Potenzialstudie "Wachstum nach innen"

14.03.2016
Mindestens 5 Prozent Wachstum möglich ohne Neueinzonungen: Münchenbuchsee setzt auf Wachstum nach innen

Wie viele Gemeinden will auch "Buchsi" wachsen, sich entwickeln, aber gleichzeitig das Kulturland schonen: möglichst ohne neu ausgeschiedene Bauzonen für Bauten und Infrastrukturanlagen. Siedlungsentwicklung nach innen, das ist seit einiger Zeit das grosse Thema der Raumplanung. Im November 2014 hat das Gemeindeparlament von Münchenbuchsee die Motion «Wachstum nach innen» für erheblich erklärt. Sie verlangt eine Studie zur Abklärung ortsverträglicher Entwicklungspotenziale in der bestehenden Bauzone. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Münchenbuchsee noch attraktiver machen
Obwohl Münchenbuchsee bereits bisher haushälterisch mit dem Boden umgegangen ist, bestehen bedeutende weitere Verdichtungspotenziale, welche die Gemeinde zusammen mit den Grundeigentümerschaften aktivieren kann. Im bestehenden Siedlungsgebiet gibt es theoretisch ein ortsverträgliches Innenentwicklungspotenzial von rund 150'000 Quadratmetern Geschossfläche. Dies entspricht einer Bevölkerungszunahme von ca. 2’500 Personen. Wenn Münchenbuchsee das Wachstum nach innen mit hoher Priorität fördert, kann ein wesentlicher Teil davon verwirklicht werden. So könnte „Buchsi“ bis 2030 ohne Neueinzonungen schätzungsweise mindestens 5 % oder 500 zusätzlichen Einwohner/-innen Wohnraum bieten. Die wachsenden Raumbedürfnisse der bisherigen Bevölkerung sind bei diesen Einschätzungen mitberücksichtigt. 

Mit einem qualitätsvollen Wachstum nach innen kann Münchenbuchsee wertvolles Kulturland vor der Bebauung zu bewahren und gleichzeitig Ortsbild und Siedlungsqualität stärken. Die Gemeinde würde dadurch noch attraktiver. Die Studie hat dies beispielhaft in unterschiedlichen Teilgebieten untersucht.

Grosser Nutzen für Ortsplanung
Die Studie dient auch als Werkzeugkasten und Grundlage für die weitere ortsplanerische Arbeit der Gemeinde. So sind die empfohlenen Massnahmen in den sechs detailliert untersuchten Teilgebieten (Waldegg , Unterdorf / Schmiedegasse, Hüslimoos / Weier, Hübeli, Bahnhofgebiet Südwest (noch kein abschliessender Bericht, Bahngässli / Gurtenfeldstrasse teilweise übertragbar auf andere Teilgebiete und Quartiere.

Die Arbeiten wurden von der kantonalen Fachstelle „Siedlungsentwicklung nach innen“ im Sinne eines Pilotprojektes unterstützt.

Die Potenzialstudie und die Detailstudien lagen vom 21. März bis 2. Mai 2016 öffentlich zur Mitwirkung auf.
Die Ergebnisse sind im Mitwirkungsbericht zusammengestellt und wurden im Schlussbericht zur Studie aufgenommen. 
Der GGR (das Gemeindeparlament) hat - gestützt auf die Arbeiten - die entsprechende überparteiliche Motion abgeschrieben.

Auskunft

Erika Loser, Projektleiterin, Bauabteilung
Telefon 031 868 82 52, loser.e@muenchenbuchsee.ch

Oliver Dobay, Bauverwalter
Telefon 031 868 82 32, dobay.o@muenchenbuchsee.ch

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