. Immer mehr Kinder und auch erste Erwachsene nahmen daran teil. Die Parade wurde grösser, farbiger und lauter. 1991 wurden schon mehr als 500 teilnehmende Narren gezählt. Angeführt von einer Guggenmusik führte der Umzug am Samstag von der Dorfmitte zur Saal- und Freizeitanlage.

Vor 20 Jahren, am 29. Februar 1996, hatten ein paar unverbesserliche Fasnächtler die Vision, in Münchenbuchsee eine dreitägige Fasnacht einzuführen und gründeten dafür den Fasnachtsverein Mönchebüchsler, welcher die erste „richtige“ Fasnacht organisierte. Diese begann am Freitagabend mit der Zepter- und Schlüsselübergabe und anschliessender Beizenfasnacht. Am Samstag fand der immer grösser werdende Umzug statt und am Abend wurde neu ein Maskenball für die Erwachsenen organisiert. Der Kindermaskenball fand zu dieser Zeit noch am Sonntag auf dem Eisfeld des Sportzentrums Hirzenfeld statt. Mit dem Kindermaskenball ging damals auch die Wintersaison des Sportzentrums zu Ende. Während der Eismeister zum letzten Mal das Eis putzte, begrüsste die farbenfrohe Kinderschar freudig und laut den Frühling. Zum ersten Mal überhaupt erschien damals auch unsere Fasnachtszeitung, der Buchsi-Blitz.

1999 wurde die erste eigene Guggenmusik, die Taktbysser, gegründet. Mit ihr und weiteren Guggen aus der Region konnte der Umzug im 2001 das erste Mal auf der heutigen Route im Dorf durchgeführt werden.
Im gleichen Jahr hat sich auch eine Schnitzelbankgruppe, die Buchsi-Rüssler, dazu gesellt. Die rosa Schweinchen unterhielten das Publikum auf lustige Art und Weise mit aktuellen oder vergangenen Vorfällen in der Gemeinde. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die ersten Metallplaketten, welche von da an jedes Jahr produziert werden und zum Sammeln verleiten. Die am 11.11.2001 gegründete Kinderguggenmusik ist bis heute zu einer echten Guggenmusik herangewachsen und nennt sich Taktsurfer.

Herzlichen Dank

Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Helferinnen und Helfer wäre dieser Grossanlass nicht durchführbar gewesen. Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Guggenmusik Taktsurfer und deren Angehörigen. In diesen Dank einschliessen möchten wir auch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer der Buchsi-Fasnacht, bei denen wir mit unseren Anfragen um Mithilfe stets auf offene Ohren stossen.

Ebenfalls äusserst wichtig für die Durchführung  der Buchsi-Fasnacht sind unsere Inserenten, Sponsoren und Gönner. Für ihre finanzielle Unterstützung  ein grosses Dankeschön. Nicht vergessen möchten wir die Gemeinde Münchenbuchsee, welche dem ganzen Treiben wohlwollend gegenübersteht.

Doch was wäre so eine Zirkuss-Veranstaltung ohne Sie, hochverehrtes Publikum. Nur durch Ihr Kommen und Ihrem Applaus entlang der Umzugsroute konnten unsere „Gaukler und Artisten“ zu Höchstleistungen angestachelt werden. Und wenn Sie dazu noch eine Plakette getragen haben, danken wir Ihnen doppelt dafür.

Ausblick
Auch nächstes Jahr wird in Münchenbuchsee die Fasnacht vom 10. bis 12. März stattfinden. Das Motto gilt es jetzt an den nächsten Vorstandssitzungen zu bestimmen.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Hans Peter Roth, Vorstandsmitglied Mönchebüchsler
Foto: Peter Stähli
1996, vlnr: Walter Bandi, damaliger Gemeindepräsident mit den Mönchebüchsler Barbara Bläsi, Heinz Aeschbacher, Martin Blum, Heidi Kolb, Martin Schmutz, Peter Kolb und Hans Peter Roth (Bild: Peter Stähli)
23.02.2016

Bund-Artikel: Kleines Bächlein sorgt für viel Ärger in Münchenbuchsee


Das Verwaltungsgericht lehnt eine Beschwerde der Burgergemeinde Münchenbuchsee wegen einer Gewässerkategorisierung ab.

Für den Laien mag es unerheblich sein, ob ein Bächlein offiziell als Gewässer gilt oder als Drainage. In Münchenbuchsee spielt dies aber eine Rolle. Die Burgergemeinde besitzt in der Buechlimatt ein Stück Industrieland, das attraktiv ist wegen der Lage und der Verkehrserschliessung.

Ist der Wasserlauf ein Gewässer, gelten andere, einschränkendere Bauvorschriften. Weil grössere Bauabstände eingehalten werden müssen, kann dies Ertragsminderungen zur Folge haben.

Die Burgergemeinde hatte darum Interesse daran, dass das Bächlein nicht als Gewässer gilt. Deshalb gelangte sie ans Tiefbauamt des Kantons Bern, um sich das bestätigen zu lassen. Später gelangte auch die Einwohnergemeinde Münchenbuchsee an diese Behörde, um im Rahmen eines Gewässerfeststellungsverfahrens im ganzen Gebiet Moosrain-Buechlimatt-Obermoos Klarheit darüber zu erlangen, was dort Sache sei.

Verwaltungsrichter im Wasser

Das Amt kam nicht zur gewünschten Schlussfolgerung. Es legte fest, dass das Bächlein, obwohl teilweise eingedolt, ein Fliessgewässer im Sinne des Gesetzes sei. Das wollte die Burgergemeinde nicht akzeptieren, gelangte an die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE), die aber die Beschwerde abwies.

Die Burgergemeinde zog das Verfahren weiter ans Verwaltungsgericht. Eine Gerichtsdelegation zog sich Gummistiefel an, um eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung durchzuführen. Nach Ansicht der Burgergemeinde handelt es sich bei den Wasserläufen um Drainagen, die lediglich auf kurzen Strecken oberirdisch geführt würden.

Ein Gewässer sei das nicht, eher so etwas wie eine Abwasserleitung. Der Lauf sei künstlich geschaffen worden und die Bettbildung zufällig, teilweise sei der Lauf eingedolt. Das sah das Verwaltungsgericht anders.

«Zusammenfassend ist festzuhalten, dass grundsätzlich jedes stehende und fliessende Gewässer, das nicht Grundwasser ist, in den Anwendungsbereich des Wasserbaugesetzes fällt.» Egal, ob künstlich oder natürlich: Entscheidend sei, ob das Gewässer anschwellen und gefährlich werden könne oder nicht.

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Burgergemeinde darum kürzlich abgewiesen.

Burgergemeinde not amused

Die Burgergemeinde hat bis Ende Februar Zeit, sich einen Gang nach Lausanne zu überlegen. Wird sie ans Bundesgericht gelangen? Präsident Daniel Kobi sagt auf Anfrage, dass der Burgerrat darüber befinden müsse.
Bei dieser Gelegenheit lässt er durchblicken, dass die Burgergemeinde Mühe mit dem Richterspruch habe.

Immerhin habe es vor wenigen Jahren eine Volksabstimmung in Münchenbuchsee gegeben, bei der sich der Souverän für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie in diesem Gebiet ausgesprochen habe.

Im fraglichen Gebiet habe es drei Landeigentümer gegeben: Burgergemeinde, Einwohnergemeinde und eine Privatperson. Letzterer habe mit seinem ungünstig gelegenen «Blätz» nichts anfangen können.

Nach langem Hin und Her sei die Burgergemeinde bereit gewesen, dem Privaten seine schmale Parzelle abzukaufen, um eine grössere Einheit zu bekommen. So weit, so gut.

Kaum hatte die Burgergemeinde den Betrag von immerhin einer halben Million Franken dafür aufgewendet, wurden Zweifel laut, wie es sich mit dem Gewässer verhalte. Kobi sagt, weder auf alten Landkarten sei ein Gewässer eingezeichnet gewesen, noch hätten sich betagte Dorfbewohner auf Anfrage an ein Bächlein erinnern können, sondern lediglich an einen feuchten Hang.

Wie dargelegt sehen dies die Verwaltungsrichter anders. Kobi macht keinen Hehl daraus, dass ihn der jahrelange Expertenstreit und der Spruch des Gerichts ärgert. Er sei wirklich «für Natur», aber dass man zwischen zwei Drainagen ein hundert Meter langes Rinnsal auspacken müsse, gehe ihm «nicht in den Kopf».

Er empfinde dies als formalistisch. Eines ist für Kobi klar: Wäre vor dem Kauf im Gespräch mit der Einwohnergemeinde ruchbar geworden, dass es wegen dem Rinnsal ein Problem geben würde, hätte sie die halbe Million sicher nicht investiert.

Ein Artikel aus dem 
(Markus Dütschler, Der Bund)
 
17.02.2016

BZ-Artikel: Mutiger Auftritt vor Rekordkulisse

Volles Haus: Der VBC Münchenbuchsee, hier mit Sarina Schafflützel im Angriff, bot vor 650 Zuschauern einen tollen Cuphalbfinal gegen Volley Düdingen. (Bild: Andreas Blatter)

Im Halbfinal des Schweizer Cups lieferte das 1.-Liga-Team vom VBC Münchenbuchsee den zwei Ligen besser klassierten Düdingerinnen einen spannenden Kampf. Dennoch gewann das NLA-Team deutlich mit 3:0.


3 zu 0 für die Frauen des 1.-Ligisten VBC Münchenbuchsee gegen den NLA-Zweiten aus Düdingen. Die Halle kocht, die 650 Zuschauer auf der eigens für den Cuphalbfinal aufgestellten Tribüne stehen und toben. Auch wenn dieses Resultat nur den Auftakt zum zweiten Satz der Partie markiert – so frenetisch werden alle Punkte von Buchsi gefeiert.

