Beim Gemeinderat von Münchenbuchsee ist am 28.11.2011 eine Petition, unterzeichnet von 445 Personen, eingereicht worden. Die Unterzeichnenden bitten den Gemeinderat dringend, dass die RE-Züge Bern-Biel baldmöglichst wieder in Münchenbuchsee halten.
Die öV-Benützenden und der Gemeinderat sind mit dem aktuellen Verkehrsangebot unzufrieden. Das Wegfallen der RE-Halte wurde vom neu eingeführten Viertelstundentakt der S-Bahn nur ungenügend kompensiert:
- Halbierung der Verbindungen von und nach Biel
- Am Wochenende und nach 21 Uhr verkehren generell nur noch die Hälfte der bisherigen Züge. Das verbleibende, reduzierte Zugsangebot gewährleistet zudem in Bern teilweise keine direkten Anschlüsse mehr an den Fernverkehr
In den letzten Jahren hat sich der Gemeinderat bei den zuständigen Stellen mit Nachdruck für die Beibehaltung des Schnellzughalts eingesetzt. Er hat immer wieder schriftlich wie auch mündlich interveniert. Ebenfalls hat der Gemeinderat im Rahmen der Vernehmlassung zum Fahrplanentwurf 2012/13 das Anliegen der Gemeinde zweimal beim Amt für den öffentlichen Verkehr (AöV) des Kantons Bern eingebracht. Zudem wurde im Zusammenhang mit der Petition vom AöV und von den Transportunternehmungen (SBB und BLS) eine weitere schriftliche Stellungnahme verlangt.
Die zuständigen Stellen teilen folgendes mit:
"Die RE-Halte in Münchenbuchsee wurden im Jahr 2001 eingeführt, befristet bis zur Einführung des Viertelstundentakts der S-Bahn. Dieser wurde mit der Inbetriebnahme des 3. Gleises Rütti-Zollikofen eingeführt. Die Infrastrukturausbauten sowie der Rollmaterialeinsatz haben diese Randbedingung (befristeter RE-Halt) immer berücksichtigt. Die Wiedereinführung der Schnellzugshalte steht nicht zur Diskussion.
Wir bedauern, dass im Moment keine Verbesserungen möglich sind, und danken Ihnen für die langjährige Förderung des öffentlichen Verkehrs."
Die Wiedereinführung der RE-Halte wie auch die dazu notwendigen baulichen Massnahmen liegen nicht in der Kompetenz des Gemeinderats. Er setzt sich jedoch nach wie vor dafür ein, dass die entstandenen Nachteile im Angebotskonzept korrigiert werden. Ein Antrag an die Kommission Verkehr der Regionalkonferenz Bern-Mittelland zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen im Rahmen des Angebotskonzepts 2014-2017 zuhanden des Kantons Bern ist erfolgt.