Problempflanzen und Schädlinge

23.08.2012

Achtung: Schädling bedroht Buchspflanzenbestand in Buchsi

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um die Raupe einer aus Asien eingeschleppten Schmetterlingsart, deren Frassschäden zum Absterben befallener Buchsbäume führen können. Der als invasiv zu bezeichnende Schädling kann sich rasch ausbreiten, daher ist eine schnelle und fachgerechte Bekämpfung wichtig.

  1. Wichtig ist eine regelmässige Kontrolle des Buchses ab Anfang April bis Ende September. Bei schwachem Befall können die Raupen von Hand abgelesen und mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Unbedingt auch im Innern der dichten Pflanzen kontrollieren.
  2. Bei starkem Befall ist der Einsatz von Pflanzenschutzmittel oft unvermeidbar. Für den Hausgarten werden biologische Mittel (z.B. Dipel DF oder Delfin) empfohlen. Diese sind allerdings nur wirksam, solange die Raupen noch klein sind. Bitte beachten: Es ist keine vorbeugende Behandlung möglich. Sprühgeräte verwenden, nicht mit Giesskanne ausbringen. Reste von Pflanzenschutzmittel und Brühmittel nicht in Kanalisation entsorgen.
  3. Bei grösserem Befall sollten Fachpersonen kontaktiert werden, die ein passendes Schädlingsbekämpfungsmittel empfehlen sowie in Bezug auf die weiteren Kontrollen beraten können.

Weiterführende Informationen dazu unter:
www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/pflanzenschutzberatung/Buchsbaumzuensler.html

Als Ersatzpflanzungen gibt es Alternativen wie die ebenfalls immergrüne Eibe oder der dicht sommergrünblättrige Liguster. Falls Sie nicht auf Buchs verzichten möchten, pflanzen Sie den weniger anfälligen grossblättrigen Buchsbaum an.

Auskünfte erteilt: Katharina Wüthrich, Bauverwaltung, Tel. 031 868 82 43.

Feuerbrand

Zwischen Mitte Juni und Mitte September sind die Feuerbrandkontrolleure der Gemeinde Münchenbuchsee unterwegs. Sie kontrollieren Hausgärten, Hochstamm-Feldobstgärten, Hecken und Waldränder auf allenfalls vorhandenen Feuerbrandbefall. Der Feuerbrand ist eine sehr gefährliche meldepflichtige Bakterienkrankheit an Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen. Er kann im Extremfall einen Baum in einigen Wochen abtöten.

Die Übertragung erfolgt durch Schleim, den kranke Pflanzen ausscheiden. Befallen werden ausschliesslich Kernobstbäume (Äpfel, Birnen, Quitten) und einige Zier- und Wildpflanzen: alle Arten von Cotoneaster, Feuerdorn, Feuerbusch, Felsenbirne, Stranvaesia, Weissdorn, Vogelbeere, Mehlbeere. Die besonders anfälligen Pflanzen (Cotoneaster-Arten und Stranvaesien) dürfen in der Schweiz nicht mehr verkauft und vermehrt werden. Es gibt keine direkten Bekämpfungsmassnahmen gegen den Feuerbrand. Das Antibiotica Streptomycin darf nur mit Bewilligung und gezielt in Obstbaubetrieben in Niederstammanlagen eingesetzt werden.

Das Merkblatt „Feuerbrand im Hausgarten“ findet man im Internet unter: www.feuerbrand.ch
weitere wichtige Informationen für den Kanton Bern sind zu finden unter: www.be.ch/feuerbrand

Vorbeugende Massnahmen: Desinfektion und Kontrolle
  • bei Obstbaumschnitt die Werkzeuge nach jeder Pflanze desinfizieren
  • anfällige Pflanzen vom Zeitpunkt des Ergrünens bis zur Herbstverfärbung regelmässig kontrollieren

Falls Sie einen Feuerbrandverdacht haben: Absterbende Zweige und Pflanzenteile bitte nicht berühren - es besteht grosse Verschleppungsgefahr - sondern unverzüglich der Gemeindeverwaltung melden (031 / 868 82 43 oder wuethrich.k@muenchenbuchsee.ch).