Nachdem das Berner Ensemble nervös in die Begegnung mit Düdingen gestartet war, kam es Mitte des Satzes besser ins Spiel und reduzierte die Eigenfehlerquote. Düdingen punktete zwar immer noch bestechend über die Mittelangreiferin Sabel Moffet, im Blockspiel vermochte Düdingen aber nicht ganz zu überzeugen. So fielen zahlreiche Blockabpraller zugunsten des Unterklassigen aus Münchenbuchsee aus.

Gegner musste handeln

Nachdem der erste Durchgang mit 25:19 an die Freiburgerinnen gegangen war, wurde Buchsi mutiger und konnte in Führung gehen. Hervorragende Verteidigungsaktionen und immer weniger Fehler aufseiten von Buchsi stellten Düdingen vor einige Herausforderungen. Auf allen Positionen wurde gepunktet, sogar Passeuse Astrid Geister steuerte einen Angriff aufs Konto bei. Und auch Trainer Fabian Bünger liess sich indirekte Punkte notieren, setzten die Düdinger Aufschlägerinnen doch zweimal nach einem Time-out den Ball ins Netz.

Nach einem mutigen Sprungserviceass von Sarina Schafflützel zum Stand von 18:19 sah sich Düdingens Headcoach erstmals dazu gezwungen, seinerseits eine Auszeit zu nehmen. «Klar ist es toll, wenn meine Spielerinnen den gegnerischen Trainer zu einem Time-out zwingen können», sagt Fabian Bünger. «Es ist eine Wertschätzung an die Leistung meines Teams, wenn er zum Handeln gezwungen wird.» Dachte er bei einem solch engen Punktestand auch mal an einen Satzgewinn? «Ja, klar ist mir das durch den Kopf gegangen, aber traurig bin ich dennoch kein bisschen.»

Die Freiburgerinnen behielten denn auch am Ende des zweiten Durchgangs die Nerven und zogen auf 2:0 davon. Buchsi liess sich zu keiner Zeit von der vermeintlichen Übermacht von Düdingen aus der Ruhe bringen, bot den mitfiebernden Fans jederzeit eine spannende Partie. Nach vielen sehenswerten Punkten auf den Aussenpositionen und einigen gelungenen Blocks von Münchenbuchsee reagierte der Freiburger Trainer Nicki Neubauer erneut mit einer Auszeit und wirkte keineswegs zufrieden mit seiner Equipe.

Geschichte geschrieben

Nach etwas mehr als 70 Minuten standen seine Spielerinnen dann aber doch als die deutlichen Gewinnerinnen des Cupspiels fest. Der Stimmung in der Bodenacker-Turnhalle tat die Niederlage aber keinen Abbruch, das 1.-Liga-Team wurde gefeiert, als hätte es Düdingen geschlagen.

So war also das Cupmärchen für Buchsi nach acht Spielen zu Ende, vier 1.-Liga-, zwei NL-Bund ein NLA-Verein hatte das Team aus dem Weg geräumt und mit einem erstmaligen Vorstossen einer 1.-Liga-Equipe in den Cuphalbfinal Historisches geleistet.

«Ich bin super zufrieden, wir haben jedem einzelnen Zuschauer eine Show geboten, und alle von uns haben alles gegeben», freut sich Aussenangreiferin Sarina Schafflützel. «Köniz hat im Viertelfinal gegen Düdingen in den verlorenen Sätzen sogar weniger Punkte gemacht als wir.» Auch der Trainer zeigt sich nach der 0:3-Niederlage sehr glücklich mit seinen Spielerinnen. «Dass Neubauer mit seinen Topsechs durchspielen musste, ist ein sehr gutes Zeugnis für mein Team.»

Den Playoffs um den Aufstieg in die NLB kann Münchenbuchsee nach dem gestrigen Auftritt mit breiter Brust entgegensehen. «Wir wissen, was wir können, der Aufstieg ist das grosse Ziel», sagt Schafflützel.


Ein Artikel aus der
(Annic Berset, Berner Zeitung BZ)
17.02.2016

BZ-Artikel: Die Beschwerde der Burger geht den Bach runter

Oberhalb der Bahnlinie gilt der Wasserlauf als Gewässer. Diese Eigenschaft verliert er nicht, obwohl er danach eingedolt fliesst. (Bild: Urs Baumann)

Die Burgergemeinde wehrte sich vor ­Verwaltungsgericht erfolglos dagegen, dass der Kanton einen eingedolten Wasserlauf als Gewässer eingestuft hatte. Dies ­erschwert die Überbauung von Industrieland.


Die Burgergemeinde Münchenbuchsee besitzt im Gebiet Buechlimatt ein Stück Industrieland. Es liegt an guter Lage, ist verkehrsmässig gut erschlossen. Bei diesem Landstück im Westen der Gemeinde gibt es aber ein Problem, das nicht sichtbar ist. Es liegt unter dem Boden und ist ein unterirdischer Wasserlauf.

Handelt es sich um ein Gewässer, wie es die kantonale Baudirektion entschieden hat? Oder sind es reine Drainageleitungen, wie es die Burgergemeinde Münchenbuchsee sieht? Nun hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern entschieden und eine Beschwerde der Burgergemeinde abgewiesen: Es ist ein Gewässer.

Die Burger stellten sich auf den Standpunkt, dass der Wasserlauf künstlich angelegt worden sei und dazu diene, das südlich der SBB-Linie gelegene Gebiet Moosrain zu entwässern. Nur auf kurzen Strecken würden diese Drainagen oberirdisch geführt. Das Ganze sei deshalb mit Abwasserleitungen zu vergleichen und hätte nichts mit einem Gewässer zu tun.

Ufervegetation und Kleintiere

Dieser Argumentation folgt das Verwaltungsgericht nicht. Es zweifelt die Einschätzungen der Fachbehörden nicht an. Demnach spielt es keine Rolle, ob ein Wasserlauf künstlich angelegt worden ist. Als wichtigstes Kriterium für die Einstufung als Gewässer gilt die Bildung eines Gerinnes respektive eines Bachbettes. Dieses liegt vor, wenn eine verhältnismässig feste, sandig-kiesige Gerinnesohle vorhanden ist, was im vorliegenden Fall gegeben ist.

Weitere Merkmale für ein Gewässer sind die Ufervegetation und das Vorhandensein von Bachflohkrebsen und weiteren Fischnährtieren. Das Gericht vertraute dabei nicht nur auf die Berichte der Fachleute, es nahm im letzten November vor Ort einen Augenschein.

Keine Rolle spielt für das Verwaltungsgericht, dass der Wasserlauf ab dem Bahndamm eingedolt ist und unterirdisch das Grundstück der Burgergemeinde quert. «Ein Gewässer fliesst abwärts weiter und endet nicht unversehens», heisst es im Urteil. Ein eingedoltes Gewässer verliere seine Eigenschaft nicht.

Wert ist tiefer

Für die Überbauung des Indus­trielandes ist es entscheidend, ob es sich beim Wasserlauf um ein Gewässer handelt. Ist er als solches definiert, muss er bei einer Überbauung allenfalls freigelegt werden, und es gelten die Bauabstände gemäss dem Wasserschutzgesetz. Ein Teil des Landes könnte so nicht mehr überbaut werden, dessen Wert wäre vermindert.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Burgerrat Münchenbuchsee muss noch entscheiden, ob er den Entscheid ans Bundesgericht weiterziehen will.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
12.02.2016

Buchsi-Fasnacht 2016: Verkehrsmassnahmen während des Fasnachtsumzugs

Von Freitag, 19.02.2016 bis Sonntag, 21.02.2016 findet die Buchsi-Fasnacht 2016 statt.

Verkehrsmassnahmen während des Fasnachtsumzugs am Sonntag, 21. Februar 2016
Um die Sicherheit gewährleisten zu können, werden im Ortszentrum folgende Verkehrsbeschränkungen verfügt:

Oberdorfstrasse
Abschnitt Bernstrasse bis Schöneggweg
14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot

Umzugsroute
Fellenbergstrasse - Oberdorfstrasse - Höheweg - Schmiedegasse - Fellenbergstrasse - Oberdorfstrasse - oberer Schulhausplatz Paul Klee
14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr, Allgemeines Fahrverbot (gemäss Weisungen der Verkehrsfunktionäre)

Verkehrsumleitung
Dorfzentrum zum Oberdorf, via Löwenstrasse - Sonnenweg - Quellenweg
In umgekehrter Richtung ist die Durchfahrt zum Zentrum/Bernstrasse für den motorisierten Verkehr nicht möglich. Umleitung via Radiostrasse - Sportzentrum - Zollikofen.

RBS-Bus

14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr erfolgt der Busbetrieb nur noch bis und ab Haltestelle Kirche.
Davon sind die folgenden 4 Kurse im Oberdorf betroffen:
Häuslimoos ab 14.27 Uhr / 14.57 Uhr / 15.27 Uhr und 15.57 Uhr.

Allgemeines
Wir bitten Sie, die Signalisationen und die Weisungen des Verkehrspersonals unbedingt zu beachten. Für das Verständnis danken wir Ihnen bestens.

Öffentliche Sicherheit
12.02.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Buchsi-Fasnächtler bringen die Konfettis nach Milevsko CZ

Buntes Fasnachtstreiben im tschechischen Milevsko (Foto: Alfred Brügger)

Trotz dem Schild beim Dorfeingang scheinen viele Einwohner von Münchenbuchsee vergessen zu haben, dass sie im fernen Südböhmen eine tschechische Partnergemeinde Milevsko haben. Dem ist aber beim Fasnachtsverein Mönchebüchsler und der Guggenmusik Taktsurfer nicht so! Beide Vereine unterhalten seit Jahren enge freundschaftliche Beziehungen zum dortigen Maskenverein. Die Fasnächtler aus den beiden Ortschaften haben sich in den letzten zehn Jahren mehrmals gegenseitig besucht.

