Wärmeverbund Münchenbuchsee

19.11.2012

Stand Erweiterung Wärmeverbund Riedli

Die Bevölkerung hat am 3. März 2013 der Sanierung und Erweiterung des Wärmeverbunds Riedli und dem dafür erforderlichen Rahmenkredit von CHF 3,67 Millionen z.H. Spezialfinanzierung Wärmeversorgung Münchenbuchsee zugestimmt.

Aufgrund von Einsprachen verzögerte sich der Baubeginn der Erweiterung des Wärmeverbund Riedli. Nach intensiven Abklärungen mit den Wärmebezügern und Überarbeitung der Planung konnte im Dezember 2015 mit dem Bauprojekt gestartet werden. Die Leistung des Wärmeverbunds wird auf 1‘230 kW ausgebaut. Ein Teil der Wärmelieferleitungen wurde bereits verlegt. Die neue Heizzentrale kann nun im bestehenden Gebäude realisiert werden. Die Kosten werden auf rund 2,7 Millionen geschätzt. Im Frühling 2016 werden die Schnitzelcontainer durch ein betoniertes Hackschnitzelsilo ersetzt.

Die neue Holzkesselanlage 550 kW kann gemeinsam mit der bestehenden Holzkesselanlage 400 kW den Energiebedarf zukünftig zu 95 % mit Holz abdecken. D.h. nur 5 % des Energiebedarfes wird durch Öl abgedeckt. Da aber der Ölkessel auch als Redundanz (Sicherheit bei einem Ausfall einer Holzfeuerung) dient, ist die Leistung des Ölkessels mit 700 kW entsprechend grösser ausgelegt. Der Holzschnitzelverbrauch entspricht voraussichtlich jährlich 2,2 MWh, dies entspricht ca. 220‘000 Liter Heizöl.

Terminplan

Folgende Arbeiten stehen noch an:

Ausführung Bis wann
Bau neue Heizkesselanlage/Silos Frühling 2016
Leitungsbau /Anschluss Liegenschaften Frühling/Sommer 2016
Inbetriebnahme Neue Anlage Sommer 2016

Spezialfinanzierung Wärmeversorgung

Im Hinblick auf die geplante Sanierung und Erweiterung des Wärmeverbundes Riedli hat das Parlament am 6. Dezember 2012 dem Reglement Spezialfinanzierung Wärmeversorgung zugestimmt. Die Investitionskosten beim Wärmeverbund Riedli werden nun durch die Spezialfinanzierung selbst finanziert und der steuerfinanzierte Haushalt von dieser freiwilligen Gemeindeaufgabe finanziell entlastet.

Das Erstellen und der Betrieb der Wärmversorgung Münchenbuchsee muss selbsttragend ausgestaltet sein. Die Rechnung wird als Spezialfinanzierung in der Gemeinderechnung geführt. Die Finanzierung der Anlage und des Betriebes erfolgt über einmalige Gebühren (Anschlussgebühren), wiederkehrende Gebühren (Grund- und Verbrauchsgebühren) sowie sonstigen Beiträgen.

ANSPRECHPERSON
Oliver Dobay, Projektleiter und Bauverwalter
031 868 82 32 oder dobay.o@muenchenbuchsee.ch

Begriff Wärmeverbund

Bei einem Wärmeverbund sind mehrere Liegenschaften an eine gemeinsame Zentralheizung angeschlossen (inklusive Warmwasseraufbereitung/Boiler). Diese kann effizient und mit erneuerbaren Energien betrieben werden. So sind zum Beispiel vollautomatische Holzschnitzelfeuerungen oder Wärmepumpen einsetzbar – oder sogar Wärme-Kraft-Koppelungs-Anlagen (WKK), bei denen zusätzlich zur produzierten Wärme noch Strom erzeugt wird. In der Regel fahren Liegenschaftsbesitzer und -verwaltungen mit dem Anschluss an einen Wärmeverbund nicht teurer als mit einer individuellen Heizungssanierung.

Entsprechend dem Leitbild Energie setzt sich die Gemeinde Münchenbuchsee als Energiestadt für eine effiziente Energienutzung ein. Die Gemeinde trägt aktiv zur Erreichung der nationalen und kantonalen energiepolitischen Ziele bei. Das heisst unter anderem, dass der Anteil nicht erneuerbarer Energie markant gesenkt wird.

MÜNCHENBUCHSEE VERFOLGT ALS ENERGIESTADT, BEZÜGLICH DES "WÄRMEVERBUNDES MÜNCHENBUCHSEE", FOLGENDE ZIELE:

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Unabhängigkeit vom internationalen Energiemarkt
Die Preisgestaltung der gelieferten Wärme unterliegt nicht mehr dem Energiemarkt.

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Förderung Nutzung regionaler erneuerbarer Energiequellen

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Verringern der CO2-Emissionen

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Reduktion externer Kosten der Energiegewinnung

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Die gemeindeeigenen Liegenschaften als kostenoptimierte Energiebezieher
Durch die Erstellung von Wärmeverbünden und die daraus resultierende Kostenoptimierung, werden die Versorgungskosten der gemeindeeigenen Liegenschaft gesenkt. Dies wiederum kommt allen Einwohnern zu Gute.


Das erwirtschaftete Kapital bleibt dem Wärmeverbund selber erhalten
Das erwirtschaftete Kapital aus dem Wärmeverbund Münchenbuchsee ist durch die Spezialfinanzierungzweckgebunden und kann ausschliesslich für eine etwaige Machbarkeisstudie eines weiteren Wärmeverbundes eingesetzt werden. Sämtliches Restkapital wird entweder für Rückstellungen verwendet, oder kommt den angeschlossenen Energiebezügern zu Gute.

 •
Die Wertschöpfung verbleibt grossteils in der Gemeinde
Auch der Wärmeverbund unterliegt dem öffentlichen Beschaffungswesen. Nichts desto trotz konnten die auszuführenden Arbeiten mehrheitlich an einheimische Betriebe vergeben werden. Ebenso ist der Schnitzellieferant dazu angehalten regionales Holz zu liefern.

Die Investition in Wärmeverbünde stellt eine Investition mit volkswirtschaftlichem Nutzen dar.

Machbarkeitsstudie Wärmeverbund Zentrum NW
Im Rahmen des Vorprojekts ‚Multifunktionales Gebäude‘ wurden sechs Varianten für eine mögliche Heizzentrale Paul Klee ausgearbeitet, dabei wurden auch Wärmeverbund-Varianten aufgezeigt. Mögliche Standorte für eine Heizzentrale sind die Schulanlage Paul Klee oder die Parzelle Strahmmatte. Die kleinste Variante (Gebäude auf dem Areal Paul Klee) benötigt 173 kW die Variante mit dem grössten Perimeter umfasst eine Leistung von 2‘793 kW. Aktuell finden Gespräche mit potentiellen Grossabnehmern statt.

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag
08.00 – 11.30 Uhr
14.00 – 17.00 Uhr
Dienstag bis 18.30 Uhr
Freitag durchgehend
08.00 – 15.00 Uhr

Terminvereinbarungen
ausserhalb der Öffnungs-
zeiten sind möglich.

Adresse

Gemeindeverwaltung
Präsidialabteilung
Bernstrasse 8
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 868 81 70
Fax 031 868 81 00
praesidial@m'buchsee.ch
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