Wärmeverbund Münchenbuchsee

19.11.2012

Stand Projekt Wärmeverbund Zentrum

Am 21. Mai 2017 haben die Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee der Realisierung des Wärmeverbunds Zentrum zugestimmt.

Bisher war vorgesehen, die unterirdische Heizzentrale des Wärmeverbundes auf der Parzelle Nr. 153, innerhalb der ZPP 19 Strahmmatte im Spickel zwischen Sportplatz (ZöN J) und dem Schöneggweg anzuordnen. Der Standort der Zentrale im Gebiet Strahmmatte erwies sich aufgrund der grossen Nachfrage für einen Anschluss an den Wärmeverbund als nicht mehr geeignet. Das Platzangebot an diesem Standort ist begrenzt und ein weiterer Ausbau der Zentrale ist in der Zukunft nicht möglich.

Als Alternative wird die ZöN Saal- und Freizeitanlage als geeignet erachtet. Die aktuellen ZöN-Bestimmungen lassen jedoch eine Realisierung einer Heizzentrale nicht zu. Dies hat eine Änderung der ZöN-Bestimmungen zur Folge. Zur Sicherung der Fernwärmeleitung wurde zudem eine Überbauungsordnung Fernwärmleitung Teil Süd erstellt.

Die Mitwirkung fand vom 1. Juni bis 30. Juni 2018 statt.

Unterlagen Mitwirkungsdossier:
Wärmeversorgung Münchenbuchsee
Die Gemeinde Münchenbuchsee betreibt eine aktive Energiepolitik und ist seit 13 Jahren zertifizierte Energiestadt. Die entsprechenden Bestrebungen zeigen sich in der aktiven Rolle bezüglich der Etablierung von Wärmeverbünden.

Spezialfinanzierung
Im Sinne von Energieeffizienz und Kosteneinsparung hat die Bevölkerung von Münchenbuchsee am 3. März 2013 beschlossen, die Erweiterung des Wärmeverbundes Riedli mittels Spezialfinanzierung zu realisieren. Die Investitionskosten beim Wärmeverbund Riedli werden durch die Spezialfinanzierung selbst finanziert und der steuerfinanzierte Haushalt von dieser freiwilligen Gemeindeaufgabe finanziell entlastet.

Das Erstellen und der Betrieb der Wärmeversorgung Münchenbuchsee muss selbsttragend ausgestaltet sein. Die Rechnung wird als Spezialfinanzierung in der Gemeinderechnung geführt. Die Finanzierung der Anlage und des Betriebes erfolgt über einmalige Gebühren (Anschlussgebühren) und wiederkehrende Gebühren (Grund- und Verbrauchsgebühren).

Abschluss Erweiterung Wärmeverbund Riedli
Das Wärmeverbundnetz Riedli konnte in den letzten zwei Jahren sukzessive ausgebaut werden,- Sanierung und Erweiterung wurde im Herbst 2016 erfolgreich abgeschlossen. Die Leistung beträgt nun 1‘320 kW. Der Holzschnitzelverbrauch beträgt jährlich 2400 MWh,- dies entspricht einer Einsparung von ca. 240‘000 Litern Heizöl. Entsprechend den Vorgaben der Spezialfinanzierung Wärmeversorgung Münchenbuchsee ist der Wärmeverbund selbsttragend. Das Bauprojekt wurde im Rahmen des geplanten Kreditvolumens abgeschlossen. Der Betrieb des Wärmeverbunds Riedli ist stabil und wirtschaftlich.
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Wärmeverbund Zentrum

Im Zentrum von Münchenbuchsee befinden sich mehrere Bauprojekte in Planung (Überbauung Strahmmatte, Erweiterung PZHSM (Pädagogisches Zentrum für Hören und Sprache)), welche Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser benötigen. Bei der Realisierung des Neubaus PZHSM müssen folgende energetische Vorgaben erfüllt sein: Der Energieträger muss zu mindestens 90 % aus alternativen Energiequellen bestehen, die Einhaltung des Labels „Minergie-P“ für den Neubau muss eingehalten werden.

Zudem verfügt Münchenbuchsee im Zentrum über die Schulanlagen Paul Klee, Dorf und Bodenacker, welche nach wie vor mit fossiler oder elektrischer Energie beheizt werden. Eine Versorgung der Schulanlagen und der angrenzenden Liegenschaften mit Wärme aus einer energieeffizienten und ökologisch vertretbaren Produktion entspricht zudem den Grundsätzen des Leitbilds Energie der Einwohnergemeinde Münchenbuchsee.

Der Wärmeverbund Zentrum soll, unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und ökologischen Überlegungen, auch weiteren Liegenschaften (Kleinbezüger < 100 kW) im näheren Umkreis des geplanten Wärmenetzes Anschlussmöglichkeiten bieten.

Standort Heizungsanlage

Für die beiden Hackschnitzelfeuerungen, mit einer Leistung von 1.6 MW und 900 kW und dem Ölheizungskessel (1.2 MW) für Spitzenlast und als Absicherung, bedarf es einer neuen Heizzentrale. Dieser Neubau soll auf der Parzelle 153 bei der Strahmmatte entstehen. Die Heizzentrale wird unterirdisch gebaut. Das Hackschnitzelsilo ist betoniert und befahrbar. Die Befüllung der Silos erfolgt vom Schöneggweg her.

Investitionskosten
Die Investitionskosten belaufen sich bei der gesamten Realisierung des Wärmeverbunds auf rund CHF 7,2 Mio. ohne Subventionsbeiträge, respektive auf rund CHF 5,85 Mio. inkl. Subventionsbeiträge.

Kostenzusammenstellung (inkl. MwSt)

Heizzentrale

1‘258‘200.-

Fernleitungen

2‘368‘368.-

Wärmeerzeugung

1‘954‘260.-

Sanitär, Hydraulik, MSRL, Dämmung, Elektro, Div.

536‘976.-

Baunebenkosten

1‘094‘472.-

Total ohne Subventionsbeiträge CHF (inkl. MwSt)

7‘212‘276.- 


Die Aufwendungen müssen durch entsprechende Gebührenerträge gedeckt werden können, was bedeutet, dass dieses Projekt keine anderen Vorhaben der Gemeinde in finanzieller Hinsicht beeinträchtigt. Bei einer Spezialfinanzierung gewährt die Gemeinde eine Vorfinanzierung. Die effektiven Kosten beim Wärmeverbund Zentrum werden die Wärmebezüger tragen.

Grobterminplan

Ausführung

Bis wann

Volksabstimmung ZöN

2019

Baugesuchseingabe

2019

Bau Heizzentrale + Fernwärmeleitung

Sommer 2019

Inbetriebnahme Heizsaison 

2019/2020


Die Ausführungstermine können sich verzögern, sollten Einsprachen im Baubewilligungsprozess oder auf Vergaben nach dem öffentlichen Beschaffungswesen eingehen.

ANSPRECHPERSONEN
Oliver Dobay, Projektleiter und Bauverwalter
031 868 82 32 oder dobay.o@muenchenbuchsee.ch

Kathrin Wüthrich, Projektleiterin Energie
031 868 82 43 oder wuethrich.k@muenchenbuchsee.ch

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag
08.00 – 11.30 Uhr
14.00 – 17.00 Uhr
Dienstag bis 18.30 Uhr
Freitag durchgehend
08.00 – 15.00 Uhr

Terminvereinbarungen
ausserhalb der Öffnungs-
zeiten sind möglich.

Adresse

Gemeindeverwaltung
Präsidialabteilung
Bernstrasse 8
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 868 81 70
Fax 031 868 81 00
praesidial@m'buchsee.ch
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