So war es auch wieder das letzte Wochenende soweit, an welchem die Fasnachtsveranstaltung in Milevsko stattfand. Auf Einladung des Maskenvereins Milevsko fuhr der Car am frühen Donnerstagmorgen mit 45 Fasnächtlern in Münchenbuchsee los. Mit an Bord hatte er die Mitglieder der Guggenmusik Taktsurfer und den Vorstand des Fasnachtsvereins Mönchebüchsler sowie befreundete Begleitpersonen.

Nach einer zwölfstündigen Reise durch das Schneetreiben im Bayerischen Wald und die schöne Gegend Süd-Böhmens erreichte die Reisegruppe am Abend das tschechische Milevsko. Dort wurde sie vor dem Kulturhaus vom Maskenverein mit Böllerschüssen ganz herzlich begrüsst und willkommen geheissen. Mit im Gepäck hatte sie eine Konfettikanone, die sie dem Maskenverein als Gastgeschenk mitbrachte. So eine Kanone hatten die Fasnächtler aus Milevsko anlässlich ihres letzten Besuchs in Münchenbuchsee am Fasnachtsumzug im Einsatz gesehen und waren davon hell begeistert gewesen. Diese Konfettischleuder wurde dann auch am Sonntag an der grossen Maskenparade, wie dort der Umzug heisst, eingeweiht und erstmals eingesetzt.

Am Freitagvormittag wurde die gesamte Besucherschar aus der Schweiz vom Bürgermeister höchst persönlich begrüsst und willkommen geheissen. Am Abend fand der Fasnachtsauftakt mit Schlüsselübergabe statt. Anschliessend durfte die Gugge die Fasnachtsfigur Bacchus auf seiner Beizentour begleiten und mit jeweils einigen Musikstücken die anwesenden Gäste begeistern.

Am Samstagnachmittag fand bei schönstem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen der rund zweistündige Umzug statt. Es ist der älteste und grösste in Tschechien. Viele Schaulustige säumten die Strassenränder, wo sie das erste Mal nicht nur mit Süssigkeiten, sondern auch mit Konfettis beworfen wurden.

Der Maskenverein von Milevsko hatte sich zum Ziel gesetzt, an dieser Maskenparade einen neuen Rekord an teilnehmenden Masken aufzustellen, was ihm schlussendlich mit 1‘248 Masken auch gelang.
Da in Tschechien die Guggenmusik nicht bekannt ist, zogen die Taktsurfer bei ihren Auftritten viele Leute magnetisch an, die begeistert zuhörten.

Der Höhepunkt war der Auftritt am Samstagabend anlässlich des Maskenballs. Bei ihren beiden Auftritten im grossen Saal des Kulturhauses haben die Taktsurfer unter frenetischem Jubel und Applaus des Publikums alles gegeben und buchstäblich den „Saal gerockt“.

Während den drei Tagen wurden die Fasnächtler aus Münchenbuchsee von den Gastgebern mit einheimischen Spezialitäten verpflegt und verwöhnt. Einmal mehr durften sie auf dieser Reise die herzliche Gastfreundschaft, wie sie in östlichen Ländern gelebt wird, erfahren. Alle Gäste aus der Schweiz, wie auch die Mitglieder des Maskenvereins aus Milevsko freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen.

Bereits vor dem Abschied fanden am Sonntagmorgen erste Gespräche über eine Gegeneinladung im nächsten oder übernächsten Jahr in Münchenbuchsee statt. An diesem tollen Ausflug mit all den begeisternden Auftritten haben sich die Buchsi-Fasnächtler bereits auf ihre Jubiläums-Fasnacht eingestimmt. Der Fasnachtsverein Mönchebüchsler feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen unter dem Motto „so ne Zirkuss“ in Münchenbuchsee.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Hans Peter Roth, Vorstandsmitglied Mönchebüchsler
Foto: Alfred Brügger
10.02.2016

BZ-Artikel: Fasnächtler wärmten sich in Tschechien auf

Die Taktsurfer in den Strassen von Milevsko:?Die Guggenmusik aus Münchenbuchsee präsentierte in Tschechien ihr neues Kostüm. (Bild: zvg)
Die Fasnächtler reisten für vier Tage in Buchsis Partnergemeinde Milevsko. Für die Narren war es eine unvergessliche Zeit in Tschechiens Fasnachtshochburg.

Fast zwölf Stunden dauert die Busfahrt nach Milevsko. Rund 60 Kilometer südlich von Prag liegt die Partnergemeinde von Münchenbuchsee. Der Empfang am Donnerstagabend für die gut 40 Fasnächtler war laut: Mit Böllerschüssen begrüsste der Maskenverein Milevsko am Abend seine Kollegen aus der Schweiz. Am folgenden Morgen empfing der Bürgermeister persönlich die Gäste. «Wir wurden auf Händen getragen», beschreibt Tom Mäder, Präsident des Fasnachtsvereins Mönchebüchsler, die Gastfreundschaft.

Seit über zehn Jahren verbindet eine Freundschaft die beiden Vereine. Sie haben sich schon mehrmals gegenseitig besucht. Milevsko sei eine Fasnachtshochburg in Tschechien mit langer Tradition, sagt Tom Mäder. In den letzten Jahren habe sich die tschechische Fasnacht stark entwickelt. «Als wir vor zehn Jahren das erste Mal dort waren, war die Zuschauer- und Teilnehmerzahl noch nicht so hoch.» So wurde in diesem Jahr ein neuer tschechischer Rekord bei der Anzahl von Maskierten (1248 Masken) erreicht.

Musik und Kanone

Das Schwergewicht bei den dortigen Aktivitäten liege bei den Masken und beim Wagenbau, sagt Mäder. Guggenmusiken kenne man dort nicht. Deshalb sei die Guggenmusik Taktsurfer neben den einheimischen Blaskappellen die einzige Fasnachtsmusik und die Attraktion gewesen, sowohl beim grossen Umzug als auch während der Beizenfasnacht. Die Konzerte seien live am Lokalradio übertragen worden, sagt ein müder, aber glücklicher Tom Mäder nach der Rückkehr und fügt nicht ohne Stolz an: «Die Taktsurfer waren die heimlichen Stars der Fasnacht.»

Ebenfalls das Mitbringsel war ein Hit: Sie schenkten ihren Kollegen eine Konfettikanone. Beim letzten Besuch in Münchenbuchsee hatten die Tschechen diese Kanone gesehen und waren hell begeistert. So wurden die Zuschauer entlang der Umzugsstrecke nicht nur mit Süssigkeiten beworfen, sondern erstmals auch mit Konfetti.

Gegenbesuch geplant

«Es waren unvergessliche Tage. Beim Abschied gab es einige Tränen», blickt Tom Mäder zurück. Aber es wird nicht allzu lange dauern, bis sich die beiden Fasnachtsvereine wieder sehen. Es wurde bereits vor der Rückreise über einen Gegenbesuch im nächsten oder übernächsten Jahr diskutiert.

Für die Buchser Fasnächtler ist die Ruhepause nur kurz. Noch diese Woche gehts an die Berner Fasnacht, bevor sieben Tage später die eigene beginnt. Und es wird eine besondere sein. Denn sie findet kurz vor einem echten Geburtstag statt. Der Fasnachtsverein Mönchebüchsler wurde am 29. Februar 1996 gegründet.

Ein Artikel aus der
(hus/pd, Berner Zeitung BZ)
10.02.2016

Bund-Artikel: SVP-Kandidat vermietete Zimmer zu Wucherpreisen

Der Landgasthof liegt an der Hauptstrasse durch Münchenbuchsee. (Bild: Adrian Moser)

Der SVP-Gemeinderatskandidat Stefan Hofer betrieb nicht nur ein Bordell. Er vermietete auch schäbige Zimmer an Sozialhilfebezüger - zu saftigen Preisen.


Stefan Hofer, der vergangene Woche von der SVP als Stadtberner Gemeinderatskandidat nominiert wurde, betrieb einst das Bordell Kleopatra in Bargen bei Aarberg. Noch bis 2014 verdiente er sein Geld als Liegenschaftsbesitzer des Clubs. Die Miete, die er verlangte, bezeichnete die heutige Betreiberin als «horrend».

Hofer scheint ein Händchen für Liegenschaften zu haben, mit denen viel Geld zu verdienen ist. Der Firma Honag AG, bei der er bis Ende letzten Jahres Verwaltungsratspräsident war, gehört auch das Restaurant Löwen in Münchenbuchsee. Dort werden Sozialhilfebezüger untergebracht, die keine bessere Wohnung finden können. Ein Zimmer kostet rund 700 Franken monatlich.

«Es ist eine Katastrophe»

Fährt man zum Gasthof Löwen, sticht einem als Erstes die bröcklige Fassade ins Auge. Die nackten Ziegelsteine kommen zum Vorschein, bei einem Fenster im ersten Stock fehlt die Scheibe. Mülltonnen stehen beim Eingang. Hinter dem Schild, das «XXL Cordonbleu und Rossentrecôte» anpreist, steht eines mit der Aufschrift «Betriebsferien». Die provisorisch eingebaute Holztür führt ins Treppenhaus, wo es nach abgestandenem Rauch riecht. Auf jeder Etage eine Toilette, auch diese sanierungsbedürftig.

