Mitwirkung zur Arealentwicklung Strahmmatte

15.06.2017
Der Gemeinderat hat das Dossier zur Arealentwicklung Strahmmatte am 4. September 2017 für die Vorprüfung durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung AGR freigegeben. Dies betrifft eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung mit geänderter ZPP (Zone mit Planungspflicht) Nr. 19 Strahmmatte, sowie eine neue Teil-Überbauungsordnung Strahmmatte, Sektor West (neu; inkl. Strassenraum Knoten Oberdorfstrasse / Schöneggweg).

Basis für die Projektentwicklung im Perimeter der ZPP-Strahmmatte bilden die Ergebnisse eines mehrstufigen, qualitätssichernden Verfahrens in Zusammenarbeit von Gemeinde und Grundeigentümerschaft, sowie - betreffend Strassenraum - koordiniert mit dem kantonalen Tiefbauamt.

Öffentliche Mitwirkung zur Arealentwicklung Strahmmatte
Während der Mitwirkung zur Strahmmatte-Planung (16.06. - 18.07.2017) gab es 6 Eingaben von Privaten sowie 7 von Parteien und Organisationen. Abgesehen von 3 Privaten waren alle grundsätzlich zustimmend und es gab keine konzentrierte Ablehnung zu einem Planungsinhalt. Die Anliegen der Mitwirkenden und die Stellungnahmen seitens Gemeinde werden im Mitwirkungsbericht ( 1 MB) zusammengestellt.

Aufgrund der Mitwirkungsergebnisse erfolgten für die Vorprüfung beim AGR einige Anpassungen bei Plänen und Vorschriften. Weitere Ergebnisse werden vor Ende Jahr erwartet.

Das Räumliche Entwicklungskonzept REK wird als Beilage in das Vorprüfungsdossier der Arealentwicklung Strahmmatte integriert. Dies ist erforderlich für deren themenübergreifende raumplanerische Einbettung. Denn einerseits ist der aus dem Jahr 2013 stammende Richtplan Zentrum in diesem Gebiet nicht mehr aktuell und aufzuheben, und andererseits liegen diesbezüglich, im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision OPR17+, noch keine neuen Richtplaninhalte vor. 

Ausgangslage und Vorgeschichte

Testplanung und Studienauftrag Strahmmatte
2015 wurde mit der Testplanung Strahmmatte das ortsverträgliche Verdichtungspotential in diesem bereits eingezonten, aber noch nicht überbauten Teilgebiet vertieft abgeklärt.
In Zusammenarbeit mit den direkt betroffenen Grundeigentümerschaften und dem kantonalen Tiefbauamt wurden die Grundsätze der bisherigen Zone mit Planungspflicht (ZPP Strahmmatte) überprüft und eine Auswahl aus verschiedenen städtebaulichen Lösungsansätzen getroffen. Neben den Nutzungsaspekten standen Verkehrs- und Mobilitätsfragen, sowie Ortsbild und Freiraumqualität im Vordergrund. Die Arbeiten wurden von VertreterInnen mehrerer Kommissionen begleitet (Kommissionsausschuss).

Bereits im Rahmen der Erarbeitung der Testplanung wurde klar, dass die in den bisherigen ZPP-Bestimmungen vorgesehene Verlegung des Schöneggweges nicht zweckmässig ist.
Es wurden bessere Lösungen für eine Optimierung der Verkehrssicherheit bei der bestehenden Einmündung Oberdorfstrasse/Schöneggweg gefunden.
Auch soll der hohe vorgeschriebene Gewerbeanteil bei der Revision der ZPP-Bestimmungen reduziert und durch flexiblere Formulierungen betreffend künftiger Nutzungen ersetzt werden.

(Auszug aus Schlussbericht Testplanung)
Städtebauliche Interventionsbereiche

1. Zentrumsnutzung auf Parzelle Nr. 153
2. Identitätsstiftender Bestand (Parzellen Nrn. 116 und 550)
3. Quartiervernetzung
4. Wohnüberbauung auf Parzelle Nr. 154
Aus den Analysen der Potenzialstudie resultiert eine Erhöhung der Ausnutzungsziffer von bisher 0.75 auf ca.1.1 als städtebaulich verträgliche Dichte.

Die Lösung, die aus dem ergänzenden Studienauftrag der bonainvest AG im Sektor West als beste hervorging, konzentriert Neubauten am Rand des Schöneggweges. Die dahinter freibleibenden, grosszügigen Grünräume sorgen für eine hohe Siedlungsqualität - Dies einerseits für die neue Überbauung selbst, andererseits ebenso für die westlich liegenden Parzellen. Die Ergebnisse finden sich im Anhang der Teil-UeO Strahmmatte, Sektor West (Richtprojekt „Oberer Schöneggweg“).

Auf der gegenüberliegenden Parzelle Nr. 153 bleibt Raum für einen weiteren Neubau, wo Wohn- und Zentrumsnutzungen möglich sind. Dort wird auch die Heizzentrale für den Wärmeverbund Zentrum optimal realisiert.

ZPP-Revision, UeO-Erarbeitung, richt- und raumplanerische Einbettung

Die Anpassung der Grundordnung (ZPP Strahmmatte) und die Erarbeitung der entsprechenden Teil-Überbauungsordnungen (Teil-UeO) erfolgen abgestimmt mit der laufenden Ortsplanungsrevision.
Der Erläuterungsbericht zur Strahmmatte-Planung enthält die aktuelle richtplanerische Einbettung und Begründung, mit Bezug auf das gleichzeitig erarbeitete ‚Räumliche Entwicklungskonzept REK‘ und mit der Stossrichtung der Siedlungsentwicklung nach innen.
Das Objektblatt Nr. U.1 Strahmmatte des 2013 genehmigten Richtplans Zentrum soll aufgehoben werden, da dieses mit der nun vorliegenden, detaillierten Planung als vollzogen gilt.
Die Neugestaltung des Strassenraums im Bereich des Knotens Oberdorfstrasse / Schöneggweg wird in Absprache mit dem kantonalen Tiefbauamt in die Teil-UeO, Sektor West, integriert (koordiniertes Verfahren).

Ausblick
Die Ergebnisse der Mitwirkung zur ZPP-Anpassung und zur Teil-UeO für den Sektor West werden in das Dossier zuhanden der kantonaler Vorprüfung integriert. Für das Vorprüfungs- und das Genehmigungsverfahren ist das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zuständig. Die grundeigentümerverbindlichen ZPP-Anpassungen in Zonenplan und Baureglement erfordern zusätzlich eine öffentliche Auflage und eine kommunale Urnenabstimmung.

Zwischenzeitlich hat die bonainvest AG, in Absprache mit der Gemeinde, bereits das qualitätssichernde Verfahren zur Konkretisierung der Überbauungsplanung auf Parz.153 ausgelöst. Erste diesbezügliche Ergebnisse sind zeitnah zu erwarten.

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