Der Feuerbrandkontrolleur wird bei Ihnen vorbeikommen und die nötigen Massnahmen einleiten.

Problempflanzen - Invasive Neophyten

Gebietsfremde Pflanzenarten verdrängen seit einigen Jahren auch in unserm Dorf verstärkt die einheimischen Pflanzen. Solche fremden Pflanzenarten bezeichnet man als Invasive Neophyten, eindringende neue Pflanzen. Sie werden invasiv, weil sie ihre Feinde in ihrer ursprünglichen Heimat zurückgelassen haben, andere Pflanzen durch die Abgabe von chemischen Substanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigen oder von Klima- und Landnutzungsänderungen profitieren. Zu ihnen gehören z. B. die Kanadische Goldrute, der Japanische Staudenknöterich und der Riesenbärenklau. Sie verursachen oft ökologische, ökonomische oder gesundheitliche Probleme. Invasive Neophyten stellen ein weltweites Problem dar. In Nordamerika und Australien z. B. haben Pflanzenarten aus Europa auf grossen Flächen die einheimische Flora verdrängt. Die Staatengemeinschaft hat sich deshalb in der Konvention von Rio 1992 verpflichtet, Invasive Neophyten zu bekämpfen.

Angesichts der beunruhigenden Zunahme von Problempflanzen müssen auch wir deren Ausbreitung  bekämpfen. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr!
  • Pflanzen Sie keine invasiven Neophyten. Verwenden Sie stattdessen Heimische und Standortgerechte Pflanzen für die Gartengestaltung im Siedlungsgebiet welche zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen bieten. (Merkblatt Umgebungsgestaltung ( PDF 128 kB), Liste standortheimische Pflanzen - nach botanischem Namen sortiert (PDF 104 kB), Liste standortheimische Pflanzen - nach deutschem Namen sortiert (PDF 104 kB))
  • Beseitigen Sie kleine Bestände rechtzeitig. Massnahmen wie Jäten, Schneiden oder Ausgraben müssen meist wiederholt und eventuell über mehrere Jahre angewendet werden, bis die Bestände vollständig erloschen sind. Vorsicht: Wurzelrückstände und Samen können auch nach Jahren wieder austreiben.
  • Wenn Sie auf die Goldrute, das Einjährige Berufkraut und den Sommerflieder in ihrem Garten nicht verzichten möchten, bitten wir Sie, die Blütenstände vor dem Versamen abzuschneiden und im brennbaren Kehricht zu entsorgen. Es gilt die weitere Ausbreitung dieser Problempflanzen durch Flugsamen zu verhindern!
  • Deponieren oder kompostieren Sie keine invasiven Neophyten. Dieses Pflanzenmaterial gehört in die Kehrichtabfuhr und nicht in den Grüncontainer.

 

Bei Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
  • Katharina Wüthrich Bauabteilung Projektleiterin Energie und Umwelt, Telefon 031 868 82 43
  • Felix Winkenbach, Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee, Kirchlindachstrasse 10, Telefon 031 869 29 73

Melden Sie bitte Fundorte Invasiver Neophyten ausserhalb von gepflegten Gärten an Katharina Wüthrich Telefon 031 868 82 43

Mehr Informationen zu den häufigsten Problempflanzen und deren Bekämpfung
www.infoflora.ch
www.neophyt.ch

Bilder
Einjähriges Berufkraut
Kanadische Goldrute
Schmalblättriges Greiskraut
Ambrosia
Japanischer Staudenknöterich
Riesenbärenklau
Buddleja (Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch)

Adresse

Gemeindeverwaltung
Bauabteilung
Bernstrasse 12
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 868 82 22
Fax 031 868 82 00
bauabteilung@m'buchsee.ch

Öffnungszeiten

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Terminvereinbarungen
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zeiten sind möglich.
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