Im dritten Stock reiht sich Zimmer an Zimmer, mitten im Korridor steht ein Kühlschrank, obendrauf eine Mikrowelle. Hier verpflegen sich jene, die hier wohnen. «Es ist eine Katastrophe», sagt einer der Sozialhilfebezüger, der nicht namentlich genannt werden möchte. «Wir haben keine Küche, keine Briefkästen, keine Waschmaschine und nur eine Dusche für alle. Und es gibt Ratten im Dachstock.» Der Mann ärgert sich darüber, dass der Sozialdienst Münchenbuchsee für die schäbigen Zimmer rund 700 Franken Monatsmiete berappen muss.

«Skandalöser Fall von Wucher»

Markus Caflisch, Rechtberater des Hauseigentümerverbands Bern und Umgebung, gibt zum konkreten Fall keine Mietzinsschätzung ab. «Generell ist davon auszugehen, dass an dieser Lage unmöblierte Zimmer ab 150 Franken pro Monat erhältlich sein dürften», sagt er. Selbst wenn möblierte Zimmer etwas mehr kosten dürften, handelt es sich für Natalie Imboden, Präsidentin des Mieterverbandes Bern, hier um einen «skandalösen Fall von Mietzinswucher». Es brauche dringend öffentlichen und politischen Druck, auch vonseiten der Gemeinden, gegenüber «solchen Wuchervermietern».

Die Gemeinden haben jedoch oft keine Handhabe gegen die Vermieter. Peter Wüthrich, Leiter des Sozialdienstes Münchenbuchsee, bestätigt, dass im Löwen Sozialhilfebezüger untergebracht werden. «Wir haben keine Alternativen, die wir zur Verfügung stellen können», sagt er. «Es ist sehr schwierig, für Menschen, die Sozialhilfe beziehen, Wohnungen zu finden.» Wenn neu angemeldete Klienten keine Wohnung finden, würden sie vermittelt. Dabei legt der regionale Sozialdienst eine Mietzinsobergrenze fest. Für einen Ein-Personen-Haushalt bezahlt der Sozialdienst Münchenbuchsee eine maximale Miete von 800 Franken sowie maximal 25 Prozent Nebenkosten. Kostet eine Wohnung mehr, muss der Kunde für die Zusatzkosten selber mit seinem Grundbedarf aufkommen.

Auch Dorothee Guggisberg, Geschäftsführerin der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, verweist auf das Dilemma, in dem Gemeinden oft steckten. «Einerseits sind sie verpflichtet, den Leuten Obdach zu gewährleisten. Andererseits ist ein grosses Problem, dass die Sozialdienste keinen günstigen Wohnraum für Sozialhilfebezüger finden», sagt sie. Das Geschäft mit den Liegenschaften dürfe aber nicht auf der Schulter der Ärmsten ausgetragen werden.

«Nur wenige vom Sozialdienst»

Stefan Hofer hat eine Erklärung parat. «Die langjährigen Mietverträge sind beim Kauf der Liegenschaft 2014 übernommen worden.» Mietverträge seien grundsätzlich bindend, weshalb man die Zinse nicht angepasst habe. Von den zwölf Zimmern seien unter seiner Führung bei der Honag AG aber «nur wenige» vom Sozialdienst Münchenbuchsee angemietet worden. Zum Vorwurf, die Mietkosten seien Wucher, sagt Hofer: «Die Zimmer wurden fünf Mal wöchentlich gereinigt.» Auf die Frage, ob er selber gerne dort wohnen würde, sagt er: «Ich lebe in einer Zweieinhalb-Zimmerwohnung und bevorzuge keine Hotelzimmer.»

Der Rückhalt bröckelt
Vorerst zeigte man sich bei der SVP tolerant, was Stefan Hofers Vergangenheit als Bordellbetreiber betrifft. Sowohl Rudolf Friedli, Präsident der SVP Stadt Bern, als auch Fraktionschef Roland Jakob hielten an ihrem Kandidaten fest. Kantonalpräsident Werner Salzmann forderte jedoch die Überprüfung von Hofers Kandidatur, zumal unter ihm wohl auch Prostituierte anschafften, die sich illegal in der Schweiz aufhielten.

Nun scheint Hofers Rückhalt in der Partei zu bröckeln. Friedli möchte den Vorwurf der Wuchermieten durch die Honag AG «aus der Ferne nicht beurteilen». Friedli spricht aber generell von einem «eklatanten Vertrauensbruch». «Wir sind enttäuscht worden von Stefan Hofer und sind seit letzter Woche dabei, Abklärungen zu treffen.» Hofer habe sein Vertrauen missbraucht und der Partei seine Vergangenheit verschwiegen, die im Zusammenhang mit seiner Nomination wichtig gewesen wäre. Es sei schade, dass er als «kleiner Parteipräsident auf Gemeindeebene» anfangen müsse, Straf- und Betreibungsregisterauszüge eines Kandidaten einzufordern, so, wie es bei der Bundesratsnomination im Fall Bruno Zuppiger nötig geworden sei.

Ein Artikel aus dem
(Janina Gehrig, Der Bund)
08.02.2016

Fraubrunner-Anzeiger-Artikel: Asylsuchende in Münchenbuchsee

In Münchenbuchsee finden Asylsuchende seit anfangs Dezember eine unterirdische Unterkunft. Unterdessen wohnen 120 vorwiegend junge Männer aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran in der Gemeinde.

Durch die Initiative der Kirchen und verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern werden seit Januar drei Mal in der Woche Deutschkurse angeboten. Das Interesse an diesen Kursen ist bei den Asylsuchenden sehr gross.

Sportangebote sind in Planung. Das Wetter, die fehlenden Plätze und fehlende Sportschuhe erschweren zurzeit noch die Umsetzung. Nach der Sportwoche plant die reformierte Kirche zusammen mit dem Gemeinnützigen Frauenverein alle 14 Tage am Dienstagnachmittag ein Begegnungskaffee im Kirchgemeindehaus.

Im Weiteren bestehen Bestrebungen Angebote für gemeinnützige Arbeiten aufzubauen.

Bisher engagieren sich ca. 30 Freiwillige ehrenamtlich im Bereich des Asylwesens.

Personen, die sich in der Freiwilligenarbeit engagieren möchten, melden sich weiterhin in der Unterkunft unter der Telefonnummer 031 822 63 14.

Dank der grossartigen Unterstützung durch die Kirche, konnte an Weihnachten eine grosse Anzahl Asylsuchende an den Feierlichkeiten in Münchenbuchsee und Huttwil teilnehmen. Es ist sehr erfreulich, wie positiv die Bevölkerung von Münchenbuchsee auf die Hilfesuchenden reagiert. Diese Hilfsbereitschaft und das freiwillige Engagement werden auch in den nächsten zwei Jahren sehr gefragt sein.

Der Gemeinderat dankt allen Einwohnerinnen und Einwohnern für ihre Offenheit und die Bereitschaft sich zu engagieren.

Ein Artikel aus dem fraubrunner anzeiger
Text: Daniel Haldimann
05.02.2016

BZ-Artikel: Schule auf Kufen

Sie begaben sich auf Glatteis und hatten Spass daran: Schulkinder aus Münchenbuchsee erhielten gestern eine Lektion in Eishockey. (Bild: Beat Mathys)

Ein Vormittag im Hirzenfeld statt in der Schulstube. Auf Kufen, mit Stock und Helm. Den Kindern der Unterstufe aus Münchenbuchsee hats gefallen.


Oft kratzen hier Kufenkünstler die Kurve, sie wuchten Gegenspieler an die Bande und schliessen Angriffe mit einem beherzten Schuss ab. Doch an diesem grauen Donnerstagmorgen ist die Eisfläche des Sportzentrums Hirzenfeld in Münchenbuchsee nicht von ein paar fliegenden «Kleiderschränken», sondern von einer Schar Erst- und Viertklässler der Schulen Paul Klee und Pavillon bevölkert. Das Ziel sind nicht Tore, es geht um die Freude an der Bewegung.

Von der Bande aus beobachtet, wirkt das Geschehen unübersichtlich. Überall wuseln Mädchen und Jungs herum. Doch im Wirrwarr herrscht Ordnung. Das Eisfeld ist in Posten aufgeteilt, an denen die Kinder unter Anleitung – einige Eltern sind dabei, dazu Freiwillige des Clubs – das Einmaleins im Umgang mit der kleinen schwarzen Scheibe lernen. Wie man einen Pass spielt zum Beispiel, einen Puck kontrolliert oder einen Plastikstuhl umdribbelt. Die Fertigkeiten sind ungleich, natürlich.

Einige Erstklässler stehen zum ersten Mal auf Schlittschuhen. Etwas ungläubig beobachten sie an sich selber, wie es ist, auf zwei Stahlklingen übers Eis zu rutschen. Ihr Blick ist konzentriert und gesenkt – sie würden auch ein Mammut auf dem Feld nicht bemerken. Vorsichtige verzichten auf den Schläger und hangeln sich der Bande entlang. Eine Viertklässlerin dagegen feiert ihre Rückkehr aufs Eis nach längerer Pause: «Ig chas tatsächlech no!»

Schnupperanlässe auf dem Eis gab es in Münchenbuchsee schon bisher. In dieser organisierten Form mit Unterstützung des Hockey Clubs Münchenbuchsee waren die Eishockey-Projekttage aber eine Premiere. «Es war nicht ganz einfach, Freiwillige für den Einsatz an den zwei Vormittagen zu finden», sagt Marcel Frey, Nachwuchsverantwortlicher des Clubs. Doch der Einsatz habe sich gelohnt, findet Frey mit Blick in die vergnügten Gesichter der Kinder. In der Tat war nie Gequengel zu hören. Und als Trophäe trugen viele der Eistalente ein Autogramm des verletzten SCB-Startorhüters Marco Bührer heim – auf dem Stock, dem Helm oder der Jacke. Frey hatte ihn extra eingeladen.

Eishockey ist in der Region Bern beliebt. Um den Nachwuchs müsse man sich dennoch aktiv kümmern, sagt Marcel Frey. Der Club hat dafür einfach zugängliche Angebote wie die Hockeyschule geschaffen. Jeden Mittwochabend tummeln sich knapp 60 Kinder im Alter von vier bis elf Jahren auf dem Eisfeld des «Hirzi».

Die Lehrpersonen sind dankbar für die Unterstützung des Clubs, die auch etwas Eigenwerbung ist. Das Schnuppern auf dem Eisfeld passt gut zum Schwerpunkt «Gesund und bewegt» im diesjährigen Schulprogramm des Kindergartens und der Primarschule. Dazu gehören Aktionstage mit Eishockey, Tennis und Aikido, ein Waldtag oder Trainings mit einer Profijongleuse. Gefördert werde aber auch eine gesunde Ernährung, betont Lehrerin Ursula Schneider. So bereitet jede Klasse im Laufe des Schuljahres ein gesundes Znüni für die anderen zu.

Mehr Bewegung fördert die Buchser Primarstufe auch im Alltag. Ursula Schneider: «Wir bauen Bewegung in den Unterricht ein.» Dies tue man insbesondere mit abwechslungsreichen Übungen des Bundesprogramms «Schule bewegt». «Das funktioniert sehr gut, die Kinder sind konzentrierter bei der Sache, sie sind beweglicher und verhalten sich untereinander sozialer.»

Auf den «Schlöf» kommt all dies ebenfalls zum Tragen: Die besseren Schlittschuhläufer stossen Neulinge auf Stühlen mit Kufen über die Eisfläche. Allmählich bilden sich daraus ganze Polonaisereihen. Eine ganz übermütige Schülerin schiebt sogar Lehrer Enzo Heusser auf einem dieser Stühlchen quer übers Eisfeld: bewegend anders als der reguläre Schulbetrieb.

Ein Artikel aus der
(Daniel Riesen, Berner Zeitung BZ)
25.01.2016

Einsatz für Asylsuchende: Informationsveranstaltung für Interessierte

Der freiwillige Einsatz für Asylsuchende bringt Freude und Befriedigung mit sich, ist für die Beteiligten aber auch eine Herausforderung.

Es ist daher wichtig, sich bereits vor dem Einsatz über dessen Möglichkeiten und Grenzen im Klaren zu sein und die eigenen Erwartungen darauf abzustimmen. An dieser Veranstaltung erhalten Sie die nötigen Informationen und haben Gelegenheit, Fragen zu stellen. Im zweiten Teil des Abends wird die freiwillige Mithilfe organisiert, indem Gruppen gebildet werden zu den verschiedenen Aktivitäten. Allen Interessierten, die sich als Freiwillige in der Kollektivunterkunft engagieren wollen, legen wir die Teilnahme an dieser Veranstaltung nahe.
 
Dienstag, 2. Februar 2016, 19.00 – 21.00 Uhr
Reformiertes Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee, Oberdorfstrasse 6
 
Veranstalter:
Heilsarmee Flüchtlingshilfe
Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen
 
Es besteht weiterhin auch die Möglichkeit, sich persönlich für die Asylsuchenden zu engagieren. Wenden Sie sich bitte direkt an die Heilsarmee Flüchtlingshilfe (Tel. 031 822 63 14).

25.01.2016

Bund-Artikel: Zusatzleerungen in Münchenbuchsee

Der Gemeinderat will Probleme mit den Briefkästen aus der Welt schaffen.

In der Vergangenheit hatte die Gemeinde Münchenbuchsee kein Glück mit ihren Briefkästen für die briefliche Stimmabgabe. Mal blieben Couverts liegen, und die Inhalte wurden nicht gezählt. Ein anderes Mal quollen die Kästen bei der Gemeindeverwaltung über. Eine Einladung für Wahlfälscher. Das Thema Briefkästen wurde im Grossen Gemeinderat bereits mehrmals von der SVP aufgegriffen. Im Hinblick auf den 28. Februar, an dem eine hohe Stimmbeteiligung zu erwarten ist, schafft der Gemeinderat Remedur: Wie Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP) am Donnerstagabend im Gemeindeparlament ausführte, verzichtet man zwar auf teure bauliche Anpassungen, sieht aber Extratouren und Zusatzleerungen durch die Wahl- und Abstimmungskommission vor.

10 Franken Entschädigung

Ab dem Zeitpunkt, an dem die Stimmbürger sich im Besitz der Unterlagen befinden, bis zum Abstimmungsdatum werden die Kästen an Samstagen und Sonntagen nun zusätzlich geleert. So soll ein «Stau» vermieden werden. Für die Mitglieder der Wahl- und Abstimmungskommission, welche die Leerung vornehmen, gibt es pro Tour eine Entschädigung von 10 Franken.

Die Ankündigung wurde im Rat positiv aufgenommen. SVP-Parlamentarier André Quaile bedankte sich für die vorsorglichen Massnahmen.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
25.01.2016

BZ-Artikel: Bibliothek zügelt nicht

Die Bibliothek und die Sammlung alt Buchsee bleiben am jetzigen Standort. Die Gemeinde nimmt das Angebot des neuen Liegenschaftsbesitzers an.

Der Auszug aus der alten Post an der Bahnhofstrasse war quasi beschlossene Sache. Im letzten August bewilligte der Grosse Gemeinderat die Mietkonditionen für den Ersatzstandort der Bibliothek. Diese sollte in ein Gewerbegebäude an der Talstrasse ziehen. Denn der Mietvertrag in der alten Post läuft Ende April 2016 aus. Inzwischen hat die Swisscom das Gebäude verkauft.

Am Donnerstagabend informierte Gemeinderat Andreas Luginbühl (SVP) im Parlament, dass die Bibliothek nun doch am heutigen Standort bleibt. Die neuen Liegenschaftsbesitzer haben der Gemeinde ein Angebot gemacht. Weil der Vertrag am neuen Standort noch nicht unterschrieben war, hat der Gemeinderat das Angebot angenommen. Damit fallen auch keine Investitionen dafür an, die neuen Räumlichkeiten einzurichten.

Etwa drei bis vier Jahre könnten die Bibliothek und ebenfalls die Sammlung alt Buchsee in den Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse bleiben. Während dieser Zeit werde der Besitzer ein Neubauprojekt ausarbeiten, sagte Luginbühl. Es gebe sogar schon Gespräche, dass die Gemeinde auch im Neubau Räume für ihre Bedürfnisse mieten könne.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.01.2016

BZ-Artikel: Parteien hoffen auf Wahlbatzen

Das Parlament hat ein EVP-Postulat überwiesen. Dieses verlangt einen Beitrag aus der Gemeindekasse an die politischen Parteien im Wahljahr.

Die Gemeinde Münchenbuchsee hat finanziell schwierige Zeiten hinter sich. Die ergriffenen Sparmassnahmen trafen auch die politischen Parteien. Sie erhalten seit 2014 keinen Beitrag mehr aus der Gemeindekasse. In diesem Jahr, einem Wahljahr, dürfen die Parteien ein bisschen hoffen. Der Grosse Gemeinderat hat gestern Abend ein Postulat von Ruedi Löffel (EVP) gegen den Antrag des Gemeinderats mit 18 zu 17 Stimmen überwiesen. Weil im Budget kein Betrag vorgesehen sei und sich dieser nicht kompensieren lasse, war der Gemeinderat gegen den Vorstoss. Die BDP und die SVP stimmten gegen die Überweisung.

SP und GLF unterstützten Löffels Vorstoss, der seine Motion in ein Postulat abschwächte. Das Jahr dauere noch gut elf Monate, sagte Ruedi Löffel. Vielleicht lasse sich der Betrag Ende Jahr doch noch kompensieren. Für Gemeinderat Andreas Luginbühl (SVP) wäre ein solcher Wahlbatzen ein falsches Zeichen. Die Parteien hätten ein klares Bekenntnis abgegeben, die Gemeindefinanzen zu sanieren.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)
22.01.2016

Bund-Artikel: Knappes Ja für einen Wahlbatzen

Im Wahljahr sollen die Parteien in Münchenbuchsee einen Zustupf von der Gemeinde erhalten. Ein Vorstoss von Ruedi Löffel (EVP) wurde gestern Abend im Gemeindeparlament knapp mit 18 zu 17 Stimmen angenommen. Vor der Sitzung wandelte Löffel seine Motion in die weniger verbindliche Form eines Postulats um. Früher erhielten die Parteien für ihre politische Arbeit einen jährlichen Unkostenbeitrag von der Gemeinde. Im Zuge der Sparmassnahmen wurde der Beitrag ab dem Jahr 2014 gestrichen. Löffel fand, man könnte im Wahljahr einen Batzen «als Zeichen minimaler Wertschätzung» springen lassen. Unter Umständen könne die Auszahlung erst Ende Jahr erfolge, wenn klar sei, wie gut oder wie schlecht die finanzielle Situation sei.

Der Gemeinderat stellte sich gegen das Ansinnen, die Ortsparteien zu unterstützen, auch wenn die Parteien sehr engagiert seien und freiwillige Arbeit leisteten. 2013 wurden 9100 Franken ausgerichtet. Wegen der immer noch angespannten Finanzsituation müsste der Betrag an anderer Stelle eingespart werden, so der Gemeinderat. Dies sei aber nicht möglich. Bei einem 36-Millionen-Haushalt sollte es möglich sein, das irgendwo zu kompensieren, fand Löffel dagegen. «Vielleicht auch nur eine 1000er-Note für alle Parteien.» Die SVP sprach sich gegen das Ansinnen aus, die SP dafür.

Gemeinderat Andreas Luginbühl (SVP) rief in Erinnerung, dass alle Parteien ein Bekenntnis zur Sanierung der Finanzen abgegeben hätten. «Wir finden es falsch, Ende Jahr Geld zu verteilen.» Der Gemeinderat wies auch darauf hin, dass der Betrag in der Kompetenz des Gemeinderats liegt. Bei der Prüfung gelangte er zum Schluss, eine Ausrichtung sei nicht möglich. Es ist also keineswegs sicher, dass Ende 2016 ein wenig Geld in die Kasse der Parteien flattert.

Ein Artikel aus dem
(wal, Der Bund)
21.01.2016

Bund-Artikel: «In einer kleinen Partei stehen die Leute nicht Schlange»

Renate Löffel. (Bild: zvg)

In Münchenbuchsee führt in diesem Jahr die EVP-Politikerin Renate Löffel das Gemeindeparlament.


«Ich habe das nicht wirklich gesucht», sagt Renate Löffel. Mit «das» meint sie ihre politischen Aktivitäten. «Ich bin hineingewachsen.» Seit 2007 ist sie Mitglied im Grossen Gemeinderat von Münchenbuchsee, dem Gemeindeparlament. In diesem Jahr präsidiert die EVP-Frau den vierzigköpfigen Grossen Gemeinderat, heute leitet sie ihre erste Sitzung. Schon vor ihrer Zeit im Parlament hatte sich Renate Löffel aber in der Schulkommission engagiert. Seit 2010 ist sie auch Präsidentin der lokalen EVP, wobei sie die Partei zuerst im Co-Präsidium führte. Nun steht sie aber alleine an der Spitze. Vor ihrer Zeit war ihr Vater, Heinrich Wenger, Präsident der EVP in Münchenbuchsee.

Der familiäre Touch spielt in der EVP weiter eine grosse Rolle, politisiert doch auch ihr Mann, Ruedi Löffel, nicht nur im Grossen Rat des Kantons Bern, sondern seit vier Jahren auch im Gemeindeparlament. Allerdings sitzen sie am Pult nicht direkt nebeneinander. «In einer kleinen Partei wie der EVP stehen die Leute nicht Schlange für die Ämter», sagt Renate Löffel. Es brauche Personen, die für Stimmen sorgten. Schon zwei der vier Töchter des Ehepaars versuchten bei kantonalen oder eidgenössischen Wahlen ihr Glück.

Ehemann hat Ambitionen

In diesem Herbst finden in Münchenbuchsee Wahlen statt. Die amtierende Gemeindepräsidentin, Elsbeth Maring-Walther von der SP, hat vor einer Woche den Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur bekannt gegeben («Bund» vom 13. 1.). Voraussichtlich wird sich die EVP für das Vollamt bewerben, so wie auch schon 2007. Im Vordergrund steht eine Kandidatur von Ruedi Löffel, der in der «Berner Zeitung» sein Interesse anmeldete. «Das wird sicher ein spannendes Jahr», sagt Renate Löffel. «Ich hoffe, dass Links-Grün wieder mit der Mitte zusammenarbeitet und wir uns auf eine Kandidatur einigen können.»

Die Sitzverteilung im siebenköpfigen Gemeinderat ist derzeit 3 SVP, 2 SP, 1 EVP und 1 GFL. Für die beiden Amtszeiten von Elsbeth Maring-Walther findet Renate Löffel positive Worte: «Sie hat es souverän gemacht.» Der Start sei nicht einfach gewesen, weil nach dem harten Wahlkampf und dem knappen Sieg über die SVP-Kandidatin Sonja Bucher doch noch einige Enttäuschungen vorhanden gewesen seien.

Parteien rauften sich zusammen

In den letzten Jahren ging man im Parlament eher harmonisch miteinander um: Die finanziellen Probleme der Gemeinde führten dazu, dass sich die Parteien zusammenrauften. «Wir haben uns grossmehrheitlich gefunden», sagt die 49-jährige Pflegefachfrau, die im Kinderspital in Bern arbeitet, dazu. Auf der linken Seite und in der Mitte nahm man schmerzhafte Sparmassnahmen in Kauf, auf der rechten Seite sagte man Ja zu Steuererhöhungen, um den Haushalt ins Lot zu bringen und den Bilanzfehlbetrag abzubauen.

Für Löffel ist es darum eher unwahrscheinlich, dass von bürgerlicher Seite in diesem Jahr eine Steuersenkung zum Wahlkampfthema gemacht wird. Trotzdem nimmt sie an, dass die Auseinandersetzungen wieder etwas härter ausfallen als in den letzten Jahren. «Wichtig ist, dass wir fair bleiben und uns auch nach den Sitzungen noch in die Augen sehen können.» Dafür will Renate Löffel in ihrem Jahr als Präsidentin des Parlaments besorgt sein.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
14.01.2016

BZ-Artikel: Luginbühl, Stucki, Löffel - oder wird doch jemand anders Gemeindepräsident?

Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther tritt ab, das Kandidatenkarussell beginnt zu drehen. Erste Namen machen die Runde.

Nicht alle hat sie gleichermassen überrascht. Trotzdem wollte sich gestern, einen Tag nach der Rücktrittsankündigung von Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther (SP), niemand auf einen möglichen Nachfolger festlegen. Die Nachricht sei noch so frisch, dass man mit Blick auf die Wahlen vom nächsten Herbst die Sache neu bereden müsse, hiess es von links bis rechts.

SVP erhebt Anspruch

Trotzdem werden im Dorf bereits Namen von Politikern genannt, die das Vollamt ab 2017 übernehmen könnten. Bei den Bürgerlichen etwa jener von SVP-Gemeinderat und Transportunternehmer Andreas Luginbühl. Dass mit seinem Sohn vor kurzem die nächste Generation in die Firma eingestiegen ist, befeuert die Spekulation nur noch. Zumal der Stabwechsel logische Folge eines Parlamentsentscheids von 2014 zu sein scheint: Die SVP scheiterte damals mit ihrer Idee, das Präsidium auf ein Teilzeitamt zurückzustufen und so mit einer gewerblichen Tätigkeit wieder vereinbar zu machen. Doch Luginbühl winkt ab - und äussert sich nicht weiter zu seinen politischen Ambitionen.

Ebenfalls genannt wird der Name von SVP-Präsidentin Annegret Hebeisen. Das liegt insofern auf der Hand, als diese vor bald zwei Jahren elegant den Sprung in den Grossen Rat geschafft hat. Aber: «Ich werde nicht fürs Präsidium kandidieren», stellt Hebeisen klar - um als Parteichefin gleich zu versichern: Die SVP werde aber mit einer eigenen Kandidatur kommen. Kein Wunder, vor Maring-Walthers Amtsantritt 2008 war das Präsidium eine Domäne der SVP als wählerstärkster Partei.

Alles offen bei der SP

Unübersichtlicher ist die Situation im links-grünen Lager. Das gilt im Besonderen für die SP, aus der sich in den Augen vieler niemand von vornherein für das Amt aufdrängt. Wie sich die Partei dazu stellt? Co-Präsident Peter Kast schweigt und hält sich alle Optionen offen.

Als möglicher Kandidat gilt dafür Gemeinderat und Lehrer Peter Stucki. Ob der GFL-Politiker überhaupt Interesse hat, ist aber unklar. Er hat Ferien und war gestern nicht erreichbar. Dafür bringt sich ein dritter Aspirant in Position: EVP-Grossrat und -Gemeindeparlamentarier Ruedi Löffel könnte sich die Arbeit im Präsidium sehr wohl vorstellen. «Hier kann man sehr direkt gestalten», so der Präventionsfachmann.

Ein Artikel aus der
(Stephan Künzi, Berner Zeitung BZ)
13.01.2016

Bund-Artikel: Elsbeth Maring-Walther tritt ab

Tritt nicht mehr zu den Wahlen 2016 an: Elsbeth Maring-Walther. (Bild: Franziska Scheidegger)
In Münchenbuchsee wird Ende 2016 das Gemeindepräsidium frei. Die SP-Frau Elsbeth Maring-Walther kandidiert nicht mehr.

Neun Jahre als Gemeindepräsidentin sind genug. Elsbeth Maring-Walther legt ihr Amt auf Ende des Jahres nieder, zu den Wahlen im Herbst 2016 tritt die SPPolitikerin nicht mehr an. Sie habe noch zahlreiche private Projekte und wolle wieder mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, sagt Maring-Walther.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt da, ich habe mir den Entscheid nicht leicht gemacht.» Sie werde in diesem Jahr 61-jährig. Damit hätte sie in der Mitte einer möglichen dritten Legislatur das Pensionierungsalter überschritten. «Schon nur von der zeitlichen Präsenz her ist das Gemeindepräsidium ein sehr intensives Amt», sagte Maring-Walther.

Sie fühle sich zwar noch voller Energie und Tatendrang, trotzdem komme nun eine Lebensphase, in der man sich entscheiden müsse, was einem noch wichtig sei. Unter anderem plant sie einen längeren Ausland- und Sprachaufenthalt in Paris.

Maring-Walther ist seit rund 20 Jahren in der Gemeindepolitik aktiv. 1999 war sie Parlamentspräsidentin und anschliessend während acht Jahren Gemeinderätin. In einer Kampfwahl um das Gemeindepräsidium setzte sie sich 2007 gegen Sonja Bucher von der SVP und Matthias Hügli von der EVP durch.

2012 gab es keine Gegenkandidaturen, Maring-Walther wurde still wiedergewählt. Bestimmend für die Politik der Gemeinde war seit vielen Jahren die finanzielle Situation. Münchenbuchsee musste sich politisch zusammenraufen, um mit Sparmassnahmen und Steuererhöhungen den Haushalt nach einem Bilanzfehlbetrag zu sanieren.

«Das hat immer wieder zu sehr harten Diskussionen geführt», sagt Maring-Walther. Alle Parteien hätten aber letztlich den Ernst der Lage erkannt. «Wir haben miteinander Lösungen gefunden und sind auf dem besten Weg, die Finanzen ins Lot zu bringen.»

Ein wichtiger Meilenstein während ihrer Amtszeit war die Ortsplanungsrevision. In Münchenbuchsee gelang, was in anderen Agglomerationsgemeinden scheiterte: die Einzonung von neuem Bauland. «Darauf bin ich stolz», sagt die abtretende Gemeindepräsidentin.

Noch nicht entschieden hat Maring-Walther, ob sie Ende Jahr auch ihr Amt als Präsidentin der Regionalkonferenz abgeben wird. Wen die SP ins Rennen um das Gemeindepräsidium schicken wird, ist offen. «Es ist noch nichts spruchreif», sagte Peter Kast, Co-Präsident der lokalen SP. Nach der Rücktrittsankündigung von Maring-Walther dürften auch Kandidierende aus anderen Parteien das Vollamt anpeilen.

Ein Artikel aus dem
(Simon Wälti, Der Bund)
13.01.2016

BZ-Artikel: Elsbeth Maring tritt auf Ende Jahr zurück

Elsbeth Maring-Walther räumt Ende Jahr ihr Büro. (Bild: Beat Mathys)
Ende Jahr ist Schluss: Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther tritt bei den Wahlen im Herbst nicht mehr an. Sie war die erste vollamtliche Präsidentin von Münchenbuchsee.

Das Wahljahr ist lanciert. Gestern teilte die SP Münchenbuchsee mit, dass sich Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther Ende Jahr aus der Gemeindepolitik zurückzieht. Maring wurde Ende 2007 zur ersten vollamt­lichen Gemeindepräsidentin von Münchenbuchsee gewählt. Insgesamt engagierte sie sich 21 ­Jahre lang politisch in Münchenbuchsee. Unter anderem präsidierte Maring 1999 das Parlament. Von 2000 bis 2007 war sie Gemeinderätin.

«Dem Entscheid zum Rücktritt war ein langer und nicht ein­facher Prozess vorausgegangen», sagt Maring-Walther. So sei auch der gestrige Tag eine emotionale Achterbahnfahrt gewesen, als sie den Gemeinderat und die Mitarbeitenden über ihren Rücktritt orientiert habe. Das Gemeindepräsidium sei ein spannendes Amt, mit vielen Herausforderungen und interessanten Projekten, das sie gerne ausgeübt habe. Aber: «Man soll loslassen, wenn man noch Freude hat.» Sie werde bald 61 Jahre alt und habe sich ­gefragt, welche privaten Projekte sie noch realisieren möchte. Und ein Rücktritt mitten in der Legislatur komme nicht infrage.

Unter genauer Beobachtung

Als erste vollamtliche Präsidentin stand Elsbeth Maring unter genauer Beobachtung. «Die Erwartungen waren sehr hoch», blickt sie zurück. Als das Vollamt diskutiert worden sei, seien noch alle Parteien dahintergestanden. Später sei dieses infrage gestellt worden. Da war sie als Präsidentin besonders exponiert. «In dieser Position muss man eine dicke Haut haben», sagt Elsbeth Maring. Aber man könne und dürfe es nie allen recht machen.

Das Vollamt in Münchenbuchsee sei gerechtfertigt, wenn dem Präsidium zusätzlich ein Departement zugeteilt wird. Sie ist noch für Planung, Umwelt, Energie, ein sehr aufwendiges Departement, sowie die öffentliche Sicherheit verantwortlich gewesen. Zudem ist sie die oberste Personalverantwortliche. Ihren effektiven Aufwand schätzt sie auf deutlich über 100 Prozent.

Die 9 Jahre als Präsidentin fielen in eine Zeit, in der die Gemeinde mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und einen Bilanzfehlbetrag auswies. «Es ist immer einfacher, wenn man genügend Geld hat, um Projekte zu realisieren», sagt Maring-Walther. Es sei gleichzeitig auch eine Chance. «Wir waren gezwungen, Ausgaben zu überprüfen und Lösungen zu suchen.» Es sei nicht einfach gewesen, sich zu finden. «Es war ein Geben und Nehmen. Ich bin stolz, dass wir das geschafft haben.» Dazu habe es etwas Glück gebraucht. Dank des Verkaufs der Gemeinschaftsantenne und eines Grundstücks konnte nun sogar etwas Eigen­kapital gebildet werden.

Als andere wichtige Projekte nennt sie den Abschluss der Ortsplanung oder die Auslagerung des Sportzentrum Hirzenfeld, ein Gemeinschaftswerk mit Zollikofen. Münchenbuchsee sei eine Gemeinde mit guter Infrastruktur, gutem ÖV-Anschluss und guten Angeboten für Familien. Leider nicht realisiert konnte, so Maring, die Umgestaltung der Kreuzung beim Bären.

Offen für Neues

Elsbeth Maring präsidiert zurzeit ebenfalls die Regionalkonferenz Bern-Mittelland. Dort läuft die Legislatur erst Ende 2017 ab. Sie habe sich noch nicht entschieden, ob sie dieses Amt behalten werde. Sie müsse zuerst abklären, ob das ihre privaten Plänen tangiere. Sie plant einen längeren Ausland- und Sprachaufenthalt. Was danach kommt, steht noch in den Sternen. «Ich bin offen für Neues und habe einige Ideen», sagt Elsbeth Maring-Walther. Aber noch sei nichts spruchreif.

Die SP Münchenbuchsee bedauert den Entscheid von Maring. Die Gemeindepräsidentin habe es sich reiflich überlegt, sagt Co-Präsident Peter Kast. Es habe schon seit längerer Zeit Gespräche gegeben. «Das Amt ist ein Verschleissjob», sagt Kast. Die Partei müsse akzeptieren, dass Maring noch etwas Neues unternehmen wolle.

Ein Artikel aus der
(Hans Ulrich Schaad, Berner Zeitung BZ)
11.01.2016

BZ-Artikel: Mit Kindern aus Buchsi

Weil vermutlich Kinder aus Münchenbuchsee die Klasse vergrössern, ist die Primarschule voraussichtlich gerettet.

Die Eltern von drei Kindergärtelern aus Münchenbuchsee prüfen in den nächsten Wochen, ob sie ihre Sprösslinge im kommenden August in Diemerswil einschulen sollen. Sie reagieren damit auf einen Brief aus Diemerswil. Die Schulleitung der Kleingemeinde offeriert allen Eltern von Kindern im zweiten Kindergartenjahr, ihre Sprösslinge im idyllischen Diemerswiler Schulhaus unterrichten zu lassen.

In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass in Diemerswil die Klassengrösse unter das erlaubte Limit sinkt. Letztes Jahr haben deshalb Münchenbuchsee und Diemerswil einen Zusammenarbeitsvertrag unterzeichnet. Bereits jetzt besuchen vier Kinder aus Buchsi die Gesamtschule im Nachbardorf. Weil die Distanzen gering sind, funktioniert dies ohne organisierte Transporte.

Eine Fusion der zwei Gemeinden ist laut der Diemerswiler ­Gemeindepräsidentin Kirsten Hammerich zurzeit kein Thema. Doch sind die beiden Kommunen vielfältig miteinander verbunden. So besuchen die kleinen Diemerswiler den Kindergarten und die grösseren die Oberstufe in Münchenbuchsee.

Ein Artikel aus der
(pst, Berner Zeitung BZ)
07.01.2016

Asylsuchende: Sachspenden und Freiwilligenarbeit

Die Heilsarmee Flüchtlingshilfe nimmt gerne Sachspenden (Herrenbekleidung, Sportbekleidung sowie Schuhe für Herren etc.) für die Asylsuchenden entgegen.

Diese können jeweils am Mittwoch, von 09.00 bis 11.00 Uhr, nur unter Voranmeldung (Tel. 031 822 63 14), direkt vor Ort der Heilsarmee Flüchtlingshilfe abgegeben werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich persönlich für die Asylsuchenden zu engagieren. Wenden Sie sich bitte direkt an die Heilsarmee Flüchtlingshilfe
(Tel. 031 822 63 14).

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre wertvolle Unterstützung.

Heilsarmee Flüchtlingshilfe
Asylzentrum Münchenbuchsee
Im Eggacker 60
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 822 63 14
07.01.2016

Bund-Artikel: «Moospinte ist nicht der Paradeplatz»

Derzeit sind die Türen der Moospinte noch geschlossen. (Foto: Valérie Chételat)
Nicolas Hafer wollte Astronaut werden, bis er eine Brille bekam. Für den neuen Chefkoch und Pächter der Moospinte bei Münchenbuchsee haben «Gault Millau»-Punkte nicht oberste Priorität.

Interview: Michael Hunkeler

Herr Hafner, das letzte Wirtepaar in der Moospinte hat eine Übernahme in Form einer Pacht ausgeschlagen. Waren Sie mutiger als diese?

Zur Entscheidung meiner Vorgänger kann ich keine Stellung beziehen, da ich über diese zu wenig gut informiert bin.

Welche Strategie verfolgen Sie, um sowohl der langjährigen Geschichte des Lokals als auch der Wirtschaftlichkeit Rechnung zu tragen?

Ich strebe keine Spitzengastronomie an. Das heisst nicht, dass man das, was ich mache, nicht als spitze bezeichnen kann. Die Gastroführer «Gault Millau» und «Guide Michelin» stellen an Spitzengastronomie aber weitergehende Ansprüche.

Was heisst das konkret?

Sie haben Ansprüche an die Infrastruktur, die ich nicht erfüllen kann, etwa in Bezug auf die Tischgedecke. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass zum Beispiel das Besteck aus Silber sein muss. Deshalb hat es für mich nicht oberste Priorität, dieses Ziel zu erreichen.

Sie waren Angestellter bei Oskar Marti, der als «Chrüteroski» die Moospinte einst stark prägte. Wollen Sie an sein Konzept anknüpfen?

Was das Kochen angeht, nicht. Es ist für mich aber sicherlich eine Rückkehr zu meinen persönlichen Wurzeln.

Weshalb distanzieren Sie sich von ihm?

Marti ist eine Koryphäe, die nicht imitiert werden kann. Deshalb kann ich seine Nachfolge auch nicht antreten. Meine Positionierung ist zudem eine andere. Meine direkten Vorgänger waren in der Hochgas­tronomie tätig. Für mich ist auch dies nicht das Ziel. Ich möchte eine bürgerliche Küche anbieten – ohne Ansprüche auf Sterne.

Was motiviert Sie dann?

Ich wollte immer selbstständig sein. Jeder richtige Koch will das. Als Angestellter in meinem Metier verdient man ausserdem zu wenig. Nicht, dass das die Hauptmotivation wäre. Mein Vater kannte gute Köche – aber auch den Raumfahrer Claude Nicollier. Deshalb wollte ich zuerst Astronaut werden. Als ich meine erste Brille bekam, erfüllte ich die körperlichen Voraussetzungen dafür aber nicht mehr. Seither ist Koch mein Traumberuf.

Köche brauchen Inspiration. Woher holen Sie Ihre Ideen?

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Gastronomie.

Die Moospinte ist zwar stadtnah, aber nicht zentral gelegen; auf «Gault Millau»-Punkte setzen Sie nicht. Womit wollen Sie die Gäste in Ihr Restaurant holen?

Der Standort ist gut. Das muss er auch sein. Ausserdem baue ich auf den schönen Umschwung, den die Moospinte bietet, und auf die Nähe zum Golfplatz. Die Moospinte ist nicht der Paradeplatz in Zürich. Dort muss man die Leute fast hinaustreiben, hier muss man sie hereinholen.

In welcher Preislage werden Sie ab März in der Moospinte kochen?

Das steht noch nicht ganz fest. Einen Hauptgang mit Salat oder Suppe wird man ab rund 20 Franken bekommen.

Ein Interview aus dem
(pst/pd, Der Bund)
Nicolas Hafner Der 45-Jährige kochte unter anderem in Vaduz und in London. In England arbeitete er für den Schweizer Spitzenkoch Anton Mosimann. In den letzten sieben Jahren war Hafner Küchenchef im Restaurant Zum Kropf in Zürich.
07.01.2016

BZ-Artikel: Neuer Mann für die Moospinte

Der neue ­Pächter Nicolas Hafner (Bild: zvg)
Er hat selbst bei «Chrüter-Oski» in der Moospinte gearbeitet. Jetzt wird Nicolas Hafner neuer Pächter der bekannten Beiz. Ab 1. März ist sie wieder offen.

«Chrüter-Oski» Nummer 2 werde er auf keinen Fall, sagt Nicolas Hafner. Es werde kein Revival der Zeit von Oskar Marti in der Moospinte geben. «Das heisst nicht, dass ich von ihm nicht manches gelernt habe.» Sicher werde er auch den Kräutergarten nutzen, der immer noch bestehe.

In den 90er-Jahren arbeitete Hafner ein Jahr lang für den bekannten Berner Koch. Jetzt kehrt der 45-Jährige als neuer Pächter in die Moospinte nach Münchenbuchsee zurück. Am 1. März will er sie wiedereröffnen - und neu positionieren.

«Schwellenangst nehmen»

Er möchte ein breites Publikum ansprechen, sagt Hafner. «Die Moospinte soll ein qualitativ hochstehender Landgasthof sein.» Vor allem Kundschaft aus der Region hofft er so vermehrt zu gewinnen. «Ich möchte den Leuten die Schwellenangst vor diesem renommierten Haus nehmen.» Auch die Preise seien massiv tiefer. Bieten will Hafner eine «anspruchsvolle gutbürgerliche Küche» mit lokalen Produkten.

Hafner hat südkoreanische Wurzeln und ist im Seeland aufgewachsen. Zuletzt arbeitete er als Küchenchef im Restaurant zum Kropf am Zürcher Paradeplatz. «Diese Pacht ist für mich eine Chance», freut er sich. «Aber ich habe auch Respekt vor der grossen Aufgabe.»

Er und der Seeländer Unternehmer Anton Kräuliger, der Oskar Marti die Moospinte 2010 abgekauft hat, kennen sich privat. Er sei «glücklich über diese Lösung», sagt auch Kräuliger. Dieser hat 2010 Stefanie und Sascha Berther als Wirtepaar angestellt. Die beiden führten die Moospinte als Gourmetrestaurant, doch sie winkten ab, als es darum ging, sie in Pacht zu übernehmen. «Spitzengastronomie ohne Sponsor ist heute kaum mehr möglich», sagt Kräuliger. Nun habe er das Risiko nicht mehr allein tragen wollen. «Ich und Berthers gehen aber im Guten auseinander.»

Neue Stellen für die Berthers

Seit Anfang Jahr ist die Moospinte geschlossen. Sascha Berther kehrt zurück in seinen Lehr­betrieb, den Gasthof Kreuz in Egerkingen, und will sich zum Chefkoch und eidgenössisch di­plomierten Küchenchef weiter­bilden. Seine Frau übernimmt eine Leitungsfunktion bei Globus Delicatessa in Bern. «Wir kamen zum Schluss, dass uns dies derzeit so lieber ist», sagt Sascha Berther. Gastronomie auf hohem Niveau zu betreiben, werde immer schwieriger. «Es ist aber nicht vom Tisch, dass wir uns irgendwann vielleicht doch selbstständig machen.»

Ein Artikel aus der
(Lucia Probst, Berner Zeitung BZ)
06.01.2016

Bund-Artikel: Restaurant Moospinte - Neuer Pächter heisst Nicolas Hafner

Der aus dem Seeland stammende Nicolas Hafner übernimmt das Restaurant Moospinte in Wiggiswil bei Münchenbuchsee.

Der Gastronom wird ab 1. März 2016 die Nachfolge von Stefanie und Sascha Berther als Wirt und Pächter antreten. «Ich freue mich sehr, dieses bekannte Haus nach meinen renommierten Vorgängern weiterführen zu dürfen», sagte der 45-Jährige gemäss Medienmitteilung. Hafner will seinen Gästen eine anspruchsvolle, gutbürgerliche Küche servieren. Er absolvierte seine Lehre als Koch in der Krone Bätterkinden. Seine Wanderjahre führten ihn unter anderem zu Anton Mosimann nach London sowie in die Moospinte, als dort noch Oskar Marti, der berühmte «Chrüter-Oski», wirtete. In den letzten sieben Jahren stand Hafner als Küchenchef am Herd des Restaurants zum Kropf am Zürcher Paradeplatz. Oskar Marti hatte die Moospinte im Februar 2010 verkauft.

Ein Artikel aus dem
(pd, Der Bund)
04.01.2016

BZ-Artikel: Wohl kein Wahlbatzen

Ruedi Löffel (Bild: abl)
Der ­Gemeinderat spricht sich dagegen aus, die politischen ­Parteien im Wahljahr finanziell zu unterstützen. Der Sparwille geht vor.

Dieses Jahr wählen die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee den Gemeinderat und das Parlament neu. Für die politischen Parteien bedeutet dies einen zusätzlichen Aufwand - auch finanziell. Früher erhielten die Parteien einen jährlichen Beitrag aus der Gemeindekasse. Seit 2014 gehört dies der Vergangenheit an. Wegen der angespannten Finanzlage wurden - neben einer Steuererhöhung - verschiedene Sparmassnahmen beschlossen im Bereich Verwaltung und Politik. In diesem Zug wurden die Parteibeiträge als nicht gebundene Ausgaben gestrichen.

Mit einer Motion verlangte Ruedi Löffel (EVP), dass in den Wahljahren allen im Parlament vertretenen Parteien ein Beitrag an die Werbekosten ausgerichtet werde. Im Rahmen eines 36-Millionen-Budgets müsse dieser «bescheidene Betrag als Zeichen minimaler Wertschätzung» der grossen Arbeit der Parteien schlicht Platz haben, begründet Löffel seinen Vorstoss.

Nicht zu kompensieren

Der Gemeinderat lobt in seiner Antwort zwar die engagierte und freiwillige Arbeit der Parteien. Trotzdem ist die Exekutive gegen einen Beitrag in Wahljahren. Das Anliegen der EVP sei bereits im Rahmen der Budgetdebatte 2014 geprüft worden. Da im Departement Kultur, Freizeit und Sport kein Spielraum bestand und nicht in einem anderen Bereich eingespart werden konnte, wurde für 2016 nichts budgetiert. Der Gemeinderat weist in diesem Zusammenhang auch auf die Abstimmungsbotschaft zum Budget 2016 hin. Dort steht explizit, dass die Entlastungsmassnahmen zwingend weiterzuführen seien.

Weil das Budget 2016 ohne diesen Betrag genehmigt ist, müsste der Gemeinderat einen Nachkredit in Höhe von 9100 Franken sprechen. Das hat er aber nicht vor, weil die Ausgabe nicht anderswo durch eine Einsparung kompensiert werden könnte. Im Übrigen liege der Betrag, um welchen es geht, in der Kompetenz des Gemeinderats, weshalb der Vorstoss als Postulat zu überweisen wäre.

Das Parlament Münchenbuchsee wird an der Sitzung vom 21. Januar über Ruedi Löffels Vorstoss entscheiden.

Ein Artikel aus der
(hus, Berner Zeitung BZ)

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